1845 / 325 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

Ansprüche darauf haben, daß der Aufenthalt, welhen die Sundzoll - Klari- E es ans Ie nicht a Jedem willkürlich verlängert werden könne, der eine Forderung der erwähnten Art zu haben vermeint. Die Kanzelei muß es daher als mít anerkannten völkerrehtlichen Grundsäßen streitend ansehen, daß die allgemeinen, mit Bezug auf den Beschlag auf fremde Schiffe eltenden Regeln, auf solche Schiffe in Anwendung gebracht werden, deren Aufenthalt auf dänischem Scegebiet blos eine Folge der ihnen obliegenden Verpflichtung, den Sundzoll zu entrichten, ist.““ (Es wird hierbei bemerkt, daß das Höchstegericht mit der in dem obgedachten Schreiben ausgespröche- nen Ansirht einverstanden zu sein erklärt hat.)

Berliner Börse. Den 2I. November 1845.

Pr. Cour. Brief. | Geld.

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Fonds. Actien. | 5d

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S4. Sechuld-Sch. Prämien - Scheine d. Seeb. à DO T. Kur- u. Neumärk. Schuldverschr. Berliner Súadt- Obligationen Danz. do. in Th. Westpre. Pfandbr. Grossh. Pos. do. do. do. Ostpr. Pfandbr. Pomm. do. Kur- u. Neum. do. Schlesische do. do.v.Staat g.Lt. B.

—— |Br1.Potsd.Bisenb. do. do. Prior. Obl. [Mgd. Lpz. Eisenb. de. do. Prior. Obl. Berl. Anh. abgest, do. do. Prior.Obl. Düss. Elb. Eisenb. do. do. Prior.Obl. Rhein. Eisenb. do. do. Prioer.ObI. do.v.Staat garant. Ob.-Schles.E.L.A do. Prior. do. Li. B. .-St.B.Li. A. n.B. Magd.-Halbst.Eb. Br.-Schw.-Frb.E. do. do. Prior. Obl. 132 Boun-Köluer Esb. 11% [Niedersch.Mk.v.e. 55 do. Priorität

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Gold al marco. Friedrichsd’or. And.Gldm. à 5 Th, Disconto.

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! nement: Catharina Cornaro.

1466

Auswärtige Börsen,

Amsterdam, 17. Nov. Niederl. wirkl. Sch. 60/5, 3% do. 39. Ausg. —. Pass. 75. Zinsl. 7%. Preuss. Pr. Sch. —. 4% Russ. Hope 925.

Frankfurt a. M., 18. Nov. 1924. Bair. Bauk - Actien 730 Br. Hope 904 Be. Polu. 300 Fl. 995 Br. do. 500 Fl. 837 Br.

Hamburg, 19. Nov. BEank „Actien 1620. Engl. Russ. I(9.

Wien, 17. Nov. 5% Met. 111%. 4% do. 1014. 3% do. 76%. Bank- Actien 1600. Anl. de 1834 1615. de 1839 129. Nordb. 193%. Gloggn. 133. Mail. 1175. Liv. 1164. Pesth. 1084. Budw. —.

5% Span. 243. Pol. —.

5% Met. 112 G. Bank - Actiea p. ult Süegl. 89 Br. Int. 597.

Meteorologische Beobachtungen.

1845. 20. Nov.

Nach eiumaliger Beobachtung.

Morgens | Nachmittags 6 Ubr. 2 Ubr.

330,62’’'’'Par. 330,71"’’Par./331,42"’Par. Quellwärme 7,7° R. [4 T,/8° R. 8,7° R.4+ 7,9° R.| Flusswärme 5,5° R. Thaupunkt .…. .|-+ 7T,6° R.|+ 8,5° R. 7/8° R.| Bodenwärme 6,0° R. Dunstsättigung .| 98 pCt. 99- pCt. 99 pCt. Ausdünstung 0,/002''Rh. reguig. Regen, Regen. Niederschlag 0/039'’Rh. SSW. SSW. | Würmewechsel ++ 8,8? Wolkenzug ... lie SSW. + 6,8° R.

Tagesmittel: 330/92’ Par... +8,1° R... +8,0° R... 99 pct. ssW.

Abends 10 Ubr.

Königliche Schauspiele.

Sonnabend, 22, Nov. Jm Schauspielhause. 194ste Abonnements= Vorstellung. Zum erstenmale wiederholt : Die Schwiegermutter, Schau- spiel in 4 Abth., von Smidt,

Sonntag, 23. Nov. Jm Opernhause. Mit aufgehobenem Abon- Anfang 6 Uhr.

Zu dieser Vorstellung werden Billets zu den erhöhten Opern- haus-Preisen verkauft.

prima E t mt

Bekanntmachungen.

[747] Publicandum. E Nothwendiger Verkauf.

Die im Carthäuser Kreise belegenen adlichen Guts- Antheile Sykorczyn Nr. 237, Lit. A. und Lit. B., zu- folge der nebst Hypothekenschein in unserer Registratur einzusehenden Taxe landschaftlich auf 35,429 Thlr, 12 Sgr. 2 Pf. abgeschäßt, sollen in termino den 25, Februar 1846, Vormittags 11 Uhr, vor dem Deputir- ten, Herrn Geheimen Justizrath Prang, an ordentlicher Gerichtsstelle hierselbst subhastirt werden,

Die unbekannten Eigenthümer der auf dem Gute Sykorczyn B, Rubr. Ul. Nr. 11, gus der Kaufgelder- Belegungs - Verhandlung vom 9, Dezember 1837 ein- getragenen Restkaufgelder à 28 went 2 Sgr. 7 Pf. welche auf die sub No, 3, für Lohmergel Hirsch alias

Auswärtige habe

lassen. Königli

dungen durch hiesige Bevollmächtigte Eibenstock, Ion 16. August 1845,

Allgemeiner Auzeiger.

der Publication des Präklusivbesheids sub poena pu- blicati gewärtig zu sein, sodann den 13, März 1846 auf anderweites Erscheinen zu Niederschlagung dieses Nachlaß-Schuldenwesens in gütliche Unterhandlung zu De treten und, wenn solche ihren Zweck verfehlen sollten,’ q S den 20, März 1846 x des Aktenschlusses und a Nr den 18, April 1846 L der Publication des Locations - Erkenntnisses, welches rüsihtlich der Außenbleibenden sür publizirt angenom- men werden wird, sih zu versehen.

[943]

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n zu Annahme künstiger weiterer La- / sich vertreten zu

ch sächsisches Landgericht.

Herold. Vormittagsstunden in Empfang

leisten:

Hirschfeld, jeßt dessen nicht legitimirte Cessionarien, die Levin - Hirschbergshen Erben, eingetragen gewesenen 1200 Thlr. angewiesen worden, werden hierdurch gleich- zeitig öffentlich vorgeladen. arienwerder, den 9, Juli 1845, Königl, Ober-Landesgericht, Civil-Senat, [936 b]

Viele bedeutende

[1151] Bekanntmachung. 9 g ses Jahres die Ge

Im Deposito des unterzeichneten Gerichts befindet ss das Testament der Frau Lieutenant von Petersdorf, g. von Schmiedeberg, vom 26. April 1787, Da seit

iederlegung desselben mehr als 56 Jahre verflossen sind, -und während dieser Zeit weder die Publication nachgesucht, noch von dem Leben oder Tode der Testa- trice etwas bekannt geworden ist, so werden etwanige Interessenten aufgefordert, binnen 6 Monaten, spätestens aber in dem auf

den 1, Juli 1846, Vormittags 14 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle anberaumten Termine díe Pu- SHSEeO zu beantragen und ihr Recht darauf nachzu- weisen.

Reeßt, den 24. Oktober 1845,

Königl, Land- und Stadtgericht,

beraumen:

2) zur Berathun

[845] Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 24. Juli 1845, Das Mühlenstraße Nr. 23 belegene Gärtner Bartholz- he Grundstüd, geblie abgeshäßt zu 6191 Thlr. 8 Sgr, 3 Pf., soll Theilungs halber am 20, März 1846, ormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Hy- pothekenschein sind in der Registratur einzusehen,

——e

[1030] Nothwendiger Verkauf.

._Das hierselb belegene, im Hypothekenbuche Val. I. Fol. 299, No. 179, verzeichnete, zur Konkursmasse des Kaufmanns J. F, Thiele hierselbst gehörige und gericht-

lih zu 7030 Thlr, 25 Sgr. 92 Pf. abgeschäßte Wohn- p

3) zur Wahl von

15» Dam

haus, soll in dem auf dem hiesigen Gerichts- Lokale R vor dem Herrn Kammergerichts-Assessor Geride p 6, L

auf den 4. Mai 18 ormittags 10 Uhr, —— H h anberaumten Termine meistbietend verkauft werden. è E Diíe Taxe nebst Hypothekenschein können werkftäglih | in unserer Registratur eingesehen werden. - ——— Neu-Ruppin, den 11. Oktober 1845, Von Sonntag,

Königliches Stadtgericht, T E D Diensta j Donnerstag,

[715 b] Ediktal-Ladung.

Zu dem übershuldeten Nachlasse des verstorbenen Eisen- und Blechwaarenhändlers Christian Friédrih Bau- mann in Schönheide ist der Konkurs-Prozeß zu eröffnen Montag,

ewesen, Es werden daher von dem unterzeichneten Mittwoch, andgerichi die bekannten und unbekannten Gläubiger Sonnabend, des Verstorbenen aufgefordert, - den 15, Januar 1846 bei Strafe der Ausschließung von der Konkursmasse, so wie bei. Verlust der ihnen etwa zustehenden Rechts- wohlthat der Wiedercinsepung in den vorigen Stand, gerichtszeitig persönlich oder durch legítimírte Bevoll- mächtigte an erichtsstelle allhier legal zu erscheinen und ihre Forde anzumelden, über díe re@tliche Begründung derselben mit dem Konkurs - Vertreter, so | Il. wíe der Priorität E unter sich, binnen 6 Wochen | 1. die nöthigen Schriften zu wehse n, und den 28, Februar 1846

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Sonnt burg nah Hamburg

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L:

Rheinpreußische Feuer - Ver- sicherungs- Gesellshaft u | * Düsseldorf.

waltungsrath veranlaßt,

eine außerordentliche General - Ber- sammlung «e Montag den 22.

Dezember d. t Morgens 9 Uhr, im Gasthofe zum Prinzen von Preußen hierselbst, anzu-

1) zur Einsicht des Rechnungs- Abschlusses bis 15, De- zember v. J, (ein solcher bis 30. Oktober c. liegt bei sämmtlichen Agenten offen) und Kenntniß- nahme von dem ungünstigen Stande der Gesellschaft,

Folge zu tressenden dringend erforderlichen außer- ordentlihen Maßregeln,

Düsseldorf, den 17. November 1845. Der Verwaltungs-Rath,

Magdeburg und Hamburg.

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| Nachmittags 3 Uhr, von Hamburg { Nachmittags 3 Uhr,

; Außerdem werden wöchentlich zwei Schleppschisfe expedirt von Magdeburg von Hamburg

und Donnerstag, Die BVillette zur direkten L ahrt von Berlin über Magde-

. Berlin - Anhaltischen Eisenbahn in

Passagepreis für 1 Person es 15 » Kl. der Eisenbahn u. l. Kaj. des Dampfsch. a Thlr.

» » » » » 6 »

Sohn und

Brandschäden, welche im Laufe die- sellschaft betroffen, haben den Ver-

vermerken is , einzureichen.

rücfgegeben.

.rims-Quittung.

und Beschlußnahme der für die

Directions-Mitgliedern. Dezember d, J

Gesellschaft.

pf\hifffahrt

zwischen

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N ienft | [1026]

E November. Magdeburg.

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F PAA D [4 N S N gen annehmen würd, oder

ber l, J.,

den in dem Büreau der Sächsis, der vom 31, Sonntag und Mittwoch.

ertheilt die Fassogier-Expedition der

werden, mit erlin, und is der 9 T

hlr. 15 Ngr. baar,

» .

u obigen

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Bekanntmachung,

Märkische Eisenbahn.

Unter Hinweisung auf die in unserem Gesell- schafts - Statut §§. 11, bis 15, enthaltenen Be- stimmungen fordern wir die Actionaire hierdurch

g auf, die zweite Raten- Y zahlung von Zehn Pro-

zent auf die resp. Actien bis zum 1, Dezember c. nah Wahl der Actionaire bei folgenden Bankhäusern, welche die Zahlungen vom 41, Oktober c. ab in den nehmen werden , zu

in Berlín bei Herren Gebrüder Sch ickler,

in Elberfeld bei Herren von der Heydt-Ker- sten & Söhne,

» Herrn Joh. Wichelhaus Pet,

in Barmen bei Herren Gebrüder Fischer.

Es sind bei dieser Einzahlung die über die erste Ein- zahlung von zehn Prozent sprehenden Quittungsbogen mit einem doppelten Verzeichnisse, den Nummern der Quittungsbogen a Betrag der mit denselben eingehende bei einem der vorbenannten Bankhäuser Eines von diesen Verzeichnissen wird, mit der Empfangs - Bescheinigung des Bankhauses ver- sehen, als Jnterims-Quittung dem Actionair sofort zu- Die Rückgabe der Quittungsbogen selbst, nachdem auf jedem derselben über die neue Einzahlung quittirt sein wird, erfolgt gegen Retradition der Jute-

auf welchem außer uh der gesammte n Zahlungen zu

Die auf die bisher gezahlten zehn Zinsen seit dem Schlusse des leßten mins, dem 15. Juni 1844, werden gemäß §. Statuts zu vier Prozent mit 17 Sgr. 6 Pf. bei jedem Quittungsbogen in Aufrehnung gebracht, Die Verzín- sung der gegenwärtigen Einzahlung beginnt vom ersten

Éimahlungs-Ter

Elberfeld, den 20, September 1845. Die Direction der Bergish-Märkischen Eisenbahn-

Sächsisch - Schlesische

Eisenbahn.

Es wird andurch die A mit Zehn Thalern auf 5 ede Actie der Sächsisch- E A 5 e N Slesischen Eisenbahn zu [nta : : 20D leistende sechste Einzah- lung ausgeschrieben. Dieselbe i entweder den 24.,, 25. und 26, November l, J, : bei der Leipziger Bank, welche zur Erleichterung der Herren Actionaire Zahlun-

den 28, und 29, November und 1, Dezéèm-

‘von früh 9 bis Nachmittags 4 U r, allhier zu Dres- - Schlesischen Eisen- bahn-Gesellshaft (Antonsstraße Nr. 7) unter Rüdcgabe August 1845 datirten Jnterims-Actien der sunsten Einzahlung, gegen welche neue auf die sodann eingezahlten 60 Thlr, lautenden dergleichen ausgegeben

» durh Zurechnung drèimonatlich-r Zinsen auf die bereits eingezahlten 50 Thlr. zu gewäh- ren. Diejenigen Actionaire, welche die Einzahlung bis chluß - Termine, den 1, Dezember |, i;

achmittags 4 Uhr, nicht geleistet haben , verfallen ín

Die resp. Juhaber von abonnirten und reservirten Pläßen den ersucht, ihre Billcts, insofern sie solche zu benußen wünsch, Sonntag, den 23sten d. M., Mittags 12 Uhr, abholen zu lassen, welcher Zeit diese anderweit verkauft werden.

Im Schauspielhause. Mit aufgehobenem Abonnement; Marquise von Villette. ;

Die abonnirten Pläge bleiben bis Sonntag, den 23sten d, tags 12 Uhr, reservirt. :

Montag, 24. Nov. Jm Opernhause. Mit aufgehobenem 9 und Schauspielhaus-Abonnement : Faust. Anfang 6 Uhr.

Zu dieser Vorstellung werden Billets zu den gewöhnlichen D haus-Preisen verkauft. c

Die Jnhaber von Scauspielhaus-Abounements-Pläßen unh servirten Opernhaus - Billets werden ersucht, solhe bis Montag, 24. November, Mittags 12 Uhr, abholen zu lassen, nah welche; über die niht abgeholten Billets anderweit disponirt wird,

Königsftädtisches Theater.

Sonnabend, 22, Nov. (Jtalienische Opern-Vorstellung,) Pasquale, Komische Oper in 3 Akten. Musik von Donizetti,

Sonntag, 23. Nov. Der ewige Jude, dramatisches 6 in 5 Abtheilungen, von Karlschmidt.

Montag, 24. Nov. (Jtalienishe Opern- Vorstellung); erstenmale in dieser Ansan, La Sonnambula. Oper in 2 ÿ Musik von Bellini. (Anfang halb 7 Uhr.)

Dienstag, 25. Nov,- Stadt und Land, oder: Onkel S-hz aus Ober=Oesterreih. Posse mit Gesang in 3 Akten, von Fri Kaiser. (Herr Franz Wallner aus Wien, Sebastian Hohfeld, Gastrolle.)

Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen,

Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober - Hofbuchdruder«,

die §. 17, der Statuten sestgeseßte Strafe von l) der Einzahlungs-Summe an 1 Thlr. Dresden, den 13, Oktober 1845, Das Direktorium der Sächsisch -Schlesishen Eisenb Gesellschaft. Carl Ludwig Schill. Anton Freiherr von Gablenz,

Literarische Anzeigen,

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Preuß

Allgemeine

ische Zeitung.

Alle Post-Anstalten des In- und Auslandes nehmen Sestellung auf dieses Blatt an, für Berlin die Expedition der Allg. Preuß, Zeitung : Friedrichsslraße Ur. 72,

¿ 325.

Inhalt.

tliher Theil.

land. Berlin.

utsche Bundesstaaten. Königreih Bavern., Dombau in jpeyer, Königreih Sachsen. Landtags-Verhqndlungen. - igreich Hannover. Besuch des Kurprinzen von Hessen, Städ- e Anleihe. Freie Stadt Lübeck. Dampfschifffahrt. terreichische Monarchie. Venedig. Hafenbauten, Dampf- hiffahrt, Kettenbrücke, Schreiben aus Prag. (Die Eisenbahn 1ch Wienz die bccrauner Brücke.)

land und Polen. St. Petersburg. Handel von Odessa; nkreich, Paris. Taufe des neugeborenen Prinzen, Einnahme jn Colonia in Uruguay. Depeschen Bugeaud's und Gerüchte über bd el Kader, Sendung nah Marokko und dortige Zustände. Die otations-Frage, Der neue Tarif des Zollvereins, Verschmelzung jn Eisenbahn - Compagnieen. Jsraelitischer Kultus und Unterricht, in lgerien, Vermischtes.

britanien und Jrland. London, Die Morning Chro- cle über das französische Ministerium und die Antwort des Herald. rangisten in Jrland. Eisenbahn-Projekte,

gien. Brüssel. Ungünstige Nachrichten von St, Thomas. Die t-Verbindung mit Frankreich, Neues Frauenkloster.

weiz, Kanton Zürich, Erklärung des vorörtlichen Staatsraths 1 Luzern, Kanton Bern, Einberufung des Großen Raths. anton St, Gallen, Die Uebereinkunft wegen Reorganisation des isthums. Kanton Genf. Ausscheiden des Verwaltungs-Rathes, lien. Rom. Gewitter und Uebershwemmung. Der Besuch des gisers von Rußland bezweifelt.

mien. Schreiben aus Paris. (Verhaftungen in Barcelona und aragossa 3 den fkarlistischen Flüchtlingen in Frankrei die Rükehr be- “f Bando des General-Capitains Breton z Verurtheilungen in Va- cia,

enbahnen. Die mecklenburgishen Bahnen.

1dels- und Börsen - Nachrichten. Berlin, Börse.

gl, Opernhaus, (Nachträgliches über „Don Juan“) Die Stists- he zu Gernrode, Ariosto's „fühner Rinald“/,

Amtlicher Theil.

e, Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

Dem Offizial,, Ehren - Domherrn und Propst Perzynski zu ch - Krone den Rothen Adler - Orden dritter Klasse mit - der tse; so wie dem Prediger Scholz zu Gäbersdorf, in der ese Striegau , den Rothen Adler - Orden vierter Klasse zu ver- n,

Angekommen: Se, Excellenz der General = Lieutenant und nandirende General des Zten Armee - Corps, von Weyrach, grankfurt a. d. O.

Se, Excellenz der Königlich sächsishe Wirkliche Geheime Rath, füttihau, von Dresden.

Abgereist: Der Vice - Ober - Jägermeister, Graf von der ‘burg, nah Meisdorf.

Uichtamtlicher Theil.

Inland.

Berlin, 22, Nov. Se. Majestät der Kaiser von Rußland 1 dem Domainen - Rentmeister Schuhmacher zu Memel den Annen-Orden dritter Klasse zu verleihen geruht.

Berlin, Sonntag den 23Zfen November

1845.

ane

Deutsche Bundesstaaten.

: i Der Königliche Direktor von Gärtner, der sich gegenwärtig in Speyer befindet, soll eines Entwurfes zur Wiederherstellung des ganzen Baue angemessenen eine Wiederherstellung der IV. fünf Jahre lang un-

Königreich Bayern. mit der Ausarbeitung Portals des dortigen Doms in einer dem Weise beauftragt und namentlih auch Afra - Kapelle (in welcher Kaiser Heinrich beerdigt lag) im Plane sein,

Königreich Sachsen. ein Dekret vom 14, September 1

theilt den Ständen die Gründe, unthunlih befunden worden sei,

Angelegenheiten der Presse welcher derselben in cintis

1843 beigelegt worden war.

Mitwissenschaft um den ten Behörde anzugeben,

in dem ur Mitwissenschaft um den

i In der Sihung der ersten Kammer vom 20. November war die Es des Berichts der Deputation über 95, die Angelegenheiten der

Presse betreffend, auf die Tagesordnung gebraht worden. Dieses Dekret aus welchen es von der Regierung der Fassung des §. 7 des Gesehes vom 5. Februar 1844, einige provisorishe Bestimmungen über die betreffend, denjenigen Sinn beizumessen, Abschnitte der zu diesem Paragraphen ausgesprochenen Motive iín der ständischen Schrist | : In dem genannten Paragraphen ist die Bestimmung enthalten, daß Jeder, der zur Veröffentlihung einer Shrift dur den Druck mitgewirkt hâbe, in allen Fällen, wo ein Staats- Bürger nach allgemeinen Rechtsgrundsähßen seine Wissenschaft um eine Thatsache anzugeben überhaupt verpflichtet ist, verbunden sein soll, seine l nd Verfasser und, was den Drudcker anlangt, seine Mitwissenschaft um den Besteller auf Verlangen der kompeten- 1 und dazu im Weigerungsfalle durch Geld= und le angehalten werden kann, prünglihen Geseh - Entwurfe so, ungenannten Verfasser einer Schrift auf

Verlangen der „kompetenten Gerichts - oder

schehen solle.

zweite Kammer bei,

mern angenommen. Unmittelbar nah Geseßes wurde der Landtag geschlossen,

über diese Berathung erschien zehn Tage nah dem Schlusse des Land- nun hervor, daß die bei- in ihren Ansichten üher den §. 7 niht ganz so über- einstimmen, wie es-dur(h die gemeinfchaftlihe Annahme desselben den Der jeyt vorliegende Deputations-Bericht über das Dekret vom 14. September d. J. spricht nämlich aus, daß Annahme der angedeuteten abgeänderten Fassung des §. 7 von der Vorausseßung ausgegangen sei, daß nah chten in dem Ausdrucke „„tompetente Behörde“ die Polizeibehörden jedenfalls mit inbegriffen sein müßten, während die ständische Schrift vom 19, August v. J. mit dieser Auslegung in theilweisem Widerspruch stehe, indem in der- selben in den Fällen, wo von Privatpersonen wegen Beleidigung auf Nennung des Autors“ angetragen wird, lediglih der Justizbeß

Die Regierung hat das betreffende Geseß publizirt und ihrerseits die Worte „Fompetente Behörde“‘ dahin

tags. Aus dieser ständishen Schrift geht den Kammern

Anschein gewinnen könnte. die erste Kammer bei

den bei der Verhandlun

Kowpetenz zugesprochen werde.

entwickelten Ansi

Dieser Fassung trat die und die Vereinigungs - Deputation kam zu- leßt dahin überein, die Worte „Fompetente Gerihts- und Poli- zei - Behörde“ in „kompetente Behörde“ umzuändern, und mit die- ser Abänderung wurde darauf der Paragraph in beiden Kam- beendeter Berathung dieses

un

interpretirt, daß hierin nit nur die Justiz-,

Behörden inbegriffen werden müßten ; diese Auslegung wird nun in dem

vorliegenden Dekrete den Ständen mitgeth

gegeben, daß ein anderer Sinn dem §. 7 des mehrgedahten Gesetzes Zwei Punkte sind es nun haupt- sächlich, die dur dieses Dekret in den Kammern zur Berathung kommen der Gründe, aus welchen die Staatsregierung estimmungen des Geseßes vom 5. Februar 1844 auf den ebengedachten Jnhalt der gedachten ständischen Schrift keine Rück= siht nehmen zu können geglaubt hat, um zu erwägen, ob diese Gründe

niht untergelegt werden könne.

sollen: a. Erwägun bei Ausführung der

eil

Ober - Baurath,

vom 19, August

Diese Stelle lautete daß die Angabe der

Polizei = Behörde“ ge- erste, nicht aber die

d die ständishe Schrift

örde die

sondern auch die Polizei=

t und denselben bekannt

als gerechtfertigt anzusehen siud, und b. ob die Ermittelung unbekaunter Versa er beleidigender Schriften oder gedrudter Aufsäße, bei Anträgen von Seiten beleidigter Privatpersonen dur die Polizei-Behörden zu geschehen habe. Hinsichtlich des ersten Punktes führt die Regierung für si an, daß sie die gedahten Umstände nicht für wichtig genug gehalten habe, e zu veranlassen, ein Geseß wie das in Rede febende das seit dem

n der constitutionellen Stände-Versammlungen ersehnt worden

und der Presse und dem Buchhandel unverkennbar ae R Ee Er= leihterungen gewähre, noch länger hinauszuschieben, und daß sie aus diesen Gründen dem §. 7 desselben denjenigen Sinn beigelegt habe, der ihrer Ansicht nah der rihtigste und entspreendste Et Jn den Mo= tiven des zweiten Punktes erklärt die Regierung, daß es in der Will- kür eines jeden si beleidigt Glaubenden stehe, ob er den Antrag zur Ermit- telung eines anonymen Verfassers bei der Polizei- oder unmittelbar bei der Justiz-Behörde stellen wolle; die Kompetenz der Polizei-Behörden für solche Fälle aber ganz auszuschließen, dazu werde die Regierung sch niemals und zwar shon um deswillen niht entschließen können, weil es ein in allen Strafgeseßgebungen feststehender, auch noch nie E Grundsatz sei, dah die Voruntersuchung begangener Vergehen und Verbrechen den Polizei-Behörden zukomme, zu diesen Voruntersuchun- gen aber do jedenfalls die Ermittelung des Thâäters gehöre. Hätte die Stände-Versammlung eine Ausnahme von diesem allgemein gül= tigen Prinzip machen wollen, so hätte sie deshalb einen bestimmten A auf Abänderung der Bestimmung des §. 52 der Verordnung vom 15. Oktober 1836 stellen müssen. Die Deputation sagt in ihrem Berichte hierüber, daß sie die Richtigkeit dieser Bemerkungen nicht in Zweifel stellen könne, und sucht die Regierung dafür, daß eine ausführlihe Entwickelung der Regierungs - Ansichten unterblieben sei, dadurch zu entshuldigen, daß dies bei dem fast niht zu überwältigenden Geschäftsdrange in den lebten Tagen und Stunden der vorigen Stände - Versammlung nicht wohl möglich ge= wesen sei. Der Regierungs-Kommissar, Geh, Regierungs-Rath Pr. Schaarschmidt, dankte im Laufe der Debatte für die Entschuldi=- gung, bemerkte jedoh, daß es einer solchen hier nit bedürfe, denn die Regierung sei vollkommen in ihrem Rechte gewesen, so zu han- deln, wie sie es gethan; einestheils sei die ständishe Schrift erst nach dem Schlusse des Landtags erschienen, und dann sei au in ihr ein ständisher eigentliher Antrag nicht enthalten. Bei der Berathung erklärte sich zuerst Domherr Dre. Günther für die Ansicht der Re- gierung, jedoch nicht aus den von der Deputation angeführten Grün= denz er glaube allerdings, daß die Regierung mit der Erlassung des Geseßes habe Anstand nehmen sollen, doch wolle er ihr des= halb keinen Vorwurf machen, da das Geseß ein Bedürfniß- geweseu und der Punkt, um den es. sich handle, an sih ein unbedeutender sei. Was den anderên Punkt betreffe, so könne es im Allgemeinen ziem= lih gleichgültig sein, ob die Veranlassung zur Nennung anonymer Autoren von der Justiz- oder von der Polizei-Behörde ausgehe, und deshalb trete er dem Deputations-Gutachten bei. Der Staats-Mi-= nister von Falkenstein äußerte, daß er dem klaren und lichtvollen Deputations-Berichte nur die Erklärung beifügen wolle, daß die Re- gierung zur Publication des Gesehes vom 5. Februar 1844 bei der Wichtigkeit desselben sih niht nur berechtigt, sondern verpflichtet gc- halten habe. Vice-Präsident von Friesen stimmte für die Kompe= tenz der Polizei-Behörde, da es si hier nur um die Voruntersuchung, niht um die Untersuchung selbst handle ; bevor der Verfasser bekannt sei, wisse man ja niht einmal, welches die kompetente Justiz-Behörde sei, bei der man die Klage anhängig zu machen habe, da man nicht wisse, ob der Autor in diesem oder in jenem Orte wohne; wer übrigens die Ermittelung bei der Justiz-Behörde beantragen wolle, dem sei das Recht dazu dessenungeachtet unbenonimen. Der Deputation traten ferner bei: Bürgermeister Dr. Gros), Prinz Johann, Secretair Bürgermeister Ritterstädt und Bürgermeister Wehner. Bei der Abstimmung über den Deputations-Antrag, der dahin ging, daß die Kammer bei dem vorliegen= den Allerhöchsten Dekrete Beruhigung fassen möge, wurde derselbe gegen 2 Stimmen (Präsident von Carlowih und Dr. Großmann) angenommen.

E pp

Königliches Opernhaus. Nachträglihes über Don Juan.

Vir haben in unserem Bericht übcr die erste Aufführung des Don in uns auss{ließlich mit Dlle. Lind beschäftigt; die höchst gelungene derholung der Oper am 21. November veranlaßt uns, auch der übri- Darsteller noch besonders zu gedenken.

le Rolle des Don F uan wird nur insoweit gelingen, als der Wspieler ein glüclihes Naturell für die Partic einzuseßen hat: denn „Huan is der glänzend begabte Unwiderstehliche, der durch keinen il, welchen der denkende Schauspieler etwa mühsam ausdrücken könnte, m nur durch die Genialität seiner Natur über die gegebenen Schwie- Hen siegen wird, Herr Bötticher brachte die rechte Gestalt und vnheit ber Stimme mit, aber jenen lebensfrishen Humor auszudrüen, n Uebermuth, der aus dem Bewußtsein der Unwiderstchlichkeit entspringt, i Egoismus, der die ganze Welt uur wie zu seinem Genuß geschaffen hle, und der wie ein feiner leichter Hauch über die ganze Partie sich jlesen muß das is eine Forderung, die nur Wenige erfüllen, der Jedoh Hexr Bötticher, wenn wir einen Bli auf seine früheren Dar- gen werfen, immer mebr nähert.

tir Krause ist ein Levorello, wie man ihn nur wünschen mag. vortreffliche sonore Klang seines Organs, die Leichtigkeit, mit der er Pprache beherrscht, verbanden sich mit einer {chönen Durchdringung der rigen Rolle, jenem seltenen Gemisch von Gutmüthigkeit, Fcigheit, auheit und Bedienten-Humor, die um so \{werer zu einem glülichen n zu vereinigen sind, als der deutshe Text vielfache Veranlassun bi sie in das Niedrig-Possenhaste ezabyuziehon, Herr Krause hielt \i A Poesie der Mozartschen Äuffa uñg und entging glücklih den man- ven Gefahren. Nur in einer Scene, dem Terzett des zweiten Akts, \ n den Kleidern des Don Juan die Pantomimen zur Liebes - Erklä- de tines Herrn macht, muß eine größere Cos der Bewegung gewünscht lz denn wenn der Diener zu jenem Scherz auch gezwungen wird, o l 2h Wiß genug, ihn etwas selbstständiger auszuführen, Don Juan icht Alughcit, als daß er ihn in der Dämmerung vor den Augen der Ges, zu jeder Bewe ung so heftig stoßen sollte, und das Publikum zu D fmad, um an jo greller Darstellung Gefallen zu finden.

li Snigs Leidenschast der Donna Anna gab au Herrn Mantius die 9 adfeit, die Partie des Ottavio, dem als Hofmann und Bräutigam rreíhung der Rache als am Besitz der Geliebten gelegen is, Vrößerer Wärme zu spielen, ‘er wußte, gehoben von der Gluth der

Empfindungen der Braut, auch in seiner passiven Stellung das Gefühl der das sonst den Hörer bei dicser Rolle anzu-

Kühlung völlig zu entfernen,

wehen psflegi.

Herr Ziiesce war als Komthur an seinem Playe, eben so Herr Behr als Masetto. Das Talent dieses jungen Mannes entwickelt sich immer freier, er zeigt namentlih für komische Particen eine glückliche Be- gabung, von der bei fleißigem Studium viel Gutes zu hoffen ist, wir freuten uns namentlich, daß er diesmal die bekannten unartikulirten Klagelaute in cine wirkliche komisch gelungene Klage verwandelte.

Der Dlle, Marx ward als Donna Elvira die schwierigste Gesangs- Wir bedauern , daß diese Künstlerin, der es nicht an fleißigem Studium und geistiger Durchdringung ihrer Aufgaben fehlt, eine die offenbar die Gränzen ihres Organs in der ihrc wirklih treflihe Auffassun Geltung fommen läßt, Dlle. Tuczek war dagegen als Zerline, wie immer, reizend , sie stellte mit vieler Naivetät und Feinheit das leichte, lustige zwei Liebhaber zu besizen, nur daß sie niht mit dem neuen auch den alten treuen ver-

Partie zu Theil.

dite übernommen hat, öhe überschreitet und

Mädchen dar, dem es nicht übel behagt , darum besorgt, lieren möchte.

Die Seele des Ganzen war indeß Dlle. Lind, trauter mit ihrer Aufgabe, noch geniáler, namentli in der Scene, wo sie unter der Larve des Freundes den Mörder des Vaters entdeckt. das Centrum, um das sih în mannigfachen Kreisen die übrige Darstellung ost das wahre Genie den Schauplay beiritt, wirkt es in der was mit ihm in Berührung

bewegte.

Ursprünglichkeit seiner Natur mächtig auf Alles,

kommt, So waren auch diesmal glle Uebrige

eríssen, und, von ihrem Feuer entflammt, erreichte das Zusammenspiel eine Frische und Wahrheit, wie man es lange in dieser Oper nicht Men hat.

Die Stifts-Kirche zu Gernrode.

Die Eisenbahn erleichtert die Verbindung der Residenz Berlin mit den malerischen Gegenden des Harzes,, mit seinen Denkmälern und Erinnerun- zählige Wanderungen werden mit geringen Mitteln angetreten, die fabelhaften Sie des Teufels und der zu schen und sih in der herrlihen Natur des Wir berührcn hier nur mit Wenigem einen Ie des Kaisers Otto seit n

gen und Sagen aus grauer Vorzeit, und un

Hexen in der Nähe selb \hönen Gebirges zu weiden. der sehenswerthesten Punkte, der sch aus den dem Jahre 960 wohl erhalten, oft der Gege

n

nicht immer zur

diesmal noh ver-

Sie war

von ihrem Schwunge fort-

and der Bewunderung der

Kunstkenner gewesen is, den uns Puttrich neuerdings in scinem Werke: Denkmale der Baukunst des Mittelalters in den Herzoglich anhaltishen Landen“ vor Augen führte wir meinen díe Stifts- Kirche zu Gernrode.

,Zhr unverkennbar hohes Alter, dic shlihte Einfachheit ihrer Formen““, sagt Puttrich, „die Gediegenhcit und Festigkeit, welche man noch immer an dem ganzen Baue wahrnimmt, machen denselben Eindruck, welchen cin ehrwürdiger Greis hervorbringt, dessen furchenreihes Gesicht und cisgraues Bart- und Haupthaar, verbunden miß einem derben Gliederbau, noch immer die Spuren männlicher Kraft und einer früheren Zeit angehöriger Ein- fachheit und Würde zeigen.“

So fährt Puttrih durch mehrere Bogen hindur fort, uns das alterthümliche wohlerhaltene Bauwerk als cine Seltenheit früherer Jahr- hunderte darzustellen, und oft sieht er sich zu dem Bekenntniß hingerissen : daß dieses oder jenes einzig in seiner Art dastände, ein denkwürdiges Zeugniß für den edlen Baustyl längst vergangener Zeiten.

Dieses wohlerhaltene {chóne Denkmal inmitten der deutschen Lande in neueren Zeiten in seinen Seltenheiten studirt und aufgesucht von Archi- tckten aus fernen Ländern entbehrt bei aller Berühmtheit eiínes Schußes im eigenen Heimatlandez der Krieg hatte die Quellen des Landes erschöpft, und der Herzog sah sih bald nah dem Frieden genöthigt, die zu dem Ur- stifte einst gehörenden Aecker zu verkaufen; da hierzu auch die alte Hoferöthe desselben zählte, welche von der Abendseite das chrwürdige Gotteshaus be-

ränzte, \o fielen dem Käufer woh! nur aus Versehen au ganze Ubtheilungen dieses Denkmals alter Baukunst als Eigenthum anheim, und wir finden heutiges Tages den Herrn Gutsbesizer

1) auf einem Theile des Kirchenbodens mit allerhand beschwerenden Lasten, so daß die Spuren davon in dem Gotteshause sichtbar werden ; j

2) in dem chrwürdigen Kreuzgange mit allerhand feuerfangenden Ge- genständen, als Kiehn und trockene Hölzer z

3) în einer der ältesten wohlerhaltenen Krypten,, in welcher zugleich eine Gesinde- Küche angebracht is, mit allerhand Geräthen einer Haus- wirthschaft wir glauben Schinken gesehen zu haben, mindestens is dieses deniwürdige Bauwerk wie eine Räucherkammer vom Rauche erfüllt und durch sie niht minder die Kirche selb st;

4) is die Chornische von der Wohnung des heutigen Besißers so genau umbaut, daß die Schornsteine nicht einen Fuß unter dem Dache der- selben münden. if:

Wir entnchmen aus diesem unstatthaften, unschicklichen Zustande die

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