1844 / 303 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

1 j H j d 7 Ee i h 4: 1209) t f: F F Le [F 1! E11 j P i id j % Wi j i s 1 E j N | l î 2:04 L 4 î Y il

1584

' - T Verzeichniß; der Vorlesungen Handels- und Börsen - achrichten. Namen der Städte. Weizen | Roggen | Gerste | Hafer | hei der Königl. medizinis< - E O für ih 3. K F320 | das Militair im Winter-Halbjahre von Anfang Novem- z 90. Okt. (N. Z.) Den Personen welche sich sür die | 9. Kotthus. ce Eee... is | D113 3s | 2045 s h: 5, it „Nürnbers, 20 Dürtishroth - Fabrik interessicen , können wir | 4, Frankfurt a. d. O. ….........- 49 is 395 2855 21-5 ber 1844 bis Ende März 198 ) die erfreuliche Nachricht mittheilen, daß alle Aussicht vorhanden is, ein 5. Landsberg a. d. W. .……........ | 31s 3047 25% | 1 7s l, Professores ordinarii, - l anderes wichtiges Unternehmen werde si diesem anschließen. Der Die 6, Stettm ......... erer oe eere 4b 39 3277 21-7 E, Wolff, Dr., Dekanus, wird privatim medizinisch-klinishe Uebun- F einer Krapp-Fabrik am Rhein i! nfiileh SDiTad; folpld Erstere Lund. Bre 7, Stralsund r 4677 | 3057 | 26 12 1817 gen im Charité-Krankenhause täglich von 8 bis 9 Uhr halten. D t e Se den _ lich atc p M Bp 8. Kolber 99 437; | 27-5 | 19-7 J. L, Casper Dr., wird privatim 1) die gerichtlihe Medizin in hiesiger Gegend , deren Boden sich vorzüglich dazu eignet, einzu- } 9 Stol E He, P70 | 492 | 302 | 202 | Dienstags, Freita 3’ und Sounabends von 11 bis 2 Uhr vortragen und | sühren, Nürnberg hat daher Hoffnung , zu dem schon, so wichtigen | i erige iei ——— E” 2) das forensische Prakütum mit Benußung der gerichtlih-medizinishen Un- 4 Taba> - und Hopsenbau no< einen neuen, cben so einträgliden hinzu- 1, DIENGIOU . ¿60e op 00,02 s 0:09 Alis 22- | 2675 | 1 1 tersuhungen an Lebenden und Todten u s, w. ‘im Bereiche des berline fommn zu sehen, Teich, wo versel wis actgi Age g ar T ain 4e: Eta» «a ted tanten 4 i | 24 2H 4 i Physikats Montags und Donnerstags von 3 bis 4 Uhr privatim zy hervor, daß Südsrankreich, wo derselbe 1751 von einem vettriebenen Perser 3, Glogau .….…...….. ar dtód E MLZ | 325 | 282 | 175 A bten. M eingeführt wurde, jeßt jährlih für 6 Millionen Franken in den Handel bringt, E B asen 46 | 342 | 29% 17.4 en O Et, Dr,, wird öffentli < die allgemeine Physiologie Mitt Fi 6 Si po O R m E BROs Metan 5, Görliß... eee eeereetrrs 627 | Is 32-2 (22. wohs und Sonnabends 4 is 2 Uhr und privatim die Jpeuete für 3 Milionen Gulden nd die Bo n eist aus Hollans und Frank: | 6: Hirschberg 02% 120 | 302 | 194, | vignotogie Montags, iensings, Döverslags und Freitags von 8 bi O) E 1 r - 2 ues D oco oto aao 00. G * , Si 25 D LIEE: ist dèr Anbau ive Art da die Wurzel gleich der 7, Schweidniß erren 492; | 345, | 285; Ls 9 Uhr vortragen. f, d Mitiwohs udd Sonnabends von 8 bis 9 Uh Kartoffel, unter der Erde is, und ihr Ertrag baher nicht so von den Cin- | 8 Glaß... eee eere rerer ent 49 36 i2 2942 4 13 die vraliisde Krieges ne öffentlich lehren und die spezielle E Ae Sit S n Cemaberiigenht ter eds 0, Comsgüd o B H E N : 16 Therapie der hißigen und <ronischen Krankheiten nah E Hesten then oder Blätter wegen gebaut werden, 10, Leobshüß eere orer I | 3313 | * 16 5 T endes Donnerstags und Freitags von 8 bis 9 Uhr Wi I ei ote s C7 P f Qu Ti | E ragen rel D Ds 4 Riga, 19. Okt. Jm Handel war es in leßter Zeit sehr stille, 1. Magdeburg eiter eet T | 382 | 395 204 J, C. Jüngken, Pr., wird 1) öffentlich über die Verleyungen und die Zusuhren von allen ArSfeln der Landleute aren höGN Med elle e e Cane A 33 1276 | 462 des menshlihen Körpers Mittwochs und Sonnabends von bis 6 Uhr, tend. Roggen unverändert; russ: 17 T Ae BErY L, 3. F alberstadt A E 4719- | 407 | 31 S | 99 2 2) privatim über generelle und spezielle Chirurgie Montags, Dienslags, 58 Rubel. Per ultimo Mai wurde 116/117pfd. mit 63 Rubel und 10 % de av 2 \tc M iets ae d als aide «00d L 2 3e s 5 ¡2 Donnerstags und Freitags von 5 bis 6 Uhr lesen, und 3) die Klinik sür dd: n pu i s Mübel # Mt E 3 398 978 | 22% Chirurgie und Augenhcilkunde o Charité FepBenbause täglich, mit Aus- Flachs wird billiger angetragen: 2I NKuoel, D hausen... ero oos 3 D S L215 è Sonnabends, vdit 9 bid pr halten. i Für engl. Kron, %% Rubel B. A., 23 Rubel R. D, O2 G E a Es, Ves U dée 7 39 28 Í 194% T e E a A0 0 ibr iber tgyto i Hanf ohne wesentlicbe Veränderung. Ta Halle T R D E E V A E S TUE 4I-7s D D 12 c gamische Pslanzen dsfentlich lesen. Privatim wird erx von 8 bis 9 Swlagleinsaamen sand Nehmer zu 13 Rubel, 8, Torgau eee ooooooo N cs 381.) 2957 121-5 Uhr sechsmal in der Woche die Pharmakelogie vortragen. 4 1 Münster 1712 1/917 (407 315% E. Mit sch erlich, s M V iva I Entla ¿Â i i Z ide -* T E unde A nis 3 * 9921] 302 i Iusammenseßzung und Veränderung der Erdobersläche df e ntlivw F Preise der vier Haupt - Getraide-Arten 2, Minden A N. 1/63 j 48 A f n aa bre se (4 e rrlatontal«Ghemie se@Mmal wächentih M in den für die Preußishe Monarchie bede utendften | | oie E e aand 605 a « | 402 59 1 von 11 bis 12 Uhr, und Dienstags und Freitags von 3 bis 4 Uhr Phyto- f Marktstädten im Monat September 1844, nah einem 4. Dortmund eere ee aeror gy | 94 is x 129 j, vid Zoochemie vortragen. : D monatlihen Durchschnitte in Preußischen Silbergroschen | 14, Köln... eere ener 1! | 47-727 | 3677 | 2915 Joh. Müller, Dr., wird Montags und Donnerstags von 3 bis und Scheffeln angegeben. 2, Elberfeld e000): 7D 22 144 33 4 Uhr die Anatomie der Sinneswerkzeuge öffentlich vortragen, Préi- : j 3, Düsseldorf eere rer 702- | 497 | 40 28.8 vatim giebt er täglich von 9 bis 12 Uhr in der praktischen Zergliederungs- t Städt | 4. See L BAOE 1, 68 45 M2 | 29 Y funst Unterricht, und lehrt täglich von 2 bis 3 Uhr die gesammte Anatomie Namen der Städte. Weizen | Roggen | Gersle Hafer Ls a N a 8s v tg eie? 22 tis des Menschen. j ( | Z R L a 19 2 a 13 2e 12 I, S <önlein, Dr., wird pr wn H) spezielle Paihelogie und 1, KönigGberg eret tes es 46 & | 3 | 2955 | 1855 O S Lal O ide Therapie se<8mal wöchentlich von 10 bis 11 Uhr vortragen und 2) mer 2 a ; 62 D 40 30 192 7, Aachen... eta oee orre ate N An 36 j E r Tisch Uinische Uebungen im Charité - Krankfenhauje täglich von 14 Uhr an 2A E Li V dos Fete da doe Gi 12 é ) O73 408 8. Malmedy E E Ce epo oes 7 V -L- : 2 halten. s : | i Ans L c L ec C0 Léa ooo esd t 39 13 2 12 p ¡2 Y Trier 4 (5 E E La a 00000000 65 L 54 D A8 S 258. V C..D: Turte, Dr., wird die Experimental „Physik Miitwochs und 4, N)rer T ape Ce T ed A ES «s D t Si 16 S 2 Qui A - 49 45 992 Sonnabends von 3 bis 5 Uhr vortragen. D 5. Rastenburg .… A ECA E 6) 36 28 2 4 S Uid A 29 TE D 63 1 A3! 37.2 6G F. Wolf, Dr., wird Montags, Dienstags , Donnerstags und Frei- G E E 4 3 | 93 12. Sthe *DUALS 1 13/01 E " 94 tags von 5 bis 6 Uhr öffentli < Psychologie vortragen. LO E L 30 E, A A M So 77 Gs 602: 1432| 3621 267 ' Il, Prosessores extraordinarii. E 601035 M M | e A PGOR 1452 Zu | 258 J. F. C. Heer, De, wird 1) öffentlich über Encyllopädie um 2 E ec R A 1 “e 12 S g en A H A Methodologie der Medicin Mittwochs und Sonnabends vou : h iboladie 4 10, Graudenz L 43 12 2e 1 is 1 Durchschnitts - Preise 2) privatim über Geschichte der Medicin und More De A 5 116 R. U o dto ad ide der ots 44 | 305 p j 20-2 11 P Fish >tädt (99 | 351 | 28 19" Montags, Send ti divite Mon 4 Binttas N itifagd c Rie 42, Thorn tenen 413% | 27/7 | 245, 1157 } der reußischen Skädle ...-- « 14972 | 2014 | 28 I | 3) über allgemeine Pathologie Montags, Vienstags, L gs und L F 2 E j E 9. » 5 Posenfsch en Städte Ge L Le 10 24 L 1 2 ta s von 1 bis 2 Uhr lesen. j : 4 ) / : Ä O e a0 (t Do R 4 oe SUA B Branvenbärgilihn und Pom- D I E j V T G, Mítscherlich, Dr., wind 1) öffentlich über die aufregenden F 2, E A eret arent 7 4000, na Q.) GOt&Ì ais merschen Städte... .--- 51 2- | 3611 | 282 | 207 Arzneimittel Dienstags und Freitags von 6 bis 7 Uhr Abends lesen, und F 3) RIONNGDE eo ofe aer irr naer O) Six | 2212 L : fi Std L, 49 B48 29% | 182 9) privatim die Arzneimittellehre sechsmal wöchenilih von 8 bis 9 Uhr F 4, Rit e rorerereeree 52 | 30% (Mx | u » 41 Shhlesischen- Stüdto 4 -- R | 302 | 202 | Morgens vortragen, D L b E E (4 05% 464 | 47 © 92) A Sächsischen Städte... P 1 Pi 39 2 l 590 “G, C. Reih, Dr, wird die Geschichte der Medicin öôssentlih Berli 0E | 34,7 | 2947 | 224 bu E e T E Tas lehren, Priv atim trägt er die spezielle Pathologie vor. B l () 94 29-1; M é 11 11 6 O! ) P g \ d Brcndeibnta A L: | 9.2 358 | 050 E s! 44 Rhein Stkbles. 108 T4807 97 R T M k ran l Ur 20:00:60: 0 Éd,02 00 6:> 4. 12 Ds 4) {5 ais s E t S ; aa T

KSeckannfmachungen.

[999 b] A u 8 zu g.

Alle und jede, welche an die Verlassenschast des ver- storbenen Gutsbesißers Zohann Jacob Hecht auf Zicker in specie an das dazu gehörende auf Rügen belegene Gut Zier c, p. Forderungen und Ansprüche haben, werden zu deren Anmeltung und Beglaubigung in einem der folgenden Termine: am 28, Oktober, am 15, oder 29, November cr., Morgens 10 Uhr, vor dem Königl, Hofgericht bei Ver- meidung der am 20, Dezember er. zu erkennenden Prä- flusion, unter Hinweisung auf die den Stralsundischen Zeitungen vollständig eingerü>ten Proklamen vom heu- tigen Tage, hiermit aufgefordert,

Datum Greifswald, den 28, September 1844, Königl, preuß, Hofgericht von Pommern und Rügen, (L, S.) v, Möller, Praeses,

[1303] E diftal-Citation,

Da der augeblih zu Brüssel wohnhaste, dur< die Ediftal-Citation vom 22, Juni 1844 vorgeladene Nen- tier Jean Baptiste Paul van Cuy> ín dem zu séiner Verantwortung am 6: September d. J, angestandenen Termine nit erschienen ist, so ist zu gleichem Zwe> ein anderweiter Termin auf ;

den 23, Februar 1845, Vormitt, 10 Uhr, vor dem Königl, Kammergerichts - Assessor Bater im Kriminalgeriht, Molfenmarkt N 3, erhörszimmer Nr. 18, auberaunit wörden, Zu diesem Terimíne wird der Rentier Zean Baptiste Paul van Cuv> abermals hierdur< öffentlich vorgeladen mit der Auslage, sich zur reten Zeit persönlich einzufinden, und falls .díe ihm bereits in der Ediktal-Citation vom 22, Juni 1844 be- kannt gemachte Beschuldigung bestritten werden sollte, zur Cinlassung und Autwort auf dieselbe, zur Ausfüh- rung seiner Rechtfertigung und zur bestimmten Anzeige über seine Vertheidigungsgründe eiwa vorhandenen Be- weismittel si{< gesaßi zu halten, auch diese Béweismit- e falls sie in Urlundén bestehen, mit zur Stelle zu

ringen,

“Jm Fall abermaligen ungehorsamen Ausbleibens in diesem zweiten Verantwortungs - Termin wird zioar mit Vernehuung der zum Beweise der Anklage vorgeschla- genen Zeugen g lohren werden, jedoch verliert der 2c. van Cuy> nah Vorschrist der Geseze seine Eintven-

dungen und Ausstellungen gegen die Person und Glaub- D feit der Zegen, soweit sie sih nicht etwa aus tt Vexnéhmung derselben von setbst ergeben sollten. D die sonst zulässige christliche Ver- fal, cimedt mah, nad eser Beweis Aafnome

g eweis - Ausn

S iniß ‘ohne Weiterés nach Lage der Alten

abgesaßi Werden. Berlin, den 17, Oktober 4844.

Königliches i R Abtheilung fn M Uniersuch rent (L. S.) Er "en der,

A

Nothwendiger Verkauf. E Stadtgericht zu Berlin, den 17, Oltober 1844, Das ín der Jacobsstraße, Spandauer Viertels, Nr, 28

[1304] Q

belegene Kaufmann Müllershe Grandstü>, gerichtlich abgeshägt zu 13,063 Thlr, 11 Sgr. 9 Pf., soll

am 24, Juni 1845, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Tare und

Hypothekenschein sind in der Registratur einzusehen.

[1183] Ediftal-Citativon

Nachdem über das Vermögen des vormaligen Apothe- ferò und Dampfsmühlen-Besigers Friedrich Wilhelm Herr- mann Anwandter und seiner mit ihm in Güter - Ge- meinschaft lebenden Ehefrau Agnes Alexandrine Frie- deri>e geb. Pinnow zu Finkenwalde durch das am 23. Juni cer, behändigte Appellations - Eikenntniß des Kd- niglichen Ober - Landesgerichts hierselbst der Konkurs eröffnet worden is, so werden sämmtliche Gläubiger des Gemeinschuldners zu dem auf den 31, Dezem- ber d, J., Vormittags 10 Uhr, ín dem Gerichtszimmer zu Finfenwalde vor dem Landrichter Ramm anberaum- ten General - Liquidations - Termíne hierdurch öffentlich vorgeladen, um in demselben persönlich oder durch" zu- lässige Bevollmächtigie, zu welcher ihnen die hiesigen Justiz - Kommissarien Zietelmann, Hauschte> und Pr, Zachariáe in Vorschlag S werden, zu erscheinen, ihre Ansprüche an die onfursmasse gebührend anzu- melden und deren Richtigkeit nachzuweisen, unker der Warnung, daß die Ausbleibenden mit allen ihren For- derungen qn die Masse durch ein sogleih nach dem Termine abzufassendes Erkenntniß ausgeschlossen und ihnen deshalb gegen die übrigen Gläubiger ein ewiges Stillschweigen auferlegt werden wird.

Stettin, den 10, September 1844,

v. Kattsches Patrimonialgericht Finkeuwalve 2c.

[1034 b]

Berlin - Stettiner Eisenbahn. ß Wir bringen die Be- e K: stimmung des $, 2, unseres Reglements für dieBesörderung mit denGüterzügen, wel- cher wörtlich also lautet:

„Die Bedin- gungen zur

Annahme von Gütern zun Trans- port auf der Báhn sind folgende :

Beisügung eines Frachtbrie-

fes , enthaltend :

a) Ort und Datum der Ausgabe,

B Bezeichnung und Anzahl der Colli,

c) baren B Nummer, Bruito-Gewicht und nhalt,

d) amts und Won Absenders,

e) Namen und Wohnñört des Empsängers.

V7

P E

T R

Gedru>ie Formulare zu solhèn Fr

tbriesen sind in

der Güter-Erpedition jeder Station, das Buch zu 100 fleinen oder 50 großen sür 5 Sgr,, ein kleiner zu 1 Pf., zwei große zu 3 Pf. zu haben, Wird die Ausfüllung des Formulars vou unseren Erxpedienten oerlangt, fo sind dasür no< 3 Pf, für das Sitü> zu zahlen, Die Frachibriefs - Formulare werden jedoch denjenigen Ber- fendern umsonst geliefert, welche dieselben bei gleichzei- tiger Aufgabe der Güter in der Erpedition ausstellen, resp, ausfüllen lassen. Frachtgut mit auderen, als sol- chen Frachtbriefen, wird nur dann zur Beförderung an- genommen, wenn diese ausdrücklich die Bemerkung ent- halten ;

„mit Anerkennung der Bestimmangen des Beiriebs-

Reglements der Berlin - Stettiner Eisenbahn - Gesell -

hast und aller derjenigen Gesellschaften, über deren

Bahnen das Gut gehen muß, um an den Bestim-

mungsort zu gelangen“ bierdur< mit dem Bemerken in Erinnerung, daß unsere Güter-Expedienten angewiesen worden sind, alle Fracht - güter, denen nicht unsere, vom Absender unterzeichneten Frachtbriese, oder die mit der vorgeschriebenen Bemer- fung versehenen, beigesügt sind, ohne Weiteres zu rü> zu weisen,

Ferner machen wir bekannt, daß Frachtgüter in der Güter -Erxpedition zu Berlin während der Dauer unseres Winter-Fahrplans nux bis 6Uhr Nachmittags angenommen werden,

Stettin, den 24, Oltober 1844,

“Das Direktorium, Witte, Kutscher. Frepdorf,

[990 h Bekanntmachun g-

]

Berlin-Stettiner Eisenbahn.

Er Diejenigen Reisenden, welchewährend der Dauer unseres Winter - Fahr- plans nach ihrer Ankunft in Berlin mit unserem : Morgens - Personenzuge

Em den zweiten um 12 Uhr i R Z2A É T geren A ina8 p A D L er Berlin - Anhaltischen r Bahn zur Weiterreise be- nüßen wollen, dla wir, das mit sih führende Pas- sagier-Gepä> als solches in die Augen fallend zu be- eichnen, welches mit der leytgedachten Bahn weiter ge- en soll, indem wir die Anordnung getroffen haben, daß derartiges Gepä> in Berlin vorzugsweise schnell expedirt wird, Steitin, den 11, Ofltober 1844, Das Direktorium.

Witte, Kutscher. Schlutow,

Citerarishe Anzeigen.

[1305]

E

Vei Firmin Didot Frères in Paris is er-

schienen :

Leitres de M” de Sévigné.

Choîx nouveau très complet contenant

318 lettres, précédé d’une

notice et de S l’essai sur le style épistolaire, par Suard, f sÉrrétalre perpétuel de VAcadémie francatse Bf

1 fort volume de 650 pages pet. in 8.

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laormat anglais avec portralt.

élég. cartonné 4 Thlr, 5 Sgr b / 7 f d) Mémoires ionckañi la Vié etlès Berit | K / 3 ] D M , M" de Sévigne. | 1ère Partie. Durant la Régence et la Fronde. b 2e - Durant le Ministère du Cardinal Ma- b

zarin et la Jeunesse de Lonis XI\V s

par M. le Baron Walckenäër. S

Fenx volumes in 12. format anglais. Prix broché 2 ‘Thlr. 20 Sgr. :

s s S + e f Vorräthig in Berlin bei E, S, Milller F

(Stechbahn 3), H. Schroeder, A, Dun der, N colagische Buachhandlung 2c,

Der in den hiesigen Konzerten unter Leitu Komponisten mit allgemeinstem Beifall aufge

hi lobie q

ng des F

nommene und von Herrn Rellsta b sehr

VV alzer Ein Sträulschen "n JON. Gung!l

Orchester und für Piano "5 Mädchenträumfts

17 Thlr, Marscl Oi

[1302]

erscheint baldigst für VVir empfehlen G ung 1 VValzer 1. Piano 125 Sgr., f. Orchester Catharinen-Polka, Ungarischer Souvenir-Polka f, Piano à 5 Sgr, dito l. chestre 1 Vhlr, Ï i B 9 Lieder aus Köck n. Guste mit dem Origina | Text à 25 u, 9 Sgr. 34 Linden. Schlesingersch

% f

e Buch- u. Musikhlgd, f

[998] An die eei ehrli - und Stadt-Theater -Directionen verehrlichen Hof nd schlauds!

eichnete erlaubt sich hiermit, seine am 22, 6 Db Yabtos zum erstenmale im Theater Druty

Laue ausgesührte große Oper: „Die RBräule von Venedig“, welche bis zum Ende der

Saison 31, Mai dreiundzwanzig Mal mit steigen: dem Beifall wiederholt wurde, in ihrer deutschen, durch Karl Klingemann ganz umgearbeiteten Form den Büh- nen seines Vaterlandes anzutragen. Das vollständige Tertbuch und die Pärtitur werden Mitte September zu! Auslieferung bereit sein und können re<tmäßige 1“ weise ausshließlih nur von dem Komp0-

nisten erlangt werden, ; Julius Benedict, Kapellmeister des Königl. Theaters Drury Lane. 2. Manchester Square London.

| Das Abonnement beträgt: 2 Kthlr. sür 4 Jahr. 4 Kthlr. - 5 Jahr. 8 Rthlr. - e î cilen der Monarchie es allen f Preiserhöhung. ¡jons- Gebühr sür den Ile ciner Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr.

Allgemeine

Preußische Zeitung.

Alle Post-Anstalten des In- und Auslandes nuchmen Sestellung aus diescs Blalt an, für Berlin die Expedition der Allg. Preuß. Zeilung : Friedri<sfstrafie Ur. 72.

E 43

"16 303.

In halt. Amtlicher Theil, Inland, Schreiben aus Saarbrücken. Weber. Deutsche B

Freie Stad F. J: Le 2 Oesterr gegen d

ie Verbreitung der Viehseuche.)

Die spanische Verfassungs-Reform. Großbritanien und Jrland. London.

Birkenhead. Vermischtes,

Belgien. Brüssel. Antwort des Königs auf die Senats - Adresse, Paragraph aus der Adresse der Repräsentanten, Neue Verwaltungs- Maßregeln. Protestation von Offizieren der Bürger-Garde gegen er-

littene Jusulten. Schweiz, Kanton Graubündten, Felssturz bei Felsberg, Atalien, Rom. Die Maroniten. Spanien. Schreiben aus Madrid. Constitution und ihre politishe Bedeutung.)

Türkei. Konstantinopel, Die englischen Unterhandlungen mit Meh-

med Ali.

Haiti, Schreiben aus Paris, (Die neuesten Berichte über den Zustand

der Jusel.)

Die Gewerbe-Ausstellung der deutschen Bundes- und Zollvereins - Staaten Einige Worte über den Zwe> und die fünstige Wirksamkeit der Vereine

für das Wohl der arbeitenden Klassen.

Handels- und Börsen-Nachrichten. Berlin, Börse. Briefe aus | Frankfurt a, M, (Börse,) und Amsterdam, (Börsen- und Markt-

beriht.,)

Autliche? Theil.

Se, Majestät der König haben Allergnädigst geruht : Dem Hauptmann im wehr-Regiments und Landrath a. D., Grafen von

then Adler-Orden dritter Klasse zu verleihen ; und

Dem zum Pfarrer an der evangelischen Kirche in Trier ernann- ten seitherigen Pfarrer in Düsseldorf, Spieß, den Charakter eines

Konsistorial-Raths beizulegen,

Die Ziehung der ten Klasse 90ster Königl. Klassen - Lotterie wird den 7. Novembeë d, J. Morgens 8 Uhr im Ziehungssaal des

Lotteriehauses ihren Anfang nehmen. Berlin, den 31, Oktober 1844. Königl. General=Lotterie=-Direction.

Angekommen: Se. Durchlaucht der General-Major und Com- mandeur der bten Landwehr-Brigade, Fürst Wilhelm Radziwill, von Posen.

Vichtamtlicher Theil.

Inland.

X Saarbrücken, 24. Okt. Die Sammlungen zu Gunsten der armen \{lesishen Leineweber erfreuen si< fortwährend der leb- hastesten Theilnahme. Nach einer Bekanntmachung im heutigen Anzeiger haben die von dem Königl. Landgerichts-Rathe Hoester- mann an verschiedene Unterstüßungs-Vereine gerichteten Geldsendungen bis zum 22sten d. M. die Gesammtsumme von 8745 Rthlr. 13 Sgr. 3 Pf, erreicht. Hierunter befinden si< 97 Rthlr, 24 Sgr. freie Geldspenden, das Uebrige is als Vorshuß und Bezahlung sür be- stellte Leinenwaaren entrichtet worden, deren von hier aus bis jeßt im Ganzen für 26 28,000 Rthlr. in Auftrag gegeben werden konn- ten, Die aus mehreren Gegenden MO ei hauptsächlih von dem hirshberg-shönauer Vereine schon in geo er Menge überschidten Lei- venwgaren aller Art haben bei allen Kennern hier und an anderen Orten der Provinz eine befriedigende Würdigung gefunden, so daß die Weinländer durch diese Versuche wohl im Allgemeinen dahin ge- es werden dürften, den \{hlesishen Leinen - Arbeitern immer bedeu- enderen und nachhaltigen Absaß zu gewähren,

Ausland.

Deutsche Bundesstaaten.

Großherzogthum Baden. Der Au s . gsb. Allg. Ztg. Prin unterm 21, Oktober aus Mannheim berichtet: „Die geschiedene Lig Alants Wasa wird ihren gegenwärtigen Aufenthalt in Mäh- niali emnädhst verlassen und {hon mit Ende Oktober mit Jhrer Kö- L Hoheit der Prinzessin Karoline, ihrer Tochter , bei ihrer a cs auhtigsten Mutter, der verwittweten Großherzogin von Baden, her annheim eintreffen, wo auf Befehl Sr. Königl. Hoh. des Groß- ihre üm eb dem Großherzoglichen Schlosse für die Prinzessin und Laa deur N eine Wohnung bereit gestellt isst. Was die Nachricht anf elite Derr Königlichen Hoheit der Prinzessin bewirkten An- türlich und aa in Mähren betrifft, so wird es wohl eben so na- auf bedacht gewesen in, zdeinen, daß die Prinzessin von Wasa dar- zessin Tochter in festem & Vermögen zur Sicherung für ihre Prin- erscheint, daß dig lbe ei rundbesiß anzulegen, als es leiht erkflärbar ' e einem Lande sich nicht ganz entfremden'will, in

ae Bier i gelebt hat, unv welches das Geburtsland ihrer

Freie Stadt Hamburg. Di é Weber's ist am 26, Oktober mit kem Dampsslüse By B on

Berlin, Donnerstag den

(Unterstüßung der schlesischen

ndesstaaten, Grh. Baden, Die Prinzessin Wasa. t Hamburg, Ankunst der Leiche K, M. von Weber?s.

jer He Monarchie. Sreiben aus Prag. (Maßregeln

Frankreich. Paris. Die Anleihe-Frage. Der Erzbischof von Paris an den Munizipal-Rath in Betreff der wohlthätigen Congregationen,

nie Uebungs - Geschwader, Der brasilianische Zoll - Tarif. Pater Matthew. Neuer Hafen in

(Näheres über die Resorm der

2ten Bataillon (Hirschberg) 7ten Land- Matuschka zu Hirschberg, den Rothen Adler - Orden zweiter Klasse mit Eichenlaub ; Wi so wie dem Königl. niederländischen Oberst-Lieutenant und Commissair I bei dex Bundes-Festung Luxemburg, van der Brugghen, den Ro-

Hamburg angekommen.

aus Paris‘ und manche andere Schriften,

die Möglichkeit einer weiteren Ausbildung auf Afademieen zu ver- schaffen. ;

Oesterreichische Monarchie.

Þ Prag, 23. Okt. Da die im gegenwärtigen Jahre sortwäh- rend herrshende naßfalte Witterung Krankheits - Ausbrüche mancher Art unter dem Hornvieh besorgen ließ, wenn nicht dur<h zwe>mäßige Vorbauungs-Maßregeln denselben bei Zeiten entgegen gewirkt würde, so hat das Gubernium schon früher die Kreisämter beauftragt, die Vorschriften des Seuchen - Unterrichtes und die geseßlich bestimmten Vorsichts-Maßregelu neuerlich allgemein bekannt zu machen, und den Vieh=-Eigenthümern, besonders auf dem flachen Lande, die Nothwen- digkeit der genauesten Beachtung und Durchführung der angeordneten Vorsichten ernstli<h zu Gemüthe zu führen. Weil übrigens in Mäh=

Lokal - Behörden die Weisung ergangen: nachdrü>lih dafür zu sor- gen, daß zur Hintanhaltung weiterer Ausbrüche und Verbreitung derselben die bei ähnlichen früheren Veranlassungen, wegen der Vieh- triebe aus Polen vorgeschriebenen Vorkehrungen auf das genaueste befolgt und deren pünktliher Vollzug in allen geeigneten Wegen überwacht werde. Es is übrigens sehr zu wünschen, daß diese An-

ordnungen hinreihen mögen, dem Uebel Einhalt zu thun, da dessen weitere Verbreitung die ohnehin kümmerlihe Lage unserer bäuerlichen Bevölkerung noh sorgenvoller machen müßte, und nicht nur die Er- gänzung des während der leßten Nothjahre sehr gelichteten Viehstan- des bedeutend ershweren, sondern zum Nachtheile der arbeitenden Klassen die ohnehin bereits auf einer lästigen Höhe befindlichen Fleish- preise no< mehr steigern würde.

Frankreich.

Paris, 25. Okt, Man hält es für ziemlih sicher, daß die Anleihefrage in dem gestern in Gegenwart des Königs gehaltenen Ministerrathe entshieden worden sei, Die Majorität des Kabinets soll si< für unverzügliche Negoziirung der 300 Millionen erklärt, und Herr Lacave - Laplagne , der fast allein dagegen gewesen, zuleßt auch der Ansicht seiner Kollegen sih angeschlossen haben, „Die Gründe“, meint der Constitutionnel, „die das Kabinet zur Negoziirung der Anleihe bestimmten, sind rein ministerielle, Nicht deshalb, weil es an Geld fehlt, wird die Anleihe ins Werk geseßt, sondern um einer politischen Verlegenheit zu entgehen. Das Ministerium will nämlich niht zur Konvertirung der 5proc, Rente reiten, Es is entsdlos- sen, alles Mögliche zu thun, um diese Maßregel zu vermeiden, und die Negozirung der Anleihe hat für dasselbe die große Verlocung, daß dadur die Konvertirung um mindestens zwei Jahre aufgesho- ben wird.“

Der Munizipal- Rath von Paris hatte vor einigen Wochen auf den Bericht des Herrn Robinet beschlossen, die zu Gunsten mehrerer von religiösen Congregationen geleiteten sogenannten „Werke“ der Wohlthätigkeit verlangte Geldbewilligung zu verweigern, und den Präfekten aufgefordert, ein wachsames Auge auf diese, dem Gesebe sih entziehenden und immer zahlreicher werdenden Justitute zu richten, Der Erzbischof von Paris hat darauf an die Mitglieder des Munizipal- Raths ein Schreiben gerichtet, welches eine Art von Protestation gegen dessen Berathung und gegen den Bericht des Herrn Robinet ist, und jeßt von dem Univers veröffentliht wird. Das Schreiben beginnt mit der Erklärung, daß der Erzbischof keinesweges von dem Munizipal- Rath eine Abänderung seiner Beschlüsse verlange, sondern daß er sich damit begnügen wolle, einige der Behauptungen des Berichterstatters zu berichtigen. Er belobt dann die wohlthätigen Bemühungen jener Anstalten und den Zwed>, den sie in ihren Ankündigungen bezeichnet, und erklärt, daß er die Absichten der geistlichen Vorsteher und Vor- steherinnen dieser Justitute für vortrefflich halte, und in dieser Ueber- zeugung zur Errichtung ihrer verschiedenen Werke, unter anderen für die Unterbringung von Dienstboten und Lehrlingen, seine Genehmigung ertheilt habe. :

Die d i ene Reform der spanischen Verfassung wird von der pariser Presse fast mit allgemeinem Tadel aufgenommen. Daß die Oppositionsblätter der sogenannten liberalen Partei aufs stärkste dagegen eifern, is niht zu verwundern; aber au<h das Journal des Débats, welches si< stets sehr zu den Personen hingeneigt hat, die jeßt in Spanien am Ruder sind, spricht sich keinesweges beifällig über das von ihnen éingeppia ene Verfahren aus, in- dem es sagt: „Das spanische inserium hat den Cortes des Königreichs sein berühmtes Projekt zur Aenderung der Constitution vorgelegt. Wix geben heute den Text deffelben,

Zlsen Oftober

i Am 30, Oktober beabsihtigten die dortigen Musiker und Musikfreunde, etwa dreihundert an der Zahl, am Bord des Schiffes einen Psalm und dén Beethovenschen Trauermarsch aus= zuführen und den Sarg mit einem silbernen Kreuze, zu dem Jeder von ihnen beigesteuert hat, zu s{müd>en. Jm Stadt-Theater soll an demselben Tage „der Freishüß“ gegeben werden. (Hiernah beruhte die Angabe aus Dresden über die bereits erfolgte Beerdigung Weber's auf einem Jrrthum.) Am 26, Oktober ward zu Hamburg Dr. Friedrih Johann Lorenz Meyer zur Erde bestattet, einer der ältesten deutschen Schriftsteller (geb. 22, Januar 1760), dem Publikum be- fannt dur< seine „Darstellungen aus Jtalien“, seine „Fragmente y 1 1 so wie dur< seine rührende Pietät sür Klopsto>, dessen von jedem Reisenden besuchtes Denkmal vornehmlih auf Meyer's Betreiben entstanden is, Jn Ham- burg hat die Kunde von Meyer's Hinscheiden außerdem ein doppeltes Interesse. Er war der lebte Präses des hamburgischen Domkapitels, überhaupt der lebte der hamburgischen Domherren; mit ihm erlischt die tausendjährige Stiftung des Anschar. Die Muße, welche diese Stellung ihm gewährte, widmete er theils der Beschäftigung mit der Literatur (außer seinen größeren Arbeiten hat er zahlreihe Beiträge für die „Allgemeine deutsche Bibliothek“ und die „ZJenaische Literatur- Zeitung“ geliefert), theils einer vielseitigen, gemeinnüßigen Thätigkeit. Er war ein Menschenalter hindur (1791 1824) Secretair der patriotischen Gesellschaft. Ein Hauptverdienst Meyer's war, daß er | diese ein ußreiche Stellung benußte, um den Sinn seiner Mitbürger sür die s{<önen Künste zu we>en, die Künstler aufzumuntern und ihnen

1844.

Es is dies unterziehen.

E C der wir Noch sind wir niht im Besiß der Einleitung, deren Verlesung der des Geseß - Entwurfes vorherging, und wir “lbstéhen; daß wir der Argumente sehr bedürfen, die wir ohne Zweifel in die- sem Dokumente finden werden, um uns von der Nothwendigkeit und Zeitgemäßheit des Unternehmens der jeßigen spanishen Regierung

uns ohne Enthusiasmus

vollkommen zu überzeugen. Dieser Plan hat vor seinem Erscheinen großes Geräush gemaht; wir wissen niht, ob dies jebt auch no< der Zall sein wird. Man hat sih in Frankreich viel damit beschäf- tigt; in Spanien i} er mit der größten Ruhe, ja selbs mit einer ge=- wissen Gleichgültigkeit aufgenommen worden. Dies seßt uns nicht in Erstaunen, denn wenn es irgend ein Land giebt, wo Verfassungs- Veränderungen zur natürlichsten Sache von der Welt geworden sein niffen. so is es sicherlich Spanien. Man könnte selbst finden, daß das Mini= sterium si bescheiden gezeigt habe, denn da es einmal so weit ging, die bestehende Verfassung von oben bis unten zu ändern, \o hätte es vielleicht eben so gut au eine ganz neue entwerfen können, Cine mehr oder weniger, Spanien würde si<h darüber nicht sehr beunruhigt haben. Es hat deren seit einigen Jahren so viel gesehen, daß es gegen diesen Punkt wohl etwas abgestumpft sein muß. Wir möchten niht gern ungere<t sein gegen das spanische Ministerium. Es ist gewiß von trefflichen Absichten beseelt, Es is manches Gute in seinem Entwurf, welhes wir vollkommen billigen würden. Anderes {<me>t für unseren Gaumen etwas zu sehr nah Reaction und is weit entfernt davon, mit Ideen und Prinzipien, die wir zu achten gewohnt sind, weil wir unter uns die wohlthätigen Folgen davon sehen, übereinzustimmen. Aber am Ende wissen wir, daß man dergleichen Dinge nicht von einem abso- luten Gesichtspunkte aus beurtheilen darf, daß, was diesseits der Py= renäen eine Wahrheit is, jenseits derselben ein Jrrthum sein kann, und daß Spanien vielleicht no<h nit reif is für den Genuß von Jnstitutionen, welche für freiere und besser organisirte Länder hinfort gewonnen sind. Wir wünschen also sehr aufrichtig, daß die in der spanischen Verfassung jeßt vorgenommenen oder vorgeschlagenen Ver=

änderungen diesem Lande eine neue, glüctlihere und regel= mäßigere Aera eröffnen mögen; aber wir wünschen es mehr, als wir es hoffen. Wir würden es lieber gesehen haben,

wenn die spanische Agerung V mit Verwaltungs-Geseßen beschäf=- tigt hätte, statt mit großem Aufwande eine verbesserte und vermehrte

ren die Rinderpest an mehreren Orten herrschen soll, und nah vorgestern hier eingelangten Berichten au<h in den westlihen Krei- sen Böhmens Spuren derselben sih gezeigt haben, so is an die

Ausgabe der Verfassung auszuarbeiten. Grundsäße muß man nur aufstellen, wenn sie einige Aussicht haben, geachtet zu werden ; sonst

gefährdet man sie nur und seßt sie unnüß der Verleßung aus. Man mag immerhin aus dem Grundgeseß den Artikel

tilgen, der die Volks - Souverainetät sanctionirt; das wird niht hindern, daß ein betrunkener Sergeant ungestraft eine neue Verfassung proklamirt. Wenn die spanische Regierung es si ernstlich angelegen sein ließe, Ordnung ín die Verwaltung zu bringen, die Armee und die öffentlihen Aemter zu organisiren, die Finanzen des Landes zu regeln, so glauben wir in aller Bescheidenheit, daß dies zeitgemäßer und nüßlicher sein würde, als eine unabsehbare Dis- kussion über das Prinzip der Volks-Souverainetät. Jedenfalls können wir nicht umhin, unser Bedauern darüber auszudrü>en, daß die spa= nishe Regierung sih nicht lieber mit praktishen Reformen beschäftigt hat, als mit allgemeinen Speculationen, die bei dem jebigen Zu- stande des Landes nur von sehr geringem Werthe sein können, und wir glauben nicht, daß diese berühmte Verfassungs - Reform als ein großes politisches Ereigniß, selbst in Spanien, betrachtet werden kann,“

__ Die Revue de Paris berichtet, daß der König bei seiner Ab= reise von Windsor eine Summe von 50,000 Fr. zur Vertheilung unter die Dienerschaft des Palastes angewiesen, aber auf die Bemer= kung, daß die Königin Victoria voriges Jahr zu Eu nur 25,000 Fr. zu gleichem Zwe> bestimmt, der Schicklichkeit halber auh nur dieselbe Summe zu vertheilen befohlen habe.

Großbritauien und Irland.

_ Londou, 25. Okt, Das Uebungs-Geschwader unter dem Ad= miral Bowles hat gestern Portsmouth E und wird si< zunächst nach Lissabon begeben, um das Linienschiff „Albion“ an sich zu ziehen; der Kreuzzug soll zwei Monate dauern. T

Der Manchester Guardian bemerkt, daß mit dem kürzlich bekannt gewordenen brasilianishen Zoll - Dekret vom 12, August die Verwirrung in der vielbesprochenen Tariffrage noch keinesweges be- seitigt seiz obgleich jenes Dekret nämlich einen gleichmäßigen Zoll ad valorem festseße, so sei demselben denno< ein neuer Tarif beige=- geben worden, welcher, im Widerspruche mit jener Bestimmung, eine Reihe von Zollsäßen nah der Quatrat-Vara (1850 engl. Quadrat- Zoll) enthalte, was für diese Artikel ein ganz anderes Resultat der Zoll - Berechnung gebe, als der Zoll ad valorem nah der Bestim- mung des Dekrets. Der Manchester Guardian glaubt deshalb, daß man die Definitiv-Entschêidung der brasilianischen Regierung noch erwarten müsse. | :

Zu Gunsten des Mäßigkeits - Apostels Mathew, den seine Auf= opferungen in der Mäßigkeits - Sache in Geldverlegenheit gebracht haben, is eine Subscription eröffnet worden, welche bereits reili<hen Ertrag geliefert hat. Pater Mathew erklärt bei dieser Gelegenheit in einem offenen Schreiben an Herrn Buckingham, daß er mit Aus- nahme von 100 Pfd., welche ihm vor einigen Jahren der Marquis von Lansdowne zuschi>kte, nie eine Geld - Unterstüßung ang nommen, im Gegentheil no< bei seiner leßten Reise dur< England reihliche Anerbietungen zurü>gewiesen habe, um si< die Unabhängleit seines Wirkens zu erhalten. i

Der Globe enthält eine pomphafte Beschreibung der Feierlih- feiten, die vorgestern bei der Grundsteinlegung zu den Dos und zum Hafen von Birkenhead, einem ehemaligen Fiscberdorfe an den Ufern des Mersey, welches si< seit schr kurzer Zeit zu einer ansehnlichen Stadt erhebt, stattgefunden haben. „Während andere Städte Jahr- hunderte bedurft haben“, schreibt der Globe, „um eine namhafte Größe zu erreichen, sieht man in Birkenhead, so weit das Auge reit. ungeheure Häusermassen auf einmal in allen Richtungen entstehen. Der Bau eines geräumigen Stadthauses, \o wie der Armen- und Krankenhäuser, ist {hon in Angriff genommen, Eine neue Kirche steht shon da und drei werden noch außer dieser errichtet, und was der

improvisirten Stadt eigentlihe Lebendigkeit verleihen wird aht Eile bahnen werden ihren Mittelpunkt in berselben haben und a

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