1902 / 66 p. 8 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

organisierten öffentlihen Schulen oder den Privatanstalten die gleichen Aufgaben zu stellen wie den höchstentwi>elten öffentlihen, würde den Interessen der Schülerinnen nit entsprechen.

Meine Herren, zahlreihe junge Mädchen suchen nah der Schul- zeit eine Erweiterung ihrer allgemeinen Bildung. Noch wichtiger aber als die Ausdehnung wissenshaftliher Kenntnisse und gesells<aftliher Fertigkeiten ist eine Ergänzung der Bildung unserer jungen Mädchen in der Nichtung der allgemeinen Lebensaufgaben einer gebildeten deut- \hen Frau, ihre Einführung in den Pflichtkreis des häuslichen wie des weiteren Gemeinschaftslebens, in die Erziehungslehre und Kinderpflege, in Hauswirthschaft und Wohlfahrtskunde und in die weiten Gebiete helfender Liebe. (Bravo!) Nah diesen Zielen wird die allgemeine Fortbildung der reiferen weiblihen Jugend zu [eiten sein.

Ih habe schon - hervorgehoben, was die Frage der gelehrten Sdulen für Mädchen und die der Vorbildung zu akademischen Studien anbelangt, daß ein allgemeines Bedürfniß na< gelehrten Sulen für Mädchen bis jeßt niht anerkannt werden kann, und daß die an die preußishe Unterrihtsverwaltung herangetretene Forderung, den Mädchen die höheren Lehranstalten für Knaben zu öffnen, grund- säßlih abzulehnen sei. Dieses Prinzip der sogenannten Coedukation, wie sie si namentli< in Amerika immer weiter entwi>elt, kann die Unterrihtsverwaltung als eine für die Verhältnisse unseres Vater- landes geeignete Art der Ausbildung der Mädchen, wie ih erneut betone, nit anerkennen. (Sehr richtig!)

Was nun die Gymnasialkurse anbelangt, die au< der Herr Abg. Metekamp beute besonders berührt hat, so haben diese Gymnasialkurfe die Absolvierung der höheren Mädchenschule zur Vorausseßung. Die Erfahrung lehrt, daß die Einführung und das Einleben in die den Zöglingen bis zum Eintritt völlig fremden Wissensgebiete der Mathematik und der alten Sprachen sowie die Forderung, innerhalb weniger Jahre das Ziel der Reife zu erreichen, an die Tüchtigkeit der Lehrer sowie an die Begabung der Schülerinnen außerordentlih hohe Forderungen stellt. Die Gefahr eines Drills für die Prüfung und einer bedenklichen Ueberspannung der geistigen und körperlihen Kräfte der Schülerinnen ist dabei nicht ausgeschloffen.

Diese pädagogishen Bedenken legen die Frage nahe, ob die Aus- dehnung der Gymnasialkurse auf se<s Jahre räthlih ersheint. Dann aber, meine Herren, würde es wohl kaum angängig sein, von den Zöglingen vor dem Eintritt die Absolvierung der vollen höheren Mädchenschule zu fordern. Es würde in diesem Falle vielmehr in Frage kommen, ob nicht bei erlangter Reife für die Oberstufe der höheren Mädchenshulen, vielleiht na< vollendetem 12. Lebensjahre, der für dié akademishen Studien vorbereitende Kursus beginnen soll. Die Voraussetzungen, unter denen cin so erweiterter Kursus dauernd genehmigt werden könnte, unterliegen no< der sorgfältigsten Prüfung.

Meine Herren, was das au< von dem Herrn Vorredner ge- streifte Gebiet der Vorbildung der Lehrerinnen anbetrifft, so sind die Leistungen unserer Mädchenshulen wesentli< mitbedingt dur< die Vorbildung der Lehrerinnen. Bisher war in der Regel die Vor- bildung für das Lehramt an Volksschulen von der für den Unterricht an mittleren und höheren Mädchenschulen niht getrennt, und auch die Prüfungen für beide Lehrbefähigungen waren verbunden. Auf die Dauer wird \i< dieser Zustand als unzwe>mäßig erweisen. Die Lehraufgaben der Volkss{ule einerseits und die * der mittleren und höheren Mädchenshulen andererseits {heiden \fi<h jeßt deutlicher als früher. Von der Volkss{ullehrerin wird im wesentlichen dasselbe gefordert werden können wie von dem Volks\{ul- lehrer. Ihre Bildungsgänge werden also möglichst gleih zu gestalten sein, und auch die Prüfungen werden diesem Gesichtspunkte entsprechen müssen. Die Lehrbefähigung für höhere Mädchenshulen werden Volkss{ullehrerinnen in derselben Weise wie Volks\s{ullehrer dur< spätere Ablegung der Prüfung für Mittelshulen érwerben können. Eine Verlängerung des dreijährigen Seminarkursus ist niht beabsichtigt, au< nit eine Hinaufsezung des Zulassungs- alters zur Lehrerinnenprüfung. Do<h es wird die Handhabung der

bleibt dagegen die Pflicht der Unterrihtsverwaltung, unbillige Ver- naclässigungen der namentlich den Stadtgemeinden erwachsenen Pflicht zur besseren Dotierung und Ausgestaltung des höheren Mädchenschul- wesens zu beseitigen und selbst an die Organisation des höheren Mädchenschulwesens die bessernde Hand zu legen.

Ich habe dem Herrn Abg. Wetekamp gegenüber no< zu erklären, daß ih einzelne seiner nah meiner Auffassung viel zu weitgehenden Vorschläge zu acceptieren garnicht in ber Lage bin, daß i< namentli<h das erwähne ih no<h in Bezug auf seine neuli<hen Ausführungen hinsihtliÞ der Gleihwerthigkeit der höheren Unterrichtsanstalten für Knaben diese von ihm vorgeschlagene Vermishung der arakterishen Cigen- thümlihkeiten der verschiedenen höheren Unterrichtsanstalten an sich niht billigen kann. I< würde niemals die Hand dazu bieten, * nah dieser Richtung eine Aenderung herbeizuführen- welhe den Grundsäßen der Allerhöchsten Ordre vom 26. No- vember 1900 ni<ht entspre<hen würde. Denn die leßtere geht von der Auffassung aus, daß unbeschadet des Prinzips der Gleichwerthigkeit der Bildung der höheren Unterrichtsanstalten doch die Eigenart der einzelnen Kategorien, also der humanistischen, der Realgymnasien und der Ober-Realschulen gefördert werden foll. G iq gestatte mx in diesér Beziehung no<h auf die neulichen Erörterungen in der Justizkommission hinzuweisen dem bewährten System unseres höheren Unterrichts nicht entsprehen, wenn der eigenartige Charakter der verschiedenen höheren Unterrichtsanstalten verwis<ht würde. Es würde dies die bessere Ausgestaltung des Unterrichtssystems für die einzelnen Anstalten in Frage stellen, wel<hes in den neuesten Lehrplänen nah allseitigem Urtheil vollkommen den Anforderungen der Jettzeit und des erweiterten Bildungsbedürfnisses entspriht. (Bravo!)

Abg. Wendhausen (konfs.) beshwert si<h darüber, daß die Ne- gierung dem Orte Pyrit mit Zuschüssen für die dortige Mädchenschule nicht entgegengekommen sei. i A A f

Geheimer Regierungsrath Dr. Waeßzoldt weist darauf hin, daß nur no< zwei Forderungen zu erfüllen seien, von denen die eine die Regelung der Mindestgehälter betreffe. | l

Abg. Hackenberg (nl.): Leider hat man bisher auf dem Gebiete der Mädchenbildung die Dinge gehen lassen, wie fie wollten. Auch die heutige Hausfrau is dur<h das B. G.-B. und das Fürforge- Erziehungsgeseß vor Aufgaben gestellt, welhe eine höhere Bildung der Frau nothwendig machen. Ich stimme dem Minister darin bei, daß das große Ganze der Frauenbildung im Auge behalten werden muß, welche der allgemeinen Volksbildung zu gute kommt. Aber es fragt \sih: wie sorgen wir für die, welhe über die Allen zugänglich zu machende weibliche Bildung eine höhere Bildung erreichen wollen und erreichen müssen? Diesen Frauen darf man doch nicht eine höhere Bildung mit dem Hinweis auf die Ehe abschneiden. Wie soll der Weg geebnet werden zur Vorbildung für bestimmte Berufe ? Lehrerinnen-Seminare bauen si ja leiht auf die höhere Mädchenschule auf; In D auf die Vorbildung für die Universität verhält sich die eMeriioa eider immer no< tastend. Der Minister sollte dem Versuche zu einem organischen Aufbau der Vorbildung der Mädchen für die Universität seine Aufmerksamkeit zuwenden. i

Abg. Schall (konf.): Für die Heranbildung der Lehrerinnen hat der Staat bisher sehr wenig gethan; er hat damit die Privat-Mädchen- \hulen belastet, während er für die männlichen Lehrer eine Menge von Seminaren besizt. Jn der Gewährung von Zuschüssen an diese Schulen sollte er etwas freigebiger sein. Den extremen Standpunkt des Abg. Wetekamp, insbesondere über den gemeinsamen Unterricht von Knaben und Mädchen an den höheren Schulen theile ih niht. Knaben und Mädchen können \{on deshalb nicht gemein»

\{aftli< unterrihtet werden, weil sie verschieden beanlagt _find; eine solhe Nivellierung würde zum Schaden der jungen Mädchen aus- shlagen. Der Abg. Wetekamp hat mih mißverstanden. Den Werth der klassishen Sprachen, insbesondere des Griechischen, {äße ih hoch für Männer wie für Frauen. Ich kenne Frauen, welche sih eine klassishe Bildung erworben haben. Aber ih babe es tadeln müssen, daß ein Mädchen sih in der Pferdebahn mit ihrem bischen Latein und Griechish gebrüstet hat, und dabei bleibe ih. Jch kann die Ne- gierung nur bitten, auf dem Wege zu bleiben, den jie betreten hat. Die böbere Tôöchtershule muß als die allgemeine Grundlage festgehalten werden. Erst wenn das Mädchen diese besucht hat, wird sich beraus|stellen, ob es geistig und körperlih für eine höhere Bildung disponiert ist. Durch besondere Anstalten dem jungen Mädchen die Möglichkeit der Vorbildung zum akademis<hen Studium zu geben, halte ih für be denklih. Die Unterrichtsverwaltung muß forgfältig prüfen, ob sie

Aufnahmeprüfung für beide Arten der Lehrerinnen-Seminarien künftig einer sichereren Kontrole unterliegen müssen.

Meine Herren, was das Universitätsstudium der Frauen anbetrifft, so hat in der preußischen Unterrichtsverwaltung der Grund- say gegolten, daß den Frauen nur ein gastweises Besuchen der Vor- Tesungen zu gestatten sei. Eine Aenderung in diesem System wird nicht beabsichtigt. Es würde einen Zwang für die Professoren bedeuten, weibliche Zuhörerinnen in ihre Vorlesungen auf- zunehmen. Die Entschließung muß den cinzelnen Professoren über- lassen bleiben.

Dak: diese Auffassungen \si{ der Zustimmung in weiten Kreisen erfreuen, dessen, meine Herren, kann die Unterrichtäverwaltung sicher sein

Es ist hauplsäblih das ärztlihe Studium, welches bei der vor liegenden Frage in Betracht kommt. Die Bedingungen der Zulassung für die ärztliche Praxis werden bekanntlih vom Bundesrath festgesetzt. IH kann mich auf diesen Hinweis beschränken und damit dicses Thema verlassen

Meine Herren, einzelne von den Fragen, ih berührt hab unterliegen, wie ih das zum Eingange meiner Ausführungen {hon dervorgeboben e, noch den fingebendsien Erörterungen; sie sind no nit abges@lofsen. Ich glau Vorredners entnommen zu haben, daß er und die von ihm vertretenen Anschauungkribt ingen in dic T vollsländig billigen, den die Unterrichtéverwaltung weittragenden und wichtigen Fragen bisber cingenor

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ide au aus den Ausführungen des Herrn

o Sh s s e Va as 095 r Bezichut

weitergehende Versuche mit Nücksicdt auf die sozialen Verhältnisse und | die Gesundheitsverhältnisse der Mädchen aufgeben fol In den ¡ Seminaren werden {hon in körperlicher und geistiger Beziehung fehr | weitgebende Ansprüche gestellt. Ein Theil der Mädchen geht {hon | auf diesem Wege körperli<h zu Grunde. Viele bestehen zwar das | Examen, aber dann siecen sie dabin, weil sie ihre körperlichen und | geistigen Fähigkeiten übershäut haben. Vielleiht könnten die An- | forderungen an die Lebrerinnen im Examen vereinfaht und der Ge- | dâhtnißikram auf ein geringeres Maß beschränkt werden. Auf

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L i aroße Masse der Kenntnisse allein kommt es doh nit an berr\<{enden Lebrermangel wäre es erwünscht, wenn immer me | Lehrerinnen besonders auf dem Lande für die dritte Schu | wonnen werden könnten In diesen Schulen liegen die anders aló în den böberen Madchensulen

Knaben und Mädchen mit Erfolg gemeiniam

Ob Lehrer und Lehrerinnen bei gleicher |

fönnen, will id bier nicht näder un

ob es praftih ausführdar i

gecignete Vorbercitungêscbu

Ueber die Ausgaben für das Elementarschulwesen, und zwar zunächst 27 860 000 (M behufs allgemeiner Erleichterung der Volks\chullasten, referiert ebenfalls der Abg. Win> ler. Abg. Seydel - Hirschberg G befürwortet wiederum den Erlaß eines TSRE L Oas und bittet die konservative Partei, von ihrem grundsäßzlichen Widerspruch gegen dasselbe abzulassen. Die früheren Bemühungen der Nationalliberalen und Freikonservativen auf dem Wege ver Jnitiativanträge seien erfolglos geblieben. Nach den neuerlihen Erklärungen der Unterrichtsverwaltung würde ihr die Fürsorge für das Volkss{ulwesen dur<h ein solches Geseg sehr erleihtert werden. Die Ausführungen des Ministers hätten ih zweifellos an die Adresse der konservativen Partei gerichtet. Das Zentrum lasse der Nothlage der Gemeinden in dieser Beziehung eine objektivere Würdigung zu theil werden. Der Redner richtet wiederholt an die Nechte die dringende Bitte, sich nicht länger einem fo nothwendigen NReformgeseß zu widersetzen. a mit einem Schulunterhaltung8geses no< andere Materien verbunden so sei das Zustandekommen fehr fraglich. [ Der Titel wird bewilligt.

Bei den Entschädigungen von 300 000 6 an Elementar- lehrer und -Lehrerinnen für die Theilnahme an amtlichen Kreiskonferenzen wünscht

__ Abg. Ernst (fr. Vgg.), daß die für die Lehrer geltende Norm bei der Vertheilung dieser Mittel au auf die Lehrerinnen angewendet werde, die oft weite Stre>en zur Konferenz zurü>zulegen hätten. Der Titel wird bewilligt.

Zur Ergänzung der Fonds für besondere Förderung des deutschen Volks\{hulwesens in den Provinzen Westpreußen und Posen und im Regierungsbezirk Oppeln sind 630 000 4. aus- geworfen. Die Ausgabe wird gegen den Widerspruch der Dolen bewilligt.

Ueber die Ausgaben für das Taubstummen- und Blinden- wesen berichtet Abg. Win>ler.

Abg. Metger (nl.) verbreitet sh über die gewerbliche Vor- bildung der blinden Kinder und fragt, nah welchen Grundsägen die- selben zum Unterricht herangezogen werden.

Geheimer Regierungsrath Dr. Waeßoldt: Der gewerblichen Ausbildung widmet die Regierung ihre besondere Aufmerksamkeit; die Hauptsache bleibt aber die allgemeine Vorbereitung für das Leben. Nach einem E des Kammergerichts kann das Fürsorge- Erziehungsgescß auch auf die blinden Kinder Anwendung finden. Abg. DÞr. Crüger (fr. Volksp.) fordert die Regierung auf, einen Dru> auf die Provinzen dahin auszuüben, daß die Taubstummen- lehrer in ihren Gehältern den \taatlidhen Lehrern gleichgestellt werden, um ihre Berufsfreudigkeit zu stärken.

Geheimer MRegierungsrath Dr. Waechtzoldt: Die Unterrichts- verwaltung hat hier nur einen untergebrdneten Einfluß, so fehr fie auh die Verdienste der Taubstummenlehrer anerkennt; denn das Taub- stummenwesen untersteht den Provinzen. ; Abg. von Savigny (Zentr.): Aus der fakultativen Form des Taubstummenunterrihts erwahsen manche Schwierigkeiten. Es em- pfiehlt sich, diesen Unterricht obligatoris<h zu machen. Sind die jungen taubstummen Knaben und Mädchen aus der Schule entlassen, dann erwächst die Nothwendigkeit, in Wiederholungs- und Fortbildungs- fursen den in der Schule ertheilten Unterricht zu vertiefen. Ich habe im westfälishen Provinzial-Landtag einen entsprechenden Antrag gestellt.

Abg. Schall: Es liegt zu diesem Gegenstande eine Petition vor, bei deren Berathung wir uns eingehender über diese Frage unterhalten können.

Der Rest des Kapitels wird ohne Debatte erledigt, ebenso das Extraordinarium.

Bei den Ausgaben für Kunst und Wissenschaft be- richtet

Abg. Win >ler über die Verhandlungen der Kommission. Die Staatsregierung habe erklärt, daß erst im nächsten Jahre die vom Abgeordnetenhause verlangte Denkschrift über die vom Hause ge- wünschte Erweiterung des Museums für Völkerkunde vorgelegt werden solle. Es hâtten s< im vorigen Jahre zwei Ansichten gegenüber gestanden. Die eine sei dahin gegangen, alle Gegenstände in einen Naum zusammenzustellen; dazu würde ein sehr großer Raum nothb- wendig sein. Die andere sei dabin gegangen, eine Auswahl für Bildungszwelke zu treffen. Die Hauptschwierigkeit scheine die Finanz frage zu bilden. Bei der großen Wichtigkeit der Berliner, in der ganzen Welt einzig dastehenden Sammlung dürfe aber dieser Ginwant niht dur<s{lagend sein.

Abg. Dr. Lotichius (nl.): Jm vorigen Jahre wurden zwei Mil lionen zum Erwerb von Kunstgegenständen für die Königlichen Museen bewilligt. Es wäre von Interesse, zu erfahren, ob die Verwaltunç( jene Kunstgegenstände wirklih erworben hat Wünschenswerth wäre die Erwerbung einiger guter französisher unk

Berlin ist ja für die Kunst viel geschehen. Kaiser Wilbelm's des Großen, an das Bismar>-Denkmal und die Sieget denken u Wenn al

nd den Küostlern möglichste Bewegungésfreiheit gestatte: ih

auch tie modernen Kunstbestrebungen unterstüyt werden, fowohbl dem Gebiete der Plaftik und Malerei, wie auf dem dec Dichikunt

liber Weise viel mehr, als es früher geschehen ist des Märchenbrunnens eine Einigung erzielt ist, erfüllt mih mit B friedigung, und ih kann nur wünschen, daß er bald ausgeführt werde

Aba. Kirsch (Zentr.): Für die Aufführung des Fergaun o Museums verdienen alle dabei betheiligten Kräfte öffcatlichen Dan!

auch dem Finder nicht vergönnt gewesen ist, alle Theile der Gigant: machie zu finden, so muß es uns do< mit Stolz erfüllen, daf; ei Deutscher die Errichtung eines Denkmals ermöglicht hat, das

Dem Vorschlage des stimme ih im Prinzip sesjähriger Kurfu genügcn Geheimer H Lehrerinnen private \hreienden Mikwverbältnif betrifft, so liegt dem den Meaniémus zu Minister dat die 1 bildung în ley GOGymnafsialfuri große Maß von

| beigedrachi werden

Berounderung der ganzen Welt erregen muß Das neue Kail | Friedrih-Museum sieht sciner Vollendung entgegen und wird | empfindliche Lücke ausfüllen, wel die früheren Sammlungen

| weisen. Die Umstellung der Kunstgegenstände wird sehr |{<wiet

ih befürchte, daß möglicherweise die Neuaufslellung cine ver

hâltniimäßig lange Zeit in Anspruh nehmen wird,

lifum wgaänalih und eine Orientierung mögli ifi Hilfsfräfte nothwendig sein. Auch bei den Ausgrabunge:

et hat sich der deutsche Forschergeist bewährt. Die dort gefundene

n! bte

die sie erwerben wollte.

enaliser Meisterwerke, deren Erwerbung jeßt no< möglich ist. In Ich erinnere an das Denkmal

die Nenaissancekünstler unerceicht bleiben, so müssen do 10der !

Allee. Man sollte aber au die Künstler mit Aufträgen möglichst be-

| Die städtische Verwaltung Berlins thut jeyt für die Kunst erfreu- Daß bezügli

Die Gigantomachie ist in einem schönen Raum aufgestellt. Wenn es

che sie dem

Us wert

wetden wobl in dem Pergamon-Muscum Aufstellung

unn L Z, D N 9 den. Die Ausarabungen erfordern aber so reie Mittel, daß di

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zácdsten Etat einzuslellen, sonst würden die bisherigen Ergebnissc

cats{lichea müssen, Mittel dafür ia dex

wah besuht. In Bezug auf die Führer dur< die Museen ist

iuserten Wünschen {hon Rechnung getragen. | es bg. Wetekamp (fr. Volksp.) empfiehlt, mit dem Abendbesuch wenigstens in einem Museum praktishen Charakters, das einen ge- nügenden Besuch als sicher erscheinen ließe, nämli< in dem Kunst- gewerbe-Museum, einen Versuh zu machen. Allerdings würde die elektrische Beleuchtung nicht so einzurihten sein, daß jede Einzelheit genau zu sehen wäre, cs würde genügen, wenn nur im allgemeinen eine gute Beleuchtung vorhanden wäre. In jedem einzelnen Saale der Museen sollte eine Uebersicht über das angeschlagen werden, was in dem Saale enthalten sei. Abg. von Loebell (konf.) bittet die Regierung namens seiner Freunde unter Anerkennung dessen, was bereits für die Kunst ge- sehen, um weitere Förderung der Kunst und wünscht, daß die Denk- {rift über das Völker-Museum bald erscheine und eine rweiterung dieses Museums stattfinden möge. Die Finanzlage dürfe in Sachen der Kunst nicht bedenklich maden die Förderung der Kunst dürfe nicht allein Privaten überlassen bleiben. Gegen den Abendbesuch der Museen beständen Bedenken, die Erfahrungen in London ermuthigten nicht dazu, und mit der Beleuhtung wäre immerhin Feuersgefahr verbunden ; auch die elektrishe Beleuhtung s{hüge niht vor dieser Gefahr. In der Führung von Gruppen von Besuchern dur< die Museen erblî>e er ein schr instruktives Mittel, die Negierung werde sih der Pflicht dieser Einrihtung nicht entziehen können. Abg. Freiherr von Heereman (Zentr.) spriht der Museums- verwaltung Anerkennung aus und hält die Zulaffung des Abend- besuhes niht für nothwendig, da die Leute, die Abends hingehen würden, au< Sonntags Zeit hätten. General-Direktor der Königlichen Museen Dr. Schoene erwidert auf cine fernere Anregung des Vorredners, daß die Künstler für ihre Arbeiten jede gewünschte Auskunft von den Museumsbeamten er- halten, und daß sogar Vorbilder, wenn sie niht ganz besonders R Mo Va an On verliehen würden. Auch die

ibltothelsbeamten seten angewiesen, den Kün U i 2 die Hand iu aeben: g / Künstlern in jeder Weise g. Dr. Frtedberg (nl) erkennt an, daß auch die Finanz- verwaltung die Aufgaben der Kunst gefördert i Seine De legten großen Werth auf die Ausgrabungen. Der wissenschaftliche Ne leo Engen El E sei über allen Zweifel erhaben aber näher liege doh die Erforshung des flassi\ 2 L somters tes Hellenenthums. g ssishen Alterthums, be „Abg. Dr. Beumer (nl.) dankt für die Ueberlassung vo ips- abgüssen an die Düsseldorfer Ausstellung, die Ft N

neulih Herr Trimborn mit Unre<ht Düsseld ine A Cöln genannt babe, <t Düsseldorf nur cine Vorstadt von

Damit schließt die allgemeine Besprechung.

Bei den Ausgaben für die Königliche Bibliothek wendet sih __Abg. Wetekamp (fr. Volksp.) gegen die alte Forderung der Bürgschafts\cheine und wünscht den Verzicht auf dieselben. Niemand könne dafür bürgen, daß ein Anderer ein geliehenes Buch wieder zurügebe, und mache man ihn haftbar, so werde er nie wieder eine Bürgschaft übernehmen. Es genüge eine einfache Bescheinigung daß der, welcher ein Buch leihen will, der und der sei und vertrauen€würdig sei. Das Verfahren beim Ausleiben der Bücher sei in der Bibliothek des Abgeordnetenhauses viel leichter und einfacher als bei der Königlichen Bibliothek, Bei dieser müsse man genau angeben, welches Buch man haben wolle, in der Bibliothek dieses Hauses sage man einfa<, man wolle über den und den Gegen- stand, etwas haben. Es müßte eine Organisation in der Königlichen Bibliothek getroffen werden, damit die Bücher {nell und leiht auf- gra würden, ohne daß man erst na<s<lagen müsse.

Zu dem Dispositionsfonds für Kunst- und wissens i guede E f f \ d wissenschaftliche bg. Win>ler, daß der Fonds um 2000 ( zur Veranstc von Führungen und Vorträgen in den Königlichen Museen ob (0 Es sei beflagt worden, daß die Führungen zu einer Zeit stattfinden ¡u der die meisten bes{äftigt seien; der General-Direftor der Museen

habe zugesagt, daß auch andere Zeiten bestimmt werden fönnten.

Abg. Kindler - Posen (frs. Volksp.) hält größere Beibilfen zur erver der baulichen Denkmäler in den Provinzen für noths- Rerelong. Die Denkmalsfrage harre no< immer der gesetzlichen

Auf Wunsch des Abg. Seydel- Hirschberg (nl.) wird mit der Verathung über den vorliegenden Titel die Besprechung des Titels „Kosten der Bewachung und Unterhaltung von M itiery und Alterthümern“ verbunden. :

Abg. S ey del-Hirschbe ärt sih ebenfalls für einen größere Stu M en dele VrriGberg erklärt sih ebenfalls für einen größeren

Prasident von Kröcher: Ih {lage vor, die Situna iet , ¡ubrechen und am Abend fortzusetzen; ‘ein Widerspru erhebt id niht, es bleibt bei meinem Vorschlage.

Shhluß 41/, Uhr. Nächste Sißung Abends !/,8 Uhr

j T a Y 4 (Fort egung der Berathung des Kultus-États.)

50. Sihung vom 17. März, Abends 71/, Uhr

A M Das Haus seht die Berathung des Etats des Men eriums der geistlihen, Unterrichts und q edizinal Angelegenheiten im Kapitel „Kunft und | Wljsenschaft“ fort und nimmt die Debatte über den Aus- gabetitel „Kosten der Bewachung und Unterhaltung von Denk mâlern 37 226 M“ wieder auf. : z tg. Bandelow (Ton ) lenkt die Aufmerksamkeit des Hauses E tele s Tarodstil ausgeführten Bauten des ehemaligen Cister- e r veubus, die wohl erbalten zu werden verdienten und

aurierl werden müßten. Jn der Hauptsache falle ja die Lösung

dicier Auf zabe der Pr ima as Ï Auf ovinz zu, aber au<h der Staat müsse sib k deiligen C üsse sich daran

| wird Wir brauchen Techniker und eine

und eine <emis{<-te<nishe Abtheilung unter Verwerthung der Lehrkräfte der Universität eingerihtet werden. 9

Abg. Dr. Paas he (nl.) führt aus, daß in der Organisation des Lehrkörpers der Technischen Hochshulen und in der Besoldung der einzelnen Lehrkräfte Reformen nothwendig seien. Die Sprachlehrer müßten den analogen Lehrkräften an den Universitäten gleichgestellt, die Stellung der sog. remunerierten Dozenten von Grund auf ver- bessert werden. Letztere seien auf halbjährige Kündigung angestellt und die Nemuneration betrage nur 1000 A Einer dieser Dozenten stehe {hon 16 Jahre unter - solhen unzulänglihen Bedingungen im Amte. Man folle für diese Personen außerordentli<he Professuren schaffen, ähnlih wie an den Universitäten, um sie dem Hochschul- unkerricht zu erhalten und so die Hochschulen selbs zu heben. Auch die ordentlihen Professoren der Universitäten ständen sich fast dur<weg besser als die Inhaber ordentlicher Pro- fessuren an den Technischen Hochschulen. Für 5000—6000 A. könne man nicht tüchtige Praktiker erlangen, die aus reiner Liebe zum Lehrstuhl die so sehr viel lohnendere Privatprarxis aufgeben. An der Universität werde gewohnheitsmäßig kein Professor pensioniert. Das geschehe aber in der Negel mit den technischen Hochschulprofessoren, die dadurch sehr benachtheiligt würden, weil man ja nicht in jungen Jahren Professor werde und die Pension mit Rücksicht auf die 3000 Kollegiengelder niht fehr hoh sei. Auch Alterszulagen würden den Professoren an diesen Anstalten niht gewährt. Diese auf der Höhe zu erhalten, dazu bedürfe es der vorzüglihsten Lehrkräfte.

__ Ministerial-Direktor Dr. Althoff: Die thatsächli<hen An- führungen des Vorredners sind richtig; aber ein Schaden für die Technischen Hochschulen ist aus dieser Ungleichheit no< nit entstanden. Die Regierung behält glei<wohl diese Verhält- nisse unausgesezt im Auge und hofft, Besserungen durchführen zu können. In der Frage der Dr. ing. - Promotionen bin ih in der vorigen Session mit dem verstorbenen Abg. Sänger- Frankfurt verschiedener Meinung pelen, hatte mi< aber in der Hauptsache geirrt und benuße die Gelegenheit, hier rihtig zu stellen, daß thatsächlih die Dr. ing.-Promotion nur stattfinden konnte, wenn au< das Diplom-Examen bestanden war. Das ist jeßt geändert.

, Auf eine Anfrage des Abg. Wallbre<t (nl) erklärt der Ministerial-Direktor Dr. Althoff, daß das Promotionsre<ht all- Gn e ralden HeN ei zustehe.

«vg. Pcacco (nl.): Gin Theil der Hörer der Aachener Hou

und zwar nicht der shlechteste, die Hörer des Berafechs, it as E Dr. ATETatielon ausgeschlossen; das ist ein großes Unreht. Eine 0 mud aus Luleten Deutschlands im Auslande

n. Vet gleichem Bildungsstande iche $ gegeben werden gsf üßten auh gleihe Rechte

g. Dr. Crüger (fr. Volksp.) fragt, ob au<h den Hochbau- Ingenieuren, den Architekten, das Net zustel . ing.-Prüfung Rh ju unterziehen <t zustehe, der Dr. ing.-Prüfung

Ministerial-Direktor Dr. Althoff bejaht diese Frage für di Regierungs-Baumeister, ebenso für die Odégierungs-Bauflißiter: die d dem Diplom- Examen nicht unterzogen haben, wenn sie eine für dieses Ee, Arbeit liefern; von einer mündlichen Prüfung folle in eiden Fällen abgesehen werden. Die Wünsche des Abg. Macco würden in der neuen Diplomprüfungsordnung ihre Erledigung finden. ; Abg: SÔmeißer (fr. kons.) tritt den Ausführungen des Abg. Macco bei.

M Ministerial-Direktor Dr. Althoff protestiert gegen den vom Borredner erhobenen Vorwurf, daß die Unterrichtsverwaltung die Bergbaukunde irgendwie geringer einshäße als andere akademische Fächer. Darum handele es sih au< garnicht, sondern um die Frage, ob das Promotionswesen no< weiter ausgebildet werden solle. Da ile, Me Svierigreit uno die Sesaur; es fomme darauf an, re<hts- tg das principiis obsta zu befolgen. Die Erwägu seien i

diefer Hinsicht ned T abocs@lelien: SFRARIN 1E

g. Kindler verbreitet sih über die geplante Vereinigung de mechani)<-technis<en und der <emis-te<nis{en Versuchsa® telt {e einem Neubau auf dem fisfalis< gebliebenen Gelände der bisberigen Domäne Dablem und befürwortet eine tbunlihst selbständige Organi- sation der Anstalt, sowie eine bessere Dotierung der an derselben E, Kräfte.

Abg. Dr. Arendt (fr. kons.) bedauert, daß die Ausfübrunge 8 Berg-Akademie- Direktors Schmeißer bei dem Vertreter des Kiltug,

Frage ihrer Lösung niht ras{ entgegengeführt wird. Das Comité für die S rrues hält demnächst in Breslau Sitzung; die Regierung sollte sih daran betheiligen und auf eine Verständigung hinarbeiten, auch um sich die 2 Millionen Zuschüsse zu sichern. Die Unzufrieden- heit in Schlesien ist bereits sehr stark. Jh beantrage, die Abstimmung bis zur dritten Lesung zu vertagen.

,_ Ministerial-Direktor Dr. Germar: Die Finanzverwaltung kann mit diefer Argumentation nicht überall einverstanden sein. Die Zahl der s{lesishen Studierenden in Charlottenburg is keineswegs be- sonders beträchtlih; au< an Zeichenpläßen fehlt es dort nicht. ( egen- wärtig ist die Beschwerde Breslaus über eine besondere Zurückseßzung nicht gere<tferti t, da die Stadt eine Universität und die Kunst- gewerbeschule besißt; das halte ih aufre<t. Auch habe ih in der Kommission nicht gesagt, daß die Stadt mit dem Grundstü>sankauf ein gutes Geschäft macht.

Abg. Graf zu Limburg-Stirum (kons.): Nur die Finanz- verwaltung fann die Balance im Staatshaushalt halten; der Vor- wurf zu großer Sparsamkeit kann also mit Necht gegen die Re ierung nicht erhoben werden. Ich habe nit den Eindru>, daß die Unzufrieden- heit in Schlesien so groß ist; wir sind im allgemeinen nicht \<le<ter behandelt worden als andere Provinzen. Der Wunsch der Provinz und der Stadt Breslau ist berechtigt. Mit dem Kommissionsvorschlag wird dem ersten Bedürfniß genügt. Es kommt darauf an, daß, wenn eine solhe Hochschule in Breslau errichtet wird, sie au< als Vollanstalt mit allen Nechten ausgestattet werde. Ist Breslau für eine folche Anstalt geeignet, so wird es \hließli<h au< dahin mit Naturnoth- wendigkeit kommen, dessen möge sih das Comité versichert halten. Seten Sie Deutschland nur in den Sattel, reiten wird es .\{on können, fagte Fürst Bismark. Das gilt auch von diesem Projekt.

__ Abg. Dr. Pors<h (Zentr.) {ließt si< dem Vorredner an. Von einer besonderen Bevorzugung Swlesiens könne man nicht sprechen, ebenso wenig von einer Bevorzugung Breslaus. Die Entlastung der Berliner Hochschule sei doch bloß ein sekundäres Moment. Das Be- dürfniß könne nicht bestritten werden; andererseits wollen die privaten Zeichner bloß bis Ende 1902 gebunden sein. Die Regierung folle der Anregung Gothein's entsprehend si<h mit dem Comité in Ver- bindung seßen. Die zunächst Betheiligten sähen den Kommissions- vorshlag als einstweilen genügenden Ausweg an.

Minister der geistlihen, Unterrichts- und Medizinal-An- gelegenheiten Dr. Studt: j Ich bin den Ausführungen der Herren Vorredner über die vor- liegende Frage mit um so größerem Interesse gefolgt, als es si< um Wünsche meiner Heimathsprovinz handelt, die seit einer Reibe von Jahren an das hohe Haus herangetreten und namentli in der leßten Zeit in immer dringenderer Form geltend gema<ht worden find.

Zunächst möchte ih an meine verehrten Landsleute die dringende Bitte richten, aus dem bisherigen Verlauf der Sache nit auf ein mangelndes Interesse der Königlichen Staatsregierung für fhre Wünsche schließen und niht einer Unzufriedenheit Raum geben zu wollen, für die ein begründeter Anlaß thatsächlih niht vorhanden ist.

Meine Herren, wenn i< Sie ersuche, über die von Ihrer Budget- fommission gefaßten Beschlüsse nicht binauszugehen, \ih vielmehr mit dem vielleiht erreihbaren Geringeren zu begnügen, so geschieht das aus der Erwägung heraus, daß dieses Geringere aller Vor- aussicht nah den Ausgangspunkt bieten würde, der die künftige Erfüllung auß der weitergehenden Wünsche der Interessenten ermögliht. Also in diesem Falle ist das Geringere das Mehr und auch gleihzjeitig das Bessere. : Die Herren Vorredner haben {hon ausgeführt, daß die Voraus- seßungen für die spätere Errihtung einer Technischen Hochschule in Breslau ja in den Einrichtungen gegeben sind, die in Ihrer Budget- kommission den Gegenstand der Erörterung gebildet haben. Welche end- gültige Stellung die Staatsregierungzu diesenVorschlägen einnehmen wird, vermag ih im Augenbli> no< nit zu übersehen. Ih muß mir au< für meine Stellungnahme eine gewisse Zurückhaltung auferlegen, weil

Ministers so wenig Entgegenkommen gefunden hätten. Man dürfe

die Berg- Akademie nicht für eine unvollständige und deshalb minder

werthige HoGschule ansehen. | Ï

Die Diskussion wendet sih dann der schlesishen Petition | zu, über welche | Abg. Win>ler (kons.) berihtet. Er erwähnt, daß ein Bau plaß von der Stadt Breslau zur Verfügung gestellt sei. In den | beiden Vorjahren bätten ähnliche Petitionen vorgelegen. Die vor- jährige“ sei einstimmig vom Hause der Regierung zur Erwägung über- wiesen worden, und auch der Regierungövertreter babe die Chancen der Petition für günstig erklärt. Die jetzige Petition verlange, daß in den &tat für 1902 eine erste Rate eingesept und die Vorarbeiten baldiast in Angriff genommen würden. In der Kommission babe die Regieruna auf die wirthschaftlihe Ungunst der Verbältnisse und auf die Er- rihtung der Danziger Anstalt hingewiesen. Die Kommission babe den oben mitgetheilten Beshluß gefaßt. Wenn der Kommissar der Unterrichtsverwaltung immerhin no< einiges Entgegenkommen bewiesen so sei der Kommissar des Finanz-Ministers wieder der Geist gewesen. der stets verneint. Die Annahme des Kommissiontbescblußes set gleihwohl einstimmig erfolgt. i Ministerial-Direktor ID)r. Althoff: Die Unterricbtäverwa jalt die Resolution für schr beacbtenswertk im Ve mit der Finanwerwaltung bemüben Positives zu stande zu bringen

Abg. Gotbein (fr. Vag.): Di eberfüllung Technischen Hochschule ist Thatsache. Der {on vorb

an Technikern wird zur Kalamität, wenn keine Abkilfe neue Hocdschule, w«e il foarm an Tecbnisch

leyteres urspr

f Ä und m S 0ER 8 4 B ï

ieser Grundla

Berliner entlastet. Kein moderner Grofistaat i

L E Regierungöklommissar erwidert, daß auch die Staats- «T A N < » m ai E B Qu LGRGALY noh f _ es Sache näher getreten sei und die Erwägungen darüber Aufuakrns ven. Cs babe bereits cine Kommission Leubus besucht und nahmen gemacht. Der Kommissar legt Abbildunaen vor gulen Wille Ms 9a AVOLTUNgen Dor Am „ilen der Regierung zu zweifeln, bestehe kein Anlaß États a Kint ler (TT Volksp I spricht Tie Hoffnuna aus daf dic mittel für diesen Zwet wie auch der Diepositionsfonts u Bei- im un Unterstüßungen für Kunst- und wissenschaftliche Zweke libf erhöht werde, nachdem auch die Regierung deren Unzuläng- cit anerfannt habe Der Titel wird bewilligt.

2 S M G ° Zu Ausgaben für das Meßbildverfahren sind 30000 1

| Privatstiftunga, batten bis

s{hulen wie Preußen. Berlin und Aachen l / \ rion von Hannovér alle Bedürfniß Preußens zu de>en. Mit der Errichtuna Hebschule t ay L L L 501 C1 Grfläru gierung u einer solden in Bre nicht präâjudiuie f Man in aud die cin vinzen bebandeln ist do nge nic so industriell entri>elt 1 Éin ares Bedürfniß soll nah der Meinung teber Zon vor E i Schuliz- Bochum 7 lit i{blesier ctc 7 le - fragc bejaht lo auc

ih immer mehr zu der Ueberzeugung gelange, daß jedes einzelne Wort

welches für die Erfüllung hier geäußerter Wünsche seitens der Ver-

treter der Staatsregierung ausgesprochen wird, leiht in dem Sinne

gedeutet wird, als ob {hon die Erfüllung dieser Wünsche in bestimmte Ausficht gestellt sei.

Auf der anderen Seite bitte ih Sie zu berü>sihtigen, das der

ie bisherige dilatorishe Behandlung der Sache angegebene Grund

lle die Erfahrungen abwarten, dic mit der Technischen Hoch

ig gemacht werden, einen durchaus objektiven Gesichts.

us nicht die Berechtigung der

en neuerdings in verstärktem

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Hodiule

solde derantreten

e d p o dan dastentac

s g af . 2 DCr7oiger ret T rden N B L L E L VAC

è Unzufriedendeit in S@Sleßen

D - L. Ti. ewesen sei. Die Technische Hod ge der Errichtung ciner folhen tin tig Adtdeilungen würden mebr

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Abstimmung wird entgegen dem Antrag Gothein vorgenommen und ergiedt

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loren geben da die Witterungöverhältnifse sehr ungünstig find L ie fal oinidi D l - S y T j ¿ a é G un der Sinans. Mi ie fait einttimmige Annahme | velcbe di wt i Abg- l)r. M üller -Sagan (fr. Volksp.): Diesen Wünschen kan vgeworfen, 12000 M mehr als im Vorjahre zaun dar Y Pai Sn E letítet L] i< mi< nur anschlichen. Gerade die Ausgrobungen in Milet ver Ronda bg. Wetekamp (fr. Volköp.) begrükt die Erböbun z | ie Le Ee : leitet doch in eini I A E l wr e q a A E a di ends ; odung del Techniiche Hocbichulc ; s L roten Mik linik, Der Staat if mt Þ sprechen sehr wichtige fulturge <ichtlihe Au \{hlüse. Ich bitte dit deu mit Befriedigung und bittet, die damit besakten Beamten | neten Pl V e fortgeiectt w beobacbien aciounen i euts<Gen F ¿milie ge ES f Dae ny G S wg M e wt gy f Tacblieben Dis Herr ¿altung tet Muscen die Muíccen in Aerlin tem Publ ifum met! vontfäbig anzustellen j E G n Dal bi ct ken Ï Ï - CTO L H 4 x n B R A G G di Gs - y 4s 16 2? i 4 i A F ees Ï Ï | Unc L U Una 28 in uy U «é U 5 . oll die cigenar tige ideale [lung der deutshen Frau | Ausbildur d Privaten zu überlasea zugänglich zu machen Die Arbeiterschaft hat ein großes Interest dieter n Regierungskommissar sagt die wohlwollende Erwäauna | Selb E Brivaten bâtten R e OE j e Um 10%, l na< Mögliéhkeit je Unterrichtöverwaltung ite id fár unridhtig, Die aroßen Städte können ja dafür sorgen, | daran, das Kunsigewerbe-Muscum zu einer Tageszeit zu besuchen, | ag ju e M ey By L Stats dis Diens 2 gi Í NACTT E TCTI ung ILIC 16D JUT VATI : 4 L BuE L n ja dafür sorgen Ls d 4 «fi j Klik dos Lmd 4 Gol abten ° in 10 unfertiges Anflitut, wie es na der es alleia ibr möalih i nämlich des Abends bei Beleuchtu er Nest des j i 0 « Þ na á o Hand x i: ae : apiicis nd das E A j e S ins Leben tre Toll, 16 mie D fann nicht die Hani Fch glaube, daß man mit der künstlichen Beleuchtung anderwärts os kelden werden S F 16 und das Eriraordinarium des —_ Z Bie D len olle ut 1 icht brau deutschen Wesen gar nich gute Erfahrung gemacht hat. Für Garderobe sollen die Beamter Es s ug. btkeil Vime e erre technische Abtheilung obe eine Gebühr unter allen Umsiänden ablehnen. Kurze Uebersichten übe Desen folgt das Kapitel „Technisches Unterrichts ¡b e nig für Maschinenbau läkt ich nichi e Æ i Í « 2-4 K i é , g 1MQuie Tann Tie erforderliche Le mi li den Jubalt der einzelnen Säle, besonders im Museum für Völker en. Zunächst findet eine allgemeine Debatte statt technik fdunte ia an e E Gesundheitswesen, Thierkrankheiten uud Abdsperrungs- : i ft mal ¿ 6 üt der N can Tonnle ja an de verfità ¿(en werden. für Druameo E —— 7 L pr” cous j ns abgetafite hrer wür? be Die Budgetkom mission, Referent Ada. Win>ler mite n M g" e gel et TE Maßregeln. vortheilhafter scin als gelehrte Kataloge a q M ur Ina j anen! l ader feblen die Hôrsâle wie die Laboratori General-Direktor der Königlichen Muscea De. Schoeue: I dah die unveränderte Genehmigung der ordentlichen E für techaishe Chemie und cine Reibe andere: þ | Land E und außerdem die Ueberweisung der Petitionen des | Tams! wäre auch die Schaffung cine n Vreglan anns der Prooinz Schlesien und von Genossen | fn Vder-Bergamt ift ja auch in L

danke für die Anerkennung, welche det Mascumsverwzltoug bezuglid des Pergamon-Muosecums zu theil gewortea isl. Jch kann versichere G e E è 7 - Ï : in E A e Tleriksgs v Pis bs u um Errichtung einer Technischen Hochschule daselbsi „L A endia b u Inge g S Königliche Staatsregierung Pon raut, nicht fehlen

daß alle Anregungen die sorgfältige Erwägung finden werden. L det dig zur Erwägung in dem | dai lan und andere, weide nambals e

Ausdehnung der BesuchHzeit hat ihre große Schwierigkeit; das Ken Ginne die Stadt Bresl Ln 24 - Ves tis Ï di oi 4 a Î L 1I C fington- und das Britische Museum in London waren des Abends ao , daß vorläufig eine allgemeine, eine elektro lehnische ! zeichnet haben, ihre Zeichnungen nicht aufrecht erbalten. we

Ich darf nincnfassen, Abg Arendt (freikon! D von denen die und die Knabenschulen

j Í tommissionsantrages veriangî für Ï di « d M «fs l 5 é 26 f ? L n LCT L Tad Ait S cetane twa Kapit u w F ¿T s Breslau m í ewilliagt

ei und das dazu gehörige Ertraordinarium

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Fortsezung der Berathung des

Ihr wird di tag 11 Uhr veriaat

ide, welhe ohnehin schon i solée Schulen gründen edi cigentlid in der Luft zeschilichen Grundlage für das höher

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azu bie dah aus ciner, zum theil dem

t entirrecbenten Agitation ter Anlaß genommen : LAR, U

werde, dur Erriébtang von Mitchengrmnasien, durch Theilnahme der | ¿g chit au ner inbeitlidhen

G Mätedens$ultre

Bilduagéanftaiten und durch Acnterung ter lafsurd Abg. Ddr. Dittrich (Zentr, {wer verfläntlih): Auch wir sind

( d q j dutchaus für Reform auf diesem Gebiete. aber bei der Ausführung ifi

von Frauen fatemiichen Studium cine rellstäntize Umgestaltung y j y s Tg

Arasen S n Es de Siu ang B E L L l uns aan besondere Vorsicht geboten. Das ällbetische Moment darf nidhi

der biéberigen Vert ältnifie berbeizutöhren Daß ter Zudrang der | etwa in der Behandlung der Lehrgegenstände gegen den jeyigen Zustand Franca zu den männlichen Berufsartlen seitens der Unterrihts- | in den Hintergrund geträngt werten

verwaltung no< konilih befördert werden sollle, das werden Sie, Die Tiskuïsion wird geschlossen und der Staatszuschuk

glaube ih, von der Unterrichttverwaltung nicht verlangen können. Es | für die höheren Mädchenschulen dbewillig!

beitimmten béberen

Mädchen an tem Unterricht in e Knaden

Greondfätze über die Zu Bulgatien, N gierung dat die

' E aradisde Kéte des boleraverieudt crflirt

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Gs beftedt die Môg!ibkei v X