1844 / 295 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

inzu da influirt, wo die ganze Thätigkeit des Kausmanns i p E Aeedie de E angewiesen stff Frachten weichend und

Schiffe schwer zu placiren, s j N ;

3 Polen vom 9, September bis zum 14. Oktober d. J.:

162 Dl'Weigen, 594 Last Roggen, 109 Last Gerste, 12 Last Hafer, 23 Last Leinsaat.

Erbser, 99 Lal Ln 3 Mèt, 2025, Amsterdam 71 Tage 100%, Hamburg

9 Wochen 443, Berlin 2 Mt, 992.

erlin, im Okt. Gefälliger Mittheilung eines Privat-Sthrei- bens T Canton verdanken wir folgende Nachrichten über den Han-

del mit China :

Canton, 10, Zuni 1844, Der ges mit England is nunmehr beinahe ein Jahr in Wirksamkcit, und der aufgestellte mäßige Tarif scheint selbs die sanguinischsten Erwartungen erfüllt zu haben; dennoch möchten wir fremde Nheder eher warnen, als aufmuntern, daß sie nicht allzu großes Vertrauen auf die dauernde Fähigkeit der Chinesen seßen, in demselben Maße wie im vergangenen Jahre zu kaufen.

Von glatten Zeugen in Stücken sind die Verschiffungen von England, welche vor dem 1, Januar c. stattfanden, alle hier angelangt, und obschon sie einen Zuwachs an Vorrath von 100 % ausmachen, im Ver- gleich mit vorigem Jahre, so sind die Preise dennoch lohnend und die Vor- räthe hier wie im Norden nur mäßig,

Garne, deren Verschiffung sich fast verdoppelt hat, fahren fort, zu sinken, und obschon zu {weren BVerlustpreisen angeboten, werden sie doch vernachlässigt und die Vorräthe reichen für das Bedürfniß auf 6 Monate aus.

Wollene Waaren erfahren gleichfalls großen Zuwachs, doch haben die Preise Kosten und Abgaben gedeckt, in vielen Fällen einen Gewinn ge- währt, und die Vorräthe sind mäßig. Nicht so verhält es sih mit

Metallen, welhe zu immer niedrigeren Preisen fortgegangen sind, und Händler wie Einführer mit bedeutenden Vorräthen haben sißen lassen. Die Eisenpreise waren während eines Theils des Jahres wegen des gerin- gen Kostenaufwandes zu Hause noch lohnend, aber Verschiffungen mit grö- heren Kosten mußten in Verluste für viele Monate enden. Was Blei an- betrift, so wird das amerifanische vorgezogen, auch gewähren die chinesi- \{chen Minen zu geringeren Kosten als bisher Zufuhren, und die Vorräthe sind gegenwärtig zu reichlich, um sobald eine Verbesserung des Handels er- warten zu können. Zink bleibt ein Monopol für England.

Die Einfuhren von den Vereinigten Staaten, obgleich nicht immer gdm zunehmend, sind doch bedeutend gewesen und haben nicht díe

iederlagen erfahren, von denen der englische Markt, weil dessen Zufuhren mit einemmale eingingen und dem plöylichen Sinken der Preise unterlagen, sich selbst in einigen Monaten s{hwer erholen konnte, Die ersteren beliefen sih während des Jahres an: Shirtings auf .…...... Garnen Baumwollenwaaren

216,004 Stüd, 3,990 Peculs, 5,372 Ballen,

Blei 35,733 Peculs,

Die Preise für Shirtings und Drills haben sich seitdem crholt, doch niht im Verhältniß zu dem Steigen derselben zu Hause,

An Baumwollenwaaren sind die Verschiffungen von Jndien sehr bedeutend gewesen, und zum Lagern kamen im Jahre 1843 338,127 Ballen gegen 276,844 Ballen des Jahres 1842, und seit dem Januar c. 104,200 Ballen gegen 109,000 derselben Zeit des leßten Jahres, so daß wir am 1, Juni d. J. einen Vorrath von 103,898 Ballen hier hatten, von denen eine Hälfte in Händen der Einführer sich befand. Die Verkäufe geschahen während der ganzen Jahreszeit zu allmälig sinkenden Preisen, und Händler wie Einfüh- rer erlitten {were Verluste, - welche theils der übermäßigen Zufuhr, theils

1550 Für Thee begann die Jahreszeit, für s{chwarzen wie für grünen, günstig. Der erstere fiel bald in Rücfsiht der großen Vorräthe und der eringen Bestellungen von England bis zu den Productions - Preisen für ongos, während der legtere volle 20 pCt, über die Preise des vorigen gahres stieg, wegen der {wachen Zufuhr und der großen Nachfrage für ngland und Amerifa, Diíe Ausfuhren nah England betrugen : 1843/14 41,031,863 Pfd. 8,616,986 D A 19,648,849 Pfd,

22,129 »

i“

6,335 » 8,164 Psd. nah den Vercinigten Staaten: schwarz 60,669 Kisten i 118,352 » 140,896 » 179,021 Kisten 191,923 Kisten.

Wir erwarten hohe Preise mit Eröffnung der nächsten Saison für beide Sorten, da wir hören, daß dafür auch in decn Meerdistrikten hohe Preise gezahlt werden.

Jn Betreff des Thee's hat die Oeffnung der nördlichen Häfen die Er- wartungen getäuscht, da die Ersparniß an inländischen Transport - Kosten, welche nur gering waren, s{chwerlich den Zeitverlust und die Ausgaben, um Schiffe nah dem Norden zu senden, decken wird, und überdies die Schiffe bei ihrer Rükehr zur gewöhnlichen Jahreszeit mit den Monsuhnwinden zu fämpfen haben.

Beri et 08 r a8 Den 21. Oktober 1844.

1842/13 40,200,899 Pfd. 7,739,737 »

17,910,636 Psd.

an schwarzem Thee » grünem

nah dem Kontinent;

51,027 Kisten

Pr. Cour. Pr. Cour.

Fonds. | 4 Actien. |S | | *] Brief. | Geld. Brief. | Geld. | Gem, | 175

99; Bel PoldiEte enh 5 102%

do. do. Prior. Ob1.| 4 | 103% 7 IMgd. Lpz. Eisenb.|—| 186 do. do. Prior. Obl.| 4 |

Brl. Anh. Eisenb.|—|

do. do. Prior-Obl.| 4 | 1037 102%

Düss.Elb. Eisenb.| 5 | 925 | 915 Danz. do. in Th.|—| 48 do. do. Prior.Obl.|4| 97 Westpr. Pfandbr. 3! 987 Rhein. Eisenb. | 76

103% - do. do. Prior.O0bl.| 4 | 973 do.v.Staat garant.|35| 987

Brl.Frankf, Eisnb.| | 1433 1425

993 do. do. Prior.Obl.| « —— Kur- u. Neum, do. 99% 0Ob.-Schles.Eisnb.| 4 | 113

Sehlesische do. 100 fdo.Lt.B. v. Mies —| 1063

E B.-St.E.Lt.A. u.B. 1177

Gold al marco, —— Magd.-Walbst.Eb.| ch 1135 Friedrichsd'or. 137; 3A Br.-Schw.-Frb.E.| ch

And.&ildmn, à 5 Th,|— 11% 11% do. do. Prior. Obl.) ch 102%

Disconto. 32 15 [Bonn-Kölner Esb.| 1315

St. Schuld-Sch. [3x] Prämien - Scheine/| d. Seeh. à 50 T.| 94 A Kur- u. Neumärk.) 1037 Schuldrverschr.|3Z —— Berliner Stadt- Obligationen 37 100

e to'

_

Grossh. Pos. do. do. do,

Ostpr. Pfandbr.

Pomm. do.

G Uo Uo O CO

D Ho

Auswärtige Börsen.

| Insel der Liebe.

1434 |

1425 | | W. Friedrih. Vorher: Zum erstenmale wiederholt : Der Landwirth, Lustspiel in 4 Abtheilungen, vom Verfasser von „Lüge und Wahrheit“.

| erstenmale in dieser Saison: 1 (

Antwerpen, 16. Okt. Zins. —. Neue Anl. 193.

Hamburg, 19. Okt. Bank-Actien 1640. Eogl. Russ. 1145 Br.

Paris, 16. okt. 5% Rente fin cour. 118. 69. 3% Rente fin cour. S2. 49. 5% Neapl. 98. 70. 5% Span. Rente 32%, Pass. 6.

Wien, 17. okt. 5% Met. L100 Br. 4% 100; Br. 3% 76% Br. Bank-Actien 1601. Anul. de 1834 151. de 1839 1317. Nordb. 1544. Gloggn. 1157. Mail, 11073. Livorn. 1165,

Meteorologische Beobachtungen.

Abends 10 Ubr.

Nach einmaliger Beobachtung.

Nachmittags 2 Ubr.

Morgens

1844. | G6 Uhr.

20. Okt.

[335,15 Par.1334,46"” Par.1332,53" Par.| Quellwärme 7,5° R.

4+ 1,5° R.|+ 10,0° R.|4- 7,0° R.| Flusswärme $,8® R. -+- 0,6° R.'+ 4,59 R.!|+ 4,2° R.! Bodenwärme 8,9° R.

Dunstsättigung 91 pct. | 64 pCt. 79 pCit. Ausdünstung 0,011 Rh,

Welter heiter. | heiter. trüb. Niederschlag 0,023 Rh.

Wind S0. | SO. SW. Wüärmewechsel +-10,2°

Wolkenzug - - - —- | SO. my + l A

Tagesmittel: 333,71" Par... +4 6,2° R... +2,4° R.… 78 pct. 80.

Luftdruck . ... Luftwärme ... Thaupunkt ..,.

a m E

Königliche Schauspiele. Dienstag, 22. Okt. Die Sirene, fomishe Oper in 3 Abth.

Musik von Auber. Im Konzertsaale : Mittwoch, 23. Okt.

Keine französische Vorstellung.

Ein Herr und cine Dame. Hierauf: Die

Jm Konzertsaale: 1) Bruno le fileur. 2) Le muet de Saint-

Malo.

Königsstädtisches Theater. Dienstag, 22. Okt. und Guste. Vaudeville in 1 Aft von

(JFtalienishe Opern - Vorstellung.) Zum ;apuleti ed i Montecchi. Oper in

4 Akten. Musik von Bellini. : V 24. Oft. (Jtalienishe Opern = Vorstellung.) Auf

vieles Begehren: [Il Templario.

Mittwoch, 23. Oft.

—— C I m

Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinketscn.

1 Geheimen Ober - Hofbuchdruckeret.

Gedruckt in der Decker schet

der Einmischung fremder Fabriken, wegen der verhältnißmäßig niedrigeren Preise derselben, zugeschrieben werden müssen. Diesclbe Ursache mag die

Vernachlässigung der Garne haben,

Bekanntmachungen.

[802] Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 11. Juni 1844. Das in der großen Frankfurter-Straße Nr, 100 be- legene Grundstü der verehelichten Royer, gerichtlich ab- geschäßt zu 7921 Thlr. 16 Sgr. 3 Pf., soll am 17. Januar 1845, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Hy- pothekenschein sind in der Registratur einzuschen. Der als Hypotheken - Gläubiger eingetragene Königl, Hofrath Breßler wird zur Wahrnehmung seiner Gerecht- same hierdurh öffentli vorgeladen,

[1275] Bekanntmachung.

Die Herren Aerzte und Wundärzte des Jn- und Aus- landes, welche mit der vorschriftsmäßigen Benachrichti- gung über die a, des in diesem Jahre ihnen mit-

etheilten Jmpfstofs (besonders der aus den genuinen

ei Anclam vorgekommenen Kuhpocken abstammenden Lomphe) noch im Rückstande sind, werden ersucht, dic- selbe vor Ablauf Novembers einzusenden,

Berlin, 20, Oktober 1844. _ N (L, S.) Direction der Königl. Shuß-Jmpfungs-Anstalt,

Rheinische Eisenbahn- (00751) Gesellschaft. Aufforderung.

Nachdem die in der General - Versammlung p, vom 13, Mai 1844 be- \{chlossenen Abänderun- P gen der $$. 19, 20, 21, ai Vez A . N Uf N T De 23, Nl P A A Ry 715. 76, u. 78. der Sta- D er 2 tuten durch Allerhöchste Kabinets - Ordre vom 19, August 1844 die landesherr- lihe Genehmigung erhalten haben und somît uach $. 19,, aljo lautend; : 5 „Die ausgegebenen, am 2. Januar 1845 und spä- „ter fällig werdenden Zins-Coupons der Actien wer- „den ungültig erklärt und an die Direction zurückge- „liefert, Dagegen soll nur der sih herausstellende „disponible Reinertrag unter die Actionaire als Di- „vidende vertheilt werden, welche in Köln, Aachen, „Berlin und Frankfurt a, M. zahlbar ist,“ „Die „Zins-Coupons des Jahres 1843 sollen am 1. Juli 1845 aus dem Betriebs - Uebershusse des Jahres ,-1843 von 413,925 Thalern 17 Silbergroschen 4 Eig und aus den ferneren Betriebs-Ueberschüs- vi! En bezahlt werden,“

er ausgegebenen Zins-Coupons der Actien für pf ahre 1814, 1845, 1846, 1847 und 1848 ungültig erthlos geworden sind, fordern wir die Jnhaber

der Actien unserer Gesell haft hierd y bis jim Il e ember d. J. diese Zine Eu ngsens ter Beifügung Rulads ese Zins-Coupons un- ern - Verzeichnisses porto-

frei an uns éin Stelle tretenden Diasdendenshei da Em fang jn deren

Zur Erleichterung für d is die Einrichtung getroffen, daß B E

Amsterdam, 17. okt. 5% Span, 205.

vember an die Zins - Coupons ihrer Actien bei dem

Bankhause Mendelssohn & Co. gegen Quittung

cinliefern und vier Wochen darauf die dagegen gelten-

den Dividendenscheine ebendaselbst in Empfang nehmen

fönnen, Köln, den 15. Oktober 1844,

Die Direction der Rheinischen Eisenbahn - Gesellschaft, Hirte, Spez, Dir. Subst,

[1008 b]

D . D. Berlin-Frankfurter Eisenbahn.

Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß im 111. Quartale d. J. folgende Gegenstände, als: 3 Pfeifen, 2 Pfeifenröhre, 5 Tabacksbeutel, 1 Tabacksdose, 1 Cigar- rentasche, 3 Cigarrenspißen, 1 Cigarrenbüchse, 1 Packet mit cinem ledernen Beutel, 14 Taschentücher, 1 Paar Stiefeln, 1 Herrenhut, 4 Mantel, 1 Rock, 1 Shawl, 1 Makintosh, 1 Sammetkäppchen, 1 Kleid, 1 Pellerine, 7 Stöôde, 2 Futtersäcke, 4 Flasche, 1 Tuchnadel, 1 Mes- ser im Futteral, 3 Regenschirme, 2 Kinderpeitschen, 2 Körbe, 1 Sonnenschirm, 2 Kindersäbel, 1 Kamm mit Bürste, 1 Paar Uebershuh, 2 Paar Handschuh, 1 Fuß- sack, 1 Sißkissen, von unseren Beqmten gefunden und abgeliefert worden sind. Wir fordern hierdurch die Ei- genthümer derselben auf, sich binnen 4 Wochen als solche zu legitimiren und die Gegenstände in Empfang zu nehmen, widrigenfalls dieselben nah Jnhalt unseres Reglements entweder an das Königl. Stadtgericht ab- geliefert oder zum Besten unserer Unterstüßungskasse verkauft werden.

Berlin, den 14. Oktober 1844,

Die Direction der Berlin - Frankfurter Eisenbahn-

Gesellschaft,

Passagier - Dampf: schifffahrt zwischen

Potsdam und Hamburg.

Regelmäßige Fahrtage von Potsdam: Montags, Mittwochs und Freitags, Vormitt. 9 Uhr. Mit dem 1.November werden die diesjäh- rigen L zwischen Potsdam und Hamburg geschlossen. Fahrbillette und näherc Auskunft ertheilt A nker, Taubenstr, 10,

Süäüchsisch-Schlesische Eisenbahn. [1180] Zweite Einzahlung.

Es wird andurch die mit Zehn Thaler auf jede Actie der Sächsish-Schlesischen Eisenbahn-Gesellschaft zu lei- stende zweite Einzahlung ausgeschrieben, Dieselbe ist entweder Y

den 24., 25., 26. Oktober l. J. bei der Leipziger Bank, welche zur Erleichterung der Herren Actionaire Zahlungen annehmen wird, oder

den 29., 30. Oktober, 1. November l. J., von früh 9 bis Nachmittags 3 Uhr, allhier zu Dresden ín einem im Landhaus bau bestimmten Lokale, unter Rüdgabe der vom 2, Novbr, 1843 datirten Jnterims- Actien, gegen welche neue auf die sodaun eingeschossenen 20 Thlr, lautende dergleichen ausgegeben werden, mit

Niederl. wirkl, Sch, 621. 3% do. 35%, Pass. 6.

5% d,

Ausg. —. Zinsl, 75. Preuss,

9 Thlr. 18 Ngr. baar, » 12 » durch Zurehnung der einjäh- rigen Zinsen von den eingezahlten 10 Thlr. zu gewähren. Diejenigen Herren Actionaire, welche die Einzahlung bis zum obigen Schlußtermine, den 1, Novbr. l, J, Nachmittags 3 Uhr, allhier nicht geleistet haben, ver- fallen in die $. 17, der Statuten festgeschte Strafe von 10 Prozent der Einzahlungs-Summe (an 1 Thlr), Statuten sind bei der Einzahlung mit zu erlangen, Dresden, den 21, September 1844.

Das Direktorium der Sächsish-Schlesischen Eisenbahn- Gesellshaft.

Citerarische Anzeigen.

Jn unserem Verlage is so cben erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben : [1009 b] Pat og eni e Von

Prof. Dr. M.- E. A. Naumann, 31e Fortsetzung, (Schluss des VVerkes,) gr. 8. Preis 3 Thlr. 5 Sgr.

Indem wir die Vollendung dieses Werkes ankündi- gen, das sogleich bci E Erscheinen als eine der wichtigsten Arbeiten im Gebiete der medizinishen Lite- ratur bezeihnet wurde, wollen wir nur darauf hindeu- ten, daß dasselbe durchweg sich die Aufgabe gesept hat, die allgemeine und die spezielle Pathologie nach physiologischen Gesehen zu einem Ganzen zu ver- binden und auf diese Weise eine eben so wissenschaft- liche als prafktisch brauchbare Krankheitslehre zu be- gründen, f

Der berühmte Herr Verfasser hat der wichtigen Lehr e von den Geisteskrankheiten eine besondere Auf- merksamkeit geschenkt. Ueber die Syphilis sid ganz neue aus eigenen Beobachtungen gewonnene Aufschlüsse gegeben worden. Jn dem Abschnitte von den Läh- mungen sind zuerst die namenlosen Juformitäten ge- nau beschrieben, die man bei unzähligen anscheinend gesunden Menschen beobachtet, und in denen si gleich- wohl ein allgemeines und langsam fortschreitendes Un- terwühltwerden der Constitution offenbart. Ueber- haupt hat der Herr Verfasser das überreihe Material in folgende Hauptgruppen getheilt , welche cben so vie- len Grundformen des Erkrankens entsprechen: 1) Sym- phoresen (Congestionen)z 2) Plethoren ; 3) Hämorrha- gieenz 4) Phlogosen; 5) Anhämicenz 6) Neurosenz 7) Spasmosenz 8) Encephalosen ; 9) Pyrerieen ; 10) Kachexieenz 11) Dystrophieen ; 12) Paralysen ; 13) Psy- chopathieen,

Berlin, im Oktober 1844, J

Rüccker und Püchler, Neu-Köln a, W, 49,

Der neue Kinderfreund. Mit 10 Zeichnungen vom Professor Richter

und vielen Vignetten. Zweiter Theil. Jn 5 Lieferungen. gr. 8. Velinpap. Jn verziertem Umschlag, à Lieferung 2 Thlr,

[1276]

Der große Beifall, den der 1, Theil dieses Kinder-

freundes gefunden, und der lebhafte Wunsch nach ei- ner Fortseßung haben die unterzeichnete Buchhandlung zur Veröffentlichung dieses 2ten Theiles veranlaßt , der ebenfalls von dem als Jugendschriftsteller bekannten Herrn Dr. H, Kletke herausgegeben und jenem an Vor - züglichkeit und Neuheit des Inhalts, wie an ele- ganter und geshmadckvoller Ausstattung, nicht nachsteher wird. Der neue Kinderfreund unterscheidet sich wesent- lih von allen früheren dadur, daß er nicht wie jene für den Zweck der Schule bestimmt is , sondern au- ßerhalb dersclben in dem Kreise der Familien als ein echter Kinderfreund unterhalten und be- lehren, das Gemüth erwecken, den Verstand üben, Kenntnisse fördern, christliche Gesinnungen vorbereiten, somit in nachhaltigster Weise den Unterricht der Schule unterstüßen und für ihn das jugendliche Gefühls- und Erkenntniß vermögen nach allen Seiten hin anregen und beleben soll, :

Der umfassende Plan des Kinderfreundes macht ihn für das ganze Alter von 8—14 Jahren , eben o für Mädchen, wte für Knaben, geeignet ; doch wird ihm dic Trefflichkeit seines Jnhalts, für welche eine Menge der ausgezeichneisten Dichter und Prosaisten benußt worden sind, auch über jenes Alter hinaus seinen eigenthümli- chen Werth bewahren,

Die Publication erfolgt in 5 Lieferungen, von de- nen jede, 6 Bogen Text und 2 Zeichnungen vom Professor Richter, in elegantem Umschlag nur L Thlr. kosten wird. Noch vor Weihnachten sol- len die Abnehmer im Besiß des Ganzen sein, Die erste Lieferung liegt in allen guten Buchhandlungett zur Probe aus und is am besten geeignet, jede über das Werk die gewünschte Kenntniß zu verscha|- fen, Kartonirte Exemplare werden um ein Gerín- ges höher berechnet, Auch schön kolorirte Exem- plare werden auf Bestellung geliefert. Subsfri- bentensammler erhalten auf 412 fkompleit bestellte Exemplare 1 Freiexemplar.

Mit dem Bewußtsein, Nichts verabsäumt zu haben, in diesem Buche der heranwachsenden deutschen Jugetd einen echten Schaß zu überliefern, wird es mich freue, wenn es für sie die segensreichste Frucht trägt. Und s mit empfehle ih den Kinderfreund allen Aeltern, allet Leitern der Jugend,

Berlin, Oktober 1844.

Alexander Dunker,

Königl. Hofbuchhändler.

[1 k Gutsfauf:-Gesuch. %

Ein Ritter - oder Landgut zum Preise von 15- bit 25,000 Thlr, wird zu kaufen gesucht, wenn ein gut tel tirendes Haus, in Berlin, mit als Zahlung angenont-

men wird. ] unter der Adresse A. Z. bei Herrn Kaufmann Feige,

Wilhelmsstraße Nr, 85 in Berlin, abzugeben.

Portofreie Briese werden gefälligst erbeten Be

Das Abonnement beträgt: 2 Üthlr. für 7 Iahr. 4 Rthlr. - 2 Iahr. 8 Rthlr. - 1 Iahr. in allen Theilen der Mouarchie ohne Preiscrhöhuug. Insertions-Gebühr sür den Raum einer Zeile des Allg Anzeigers 2 Sgr.

Me 295.

Inha lt

Amtlicher Theil.

E Provinz Schlesien. Städtishes Schuldenwesen, Pro-

vinz Westphalen. Der Erzbischof von Köln.

Deutsche Bundesstaaten. Königreih Bayern, Zeitungs - An- gelegenheiten. -— Hexzogthum Sachsen-Meiningen. Die Stadt- firhe zu Sonneberg. Schreiben aus dem Königxrcich Sachsen, (Salzvertrieb nah dem ehemaligen Herzogthum Warschau.)

Frankreich. Paris. Hofnachrichten. Erwartete Amnestie-Verordnun-

en, Angebliche Uebereinkunst mít England wegen Otaheiti's, evtl ga Schreiben aus Paris, (Neise des Königs; Salvandv z Otaheiti,

Großbritanien und Jrland. London, Die englische Presse über die Bedeutung des Besuchs des Königs der Franzosen. Vermischtes. Belgien. Brüssel. Preisfrage des wissenschaftlichen Kongresses von Lüttich. Schweiz, Neuchatel, Feier des Geburtstages Sr. Majestät des

Königs von Preußen,

“talien. Turin. Einführung der Gewerbefreiheit,

Serbien, Belgrad. Der Aufstand unterdrückt.

La Plata-Staaten. Schreiben aus Paris, Montevideo.)

Peru, London, Neue Revolution in Lima.

Die Gewerbe-Ausstellung der deutschen Bundes- und Zollvereins - Staateu,

Eisenbahnen. Niederschlesisch - Märkische Bahn. München. Die München-Starnberger Bahn. Briefe aus Kiel. (Alilona-Kieler Bahn.) und Frankfurt a. M. (Vermischtes.) L

Handels: und Börsen-Nachrichten. Berlin, Börsen- und Markt- beriht, Die Hopfen-Aerndte.

Der deutsche Zoll-Verein und die Démocratie pacifique,

Musikalisch-deklamatorische Abend-Unterhaltung. Streiben a - furt a. M, (Vermischtes.) f: R

(Stand der Dinge in

Amtlicher Theil.

Se. Königl. Hoheit der mar ist nach Oresden, und Se. Königl. Hoheit der Großherzog von Oldenburg nah Oldenburg abgereist. / :

Großherzog von Sachsen-Wei-

Dem Oberlehrer H eydler am Friedrihs=Gymnasium zu Frauk = furt a. ‘d. O. ist das Prädikat „Professor“ beigelegt worden.

: BDekanntm aw ung.

Bei der heute, unter Zuziehung der zur vormals sächsischen, jet preußishen Steuer-Kredit-Kassen-Schuld verordneten ständishen De- putirten, stattgehabten Verloosung, sowohl der im Jahre 1764, als auch der an die Stelle der unverwechselten und vormals unverloos- baren Steuerscheine im Jahre 1836 ausgefertigten Steuer - Kredit= Kassen-Scheine, sind Behufs deren Realisirung im Oster - Termine 1845 folgende Nummern gezogen worden:

I. Von den Steuer - Kredit =-= Kassen - Obligationen aus dem Jahre 1764. : On E A 1 OUO Ntblr.

Nr. 30, 1076, 1223, 1359. 1571. 1616. 1730. 1947, 2717, 2954, 2967. 3377. 3463, 4084, 4402. 4682. 4699. 4986. 9796. 5930. 6382. 7408, 8261. 9479, 9552, 10,013. 10,526. 11,180. 12,262. 13,822,

: N von Litt, B, à 500 Rthlr.

Nr. 124. 444. 693. 1490. 3410, 4122, 5358. 6020. 6040. 6114. 6454. 6866. 7192. 7228. 7371, 7610. 8001

von Litt. D. à 100 Riblr

Nr. 71. 296. 651. 1029. 1285. 1982, 9588. 2935. 3024. 3368 30160.4105 H I

Il. Von den Steuer-Kredit- Kass j

D enscheinen i Sabre 4830 scheinen aus dem

von Litt. A, à 1000 Rth[lr Nr. 127. 165, 233, N

von Litt. B. à 500 Rthlr. Nr. 38, y

von Litt. C. à 200 Rthlr. Nr. 46. 114.

Musikalisch-deklamatorische Abend-Unterhaltung.

Die Konzert-Saison hat be i i i / Z gonnen. Ein namhaster belgischer Künstler ráinl Chrigen, erdfsnet, Ihm folgte cine Notabilität unserer Sabine ünterdait U e von Hagn, mit einer musikalisch-deklamatorischen Abend- toe L x sie am 19, Oftober „zum Besten der Wittwe und Tochter Gean c eutschen Bühnendichters“ im Saale der Sing- Akademie vou bailt ' p zu der sich ein Fagauiis Publikum sehr zahlreih eingefun- E en ersten Theil derselben eröffnete Herr Steiffensandt ues "U orf) durch den geschmadckvollen Vortrag der Cis - Moll - Sonate ak cethoven. Wenn derselbe erst häufiger vor einer größeren Ver- frei ung gespielt haben wird, dürfte sein Spiel noch kunstebenmäßiger und criataie bitGE bts Ren Madame Hoffmann aus Riga lc | en ortrag einer Arie aus Persiani's öden Mb sene Chat teten tg fetaatlenea aller A ; Jpielen urden die fabel Schwieriglei- ten dieses Tonstücks überwunden. Mad. Hoff a N a atrie A els Sodann sprach Flu. Charl.

e Bravoursä ( Gubi i verfaßtes Gedicht

Zwecken eses Koneiese Flotte, ‘” Obwohl dasselbe e TAl etelternden Dame, nicht recht paßte, nue rp peortrag dur den Mund ciner idecn zum Thema hat, der Beifall nid va es eine der beliebtesten Zeit-

,„Ständchen““ und „Der Wanderer“, Va L, Ferner: Schubert's

Palm-Spaßter mit dem vollendeisten Königlichen Sängerin Mad, sefender Sngfe tenen Bra Sn t wahrhaft j er hönste Notturno, welches die musikalische Literatur aufzuweisez Herr François Prume riß alle Anwesenden durch a Men

Vortrag des von den glorreichen Tagen der Milanollo's her no

hat. E meisterhaften ch in freund-

Preußi

Allgemeine

ies i. F-

von Litt A #00 Réhfkr.

Nr. 6. 45, 121.

che Zeitun

Berlin, Mittwoch deu 23a Oftober

__ Die Realisirung dieser Scheine wird zu Ostern 1845 bei der | hiesigen Haupt-Justituten- und Kommunal-Kasse gegen Rückgabe der= |

selben mit den dazu gehörigen Talons und Coupons erfolgen.

Mit dem vorgedachten Termine hört die Verzinsung der vorver- | es dort für wahrscheinlich, daß noch ciner Zeitung, eben so wie der

zeichneten ausgeloosten Scheine auf. Merseburg, den 7. Oktober 1844. Im Auftrage der Königlichen Haupt-Verwaltung der Staatsschulden der Regierungs - Präsident : von Krosigk.

Bekanntm &s&@ch$P u ing

ausgestellten Sachen,

__ Behufs Rückempfanges der zur hiesigen Gewerbe - Ausstellung eingeliefert gewesenen Gegenstände, werden die Herren Aussteller aus Berlin und dessen Weichbilde, desgleichen die hiesigen Bevollmächtigten auswärtiger Aussteller, ersucht, sih zu der ihnen mittelst besonderen Schreibens bezeichneten Stunde bei der Eingangs-Thür mit dieser Ladung und bei dem Büreau der betreffenden, aus dem Katalog er sichtlihen Waaren - Abtheilung mit ihrem Einlieferungsschein, so wie mit den nöthigen Transportmitteln, versehen, einzufinden. Außer der durch die ergangenen Ladungen bestimmten Reihenfolge kann die Ab= lieferung nicht stattfinden. Die Ankäufer von Gegenständen auswär= tiger Aussteller, welche sih hier in Berliu befinden, desgleichen die Bevollmächtigten auswärtiger Ankäufer, haben sich mit dem Nachweis der geschehenen Zahlung am 28sten d. M. bis 1sten k. M,, Morgens von 8 bis 12 und Nachmittags von 1 bis 4 Uhr, bei dem betreffen- den Bürcau zu melden, um die von ihnen angekauften Gegenstände

dem 24sten d. M, unter keinen Umständen mehr stattfinden, Berlin, den 22, Oktober 1844. Kommission für die Gewerbe - Ausstellung. Viebahn. Abgereist: Se. Excellenz der General - Lieutenant und kom=- mandirende General des 3ten Armêe=-Corps, von Weyrach, nach Frankfurt a. d. O. :

Lichtamtlicher Theil. Inlaud.

Provinz Scblesien. Die Schulden der Städte Schlesiens

Alle Post-Anstalten des In- und Auslandes nehmen Sestellung ouf dieses Slatt an, für Gerlin die Expedition der Allg. Preuß. Zeitung: Friedrichsstraße Ür. 72.

1844.

Ausland.

Deutsche Bundesstaaten. Königreich Bayern. Einer Korrespondenz aus München

vom 14, Oktober (in der Leipziger Zeitung) zufolge, hält man

Mannheimer Abend=-Zeitung, die Beförderung durh die Kö- niglih bayerischen Posten werde versagt werden. Daß den Blättern

| mit konfessionellen Tendenzen, die in Bayern erscheinen, von Seiten | der Censur dermalen ebenfalls alle mögliche Schranken geseßt werden, | davon kann sich jeder Zeitungsleser überzeugen, welcher sich die Mühe | geben will, die Augsburger Post=-Zeitung in ihrer gegenwärti=

| entzogen und wieder aufgenommen zu werden. Jn jener

in Empfang zu nehmen. Besuche der Ausstellungsräume können nah | der jeßt preußische Antheil der Ober -Lausiß sowohl, als auch der

| fottbusser Kreis noch Sachsen angehörte, wurde der ebenfalls an

L / A3 | gen Gestalt mit dem v i i i über dieRüdcklieferung der auf derGewerbe=Ausstellung | s L zu vergleihen, was sie uo «Lor wongels Ms

naten war.

_ _Serzogthum Sachsen-Meiningen. Die prächtige in rein gothishem Styl aufgeführte Stadt - Kirche zu Sonneberg is vollendet. Dieser herrlihe Tempel, aus den \{chönsten Sandquader= steinen gebaut, hat eine Länge von 145‘ und is 60‘ breit; seine bei- den 165‘ hohen Thürme sind den St. Lorenz-Thürmen in Nürnberg ähnlih. Prof. Heideloff, der Meister altdeutscher Baukunst, hat die Kirche in dem Zeitraum von 16 Monaten und mit verhältnißmäßig schr geringen Kosten erbaut.

X Königreich Sachsen, im Oktober, Der Beschluß einer von Kottbus nah dem Schwielohsee zu erbauenden Eisenbahn erinnert gegenwärtig an einen früheren Plan der sächsishen Regie- rung, welcher unter den jeßigen ganz veränderten Umständen der Geschichte angehört und wohl verdienen dürfte, der E

Zeit, wo

Preußen gefallene Theil des damaligen Herzogthums Warschau von

| den thüringischen Salinen mit dem nöthigen Salzbedarf versorgt, | und zwar zu einem weit geringeren Preise, als der posener Kreis

das Salz von Wieliczka her zu beziehen vermochte. Der Transport fand zu Wasser in Oder -= Kähnen statt längs der Saale, Elbe, Havel, Spree, Oder und Warthe respektive unter Benußung des Frie= drih=Wilhelms=- und des Finow=-Kanals. Die Kostspieligkeit und die Gefahren eines so weiten Umweges und hauptsächlich die damit ver=- bundene Abhängigkeit von dem guten Willen der damaligen west- phälischen, anhaltishen und preußischen Behörden, so wie die Ver- wendung großer Summen ins Ausland, ließen das Auffinden eines anderen Weges wünschen, und man faßte daher den Plan, das Salz

| von der Saline Dürrenberg aus per Achse in Schütt-Tüchern bis

[al Den

betrugen nah einer Mittheilung vom 31. Juli 1841 am Schlusse des |

Ahr es L040 a ai db es auoieis 2,661,030 Rthlr. Sgr. Hierzu traten an neu kontrahirten Schulden in den Jahren 1841, 1842 UNO L i up j Summa... 2,698,891 Rthlr, 28 Sgr. Davon aber sind in den genann- ten 3 Jahren abgebürdet worden 433,956 » 26 » 11 » so daß in das Jahr 1844 nur . 2,264,935 Rthlr. 1 Sgr. 3 Pf. zu É L A Die Zinsen von diesen Schuld-Kapitalien be= rugen im Jahre 1840 107,045 Rthlr. 1 Sgr. 9 Pf. Dagegen am Schluß des Jahres S4 U E e e Ci 8468/ » 43 » S % Achtundfunfzig Städte der Provinz sind von Schulden gänzlich befreit.

Provinz Westphalen.

1 Pf.

37,861 O) Ls 5) 2

Pf.

Der Westphälishe Merkur

n Schwielochsee transportiren, in einem zu Goyat oder Hoffnungsbai zu errihtenden Depot aufspeihern, da- selbst an der Quelle des benöthigten Stabholzes in Tonnen einschlagen und sodann zu Wasser weiter bis Posen transportiren zu lassen. Die deshalb angestellten vorläufigen Erörterungen und Be= rechnungen gaben ein sehr vortheilhaftes Resultat, die Ausführung des Planes aber mußte wegen der inmittelst eingetretenen Kriegs = Ereig=

nisse der Jahre 1812—13 und bei der nacherigen Abtretung der be= | treffenden Landestheile natürlich unterbleiben.

Gegenwärtig geht zwar ein Theil des Salzes, nämlih der Bez darf des fottbusser Kreises, den entgegengeseßten Weg über den Schwielohsee nah Kottbus, wie solches in Hinsicht des shönebecker Salzes auch ganz angemessen erscheint, dessenungeahtet aber glauben wir uns nicht zu täuschen, wenn wir die Wiederaufnahme jenes Pla= nes auch unter den jeßigen Territorial - Verhältnissen für wünschens=-

| werth erachten, da das Salz der Salinen zu Halle und Dürrenberg ' jeßt und resp, künftig per Eisenbahn bis nahe an Kottbus gebracht

| werden kann.

Nicht blos die der Kottbusser Bahn zu Grunde lie=

| genden Berechnungen der zu erwartenden Frequenz würden sih weit | günstiger gestalten, auch der Regierung würde der Transport des Salzes zu Versorgung Ostpreußens wohlfeiler zu stehen kommen.

vom 20, Oktober meldet nach Berichten aus Rom, der Erzbischof |

von Köln, Klemens August, habe diese Stadt am 3. Oktober ver= lassen und werde demnächst wieder in Münster eintreffen,

R

lihster Erinnerung stehenden ersten de Beriot schen Konzerts zu einem andauernden Beifallssturm hin, und Herr Rüthling (für den ; dienstlich abgehaltenen Herrn Louis Schneider eingetreten) erheiterte sie durch den pikanten Vortrag der C astellischen Humoreske: „Was ih verlange““.

Im zweiten Theil hörten wir „Hakon's Lied“ (aus Walter Scott's Roman „Der Seeräuber“), komponirt von Joseph Neyer. Der Kom- ponist der „Marg“ hat sich auch in dieser anmuthigen kleinen Arbeit als wacerer Tondichter bewährt, Durch den gemüthvollen Vortrag des König lihen Sängers Herrn Krause empfing dieselbe cin anziehendes Relief. Es folgte: „Der Glockenguß“, Gedicht von Anton Gubißt, gesprochen von dem Königl. Schauspieler Herrn Hendrichs. Balladenartige Behand- lung der Sage von der Glocke in der Magdalenen-Kirche zu Breslau, all- bekannt geworden durch die etwas in die Breite getriebene Romanze von Wilhelm Müller, Daß Gubig den Todtschläger auch noch als Selbst- mörder sterben läßt, bildet cine shneidende Dissonanz. Ein sühnender Ausgang der Geschichte war hier doch so nabe gelegt! Hierauf ein artiges Lied, komponirt von O. Thiesen, und von demsel- ben Komponisten eine minder ansprehende Behandlung der Napsodie : „Das Meer hat seine Perlen“, Herr Thiesen und der Königliche Konzertmeister Herr Moriß Ganz begleiteten leßtere Pièce auf dem Piano und Cello, Dlle, Marx aber sang beide Stücke volubil und gefühlreich. Fräul. Charlotte von Hagn trug sodann das Saphirsche Gedicht „Eisenbahnen und Frauenherzen“ vor und konnte hier ihr schönes Talent schon mehr walten lassen, wenngleich nicht in Abrede gestellt werden möchte, daß die Beziehungen darin nur wenig von jener ironischen Pikanterie haben, womit Saphir solche in Reime gebrachte Scherze sonst wohl auszustatten versteht. Herr Prume erfreute die Versammlung, die ihn lebhaft em- pfing, noch einmal, indem er ein von ihm komponirtes Andante und Ron- dino nah Motiven von Herold's „Pré aux Clercs“ zum Besten gab,

Weit größere Vortheile aber würden sich dann herausstellen, wenn künftig die Kottbusser Eisenbahn weiter bis an die Elbe bei Riesa

| fortgeführt werden sollte.

Das 15te Stück des sächsishen G eseß- und Verordnungs=

| Blattes enthält die Statuten der sächsish - schlesishen Eisenbahn-

Gesellschaft, die Bedingungen der mit Rücksicht auf den Staats=

Vertrag mit Preußen (24. Juli 1843) ertheilten Konzession, ferner | die Verpflichtungen und das Verhältniß des Eisenbahn-Unternehmens

Noch sang Herr Krause mit der Königl. Sängerin Dlle, Brexendorf, deren hübshe Anlagen wir mit Freuden in die Blüthe treten schen, das bekannte Duett aus No ssini’s „Scmiramide““, das sich jedoch allzu sehr in den allervernußtesten Gemeinpläßen seines Urhebers herumbe- wegt, um noch auf Theilnahme rehnen zu können, Herr Rüthling beschloß den Abend durch Mittheilung einer humoristishen Vorlesung von Adolph Glasbrenner, „Sein oder Nichtsein“. Streckverse, als Fort- seßung eines Antithesenspiels von Abraham a Santa Clara, darunter einige wißige und treffende, aber auch manche, die sich wohl unter Herren beim Knallen der Champagner-Stöpsel hören lassen mögen, gewiß aber nicht vor das Ohr der Zuhörerinnen an diesem Abend vaßten. J

44 Frankfurt a. M., 18. Okt. Nach“ Modellen von Schwan- thaler hat die Bronze-Fabrik von Jungé und Junkerstorff dahier in einem Höhenmaß von 2; Fuß das Göthe-Monument sammt den Reliefs sehr ge- lungen nachgegossen, Die Statuette allein is 17 Fuß hoch und kostet 12 Carolin, während das ganze Monument das Doppelte kostet. Auch wird bereits eine Statuette von 7 Fuß angefertigt. Als Erinnerungsgabe an die Jnauguration läßt die lithographishe Anstalt von G. W, Mettenius ein Göthe-Album erscheinen, das die Abbildung unserer Stadt, des Götheschen Hauses, des Studirzimmers des Dichters darin, Göthe?s Portrait , dice Abbildung der Monumente von Schwanthaler und Maresi, Facsimiles der im Götheschen Hause vorhandenen Handschristen des Dichters enthalten wird, Es werden von diesem Album auch Pracht-Exemplare, die aber nur 1 Rthlr, preuß, Cour, kosten, veranstaltet, :

————

R T I Mr Eer “reer wre rat verem

cie 3 P E L L Er rie