1844 / 248 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

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Moi r A

P Camagas

den Fürsten des deutschen Bundes is zwar uno nicht ins Leben ge- treten, doch soll man die Verwirklichung dieser Jdee als ganz bestimmt

aumnehmen können, uud zwar soll zunähst von Oesterreich die neu Anregung ausgehen, sie ins Leben zu rufen.

gedenk sein,

Gesellschaft in Gent wird das Chor mit einem neuen gemalten Fen- Selbst in Paris haben sich mehrere Deutsche dahin

ster s{müdcken, in Pari E verbunden, dem Dom ein ähnliches Geschenk zu machen,“

X Von der polnischen Gränze, 24. Aug. Ju Nr. 184 der Königsberger Staats-, Kriegs- ‘und Mr tung vom 8, August d, J. wïrd in einem mit „Eingesandt“/ bezeih-

neten Artikel Folgendes mitgetheilt: Ein polnischer Unterthan, F.

welcher seit 7 Jahren in Preußen und zuleßt in Jllowa sih aufge-

halten habe, sei, als er sih im Anfange des M j nah der voni fang onats Juli d. J

und in das Gefängniß zu Mlawa abgeführt worden.

Gefäugniß zurückgehalten,

Sicheren Mittheilungen zufolge, bedarf jene Erzählung wesentli- cher Berichtigungen, s An

Der in Rede stehende polnische Unterthan is niht vor 7 Jah- ren, sondern erst fürzlich vor ftuer Aushebung zum Militairdienste nah dem prenßishen Gebiete übergetreten. Bei seinem zeitigen Auf- enthalt in Mlawa als ein ausgetretener Militairpflichtiger erkanut und denmächst verhaftet, sollte er nah Plock an die betreffeude Gu- bernial-Regierung abgeliefert werden, damit dort über seine Einstel- lungsfähigkeit entschieden werde, Eine Strafe if über denselben aber seitens der Behörden zu Mlawa niht verhängt worden, weder eine Förperlihe Züchtigung, noch die Verweisung nah Sibirien, Au hat man ihn niht ohne Nachsicht behandelt und ihm namentli keine Ketten anlegen lassen, wiewohl er sih eines thätlichen Angriffs auf den ihn verhaftenden Gendarmen shuldig gemacht und den Leßteren mit einem Steine bedeutend am Kopfe verwundet hatte. Nachdem übrigens seine Chefrau ihm zur Flucht behülflih gewesen war, is die- selbe allerdings zunächst im Gefängniß zurückgehalten, jedo in Folge eines Crfenntuisses bereits am 31, Juli d, J, ohne alle Strase ent lassen worden, /

NBusland.

Deutsche Bundesstaaten.

__ Königreich Württemberg. Am 29, August fand in der reformirten Kirche zu Stuttgart die erste General - Versammlung des württembergischen Haupt - Vereins der Gustav - Adolph - Stiftung unter dem Vorsiße des Staatsraths von Hartmann statt. Aus dem Rechenschafts-Berichte des seit dem August v. J. wirksamen proviso- rishen Ausschusses ergab fich, daß in dem verwichenen ersten Jahre obwohl die von dem Konsistorium bewilligte allgemeine Kirchen- Kollekte erst am nächsten Adventfest eintreten wird, doch bereits die Summe von mehr als 4200 Fl, an Beiträgen, zumal aus Stuttgart und aus den Bezirken von Langenburg, Oehringen und Tuttlingen bis zum 45, Angust d, J. eingelaufen war. / s :

_ Herzogthum Sachsen -Meiniugen. Se. Hoheit der Herzog von Sachsen-Meiningen ist am 1, September von Bad Ems wieder in Altenstein eingetroffen,

Landgrafschaft Hessen-Homburg. Se. Königl. Ho- heit der Prinz von Preußen wird von Jauer nah England und Schottland unternommenen Reise um die Mitte Septembers in dem Bade Homburg zurückerwartet, um seine dort verweilende Gemahlin abzuholen, Höchstderselbe wird auf der Rückreise einen mehrtägigen Besu an dem niederländischen Hofe abstatten, wo er am 8. Sep- tember eintreffen foll. E

Freie Stadt Frankfurt. Die deutsche Bundes-Ver - lung hat die Sißungen ihrer diesjährigen Session oh Dee

lung und Wwüidigung der ausgestellten Gegenstände ist an si sehr Sache dcs Kenuers, als daß wir uns D Md O über ein voreiliges Wort zu sagen, Wir begnügen uns daher, den all- gemeinen Eindruck als «cinen höchst befriedigenden zu bezeihncn und glauben, daß Jeder, welcher, auh ohne Kenner zu sein, diese Werke der Nuni und Natur liebt, bei dem herrlichen Georginenflor, dem unendlichen : B. Een Ee und den so einladend gruppirten Assortissements achtv hte un emü i F i Zohi S se mit wahrhafter Freude und stillem Wohi-

Preußeu’s Geschichte in Liedern.

Von dem Werke des Gymnasial-Direktöors Dr. Leh maun zu Marien- erder; „Borussia, Eine Sammlung deutscher Gebicbie aus dein tee der Geschichte Preußen's“, über dessen ersten Theil wir in Nr, 21 der Allg, Pr. Z, v, d, J. unser Urtheil abgegeben haben, is so eben (Ma- rienwerder bei Baumann) der ziveite Band ausgegeben worden. Er unt- \aßt die Periode von 1740 bis zur uächsten Gegenwart, Das Gedicht as Uz: „Wie lang zersleisht mit eigener Hand Germanien seín

ingeweide “, geschrieben mit Bezug auf den Kampf wegen der öster- A Erbfolge und die beiden ersten schlesischen Kiege, eröffnet V ammlung, Die Lieder von Gleim, dem Kanonikus - Grena- D Ly r imgleihen Gesänge von Ewald von Kleist, Ran- S T O, Herder, Von Tiedge is das weit ausgesponnene Ss e Gewimmer auf das Schlachtfeld von Kunersdorf aufgenommen, B u neueren Dichtern, welche Lieder gedichtet, die sich auf die Epoche des GR: LEN beziehen, finden wir Geibel, Ortlepp, Sallet, Hol- at Triedri B os berüdsihtigt. Die fraft- und s{chwungvolle Dithyrambe Hast auf ih den Großen von Schubart, wodurch der Dichter aus seiner O lo ina vit ai erlóst wurde, fehlt unatürlich nicht, Wilhel # sodann an Oden von Ramler auf die Huldigung Friedrich Klopsto ck e S L E Friederike Luíse , ferner Trauergedichte von alies Ad edile über die Wendung, welche die sränzösische Revo- wt tbia a Ln etheilt sinv, wird die an Glück und Unglütk so reiche Könige ab G e eriode der Geschichte Preußen’s unter dem Hochseligen ländischen Dichter vie wage ín E verherrlicht, Fast älle namhaften vater- die Thaten seiner mit tee L D A M Tel9n anschlagen, däs Vaterland und na Bebühr zu seiern, Drei erti und in der Toga gogen Männer ajestät, von A. Kovisch, E Tie zu Ehren des jeyt regierenden Königs Beschluß des Werkes, worin, sieht Me LERO und Benno, machen den der aufgenommenen een man auf ven ästhetischen Werth macher des Guten vom Mittelmähigen bg ar feine ganz fsirenge Sichtuñn

eine pattiotishe Tendenz zum Gründe llegl Vie Bes melten O

Hamburg, das reiche, welches jeßt auf eine sinnige Weise der Theilnahme dankt, die sein schreckliches Unglück gefunden, wird au sicher ünseres Dombaues ein-

us Belgien haben sih verschiedene tüchtige Künstler erboten, auch durch Arbeiten von ihrer Hand dem großen Werke ihre Spende zukommen zu lassen, so de Keyser, Bofsuet, Geerts, und eine

hen Gränzstadt Mlawa begeben hatte, als Ueberläufer erfaunt, von einem Gendarmen nah blutiger Gegenwehr ale 1 ngni l Durch eine List seiner Ehefrau, die si den Zutritt zu ihm verschafft, sei e ihm u lungen, sih der ihm zugedachten {weren förperlihen Züchtigung und dem Transport nah Sibirien dur die Flucht zu entziehen ; indessen werde nun die Frau im s{wangeren Zustande mit ihrem Kinde im

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Beginn der nächsten Session is, wie man vernimmt, auf die zweite Woche des Januar 1845 anberaumt worden. Bereits fh M ov e | der Bundestags-Gesandten Frankfurt verlassen, um sih an ihre Höfe

zurückzubegeben oder Erholungs - Reisen zu machen. Der Herzog Adam von Württemberg soll seinen bleibenden Aufenthalt in Frank= furt zu nehmen beabsichtigen und zu diesem Behuf ein reizend gele= genes Landgut in der nächsten Umgebung der Stadt angekauft haben.

Oesterreichische Monarchie.

__ Wien, 27. Aug. Am 12ten d. M, kam der Fürst von Ca- nino, Karl Bonaparte, hier an, um in Gemeinschaft mit dem Pro- fessor Johannes Müller aus Berlin und dem Konservator des hie= sigen Kaiserliheu Naturalien - Kabinettes, J. Heckel, eine Arbeit zu vollenden, zu welhem Zwecke er mindestens vier Wochen hier zu ver= weilen dachte, Die Nachricht von dem Ableben seines Oheims Jo- - | feph Bonaparte veranlaßte ihn jedoch, sofort nach Jtalien abzureisen ; , f es heißt jedoch, er werde in furzem hierher zurüdfehren,

h Frankreich.

Paris, 31, Aug. Nach längerer Abwesenheit von Paris ist r König in dieser Woche hon zum vivriteñinal didik f fig Ge wurde gestern wieder ein Minister-Rath unter dem Vorsiß Sr. 9 tajestät gehalten. Man sagt, der Präsident des Conseils habe von neuem eine noch dringendere Aufforderung erhalten, nach Paris zu=- rüczukehren, um den Berathungen beizuwohnen, in denen es si darum handelt, den Negociationen mit dem englischen Kabinet die leßte Genehmigung zu ertheilen. Bis auf den Marschall sind jebt alle Minister wieder in Paris versammelt, Ueber den Stand Wr Verhandlungen zwischen England und Frankreih în Betreff der ota- heitischen Sache glaubt der Constitutionnel aus der besten Quelle die genauesten Angaben mittheilen zu können, „Jn Frankrei“, so berichtet das Organ des Herrn Thiers, „hat das Ministerium folgenden Beschluß gefaßt: Es willigt in eine. öffentliche Zurechtweisung des Herrn von Aubigny wegen seines Verfahrens gegen Herrn Prit= hard; es wird erflären, Herr von Aubiguy habe sih seines Rechtes bedient, indem er Herrn Pritchard die Macht genommen, Verschwö- rungen anzuzetteln, aber er habe es in unliblichen Formen gethan deren Gewaltsamfkeit sich nicht billigen lasse, Diesen Beschluß ‘hat das Kabinet am Montag angenommen, nachdem es vom Könige einen Aufschub seiner Reise nach England erlangt hatte, Herr Guizot hofft, daß England mit dem, was er ihm bewilligt, zufrieden sein werde. Er rechnet dabei schr auf das Ansehen Lord Cowley's, der, als Bruder des Herzogs von Wellington, in England großen Einfluß hat und diesen zu Guusten der französishen Regierung gebraucht.

Jn dieser Hinsicht hat man sich in Frankreich oft geirrt;

_H ) + 1 ; geirrt; man glaubte, Lord Cowley vermöge fast gar nichts auf der ande- ren Seite des Kanals. Das ist ein Jrrthum, Man hört in England auf sein Gutachten, welches oft durch sehr ver-=

traute und sehr einsichtsvolle Rathschläge bestimmt wird. Lord Cowley hat sich an die Spihe dieser ganzen Unterhandlung gestellt. Noch vorgestern hat er eine Depesche an Lord Aberdeen geschikt, worin er diesem vorstellt, daß Herr Guizot ín die Abberufung beider Offiziere nicht willigen fönne, Der englische Botschafter driugt lebhaft darauf, daß man nichts weiter fordere als die Desavouirung und Abberufung des Herrn von Aubigny ; aber auch dies geht, wenn wir genau be- ziihtet sind, über die Konzession hinaus, welche Herr Guizot süx müg- D it. Das Französische Kabinet willigt nur in die Desavouirung. Der Hauptgrund, welchen Lord Cowley geltend macht, und auf wel= hen Herr Guizot seine Hoffnungen stützt, ist, vaß England, wenn es fine Forderungen zu weit treibe, des Kabinets vom 29, Oktober beraubt Werden fönnte, Mit dem Rücktritt dieses Kabinets aber, sagt der Bot- after, würde England Alles zu verlieren haben, So stehen jeßt die Dinge in Frankreich. Hören wir nun, was in England si zu- 6 Schon vor einigen Tagen schrieb man uns sehr richtig aus

ondon, daß Englands Beschluß hinsichtlich der Angelegenheit Prit- whard's dem französischen Kabinet in der nächsten Woche werde mit- e daß dieser Beschluß dahin gehe, die Abberufung bei- der Offiziere zu verlangen, daß aber bis zu diesem Tage noh feine Ausweselung von ossiziellen Aktenstücken stattgefunden habe, Das Mllles hat seine Richtigkeit. Die Unterhandlung hat sih bis zu die- jem Tage auf Unterredungen Sir R, Peel's mit Herrn von Chabot Fund Herrn Guizot's mit Lord Cowley beschränkt. Das englische Mi- fein Ver stand im Begriff, uns die Note zu übersenden , in welcher

sein Verlangen ausgedrückt war. Lord Wellington aber, obglei er 1 T ¡ F - _- T , er m Parlament ganz dieselbe Sprache geführt hatte wie Sir R. Verl und Lord Aberdeen, und obgleich er im Grunde feine Einwendungen gegen den Beschluß des englischen Kabinets erhob, {lug doch vor,

man sollte die Absendung der Depesche noch aufschieben. So haben

ßischen, den Exrtremen ua allen Richtungen hin unzugänglichen, die Frei ch ; hen, Frei» heit um des Baterlands, und das Vaterland um der Freiheit willen lieben- deu Gesinnung bei Jung und Alt sicherlich erzielt,

1,

Vermischtes,

L München , 30. Aug. (A. A. Z.) Der Akademiler Professor Dr. Schafhäutl reist morgen als Mitglied der Kommission uach Pompeji ab, welcher durch die Munisizenz dès Königs die interessante Aufgabe geworden ist, unter Gärtners Direction an Ort und Stelle die pompejanischen Bau- werke zu studiren uud die Wege auszumitteln, auf welchen es den Alten ge- lang, ihre Bauweike, namentli ihre blos aus Kalk verfertigten glänzenden Stucco - Arbeiten, hervorzubringen, an deren Nachahmung au der erfah- renste Arbeiter unserer Zeit gescheitert ist. Es hat zwar Vitruv scheinbar ziemlich genau die Verfertigung dieser Stuckarbeiten beschrieben , allein #0- bald man nach seîner Angabe arbeiten will, sieht man sogleich, daß er die wesentlidsten zum Erreichen des beabsichtigten Zwecks unumgänglich nöthi- gen Einzelheiten übergangen hat, Dazu kamen noch die mit dem Speziellen solcher Manípulationen gleichfalls nicht vertrauten Kommentatoren Vitruv's, welche nícht selten den ohnedies dunklen Autor, der, \c?bst kein eigentlicher Praktiker, sich nur an griechishe Manuskripte 4g zu haben scheint, noch vunkler machten, Bei den bedeutenden Vorar eiten, die Prof. Schafhäutl dazu son seit geraumer Zeit gemacht, und bei der technishen Erudition und Farbenfenntuiß des diescr Kommission gleihsalls beigegebenen Prof. G wi a R u Le E Lösung der Ausgabe nicht zwei- , je Kunst und Wi} 1) i D ériwarien sind, | Lissenshaft überhaupt interessante Resultate : om, 26, Aug, (A, Z,) Unmittelbar nah der Nückkehr der päpst- es MER Sr lte, in den Kirchenstaat (1815) ward unterm Vorsiß pi h M Zuerrieri eine Kommission niedergeseßt, welche auf der Basis und a Geiste des regolamento dell’ amministrazione pubblica Pius VII. díe Census - Zuteressen des Territorialbesißes nen organisiren sollte, Für feín Land war die Ausführung solcher Arbeit schwieriger ; denn in keinem ande- ren hatten die zu Ende des verslossenen P EO a geltenden Maximen des rationellen Rechts und vor Allem die französische Zwischenherrschaft die früheren Rechts-Gewohnheiten dieses Kapitels (Standes-Privilegien, Exem- tionen 2c.) mehr in Frage gestellt und ín chaotishere Verwirrung gebracht, Ihre Humanitäts - Prinzipien sür Gleichheit vor dem Geseß verkílg- ten die Gerichtsbarkeiten der römischen Barone und der geistlichen Kurie in saeculo spurlos, und damit den Nexns des Grund - Eiget- thums, so wie des Vasallitiums, Dagegen schien die Wiederein-

beide Kabinette, jedes für sich, ihren Beschluß gefaßt, der viellei

( n „jedes für vielleidh nicht unabänderlih sein wird, der aber doch ehe s zu sein S Das eine verlangt die Abberusung unserer beiden Agenten; das an- dere erbietet sih zum Tadel des einen derselben, Die Lösung kann niht lange auf sich warten lassen. Bekanntlih gab Sir R. Peel bei Prorogirung des Parlaments zu verstehen, daß die ota- heitishe Angelegenheit unterdeß werde erledigt werden. Nun ver- sammelt sich das Parlament am 5. September wieder, die Jnterpel- lationen_ werden dann nicht auf sich warten lassen, und bei dem ge- reizten Zustande, in welchem sih die öffentliche Meinung bei unseren Nachbarn zu befinden scheint, würde die Parlaments - Diskussion die Unterhandlung s{werlich erleihtern. Sie wird also, allem Anschein nah, noch vorher beendigt werden. Es fragt sich nun, ob das eng

lische Kabinet, aus Furcht, Herrn Guizot zu verlieren, auf einen Theil seiner Forderungen verzichten wird, Am Mittwoch i} der Baron Athalin, Adjutant des Königs, nah London abgegangen ; er soll mit Briefen an verschiedene einflußreihe Personen, "unter Aude- rem mit einem Schreiben der Lady Cowley an den Herzog von Wel- lington, versehen sein.

Die gestern von uns zurügelassenen Berichte über die Operatio- nen gegen Marokko lauten im Wesentlichen, wie folgt :

2) Bericht des Prinzen Joinville vom Bord des Dampsboot „Pluto“, vor Mogador, 17, August.

Am lien traf ich vor Mogador ein, Das Wetter war sehr schlecht, und mehrere Tage lang blieben wir vor der Stadt vor Anker, ohne selbst unter einander verkehren zu können. Troy der stärksten Ketten zerbrachen unsere Auker wie Glas, Am 15ten entlich klärte das Wetter sih auf, was ih soglei benußte, um die Stadt anzugreifen, Die Linienschiffe „Jemappes““ und „Triton“ legten sich mit der Breitseite vor die westlichen Batterieen ; der „Suffren““ und die „Belle Poule“/ nahmen ihren Posten im nördlichen Fahrwasser, Es war 1 Uhr Mittags, als unsere Bewegung begann, So wie die Araber die Schifse auf die Stadt zukommen sahen, eröfsneten sie das Feuer aus allen Batterieen, Wir erwiederten es nicht eher, bis ein Jeder seinen Posten eingenommen hatte. Um halb 5 Uhr fing das Feuer i T O die Briggs „Cassard‘“, „Volage““ und „„Argus““ liefen um S e en Hafen ein und legten sich mit ihrer Breiiseite gegen die a Endli pu, mit denen sie einen ziemlich lebhaften Kampf began- LNEI E T r 6 Uhr, kamen bie Dampfböte mit 509 Maun Laun- Raid bener E Dardfautt, und die Landung auf der Jusel wurde Gti vie A S: tauren und Kabylen, 320 Mann stark, welche die E L I 'ildeten, vertheidigten dieselbe mit M EUE der Ve1- zweislung, Eine große Anzahl davon wurde getödtet; 140 von ihnen erga ben sich am Ende 1; einer Moschee, Unser Veilust an diesem Tage belief sich auf 14 Todte und 64 Berwundetez unter den Todten befindet sich der Artillerie - Lieutenant Pottier; verwundet sind 6 Offiziere, darunter 3 nur leiht, Nach Einnahme der Jusel blieb uus nur noch übzig die die Rhede beherrshenden Batterieen der Stadt zu zerstören, Unser Geschüß haite sie schon sehr beschädigt ; sie mußten aber völlig außer Dienst geseßt werden. Es wurden daher gestern, unter dem Kreuzfeuer von 3 Dampfschiffen und 2 Briggs 500 Maun gelandet, die auf feinen Widerstand trafen. Wir vernagelten und versenkten die Kanonen, einige davon nahmen wir mit hinweg z die Pulver-Vonräthe wurden ins Meer gestürzt ; alle Barken endlich, die sich im Hasen befauden, führten wir entweder mit sort oder bohrten sie in Grund, Jh glaube, „wir hâtten in diesem Augenblick ohne Gefahr in das ZJunere der Stadt eindringen können; aber es wäre dies nur eine zwecklose Prone- nade ohne ein weiteres Nesultat als eine unnüße Plünderung gewesen, Zh unterließ es aiso und fährte die Truppen guf die Znsel uud die Schisss- mannschast an Bord ihrer Fahrzenge zurü, Jch bin damit beschäftigt, auf der Zusel eine Garnison von 500 Mam zu installixen, Ohne Blokade des Hafens wäre die Beseßung der Jusel cine unvollständige Maßregel, S i Ba Metediet indem ih den Hafen von Mo

r schließe. Die Stadt steht in dem Augenbli o ih J schreibe, in Brand; die Kabylen des inner Cane eie Fie Reith Garnifon daraus vertrieben und davon Besiy genommen haben, piündern unb verheeren sie, Wir haben den englischen Konsul, seine Familie und einige Emopäer ausgenommen, Jch will uicht schließen, ohne Jhunen zu sagen, wie sehr ih mit Allen, die in dem zurückgelegten Feldzuge unter meinen Besehlen standen, zufrieden zu sein Ursache habe. Jeder hat mit cinem Eifer gedient, der nur aus glühender Liebe sür das Vaterland, für seine Ehre und Znteressen und aus vollkommenster Hingebung im Dienste des Königs entspringen fann, Empfangen Sie, Herr Minister die Ver- sicherung meiner Hochachtung, Nachschrift. Gedrängt von Beschästigun- gen, fehlt es mix an Zeit, Jhnen einen aussührlichen Bericht zu übersenden Capitain Bouet, der dieses Schreiben überbringt, wird Jhnen alle wünschens- On N geben, Zch habe ihn beauftragt, die Fahnen zu über- T L ( Ln d N Stadt und auf den Batterieen der Jusel wchten, _ Wie man sieht, haben auch Linienschiffe an dem Angriff auf Mo- gador theilgenommen ; die Zugänge zu diejer Stadt cheinen also nicht so seicht zu sein, wie man geglaubt hatte, Die Stadt i} nur ent- waffuet, nicht beseßt worden, aber auch so dürfte der Schaden für Abd el Rhamau sehr empfindlih sein, namentlich da die Kabylen in dieselbe eingedrungen, sie geplündert und die Kaiserlichen Truppen in

früheren Normen stillschweigend hinzuweisen, Allein das mußte ei

(here ormen wei hin, L eine - meine Anarchie in den Privatbesipstand bringen, Daher Kata: is dic Ano, die Census - Znteressen des Staats allein festzustellen, die Bestimmung des Uebrigen der Folgezeit überlassend, Diesen Präliminarien folgten vom Jahre 1816 1842, zulegt unter der Leitung des Ka1dinals Falsacappa, ernstere und wichtigere Arbeiten, deren Ergebnisse so eben ver- öffentlicht worden, Sie sind der Mittelpunkt des Ganzen und der Schluß- stein der Geseßgebung des Kirchenstaats, Jun Form eines theoretisch - praf- tischen Geseybuches geben sie sänuntliche hierher gehörige Motuproprio, Ge- seße, Mandate, Berordnungen, partielle Kataster-Revision, Statistik des Grund- besizes, seines Werthes und seiner Herren, Taxen, BVermessungen, Gerechisame Quoteu des Servitiums, Bräuche und Verhaltungs-Maßregeln für die regu- lirenden Kanzleien und Znspectionen 2c, Für die Kenntniß der Zustände des Kir- henstaats is dieses offizielle Werk fortan Hauptquelle. Das in ihm noch Ueber- gangene soll ím nächsten Jahre durch ein Schluß - Supplement im Druck u gemacht werden. Das Werk erschien in der stamperia della Rex. e AEN, Apostolica, Jn derselben Druckerei wird auch sein Ende heraus- ommen, Diese Census - Arbeiten haben die Anfertigung mehrerer vortres- lichen topographischen und chorographischen Karten auf der Basis der neue sten Vermessungen veranlaßt, Unter Auderem ward gestochen la gran carta topografica di Roma in quattro soglj, reltificata allo stato del 1842 s s A Pro rone de 1,4000. Ferner la carta topografsica Ai contorm di Roma in due soglj (1,15,000). Sidler’s, Sir William Gell's und Westphal’s Karten behalten, ihrer Mängel ungeachtet, vor dieser Vi Vorzug, da sie nur 3 Miglien der römischen Campagna befaßt, Außerdem la Lr topogr. della citlà di Civitavecchia suoi dintorni in un foglio (1256,00). carta corografica delle provincie di Urbino e

Pesaro

Ne Gavranuciíne.

Zun der iesen Gegenstand betreffenden, vor kurzem i em Feuille- ton erschienenen Notiz erhalten wir von a T noch die Mittheilung, daß der unter dem Namen „Garaucíne'“ bekannte wichtige Färbestof hon seit längerer Zeit nicht blos vou Breslauern, son- dern auch von hiesigen und sächsischen Fabriken mit dem besten Erfolge aus orn Krapp hergestellt worden ist, Für die Freunde vaterländischen Gewerbfleißes is es in dieser Beziehung vielleicht interessant, zu vernehnen, daß von der Handlung Nauen, Löwe u, Comp., Juhaberin der Dannen- bergerschen Kattunfabuik hierselbst, seit einigen Tagen mehrere Stücke Nessel auf der Judustrie-Ausstellung ausliegen, welche mit Garancine, die in díe-

ser Fabrik aus inländi aa i M j; Gesärbt sind, andischem \hlesischem Krapp gewonnen worden,

seßung der päpstlichen Regierung in ihre alten Rechte und der Sinn der neuen Geseßgebdung quf eine Zurüsührung iris IPO e zu

——

die Flucht geschlagen haben, Mogador ist eine Domaine des Kaisers; er vermiethet die Häuser derselben und zieht davon eine bedeutende Einnahme. Capitain Bouet, der die erorberten Fahnen überbringt, wird heute Abend oder morgen in Paris erwartet. Er hatte sih be- fanntlich {hon in Cadix dem Geshwader anschließen wollen, war aber zu spät gekommen, um an den Operationen theilnehmen zu fönnen. Die Unerschrockenheit und Kaltblütigkeit des Prinzen von Joinville werden in den Privatberihten außerordentlich gerühmt. Hatte man ihm etwas vorzuwerfen, so war es, daß er sich zu sehr aussebte. Man \ah ihn unbewaffnet an der Spive der Angriffs = Kolonnen, während neben ihm Kämpfende todt oder verwundet hinsanken. Alle seine Waffengefährten sprechen mi Stolz von seiner glänzenden Tapferkeit und hochherzigeu Hingebung. @

bats mitgetheilten Privatshreiben von der Rhede von Mogador vom 17ten befinden sich noch folgende Details : :

Mit einem srishen Nordwind , der bis zum 14ten sehr heftig wehte, langte das Geschwader am 1 lten vor Mogador an, welches ungefahr 120 Lieues von Tanger entfernt ist. Die Stadt wird von zahlreichen, wohl- bewaffneten Batterien vertheidigt. Die Jusel, die den Hafen bildet und die Stadt ganz beherrscht, wird ebenfalls von vier Vatterieen geschügt, von einem Winkelwerk, in dessen Mitte sich eine Moschee befindet, und von einer aus den besten Truppen des Kaisers bestehenden Garuijon. Renegaten, anu- geblich Spanier, bedienten die Batterieen mit einer Genauigkeit, die man bei den Mauren nicht findet. Am 15ten warde der Wind gelinder. Es war der Namenstag der Königin, und der Prinz wollte ihn würdig selten. Bie gewöhnlich, legte sich der „Suffren““, der vie Admiralsslagge tragk, den ckee- Batterieen am nächsten, Auch der „Jemappes““ und „Triton“ nah men ihren Posten nur auf halbe Kanonenschußweite vom Feinde und sezten sich fühn eine Zeit lang, ohne es zu erwiedern, dem wohlgenährten ¿euer der Stadt- und Hafen-Batterieen aus. Um 3 Uhr hatten diese Schiffe ihre

Stellungen eingenommen und eröffneten ein furchtbares Feuer auf die ma roffauishen Batterieen, welche nach Verlauf einer Stunde zerschmettert uud von ihren Kanonieren verlassen waren, Gleichzeitig brachte die „Belle Poule‘“ das Feuer der Batterieen in der Durchfahrt zum Schweigen, und die Briggs „Cassard‘‘, „Argus“/ und „Volage“ thaten ein Gleiches mit den drei Batterieen der Jusel, Bei der daun unternommenen Landung wurden mehrere Offiziere in dem Kampf gegen die Mauren, die si hinter Felsen und Gemäuer hartnäckig verthcidigten, mehr oder weniger schwer verwundet, Der Prinz, stets an der Spihe der Koloune, entging nur durch ein Wunder dem dichien Kugelregen. Der Korvetten - Capitain Duquesne bemächtigte sich zuerst der Batterie des Centrums der Jnsel. Nach eciunstündigem Kamp} war der Prinz im Besi derselben, die der cigentliche Schlüssel zur Stadt | und zum Hasen von Mogador is. Es wurden 182 marokkanische Leich- name ins Meer geworfen und 80 verwundete Feinde an Bord gebracht, um verbunden zu werden. Auf französischer Seite hat das Schi} „„Je- mapyes“', welches einer Batterie von 40 Feuershlünden sehr ausgejeßt war, ten meisten Verlust und die bedeutendsten Havarieen erlitten, Am bten srüh, als der Prinz eben die Batterieen der Stadt vernageln und demon- tiren ließ, um dieselbe dann wieder zu räumen, traf, sehr zu gelegener Zeit, der Capitain Bouet (Gouverneur des Senegal) auf dem D ampssc{i} „Ve- loce‘’ mit der Abtheilung von Kanouierböten ein, die er vou Frankreich als Berstärkung herbeisührte, Er überbrachte zugleich den Befehl, daß die Insel von Mogador so lange beseyt bleiben solle, bis der Kaiser die verlangten Genugthuuugen bewilligt habe. Es waren 120 Stück Geschüß in unsere Hände gesallen, von denen aber nur einige mit hinweggenommen wurden. | Auch diese Landung an der Stadi, die von den Kaiserlichen Truppen ge- | räumt war, wurde mit dem besten Erfolg und unter fortdauerndem Feuern | ausgesührt, Die Stadt ist jeyt sast ganz verödet und bietet nur cinen | Haufen von Trümmern dar. Die 20,000 Cinwohner derselben sind auf der | Flucht nach dem Junern des Landes, Das Kommando der Jnsel von Mo- | gador ist dem Oberst - Lieutenant Chauchard vom Genie- Corps übertragen, Der Hasen bleibt bis guf weiteren Besehl blolirt, Die Garnison der Jnsel Mogador besteht aus einer Compagnie Sappeurs, einer Marine - Artillerie- Compagnie und zwei Marine - Infanterie - Compagnicen, Um die Vrrwal tung der Znsel zu vereinfachen, betracitet der Prinz sie wie ein vor Anker liegendes Schiff und behandelt sie auch so. Man hat also Alles, was sich auf cínem Schiff als Mund- und Veriheidigungs - Vorrath befindet, doit gelasseu. Die Kanonen, durch welche die Wälle von Mogador vertheidigt wurden , waren prächtige eherne Geschüße, zum 2 heil englische, zum Theil spanische; das eine, ein wahres Meisterwerk, hat auch eine uietallene Lafsette, die einen Löwen im vollen Lauf darstellt ; die vier Tayen des Thie res bilden vie vier Räder, und der Kopf trägt das Geschüg, Man hat in Mogador bedeutende Magazine vorgefunden, die mit verschiedenen Waaren, namentlich Fellen und Früchten, gefüllt waren; aud) vieles Fischerei - Ge- räth, das der Garnison von Nußen sein wird, Die Gefangenen, welche auf der Jnsel in die Geivali der französischen Truppen fieici, hi dex Prinz zu Mogador landen und durch sie ihre Landsleute auffordern lassen, daß

sie kein unnüßes Gewehrfeuer fortsezen sollten, weil dies eine Wiederauf- nahme der Feindseligkeiten herbeiführen und dieje der Stadt theuer zu stehen

kommen würde. : 7

Prinz Joinville soll bei den Operationen gegen Mogador ganz den ihm vom Capitain Bouet zugesandten Plan befolgt und diesem großes Lob wegen der Trefflichkeit desselben gespendet haben. ® * Mit Genugthuung hebt das Journal des Débats hervor, daß gerade der englischen Fregatte „„Warspite““, an deren Bord die befannten gehässigen Korrespondenzen, über das Bombardement von Tanger geschrieben worden, Prinz Joinville den britischen Konsul und die übrigen zu Mogador ansässigen Engländer, welche das franzüsi= he Geschwader aufgenommen hatte, übergeben und dafür den ver- bindlichsten Dauk des Befehlshabers dieser Fregatte empfangen habe. „Wir hoffen“, sagt es, „daß dies die einzige Revressalie der \ran=

zösischen Offiziere sein wird,“

3) Bericht des Marschall Bugeaud aus dem Bivouatk bei Kudiad Abd el Nhamaun vom 17, August,

Der Marschall eröffnet seinen Bericht über die Schlacht am Jély mit Recapitulation der schon in seiner Depesche vom 13ten angeführten Gründe, welche ihu zu Ergreifung der Offensive bewogen, Er fügt demselben noch Folgendes hinzu: „Der Sohn des Kaisers hatte auf den Brief, den ich ihm nach der Art von Aufforderung geschrieben, die er an mich nichtete, \Lalla- Magruía zu räumen, wenn wir den Frieden wollten, nicht geantwortet, Man sprach offen im marokkanischen Lager davon, daß man Tlemsen, Oran, Mascara und selbs Algier nehmen wolle. Es war ein förmlicher Kremzzug zur Wiederherstellung des Islam. Man glaubte, wír fönnten unmöglich einer so großen Vereinigung der berühmtesten Reiterei des marokkanischen Reiches widerstehen, und man wartete, um uns anzugreifen, nur auf die Ankunst der Infanterie - Kontingente der Beni - Senassem und des Rif, die uns von den Gebirgen aus angreifen sollten, an deren Fuß Lalla-Magrnia liegt, während von der Ebene her eine ungehenere Kavallerie - Masse uns umringen wollte“ Der Marschall ging nun nach dem Plane vorwärts, den er ebenfalls in seinem früheren Bericht hon angegeben. Am 1ten, mit Tagesanbruch, passirte er den Jsly, ohne auf den Feind zu stoßen, Als man um 8 Uhr Morgens auf die Höhen von Dscherf el Aschdar gelangte, sah man noch alle marokfanischen Lager an Ori und Stelle, auf den Hüs- geln des rechten Flußufers sich ausdehnend, Die ganze Kavallerie war den Franzosen entgegen gerückt, um sie bei dem zweiten Flußübergang anzugrei- fen, Jn der Mitte einer dichten Masse, die sich auf dem höchsten Punkte befand, unterschied man deutlih die Gruppe um den Sohn des Kaisers, seine Fahnen und seinen Sonneuschirm, das Zeichen seines Oberbefehls, Dorthin wurde der Marsch gerichtet, Alle Chefs der verschiedenen Trup- pentheile befanden sich bei dem Marschall, er gab ihnen rasch seine Ju- structionen, und nah sünf Minuten Halt näherte man sih im beschleunig- ten Schritt und mit klingendem Spiel den Furthen des Flusses. Zahlreiche Reiter vertheidigen den Uebergangz sie wurden von den JZnfanterie - Ti- railleurs mit einigem beiderseitigen Verlust zurückgetrieben uud bald war das Plateau erreicht, welches dicht unterhalb der Anhöhe lag, auf welcher der Sohn des Kaisers josto gesaßt hatte, Das Feuer von 4 Geschüßen brachte sogleich die größte Verwirrung auf diesem Puulte hervor, Ju diejem Au- genblicke stürzten sih ungeheuere Reitermassen, von beiden Seiten hinter den Hügeln hervorbrechend, den Franzosen entgegen, und griffen sie zugleich

guf den Flanken und von binten an, Cs hedurste aller Festigkeit von

Seiten des Fußvolfks, aber_ Die bie etwa 50 Schr festen Fußes die a! E v hatten den Befehl, sich au griff bis zu ihnen dränge, um das Die Artillerie feuerte mit Kartätschen. rücgehalten und fingen an zu schwärmen, ordnung, als die vordersten Geschüße gegen, urde! der Marschall sah, daß der Angriff des Feindes gegen scine Flanken ge- brochen war, seßte er seinen Marsch fort, und man wandte sich nan gegen die Lager. durch ihre eigene Manöver und durch Hälften getheilt war, 19 glaubte der [as , A L | men, wo cs gelte, jeine Kavallerie gege Jn einem vom Fournal des LL7 gegen das seiner Vormuéséhung 119

theidigte Lager. Die Obersten Tartas un

j i S Syahis und Chasseurns auszuführen. Obers Yus- | e 2 ; Y L ration mit 19 Shwaproney ves M S s | Mittheilung erhalten hat, die dazu geeignet ware,

1345

S

suf drang, nachdem er eine bedeutende Anzahl vou

derholtes Artilleriefeuer bestanden hatte, zu diesem großen Lager vorz erfandes |

mít Reiterei und Fußvolk angefüllt , die ihm

tig machte.

aber uicht ein einziger Mann zeigte sih schwadch. itt von den Quarrée’s entfernt, warteten | tige und reie Goldfranzen bilden die Einfassung. | starken Mannes dazu, ihn zu tragen. : serlihen Schirmträgers ein wichtiger Posten im Haushalt des Sultans von Marokko.

dringenden Massen ab, ohne einen Schritt rückwärts zu

f den Boden zu werfen, wenn der An- Feuer der Quarrée's nicht zu hindern, | Die feindlihen Massen wurden zu-

Die Anhöhe wurde genommen

den Marsch der Franzosen in zwei Marschall jezt den Augenblick gram, | n den Hauptpunkt loszulassen, nämlich | j f

ch von der Jufanterie und Artillerie ver- | ben fanden, d Yussuf erhielten deu Befehl, dieje Ope- |

Mit Hülfe der unterdeß angelangten Reserve von

ie geriethen noch mehr in Un- sie gerichtet wurden, Sobald

Da die feindliche Kavallerie

Reiterei niedergesäbelt und wie- |

jeden Fuß breit Terrain strei- |

Escadrons wurde ein neuer Angriff unternommen und Geshüy und Lager |

erobert, Boden, / des Solnes des Kaisers und aller Chefs, di welche die Armee begleitet hatten, Alles fi „Aber“, sagt der Marschall, i Offiziere der Spahis und ungef mehrere Andere verwundet.“

, theuer zu itehen: ' Chassems wurden getödtet und

Die ganze Artillerie, alle Kriegs -

sah der Oberst Morris, der eine Abtheilung reten Flügel der Armee von neuem durch

Rei!erei bedroht;

Flanke anzufallen, dieser mußte von seiner

A

Kampf zu bestehen.

Zufanterie abstehen, aver Oberst Morris hatte nun einen sehr ungleichen Da er sich nicht zurüzieben konnte, ohne si einer | Á Rie ; LAS : : Z a er sich nicht zurüziehen fonnte, ohne sich | der Vertheidigunsrede die {mählihe Behandlung seines Klienten bei

er ging über den Jsly, um den Feind

Unzählige Leicbname von Menschen und Pferden bedeciien den |

und Mundvorräthe,, die Zelte | e Buden zahlreicher Verkäufer, el in die Hände der Sieger.

diese \chóne Episode des Feldzuges fam uns

ähr 15 Spahis und | Unterdessen | der Kavallerie befehligte, den | eine große Masse fezadlicher |

Charge gegen die französische |

Niederlage auszuseßen, so seßte er das Gefecht sort, welches über eine halbe |

Stunde dauerte, E E S ren eine nach der anderen und zu wiederholten Malen im Kampf; unjere Zager

thaten Wunder der Taypserkeit ; 300 Reiter, Berberu oder Abid-Bocharis, fielen |

„Seine 6 Schwadronen“,

unter ihren Streichen.““ Endlich bemerkte Ge

Flügel kommandirte, die große Gefahr, in der sich das zweite Zäger-Regiment | ist fein Wort wahr.“ erte um den Feind von den Bergen | Sinne, wenngleich weniger bestimmt und zuversichtlich.

befand; er detachirte daher 3 Bataillone , uns“, sagte er, „an den Herrn Polizei-Präfekten gewendet, man hat

heißt es in dem Bericht, „wa- |

Kader?s in Marokfo, in Folge deren es der Marschall Bugeaud anheimgestellt haben sollte, C daß er den Emir ihm ausliefere, oder denselben in das Jnnere seines

Reichs verweise, oder gar, nah einer Version, ihn köpfen lasse, dur

zwischen Bercy und Charonne gelegenen Theils, fertig betrachtet. lendet. teren an den inneren Cinrihtungen. L stadt würden also schon jeßt militairisch beseßt werden und, wie mant # glaubt, tüchtigen Widerstand leisten fönnen.

dessen Verhaftung zur Sprache, der m : | Polizei - Präfektur nah der Conciergerte geschleppt wurde, Auf die vorwurfsvolle Anführung dieser Thatsache antwortete der Präsident

met, inwendig mit Taffet gesüttert, der den Fischbein verbirgtz; präch-

in Gold ¡ckte Arabesfen heben den grünen Sammetgrund, Lie Golbsta i L Es bedarf eines sehr

Auch ist das Amt eines Kai-

Bis jet sind die Gerüchte von der Gefangennehmung Abd el Sultan bereits dem

ob Frankrei wolle,

nichts bestätigt worden, obgleih sie in Marseille noch immer Glau-

Das Journal des Débats bemerkt: „Ungeachtet

der bestimmten Weise, in welcher alle diese Gerüchte verbreitet wors | den, glauben wir do, daß die Regierung bis gestern Abend feine

dieselben zu be-

| stätigen, und es scheint uns, daß sie nur mit der äußersten Vorsicht in f aufgenommen werden dürfen,“ 3 Chasseur- | Constitutionnel,

Das i} auch die Meinung des

Die ganze bastionirte Ringmauer um Paris, mit Ausnahme des wird bereits als Auch die detaschirten Forts sind bis auf zwei vol- Bei ersterer arbeitet man nur _noh an dem Glacis, bei leß= Die Befestigungen der Haupt-

A Paris, 31. Aug. Wir kommen noch einmal auf den gestern

, G 1 f ie 0 d .0 . in der rechten | gon dem pariser Geschworengerichte entschiedenen Prozeß zurück, um

| einen Zwischenfall hervorzuheben, der eineu höchst peinlihen Eindruck | hinterlassen hat.

Der Advokat des Herrn de l’Espinois brachte in

mit gefesselten Händen von der

neral Bedeau, der den reten | des Gerichtéhofs mit der sneidenden E:flärung: „Von dem Allem

—_—

her anzugreifen, und von diesem Manöver unterstüßt, zog Oberst Morris |

sich zurück, glückliche Angriffe ausgeführt haite.

nachdem er vorher selbst die O Auch

Marschall als eine der ausgezeichnetsten gerü

Geschüß hindurch, : aufgestellt, und feuerte mit Kartätschen in die e nter | Schuße der Artillerie seßte die Jufanterie über den Fluß, und ihr folgte | die Reiterei, aus Spahis, Chasseurs und Husaren bestehend. wurde erneuert, der Feind cine Stunde weit 4 | | vollständige Niederlage beigebracht; er zog sich theils auf der nach Tezza |

î

\

(Befehte mit zurück, di der Andere Geschirr.

bald in bas feindliche Lager gefolgt; die linken Ufer des Jsly in großer Masse wied chien neigt, das Lager wieder zu erobern ; die Jnfanterie zog daher rasch mit dem leßteres wurde auf dem rechten Fluß

führenden Siraße zurü, theils durch die Th Gebirgen der Beni - Senassem gelangt. Cs war Miitag geworden , die Hiue sehr groß, die Truppen aller Waffen - Marschall ließ daher, i | | war, die Verfolgung einstellen und führte 1g | Jm Zelt seines Sohnes wurden die eroberien 18 Fahnen, | | | I l

ieser eine Fahne, jener Der Néeiterei war auch

Sultans zurü ck, i 11 Geschüße, der Sonnenschirm und eue Tages aufgestellt. „Die Marokkaner,“ sagt

stens 800 Todie auf dem Schlachifelde, fast lauter Reiter; das Fußvolk, geringe an Zahl, enikam uns großen Theils, durch die SZc{chluhten begün-

stig. Die feindliche Armee hat außerdem und muß 1500 bis 2000 Verwundete haben °3 Unteroffiziere getödtet, (Die Zahl der getödteten und verwundeten

Eroberung von Algerien ihre Weihe; sie

Marokkaner hatten \ch_ ieder gesammelt und schienen ge-*

10 Offiziere und

fensive ergussen und mehrere | diese Cpisode wird von dem

| hmt; 550 Chasseurs kämpsten * f

gegen 6000 feindliche Reiter, und Jeder brachte eine Trophäe aus diesem |

die Jufanterie des Marschalls | sich auf dem

Ufer in Batterie |

feindliche Reiterei; unter dem |

Dex Angri} zurückgeschlagen und ihm eine

äler, durch welche man zu den

(Gattungen sehx ermattet, der

da weder Gepäck noch Geschüg mehr zu erbeuten

die Truppen in das Lager des

Menge anderer Trophäen des der Marschall, „ließen weng-

ihr ganzes Material verloren }

. “Uns wurden 4 Offiziere und | 86 Unteroffiziere verwundet. |

Gemeinen is uicht angegeben.)

| Die Schlacht am Jsoly giebt, nach dem Urtheil der ganzen Armee, unserer

muß unfehlbar die Beilegung |

unserer Differenzen mit dem marofttfanischen Neiche sehr beschleunigen.“ Cs |

wird dann der Haltung der ganzen Armee das höchste Lob ertheilt und diese Schlacht als ein neuer Beweis angeführt, wieviel Organisation und vermöge,

Taktik über noch o zahlreiche Massen

Kaliblütigkeit hielten die Batailloue der 4a E

Mit unerschütterlicher den des großen Quarce's wie- |

derholte Augrisse ven 3 bis 4000 Reitern aus, ohne einen Augenblick zu |

wanken z die Artillerie rückte aus dem Quarïce heraus, um ihre Kartätschen

in größerer Nähe abzuseuern ; die Kavallerie

bli für sie gekommen war, mit unwiderstehlicher Gewalt zwischen den In-

fanterie-Vataillonen hindurch dem Feinde en in die Flucht, Nach allen Ausjagen der (H

endlich drang, als der Augen-

tgegen und {lug Alles vor sich cfabaenen und der Araber, die \

die Lager des Feindes gesehen, hâtte sich die Zahl seiner Reiter auf uicht weniger als 25,000 belaujen ; sie zeigten sich außerordentlich fühn, aber die | Verwirrung machte ihre Anstrengungen machtlos, und die Tapfersten stürm- |

ten in das dichteste Feuer, um sih tódten

an Zusammenhalt und an eine wohl organisirten Jufanterie zur Unter-

süß ‘brer Anagriffe; aber bei einer Regierung wie die ihrige, bemerkt | 2 L S 4 j sipung ihrer Angrissez aer M 1 n 3 E huen | beraumten Kabinets - Versammlung erlassen, in welcher über die Ant=

Marschall Bugeaud, würde es mehrerer J

diese Bedingungen des Erfolges in den Schlachten beizubringen, Den Be- {luß des Berichts macht eine lange Aufzählung der Stabs- un aliern-Osfiziere und Gemeinen, die sich in dieser Affaire besonders ausge-

zeichnet. ; S Das Journal des Débats qum

richten, die so laut für sich selbst sprächen, entar zum Lobe der Armee und Marine hinzuzufügen; nur darauf weist es hin, daß ein fleines Heer, vou st0 zahlreichen Massen unershrockener

Reiter umgeben, 6 Stunden lang den

und dann den Feind noch siegreich verfolgt und in die Flucht geschla gen habe; und die Overationen des Geschwaders betreffend, erinnert ( und Rüstungen Karl V. und |

es daran, welhe bedeutende Flotten

Ludwig XIV. gegen dieselben Barbaresfken-Städte verwendeten. So, j

zu lassen, Es fehlt ihnèn nur |

ahrhunderte bedürfen, um i

und Sub- l

det es überflüssig, diesen Be- einen langen Kommentar

tapfersten Kampf ansgehalten

sagt es, sei am 14, und 15. August auf zwei verschiedenen, an, 200 | Meilen von einander entfernten Punkten die fanalische Treulosigkeit

Marokfo's geziichtigt worden. Endlich noch dem Prinzen von Joinville seine in der französischen Marine sich einen

bringt das ministerielle Blatt | Huldigungen dar, der fortan |

Rang erobert (abe, welcher

seine Eigenschaft als Prinz vergessen machen und in ihm nur den

eben so unterrichteten, wie vorsichtigen werde sehen lajjen.

Wie es heißt, . Jöly nah Oran zurückgekehrt und hätte

wäre Marschall Bugeaud

und unerschrockenen Admiral

|

Tage daß ein Gefangener gefesselt ein Pferd, der Eine Waffen, | unmöglich gewesen, die Sache zu ermitteln de constater le fail).“ î run gen zweier hocgestellten Magistratspersonen nah Gebühr zu würdi= gen. Auch wenn die Ausfage des Herrn de l’Espinois über die ihm widerfahrene Begegnung ganz alleiu stände, würde man das Publikum

durch jene Erklärungen schwerlich überreden, daß der genannte Mann

Der Staats-Anwalt äußerte sich in demselben „Wir haben

alle Munizipal-Gardisten und alle Gendarmen verhört, die an jenen

hat sie gefragt, ob es wahr sei, eingebracht worden, aber es 1jt (il a ¿té impossible Es ij wer, diese verneinenden Erklärun-

in Dienst waren, man

gelogen, daß er eine ganz einfache, ganz bestimmte Thatsache geradezu

aus der Luft gegriffen habe, zu setzen.

um die Polizei in ein gehässiges Licht Lie nun aber, wenn die Versicherung des Herrn de l’Espi-

nois durch die imponirendste Autorität bestätigt wird, die es sür einen Gegenstand dieser Art geben faun, durch das amtliche und öffentliche

Zeugniß des Justiz = Ministers Kammer vom pellation eines Deputirten von der

Antwort: 16 1grih- ter einen Verhaftsbefehl erlassen hatte, mußte aus dem Gefängnisse

der Polizei = Präfektur - nah der Conciergerie gebraht werden. Er wurde von

In der Sihung der Depyutirten- 17. Juli gab Herr Martin (du Nord) guf die Jnter- äußersten Rechten die folgende „Herr de VEspinois, gegen welchen der Untersuchungörih-

-

einem Huissier und zwei Gendarmen geführt. Die Gendarmen banden ihm nicht die Hände, sie legten ihm nur eiue Kette an (ils lui ont. seulement atta ce qu’on appelle la chai- nelle)“ Was läßt sich nach diesem Zeugnisse noh über die kecke

Versicherung des Gegentheils sagen, welche der Präsident eines Ge- rihtshofes und ein Staats - Auwalt gestern sich nicht gesheut haben, in öffentlicher Assisen-Sißung auszusprechen ! Wächter des Rechts und der Sitte, blicflichen zu diesem Punkte vergessen, fo darf man sich freilich uiht wundern, daß folhe Beispiele der öffentlichen Moral ihre Wirkung auf den großen Haufen nicht verfehlen. Muth genug, vertheidigen, wie der Justiz-Minister dies in der Deputirten-Kammer | that, noch Freisinn genug, eine unnöthige Härte der Polizei öffentlich zu desavouiren, so blieb ihnen der Weg des Sdchweigens übrig, das jedenfalls ehrenvoller gewesen sein würde, brachte Ausrede.

j Wenn Justiz= Beamte, j in dem Bestreben, einer augen= Verlegenheit zu entgehen, ihre Würde und ihre Pflicht bis

( Hatten jene beiden Beamten weder die Rechtmäßigkeit des Verfahrens der Gendarmen zu

als die von ibnen beige-

Großbritanien und Irland. London, 31. Aug. Der Minister der auswärtigen Angele-=

| genheiten hat ein Ausschreiben zu einer auf den nächsten Montag an-=

wort der französischen Regierung in Betreff der otaheitishen Ange=

legenheit berathen werden soll.

Der Hof legt morgen auf ® Tage für Jhre Kaiserl. Hoheit die Großfürstin Alexandra Trauer an,

Graf Nesselrode, der gestern nah Brighton zurückgekehrt ist, hat eine Einladung nah Windsor - Schloß erhalten, um dem Empfange Sr. Königl. Hoheit des Prinzen von Preußen daselbst beizuwohnen.

Ein entscheidender Sieg der französischen Armee an der Gränze Marokko's wurde hier hon immer als ein winshenswerthes Ereigniß bezeichnet, das die schnelle Beendigung des Krieges herbeiführen und den Frieden Frankreihs mit anderen Ländern erhalten fönute, dereu Juteressen früher oder später dur diesen Streit berührt werden müßten, Die Nachricht von dem Siege des Marschalls Bugeaud am Jsly hat deshalb hier einen ziemlih guten Eindruck gemacht, obschon man troß des heute hier eingegangenen Schlachtberichts sh noch immer nicht ganz frei von der Besorgniß machen kanu, daß die- ser Sieg am Ende doch nicht entscheidend genug gewesen is und die politishen Folgen derselben hinter dem militairischen Ekflat weit zu- rücbleiben werden, So glaubt die Times, daß „der Kaiser von Marokko, wenn er mit der den muhamedanischen Fürsten in seiner Lage eigen- thümlihen Unwissenheit und Hartnäckigkeit entschlossen ist, die Krast

nah der Schlacht am | seines Reiches mit der starken und tapferen Armee Frankreichs zu

dem General Lamoricière den | messen, welche nicht allein den friegerishen Muth der Nation, sondern

Oberbefehl über die Armee an der maroffanishen Gränze überlassen. Unter dem Sounenschirm, der dem Sohne des Kaisers von Ma-

roffo in der Schlaht am Jsly abgenommen worden, | wie die europäischen Damen ihn

nicht etwa einen solchen zu denken,

bat man sih

tragen, oder einen Schirm von der Größe unserer Regenschirmez er is von solhem Umfange, daß er einen Reiter sammt seinem Pferde ganz bedeckt und wird von einem Stock gehalten, der so stark is, wie der

Schaft einer Fahne, und eine Länge von 7 bis 8 Fuß hat. versichert übrigens, es sei derselbe Schirm,