1845 / 211 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

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Sid 50% Met. 114 4% do. 102. 3% 2». 784

R | dit dd é Ju erneniten, wel- | Wien, 2%. E F “p Thei, Jer den Eurovitre nit cbhèle If und ihrem Rethe suiat Trdar Actes, JOE7. Anl de 3654 189: as 1838 130,” Mond 2NUE. Ul ŸVw Abon ne men f beträgt: E: : i I h die Pforte - aus en Gründen Bedenken, s{ch Marine -Offiziere - Lie. t E, Es n fil». 2 BALE:

: ; j Konstantinopel, 9. Juli. (D. A. Z.) Die großherrlihe O agf e erbitten, so könnte sie -sih ja -án die - 4 Dle, s ¿ Iage

fle nah ihrer Rüdckehr vor Anker hat die Pforte ihre Absicht aufgegeben, einer Abtheilu

Flotte: liegt noch immer regungslos in dem Hafen des Arsenals, wo

x 2 treffliche schwedishe oder d egangen war, Wie es \cheint, erst nd das Mi lands oder Frankreihs erregen s Ven Kapudan - Pascha mit de N E IRdas E M : W N

derselben abermals nah Syrien zu sendèn.

he Marine wenden, was sicher nicht

Meteorologische Beobachtungen.

allen Thcilen der Monarchie ohne Preiserhöhung. sertions Gebühr sür den

Hierzu

einer Zeile des Allg.

Allgemeine

eußische Zeitung.

Alle Post-Anstalten des In- und

Auslandes nehmen Bestellung

auf dieses Slatt an, sür Berlin

die Expedition der Allg. Preuß. Zeitung :

A ‘dürften sle theils die günstigeren Nachrichten von dort, theils die Be- 1845. Morgens | Nachmittage | Abends Nach Anzeigers 2 Sar. N N sorgniß, au Halil-Pa 4s dar agen eime fiatt fle zu i 29. Juli. | 6 v 2 Ubr. | 10 Ube. Beobackie nzetg g 8 bessern, vielleiht gar noch mehr véerwirren würde, theils der üble : G h Bn S n 00D Zustand der zurückgekommenen Schiffe, bewogen haben. Während si Handels - und HBörsen- Nachrichten. ate Ble S E E ie Ine “en eiten d in allen übrigen Verwaltungszweigen ein lobenswerthes Verbesserungs= - et imb des d 4e, 122°:0 de 305°: Ml ae ddddEiZE U | J I streben kundgiebt, während die Landarmee, Finanzen, Handel , Jn- 2} Amsterdam, 26. Juli. Jn den Coursen der holländischen Staats- fgr 77 T 60/50. 026 La irdinetug 2 D E dustrie und Agrikultur, Unterrichtêwesen c. merkliche Fortschritte | Papiere hat sih diese Woche wenig E gezeigt, E Ee uO Alaidie ¿4 «251» Aditan, bezogen. | Gewitter. | Niederschlag Q 2j machen, findet bei der Kriegsmarine, die dem Staate so große | Geschäft nicht von erheblichem Umfange und die Kauflust in den ley 1 icddeh $0. S0. 80. Würmeweehze 4 R ; - Ausgaben *) verursacht ade das Gegentheil statt, und sie Tagen so gering, daß die Preise der meisten die fester gewordene Haltung di Cms F. 46 E +10 p F e 1 mít ) asi E Sthritt ger ihrem lben Verfall ériéäeaen nicht behaupten konnten. Der Handel in Actien ging dagegen etwas leb- FONEBE : 5 S7 2 V E it X i ge: , raschen „uge va D , gegen, | hafter; die der Handels- Maatschappy, welche verwichenen Sonnabend p Tagesmittel: 333,76""Par.… 4+ 15,,° R... +11,4° R... 75» ha hi s Die Marineschule, welche die erste und unerläßliste Bedingung einer 1625 % vergeben wurden, blieben stetig in Frage, wodur der Preis all- M licher Theil P qu Marine, nämlich unterrichtete See - Offiziere, liefern soll, ent- málig 1634 % erreichte, Von Eisenbahn-Actien sind Haarlem-Rotterdamer eben i e Sr on id! Pl e niet: Anfcivst 000: Prinzen: Abülbert, in Ks. i pricht durchaus nicht diesem Zwedcke. Alle Professoren sind jeßt Tür- | so, wie an auswärtigen Börsen, bedeutend gestiegen, Und sie haben sih von 1235 E add 26 Mêtedémamea A dec Besorgnih erregender Wasserstand n : | fen, von denen feiner regelmäßige nautishe Studien gemacht hat, | auf 127 % gestelltz Utreht-Arnheimer hielten sich beinahe auf 114 %; Actien Köni gli ch es h auspi ele. i BAbsel. L H ¿ Y Die Eleven lernen während eines langjährigen Aufenthalts darin | der neuen Unternehmung sind von 120 bis 128 pCt. emporgekommen; : utsche Bundesstaaten. Königreich Bayern. Abreise des

L e Geographie und sehr wenig Arithmetik.

Tönnen fließend lesen und schreiben. Seekarten,

weiter nihts als Türkish und Arabish lesen und \chreiben, etwas Zwar liest man ihnen au manchmal einige Kapitel aus einem ins Türkische überseßten Handbuch j | einer Nautik vor, welche sie auswendig lernen, allein wozu nüßt das, da 4 ihnen diezum Verständniß nöthigen Vorkenntnisse, wie Mathematik, Physik, Astronomie 2c, fehlen? Die Kommandanten der Schiffe, meist noch von

früheren Zeiten herrührend, find ohne alle Schulkenntnisse. “ina

e, Chrono-

Overysselsche Actien werden zu 10524 pCt. notirt, -doch selten abgenommen.

ten dagegen täglich ; Ardoin - Obligationen zwischen 235- und 23: -pCt,, und deren Coupons zwischen 23 a 244 und 234 a & pCt, Peruanische Obli- | der gationen sind gestern in Folge der Preisverbesserung in London von 192 auf 213 pCt. gestiegen, Die epigen günstigen Geldverhältnisse haben den hiesigen städtishen Rath veranlaßt, gegen den 5ten nächsten Monats eine Anleihe von beinahe 2 Millionen Gulden ad 4 pCt. Zinsen zur Subscrip- tion anzubieten, um mit dem Ertrag frühere 42 und 5proz. loosbare Obli- gationen abzulösen, Der Geldzins - Cours blicb auf 2% a 23 pCt. un-

este. Freitag,

A meter , arometer 2c., womit die türkischen Schiffe reichlih versehen ll Tartüsfe. Es E fe Wairesca beds va Uen e Me ndbare | M Loben Radrihtes, welchs dev Mertulets dder rie Locldige | Mll fe ad A keit im Segel - Manöver; da aber jevt jährlih dië ausgedienten. ent- Nrogen E Mt de R U ae a NERs Le b t die Reihen. dieser Praktiker immer mehr. Die ganze Kunst der Marine- e F Artilleristen- besteht im schnellen Laden und Abfeuern, aber das Geschüß

zu rihten und zu treffen verstehen

lassen und die neu eingetretenen wenig geübt werden, so lichten sich

t E : sie niht. Nicht minder vernah- tp j lässigt sind die Marine - Soldaten, die man nihts lehrt, als Gewehr

0 | auf- und abuehmen und auf dem Verdede Wache stehen. sind unverändert geblieben, G: A _ Viele Personen erblicken in der Wiederernennung des früheren : p A j E È Sit Tube Pete Pots das einzige Mittel zur Rettung der Auswürtige Börsen. S E otte. Tahir Pascha ist allerdings ein guter empirisher Seemann i : E F | F «der si auf seinen Reisen in Europa - einige nautische Kenntnisse ge- 3% Amatandgion, 6, A Mieth in. „Gee a) hs Span, I0T- f | i sammelt hat. Leider aber haben diese wenigen Kenntnisse ihm: eine 4% Russ. Hope 945 / E 42008 Fs : Donnerstag, 31. Juli. H: is so hohe Meinung von si selbst beigebracht, daß er wähnt, Alles aus y : } Akt E 0 sih allein heraus schaffen zu fönnen, und daher jeden europäischen Antwerpen, 25. Juli. Ziusl. —. Neue Anl. 22. Ledig, als Gastrolle.) s L. Rath und jede Mithülfe verächtlich von sih weist. Der greise Tahir, Frankfurt a. M., 27. Jak. 6% Met. 116 G. Bauk Actien p.uk. | Kret œ i : ein Mann der raschen That und ganz an seinem Plate, wenn es Bis: at Hope 924 G. stegl. 907 G. Iut. 627. 4 h st|ch darum handelt, die Flotte in den Kampf zu führen, | po. 300 Fl 101fÿ @. ‘do. 500 Fl. 87 G. i la nuit“, von Friedrih Kaiser, ist sicher niht geeignet, sle im Frieden zu reorganisiren, x Das einzige Mittel bleibt, Lehrer und See-Offiziere aus Europa Fom- Hamburg, 28. Jali. Bunk - Actien 1650. Engl. Russ. 114. men zu lassen, die ganze Marine umzubilden und zum Kapudan . London, 25. Juli. Cons. 3% 99. Belg. 99. Neue Anl. 26. Pas- sive G5. Ausg. Sch. 155. 24% Holl. 623. - 4% do. 995. Neue Port. 65%. .___-*) Das jährliche Budget der Bewiaeitio betrug untér Tähir-Pascha Be. Are O ns M00 L. Folumb, Tf E ves Tro 981 f f Gedrudt in E M 80,000 Beutel (ein Beutel gleich 35 thlr), Unter dem jeyigen Grofß- P aris, 25: Jui. 6% Rente fln cour. 121. 85. 3% do. fün cour. 83,55. P Zas H Admiral is es auf 45,000 Beutel herabgesept worden. Neapl. —. 6% Span. Rente —. Pass. —. : k gemeiner Auzeiger. R E ' Quittungsscheine lauten werden, entweder bei uns selbst | zu leisten und die Quittun sscheine über die ‘erste und i ; Bekanntmachungen. | oder bel ben Herren dite Sib, ad 20 d mit einzuliefern, da die by [768] Ediktal-Citation, J. D, Herstatt, neuen Actien-Quíttungen über 30 % auten werden. s Von dem Königlichen Land - und Stadtgericht zu Sal. Oppenheim jun. et Co., in Köln Die vorgenannten Bankhäuser werden über die em- f; Glogau werden nacgcnannte Personen, über deren A. Schaaffhausen, : pfangenen Zahlungen Junterims - Quittungen ertheilen, s Leben und Aufenthalt die Nach ten fehlen, als: J. H. Stein, welche späler gegen die von uns vollzogenen förmlichen s 41) der on und Landwehr - Unteroffizier Johann Oeder et Co, j in Aachen Actien-Quittungen. umgetauscht werden, E as Maris Aa/hel & Doha des. Jimetermanns de S e, N i Köln, den 24, Juli 1845, i oschel und der Mar t L: endelssohn et Co., 5 R : i Ñ geboren den 14, Oftober 1806: bielcdar, ‘seit 1835 Gebr. Schidler, | ín Berlin, Die Direction der Rheinischen Eisenbahn - Gesellschast, H wo er am 26, März mit einem Reisepaß von hier | A. H. Heymann et Co,, Hirte, Spez, Dir, Subst, t } det Cte ies gegan E per A0 Soh - : j E 2) der ossergeselle Ern otitlieb Schulz, Sohn . ; , Thlr. Sgr. e des Freibauers George Schulz von Klein - Osten Preußische Renten 2 Versiche- 170,710 25 3 h und der Johanne Eleonore Ea Schuckmann, Zur óten Klasse, welhe nicht zu geboren den 19. März 1804, 1824 auf die Wan- [653b] rungs - Anstalt. Stande gekommien is, hatten sich _derschaft gegangen und seitdem verschollen, A nit die nah $. 11. der Statuten 3) e ABEGe Fee Lig Aosige Roy r er des Bekanntmachung, erforderlihen 50 Theilnehmer ge- - Gartners Lorenz Roy aus Koyemeuschel und der Den Bestim n des $. 61, der Statut a6 meldet. : Elisabeth geborenen Karbe, geboren am 418. De- hat am tien d. 18. die Revision des Abschlusses de 2) Die Renten-Kapitale der 5 ersten zember 1773, Es 1806 mit den Franzosen fort- Preuß. Renten-Versicherungs- Anstalt für das Jahr 1844 “Jahresgesellschasten 1839 bis 1843 f gezogen sein soll, Erb L und. der däârin aufgeführten Geld- und Dokumenten- beliefen sih ultimo 1844 auf .… . 4,194,869 9 E und deren Erben und Erbnehmer öffentlich vorgeladen, Bestände stattgefunden, au sind die Verhandlüngen 3) Der Reseroe- und Administrations- S p si binnen p oen E zwar längstens ín dem | darüber dem öniglihen Hohen Ministerio des Jnnern fosten-Fonds enthielt nah Abzug i vem Hern Referenbar Fichtner auf héigera Leb: ger | eingereicht worben, S A la des 3ufolge $. 38, der Statuten ét ; t : a „Beri R, , auf díe Jahresgesellshaften G e fc, angeseßten Präjudizial - Termin persönlich fommissarishen Reeiloes tes att dem mib ist und 41840 vertheilten entbehrlichen 7 oder JGriflli@ zu melden, m Fall ihres AUFEeens abgedruck und liegt bei der Direction und den Haupt- Fünftheils noch 331,424 26 5 i aber zu gewärtigen, daß sie für todt erachtet und ihr und Spezial-Agenten zur Einsicht ofen fet, 4) Der von den konvertirten Staats- 3 Vermögen deren nächsten Erben, die si als solche legi- z g 3 - i s{chuldscheinen -herrührende Prä- x timiren können, werde mp At werden. Im Nahstehenden wird daraus das Wichtigste mit- mienfonds hatte ult. 1844 einen : Z 4) Zugleich werden die geseglichen Erben der am 13, } gétheilt: : : 1 Beltänd Loui. h E. 23,008 19 3 k März 1784’ geborenen und am 9, ares 1844 ver- | 1) Die im Jahre 1844 gebildete Sechste Jahresge- 5) Die Depositen an. unabgehobenen | e i storbenen unvoerehelihten Anne Elisabeth Sander, sellschaft bestand nah Abzug der in - demselben “Renten, Ueberschüssen von ergänz- E, Tochter des Wächters Gottfcied Sander aus Ochel- Jahre erloschenen 58 Einlagen nltimo 1844 aus ten Einlagen und Rückgewährut- | j . Hermsdorf aufgefordert, si in dem anbetaumten 10,969 Einlagen mit einem Einlage - Kapital ein- gen betrugen ult. 1844... 12,681 8 M | ray Wg T Präklusion zu melden, Ges A en it Sa ugen I 206,609 6) die in den MOnAeN n e FOruar 1846 Aus g E s E r.3 das jenem entsprechende Renten-Kapital be- ahlbaren Renten einer vollständigen Einlage von Ee _ Königliches Land - und Stadtgericht, trägt: N I N 8 Tik: tyfolgen ín nachstehenden Säypen- E int j N Jahres - Gesellschaft, T, I.” TIT T } E Rheinische Eisenbahn- | Kf | De | f |R4f | 03«| -p | 08 | 23) f [014 03) 5 s A ea E 3|13|—] 3 A[_[ 1 5|—] 1/156 x | [652 b] : Gesellschaft. {io E «c U 3 7 3/18|—| 3|28|6 s 8/6 E _ NRefanntmachung B84 3 61 3 | 13 3/23 |— 2} L: | Bekanntmachung. " +TRERLICSO 04:94 40013 B El be aLE i S u Die Jnhaber von e A L OTI E 3) 2|—1 3j 9/ 61 31418 | 6} 8 |-29 |— i ; j n) mau mrt 7 Soran e I ¿eaen 2| 20|—1 2127|—1 3/1 5|—| 3/15 |— |— : ctien unserer Gesell- n demselben Verhältniß erfolgen für das ch 5 die Gutschreibungèn auf unvollständige V _ \chaft werden hierdurch Berlin, den I us Jae N E 1604 8 E 9 | - p aufgefordert, d, dritte L Das Kuratorium der Frenfisdes Bunien e LETO Aust, Einzahlun [769] Ediktal-Ladung . | wiy, ältesten Sohnes (welher noch vor dem Zahre mit 10 p t Von den ferzeidann Gerichten ist zu Ausmitte- | 1770 auf die Wanderschaft gegangen, von seinem Le- ; j S is * ] lung des aus Dea Gi ied n j 20A nas Sen e aber en Ver, gens g Ae : i s L ohann Gottfried Hensel; i 4 eine Nachriht eben , und für welchen: au ; oder 25 Thaler per Actie längstens zZUM Z 4. AU- geboren am 23, September 1745, weiland Hänns | dem bis“ zum Zahre 1806 seinem verstorbenen Bruder Johann George Hensel zuständig gewesenen, jeyt Jo-

10 guft d, p & von welchem Tage die neuen Actien-

det wurden als am Montag - Markte. 119, 121pfd. preußischer zu 184 , 192 Fl,, 120pfd. dito 186 Fl., 117pfd. memelsher 175 Fl. und gestern 122pfd., neuer stettiner 180 Fl. Verbraucher fauften 130pfd. weißbunten polnischen Weizcn zu 290 Fl., 130pfd. neuen rostocker Weizen zu 270 Fl., 87pfd. dier Hafer holte 98 Fl, Die Getraidezölle für den nächsten Monat

Vorstellung. eines Fürsten,

Russische und österreichische Fonds blieben preishaltend ; spanische \{chwank- Borslellung: De T R A SNAUNERqU, 122ste Abonn

1. Aug. Vorstellung : Die Kreuzfahrer, Anfang halb 7 Uhr. j - Zu dieser Vorstellung werden Billets zu den gewöhnlichend haus-Preisen verkauft. Jm * l, Schloßtheater zu Charlottenburg: Das U il nfang

lottenburg sind bis zum Tage der Vorstellung, Mittags 1 h Villet-Verkaufs-Büreau des Schauspielhauses zu Berlin und | im Schloß-Theater zu Charlottenburg an der Kasse zu haben,

Sonnabend, 2. Aug. Jm Schauspielhause. 123te Abonn um erstenmale wiederholt: Zwei Tage aus deni ustspiel in 4 Abth., von Deinhardstein. Zwisdn Zten und 3ten Akte, so wie nach dem Schlusse des Stüdes, Dlle, Wendt, vom Theater zu Warschau, tanzen.

mit Gesang in 3 Akten, von J. Nestroy. (Herr J. Nestroy:

Freitag, 1. Aug. Ein Abend, eine Nacht und ein Y in Paris, Vaudeville in 4 Bildern, nach dem Französischen: „t

Verantwortlicher Redacteur. Dr. J. W, Z ink eisen,

isen Metternich aus München, Einzelnheiten über das bevorste- de Gesangfest in Würzburg. Königreich Hannover, Norder- ), Landgrafschaft Hessen - Homburg. -Durreise Ihrer lajestäten des Königs und der Königin von Preußen durch Homburg. ¡eie Stadt Hamburg. Der „Preußische Adler“ nach China unter begel gegangen. t

land und Polen. St, Petersburg. sertitter Rekruten, Witterung.

ukreich, Paris, Hofnachricht. Die Frage hinsichtlich der Kam- r-Auslósung, Die bischöflihen Erklärungen in der Jesuitensache. achrichten aus Rom über die Verhandlungen in Betreff der Mission ossi's, Leu's Ermordung. Vermischtes. Schreiben aus Paris. Die Differenzen zwischen dem spanischen Hofe und Nom; Reise des Jon Carlos nah Greoulx.)

britanien und Frland. London. - Hofnachrichten. Parla- 18 - Verhandlungen: Die freie schottishe Kirhe. O'Connell, uszüge in Jrland. i ;

gien. Brüss el, Gesellschast für den Bau der luxemburgischen senbahnen und Kanäle. Verhandlungen der Provinzial-Conseils, ei, Konstantinopel, Schiffs - Unglück, Wassermangel. and in Adxamilti, Vermischtes,

Hierauf: Der gerade Yy Im Opernhause, 9tste Abonn

f

Strafen auf Verxbergen

6 Uhr. die Vorstellungen des Königl. Schauspiels zu

Köni gsstädtisches Theater | teten Flahs-Spinnschulen im böhmischen Riesengebirge. Zum erstenmale: Unverhofft. L jgliche Schauspiele. (Gastspiele.) Schwedische Kunst - und Kultur-

ichte. Zur antiken Weinkunde, Notiz für Philologen,

Amtlicher Theil.

je, Majestät der König haben Allergnädigst geruht :

Dem Landgerichts-Rath For che in Breslau den Rothen Adler- n vierter Klasse zu verleihen ; so wie '

Die bisherigen außerordentlihen Professoren bei der medizinish- gischen Akademie für das Militair, Dr. Hecker und Dr. C. G. Hfherlih, zu ordentlihen Professoren, und den Geheimen Me- al-Rath Professor Dr. Wagner zum außerordentlichen Professor der gedachten Lehr-Anstalt zu ernennen,

der Dedckerschen Geheimen Ober - Hofbuchdrudere,

v wm 4 r wr —— —— Moe e E

Se, Hoheit der Herzog Georg von Medcklenburg-Strelig ah Neu - Streliß abgereist,

Die Universität wird zur dankbaren Erinnerung an ihren erha- n Stifter, Se. Majestät den hochseligen König Friedrich Wilhelm1lI., 3. August, Mittags um 12 Uhr, in ihrem großen Hörsaale eine ihtniß-Feier begchen. j i Die Eingeladeuen werden hierdurch ganz ergebenst ersucht, die 1 zugestellten Karten am Eingange vorzuzeigen. Die Herren Studirenden haben den Zutritt auf Vorzeigung ihrer inungskarte. Verlin, den 1. August 1845.

Der Rektor der Universität.

Hedcker.

ute zu Malkwiy ein unbezahltes Kaufgeld 1 prünglih 50 meißn. Gulden unterpfändlich hast “laut des Hornaufschen Kaufs bis zum Schlusse des) 1842 durch die hinzugefommenen Zinsen und Agio cine Summe von 101 Thlr, 28 Ngr. 9 Ps, ges is), auf Antrag der präsumtiven bin desselben, seîner Vorladung nah Maßgabe des höchsten Ma vom 13, November 1779 zu verfahren gewesen, Gerichts wegen wird daher der obgenannte abl Hensel, dafern er st|ch noch am Leben befinden außerdem aber dessen Erben, oder wer sonst a Vermögen aus irgend cinem Rechtsgrunde Au zu haben vermeint, hiermit öffentlich peremtorish dem Rechtsnachtheile des Verlustes ihrer An durch Präklusion und der Rechtswohlthat der L einsegung in den vorigen Stand, auch unter de warnung, daß er, der abwesende Hensel, für vei und todt werde erklärt und sein obgedachtes p sichertes Vermögen seinen si legitimirenden Ert

Das Königliche medizinish - chirurgische Friedrich - Wilhelm's- itut wird die öffentlihe Feier seines 950 jährigen Bestehens nabend, den 2. August, Mittags von 12 Uhr ab, durch wissen=- lie Vorträge, im Hörsaale Friedrichsstraße Nr. 140, begehen.

Dem Uhrmacher Ferdinand Leonhardt in Berlin ist unter 24, Juli 1845 ein Patent

auf ein durch Zeichnung und Beschreibung erläutertes, in seiner ganzen Zusammenseßung für neu und eigenthümlich erfanntes Platin-Feuerzeug, ohne Jemand in der Anwen- dung bekannter Theile zu behindern, : sechs Jahre, von jenem Tage an gerechnet, und für den Umfang preußischen Staats ertheilt worden.

‘Gläubigern werde verabfolgt werden, geladen, den neunzehnten Dezember d. J, | welher zum Anmeldungs - Termine anberaumt » in Person und, da nöthig, bevormundet oder, | auswärtige Juteressenten betrifft, durch mittels | “lich anerkannter und auf Annahme fünftiger U erichteter Vollmachten zu bestellende und gen Fruirte Beauftragte an hiesiger Gerichtsstelle (1 früher Gerichtszeit zu ersheinen, auch vas di? des Abwesenden betrifft, ihre verwandtschaftlihn! hältnisse genau nachzuweisen, ihre Ansprüche, Gattung sie auch sein mögen, eas und þ! scheinigen , darüber mit dem bestätigten Rechtônt Herrn Steuer-Profkurator Advokat Carl Theodor

Dem Eduard Semper zu Werden ist unter dem 24, Juli ein Patent auf eine mechanische Vorrichtung an Wölfen zum Auflockern'

Berlin, Freitag den Use August

und Reinigen der Wolle, in der dur eine Zeichnung und

Beschreibung nachgewiesenen Zusammensegzung, Amns auf acht Jahre, von jenem Tage an gerechnet, und für den Umfang des preußischen Staats ertheilt worden.

Dem Karl Friedrih Raabe hierselb ist unter. dem 27, Juli 1845 ein Pal ibt auf einen dur „Modell und Beschreibung erläuterten No- tenwender, der in seiner ganzen Zusammenseßung als neu und eigenthümlih anerkannt ist, ohne dadurch Jemand in der Anwendung der bekannten Theile zu beschränken, auf sechs Jahre, von jenem Tage au gerechnet, und für den Umfang des preußischen Staats ertheilt worden.

Dem praktishen Arzte Dr. Weßblar zu Aachen is unter dem 27. Juli 1845 ein Einführungs - Patent auf ein Mittel, die Jncrustation der Dampfkessel zu verhü= ten und aufzulösen, so weit es als neu und eigenthümlich erkannt worden is, auf aht Jahre, von jenem Tage an gerechnet, und für den Umfang des preußischen Staats ertheilt worden.

Angekommen: Se, Excellenz der General der Jufanterie und Chef des Generalstabes der Armee, von Krauseneck, von Halle.

Vichtamtlicher Theil.

Inland.

Provinz Preußeu. Se. K. Hoh. der Prinz Adalbert von Preußen traf am 28. Juli in Königsberg ein, um die 1ste Artillerie- Brigade zu inspiziren, Bei Marienburg hat des hohen Wöássser= standes wegen die Nogatbrüde abgeführt werden müssen; auch is der Sommerweg zwishen dort und Dirschau so durhweiht, daß die Wagen tief cinshneiden und kaum fortzubringen sind,

X Thorn, 27. Juli. Die Weichsel verbreitet unter allen An-= wohnern wiederum Angst und Schrecken. ‘Dieselbe ist seit vorgestern gegen 10‘ gestiegen. Der hiesige Pegel zeigt heute Mittag 15! 2“ Höhe. Dabei steigt das Wasser fortwährend, so daß, wenn nicht bald ein Stillstand eintritt, die traurige Katastrophe des vorigen Jahres zu befürchten steht.

Deutsche Bundesstaaten.

Königreich Bayern. Se, Durchlaucht der Fürst Metter- nih- verweilte, gegen die anfängliche Absicht, noch den ganzen Tag des 25. Juli in München und trat erst am folgenden Morgen die Weiterreise an. Bayerische Blätter theilen, mit Beziehung auf das bereits erwähnte große Gesangfest in Würzburg , noh folgende Ein- zelnheiten mit, Die während des Festes vorzutragenden Gesänge sollen sehr s{hwierig, aber imposant sein, besonders die für dasselbe fomponirten Piecen von Eisenhofer, Fischer, Bekker und Neeb. Einen überraschenden Eindruck erwartet man vornehmlih von dem Tedeum, welches durch 1800 Stimmen, und zwar unter Kanonendonner, .“vor= getragen werden soll. Auch in anderer Bezichung sind alle Vorbereci= tungen getroffen; man glaubt, daß im Ganzen an 15— 20,000 Men- schen si einfinden werden.

Königreich Hannover. Dice Zahl der Badegäste auf Norderney beträgt gegenwärtig mehr als 700; im Monat August m eine französische Schauspieler - Gesellschaft dort Vorstellungen geben.

_ Landgrafschaft Bessen-Somburg, Am 28. Juli Vor- mittags trafen Jhre Majestäten der önig und die Königin von Preu- ßen im landgräflichen Residenzschlosse zu Homburg ein und statteten sofort Allerhöchstihrer Frau Tante, der Prinzessin Wilhelm von Preußen Königl. Hoheit, und sodann Sr. L Durchlaucht dem Land- grafen einen Besuch ab. Nachdem dieselben sodann noch das Früh-

stück bei Sr, landgräflihen Durchlaucht eingenommen, fuhren Jhre

Majestäten von dort unmittelbar nah dem Eisenbahnhofe bei Frank-

furt wieder ab, um von da ihre Reise nah Stolzenfels fortzuseßen. -— Ihre Königl. Hoheit die Prinzessin von Preußen reiste äm 28sten

Nachmittags nah einem mehrwöchentlihen Aufenthalt zum Gebraudhe :

der dortigen Heilquellen ebenfalls von Homburg wieder ab.

Freie Stadt Hamburg. Das prächtige Schiff der K. preußischen Seehandlung der „Preußische Adler“ (S. Nr. 187 der Allg. Pr. Ztg.), Capitain Schütt, ist am 28. Juli von Hamburg nah Batavia und Hongkong unter Segel gegangen.

Rußland und Polen.

St. Petersburg, 25. Zuli. Ein vom Kaiser bestätigtes Gutachten des Reichsraths verordnet Folgendes in Betreff des Verber=

gens desertirter Rekruten: „Familien, weiche sih des Verbergens.- des -

sertirter Rekruten, die aus demselben Dorfe oder derselben steuérpflich= tigen Stadt - Gemeinde, zu welchen diese Familien gehörên, in den Dienst abgegeben worden find, s{uldig gemacht haben, sollen, wenn sie Deserteure als solche und nicht in der nachzuweisenden Absicht, die- selben zu verhaften und der Obrigkeit auszuliefern, aufgenommen haben, zur Strafe gehalten sein, für jeden von ihnen verborgen gehaltenen Rekruten zwei zu stellen; die Deserteure selbst aber sollen im Dienste verbleiben und auf Grundlage der Militair-Verordnungen bestraft werden; Wenn in Fa=- milien, die si dieses Vergehens schuldig gemacht haben, feine zum Mili= tairdienste taugliche Subjekte vorhanden sind, so sollen die von ihnen für jeden verborgen gehaltenen Deserteur zu stellenden zwei Rekruten aus an=- deren und zwar denjenigen Familien desselben Dorfes oder derselben steuerpflihtigen Stadt - Gemeinde ausgehoben werden, welche \sich bei dem Berbergen betheiligt oder wenigstens darum gewußt haben; falls aber auch in diesen an dem Verbergen betheiligten oder davon unterrihtet gewesenen Familien sich ebenfalls keine zum Militairdienste tauglihen Subjekte vorfinden , sollen die bei den am meisten Schuldigen oder, wenn Alle gleich shuldig sind, das Haupt und das nach demselben älteste Mitglied der Familie, welhe den Deserteur verborgen gehalten, einer förper- lichen Züchtigung mit der Peitsche unterworfen und zur Ansiedlung nah Sibirien verwiesen werden. Wenn Personen, die geseblich von körperlicher Züchtigung befreit sind, des Verbergens desertirter Re= kruten, welche von ihnen oder aus ihrem Dorfe oder ihrer steuer= pflichtigen Stadt-Gemeinde abgegeben worden sind, überführt werden, so sollen von solchen für jeden von: ihnen oder mit ihrem Wissen verborgen gehaltenen Deserteur 1200 S. R., für das Verbergen anderer desertirter Rekruten 600 S. R. aber beigetrieben werden.“ Nach einer Reihe heißer Tage, in denen zur Mittagszeit im Schatten das Thermometer zuweilen die für den 60sten Breitegrad ungewöhnlihe Höhe von + 23° R. erreichte, entlud sih in der Nacht vom 22sten auf den 23sten, in fünf Stunden langer Dauer, ein heftiges Gewitter, für St. Petersburg das erste in diesem Sommer,

worauf ein Landregen eintrat, der ‘die Temperatur bedeutend ab#

fühlte, Obwohl die begonnene Heu-Aerndte sih dadurh etwas ver- zögert, hofft man doch, daß dieser Schaden in dem Gedeihen der Garten - und Feldfrüchte nah dem Regen reihlihen Ersay finden werde. Die aus dem Jnnern des Reiches über die Aussichten für die diesjährige Aerndte eingehenden Nachrichten lauten im Ganzen beruhigend.

Frankrei.

Paris, 27. Juli. Der Herzog und die Herzogin von Nemours sind an allen Orten, welche sie auf ihrer Reise nah Bordeaux bis jeßt berührt haben, mit vieler Aufmerksamkeit empfangen worden.

Sämmtliche Blätter ergehen sih bereits seit einigen Wochen in Muthmaßungen über den Entschluß, welcher von dem Ministerium in Bezug auf die Auflösung der Kammer gefaßt worden oder noh ge= faßt werden dürfte. So viel wird als gewiß versichert, daß diese Angelegenheit zu wiederholtenmalen im Minister = Rathe in Erwä= gung gezogen wurde. Nun aber ruhe sie, nachdem die Mehrzahl der Minister nah dem Schlusse der Session Paris verlassen, um Erholung von den Anstrengungen der legislativen Arbeiten zu suchen. Man sei übereingekommen, daß eine Entscheidung über die Auflösungsfrage nicht vor dem Monat August gefaßt werden solle. Auf Seiten der Opp0o= sition erwartet man allgemein, daß das Ministerium zu den allge= meinen Wahlen {reiten werde; sie glaubt nämlich, annehmen zu dür= fen, für das Ministerium biete die eibehaltung der- gegenwärtigen Wahl=Kammer, -wie deren Auflösung, gleiche Gefahr dar; wenn die gegenwärtige Kammer zu einer neuen Session berufen werde, so sei

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zu Oschay, oder auch nach Befinden unter s

rechtlich zu verfahren , binnen 8 Wochen zu be} und sodann

den neunten März künftigen Jahr

den Práklasio -( s

Königliche Schauspiele.

Gastspiele,

g erjenige tse Mee, Beide Miittingun's Tod den Ruhm

; e y der würdigste Repräsentant ernster Charakter-Rollen und der gründ-

dor Juciatete E Uin E i Abfassun (Ln * gleich zu fein, Theodor Döring, hat am 6, Juli sein Gast:

ias bés D finitiv-Erkennt nis} a und entlich bei hiesiger Hofbühne eröffnet, um im Spätjahr ganz der Unsrige zu

R I wanzigsten Mai fünft, Zt n dd es zu bleiben, Als Zeichner heiterer Genrebilder eben so er-

D Eröffnun desselben fh verhert zu halte ; , wie in dem Trauerspiel uns mít der vollen Gewalt der tragischen

9 s Kötis im Könial sächs a y daerichis-2 Zl erschüttern im Stande , hat dieser strebsame Künstler , dessen gan-

Osthat S 2 "Zuli (E45 a), Landg Dasein nur ein Ringen nah Höherem und nah Vollendung ist , seit-

a0, N herrs aftli Leu ckartshen Gerichte, das Publikum in dramatischen Gebilden der heterogensten Art bald

; ‘Ernst H einri ch Schmorl, Ger, 0 /Jraut, bald erhcitert, Jn leßterer Beziehun muß, außer dem Kom-

A s : al Frosch, s Dagguier ale im n Ger Len: n after

. . ° annt werden, Die Art und Weise, wie Herr Döring im „Urbild Citerarishe Anzeigen. fz

ttüffe“ den Lamoignon giebt, is besonders dadurch bemerkenswerth, So eben i angekommen :

ie Gau \ e g geh es Seiten C F n n U dos 5 s | elo mehr in den Vorgrund treten ir hatten e on Haghe's sketches. IT. Serie.

Q ersten Beurtheilun dieses Stücks getadelt, daß Gußyhkow seinen lu! troß der vórgeridten Jahre und der ganz veränderten geselligen M "0g desselben, ziemli so belassen, wie er ihn bei Moliere vorgezeich- de unden, Döring hat in der Darstellung dem Dichter nachgeholfen Uns im Lamoignon zunächst den klug berehnenden, alle androhenden

tj ßeschidt ablenkenden Stäatsmann vergegenwärtigt ; der 1g blidite nur insoweit durch, daß das Horazische „Naturam expel-

. der Eröffnung eines abzufassen nisses, niht minder

Belgium and Germany. schwarz 4 £, 4 Sh. ksól 10 £. 10

* Berlin, den 28. Juli 1845.

ropius sche Buch-. u. Ku

eorg Pensels,

enen vormaligen Gröppendor Pte Ds. e M fe

und späteren Kleinanspänners zu Ma hann Traugott Hornaufen gehörigen Kleinanspänner-

furca, tamen usque recurret“ in feln Rechte verblieb,

handlung, Königl, Bauschule Lade!"

E

Unter der Mitwirkung unseres berühmten Gastes is auch das Schil- lershe Meisterwerk „Wilhelm Tell“ zweimal zur Darstellung gelangt, Was die im Besiy der Hauptrollen befindlichen, seit länger engagirten Mit- glieder unseres Hofiheaters in denselben leisten, i hier immer gewürdigt gewesen; von den in jüngerer Zeit hinzugekommenen Künstlern bleiben mit besonderer Auszeichnung zu nennen: Herr Hoppe als Geßler und Herr Hendrichs als Arnold von Melchthal. Herr Döring gab den Atting- hausen, jenen prophetischen Greis, mit dem vollkommenen Typus eincs alten helvetischen Ritters bekleidet. - :

Döring's Shylock im „Kaufmann von Venedig“ gehört Berens zu den ersprießlichsten Früchten im Bereich der Darstellungsfunst, Er faßt den boshaften Juden, der wie cin Thier nah Blut lechzt, in aller Energie des Mannes aufz dadurch dringen die Töne der Rache, welche der Künstler anzuschlagen weiß, mit ershütternder Gewalt in Mark und Bein, und für den Ausdruck des verbisscnen Jngrimms, der heimlichen Wuth, des mora- lischen Zusämmenbrechens bleiben dem Darsteller um so lohnendere Mo- mente zum Schluß aufbewahrt, Mit großer Kunst hält er das eigentlich jüdische Element des Charakters im Hintergrund und läßt es nur bisweilen, alsdann aber mit um so \{hlagenderem Eindruck, durchbliyen, wie z. B. in den Gurgelklängen bei dem Anruf: „Guter Tubal“, Auch in die Cha- raftermasfe weiß der Künstler hon Andeutungen von jenen Anschauungen zu legen, welche er den Zuschauern nach und nach bereitet, Das Stück wird überhaupt jeyt weit sorgfältiger, auch in ‘manchen Aeußerlichkeiten, ge- geben, als früher, Einige W der romantischen Versöhnungs-Poesie, lassen sich schwer verschmerzen,

_In dem einakiigen Künstler-Drama „Camoens“ von Halm hat Herr Döring die Aufgabe zu lösen, die innere Welt eines berühmten Dichters

e ungen im fünften Aft, einem Meisterstück -

in dem Augenblick zu erschließen, wo die äußere vor seinen einsinkenden Blicken zusammenbricht und uns diese Subjektivität in ihrem cdelsten Theile, in ihrem Ringen nach Unendlichkcit, zu zeigen. Camoens, ein Krüppel, im Hospital den Tod erwartend, wird vor dem Eintreten desselben noch einmal erhoben durch die Gewißheit, er habe nicht umsonst gelebt und gewirkt, die geistige Flamme, die cr als Sänger der Lusiade angehaucht, habe gezündet und lodre weiter in den Herzen gleichfühlender Kunstjünger. Jn diesem Bewußtsein entshlummert der Dichterheld, ein gläubiger Ritter des Kreuzes, dem er die unsterblichen Worte zugesungen :

An Dir ward cin dem Leben Tod gegeben,

Damit an Dir der Tod empfinge Leben, und seine Seele vershwebt in das seine Kerkermauern erhellende Abend - roth. Das Stü, welches anfänglih aus dem epischen Elemente nicht ret heraus will, erhebt sich \chließlid aus der Pat, worin sein Held ge- lassen ist, in die Veranschaulihung einer shönen Jdee und- wird zu einer Apotheose des wahren Dichterthums. Camoens is also hier nicht nach sci- nem ganzen Leben und Streben, sondern nur in cinem Momente desselben, und zwar dem leyten, dramatish aufgefaßt, Herr Döring hatte somit einen sk izzirten Charakter darzustellen.

Noch isst Herr Döríng bisher in einem neuen Deinhardste in schen Stücke aufgetreten, Lehterem werden wir jedoh, wie dem ueuen Drama von Gußkow, einen besonderen Artikel widmen,

Von sonstigen Gästen sahen wir in der leßten Zeit noch:

1, Herrn Wauer, bisheriges Mitglied des Hof - Theaters zu Bern- burg. Schon als Sohn cines schr beliebten Mitgliedes unserer Hofbühne hatte derselbe sich wohlwollender Aufnahme, durch seine Leistungen auf- munternden Beifalls zu erfreuen, Ex gastirite als Jngomar („Sohn der

Fricdrihchs straße Ur. : e A