1901 / 232 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Statiftik und Volkswirthschaft. Qualität

Deutschlands Außenhandel mit den einzelnen Ländern im Jahre 1900.

Wege der Genossenschaftsbildung empfohlen. Für die nächste | fielen und leer standen, endlich theilweise durch fisfalishen Bau und Tagung wurden Düsseldorf und Leipzig in Vorschlag gebraht; | Verschenkung der Bauten. die Entscheidung wurde dem Auss{chuß überlassen. Alsdann wurden Die erste der Hauptbauzeiten waren die Jahre 1685—1711 die Verhandlungen ges{lofsen. ( E Dane C ohe Sag der chic wig (r Das Kaiserliche Statistishe Amt hat nunmehr den Band 135 648 standen 1000, 1711 4107 Hâufer; 16385—1709 wurden jährli D der SLNEE des I E ter L des deutschen In Basel tagte am Freitag und Sonzabend v. W. der uh 7s p gf as N R D fam L'TELNE tedri Z iedri Ö iedrigst oppe ollgebiets im Jahre vollständig berau8gegeben. Die zuleßt | Kongreß der „Internationalen Vereinigung für geseß- | 8 E E a E T L O ( niedrigster | höchster | niedrigster | höchster | niedrigster | höhster [Doppelzentner (Preis unbekannt) ialnenen Hefte behandelten den Außenhandel mit folgenden Ge- S Gen Wrdellersdud-. E ek S al Déseririe Bon 1720 bis 1740 wolite der König jährlich 200 Häuser gebaut M Mt. M M. M. M ot bieten: Rumänien und Serbien (Heft 1V), Dänemark (Heft VII1), | sowie Regierungsvertreter einer Reihe von Staaten. Aus haben, die_ Häuserzahl stieg auf 5400, „hnlih bis 1755; die Be- Norwegen und Schweden (Heft 1X), Afrika (Heft X1V), Asien außer | Deutschland waren erschienen: der inaktive Staats - Minister | Haufungsziffer hatte sich E auf 17 Köpfe erhöht. Noch wohnte | : Ger fte. British-Indien, China nd Japan (Vest XVTI), Bolivien, Columbien, | Freiherr von Berlepsch, Professor Brentano - München, Ae E De Zhen rig Sag winde 9 s Ne E N E A 92 12,10 | 12,45 12,45 2 . Ecuador und Mexiko, Venezuela und zentralamerikanische Republiken Professor Franke-Berlin (Perausgeher der „Sozialen Praxis“), 120 Thaler Miethe {i Zis e E E A X E Tons bis Snsterburg - - - e grn P 3200 : i (Heft XX), Freihäfen Hamburg, Curhaven, Bremerhaven und Geeste- | Arbeitersekretär Giesberts-München-Gladbah, Dr. Max Hirsch- 6000 Far is ¡ad Ga Größe (20 bis 40 K ti Í M rf [E Suck t E A 1329 | 13,25 13,79 münde, Zollausschlüsse 2c. (Heft XXII1). Heft XXIV enthält die | Berlin, Dr. Pieper, Generalsekretär des fkatholishen Volfs- t Baukosten. beute 80 bis 270 (6) In dee 204, be “ode S S e N 20 11,40 | 1460 } 11,80 Hauptergebniss. : N : vereins zu München - Gladbah, Professor Werner Som- age f em 7B E ¡Sv nin “um ersten Ml die Mi the E Beeskow ¿ „/« | A 1340 | 13/40 } 14,50 Nicht unerbeblih ist der Handel mit Rumänien, Serbien, Dâne- | bart - Berlin, Lithograph Tischendörfer - Berlin und Pfarrer S E :r nstlich. D ge Soi Ir tod ih ha Gr S tos thg ibe Brandenburg a. H. 13,00 | 14,00 mark, Norwegen, Schweden, Egypten, British-Südafrika (Kapkolonie), | Weber - Münchzn - Gladbah. Zum Präsidenten der Inter- | Laulerpretle ernt. er Komg Friedrich der Große war Uber

gering | mittel | gut Verkaufte Verkaufs-

(Spalte 1) Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner Menge wéi n ägung verfauft zentner

Marktort

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Dee Sp : 12,50 30 | 1300 7 13,30

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14,00 15,00 16,60 15,16 16,20 14,50 15,20 14,80 16,40 14 80 15,80 15,50 16,50 12,50 12,60 15,00 15,00

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Britisch -Westafrika, Portugiesisch - Ostafrika, Niederländish- Indien, Ecuador, Guatemala, Meriko und den Freihäfen Hamburg und Curhaven.

Die Einfubr aus Rumänien hat 35,9, die Ausfuhr dorthin nur 25,4 Millionen Mark betragen ; erstere hat nur 8,8 Millionen Mark zugenommen, leßtere ist um 11,4 Millionen Mark zurück- egangen. Die wichtigsten Einfuhrartikel find Ravs, Weizen, Mais, Gerste, Roggen, Bau- und Nußholz sowie Eier, die bedeutendsten Ausfuhrartikel Maschinen und Maschinentheile, gemünztes Gold, Baumwollen- und Wollenwaaren, sowie Eisenwaaren.

Die Einfuhr aus Serbien stellt sich auf 9,4, die Ausfuhr dorthin auf 8,8 Millionen Mark; beide haben gegen das Vorjahr eine Steigerung erfahren. Serbien liefert hauptsählich getrocknete Zwetschgen, die einen Werth von 6,2 Millionen Mark darstellen, das find 66 v. H. der gesammten Einfuhr. Zur Ausfuhr kommen nament- Eisenwaaren, insbesondere Gewehre für Kriegszwecke, Maschinen und Tuch- und Zeugwaaren. | __ Aus Dänemark werden vorwiegend Pferde, Jungvieh und Kühe, Nindfleish, Blasen, Därme, Magen, frische Fische, Kalbfelle, Gerste Milchbutter und robe Steine eingeführt, während dorthin hauptsächlich Wollen- und Baumwollenwaaren, Eisenwaaren, Weizen, Kleesaat, Maschinen, Robzucker und Zucker in Broten, Kleider, feine Leder- waaren, literarishe und Kunstgegenstände und Mehl ausgeführt werden.

Die Einfuhr beträgt im Spezialhandel 71,5, die Ausfuhr da- gegen 125,5 Millionen Mark: die Einfuhr ist um 6,0, die Ausfuhr nur um 0,3 Millionen Mark zurückgegangen.

Nah Norwegen wurden ausgeführt Waaren im Werthe von 70,6, eingeführt Waaren im Werthe von 20,6 Millionen Mark ; beide haben gegen das Vorjahr etwas abgenommen. Aus Norwegen kommen hauptsählih gesalzene Heringe, Fish- und Nobbensveck, Thran und Bau- und Nutholz, während dorthin gesandt werden Mehl (über- wiegend Roggenmehl), Zucker, unbedruckte wollene Tuch- und Zeug- waaren, Maschinen, Kleider- und Putßwaaren und Eisenwaaren.

Im Spezialhandel mit Schweden hat betragen die Einfuhr 104,9, die Ausfuhr 138,3 Millionen Mark: die Zunahme aegen das Vorjahr ift gering, in der Einfuhr 0,7, in der Ausfuhr 2,2 Millionen Mark. Ueber F der Einfubr (35,3 Millionen Mark) entfällt auf Bau- und Nußtholz, über { auf Eisenerze (26,6); von Bedeutung ist noch die Einfuhr von rohen oder bloß behauenen Steinen, Stabeisen und von Holzwaaren Ausgeführt werden nah Schweden vorwiegend Weizen, wollene Tuh- und Zeugwaaren, Wollengarn, Maschinen, Eisenwaaren, Roggen und halbseidene Zeuge.

Egypten liefert hauptsächlich robe Baumwolle (32,5 Millionen Mark) und Zigaretten (4,8 Millionen Mark), während es namentlich Wollen- und Baumwollenwaaren, Eisenwaaren und gemünztes Silber erbält. Die Einfuhr aus Egypten ist erheblichß größer als die Aus- fuhr dorthin (40,6 gegen 15,7 Millionen Mark).

Die Einfuhr aus British-Südafrika beträgt 18,6, die Ausfuhr 12,5 Millionen Mark. Die Einfuhr besteht überwiegend aus Schafwolle (16 Millionen Mark), die Ausfuhr aus Eisen- und Baumwollenwaaren, Bier in Flaschen, Zement, Klavieren und Maschinen 2c. Die Einfuhr ist gegen 1899 um „11,4 Millionen Mark zurückgegangen, die Ausfuhr dagegen um 1,2 Millionen Mark gestiegen.

Aus British-Westafrika kommen hauptsählich Palmkerne, Palmöl, Kautschuk und Guttapercha, dorthingehen vorwiegend Brannt- wein, Parfümerien, Eisen- und Böttherwaaren. Die Einfuhr hat zugenommen (28,22 gegen 26,1 Millionen Mark), die Ausfuhr ab- genommen (7,6 gegen 8,0 Millionen Mark). :

D pezialhandel mit Portugissis{G-O stafrika beträgt in der Einfubr 9,6, in der Ausfuhr 6,1 Millionen Mark; beide sind gegen 1899 in die Höbe gegangen. Haupteinfuhrortikel find Gold, Kautschuk und Guttaperha und Erdnüsse, die wichtigsten Ausfuhr- artifel Kleider, Leibwäsche und Pußwaaren, Zucker, Bier in Flaschen und Clsenwaaren.

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Die Einfuhr aus Niederländisch-Indien beläuft sich auf 83,7, die Auéfuhr auf 27,3 § e bat um 21,3, letztere 7,8 Millionen Mark e bedeutendsten Einfuhrartikel sind unbearbeitete Tabc Millionen Mark), roher Kaffee (15,3 Millionen Mark), rohes Zinn (12,8 Millionen Mark), Gold- und Platinerze opra un auts{huk und Gutta- ha ind Eisenwaaren,

ca. Zur Ausfuhr kommen hau (aschinen, Parfümerien und

Aus Ecuador i i hnen Jahre 1900 einen Werth von 8,4 Millionen Mc

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nationalen Vereinigung wurde der bisherige provisorishe Präsident, Fürsprech Scherrer-St. Gallen, gewählt, zum Sekretär und Leiter des internationalen Arbeitsamts, das seit dem 1. Mai in Thâätig- keit ist, Professor Dr. Stephan Bauér - Basel. Nach den Wahlen erstattete der Präsident den Bericht über die Thätigkeit des pPprovisorishen Comités; Professor Dr. Bauer berihtete über die Aufgaben des Arbeitsamts und stellte fest, daß dasselbe {hon mit den Regierungen vieler Länder in ständiger offizieller Verbindung {\tehe. Eine Hauptaufgabe des Arbeitsamts i die Herausgabe einer Sammlung der Arbeitershußgeseße aller Länder in drei Sprachen. In der zweiten Sitzung wurden die Statuten genehmigt und eine Reibe von Sektionen verschiedener Staaten in den Verband der Internationalen O aufgenommen. Der nächste Kongreß soll in Cöln fstatt- nden.

In Budapest wurde gestern im Sißzungssaale des Magnaten- hauses der Inte atiunate statistishe Kongreß eröffnet. Der ungarische Handels-Minister Heged ues begrüßte, wie dem „W. T. B.“ berihtet wird, die Anwesenden und hob in seiner Ansprache hervor, daß der Kongreß sih mit der fozialen Bewegung, der Kriminal- statistik, der Armenfrage, der Auswanderung und anderen Fragen beschäftigen werde. Die im praktishen Leben stehenden Männer würden den Verhandlungen des Kongresses mit gespannter Aufmerksamkeit folgen, da sie wüßten, daß der Fortschritt im staat- lihen Leben ohne Hilfe der Wissenschaft des sicheren Stützpunktes entbehre. Die Ausführungew des Ministers fanden lebhaften Beifall. An dem Kongreß nehmen, von den Ungarn abgesehen, 28 Delegirte aus Frankreih, 23 aus Deutschland, 19 aus England, 18 aus Nußland, 16 aus Italien, 14 aus Amerika und 11 aus Oesterreich theil. Unter den fremden Delegirten befinden si die drofessoren Schmoller-Berlin, von Mayr-München, Leris-Göttingen, Bertillon und Levasseur-Paris.

Literatur.

Grundrente und Wohnungsfrage in Berlin und seinen Vororten. Eine Untersuchung ibrer Geschichte und ihres gegenwärtigen Standes von Dr. Paul Voigt, weiland Privat- dozenten an der Berliner Universität. Erster Theil. XTV und 276 S., mit einer Karte und fünf Plänen im Tert. Herausgegeben vom Institut für Gemeinwohl zu Frankfurt a. M. Verlag von Gustav Fischer, Jena. Am 7. August 1900 fand Paul Voigt durhch Absturz am Titlis im Berner Oberlande im Alter von 28 Jahren einen jähen Tod. Er ließ ein groß angelegtes, werthvolles Werk, an dem er seit Jahren dank der Munificenz des Frankfurter Instituts für Gemeinwohl mit einem ganzen Stabe von Hilfskräften gearbeitet hatte, unveollendet als Torso zurück. Die erste Frucht seiner Studien, bei denen ihm der Finanz- und der Iustiz- Minister die Benußung der Kataster-, Steuer- 2c. Akten und -Meaterialien gestatteten, war die Schrift „Hypothekenbanken und Be- leibung8grenze, ein Beitrag zur Frage der Mündelsicherheit der Hypo- thekenpfandbriefe“. In derselben lieferte er zum ersten Male den Nachweis, daß zahlreihe Ueberbeleibungen von Spekulationsbauten in Berlin und den Vororten dur eine Reibe von unfoliden Hypothekenbanken, meistens auf Grund einer entsprehenden \{windelhaften Ueberversiche- rung der Gebäude, s\tattfänden, auf die dann die fünstlihen Grund- werths- und Miethserhöhungen basiert würden. Die Veröffentlichung dieser Schrift, welche damals berechtigtes Aufsehen erregte, war ver muthlih nicht ohne Einfluß darauf, daß der preußische Landtag es ablehnte, in dem Ausführungs8geseß zum Bürgerlichen Gesezbuche den sogenannten Pfandbriefen (Obligationen) der Hypothekenbanken all- gemein Mündelsicherheit zu verleihen.

Das vorliegende Buch enthält nun die halbwegs fertigen Bruchstücke weiterer Ergebnisse der Studien Paul Voigt's, die Dr. Andreas Voigt in Frankfurt a. M. zu einem ,„ Theil" vereinigt hat. In den zwei ersten Kapitel1 eStelben wird die ältere Bau- geshihte Berlins bis zum L iedrih's des Großen dar- gestellt; das dritte behandelt die Entwi ] Umgegend von Berlin bis zum Kriege von 1870/71, vier bis acht sind der neuesten Baugeschichte, Verkehr Grundrenten- und Häuserpreisbildung în den Vo Berlins gewidmet. Vier An bânge geben ftatistische | Beilagea, ein Literatur- verzeihniß 2c. Es fehlt als noch die Geschichte des Bau- A

ejens und der Grundrentenbildung im inneren Berlin während des

diesen „Wucher“ so entrüstet, daß er energisch eingriff, die Bautaren neu ordnete, \chriftlihe Miethverträge einführte, den Grundsaß aus- sprach, daß Kauf die Miethe nicht bricht, und, um die Stadt nicht zu weitläufig werden zu lassen, auch um fie zu vers{hönern, nah und nach in den Hauptstraßen auf seine Kosten den Bürgern ihre ein- und zweistöckigen Häuser in drel- und vierstöckige umbaute. Die Miethssteigerung hörte nun bald wieder auf; zugleich wurden die ersten großen Kasernenbauten ausgeführt, um die Häuser zu entlasten. Die Behausungsziffer (ohne Soldaten) war 1786 wieder auf 16 Per- sonen gesunken, nachdem sie 17665—68 auf mehr als 20 gestiegen war. Heute ist sie 74. Die Miethquote pro Kopf der Bevölkerung belief sih im Fahre 1711 auf 12, 1785 auf 20 bis 25 heutige Mark, 1891 auf 180 A Man zahlte in Berlin im 18. Jahrhundert etwa so viel Staatsfteuern wie Miethe, heute kostet das Wohnen das Fünf- bis Zehnfache der staatlichen Lasten.

Die Fürstliche Baupolitik hatte Privatrehte nicht geschont, oft hart eingegriffen; aber fie hatte dafür keine Ausbeutung der Masse der Berliner Einwohner aufkommen lassen. Wie für billiges Brot, billiges Holz, fast kostenfreie Musik und Theater, so hatte die Regierung auh für gute und billige Wohnungen gesorgt. Der Erfolg dieser ganzen Boden- und Wohnungspolitik war ein glänzender. Troß der starken Vergrößerung der Stadt Berlin wurde 1786 nur noch von Paris und London an Größe wesentlih übertroffen; Wien, Nom, Madrid, Amsterdam standen ihm ungefähr gleich wohnte in dem genannten Jahre in der Innen- stadt doch noch etwa §, in den Vororten fast die Hälfte der Zipil- bevölkerung im eigenen Hause. Die Miethpreise betrugen nur 5, am Anfang des 19. Sabrbunderts wegen des höheren Zins- fußes 6% der niedrigen reinen Baukosten der Häuser. Von einem Baustellenwerthe und dessen Verzinsung war kaum die Rede. „Im Ganzen läßt sih unzweifelhaft behaupten, daß bis zum Tode Friedrichs des Großen in Berlin bei Wohnhäusern eine wirk- lie Grundrentenbildung fo. gut wie gar niht und auch bei Geschäftslokalen nur în relativ geringem Umfang vorhanden war.“ Auch stimmen die zeitgenöfsishen- Berichte „darin überein, daß Berlin am Ausgang des 18. Jahrhunderts überaus große und fkomfortable Wohnungen hatte; und überall wird etont, daß es die Königlihe Baupolitik war, der man dieses Nesultat verdankte.“ Selbst Mirabeau, vor dessen vhysiokratishem Doktrinarismus die sonstigen Maßregeln Friedrih's des Großen wenig Gnade finden, lobt dessen Baupolitik unbedingt. „Auch in den Sterblichkeitszahlen tritt uns die günstige Wirkung der Berliner Wohnungsverhältnisse entgegen.“ Berlin galt als eine der \{hönsten, gesündesten und billigsten Städte Europas.

Diese Periode erreichte ihr Ende mit der französishen Nevolution und dem Eindringen der Adam Smith’schen Ideen in die praktische Staatswirthschaft. Der Staat hörte auf, durh eine zielbewußte Boden- und Baupolitik die Privatspekulation unmöglich zu machen. Die wesentlichste Vorbedingung jener früheren Baupolitik großer fiskalisher Bodenbesit in der Stadt und ihrer nächsten Umgebung war durch die Domänenveräußerungen bis 1835 vers{hwunden ; die grundherrlihen Nehte wurden durh die Gesetzgebung, welche 1811 mit der Agrarreform einseßte und 1872 bis 1891 mit dem Erlaß der Selbstverwaltungsgeseße endigte, aufgehoben, und die örtlihe Bau- polizei kam in die Hände der Ortsverwaltungen, die dank den für ganz andere Verhältnisse berehnet gewesenen Stein-Hardenberg'schen Gemeindeordnungen von den Grundeigenthümern beberrs{t werden. Die grundlegenden Umgestaltungen waren aber die Entstehung eines Großbaubetriebs mit Großspekulation in Terrains, die Lieferung der zum Bau nöthigen großen Kapitalien, statt durch Private, durch öffentlihe Institute, hauptsächlih die Hypothekenbanken, endlich die riesenhafte Bevölkerungszunahme von 1866 an, die ebenso zur Erhöhung der Häuser auf fünf und sechs Stockwerke wie zum Ausbau der Bororte führen mußte, sowie die Gestaltung der Bau ordnungen, denen Voigt ganz besondere Aufmerksamkeit gewidmet hat. Ihnen weist er den Hauptantheil der Schuld daran zu, daß die über- große „Miethkaserne“ mit enormer Grundrentenbildung und Mieths3=- steigerung gesiegt habe.

Bon 1870 an hatten sich etwa 60 Baugesellshaften von denen die Hälfte sich auf die Vororte warf j alles erreichbare Land in Berlins Umgebung und mit dem 10—50fahen Betrage des Ackerwerths. Nur in den Vororten thätig gewesenen Gesellschaften sammenbruch; die Kurse der Aktien standen bald so hoch, wie sich in den ersten Jahren die gezahlten hatten. Die neuere Spekulation begann mit dem B

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19. Jahrhunderts; hierfür waren nur die sehr umfangreichen statisti (1882) und s sonstigen Verbeser1 [hen Erhebungen und Rechnungen beim Tode Paul Voigt's vorhanden. | da die bauvolizeilichen Bestimm1 Aber schon das, was jeyt vorliegt, ist, obwohl es der | miethbause ungünstig waren und Bersfassers entbehren mußte, als ein Y

F M Í 7 h 4 Ÿ T T 1 ist noch die Einfuhr von Nüfsen und Nußschalen I) ada d A B

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inen Ackerbürgerstadt zur Residenz der preußishen Könige, und inwohnerzabl stieg von höchstens 10 000 auf rund 150000 {f Friedrih's des Großen, auf etwa 172000 im Jahre 1 1685 bis 1709 ift ein überaus s{nelles Wachsen Auf den bisber unbebaute: verzeihnen gen sen; in diesen 24 Jahren hat sih die Be- | stöckige Mietbkasernen 18 000 auf 55 000 crhöht, mithin mebr als verdreifabt, die bie boben, bm um mehr als 150 9/% zu. „Mißt man auf freiem Felde erb mg rfe v vg ae M | ; i „an der damaligen Größe der Z ad! al ZOEBrRGE, A mh r S ati R Ls E y E G de N | S YGIE: Le M Vamburg, Cuxhaven auptsäcblich l rewerbes, so daf è Zunahme der Bevölkerung unt die zierlihen Gärten in Berlin verbältnißmäßig in keiner | städtischen Höfen Plat des glänzendsten Aufshwungs im 1 ahr- | wurde in g sundbeitlicber ] r die zielberoußte Politik ungünstige.“ Im Iabre die & durchzusetzen rauch, für das außerhalb Vundert Jahren die Bevölkerung troß ( Teltow die Entwickelung und wobnlih untergebracht, alle Ansäße von | und die landbauämäkiae Miethen aus einem ungemein niedrigen | erlassene Baupolizeiordnun und eine Steigerung des Grundwerthes | erklärt, weil i i Epochen eintrat. Wie dies möglih | geführten inui Deutscher Haudwert und Gewerbekamme ? fann hier nur angedeutet n „Vie Fürstliche Baupolizc sie eine Bewegung Beute Vandwerler- und ewervetamm ag. erreichte ibr Ziel einmal den grozen Grundbesiy der Kron einer neuen, L n seine iac igung vecasligie nic der Vandwerler- | und des Fisfus, wel and fu Bauzwecke, Holz unt eine | öffentlihten Und Werverdi wie dem „W. F .” aus ( 1d t beil unentgeltiid tbeils zit minimalen | meldet wird ti Submissionswesen und der Konkurren eaen cin uizerordentliÞh niedrigen Erbzins staatlihen un âdtische1 derverbebetrieb zegenüber den selb- Baupramien Steuerfreiheiten ur dic ) ibnliche Unterstützungen

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