1844 / 338 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

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E P tet E E

Ga ams e 1mm

i Majorate und Fideikommisse) oder was noch weit vor- Seer i E rh eine heilsame Tradition, dur die Sitte bei den Familien verbleibt, Wenn nur mit solchem stetigen Besiße einer- s die ständischen Ehren, das Patronat, die Polizeigewalt und vor

llem die der Kriminal- wie der

nialgerihtsbarkeit, andererseits die Schulzen-,

ämter, imgleichen die Berechtigung zu den Vertretungen an den Kreis- üpft wären, dann würde jener gefähr-

liche Gutsschaqer winden, welcher das konservative Element des

und Provinzial-Lanttagen ve

Grundbesißes verfälsht und überdies noch alle großartige und nach-

haltige Landesfultur unmöglich macht. same is von ‘höchster Bedeutung nicht sowohl für

selbst, denen sie feinerlei direften Vortheil bringen , als für den Bürgschaft der Ordnung, und des gemessenen Fortschrittes gea wird z

Staat, dem hierin eine

fehlen durchaus ihren Zweck und wider

rungen der Zeit, wenn sie, gleichsam als eine Beiw

Kauf gegeben werden. Man muß sie erwerben, so wenig wie Adel und Ehren. Herrscher minder neue Rechts-Verhältnisse hafen, den sanctioniren, und au nur die Verhältnisse dur heben, welche durch ein Geseß hervorgerufen waren.

au das patriarchalische Verhältniß (dieses einzige Fundament jener Gebots, sondern

als eine natürliche Nothwendigkeit entstanden, dem der Herrscher viel ge erst durch das Geseb die Weihe gegeben hat, wie in der

betreffenden Gerechtsame) nie als eine Folge des

ünze dem edlen Metalle das Gepräge.

Jch kehre von diesem hochwichtigen Gegenstande, den ih hier nur anzudeuten vermocht, auf mein Thema zurüd : h Entwickelung der geistigen und materiellen Jnteressen Ober-Schlesiens, Hindernisse an ‘einem Beispiele zu erweisen. hatte der ausgezeichnete Landrath des rybniker Kreises, Baron von

so wie deren

Dürant, einer der wenigen Kreis-Autochtonen am 23. Oktober d. J. einen Kreistags-Beschluß zur Bildung eines landwirthschaftlichen Ver- eins veranlaßt, als auch_s{hon am 10ten d. M. Einhundert und zwanzig Bewohner aller Stände und jeden Glaubens zusammentra=- sih jedo bald, daß bei dem engen

ten. Hier überzeugte man

Zusammenhange des hiesigen Grundbesißes mit der Hüttenbau, und bei dem Kausalnexus,

Berg =- und dem Gedeihen dieser und dem Wohlergehen

sen bestebe, ein blos landwirthschaftliher Verein den vielfach aus- esprochenen Allerhöchsten Intentionen unmöglich genügen könne. Man beschlo daher, einen Verein zu begründen, der sich „die Förderung aller materiellen und geistigen Interessen des Kreises, mit spezieller Berücksichtigung des Wohl und Wehes der arbeitenden Klassen‘‘, zur Zum leßteren dürsten wohl ein zweckmäßiges Volks- blatt, Beaufsichtigung und Besserung der Korrigenden,

Aufgabe seßte.

Besiß-Verleihung die uns zuständigen Hauptmittel abgeben. Jm shön= sten Einklange traten Alle bei, und an der Seite des durchlauchti= gen Ehren-Präsidenten, Victor's, Herzog von Ratibor, sit auch ein einfacher polnisher Bauer im Direktorium. Jedes Haupt-Jnteresse des Ao E Ao Kreises wird dort durch ein desselben kundiges Mitglied vertreten, jedoch mit der natürlichen Maßnahme, daß der Grundbesiß als der eigent- lihe nervus rerum in der Repräsentation vorherr\ht, während jeg- licher das Recht zum Eintritt in die Gesellschast hat und als solcher Nicht blos alle Stände, Geistlichen jeden Glaubens treten unserem Vereine bei, desse Sta- tuten bereits von der Königlichen Regierung zu Oppeln bestätigt worden.

Bestände ein solcher Verein nur isolirt, so wäre der Hauptzweck verfehlt, es galt daher, nicht allein in den übrigen Kreisen, ‘wo sie

glei berechtigt erscheint.

Bekanntmachungen.

[1471] Publicandunm.

Die Theilung des Nachlasses des im Jahre 1829 hier verstorbenen Kaufmanns Neumann Herzfeld und des am 7. November 1835 verstorbenen Kaufmanns Philipp Herzfeld stcht bevor, welches nah §. 137. seq-

it, 47, Theil 1. Allgemeinen Landrechts hiermit bekannt gena wird.

Lyd, den 15, November 1844.

Königl. preuß, Land- und Stadtgericht,

[1068] Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin , den 16. August 1844, Das in der Jakobsstraße Nr. 16 belegene Grundstü der Wittwe Rüdiger, gerichtlich abgeschäßt zu 5675 Thlr. 49 Sgr. 9 Pf., joll am 4. April 41845, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Hy- pothekenschein sind in der Registratur einzusehen. Bekanntmachung.

[1131 b] j Berlin-Stettiner Eisenbahn. A Wir bringen hicrdurch

D S zur Kenniniß des bethei- ligten Publikums, daß

die Auszah- lung der am 1. Januar k.

L fälligen Zinsen auf unsere Actien, mit 4 Thlr. sür die Voll - Actie und mit 2 Thlr. für die Halb - Actie, gegen Einlösung des Zins- und Dividenden - Scheins Nr. 3., vom 1. Januar f. ab hier bei unserer Hauptkasse, und in den Ta-

aen vom 7. bis incl. 9, Januar

in Berlin auf unserem Bahnhofe, Vor- mitiags von 9 bis 12 Uhr, erfolgen wird,

Stettin, den 30. November 1844. Das Direktorium.

ui Kutscher. Ebeling. ber-Schlesische Eisenbahn. FETEKNSES Die Bezahlung der q E am 1. a fäl- | ligen Zinsen auf unsere

rioritäts- und Stamm- ctien Litt. A. und B. ersolgt mit Ausnahme der „Sonntage täglih vom 2. bis 15. Januar 1845 in Breslau in der Cen- tral- Kasse der Ge-

Im legitimen Staate wird der als die bestehen- ch ein Geseß auf-

1740

wir doch darüber nicht, daß wahrhafte Bildung des gemeinen Man- nes ein Hauptmittel zur sittlichen und materiellen Erhebung desselben abgiebt. Diese wahrhafte Bildung is aber nie das Produkt jener modernen Aufklärung, welche an die Stelle des Falschen, das sie vielfa zerstört , nichts Wahres giebt, und daher im Herzen dessen, den sie erfaßt, eine gefährliche Oede zurückläßt, sondern sie ist das Resultat vereinter Erbauung und Belehrung. Deê- halb wurde auch als eine der Aufgaben des Vereins die Begründung eines Blattes angesehen zur Erbauung, Belehrung und Unterhaltung der unteren Klassen.

Daher ist denn

Poln. 300 Fl. 99 G.

1629.

die progressive

Kaum Handels - und Börsen - Nachrichten.

Berlin, 3. Dez. Die Börse war im Ganzen heute animirter als seither, und sind die meisten Eisenbabn - Effekten bei lebhastem Geschäft höher als gestern bezahlt.

B ertr BD s 0 Den 3. Dezember 1844.

Die Billets z

des heutigen Tage ersten Vorstellung

Jndustrie, dem

Gedruckt in der

Allgemeiner

Das vierte große Werk der Verf. von Godtwvie-Castle bezeugt abermals das außerordentlihe Dichtungs- und Darstellungs - Talent der Frau Verfasserin. Sie allein ist cs, welche in unseren Tagen die Roman - Literatur Deutschlands wahrhaft bereichert und der Lesewelt Ori-

inal-Werke darbietet, welche befriedigen und nachhaltig ortwirken und dauern, Das bewegte Leben der mäch- tigen Handelsrepublik Holland im 17ten Jahrhundert und die gleichzeitigen Zustände Englands unter den Kö- nigen Karl dem Ersten und Zweiten sind diesmal der inhaltreibe Gegenstand der Dichtung. Mit gewohn- ter Meisterschaft sind die Lebenszustände jener Zeit zur Anschauung gebracht und das Stoffartige der Erzählung is so sicher und leicht gehalten und bewegt sich in so gc\chlossener und vollendeter Kunstform, daß Alles wie aus einem Guß hervorgegangen erscheint und die ern- sten gründlichen Studien, welche hier vorhergegangen sein müssen, kaum ahnen läßt.

Buchhandlung Josef Max u, Co. in Breslau.

Jn Berlin zu finden bei Alex. Dunker, Königl. Hofbuchhändler, Franz. Str. 21.

sellschaft, auf dem Bahnhofe, Vormittags von | 8 bis 1 Uhr, in Berlin bci den Herren M. Oppenheim's Söhne, Burgstraße Nr. 27, Vormittags von 9 bis 12 Uhr, egen Einlieferung der mit einem Verzeichnisse zu ver- ehcnden Coupons. Breslau, den 30. November 1844. Das Direktorium.

[1135 b] i Livorno-Florentiner (Leopold-) Eisenbahn-Actien-Ges ellschaft.

B9 Die Unterzeichneten sind 2 L DRch= beauftragt, hierdurch wie- derholt in Erinnerung zu bringen, daß die von dem Administrationsrathe am l 26. Juni a. c. ausge- u \chriebenc Einzahlung von 7 Prozent oder 70 Lire J für jede Actien-Promesse

y G der obengenannten Ge- sellschaft spätestens am 2. Januar 1845, Mit- tags 12 Uhr, geleistet werden muß.

Diejenigen Promessen, auf welche die Einzahlung bis dahin nicht geschehen ist, sind alsdann ungültig, und die Jnhaber verlieren ihre Rechte aus denselben. /

Zur Annahme der Einzahlungen sind wir nah Maß- gade unserer Anzeige vom 9, September a, c. auch fer- | getretener Verhältnisse wegen seine Lage zu verändern, ner bis zum 2, Januar 1845, Mittags 12 Hierauf Reflektirende werden ersucht, ihre frankirten Uhr, bereit. Adressen Mittelstrcße Nr. 60, eine Treppe hoch, bei

Mendelssohn & Co., Jägerstraße Nr. 51, Krings abzugeben. [1104 b]

Die Herren Actionaire der neuen Berliner Hagel-

Assekuranz- Gesellschast werden zu der Miitwouch [1134b] A) ; :; den 14. Dezember c. im Lokale der Anstalt, Beh- C ur Kap italisten. : Orts - Veränderung wegen beabsichtigt ein Grund-

renstrasse No. 38, stattfindenden diesjährigen Gene- Besizer seine beiden Häuser in Dresden,

ral - Versammlung ergebenst eingeladen. Die Ver- handlungen beginnen um 405 Uhr Vormittags. Berlin, den 26. November 1844. auf welchen der größte Theil der Kaufgelder gegen Direction der neuen Berliner Hagel - Assekuranz- | 4 % Verzinsun; ypothekarisch stehen bleiben kann, Gesellschaft, baldmöglichst zu verkaufen. Beide Besizungen liegen an der Baugner Straße, das eine, ein Landhaus mit einem gra Garten, unweit des Linkeschen Bades

Citerarische Anzeigen. am reizendsten Punkt der Residenz gelegen, und welches Der Verfasserin von Godwie- den fürs Publikum verschlossenen Findlederschen Wein-

berg den reichlichsten Ersay bietet, als es einen herr- [1176] (Fastle neuester Roman

\chaftlich eleganten Wohnsiß mit 28 Zimmern und Piecen, Stallgebäude und allen Erfordernissen aus-

erschien so eben im Verlage der unterzeichneten Buch-

handlung unter dem Titel:

macht, au völlig ausmöblirt überlassen werden kann. Jakob van der Nees.

1136 b|

l Ein erfahrener Papierfabrikant , der hon seit einer Reihe von Jahren einer bedeutenden Papierfabrif als Werkmeister vorsteht und mit der Verfertigung des Ma- \chinenpapiers vorzüglich vertraut is, mit jedem Zweige des kaufmännischen Geschäfts bekannt und besonders als

tüchtiger Buchhalter sich empfehlen kann, wünscht ein-

R

Das zweite Haus mit Garten, großartig, und herr- schaftlihen Wohnungen, licgt am Rundtheil in der \{önsten Lage, isst vollständi und sicher vermiethet, Ja O d giebt darüb derzeit nähere Auskunft auf fran fa S “M und giebt darüber jederzeit näher Ì

Erster Thel, Lu L (s / ie Ain: Uríca. firte Anfragen der Besiyer 8 Be Ns Férdinand Teicher,

Beide Grundstücke gewähren die sicherste Kapital-Anlage, 8, 41844, Gehestet, Preis 6 Thlr, Dresden, Bauyner-Straße C. No. 720,

|

Antwerpen, 28. Nov. Frankfurt a. M., 30. Nov. 1999. Baxr. Bank - Actien 744 Br. Ilope 904 Br. Stiegl. 89% Br. lnt. Gl,

Paris, 28. Nov. 5% Rente fin cour. 118. 95. 3% Rente fin cour, 83. 30,

5% Neap]. 96 10. 5% Span. Rente —. Wien, 29. Nov.

Anl. de 1834 156.

Mail. L111. Livoern. 1153.

Mittwoch, 4. Dez. Nathan der Weise. (Herr Hoppé : Nathan. Donnerstag, 5. Dez. Das Landhaus an der Heerstraße. Hierauf:

Er muß aufs Land ur ersten Vorstellung der Oper: „Ein Feldlager in Schlesien‘ sind sämmtlich vergeben, und sollen solche, so weit die ein- gegangenen Meldungen zu berücksichtigen möglich gewesen, im ause s übersandt werden, Die berücksihtigt werden konnten, sind zur zweiten no-

tirt, und werden später, sobald diese Vorstellung bestimmt, gleichfalls L

Zinsì. —. Neue Aul. 213.

5% Met. 12G. Bank-Actien p. uk

do. 500 Fl. —. do. 200 Fl. 28 G.

Pass. —-. 5% Met. 1105. 4% 101. 3% 76. Bank-Actien de 1839 132. Nordb. 159. Gloggn. 1197,

Königliche Schauspiele.

eldungen, die nit zur

Dedckerschen Geheimen Ober - Hofbuchdruckecrei.

[1475]

London. Ankündigung,

zte in Cat G l ite H ‘aoti

nicht schon bestanden, ähnliche Verbindungen hervorzurufen, sondern Pr Con î auch mit diesen zusammenwirkend \sich zu vereinigen. Die Kreise Ryb- Wechsel- Cours. Thlr. zu 30 8er. nik, Pleß, Beuthen, Gleiwiß, Strehliß, Rosenberg, Lubliniß, Kreuz- Brief. | Gela. burg und Oppeln sind durch Sprahe, Gesittung, landwirth\chaftlihe | Trerdam. ene enennrrerreroen 250 Fl. | Kure 1402 | 1407 rozeßpflege enikleidete Patrimo- und industrielle Verhältnisse so eng mit einander verwachsen, daß die E s O t ae 250xn | 2m. 1 401 139 Gemeinde- und Kirchen- | Verbindung derselben zu einem Sections - Verein, der dann wiederum | mawburg..------------reeernnrrnn 300 Mk. | Kure 1492 | i vom Central - Verein zu Breslau ressortirte, von selbs gegeben war. |- äo. ..........--- «eererrernn 300 k. | 2 Mi. 149% | Jn dieser Beziehung dürfen die großen Bemühungen des Geheimen | London...----+-eecneerebernernnn 1 Ls. | 3 Mt. 6 235 _ Rathes von Bally nicht übergangen werden, der vielfah so die Be- | Paris. ...--------eteerrenrbn 300 Fr. 2 Mit. 79% | gründung wie die Verständigung gefördert, und dessen Hersde Wien in 20 Xr. «oer 150 Fl, Is ey 103; Die Erhaltung jener Geret- Chutow , dem allseitigen Wunsche gemäß, von der hohen Behörde | Augsburg «oer trrataoaren 120 i 2 D 99. 1018 die Betreffenden | zum Sib einer umfassenden Ackerbauschule bestimmt worden. i Dien ¿eat orene a a e “48 Vis 100 | Aus dem vorstehenden Beispiele des ärmsten Kreises, dem viele | Leipzig m Courant im 14 Thl. Fuss. 100 Thlr. } 2 L 99% | der Dauer | andere, namentlih der ausgezeichnete beuthener, weit vorangehen | Frankfurt a. M. südd. Wer: 100 Fl. 2 mut. 56 U aber sie ver- | werden, habe ih die eigenthümliche Richtung unserer Entwickelung | petersburg -++- eee eererreeeen 100 sRb1. | 3 Woch (107; prechen daher den Anforde- | darstellen wollen. Wenngleich wir es als unjere nächste und- direkte Auswärtige Börsen aare, mit in den | Ausgabe ansehen, für die leiblichen Bedürfnisse und das Wohlergehen e S E 2E E N 62% 5% do. D nicht erkaufen, | der niederen Klassen Sorge zu tragen, damit der Staat darauf durch 5% s Ves pen 3% S E E jau Ad: R a mae L Kirhe und Schule seiner höheren Pflicht nahkomme, so verkennen dg L L balt, 4% S des 90%. r,

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© chen; dem Schulzen und Fischmeister Scheidat aus adelich Schmelz bei Memel, den Grenadieren Hensel des 1sten Garde-Regiments zu | Fuß, Kaeding des Kaiser E E R und Bau-

der zwischen Pr. C V Dour die Billets zugesandt werden. Die Meldungen endlich, welche au} der niederen Klas- Nets 4 Bur L Ren T A bei dieser zweiten Vorstellung nicht erledigt werden können, sollen deu Brief. | Geld. Brief | Geld. | Gew. | Billet - Verkaufs - Büreau zu den weiteren Vorstellungen überwiesen F St. Schuld-Sch. |(35| 99% | 99% [Brl.Potsd.Bisenb.| S | 192 werden, indem die General - Jntendantur zu der dritten und den fol- Prämien - Scheine do. do. Prior.Obl.| 4 | 103 genden Vorstellungen der oben besagten Oper die Meldungen niht anu- d. Seeb.à50T.|—| 94 93% |Mgd. Lpz. Bisenb.|—| | 1845 nimmt. Was die Billets anlangt, welche für die gegenwärtigen Kur- u. Neumärk. do. do. Prior.0bl./4| | 103% Abonnenten des Schauspielhauses und die früheren Besißer von re- Schuldversehr.35| 99 98; [Brl. Anh. Bisenb.\—| 150% 1495 servirten Pläßen im Opernhause laut der Bekanntmachung vom 29, Sparkassen und | Verwer M do. do. Prior.0bl.| 4 | 1034 ai November für die erste Vorstellung reservirt werden, so sollen solche Oa e ga Be es 97: Dis Mittwoch den 4. Dezember im, Billet - Verkaufs - Büreau verabfolgt |* Westpr. Pfandbr. (3%;| 99% | Rbein. Eisenb. |5 S werden. Die an diesem Tage nicht abgeholten Billets werden ander- Grossb. Pos, I Ee gt do. do. Prior.Obl.| 4 at 965 weit verkauft. : z Z 7% Ido.v.Staat arant.|3 66.1: A Ostpe. Pfaudbr. 3: 1002 Dil Fiankf, Kink: 1 16 160 Königsstädtisches Theater. Pom. do. [35| 100% | 993 ho. do. Prior.Obl.|4 | 102 | Mittwoch, 4. Dez. (Jtalienische Opern-Vorstellung.) La V estale, Kur- u. Neum. do.|35 100% | 992 [ob.-Schbles.Bisnb.| 4 | 1175 1165 Oper in 3 Akten, von Salvator Cammarano, frei übertragen von Seblesische do. |35| 99% 99 Îdo.Lt.B. v. eingez.| 1085 1074 Emilie Seidel. Musik von Mercadante. f; y sondern au die | ¿14 a1 marco. |— Be L Fi N ik Donnerstag, 5. Dez. Zum erstenmale: Der Müller und sein dee \—| 0E 13% ie Scbw.-Feb-E M Kind, Volksdrama in 5 Aufzügen, von Dr. Ernst Raupach. And.Gldm.à 5 Th.|—| 11% |* 13 do. do: Prior.Ob1.| 4 101% | Verantwortlicher Redacteur Dr. F. W. Zinkeisen. Disconto. 35 4% [Bönn-Kölner Esb.|5|

Da ich das Eigenthumsrecht meiner von

Carl Klingemann für die deutshe Bühne bearbeiteten Oper „die Bräute von Vene- dig“ außerhalb England gänzlich an die Hallbergersche Verlagshandlung in Stutt- gart abgetreten habe, so bitte ich hiermit dic verehrlihenTheater-Directionen, welŸe darauf reflektiren wollten, \ich an die be- nannte Verlagshandlung unmittelbar z1u wenden, von welcher allein Textbuch, Parti- tur und Klavier-Auszug rechtmäßiger Weise zu erlangen sind. J, Benedict, Kapellmeister des Königlichen Theatcrd

Drury Lane.

1132 b] L p Heliacon. Ein neu entdecktes Pflaster. —— Berühmte Aerzte sind darüber einig, daß nur dies Pflaster die sichere Krast besigt, gegen Hühneraugen, eingewachsene Nägel, Warzen, harte Haut V. \. w. vorzüglich heilsam zu wirken, Das Stück kostet 7% Sgr., 6 Stck. 1 Thlr. Mit dem Wiederverfauf dürfen si alle Geschäftsleute in - und außerhalb Berlin befassen, und wird an solche der zusrieden- stellendste Rabatt bewilligt. ; i

| Cosmetisches Neuigkeits - Magazin, Verlin, L Neue Königsstr. 44, eine Treppe hoh. ss

[1137 b] Freitag, den 6. Dezember 1844, Abends 7 Uhr.

Drittes und letztes Konzert

der Herren Döhler und P1atti

im Saale der Sing-Akademie, in welchem sie folgende. Stücke vortragen werden:

1) Grosses Trio von Beethoven (in B- dur) mit dem Herrn Konzertmeister L, Ganz. 2) a. Les fiancés (petit caprice) b. Die Litanei von Schubert 3) a, Romanze aus der Oper : Il Tor- neo, vom Grafen estmorland b. Der Zigeunerknabe, Lied von Truhn c. Walzer von Chopin Ao 4) Souvenir de la Somnambule von Piatt1 Th 5) Grosse Fantasie über Benedict's Oper: Gipsy's Warning von Döhler. vi Das vollständige Programm wird später bekan gemacht. . Siu: Numerirte Billets zu 1 Thlr. 15 Sgr. 80 WwIe 7 plätze à 4 Thlr, sind in den Iöbl. Schles106 schen und Trautweinschen Musikhandlungen "

Piatti.

Döhler-

Saale der Sing-Akademie und im Hôtel de zu haben,

ussle

î

V

5 mann des Garde - Reserve - Jnfanterie - (Landwe * Rettungs-Medaille mit dem Bande zu verleihen.

gend einem anderen Grunde zu haben glauben, aufge

# Theilnahme aufgegeben werden mußte z statt O wird nun einer

Unter den Anzeigen der Kölnischen Zeitung find s a : et sich folgende * aus Köln vom 29, November datirte A na 2 a

# ehrenwerthen Kaufmanns H. Wendelstadt: „Der am 16. November * in Folge eines unvorsichtigen Spieles dur ‘einen Sticfluß eingetre-

werden, als ob eine zu strenge Behandlun i i by von Seiten der Vor- Freie Stadt Bremen. Ï Ad data us Knaben zur Verzweiflung und Si dem Entschlusse ge- s j n habe, sich s\elb| das Leben zu nehmen, und zwar, wie

Das Abonnement beträgt : 2 Rthlr. sür 1 Jahr. 4 Kthlr. - # Jahr.

8 Rthlr. - 1 Iahr. | in allen Theilen der. Monarchie ohne Ne

tions-Gebühr ür den Fa Ti Zeile des Alg. Anzeigers 2 Sgr.

Allgemeine

Preußische Zeitung.

Alle Post-Anstalten des In- und Auslandcs nehmen Bestellung auf dieses Blatt an, sür Berlin die Expedition der Allg. Preuf. Zeikung: : Friedrihsfsiraße Ür. 72.

É E E E ERER E E

Ne 33S.

E —————————————————————

Inhalt. icher Theil. Amtlicher F bin-Provinz. Dombau, Domblatt und Karneval zu

Köln. Erklärung des Herrn Wendelstadt, Aus Aachen (Comité- Bildung) Der Kron-

tsche Bundesstaaten. Königreich Bayern. 5 u Der geme Schnellpost der Debit entzogen. Das

nz. 2 ; Kolbsche Etablissement bei Baireuth. Königrich Hannover, Hosf-

——————_—————————

tige Liebe meines Sohnes erworben, daß der Lebtere nie eine Be- {werde über irgend eine Strafe oder eine Unzufriedenheit über seine dortige Lage E in vielmehr uoch wenige Tage vor seinem Tode bei einem Besuche im älterlichen Hause versichert hat, daß er mit Freuden in den Kreis seiner Vorgeseßten und seiner Kameraden zu- rüdfehre. Wer nun den Verstorbenen, einen bis unmittelbar vor seinem Tode munteren lebensfrohen Knaben gekannt hat, Dit, Großherzogihum Baden. Gemeinderehnungen, wird bei ihm selbst die Möglichkeit eines Selbstmordes nicht begrei- Großherzogthum Oldenburg. Regulirung der Hunte und Ver- fen, Für solche aber, die ihn nit fanuten, wird zur Widerlegung bindung derselben mit der Ems. Ein rationalistischer Blaufärber, | Jener Gerüchte die einzige öffentliche Thatsache genügen, daß am 19. Freie Stadt Bremen. Das Olbers-Denkmal. j : November bei der feierlihen Beerdigung auch das kirchliche Begräb= Oesterreichische Monarchie. Briefe avs Wien, (Die Lotterie der niß und Einsegnen in die Gruft durch den Herrn Pfarrer von Bens- deutschen Gewerbe - Ausstellung; Maßregeln gegen die Viehseuhe.) | berg stattgefunden, welches bekanntlich nach fatholishen Kirchen - Ge- uud 19 e ien Sk eo Militairische Ordre. seßen dem Selbstmörder nicht zu Theil wird“, Am 29. November Rußlan . . s : fand zu Aachen eine Versammlung statt, um ein provisorishes Co- mité zu erwählen, welchem die Ausarbeitung eines Statut - Ent=

Neue Anleihe. Tod m Ba A Ee ; e

nkreich. Paris. Zunahme der Einfuhr. n ervention des fran- E E

V Konsul wurfs für den zur Hebung der ärmeren Volks - Klassen zu bildenden Verein übertragen werden soll. Der Herr Ober-Bürgermeister, wel-

zösischen Konsuls in Tunis. Vermischtes. Schreiben aus Paris, her der Versammlung präsidirte, eröffnete dieselbe mit einem ent-

(Aufklärungen über den französischen Seidenhandel nach der Levante.) Großbritanien und Jrland. London, O'Connell’s Wiederauf- sprehenden Vortrage über die Zwecke eines solchen Vereins und for- derte sodann zur Abgabe der Stimmzettel auf, als deren Resultat

treten in der Repeal - Versammlung zu Dublin. Neuere Nachrichten

aus Otaheiti. Vermischtes, die Wahl für jenes Comité auf Nachstehende fiel: die Herren Stephan Beissel, Kaufmannz Bredt, Pastor ; Emundts, Ober-Bürgermeister ;

Bemerkungen über den Traktat mit dem Zoll - Verein. Vermischtes. gegen Primz weitere kriegsgerichtliche Urtheilez Zurbano und die Bewe- Hahn, Dr.; Hansemann, Präsident der Handelskammer; Hartung,

Belgien. Brüssel. Schluß der allgemeinen Budgets - Diskussion und

Schweiz. Kanton Graubündten. Das Dorf Soglio. ; a ror i 4

nte beat Briefe aus Madrid. (Ausgang des gerichtlichen Verfahrens Fay, Kaplanz Frenken, Konsistorialrath; van Gülpen, Kaufmann; gungen- im Nordenz Kongreß - Debatten.) und Paris, (Näheres Dr,; van Houtem, Kaufmann; Könen, Dr,; Monheim, PDr.;

über die Auflösung der Bande Zurbano's.) H. Nelessen, Kaufmann ; Pelzer, Landgerichtsrath ; Trost, Pfarrer.

Die Gewerbe-Ausstellung der deutschen Bundes- und Zollvereins-Staaten,

Eisenbahnen. Die München-Augsburger Bahn, Warschau, Probe- fahrt bis Pruszkowo.

L und Börsen-Nachrichten. Berlin, Börsen- und Markt- ericht.

Ausland.

Deutsche Bundesftaaten. S Königreich Bayern. Jn der Deutschen Allg. Ztg.

Berlin, Donnerstag den Z'= Dezember

. S liest man aus München vom 28, November: „Heute begeht unjer Amtlicher Theil. La E I Ora A in ländlicher Stille Bu einer A N A i: urg Hohenschwangau. Doch ind von ihm und der erlauchten Burg- G4 Man p A Terr tEED E ete A frau mehrere Einladungen zu Besuchen hierhergelangt. Beide werden Stadtförster Dieckhoff zu Ueckermünde das Allgemeine Ehrenzei- nah neuerem Beschlusse noch einige Wochen in Hohenschwangau blei- adtförste iedckhof} zu g ben und dann wahrscheinlich für bie übrige Winterzeit nah Berlin gehen.“ Die Münchener politishe Zeitung meldet unterm selbigen Datum: „Nachdem das zu Ulm unter Königl. württember= gischer Censur erscheinende Tagblatt, die Ulmer Schnellpo st, seit mehreren Monaten den Charakter einesgegen Bayern und die katho=- lische Kirche gerichteten Schmähblattes- beharrlich entwidckelt hat, so is demselben durch Königlich Allerhöchste Entschließung der Postdebit in Bayern entzogen worden.“ Die von dem anerkannt tüchtigen Geschäftsmanne Kolb in der Nähe von Baireuth unter dem Schuße der Regierung ins Leben gerufene, vorläufig auf 2000 Spindeln be- rechnete Maschinen-Flachsspinnerei erfreut sich nunmehr, nächst einem bedeutenden Vorschusse, auch der zollfreien Einfuhr der für dieselbe vom Auslande eingehenden Maschinen und Maschinentheile auf Pri- vatrehnung des bayerischen Staates.

r -) Regiments die

Bekanntmachung,

- Nachdem die zur Gewerbe - Ausstellung der deutshen Bundes- und Zollvereins-Staaten eingesendet gewesenen Gegenstände nunmehr zurückgeschickt worden, so werden diejenigen Aussteller oder Ankäusfer ausgestellt gewesener Gegenstände, Handwerker, Spediteure oder son=- stige Personen, welche noch Anforderungen an die unterzeihnete Kom- mission wegen Ablieferung von Sachen, Preiszahlung oder aus ir=

R diesel- ben, sofern dies noch nit gesehen, binnen 4 Wochen, vom heutigen Tage an, mit den nöthigen Beweisstüken versehen, anzumelden, wi- drigenfalls solhe Ansprüche von der unterzeihneten Kommission nit weiter berüdsichtigt werden können.

Berlin, den 30. November 1844.

Kommission für die Gewerbe - Ausstellung.

Königreich Hannover. Se, Majestät der König hat \ih in Begleitung Sr. Durchlaucht des Prinzen Wilhelm zu Solms- Braunfels am 2, Dezember mit einem Extrazuge auf der Eisenbahn zum Jagdlager Sr. Majestät des Königs von Preußen von Hanno- ver nah Quedlinburg begeben. Der englishe Gesandte, Graf Westmorland , war an demselben Tage von dort nach Berlin zurück-

E E + 1 4 Großherzogthum Baden. Das aus drei Bogen be- Uichtamtlicher Theil. stehende Staats- und Regierungs- Blatt vom 23. November Jula nd enthält eine in 50 Paragraphen zerfallende Verordnung des Mini- 9 steriums des Junnern vom 19, November zum Vollzuge der Gemeinde-

Nhein-Provinz. Für den kölner Dombau sind während des Monats November 1547 Rthlr. eingekommenz die Gesammt - Ein- nahme i} dadurch auf 110,869 Rthlr. gestiegen. Das Kölner Domblatt erscheint vom 41. Januar k. J. als Monatsschrift. Die Vorbereitungen zum Karneval werden mit vielem Eifer betrieben. Beide Gesellschasten werden wieder mit einander wetteifern, um das Fest \o glänzend und fsreudenreih als möglich zu machen. Von der neuen Gesellschaft ging nah Beendigung des lebten Karnevals der Plan zum Bau einer Festhalle aus, der indeß wegen Mangels an

Ordnung, die Führung und Stellung der Gemeinde- Rechnungen be- treffend, nebst beigefügten Formularien. Die Verordnung tritt mit dem 14, Januar 1845 in Wirksamkeit.

Großherzogthum Oldenburg. Die Regulirung des Huntebettes zwischen Oldenburg und Elsfleht, vor einem Jahre be-= \{lossen und bisher dur die Rinitenz einiger Grundeigenthümer, deren Ländereien zu durchshneiden waren, aufgehalten, wird nun, wie O f 29, November O nr schreibt, ee E : f h in Angriff genommen werden. ergleihen Verzögerungen lassen die L Bert N der Stadt dur einen großen nbau in dem Maße Klagen über das Fehlen eines agtichenbèn Expropriations - Gesebes via Sich a an a 5000 Theilnehmer an dem Festballe fassen | im Oldenburgschen immer aufs neue laut werden. Die Verbindung böten A fal ten zu Köln lebenden Maler haben \sich | der Hunte mit der Ems wurde Anfangs als leeres Projekt behan- die Arbeiten “a ‘Ali ur sinnige Gemälde unentgeltlih zu \{hmüdcken; | delt. Allmälig gewöhnt man si aber, an die Ausführbarkeit zu welcher All er Künstler haben bereits begonnen, und der Wetteifer, | glauben. Der Gewerbe - und Handelsverein des Herzogthums tritt

e anspornen wird, läßt etwas Vortrefflihes erwarten. | deshalb mit der Regierung in Communication und bittet um Vor- nahme der nöthigen Terrain - Untersuchungen. Eine gediegene Ab- handlung des Obersten Mosle, die nur noch im Manusfripte existirt,

soll in einer Versammlung jenes Vereins entschiedene Sensation ge- macht und einen der N fei Zweifler zu dem Bekenntniß ge- bracht haben, er halte seine Zweifel für widerlegt. Dem Blau- färber Röbbelen zu Oldenburg, welcher öffentlihe Vorträge über die im Neuen Testament erzählten Wunder gehalten, is dies für die Zu- funft untersagt worden,

tene plöplihe Tod meines 14jährigen Sohnes Gustav in der Qui ies Kadetten-Anstalt zu Bensber , in Ra oe fl dem L dp v. J. si als Zögling befand, hat zu dem Schmerz über fügt rey eines geliebten Kindes auch noch den Kummer hinzuge- gt, daß jebt die widersprechendsten Gerüchte in Umlauf geseht j Für das zu errichtende Denkmal

Olbers? waren bis zu Ende Novembers bereits drei Modelle einge- sendet, das erste von Steinhäuser aus Bremen, das zweite von Lossow aus Bremen, das dritte von Professor Rietschel aus Dresden.

Oesterreichische Monarchie.

O Wien, 28. Nov. Die niederösterreichische Landes - Regie- rung mat bekannt, daß dur Dekret der Hof-Kanzlei vom 7ten d. M. eine Entschließung Sr. Majestät des Kaisers erfolgt sei, gemäß wel= cher das Ansuchen des in Berlin bestehenden Vereins zur Verloosung ausgestellter deutscher Gewerbs-Erzeugnisse um unbeanständeten Absaß

die Einen behaupten, durch Vergiftung, An rbá eder Fnbere dung en, Sig) dder Sprung us etn Joe i / s eien elbst wid e- þ das E aufheben und auf die L e I den 4 t, chi e in ih es do der Ehre jener Anstalt und meines Soh- 8 a ig, hier öffentlich und der Wahrheit gemäß zu erklären, da für TONTe und Lehrer jener Anstalt durch gewissenhafte Sorgfalt as geistliche, sittlihe und förperlihe Wohl und Gedeihen der

Zöglinge meinen innigsten Dank für immer erlangt, und die aufrih- [der diesfälligen Loose in der österreichishen Monarchie bewilligt

1844.

worden sei. Die Hof - Kammer hat den Gränz - Behörden diese ausnahmsweise Begünstigung mit dem Bemerken bekannt gege=- ben, daß die als Gewinnste dieser Verloosung in die Kaiserlichen Staaten einlangenden Gegenstände den Vorschriften der Zoll= und Monopols - Ordnung unterliegen. Bekanntlich aber hat der er= wähnte Verein die Ausgabe der Loose bereits mit Ende Oktober ge- {lossen ; selbs daher, wenn die erwähnte Begünstigung nicht zu spät bekannt gemacht worden wäre, so hätte hon die Hinweisung auf die Zoll - und Monopols - Ordnung die Verbreitung dieser Loose bei uns sehr behindern müssen. :

Der Verlauf der in Böhmen herrschenden Thierseuchen soll die Meinung hervorgerufen haben, daß die dortige Leitung der Sanitäts= Angelegenheiten den gegenwärtigen Umständen niht ganz entspreche. Es ist daher höchsten Ortes dem Direktor des hiesigen Thierarznei= Instituts, Dre. Eckl, der Auftrag ertheilt worden, sich nach Böhmen zu begeben und zur Konstatirung der die dort herrshenden Seuchen begleitenden Umstände zu schreiten, im Verhinderungsfalle aber einen geeigneten Professor des genannten Justituts dahin abzusenden, nah dessen Befund das Gubernium die weiteren Einleitungen zur Unter= drückung der Seuchen zu treffen habe. Es ist gleichzeitig allen Be- hörden in Böhmen der Auftrag ertheilt worden, dem abgesen- deten Sanitäts - Beamten die hinsichtlich des herrschenden Krank= heitszustandes von demselben als nothwendig erkannten Auskünfte und Aufklärungen bereitwillig zu geben, ihm die Einsicht der darüber bisher verhandelten Akten unweigerlih zu gestatten, jene Erhebungen, die er in der erwähnten Angelegenheit aus was immer für einem Grunde bedarf, mit möglichster Beschleunigung und Genauigkeit zu pflegen, ihm überhaupt jeden möglichen Vorschub zu leisten, und alle jene Maßregeln, deren Eialeitung derselbe für nothwendig finden sollte, ungesäumt und mit allem Nachdruck in Vollzug zu seben.

Prag, 29. Nov. Durch die oberste Medizinal-Behörde is folgendes Mittel gegen die Wasserscheu, das von einem Ausländer vorgeshlagen wurde, den Aemtern zur Bekanutmachung mitgetheilt worden. Die durch den Biß eines wüthenden Hundes entstandene Wunde \ei hiernah mit Salzwasser auszuwaschen, dann mit Nußöl zu begießen und mit demselben bis zur gänzlichen Heilung immer feucht zu halten, oder, was noch besser Fein soll, in demselben zu baden. Wäre das Leben durch die Wunde gefährdet, so soll man dem Kranken folgende Medizin eingeben : 41 Quartierlein Nußsöl (Kin= dern die Hälfte), dann 3 fris gelegte Eier ohne Hahntritt (sollte selber vorhanden sein, so muß er ausgelös werden) bringe man in einen Tiegel, sodaun löse man von einer Hagebuttenwurzel die erste Rinde ab und sabe von der zweiten (je nahdem die Person shwach oder stark is) zu den ersten zwei Jngredienzien, lasse dieselben bei einem kleinen Feuer braten und gebe sie dann, so warm als mögli, dem Kranken zu genießen, welcher jedo binnen 24 Stunden nichts Anderes essen, auch nicht Kleider und Wäsche wechseln darf. Nach der Angabe des Einsenders soll dieses Mittel durch mehrere glückliche Erfolge zwar erprobt sein, was jedoh wissenschaftlihe Aerzte sehr zu bezweifeln geneigt sind, indem die Theorie gar feinen Anhaltspunkt bietet, der auf eine allgemeine Bewährung dieses Arkan1ns schließen lassen sollte.

Russland und Polen.

St. Petersburg, 26. Nov. Durch einen Kaiserlichen Ta- gesbefehl vom 20sten d. wird verordnet, daß Se. Kgiserl. Hoheit der Großfürst Michael im Semenowskishen Garde-Regiment zählen soll.

Für den Bau der Eisenbahn von St. Petersburg nah Moskau ist durch einen Ukas vom 1sten d. die Eröffnung einer Anleihe von 12 Millionen Silber - Rubel im Auslande auf den für die dritte 4prozentige Anleihe angenommenen Grundlagen verfügt worden. Sie wird unter dem Titel: „Vierte Anleihe zu 4 yCt. Zins“, in das große Buch der russischen Staatsschuld eingetragen. Jede Jnscription wird auf 500 Silber -Rubel lauten und das Ganze in 480 Serien zu je 50 Juscriptionen eingetheilt sein. Die Verzinsung beginnt vom 1, (13.) August laufenden Jahres und wird in St. Petersburg bei der Schulden-Tilgungs-Kommission für jedes fällige Semester erfol- gen. Die Tilgung der Anleihe beginnt mit dem August 1846, und wird dazu ein besonderer, mit den anderen Anleihen nicht zu ver= mischeuder Fonds angewiesen, der für das erste Jahr aus 125,000 und für jedes nächste Jahr aus 300,000 Silber-Rubeln bestehen soll. Die Realisirung dieser Anleihe is dem Stieglibshen Banquierhause in St. Petersburg übertragen. ¿

Die russishe Literatur hat eine ihrer ausgezeihnetsten Zierden verloren; der berühmte Fabeldichter Krylof} is am 21sten d. M. in einem Alter von 77 Jahren gestorben. Er hatte erst fürzlich noch ausgezeichnete Proben seines glänzenden Talents gegeben. Jn seinen leßten Augenblicken äußerte er noch den Wunsch, daß allen denen, die seiner gedähhten, ein Exemplar seiner Fabeln zugeschickt würde, Die übersandten Exemplare sind in weißem Umschlag mit \{warzem Rande, und über dem Titel liest man die Worte: „Darbringung zum Andenken an Jwan Andrejewitsh, auf dessen Wunsch“.

Frankreich.

Paris, 29. Nov. Die Zoll - Verwaltung hat so eben einen Bericht über die Einfuhr der ersten 10 Monate dieses Jahres publíi= zirt. Fast in allen Artikeln hat eine Zunahme des Verbrauchs statt- gefunden, besonders in Gußeisen, Kohlen, Wolle und Kolonial-Zucker. Unter den Haupt =- Bedürfnissen der Consumtion sind. Baumwollen- waaren und anderes Metall als Eisen fast die einzigen Gegenstände die an dieser Verbesserung keinen Theil haben. Die Gesammtzoll- Einnahmen haben sich auf fast 126 Millionen Fr. belaufen. Jm vorigen Jahre betrugen sie für die gleihe Periode nur 1495 und im Jahre 1842 nur 143% Millionen, Die Zunahme ist also, wie man sieht, in gleichem Schritt fortgegangen. i iz Ein Schreiben aus Tunis vom 18ten d. meldet, daß am 10ten ein Griehe, Namens Dimitri, der dort ein Kaffeehaus, „die Minerva“ hat, welches von den Kaufleuten der Stadt viel besuht wird, als er vou einem Araber für das, was dieser bei ihm verzehrt hatte, Be= zahlung verlangte, von demselben so {wer verwundet wurde, daß er in einer Stunde starb. Die anwesenden Europäer bemächtigten sich des Mörders und führten ihn vor den französischen Konsul, Herrn