1844 / 282 p. 3 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

D , daß sie unserer herzlihen Einladun gefolgt sind, aus- Da es E einen Scheidegruß nach allen egenden des großen,

j terlandes zuzurufen. : . weilen Bn i S s{óönes Land mit seinen grünen Bergen,

KBäldern und Thälern, seinen stolzen Strömen, seinen weiten Küsten- Ebenen, seinen blühenden Städten und wohlhäbigen Dörfern, ein ¿and, das von seinen Söhnen mit aller Krast des Gemüths geliebt wird, und das wir mit keinem Lande der Welt vertauschen möthten; aber den Apfel der Schönheit werden unsere geehrten Gäste aus Jtalien der großen Germania nicht zugestehen.

Wir Deutschen bilden ein mächtiges und gebildetes Volk, einst das mächtigste Volk der Erde; jedo auch hierin wollen unsere Nach- barn im Westen und jenseits des Deutschen Meeres uns keinen Vor- rang einräumen, Aber Eins is es, worin wir Deutschen Niemanden nachstehen, worin der deutshe Name vor Allen glänzt, das si< auch bei der jeßt von uns gefeierten deutschen Gewerbe - Ausstellung so tüchtig bethätigt hat und wir hoffen es au dur die künsti- gen Gewerbe-Äusstellungen s{< immer glanzvoller bethätigen wird

es is dentscher Fleiß und deutsche Treue. Lassen Sie uns dieses | FKleinod in allen Wegen hochhalten und bei unseren Freunden, unse- |

ren Kindern und Enkeln bis in die fernsten Zeiten bewähren und be- festigeun.

Judem wir daher dieses Fest mit dem Wunsche eines fröhlichen |

Wiedersehens bei der nächsten deutschen Gewerbe-Ausstellung schließen, rufen wir aus: Deutscher Fleiß und deutsche Treue, sie sollen leben jeßt und in alle Ewigkeit!“

Der lang anhaltende Jubel, welcher diesen Worten folgte, be-

wies deutlich, daß sfe so ret die Herzen und Gefinnungen der gan- | zen Versammlung getroffen hatten; er bezeichnete zugleich au den |

Höhepunkt des Festes, welches si<, unter verschiedenen Toasts, die

uns zum Theil entgangen sind, heiterer Laune und Herzlichkeit, noch bis |

nah 9 Uhr verlängerte. Es war jedenfalls eins der herrlichsten und seiner Bedeutung nach großartigsten Feste, dessen beziehungsreiche Er- innerungen allen Theilnehmern lange lebendig bleiben werden, Und damit diese Erinnerungen ihre segensreiche Wirksamkeit auh auf die bei dem Gedeiben der deutschen Jndustrie und des deutschen Handels betheiligten weiteren Kreise erstre>en möchten, war es jedenfalls ein

glücklicher Gedanke, daran gleichsam die Begründung eines Vereins |

zu fnüpfen, dessen Zwe> mit den Juteressen des deutschen Gewerb- sleißes überhaupt in dem innigsten Zusammenhange steht. Während

der Tafel wurde nämlich uachstehender „Aufruf zur Bildung |

eines Vereins für das Wohl der Hand- und Fabrifk- Arbeiter“ vertheilt:

„Die Gewerbe - Ausstellung der deutschen Bundes - und Zollvercins- Staaten hat in Berlin eine große Zahl von Industriellen und Gewerbs- sreunden Deutschlands vereinigt, Unter denselben hat fich die Ueberzeugung von der Nothwendigkeit fürsorglicher thätiger Einwirkung sür das Wohl der Hand- und Fabrik - Arbeiter festgestellt. Die Unterzeichneten haben die nahstebenden Grundsäße eines für diesen Zwe> zu bildenden Central- Bereins berathen und beehren sih zur Theilnahme an diesem Verein , zu dessen Begründung eine (eneral - Versammlung auf Mittwoch, den en Ras Nachmittags 4 Uhr, im Hotel du Nord angeseßt ist, ergebenft ein- zuiaden.

1) Die Verbesserung des siltlichen und wüiithschastlichen Zustant es der Hand- und Fabrik - Arbeiter ist eine dringende und sehr wichtige Aufgabe unserer Zeit,

2) Demgemäß is während der Dauer der hiesigen Gewerbe-Ausstellung ein Verein zusammengetreten , dessen Bestreben dahin gehen wird, sür den ANOSIN apoes anregend und sördernd zunächst für Preußen zu wirken, O 11.

3) Jn der Ueberzeugung, daß die Aufgabe wesentlich nur durch felbst- ständige Lokal-Vereine in einer diese Selbstständigkeit nicht beeinträchtigen- den Verbindung mit Previnzial-Vereinen und einem Central-Vereine gelöst werden kann, wird der hiex zusaummengetreténe Central - Verein dahin wir- ten, daß a. in jeder Provinz oder in jedem Negierungs-Bezirk eim Provin- zial- oder Bezirks-Verein sich bildet, h. für einzelne Orte oder Distrikte Lokal

Bereine überall ins Leben treten, auch e. an diesen Vereinen die Hand- und | Fabrif-Arbeiter möglichst theilnehmen und bei deren Verwaltung thätig mit- |

wirfen,

4) Die Ausgabe eines jeden Lokal - Vereins wird es sein, in dem Be- zirke, für welchen er errichtet worden, den sittlihen und wirthschaftlichen Zu- siand der Hand- und Fabrik-Arbeiter durch alle Miüitel zu befördern, roelche sich bereits praktisch bewährt haben oder in der Folge bewähren werden, und nah den örtlichen Verhältnissen anwendbar und zulässig erscheinen, Jeder Lofal-Verein wird in dieser Beziehung, so wie hinsichtlich seiner Ein- richtung, völlig selbstständig händein, die nachstehenden Punkte werden je- do< zur Berücksichtigung empfehlen: a. die Errichtung von Spar - und Prämienkassen, welche für die Einlageu der zuzulasseiden Personen möglichst hohe Zinsen und außerdem, weni die Cinlagen eine gewisse Summe erreidt haben, angemessene, die Sparsamkeit belohmende Prämien gewähren ; þ. die Bildung von Kranken - und Stexbeladen , Untexrstüßungs- und Pensions- Kassenz c. die Anlegung von Schulen für die Fortbildung der in den Fa- brifen beshästigten Kinder und von Bewahr - Anstalten sür die Kinder der Fabrif-Arbeiterz d. die Verbreitung gemeinnügiger Kenninisse dur Schristen und mündlichen Vortrag, insbesondere feitens der Vereinsglieder z e. die thätige Mitwirkung auch solcher Fabrik- und Hand - Arbeiter, welche nicht Mitglieder des Vereins sind, bei Verwaltung der Justitute desselben.

5) Jeder Lokal - Verein wird dahin zu streben haben, daß die zu den obgedachten Zwecken erforde: lichen Geldmittel theils durch Beiträge der Fa- brik - Arbeiter und anderen Mitglieder des Vereins, theils durch sreiwillige Unterslüßungen aus den Mitteln der Gemeinden und Slistungen aufgebracht werden. So weit dies nicht möglich is, werden die Provinzial-Vereine und der Central - Verein zu den sür nothwendig oder nüßlich zu achlenden Ein- itangen nah ihren Krästen die sehlenden Geldmittel bereitwillig ge- währen.

O Um die Benußung der Gelder, welche in die Sparkassen fließen, zu einem dem Zwecke der elben entsprechenden Bet:age möglich zu machen, wird der Central-Verejn dahin zu wirken suchen, daß in jeder Provinz eine Provinzial-Kasse errichtet wird, welche durch die Anlegung der ihr anver- irauten Gelder einen den gewöhnlichen Zinsfuß übersteigenden Ertrag zu erzielen vermag, und zugleich sür die Sicherheit der anvertrauten Summe ausreichende Garantie gewährt. So lange leine solhe Provinzial-Kasse besteht, werden die snh 5 bezeichneten Mittel mit dazu dienen müssen, sür die Sparkassen-Einlagen angemessene Zinsen und Prämien zu gewähren, Jnôbesondere werden die Provinzial-Vercine und der Ceniral-Verein die Lofal-Vercine hierbei nah Kräften zu unterstüßen haben,

7) Die Ausgabe cines jedeu Provinzial - Vereins wird es sein, für die Bildung von Lokal - Vereinen anxregend und sördernd zu wüifken, denselben auf Verlaugen mit Rath und That na< Kräften entgegenzulommen und ihre Verbindung mit dem Ceniral-Verein zu vermitteln, Die Mitgliebschast wird von cinem Beitrage abhängig zu machen sein, dessen Feststellung den Provinzial-Vereinen überlassen bleibt, der jede<, um eine möglich ausge- dehnte Theiluahme hervorzurufen, nit zu hoch, eiwa auf mindestens 1 Thaler jährlich, festzustellen sein wird.

8) Der Central-Verein wird, ohne die Selbstständigkeit der Lokal - und Provinzial-Vercine irgendwie zu beeinträchtigen, uach allen Seiten hin än- regend und fördernd wirken, den Provinzial - Vereinen und, A Vermitte- ling derselben, den Lokal - Vereinen mit Rath und That nach Kräften ent- gegenkommen, und über seine Wirksamkeit, so wie über die der Lokal - und

Provinzial - Vereine, imgleichen über die gesammten Erfahrungen, so weit An die erforderlichen Nachrichien zugehen, von Zeit zu Zeit öffentliche Rechenschaft geben. Die Mi'gliedschaft des Central-BVereins wird von einem IAVIREY Beitrage von mindestens 4 Thalern abhängig gemacht.

9) Da es von hohem Interesse ist, daß bie Ersabrugéi jedes Lolal- und Provinzial - Vereins Gemeingut werden und zu lebendiger Wechsel- wírfung und Nacheiserung auregeu, -so- werden die Lokal - Vereine zur Mit- theili-ng ihrer Statuten, derx Eisolge ihrer Thätigkeit und der gesammelten Ersahrungen an die Provinzial - Vereine und diese zur Besörderung dieser

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Müitheilungen und der ihrerseits erzielten Ersolge und gemachten Ersahrunu- gen an den Central - Verein si{ gedrungen fühlen. Leßterer wird dadyr< in den Stand geseßt werden, nicht nur von dem ganzen Wirken der Ver- eine cine ausreichende Uebersicht zu gewinnen, sondern auch seine Veröf- sentlihungen vollständig und wahrhast fruchtbringend zu machen, Jedem Mitgliede des Central - Vereins, so wie jedem Vereine, werden diese Ver- öffentlihungen in einem Abdru>k unentgeltlich mítgetheilt werden.

40) Mit Zuversicht läßt sich erwatten, daß der wohlthätige Zweck die vielseitigste Anerkennung und Theilnahme finden wird und daß die Mittel der Vereine, insbesondere auch der Provinzial - Vereine und des Central- Vereins, nicht nur dur laufende Beiträge, sondern au dur< Vermächt- nisse und Schenkungen nah und nah bedeutend anwachsen werden, Die Förderung großartiger und durchgreifender Einrichtungen, z. B, die Anle- gung gesunder Wohngebäude für die Hand- und Fabrik-Arbeiter, Erwerbung von Ländereien zur billigen Ueberlassung an dieselben, Errichtung von Ge- werbeschulen 2c, bleiben alëdann vorbehalten, g

11) Da, wie in Preußen, so auch in allen anderen deutschen Staa- ten, dic Beförderung des sittlichen und wirthschastlihen Wohles der Hand- und Fabrik - Arbeiter zu den wichtigsten Ausgaben der Zeit gehört, so wird sich der Central-Verein mit Männern. aus allei deutschen Staaten in Ber- bindung schen und dahin wirken, daß überall ähnliche Vereine, wie in Preu- ßen, entstehen und sich mit ihm zu einem brüderlichen Zusammenwirken ver- einigen, Er würd serner dabin wirken, daß mit den Gewerbe-Auëstellungen

| der deutschen Zollvereins - Staaten General - Versammlungen sämmtlicher

Central-Vereine Deutschlands verbunden und in denselben vie Ersahrungen ausgetauscht, so wie über die Forlbilbung des ganzen Justituis Berathun-

| gen gepflogen werden.

Berlin, den 7. Okiober 1844,

F. Böddinghaus, Bornemann. H, C. Carl. Croon, C, A, Dennig. Friedrich Diergardt. Karl ŒEbbinghaus. Fin>enstein, Éd, Goldschmidt, Knoblauch, von Mülmann, Nobiling. OSwald. vonPatow. Quentin. vonReden, vonNönne.

G, S, Shwengekr. von Viebahn. BVopelius, Gustav Wiesenthal. W, Wittenstein,

Zur Förderung der Zwede dieses Vereins wird in seinem Kreise gewiß Jeder gern und nah Kräften die Hand bieten, dem das Ge deiben der deuts<hen Zudustrie und das Wohlsein des deutschen Ge werbestandes am Herzen liegt,

Berlin, 9. Okt, Die in Nr. 36 der Geseb-Sammlung enthaltene Allerhöchste Kabinets-Ordre, iber das mit dem Augeschul- digten abzuhaltende Schlusßverhör im summarischen Untersuchuungs- Verfahren, lautet: i

Auf den Bericht des Staats - Ministeriums vom 20ften v. M. und nah dessen Antrage bestimme Jh hierdur, daß in den Unter- suhnugen wegen geringerer Vergehen, bei wel<hen na< Meiner Ordre vom 24, März 1841 ein abgekürztes Verfahren eintritt, das Schluß- verhör mit dem Angeschuldigten vor der versammelten Deputation des Gerichts, welhe in erster Instanz das Erkenntniß abzufassen hat, abgehalten werden soll, Jch ermächtige jedoch den Justiz - Minister, Ausnahmen hiervon zu gestatten, wenn diese Anordnung bei einzelnen Gerichten woegen besonderer Verhältnisse nicht füglih zur Auésübrung gebracht werden kant, —- Diese Bestimmungen sind mit Meiner Ordre vom 24, März 1841 durch die Geseß-Sammlung bekannt zu machen.

Erdmannsdorf, den 5, August 1844,

Friedrich Wilhelm. An das Staats-Ministerium.

Auslaud. Deutsche Bundesstaaten.

Königreich Bayern. Zu München befindet sih gegen- wärtig ein Karmelit, der Bruder Johann Baptist aus Fraskati, roelher vom Berge Karmel kommt und für die Erbauung eines Hospiziums auf demselben sammelt. Se. Majestät der König haben aus Zhrer Kabinets - Kasse 1000 Fl, zu diesem Bezug auszahlen lassen, Die General - Synode zu Ansbach wurde von dem Kü- niglihen Kommissar, Ministerial - Rath von Volz, durch eine Rede eröffnet, in welcher er zuvörderst als Haupt-Gegenstände die Gottes- dienst-Ordnung und das mit der Kircheu-Verwaltung in Verbindung zu bringende Jnstitut der Kirchen - Vorstände bezeichnete, Sodann fuhr derselbe fort :

„Wenn Sie si, meine sehr geehrten Herxen, durch die Bedeutsamkeit der zur Vorlage Allerhöchst genehmigten Gegenstände aufgefordert sinden, denselben Jhre volle ungetheilte Aufmerksamkeit zuzuwenden, und sie mit jener gereisten Einsicht und Erfahrung prüfen, welche oon bewährten Dienern der Kirche, von treu ergebenen, vas Wohl des Staals und der Kirchen- (Gemeinde gleich sehr beherzigenden Männern aus dem weltlichen und dem Beamtenstante mit Recht zu erwarten is; wenn Sie, wie ich nicht zweisle, bei Jhren Verhandlungen durch treues Festhalten an der beshworenen Verfassung, dur<h warmen Cifer süx das Beste der Kirche, durch unver- rüdtes Streben nah dem vorgezeichneten Zielpunkt sich leiten lasseu und si sern halten weiden von Abschweisungen in srcmdartige oder unter- geordnete oder partifulare Gegenstände daun weiden Sie andererseits au< mit sreudiger Negung erfennen, wel<hen chrenden Beweis des Ber- trauens der erhabene Schirmherr unserer Kirche, unser algeliebter König, dadur gegeben hat, daß er gestaltete, die Versammlungen der beiden bies- seitsrheinischen General - Synoden in successiver Weise eintreten zu lassen, in der sesten Zuversicht, daß dadurch, sern von jedem Mißbrauch, uur ein harnonisher Wetteifer sür das Gemeinwohl der Kirche hervorgerufen und den wohlerwoögenen Entwürsen und Anträgen der obersten protestantischen Kirchen-Behörde eine übereinstimmende Würdigung bereitet werde. Die Schwe- ster-Synode zu Bayreuth is mit dem Beispiele gründlicher , cinsichtsvoller und glaubenstrener Behandlung der Berathungs - Gegenstände , insonderheit ver Goltesdienst- Ordnung, dieses Grund-Elements eines frischen, kräftigen und erhebenden Kirchenlebens, rühmlihs vorangegangen ; sie hat das Jhrige treulich gethan zu dem Aufbau eines geregelten, mit Ebenmaß und Würde gestalteten Kirchenkthums, Sie, meine Herren, werden hinter diesem rühm- lichen Beispiel nicht zurückbleiben" wollen, Sie werten, dessen bin ih ver- siheit, dem hohwichtigen Gegenstande dieselbe S orgsalt und Hingebung widmen, Sie werden si< dadurh das unschätzbare Verdienst erwerben, das baldige Jnslebentreten eines Werkes herbeizusühren, welches mehr als jedes audere geeignet ist, den firhlihen Sinn in den Gemeinden zu beleben und zu erhalten, das innere mit dem äußerlichen Glanbensleben in Einklang zu bringen,“

Aus dem Vortrag, den sodann der mit der Leitung der General- Synode beauftragte Commissair des Königl, Ober-Konsistoriums, der Königl. Ober-Konsistorial -Rath, De. Faber, hielt, heben wir folgende Stelle aus:

„Vier Jahre, vier ernste, wichtige Jahre sind nun wieder dahin ge- gangen, Wir stehcn vor einem Felde, das reich an den mannichfaltigsten Ersahrungen und voll geträngt is von Ereignissen, welche tas Jnneiste unseres kirchlichen Wesens beruhen, Es drängt mein Herz, es drängt ge- wiß auch Jhre volle Seele, Preis und Dank und Ehre dem Herrn der Kirche darzubringen, dessen Auge wieder gnädig über derselben gewacht, dessen Hand sie krästig geschüßt, dessen Verheißungen in ihr abermals Ja und Amen geworden sind, Der Lenchter steht no<h fest, und das Licht des Evangeliums leuchtet no< freundlih und helle au in unserem Vaterlande. Dée Kirche hat sih im Junern befestigt und gestärkt, und die Zahl der Gläubsgen is größer geworden; nicht wenige Glieder unse- rer Gemeinden verspüren mächtiger als sonst die Kraft und den Segen der evangelischen Wahrheit in ihrem Gemüthe, und legen dur<h Wort und Werk ein gut Bekenntniß ab; ein wichliges Institut hat sih neu unter uns gegründet und verspricbt denen, welche sern vou uns noch im Schooße des Heidenthums sißeu, auch von unserer Seite Beistand, Trost und Licht ; unsexe Verwaliuug ist geregelt, wir können getrost unsere kirchlichen Zustände mit denen anterer Länder vergleichen, wel{e sich freier und glülicher dün-

zu den laufenden Staats-Bedürf= t hweren Kosten babe b li>te Finanz - Specul andes wie W kosten wird,

ken, und können sreudi auch unter uns hat

verehrte Herren, weisen Sie sie. Jch kenne die Mängel, man@erlii Beziehungen uns viele Herzen mit Sorge erfüllen, und daß Kleingli Aber wer da1fdenn das Vollfommene alte Wort niht auch in unserer Kirche Anfechtung mußtest du nicht sein, auf denn ein Neues in der Kirche Christi, der Herr in seiner Herrlichkeit er wenn der Geist im Weltenschoße Macbi sich gegen 1 und überhaupt zu ziehen, stebt abe geworden,

g fernen Glaubenêgenossen zurufen: fommt und \ebt, sih der Herr nicht anbezengt gelassen. Weisen Sie, mich nit hin auf die Schattenseite, ih kenne welche bestchen, und die Ereignisse, welce in s{merzli< berühren; ih weiß, daß ernste Er- bige zagend nach sucben, wo Alles

92 Fl. gehabt, Gelb on auswärtigen Pläßen mi Daß eine solche v den Kredit eines L 6m nur einiges Geld Unter diesen 1 Angriff der deáret

ezogen wer=- ation übri- ürttemberg ersch

ens feineêweges n 9 bedarf wohl

tern kann, sondern i feines Beweises.

greiflih an ernstliche1 werden, wenn auh d

sceinungeu der duntlen Zukunskbli>en, ) n Stückwerk ist ? irten Eisenbahnen

Soll denn das l te Hemmuiß

Geltung behalten, das da sagt: ohne daß du bewährt würdest ? daß ar< unter Sturm und Ungewitter Und wissen wir nicht Alle, daß, ahnen öffnet, der Fürst dieser Welt mit seiner * och über äußere Erscheinungen zu urtheiler

niht ob=-

nbergishen Eisenbah Jhre Bedingungen die lctienshwindel die höchste daß mit Recht das Beden= mehx eine Speculation Actien, als auf eine w tet gewesen sein. t der höchsten Stellen war, 1 Antrag sprachen, so fand fräftig unterstüßt, d genommen wu llen, so wür ene Stände-Verisammlunç wobei es gewiß höch} furzer ¿Zeit den

ast, die württe1 sehr erwünscht.

vurden, als der ten so günstig,

einer fremden Actien- Gesellsch zu bauen und zu betreiben, zu einer Zeit vorgelegt | Höhe erstiegen hatte, lauteten fen entstehen mußte, als düuste auf den alsbaldigen führbare Unterneh vielleicht die Ansich Gründe gegen diese! der allgemeinen Stimme 0 die Verwerfung desselben auf trag aber au annehme ordentlich zusammenberuf haben entscheiden müssen, wäre, ob dieselbe Bersammlung, \abnen auf Staatskosten angenommen amfeit mit Ende des | lichfeit auf ih gènomme "as zweite Hemmuiß, d qu in Württemberg einwirkte, war 1 Techuikèr, dem die Bearb ührung anvertraut wo 13 von den S

sich neue B iha empört 7 erhälinisse in den Bereich unscrer Erwägungen unserem gegezwärtigen Zwe> sern. sür den inneren Aufbau unserer Kirche unser wirken, daß die christlichen Elemente tiefer und 1 hältnisse eindringen, nah unserer Stellung, un‘erer Kirche zu berathen, uns zu bemühe | welcher in der Liebe thätig ist, unter uns das Veispiel echter Frömmi 1 Gehorsams und festen

st die s{onere Aufg Scherslein beizutragen ; mitzu- mmer tiefer in die äußeren Ver= Kcast und Vermögen das Beste 11, daß die Bande des Glaubens, und in unseren Gemeinden sester gkeit, wahrhaft christlicher S elbst- Bertrauens immer vorleu>- Damit is uus ein großes Feld dec Wirksamkeit er- ß außen hin ers<beinèn

oder wenn sih diese Ansicht in ß mit großer Freude Hátte mau diesen An- de nothwendig eine außer- g über jeine Annahme { zweifelhaft. gewesen Bau von

ge\{lungen, und verläugnung, kirchliche! tender gegeben werde,

öffnet, wie flein und. beschränkt dieselbe auch na

Der Nürnberger Korrespondent, 'wel<er diese Reden

| mittheilt, bemerkt dazu :

| Die protestantishe Kirche sieht b

| der General-Svnode entgegen;

| Wege verfolgen und als gutes treten wird,

geschlossen ijt, eine folhe a haben würde. as bis jetzt

Ri C og cssend den weiteren Verhandlungen aufenden Jahres

auf versassungsmäßigem Recht mit Mäßigung und Beharrlichkeit ver- ou einer weisen und gerechten Regierung, constitutionell der pro- was ibr gebührt, weder verkannt,

eine Erwartung, durch das Gedeihen der Kirche der Anhänglichkeit ester und dauernder geluüpst

E G Sie P denn was dieselbe so störend und wird v

welche keinen anderen Willen haben kann als den: | teslantischen Landeslirhe zu gewähren, | noch in seiner Entwickelung gehemmt werden | deren Ersüllung wesentlich nah innen und außen | gef; dert und die Bande der Treue, des j

an deu Allerhöchsten Throu wo mögli<h noch |

eitung neuer Cnt

Bekanntlich tänden zum Gese erbo- o viel Abenteuerlihes und Unaus= die Regierung die Bitte gestellt Kommission als Central = Be= den Baues anzuordnen, einen er Prüfung der alten Pläne des Baues zu übertragen. n Ober= Ingenieur verbreitete fich chst oberfslächlich Um jeßt sicherer zu gehen, be- Techniker, Herrn Etel, ekten, der im Auslande einige nie eine Eisenbahn gebaut große in England geleitete n Techniker Europa?s für langte im November der nach den

sehlte nämlich au eine würfe und deren enthielt der am 20, März 18 bene Bauplau der Eisenbahnen \ on den Ständen au

erden fonnte.

Vertrauens un Vertrauens und sührbares, daß v

werden mußte, eine eigene hörde des zu. unternehmen \remden Technik zu berufen un Früher hatte man Negrelli in gleicher Be y jedoh ohne die geringste praftisc über’ die’ ibm vorgelegten Cuiwürfe.

rief man daher lieber glei zwei neue Wiirttemberg geborenen Archit rfe ausgésührt, aber uo Vignoles, welcher durch ingst als einer der erste

Z. Oktober erschienenen „Tagblatt für die achte Ver- bewährten

Jun dem am 4953 Mitglieder

der deutschen Land- und Forstwirthe““ sind inzeihnung beendet zu sein scheint, da bereits Mitglieder nah den Ländern erfolgt ist, von Anhalt-Cöthen 1, aneniáärk 9, | Kurfürstenthum. Hohenzollern- Sigmaringen l», Oldenburg 2,

ex zur Entwerfung neuer 0d d ihm die Ober - Leitung zwar schon deu ö ziehung berufen

angegeben, womit die E die Zusammenstellung der Es befinden si< demnach bei der Versammlung : 267, Braunschweig 1, Bremen 1, L England 2, Frankreich 3, Hamburg 1, 4 , Hohenzolleru - Hechingen 1, Mecklenburg 10, Nassau 2, Norwegen 1, esterreih 4, Böhmen 6, Ungarn %, und Mähren 1; aus Preußen (0, sen 10, aus den sächsischen Scbweiz 2 und Würt=

sterreiische sein Gutachten he Brauchbarkeit hs

Luxemburg 1, A glänzende Bauwe hatte, und Herrn Balubauten schon l diesen Gegeus bier an und erstattete am 30, Deze ¡nisters des Junern | <en Cßlingen, Stuttgart un Bericht findet sich an der Spibe einer in Veröffentlichung, die von der Cisen= „die ersteSection der würt= ahnen u. # w.““ vor ungesähr 10 Wocherx ;, U dieses offiziellen Berichts wird gleick» der in den Kammern mit sv vielenx aths von Bühler vollständieg bezweifelte Nichtigkeit dieses SaßesS fange seines Berichtes, wenn er ntwerfung eines Eisenbahn n Untersuchungen und Versuche, S (und dies geschab seine Untersuchungs-Reisen fast ganz falschen Prinzipien basirt unD osen Details ausgearbeitet worden sind. “‘ den Regeln und Prinzipien auf, nämlick» ie möglichste Vermeidung der igenthum, die Legung - Bahnhofes der Be= enden Gegenden so nabe Schon am 192. Januar d. J. zum Ober-Baurath ernannt worde trag, die eben erwähnten Entwurfe des Herrn ¿ltigen Prüfung zu unterwerfen, von ihm fir so wie die erforderlichen Ergänzungen, aufzustellen und über das G sei, die definitive Cut-— vischen Cßlingen, Stuttgart und Ludwoigsbur Zz Obgleich er selbst alle Vorarbeiten sür unbrauchbar erklärt hatte, fo ge = hon am 15, Februar einen über alle die ißm ge n Vortrag zu übergeben. 7

7, und zwar aus ° Steiermark 3, Tirol Rußland und Polen 3, Königreich Sah Herzogthümern 7, Sardinien |, Schweden 3, temberg 85.

tand befanut war, Leßterer | l mber einen Bericht, ih als ein Separat - Botum nur

Befehle des M l d Ludwigsburg

Jhre Hoheiten der Herzog iber die Bahulinie zwis

Großherzogthum Baden. 5 sinnen Töchtern

und die Herzogin von 4. Oftober

ahsen- Altenburg nebst Prinzes

; r L "0 p i | die Rückreise von Karlöruhe nah Altenburg Beziehung merkwürdigen

bahn-Kommission unter dem Titel is<hen Cisenb ausgegeben wurde das offene Gestän Cifer vertheidigte E ] unbrauchbar gewesen sei, Die un lbestütigt Herr Vigno die zum Zwee der C berg bisher angestellte weit sie ihm bis jebt mitgethei nur sehx ungern, auch muß allein und unbegleitet unternehmen), auf mit irrigen und nußl stellte dagegen die ihn leiten „die möglich strengste Sparsamkeit, d (Erwerbung werthvoller Besißungen und Luxus-E der Cisenbahn-Tracen und die Lage des H völkerung und dem Verkehr der zu durchzieh als möglich zu bringen,“ aber Herr Ebel, der unterdessen

angetreten.

Jeder, der für den Cisen- hot, daß mit r Königl, Hofkammer,

1 Stuttgart, Anusangs Oktober, bahnbau in Württemberg der Ernennung des seitherigen Präsidenten de von Gärtner, zum Finanz-Minister in dem Eisenbahnwe Landes ein neues und besseres Stadium eingetreten is, und zwar um so mehr, da feit wenigen Tagen dieser, bis jebt zum Ressort des Mi Jnnyern gehörende wichtige Zweig der Staats-Verwal

Welche hch} eise der zulebt

l li: Gi A darf dniß abgelegt, daß sih einigermaßen interessirt, des Ober-Baur gleich im Au 1 WSvoitemS

nisteriums des tung dem nenen Finanz-Minister libertragen worden ist. bedauerlichen Verhältnisse si< anf fast unbegreiflihe W doch unvermeidlichen Einführung der Eisenbahnen in unserem Lande ! ( ist größtentheils schon in einem früheren Be- richte in diesen Blättern (Nr, 103, Vom Ne>kar, 31, März) ziemlich ausführlich geschildert worden.

Zwei Ursachen mußten bis za jener Zeit als die hauptsächlichsten Hemmnisse betrachtet werden, Cinmal, die ofen ausgesprochene Abnei- gung des damaligen Finanz-Ministers gegen jeden Eisenbahnbau. Es schien, als habe er si< niemals mit dem Gedanken befreunden fönnen, viele Millionen in ein Unternehmen zu ste>en, das weder doppelte ge richtliche Sicherheit darbot, no<h einen verbrieften Ertrag von 4 25 pCt. verhieß, und das überhaupt noch keinen Vorgang in Württem- berg hatte, ein Umstand, der hier stets sehr in Betracht gezogen wird, Jnwiefern diese Abneigung vom Minister des Junern, ungeachtet sei- ner endlichen öffentlichen Vertheidigung des Eisenbahn-Projefts getheilt wurde oder wird, möge hier unerörtert bleiben, esdürfte an der Andeutung daß die vielen Württembergern angeborene Scheu, in an- deren Ländern Erprobkes auch bei si eingesührt mehr die Abneigung, sih hin und wieder a zusehen, wohl niht ohne Mitwirkung ge hemmenden Ursachen dürste durh das

vorigen Finanz-Ministers beseitigt wordeu sein. Die Gründe, welche dieses in unserem Lande höchst seltene Ereigniß motivirten, sollen darin bestanden haben, daß dem Herrn von Herdegen, einem Feinde des Schuldenmacheus und des Eisenbahubaues auf Staatskosten, die Ein einer außerordentlichen Stände - Versammlung verweigert r die Vorschläge einer ausländischen Actien- Gesell Betriebe der in Württemberg anzulegenden 3 wird jedoch behauptet, daß dieses nicht und daß vielmehr die von ihm bei and und sogar

[t worden wären

entgegengeseßt haben,

war, den Auf les einer sorg f nöthig erachtete Abänderungen, auszuarbeiten, Kosten - Anschläge einen Vortrag zu bec schließung über die z1 herzustellende Eis bis jeßt gemahten lang es ihm do, st gewordenen Aufgaben sich verbreitende muß hierbei Ciniges ziemli stark auffallen, Mäuner von so verschiedener Erfahrung auf solche Art gegen einan = der überstellte, daß man, wenn man einen Techniker im Jnland be— faß, der im Stande war, Entwürse, die rührten, so rasch zu prüfen und zu verbessern, man doch die nach ehr schweren Kosten aufgewendet hatte, die aus ung entstehen mußten, und daß man noch bei ebteren eine Verbesserung und Abänderung seinex (Sntwürfe vornehmen lies, ohne ihn einer Rücksy digen, oder seine Ansichten sich näher erklären zu lassen.

Vor der Hand drehten sich alle Entwürse, wie schon gejagt, um das Aussinden besserer Bahuliuien zwischen Cßtiugen | Í Ludwigsburg und die Stelle des stuttgarter Haupt von Herrn Vber- Baurath Chel angeblich veränderte und oerbejjser t Lime von Eßlingen bis Cannstadt, von Stuttgart bis Ludwigsburg fiel, bis guf ganz unbedeutende Abweichungen, mit der von Herrn Bignoles vorgeschlagenen zusammen; beide Linien beruhten jedo<h auf Andeutungen, die Herr Professor Mährlen in Stuttgart gegeben halte, denn diesem bleibt das unbestreitbare Verdienst, die Haltlojigke it der früher vorgeschlagenen Linien nahgewiejen unb bessere ‘vorges Tz gen zu haben, Anders verhielt es sich jedo<h mit der Stelle g S der Haupt - Bahnhof des württembergischen Eisenbahn - Svstems Stuttgart hinterlegt, und welhe Richtung von i e N i nach el erstere hatte Herr Vignoles auf einen i ; sogenannten Stewteltn); der gewesen erforderliche Räumlichkeit, als auf wohlseile Erwerb : gute Maine A va zu wünschen deria so wie auf war der Fall mit seinem Vorschlage, Kannstadt zu erreiher Beides stieß jedo Herr Ehel um, er ri H den Babnbe ie s F Stadt selbs, und zwar an eine Stelle, die sowohl wegen der Cer fostibaren Erwerbung, als wegen Mangels an Raum und feblerl ald Aus- und Cinfahrt \ih bei weitem weniger dazu eiguete. Kdn ae Gründen, die ihn zu dieser Abänderung bestimmten, muß der Selt= amfeit wegen der angeführt werden, „daß nämlich sein Bahnhof dem Bevölkerung Stuttgarts um hun =

rbeiten, der geeignet

enbahn -Lnie vorzubereiten.

zu sehen, vder viel- uh außerhalb Landes um- lieben is, Die erste dieser

freiwillige Abtreten des man zwei

von einem Vignoles her =

hiesigem Maßstabe \ Herrn Vignoles Berus

worden sei, um ih Med N set, Anwesenheit des

haft zum Bau und Eisenbahnen vorzulegen. E der einzige Grund gewesen sei, der leßten Stände-2 gegen die früher be Ministers des Junern en sen der Staatsschuld auf 37 pCt. sache seines Rücktritts geworden ist. durch allgemein bekannte Verhältnisse, große prophetische Gabe hon damals, a lebt wurde, zu erwarten stand, rasch geste jenige Theil der württembergischen St Verkehrs wegen au porleur gest erwartete Abnahme,

rache darüber zu wür =

tersammlung gegen großen Widerst harrlih festgehaltene entgegengesebte Ansicht des dlich doch durhgesührte Herabseßung der Zin- und deren Folgen die Haupt-Ur- Der Zinsfuß hat sih nämlich deren baldiges Eintreten ohne ls die Zinsheräbsebung be- igert ; es fand folglich der- huld, der des leichteren vorden war, keinesweges die auch im Anfang wenig Staats-

, Stuttgart un D Bahnhofes.

und wenn

Gläubigern wohin mit dem Gelde, indem der Württemberger elbe dem Auslande anzuvertrauen, so kamen doch n, daß der Finanz-Minister, um die Nennwerth sinken zu lassen, und weil - pCt, fein Geld erhalten konnte, disponibeln Gelder zum Einlösen Unter diesen Geldern sollen auch die von den Landständen zu der am isenbahubäu-Periode bewilligt wa- tefeuille des Finanz- teur ausgestellten sten Staats- Papiere Geld umzuseßen seien, der seltsame Fall eingetreten, daß in 42 einen bägren Ueberschuß

eingeshlcæ-

nicht gleich wußte, gelangen.

es nicht liebt, dass allmälig so viele Anfkiümndigunge Staats-Papiere nicht unter den er von fremden Kapitalisten zu si< gezwungen säh, alle fünudigten Kapital'en zu verwenden, die 3,200,000 Fl. gewesen sein, 30, Juni 1845 ablaufenden ersten E ren. So sei es denn gekommen, daß jeßt im Por Ministers nicht nur fast alle oben erwähnten Schuldscheine, fonbern au viele andere eingeló rubeten, die ohne große Verlust und so wäre dein auch ferner einem Lande, das vom Jahre 1829 bis 18

werden sollte, Beziehung auf Die

Gleiches

é hie he antes angenommenen Mittelpunkte der

dert Fuß näher liege, als der Vignolessche ! ‘“

Ohne Herxn

1495

Vignoles, dex no<h immer in Stuttgart war, weiter zu hören, wurde dur< einen Erlaß des Ministers des Innern vom 14, März der vom Herrn Ober-Baurath Eßel bearbeitete und von der Eisenbahn-Kom- missioæ gutgeheißene Entwurf genehmigt - und befohlen, alsbald zu seiner Ausführung zu reiten, Die öffentliche Meinung sprach sich allgemein gegen diesen Entwurf aus, und namentlich erhob sich gegen tie jeßt bestimmte Stelle des Bahnhofes eine Polemik und Auf- regung, wie sie solchergestalt kaum je in Siuttgart erlebt worden war. Die allgemeine Stimmung belegte ihre Abneigung mit s{la- genden Gründen, die eine als Anhang zu der oben erwähnten Ver- öffentlichung angehängte osfizielle Widerlegung keinesweges entfräften fonnte- Die Haupt-CEinwürfe gegen die Anlage des Bahnhofes zwi- hen der Schloß=- und Krouen=-Straße gründeten sich haupt= sächlich auf die sehr theure Erwerbung der nothwendigen mit shö- uen Gebäuden bede>ten Grundstücke und auf die unzureichende Breite desselben, die es nöthig macht, den Waaren-Bahnhof 2c. von dem Personen-Bahnhof durch eine Stre>e von 1000 41200 Schritt zu treunen, so wie durch die Kostbarkeit cines nothwendig werdenden | Rigdu kts. - Es ward ferner unahgewiesen, daß auf einen wahrschein- lih Fehr starken Betrieb auf diejem Bahnhofe gar keine Rücksicht ge- nommen sei, und daß sich Uebelstände nothwendig ergeben müßten, denen späterhin uur sehr {wer abzuhelfen sein dürste, Die andere wesentliche Abänderung des Herrn Ebel, nämlich, anstatt die Anhöhe, auf voelher das Königl. Lustshloß Rosenstein steht, mit der Eisen bahn zu umgehen, wie Vignoles gewollt, mit einem sehr fostbaren, 1200) Fuß langen Tunuel zu durhbrechen, fand nicht weniger Tadel, weil man diese shwierige Arbeit keineêweges für unumgänglich noth- wendig erachtete, Alle diese Einwürfe wurden jedoch nicht beachtet, der Bau rasch begonnen, die Häuser auf der Stelle, wohin der Bahn hof fommen soll, niedergerissen und an dem Tunnel angefangen. Die Arbeiten geriethen jedoh bald ins Stoden, es schienen do<h mancher=- lei Bedenflichkeiten ausgelebt zu sein, und erst der Schwäbische Me r kur vom 3, Oktober betehrt uns, daß dies nicht der Fall gewesen, und zeigt uns, was bis jeßt ges ehen ist. Nach dieser Darstellung wären die Arbeiten auf der Linie von Cßlingen bis Ludwigsburg au den meisten Stellen in Angriff genommen, doch dürfte dies erft seit sehr furzer Zeit geschehen sein, wenn man bedenft, daß die meisten der daræuf bezüglichen Afforde erst vor wenig Wochen ausgeschrieben und folglich noch später erst abgeschlossen worden sind. Die Langsamkeit der bisherigen Arbeiten konnte von jedem stuttgarter Spaziergänger gesehen werden, auch lieferten sie den fleinen Lofalblättern mancheu Stoff zu wohlfeilen Wiben.

Hoffen wir jeßt, daß die beiden oben erwähuten Hemmnijse | grünDlih gehoben sein mögen! Leider ist aber wiederum ein Jahr | verloren; welcher Nachtheil unserem Lande aus dem langen Zögern | mit Dem ernstlichen Angriff des Eisenbahnbaues erwächst, ergiebt sih | nur zu deutlich, seitdem die badische Eisenbahn sich immer mehr ihrer Vollending nähert. Der Speditionéhandel in Kanustadt und Heil- | bronn leidet bedeutend. Ein großer Theil des Verkehrs des oberen | Z><Gmwarzwaldes wendet sich über Schramberg der badischen Eisenbahn | zu. Wer aus jener Gegend uach Mannheim, Frankfurt 2c. reisen | will, geht nicht mehr über Tübingen, Stuttgart, Heilbronn, sondern | über Schramberg nah Offenburg in Badenz wer von Heilbronn nach Rottweil will, geht über Bruchsal und Offenburg abermals mit der | badiFchen Eisenbahn, Gleiches wird geschehen, wenn die bayerische Eisenbahn von Augsburg über Donauwerth nach Nürnberg 2c, voll- endet is. Es dürste die höchste Zeit sein, anch in Württemberg den Cisenbahubau sehr ernst zu betreiben, und sich nicht darauf zu be- | \{<räuken, auf die bis jeßt eingeschlagene langsame Weise die in An- griff} genommene Stre>e zwischen Cßlingen und Ludwigsburg, als | eine Schule für das Bauper sonal zu betrachten (s. Schwäb. | Mex kur vom 3. Ofkt.), zu betreiben, sondern au mehreren Orten zu begin- nen, namentlich von Friedrichshafen nah Ulm und von der badischen Gränze nacl Stuttgart zu. Jedes verlorene Jahr dürfte und müßte uner- sezlichen Schaden bringen. Unterdessen wollen wir uns der Hoffnung | hingeben, daß ver jebige Finauz-Minister, dessen thätigem Einschreiten | wobl allein die seit kurzem sichtlich vermehrte Thätigkeit der Arbeiten zu verdauken is, daß die neue Kammer es nicht länger anstehen lassen | wirD, mit angemessenen Krästen, mit vollem guten Pillen das unver=- | meiDblihe Werk zu gutem Ende zu bringen.

Oesterreichische Monarchie.

JVPien, 5. Okt. (Wiener Ztg.) Se. Majestät der Kömg | von Preußen hat ein Exemplar der von Joseph Luß in Wien zur Erirznerung an die gefallenen Krieger in Tyrol und Vorarlberg ge präagten und Allerhöchstdenselben überreichten Medaille anzunehmen und | ihm unter Danksagung für die Sr. Majestät bewiesene Aufmerksamkeit | mit einem huldvollen Sthreiben die goldene Medaille sür Kunst und | Wiifenschast dur die hiesige Königl, preußische Gesandtschaft zustellen | zu Lassen geruht,

Cs ist eine Deputation des ungarischen Reichstages hier ange- | fommen, um eine Verlängerung desselben zu erbitten; man weiß noh | nicbt, ob fie ihren Zwet erreichen wird, Pie Vorbereitungen zur | Reise des Kaisers nach Preßburg zur S chließung des Landtages wei den noh fortgeseßt.

Vorgestern hat die Herzogin Clementine von Orleans nebst ihrem | Gemahl, dem Prinzen von Sachsen-Koburg, ihre Rückreise nah Pa ris anmetreten,

Frankrei d.

¿ París, 4. Okt, Der Bericht des Marine - Ministers an den KGnig, worin die Besörderung des Prinzen von Joinville zum Vice- | Ad miral vorgeschlagen wird, is jeßt veröffentlicht worden; der M'i- nister sagt in demselben: „Alle Ereignisse des kurzen und glü>liczen | FelDzuges gegen Marokko beweisen, daß» der Prinz sh niht nur streng an seine Justructionen gehalten, sondern auh, daß er, von dem Geist derselben durchdrungen, seine Handlungen stets nach den ibm darin vorgeschriebenen Zwecken gerichtet und auf diese Weise, | neben den glänzenden kfriegerishen Eigenschasten, auch eine Besonnen heit und Reife gezeigt hat, die ihu immer mehr der Liebe Ew, Ma- | jestät und der Dankbarkeit des Landes empfehlen.“

Außer Mad. Adelaide hat auch der Herzog von Montpensier Ihre Majestäten nah Eu begleitet, |

Das Album, welhes König Ludwig Philipp sür die Königin Victoria zur Crinnerung an ihren Besuch in Schloß Eu hat anfer- | tigen lassen, ijt jeßt vollendet, und Se. Majestät wird es selbst in Windsor überreichen. Es is 32 Zoll breit und 24 hoh und enthält 32 Arbeiten der ersten französischen Künstler, die verschiedenen Zim- mer des Schlosses von En und Scenen aus dem dortigen Aufenthalt der Königin von England darstellend. Auf dem Deel, der aus scharlahrothem Maroquin ist, befindet sich das englische Wappen, und eben so auch auf dem mit Purpuxr-Sammet überzogenen Etui, wel- ches das Album einschließt.

Der Handels -Minister und der Unter-Staats-Secretaiï des Mi- nisteriums der 6ffentlihen Bauten, Herr Legrand, haben Paris wie-

der auf einige Tage verlassen, der Erstere, um noch eine Reise in die

Provinzen zu machen, der Andere, um sich nah Jrland zu begeben unD die dortige akmosphärische Eisenbahn zu besichtigen.

Der Friedens - Vertrag mit Marokko ist, der Presse zufolge, auch von Seiten Frankreichs schon ratifizirt, und der Herzog von |

en sein, nahdem General-Kou- ren - Legion er-

Gliüdsberg soll gestern damit nah Marokfo abgegan er zum Offizier, Herr von Nyon aber, der

Commandeur des Ordens der Ch

richt si< über Abd el Kader in fündet, daß Abd el Kader wie- Ain Madki befinde, was | er s{hon aus Algerien f dem maroffanischen Gebiet, um in der Gegend von Saida

Nähe der Gränze aufhielt. Als westliche Kolonne, and sein fleiner die shle><t efolge bil-

sul zu Tanger, zum nannt worden,

_ Der Moniteur Algerien sp folgender Weise aus: „Man hat ver der in der Wüste erschienen sei und sih in eine reine Erdichtung is. Seit einem Jahre i entfernt und lebt seitdem an mal verließ er dasselbe, zu unternehmen, wo er sh in der der Krieg mit Marokko ausbrah<, zwang ihn unsere sich wieder nah Marokko zu begeben. Haufen aus 150 Reitern und 400 Mann Jufanterie, und sein ganzes G Alters und Geschlechts. m Jsêly bis zum Ued- un - Sidi - Mellu> die

eine Razzia

Damals best

bewaffnet waren, deten eine Masse von 2000 Personen jeden Nachdem unsere Truppen nach der S@ehlacht a Sekerra vorgedrungen waren und bis gegen Ai | Gegend durchstreift hatten, übers<ritt Abd el Kader die Maluia und | fuhr den Fluß hinab, bis in die Gebirge des Garet, dreißig Stunden | von unserer Gränze, wo er noh am 20, September si< befand. | Er war unlängst sehr frauk, fast alle seine Begleiter hatten ber gelitten, und ihr Gesundheitszustand war so s<le<ht, daß sie | weder etwas unternehmen, no< von dannen ziehen konnten, | wäre mithin für den Kaiser von Marokko leicht, si Abd el Kader's | und seiner Leute zu bemächtigen. Uebrigens wär dies immer leit, weil | Abd el Kader oft nur eine halbe Stunde vom maroffanischen Lager | entfernt stand. Es is fals<, daß Abd el Kader an der Spihe der | maroffanishen Jusurgenten stehe, denn diese gege | pörten Stämme besinden si< im Westen des Reichs, und Kader ist im Osten, bei einem Stamme, der ihn gastfrei aufnahm. Ju der Gegend, wo er sih aufhält, hang. Die Beni Senassen , der wichtigste Stamm jenes Landstrihs, wollten ihm feinen Beistand leisten. Marabut, der den heiligen Krieg gekämpft ; neigt, seine Sache zu verfehten. zum 20, September, was wir verbürgen können.“ l Blatt bebt als ein wichtiges Ereigniß folgendén Umstand hervor, der si<h bei dem Festmahle zutrug, Bugeaud kürzlih den zu Algier versammelten arabischen Häuptlingen : „Als sich der Marschall erhoben und sich Jed da stand der Aga von Zatima el Sid auf, ein Sohn Marabuts von Algerien und Abkömmling des Proph 1 „„HValtet ein, meine Herren und Freunde, wir sind einer und derselben Familie; die von Algerien sind Muselmänner , Gott hat uns den König der Franzosen zum Unsere Religion gebietet uns, ihm zu gehorchen, daß sein Arm stärker als der unsere sei, idm treu zu dienen und ihn zu ehren, wie unseren Sultän. au den Höchsten vor, welches Jhr Gebe Gott immer den Sieg Zorne Alle, die seine Freunde find, ver- dieser und der anderen Welt Sidi Embareck, drücke Sid-Ali wiederholte sen den Sieg

Seine Familie

n den Sultan em-

hat er feinen bedeutenden Ant-

Man nimmt ihn auf wie einen Niemand is aber ge-

So verhielten sih die Dinge bis

welches Marschall

er eutfernen wollte, des berühmtesten eten, und sprach“: alle hier Glieder Franzosen sind Christen, die Ar aber Gott is für Alle,

Sultan gegeben. da Gott gewollt, haben geschworen,

schlage Cuch daher ein Gebet mit mir wiederholen werdet. | dem Sultan der Franzosen, bestrafe er in seinem Feinde sind, möge er erheben und nichten die Verräther, und die Güter denen geben, deren Absich | das Siegel auf dies Gebet!‘ Der Kalifa Gebe Gott immer dem Sultan der „zranzo vebend, wiederholten diese Worte. Schlußgebet : „Möge Gott feinen Arm möge er ihn lange

lieben, die seine t rein ist, Sohn des Uled

Stimme: „,, Und alle Anwesende, die Hände er Darauf sprach der Agha C die Tage unseres Herrn | immer so stark und immer fo als Gebieter unseres Landes lassen, Möge er seinen Nuhm, Seit deu neunzehn erstemal, daß ein Scherif und ein in seinem Gebete segnend nannte, der Name eines Christen erwähnt wurde. was auf eine bedeutende Sinnesänderung der und den Eindru> zeigen mag, welchen der leßte assen hat.“ arokffo liest man Folgendes in „Die Demüthi-

)hobrini folgendes Marschalls verlängern, möge er hülfreih machen, deun er ist eben so ge sein Glü> und seinen Reichthum rabren der Herrschaft ist dies das Marabut den Namen eines Christen da früher uur mit Verwünschungen So erscheint dies Gebet als ein Ereigniß, | ber schließen läßt, ber die Marokkaner hinterl ber die Lage der Juden in M einer Korrespondenz des welche der Stolz un

Journal des Débats: d der Fanatiómus der Muselmänner den machen sie nicht so unglü>lih, als man denken Zeit und von Jugend an daran ge- Dasür stnd sie in= Eingeborenen und aller Reichthum. des Landes genießen in diesem trostlosen ohnung. n sind im Junern Mauren; man findet darin sogar i, dem Klima und der Natur des Landes werker und Handeltreibenden hän- b, und viele stehen in ihren Dien=- önnen sehx nüßlich für die Verbreitung d zeigen allen Eifer, der sih uux ih die reisten Juden vereinigt, einen franzöjishen Sprachlehrer kommen zu las- uden spanisch, mehrere auch fran-

| Juden auferlegen, möchte, denn seit undenklicher woöhnt, leben sie üt vollkommener Sorglos dessen die nothwendigen Vermittler Alle Hülfsquellen und en, und sie allein

zwischen den | den Fremden, | liegt in ihren Händ Lande eine gewisse Behaglichkeit, bei weitem bequemer eine größere Behaglichkei Alle maurischen Hand nder von ihnen a

als die der

| angemessen. | gen mehr oder mi Die maurischen Juden k | ischer Civilisation werden un | erwarten läßt. n Tetuan haben |\ | um guf ihre Kosten sen. Zu Tanger sprechen fast alle J

| zöfisch und englisch.“ i Monsignor Borghi, Bischo von Tübet und Hindostan, ist 7 Personen angekommen heiligen Viator und 15 I Lyon besteht. Er wird si | drien einschiffen und von nach Agra begeben. | in Lahore und den Gebirgen vou tor - Brüder werden die Leitung igebigfeit der

f von Betÿsaida, apostolischer Vikar Marseille mit einem Gefolge ven [hes aus 5 Priestern, 7 Brüdern des tonnen der Congregation Je h mit denselben den 4, Oktober nach Alexan= dort sich über Kahira, Sue Prälat beabsichtigt, zwei neue Kaschmir zu gründen.

des Kollegiums von Sardanah in Prinzessin Sambro gründete, n nach Lahore gehen, um an der hungs - Anstalt zu wirken. rethe beabsichtigen sie noch zroei neue Pensíionate

su Maria ven

z und Bombay

| Hindostau, welches die Fre

iibernehmen, und die Nonnen werde | von ihren Schwester! Zu Lanadur und Mi u gründen.

Der heutige werb von Eigenthunr in und die verschiedenen Der Zwe> dieser welhe wegen Unzul der Colonisation dase l:<e Verordnung und die Einfuhr Zukunft dort nur verfauft werven dürfen

Ben Samun, der Aga der Flissas nah der Hauptstadt von Algerien bes von seinem Benehmen abzulegen. Dieser H zosen früh genug verrathen. Nach den Siegen, im April sber die ösllihen Stämme ersochten hatte,

1 dort errichteten Erzie

Moniteur enthält eine Verordnung über den Er= Algerien, die Bürgschaften für die Käufer Obliegenheiten der Kolonisten. ist, die Schwierigkeiten zu beseitigen, änglichkeit der bisherigen Gesebe, die Entwidelung Dur)" eine andere König- abrication des Schießpulvers in Algerien fremden Pulvers daselbst ganz verbotenz es joll in Pulver aus der Königlichen Fabrik in Frankreich

, soll vom Marschall Bugeaud chieden sein, um Rechenschast äuptling hat die Fran- die der Marfd

war derselbe einex,

Juteressen und Verordnung

lbst verhindert haben. wird die F