1844 / 284 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

in welcher spezielle Bestimmungen Am 18. und 19. Oktober wird ihundertjährige Jubelfeier als

ng publizirt w geustaud gegebe das Gymnasium zu Cisena Landesschule begehen.

Flöß-Ordnu

über den Ge L E < die dre

Braunschweig. In cinem Schreiben aus der Augsburger Allgemcinen Zeitung and vielfaher Besprehungen is bier das Das große Unglü> dort, sagt man, wäre en auf den Harz eine Stadt und thal und Zellerfeld, hinaufgekünstelt Lage der Bergleute en und muthigen Geschlecht 9nern bewahren nur no< Sagen und Münzen das Jeßt weiß man recht gut, daß die

und daß aus dem Holze, das sie verbrauchen, zu erzielen wäre, als von der Berghandlung. Allein man muß den Bergbau jeßt forttreiben willen. So wird si< au< der Neuban in Klausthal niht abwenden, obgleich die Haupt - Verwaltung bei al sein und Zellerfeld

Herzogthum Braunschweig m heißt es: „Ein Gegenfs abgebrannte K niht vorhanden, : dem Namen nah zwei, Klaus allerdings in neuester Zeit die ert, aber von jenem weiland kräftig

wenn man nicht eb

von Bergbewo Bergwerke dort mehr fosten als cinbringen, ein größerer Erlüs um der Bergleute

beschränkcn lassen, er in Goslar als in Klausth wenn für die klauëthaler Bergleute sonst Arbeit zu ttel is der vormalige Ziethensch gestorben, der früher den Landleu auh zu den Jugend

sondern nur sreier Wahl bes} genügen würde, hafen wäre. *— Jn Wolfenbü Husar Lehmann, ten in der Umgegend wohl bekannt war und Erinnerungen gebildeter Männer gehörte.“

106 Jahre alt,

Der Weserzeitung shreib „Die Dampfschiff - Ver Begründung t gliche F d Hamburg wird ißere Hindernisse ein fd. St. sind bereits rünglihen Plan erweiter hen Harwich und SheX agen, Christiania un&®® adt bestimmten Dampf= Bauart und mit archimedischen Schrauben besonders zu Postschifsen be= Das vorzüglichste i des glüdcksta g die Erweite

Freie Stadt Hamburg. man unterm Lten Oktober aus Hamburg : hen Harwich uud Glückstadt zur rderung zwischen London un wenn nicht äu

100,000 P

bindung zwis Personen - und Briefbefö unzweifelhaft zu Staude kommen, Statt der veranschlagten 250,000 gezeichnet, so daß man den ursp at, und außer einer täglichen Verbindung zwi auh eine wöchentliche mit Gothenburg beabsichti schiffe werden von lei versehen sein, und scheinen vorläufig stimmt zu werden. Unzulänglichkeit Schon früher la einer englishen Gesellschaft, angemessene Jett i}, wie verlautet,

dem Glüdfstadter die Absicht hat, bei der nächsten Stände - Versammlung Der Kaiserlih russishe Vice - Kanzler Graf v K, Oktober auf der Rückreise von Londen nach Hamburg cin.

Freie Stadt ner Versammlung vom

der Krone Sardinien und den Hansest

Frankreich.

Der König is seit den hundert Tagen nicht damals batte er, als Herzog von Orleans, ährend Ludwig X VIII. in Gent war, Man n oder Deputationen von auf eine dieser

des Mayors von Portemouth geaut- dem französischen Geschäststräger mit= seits die Befehle des Königs in dieser Mayor baldigst Anzeige erhalten solle. resse fort, die öffentliche Der Constitu=

Die nah Glückst

dter Hafens für größere rung desselben im Plane welche dur< die einzunehmende1 zu verschaffen

ein Agent der erwähnten Gesellschaft mit falls in Verbindung getreten, welcher anze Land interessirende Angelegenheit zur Sprache zu bringen. on Nesselrode traf am St. Petersburg zu

Magistrat de dicje das g

Bremen. Der Bürger-Konvent hat in sei= 8. Oktober dem Schisssahrts-Veitrag zwischen ädten seine Genehmigung ertbeilt.

Maris, 6. Okt. in England gewesen; si< dorthin begeben, w weiß no< nicht, ob Ludwig englischen Städten aune alb an ihu gerichtete Anfrage er habe sein Gesuch getheilt, und dieser habe scincr Hinsicht eingeholt, Unterdessen fährt di Meinung gegen die Reise des K tionnel besonders is unermüdli ih auch bemühen möge,“ \ chein eines rein per derung zu geben, so erblicst d mit Recht darin einen politischen Akt. Ju rüber, in Frankreih s<hüttelt man den Das herzliche Einverständ=

Philipp Adresse zueu wird. Sir N.

von denen der e französishe Oppositionsp önigs cinzunehmen. < in gehässigen Darstellungen. „Wie agt dieses Blatt heute wieder, sönlichen Besuchs und einer as Publikum

sehr man st „diesem Schritt den S bloßen Höflichkeits - Erwie in beiden Ländern doch

England freut man si<_ da dazu und is von Schmerz

im Stillen Ocean Mißhelligkeit ; unsere Feinde. t der König nah England!

In Griechenland wie in

sind uusere in cinem solhen Augenbli> geh

Caillaud kannte nur das süd- Tempel-Ruinen von Meroë Achnlichkeit mit dem Namen hr anfgefallen sein, wenn er gcwuß gemeine Substaativ- und

Verbindung gesegt oder | Im Dialekt

orf) genannt. bei den größten uf wegen der

bewohntes Dorf Gébel (Bergd liste von ten drci Marúga, der Name ficl ihm a er würde ihm no< me Name Maru i|, da ga dic all sche je nah der grammatischen Worte unwesfentlich ng gi oder gi, im Dialekt von Mataß enen Lokalnamen der obercn Länder c durchging, erfuhr ib, daß Maro oder Maräàga in dem anderen Dialckte, jede annt werden; so ncunen sie Insel Philae appellativ Ma- st cin anderes Berberwort Méru d womit sie alle wcifen Felsen, weißes das auffallend heraustritt, bezeichnen, Nähe von Assuan, auf der Ostseite des es jeyt feine Jnsel is) nsel Abe‘“’ genannt (denn im Berbe- | umgekehrt wie im Arabischen, el gesiret

Argo-n-árti oder Argo-n-ártigi; bie | Tempel, die Tempel-Juscl, d, „das Schloß der Leute von Ujud““ | daß die Benennung Maräga nichts man eiue Stadt bei ihrer würde si< der Name zu cincm Stadtnamen Veranlassung gab, wie bci Berg

daß der eigentliche Adjcktivform is , we weggelassen wird und beim einzelnen von Kenus und Dongola is diese End Als ih die versch mit einem unserer berberschen Dience denr cinen, Maru odcr Nu nenhügel, zerstörte Tempel gen mnen des alten Sycne, die Nuinen ker rógi, Davon ganz ve:schicden i téraui ausgesprochen wird, un ltes, weißes Schloß, er Fels in der ie Jnsel, obgleich

und Sukot ga.

(Gestein, cin a zum Beispiel cin solch Nils, beim Dorfe El gefiret (d auf berberis<h Abe-n- arti, d, 1. N rischen ist die Zusammeusezung Argo, dic Jnsel Argo, heißt berberi hilae heißt Birbe-n-arti, dic abis< dort Kasr e’nas «e! Uju Es if hiernach klar, mit dem Namen Meroë zu thun haben kain, da Schuttstadt‘“ nennen wird; dagegen Mérua, Mérauí, auf dents< „Weißenfel eignen, wenn die Lage des Orts dazu Barkal, aber freilich nicht hier.

genannt wird).

(Hrünvung nicht s“, sehr gut

25. April, Kel i, Meroë gegenüber, aben wir von Naga in der Wüste nichts mitnehmen können, | efchwerlichkeit der Transportmirtel und weil ih ni<t an Ort und Stclle war. Es kommen dort cinige höchst Mes ite Darstellungen vorn gefehen, über dem wallen- den Haar cine Strahlenkrone, drr linfe Arm u rechten Winkel erhoben

und Mittelfinger der Hand in die Höhe stre>cnd, ganz i en abgebildet sicht; die rechte U e gd Stab, wic ihn

n worifel (idevivo her en nach vorn gewendcte Figur ,

vor, unter Anderem cine sigende Figur vo und den Zeigesi wie man die alt Hand hält einen auf die Erde der Täufer zu halten pstegt. völlig fremd und ohne öfter vorfommende,

antinischen Christus-Fi

reichem gelräufeltem

1506

fonnten die Minister zu dieser beklagenswerthen Reise ihren Rath ge- ben? Wie war es möglich, daß sie nicht jeden anständigen Vorwänd benußten, um dieselbe zu vertagen? Was will der König in Eng- land? Eineu leeren Schein wiedergewinnen? Ein Allianz vorgeben, die von unserer Regierung vershmäht wurde, als sie uns zu Ruhm und Nutzen gereichen founte, und die man nur zu erstreben scheint, wenn sie uns demüthigt? Das Ministerium hat dem Könige selten einen ungeschi>teren und unpolitischeren Rath ertheilt. ‘“

Gegen 60 politische aaen sind durch eine aus Eu vom “ten d. datirte Königliche Verordnung in Freiheit gesebt. Man hat zwci Kategorieen aufgestellt ; die erste umfaßt dicjenigen, deren Strafe im Jahre 1847 abgelaufen gewesen wäre z diese haben alle ihre Freiheit erhalten; aus der zweiten Kategorie, welche die zu längerer Hast Verurtheilten in si< \<ließt, ist eine Auswahl getroffen worden. Der Verordnung geht eine Einleitung voran, worit gesagt ist, der König habe die in Marokfo erfochtenen Sicge dur< einen Guaden =- Aft be= zeichnen wollen.

Der Zustand der deutschen Tuch - Fabrication wird in cinem der Berichte des Commerce über die berliner Gewerbe - Ausstellung in folgender Weise beurtheilt : „Deutschland strebt in der Tuch-Judustrie, wie in den meisten seiner Judustriezwocigé, nicht nah Bollkommenheit. Seine Ausstellung bietet wenige sehr feine Tücher dar; der Preis des tyeuersten Stüd>s ist zu 34 bis 35 Fr. das Metre angescht, und cs fömmt den Tüchern zum nämlichen Preise von Wuviers und Sedan, die wir in der pariser Auéstellung sahen, nicht gleih. Aber wenn Deutschland in der Fabrication dieser Artikel uicht so glänzt, so fa- brizirt cs dagegen gewöhnlichere Tücher weit wohlfeiler, als die uusri< gen, Man kaun annehmen, daß die Tücher, welche am meisten gebraucht und die in Frankrei< um den Preis von 16 Fr. verkauft wcrden, in Deutschland nicht mehr als 12 Fr. kosten, Dies ift cin Unterschied von einem Viertel. Die blauen Tücher für das Militair, die man bei uns mit 7 Fr. 50 Cent. das Metre bezahlt, kosten in Deutschlaud nicht mehr als 4 Fr. 50 Cent. Es giebt Tücher zu 3 Fr. das Metre, die ganz anständig sind. Ueberhaupt sind die gemeinen Tücher weni= ger grob und besser gearbeitet, als die, welche in Frankreich verfertigt werden. Jch glaube nicht, daß die Fabrication an si< selbst in Deutschland weiter fortgeschritten sei, als bei uns. Es hat mir geschienen, daß die deutshe Jndustric in den feinen Qualitäten unter uns, in den mittleren Qualitäten uns gleih und in den gemeinen Qualitäten über uns steht. Was vorzüglich ih= ren Vortheil konstituirt, das is der Ueberfluß und der uiedere Preis der Wollen. Die Judustrie befindet si< im Mittelpunkt der Production und in der Nähe der bcsuchtesten und am besten versehenen Märkte; sie hat die {önsten Stoffe in den Händen;z sie verfügt über clastishe, geshmeidige und fernhaste Wolle; nun be= greist man aber, daß es viel leichter is, etwas Gutes mit guten Elementen zu Stande zu bringen. Der Preis der Handarbeit ist ebenfalls günstiger in Deutschland als in Frankreih. Jn den Rhein- Provinzen mag wohl kein großer Unterschied hierin besteben; aber dieser wird größer, wenn man weiter nach Osten kömmt; die Fabri= fen Schlesiens zahlen dem Arbeiter nur 2 Rthlr. oder 7 Fr. 59 Cent, für die Woche. Der Ueberfluß und der wohlfeile Preis der Wolle, die Wohlfeilheit der Handarbeit, dies sind die beiden Ursachen, welche Deutschland erlauben, das Tuch wohlfeiler zu liefern, und weiche es erklären, daß der Zoll-Verein davon jährlich 31,000 metrishe Cent= ner ausführt.“

= Paris, 6. Okt. Dur die Post aus Algier vom 29. Sept. er= fährt man einiges Nähere über den Schilderhebungsversuh der Kabylen unweit Bugia. Am 19ten waren dort zwei Blokhäuser dadurch ange= zündet worden, daß die Kabylen das um dieselben befindliche Gesträuch in Brand geseßt hatteuz dur< den heftig wehenden Wind getrieben, verbreitete sih die Flamme so shnell, daß die Soldaten faum Zeit hatten, ihre Waffen zu ergreifen. Der Stamm der Beni Sayah wird beschuldigt, das Feuer angelegt zu haben. Jn den beiden Block= häusern befanden si< Vorräthe an Pulver und Munition für die Ar= tillerie, wel<e in die Luft flogen, sowie auch eine Haubiße durch das Feuer zu Grunde ging, Einen Augenblid hegte man Besorgnisse für die ganze Stadt, aber während die Miliz \<nell si<h sammelte und alle Posten beseßte, eilte die ganze Garnison herbei, uud es gelang ihr, dem weiteren Umsichgreifen des Feuers Einhalt zu thun. Die Kabglen, welche der allgemeinen Meinung nah den Stamm der Beni Say9ah zu der Brandstiftung verle.tet hatten, benußten die Unorduung, welche natürlich dur den Ausbruch des Brandes verursacht wurde, um cinen Angriff auf Bugia zu versuchen, wurden aber zurückgetrieben. Die Franzosen geben ihren eigenen Verlust auf nur einen Mann an, DieUeber= reste des Haufens, den Ben Salem im Osten um si< versammelt gehabt, sind am 25sten von dem mit den Franzosen verbündeten Goum geschlagen und auseinander gejagt worden. Indeß steint die Brandlegung bei Bugia am 19ten und der Angriff auf diesen Plaß

| Barte, die man am erslen cinem römischen Jupiter an Haltung und Aus- schen vergleihen möchte, Die Vermischung der Neligionen war in jener jedenfalls schr späten Zeit schr weit vorgedrungen, und es sollte mich gar nicht in Verwunderung seyen, wenn etwa spätere Untersuchungen heraus- stellen, daß diese äthiopischen Könige unter ihre vielerlei Götter auch Christus und Jupiter aufgenommen hätten. Auch der Gott mit den 3 oder 4 Lö- | wenköpfen is wohl nicht cinheimischer Erfindung, sondern anderswöher ent- lehnt, Heute Morgen sind wir von den Pyramiden aufgebrochen ; ih und Ernst gingen mit dem ersten Transport , der sogleih über das Wasser ge- führt wurdez der zweite kam gegen Mittag nab. Jh war unterbessen |0- | gleich na< Gos Burri geritten, das eine Stunde ins Land hinein licgt, | und erfuhr da zu meinem Bedauern, daß wieder große Schwicrigkeiten we- | gen der hiesigen Kamerle cintreten werden, Unser Kavaß, den ich scit zwet

agen hierhergeschit, um sie zusammenzubringen, sagte mir, daß der Ara- ber-Schch, durch den sie zu erlangen sind, in Geschäften nach Mctammah | gegangen, Er hat ihm einen Boten nachgeschilt. Jch zweisle , dap wir | morgen früh aufbrechen könncn, :

Gos Burri, den 30, Aptil.

Da am 26. April die Kamcele noch immer nicht da waren und ich Jbrahim Aga in der Nacht nah dem Bruder des Schechs abgeschici hatte, | um den Sche selbs zu bringen, so shi>te ih, die Verlängerung der Schwicrigkeiten sürchtend, um Mittag noch Jussuf mit einem derben Bricfe an den Mudir von Bcrber, der si< gerade in Metammah befand. Vor | dessen Rückkehr war auch der Schech gekommen, machte nun aber, wie i< vorausgesehen, crst re<hte Schwierigkeiten und verlangte übermäßige Bezah- lung. Jch hatte dem Mudir geschrieben, daß ih, um fernerer Unterhand- lungen überhoben zu sein, von ihm laut des Fermans die Herbeischaffung von 80 Kameclen auf Kosten der Regierung verlange. Dies hat:e gcwüft, und {hon am dritten Tage früh kam Jussuf mit dem Kaschcf der Provinz selbs zurü>, um die Araber zu zwingen, uns unverzüglich Kameele zu stellen. Der Sche wurde nachgiebiger, nnd gestern trafen endlich die Kanieele cin. Es wurde in Gegenwart des Kaschef geladen, und kurz vor Sonncuinter- gang wurde für cine kurze Strecke aufgebrochen, bis hierher hinter Gos Burri an einem Brunnen. Hier müssen wir heute wieder den ganzen Mor-

en still liegen, weil die schnelle Herbeischaffung der Kamecele den einzelnen Jreibern keine Zeit gelassen hatte, sich gehörig zu verprovian’iren. ;

Gestern Mittag fiel mir no< ein, daß man uns von, alten Ruinen nördlih von Begéranie gesprochen, worauf wir bisher wenig Gewicht ge- legt hatten. Da ich jeyt aber Gelegenheit fand, mich ad zu erfundigen und der Name: eines anderen Marúga, welches eine Stunde nördlich liegen sollie, dafür zu bürgen schien, daß dort wirklich Altes vorhanden scin müßte,

| dur die Kabylen anzudeuten, daß das Erscheinen Ben Salem's in

der Gegend von Dellys an der Spiße cines ziemlich starken Hausens feine isolirt dastehende Thatsahe war. Außerdem scheint au die fleine Garnison von Gigelli Flintenschüsse mit den Kabvlen gewechselt zu haben. Alles zeigt an, daß cin Ausstaud im Osten organisirt war, und auch gewaltig ausgebrohen wäre, wenn niht der Marschall Bugeaud den kräftigen Schlag am Jsly gethan hätte.

Der Herzog von Aumale war am 18ten zu Bona angekommen und von den Truppen wie von der ganzen Bevölkerung, namcntlih auch der eingeborenen, mit Jubel empfangen worden ; 21 Kanonen= schüsse verkündeten seine Aukunst, die Häuser warcu festlih geshmüd>t. Nach mehrtägigem Verweilen sollte er über Calle, Drean und Ghel- ma am 28sten wicder zu Konstautine ecintresen. Am 10, Olftober sollte der Prinz dann nah Philippeville abgehen, um sih dort nah Frankrcich einzuschiffen.

Großbritanien und IrlanD.

London, 5. Okt. Sir Henry Pottinger, der bisherige Ge- nezal-Gouverneur vou Hong-Kong, hat während sciner Rü>reise nah England in Bombay auf eine Dank-Adresse der bombayer Kaufmann= {haft für seine glücklichen Bemühungen, die Handels-Bezichungen zu China günstiger zu gestalten, cine Antwort ertheilt, welhe für die wichtige Frage des Opiumhandels von Bedeutung is, Es war s{on früher mehrsah die Rcde davon, daß die chinesische Regicrung auf Veranlassung Englauds deu Opiumhandel freilassen werde , und diese Nachricht scheiut in jener Antwort Sir Henry Pottinger's ihre Be- stätigung zu finden, da detselbe ausdrüdlich crflärt, daß „er mit eini- gem Erfolg danach getrachtet habe, die Legalisirung diescs Handels herbeizuführen.“ Das Autwort-Sreiben Sir Heury's is außerdem no< bemerkenswerth wegen der darin enthaltenen Berichtigung der ziemli allgemein verbreiteten Ansicht über bie Ausdehnung der Opium-= Consumtion in China und ihre Veiderblichkeit in Bezug auf die Mo- ralität des Volkes, so daß der vollständige Worttext desselben hier cine Stelle studen mag:

„Ich benutze diese Gelegenheit“, schreibt Henrv, „um einen wich- tigen Gegenstand zu berühren, über den cin streuges Schweigen bisher zu beobachten ih für meine Pflicht gehalten habe, ich mcinc den Opium- Handel; und ih erkläre jet ganz ohne Bedenken in dieser öffentlichen Weise, daß ih nah vollkommen vorurtheilsfreier und sorgfältiger Beobachtung wäh- rend meines Aufenthal!s in China zu der Ueberzeugung gelangt bin, daß die angeblichen entsittlichenden uud die Menschennatur cntwürdigenden Uebel des Opiumgenusscs ungeheuer übertrieben dargestellt worden sind. Wie alle anderen Schwächen, is auch das Uebermaß des Opiumgenusses verderblich und tadeclnswerth , abcr ih selbst habe weder folhe Folgen, wie sie densel- ben zugeschrieben werden, ge]chen, no< bin i< im Standc gewescn, authentishe Bewcise und Auskunft darüber über deren Existenz zu er- langen. Der hauptsächl:chste und au<h wohl allcinige Cinwand ge- gen den Handel, aus dem moralishen und abstrakten Gesichts- punkte betrachtet, den ih habe entde>en kènnen, oter von dem ih gehö:t habe, is der, daß derselbe gegenwärtig ein Schmuggelhandel und von den chinesischen Geseßen verboten ist weshalb man ihn bedauern und ihm dic Anerkennung versagen mußz aber ih habe, und wic ih hoffe, mit cinigem Etfolg, danach getrachtet, seine Legalisirung herbeizuführen, und ich bin der Meinung, daß, sobald dieser Punst errcit is, der Opiumhandcl seincn \{<limmsten Charakterzug veclieren wird. Selb| in seiner gegenwär- tigen Gestalt is er, meiner Ansicht nach, nicht mit dem hundertsten Theile der sittlichen Entwürdigung und des Elendes verknüpft, welche man in un- serem eigenen Heimatlande als dic Wirkungen des beklagenswerthen Miß brauches geistiger Getränke erkennen kann; und dicjenigen, welche den Opium- handel so unbedingt aus jenem Grunde verdammcn, brauchten , glaube icb, die Küsten Englands nicht zu verlassen, um ein bei weitem größeres und tiefer wurzelndes Uebel zu finden. Was den geseßmäßigen oder anerkann- ten Handel in China betrifft, und insbesondere den Zweig desselben, welcher die Haupt-Artikel, Baumwolle und Baumwollen Fabrikate, umfaßt, so is es mein fester Glaube, taß er feruc:hin seine Begränzung nur in dem Maße der Mittel finden wird, welbe China besißt, um jene Artikel baar anzulaur- fen oder im Tauschhandel zu erstehen. Jch weiß schr wohl, daß diescs cine sehr bedeutsame und verwi>elte Frage ist, und daß der Opium- Handel von Einigen aus dem Grunde verschricen wird, daß cr dem Handelszweige, von welcbem h jeßt rede, einen größen Theil der kommerziellen Ressourcen China's entziehe. Dies ist obne Zweifel bis zu einem gewissen Gade der Fall, aber es läßt sich vernüuf- ligerweise vorausschen, daß in einem so ungeheuneren und von der Natüur prachtvoll ausgcestatteten Lande zug!cih mit der Ausdehnung unser s Ver- kihrs und den aus dersclben folgenden neu geschaffenen Bedürfnissen des Volkes frische Quellen des Reichthums und neue Felder des Handels sich zeigen werden, Jedenfalls kann ih der Meinung nicht beitreten, welche ich von Einigen gehört habe, daß, wenn man den Opiumhand.l gänzlich ver- nichtct (eine Maßregel, deren Auzführung ich für unmöglich halte), das Geld, welches dersclbe jet China entzicht, in Baumwollenwaaren, Tuch und anderen Manufalten angelegt werden würde.

Der Prinz von Surate, welcher vor 4 Monaten na< England gckommen war, ist in diesen Tagen nah Ostindien zurückgekehrt. Da der Nabob““, sagt der Globe, „in sein Heimatland mit so angeneh- men Eindrücken zurückkehrt, so steht zu erwarten, daß bei der leichten

T S E E A __

so entschloß ih mi, noch jeßt den Aueflug sogleich zu machen , ließ von

Gabuschie cine Barke holen, scgte über und sand dort allerdings cin wcilcs Feld voll {<warzer Grabhügel, welches den cigentlichen Begräbnißplaß des alten Meroë für die Privat-Personen gebildet zu haben scheint, Es mögen sich wohl noh au 20) Hügel nachweijen lassen, welche wahrscheinlich alle ursprünglich pyramidalische (Form hatten, wenigstens waren no< bei mehreren die quadratischen Grundmauern, obgleich nur aus fleincn schwarzen Steinen gebaut, zu schcn. Es war dies also ohne Zweifel damals die allgemeine Gräbcrform auch für Privat - Personen geworden, und so erklärt sich auch dic große Menge der südlichen Pyramidengruppen, unter denen namentlich die in der Ebeuc cine große Anzahl Privatgräber enthalten haben mag.

Berg Barkal, den 9, Mai 1844.

Gestern haben wir unser Lager hier aufgeschlagen, nachdem un‘erc Ka- ravane schen vorgestern am Flusse angekommen war.

Die Wüstenreise liegt glücklich hinter uns z ich ritt den legten Tag allein mit Jussuf, einem Führer und cinem Diener voraus, um die Py:amiden von Nuri zu schen und zu beurtheilen, ob wir doit zu thun haben würden, und kam daher cine Nacht früher als die übrigen an, den Pr e, Eine Stunde vom Flusse entferrt im Thale Abutom fand ih bei den Nuinen cines alten Klosters cine große Anzahl griechischer und koptischer Inschristen auf dem daneben liegenden Kirchhofe, die südlichsten, die über- haupt belannt sind, Jch lonnte sie nicht mituchincn und muß daher von hicr aus noch cinmal dahin, um das Besterhaltene auszusuchen; sie sind thcils in Stein gehaucn, theils auf Thonplatten geschrieben, die nachzer ge- brannt wurden, und geben vielleicht bei näherer Untersuchung, wozu bei mei- nem Eintritte die Zeit fehlte, erwünschten A‘fschluß über dieses Kloster, von dem noch sehr bedeutende Nuincn erhalten sind. s

Die Pyramiden von Nuri sind zu schr zerstört und versandet und zel- gen jeyt wenigstens kcine Spur von BRorkammern und Skulpturen mehr, so daß es für uns dorl gar uichts zu thun gicbt; auch Ausgrabungen würden zu níchts führen, da der Sandstein, aus dem Alles gebaut is, gar zu ver- wi!terliher Natur is.

Ich fomme viellcicht auf unscre Wüstenreise in meinem nächsten Bricfe, den ih wohl von Dongola aus in einigen Wochen schien werde, wieder zurü; au<h vou hier, wo ih nur erst c:ne flüchtige Uebersicht des Vorhan- denen genommen habe, schreibe ich jebt noch nihts. Morgen früh sende ich diesen Biicf durch einen Diener an Hassan Pascha nah Dongola,

—_>

Communication und bei der kurzen 5wöchentlichen Reise mehr indische

Große nah Europa kommen werden, um europäische Kultur und Ein- |

rihtungen pérsönlih keunen zu lernen. : :

Eine Zahl Bürger aus der City beabsichtigen eine Petition an die Königin mit der Bitte, den zum Lord - Mayor de1 City für das nächste Jahr crwählten Alderman Gibbs für das nächste Jahr nicht zu bestätigen. Eigenthümliche Antecedentien , insbesondere seine Be=-

ziehungen zu dem vormaligen Parlaments-Mitgliede Herrn Beaumont |

und cinem Herrn Gardiner und seín jeßiges Benehmen in Bezug auf seine Weigerung über von ihm verwaltete Gemeindegelder Rechnung abzulegen, werden von den Bitktstellern als die Gründe geltend ge- macht, wodurch sie scine Berwerfung begründen wollen.

S weiz. Kanton Luzern. Die Note des päpstlichen Nuntius über das Franziskaner-Kloster in Luzern und Werthenstein lautet folgender= maßen :

faner-Klosters in der Stadt Luzern seine volle und gänzliche Genehmigung

mit der Bedingung, daß dessen Vermögen folgendermaßen verwendet werde:

1) Zur Gründung eines Seminars in der Stadt Luzern für Ausbildung junger, sih dem geistlichen Stande widmender Männer, über welches der Bischof von Basel alle ihm durch die Kirhen-Versammlung von Trient er-

theilten Rechte auszuüben hat, und daß derx Errichtung des in Gemäßheit der |

Bulle über die Umschreibung des Bisthums Basel in Solothurn zu gründen- bcu großen Seminars keinen Eintrag thun soll. i ciner Pfarrfiliale cbenfalls in der Stadk. Was das Kloster von Werthen- stein anbetrifst, so will der heilige Vater, daß dasselbe so viel wie möglich dem Zwecke seiner ersten G.ündung erhalten werde, und wünscht daher dessen Ucbergabe an cinen geistlichen Orden... Zu vielem Vergnügen würde cs endli dem heiligen Vater gereichen, wenn, wte cs im Vorhaben des Großen Rathes licgt, die Leitung des Scminars hinsichtlich des Unterrichts sowohl, ls ter inneren Disziplin dem Eifer und den Cinsichten der Gesellschast Jesu anvertraut würde.'“

Spanien

Madrid, 30. Sept. Die Königin-Mutter hat eine Deputation aus Guipuzcoa empfangen, die beauftragt is, sie um die Annahme des Titels „Mutter und Beschügerin der Provinzen Guipuzcoa und Biscaya‘ zu bitten; die Königin hat den Titel angenommen.

Der Minister-Rath wird si< morgen versammeln, um das Pro- jeft der Reform der Constitution noch einmal zu prüfen, bevor es den Cortes vorgelegt wird, und sodann die Thron Rede zu entwerfen.

Die Königin Jsabella 11. wird die Cortes am 10, Oftover zum crstemnal in Person eröffnen. Sie erreicht bekanutlih an dem ge- nannten Tage verfassungsmäßig ihre Volljährigkeit und man will wissen, daß Espartero bei dieser Gelegenheit ein Manifest an die Nation erlassen werde, uin derselben anzukündigen, daß seine Gewalt als Regent ihr geschliches Ende erreicht habe, daß er übrigens jeder- zeit von den loyalsten Gesinnungen der Ehrfurcht und Hingebung gegeu die Königin durchdrungen gewesen sei und seine Person wie feinen Degen zur Verfügung der Regierung stelle.

Dic Komnmission , welche seit anderthalb Jahren mit dem Ent- wurse eines Strafgeseßbuches beschäftigt ist, soll ihre Arbeiten so weit vollendet haben, daß dieselben den Cortes gleih bei dem Beginn der Session vorgelegt werden können, : /

Die Anwesenheit des Herrn von Cormenin in Madrid wird mit Ad ata e Errichtung cines Staatsraths in Verbindung ge- bracht. :

Die Erhebung der Steuern geht scit einiger Zeit mit ungewöhn- licher Leichtigkeit von Statten, und die Staals- Einkünste vermehren si; andererseits werden in dem Kriegs-Departement, welches bisher den größten Theil der Staats =- Einnahmen verschlang, bedeutende Ersparnisse gemacht, und dem Vernehmen nach soll das Kriegs- Budget bis auf 300 Millionen Realen herabgeseßt werden. :

GSGrtemenland.

S Athen, 26. Sept. Die ersten Verhandlungen der Kammer, obgleih an und für- sih von feinem Interesse für das Ausland, sind doch insofern von Wichtigkeit, als man daraus die relative Stärke der verschiedeneu Parteien cutnehmen kann. Gleich am Tage nach der feierlichen Eröffnung der Kammern hielten die Deputirten die erste ordentlihe Sißung unter dem provisorischen Vorsit des Alters - Prä sidenten, General Nifitas, genannt Turkophagos oder der Türkenfresser, und {ritten zur Ernernung einer Kommission, um die Vollmachten der Deputirten zu prüfen. Alsbann wurden einige Deputirte be= eidigt, unter Anderen Admiral Kanaris und Michael Jatros von Nauplia. N

K. Kolokotronis schlug vor, daß bis zur definitiven Annahme des auszuseßzenden Reglements man sich nah dem der National-Versamm- lung des vorigen Winters richten sollte, welhes angenommen wurde jedoch mit dem Zusaß „insofern dasselbe nicht gegen die Bestimmun- gen der Constitution streitet““ und einigen wenigen Veräuderunc i Das Reglement wurde dann verlesen und artikelweise aben, Beim Art. 45 über die Art der Abstimmung wurde indeß hefti Ves battirt. Einige verlangten die unveränderte Annahme des Artikels welcher bekanntlich fesistellt, daß das Stimmen über persönliche Fragen geheim, über sächlihe dagegen öffentlich sein solle, und ferner, daß die Prüfung der Geseblichkeit der Wahlen der Deputir- ten als sächlihe Frage zu betrachten sci, Dieser Ansicht hul- digten alle die Nationalen oder ministeriellen Deputirten, wogegen die Opposition sie als persönliche Fragen behandelt haben wollte. Herr Maurokordatos machte alodann den folgenden Antrag, „daß jede Debatte bei verschlossenen Thüren stattfinden müsse, so oft zchn De= putirte dieses verlangten‘; hierüber wurde abgestimmt. Das Resultat

war: Gegen den Autrag 103, für M4 Mair Majorität 99. ag 103, sür den Antrag 4. Ministerielle

D

Sckanntmachungen.

[1222 Befkfanntmachung

wegen Verpachtung des zum Königl. Domainen - Amt Karzig gehörigen Vorwerks Kieniß bei Soldin,

Das zum Königl. Domainen - Amte Karzi öri Vorwerk Kicuiß, 15 Meilen von Soldin In ige <en und 3 Meilen von Landsberg a. d. W., im sol. diner Kreise, belegen, soll von Trinitatis 1845 bis Jo- hannis_ 1869, also außer der durch Veränderung des Pacht-Tecmins hinzutretenden Zeit auf 24 nah einan- der folgende Jahre, im Wege der Submission verpach- tet werden. Die zu diesem Vorwerke gehörigen Gruudstü>ke und Gewässcr bestehen in 1) Gärten 22 Mrg. 6 (] N. 2) Aer 1410 “e 85 e

4) Hütung S A festg

„Der heilige apostolische Stuhl erthcilt der Aufhebung des Franzis- |

2) Für die Errichtung |

All

5) nußbaren Gewässern 6) unnußbarem Lande . U M

und bilden einc zusammenhängende Fläche, in deren Mitte sih das Vorwerks-Gehöst besindet. Sämmtliche Grundstü>e, ecinschließli<h der Wiesen und Hütungs- Grundstü>e , sind separirt und hütungssrei , die Absaß- wege sür die Erzeugnisse des Vorwerks bei der Nähe der Städte Soldin, Landsberg a. d. W,, Berlinchen 1nd Lippebne schr günstig und die nöthigen Taglöhner-

Wohnungen auf demselben vorhanden. Das Königl. Juventarium besteht, außer den Königl. Wohn- und Wirthschafts - Gebäuden, nur in Bäumen, aaten und deren Bestellung und in den Feuerlösch- Geräthschaften, und is das Minimum der jährlichen Pacht für das Vorwerk nebst Zubehör auf 1900 Rthlr. 29 Sgr. 11 Pf., einschließlich 625 Rihlr. Gold, und 3) Wiesen 288 » 36 » Giserdem die Pacht für jährlih zum eigenen Bedarf e a N auszutorfende 60 R. auf 36 Rthlr,

1507

Jn der folgenden Sihung wurde die Kommission zur Prüfung dér Vollmachten gewählt. Cs waren dre! Mitglieder von jeder Partei

vorgeschlagen, und das Resultat sollte die relative Stärke derselben | | zeigen mit anderen Worten, es wurde zur Lebensfrage erhoben, | | Beim Abstimmen fanden sich 101 Stimmen für die ministeriellen Vor- geschlagenen und 22 für die Opposition. Dieses wird mit Recht als | | ein glänzender Sieg des Kolettis - Metaxasschen Ministeriums ange-

chen. M e s Jn den folgenden Sihungen beschäftigten si< die Deputirten mit

der Organisation des Reglements 2c. und die Kommission zur Unter= suchung der bestrittenen Wahlen legte ihren Bericht vor.

Die Wahlen von Korinth sind endlich beendigt und liefern einen neuen Beleg von dem Haß jener Provinz gegen das gefallene Mi nisterium. Die vier Deputirten sind sämmtlich Nationale, Folgende Zahlen beweisen am deutli<sten die Stimmung. Cy

Ministerielle Kandidaten (jeßt Deputitte):

G. Notáras .…--++- - +- 41440

A. Notaras

E. Kanellopoulos 3

Eust. Oclonomopoulos . i153

Oppositions - Kandidaten :

N. Delijannis 982 M Nei hier s 1: 00O

A. Maurokordatos.…... zwei!

Eine der ersten Handlungen des neucu Ministeriums war be- fanntlih die Amnestie für Grivas und seine Freunde, welche in die Affaire von Akaruanien verwi>elt waren. der Kriegs - Minister Tzavellas , sandte soglei<h einen Adjutanten mit der frohen Nachriht nah Alexandrien ab, um ihu aufzufordern, ín sein Vaterland zurü>zukehren und scinen Siß als Deputirter von Xeromeri einzunchmen. Am 22sten d. M. traf Grivas im Piräeus cin, wo er aber einer elftägigen Quarantaine unterworfen is. Tau- sende sciner Freunde und Anhänger sind hinuntergefahren, um ihn in Lazareth zu besuchen und ihm ihre Glü>wünsche darzubringen. Man bereitet ihm einen großartigen Empfang in Athen, und durch Subscription hat man eine bedeutende Summe zusammengebracht, um eine goldene Lorbeerkroze machen zu lassen, mit welcher er bei seinem Einzug in die Hauptstadt gekrönt werden soll. Einige seiner cifrigsten Anhänger wünschten ihu zum Kriegs-Minister ernannt zu schen, allein er hat das Portefeuille abgelehnt,

Der Demarh von Athen, Herr Anargyros Poctrakis, is wegen seiner geseßbwidrigen Einmischung ín die Wahlen der Hauptstadt, wo- dur< hauptsächlich die Volksbewegung vom 16, August veranlaßt ward, auf zwei Monate seines Amts suspendirt, und werden seine Functioneu während dieser Periode von dem ältesten Beisißer, Herrn Benizelos, übernommen.

Unter den Passagieren des leßten Dampfschiffes von Triest be- fand si< Se. Köngl. Hoheit der Prinz Waldemar von Preußen, welcher unter dem Namen eines Grafen von Ravensburg mit seiner Suite Sonatag Abend hier ankam und einige Tage als Gast im Königlichen Palais bleiben wird. Der Königl. preußishe Gesandte, Herr Brassier de St. Simon, fuhr nebst scinem Attaché, Herrn von Rechenberg, und dem Professor Roß im bis Kalamaki entgegen. Cinige Engländer, welche zufällig am Bord des Dampfschiffes waren, waren von dem Prinzen eingeladen wordcn, überall, wo man auf der Reise landete und Exkursionen machte, sih ihm anzuschließen, wobei sie si< von Seiten Sr. Königl. Hoheit der größten Zuvorkommenheit zu erfreuen hatten. _Der Prinz geht von hier am Sonntag mit dem Dampfschi} des Oesterrcichishen Uoyd uah Konstantinopel und von dort na< Judien und China weiter.

Handels- und Börsen - Nachrichten.

Berlin, 11. Oft. Der Umsay in Eiscnbahnen war beute sehr be- trachtlih, doch erliiten deren Course seit gestern einen erheblichen Rückfall.

Marktpreise vom Getraide. B erlin, den 10. Oftober 1844,

Zu Lande: Weizen 1 Rihlr. 24 Sgr., auch 1 Rthlr. {6 Sgr. 2 Pf. 3

Roggen 1 Rihlr. 8 Sgr. 5 Pf., auch 1 Rihlr. 6 Sgr. 7 Pf.z große Gerste |

1 Rihlr. 4 Sgr. 40 Pf.3 leine Gerste 29 Sgr. 8 Pf.z Hafer 26 Sgr. 5 Pf., auch 21 Sgr. Erbscn 1 Rihlr. 25 Sgr. 2 Pf, Eingegangen sind 68 Wispel.

Zu Wasser: Weizen (weißer) 2 Rthlr. 2 Sgr. 5 Pf., auch 1 Rthlr, | 4 Sgr. und 1 Rthlr. 18 Sgr.z Roggen 1 Rthlr. 6 Sgr., au<h 1 Riblr. |

(sd c<te Soric) 1 Nihlr, 4 Sgr, 10 Pf. Eingegangen sind 305 Wispel

De

3 Sgr. 7 Pf.z Hafer 21 Sgr. 11 Vf., au<h 20 Sgr. 9 Pf.z Erbsen )

Schesscl.

Mitiwoch, den 9. Oktober 1844. Das Scho> Stroh 7 Rthlr. 10 Sgr., au<h 6 Rihlr, 20 Sgr. Der

| Centncr Heu 1 Rihlr. 2 Sgr. 6 Pf., auch 20 Sgr.

Arte - Prei Der Scheffel 12 Sgr, 6 Pf., au<h 10 Sgr.

Brauntwein - Preise. Dic Preise von Kartossel-Spiritus waren am S5ten 145 Niblir.,, am sten 14; Rthlr. und am 10, Oktober d. v, 145 4147 Rihlr. (frei 11s Haus geliefert) pr. 200 Quart à 54 % oder 10,800 % nah Tralles. Korn- Spiritus: ohne Geschäft. Berlin, den 10. Oktober 1844, Die Aeltesten der Kaufmannschaft von Bli,

Auswärtige BOrSth.

Amsterdam, 7. Okt, Niedéri; wind Sch, 621, 6% do. 995. R Span. 20 1 3% do. 357. Pars, 67. Ausg. —. Zinsl. : Scb. —. Fol. 17] 5 Vesterr. LOSB?, 1% Russ. Hope 925.

Freuss, Fer,

116 Mrg. 51 1 R.

Zusammen 2772 Mrg. 25 (] N.

vorgelegt werden.

| Grossb. Pos. do.| 4 104” S

Sein persönlicher Freund,

en werden; auch gegen Erstattung gen mittelst Ein-

achtliebhabern zu

Wir fordern hiernah Pachtbewerber auf, ihre Sub- missions - Gebote bis zum 6. Januar k. J. Abends 6 Uhr dem Justitiarius der unterzeichneten Abtheilung, Heïrn Regierungs-Rath Bennecke, versiegelt einzureichen, zugleich demselben ihre Qualification als Landtvirthe und das zur Uebernahme der Pachtung erforderliche Vermögen glaubhaft nachzuweisen und die Erklärungen zu Protokoll zu geben, welche in den Bestimmungen über die Bedingungen der Submission bei Domainen- Verpachtungen sub 3 vorgeschrieben sind,

Frankfurt a. M., S. okt. 5% Mei 112; G. Bauk-Aetien p. ult. 964. Bayr. Baok - Actieu 7356 HWUope 905 G. Segal. 897 G. Is 617. Poln. 300 Fl. 96% G. do. 500 FL 947. do. 200 Fl. 28 G.

Hamburg, 9. Okt. Bank Actien 1610 Br. Eugl. Russ. 1147.

Wien, 7. Sept. 5% Mei. 1107. 4% 1002, 3% 764. Baok-Acties 1602. Anl. de 1834 1512. de 1839 1305. Nordb. 1554. Giogga. 114. Mail. 111. Livorn. 116.

B er4 ls emr Den 11. Oktober 1844.

Pr. Cour. Brief. | Gela4. | Gew.

Ÿ j » s Fraue B Pr. Cour.

| Actien. |8 | Bries. Geld.

S4. Scbuld-Sch. [3% 100k | 995 [Berl Pod Risenb. 6 | | 1684 Prämien Scheine du. do. Prior. ObL.| 4 1037 | 1023 d. Seecb.à 501 i 897 19124. Lpz. Eisenb.|-—} 1865 auge < Kur- u. Neumärk. do. do. Prior. OVbl.| 4 1037 Srchuläverschr 3 997 Brl. Anh. Fisesb.|—| 146 145 Berliner Stadi do. do. Prior. Obl.| 4 | 14753 | 1022 Oltligationen 35 1007 Düss. Elh taiad 5| 92 Danz. do. in Th.|— 18 do. do. Prior, Obl.! 4 977 Westpr. Psandbr.|34| 99% Rhein. Eiseub. |5| 783 F do. do. Prior. Obl! 4 | 97% j

do. do. |35 98% 97 L do. v.Staat garaut.|3}| 95: Ostpr. Pfandbr. 335 102: Bri, Fravkf. Eisvb.| 5 | 144 Pomm. do. 33 1007 do. do. Prior. Obl. 4| Kur- u. Neum, do 35 00” -— Ob. -Schles. Eisnb.! 4 | f 14 Scblesiscbe do. |35| 1002 | 100 o. LUB. «. eingez.|—| 107%

- B.-St.B. Lt. A.u.B.\—| 118 Magd.-Halbst. Eb.| 4 | 113Z 3 fABrl.-Scbw. Frb.E. 4 | - 7 Mo. do. Prior. Obl. 4 | 102% S Bonn-Kölner Esb | 5 | 132 | 131

A |

Gold al marco, Friedricbsd?ur And. Glam, à 5 Th Disconto

Meteorologische Beobachtungen.

1844 Morgens | Nachmittags | C O U | U

Abeuds | Nacb eiumaliger

10 Ubr. Beobachtuug.

l gnd Ur è 66 | 3:3 3,06 F ar. 333 41 N ar. 332, 79 Par.| Quellwärme 1 R,

„ustwärme ... |-+ 1” R 1s? B. + 9,3° d Flusswärme 7,6" R.

p ! - 0 . H _

Thaupunkt 6% |+ 3 E -+ G1 U -+- 69 ) R.| Bodeuwörme T, R. Ne: | o e . dr q | « M is F

Dunst zättigung | 73 Ps t, 65 pCt. \ 82 pt. | Ausdünstung 0,011 Rb.

Me tier | beiter. heiter | bezogen. | Niederschlag 0.

Wind | O0 | 0. S0, Wärmewechsel +12,0°

Wolkenzug... | 0. | -+ 8,1° R. «93 R...

l’ageemittel: 333 39 Far.. -{ 5,4" R... 73 pCi. O.

Koniglihe Schauspiele.

Sonnabend, 12, Okt. Wallenstein's Tod, Trauerspiel in 5 Abth.,“ von Schiller.

Sonntag, 13, Okt. Liebe.

Jm Konzertsaale : Der gestiefelte Kater, ein Kindermärchen in 3 Akten, mit Zwischenspielen, einem Prologe und Cpiloge, von Lud= wig Tie>. Das Arrangement der Musik vom Königl. Musik-Direktor Taubert. Decorationen vom Königl. Decorationsmaler Gerst.

Preise der Plähe: Ein Sperrsiß auf der Tribüne 1 Rthlr. 10 Sgr. Ein Sperrsiß im Parquet 1 Rthlr. Ein Siß im Balkon ]| Rthlr. Ein Stehplay im Balkon 15 Sgr. Ein Sigplaß im Par= terre 20 Sgr.

Anfang 7 Uhr.

Montag, 14. Oft. Mein Herr Onkel! Hierauf: Und: Der verwunschene Prinz.

Dienstag, 15. Oft, Zur Feier des Allerhöchsten Geburtsfestes Sr. Majestät des Königs: Fest-Rede, gedichtet von L, Rellstab, ge=- sprochen von Fräul, Ch. von Hagn. Hierauf, zum erstenmale: Die

Sirene, komische Oper in 3 Abth., von Scribe, überseßt von Franke.

Die Shwäbin, Hierauf: Die Jusel der

Neue Polla.

| Musik von Auber. Die neuen Decorationen des zweiten und dritten

Aktes sind von dem Königl, Decorationsmaler Gropius.

Im Konzertsaale: Zur Feier des Allerhöchsten Geburtsfestes Sr. Majestät des Königs: Fest-Rede, gedichtet von L. Rellstab, ge= sprochen von Herrn Hendrichs. Hierauf: Torquato Tasso.

Königsfltadtisches Theater.

Sonnabend, 12. Okt. (Italienische Opern = Vorstellung.) Auf Höchsten Befehl : Nabucodonosor, Oper in 4 Aften, von Themisto=- fles Solera, frei übertragen von Emilie Seidel. Musik von Giuseppe Verdi. :

Sonntag, 13. Oft. Dcx Bauer als Millionair.

Montag, 14. Okt. (Jtalienishe Opern-Vorstellung.) Zum era stenmale in dieser Saison: Il Barbiere di Siviglia.

*

Das Mädchen aus der Feenwelt, oder :

————ESE N

Rerantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinfketsen.

Gedrud>t in der Deer schen Geheimen Ober - Hofbuchdru>kerect.

emeiner Auzeiger.

Die näheren Pachtbedingungen, so wie dic näheren Bestimmungen über das Verfahren bei Submissionen, fönnen in unscrer Negistratur eingesch sind wir bereit, dieselben abschrifilic, ter Kopialien, und zwar bei Auswärti i ziehung durch Postvorschuß, mitzutheilen; dagegen wird die Karte von dem Vorwerke den P ihrer Juformation auf dem Toomaînen - Amte Karzig vou dem Ober - Amtmann Herrn Bayer zur Einsicht

Später als bis zur oben festgeseßten Zeit eingehende Submissions-Gebote werden nicht angenommen, und ist der Termin zur Eröffnung der Submissionen, welchem die Pachtbewerber beiwohnen können, auf den 7. Ja- nuar fk. J., Vormittags 10 Uhr, in unserem Sessions- zimmer anberaumt.

Unter den sämmtlichen Pachtbewerbern bleibt dem ‘Ministerio des Königl, Hauses die unbedingte Auswahl vorbehalten, und erlangt keiner derselben durch die Submission ein Anrecht auf den Zuschlag, bleibt aber sein Gebot so lange gebunden, bis er dur Zu- schlag an cinen Anderen oder auf sonstige Weise davon entbunden wird.

Frankfurt a. d. O,, den 4. Oktober 1241, Königl, Regierung. Abtheilung sür die Verwaltung der direkten Steuein, Domainen und Forsten.