1902 / 12 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Primkenau, 14. Januar. Jhre Majestät die Kaiserin und Königin besuchte heute Mittag, wie „W. T. B.“ meldet, anläßlih des Todeëtages Allerhöchstihres Vaters in Begleitun Bre oheiten des Herzogs und der Herzogin Ernst

ünther und Jhrer A der Prinzessin Feodora zu Schleswig-Holstein die Fürstengruft und legte daselbst

änze nieder. Am Nachmittag kehrte Jhre Majestät nach Potsdam zurü>. Der Herzog und die Herzogin Ernjt Günther sowie die Prinzessin Feodora gaben Allerhö cstderselben das Geleit nah dem Bahnhof.

Frankfurt a. M., 14. Januar. Heute fanden hier, dem „W. T. B.“ zufolge, zwei von etwa 1400 Personen besuhte Versammlungen von Arbeits losen statt, welche ruhig verliefen. Es wurden Resolutionen gefaßt, in denen die Behörden um Schaffung von Arbeitsgelegenheit ersucht werden.

Oesterreich-Ungarn.

Das Befinden des ungarischen Minister-Präsidenten v on Szell ist, wie „W. T. B.“ aus Wien meldet, gut und der Wundverlauf ein günstiger. i; tæ- In der gestrigen Sißung des Budget-Ausschusses. des vsterreichishen A rey etenkausen sprach bei der Be- rathung des Etatstitels „Ministe.ium des Jnnern“ der Minister- Präsident Dr. von Körber über das Veterinärwesen und gab zu, daß die derzeitige Handhabung der Veterinär-Konven- tion an der deutshen Grenze Klagen veranlaßt habe, weshalb von der Regierung wiederholt Reklamationen bezüglich der Viehausfuhr erhoben worden seien. Troßdem sei es bisher nicht gelungen, cine entsprehende Erledigung aller Beschwerden zu erzielen, wenn au<h in einzelnen Fällen eine _Er- eihterung beim Viehtranspert eingetreten sei. Der Minister- Prâsident betonte, daß diese Frage der Regierung außer- ordentli<h am Herzen liege und daß sie die Bedeutung derselben für die Laadwirthshaft, ja für die ganze Wirthschait überhaupt nit verkenne, daß aber die bestehenden Verhält- nisse es ihr unmöglih machten, ihre gewiß besten Absichten in Bezug auf den Viehverkehr in jedem einzelnen Falle zu verwirklichen. h

Koloman Tisza ist im Wahlbezirk Groß-Schlatten einstimmig zum Mitglied des ungarischen Reichstags gewähit worden.

Großbritaunieu und Jrland.

Der deuts<he Vize-Admiral Freiherr von Senden- Bibran wurde gestern, wie „W. T. B.“ aus London be- richtet, von Seiner Majestät dem König empfangen und überreihte Allerhöchsidemselben ein Handschreiben Seiner

tajestät des Kaisers Wilhelm.

Die „Daily Mail“ meldet, am Montag habe cin Kabinets- rath stattgefunden, in welhem beschlossen worden sei, daß, welczes Ergebniß dic Zuckerkonferenz au<h haben werde,

Schritte gethan wercen sollien, um den Untergang des westindishen Zu>kerbaucs zu verhindern. Das Biatt erfährt ferner, die Großbritanniens bei der Konferenz tten Anweisung erhalten, mitzutheilen, daß, wenn die mien ni<t aufgehoden würden, Großbritannien Kom- pensationszölle erheben werde.

Asquith hielt gestern in Ho nley eine Rede, in wcl{<er er ausführte, es sci die Ansicht aller Engländer ohne Unter- schied der Parteistelung, daß die Armee einer jeden Nation, welcher Zeit d-r Weltgeschichte sie au<h angchöre, sto!z darauf sein könne, mit der südafrikanishen in Bezug auf Mutù, Aus- dauer und Menschlichkeit verglichen zu werden

Frankrei.

Das Parlament is gestern zu sciner ordent

S ession zusammenaetreten. Im Senat hielt, wie „W.T. L

meldet, der Alters-Präfident Wa eine Ansprache, in

weicher er dem Wunsche Ausdru daß der Senat sich

von den großen Prinzipien von Gleichzeit und Fre heit; die Lebensdedingungen de:

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weile Nepublik seien, leiten lassen |

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möôae. Hierauf vertagte ih der Scnat auf Donnerstag zur | S des Uureaus Is R «L Lo

In der Deputirtenkammer hielt der Alters-Präsident

Nauline eine Ansprache, in welher exr den Wunsch aus drüd>te, daß die gegenwärtige kur:c Session eine wirk!emc Vor bereitung für die große, dez nächstialgende Berathung scin moge; der Redner sprach ferner den Wuns aus, daß die Wähter die Stimmen derjenigen hörten, wcl<he von der Liebe zum Vater- lante. der Achtung vor der Armee und der Heiligkeit der framósischen Fahne geleitet würden. Im weiteren Verlauf der Situna wurde Deschanel mit 288 von 307 abgegebenen Stimmen wieder zum Präsidenten und Cochéry, Avnard, Maurice Faure und Mesureur wurdea zu Vize-Vräsidenten gewählt

Die Staatsanwälte in Par s, Lyon, Bordeaux, Mar und anderen Städten haben ürufre<htlihe Unter suchungen gegen mehrere Mitglieder des Zetut ordens wegen Verachens gegen d Rerecinsdaesey ange: rbnet Mebvrere Jesuiten, darunter der dekannute Pater Dulac, wecden

beschuldigt, cin: Vercinigunga gebildet zu Vereindgcseze nicht entipreche

Na ciner Meldung aus Algier geftern früh verhaftet d er in verschiedenen V nié! leistete

haden. die dem neuen

da er die Geldstrafen, zu denen \

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4 ey > E Ne “G erh erieumdungsoroinen Derurie

bat er cine dreijährige Haft zu verdüzen

Der Direktor wie dem „W. T m M tgliede des r jste Aeskripite wurden aus ¿ der Staatssekretär uns Vráfident der Stoatsóf nomie im Reichsrath Ssolsfky, der aleihzeitia zum Grafen ernannt wurde, und der S sefrezáer und Wirkliche Gcheime Kath Durnomwo wurde verliehen: der Alexander Newely-Orden dem Senator Sstemenow und dem Stactese?re®är Finland von Plieho-r, der W aße dem Mitalied

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latmir-Orven erter des Seriaratis Hiri: ben eten Nati Galfin-Braßikoi,

dem General - Gou 4 Fuld Bobrifow uned | dem ener der Yefanrterie Neibinder lerie Pvilebiaunatiércidrn tür cousariómete, eifrige Dienue

erkiciten de Geheimen Räthe und Mitglieder des Neichsratlzs

n Max Nugis dort! | a. M y | Grotibritarniecnrs

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Kobeko und Janowsky, sowie die Senatoren Dervis G L E welche zu Geheimen Räthen befördert wurden.

Spanien.

Ein militärischer Empfang, welcher heute im Königlichen Palais zu Madrid |tattfinden sollte, mußte, wie dem „W. T. B.“ von dort berichtet wird, abgesagt werden, weil das Befinden der Jufantin Christine, die vor einizer Zeit erkrankt ist, sih verschlimmert hat.

Portugal.

Den Cortes ist gestern der Etat für das Jahr 1902/3 zugegangen. Die Einnahmen werden, dem „W. T. B.“ zufolge, auf 54 913 Contos, die Ausgabén auf 56 863 Contos veranschlagt. Das«Defizit ist also um 1279 Contos geringer als im laufenden Jahre.

Amerika.

Wie dem „Neuter’shen Bureau“ aus Washington mit- getheilt wird, wor das Kabinet gestern zu einer B.sprechung Uber den bevorstehenden Besuch des Prinzen Heinrich von Preußen zusammengetreten; ein endgültiges Programm der Festlichkeiten wurde jedoh noch nicht festgesegt. Der Präsident Roosevelt und der Staatssekretär Hay beabsichtigen, dem Prinzen zu Ehren ganz besonders großartige Fesilichkeiten zu veranstalten.

Wie die „Times“ aus Washington vom gestrigen Tage meldet, ist Whitelaw Neid zum Botschafter in beson- derer Mission exnaunt worden, um die Vereinigten Staaten bei den britishen Krönungs feierlichkeiten zu vertreten.

Im Senat beantragte, dem „W. T. B.“ zufolge, der Senator Mason gestern cine Nesolution, welche besagt, daß das Prinzip der Gegenseitigkeit, wie es in der Mc Kinley- und der Dingley-Bill anerkannt sei, sich als das richtige er- weise und die Festhaltung an demselben im Jnteresse der Wohlfahrt dcr Vereinigten Staaten liege. Die dem Scnat vorliégenden Verträge sollten in Berathung gezogen werden zum Zwe>k der Beschlußfassung in der gegenwärtigen Sesjion.

Asien.

Das „Neuter’she Bureau“ erfährt aus Hongkong vom gestrigen Tage, daß am Montag im Tamtschao-Kanal des Westflusses von chinesishen Soldaten auf das britische Dampfschiff „Manning“ gefeuert worden sei. Der als Passagier an Bord befindlihe Geistlihe des britischen Kriegsschiffes „Glory“ habe cinen Schuß dur<h das Bein er- halten.

Der „Standard“ meldet aus Schanghai, es verlaute dort, die Russen hätten sih vor dem Tode Li-Hung-Tschang's in dem Gebicte von Nanwal (Nanrui?) südostli< von Schanghai in der Näße des Yangtsekap einc Konzession ge- sichert.

Afrika.

Lord Kitchener meldet aus Johannesburg vom 13. Januar: Seit dem 6. Januar seien 20 Buren gefallen, 9 verwundet und 203 gefangen genommen wor-en, während sih 93 ergeben hätten. Jm östlihen Transvaal scheine sich der Feind zersuecut zu haben, obwohl er daselbst 500 seiner besten Stkéiter zusammengezogen gehabt habe, um bei Onverwacht gegen den Obersten Plumer vorzu- gehen. Die Hauptmasse des Feindes im westlihen Trans- vaal stehe wesili<h von Rustenburg. Die Hauptansamm-

lungen von Buren im Oranje-Freistaat scien beim Wilgefluß und südl< von Bethlehem. Verschiedene britshe Truppcnabtheilungen hielten diese Kommandos

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in Athem. je Obersten Monroe, Lovat und Follet streiften durh das Dreie> zwischen Jamestown, Alival- north und Ladygrey in der Kapkolonie, wo kleine Bure nabtheilungen ständen; im Westen der Kapkolonie werde der Feind no< nah Norden zurü>gcdrängt, und es würden Proviantdepots errichtet, wcl&e als Stüßpunkte für künftige Operationen jenseits der neuen Blo>hauslinie dienen sollten.

Ein weiteres Telcgramm Lord Kitchener's vom gestrigen Tage besaat, der Streitmacht d. s Generals Bruce Hamilton sei es gelungen, bis auf drei Meilen an Louis Botha heran- zukommen, welcher auf cinem Wagen in der Nacht zum 11. d. M. entkommen sei. Die Truppen, welche vorher cinen langen Marsch gemacht hättcn, hätten Botha fieben Meilen verfolat, bis die Pferde crihöpft agcwesen seien. 32 Buren seien g: fangen genommen worden.

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Aufiralien. Wf. À

Nus Melbourne ersähri das „RNeuter"she Bureau“, daß Bundee-Premier-Minister Barton gestern im Bundes-

Rarlament eine Nesolution beantragt habe, in welcher erklärt wcrde, das Haus ergreife im Hinblid auf die Absendung eines australischen Kontingents nach Süd:Afriksa die Gelegenheit, um seiner Entrüstung iber di im Auslande gegen die Ehre des britisten Vol's und die Mensclichkeit und den Werth der britischen S oldaten erhobenen Anschuldigungen Ausdru> zu geben. Weiter heißt es in der Resolution, das Haus crlläre, daß

Nustralicn bereit sei, dem Mutterland alle erforderliche Hilfe wn leisten. um den Kriea in Süd-Afrika zu Ende zu führen. Der Minister fügte birzu, daß, wenn- auf das Verlangen na< Truppen vom gaustralishen Bund ie Neaieruna vom Parlament angewiesen worden wäre, die erlanaten Trupven zo verweigern, die Regierung zurücl- sein würde Wenn man von der Regierung verz hâtte, wei- oder dreitausend Mann zu senden, so Anzahl cbenso bereitwillig acsandi haden, wie

Hierauf wurke der erste Theil der Resolution . der uwe-te Theil mit allen Stimmen bis auf fünf der Arbeitervertreter gefaßt

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Parlamentarische Nachrichten.

Die Berichte über die gestrigen Sihungen des ReihE- tages und des Hauses der Abgeordneten definden <

| in der Erfien und Zweiten Beilage

In der heutigen (0,) Sihung des Hauses der Abe

| geordneten, welher der Munilter der geisilihen, Unt rrichts

und Medizinal-Angelegenheiten 1)r. Studt und der Minister

| | |

des Jnnern Freiherr von Hammerstein beiwohnten, wurde die Besprechung der Jnterpellation der Abgeordneten

r: t (nl.) und Genossen, betreffend den Schuß des euts<hthums in den östlihen Provinzen, und der r. von Jazdzewski

e d Gens der Abgeordneten (Pole) und Genossen, betrefscnd die Wreschener Schu[- vorgänge und die Aenderung der Bestimmungen über den Religionsunterriht in den sprahlih gemischten Landestheilen, fortgese

Das Wort erhielt zunächst der Abg. Kindler - Posen

(fr. Volksp.), dessen Rede beim Schluß des Blattes noch fort- dauerte.

(

Die Juvbiläums-Stiftung der deutschen Judustrie.

Die Mir von den Mitgliedern dés Kuratoriums der Jubiläums- Stiftung der deutschen Industrie anläßlich. ihrer ersten Sihung dar- gebrachten Huldigungsgrüße habe Ich gern entgegengenommen und \prehe hierdur<h Meinen besten Dank aus. Jch vertraue, daß, nach- dem diese hochherzige Stiftung nunmehr ins Leben getreten ist, die angebahnte Vereinigung von Theorie und Praxis sür die deutsche Technik hervorragende Erfolge zeitigen wird.

Wilhelm R. Herrn Geheimen Regierungsrath, Professor Nietschel, Grune- wald-Berlin, Bettinastr. 3.

Seine Majestät der Kaiser bekundete mit vorstehendem Telegramm als Antwort auf eine Huldigungsdepeshe Allerhöchstseine lebhafte Antheilnahme an der Jubiläums-Stistung der deutschen Industrie, welche M der hundertjährigen Jubelfeier der Königlichen Tech- nishen Hochschule zu Berlin im Oktober 1899 errichtet worden ist und deren Kuratorium “am Sonnabend, den 11. Januar, zur ersten Si ung Ame Ueber den Verlauf der Sitzung ist Folgendes zu berichten :

Der Vorsißende des bisherigen Arbeits-Aus\{husses Herr Ernft Borsig, Berlin, eröffnete die Versammlung mit einem Willkommens- gruß an die Erschienenen und herzlichen Dankesworten für alle die- jenigen, die dur< Stiftung von Beiträgen oder thätige Mitarbeit zu dem Gelingen des großen Werks LEgeiragen haben.

Hierauf erstattete Herr Direktor Max Krause den Schluß- beriht über die Thätigkeit des Arbeits Ausschusses und deren Gr- gebnisse. Diesem Bericht entnehmen wir nachstehende Angaben:

ie mit dem 31. Dezember 1901 abschließende Rechnungslegung ergiebt na<h Abzug aller Unkosten und unter Berücksichtigung des jekigen Kurswerths der vorhandenen Werthpapiere einen Betrag von

1 802 000 A Hiervon is im Oktober 1899 auf Verlangen einer Anzahl Berliner Firmen aus deren Beiträgen eine Summe von 50 000 A abgezweigt worden, mit der Bestimmung, daß hieraus bei der Technischen HoWschule in Charlottenburg zur Erinnerung an ihre Jubelfeier ein Denkmal zu errichten sei. Der gesammte Restbetrag steht für die Zwe>ke der Stiftung zur Verfügung.

Im Namen des A o Sala betonte der Vortragende den Wunsch, daß die Geldmittel der Stiftung niemals für kleine Zweke oder gar Sonderbestrebungen einzelner Gruppen zersplittert werden sollen, sondern in rei bemessenen Beträgen, den wachsenden Anforde- rungen der Zeit Rechnung tragend, in freigebiger Weise Verwendung finden mögen zur Förderung der te<nis<hen Wissenschaften.

Der $ 1 der Satzungen giebt diese Ziele in folgenden allge- meinen Umrissen an: N

„Es fönnea Mittel gewährt werden zur Ausführung wichtiger tehnisher Fors{vungen und Untersuchungen, zu Forshungs- und Studienreisen hervorragender Gelehrter und Praktiker, zur Bericht- erstattung über solche Reisen, zur Herausgabe te<nish-wissens<aftl Arbeiten, zur Stellung von Preisaufgaben, zu Lehriwe zur Gründung und FunE von t nis-wissen! aftli Anîtalten und zu fonstigen Zwecken, welche die Förderung der te<nishen Wissen- schaften im Auge haben.“

Die Glü>wunschadresse, mit wel<her die Stiftung seinerzeit zu Ehren der Technischen Hochschule Berlin verkündet wurde, fügt gleihsam als weitere Anleitung hinzu:

„Für sole Fälle, wo bervorragend wichtige Aufgaben oder Ziele von bober nationaler Bedeutung es zwe>mäßig erscheinen lassen, wird dem Kuratorium anempfohlen, niht nur die Zinsen, sondern au das Stiftungékapital selbst ganz oder theilweise zur Verwendung zu bringen.“

Der Bericht {loß mit dem Wunsch, daß es dem Kuratorium niemals an der Gelegenheit feblen möge, wirklih bedeutende und ge- meinnüyige Bestrebungen im Geiste der technishen Wissenschaften erfolgreih zu fördern, und daß zu jeder Zeit, wenn hervorragend wichtige und insbesondere au nationale Aufgaben seiner Entscheidung unterbreitet werden, eine freigebige und bochberzige Hilfe in freudiger Bereitroilligkeit dargeboten werde

Nach einem weiteren Bericht des Herrn Kommerzienraths He>- mann erfolgte alédann die formelle Uebergabe des Vermögens und der Geschäftsführung an den Vorsitzenden des Kuratoriums, Herrn @eheimen Regierungörath, Professor Rietschel, welher nunmehr die Konstituierung des Kuratoriums cinleitete mit dem Ausdru> des Dankes an die Vitgalieder des Arbeits- Ausschusses, die in hingebendster Weise ibre ganze Kraft für die Gründung und Förderung der Stiftung eingesetzt haben.

Den Sayungen zufolge ist der jeweilige Vertreter der Technischen Hochschule zu Berlin zugleih Erster Vorsitzender des Kuratoriums. Zum stellvertretenden Vorsizenden wurde gewählt General-Direktor

von Oechelb äuser - Dessau, u Schristführern: Baudirektor, Professcer von Bat - Stuttgart und Baurath Rieppel

Nürnberg; zum Schotmeisler: Kommerzienrath Paul He >mann, Berlin, zu dessen Stellvertreter: Geheimer Bergrath, Professor Ledebur- Freiberg i. S

Im übrigen weiit die Mügliederlisle des Kuratoriums cine Reibe hervorragender Namen der technishen Wiffenschaft und Praxis auf. Dieselbe lautet

Vertreter der neun Technischen Hochschulen

1) Berlin Geheimer Regierungbrath, Professor Rietschel, Gehcimer Regierungsrath, Professor Dry. Witt

2) Aachen: Professor Dr. Otte Grotrian,

Georg Frenyen.

3) Hannover: Geheimer Regierungdrath, Professor Fischer, Geheimer Regierungsrath, Professor Dolezalek.

4) München: Professor Uer. August Föppl, Professor Moriy S<hrôter

5) Dresden: Geheimer Pee Professor Mehrtens, Ec heimer Hofraih, Professor Dr. Hempel.

6) Stuttgart: Bautirekior, Professor von Bach, Ober-Bau-

rath, Professor Ernsi. Geheimer Baurath, Professor Berudi, Ge

Professor

7) Darmstadt heimer Hofrath, Professor Dye. Städe l.

s) Karlöruhe: Obder-Baurath, Professor Engesser, Hofrath, Professor Brauer

9% Brauns<hwelg: Professor le. Bodläuder, Professor Pf cif er Vertreter der drei Berg- Akademien 10) Berlin: Geheimer Bergrath S<hmeisser, Geheimer Bergrath, Professor Dr. Wed ding I Slausthal: Geheimer Bergralh Köhler, Professor Doelh

12) Freiberg: Geheimer Bergrath, Professor Le debur, Pro- fessor Treptow

(Die in vorliehentem VerzeiEnih unler jeder Nummer an ersier Stelle genannten Herren sind als ortentliche, die an weiter Stelle aofgetührten als slellvertretente Müglieter gewähli worten.)

Vertreter der Industrie:

Zu ordentlihen Mitgliedern sind gewählt die Herren :

1) Fabrikbesißer Ernst Doi, Berlin, j

2) Kommerzienrath Der. Brun>, Ludwigshafen, :

3) Geheimer Kommerzienrath von Duttenhofer, Rottweil a. N., 4) Kommerzienrath Dyckerhoff, Amöneburg, Rhein,

5) Kommerzienrath Paul He>mann, Berlin,

6) Geheimer Finanzrath J en>ke, Essen, 7 Geheimer Kommerzienrath Gerhard L. Meyer, Hannover, 8) General-Direktor Wilhelm von Dechelhäuser, Dessau,

9) Geheimer Baurath Emil Nathenau, Berlin,

10) Baurath A. Nieppel, Nürnberg,

11) Dr. Wiegand, General-Direktor des Norddeutschen Lloyd, Bremen. l

19) Geheimer Kommerzienrath Carl H. Ziese, Elbing.

Zu stellvertretenden Mitgliedern sind gewählt die Herren :

1) Geheimer Kommerzienrath Eduard Arnhold, Berlin,

9) Werftbesitzer Hermann Blohm, Hamburg,

3) General. Direktor Dr. Henry T. Böttinger, Elberfeld,

4) Baurath Philipp Holzmann, Frankfurt a. M,

5) Marx Krause, Direktor von A. Borsig, Berg- und Hlitten- verwaltung, Berlin, , :

6) Geheimer Kommerzienrath Heinrich Lanz, Mannheim,

7) Professor D)r. Carl von Linde, ;

8) Baurath Theodor Peters, Direktor des Vereins deutscher Ingenieure, /

9) Kommerzienrath Julius Pintsch, Berlin,

10) Geheimer Kommerzienrath Gu stavSelve, Altena-Wesifalen,

11) Geheimer Kommerzienrath Ern Schieß, Düsseldorf,

12) Ober-Berg1rath Dr. Wachler, Berlin.

Kunst und Wissenschaft.

A. V. In der leyten Versammlung der „Vereinigung der Saalburgfreunde“ hielt Herr Negierungs- und Geheimer Bau- rath Dr. Meydenbauer einen von zahlreichen vorzüglichen Licht- bildern begleiteten Vortrag über „römische Baureste auf deut s<hemBoden“. Die Spuren der 400 Jahre lang von den Römern in Deutschland geübten Herrschaft sind, wie er ausführte, nit gerade zahlreich. Namentlich ist dies von der re<ten Seite des Rheins zu sagen, wenn man von dem zum Schu von Südwest- Deutschland gegen Ueberfall unabhängiger germanisher Stämme errichteten Limes absieht, der ih bis über den Taunus hinaus erstre>te und dessen zu einem großen Theil verwisbten Spuren seit 10 Jahren eifrig nahgeforsht wird. Befremdlich ist namentli, daß wir bis vor kurzem so überaus wenig von dem am weitesten nah Nordosten vorgescho! enen Posten der Nt ömer wußten, daß sogar das Kastell Aliso, dessen römische Schriftsteller mehrfa<h Erwähnung thun, nabezu sagenhaft erschien. Wenn in den Gegenden re<ts vom Niederrhe.n die römische Herrschaft au<h von viel kürzerer Dauer war als in anderen Theilen Germaniens und wenn außer von der Episode der Teutoburger Schlacht die römischen Quellen auch nur \pärlih fließen, so sollte man do meinen, daß zablreihere Erinnerungszeichen an die römische Herrschaft au<h in diesen Gegenden erhalten sein müßten, da die Zeiten blutiger Febde au< von längeren Zeiträumen friedlicher Be- tbätigung und Niederlassung unterbrocben waren. Es ist nit un- möglich, daf; das neu euvachte Interesse für solhe Aufs{lüsse über

das erste Auftreten der Germanen auf dem Welttheater in ibrer Berührung mit den Römern früber oder später noch zu werthvollen Funden führen wird. Nächst den interessanten

Entde>ungen auf der Stätte von Kastell Aliso maß der Vortragende zwei den Doiteu Jabren angehörigen Entde>kungen in dieser Nichtung eine gewisse Bedeutung bei. Dieselben beziehen \i<h einestheils auf Pyrmont, das den Römern woklbekannte heilfkräftige Bad Per montes, in dessen Quellen bei einer kürzlihen gründlichen Räumung derselben cine Menge fleiner Gegenstände von altrömischer Arbeit, wie Fibeln und Schmul>sachen, gefunden worden ist, von denen man arnebmen müßte, daß sie den Römern von den Germanen ge- raubt und als Weibgeshenke der heiligen Quelle übergeben worden waren, wenn nit die Erklärung viel näher läge, daß badende Römer und Römerinnen solche verloren bätten. Der zweite Fund betrifft gewisse Gräber von ungewöhnlicher Gestalt und Anordnung, die cin eifriger Forsher na< germanishen Ringwällen, der Kaufmann Brügge in Meschede, auf den Höhenzügen nordwestlih dieser vier Meilen östlid von Arnsberg gelegenen westfälishen Stadt

entde>t hat. Cs handelt sih um eine beträchtlihe Anzabl dur Steinbaufen markierter, îin 3 bis 4 Reiben nebeneinander angelegier Gräber, die militäris<h außsgeri<htet und é

s Schritt von einander entfernt sind. Jhre Regelmäßigkeit läßt vermutben, wenn auch keinerlei menschliche Ueberreste mehr gefunden wurden. daß bier die Stätte gewesen sei, an der Germanicus nah zeitgcnössischem Bericht unbeerdigt gebliebene Opfer der Teutoburger Séblacht beisetzen ließ. Jedenfalls gehören diese Gräber, ihrer ganzen Anlage nah, Menschen an, die niht Germanen waren.

Crinnert man si, daß die Rômer, bis die Völkerwanderung ibrer Herrschaft in Deutschland cin Ende machte, am Rbein vier befestigte Lazer besaßen: Xanten. Côln, Mainz und Augst, so _ ift ibr Einfluß zut die benabbarten Landschaften und cine gewisse Pflege der Be- zicbungen zu denselben, au< wenn sie nicht dauernd unter das römische Joch gebeugt waren, to<h anzunehmen, und man wird sih entwöhnen müsen, alle Römerbauten rets vom Rhein auss{ließlih unter dem Geicbtöwinkel des kricacrischen Angriffs oder betraten. Selbst der Limes entsprach ticsen Zwecken nur an einer

e von der Natur targebotener und gut bewedbrter Punkte war er nicht sowobl cine und was als alter rômis{her Wartthurm angesprochen wird, ift

wie beispiclöôwcise der \o benannie Thurm dei Bad ?ms. nur cin Grenutburm, wesentlich errlhtet iür den Ecometer und e Grenzfestlegung Viele von ten Römern im Zuge des Limes euten Grenzsteine tragen daëselde, sie in ibrer Bestimmung charak- erisierende Kennzeichen, welches noch deute zur Charafkterifsierung von Srenzsteinen in Uebung ist, nämlich darunter gelegte Gegenstände, die ie Baksteindro>en oder angekobdlte Holzstu>e nur von Menichen- and an diese Sielle gelangt sein können

Zu den befestigten Punkten des Limes und den verbältnißmäßig beterbaltenen rêmiswen Banwverken reis vom Rhein gebört die Saal- barg im Taunus, und es war daber cia glüu>licher Ecdanke, dier cine Eraeucrung zu versuchen, weil die vorhandenen Reste wenigîtens den Grondvlan angaben und in dicier Beziehvng das Original mit An- spruch auf Genauigkeit wieder entstehen konnte. Freilich waren, wie cine aroße Reibe vor Jahren von dem damaligen Zustande der Reste grmachter Auinabdmen zeigte, u jener Zeit wenig mebr als die Fundamente der früheren Gebäude no<h vordanden, und selbt diese hatten lbeilweile ichon ausgebessert werden müssen, um deren doll Käodige Auflêsung zu verhindern. Dagegen konnten die alten Wallaräbea fast vollliandia in ibrer früheren Gestalt wiederhergeftellt werden, weil si der im Laufe der Jahrhunderte hincingeswemmte Beten deutlich von dem gewachsenen untershicd. Von hobem Inter- tse waren ticienigen Räume der alten Saalburg in ihrem früderen Erbaltungözuittante und die entsprechenden Räume einer römischen

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der Vertbeidigung zu

| Aufgabe geopfert werden Verthbeidigunas- als vielmehr cine Grenz- |

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dienende kurze Säulhen aus Bastein vertheilt waren. Meist liefen die vg a in den Diagonalen der viere>igen Räume und endeten in den E>ken in vertikalen Heizrohren innerhalb der Mauer, dur< welche die Gase bei den großen, der Holzfeuerung ge- gebenen Abmessungen wahrscheinlih raublos entwichen. Man muß zugeben, daß diese Heizung ebenso ründli<h wie bygienis< war. An den Bildern der wiedererstandenen Saalburg erläuterte der Vor- tragende die Art der römischen Umwnng und Vertheidigung, sowie die gesammte Einrichtung dieser militärishen Station, um fodann K den viel zahlreicheren Resten yon römischen Bauten auf dem linken theinufer überzugehen, wo sih die Nömerherrshaft unangefo<ten vier Jahrhunderte behauptet und reihe Kulturblüthen getrieben hat. Dies gilt vor allem von dem Mosellande, von Koblenz aufwärts bis Trier und darüber hinaus bis Igel und Nennig. Während Igel bemerkenswerth ist dur< eine wohlerbaltene Denksäule, die sih hier die Familie des rômishen Kaufherrn Secundinus geseßt hat, und Nennig dur<h kostbare Mosaikböden, die in einer römischen Villa aufgefunden wurden, zeigt die große Anzahl von römischen Bauwerken in Trier, daß die römischen Kaiser dieser ihrer westlichen Nesidenz große Fürsorge widmeten, von Trajan an, welcher das 30000 Menschen fassende Amphitheater \<uf, bis auf die im dritten und vierten Jahrhundert si< {nell auf einander folgeuden Kaiser, wele den mächtigen Kaiserpalast und die Thermen erbauen ließen, die an Ausdehnung entspredende römische Anlagen übertreffen. Die no< immer großartigen Nuinen beiter wurden im Bilde vorgeführt und ebenso die in einer malerischen Schlucht gelegenen Reste des Amphitheaters, dessen Erbauung durch den Caecfar der Volkêmund in dem Orténamen Kase- Schlucht festhält.

Ueberraschend wirkte der von dem Redner durch die bildlihe Dar- stellung gebrahte Nachweis, wie der Trierer Dom aus dem von der Mutter Constantin’s, Helena, bewohnten, später der Kirche ge- \henften Hause emporgewahsen ist. Mit Reht wurde auf die Kunst und Thatkraft der röômishen Baumeister hingewiesen, die hier gewaltige Steinmassen zusammengefügt, deren Transport und Bewältigung bei ihrer Aufstellung sogar loren verbesserten Hilfs- mitteln {wer fallen würde. Manches ist beim jähen (Einbruch der Völkerwanderung unvollendet geblieben. Auf dem Plaß vor den Dom liegt, als ein Wahrzeichen Triers mit Ehrfurcht betrachtet, no< heute eine mächtige Syenit-Säule, die niht mehr zur Aufstellung ge- langen fonnte, während ihr fertiges Pentant seit 1500 Jahren unbe- rührt no< im Steinbruch lagert. Ebenso zeigt die wohlerhaltene Porta nigra, im Volksmunde das Simsonsthor, daß der dunkelfarbige, graue Sandstein, aus dem sie besteht, no< der Bearbeitung und Auss{hmückung dur< den Bildhauer harrte. Das Verdienst, diese Erinnerungen an eine in ihrer Art große Vergangenheit und an eine Kultur, von deren Blüthe wir, da sie bis auf das leßte Jahrhundert eine heidnische war, fast nur tendenziöse Schilderungen besißen, in ihrem gegenwärtigen Bestande wenigstens erbalten und gerettet zu haben, gebührt dem König Friedri Wilhelm 1IV., der als Kronprinz, unmittelbar na<hdem Trier 1815 preußis<h geworden, das Rettungêwerk einleitete und zu gutem Ende führte. Dies gilt von allen römishen Bauwerken Triers, an erster Stelle allerdings von den jüngsten unter ihnen, der Porta nigra. im Mittelalter zu zwei Kirchen ausgebaut, und der Basilica, deren ursprüngliche Bestimmung unsicher ist. Gegenwärti ist das über 100 Fuß hohe, auégedehnte Gebäude, verständnißvoll restauriert, den Protestanten als Kirche überwiesen.

4 In dem Oberlichtsaal der Königlichen Akademie der Künste ist zur Zeit das Gemälde ausgestellt, das Professor Hugo Vogel im Auftrage des Hamburger Senats gemalt hat und das zum Shmu>k des neuen Rathbaufes in Hamburg be- stimmt ist. Es stellt die a<tzehn Senatoren, die beiden Syndici und vier Sekretäre der Hansestadt dar, die unter Führung des inzwischen verstorbenen Ersten Bürgermeisters Verömann ihren feierlichen Einzug in

das neuerbaute Rathhaus halten. Die Aufgabe, die dem Maler hier gestellt war, bot mannigfa@e äußere und künstlerische Scbwierigkleiten. Vogel bat sie “im Sinne cines Repräsen- tationsbildes na< Art der Doelcnstü>le der altholländiscben Schule, eines Frars Hals und Verhelst, mit unleugbarem Geschi>k

gelöst und ift auch strengen kürstlerischen Anforderungen nihts s{uldig geblieben. Die Schlichtheit, mit der gerade jene holländischen Meister der Versuchung zu allegoris< pomphaften Arrangements solcher

Regentenbilder aus dem Wege gingen, gereiht au< diesem Bilde zum

Vortbeil. Dadurch, daf die shwarie Schaube mit dem weißen Mübl steinkragen, die Amtêtracht der Hamburger Senatoren, von vorn berein jede Entfaltung koloristisher Eftekte im landläufigen Sinne ausschließt erbält tie Darstellung eine besonders feierliche Würde. Vogel hat mit feinem Gefübl die Figuren auf einen neutralen grauen

grund gestellt wir vermuthen die Eingangshalle des Math- bauses darin und au< sonst keinerlei farbiges Beiwerk zur koloristisben Belebung berangezogen. Diese Enthbaltsamkeit gab ihm die Möglichkeit, und des Beschauers Aufmerksamkeit auf die Kövfe der Dargestellten wu sammeln. Die porträtmäfig lebendige Charakteristik der Regierungévertreter galt ihm als Entdziel, und er bat es erreicht, wobei ibm freilich bas energische Gharaltergepräge seiner Motelle wm Hilfe kam. Geistige Spannkraît, ftolzes Selbst- bewufitsein, abwägende Besonnenbeit, gemütbliches Bebagen sprechen cin jedes in seiner Sprache avs diesen Köpfen. Troydem interessiert aud cine breite und ges<bi>iec Wiedergabe des Stofflichen. Der bläuliche Scbimmer, der auf decn Sammetschauben liegt, der Glanz ter Seiden-

leng

Hintkere- |

strümpfe und La>kschube, dessen Lichter ke> aufblizen, nimmt der \{hwarzen Farbe das Todte und Starre, Die weinen Halekrausen soudern die Kêvfe glu>lih ven cinanter. Vor der Gefahr, troydem in eintönige Wiederbolung 1a gerathen, s{<ütt die dur< zwanglose Câsuren gegliederie Aoordnur nur die linke Gruppe von Senatoren, die cine Treppe binabschreiten, wirkt etwas ge- | drärat, wie denn die bildmät Komposition der besonderen |

te, einen aus dem Bilde yach reis bin autscbreitenden Zug zu s{ildern. Alle diese Schwierigkeiten kommen dem Beichauer kaum zum Bewußtsein, dank der Kindigkeit, mit der der Künttler ibnen Vortheile abzurinacn verfleht. Störerd empfindet tas Auge gelegentlih den violetten Fleischton der Köpfe. cbwobl auch er aus der foloristihen Oekonomie des Ganzen vertheidigt werden lann Wied ein Rerräsentationsbild auch niemals so rü>balilosen En- thusioëmus cutéachen wie cine freie, vom Willen tes Auftraggcders bbängige S&Sérfung, se vertient dech die Art. in der cinem Auftrage gerecht geworden. obne dic fünstlerische Haltung warme Ancrkenauog und Berrunderang

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Dieamtlite „London Eazette* veröffentlicht, wie ,W. T. B."

c 2 | meldet. in ihrer ge'trigen Nummer cine von ciner großen Anzabl | dbervorragender Männer der Wißfiericbaftk Prefefsoren der Juris-

| prudenz, Theclogie, Philclogie, Scichichte und Anterea unterzeichnete

Petition, welde um Genchmigung der Errichtung einer dri tischen Akademie zur Förderung des Studiums der vbilosopbdisden und belitisden Wissenshaften dite

Die Unterzciédner wollen die crstcn Mitglieder der Akademie fein

Gesundheitêwesen, Thierkrankheiten und Abiperrungs-

Villz an der Rubr, welche dereinst mit Helzeinrichtung versehen ge» |

Finlant

Nah ciner in der Hclisingiorice Amtszeitung erfelgten Bekannt- |

madung werden finläntdiiderieits Sgypten alo retvrertättiga and Madras und Kar ftadt als vefifrei detrabtei

Bulgarien.

Die daldarlSe Negierung dat Smyrus für veftfrei Beirut fe restveriendt ertlärt. (Vergl. „R Anz * vem 6. è. M

von cinander den Thenplaiten des Fulibedens als Unterlage î Ne. 4

und

Land- und Forstwir.thscaft. Uebersicht

über die Ein- und Ausfuhr von Getreide unv Kartoffeln

in Antwerpen im Dezember 1901.

(Nach einem Bericht des Kaiserlichen General-Konsuls in Antwerpen.)

Eingeführt wurden (eins<l. der Durchfuhr):

Noggen : aus Numänien . .. 136 460 dz Rußland 840 , Bulgarien . 470 ,

145 380 dz.

Weizen: aus Deutschland 380 dz Mun 871 320 den Vereinigten Staaten von Amerika 239950 , C U O 107 390 -, Rußland i S 75730 , Ati 36500 , Griechenland . 19780 , Bulgarien . 11230; den Niederlanden 2040 ,„ der Türkei 630

1364 990 dz.

Gerste: aus Deutschland E S 10 890 dz den Vereinigten Staaten von Amerika 98260 ,„ der Türkei . S E 92260 , Rumänien . 35590, Bulgarien . 8230, Canabka . E 4930, Franfreih. . 3100 2 den Niederlanden 2050 , England 190.

E / 257 460 dez.

Hafer: nichts.

Mais: aus Deutschland 200 dz Rumänien . E E E 120 den Vereinigten Staaten von Amerika 73610 ,„ Argentinien L aats A N. Griechenland . 20. Rußland 18870 , Bulgarien . i O. den Niederlanden 2350

356 620 dz.

Kartoffeln: aus Deutschland . 730 dz

Frankrei E A ¡ 900 dz. Ausgeführt wurden (eins{l. der Durchfuhr) :

Noggen : nah Deutschland 19 900 dz den Niederlarden 00 - Norwegen . 480 ,„

37 750 dz.

Weizen: nah Deutschland . 155 420 âz den Nicderlanden 66330 Schweden . (O Norwegen R.

228 940 dz.

Gerste : nah Deutschland 32780 âz den Niederlanden D O dem (Congo O.

? L: 5) 450 dz.

Hafer : nichts.

Mais: na< Deutschland 21 600 âz den Niederlanden 20690 ,„

42 290 dz.

Kartoffeln: na< den Vereinigten Staaten von Amerika 95 520 dz

England M320 _— 5490 E 540 , den Niederlanden A Cuba und Portorico 480 Natal / S dem Kap O Spanien E dem Congo. O -.

B.) De

London, 14. Januar. (W. T De Indien telegraphiert, in cinem Theil von Bihbar,

130 320 dz.

r Vize-König von in den Zentral-

provinun Radschputana und Gudscherat hätten vereinzelte leichte

Regenfälle stattgefunden

Das

ganzen Reibe

1. Heft XXiV. Jahrgangs 1902 (XLI\V des „Forstwissenschaftlichen

in Berlin SW., Hedemannitraße 10: Preis von uwölf Heften 14 4), hat folgenden Inhalt Nobert Hartig f Der Oter-Forftrath Fürst

im Grefiberzogthum Baden rubc Aus der tbrcufiscben Staatsforstverwaltung und KForstrath a. D. Sachsenröder AHremösbera- Anlage zar Steinfêrderung Forftamts-Assesseor Mantel in Neucnsorg versammlung des Deutschen 1901 Notizen

Yarcn

Die Neuregulieruna

Das Abíte>kea von Kreiskurven

Theater und Musik. Könialiches Schauspielhaus

Das mit begreiflicher Spannung erwartete erste bicsize Gastspiel cines ter bedecutertiten Pariser Darsteller, des Herrn Coguelin des Aelteren, ehemalizen Mitgliedes der Comédis leançaiss, nabm am Montag auf ter ibm und scinea künstlerischen Begleitern gaîtfrei

des

Berichte

Jahrgangs der Zentralblatts“ (zuglei Publikationsorgan für die forsilihe Abtheilung der Kêénialich bavcrischen foritlichen Versuchsanstalt), unter Mitwirkung zahlreicher Fachleute aus Wissenschaft und Praxis herausgegeben von Pr. Her - mann Fürst, Königlih baverishem Ober-Forstrath und Direktor | der Forstlichen Hochschule Aschaffenburg (Verlagsbuchhandlung i Gar

Paul Iabrgangs Lriginalartitel forsilicde Unterricht in Preußen. Von de: Waltbestcuerung Von Professor Dr. Hauêsrath in Karls. Von Regicrungs- zu CGhorlottenburg Vom Königlich bayerischen Mitt deilungen Forsidereins zu RNegcabsbu

Gine

11. Haupt- rg im Avgust Likcrariscbe

urt Verfügung gesteliten Königiichen Schauspicibübhne seinen Ansan

Niet ganz Sandeau Se Luslspid gorablt cin etwas veralteles, in ipicle Scribe ster Richtung gebaltenes Stûek, Gehae 1594 mit Friedrich Hase

deuticder Srracte an derselben Stätte zut Auftühtang eimen ranfeeihs wit allen seinen Feblern Trertteflid

Darfieller. Ein Vertreter tatür ift effendzr

Goanelin den Aclteren begleitenden Trupte mußt vorhanden: hedem- cinem früheren Gzslspeel

ias erien der hier don

ló>lih war sür diese Ecöfiuvngs - Voritellung

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tas «Mademoisélle de is Seiglière” der Art der taé

Jatrigucn- zaleyi im in der Nolle des Marquis

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annte. imgere Herr Jean E equetin, weleher Fie Anigade übernemmen Latte vit als die jn ibrer Lng secianet d e ne. tak aud die Tarstelleria der Helene,

T ay» f448 Fame Darant, ia ter

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"n Tie teriiche Figur dieies Marquis. in welcber bekanntiih der alte, revaliitisd

Atel T agroten Sildert ist, biltet eigentlich die männliche Hauptrolle des St>s und erfortert ciaca auf das Feinsle <haraficrisicrenden

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