1902 / 25 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Bekanntmachung.

Das Kaiserli e Aüfsichtóamt für Privatver- ; 5 Ab u in de vom 16. Januar 1902 |, entschieden, es sei der Antrag auf Eröffnung des Kon- |-

sicherung hat in der Senatssizun

kurses über die Hanseatische Lebensversiherungs- Bank in Bremen zu stellen. Berlin-Charlottenburg, den 26. Januar 1902. (Grolmanstraße 42/43.) Das Kaiserlihe Aufsichtsamt für Privatversicherung. Dr. von Woedtke.

Landespolizeilihe Anordnung, betreffend den Handel im Umherziehen mit Geflügel.

Da die Geflügelholera noch immer in verschiedenen: Kreisen des Regierungsbezirks herrscht, ordne ih unter Bezug- nahme auf meine landespolizeiliche Anordnung vom 13. Juni. v. J. (A.-Bl. S. 273) gemäß § 56 b Abs. 3 der Reichs- eia Biebseud und auf Grund der 88 18, 20 und 28 des.

Reichs-Viehseuchengeseßes vom 23. Juni 1880/1. Mai 1894 |

Hiermit landespolizeilich Fo genes an: / / : 1) Das Verbot des Handels im Umherziehen mit Geflügel im Regierungsbezirk Düsseldorf wird vom 16. Januar bis zum 15. Februar d. J. einschließlich verlängert. 2) Diese Anordnung tritt mit dem 16. d: M. in Kraft. Düsseldorf, den 9. Januar 1902.

Der Regierungs-Präsident. von Holleuffer.

Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 5 des „Reihs-Geseßblatts“ enthält unter

Nr. 2832 die Bekanntmachung, betreffend Aenderungen der Betriebsordnung für die Haupteisenbahnen Deutschlands vom 5. Juli 1892 (Reichs-Geseßbl. S. 691), vom 22. Ja- nuar 1902; unter

Nr. 2833 die Bekanntmachung, betreffend den Umlauf - von Scheidemünzen luxemburgishen Geprägs innerhalb deulscher Grenzbezirke, vom 23. Januar 1902; und unter «Nr. 2834 die Bekanntmachung, betreffend das Verfahren bei Anträgen auf Verlängerung der Ladenschlufßzeit, vom 25. Januar 1902.

Berlin W., den 29. Januar 1902.

Kaiserliches Post-Zeitungéamt. Weberstedt.

Königreich Preußen.

Seine Majestät dev König haben Allergnädigst geruht:

den Besißer der Fideikommißgüter Bredeneck und Rethwisch im Kreise Plôn Konrad Hinrih von Donner in den Freiherrnstand zu erheben,

SeineMajestät der König haben Allergnädigst geruht :

die von den städtishen Kollegien zu Emden getroffene Wahl des Rechtsanwalts Dr. jur. Hans Riese in Berlin zum Syndikus der Stadt Emden zu bestätigen.

Auf Jhren Bericht vom 7. Januar d. J. will Jh dem

Kreise Oels im Regierungsbezirk Breslau für die von ihm hergestellte und in dauernde Unterhaltung übernommene Chaussee von Postelwiß über Mühlatshüy bis zur Ohlauer Kreisgrenze bei Minken das Recht zur Erhebung des Chausseegeldes nach den Bestimmungen des Chausseegeldtarifes vom 29. Fe- bruar 1840 (G.-S. S. 94 ff) einschließlich der in demselben enthaltenen Bestimmungen - über die Befreiungen, owie der sonstigen, die Erhebung betreffenden zusäßlichen Vor chriften vorbehaltliÞch der Abänderung der sämmtlichen voraufgeführten Bestimmungen verleihen. Auch sollen die dem Chaussecgeldtarif vom 29. Februar 1840 angchängten Be- stimmungen wegen der Chausseepolizeivergehen auf die gedachte Straße zur Anwendung kommen. Die eingereichte Karte er- folgt anbei zurüd. Neues Palais, den 13. Januar 1902. Wilhelm Kk.

von An den Minister der öffentlichen Arbeiten.

m 5 A

hielen.

Ministerium der geistlihen, Unkferrichts- und Medizinal-Angelegenheiten.

Der Arzt Dr. Wege in Buk ist zum Kreisarzt ernannt und mit der Verwaltung dcs Kreisarztbezirks Kreis Mogilno beauftragt worden

Der Arzt Dr. Gerlach in Niedersahswerfen, Kreis Zlfeld, ist zum Kreisarzt ernannt und unter einstweiliger Be- lassung an seinem bisherigen Wohnsize mit der Verwaltung des Kreisarztbezirks Kreis Jlfeld beauftragt worden.

Nichtamtliches. Deutsches Nei.

Preußen. Berlin, 29. Januar.

Seine Majestät der Kaiser und König nahmen heute Vormittag im hicsigen Schlosse den Vortrag des Chefs des Zivilkabinets, Wirklichen Geheimen Raths Dr. von Lucanus ertgegen.

* Nah der im Reichs-Versicherungsamt gefertigten Zusammenstellung, welche auf den Mitthe:lungen der Vorstände der Versicherungsa «stalten und der zugelassen:n Kalseneinrich - tungen beruht, betrug die Zahl der seit dem 1. Januar 1891 bis einschliecßlich 31. Dezember 1901 von deu 31 Versicherungsanstaltin und den 9 vorhandenen K isseneinrich: lungen bewilligten Fnvalidenrenten (§8 *9, Absaß 2,

-] dem 1. Januar 1900 bewilligt

i und ehes und U Pperstde find infolge Todes oder des Berechtigten, Wiedererlangung der Erwerbs- “fähigkeit, Bezugs von Unfallrentcn oder aus anderen ründen weggefallen E

sodaß am 1. Januar 1902 liefen

C

am 1. Oktober 1901. , y Die Zahl der während desfelben Zeitraums be-

willigten Alters8renten (S8 9 Absag 4 des Jn-

validitäts- und Aitersversicherungsgeseßes und 15

R des Jnvalidenversicherungsgeseßes) betrug 389 971.

avon sind infolge Todes oder Auswanderung

des Berechtigten oder aus anderen Gründen weg-

gefallen . E

sodaß ain L. Januar 1902 liefen . .

r E

4 1. Oftober 1901. | ; Jnvalidenrenten.gemäß 8 16 des Jnvaliden-

versicherungsgeseßes (Krankenrenten) wurden seit

anderung

._. 247 306, 486 945 | 467 370

210 521,

179 450 181 245

E E e #4809; Davon sind infolge Todes, Wiedererlangung der Erwerbsfähigkeit oder aus anderen Gründen

weggefallen . . 5 609,

sodaß am 1. Januar 1902 liefen... _— 70

E L, 8 058 am 1. Oktober 1901. j : - Beitragserstattungen sind bis zum 31. Dezember 1901 bewilligt: i S a. an weiblihe Versicherte, die in die Ehe getreten L T42910 : gegen 699-817; Þ. an versicherte Personen, die dur einen Unfall dauernd erwerbs- unfähig im Sinne des Jnvaliden- versicherungsgeseßes geworden sind 589 U As 468, ._an die Hinterbliebenen von Ver- sicherten B . 164 236

L LOT2TO . 907 735 A e S /SEOT B

gegen zusammen

bis zum 30. September 1901.

Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M. S. „Hohen- zollern“, Kommandant: Kontre-Admiral GrafvonBaudissin, am 27. Januar in St. Vincent eingetroffen und beabsichtigte, heute von dort wieder in See zu gehen.

S. M. S. „Tiger“, Kommandant: Korvetten-Kapitän vonMittelstaedt, ist am 25. Januar in Pakhoi angekommen und S ALte, heute nah Hongkong in See zu gehen.

S. M. S. „Jltis“, Kommandant: Korvetten-Kapitän S thamer, ist gestern von Canton in See gegangen.

j K iele W; Januar, Seine Majestät der Kaiser hat, wie diezeler Blätter (melden, am 27. d. M. bas nachstehènde Telegramm an ‘den Chef der Marine-Station der Ostsee, Admiral von Koester gerichtet :

ch habe bes{lossen, am heutigen Tage Meine Yacht „Meteor“ der Marine zum Geschenk zu machen, mit der Bestimmung, daß dieselbe dem Offizierkorps in Kiel zum Gebrau überwiesen wird, während die Yacht „Komet“ den Offizieren in Wilhelmshaven dienen soll. Indem Ich Sie ersude dieses dem Offizierkorps bekannt“ zu geben, spreche Ich den Wun ch aus, E „Meteor“, welche fortan ten Namen „Orion“ führen soll, allen denen, welche \sich im Interesse des Segelsports einschiffen, ein Kleinod sein möge, das sie büten und pflegen, und daß die Yacht den Offizieren soviel Stolz und Freude einbringe, wie J auf diesem noch heute kaum übertroffenen Fahrzeug in mancher siegrei Hen Wettfahct erlebte.

Wilhelm, 1. R.

Der Admiral von Koester hat darauf an Seine Majestät den Kaiser folgendes Telegramm gesandt:

Pit tiefstem Danke für den abermaligen Beweis Allerböcster Gnade, welchen das Offizierkorps der Ostsee - Station dur die Senkung der Yacht „Orion“ empfangen, wird dasselbe bestrebt sein, dieses herrliche Fabrzeug in stolzer Erinnerung an seinen bisherigen eiyer auch weiter tegreih zum Ziele zu führen. In dankbarster Ergebenheit wagt das Dffizierkorps Eurer Majestät seinen tief- efüblteften, ehrerbietigsten Glückwunsh zu Füßen zu legen, indem es egeistert in den Ruf einstimmt: Hoch lebe der Kaiser!

von Koester, Admiral.

Hadersleben, 28. Januar. Der Hofbesißzer Finne- mann in Taaming bei Christianfeld, einer der bekanntesten und eifrigsten dänischen Agitatoren, ist, der „Schleswigschen Grenzpost“ zufolge, unmittelbar nahdem festgestellt war, daß er niht preußischer, sondern dänischer Unterthan sei, aus- gewiesen worden.

Wilhelmshaven, 28. Januar. Seine Majestät der Kaiser hat, wie die „Wilhelmshavener Zeitung“ erfährt, das nachsichende Telegramm an den Chef der Marine-Station der Nordsee, Admiral Thomsen gerichtet:

Cs lag Mir {hon lange am Herzen, sür die Offuiere in Wil- belmshaven beizutragen zu den Freuden des- Segelsvorts und des Lebens auf dem Wasser. Nachdem Ih heute Meine Yacht „Meteor“, welche fortan den Namen „Orion* führen wird, der Marine zum Geschenk gemacht und sie den Offizieren in Kiel zugewiesen babe. bestimme Ich nun- mehr, daß Meine Yacht „Komet den Offizieren in Wilbelméêbaven zur Verfügung gestellt werden soll. Indem Ich Sie ersuche. dies den Offizieren bekannt zu machen, gebe Ih dem Wunsche Austruck. daf der „Komet“ den Vffizieren manche freudige Stunde bereiten möge, wobei sie sih erinnern wollen, wie erfola- und genußreih das gute, starke Seefahrzeug dur viele Jahre ibrem Kaiser gewesen ist

Wilhelm, k R Sachsen.

Seine Kaiserlihe und Königliche Hoheit der Kron- prinz des Deutshen Neihs und von Preußen traf grbers Nachmittag nah 4 Uhr, wie „W. T. B.“ meldet, in

resden cin und wurde“ am Bahnhofe von Seiner König- lichen Hoheit dem Prinzen Georg begrüßt. Zum Empfange waren ferner der preußihe Gesandte Graf vön Dönhoff sowie die Spißen der Behärten anwesend. Nach Abschreiten der von dem 2. Grenadier:-Regiinent Nr. 101- gestellten Ehren- kempagnie degab sih der Kronprinz mit dem Prinzen Georg nah dem Residenzschloß, wo die Begrüßung durch Jhre Majestäten den König un) die Königin erfolgte. uf der Fahrt zum Schloß wurde der Kronprinz vom Publikum led- haft begrüßt.

T erun erungs eßes). gge 251. f er Ausw

= Jeder: gefirigen Sihung dér Kammer der Abgeord- neten theilte, wie „W. T. B.“ berichtet, der Minister der auswärtigen Angelegenheiten Freiherr von Soden im Laufe der Berathung über den Bau von Nébenbahnen mit, daß die finanziellen Ergebnisse der Eisenbahnen im Rechnungsjahre 1901/02 sehr unbefriedigend seien. Um den verans lagten Betrag an die Staatskasse abzuführen, müßten der ganze Re-

servefonds und außerdem noh weitere Mittel in Anspruch genommen werden.

Sachsen-Weimar-Eisenach. Der Landtag ist gestern wieder zusammengetreten, Mecklenburg-Strel iu.

Seine Königliche Hoheit der Prinz von Wales traf estern Nachmittag um 1 Uhr in Begleitung Seiner König- ichen d des Erbgroßherzoas in Neustreliy ein und wurde auf dem Bahnhofe von Jhren Königlichen Hoheiten dem Großherzog, der Großherzogin und der Erbgroß- LCLIO in auf das herzlichste begrüßt. Unmittelbar nach der nant fand im Schlosse ein E und sodann Abends kleine amilientafei statt. Heute A hat Seine Königliche oheit der Prinz von Wales die Nüreise nah London an- getreten. Auf dem Bahnhofe verabschiedeten sich Jhre König- lichen Fuer die Großherzogin, der Erbgroßterzog und die Erbgroßherzogin auf das herzlichste von dem Prinzen.

Großbritannien und JFrland.

, Die Regierung verlangt für das mit dem 31. März d. J, endigende Etatsjahr im Parlament einen Nachtrags-

Kredit von fünf Millionen Pfund Sterling zur Deckung der Mehrkosten des s in Süd-Afrika. A L die gestrige Sißung* des Unterhauses berichtet u . e . . In Beantwortung einer Anfrage erklärte der Erste Lord des Schaßamts Balfour, Friedensanerbietungen seien von niemand, der ermächtigt gewesen sei, im Namen der But zu sprechen, an die Regierung gelangt; jedoch \pät am leßten Sonnabend set eine Mit- theilung von der niederländischen Re ierung eingegangen, die Figetwertis der Erwägung unterliege. Id w-cde Abschriften dieser Mittheilungen und unsere Erwiderung so bald wie möglich auf den Tisch des Hauses legen.“ Labouchère fragte, ob seit den Verhandlungen Lord Kitchener's mit Botha irgend welche Eröffnungen oder Vorschläge unter dem Vorwande, daß sie von Burenführern kämen, dem Premier-Minister von irgend einem Mitgliede des Geheimen Raths vorgelegt worden seien? Der Erste Lord des Schatzamts Balfour erwiderte, Mittheilungen, die niht von autorifierten Personen kämen, - seien nicht geeignet, im Hause den Gegenstand einer Anfrage bezw. einer Antwort zu bilden. Der Staatssekretär für die Kolonien Chamberlain erklärte, die im Felde stehenden Buren- offiziere würden durch nichts gehindert, Lord Kitchener Vorschläge zu machen. Leßterer sei angewiesen worden, derartige Vorschläge der Negterung zu übermitteln. Bei der hiernach fortgeseßten Debatte über die Adresse brahte Seton Karr den Antrag auf eine Untersuchung über die Abhängigkeit Großbritanniens von der Lebensmittel-Zufubr aus dem Auélande und die daraus im Falle eines Krieges entiutingenden Gefahren ein. Der Präsident des Handels- amtes Gerald Ba Jour bekämpfte den Antrag und erklärte, die vorgeshlagenen Abhilfsmittel seien gefährlih und nit durführbar ; folange es eine die Meere heherrshende Flotte iße, genüge es für au

Großbritanvien, daß es \ich die gewöhnlihen Wirkungen des

Geseyes über Nachfrage und Angebot verlasse. Gemäß den L eim,

mungen der Pariser Deklaration könne Getreide fo ange auf neutralen Schiffen eingeführt werden, als es nit für Kriegs- kfontrebande erklärt sei; der Preis des Getreides werde beim Aus- bruche eines Krieges ja steigen; die Steigerung werde aber nicht ge- nügen, um einen Mangel an Nahrungsmitteln herbeizuführen, wenn die Flotte den Bedürfnissen des Landes entspreche. Der Antrag wurde {ließlich von Seton Karr zurückgezogen. Boland (Nationalist) stellte einen Antrag, in welhem gegen die Verhinderung öffentlicher Versammlungen auf Malta zur Bespre{hung der beabsichtigten Ein- führung der englishen Sprache in den Gerichtshöfen und der Er- böhung der Abgaben Einspruch erboben wird. Der Staattsekretär für die Kolonien Chamberlain stellte in Abrede, daß irgend welche Volksversammlungen in Malta verboten worden seien. Das Einzige, was verboten worden sei, sei eine Prozession durch die engen Straßen der Stadt gewesen. Es sei auch nit zu einem Aufrubr gekommen. Schulknaben und Studenten hätten nur eine leine britische Flagge vor dem britischen Klub zerrissen. Allerdings beständen Meinungsverscbieden- beiten zwischen dem Ausführenden Rath von Malta und der britischen Regierung, es sei aber niht richtig, daß ernstliche Unzufricdens- beit unter der Bevölkerung herrshe. (Ér wolle gern etwaigen Beschwerden der Malteser entgegenkommen. Malta sei aber in erster Linie Festung, und dort eine Agitation zu eröffnen, könne die Regierung nicht dulden. Der Staatssekretär legte sodann dar, daß die Sprache Maltas ursprünglih nicht die italienische, sontern ein arabisher Dialekt gewesen sei, daß sih aber die Mehrheit der älteren Generation (8299/6) für die Erlernung der englishen Sprache dur Option entschieden habe. Wenn die Mebrbeit der Bevölkerung nun nicht mehr italienish lernen wolle, so könne die Regierurg sie nit dazu zwingen. Das habe nun in Italien eine s{chmer1lihe Erregung hervorgerufen. Es würde bedauerlich sein, wenn irgend welch: Miß- deutung die Sympathie beeinflussen ader verringern könne, welche bisber zwischen Großbritannien und Jtalien bestanden babe und, wie er hoffe, noch lange weiterbestehen werde. Die Italiener seien haupt- fächlih gegen die Proklamation, welde biunen fünfuebn Jahren die englische Sprache zur alleinigen Gerichtösprache machen wolle. Wenn er durch irgend ein Kompromiß das s{merilihe Gefühl entfernen töônnte, das bei den guten Verbündeten Großbritanniens, den Ftalienertn, herrsche, dann würde er diefe Proklamation in aller Form bedingun z8- los zurüdiehen und sein Vertrauen allein auf die Zukunft seyen. Boland zog nunmehr seinen Antrag zurück

Frankreich.

Die Deputirtenkammer nahm in ihrer gestrigen Vormittagssißung, wie „W, T. B.“ meldet, die Vor- lage, bétreffend die Herstellung von schiffbaren Wegen und die Verbesserung von Kanälen und Häfen, mit 491 gegen 48 Stimmen an. Die Vorlage b zweckt haupt- sählih den Ausdau der Häfen von Dünkirchen, Boulogne, Dieppe, Havre, Saint Nozaire, Nantes, Bordeaux, Bayonne, Cette und Marseille, sowie den Bau cines Nocdost:Kanals.

Italien.

Wie dem „W. T. B.“ aus Nom berichtet wird, hat der Ministerrath in seiner gestrigen Sitzung die Ernennung des Deputirten Zeppa zum italienishen Kommissar dei der egyptishen Kasse der Staatsschuld beschlossen.

Der Kardinal Parocchi ist schwer erkrankt.

Spanien

Die Bureaux der Deputirtenkammer haben, dem e. L. D.“ jusoige, ern eine Kommission von sieben Mitgliedern e rüfung des Gesehentwurss, betreffend die

pa

Bank von nien, gewählt. itglieder der Kommission sind nur Ministerielle.

Ee: Schweiz. |

Der Bundesrath hat, wie „W. T. B.“ erfährt, der Bundesversammlung den Qfvereros mit den ver- einigten Schweizerbahnen mit. dem Antrag -auf Genehmigung unterbreitet, indem er die Vereinbarung als den obwaltenden Verhältnissen angemessen bezeichnet. / Türkei. ___ Einer Meldung des Wiener „Telegr.-Korresp.-Bureaus aus Philippopel zufolge ist dort aus Konstantinopel die Nachricht eingetroffen, daß ein Beamter des türkischen

Kommissariats in Sofia, der Syrer Gabriel G hazel, aus

politishen Gründen verhaftet und in das Gefängniß gebracht worden sei.

Amerika.

Wie dem „W. T. B.“ aus Halifax berichtet wird, sind gestern drei Schwadronen kanadischer berittener Schüßen und ein kanadishes Feldlazareth von dort nah Kapstadt abge-

angen.

f Die Offiziere des in Baltimore liegenden deutshen Schul- his „Moltke“, welche sih in Washington als Gäste der deutschen Botschaft aufhalten, wurden gestern, wie „W. D B meldet, von dem Botschafter von I eben dem Präsidenten Roosevelt vorgestellt. Gestern Äbend fand zu Ehren der Offiziere in der Botschaft ein Ball statt.

Asien.

Jn Kalkutta fand gestern, wie das „Reuter'she Bureau“ erfährt, zu Ehren der Offiziere des deutschen rige „Thetis“ und des österreichish-ungarishen Kriegs\ciffs „Aspern“, welhe zur Zeit dort liegen, bei dem Vize- Könige von Indien Lord Curzon im Regierungs- gebäude ein Frühstück statt, in dessen Verlaufe der Vize-König zunächst einen Trinkspruch auf den Deutschen Kaiser ausbrachte, Allerhöchstwelcher ein O der Engländer sei und gerade jcht den Prinzen von Wales mit Königlicher MliE belPait bewirthe und den indishen Hungersnothfonds reichlih beschenkt habe. Dann trank der Vize-König auf das Wohl des Kaisers Franz Joseph und gedachte Allerhöchst- desselben als ehrwürdigen, auf das höchste beliebten Jnhabers eines europäishen Thrones. Beide Trinksprüche wurden mit Begeislerung aufgenommen; die Musik spielte die betreffenden Nationalhymnen.

Dasselbe Bureau meldet aus Peking, der Kaiser und die Kaiserin-Wittwe Gia gestern die fremden Ge- sandten in Audienz empfangen. Die Gesammtzahl der Ge- sandten, Geschäftsträger und Gesandtschafts : Sekretäre habe beinahe hundert betragen. Der österreihishe Gesandte habe eine Adresse überreicht und die Wiederherstellung freund- shaftliher Beziehungen zu China hervorgehoben. Die Mächte hofften, daß diese Beziehungen noch inniger werden würden. Der Kaiser und die Kaiserin hätten erwidert; leßtere habe ihr Bedauern über die Vergangenheit ausgedrückt und Ver- sihetungen für die Zukunft gegeben.

Die Geschäfte der Regierung ruhen für einen Monat vollständig wegen der Neujahrs-Festlichkeiten. Deshalb werde der Mandschurei-Vertrag, welcher fast zur Unter- {rift fertig sei, wahrscheinlih nicht früher als nah Neujahr unterzeichnet werden. Rußland e geneigt, den mancherlei Einwendungen Chinas gegen den Vertrag Rehnung zu tragen, lege aber großen Werth darauf, die Unterzeichnung des Ueber- einkommens zwischen China und der russish-cchinesis hen Bank zu sichern.

Afrika.

Das französische Panzerschiff „Charlemagne“ ist gestern, wie „W. T. B.“ berichtet, in Tanger eingetroffen und wird heute, mit dem französishen Gesandten an Bord, welcher dem Sultan sein Bieloadiaunatianeideu überreihen wird, nah R aba t abgehen.

Lord Kitchener telegraphiert aus Johannesburg vom 27. d. M., in der vorhergehenden Woche sei von den britischen Truppenabtheilungen gemeldet worden, daß 31 Buren ge- fallen, 20 verwundet und 322 gefangen genommen worden seien, während 53 sih ergeben hätten. Im Nordosten der Kap- lolonie habe sih der Feind derartig vermindert, daß der General French einen Theil seiner Truppen von dort zurückgezogen habe. Jm Westen der Kolonie näherten sich die Vor- bereitungen zum Vormarsche ihrer Beendigung, aber infolge der großen Entfernungen müsse das Vorrücken sehr langsam vor sih gehen. Die Blockhauslinie von Frankfort ostwärts werde am 28. d. M. nahe bei Vrede mit derjenigen, die vom Bothapaß hergeführt werde, zusammentreffen. Die Feld- lforneis von Bode's Kommando hâtten darüber berathen, ob sie sich ergeben sollten: cs habe sich cin Streit erhoben, und die Berathung sei abgebrochen worden, worauf sich Bode's Feldkornets und drei andere ergeben hätten. Die Mel- dung über die Einnahme des Lagers bci Nelspan wird von Lord Kitchener dahin ergänzt, es seicn 94 nicht ver: wundete Gefangene in seine Hände gefallen. Eine starke Patrouille von Lichtenberg sei abgeschnitten und ein Theil derselben vom Feinde in der Nähe von Rietvlei südöstlich don Lichteaberg umzingelt worden? Acht Mann seien gefallen, fünf verwundet und 41 gefangen genommen worden: diese seien irzwischen wieder freigelassen worden. Jnfolge der

eldung von einem beabsichtigten Zusammentreffen zwischen Shalk Burger und Ben Viljoen bei Lydenburg seien britische Abtheilungen entsandt worden, welche der Abtheilung Viljoen's ahe bei der Blockhauslinic aufgelauert hätten. Dabei sei der

Adjutant Nel getödtet, der Adjutant Vesters gefangen gc-.

nommen worden

Aus Pretoria vom 24. d. M. berichtet das _Neutersche Bureau“, der General Bruce Hamilton habe am 5 Ja uar einen neuen erfolgreichen Nachtmarsh gemacht und ein Lager zwishen Ermelo und VBethel überrascht. Die Büren seien geflüchtet und mehrere Meilen weit ver-

worden. Zhre Verluste betrügen 2 Todte, 4 Verwundete und 82 Gefangene, darunter änden sich der Feldkornet Devilliers und der Kapitän Dejaeger von der Staats:

lletie. Sämmlliche Vorräthe des Lagers seien erbeutet vorden. Auf britischer Seite sci ein Offizier {wer und 2 Mann seien leiht verwundet worden.

S,

Parlamentarische Nathrichren.

Die Berichte über die gestrige Sihung des Reithstages mnd des Hauses der Abgeordneten definden sich in der Ersten und Zroeiten Beilage °

Bei der gestern im -10. sächsischen Wahlkreise (Döbeln)

vorgenommenen Ersaßwahl zum Reichstag erhielt, dem „W. T. B.“ zufolge, der Fabrikant Grünberg-Hartha (Sozialdemokrat) 11 781, der Landtags-Abgeordnete Dr. Vogel- Dresden (Natiónalliberal) 6119 und der Gutsbesißer Sach ße- bera fi (Bund der- Landwirthe) 5340 Stimmen. Grün- berg ist jomit gewählt.

Statiftik und Volkswirthschaft.

Die Durchschnittspreise der wichtigsten Leben s- und Futtermittel

betrugen im Kalenderjahr 1901 in Preußen nah der „Stat. Korr.“ für 1000 kg: Weizen 161 (im Jahre 1900 149) 4, Noggen 140 (142) Æ#, Gerste 143 (142) A, Hafer 141 (136) 4, gelbe Erbsen zum Kochen 242 (229) #, weiße Speisebohnen 263 (295) Æ, Linsen 393 (402) A, Cßfartoffeln 49,4 (50,7) 4, Richtstroh 62,7 (43,3) M, Veu 71,9 (60,7) M, Rindfleish im Großhandel 1069 ( 1071) M; im Kleinhandel für 1 kg: Rindfleisch von der Keule 1,38 (1,36) 4, vom Bauche 1,18 (1,16) 46, Schweinefleish 1,41 (1,32) 46, Kalbfleisch 1,39 (1,33) 4, Hammelfleish 1,31 98 46, inländischen geräucherten Speck 1,65 (1,52), Eßbutter 2,30 (2,28) M, inländishes Schweine- {malz 1,64 (1,56) 46, Weizenmehl zur Speisebereitung 30 (30) S, Roggenmehl 26 (26) 4; für 1 Schock Eier 3,85 (3,78) 4.

Die Durchschnittspreise für das Kalenderjahr 1901 zeigen gegen die des Jahres 1900 beim Weizen und demnächst auch beim Hafer eine nicht unbeträchtlihe Zunahme, während beim Roggen ein geringer Preisrückjang zu Tage tritt. Beim Weizen weisen ämmtliche Markt- orte teiderdditngen auf; ebenso beim Hafer mit Ausnahme von Osnabrück, Hanau und Aachen, wo die Preise gegen das Vorjahr un- verändert geblieben sind. Der Roggenpreis ist in Danzig, Bromberg, FDe Bali Me Breélau undGörliß etwas gestiegen, dagegen in Königsberg i.Pr,, Köslin, Frankfurt a.O., Stettin, Stralsund, Berlin, Hallea. S., Kiel,

annover, Osnabrück, Paderborn, Cassel, Hanau, Koblenz, Neuß, Aachen und Trier gefallen. Die Durchschnittspreise für Gerste sind in den östlihen Marktorten zumeist höher, im Westen dagegen fast überall niedriger als im Jahre 1900. Von den Hülsenfrüchten sind gelbe Kocherbsen und weiße Speisebohnen im Preije gestiegen, während die Linsenpreise nachgegeben haben. Die

ae für Nauhfutter haben im Jahre _1901 eine weitere, ret erheblihe Erhöhung erfahren, welhe sich mit Ausnahme von Königsberg i. Pr. für Heu auf sämmtliche Marktorte erstreckt. Die Preise für Schweinefleisch, vet ci geräucherten Speck und in- ländishes Schweineshmalz sind fast überall bedeutend estiegen; au die Eier sind wieder in fast allen Marktorten, zum theil nit unerheblih, theurer geworden. Die Durchschnittépreise der übrigen wichtigsten Lebenémittel zeigen gegen das Vorjahr zumeist nur geringe Abweichungen.

Die Bevölkerung der Stadt Hamburg.

In Hamburg findet alljährlichß eine vollständige Volks- und Wohnungszählung statt, während \ih die anderen eut Ss Orte in der Regel mii ven fünfjährigen großen Zählungen des eis be- gnügen So is das Statistishe Bureau Damburgs Une in der Lage, die am 1. Dezember 1901 vorhanden gewesene Bevölkerung der Stadt Hamburg genau anzugeben. Es wurden nah den „Hamb. Beiträgen“ an diesem Tage 724 835 ortsanwesende Personen gezählt, das sind 19097 oder 2,79/ mehr als am 1. Dezember 1900. Die Bevölkerungszunahme is prozentual im letzten aufe etwas ftärker gewesen als in den drei voraufgegangenen Jahren (2,2, 2,3, 2,1 9/9). Entsprehend der Bevölkerungszunahme is in Hamburg

die Zahl der bewohnten Gelasse von 156386 auf 159 248, ®

die Zahl der nur gewerblih benußten Gelasse von 24713 auf 24 870 gestiegen, während die leerstehenden Wohnungen eine beträchtliche Ab- nahme, von 4652 auf 4039, erfahren haben. Ende 1900 standen von je 100 Gelassen 2,50, Ende 1901 nur noch 2,15 leer. Die Zahl der Haushaltungen in der Stadt Hamburg beträgt 166 134, d. \. 2698 mehr als im Jahre zuvor. Zu ihnen gehören * 717 252 Personen, deren Vermehrung mit 8035 auf den Uebers{huß der Geburten über die Sterbefälle und mit 10854 auf den Ueberschuß der Zugezogenen über die Weggezogenen entfällt. Außer den Wohnungen beherbergten noch die Schiffe în den im Stadtgebiet liegenden Häfen am 1. De- zember niht weniger als 7583 Personen, gegenüber dem Vorjahre 208 mehr.

Kunft und Wissenschaft.

Die Akademie der Wissenschaften hielt ihre statuten- mäßige öffentlihe Sihung zur Feier des Geburts- tages Seiner Majestät des Kaisers und Königs und des Jahrestages König Friedrich's Il. am Donnerstag, den 23. Januar, Nachmittags um 5 Uhr. Der Sihung wohnte der Minister der geistlichen 2c. Angelegenheiten Dr. Studt bei. Den Vorsiß führte der beständige Sekretar der Akademie, Geheime Regierungsrath, Professor Dr. Diels. Derselbe eröffnete die Sizung mit einem Vortrag über die Grenzen von Kunst und Wissenschaft, in dem er, aus- gehend von Friedrih's des Großen am 27. Januar 1772 in der Akademie verlesener Rede „Vom Nutzen der Wissenschaften und Künfte im Slaate“, die gegen Rousseau gerichtet ist, die romantishen Angriffe besprah, welche in alter und neuer Zeit, namentlih von seiten der-Kunst, gegen die Wissenschaft gerichtet worden sind. Am längsten verweilte der Vortragende bei Niehsche's Stellung zur Wissenschaft und hob gegenüber den neuromantishen Bestrebungen, die Wissenschaft wur Kunst hinüberzuziehen und dadurch dilettantisch zu verflachen, die Aufgabe der Akademie der Wissenschaften hervor, die reine, von allen künstierishen und praktischen Ncbenrücksichien freie Forschung zu treiben und zu befördern. Jm Eingang seiner Rede verband der Redner mit der Huldigung für Friedrich den Großen, den zweiten Begründer des Staates und der Akademie, chrfurhtsvolle Segenswünshe und tiefen Dank für Seine Majestät den Kaiser und König, Allerhöchstwelcher durch persönliches Eingreifen in wichlige Angelegenheiten des Znstituts auch im vergangenen Jehre Sein warmes Junteresse an der Wissenschaft bekundet habe.

Daran {lossen sih die Berichte über die Arbeiten der Akademie und der mit ihr verbundenen Stiftungen und Znstitute im Jahre 1901, sowie die Mittheilung der seit dem lehten Fricdrichstage (24. Januar 1901) eingetrétenen Personal- veränderungen

v. A. Von den Arbeiten des jüngst versiorbenen Berliner Künstlers Karl Ludwig ist gegenwärtig im Künftlerbause (Bellevuesiraße 3) eine umfassente Ausstellung eröffnet, die einen reichen Ueberblick über sein gesammtes Schaffen gewährt. Es ift natürlich, daß sich unter den 126 Nummern, die ter Katalog ause fübrt, Gutes und weniger Gutes befinden, aber der allgemeine Eintruck, den der Beschauer don dem Künstler empfängt, ift der cines liebens würdigen, feinfinnigen Landschafiêmalers, der es versteht, die Scdön- beiten und reizdollen Einzeldeiten, die er in der Natur achundea dat, wiedergeben Er thut es is ciner {lichten ansvrohs losen Art, -ohne lauten Hinweis auf tas Besondere. das ibn zu dieser oder : jener Aufgabe zog Zreischen manchen äußerlichen, für das moderne Auge fast fkulifsenbaft wirkeiten Bildern seen vereinzelt feine Landschaften oder Studien voll tiefen

Künstler voll starken Naturempfindens und lieben8swürdiger

Stimttungögehalts, in- derén .die ganze Seéle des Künstlers zu fühlert ist. Zu ihnen gehören unter anderem „Der Waldweg an ter Rhön“ (120) mit seinem Frühlings8grün und - Sonnenleuten und „Die Weiden“ (86), in denen der Bauméharakter vortrefflih wiedergegeben- ist, wie Ludwig überhaupt viel Verständniß für die Darstellung von Bäumen hatte. Das zeigen sein _„Waldfrieden“ (121) mit der vom Licht bestrahlten uralten Buche und seine «Tannen® (123). Auch das Waldinnere mit seinem -. eheimniß- vollen Zauber is ein Gebiet, auf ‘dem er vie Eigenes' zu geben hatte. Seine Gebirgsbilder haben oft etwas Kaltes und, wie schon gesagt, mehr Meeres, aber das Charakteristishe, das Wesentliche der Landschaft betont er mit großer Einfachheit. Sehr schön ist das Bild „Der Judenkirchof“ (10): ein paar Pappeln am Wege, durch die der Wind fährt, Steigungen und Neigungen des Bodens, braune Felder, auf der Straße eine Herde von Schafen, vorn der verwahrloste Kirhhof und am Himmel weiche, {öne Wolken, wie denn auch das Ganze eigenthümlich wei gemalt ist. Auch „Kühndorf in Thüringen“ zieht durch die tiefen, sanften Farben an; das Noth der Dächer hebt sich harmonisch von der blauen Ferne ab. Ein Lieblingsmotiv Ludwigs war die „Marienburg“, die er von den verschiedensten Ansichten aus wiedergegeben hat: mit dem vollen Blick auf die vorüberströmende, reiche Farben widerspiegelnde Weichsel oder mit den verfallenen Außenwällen und dem Mauergraben. So zeigt sih -der Verstorbene in dieser L als ein uffassung,

in dessen Arbeiten man sich gern vertieft.

Da: Gunsten des unter dem Protektorat Ihrer Königlichen Hoheit der Prinzessin Friedrich Karl stehenden Vereins preußischer Frauen und Jungfrauen wird am 1. Februar im Hause Leipziger- straße 128 eine Ausf\tellung von Werken

C j der Porträtmalerin Frau Vicky Zaeslein - Benda eröffnet werden.

Die Sonder-Ausstellung von Werken des Malers Albert Maennchen-Berlin im „Hohenzollern-Kunstgewerbehaus“ (Leipziger- straße 13) wird am 30. d. M., Abends 6 Uhr, geschlossen.

Land- und Forstwirthschaft.

Eine u und Ghrung ist der Königlichen Gärtner- lehranstalt am Wildpark bei Potsdam dadur zu theil ge- worden, daß laut den von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin genehmigten Bedinguiigen der Anstellung Großherzoglih mecklenburg - \{chwerinscher Hofgärtner gelten follen: 1) der Nachweis eines erfolgreichen Besuchs der Königlichen Gärtnerlehranstalt am Wildpark bei gal, welcher basiert auf der Bedingung der Beibringung des L erechtigungs\cheins zum einjährig-freiwilligen Militärdienst, 2) eine dem Studium fol- gende, mindestens sechsjährige Thätigkeit, 3) bei Besetzung der Schloß- garten-Neviere in Schwerin und Ludwigslust außer 1 und 2 das Zeugniß der Prüfung als Obergärtner, abgelegt vor dem Kuratorium der Königlihen Gärtnerlehranstalt am Wildpark.

London, 28. Januar. (W. T. B.) Der Vize-König von Indien telegraphiert: Regenmangel schädigt die Frühjahrssaaten in Bengalen, den nordwestlihen Provinzen und in unjab; die Herbstsaaten sind, wie gemeldet wird, befriedigend in Sind und dem Bombay-Dekkan.

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- Maßregeln.

Rußland.

Nach einer Bekanntmachung im russischen „Regierungs-Anzeiger“ vom 24. d. M. hat die Kommission zur Bekämpfung der Pestgefahr die Stadt Smyrna mit Wirkung vom 19. d. M. ab für pest- verdächtig erklärt.

Niederlande.

Durch eine im „Niederländishen Staatécourant“ vom 2. d. M. veröffentlihte Verfügung des Königlich niederländischen Ministers des Innern vom 24. d. ?M. sind die Verfügungen, durch die Rosario (Argentinien) für pestverseuct, die Häfen der Kolonie Senegal für verseucht dur gelbes Fieber und Glasgow für vestverseucht erklärt wurden, aufgehoben worden. (Vergl. „R.- Anz.“ vom 5. Februar 1900, Nr. 23, vom 21. September 1900, Nr. 225, und vom 8. November v. J, Nr. 266.)

Duxch eine im „Niederländischen Staatécourarnt* vom 26./27. d. M. veröffentlihte Verfügung der Königlich niederländishen Minister des Innern und der Finanzen vom 24./25. d. M. ist das Verbot der Éin- und Durchfuhr von Lumpen 2c. avs Glasgow wieder auf- gehoben worden. (Vergl. „R.-Anz.“ vom 9. November v. I., Nr. 267.)

Griecbenland.

Die griechishe Regierung hat gegen Herkünfte von Smvrna eine 48stündige Quarantäne verhängt und die Waareneinfubr vou dort verboten

Quarantänestation ist die St. Georgébai bei der Insel Salamis.

Bulgarien.

Die bulgarishe Regierung hat den Golf von Smvrna für

pestversecucht erklärt Indien

Nach ciner Mittbeilung der Regierung von Bengalen sind infolge des Ausbruchs der Pest in Batum die üblichen Quarantänevor- s{riften in den Häfen von Orissa und Chittogong gegen von Batum dort anfommende Schiffe in Kraft gesett worden.

London, 28. Januar. (W. T. B.) Heute sind im Distrikt von London 58 neue Fälle von Erkrankung an Pocken vorgekommen: es ift dies die bôchîste bis jetzt festgestellte Ziffer Auch ave ver- schiedenen Ortschaften der Provinz werden mebrere Fälle aemeltet

Verdingungen im Auslande. Italien

Von der Generaliaspektion der Eisenbahnen in Rom gencbmizte Arbeiten. Termin unbestimmt

Mittelmeerbabnen: Verderpelung des Schienengleises und Ab änderung des Niveaus der Sektion Civitavechia-Montaltoe, Strecke Rem Pia Anschlag 2 939 400 Fr

Iu Ausiicht genommene Arbeiten

Mittelmeerbahnen: Ersan einer Drebscheibe von 15 m dur cine andere von 18 m mit eleftrisher Treibkraft auf der Station Rom- Termini. Anschlag 87 150 Fr

Siciliaaische Bahnen Bau ciner Wasserleitung vom Bab San

# aus bei der Wasserstation Campofranco u. \. w. Anschlag 65 000 Fr.

8. Februar, 10 Uhr. Stadtverwaltung von Abbadia S. Sal- pâtore: Bau ciner Trinfkwasferleitung. Anschlag 15 602 Fr.: S heiteleistung 1560 Fr.; Spesen 700 Fr. ; Ausführungsfrift bis 31. Mai. Ee 13 Februar, 11 e: e gene

pezia: Licferung von Bolzèn àus gleichartigem Eisen. nidlay 56 500 Fr.: Siderbeitéleistung 5600 f : endgültiger ZusSlag * 6. März, Mittags Spanien.

14. Februar, Mittags. Stadtverwaltung vou Baro (on4: Bau einer metallenen Brücke üher die Eisenbahn Barcelew-, F bei der g r der - Nord + Straße (E „53 “Antiblas g Dn iderbcitsleisturg 2155,16 Pe eten. Ausführungs;

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