1923 / 285 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

von Bohlen und Halbach ein herzlihes- Willlommen und betonte, daß der Staatsrat stolz auf das mannhafte deutsche Auftreten jeines Mitgliedes in dem gegen ihn anhängig ge- wesenen Strafverfahren sei. Herr Krupp von Bohlen dankte dem mg s für den warmen Empfang, der ihm zgzuteil eworden sei. i G Staatssekretär Frey wies dann auf einen Artikel des Staats- ratsmitglieds Freiherrn von Freytag-Loringhoven in der „Deutschen Zeitung“ vom 8. Dezember hin, in dem der Staats- regierung vorgeworfen werde, daß sie der Ausêeinander)}ezung in dem » damaligen Rechtéstreit mit dem Staatsrat ausgewichen sei. Die in dem Artikel aufgestellten Behauptungen dürften nit unwidersprochen bleiben. Er selbst habe diese Angelegenheit in der Hand gehabt. Die Staatsregierung habe keine Bedenken gehabt, sich dem Staatsrat vor dem Staatsgerichtshof geaenüberzustellen. Es sei au<h festgestellt, daß der Vergleih vom Präsidenten des Staatsgerihtshotes an- eregt war und der Staatsregierung ebenso überra\<end gefommen ei wie dem Staatsrat. Der Streit sei dann in der loyalsten Form aus der Welt ge\<afff worden. In dem Artikel werde dann in s<härfster Weise gegen den Ministerialrat Dr. Badt im Jnnen- ministerium, der die Staatsratsangelegenbeiten bearbeite, Stellung ge- nommen. Der Minister des Innern habe den Wun), ein dauernd vertrauensvolles loyales Verhältnis zum Staatérat zu pflegen. Er habe die Amtstätigkeit des Ministerialrats Dr. Badt genau geprüft und feststellen müssen, daß Dr. Badt gerade in denjenigen Fragen, Me er ju bearbeiten hat, gewissenha1t, unparteiish und pflittreu ge- woeten let i

Freiherr von Maltzahn (A. G.) erklärte, daß seiner Fraktion der Artifel in der , Deutschen Zeitung“ nicht bekannt gewesen sei. Es handele sih um eine Privatsache des Herrn von Freytag: Loring- Hoven, mit der die Fraktion nichts zu tun habe.

Eine eventuelle Besprehung dieser Angelegenheit wurde auf Vorschlag des Präsidenten auf Freitag vertagt.

Der Staatsrat erledigte darauf einige kleinere Vor- lagen, darunter eine Novelle zu dem Gesey über die Er- richtung einer Zentralanstalt zur Förderung des genossenschaft- lihen Personalfkredits. Die Novelle bringt eine Umstellung auf die Goldmarkrechnung und erhöht das vom Staat bereit- gestellle Grundkapital der Zentralgenossenschaftskasse um 15 Millionen Goldmark. :

Die nächste Plenarsizung findet am Freitag 4 Uhr statt. Auf der Tagesordnung steht u.- a. das Gesez über die Beamtenbesoldung.

Preußischer Landtag. 286. Sißung vom 13. Dezember 1923, Mittags 12 Uhr. (Bericht des Nachrichtenbüros des Vereins deutscher Zeitungsverleger *®).)

Präsident Leiner t eröffnet die Sißung nah 12!/, Uhr und begrüßt den in den Landtag aus der Gefangenschaft zurük- E Abg. Schluchtmann (Soz.), der von einem

elgischen Kriegsgericht zu einer Gefängnisstrafe von 3 Jahren verurteilt worden war, weil er gegen die Ausweisung zweier Landjäger Tus erhoben hatte. ‘(Lebhafter Beifall.)

: uf der Tagesordnung steht zunächst die Abstimmung über die Anträge des Hauptausschusses zu den Uranträgen, betr. Maßnahmen zur Linderung der Not des Volkes, Maßnahmen gegen Wucher, Aufkäuferunwesen, Brandstiftungen und Plünderungen auf dem Lande, steuerlihe Maßnahmen und Erwerbslosenfürsorge. Die Anträge des Hauptausschusses werden zum Teil titti""istegrnätt“ aißeiomittéh. “t “a Gelungl” d "Mle trag, in leitende Stellen der Reichsgetreidestele auch sachverständige Personen aus der Landwirtschaft und dem Getreidehandel zu berufen, gegen die Stimmen der Sozialdemokräâten und Kommunisten zur Annahme, ebenso der Aus\chußantrag, betreffend die Maßnahmen gegen Plünderungen, Ueberfälle und Brandstiftungen, soweit er deren Verhinderung au<h dur<h Förderung eines der Polizei unterstellten Flur- \<ußes verlangt. Der Urantrag des Zentrums über die Annahme von Notgeld dur<h die Reichhsbank- stellen geht an den Handels- und Gewerbeaus\huß, der Ur- antrag der Deutschen Volkspartei über die Aufhebung der Lebensmittelzölle an den Hauptausschuß. Der Urantrag der Deutschnationalen, des Zentrums und der Deuischen Volks- partei über die Verfügung des Staatskommissars für Volks- ernährung vom 19. Februar 1923, betr. die Getreide- umlage, wird mit den Stimmen der genannten Parteien nah dem Antrage des verstärkten Ausschusses für die Landwirtschaft: mit dem Zusaß angenommen, daß die Bezahlung des bereits abgelieferten Umlagegetreides ohne Rücksicht auf die Ablieferung der nachträglich auferlegten Nachumlage erfolgen muß.

_ Darauf wird die gemeinsame Beratung der 21 Großen Anfragen und 8 Urauriae, die von den Deutschnationalen e den Kommunisten zu Fragen der inneren Politik (Aus- nahmezustand, Verbot von Parteien, Mi handlung von Ge- fangenen durh Schupobeamte usw. usw.) fortgesetzt.

Abg. Sobottka (Komm.) reiht no< eine weitere Große An- frage ein, die am 5. Dezember von Polizeibeamten im beseßten Ge- biet verübte Mißhandlungen gegen Kommunisten betrifft, wobei mehrere der Mißhandelten zu Tode gekommen seien. Wenn die Be- hörden die Schuldigen ni<t herausbel ommen und der verdienten G T M, e die Arbeitershaft selbst si

ers<affen; jedenta j - N de at Ie ien s würde das Verbrechen vom 9, De

Die Rede des Ministers des Jnnern Severing, der da- rauf das Wort ergreift, wird nah Ei f veröffentlicht Ae 9 PARROS A MNAGRNA

Der Antrag auf Besprechung der sämtli : fragen wird genügend unterstüßt. g der sämtlihen Großen An-

- Abg. Metinger (Z.): Dié Ursawe unserer beuti - tuhigen innerpolitishen Rae ville t durchaus d êrfecen U ;Ftänden zu suchen. Die äußerste Rechte möchte das seit dem Kriege ? verlorene Herrschaftsmonopol wiedererobern ; die äußerste Linke wilk : den gegebenen Staat überhaupt niht anerkennen und ihre Agitation erfährt von Osten her tatkräftige Unterstüßung. Hat der Krieg diete beflagenswerte Entwi>lung hervorgerufen, so haben die fur<tbaren Bedingungen des Versailler Vertrages, die uns die Militär- und Polizeimaht fast gänzli< nahmen, sie aufs uüußerste vers<här|t. Viele Berutskreise haben ja das Mögliche etan, um die erzwungenen Ve1tragsbedingungen zu erfüllen und o au< an der Wiederherstellung von Ordnung und Nube mit- zuarbeiten. Aber die Verwirrung ist geblieben und dur die Gewalt- politik Poincarés ist sie no< weiter gesteigert worden. Am deutlichsten au turtbarslen hat si< diese Gewaltpolitik am 11. Januar im aritalen Griff nah der deutschen Ceaia er an der Nuhr ausgewirkt. ort hat der brutale Gegner die Verwaltung und die Polizei fuégewie|en und damit die Unordnung im beseyzten Gebiet n Prinzip erhoben. Das Zentrum ist stets eine Partei dec Partei. geren; das Vaterland E uns höher als die - as Elend des Volkes und feiner Wirtschaft muß ohne

*) Mit Ausnahme der dur Sperrdru> Hervorgehobenen Reden

Nüfsiht auf Parteien bekämpft werden. Wir treiben ni<t populäre Politif aber un'ere Politik soll dem Voife nügen. Ler grauen- haite Vertall unserer Währung bat die deut1he Wirtschait in thren Grundfesten er\<üttert; aus ihm hat si< der i<ändliche verbrecheri\|de Wucher entwi>elt. Die Zahl derer, die als Wucherer bätten geva>t werden müssen, ist leider nit allzugroß. aber noch ist es nicht zu 1pâät. Höchst bedenklich ist es, daß man s{on hier und da auf eine neue Inflation - hofft“, daß man die Sicherheit der Renten- mark zu untergraben su<t! Jn einzelnen Volkékreiten her: it unerträglide Not ; staatlide Macbtmittiel müssen bier eingreifen. Wenn Plünderungen vorkamen so bat man<mal nit die Not sie erzeugt, jondern die Machen!chaften von Elementen, weide die Not in ibrem politischen Interesse auezubeuten strebten. Die politi'he Gesundung des deutshen Volks wird erst zu erreihen sein, wenn wir es tatt zu maden imstande sind. Die Arbeitsmöglichkeit muß vermehrt werden. Sdre>lih ift die erzwungene Arbeitslosigfeit, „Müßiggang ist aller Laster Anfang“. In ‘allen Ländern hat sih die1\es Problem auf- gedrängt. Man verlangt Verlängerung der Arbeitszeit; die Berg- arbeiters<aft hat es über si<h gewonnen, hier ein Zugeständnis zu machen, und das Zentrum weiß 1hr wärmsten Dank dafür. Auch die übr'gen Arbeiterkategorien, die Metallarbeiter an der Spitze, haben Veritändnis für dies Verlangen gezeigt und da werden es auch die Beamten nicht an si< fehlen lassen. Beim Beamtenabbau müssen die wirts{ha'tlihen Verhältnisse des Einzelnen ge- prüft vnd berü>sihtigt werden, zumal im bejeßzten Gebiet. Zusammenarbeit des ganzen Volkes gegen Not und Aus- beutung muß die Lösung fein. Für die von der Rechten aus- gehenden Strömungen, die sh als „unverbrauhte Kräite ür eine nationale Revolution“ anbieten, fehlt uns jedes Verständni«e Der- artige Kri)enersbeinungen sind wohl nur in Deutschland möglich. In Preußen hat sich ta1\ächlih eine gewisse Stabilität eingestellt, seit die große: Koalition am Ruder ist. Auch in Bavern wird nach der leßten Krankheitéersheinung eine Gesundung eintreten; der preußi)che Landtag kann über Bayern ein kompetentes Urteil übrigens kaum fällen. Herr Schlange-Schöningen von den Deutichnationalen hat in der „Deuts<en Zeitung“ verlangt, daß mit den Sozialdemokraten: alles aus der Regierung herauêmüsje, was noch glaube, es gehe ohne die Sozialdemokraten ni<ht. Da zeigt sih der unstillbare VMacht- hunger iener Kreise, die es garniht mehr erwarten können si wieder im Alleinbesiy der politishen Gewalt zu befinden. Die parla- mentarishe Regierung schaft Herr Schlange ebenjo kategorish ab wie die Reichs- und Staatëverfassung. Nun wissen wir alio, woran wir sind. Herr Schlange proklamiert zum Schluß den . unverbrauchten Gedanken der „nationalen Nevolution“. Vor aller Oeffentlichkeit er- kläre ih: Wenn wieder Revolution gemacht werden soll, dann sind wir au< no< da! Im Lande draußen wird für den Ge- danken in deutschvölkishen und ihnen nahestehenden Kreiten eine regelre<hte Wüblarbeit gema<ht, die au<h vor der Religion niht halt ma<t Unsere Wähler und unsere Glaubens- genossen vor dieser Agitation, die \ogar den Meuchelmord predigt, zu warnen, haben wir alle Veranlassung; vor einem deutschen Volk mit dieser vergifteten Moral muß uns Grauen erfassen. Nicht weniger volfsverheerend wirkt aber au< die umstürzlerishe kommus nistishe Agitation. Wir brauchen keinen Doktor Ei)enbart, weder von äußerst re<ts no< von äußerst links; wir bleiben die alten. Die Aujhebung des Belagerungszustands wünschten au< wir; aber in anormalen Zeiten muß man zu anormalen Mitteln greifen, das hat au der Reichskanzler Marx zugegeben, der gleihzeitig den Abbau in Aussicht stellte, sobald Unruhe und Verwirrung zurü>weichen. (Beifall im Zentrutn.) }

Abg. Heilmann (Soz.): Seit Monaten wartet man auf diese große politishe Aus)prahe. Gestern haben wir se<s Herren von der deutscnational-kommunistishen Front zu hören bekommen, und mit Erzberger muß man fragen: Ist das alles? Ein so vor- nehmer und gebildeter Mann wie Herr Preyer kann einen sozial- demokratishen Beamten ni<ht ausstehen; in dem Ton wie Dr. Preyer hätte ih weder von dem ostyreußi\hen Oberpräsidenten no< von dem Königsberger Polizeipräsidenten Löbbring gesprochen. Wie können Sie verjuen, einem Mann, der 1 unter dem früheren Negime <1 o (G. 0 ¿tton t F Br. Préve teniete Tih à Len up Lander Sti geri<tshof trage scinéèn Namen wie lucus a non lIncendo. Die Rede

des Herrn Herrmann war auch 1e<ht bezeihnend. Die Haltung der Bismar>jugend geht aus einem Bericht hérvor, nah dem die Feier mit Absingung der beiden Ehrhardt-Lieder s{loß. (Lachen b. d. D. Nat ) Sind vielleicht diese Lieder offizielle Parteilieder der Deutschnationalen ? Die Mitglieder der nationalen Verbände sind eben)o Rechtöbo!sewisten wie die Kommunisten solche von links. Die. Deutschnationalen sollten doch mal zeigen, was sie fönnen. (Zurufe b. d. D. Nat Abg. Nippel (D. Nat.): Woher die Angst vor Neuwahlen?) Ach, Herr Rippel, Sie reden als Deutschnationaler, ohne eines von beiden zu |ein. (Stürmische Unterbrehungen re<ts; anhaltende große Unruhe; Glote des Präsidenten) Die Sozialdemokratie würde als AÄrbeiter- partei zur Koalitionsfrage dieselbe Stellung einnehmen wie die englische, wenn die Verhältnisse ebenso liegen, Das ist aber niht der Fall. Wenn wir aus der Regierung hinausgingen, so würde jede Freiheit umgeworten von bewaffneter Hand. Deshalb ist das Experiment niht mögli, die Deutschnationalen einmal versuchsweise zur Regierung heranzulassen; an freie Wahlen ware dann nit mehr zu denken. Herr Maurenbreher von der „Deutschen Zeitung“ will au< die Kommunisten zum Kampf gegen Ebert anmverben. Und in dem Artikel. „Selbstbesinnung“ bestreitet im „Tag“ Herr Dr. Blume, daß man ohne Parlament auëkommen könne, wie es Herr Schlange vorshlägt. Die Politik der Deut1<- nationalen erklärt \si< aus ihrer Sehnsu<ht na< Wiederher- stellung ihrer alten Machtstelung. Herrn Dr. Preyer {lage ih vor, ein Buch herauézugeben über die Seele des politischen Kindes, wie sein Onkel eines herauêgegeben hat über die Seele des Kindes im allgemeinen, (Heiterkeit.) Abg. Beer (D.Nat.): Vielleicht des politisben Kindes des Herrn Severing!) Die Stimme Ludendorffs hat im Kriege den Ausschlag gegeben und das deutiche Volk weiß, weshalb es zur Katastrophe für Deutschland gekommen ist. (Zuruf re<ts: Friedenére)olution!) Eine Friedensresolution kann den Erfolg von Waffen niht wegnehmen. Der militäri\<he Zusammenbruch war da, die Folge ist, daß \i< das deute Volk nit mehr sattessen kann. Die Sozialdemokratie hat ih als eine deutsche Partei getühit. (Zuruf: Crispien!) Solange in Deut)1ch- land. die Hohenzollern regierten, war meine Partei die entrectete, die „niht weit war, den deutshen Namen zu tragen“. Im Ruhr- kampf haben die sozialdemokratishen Arbeiter in erster Linie in der Abwehr gestanden. (Zuruf bei den D.Nat. : Nicht nur in diejer !) Crispiens Say war eine U Formulierung; er hat auch im Yeihstag erflärt, daß er ih genau so gut als Deutscher hlt wie jeder andere Sozialdemokrat; er hat mit dem Woit nur \einen Gegensag zu dem fapitalistishen Deutschland auedrü>en wollen. (Zuruf : Hofmann-Kaijerslautern !) Homann hat feine Lo>erung der Pfalz herbeiführen wollen ; sein Scritt wan eine politishe Ounmm- heit, weil er die Pläne Frankreichs niht dur<s<haute. Sein Wollen war aber rein; er hat demonstrieren wollen gegen den Verfassungs- bru<h in München. (Zu1ut d. D. Nat. : Er bat ja verhandelt !) Wer hat denn nit verhandelt ? (Zuru* des Abg. Schulz (Komm ) : Sünder leid Ihr alle im Sechzigeraus\<uß !) Die Industriellen baben ertlärt, sie könnten die Neparationsleistungen nit leisten, sie könnten es nur mit dem Zebnstundentag; das ist bezeihnend. Meine Partei ist für internationale Verständigung, läßt aber dabei nit das arme, tp deutsche Volk im Stich. Wehrhaft können wir das deutsche

olk vi<ht mahen mit Schlageterfeiern. Wenn wir nit zu einem vernünftigen Völkerbunde kommen, dann müssen wir die Kontroll- vorschristen des Verjailler Vertrages überwinden und das deutihe Volk wieder wehrhaft machen. Das geht aber niht durch verbotene Geheimorganisationen, sondern dur< eine vernünftige Politik. Die Sozialdemokratie geht nicht die Wege der Gewalt. Schon Friedrich Engels hat die Säße über Klassenhaß und Bürgerkrieg im Kommunisti\den Manifest gestrichen. Mit dem Schlagwcrt vom Klassenfkampf will man das Bürgertum shreden und es für die Reaktion einfangen. Der Sozialismns hat nicht versagt, wohl aber die freie Wirtschaft, die {huld ist zum großen

der freien Wirtschaft obne den Segen einer feslen Wzp (Aba! rets haben wir zur Genüge dur<gemad! (Zug

ba. Engberding (D. Volksp. ): Veichstanzler Marx hat “den a stundentag als ein Verbre<hen bezeihnêt!) Ich tenne Wort nit. Die Produktion zu beben, wird mit Henendünte Put'<ben usw. nit gelingen mit shematii<er Ve1längerung el, Arbeitszeit oder dem Dru>k der Löbne, iondern mit Ver'tändigun Die Deutschnationaien verlangen mehr Geld tür die Beamten. & sollten die Grundsteuer verdoppeln, dann wäre das möglich. (E; gut! b. d. Soz. Der militäri\he Belagerungszustand entspricht nid der Weimarer Vertassung: man foll in die Hände der Reichèweh. m<t politische Ent1cheidungen legen. Aber ohne den Art 48 tzn/e wir jeyt nit auskommen. Wenn wir- aber wäblen wollen 2 wollen wir es tun ohne Ausnahmezustand. Wir wollen feme V zweiflungêwablen, bei denen das Volk si Charlatanen, politi Hanéwursten in die Arme wirft. (Stürmithe Unterbrechungen rets ) Jch hoffe, daß es der Regierung gelingt, ftabile Zustände zu erba] dann wird das deuts<he Volf si<- ras< zur Vernunft zurüfinden, Herr Sch!ange-Schöningen hat es als unmögli bezeichnet. daß die Deutschnationalen die Mebrheit erlangen. Ich kann ihre Auésichtey ni<ht höher bewerten. Die Sozialdemokratie wird totgeiagt: Sie jollen uns bei den kommenden Wahlen kennen lernen (Beifall bei den Sozialdemokraten. Stürmische anhaltende Zurufe rets: Ney, wahlen! Neuwahlen !) :

Freitag 2 Uhr: Weiterberatung. Schluß 5 Uhr.

Parlamentarische Nachrichten.

Der Fünfzehnerauss<huß des Reichstags führt gestern jeine Beratungen über die Beamtenabba uUverordnung tort. Angenommen wurde ein Antrag. der den in der Verordn enthaltenen Unterschied zwischen lebenélänglih angestellten und ploy, mäßig, aber auf Kündigung angestellten Beamten beseitigt, Aj Kündigung angestellte planmäßige Beamte können demzutolge nt entlassen werden, sondern nur unter Bewilligung des gesegliten Wartegeldes einslweilen in den Ruhestand verießt werden Auch außerplanmäßige Beamte und Beamte, die auf Prov oder auf Widerruf angestellt sind, können in den einst weiligen Ruhestand verseßt werden, wenn sie eine längere al zehnjährige rubegehaltsfähige Dienstzeit zurückgelegt baben, Sonstige außerplanmäßige Beamte und Beamte auf- Prod auf Widerruf oder im Vorbereitungèdienst können aus dem Reit dienst entlassen werden. Ferner wurde ein Antrag angenommen, wona Versorgungsanwärter, die no< keinen An)pruh auf Nuhs ehalt oder Wartegeld haben, tunlihst an letter Stelle zu entlasey find. Durch einen dritten angenommenen Antrag wurde die Reidb regierung ersucht, den $ 2 des Artikels 3 dahin abzuändern, daß Auswahl der in den einstweiligen Ruhestand zu verseßenden Beamte nach Maßgabe des sachlichen Bedürfnisses der Wert der dienstlidn Leistungen der Beamten ents<eidend sein soll. Angenommen wud alödann ein Antrag, daß bei gleihwertigen Leistungen die über 60 Jahn alten Beamten vorweg auszuwählen sind, 1m übrigen tür die Autwah| die wirt)cha1tlihen und die Familieaverhältnisse maßgebend sein sollen Weiter wurde ein Antrag angenommen, wonach die Auswahl der in den einstweiligen Ruhestand zu Verseßenden dur< ihre politis konfessionelle oder gewerk\<haftlihe Betätigung und durch ihre Zug

die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Geschlecht n Perinie werden darf. Vor der Entlassung, Kündigung oder Versezung den einstweiligen Ruhestand soll den Beamten Gelegenheit u Aeußerung gegeben werden. Die Abfindungssummen follen einen angenommenen Antrage gemäß folgendermaßen erhöht werden:

Beamte im 2. und 3. Dienstjahr erhalten das 7 tale 6, v 7. v As Mi t 10. f 11. ù 12. und 138. , 14. und in den weiteren Dienstjahren ï : des legten Monatseinkommens unter Zugrundelegung de am leyten Tage des Dienstes ihnen zustehenden Bezüge

„Au< Beamte auf Probe, auf Kündigung oder auf Wider la außerplanmäßige oder im Vorbexeitungsdienste befindliche Beamtt ollen die gleihen Abfindungssummen erhalten. Angetangene Diensb jahre werden voll gerehnet, wenn mehr als se<s Monate verflossen sind Bezüglich der Einstellungssperre erklärte der Regierungsyertreter, daj Ausnahmen nur gemacht werden sollen, wenn eine Hinaus1chiebung det E von Beamten mit dringenden dienstlichen Bedürtnissen in Widerspruch steht. Zur gleichzeitigen Einstellung einer größeren Anzahl von Personen soll es der vorherigen Genehmigung durch der Haushaltsaus|<uß des Reichstags bedürten. Zu Artikel 9, der dit Uenderungen des Besoldungégeseßes behandelt, wurde die Regierung ersucht, nur die Bestimmung, daß zuviel erhobene Dienstbezüge uw zurü>zuzah!en sind, autreh1zuerhalten, von allen anderen in der Vov lage enthaltenen Acnderungen des Besoldungsgeseßes aber abzusehen Nach eigehender Debatte über die in der Vorlage enthaltenei Kürzungöbestimmungen der Verxsorgungsbezüge bei Privateinfommel vertagte sih der Ausshuß wegen der vorgeschrittenen Zeit auf heut

Dér Aeltestenrat des Preußis<hen Landtag! beriet gestern nah Schluß der Vollsißung über die Geshäftölage und über die Frage, wann die Weihnachtsterien beginnen sollen. Ma will auf jeden Fall no< das Wablgetey für die Gemeinden und dk Vorlage über die Beamtenbesoldung erledigen. Es ist damit u renen, daß der Landtag bereits am Sonnabend in die Ferien geben wird. Sollten sih die Ausshußberatungen jür das Gejey über tit Beamtenbe)oldung länger hinauszögern, 10 würde eventuell no< für Anfang nächster Woche mit einer Plenarsizung zu rechnen sein.

Verkehrsweseu,

ostdienst am 24. Dezember. r Montag, de 24. L hat die Postverwaltung aut C qu in E Vor jahren gewonnenen G1fabrungen einige na< der Verkehrslage W gängige Dienstbeschränküngen angeordnet. Die Postihaliter werda im allgemeinen um 4 Uhr Nachmittags geschlossen. Der Zustelidienst soll möglichst zu demselben Zeitpunkt zu Ende getüh1t sein. Brietkastenleerungen werden so geregelt, daß die leßte Leei ung gegen 7 Uhr Abends beendet ist, Im Telegrammannahme- und Fernspr dienst treten keine Beischränfungen ein. Es liegt im JIuteresse der Mloeneinhäs Postsendungen an diesem Tage möglichst frühzeitis

Versend erkreise in Oesterrei< haben über langsam Beförderung von Liebesaabenpaketen nah Deutschlan) Klage geiührt ; zablreihe Pakete sollen die Empiänger erst in Wochen erreichen. Nach ten von der Postverwaltung vorgenommenen Feststellungen gehen die Wagen, in denen die österreicbi]<e Pos verwaltung die Liebesgabenvakete absendet, am dritten Tage nach dew Abgang von Wien in Halle (Saale) ein. Von dort werden dit Sendungen mit näster Gelegenbeit weitergeleitet, so daß z. B. Pakelt na Berlin dey Cmptängern nah dur schnittlih aht Tagen, sol nah den Vorotrien von Berlin na durd)\<uittlih neun Tagen, vos der Ausliejerung an gerechnet, ausgehändigt werden.

der Herren Minister, die im Wortlaute wiedergegeben sind.

I an unserer jeyigen wirtschaftlihen Notlage. Die Segnungen

hörigkeit oder Nichtzugehörigkeit zu einer politishen Partei usw. od

Statistik und Volkswirtschaft. Nachweisuna der Einnahme an Kapitalverkehrsteuer. *) Gegenstand der Besteuerung in O Ma 1 Millionen Mk. [Millionen Mk.

—— 1. Gesellshaftssteuer. engesellihaften und Kommandit- ellicatten auf Aktien Gesellschaften mit beshränkter Haftung Bergre<tliche Gewerki\caften . . 42 076) 45 088 ndere Kapitalgesellshaften E, 548 291 552 038 Mehrstimmrechtéaktien und -anteile . 1 27

dere Erwerbsge)ells<haiten und die übrigen juristischen Personen . . . 17 923 216 17 969 645

1I. Wertpapiersteuer. inslihe inländishe Schuld- und Be mtenverschreibun en, Zwischen- {eine und Schuldverschreibungen über zinsbare Darlehens- oder

Rentenschulden . Peizinsliche ausländishe Schuld- und Rentenverschreibungen und Zwischen-

Ine: Es id “usländisde Aktien und andere

Anteile sowie für auétländishe Ge- nußscheine und. Zwischenscheine . III. Börsenumsaysteuer.

fungs8geshäfte über Aktien und Ae Feioile verzinslihe Werte . Anshaffungégeschäfte über ausländische Zahlungsmittel. ... An)chaffungsgeschätte über Waren . . Die Cinräumung von Bezugsrechten 1V. Aufsichtsratsteuer. Aufsichtsratsteuer nebst Zuschlag und Verzugszinsen « « - + -+

Zusammen . .

240 796 227 19 249 489

238 903 371 18 930 538

115 888 8544 115 923 550

4 162 347 4 169 333

77 973 202 78 075 295

630 955 346

121 245 066 3 451 704 73 757 828

614 448 514

118 638 444 3 394 185) 72 053

38788566] 3889122 1286 785 795] 1310 079 758

*) Infolge der Verltn der Franzosen und Belgier {m Ruhrgebiet fehlen die Einnahmen des Landesfinanzamts Düsseldorf für September und Oktober 1923.

Berlin, den 13. Dezember 1923.

Statistisches Reichsamt. Wagemann.

* Ctr es y T T O L, 144

Handel und Gewerbe, ; Berlin, den 14. Dezember 1923.

Telegravhishe Auszahlung (in Millionen).

f 14. Dezember 13, Dezember Geld Brief Geld Brief

1596000 1604000 | 1596000 1604000

1346626 1353375 } 133660 1343350 193515 194485 191520 192480 626430 629570 626430 629570 748129 751875 744135 747865

1105230 1110770 | 1097250 -1102750 103490 104010 103740 104260 181545 182455 181545 182455

18354000 18446000 | 18254250 18345750

4189500 4210500 } 4189500 4210500 225435 226565 223440 224560 730170 733830 730170 733830

Spanien …. ..». 548625 551375 548626 551375 Ussabon und Oporto 151620 152380 151620 152380

ayan « «,« | 1985025 1994975 | 19750560 1984950

io de Janeiro . 37905900 380950 3790500 880950 Eo 59,450 59, 750 59,850 60,150 123690 124310 123690 124310

Amsterd. - Notterdam Buenos Aires (Papierpeso). . . Brüssel u. Antwerpen Christiania... . « « Kopenhagen .….. Stocholm und Gothenburg - « « - lsingfors . « » - - « allen 4 ee 000 ndon ... evo . New York „22+

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Ausländis<he Banknoten (in Millionen).

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123441 124069 122942 123558 Staatsnot. u. 100 Kr. 122693 123307 122942 123558 Ungarische Bankn. 114,713 115,287 116708 117,292

Die Notiz „Telegraphische Auszahlung“ jowie „Banknoten“ ver- pee si< für je 1 Gulden, Frank, Krone, Finnländishe Mark, Lire,

Dônishe . Englische große o £ U. innishe . « ranzösishe olländishe « talienishe. . ugoslawische . Norwegische . 'Desterreichishe / Rumän. 500, 1000 Lei unter 5090 Lei Sdwedishe . hweizer . . . Tre Cu eo: slow., neue 100 Kr. u. darüber

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s e 690 e 0 8.89 D z et

seta, Eécudo, Lei, Leva, Dinar, Pfund Sterling, Dollar, Peso, en und Milreis.

Die Zeichnung auf die öprozentige Roggenwert- anleihe E ceistaats Preußen is laut einer dur «W. T. B.“ verbreiteten Mitteilung der preußischen Finanz- berwaltung mit Ablauf des heutigen Donnerstag geschlossen.

Ueber die Lage der Eisen- und Stahlwaren- industrie im Monat September berichtet der Eisen-- und Stahlwaren-Industriebund in Elberfeld: Im Hagener Bezirk war die Lage der Eisentertigwarenindustrie im November 1923 ebenso trostlos wie in den beiden Vormonaten. Die Herstellungskosten

aben \sih weiter verteuert; auf der anderen Seite hat der Absay im

4 —,— 4, Tee in Kisten Souchon 360,00 bis —,—

länger fast rubt. Die meisten Werke haben die Arbeit gestre>t; einige liegen gänzli till. Nur vereinzelt no< hört man no< bier und da von voller Beschäftigung. Im Solin ger Bezirk hat sich im November gegenüber dem Vormonat Oktober eine no<h größere Arbeitslosigkeit bemerkbar gema<ht. Im Velberter Bezirk ershweren die von den Bejazungsbehörden getroffenen Maßnahmen den Fabrikanten no< jehr, ihre Waren auszuführen. Die Kaustraft der Inlandstundschait hat ganz nachgelassen, während aus dem Aus- lande mit den Aufträgen no< immer jehr zurü>gehalten wird. Im Schmalkalder Bezirk ift die Lage im allgemeinen no< wie am Ende des vorhergegangenen Monats. Von einigen Seiten wird ein leihtes Anziehen des Beschäftigungsgrades mitgeteilt. Die Preise haben in den leßten 8 bis 10 Tagen im allgemeinen keine nennenswerten Veränderungen erfahren. Materialien kommen in ziemli ausreihendem Maße herein, allerdings sehr viel ansländische. Die Aussichten für die nächste Zukunft werden verschieden beurteilt. Der Jahresberiht der Bamberger Mälzerei Aktien- peselilGaît vorm. Carl J. Dessauer, Bamberg (bisher Malz- abrik Stuttgart A.-G.) über das Geschäftsjahr 1922/23 teilt ein- leitend mit, daß die bisher mit ihr in Interessengemeinschaft stehende Bamberger Mälzerei A.-G. von thr übernommen wurde; zu dietem

wet wurde das Aktienkapital auf 12 Millionen Mark erhöht. Der

der Gesellichaft wurde nah Bamberg verlegt und die Firma in Bamberger Mälzerei Aktiengesellshaft vorm. Carl J. Dessauer umgewandelt. Weiter beteiligte sih die Firma an der Gründung der Bamberger Kloster Malzkaffeefabriken A. G. Bamberg ; die über- nommenen Aktien wurden den Aktionären zum Selbstkostenprei)e über- lassen. Der anhaltende Rückgang des Bierverbrauhs beeinflußte auch den Absay. Einschließlich des Vortrages von 477 841 .4 betrug der Reingewinn 545,5 Millionen Mark, davon werden der gesetzlichen Rücklage 10,6 Millionen Mark, der Sonderrü>klage 99,8 Millionen Mark, der Arbeiterunterstüßzungskasse 160 Millionen Mark überwiesen und 333 090 556 .4 vorgetragen.

Der Jahresbericht der Pöge Elektricitäts-Aktien- gesells<haft, Chemnitz, für 1922/23 führt u. a. aus: Die in der außerordentlihen Generalversammlung vom 19 März 1923 be- \<lossene Umwandlung der bisherigen Vorzugsnamensaktien Serie B im Betrage von 1 Million Mark in Stammaktien und Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft um 101 Millionen Mark ist im Berichtsjahr durchgeführt worden. Das abgelaufene Geschäftsjahr brachte in allen Abteilungen des Werks gute Beschäftigung. Neue Geschäftszweige haben sich weiter günstig entwi>elt. Die Autolicht- und Anwurfanlagen haben Enns und guten Absaßz gefunden. Jn der Bahnabteilung erhielt die Gesellshaft einen Auitrag auf die elektri)he Ausrüstung s{hwerer Güter- und Personenzuglokomotiven von annähernd 2000 PS Leistung bei 65 km Stundengeschwindigfkeit für das Bayerische Ney der Reichsbahn. Es wird vorgeschlagen, auf das Stammkapital 300 vH (100 Millionen Mark sind nur für ein

E O und für das Vorzugsaktienkapital die öchstdividende von 8 vH zu verteilen. Das laufende Geschäftsjahr t nur im ersten Monat einen zufriedenstellenden ASL qrane, Amsterdam, 12. Dezember. (W. T. B.) Die Nieder- ländishe Bank hat ihren Bankzinsfuß von 4 auf 43 vH und den Lombardzinsfuß von 4 auf 5 vH erhöbt.

London, 13. Dezember. (W.T. B.) Wochenausweis der Bank von England vom 13. Dezember (in Klammern Zu- und Abnahme im Vergleihß zur Vorwoche) in Pfund Sterling: Gesamtreserve 21499000 (Abn. 12000) Pfd. Sterl, Notenumlauj 126 270 000 (Zun. 158 000) Pfd. Sterl., Barvorrat 128 019000 (Zun. 146000) Pfd. Sterl, Wechselbestand 74 194 000 (Abn. 168 000) Pfd. Sterl, Se der Privaten 116 865 000 (Abn. 19 736 000) Pfd. Sterl, Guthaben des Staates 11 598 000 (Zun. 388 000) Pfd. Sterl, Notenreserve 19 676000 (Abn. 7000) Pfd. Sterl, MNRegierungssicherheiten 50 599 000 (Abn. 19 125 000) Pfd. Sterl. Verhältnis der Re- serven zu den Passiven 16,73 gegen 14,55 vH in der Vorwoche. Clearinghouseumsap 630 Millionen, gegen die entspre<ende Woche des Vorjahrs mehr 38 Millionen.

Stockholm, 12. Dezember. (W. T. B.) Wochenausweis der \<wedis<hen Reichsbank vöm 8. Dezember - (in Klammern der Stand vom 1. Dezember) in Kronen: Metallvorrat 272 041 767 (272 108 445), Ergänzungsnotende>ung 574 298 394 (503 894/679), davon Wechsel auf Inland 381 904 268 (318 228 683), davon Wechsel auf Ausland 926917 (923 017), Notenumlauf 520 068 666 (576 001 451), Notenreserve 149 014 868 (93 215 439), Girokonto- guthäben 296 446 963 (165 240 426).

Bern, 11. Dezember. (W.T.B.) Wochenausweis der Schweizer i- |<hen Nationalbank vom 7. Dezember 1923 (in Klammern Zunahme und Abnahme im Vergleich zu dem Stande vom 30. November 1923) in Franken: Metallbestand 624 455 274 (Abn. 926 257), Darlehns- kassenscheine 16 648 075 (Zun. 75), Wechselbestand 317 091 821 (Zun. 2005 206), Sichtguthaben im Ausland 11210 800 (Abn. 164 900), Lombardvorshüsse 51 591 706 (Zun. 3 439 926), ert- schriften 8 898 227 (Zun. 87 248), Korrespondenten 13 385 439 (Abn. 8 161 790), sonstige Aktiva 30 432 472 (Zun. 7 869 384), Eigene Gelder 30/940 858 (unverändert), Notenumlauf 898 812200 (Abn. 20 817 975), Girodepot 102 934 897 (Zun. 14 174 823), sonstige Paffiva 41 025 861. (Zun. 10 792 044).

———————

Berlin, 13. Dezember. (W. T. B) Nichtpreise in Berlin im Nahrun gm ite gro a gee und im VerkehrmitdemEinzelhandel, inOriginalpa>ung, offiziell festgestellt dur< den Landesverband Berlin und OTERO Ura des Reichs- verbandes des Deutschen Nahrungsmittelgroßhandels, E. V., Berlin. Die Preise verstehen für 50 kg ab Lager Berlin. Jn Goldmark: Gerstengraupen, lose 24,20—24,65 #4, Gerstengrüye, loje 24,20—24,65 #, Hasferflo>en, lo)e 24,35—24,70 4, fer- grüge, lose 24,60—24,75 Æ, Maisgrieß 20,65—20,95 „H, Mais- puder, lose 24,50—24,75 4, Roggenmehl 0/1 17,35—17,60 A, E 22,395—22,90 M, rtgrieß 25,50—26.00 A, 70% Weizenmehl 18,70—19,50 4 eizenauszugmehl 22,10—22,89 M, Speiseerbsen, Viltoria 41,65—43,90 #, Speijeerbsen, kleine 34,00—35,15 #, Bohnen, weiße, Perl 29,495—31,15 A, Langbohnen, handverlesen, 34,45—35,15 .#, Linien, kleine 27,79 bis 33,99 4, Linsen, mittel 34,65—4440 #, Linsen, große 44,55—51,40 .4, Kartoffelmehl 24,00 bis —,— #4, Makkaroni, loje 46,60 bis —,—-4, Schnittnudeln, loje 38,85 bis —,— 4, Burma [ll un-

lasiert 23,52 bis —,— 46, Siam Patna I, gla). 29,90 bis —,— 4, grober rudchreis 19,15 bis —,— #4, Reisgrieß u. -mehl, lose 14,25 bis —,— #, Ningäptel, amer. extra <oice 99,75 bis —,— , getr. Aprikosen, cal. fancy 137,00 bis —,— #, getr. Birnen, cal. fancy 90,10 bis —,— #, gew. Pfirsiche, cal. extr. <hoice 88,52 bis —,— H, getr. Pflaumen 4,45 bis —,— M, Korinthen in Kisten <hoice 89,30 bis —,— #, Rosinen in Kisten 70,65 bis —,— 4, Sultaninen in Kisten 106,00 bis —,— M, Mandeln, bittere Bari 99,99 bis —,— «#, Mandeln, süße Avola 160,35 bis —,— 4, Kaneel 190,40 his —,— 4, Kaisia Vera 130,80 bis —,— Æ, Kümmel, holl. 153,50 bis —,— 4, Nelken Zanzibar 266,47 bis —,— #, \hwarzer Pfeffer Singapore 114,19 bis —,— #, weißer Pfeffer 144,24 bis —,—#, Piment Jamaika 84,68 bis —-,— #4, Kaffee prims roh 200,00 bis —,— 4, Kaffee superior 192,00 bis —,— 4. Röstkaffee, Brasil 260,00 bis —,— #, Röst- kaffee, Zentralamerika 350,00 bis —,— 4, Malzkaffee, lose 35,00 bis —,— Á, Nöstgetreide, lose 26,00. bis —,— 4, Crsagmischung mit 20 9% Kaffee gepad>t 93, bis —,— &, Kakaopulver, lose 195,00 bis ( 4, Inlandszu> Raff P 03 Dd uder basis melis 51,94 bis —,— M, Inlandszuder Nasfinade 93, is —,— 4, Zu>ker Würjel 54,94 bis —,— #, Kunsthonig 55,13 bis —,— Æ#, Marmelade, Eintrucht, Erdbeer 111,50 bis —,— K, Marmelade, Vierfruht 68,00—71,00 .#, Siedesalz in Sä>en 7,00 bis 7,35 4, Steinsalz in Sä>en 4.85—5,10 .4, Siedesalz in Pa>ung 7,70—8,10 , Steinsalz in Pa>kung 5,40—5,70 4, Bratenschmalz in Tierce 94,67. bis —,— #, Bratenshmalz in Kübeln 96,00 bis —,— M, Purelard in Tierce 93,36 bis —,— 4, Purtelard in Kisten 94,59 bis —,— 4, Margarine, Handelsmarke 11 66,00 4, I 70,00 4, Margarine, Spezialmarke I1 74,00 4, I 86,00 4, Volkereibutter —_— bis #Æ, Corned beef 12/6 lbs per Kiste 43,12 bis

nlande weiterhin nadgelassen, während er nah dem Auslande in- folge des Mißyverhältnisses Men Fn- und Ausl!andspreisen {on

M, Corneed beef 24 Dosen zu je 24 Unzen 39,40 bis

—— K, Corned beef 48 Dosen zu je- 12 Unzen 3940 bis —,— M, Sped, gesalzen, fett 93 18—94,05 4, Quadratkäte 92 50 bis —, M, Quarkfkäte 129,00 bis ,— 4, Tiuiter Käje, vollett 160,00 bis —,— M, Tilsiter Käije, halbfet! 120,00 bis —,— #4. Umrechnungszahl : 1000 Milliarden = 1 Goldmark.

Speijefette. Beriht von Gebr. Gauje vom 12 De- zember 1923. Butter: Die Marktlage is unverändert fest bei gleihbleibenden Preisen. Von Dänemark kommt einige Ware berein, doh lassen die Forderungen von 5,38 Kr. für das Kilogramm ab Kopenhagen resp. 5,60 Kr. frei Warnemünde noch nicht viel Rehnung. Die amtliche Notierung im Verkehr zwischen. C1zeuger und Große handel, Fracht und Gebinde gehen zu Käuters Lasten, war für La Qualität am 11. Dezember 1923 1,70 Goldmark. Margarine: Die Nachirage i etwas weniger dringend geworden, zumal die freigegebenen Mengen au<h etwas größer ausfielen, Die Kundichaft zeigt einige Stiaiwag in Erwartung eines Rückganges der Preise. Schmalz: Die Konsumnachfrage 'st andauernd stark, so daß die Devijenzuteilungen nit ausreichen, die vorliegenden Aufträge auéführen zu können. Da die Ver\chiffungen von Amerika nur klein sind, ist Lokoware knapy und bedingt einen nit unerheblihen Aufschlag gegen Abladungsware. Die Festigkeit der amerikanischen Fettwarenmärkte bält an und die Preise für )ofortige und )pätere Abladung erfuhren eine weitere Steigerung. Hier blieben die Preite unverändert. S pe>: Das Nachlassen der hiesigen Schroeinepreise hat die Nachfrage etwas vermindert. Die Preije blieben unverändert.

Kurse derx Federal Neserve Bank, New York, vom 4. Dezember 1923: 1 G.-M. =$ 0,238 216 293 815 1 $= P.-M. 4 444 444 000 000 1 G-M. = P.-Fr. 4,453 1 £=P.-M. 19 312 444 000 000 1 G.-M. = Bela. Fr. 5,156 1 P -Fr. = P.-M. 237 778 000 000 1 £=G.-M. 18,241 1 Belg. Fr.=P.-M. 205 333 000 000 1G.-M.=P.-M.1058 739 000 000 1 Lira, it. = P.-M. 192 000 000 000

vom 5. Dezember 1923: G.-M, == $ 0,238 216 293 815 1 $ = P.-M.,. 4 444 444 000 000 j 1 £ = P.-M. 19 506 222 000 000 1 P.-Fr. = P.-M. 241 333 000 090 1 Belg.Fr.=P.-M. 208 444 000 000 1 Lira, it, = P.-M. 193 778 000 000

i vom 6. Dezember 1923: „M. = $ 0,238 216 293 815 1 $ = P.-M. 4484 305 000 000 1 £ = P.-M. 19 654 260 000 000 : . Fr. 1 P.-Fr. = P.-M. 243 049 000 000 = 6G. 1 elg- .=P.-M. 209 417 000 000 ,-M.=P.-M.1 068 235 000 000 1 Lira, it. = P.-M.195 516 000 000

vom 7. Dezember 1923: 0,238 216 293 815 1 $8 == P.-M. 4 807 692 000 000 1 £ = P.-M. 21 000 481 000 000 s 4 1 P.-Fr. = P.-M. 257 212 000 000 j ¿ 1 elg. =P.:-M. 222 115 000 000 L 1 Lira, it. = P.-M. 209 135 000 000

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Berichte von auswärtigen Devisen- und Wertpapiermärkten.

Devisen.

Dortmund, 13. Dezember. (W.T. B.) Kohlenkuxe: Carol) Magnus 3}—4}, Diergardt 5—6, Gottes Segen 1}—2, Gra Schwerin 74—94. Kohlenaktien : Aèlerkohle 16— 20, Wepko bis 10, Montania 4—d, Karl Friedrih 5—7, Ners 10—13 Billionen

rozent. s e 13, Dezember. (W. T. B.) Devisenkurse. (Alles in Danziger Gulden, nur englische Noten in Millionen Papiermark.) Noten: Ameritani}/<he 95,8260 G., 5,8540 B., Polnische: für eine Million 1,296 G., 1,304 B., Englische 18 354 000 G., 18 446 000 B. Scheds: Warschau für eine Million 1,229 G., 1,238 B. Aus zahlungen: London 25,00 G., —,— B.

London, 13. Dezember. (W.T.B,) Devisenkurse. Paris 82,40, Belgien 95,25, Schweiz 25,08, Holland 11,45, New York 4,37,50, Spanien 33,50, Italien 100,37, Deutschland 18 000-000 000 000, Wien 310 500, Bukarest —,—. :

Paris, 13. Dezember. (W. T. B.) Devisenkurse. Deutschland —,—, Bukarest 9,70, Prag —— Wien —,—, Amerika 18,88, Belgien 86,50, England 82,30, Holland 7,18. Italien 81,80, Schweiz 329,00, Spanien 245,00, Stockholm 496,00.

Amsterdam, 13. Dezember. (W.T.B.) Devijenkurse. London 11,44}, Berlin 0,604 Fl. jür eine Billion, Paris 13,92, Schweiz 45,65, Wien 0,0037, Kopenhagen 46,65, Sto>tholm 68,90, Christiania 39,25, New York 262,00, Brüssel 12,05, Madrid 34,10, Jtalien 11,40, Prag 7,624—7,674, Helsingfors 6,42}—6 52i.

Zürich, 13. Dezember. (W. T. B.) Depvijenkurje. Berlin 1,35 Frank für eine Billion, Wien 0,00,808, Prag 16,75, Holland 2191/, New Pork 5,734, London 25,05, Paris 30,35, Italien 24,924, Brüssel 26,30, Kopenhagen 102,75, Stockholm 151,00 Christiania 86,10, Madrid 74,75, Buenos Aires 183,00, Budapest 0,03,02, Warschau —,—. Belgrad 6,90, Sofia 3,874.

Kopenhagen, 13. Dezember. (W. T. B.) Devijenkurle, London 24,50, New York 5,63, Pag —,—, Paris 29,94, Antwerpen 25,90, Zürich 98,00, Rom 24,60, Amsterdam 214,65, Stocholm 147,85, Christiania 84,35, Helsingtors 13,90, Prag 16,39.

Stod>holm, 13. Dezember. (W.T.B.) Devisenkurje. London 16,62, Berlin 1,10 für eine Billion, Paris 20,25, Brüssel 17,60, <weiz. Pläße 66,40, Amsterdam 145,40, Kopenhagen 68,00, A 57,50, Washington 3,798, Helsingfors 9,41, Rom —,—,

rag 11,20.

Christiania, 13. Dezember. (W.T.B.) Devisenkurse. London 29,15, Hamburg —,—, Paris 35,65, New York 6,66, Amsterdam 254,50, Zürich 116,25, Helsingfors 16,50, Antwerpen 30,7%, Sto>holm 175,50, Kopenhagen 119,25, Nom —.—, Prag 19,50.

A —— R

London, 13. Dezember. : (W. T. B.) Silber 33/4, Silbez auf Lieferung 327/s. Wertpapiere.

London, 13. Dezember. (W. T. B.) Privatdiskont. 3,25.

Amsterdam. 13. Dezember. (W. T. B.) 6 9% Niederländisds Staatsanleihe 1922 A u. B 9915/4, 4# 9% Niederländische Staats anleihe von 1917 82,00, 3 9% Niederländishe Staatsanleihe von 1896/05 609/z4, 7 9% Niederl.-Ind.-Staatsanleihe von 1921 A 100/s9, Nederl. Handel Mij. —,—, Jurgens Margarine Stammaktien 66,00, Philips Glühlampen Stammaktien —,—, Handelésvereenigung Amstere dam 499,00, Cultuur Mij. der Vorsten!anden Stammattien 183,50, Kon. Nederl. Mij. cot Expl. van Petroleumbronnen 399,50, Geconf. Holl. Petroleum 177,00, Holland-Amerika-Linie 89,75, Nederl. ScheePe- vart-Unie 118 25, Deli Maatschappij 292,50, Rubber Cultuur Miß,

Amsterdam 148,25,

Berichte von auswärtigen Warenmärkten.

London, 12. Dezember. (W. T. B.) Wollauktion, Der beute zur Versteigerung kommende Betrag bezifferte sich auf 13 400 Ballen in guter Auswahl. Cs entspann sih um sie wieder reger Wettbewerb bei vollbehauvteten Preisen. Verglichen mit den legten Serien stellen sih feine Kreuzzuchtforten ® 10 vH, mittlere und ge» wöhnlihe 15—20 vH und Merinos 5—10 vH höher.

E O R Jes A U R R i A DPR E; A A S E E