1844 / 347 p. 4 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

polirter Soldatenspiegel) 14 Sgr. atte Leber cinen großen Spicgel mit vergoldetem Ba- Taschen-, Hand- und Schwungspiegel waren (3003) in 20 Sorten, von Behringer (2996), Toilettenspiegel von Ochsenkiel (2984), gepreßte Holz =-, Glas-, Gold - und Silberpapierrahmen von Shaller sen. (2986) in 70 und von F. S<haller jun. 2974) in 100 verschiedenen Sor=- ten, Velutirspiegel von Ruff (3008) ausgestellt. Den größten Zweig der Spiegelrahmen - Production bilden die mit Papier überzogenen Schubladen =, Aufstell- und Feldspicgel, welche 800 Arbeiter bes<häf- tigen. Sie werden fabrifmäßig mit getheilter Arbeit hergc- stellt, aber nicht durch Vercinigung vieler Arbeiter in einem Eta- blissement, sondern durch viele unabhängige Meister, deren ein Theil die kleinen hölzernen Rähmchen dazu macht, cin zweiter Theil das Papier, gewöhnlich roth oder gelb, färbt, ein dritter die nöthigen Goldborten herstellt, und cin vierter, die sogenannten Spicegelrol- | ler, das Papier mit Goldzeichnungen bedrudt. Die Vollendung der | Arbeit dagegen geht bei dem sogenannten Spiegel- Fabrikanten | vor si, woselbst die Rähmchen mit Papier überzogen, mit Borten beseht und das Glas eingeseßt wird, indem das Spiegelchen unter den um cinen Tisch sißenden Árbeitern von Hand zu Hand wandert. Diese Papierspiegel gehen vorzugsweise nah Spauien, Jtalien und der Levante, und haben fast eben so viele Sorten, als Absaborte, da in jeder Gegend cine audere Art verlangt wird. Um auch hier die Wohlfeilheit, welche alle sürther Produkte charakterisirt , nachzu- weisen, bemerken wir, daß; das Dußend der wohlfeilsten Spiegel J Sar, Ne Die Production solher Spiegel beträgt jährlich | 100,000 Dutzend. Konr. Linz (2989) und Konr. Schaller | (2951) haben dieselben ausgestellt. Dambrett - Spiegel, cine Art Toiletten, auf deren Dedel ein Dambrett gemalt, und die innen einen Spiegel enthalten, hat G ilo (3002) ausgestellt. Sie sind vorzugsweise nach Brasilien be- stimmt. Chatoul

99 Sgr., de! wohlfeilste (ein Außerdem ha ro>rahmen eingesandt.

von Adam Streng

| | j lenshreinerei. Ein weiterer Erwerbszwcig der | Tischler Fürths sind die Chatoullen, welche, wie die Spicgelrahmen, | von manchen Meistern ausschließlih gefertigt werden. Sie waren | repräsentiri von Ochsenkiel (2984) durch cine hübsche Chatoulle, | englischer Art, von Nußbaum mit Einlage, und dur mehrere kleinere | Chatoullen, weiß oder ultramarinblgu mit Goldpressungz dann 21 | P. Voit (2961) durch eine Damen =- Chatoulle von Nußbaumholz. | Auch Leber (2968) hal außer scinen Spiegeln die gangbarsten, | wohlfeilsten Sorten ausgestellt, so z. B. Näh-Chatoullen von Kirschh= | baumholz mit Schloß zu 10 Sgr., mit Spiegel zu 11 Sgr. Rasir= kasten von Nußbaumholz mit Spiegel und gravirtem Deckel zu 16 Sgr. Nähschrauben von 5 Sgr. mit Schloß, bis 12 Sr: | Nadeldosen. Die Drechslerci umfaßt in Fürth manche Ar=- | tifel, die anderorts nicht in gleihem Maßstabe oder gar nicht ge=- | macht werden. Zu den ersteren gehören die Nadeldosen, welhe | theils bei den Pfeifendrechslern durch die Besorgungen nebenbei, theils | auch ausschließlich von 6 Meistern gefertigt werden. Sie bilden cinen | Kaum is} zu glauben, |

erwähnenswerthen Handels - Artikel Fürths.

daß ein {o geringfügiger, wenig Kunst und Uebung exfordernder Oe- genstand uicht allenthalben so wohlfeil sollte hergestellt werden können, daß fremde Konkurrenz unmöglich wäre, und dennoch verschikt Fürth jährli viele Tausend Gros, was begreiflich wird, wenn man be- denkt, daß das Gros (12 Dußend) ordingirster Sorte zu 7 Sgr. gemacht werden.

F. Reiß mann (2964) bat die besseren und theureren Sorten | in 34 Nummern, von 10 Sgyx. bis 9 Sgr. das Dußend, ausgestellt. Tombad>ringe werden, wie die früher erwähnten, gravirten Knöpse, von Messing oder Tomba> gegossen und gedreht. Sie sind von Rohrwäger (3001) in 13 Sorten von 5 Sgr. bis 24 Sgr. pro Gros ausgestellt.

uUhrshlüssel. blos in Augsburg gefertigt,

Die messingenen 1hrs{<lüssel wurden früher und deshalb au<h Augsburger Schlüssel genaunt. Jebt haben sie dort ganz aufgehört, und Fürth und Nürn- berg versehen jebt die ganze Welt damit. Ausgestellt hat sie Hirsch =- mann und Leibinger (2964) in 14 verschiedenen Sorten von 22 bis 12 Sgr. das Gres.

Noch fehlt ein allgemein bekanntes gefertigt wird, die Hornschlangen, Ein Stück Horn, an dem der Kopf cincs Ungeheucrs angedreht und gemalt is, wird spiralsörmig ¡n ganz dünne Ringe gedreht, fo daß es, ursprünglich in cine kleine Kapsel eingeschlossen und faum 1“ lang, si< mehrere Ellen lang stre>t. Der Artikel is bedeutend genug, Werkstätten allcin zu be- \chäftigen. Ausgestellt von G. Böhner (1395).

Brillen- und Brennglas - Fabrication. Brillen, wie andere optische Gläser, werde befanntlih in eisernen Schüsseln ge= lien, welche durch eine Kurbel mit der Hand oder dem Fuße ge=- dreht weiden. Diese Arbeit gewann bereits vor vielen Jahren (noch im vorigen Jahrhundert), besonders unter preußisher Regierung, in Fürth cine schr große Ausdehnung, und die Brillengläser gingen in großen Lieferungen nah dem Auslande, namentlich nah England. Sie wurden und werden noch jeßt aus w eißem Mondglase ge= chliffen, welches die Mondglashütte zu Hüttenschleichach bei Bamberg liefert. Besonders befanut und gesucht war schon damals die Firma Schröder, dic no<z derzeit in ihrer großen Verzweigung die bedeu- tendste is. Die Nachfrage wurde so groß, daß ihr Schröder in Fürth allein nit genügen konnte, er verpflanzte deshalb diesen Ar- tifel in dic Arbeitshäuser zu

Spielzeug, das nur in Fürth

lich dur< Hornbrillen und Lorgnetten beschäftigt. zu diesem Zweke doch werden die aus Bein, Schildkröt, Im Ganzen werden von und Scildkröt - (2958) ein das Dußend, Joh. Krauß (2959) Sypringlorgnetten und Lesegläser von Horn und Elfenbein. ausgestellt.

fröt nah französischer Art mit Metall oder Perlmutter eingelegt. waren die einzigen auf der Ausstellung nur noch in menger bei der behalten hat.

zwar die versilberten

Magnus S

Schwabach und Bayreuth, so wie in fleinere Beschäftigungs-

Anstalten, wohin er das Glas für die gerin= geren Sorten abgab und es geschliffen wicderbekam. Später führte Kalb in Nürnberg dos Schleifen mit Maschinen ein, indem er die Schüsseln in einem Mühlwerk durch Wasser drehen ließ. Kurze Zeit darauf errichtete R. Schröder (Firma Schröder u. Sch neider) ein gleiches Werk zu Fürth, und in neuester Zeit sind drei solche Werke daselbst beschäftigt. Jedes dieser Werke hat 18 Schüsseln und wird von 10 oder 12 Menschen besorgt. Außerdem sind aber noch 10 Fabrikanten mit der Brillenglasschleiferci beschäftigt, und dieses Fabrikat hat cine solche Ausdehnung gewonnen, daß das Glaowerk zu Hüttenschleichah den Bedarf nicht befriedigen fann und Spiegel-= glas zu Hülfe genommen werden muß. Die geringeren Sorten wer- den noch in Arbeitshäusern , die besseren Sorten, dann Brenn =-= und Lesegläser, Linsen- und Dioramagläser in Fürth selbst geschliffen. Die Zahl der daselbst angefertigten Brillengläser beträgt jährlih über 300,000 Dußend.

Konrad Schröder (Firma: Schneider u. Schröder ) (2985)

hat ein großes Kosmoramaglas von 10“ Durchmesser und 54“ Brennweite, dann verschiedene andere von 94 7“, 4“ Durhmesser, Gläser für Camera obscura, Laterna magica 2c. C, verschiedene Brillenglä\er, Linsen, Lupen, Nasenbrillen (Rasenzwider), leßtere mit weißen, grünen und blauen Gläsern, ausgestellt, Dieselben Artikel: ALETAN Sthröderx jun. (Firma: Schneider und Schröder's Wittwe) 2997). Rasen- und Ohrenbrillen, so wie Lesegläser in Fischbein ge- faßt, F: Fr. Sees (2981). die die Spiegel-Glasfabrifen für die Spiegel-Schreiner, \o lie-

fern die Brillen -Glasfabrifen das Material für, o L der

Drechslerei und Gürtlexei, wel i ; } i lengestelle befassen. elhe \i< mit der Anfertigung der Bril-

1784

So sind 13 Drechsler - Werkstätten ausschließ- Das Horn wird theils {warz, theils \childkrötenartig gebeizt. Je=- Gestelle für Lorgnetten auch aus edlerem Material, so wie aus geringerem, aus Klauen, gemacht. Fürth jährlich 20,000 Dutend solcher Horn- Brillen verschi>t. Ausgestellt haben Fr. Höning von 1 Rthlr. 5 Sgr. bis 2 Rthlr. dann Pee und Lupen.

Hornbrillenu.

Sortiment Brillen, mit Glas und Futteral,

Die schönste Arbeit hat G. Eisenmenger (2949) Elfenbein, Perlmutter und Schild- Sie und werden unseres Wissens Lobenswerth ist, daß Eisen- fürther Preise bei-

Sypringlorgnetten von

Wien gemacht.

Paris und Arbeit auch die

Schönheit der

die Hornbrillen-Gestelle sind die mctallenen, und Brillen - Gestelle. Sie fallen dem Gürtler- Gewerbe zu und beschäftigen 130 Arbeiter. Die ganze Production beträgt jährlich 105,009 Dußend. Das Material ist Messingdraht oder Blech, das später versilbert wird. Die ganze Fabrication ge=- schieht ohue Maschinen, das Dußend der ordinairsten kostet mit Glas und Futteral 23 Sgr. Sie sind cingesendet von Ch. S. Bölian (2947), ein Sortiment feinster, versilberter Brillen; von Stephan Scheidig (2999) und von J. Zeitler (2920) die courantesten Sorten.

Stahlbrillen hat in allen Sorten J oh. M. Dorner (2956) und J. M. Hopf (2990) nebst versilberten Gestellen, Argentan- Gestelle, theils versilbert, theils vergoldet, in besonders {hönen Mustern Hoffmann (2999) ausgestellt. Die Stahlbrillen und Argentanbril- len haben weniger Bedeutung, als die versilberten, jedoch beträgt ihre Gesammt - Production jährlich 10,000 Dußend. Außer diesen Aus- stellern hatte aber au<h Dunker von Rathenow in der Kurmark un- ter Nr. 526 aus seiner bedeutenden optischen Jndustrie - Anstalt ein achtbares Sortiment von Brillen in Stahl und versilbert ausgestellt.

Sdliceßer, Widcrhaken, Schurzhaften 2c. sind ecben- falls Gegenstand der Günrtlerci. Diese sonst bedeutenden Artikel ha- ben an Absaß verloren und sind auf den Verbrauch im südlichen Deutschland beschränkt, woselbst sie einigen Trachten angehören. Sie waren ausgestellt von Tob. Rießuer (2945) und von S. C. Gru- ber (2995).

Um \o wichtiger sind dagegen dic Tomba>-Uhren. Dieses Spielzeug wird erst scit ungesähr Jahren gemacht. Früher waren nur die bekannten zinnernen, gemalten Uhren in Deutschland zu haben ; die hübscheren tomba>enen famen dagegen aus Frankreih. Jeßt wer= den auch diese in Fürth gemacht, und dieser Ort wettcifert hierin mit dem französischen Produkte. Möglichst flaches Gehäuse mit Prägung, wie sie an den Cylinder - Uhren üblich, versilbert oder vergoldet, geprägtes Zisferblatt aus Silberpapier, seine Filigrankette aus leoni= hem Draht, Uhrschlüssel in allen Formen werden angewendet, um dieses Spielzeug zu veredeln, hauptsächlich aber, um mit den Fra1i- zosen hierin konkurriren zu fönnen. Dies is anch \o vollständig ge- lungen, daß nicht nur das französische Fabrikat nicht mehr in Deutsch- land vorkommt, sondern dagegen das deutsche in Masse uach der Levante und Nord-Amerika geht. Von solchen kleinen Uhren werden jährlih 20,000 Gros gemacht, Sie waren ausgestellt von Pa ul Schcidig (2964) und J. M. Spanner (2953).

Rechenpfennige werden vorzugsweise in Nürnberg gefertigt, sind aber von dort niht eingesendet worden z ausgestellt hat sie W. Huber in Fürth (2972) in verschiedenen Sorten; dann An= hängestü>e, Krenzchen, Bencdiktenpfennige, Färbezeichen 2c.

Nägel, Lie Nägel, welche hier gemeint sind, bestchen aus eisernen, verzinuten Doruen, welche in messingne Köpfe cingelöthet sind. Einige Sorten haben statt der geschmiedeten Dorne Draht; die Knöpfe sind gepreßt und verschieden ausgeschnitten (Stern-Melo= nen - Nägel), Diese Nägel waren früher cin starker Productions- und Handels - Artikel, jeßt bedeutend beschränkt und nur noch in der Levante abzuscyen. Er wurde verdrängt dur die Jserlohner Tapeziernägel, welche ganz aus Messing gegossen, zum Theil auch versilbert sind. Diese siaden jebt

zt allenthalben Absatz, und werden in Jserlohn davon wöchentlich 2,500,000 fertig. Sie sind ausgestellt von Ébbinghaus und Schrimpf}f} (1207) und Schmüle und Rom- berg (1211) in Fserlohn. Die fürther Nägel sind ausgestellt von <melz daselbst.

Schlottern (Kinderklgppern) zum Theil neben den Brillen oder Uhren gemacht. sie vou Th. Fi > (2988) in mehreren Sorten mit hübscher Versilbe- rung, Derselbe hat außerdem zwei große Pferdebeißkörbe, ein Sor- timent geschlagener Stellen, ein Zankeisen (nürnberger Tand), ein Paar Schurzbleche, einen fleinen Blasebalg ausgestellt.

Jgnaß Reger von Wien hatte unter Nr. 2327 Pakfong-=- Maulkörbe für Hunde ausgestellt ; sie sind aus Neusilber und ihrem Zwecke entsprechend. Dadurch, daß der Korb über das Maul hervor- ragt, is der Hund im Stande, zu fressen, ohne daß cer beißen kann.

Sonnenringe sind messingene Ringe, an deren inncercr Seite die Stunden des Tages cingezeichnet sind. Diescn gegenüber is ein fleines Loch, durch welches der Sonnenstrahl sällt, und so die Tages- stunde anzeigt. Da aber dic Stellung der Sonne und somit das Auffallen des Strahles auf eine Stundenzahl mit der Jahreszeit wechselt, so is die Einfalls-ODeffnung verschicbbar und wind in jedem Monate gestellt. Diese Ringe sind auf dem Lande schr üblich, be- sonders für Hirten, und werden deren jährlich 4000 Dutend verseu=- det. Ausgestellt von

Wichtiger als

werden von den Gürtlermeistern Ausgestellt waren

/

Würsching in Fürth (2950). (Schluß in der Beilage.)

Eisenbahnen. Niederschlesisch-M árkische Eisenbahn. \uf der Strecke de: Niederscblesisch- M Breslau bis Liegnitz sind seit Eröffnung derselben bis ult, November belördert worden: 15,734 Personen, 55 Equipagen, 4,993 Cur. Eilgut, 66 Pserde und Hunde,

Gesammt- Einnahme betragen

ärkischen Eisenbabn von am 49. Oktober «

wolur di hat 8257 Rililr. 24 Sg1

Handels- und Börsen-Nachrichten. Berlin, 13. Dez. An heutiger Börse blieb das Geschäft in Eisen- bahn - Effekten wiederum im Verhältniß zu sonst weniger umfangreich und belebt; die Course der meisten Effekten blicben indeß fast unverändert für einzelne Devisen war kaum die gestrige Notiz zu crlangen, während Amster- dam-Rotterdamer zu besseren Coursen schr gesucht wurden.

Marktpreise v

Berlin, den 12.

Zu Lande: Weizen 1 Rihlr. 25 Sgr.

5 Pf:z Roggen 1 Rihlr. 9 Sgr, auch 1

om Getraide.

Dezember 1844.

2 Pf., auch 1 Rihlr. 14 Sgr. Rihlr. 6 Sgr. 4 Pf.3 große

2 Sgr. 5 Pf.z kleine Gerste

Gerste 4 Rthlr. 3 Sgr. 7 Pf., au< 1 Rihlr. 25 Sgr, 2 Pf., auch 21 Sgr.

29 Sgr. 5 Pf., auch 26 Sgr, 5 Pf. z Haser

\ | | l l l

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| | | | | | |

7 Pf.3 Eingegangen

Zu Was 22 Sgr. 10 Pf. und 1 Rihlr. 1 7 Pf., auch 1 Rihlr. 7 Sgr. 2 Pf.z; 11 Pf.z Erbsen (shle<hte Sorte) 1

Das Scho Stroh 7 Rthlr., Heu 1 Rihlr. 2 Sgr. 6 Pf., auch 2A Kartoffe

Sgr., auh 10

Branntwe

sind 127 Wispel.

Der Scheffel 15

Die Preise am 10, Dezember 133; 135 Rthlr. Rthlr. (frei ins 10,800 % nah Trallcs.

Berlin,

Die 1D E Den 13. De

Pr. Cour.

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And.Gldm. à 5 Th.| | S L Auswärti Amsterdam, 9. Dez. Nied 5% Span, 22 1 , Sch Pol. 87%. Antwerpen; 8, Dez. Franksurt a. M., 10. 2025. Bank - Actien 747 G. Polu. 300 Fl. 98% G. do. 500 FI. 99 Hamburg, 11. Dez. Bauk-A Londo n, 6. Dez. Cons. 3 Sch. 15%. Int. 63. 5% 99, Port. 9 Wien, 9, Dez. 5% Met. 11 1640. Anl. de 1834 1585. de 18 Mail. 1115. Livorn. 115%

A Meteorologisch

Discouto.

Vesterr.

Dez. Hope

von Kartoffel-Spiritus w

Haus geliefert) Korn-Spiritus: ohne Geschäft. den 12. Dezember 1844. Aeltesten der Kauf

Mgd. Lpz. Eisenb.|—|

Brl. Aub. Eisenb.|— do. do. Prior-Obl.| Düss. Elb. Eisenb.| 9 | do. do, Prior.Obl.| 4 | Rhein. Eisenb. | do. do. Prior.OblI.| 1 | do.v.Staat garant. |35|

do. do. Prior.Obl,| 0h. Schles. Eisnb.|

B.-St.E.Lt.A. u.B.|—| Magd.-Malbst.Eb,| |

3% do. 367. Pass. - 4% Russ. Hope Ziel

Hafer 23 Sgr.

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Ard. 245. Pass. 36. Pert

c Beobachtungen.

Ensgl. Russ. 1147 7 6.

Erbsen 1 Rihlr. 20 Sgr. 5 Yf.z Linsen 2 Rihlr. 21 Sgr, 7 yj

ser: Weizen (weißer) 1 Rihlr. 27 Sgr. 7 Pf., auch 1 6 Sgr. 10 Pf. ; Roggen 1 Kil. ohl.

1 Pf., au 2 > Rihlr. 9 Sgr. 7 Pf. Ÿ 21 Sgr, Mittwoch , den 11, Dezember 1844.

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aren am 7. Dezember 14 Rihlr , Dezember d. J. 13% 14

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mannschaft von Berlin,

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1895 | 10:3:

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1844.

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6 Uhr.

| Nachmittags | 2 Ul

Abends | 10 Ubr.

Nach einmaliger

Beobachtung

“Par: 889 39

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o n.|— 10,3°

90 pCt: | S0 pC

trüb. bezogel O, | 0D, | 0.

Luftdruck . . «- |339,67 Luftwärme « Thaupunkt .«- |

| | |— E |

11,0 L Dunstsättigzul

339,22" Par. zönigliche 14 Dez, Di

Wolkenzug - « «

Tagesmittel:

Sonnabend, Trauerspiet in 5 Akten,

Jm Konzertsaale : ville en 1 acte, par Scribe. la repúisé de: du théâtre français, pa D Di

»OSC, Sonntag, 15. Lind, vom Königl. Zu dieser Vorstellung sind 1 und zum Amphitheater à Jm Schauspielhause: Wer

Sgr.

Montag, 16. Dez, Jm Schauspielhause :

Er muß aufs Land. Dienstag, 17. Dez. Preise der Plähe: Ei

niums und des ersten Ranges,

ersten Ranges 1 Rthlr. und den Logen des zweite

Balkon des dritten Ranges und

theater 10 Sgr.

Die zu Befriedigung der reservirten Billets sind bis Mon

Büreau abholen zu lassen, indem na

disponirt werden muß. Jm Konzertsaale :

önigsstädt Sounabend, 14. Dez. und Piatti. 1) Variationen übe yaZZzda aus D über „Robert der Teufel ‘‘, Piatti. 4) a. Ballade, b. (Jtalienishe Opern - Vorstellun Z Akten. Musik von Donizetti. Anfang 6 Uhr. Die Kasse Sonntag, 15. Dez. Stab dreiundsechzigstenmale) : Montag, 16. Dez. Dritt Piatti. Vorher : (Jtalicuische di Siviglia. Anfang 6 Uhr. Bei dem herannahenden welche Forderungen an die Kasse aufgefordert, sich mit ihren dieses Monats, in den melden und, nah Befund der wärtigen. Berlin, i Die Direction

Die Kasse

den 11, Dezember

Gedruft in der De>er schen

vou Lessing. Le coiffeur 2) La premiere rep Les Indépendans , i

B

Theater zu Stockholm

Im Opernhause :

10 Sgr., n Ranges

Zweites Konzert der hema aus Paejiello’s ne per amore“, von Herrn Piatti. 2) Fantaisie über eim Them onizetti’s „Anna Bolena‘‘, von

von Kummdcx,

Taranutella, von Herrn Döhler.

Köd> und Guste.

Schlu s b önigsstävtischen Theaters

Rechnungen und Ansprüchen, | Rendanten zu

Vormittagsstunden bei L sofortige Zahlung zu

Richtigkeit ,

des Königs I Verantwortlicher Redacteur Dr.

338 62" Par. | Quellwärme ( 10/72 R.| Flusswärme ( 11,8? R.| Bodenwärme

+3 pCt.

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1, balbheiter. | O, | |

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| | 9,3° R... 11,1 R. Schauspiele.

><auspielhause : Emilia

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R... - 80 p

et le perruquier rCsecnt comédie en 3 acl Scribe. pernhause: Norma. : Norma.)

(D1 ur noch ner, oder : Ein Feldlager in n Billet

zur Tribüne

zum Parquet, den Parqu

zum

gemachten Bestellungen für d

Mittag aus dem Billet-

tag j : 1 < dieser Zeit darüber

Französische Vorstellung.

isches Theater.

Herren S Herrn Döhler. 3) vorgetragen ge.) Lucrezia Borgia. wird um 5 Uhr erl als Freishüß.

geöffnet. Hierauf

es Konzert der Herren Opern =- Vorstellung.)

wird um 5 Uhr geöffnet. des Jahres werden

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1844. städtischen Thea

F. W. Zinkeise Geheimen Ober - Hofbuchd

1 Rthlr., zu den Logen, Parterre 20 Sgr., zum Amphi-

6 D V0! R. 0 R

Ausdünstung 0,009 Rh Nicderscblag 0.

Wärmewechsel

9,0 R,

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Galotti

(Herr Hoppé: Marinelli.)

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Billets zum Parterre « 20 10 Sgr. zu haben. | Herz und Welt. j | Doktor Robin. Hictauf: |

Schlesien,

zu den Logen des Proscé und dem Balkon déê

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Beilage

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1785

ishen Zeitu

| tikel von Werth, weil er niht nur die Zinngießer - Meister mit ihren Gesellen beschäftigt, sondern auch mehrere Graveure, und namentlich bietet er der ärmeren Klasse Nahrung, indem die Frauen und Mäd- | chen die Figuren malen. Solcher Zinnfiguren werden jährlich durch- | schnittlih 25,000 Psd. angefertigt. i der übrigen Zinn - Arbeiten, sind bei den Spielwaaren genannt. Papier - Brieftashen, Pergament - und Screib- tafeln sind gleichfalls ein Artikel, welcher in seiner Weise und zu | seinen üblichen Preisen nur in Fürth gefertigt wird. Kleine Notiz- | bücher von Pappende>el, mit gepreßtem Papier überzogen, mit Gold-

A6) E Dic Gewerbe-Ausstellung der deutschen Bundes - und Zollvercins-Staaten,

Die Gewerbe - Ausstellung der deutschen Bundes- und Zollvereins-Staaten.

CXXIX. Nürnberger Waaren.

Kalender und s{warzes und weißes Papier, werden in Fürth in fol= cher Menge gemacht, daß si< 60 Personen damit befassen. Diese ! fertigen auch den Papierschiefer selbst, indem gestoßener und gemah- lener Kieselshiefer auf dies Papier oder Pappe aufgetragen wird. Der Versandt dieser Notizbücher, allenthalben hin statt. Das Dutend Notizbücher, mit Spiegel und Goldrand , kostet 10 Sgr., ohne diese 8 Sgr. Ausgestellt hat die- selben, nebst s{<hwarzem und weißem Pergament und Holztafeln, S. Meerwald (2966). i

Hier reihen wir au<h noch die nicht unbedeutende Fabrication ordinairer größerer ledernet Brieftaschen an, welche 25 Arbeiter be- schäftigt. Sie sind größtentheils mit eingepreßten Figuren versehen und kosten 1 Rthlr. 5 Sgr. bis 2 Rthlr. das Dußend. Cingesendet von Walter Sohn (2962) 5 Sorten in Leder, 5 in Papier.

(Schluß des im Hauptblatt abgebrochenen Artikels.)

Metallshlägere i. Die Darstellung des unehten Blattme- talls ist nur în Fürth und Nürnberg zu finden und deshalb anderorts wenig gekannt. Das Material i, je nah der verlangten Farbe, Kupfer (für roth), Zinn (weiß) oder eine Legirung für die Zwischenfarben. Leßtere sind die gewöhnlichsten und für die ‘Herstellung die shwierig- sten. Besonders gilt dies für das grünliche Metall, welches deshalb auch das theuerste ist, Das Metall wird ges<molzen, in Zaine ge- gossen, diese zwischen Walzen gestre>t, geglüht, gescheuert, abermals gestre>t, und fo fort, bis man dünne, \{<male Bänder erhalten hat. Diese werden nah dem lebten Scheuern in Quadrate ge- \hnitten und mit dem 42pfündigen Handhammer zuerst zwischen Pergament, dann zwischen den Metallschlägerhäutchen ausgeschlagen. Das Gießen der Zaine, das Stre>en in Bänder (das sogenannte Zainen) wird jeßt erspart, indem die großen nürnberger Messing- werke diese Arbeit entbehrlich machen. Diese walzen das Metall zu so dünnem Blech, daß es gleih in Pergament weiter verarbeitet werden kann. Nur die bedeutendsten Metallschläger gießen und zainen noch selbs, während die fleineren Meister ihren geringeren Bedarf in den nürnberger Fabriken holen und so das Gießen ver- meiden, das sür kleine Quantitäten zu kostspielig is. Jn Nürnberg sind 3, in Fürth 68 Meister mit 100 Gesellen, 2. Zainern, 110 Einlegerinnen (deren Geschäft ist, die Metallblätter zu zerschneiden in die Formen und zuleßt in die Bücher einzulegen). Die Produc- tion in dieser Stadt beträgt jährlich 9,500,000 Buch (das Buch zu 952 Blättern). Ausgestellt haben : Kübler in Nürnberg (2584) die verschiedenen Abstufungen der Fabrication ; verschiedene Sorten rothes hohgelbes und weißes Metall; dann Schowin (Abfall des Metalles) und Proben des Blattmetalles auf Papier gelegt. Konrad Esper- nüller in Fürth (2952) feines (Planir=) Metall in verschiedenen Sorten. J. P. Böhnert daselbs (2971), Muster von ordinärem Metalle (rothgelbes Metall). Besonders \{<bönes weißes Metall O A Fürth (2948), in 11 Sorten.

Bronze farben. Ehe die Metallblätter in Bücher gelegt wer= den, missen sie ausgesucht, die zerrissenen ausgeschossen, die übri- gen an den Rändern gleichgeschnitten werden. Die ausgeschossenen Blätter und der Abfall des Zuschneidens heißen Schowin und werden zu einem anderen, denselben Städten allein eigenen Fabrikate, den Bronzefarben, verwendet, Der Schowin wird nämlich zer- rieben, geshlemmt und gefärbt. Die Bronzefarben dienen besonders für Tapeten, Buntdruk, zum Bronziren von Holz, Pappe, Metall 2c. In Nürnberg beschäftigen sich 2, in Fürth 21 Fabrikanten mit 60 Arbeitern mit diesem Jndustriezweig. Ausgestellt haben Fuchs und Söhne in Fürth (3000) Bronzefarben aller Nüancen z feines (Pla- nir-) Metall, dann alle Abstufungen der Metallschlägerei, vom Zaine bis zum Blatt. Birkner und Hartmann (1391) Bronzefarben in fleinen Fläshhen. Paul Segih sel. Wittwe (2968) eine Musterkarte von Bronzefarben , mit einem <romatishen Preis = Cou- rant. Dieser lehtere, besonders {<ön gearbeitet, zeigt alle Nüancen der Bronzefarben, in einer hübschen Zeichnung zusammengestellt. Sie ist von dem Lithographen O ppel in Fürth gefertigt und unter des=- fen Namen (3009) nochmals ausgestellt, Wörlen in Nürnberg (2592) 60 verschiedene Nüancen nebst einer romatischen Muster= farte. Lepper (2987) und Brandeis in Fürth (1397).

Blehwaaren., Die Arbeiten der Klempnerei in Fürth beste- hen vorzugsweise in Blechspiegeln und Dosen. Erstere sind viere>ige, runde oder ovale Gläser, in Blech eingelegt, mit einem Blechdedel und Scharniere, um ‘sie aufstellen zu können. Solcher Spiegelchen werden jährlich 64,000 Dußend versendet, zu Preisen von 6 20) Sgr. das Dutend. Die Dosen, welche daselbst gefertigt werden, sind eigenthümlicher Art und werden nur dort gemacht. Sie sind nur für die Levante bestimmt und heißen türkische oder auch Spiegel-= Dosen. Es sind kleine Dosen, deren untere und obere Dee geüs- net werden kann, mit einer Zwischenwand, welche in beiden Fällen als Boden dient. Jn dem einen Fall zeigt sich ein Spiegel, während die andere Abtheilung als Schnupftaba>s-Dose dient, Das Material ist Messingblech, blank oder gravirt, oder Weißblech, auf mannigfache Weise geprägt und bemalt. Sie sind ausgestellt von Chr. Spahn (2955) in vollständigem Assortiment und von Schönfelder (2980), welcher außer den Blechspiegeln auch la>irte Schnupftaba>s-=, Cigarren= Dosen, Federrohre 2c. eingesendet hat. Cin weiterer großer Erwerbs- aweig, die laterna magica, war nicht vertreten. i _ Reißzeuge. Die Anfertigung der Reißzeuge fällt in Nürn- berg einem eigenen Gewerbe, den Zirkelschmieden, zu und macht einen wesentlichen Jndustriezweig aus. Die nürnberger Reißzeuge sind in der ganzen Welt bekannt, weil sie um ihrer Wohlfeilheit hal- ber allenthalben hingeschi>t werden können ; deshalb werden sie auch mit Recht zu den Kurzwaaren gezählt. Daß sie als folhe hier und nicht unter den mathematischen Instrumenten ceingerciht sind, wird begreiflih, wenn man weiß, daß ein Reißzeug der geringsten Sorte, 1 Zirkel mit Einsaß und eine Zichfeder, in gepreßtem Etuis mit Sammet ausgelegt, 8 Sgr. kostet. Daß übrigens in Nürnberg auch [eine Reißzeuge gemacht werden, beweiscn die Einsendungen S häfer's, bei mir liquidirt wor- URSHE D A mathematischen Justrumenten beurtheilt sind. Die den sind, ohne A usn a yme Ung ohne weiteres sp ez! el [eo er A % andels -=Reißzeuge sind von Nürnberg nicht eingesen= fahren als crlo] hen betrachtet, mithin in keiner Art tun] det. Jn Fürth sind ‘nur 4 Zirkelschmiede, jedoch «rboiten sie n berü>sihtigt werben sollem (Veh - S ammlung 1844, derselben Art und zu denselben Preisen, wie die ‘nürnberger, und St. 38.) ‘< dies hierdurch zur ö “oa daher dieje dur ihre Einsendungen wohl vertreten. Karl | e M Netze ‘ber Aufforderung vom 18, Mai v. J. 8 Riblr in Fürth (2994) hat dreizehn Stück von 10 Sgr. bis noch nicht zu! Liquidation gebrachten Ansprüche Anlaß gebe, verweise ich

r. ausgestellt. P. Seyffricd ebendaselbst (2982) 5 Reth ¿ur Vermeidung ungeeignetcr derar!1ger Anträge auf die nähere Beschrei zeuge in gepreßten Etuis, das Stück zu 8 Sgr. bis 2 Rthlr. ; dann bung der verschiedenen desfallsigen Schuld Kategorieen, welche die erwähnte eine Musterkarte mit verschiedenen zu Reißzeugen gehörenden Stücken. | Aufforderung enthält, i : l

Chirurgishe Jnstrumente, resp. Aderlaß - und Schröpf= Magdeburg, den 7. November 1844. never, sind ebenfalls Gegenstand eines eigenen Gewerbes, das Der Ober - Präsident der Provinz Sachsen, Le ura bedeutend war und viel für den Versandt arbeitete, jeßt von Wedell, bai wenige Meister beschränkt is. Dänzer u. Sohn (3004) at mehrere Aderlaßshnepper von Messing und Argentan, viere>ig, Cu und rund, Th. Kolb (2998) ‘verschiedene Aderlaß - und

<röpfs{<nepper von Messing und Neusilber, zum Theil gravirt, ausgestellt.

_Zinngießerei. Die Zinngießer Fürths beschäftigen sich aus- hließli<h mit Spielwaaren, als: Zinnfiguren, Hausrath, Kinder- Möbeln, Körbchen, Zinnfingerringe 2c. Besonders ist der erste Ar= , lirung

CXXX. Ranevas, au< Stramin genannt.

Schon in früheren Zeiten bediente man s< in nähten Teppichen dieses Gewebes als Grundstoff. Es is ein groß= löhriges Zeug aus dicken gezwirnten Fäden, es enthält in Kette und Einschuß gleichviel Fäden und bildet daher ein durhsihtiges Gewebe mit quadratförmigen Zwischenräumen, durch welche beim Sticken nach Anleitung des Stimusters mit der Nadel wollene, seidene oder an= dere Gespinnstfäden gezogen werden.

Jn Frankreih wurde dieser Artikel zuerst aus Hanf, Flachs oder Seide angefertigtz seitdem aber derselbe auch in Deutschland, nament=- lih zu Berlin, Wien und am Rhein in bedeutenden Quantitäten an-= gefertigt wurde, wird das größte Quantum aus Baumwollen - Ge= spinnsstt oder auch mit Seide gemischt bereitet. Fast in eben dem Maßstabe, wie sih das Stickmuster -= Geschäft ausgebreitet, hat auch die Fabrication des Kanevas zugenommen, jedoch hatten nur wenige Fabrikanten davon zur Ausstellung gebracht. Ÿ

Unter Nr. 62 zeigt uns J. F- Frishmann in Berlin eine ganz vollständige Auswahl von ganz seidenen, halbseidenen und baum- wollenen Kanevas. Der ganz seidene zeichnete sih besonders durch eine schr zwe>mäßige nehartige Weberei aus, wodurch das Verschieben der Fäden vermieden wird. Der halbseidene, dessen Einschußfäden gimpenartig mit Seide umschlungen sind, war gleichmäßig und gut gearbeitet. Bei dem baumwollenen ließ die Appretur no< etwas zu wünschen übrig, jedoch war die Arbeit sonst ebenfalls wohlgelungen zu nennen, Die Preise waren billig gestellt , und ließ sih aus dem vorliegenden Sortiment der Schluß ziehen, daß der Aussteller in die= sem Fabricationszweige Vorzügliches geleistet hat.

IV. Bor nefeld in Gladbach hatte unter eben \o große couleurte, mit Seide besponnene Drahtbänder gefügt, welche leßtere beide Artikel vorzüglich gut gearbeitet waren. Auch auf die verschiedenen Sorten von Kanevas allen Fleiß verwandt, und waren die Preise den guten angemessen, wenngleich sie im Frischmann waren.

Unter <hóne Waare, welche sih hinsichtlich einer v großer Gleichmäßigfkeit der Carreaux auszeichnete.

Christian Mengen in Viersen licferte unter Nr. 1127 für die Preise recht gute baumwollene Waare, und zwar noch billiger, als die früher angeführten, jedoh war das dazu verbrauchte Garn nicht so gut gedreht, und die Appretur fiel etwas weih aus.

Erfreulich is es übrigens, daß auch dieser Artikel sich bei uns einheimis<h gemacht hat und davon wenig oder gar nichts mehr vom Auslande bezogen, sondern ganz erheblih davon exportirt wird,

Der Detail - Verkauf dieses Artikels im Julande geschieht ge- wöhnlich in denjenigen Geschäften, welche Sticmujler, Stickgarne und Tapisserie-Gegenstände führen.

Frankreich zu ge-

Nr. 1136

Bokann tau g

Durch die weiter unten folgende Bekanntmachung meines Herrn Amts vorgängers vom 18, Mai 1843 wurden die Ansprüche an das ehemalige Königreich Westphalen, welche na< dem mit den Regierungen von! Hanno- ver, Kurhessen und Braunschweig unterm 29, Juli 1842 abgeschlossenen Staatsvertrage und nach der Allerhöchsten Kabinets - Ordre vom 3, Marz v. J. (Geseh Sammlung 1843 S. 77 F.) noch auf die preußischen Staats

Kassen übernommen tvcrden jollten, Zur Liquidation a ‘gerufen, und es hat | inzwischen die Berichtigung del angemeldeten Ford stattgefunden. Des Königs Majestät haben daher nunmeh! < eine anderweite Allerhöchste Kabinets - Ordre vom 14. Oltober d. Q bestimmen geruht, daß alle diejenigen, welche jeyt no<h An1prucge der geda ch- ten Art zu besigen glauben, no<mal ufgefor- dert werden sollen, ihre Ansprü ner dret- monatlichen Práäklusiv- Fri}, vom Tage der gegenwärligen Bekfanntmagchung an gerechnet, bei mix obne Unterschied, ob solche \<on frühe! bei ciner anderen Behörde angemeldet sein mögen oder nicht, zu liquidiren, und vap alle derglei- hen Ansprüche, welche innerhalb die}el Frist, also bis ein- \<liecßli< den 7. Februar k. J nicht

c 4

fentlichen Kenntniß bringe und zul An- bisher etwa

BeklänntmaqGu n g

Der unterzeichnete Ober - Präsident der Provinz Sachsen ist von dem Königlichen Finanz-Ministerium beauftragt worden, diejenigen Liquidationen anzunehmen und nah Maßgabe ihrer Verification zur Berichtigung zu | führen, welche besage der Allerhöchsten Kabinets-Ordre vom 3, März d. J-

theils von preußischen Unterthanen, theils von Unterthanen der bei Regu- der Central - Schulden des

Die Aussteller derselben, so wie |

schnitt, einige mit einem runden Spiegel auf dem De>el, innen ein |

Brieftaschen und Pergamente findet |

l ) fast eine Auswahl wie Frischmann geliefert und außerdem noch und Karkassen hinzu=

hat der Aussteller r Qualitäten Durchschnitt nicht so billig w,e die von

Nr. 2731 lieferte C. T. Küttner in Berlin vorzüglich ortrefflihen Appretur und

eine

| | j | |

| |

| \

aufgelösten Königreichs Westphalen be- |

| mentlich

theiligten oder ni

nover, Kurhessen und Staats - Vertrage (s. Königlich preußische Geseh - 77 89) gegen den preußischen Staat geltend zu Jndem daher das betheiligte Allerhöchsten Kabinets - Ordre und auf die betreffenden erwähnten Staats - zugleich hierdur< zu machenden Ansprüche binnen längstens hier in Magdeburg der dem gegenwärtigen

pag-

gen Folgendes: So weit d

| sten

ng.

Sonnabend den 14!" Dezember.

aus dem zwischen Preußen, Han- 29, Juli 1842 abgeschlossenen Sammlung Stü> Nr, machen sind. Publikum auf den Jnhalt der gedachten Paragraphen des wird dasselbe des leÿgteren

<t betheiligten Staaten, Braunschweig unterm

Vertrages aufmerksam gemacht wird, aufgefordert, die auf den Grund zwei Monaten bei mir anzumelden, und bemerke i< zur Beurtheilung Liquidations-Verfahren anheim fallenden Forderun-

ie preußishen Staats-Fonds Zahlung zu lei-

haben, sind zur Anmeldung zulässig :

1) von jedem einzelnen Empfangsberechtigten ohne Unterschied, ob der-

| selbe Unterthan des preußischen oder cines

nover, Kurhessen

| des Vertrags: d

| sung des Königreichs

den westphäl

sprunges, und zwar Lit. der westphälischen

von (auf 5) ferner

nen auf dic Monate Nov

| 4, Januar 1814

) anderen betheiligten (also Han- und Braunschweig) und fremden Staates is, nah Art. 7 ie Zinsen-Rückstände aus der Zeit vor Auflö- 11 Westphalen (den 31. Oktober 1813) von ishen Reichs-Obligationen preußischen Ur- F P G, L E in dem Regierung reduzirten Betragez5 Zinsen-Rückstände von diesen Obligatio- ember und Dezember

L i 1813 (vom ab sind diesclben durch die Königliche Haupt - Verwaltung

die

| der Staatsschulden bereits berichtigt),

2) Von Unt

erthanen der betheiligten und unbetheiligten Staaten, und

zwar zum ganzen Betrage sür cistere und zu drei Fünftheilen desselben für

leßtere (indem zwei Fünstheile bercits in Gemäßheit der

1

f é | binets-Ordre von | Pag. j | j 1 | |

und 11 des Vert

dissements-Schulden un benen Stifter und Klöster, dem französischen K

geho I WLE DEX soweit die Re tung des

N | ihrer Veranlassung nach, we Schulden Anwendung findet,

ehörenden L

3) Von Unt 415, 46, 1/7 Und sionen, wel < \ t

| [9

ihtlih deren die Zahlungs

wenn dieDienststelle de

der Stelle kein fester

\ | | jeyt preußisch | |

derselbe bis

| Fier Friedens vom 30,

| gew wcnn die Die

Behörde, durh welche \

[

Staats-Ka}|) | fi h befaudz |

Ansprüche aus Verwaltungs-

\ Regierung, | Ab Son

\ ysohlen , vie | schiedenen Litte | \pezifiziren und | Alle übrigen F " dergestalt, | stand bezicht u

bracht werden. Anmeidungs -

A

i 13—18) entweder bezahlt, nicht erfolgter rechtzeitiger Anmeldung präkludirt

hanen - Verhältniß der Empf

ohnt hat; C

Preußen zu vert Was die Form der Zins - Rückstände auf einem besonderen Bogen, nach den er-

daß jede Eingabe sich immer nu

Allerhöchsten Ka- 1 31, Januar ‘1827 (Gescz-Sammlung 1827 Stück Nr. 3 nicht für vergütungsfähig erkannt oder bei sind), nah Art. 8, 9, 10 Renten, Gehälter und Pensionen, Arron- dSchulden der vonWestphalen auf- Jnnungen und Zünfte, #o aiser vorbehaltenen Domainen, älter und Pensionen vor Erri ch- halen bewilligi worden und l<hes auch auf eben bemerkte aus einem jeyt zu Preußen rrühren.

rags:

nten, die Geh nigrei<hs Westp

andestheile he erthanen der nicht betheiligten Staaten nah dem Art. 14, 18: resp. Nückstände von Gehältern und Pen- e von Westphalen bewilligt worden, und hin- „Verpflichtung von dem Wer angs-Berechtigten ausgeht, 3 ursprünglihBerechtigten in einem andestheile belegen war, oder, falls mit Wohnsiz verbunden gewesen, wenn zu sciner Auswanderung nach Art. 17 des pa- Mai 41814 im preußischen Gebiet und Deposita in baarem Gelde, nststelle, wofür dic Caution geleistet, odex die das Depositum zur westphälischen im jeyt preußischen Gebiete Verpflichtungen und sonstige Rückständen an die vormalige wenn sie nach den Bestimmungen der Art. 17 reten sind. Anmeldung betrist, so wird den Liguidanten em-

en L

autionen

e eingezahlt is, Departemental-

ris der Dofumente und na den Beträgen dex lehteren , zu am Schlusse die Haupt -Summe des Liquidats zu ziehen. orderungen können durch cine Eingabe angemeldet werden, L e r auf einn Liquidations - Gegen- 1d nicht Zinsen, Gehalte, Pensionen 2c, unter einander ge- Das jegige Unterthanen-Verhältniß ist darin anzugeben, die chreiben abir müssen frankirt werden. Jeder Anmeldung

| müssen die Bewecisstücke und die Legitimation der Einreicher beigefügt wer-

den,

| beizumessen, wen und ihre Befried Jn Ansehu1

zu 1. die Zir Sicherheit halber

wenn erstere nicht von den ursprünglichen Empfangs-Berechtigten er- Wird dieses unterlassen, dann haben es sich dic Ligquidanten selbst

n ihre Anträge zur Vervollständigung zurückgegeben werden igung sich verzögert,

1g der Bewcisstücke is zu bemerken, daß

18-Rückstände mit den Coupons zu belegen sind, welche der an den Bogen, auf welchem sih das Verzeichniß derselben

befindet, angeheftet werden müssen ;

ail 2:

Patent resp. die

| über die nicht cifolgte

der Renten kann

zuachtende Urkunde als über die nicht erfolgte Z definitive Urkunde und ein

und 3.

erden dur das Anstellungs- Pensions - Versicherungs-Urkunde und eine Bescheinigung Zahlung des liquidirten Betrages justifizirt. Wegen nur der Renten-Zusicherungs-Vertrag oder cine dem gleich- Belag angenommen werden, auch is ein Ausweis ahlung nöthig. Bei Cautionen ist dic sogenannte Attest über die Auflösung der Cautions - Ver-

Gehälter und Pensionen w

!| bindlichkeit, welcher Nachweis nöthigenfalls durch Ediktales geführt werden

fann, beizubringe! Die Depositen w

1,

erden dur< die Empfangs Bescheinigungen resp. der

Amortisations - Kasse und des Staatsschaßes und die übrigen bezeichneten

Schulden lediglich durch die Do

bigung der Forde haftes Zahlungs - Formel) enthalten

| Sind die ursprünglichen Empfange | der Anspruch vielmehr auf Erben oder durch dann is das gerichtliche Erblegitimations-

| gegangen, liche Cessions-Urfi leytere nicht

gemacht wird, diese fowohl zur

erwartenden Befri

| verschen.

lumente, Kontralte und andere zur Beglau- welche jedo< ein unzweifel-

rungen dienende Unterlagen , Regierung (Engagement-

Versprechen der westphälischen müssen, nachgewiesen. j

f bercchtigten niht mehr vorhanden, Cession in andere Hände über- Attest oder die gericht-

inde dem Liquidations-Antrage beizufügen und, wenn der

von dem Berechtigten selbft , sondern durch eine andere Person

Anmeldung, als zur Empfangnahme der zu

edigung mit gerichtlich zu beglaubigender Vollmacht zu

Bei klcinen Forderungen von untcr 10 Rthlr. soll es, zur Vermeidung

entstehender unverhältnißmäßiger Kosten,

wenn die Legitimatio | ten, «Seitens der | ausgestellt werden.

Schließlich bi

thanen, welche aus Staats-

neten Staaten Hann wege Ltt. B, C

Depositen nach Art. 15 und 16, | des Vertrags, | Ansprüche, nach Maßgabe der | Bekanntmachungen

zu machen.

Um zu wissen, Behörden anzumelden sind, hender Bekanntmachung unter insbesondere darauf, daß der Braunschweig angehörigen Gebiet herschreiben muß. den 18. Mai 1843,

hessen oder Magdeburg,

Der Königlich þ

für genügend angenommen werden, ns-Atteste der Erben, statt von den kompetenten Gerich- vorgeseßten Obrigkeiten, der Magisträte, Dorfgerichte 2c. n ih ebenfalls beauftragt, alle preußischen Unter- den Art. 7, 8, 9, 10, 11 des [<on bezeidch- rderungen an die betheiligten over, Kurhessen und Braunschweig, und na- n in westphälischen Reichs - Obligationen D. bestellter Cautionen und niedergeclegter \o wic aus den Uri. 7 M 18 zu machen haben, aufzufordern, ihre etwanigen von den betheiligten Staaten ergehenden benenncnden Liquidations-Behörden geltend

Vertrags Fo

„Vel Vot qu

ei den fremdherrlichen Liquidations- verweise ih die Betheiligten auf die in vorste- Nr. 1., 2. und 3. aufgesührten Gegenstände, Anspruch sih aus dem jeßt Hannover, Kur-

welche Forderungen b

reußische Wirkliche Geheime Ra!h und Ober-Präsident der Provinz Sachsen. Flottwell.

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