1845 / 47 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

Eisenbahnwesen, besonders sene Stre>en, welche zwei Bundesstaaten

unter einander verbinden, stets au< vom strategishen Standpunkt zu

betraten, als Mittel der Erleichterung zur gemeinsamen Vereinigung der Truppenkörper des deutschen Staatenbundes für moglide Eventua- litäten. Eine der wichtigsten derartigen Verbindungslinien is aber gewiß die Bahnstre>e zwischen Prag und Leipzig, weil sie die {nellste Vereini- ung von Truppen der beiden rößtes Bundesmächte gleichsam n der Mitte des gemeinsamen Vaterlandes und eines seiner bedeu- tungsvollsten Stromgebiete, in Gemarken, die zu wiederholtenmalen schon den Kampf der deutschen Unabhängigkeit sahen erleichtert. Denkt man si ein für gemeinsame Bundeszwe>e nah dem magde- burger Elbgebiete zu \ha}endes österreichishes Bundes - Kontingent oder umgekehrt, ein nah Böhmen bestimmtes preußisches, mit dazu gehöriger Bagage, Artillerie-Trains u. dgl., das bei der in Dresden unterbrohenen Bahn, für gänzliche Uebersebung von einem zum an- deren der dur die Elbe getrennten Bahnhöfe längere Zeit gebrauchen könnte, als außerdem die Beförderungszeit des ganzen Corps zwischen Prag und Leipzig beträgt, und erwägt man die durch eine derartige

erzögerung für das aidde Deutschland möglichen Folgen, so ist wohl fein Zweifel, daß an die Entscheidung über die Situation des Böhmisch - Sähsischen Bahnhofes bei Dresden, nicht blos sehr wih- tige kommerzielle, sondern no< ungleich höhere Juteressen sih knüpfen, als jene, die nah Groschen beurtheilt oder nah Pfunden gewogen und nach der Elle“ gemessen werden.

Niederschlesisch-Märkische Eisenbahn.

Anf der Strecke der Niederschlesisch - Märkischen Eisenbahn von Breslan nach Liegnitz sind vom 14, bis 9. Februar 2252 Personen befördert worden.

Im Laufe des Monats Januar 1845 sind auf der Niederschlesìsch- Märkischen Eisenbahnstrecke zwischen Breslau und Liegnitz befördert worden : 8336 Personen, 148 Ctr. 67 Pfd. Ueberfracht, 21 Equipagen, 35 Hunde, 2 Pferde, 753 Ctr. 67 Pfd. und 8790 Stück Schwellen Eil- fracht, wofür die Einnahme incl, Extraordinaria betragen hat 5817

Rthlr. 27 Sgr.

Handels- und Börsen- Nachrichten.

Berlin, 14. Febr. Bei sehr belebtem Geschäft sind Köln-Mindener, Niederschlesische , Oberschlesishe Litt. B. und Stettiner Actien aufs neue gestiegen, und erhielt sich die Kauflust dafür bis zum Schluß der Börse,

uslândische Actien bei geringem Umsay fest,

Marktpreise vom Getraide,

Berlin, den 13. Februar 1845,

Zu Lande: Weizen (weißer) 1 Rthlr. 22 Sgr. 10 Pf. und 1 Rihlr, 19 Sgr. 2 Pf.,, au< 1 Rthlr. 13 Sgr. 2 Pf. ; Roggen 1 Rihlr. 6 Sgr., auh 1 Rihlr, 4 Sgr. 2 Pf.; große Gerste 1 Rthlr, 3 Sgr. 7 Pf.z kleine Gerste 26 Sgr. 5 Pf.z Hafer 24 Sgr., au 21 Sgr. 7 Pf. Erbsen 1 Rthlr, 19 Sgr. 2 Pf. Eingegangen sind 89 Wispel 12 Scheffel.

Zu Wasser: Weizen (weißer) 1 Rihlr. 27 Sgr. 7 Pf. und 1 Rihlr. 24 Sgr., au 1 Rthlr. 16 Sgr, 10 Pf.; Roggen 1 Rihlr. 7 Sgr. 2 Pf,, auch 1 Nihlr, 4 Sgr. 10 Pf.z Hafer 24 Sgr. 3 Pf., au 20 Sgr. 9 Pf,

Allgemeiner Anze

[86 b] Verein

Beckanntmachungen.

[80 b] At ui :

Mit Hinweisung auf die den Stralsundischen Zei- tungen vollständig inserirten Proklamen werden auf den Anirag der Jnteressenten alle und jede, welche an die

für Pferdezucht und Pferdedressur.

Der Traíner Herr Stinton wird am 15, Februar die Leitung der Trainir-Anstalt in Tempelhof men, und wird von diesem Tage an Alles zur Aufnahme von Pferden daselbs bereit sein,

190

Miítiwoh, 12. Februar 1845. Das Scho> Stroh 7 Rihlr. 15 Sgr., auch 7 Rthlr, Der Centner Heu 1 Rihlr. 2 Sgr. 6 Pf., au< 20 Sgr.

Kartoffel - Preise. Der Scheffel 12 Sgr. 6 Pf., auh 8 Sgr. 9 Pf. Branntwein - Preise.

Die Preise von Kartosfel - Spiritus waren am 8. Februar 135 Rthlr., am 11, Februar 135 Rthlr. und am 13. Februar d. J. 135 Rihlr. Grei ins Haus geliefert) pr. 200 Quart à 54% oder 10,800 % nah

ralles. Korn-Spirítus: ohne Geschäft.

Berlin, den 13. Februar 1845,

Die Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin.

Beri or Ec Den 14. Februar 1845.

Pr. Cour. Brief. | Geld.

Pr. Cour. Brief. | Geld. | Gem.

197

a

Fonds.

Actien. 3

St. Schuld-Sch. Prämien - Scheine d. Seeb.à 50 T. Kur- u. Neumärk. Schuldrverschr. Berliner Stadt- Obligationen Danz. do. in Th. Westpr. Psandbr. Grossb. Pos. do. do. do. Ostpe. Pfandbr. Pomm. do. Kur- u. Neum. do. Schlesische do.

[--] L F Z bs 5

do. do. Prior. Obl. Mgd. Lpz. Eisenb. de. do. Prior. Obl. Berl. Anb. Eisenb. do. do. Prior. Obl. Düss.Elb. Eisenb. do. do. Prior.ObI. Rhein. Eisenb. do. do. Prior.Obl.

El |

1033 1513 102

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94%

G as dun jus Se

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160x 123 112 1303

do. do. Prior.Obl. b.-Schles. Eisnb. do.Lt.B. v. eingez. B.-St.E.Lt.A. u.B. Magd.-Halbst.Eb. Br.-Schw.-Frb.E.

do. do. Prior. Obl.

45 [Boun-Kölner Esb.

S E Se | Se

Co Sl l | do\

Gold al marco. Feriedrichsd’or. And.Gldm. à 5 Th. Disconto.

115

Aan] | aaa ansa aa e D

1413 | 1401

Auswärtige Börsen.

Amsterdam, 10, Febr. Niederl. wirkl. Sch 64. 6% do. 99% 5% Span. 25. 3% do. 43. Pass, Tg. Ausg. —. Ziusl. 82-, Preuss. Pr. Scb. —. Pol. —. Oesterr. —. 4% Russ, Hope 921.

Antwerpen, 9. Febr. Zinsl. —. Neue Anl. 247.

Frankfurt a. M., 11. Febr. 6% Met. 113% G. Bank-Actien p. ulL 1993, Bayr. Bauk - Actien 744 G. Hope 90% Br. Stiegl. 893; Br. Int. 633. Poln. 300 Fl. 985. do. 500 Fl. 954. do. 200 Fl. 287.

Hamburg, 12. Febr. Baok-Actien 1655. Engl. Russ. 1147 6.

Wien, 10. Febr. 56% Met. 1117. 4% 1013. 3% 78. Bank-Actien 1627. Anl. de 1834 1564. de 1839 1305. Nordb. 1877. Gloggn. 1377. Mail. 125%. Livern. 125%.

Meteorologische Beobachtungen.

Abends 10 Ube.

1845. Morgens 13. Febr. 6 Uke.

Luftdruck (341,42 Par.|341,09"" Par.|339,95"” Par.

Luftwärme .…. |— 10,2® R. 4,5° R. 96° R.

Thaupunkt .. |— 10,9° R. 8,0° R.|— 12,8° R. Dunstsättigang | 93 pCc 73 pCt. 73 pCct. trüb. trüb. halbbeiter.

Ì W. W. W. Wärmewechse] W. 13,1° R

Tagesmittel: 340,82" Par... 8,1° R... —10,2° R... 80 pCt. wy,

Nachmittags

2 Ubr. Mack einmalige

Beobachtung, Quellwärme T,6° Flusswärme 0,0° R Bodenwärme —3, Ausdänstung 0,007" Niederschlag (),

Königliche Schauspiele.

Sonnabend, 15. Febr. Jm Schauspielhause. Vorstellung. Zum erstenmale wiederholt: Die Trauerspiel in 5 Abth., von Dr. M. Wiener.

Sonntag, 16. Febr. Jm Opernhause. 20ste Abonnem Vorstellung : Der Kapellmeister aus Venedig. Hierauf : Die Splphi

Zu dieser Vorstellung werden Opernhaus-Billets zu den erhô

ten Preisen verkauft. 32ste Abonnements - Vorstellung: N

Im Schauspielhause. Sohn der Wildniß.

Im Schauspielhause. 33ste Abonnemen Vorstellung : Der Weiberfeind. Hierauf: Das Blatt hat sich-gewen)

31ste Abonnemey Waise von 4,

Montag, 17. Febr.

Königsstädtisches Theater.

Sonnabend, 15. Febr. Extraordinaire Vorstellung in 3 Ai lungen zum Benefiz des Herrn Alix, Mitglieds und Regisseurs des fa zösischen Theaters. (Zu dieser Vorstellung sind nur noh Park und Gallerie -Billets zu haben.)

Zur Vermeidung aller Störung werden die Inhaber der Par Pläve höflichst gebeten, ihre Sie gleih nah dem Eintritt ins Thea! einnchmen zu wollen.

Sonntag, 16. Febr. Das Mädl aus ter Vorstadt, oder: Eh währt am längsten. Posse mit Gesang in 3 Akten, von J, Ne Musik von A. Müller. Dazu: (Zum vorleßtenmale) Vorstellung h an Künstler, Herren Smith, Kemp, Taylor, Hollyoat y

hapmann, vom Druryglane-Theater zu London. (Jtalienische Opern-Vorstellung.) Belizui

Montag, 17. Febr. Antonina, als. Gastrolle.)

(Sgra. Angiolina Zoja :

Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.

Gedrud>t in der Deer schen Geheimen Ober - Hofbuchdrudtt,

I g L Cre gg I L S E L E Er E L E

Nerven - Physiologie, zugsweise interessirt, und Beachtung bei diesen finden, punkte des Arztes ausgeht.

übernçch- Braunschweig, Dezember 1844,

Verlassenschast des verstorbenen Fideikommiß - Besizers Bernhard Carl Felix von Buggenhagen, früheren Be- sivers der Güter Willerswalde, Dambe> und Pamiy, und dessen gleihfalls mit Tode abgegangenen Ehe- enossin, Friederi>e geb. Schlüter , orderungen und nsprüche zu haben vermeinen, zu deren Anmeldung und Beglaubigung in einem der folgenden Termine: am 11. und 28, Februar, 18, März d. Js, bei Vermeidung der am 8, April d, Js, zu erkfennen- den Präklusion, hiermit aufgefordert, Datum Greifswald, den 15, Januar 1845, Königl. preuß, Hofgericht von Pommern und Nügen. (L, S.) (gez) 9, Möller, Praeses.

Klasse fostet nicht, sondern 6 Sgr,

eben und ist

[1393] Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 19, Oktober 1844. Das hierselbst in der neu angelegten, von der Stadt- mauer bis zur neuen Jacobsstraße führenden Straße belegene A>ermannsche Grundstü>, im Hypothekenbuche Band 12. Nr. 815, verzeichnet und bestehend in 1) einer eingezäunten Baustelle, in ihrem jeyigen Zu- stande abgeschäßt auf 8239 Thlr., 2) einer zweiten, von dieser Baustelle dur das dazwischen liegende Neandersche Grundstü> getrennten Baustelle, in ihrem jeßigen Zustande abgeschäßt zu 854 Thlr., also im Ganzen mit der Tare von 9093 Thlr, soll am 27. Juni 1845, Fo 100g 0 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Hy- pothekenschein sind in der Registratur einzusehen.

[161]

[16b]

Die Zinsen der Stamm- actien der Berlin-Frank- furter Eisenbahn pro Il. Semester 1844 mit 2Thlr. 15 Sgr. pro Actie wer- den in unserer Haupt-

Frankfurter Eisenbahn.

kasse auf dem hiesigen Bahnhofe in den Tagen vom 1, bis 28, Februar c. , mit Ausnahme derx Sonntage, Morgens von 9 bis 1 Uhr, gegen Einliefe- rung des 4, G ea rons gezahlt. e Actionaire werden zu diesem Ende ersucht, die gedachten Coupons in der genannten Zeit mit einem nah den Nummern geordneten Verzeichnisse in unserer Hauptkasse einzurei- chen und den Betrag dafür in Empfang zu nehmen. Die nicht abgehobenen \chon fällig geveseuts Zinsen und u Es t ROset Zol in der be- nannten Zeit ausgezahlt. Ueber die Zahlung der Di- vidende pro 1844 bleibt die näßtre Bekanntmachung aen Stand vorbehalten. Berlin, den 7, Januar 1845, Die Direction der Berlin - Frankfurter Eisenbahn- Gesellschaft,

\

-F. _— 7 ATUTEN Df \ [M T7 P) T R b | \ e j I P L D

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[163]

Berlin in der

r. 8, F Wênn die

Citerarishe Anzeigen.

Das gestern angezeigte Offene Sendschreiben an den Central-Verein und sämmt- liche Lokal - Vereine für das Wohl der arbeitenden

wie irrthümlich angezeigt wurde, 5 Sgr., E. S. Mittler (Stechbahn 3).

Bei Leopold Michelsen in Leipzig erschien so in allen Buchhandlungen, in Berlin bei

E. H. Schroeder, U, d. Linden 23,

Jagorsc<hes Haus, zu haben: Meémoires

Comte Narcis Olizar,

Sénatenur Polonais,

Ma Prison chez les Russes et ma fuite. Insurrection de la Vol-

1 Volume. Diese Memoiren haben den Vorzug einer ungeschmínk- ten, den Charakter der Wahrheit in si tragenden Dar- stellung. Niemand wird bie Theilnahme dem edlen Gefangenen in seiner Erzä Vebertreibungen, no< an Einseitigkeiten des Standpunk-

tes leidet, wie so manche ähnliche Schriften dieser Art. La Cour de Weimar.

Fragment d’un ou vrage Iinédit par le Comte de Suzor,. broché. Da obige Schrist von den jeyt des Hofes spricht, wird sie gewiß mit dem größten Jn- teresse gelesen werden.

Jm Verlage der Unterzeichneten ist ershienen und ín Hirschwald schen Buchhandlung (Ed. Aber ) zu haben:

Physiologie des Nerven-Spystems, vom / punkte dargestellt. Spieß, „Frattishtmn Arzte in Frankfurt a. M. Velinpapier. Geh. Physiologie im Allgemeinen eine der wichtigsten Grundlagen der Pathologie i deren fortgeseßtes Studium von keinem denkenden Arzte mehrzübersehen werden darf,

[108 b]

[160]

Reitbahn - Dirigenten a.

Trainir-Anstalten, Schul-, Marstálle, Gestüts-Anstalten,

gischer Literatur enthalten. Abonnementspreis fürs Jahr 6 3 Thlr., vierteljährig 412 e angenommen in der Erpedit freundes, Mittelstr. 40, bei allen

du ämtern und den Unterzeichneten.

Friedrih Vieweg und Sohn.

Literarishe Anzeige, Anfangs nächsten Monats erscheint das von vielen der ausgezeichnetsten Hippologen gewünschte populair-hippologishe Wochenblatt, unter dem Titel : Der deutsche Pferdefreund, herausgegeben von dem durch seine früheren hippologi- \chen Arbeiten bereits hinlänglich bekannten Königl. preuß, Buddé D, Herrn von Ho chstetter. f Dieses Wochenblatt wird das neueste und interessan- teste aus dem Gebiete der Hippologie : Wettrennen und Militair - und Feldreiterei, Zäumung und Equipagen- Wesen, populaire und operative Pferdeheilkunde, Re- monten, Pferdehandel und Pserdemáärkte,

[Thlr., halbjährig Bestellungen werden on des deuts auswärtigen Post- bo f

Berlin, 10, Februar 1845, A, A\ her & Co,, Linden 20,

E

iger.

welche die praktischen Aerzte vor- und das Buch dürfte um j als es von dem Stan d-

Sonntag, den 16, Februar, Abends 6% Uhr Im Saale der Sing-Akademie,

Mus1kalisch - poetische E Akademie,

veranstaltet von

Dr. J. B, Rousseau, 1) Jubel-Ouvertüre, von C, M. von Wd

arrangirt für zwei Pianofortes zn acht Hiad vorgetragen von den Herren Fabritiu s .. . .

Tengnagel, Gebrüdern Rubinstein

o mehr

längst hier

2) Duett aus der Oper: Robert der Teufel, « Meyerbeer, vorgetragen von Frl. Jenn Li und dem Kaiserl. russ. Hofsänger Herrn Wei (neu, in Deutschland noch nicht gesungen) Ach so! Humoreske von Rousseau, vorge von der Königl. Hofschauspielerin Frl, Cl Stich (nen). 4) Wiegenlied, von I. VVeils, vorgetragen n der Königl, Hofsängerin Frau v. Fassnmu 9) a, Der Seeräuber für vorgetragen vol Bass, von Gumbert, Königl. Hoßin ied von Truho, Herrn B öttiche 6) Blum engrus: »_ von Curschmann , vorgetnf von den Königl. Hofsängerinnen Frau v, Fw mann, Frl. Marx und Frl, Tuczek.

3) nebst hippolo-

en Pferde-

[90 b]

gen Flächeninhalt,

h A 0 e S att J 5 bis hy nie. von ausend Thaler,

broché. 1 Thlr. 5 Sgr. v. Buchowski in Posen,

lung folgen, die weder an

[95 b] Apotheke.

Eine privilegirte Apotheke,

10 Sgr. jeyt lebenden Personen | Z. 21, » Aeskulap * durch

Comtoir zu Berlin erbeten. [107 I

= Engl. Rasirmesser, des Austausches von 20 Sgr,, a jedes \ rzt- Von Dr.. G, M.

reis 25 Thlr.

heutzutage und

renzlauerstr., errichtet so is es namentli die S N U

Eine Herrschaft von zwei Landgütern im Großher- zogthum Posen, Gnesener Kreises, von circa 5000 Mor- gut ausgebaut , mit einem massiven herrschaftlihen Wohnhause, Brennerei u.

mít - einem Angelde zu erkaufen. Auskunft ertheilt der Provinzial-Landschasts-Controlleur

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die einen jährlichen Umsatz von 3- bis 5000 Thlr. macht, wird von einem zahlbaren Käufer zu acquiriren gesucht. Die Uebernahme kann bald oder Term. Johaunis c. geschehen. Nur in direkte Unterhandlung wird zu treten gewünscht, und werden Adressen unter das Königl. latelligenz-

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NB. Eine Annahme von Schleifarbeiten haben wir bei Herrn Martini, Alexanderstr, Nr. 66, und werden dort abgegebene achen aufs s{hnellste und beste besorgt.

7) Fantasie aus der Oper: Ein Feldlager Schlesien, von Meyerbeer, für das Piano, con und vorgetragen von Hrn. Th, Kullak (1

8) a. Komm! Lied von Meyerbeer, b. Lockun

vorgetragen von der Königl. Hofsängerin Leop. Tuczek.

9) Deutsches Ritterwort, von Rousseau "0 getragen von Hrn. VV ilb. Kunst (neu).

10) DreiSchwedische Lieder, vorgetragen" Fräulein Jenny Lind (neu).

11) Terzetto ans des Oper: Il Crociato, von Me beer, vorgetragen von den Damen B endit Marx und Tuczek,

12) a. Mignon, von Ganz »_ Vorgetragen von Königl. Hofsängerin Frl. Ma rx, begleitet " dem Königl, Konzertmeister M. Ganz, b von Julius Weiss, begleitet vom Königl, K Zertmeister Hrn, L. Ganz. f

13) Scène de la tragédie „Horace“, de

neille, récitée par Madem. Faun y Gar!

(du théátre royal français),

Arie aus der Oper: Die Jüdin, von Hal

vorgetragen von dem Kaiserl. russ, Hofsinß

Hrn. Weiss.

15) Eilf preussische Offiziere, Romautt Rousseau, vorgetr. v. Hrn. VV ilh, Kunst(

16) Quartett, von Kücken.

Numerirte Plätze à 2 Thlr., die anderen Sitepli à 41 Thlr., sind in der löbl. Schlesingerd Buch- und Muzsikhandlung, 34 Linden, beim Ks lan der Sing-Akademie und beim Dr. J. B,Rov sea u, 12 Anhaltstrasse, zu haben,

vollständigem Nähere

14)

üller & r. 47, =—=

gegéènüber der

Abonuement beträgt: 9 Kthlr. für 7 Iahr. 4 Rihlr. - 5 Jahr. 8 Rthlr. - 1 Jahr. Theilen der Monarchie ohne Preiserhöhung. sertions - Gebühr für den einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr.

Allgemeine

Preußische Zeitung.

Alle Post-Anstalten des In- und Auslandes nehmen Secstellung auf dieses Slatt an, für Berlin die Gupeditien dus Allg. Preuß. eitung: Fried ridsftrate Hr. 72.

A7 Es 15455 n E

s In halt. er Theil.

fa Berlin. Reise Sr. Königl. Hoheit des Prinzen Waldemar jn Preußen. Henrik Steffens 4. Provinz Preußen. Die inderpest in Polen, Schneefall. Rhein-Provinz. Katholi- her Gottesdienst für die Universität Bonn. Eisstand des Rheins, utsche Bundesstaaten. Königreich Bayern. Verordnung pegen der Verehelihungs-Bewilligung für Staatsdiener. As Bürttemberg. Adresse der Deputirten an den König. Groß - herzogth um Baden, Annahme des Anleihe - Geseyes. Herzog- hum Holstein Bevölkerung von Altona. Schreiben aus Dres- den. (Vermischtes; das freiberger Duell.) Schreiben aus Lüb e >. (Die Neform der Vcrfassung und des Armenwesens; Budget; General- fensul von Scblözer.) ankreich. Paris. Antrag zu Gunsten der Mitglieder der Ehren- egion. Lamartine über die politische Lage. Vermischtes. Briefe auó Paris. (Kammer-Arbeiten : Die öffentliche Abstimmung, Sal- undy und die Opposition; die Expedition gegen die La Plata-Staaten ; die Sklaven-Emancipation.)

ÿbritanien und Irland. London. Jahres - Einnahme. ederlande. Schreiben aus dem Haag. (Handelsfreiheit als ein Iriifel des Fundamentalgeseßes; Schuld-Konvertirung ; e1ste Sizung der General-Staaten; Gescß-Entwürfe.)

lgien. Brüssel. Berü>sichtigung von Reclamationen des Handels- fandes von Ostende, <weden und Norwegen. Stod>holm. Schuldforderung der Stadt Stettin an die schwedische Krone. ánemark. Kopenhagen. Große Kälte. hweiz, Kanton Luzern, Konferenz, Kanton Genf. Jnstruc-

jon für die Tagsapung. panien, Schreiben aus Madrid. (Die Ballfeste des Generals

Narvaez.) stindien und China. London. Neucste Post, Unterdrü>ung (Frankfurt - Kasseler

des Mahratten - Aufstandes,

senbahnen. Schreiben aus Frankfurt a. M.

und Main-Necfar-Bahn.) Stand der nördlichen österreichischen Staatz- Eisenbahn zu Anfang des Jahres 1845,

indels- und Börsen-Nachrichten. Berlin. Börse, —. Schrei- hen aus Frankfurt a. M. (Börse.)

tse-Skizzen aus Jtalien. Sechste Trio - Soiree. München. Eqnorr's Arbeiten im Königsbau.

Amtlicher Theil.

Se, Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

Dem Major a. D,, Dittert, be Rothen Adler-Orden vierter se, und dem Prinzlichen Jnspektor Ritter zu Klein - Glienede Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen; so wie

Den seitherigen Seminar - Direktor Stiehl zum Regierungs- ) Schulrath zu. ernennen.

Uichtamtlicher Theil. Inland.

Berlin, 14. Febr. Die neuesten von Sr. Königl. Hoheit dem nzen Waldemar eingegangenen Nathrichten melden, daß der Prinz h einer dreitägigen glü>lihen Fahrt von Trinkomale auf Ceylon 1 24, Dezember Morgens zu Madras eingelaufen war. Auf sei- Reise durh das Jnnere Ceglons hatte der Prinz mehrere ihm Ehren veranstaltete Elephanten-Jagden gemaht und am 13. -De- nber den Adams-Pik, den höchsten Berg der Jnsel und berühmten ddistischen Wallfahrtsort, bestiegen.

Berlin, 15. Febr. Jn Folge wiederholter Anfälle von Blut- hen starb am 413ten d., Abends um halb sieben Uhr, an Entkräf= j sanft und \{hmerzlos Henrik Steffens, nah einem fünf- gen Krankenlager, in dem no< nicht vollendeten 72sten Jahre s Lebens, Mit ihm isst wieder eia Mann geschieden, welcher, im

E ma M

Neise-: Skizzen aus Jtalien.

9b A. Pr, Z. 1843 Nr. 173 u, 1844 Nr, 5, 7, 16, 50, 70, 86, 102, 131, 173, 198, 199, 243, 246, 308, 311 und 314.) XV., ; Von Rom nach Florenz; Terni; Spoletoz; Assisi. Florenz, 31. Jan. So lange habe ih meine Mittheilun- ! an Sie ausgeseßt, daß ih fast Bedenken trage, den abgerissenen ven wieder cin: und auch s{werli< daran gedacht haben würde, an ih nicht die Hoffnung hegte, daß sh Zeit und Lust zur Fortseßung t Reise - Skizzen nun reichlicher finden wird, als bisher in den leptver- inen Monaten. An Stoff hat es auch da niemals gefehlt, aber ein Wbgesezter Aufenthalt in Nom, wohin ih nun in Jahresfrist zum drit- male meine Schritte gelenkt hatte, regt Gedanken an, die sih in flüchtigen “n nicht verfolgen lassen, und zu ershöpfenden Betrachtungen mangelte uße und Stimmung. Was an tieferen Erfahrungen Ee nahhaltigen Eindrüen gewonnen, an Material zu weitergreisender Be- Qtung ausge speicheek wird in der Heimat sih eins zum größeren Ganzen ften; auf diesen Blättern werde nur dem Augenbli>e geweiht, was der Yenbli> an leichten Gaben geboten. Daß auch er sein Recht hat, fühlt “mand mehr, als der Reisende. s on den legten Tagen in Rom lassen Sie mich s{<weigen. Wer si<h, ih, von frühester Kindheit an nah jenem Boden gesehnt hat, dort sich hôhste Glü erträumte und nun ein Glü fand „über alle Träume“ a erlásit die ewige Stadt mit dem Gefühl, daß für ihn das s{önste trreicht ist, und daß die Lebensbahn, wie sie sich auch dur< mancherlei 4 mungen no< hinwinden möge, ihn jeyt do< nur rüc>wärts führt. „fnne nur einen Trost, der in dieser Lage ausreicht, ihn bietet die Hoff- 4 dar auf Rükehr. Es geht eine alte Sage, daß, wer einmal gus ¿Lontana Trevi getrunken hat, die Sehnsucht nah Rom nie verliert, so ihn mit unwiderstehlicher Gewalt zurüführt, Die Ströme der Fon- revi ergossen sich nahe meinem Hause, ih hörte dort ihr Brausen frank täglich aus ihrem klaren Wasser ist es ein Wunder, wenn ih , Magische Gewalt schon jeyt in allen Gliedern fühle und ‘nur mit Mühe Blik zu den Alpen richte! : 5G „so nicht von- Rom mehr will < JZhnen- schreiben , - sondern von: der f hierher, die mich über Perugia führte, nachdem ich. früher den Weg lena genommen hatte, Die Straße, die ih diesmal nahm, is nicht bekannt als die andere, sie ist so reich an Natur - Schönheiten, es

E

dee

geisterung, an der shönsten Epoche

tag den 16w Februar

—————————————

engen Verein mit den en Geistern unserer Nation, voll edler Be-

deutscher Literatur, wie an der

politischen Wiedergeburt unseres Vaterlandes, den thätigsten Antheil

ehabt und bis zu der Biel geseßt, als afademischet Lehrer,

lebendigsten und vielseitigsten Feselligen Verkehr, des Geistes

wesen is, die höchsten Jntere nen Kraft zu fördern. Wie ex rei

e is

efunden wie Wenige, und di

Krankheit, welhe seinem Wirken ein

als Schriftsteller; wie durch den unablässig bemüht ge- mit aller ihm verliehe- war an eter und reiner Liebe,

der {önste Schaß, den er mit

wie Wenige, so hat er au bei da der ihm näher getreten, Liebe

in die Sphäre des geistigeren jeßt angehört.

Provinz Preußen.

bens hinüber genommen, welcher er

/ Zufolge einer Bekanntmachung der Königlichen Regierung in Königsberg beschränkt sich

die in Polen

ausgebrochene Rinderpest für jeßt auf den warshauer und lubliner

Kreis, und zwar auf Ortschaften,

die mehr als zwanzig Meilen von

der preußishen Gränze entfernt liegen. Die von der Regierung an-

gann Sicherheits-Maßregeln

werden jedo beibehalten, bis der

erlauf der Krankheit und das Resultat der von der Nachbar - Re-

j angestellten Untersuchungen

n der Naht vom 10. zum 14. Januar

Kälte von 15° R, eine ungewöh

Winter bisher sehr arm gewesen ist. Der

do auf die Stadt und díe die berliner Post sih nicht

Rhein- Provinz. Für die

bestimmter zu übersehen is. fiel in Königsberg bei einer Masse Schnee, woran der Schneefall scheint si je-

nlihe

nächste Umgegend beschränkt zu haben, da bedeutend verspätete.

fatholishen Mitglieder der Uni-

versität zu Bonn ist vom Ministerium ein akademischer Gottesdienst

bewilligt worden. 500 Rthlr. angewiesen.

Als Besoldung für den Universitäts-Prediger sind Am 12. F

ebruar Morgens um vier Uhr

hat sih das Eis bei S an der Neustadt abermals festgeseßt ;

um neun Uhr kam es au dem wieder fest und wird des (Rheinhöhe 3 Fuß 7 über den Rhein bilden,

furze Zeit in Bewegung, steht jedo seit- wegen des ungemein niedrigen Wasserstan- Zoll) wohl lange eine Brü>e zur Passage wenn nicht bald gelindere

Witterung eintritt.

Deutsche Bundesstaaten.

Königreich Bayern. Es nung über die Ertheilung der Königlichen Staatsdiener erschienen,

Staatsdienste definitiv oder provisori

ist hier- eine Königliche Verord -

Verehelihungs - Bewilligung für. die

. wonach jeder in unmittelbar em { Angestellte verbunden ist, im

Falle der Verehelichung oder Wiederverehelichung die dienstlihe Be-

willigung hierzu vorher einzuholen,

Königreich Württemberg. Am 10. Februar hatte eine

Deputation der Kammer der Abgeordneten

Majestät dem Könige zu überreichen; Königliche Majestät haben uns bei Eröffnung der Stände-Ver-

derselben die Ehre, Sr. die Aae Thronrede n C,

nebst dem Präsidenten die Dank-Adresse auf sie lautet folgendermaßen :

sammlung mit Worten wohlwollender Anerkennung der erneuerten Beweise treuer Un Ihres Volkes an Höchstihre Person empfangen. Mit

Freude und- Dank

sind dessen gewiß, Zhr ganzes treues V

aben wir diese Worte

vernommen, und mít uns, wir

olf. Die tiefe Bekümmerniß dessel-

ben in den bangen Tagen des verflossenen Jahres und sein heißes Flehen

zur Vorsehung

rung verdankt, Möge

Segen seines getreuen Majestät kündigen uns deéfestungen anz ferner Zukunft ein gesicherter dere durh die Vollendung eines zum neten Vertheidigungssystems, begründet der hierin sich fundgebenden Zeichen

Schuye des gemeinsamen Vaterlandes. Deutschlands und sein Anschen nah au

Volkes noch

stets vollständigeren Entwi>kelung derjenigen

E S ften sih so viel denkwürdige Punkte a

um die Wiedergenesung des neue laut und allgemein bekundet, wie sehr dessen erfüllt ist, was es seinem Könige während einer NOADEA Regie-

die göttliche Vorsehung den geliebten

den fortgeseßten wir dürfen hieraus die Hoffnung entnehmen, Zustand Deutschlands nach außen, insbeson-

geliebten Königs hat es aufs Zhr Volk von dem Bewußtsein önig zum Ew. Königl, der Bun- daß in nicht

erhalten!

lange raschen Bau

Schuße von Süddeutschland geeig- sein werde, und wir erfreuen uns deutscher Einigkeit und Kraft zum Möge diese Einigkeit die Jntegrität ßen sihern und im Junern zu einer Staats - Einrichtungen sühren,

n

uf derselben, daß sie selten ein Rei-

ender versäumt, i< laufe daher Gefahr, Jhnen nur von bekannten Dingen zu berichten, was um so s{limmer scheinen möchte, da ich auch über diese nur nach oberflählichen Eindrü>en zu sprechen weiß. Aber cs wird ja von

dem Großen und Denkwürdigen nicht

nur zu eigener Befriedigung und damit

dessen eingedenk sind. Am Morgen des 28, Dezember fi

es war noch dunkel, als i< Ponte molle passirte;

sah ih weit um mich herum nur die

genug gesagt werden, sei es auch wir uns selbst ehren, indem wir

thr i< aus der Porta del Popoloz | beim Anbruch des Tages

wüste Campagna ausgebreitet, vor

mir einzelne Höhen, aus denen der Soracte hervorragte , der mir auch den

ganzen Tag îm Auge blieb. Rom dem behagt,

So wenig der Charakter der Campagna von der ungeduldig der ewigen Stadt zueilt und sih vor

brennendem Verlangen nicht mehr zu lassen weiß, wenn er erst die Kuppel

von S. Peter in weiter Ferne bemerkt hat,

so gut stimmt diese - trümmer-

reiche Einöde zu dem Gemüthszustande des von Rom Verbanntenz; denn als

ein solcher fühlt sh doch Jeder, dem d

as Glü> zu Theil wurde, dort auf

längere Zeit verweilen zu können. Jch weiß nicht, ob es Anderen wie mir

ergangen ist: ih mochte mih ni<t no<

nicht wissen, wenn der legte mit den Au Gesicht entrü>t war. Es war trübes

einmal nach der Kuppel umsehen, en erreihbare Punkt Roms meinem etter, die Gesellschaft drei Jta-

liener gewöhnlihen Schlages bot wenig Zerstreuung dar: \o konnte ih

mich ganz meiner elegishen Stimmung,

meinem Sinnen und Träumen hin-

geben. An Monterosi und Baccano knüpfen sh hisßorische Erinnerungen

(wo fehlten sie wohl auf diesem Boden Schmuß und Elend, und faum würd Löcher eínes Bli>ks. Am Abend waren

!), aber sie sind untergegangen in igt der Reisende diese erbärmlichen wir in Civita Castellana, das wir

am Morgen in aller Frühe wieder verließen; ih habe daher weder die

Festung, noh die Trümmer von Falerii

Gasthof kennen lernen, în dem si eine

weni

auffiel, mir aber do< nit ohne Tafel die Rede von den legten Ereignissen

sehen können, sondern nur ‘den Scene ereignete, die den Jtalienern Puirese war. Es war an der n Bologna, wie von denen des

Jahres 1830 in dieser Stadt: ein Modeneser beschuldigte die Bologneser

unverbolen der Feigheit; da erhob sich

der Kellner, ein Bursche von. etwa

14 Jahren, der bis dahin ganz ruhig seinen Dienst versehen hatte, als Bologneser zur Vertheidigung seiner Vaterstadt, beschuldigte den Ankläger

seiner Landsleute ofen als einen Verl das Feld zu behaupten... Was haben den Freiheitssinn dieses' Volkes zu beu

Lepten hinab in diesen Menschen ein

eumder und wußte mit seiner Rede nicht die Jahrhunderte gethan, um en, aber es bleibt doch bis zu dem unke , der nicht verglimmen- will,

V E

1845

welhe, indem sie die geistigen und materiellen Interessen der Völker befriedigen, die Staaten stark und blühend machen, Jn dieser Be- ziehung hoffen wir namentlih, daß cs den Bemühungen Ew. König- liden Majestät gelingen werde, Wiederherstellung der Preßfreiheit E Deutschland zu bewirken und die weitere Entwi>elung einer nationalen Han- dels - Politik herbeizuführen , deren erste Grundlagen ganz der weisen und thätigen Fürsorge Ew. Königl, Majestät zu verdanken sind. Dem Gränz- berih1igungs-Vertrage mit dem Großherzogthum Baden werden wir unsere ganze Aufmerksamkeit widmen. Mit Ew. Königl. Majestät wünschen auch wir, daß in der Eisenbahn-Angelegenheit gegenseitiges Vertrauen und Wehl- wollen ein Zusammenwirken benachbarter Staaten herbeiführe, daß das höhere Erforderniß nationaler Einheit eine billige Verständigung übcr eiwa entgegengeseßte Sonder - Interessen erleichtere und bald aus yverbesser- ten vollsiändigén Verbindungen im Jnnern des deutschen Varerlandes eine erhöhte Lebensthätigkeit in demselben hervorgehe. Ew. Königl, Majestät fordern uns auf, uns mit einigen Geseß-Entwürfen, deren Vorile- gung wir zu erwarten haben, und besonders mit der Vollendung der Pfand- gesebgebung zu beshäftigen, Wir verkennen nicht, daß die vollständige Entwickelung unseres für die Hebung des Kredits so wichtigen neuen Pfand- Systems den ín dieser Richtung uns angekündigten Gese - Entwurf vor- zugsweise zur Erledigung empfiehlt. Wir werden die Geseh - Entwürfe so wie die Vorlagen über den Finanzzustand und über die Mitiel zu De>ung der ordentlichen und außerordentlichen Staatsausgaben mit gewissenhastem Eifer berathen. Mit dankbarem Anerkenntnisse haben wir vernommen, daß trop der avßerordentlihen Ausgaben, welche zu bestreiten sind, für die nächst- folgenden Jahre keine Steuer-Erhebung in Aussicht steht, und wir vertrauen der Fürsorge einer wohlwollenden Regierung, daß sie aub unter den gegenwärtigen Umständen Mittel und Wege finden wird, der Land- wirthichaft dur< Vereinfachung und Milderung der Grundlasten diejenigen Erleichterungen zu verschaffen, für welche sich Ew. Königliche Majestät von Anfang Jhrer Regierung an auf eine für das Voik jo erfreuliche Weise ausgesprochen haben. Nicht weniger hoffen wir durch die Erbauung und Uebernahme von Straßen in der Staats- Administration eine gerebte Aus- s den verschiedenen Gegenden des Landes herbeigeführt zu ehen. Von einem Volke gesendet, das in Ehrfurcht, Liebe und Dankdar- feit seinem Könige treu ergeben ist, freuen wir uns, die Pflichten zu erfullen, welche unser Beruf uns auferlegt, wir freuen uns ihrer, denn wir üben sie vor einem Könige, der der treueste Freund scines Volkcs ist. Wir vers harren in tiefster Eh1furht Ew. Königlichen Majestät unterthänigst-treuge- horsamste Kammer der Abgeordneten.‘

Se. Majestät der König erwiederte hierauf :

„Mit Gefühlen der aufrihtigen Dankbarkeit nehme Jch die er neuerten Aeußerungen der Kammer der Abgeordneten über die Wie- derherstellung Meiner Gesundheit an; möge die göttliche Vorsehung Mich stets in den Stand seyen, mit allen Meinen Kräften Meinem Vaterlande nüglich sein zu können, Hinsichtlich Ihrer Wünsche für die Preßfreiheit der Zeitschriften denn für die Bücher ist sie vors handen bei uns für die weitere Entwi>elung unserer nationalen Han- dels- Politik lasse Jh den Gründen, welhe sie eingegeben haben, Gerechtigkeit widerfahren; aber unsere Bundes - Verhältnisse geben uns die Richtung und Mittel an, unter denen ein einiger und starfer Bund allein mögli i; nur in diesem Sinne kaun J handeln, und Sie fennen die Festigkeit Meiner Grundsäße zu gut, um nicht über- zeugt zu sein, daß Jh Meine eingegangenen Verbindlichkeiten streng zu erfüllen weiß. Wegen Jhrer weiteren Anträge, der Landwirth= \haft dur<h Vereinfahung und Milderung der Grundlasten Erleich- terung zu verschaffen, sehe I<h Jhren Wünschen entgegen und werde gewiß gern thun, was mit wohlhergebrahten Rechten vereinbar ist,“

, Großberzogthum Baden. Die Deputirten-Kammer hat in ihrer Sißung am 11. Februar den von der Regierung eingebrach- ten Geseß-Vorschlag über eine zu negozirende Anleihe von 14 Mill, Fl. mit einigen unwesentlichen Aenderungen angenommen.

Serzogthum Holstein. Die Bevölkerung Altona?'s beträgt, der neuesten Zählung zufolge, 32,000 Seelen, so daß sie si in den leßten fünf Jahren um fast 4090 Seelen vermehrt hat,

X „Dresden, 12. Febr. Schon glaubten wir den Winter fast im Rüen zu haben, als nah starkem Schneefall eine Kälte ein- trat, die sih gestern bis auf 20 Grad R. steigerte und heute noch

S

Als es am anderen Morgen dämmerte, waren wir bei Borghetto. Große mittclalterlihe Ruinen eines Kastells; die neue Zeit hat elende Hütten daneben gebaut. Hier, wie ín so unzähligen anderea italienischen Städtchen, spricht sich der Gegensay der Zeiten so deutlih aus; die Men- schen sehen es alle Tage und fönnen es mit Händen greifen, und doch glauben sie es nicht, daß der Geist sich auh im Mittelalter mächtig :nd groß offenbart hat. Niemand fühlt dies weniger, als die italieniihen Ge- lehrten, der großen Masse nach, obwohl sie es do am ersten wissen sollten, was ihr Vaterland im Mittelalter war und wie wenig Ruhm ihm die neuere Zeit geboten hat. Unter solchen Gedanken ging es abermals über den Tiber ; am linfen Ufer desselben sicht man in malerischer Lage Magliano, jeßt die Hauptstadt und der Bischofssiß der felsigen Sabina, die n ihren zerstreu- ten Kastellen und einsamen Klöstern no<h äußerlich ganz den Charalter des Mittelalters bewahrt hat, aber freilich die Ritter fehlen in den Bargen und selbst die Mönche in den Klöstern, die Einen wie die Anderen, leben lieber in dem weiten Rom. Jn dem altberühmten Farfa sind zur Verwaltung der Abtei nur zwei Benediktiner geblieben, die Anderen sind zerstreut hier und dort, und der Abt selbs residirt in Rom als Kardinal-Staats-Secretair,

Wir fuhren über Ponte felice, hon lange die einzige Unterhaltung meiner Reisegefährten, denn von hier geht seit einiger Zeit regelmäßig ein fleines Dampfschiff nah Rom, und diesen Menschen, deren Gesichtskreis über Rom, den Tiber und die Apenninen nicht hinausgeht, ist die bewegende Kraft des Dampfes no< ein Wunder, Eisenbahnen und die auf ihnen mit Blizyes« schnelle hineilenden Wagen haben sie no< nit mit Augen gesehen, und was man ihnen davon erzählt, wird mit der ängstlichsüßen Spannung ge- hört, welhe Feenmährchen auf dem Antliß der Kinder hervorrufen, as wäre von dem heutigen Otricoli zu melden, als daß es elend und s{mugi ist, wie alle diesen kleinen Oerter. Daß auch hier es vor alten Zeiten einst anders war, zeigen die Ruinen, die ih jedoch nicht näher betrachten kounte, Mittags waren wir in Narni, die Messe war \o eben beendet, und das Volk strömte ¡aus der Kathedrale auf den Marktplay, wo ein Affe seine Künste zeigte sonderbare Menschen, denen von der Andacht zur Kurzweil und von dieser zu jener immer nur ein Schritt ist! Narni liegt hoh über dem Thale der anmuthigen Nera, weit shweift der Blik über das Gebirge hin, an dem S, Geminiano und weiterhin Terni deutlih zu erkennen nd. Ueber die Nera, die in reißendem Laufe dahinshäumt, ließ Augustus eine mächtige Brücke schlagen, deren Trümmer noch jeyt sichtbar sind. Mittelalterliche Inschriften, Wappen u. s. w. finden sich vielfah an den Häusern der Stadt. Die Ka- thedrale ist ein ausgedehntes, aber shwaches Bauwerk, an dem ‘mir nur ‘auffällig war, daß es vier Längeaschiffe hat, eine sonderbare Unregelmäßig-

R Ae O CL A A C A N A D AS: U EN A Os, STRCME AONTEN