1845 / 138 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

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Brasilien.

. _ London, 13. Mai. (B. H.) Na@Whdem, wie sou erwähnt, der Vertrag zwischen England uud Brasilies elder Crteeen das Dur@hsuchungsreht auf brasilianish ésiattet, am 13. März abgelaufen it, ohne verlängert zu wetden, dem Sklavenhandel na< Brasilien keine andere Hindernisse a diejenigen, welche die brasilianishen Gesehe Felb| i in Rio Janeiro erscheinende Jornal do Comercio versihert -nun freilich, daß die brasilianische Regierung unmittelbar nah dem Erlöschen der Conven- tion mit England alle ihre früheren Befehle erneuert und die ent- \{hiedensten Maßregeln getroffen hat, um den Sklavenhandel zu unter- drü>Fen und die Sklavendändler zur gesebmäßigen Strafe zu bringen ; indeß \{heint man wenigstens in England daran zu zweifeln, daß die Regierung neben dem Willen au die Macht häben werde, die an und für si strengen brasiliani= schen Gesehe gegen den Sklavenhandel wirkli< zur Ausführung zu Ee: ie Vollmachten der in Sierra Leone eingeseßten gemisch- ten Konmission sind, einer Anzeige der brasilianischen Regierung zu- folge, einstweilen bis zum 13. September d. J. verlängert worden, damit die no<þ obshwebenden Verhandlungen von derselben zu Ende gebracht werden können. Die Sentinela da Monarchia will übrigens wissen, daß an Stelle des erloschenen Vertrages ein neuer Vertrag mit England werde abgeschlossen werden, der indeß ein gegenseitiges Durhsuchungsreht nicht stipuliren werde.

La Plata - Staaten.

London, 13. Mai. Fahtidten aus Montevideo vom 8. März zufolge, welhe ein französishes Schif überbracht hat, melden, daß General Rivera mit dem Haupttheil seines Truppen- Corps eine südliche Richtung, wahrscheinli<h na< Maldonado, einge-= \shlagen habe, daß man aber glaube, er werde von dort zum Entsa von Montevideo heranrü>en. Am 11. Februar hatte der die argen- tinishe Escadre befehligende Admiral Brown etwa 40 oder 50 Kugeln in die Stadt geworfen, ohne jedo<h Schaden anzurihten. Auf die ihm gemachten Vorstellungen der Befehls- haber der neutralen Geschwader erwiederte er, daß er dur das Feuer der Batterieen der Stadt provozirt worden sei. Jn Buenos - Ayres waren bereits in Folge des neuesten von Rosas er- lassenen Dekrets mehrere Schiffe, die von Montevideo kamen, ab- gewiesen worden, indeß war es noh ungewiß, ob die französishen und englischen Stations-Kömmandanten die Gültigkeit jenes Dekrets anerkennen würden. :

Das Repräsentantenhaus der gegen Rosas im Aufstande ile lichen Provinz Corrientes hatte si< zum Kongresse der argentinischen Republik konstituirt und ‘den General Paz zum Ober - Befehlshaber des gegen Rosas zu sendeñden Heeres ernannt. Derselbe hatte eine Fräftige Proclamation an seine Truppen erlassen und war bereits in die Provinz Entre = Rios eingerü>t. General Lopez, an der Spie eines anderen Truppen - Corps, hatte den Parana bei Goya passirt und befand s{< auf dem Marsche nah der Stadt Santa Fé,

Peru und Chili. Loudon, 13. Mai. Nah Berichten aus Valparaiso vom 2, Februar i|st| General Castillo mit großer Majorität zum Präsi- denten von Peru erwählt worden, und man glaubte, daß nun: end- lih die Ruhe im Lande auf längere Zeit würde odar à werden. Do Res selbst herrs<hte vollfommene Ruhe und lebhafter Handels- erfehr.

Eisenbahnen.

Die Verhandlungen über die Führung der Main-Weserbahn dür- fen als glü>li< beendigt angesehen werden, Bayern wird die An- \<lußstre>e bis in die Nähe von Kulmbach (ni<t Bamberg) herzu- stellen haben, Da diese eine sehr kurze ist, so wird der Bau dersel- ben um der übrigen Bahnbauten willen keinen Aufschub erleiden. Zwischen Donauwörth und Nürnberg und zwischen Bamberg und Hof wird bereits so emsig gebaut, daß auch in diesem Jahre wieder mit Bestimmtheit auf die Eröffnung der einen und anderen Bahnstre>e gerehnet werdén darf. Was unlängst über die als unglaublich schlecht geschilderte Bauart des erlanger Bahntunnels gemeldet worden, be- ruht auf einem Jrrthume, indem gerade dieser Bergdurchstich zu den solidesten und zugleih edelsten Bauwerken gehört, welche die Bahu- Unternehmungen in Deutschland Véervotgerufea haben.

Eine wesentliche Verbesserung der Kiel-Altonaer Eisenbahn steht nächstens bevor, Man wird eine atmosphärishe Eisenbahn vom Ende der Palmaille in Altona bis zum Landungsplaße an der Elbe ein- richten und damit einen elektro -galvanischen Telegraphen verbinden, der vom Landungsplate bis zum altonaer Bahnhofe reiht. Wer die

Allgemeiner Anzeiger.

den 16., 17. und 18. Juni d. J. in Leipzig bei der Leipziger Bank, h » Dresden bei dem Herrn J. A. Bondi,

(5,Sckanntmachungen. Eisenbahn.

Es wird hierdurch die mit

zehn Thalern

auf jede Actie der Löbau- Zittauer Eisenbahn zu lei-

Da fendeziVeiteEin- / zahlung ausge-

schrieben. Dieselbe i

den 28., 29, Juni und 1. Zuli-d. J., h von früh 9 bis Mittags 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, allhier zu-Zittau in dem Büreau der Löbau - Zittauer Eisenbahn - Gesellshäst im göldnen Löwen ‘auf der Neustadt unter Rückgabe der vom 21, August 1844 datirten Juterims - Actie der ersten Einzahlung, gegen welche neue auf die sodann einge- schossenen- 20 Thlr. lautende dergleichen ausgegeben werden, m : ; 9 Thlr. 20 Ngr. baar, und » 10 » , dur Zurehnung zehnmonailicher nach $. 17. der Statuten, vom 1, September 1844

[436 b]

ewähren. 2 Diejenigen Herren Actionaire, welche die Einzahlung bis zu obigem Schlußtermine (den 1. Juli 1845, Nah- míttags 5 Uhr) allhier nicht geleistet haben, verfallen - in die .$. 15, der Statuten festgeseßte S 10 pro Cent der Einzahlungssumme von 1 Thlr.

Um den auswärtigen Herren Actsonaîren eine Er- leichterung zu gewähren, kann die zweite Einzahlung auch

bis zum

Heymann & Co.,

welche sämmilih von uns zur Ausstellung von Jnte- êre rimé-Quittungen ermächtigt sind, geleistet werden, g deren Rückgabe, an den Orten, wo die Zahlung ersol die neuen Actien in den Tagen vom 26, bis 28, Juni a. c, ausgehändigt werden sollen.

Zittau, am 15. Mai 1845,

Das Direktorium der Loebau-Zittaner Eisenbahn-

v, Notiz, Vorsizender,

Aufforderung, einen Frier R Versicherungs- ein Die Police Nr. 1207. der Lebensversicherungs-Bank f. D. in Gotha über 1000 Thlr., auf das Leben des Herrn Geheim-Secretairs, jevt Rechnungsraths Chri - stian Ludwig Wolff re<tmäßigen Besißer abhänden gekommen. daher an den Juhaber jenes S jenigen, welche Ansprüche an demselben haben sollten, anhebender Zinsen von' den eingezahlten 10 Thlr, zu E die Aufforderung , solhes der unterzeichneten gentur oder der Ban

12, Juni d. J j anzuzeigen , widrigenfalls die Gültigkeit jenes Scheines trafe von | aufgehoben -werden wird.

Berlin, den 15, Mai 1845.

Die Agentur der Gothaer Lebensversicherungs - Bank.

696 Oertlihkeit kennt, wird wissen, daß der Bahnhof Vér altonaer Eisen- bahn naiv dem Ge rut des Abhanges liegt, dér hon der Pal- maille na< dem me führt, und es ist deshalb sehr dig, daß Signale den Moment der Ankunst der Waaren-Transpot| untea am Strande bezeichnen. :

Nachdem die Königl, württembergische Regierung erklärt hat, die | württembergische Eisenbahn in der Richtung von Bretten bis zur ba- dischen Gränze führen zu wollen , vereinigte s<, öffentliben Ankün- digungen zufolge, eine badische Privatgesellshaft zu dem Zwed>e, eine Effenbahn von Durlah über Pforzheim bis an- die Gränze zu bauen. Auf den ersten Anbli> \s{heinen jener Entschluß der Régierung und dieses Projekt der Privatgesellshaft einanter entgegenzustehen; näher betrachtet, ergänzen si< aber beide zum Vortheil des Verkehrs zwischen Württemberg und Baden. Zwischen dem Endpunkt der badischen Privatbahn und ‘dem nächsten Punkt der württembergishen Bahn bleibt zwar eine Lü>e von 12—2 Wegstunden, diese Lü>e wird aber alsbald dur< Fraht- und Eilfuhren ausgefüllt werden, und so wird Pforzheim an dem Personen- und Güter-Transport den Antheil er- halten, der neo nah seiner geographischen Lage gebührt, nämlih was si< von Karlsruhe, Straßburg u. \. w. in der Richtung von Stutt- gart und weiter östli<h bewegt. Wenn andererseits die würt- tembergishe - Eisenbahn bis zur Gränze bei Bretten geführt wird, so bleibt zwishen Bruchsal, dem nächsten Punkt der badishen Eisenbahn, und der württembergischen eine Lü>e von unge- fähr 5 Stunden, deren Ausfüllung in der angegebenen Weise gleih- falls zu erwarten steht, wodur< der Land-Transport von Mannheim, Heidelberg und Bruchsal nah Stuttgart. u. #. w. auf dem kürzesten Wege vermittelt wird. Vereinigen si< in der Folge beide Regierun-

en, die erwähnten Lü>en mit Eisenbahnen auszufüllen oder zum Ausfüllen derselben die Konzession zu ertheilen, so erhalten wir zwi- shen dem südwestlihen und dem südöstlihen Deutschland eine Eisen- ahn= Verbindung, die nichts zu wünschen übrig läßt, als etwa, daß die Transport - Gegenstände mit den Transportmitteln stets in rihti- em Verhältniß stehen mögen, woran jedo< nicht zu zweifeln ist. Sedenfalls fann Württemberg nur dabei gewinnén, wenn die würt- tembergische Eisenbahn von zwei badischen Bahnen gespeist wird.

Herr Vignolles, der bekannte englishe Jngenieur, hat von den Direktoren der ostindishen Compagnie den ehrenvollen Antrag erhal- ten, die oberste Leitung der großen Bahnbauten zu übernehmen , die jeßt im britischen Ostindien vorgenommen werden sollen, Noch is er nit entschlossen, den Antrag, der ihn auf lange Zeit aus Europa entfernen würde, anzunehmen, Herr Vignolles hat diese Mittheilung Herrn von Prittwiß zu Ulm gemacht und zugleich einen dem Par= lament vorgelegten Bericht über das atmosphärische Eisenbahn-System mitgesendet, der die Anwendbarkeit desselben unter Umständen außer

Zweifel stellt.

Handels - und Börsen-Uachrichten.

Berlin, 17. Mai. * Auf, die in unserem leßten Bericht gemeldete Flauheit hat si< eine merklihe Besserung fast in allen Actien und Quit- tungsbogen herausgestellt. :

Vielfache Kauf - Ordres aus- Frankfurt a. M. für Köln-Minden gaben den Jmpuls zum Steigen der anderen Actien und Quittungsbogen, besonders au< von Niederschle si\s<-M ärkischen.

Dem Beispiele von Franksurt a, M. werden gewiß no< andere Pläye folgen, und da man dort besonders für garantirte Actien und Quittungs- is N so läßt sich für die Folge ein günstiges Prognostikon für diese stellen. js

Köln-Mindener, welche am 10ten 107 schlossen, stiegen im Lause dieser Woche bis 1082 und blieben heute 108.

Niederschles i\<-Märfk.,- welche am 10ten 109 schlossen, stiegen . bis 1105 und blieben heute 1094. :

Oberschles. Litt, B., welhe 111 {ló}en, stiegen bis 143 und blieben heute 112, :

Aber auch fast alle anderen Eisenbahn-Actien und Quittungsbogen folg- ten dieser steigenden Bewegung, wie aus nachstehender Skala zu ersehen ik Rheinische notirten am 40ten 965, stiegen bis 974 u, bleiben 972, Oberschl, Litt, A,» » 417 » 418% 146/4485 Kiel-Altona » » 115 » 117 1165. Berlin-Hamburg» » 1142 » 1155 115%. Krakau-Obersch|l. schlossen » 405% : 107 1067. Sächsish-Schles. » 111. 113 1125. Ludwigshafen-Berxbach » 109% » 41107 110. Sächsish-Thüringer » 409 » 410 4093, Friedr. Wilh. Nordbahn » 4101 » 401% 10155. Potsdam-Magdeburg » 113%; » 116 » 116.

In den nicht erwähnten Schienenwegen fand wenig Veränderung statt, do<h war im Allgemeinen eine bessere Stimmung nit zu verkennen. Eine Ausnahme hiervon machten Berl in-Anhalter, welche fortwährend angeboten waren und {wer Käufer fanden.

Berlin-Anhalter Litt. B, hwankten zwischen 121 und 1201,

Die Reaction, welche seit dem 15ten eintrat, wurde lediglih durch die am 16ten und 17ten von Wien eingetroffenen niedrigeren Notirungen ver-

anlaßt, indessen blieb, wie gesagt, die Tendenz zu Siegen dog

herrschend.

Fonds war das t von Feiner Bedeutun : in Fölnishen 500 Fl, ren wgs n bevorstehenden Ziehung, c a gema<iî.

Der Umsaß în Wechseln. war ebenfalls beshränkt; Amsterdam in

den Sichten, London und Frankfurt a. M. blieben begehrt und stel] Yöherz; Hamburg besonders in kurzer Sicht angetra en abet aua naî zu haben und etwas niedriger als vorigen Posttagz Paris, Wien y Petersburg unverändert, aber gut zu lassen.

Diskonto 35 Brf. 4 % Brf.

Answärtige Börsen.

Amsterdam, 14. Mai.

65% Span. 274. 3% do. 42. Ausg. —. Pass. 857.

Sch. —. Pol. 87. Oecaterr. —. 4% Russ. llope Y4

Antwerpen, 13. Mai. Zinsl. SY. Neue Aal. 26L. Frankfurt a. M., 15. Mai, 6% Me 1145.

Zimsk, —. Preun,

Bank-Actien

2020. Bayr. Bank - Actie» 75l Br. tope 92% G. Suegl. 915 G. Im, gzu

Pola. 300 Fl. 95% Ber. do. 5600 Fl. 91% G. do. 200 Fl. —. Hamburg, Î6 Mai. Bank-Actien 1668. Engl. Russ. 1137. London, 13. Mai. Cons. 3% 983. Belg. 98%. Neue Anl. 302,

zive S7. Ausg. Sch. 177. 21% Holl. 634. 5% do. —. Neue Pon

Eogl. Russ, 73. Bras. 883. Chili 97. Columb. —. Mex. 36k. Pern N Paris, 13. Mai. 6% Rente fu cour. 121. 25. 3% Rente Gu cour. 86

5% Neapl. 102. 6% Span. Rente —. Pass. 85 4 Wien, 14. Mai. 6% Met. 1134. 4% 102. 3% 783. Bank.4,

1653. Anl. de 1834 165%. de 1839 132 Nordb. 1837. Gloggy,

Mail. 1234, Livorn. 1185. s

Mcteorologische Beobachtungen.

Nachmittags 2 Ube,

(335,52 Par.|334,10’"’Par.|333,80’’’Par.| Quellwärme 7,6 R |+ 7,69 R.|+ 7,39 R.|+ 5,4° R.f Flasswüärme 8,9 |+_ 4,3° R.|+ 5,2° R.|+ 1,8° R.| Bodenwärme 9,01 77 pCci. 48 pt. 74 pci. Ausdänstung 000g trüb, reguig. trüb. Niederschlag 0,19;

W. WNW. _NW. Wüäürwmewechzel -þf/

Wolkenzug... WNW, 144° R Tagesmittel: 334,47" Par... +6,8° R... 4-3,8° R... 78 pct. Wan, Königliche Schauspicle.

Montag, 19. Mai. Jm Schauspielhause. 85e Abonnemew Vorstellung. Zum erstenmale: Die Ueberraschungen , Lustspiel. j Aufzug, nah Scribe, von Friedrih, Hierauf: Der galante A Lustspiel in 2 Abth., von E. Coßmann. :

Im Konzertsaale: 1) Les surprises, vaudeville en 1 j

ar Scribe. 2) Nanon, Ninon et Maintenon, ou: Les st boudélen vaudeville en 3 actes, par MM. Théaulon et Darw

Dienstag, 20. Mai. Jm Opernhause. 63\e Abonnem Vorstellung : Marie, oder: Die Tochter des Regiments. (Herr Toni, als Gastrolle.) Anfang 6 Uhr.

Zu dieser Vorstellung werden Billets zu den gewöhnlichen Op haus-Preisen verkauft.

Königsstädtisches Theater.

Montag, 19. Mai. (Jtalienishe Opern - Vorstellung. ) erstenmale mit Sgra, Montenegro: Lucia di Lammermoor. ÿ

Nach ein Bevbachteng,

Abeuds 10 Ube.

1845. 17. Mai. |

Luftdruck . .. Luftwärme .. Thaupunkt Dunstsättiguug Weiter

Morgens 6 Ube.

in 3 Akten. Musik von Donizetti. (Sgra. Antoinetta de Can

Montenegro : ‘Lucia, als Gastrolle.)

Dienstag, 20. Mai, Der Weltumsegler wider Willen. (H Räder, Königl. sächsischer Hof-Schauspieler : Purzel, als erste Gast Die neue Decoration des dritten Aktes, den Hafen von Mad darstellend, ist vom Decorations-Maler, Herrn Professor Montíni)

Mittwoch, 24. Mai. Der Weltumsegler wider Willen. (H

Räder: Purzel, als Gastrolle.)

Se. Königl. Majestät haben Allergnädigst gestattet, daß das g Gemälde von C. Schorn: „Die iedertäufer vor d Bischofe von Münster“/. gegen ein Eintrittsgeld gezeigt und der trag zur Unterstüßung der dns Uebershwemmung verun glüd| Gegenden sowohl in West- und Ostpreußen, als in den E und Saalgegenden, verwendet werde, j j

Das Gemälde ist in einem Saale des Akademiegebäudes aufg und von heute an täglih von 11 bis 3 Uhr, am Sonntage von ll 2 Uhr, zu sehen, Eingang am Hauptportale, Eintrittspreis 5 Silht Wir bitten um zahlreihen Besuch.

N den n ui E dite Kedéist t g

Der Verein zur Unterstüßung der dur< Uebershwemmung verunglüd

; | Gegenden fn West- und Ostpreußen. ;

(gez.) v. Boyen. Flottwell. v, Below. Behrendt, B

Brüstlein, Desselmann. Fisher. Friccius. Holseld

Krausni>. Magnus, A, Mendelssohn. Messersqhul

Meyen, Muhr, Naunyn, v. Olfers. Paalzow. v, Pal Sembe>, Slkalley.

m —— D - . Verantwortlicher Redacteur r. F. W. Zinkeisen. Gedru>t in der Dek er chen Geheimen Ober - Hofbuchdrudt j

[503]

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vernommen , ob der Streit der Meinungen au}! so laut tobe, die Lieder des hohen Sängers werdei| reih emporsteigen über die Mißtöne der Zeit, und Gemüther, die mit den Ze-würsnissen des Tages, den Plackereien des Parteigeistes sich unfruchtbar müht, wieder mit .dem Ruhme der Vergangenhti| e oder zu dem Sternenhimmel des Glaubens aufheben. | Der erste Band enthält das Heldengedicht : Tunisi Der zweite das Heldengediht: Rudolph Habsburg. Der dritte: die Perlen der heiligen Vot Um den Ankauf für Lehranstalten zu erleichtert, wir bereit, bei 25 und mehr Exemplaren den Pr 1% Thlr. zu ermäßigen, wenn diese Zahl auf ti genommen wird. 4 Stuttgart und Tübingen, Mai 1845. 4 J. G. Cottascher Verla

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Allgemeine

Preußische Zeitung.

Alle Post-Anflalten des In= und Aut G

L nehmen 1g auf dieses Slatt an, für Berlin die Eppaision Fir Allg. Preuß.

eitung : SriedriMsftraße Ür. 72,

6 138.

Inhalt.

mtlicher Theil. : dandtags-An N Rhein-Provinz, (30ste Siyung.) Petitionen, n Besörderung des Handels und der Jndustrie gerichtet. land. Rhein-Provinz. Aufstellung des Beethovens-Denfmals. Deutsche Bundesstaaten. Königreih Bayern. Zahl der Stu- direnden in München. Königreich Hannover. Denkmünzen. Königreich E I fEM Lr ie Festungsbauten in Ulm, Groß- herzogthum Weimar. Verhältniß der Geborenen und Gestorbenen zur Einwohnerzahl. Fürstenthum Walde>. Der regierende Fürst von Pee eSorten Schreiben aas Weimar. (Hofnachrichten z av-Adolph-Verein. e ee Monarchie. Biicf aus Wien. (Die Jndustrie- un . « . Gland Cn olen. St. Petersburg. Taufe der Prinzessin Eugenie Maximilianowna. Erleichterungen wegen des Mißwachses. Ostibirishes Fräulein-Stist. zukreich, Paris, Die Eisenbahn - Diskussionen. Bericht Ga- tella's über die Landenge von Panama. Vermischtes, Schreiben aus Paris. (Kammer-Arbeiten.) jbritanien und Jrlaund. London. O'Connell gegen die Uni- sitäts-Bill. Sterblichkeit in der britischen Armee. Schreiben aus London. (Aufhebung des Durchsuchungs-Rechts und Brasiliens Skla-

venhandel.) jandels- und Börsen-Nachrichten. Berlin, Börse,

Fissenschaftlicher Kunstverein, Graf Westmorland in dem englischen Klub 4 Berlin, Der zoologishe Garten, Canina, “ib .

Amllicher Theil.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht :

Dem König]. niederländischen Kammerherrn, Freiherrn Adolph dn R von Barlham auf Schloß Keppel in der Pro- iz Geldern, den St. Johanniter-Orden zu verleihen.

Der Notariats-Kandidat Maximilian Emanuel Med>el zu

len--s-zum- Notar für den- Bryéek ; Landgerihts-Bezirk Düsseldorf, mit Anweisung seines Wohnsibes Uerdingen; und

Der Notariats - Kandidat Valentin Reis zu Opladen zum \tar für den Friedensgerihts-Bezirk Münstermaifeld, im Ländgerichts- Il Köblenz, mit Anweisung seines Wohnsißes in Polch, ernannt den, j

Bei der heute fortgeseßten Ziehung der Aten Klasse 91ster

el Klassen - Lotterie fiel ein Haupt - Gewinn von 10,000 Rtblr. . 23,089 nah Graudenz bei Lahmannz 2 Gewinne ¿u 5000 Rthlr.

len auf Nr. 8462 und 37,766 in Berlin bei Seeger und nah (bor bei Samojez; 4 Gewinne zu 2000 Rthlr. auf Nr. 12,331. ),573, 39,753 und 41,319. in Berlin bei Moser und bei Seeger, h Königéberg in Pr. bei Samter und nah Stettin bei Wilsnach ; ) Gewinne zu 1000 Rthlr. auf Nr. 2395. 410,659, 11,806. 1004. 14,832. 16,947. 17,491. 19,396. 20,111. 20,691, 25,595. 692. 32,788. 33,352. 35,230. 37,463. 39,606. 40,803. 44,356. 461. 46,515. 46,988. 49,338. 52,143. 54,252, 55,143. 56,504. 828, 64,923. 66,442. 67,884. 67,913. 70,435. 71,789. 71,986. 991, 79,809. 80,442 und 84,398 in Berlin bei Alevin, 2mal bei urg, bei Faure, bei Grad, bei Klage, bei Maßdorff und 3mal bei ger, na<h Breslau bei Bethke, 2mal bei Holschau und 4mal bei

reiber , Bromberg bei George und bei Schmuel, Cöln 4mal bei mbold, Düsseldorf bei Spaß, Elberfeld bei Heymer, Glaß bei Braun,

quu bei Levisohn, Halle 2mal bei Lehmann, Königsberg in Pr. ae und bei Samter, Liegniy bei Leitgebel, Magdeburg

| Roh, Naumburg bei Vogel, Nordhausen 2mal bei Slichte- d, Ratibor bei Samojé, Thorn bei Krupinski und nah Tilsit Wwenberg; 30 Gewinne zu 500 Rthlr. auf Nr. 1083, 4068,

68, 6382. 8710. 12,174. 15,790, 18,111. 20,964. 27,255. 103, 31,453, 32,723, 35,511. 36,378. 39,477, 47,507. 48/916.

1 1

,

4,

O

Wissenschaftlicher Kunst - Verein.

n der Versammlung des wissenshaftlihen Kunst-Vereins i ten d, M. legte Professor Wach Kopieen as zivei von Maplcei ge- Ven, bis jeyt no< nie kopirten Portraits vor, welche sh in der Samm- j der Akademie San Marco in Florcnz befinden. Es sind die Köpfe tt Franziskaner aus dem Kloster Vallombrosa, wo Raphael vielleicht mal als junger Künstler gastfreie Aufnahme fand, Die Bildnisse sind der strengeren Manier seines Meisters Perugino gemalt, allein von vo endeisten und fleißigsten Ausführung, die Fleischtöne etwas braun halten, wie wir es ebenfalls bei Perugino finden, Rumohr thut dieser der in seinen italienischen Forshungen Erwähnung und macht auf die ntresslichkeit der fast ganz unbekannten Schäge zuerst wieder aufmerksam.

Eine reiche Sammlung von Originalzeichnungen von Rembrandt, eughel Und anderen Niederländern, unter denen d schr ausgezeichnete

efanden, wurde ebenfalls vom Professor W a < vorgelegt.

Frofessor Zahn, nachdem er sein großes Prachtwerk von „Pompeji, anum und Stabiae“ ganz vollendet hat, zeigte vor einige farbige 4 des nächstens erscheinenden elften Heftes seiner „Ornamente aller

en Kunst-Epochen“‘, wobei auf Taf, 52 eine für die Architektur höchst ¡ehante antife Wandmalerei in der Casa di Apollo zu Pompeji, ausge- al 839, und auf Taf. 54 ein sehr reicher, \höner, auf shwarzem Grunde itr Kandelaber, einer antiken Wandmalerei in esnem Hause in der ga della Fortuna (der Casa del Gran -Duca gegenüber) zu Pompeji, ) ejusgegraben, entnommen , erscheinen. Es ist höchst crfraalid recht

A orisepung dieses Werkes erscheinen zu sehen.

Aa ein sehr kostbarer Tafelshmu> waren zwei silberne Sqhüsseln Letriebener Arbeit aufgestellt; auf der einen die Hochzeitfeier der Psyche

andere Scenen aus hrem Leben, wie es scheint, nah Raphael, auf

Berlin, Dienstag den 2k Mai

49,858, 52,061. 53,414. 54,513, 38,315. 62,400. 63,250. 65,009, 68,303, 70,174. 71,440 und 78,339 in Berlin 2mal bei Burg, bei Faure, bei Mabdorff, bei Moser und bei Seegér, nah Bres- lau bei Löwenstein und bei Schreiber, Coblenz bei Gevenich, Danzig bei Rogoll, Driesen bei Abraham, Düsseldorf bei Spah, Halle 2mal bei Lehmann, Agetera i. Pr. bei Borchardt, bei Heygster und bei Saimnter, Liegniß Zmal bei Leitgebel, Magdeburg bei Brauns und bei Büchting, Memel bei Kauffmann, Ostrowo bei Wehlau, Po- sen bei Pulvermacher , Potsdam bei Hiller, Ratibor bei Samoje, Sagan bei Wiesenthal, Schweidniß bei Scholz und nah Stralsund bei Claussen; 41 Gewinne zu 200 Rthlr. auf Nr. 1281. 10,419. 10,559, 11,177. 12,219, 1 988. 15,150, 15,195. 18,485. 20,779, 23,361. 23,859, 25,412, 26,115. 27,499, 27,654. 28,326. 29,596. 30,346. 35,476. 37,536. 39,755. 45,568, 46,731. 50,510. 51,927. QULLO E Tee A 24069 67,786. 70,725. 71,646. 1411. /9,482, 74,088. 80,701. 82,036. 84,080 : Berlin, den 19. Mai 1845, E Königl, General-Lotterie-Direction.

Landtags - Angelegenheiten.

Rhein-Provinz.

Koblenz, 28. März. (30ste Sihung.) Ein Abgeordneter der Städte berichtet über die Petitionen, welche auf Bef S des Handels und der Jndustrie gerichtet sind. „Jn den Ge= seßen und Einrichtungen“, sagt er u. À., „welche auf Handel und Gewerbe einen wesentlihen Einfluß ausüben, finden wir auffallende Unterschiede, wenn wir England. und andere Länder mit den zollver=- einten deutschen Staaten vergleichen. Diese Unterschiede heben wir in der Kürze hervor,

„Das deutsche Zoll - System ist 1) viel einfacher als das von England und Frankreich, auch als das von Belgien. Das erstere kennt nur Gewicht, Maß oder Stü>zahl. Das ‘der anderen ange= führten Länder is zu einem großen Theile auf den Werth der Waa= ren berechnet, entweder dur Festseßung des Zolles nah einem Pro- zentsaße, oder indem eine und die nâmlihe Waaren=- Gattung, je nahdem ihr Werth oder ihre Qualität verschieden ist, auch eínem E oder niedrigeren, nah ‘bem Gewicht festgeseßten Zolle un- erliegt.

,„Das- deutsche Zoll - System beachtet 2) im Ge ensaß zu dem englishen und französischen, belgischeu und österreichi hen L das Verhältniß, in wel<hem dur Erzeugung bon Produkten und Halb= [ortafeo die Arbeit und die Arbeitskräfte im Julande vermehrt wer= en können. : y

Das deutsche Zoll - System nimmt 3) abgesehen von der Aus- nahme, die in kleinem Maße dur den neuerlihen Handels = Traktat mit Belgien verwirkliht wurde, keine Rücksicht weder auf den Ur= sprung der eingehenden Waaren, noch darauf, ob solche direkt vom Ursprungsorte ein eführt werden. Jn England und Frankreich , seit befiat auh in Belgien, werden die entgegengeseßten Grundsäße efolgt.

„In England und Frankreich 4) trägt man keine Scheu, Rü>=

zólle auf Fabrikate des Jnlandes bei teren Ausfuhr zu vergüten, wenn darin Rohstoffe oder Halb - Fabrikate enthalten sind, die vom Auslande bezogen werden und einen niht unerheblichen Eingangszoll tragen; sogar werden, um einen inländischen Fabricationszweig zu stärken oder zu vermehren, au< Ausfuhr - Prämien auf solche inlän- dische Fabrikate gewährt, in welchen keine hochbesteuerten ausländischen Robstoffe oder Halb - Fabrikate enthalten sind. Jn Deutschland sind Rüczölle nur seltene Ausnahmen von der Regel und werden auf Zeuge überhaupt niht gewährt.

¡Das deutsche Zoll-System kennt 5) Prohibitionen für den Ein- gang oder Ausgang von Waaren fast gar niht. Es hat zwar meh- rere Zollsäße, welche den Eingang gewisser Waaren sehr beschränken, beruht aber do ursprünglich auf der Jdee, hauptsächlich ein Mittel zur Beschaffun von Staats-Revenüen sein zu sollen und die Beschüßung der inländischen Production und Fabrication in der Regel nicht über zehn Prozent auszudehnen. Diese Regel ist jedo< von Anfang an nicht durchgeführt und nah und nah durch Einführung neuer Zölle, durch Veränderung oder Erhöhung der bestehenden und durh das Gallen der Frie mancher Fabrikate faftis<h beseitigt, Frankreich,

ngland, Vesterreih und Rußland dagegen stellen die Beförderung der inländischen Production und Fabrication an die Spige ihres Zoll=

der anderen ein Nereiden-Kopf, umgeben von Gruppen : Peleus und Thetis, Hylas und die Nymphen, Nereus und Galatea darstellend, der Rand mit ih eichnet ges<hma>vollen Arabesken verziert, Viele der anwesenden Künstler waren geneigt, diese Arbeiten für Kunstwerke des sechzehnten Jahr- hunderts zu erklären , so geshmad>voll is die Composition, so richtig die eichnung, so vortrefflich die Ausführung, als der Hofrath Förster, dem e zum Ankaufe für das Museum zugeschi>t worden sind, erklärte, es scien dies vor ungefähr 6 Jahren gefertigte Arbeiten aus der Werkstatt des der Kunst und seiner Familie dur cinen befsagenswerthen Tod viel zu früh entrissenen Goldschmieds Wagner (ein Berliger) in Paris. Der für dicse beiden Schaalen verlangte Preis is 1000 Rihlr, ; würden sie als Arbeiten des 15ten oder 16ten Jahrhunderts verkauft, so würde man mindestens chen so viele Friedrichsd’or dafür verlangen. F.

Graf Westmorlaud in dem englischen Klub in Berlin.

Am leyten Freitag gab der hiesige englishe Klub dem Grafen Westmorland, Königlich großbritanischen Gesandten am diesseitigen Hofe, welcher die Güte cha hat, die Wahl eines Ehren-Präsidenten des Klubs anzunehmen, ein festliches Mittagsmahl in dem Lokale des Klubs bei Tie, 25, Unter den Linden.

Als einfacher und würdigster Shmu> des Saales war die mit frischem Lorbeer geshmüd>dte Büste Shakespeare's ausgestellt. i:

Da der Präsident des Klubs, Dr. Spiker, verhindert war, bei Tisch egenwärtig zu sein, hatte der zeitige Sccretair Dr. Förster das Amt des hairman übernommen,

Der englischen sehr empfehlenswerthen Sitte gemäß, wurden die Toaste bis zum .Nachtish verschoben, so daß die Gerichte ras< nah einander ser-

: größten Feldherren Englands, Marlborou gh und

1845.

Systems und wenden zu dem Ende, je nahdem es zwed>mäßig er- achtet wird, Prohibitionen, hohe Zölle oder sonstige Maßregeln an. „England und Frankreich begünstigen 6) die Rhederei und die Ausbildung der Marine des Jnlandes, indem die Schiffe des Aus= landes mit beträchtlihen Schiffs - Zöllen belegt oder ihnen andere Erschwernisse in der zu 3) angegebenen Art entgegengeseßt werden. Preußen hat dagegen Scheu getragen, solhe Maßregeln zu besen, oder vielleicht auch früherhin die Ausbildung einer starken deutshen Marine für einen zu entfernt liegenden Zwe> geachtet, um für dessen Erreichung fräftige Mittel anwenden zu mögen, __ &Die deutschen Zoll-Einrichtungen 7) befördern den Absaß aus- ländischer Manufakturwaaren, indem gestattet wird, solche vermittelst des Kontirungs- Systems auf den Meßplägen in den eigenen Woh= nungen und Lagerräumen der Verkäufer unverzollt zum inländischen Verbrauche feilzubieten und den Zoll erst nah geshehenem Verkaufe zu erlegen. Jn den anderen mehrgenannten Ländern besteht keine solche Einrichtung; im Gegentheil, es wird sogar der Absaß auslän- discher Waaren an ausländische Verbraucher mitunter sehr ershwert. Auf diese Weise hat Rußland, indem es den Zoll auf Tücher enorm erhöhte und keine Mittel des Transits gewährte, einen früher be-

_trähtlih gewesenen Absaß von preußischen Tüchern über Rußland

nah China vernichtet und an sih gerissen.

„Jn der höheren Staats-Verwaltung Preußens sind 8) Handel und Gewerbe als Neben - Attributionen einem Ministerium zugetheilt, welches außerdem noh vielseitige und wichtige Verwaltungs - Gegen- stände du N ak E y

„Jn England, Frankrei<h und Belgien is 9) die freieste Dis- fussion über alle Gewerbs - Gegenstände sowohl vermittelst di Presse als sonst gestattet. Jn Deutschland dagegen hindert die Staats= verwaltung fast überall die öffentliche und freie Diskussion in gerin= gerem oder höherem Grade, Auch hat in jenen Ländern das Volk in verfassungêmäßiger Weise einen wesentlichen Antheil an der Geseß- gebung über Handel und Gewerbe, und es is daraus nicht nur das allgemeine Bewußtsein eines festen Rechtszustandes, sondern auch die allgemein gewordene Ueberzeugung entsprungen, daß die Gesepße nur als Resultat der vielseitigsten öffentlichen Besprechungen, Berathungen und Kontroversen erlassen und nur in gleicher Weise verändert werden kön- nen. Daß in Deutschland und namentlich in Preußen die Einrichtungen und Zustände einen anderen und zwar den entgegengeseßten Charakter tragen, braucht hier nicht dargestellt zu werden. uh 410) in dem System des Geld-Umlaufs oder der Circulationsmittel sindet zwischen jenen- Ländern und Deutschland ein großer Unterschied" in den beste= henden Einrichtungen und Grundsäten statt,

Betrachten wir den Jnhalt der Anträge und Bittschriften, welche Gegenstand unseres Berichtes sind, so gehen fe im Wesent= lichen darauf hinaus, daß mehrere der vorstehend geschilderten Gegen- säße verringert werden mögenz mit anderen Worten, daß das deut- he Zoll- und Handels - System in gewissen Beziehungen dem. von England, Frankreich und Belgien ähnlicher gemacht werde. Diesem Wunsche schließen wir uns im Allgemeinen an. Wir beschränken uns darauf, die Grundsäße und Maßnahmen im Allgemeinen anzudeuten, welche na< unserem Dafürhalten dem Interesse des Handels und der Gewerbe unserer Provinz nicht nur, sondern des ganzen Staates entsprehen, und nur über ein paar sehr wichtige Jndustriezweige be- sondere Vorschläge zu machen.

„Das Prohibitiv - System, wie es in Frankreih und Oesterreich besteht, zu ergreisen, können wir niht für zwe>mäßig erahten, Wir glauben , daß es besser ist, die Konkurrenz des Auslandes niht zu vernihten, erstens, weil sie, wenn auch in angemessene Schranken zurü>gedrängt, do<h immer ein Sporn zur Vervollkommnung bleibt; sodann, weil die Annahme des Prohibitiv = Systems, abgesehen von den wesentlichen Bedenken, die dagegen rundsäßlih erhoben werden können, für Preußen und das zollvereinte eutshlandnicht eeignet erscheint, diejenige Attractionekraft auszuüben, welche erforderlich if um die kleineren

Staaten germanischen Ursprungs zu dem allgemeinen Handels-System des

Zoll-Vereins oder dem Einflusse desselben hinzuziehen. Jnsbesondere möchte ein solches Prohibitiv-System ein \{le<tes Mittel sein, die noh nicht zum Zoll - Verein gehörigen norddeutshen Staaten zum Beitritt zu bewegen. Dieser Beitritt und, vermittelst desselben , die Gewinnung der deutschen Häfen der Nordsee i die unerläßlihe Bedingung zur Erreichung dessen, was der Zoll-Verein werden muß. Es sind daher diejenigen „Maßregeln nah unserer Ansicht unabweisbar und dringlich, welhe jeven Beitritt befördern können. Dahin gehört vor Allem die Annahme solcher Schifffahrts-Gesebe, welche die ernste und feste- Absicht zeigen, daß eine kräftige Marine des Zoll - Vereins ge=

virt werden fönnen und der Fish niht Gefahr läuft, falt auf dem Tro>nen zu sigen, der Pudding, zu verfallen, der Brateu, anzubrennen 2c. Außerdem finden die Toaste und Reden aufmerksamere Hörer und lebhafteren Anklang, E ul Fragen befriedigt, die Herzen erwärmt sind, als beim Beginn es Mahles.

Den ersten Toast, auf das Wohl des Königs und des Königlichen Hauses, brachte unter lebhastester Zustimmung Professor Bur>hardt aus. Den zweiten Toast, welcher dem hochverehrten Gaste und Ehren-Präsiden- ten galt, brachte Dr. Förster aus. Das vielbewegte Leben des Lords Westmorland, welcher in den denkwürdigsten Feldzügen an der Seite des Herzogs von Wellington foht und zugleich als ein Freund und Lieb- ling der Musen Wissenschast und Kunst beschützt, befördert und ausúbt, gab dem Redner Veranlassung, an die alten Barden Englands und Schottlands zu erinnern, welche mit der Harfe und dem Schwerte sich. die schönsten Kränze gewannen. Mit dreimal drei wiederholtem Hurrah wurde der Toast aufgenommen, worauf Lord Westmorland sich erhob und in ciner längeren Rede zuerst seine volle Anerkennung aussprach: der Verdienstilichkeit, daß in Berlin ein Verein für englische Literatur, Staats-Wissenschaft und Zndustrie ge worden sei, und seinen Dank für die ihm erwiesene Ehre, ihn zum

hren - Präsidenten desselben O zu haben. Der edle Lord erinnerte dann an die großen geschichtlichen Momente, in denen England und Preußen als getreue Bundesgenossen große Kämpfe bestanden und den Sieg gemein- schaftlich erfochten, so wie an ‘die chrenvolle Anerkennung, e s a beiden ; ellington, der

apferkeit der preußischen Armee gezollt hätten. Am. Schlusse sprach der edle Lord die feste Ueberzeugung aus, daß, wie im Kriege, so auch im Fric- den, Preußen und England für immer sest verbunden bleiben werden.

Die Redc wurde oft dur<: Hört ! und Bravo! unterbrochen und mit lauiem und wiederholtem Beifallsruf ausgenommen,