1846 / 245 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

gungsrecht, insoweit es nit verfassungs- oder für ßig beschränkt is, zu, und mittelst desselben nicht so weit das Lan-

unzweifelhaft das Bewilli einzelne Fälle vertra allein die Befugniß, un des-Verfassungsgeseß nicht ent auf Ersparung an bisherigen Stände inzwischen weiter gehen ; lihfeit besserer und wohlfeilerer Organisation der Behörden, die Königliche Regierung darauf aufmerksam zu machen, ihrerseits sofort mit vollständigen Organisations- und Besoldungs-Vorschlägen hervortreten ; a sogar, wie im vorliegenden Falle geschehen, ohne älle vorgängige Ver- andlung mit der Königlichen Regierung bestehende Stellen durch Streichung inmal dafür ausgeseyten Besoldung beseitigen wollen; so würde die Verantwortlichkeit für die gehörige Wahrnehmung des Dienstes Königlichen Regierung auf die löblihen Stände übergehen und itige verfassungsmäßige Stellung wesentli verändert werden.““

Herzogthum Holstein. mehr amtlich die Bestätigung d und Landraths

unnöthig befundene neue Ausgaben, egensteht, abzulchnen, sondern auch Anträge Sollten die löóblichen sollten dieselben bei vorausgesepter Mög- anstatt zunächst

usgaben zu machen.

Der Alt. Merkur bringt nun- Naqhricht von der Entlassung des Grafen von Brokdorff} aus seinem mtmann des Amtes Neumünster; übrigens mit Pen- meldet das genannte Blatt,

Kammerherrn Dienste als A

Obergerichte zu Glükstadt- sammlung vom 20. Juli d. J zieller Richtung ge Schleswig (der in Dr. Lorenzen in Kiel (der die gerichtete Adresse verfaßte), A seinem amtlichen Theil meldet der Alt. 48. August der Prinz Friedrich von - Augustenburg als Gouverneur der

daß dem holsteinischen adt eine die neumünstershe Volksver- . betreffende Untersuchung, mit spe- gen den Obergerichts - Advokaten Beseler aus jener Versammlung den Vorsip führte) und den von der Versammlung an die Stände llerhöhst aufgetragen worden ist. Jn Mer kur au, daß unterm

Schleswig - Holstein = Son=- Landschaften Süder- und en in Gnaden entlassen worden sei. Aus Kiel wird dem genannten Blatte berihtet: „Gestern hat Bürgerschaft gesandte Deputation dem Prinzen r das hier allgemeine Gefühl des Be- r und der Hochachtung

Norder-Ditzmarsch unterm 31. August eine von Rath und von Augustenburg zu Noe dauerns über seinen Abgang als Statthalte gegen seine Person darzulegen die Ehre gehabt.“

XX Frankfurt a. M Minister des Auswärtigen, se nah dem Haag hier wieder eingetroffen.

Oesterreichische Monarchie. Wien, 31. Aug. Jhre Majestät die Kaiserin - Mutter hat das Lustshloß von Schönbrunn am Asten d. verlassen und ist nah

folge, beabsihtigte Se. Durchlaucht f S Herrschast bis

E O L E L noci

., 34, Aug. Der Königl, niederlän- Herr de la Sarray, is auf der

K in

l abgereist. I Berichten aus Königswart zu

der Staats-Kanzler, Fürst vou Metternich, auf dieser zu verweilen und sich von dort nah seiner wo er bis 15. September seinen Aufenthalt ber die Rückreise nah Wien antreten wird.

des nächsten Monats von der hohen Jnspection u inspizirende Truppen- Corps besteht 7 Compagnieen Pioniere, 28 Shhwa- und 6 Fußbatterieen und wird n den Vorstädten Wiens und vom 1. September an wird gran eingerückt, Zum Lager-Kommandanten Graf Wrbna bestimmt. Albrecht hat

zum 30sten d. M. schaft Plaß zu nehmen, dann a

Das“ im Laufe unseres Bundes - Kontingents z aus 22 Bataillonen Jufanterie, dronen Kavallerie, dann 4 Kavallerie- n den hiesigen Kasernen, theils i in der nächsten Umgebung einquartirt; in das Zeltlager bei Kagrar wurde der Feldmarschall - Lieutenant der fommandirende General Erzherzog so wie im verflossenen Jahr, auch diesmal bei allen d sonstigen größeren militairischen Uebungen der Mann- lässige Erleichterung zu gewähren ist, feruer daß die Tag- Uhr, der Zapfenstreih vom 1, September an, anstatt

um 9 Uhr, um 8 Uhr geschlagen werde.

Triest, 25. Aug. (A. Z.) Für den Ver en is es von großer Wichtigkeit,

llschaft des österreichischen Lloyd

am 26sten jeden Monats

nach Alexandrien abgehen lassen wird, das mit der monat= alfutta ankommenden Post dort zusammentreffen soll. Auf e regelmäßige Reisegelegenheit nah und von Ost- o häufiger benußt werden Alexandrien nur 5, höch- die Quarantainezeit mit der Abreise von Reisenden wenige Tage nah Ankunft in en. Die Gesellshaft wird dafür sorgen, Dampsfbootes jede wünschenswerthe Be=-

Kaiserl. Hoheit befohlen, daß, Feldmanöver \chaft jede zu Reveille um 5

fehr zwischen Europa daß die Dampfschiss- vom 26. September an ein Dampfschiff direkt

und Ostindi fahrts-Gese regelmäßig von Triest lich von K diese Weise tritt ein indien über Triest in Wirksamkeit, die um dürfte, als die Fahrt stens 6 Tage dauern wird, Alexandrien beginnt und die Triest kontumazfrei sein werd daß dieselben an Bord des cchkeit finden.

riefe aus Tripolis melden, Konsul, Herr Warrington,

ua la Abschied

n Seiten aufrichtig bedauert.

zwischen Triest und

daß der dortige englishe General- Differenzen mit seinen Amts- Sein Abgang Während seines dreißig=- s in Tripolis hatte er das Zutrauen seiner Re- hohem Grade gerechtfertigt und sich die Achtun Eingeborenen, wie der größtentheils aus Malte henden europäischen Kolonie, erworben. Frankrei. dem Schluß der gegenwärtigen kurzen sobald die Adresse in der Deputirtén- die Minister Guizot und Mackau den von-wo sih der Erstere dann wieder nah Justiz - Minister , Herr Martin, geht nah Herr Duchatel, ins Bad, der Un- aufd Land, der Minister der bereist die Provinzen, und nur der Der Conseils - Präsident, [t schon seit einiger Zeit auf seinem Landsißp. Deputirten-Kammer hat gestern drei konservative Deputirle nnt ; es sind die Herren Bignon, Lepeletier Die Zahl der Stimmen war 338 ; absolute genannten Deputirten erhielten 201, Herr Delessert morgen wird durh ein zweites wem die Function eines vierten Am 41. September dieselbe dürfte AdreTJe wird so-

wegen einiger erbeten und erhalten hat.

wird von alle jährigen A gierung in

Paris, 30. Aug. Nah Session, welcher erfolgen soll, Kammer erledigt i} König nah Eu begleiten, Val Richer begiebt. Douai, der Minister des Junern, terrihts-Minister, Herr öffentlihen Bauten, Kriegs - Minister wir ll Soult, verwei

4 3 i E) A E

von Salvandy, Herr Dumon, d in Paris bleiben.

R F E E T S

zu Vice-Präsidenten erna d’Aulnay und Hebert. Majorität 170;

4183 und hatte deren

176 Stimmenz 429 und Herr Billault 116; bestimmt werden, Vice - Präsidenten zu Theil werden soll. wird die Adreß = Kommission ihren Bericht { nah am 4. S wahrscheirlich , auf die ersten Tage

Gestern waren Königs im Conseil versammelt, einen Beschluß

Sfrutinium

on nah 24 Stunden erstatten z die tember votirt werden fönnenz vnd man hält es für daß die Kammer gegen den 5. oder 6. September des Monats Januar prorogirt werden wird.

die Minister in den Tuilerieen unterm Vorsiß des um über das Gnadengesuch Joseph zu fassen z; die Entscheidung wurde inzwischen Folge neuer Geständnisse des Verurtheilten, aus welcher daß die bekannten Pistolen in der That nur geladen waren.

Freihandels-Verein in Paris hielt gestern im Saale Mon- ste öffentlihe Sipung. Der Herzog d'Hareourt, Pair führte den Vorsibz in seiner nächsten Umgebung \ah man die Herren Horace Say, Anisson-Duperron, F. Bastiat, Renouard,

ausgeseht in hervorzugehen scheint, mit Pulver

tesquien seine er von Frankreich,

1046 Salandrouze de la Monnaix, Michel Chevalier, Collignon, Ortolan, Cabrol und Andere. Die Kammer, die Presse, der Handel und die Jndustrie waren bei dieser von mindestens 800 Personen besuchten Versammlung vertreten, zu deren öffentlihen Constituïrung die aus- drückliche Erlaubniß des Ministers des Inneru erfolgt war ünd deren Statuten derselbe bestätigt hat.“ Jn der Eröffnungs-Rede des Vor- sißenden wurden die Zwecke des Vereins dargelegt. Die Auflegung von Zöllen auf Handelswaaren, die über die Gränze gehen, wird, so lange der Ertrag derselben nur im Jnteresse des Schaßes und zur Bestreitung des allgemeinen Staatsaufwandes bestimmt is, unbe- stritten gelassen. Allein sobald diese Zölle den fiskalischen Charakter ver= ören und bezweckten, fremde Erzeugnisse abzuhalten und den Preis ähnlicher nationaler Erzeugnisse zu steigern, dadurch also zum Besten Einer Klasse den übrigen Klassen Opfer auferlegten und Schußzölle wür- den, sei die Aufgabe des Vereins, dieselben zu bekämpfen. Dieses Prinzip eben wolle er aus der französishen Geseßgebung darlegen.

Doch folge daraus gar nicht, daß die vollständige Beseitigang, wie |

der Verein sie bezweckde, in einem Tage eintreten solle. Auch der Uebergang vom Schlehten zum Besseren erfordere seine Zeit. Der Verein wolle nur über das Prinzip aufklären, und dem Staate bleibe die Ausführung der Reform nothwendig anheimgegeben. Die Mittel für die Zwecke des Vereins fönnten ferner nur legale und constitu- tionelle sein. Eben so werde derselbe stets allem politischen Partei- wesen sremd bleiben, feiner Jndustrie, feiner einzelnen Klasse, keinem Landestheile vorzugsweise dienen. Das allgemeine Interesse, in wel- hem das der Einzelnen aufgehe, sei ihm allein maßgebend. Herr Léon Fauher, der Bronze - Fabrikant Riglet und Herr Blanqui nah- men noch das Wort, und zuleßt wurde eine Unterzeichnung zu den Vereins-Unkosten eröffnet.

Man schreibt aus Tetuan vom 18. August, daß Abd el Kader jeßt hauptsählih über diesen Ort mit seinen Agenten in Gibraltar verkehre. Geld seine seit einiger Zeit beim Emir nicht in Ueberfluß zu sein, die Shmuggler von Gibraltar versicherten jedoh, er habe jeßt in dieser Stadt wieder einen Kredit für eine ansehnlihe Summe gefunden. Die neuesten Artikel, die aus Gibraltar gekommen, seien Flinten nah einem neuen Muster und von einer weit besseren Be= shaffenheit als die früheren gewesen, und {hon für den Landtrans=- port verpackt. Abd el Kader benehme si in Marokko , als wäre er in seinem eigenen Lande , befehle, predige und spotte aller Verord- nungen und Befehle der Kaiserlichen ehörden, deren oft ein- ander widersprehende Verfügungen von den Chefs und Lokal-Behör- den nicht in Vollzug geseht würden. Er unterlasse dabei nit, stets seine Achtung für den Sultan zu betheuern, und versichert, er könne diesem selbst keine Vorwürfe wegen der Intriguen der Christen an seinem Hofe machen. Jm ganzen Osten habe Abd el Kader mehr Einfluß, mehr wirklihe Macht als der Kaiser. Er sei so zu sagen der König aller Marabuts des Landes , und diese würden ihn nöthi- genfalls gern zu ihrem Führer nehmen. Die an Algerien gränzen- den Stämme seien auch jeden Augenblick bereit, ins Feld zu rüden, sobald sie Pulver und Piaster bekänen.

Das. Echo frauçais berichtet: „In diesen leßten Tagen hat sich der Friedensrichter des 10ten Bezirks in die Wohnung des ver=- storbenen Marschalls Valée begeben und dessen Papiere unter Siegel gelegt. Dies ist eine Vorsichts - Maßregel, welche die Regierung oft in Bezug auf A nimmt, die hohe Aemter bekleidet haben. Der Marschall alée war bekfanntlih General-Gouverneur von Al-

erien.‘

q Der Reform zufolge, wäre der Constitutionnel zum Miíi- nisterium übergegangen, und diefes soll die Kaufsumme hergegeben haben.

ck‘ París, 29. Aug. Die Deputirten-Kammer beshäfs- tigte sch heute mit Forts bung der Prüfung der Wahlvoollmachten. Die Wahl des Herrn von Lavalette zu Bergerac kam zuerst an die Reihe. Protestationen waren gegen dieselbe eingelaufen, Das be- trefsende Büreau erklärte aber durch das Organ des Berichterstatters, Herrn Delespaul, der selbs| Oppositionsmann ist, diese Protesta- tion, welche von 60 Wählern unterzeichnet war, und worin die Un- tersuchung der Wahl verlangt wird, für ganz unbedeutend, Herr Tovillefer dringt dagegen auf Untersuchung z eben so der Marquis von Larochejacquelin. Dieser erklärt, er habe diesen Morgen vernommen, man habe durh dringende Bitten Zeugnisse erlangt, welche das Gegentheil der Protestation besagten. Die Untersuchung werde den Beweis davon liefern. Der Marquis von Lavalette erklärt die in der Protestation gegen seine Wahl angeführten Thatsachen für lügenhast und T erléunberii@, Wenn die Kammer für angemessen erachte, die Untersuhung seiner Wahl anzuordnen, so sei er bereit, sich allen Folgen derselben zu unterziehen. (Lärm.) Die Herren d’Angeville und Bureau de Puzy werden noch gehört. Die Kammer schritt darauf zur Abstimmung und erklärte die Wahl für gültig. Da auf die Einladung des Präsidenten kein weiterer Be- richterstatter die Tribüne bestieg, so beshloß die Kammer zur Wahl des definitiven Büreaus zu schreiten, Die Huissiers brachten Tische, mit grünen Teppichen bedeckt, in den Halbkreis vor der Tribüne herein, um die Operation des Skrutiniums dadurch zu erleihtern. Der Präsident bestimmt durhs Loos die Namen der _Stimm- Zähler. Sodann begann das Sk:utinium selbst zur Ernennung des Präsidenten der Kammer. (Das Resultat is bereits gestern gemeldet.) Nachdem Herr Sauzet als Präsident der Kammer für die Session von 1847 ausgerufen war, begehrte Herr de Lahaye Jousselin das Wort unter Murren von Seiten der Linken. Er verlangte, daß man seine Wahl prüfen solle. Vergebens habe er den Berichterstat- ter gedrängt (Lärm), er begreife nicht, daß man seinem gerehten Ver= langen eine Weigerung entgegenseße. Der Bericht über seine Wahl müsse so. gut wie über die anderen erstattet werden. Stimmen links: „Der Bericht is nicht fertig.“ (Lärm.) Herr de Lahaye Jousselin spricht mit großer Heftigkeit von der Tribüne aus, ohne es indeß dahin zu bringen, sich vernehmlih zu machen; so groß is der Lärm, daß seine Stimme gänzli übertäubt wird, Der Präsident macht endlich dieser tumultuarishen Scene ein Ende durch den Auf- ruf an die Kammer, die Wahl der Vice - Präsidenten vorzunehmen. Herr de Lahaye Joufsselin verläßt nun die Tribüne, und die

Kammer schreitet zu sener Wahlhandlung., Die Sihung dauert noch_

fort. Die Vice-Präsidentenwahlen werden wahrscheinlich heute noch vollendet, Zur Wahl der Secretaire und der Quästoren aber wird wohl ers nähsten Moutag geschritten werden, Am 1. September werden die Büreaus der Kammer zur Ernennung der Adreß-Kommission schreiten. An demselben Tage wird die Kammer die Prüfung der Wahl-Boll- machten fortseßen.

Großbritanien und Irland.

London, 29. Aug. Jhre Königl. Hoheit die Frau Prinzessin von Preußen is gestern Vormittag mit der verwittweten Königin vom Haeg hier eingetroffen. Der preußische Gesandte, Herr Bunsen, und die Mitglieder der preußischen Gesandtschaft empfingen die hohen Rei=- senden bei ihrer Landung in Woolwich.

„Die Sesfion i| endlich geschlossen“, schreibt die Times, „nah einer langen und fieberhasten Existenz und vielen Todeskämpfen ist sie dahingegangen wie ein alter Mann, der sterbend kaum einen Laut von \ih giebt, Die Thron- Rede selbst mit einigen warmen Aus-

C R: E BUEGEA B B R

unde. Die Umstän enthümlidhfeit, di Dieje Eigenthümlichke)

drücken unterbriht nur wenig die Ruhe der St des Augenblicks haben in der That auch eine en als erflären fann. Stillschweigen und Ruhe auf. Es i| nicht di Thaten zu rühmen und Erfolge für fih in 2 Wunden der Partei sind noch zu fris nahz die Wange is noch geröthi düstert durch die Absicht der Rac den Schlußakt der Session zu einem passiv unpersönlichen Schauspiel zu machen, das wede | regen, noch die Leidenschaften aufwecken kann. die Session noch nicht a und Entfernung sind nöthig, u der kleinen Kollisionen getrübten Handlungen die Zeit jemals. den Wundern dieser achtmonatlichen Geschichte verständlihe Einheit verleihen können? Sie begann mit einem b \spiellosen, fast unnatürlihen Kampfe zwishen dem Konservatism und seinen Häuptern zwischen einer treuen Partei und ihren eig rnz und auf der anderen Seite mit einem Kamy keit der Ereignisse und den hohlen Ei ämpsfte gegen das Monopol und die Fc Natur mit den bei den Wahlen übernommenen Pflichten d Die Nation sah, wie Staatsmänner in den Jrrthum ihres Lebens fahren ließen, ab Täuschungen überwältigt waren, wel hineingegeben hatten. D Standesvorurthe| Verbindung auß gewonnen und drohte, die Sai eeren seines Triumphes vorwe? Was dieser vollbrahte, mochte für das Land gut sei Ein so verwideltes Beginn Jn derselben Stunde des minisi Aber selbs hi

Hat Deridder vom

jeur und Direktor dexr Staats- nen, Herrn

ummen von 421,360 Fr. Ct.-und refp. 70,000 Fr. gefordert? (Die Ste, 9te und 10te nstand). 44) Mißbrauchte De- umptih-Tunnels

John Coderill, die S man mehr wahrnehm legt uns Mäßigung, Zeit, „sich vollbrahter \pruch zu nehmen. Stunde des Unglücks is noch zu vom Unwillen und die Stirn ver Es war daher gut,

bezieht sich auf denselben der seine amtliche Stellung, Borguet die Theilung einer Tantième von 14 yCt. zu fordern? eshenke an Deridder gemaht? Sämmt- ragen wurden von der Jury verneint, die beiden Angeklagten

, wie schon erwähnt, völlig freigesprochen.

Schweden und Üorwegen.

Gothenburg, 26. Aug. Es wird versichert, daß des Königs ach Rorwegen nicht, wie man in Folge seiner Krankbeit ver- hete, eingestellt, sondern daß sie, wenn auch ni Tage, vorgenommen werden wird.

| Christiania, 25. Aug. der bekannte englishe Jngenieur jetheten Dampfschiffe am 20sten d. London verlassen, um sih hier- zu begeben und die projektirte Eisenbahnlinie nah den Landseen en und Msösen in Augenschein zu nehmen. olution oom 11ten d. M. i| die dem britischen General - Konsul orwegen, John Rice Crowe, {hon den 29, November gegebene age, ein außerordentlihes Storthing einzuberufen, sofern sich eine ressenshaft innerhalb sechs Monaten, vom Tage jener Resolution zur Ausführung einer Eisenbahn von hier na Vorm-See, gebildet haben würde, und jenem Storthinge eine glihe Proposition zu. einem Geseb - Entwurfe, diese Sache be- end, vorlegen zu wollen, jeßt bis zum Ausgange gegenwärtigen res verlängert worden.

Dänemark. Kopenhagen, 29. Aug.

eim Bau des C at Borguet diese

ls ein Ganzes vollständig überschauen. m die durch den Dampf und S zu erkennen. Aber wit

| vorzunehmen beabsshtigen. Zu diesem Zweck soll eine Anleihe bei cht früher als um

Eingelaufenen Nachrichten zufolge, tephenson auf einem von ihm

nen glücklichen Führe zwischen der strengen Nothwendi

artei. Der Handel k Durch Königliche

sichten der P

derungen der Parlaments=Miktglieder. und gezwungener Reue nichtsdestoweniger durch die sie so lange und zu so großem Unheil si Jrrthum flüchtete sich noch unter den Schuß der und der Partei-Anhänglichkeit. dem Parlament hatte bereits Grund zu entscheiden und dem Minister die Lorb

jenen Seen oder

Aber eine mächtige

zunehmen. aber war es nicht für seine Freun führte zu neuen Widersprüchen. riellen Sieges tra war ein Rad im an die conventionelle Form einer Flucht vor wirklichen, ger eingestandenen Verlegen und achtbare Partei, dur der Regierung und für die R alle jene Mittel zurückweisen, ten begünstigt hatte, könnte, auch wenn ihre Führer verba nichten; das Heer verband sih mit vernichten. Jndeß sind troß aller ven denen wir, sihtlihe Hoffnung hegen, des Landes vermehren und die Lage ter gro verbessern werden.““ Nach einem dem P lihen Einnahmen, Ausgaben 2c., betrug das Staats-Einkommen des vereini Im Jahre 1843 18

49 At Nah langen Debatten hat die nde-Bersammlung einstimmig, mit 60 Stimmen, beschlossen, den ig um Vorlegung eines Geseßentwurfes an die nächste Stände- ammlung zur Freigebung des färöishen Handels anzugehen;z 30 gegen 21 Stimmen, daß dabei die Bemerkungen der Kom- on von 1844 vom Könige in Erwägun Mit 59 Stimmen gegen {1 verwar ftors Dunßzfeld, wonach jener Handel, unter Bedingungen, nicht 1 den Dänen, sondern auch fremden Nationen gestattet wer-

t die ministerielle Niederlage ein. derenz denn jene Niederlage war wenig mehr wenn auch wen Wir sahen damals eîne zahlrei ihre Vorliebe für Ordnung, für Stä echte des Eigenthums bekannt, plößl durch welche sie bisher diese Cigensch( damit sie ihren eigenen Führer st| Gegner an seine Stelle treten sollten.

eigenes Heer zu v um seinen Führer dieser Widersprüche die Maßregi wie auch die Thron-Rede es ai daß sie den Wohlsta ßen Masse des Voll

enommen werden möch- e das Amendement des

An einem der ersten Tage nächster Woche wollen die Studiren- eine Versammlung halten, um über einen Antrag an die Stände Wehrpflichtigkeit für ihren Stand zu berathen. ehung auf diese Pflichtigkeit viele Petitionen an die Stände ein, derheit von Bauern, die auf solche antragen. Jm weiteren Verlauf der Debatte über Aufhebung der Sklaverei h sch in der roesfilder Stände - Versammlung Graf Schulin ndermaßen aus: „Wenn ein Neger fortlaufe, wozu er offenbar das Recht habe, und r ergriffen und nach den Geseyen bestraft werde, so sei das eine Justiz- lt, und wenn der Neger-sih wegen einer ihm oder seiner Familie zu- Zten Beleidigung an: seinem Herrn rähe, wozu er nit nur berechtigt, rn soger verpflichtet sei, und diesen todtshlage und dafür wieder hin- htet werde, so sei das ein reiner Justizmord, „Wir verlangen““, sagte Redner weiter, „daß man unsere wohlerworbenen Rechte achte, so ach- vir denn auch des Negers wohlerworbenes, ihm durch die Geburt schon rbenes Recht auf Freiheit, das ihm ungerechterweise entrissen worden, viel, was die Emancipation kostet, gleichviel, wie der Zustand der Ne- nachher sein wird, und sollten sie, in Freiheit gesept, sh auch einander auf- ; Regierung muß auf den Weg der Gerechtigkeit zurückehren, die Grundstüge ihrer Existenz ist, Und wenn wir der Regierung zu er- geben, daß wir die Emancipation der Sklaven wollen und die dazu gen Opfer zu bringen bereit sind, so bleibt ihr fein anderer Ausweg, ie Sache gleih in Gang zu seyen.“ : ldvokat Lehmann äußerte, er wolle keine burleske Declamation ge- die Stlaverei zum Besten geben zum Amüsement sür müssige Leute halb des Ständescaals, dena für diejeni wiß übel angebracht, doch müsse er se en, daß, wenn auch die Emancipation nicht ohne Opfer durchgeführt n könne, doch keinesweges die gewöhnliche Entschädigungs-Theorie : Denn der Staat könne ja z. B. alle künftig Ge- n, wenigstens die 10 Monate nah Emanirung des Gesepes Gebornen, ei erflären, auch würde die siebenjährige Lehrzeit als halbe Entschädi- betrachtet, was sie doch im Grunde gar nicht sei. Von schlimmem ß könne es ferner für die Sache sein, der Regierung eine Suwme zur sition zu stellen; ers müsse mau doch wohl untersuchen, was denn die n sür Dänemark werth seien, und eine solche Untersuchung möchte leicht n, daß sie keinen wesentlih anderen Werth hätten als den, einer er- National-Eitelkeit zur Befriedigung zu dienen. s seien die eigentlichen Grundbesißer auf den Jnseln nicht Dänen, n Fremde, und zwar Fremde, die ihre- Sprache, ihre Sitten, ihre veise, Alles mit hinübergebracht hätten und festhielten. Auch der Han- it den Jnseln sei nicht von der Bedeutung, daß seinetwegen ein Opfer wei Millionen gerechtfertigt werden könne.

nd sich mit dem Feinde, um sein dem Feinde, i d

Es ‘gehen in durchgegangen, spricht, eine zuver

arlament vorgelegten Bericht über die öffen für den Zeitraum von 1843—18 ten Königreichs : 56,935,022 P 58,590,217 57,602,268

55,901,740 Pfd. 1844... . 55,103,647 »

1845... 53,873,063 Jn einer in Manchester gehaltenen Versammlung des Comité obden-Fonds ward dessen Betrag auf 68,6 Manester allein 24,300 Pfd., die Umgegend dieser Sk 150, Liverpool circa 8000, Preston 800, Bristol 1000, Lon Dundee 400, Leeds 1000, Glasgow 3000, Birmingh Auch aus den Agrikultural - Bezirken s dem Betrage nach kleine Subscriptionen eingelaufß Lord John Russi

hme-Ueberschuß: 1,433,283 Psd. 3,486,570 »

= 3,729,205

Die Ausgaben waren: Jm Jahre 1843

für den C ben, wozu

Pfd. angt

2000 Pfd. beigetragen. viele, wenn auch Von den jeßigen Ministern haben beigesteuert : Graf Grey und der Schaß-Kanzler, je 100, Viscomte Morpeth Graf Fortescue (Hofmeister der Königin) 50, Herr Macaulay u Schablord Gibson Cracy, je 25'Psd.

Der dubliner Evening Freeman will aus Rom die Nahr haben, daß das Kardinals - Kollegium einmüthig und entschieden | Regierungsplan zur Gründung irländischer Kollegien verworfen ha weil das dabei zum Grunde liegende Erziehungs - Prinzip feine 1e autieen darbiete. : zur Unterstüßung der vielen armen italienisch welche in London auf allerhand Art ihren Unterhalt Zu erwer suchen, aber häufig in große Noth gerathen , dahier gestiftete ita aft hielt vorgestern ihre erste Jahres - Versammlu ch die Gesellshaft auf die Beisteuer von 374 Pfd. 6 und obdad|

en innerhalb desselben wäre e Ueberzeugung dahin aus-

f anwendbar sei.

giöse Gar Troy 400jährigen

nische Gesells Bis jept hat s zu den Kosten eines Zufluchthauses für solche hülf- Knaben beschränken müssen. 01d Niederlande: ü Aus dem Haag, 30. Aug, Die'‘v’eïwittwete Kögigin ! te am 27sten Nachmittags von bier zu Rottexdan f dem dortigen Staatswerft, von dem Marina-Diril Verhuell, den oberen Beamten der Djxèction und den: Mal Offizieren mit allen militairishen begab sich sogleich an Bord der wurde, als sie den Hafen verließ, von den, Königlichen Schissenz; und „Batavia‘‘, auf denen die englische Flagge wehte, sakintirt. L englishe Dampfschiff „Black Eagle“‘,:, welches seit zwei? "Tagen dem Hafen von Rotterdam für die Köni Zhre Majestät an Bord und giug: \ ; ländishe Jacht „de Leeuw“, auf der sich auch die Pri die Prinzessin :von Oranien, | Sasen - Weimar, der Baron van der Capellen und der großb nische Gesandte am hiesigen Hofe, Sir E. Disbrowe, befar welche die Königin Wittwe bis zu: fhrer Einschiffung auf dem enf begleitet hatten/"*kehrte dann in den, Hafen zu ersonen sind von'‘dort wieder hier emgetroffen.

SBelgdi en. Der belgische Gesand Herr Nothomb, is gestern vou- hier wieder auf seinen

] der Jury in dem Tunnel-Prozeß vorgelegten zwölf Fro lauteten im Wesentlichen wie folgt: 1) Hat der Angeklagte, E

Deridder , von seinem Mitangeklagten, Heinrih Böïguet , fünf | von den Staats-Bahnbauten im Betrage von vier Millionen Fra Baukosten (also 201,000 Franken), außer dem Cunipkich-Tunnel, ! langt, ohne daß Borguet sie i vom Jungenieur Borguet im Vorwande fünfundzwanzig

l echtsert Wie man daher die Sache J ansehen möge, weiter dürfe man vernünstigerweise nicht gehen, als die e Ueberzeugung aussprehen, daß Dänemark nicht blos mit Phrasen, n mit Handlungen den Schandfleck abwashen müsse, den in B die Sklaverei eine frühere Generation der jeßigen übermacht habe; aber ein Anerbicten zu knüpfen, das mehr von einem ruhmredigen, nem ernstlihen Edelmuth zu zeugen scheine, sei unbesonnen, weil man h leiht der Regierung ein Band auflege, das die Lösung der Auf- erschweren dürste. jn ähnlichem Sinne, nur entschiedener und durh Zahlen - Angaben Ansicht belegend , sprah sh Capitain Herforth aus. „Schon bei tenden Behandlung““, sagte er, „stimmte ih gegen die Niedersezun Kommission, nicht weil ih gegen die Emancipation bin, sondern weil fhtete, daß, wenn die großen Kosten der Emancipation später zur he kämen, die Versammlung davor zurücweichen möchte, ein- Versah- wosür es nicht an Beispielen fehlt, ih will nur an die Frage wegen bung der Zahlen-Lotterie erinnern. Obgleich ih die Summe, welche ommission angegeben hat, für viel zu flein halte, so will ih sie doch tig gelten lassen, muß aber daran erinnern , daß sih darunter noch insen während der 7 oder 10 Vorbereitungsjahre verstecken, wodurch mehr als 3 Millionen anwachsen wird, und bei solcher Summe entsteht llem die Frage, welchen Werth haben die westindishen Jnseln fürs Jn den Jahren 1842 und 1843 brachten sie nichts ein, 1844 Rbthlr, Im Verlauf der 10 Jahre, für welhe wir eine Rechnungs- von den Finanzen haben , also von 1835 1844, haben die Ein- en variirt zwischen 0 und 387,000 Rbthlr. , zusammen haben sie be- 1,136,423 Rbthlr, doch ist zu bemerken, daß in derselben Zeit von destindischen Aktivis ein Belauf von 4,204,000 Rbthlr. weggeschrieben ist, so daß mithin eigentlich für sie ein Opfer von 68,000 Rbthkrn, Yt worden, Jch finde mit allen Anderen die Jdee ganz hübsch, aber kostbar, und es giebt so .mansche hübsche Jdeen, welche man fahren muß, werin man zu ihrer Ausführung niht Rath weiß. Das geht eziehung den Staaten eben so, wie den einzelnen Menschen. roße Summe zu opfern, daß man die telle ufer fände, oder sie sonstwie weggäbe. ‘eve das Amendement, daf keine Petition in dieser Sache eingegeben

tigkeit dieser Berehnungen und Angaben stellte Prof. Da vid brede, ja er sprach ogar die Behauptung aus, daß beí allen auf den direkten Vortheil gesehen werden dürfe, der

nit ausgenommen, unter Null wäre, wenn sie nicht : und Silberbergwerke hätten, sondern auf den indirekten Bortheil, p den Verkehr“ mit dem Mutterlande den Bewohnern des leyteren

England lang und wurde au Ehren. êmpfangen. Jhrei:Maj Königlichen Jacht „de Leeuw“

in bereit lag, ñahm da ofort in See. ‘Die nid

von Preußen,

schen Dampfschi und die hohen

Brüssel , 30. Aug. le -am preußi\#

daher vorziehen, statt eine \o n verkaufte, falls sich ein hm geschuldet? 2) Verlangte Der?

Januar 1838 in Ge unter ähnhi Bankbillets? 3) Wiéderholte Der? eine ähnliche Forderung von 70,000 Fr. oder mindestens 63,

im Anfang 1839 an den Ingenieur Borguet? 4) Hat Der? die unter ‘4 bezeichneten 5 pCt. empfangen®L D der die unter 2 erwähnten 25 Banknoten emp der die unter 3 angeführten 70,000 oder 6

? 6)- Hat D Fr. empfany?

1047

Dagegen erinnerte Capitain Herforth d iontal- Oekonomie an Java, bur s S en Frereyer mo 0e Stand gesehen habe, die Zinsen seiner ungeheuren Staatsschuld zu bezah- burgs H Ds fe Anh Bemettes E ann au Kopenhagens und -Flens- nicht un tend sei, i Größe des verlangten Opfers in keinem Verhältnis fiebo, E

Italien.

Nom : 22. Aug. (A. Z.) Die Regierung ernstlih bedacht, die Finanzen zu ordnen und eine systemmäßige En E der E poln einzuführen, um fie mit den Einnahmen ins Gleichgewicht zu eßen, soll jegt auch die Reduction der fünsprozentigen Schuldscheine

einigen inländischen und belgischen Kapitalisten in Unterhandlung sein. Auch sagt man, die Regierung sei mit dem sranzösishen Hofe in Verbindung getreten, um einen: großen Theil der Galeeren-Sträflinge in Algier als Kolonisten unterzubringen, wodurch dem Staate eine bedeutende Ersparniß zu Gute kommen würde. Vorgestern if an alle Legaten und Delegaten in den Provinzen ein Rundschreiben er- gangen, ein genaues Verzeichniß über alle Beamten, ihre Stellung, Dienstjahre, Gehalt, Fähigkeit u. \. w. an das Staats - Sekretariat einzusenden.

Außer den Prälaten Roberti, Antonelli, Marini und Grasselini, welche die Kommission zur Prüfung der Anlegung von Eisenbahnen bilden, will die Regierung auch weltlihe Mitglieder berufen und hat fürs erste, nah dem heutigen Diario, den Herzog Don Marco Moassimo zum Mitgliede ernannt. Obgleich bis jeßt noch keine Ge- sellschaft da is, welche die Ausführung übernehmen kann, so streitet mán si bereits über die vortheilhaftesten Richtungen, wobei es an Geltendmachung individueller Eitelkeiten und kleinlicher Jnteressen nicht fehlé. Die beabsichtigte, aber nun unterbliebene Herkunft des Groß- herzogs von Toscana soll hauptsächlih eine Eisenbahn - Verbindung durch die Maremmen mit dem römischen Staat zum Zweck gehabt haben , die für Toscana sehr wünschenswerth, aber für Rom nicht vortheilhaft wäre.

Zur Statistik der rechtgläubigen Kirche in Rußland. Erster Artikel. Anzahl der von 1801 bis Ende 1843 Geborenen.

Bei einem längeren Aufenthalte in Rußland war es stets das Bestre ben des Verfassers dieser Zeilen, über die Nativitäts- und Mortalitäts-, A überhaupt über die sämmtlichen Vital - Verhältnisse des ganzen russischen Reiches \sih so umfassende Kenntuisse zu erwerben, als nur immer in sei- nen Kräften stand, denn es galt zugleich bei ihm als Ansicht, daß statistische Angaben ers dadurh einen entschiedenen Werth gewinnen können, wenn sie sih auf größere Raumvoerhältnisse beziehen, und wenn sie einen längeren Zeitraum hindurch ín ununterbrochener Folge angestellt sind.

In einer ganzen Reihe von Aufsäyen, die bereits in diesen Blättern mitgetheilt sind, wurden die statistishen Verhältnisse der Katholiken (vergl. besonders Allg. Preuß. Ztg. Nr. 164 und 236 des vorigen Jahrgangs), der Lutheraner und Reformirten Coergl. Nr. 172 und 266 daselbst), so wie der Juden in Rußland (vergl. Nr. 13 im gegenwärtigen Jahrgang), be- sprohen und dabei meist dic offiziellen Aufzeichnungen aus einer mehr als zehnjährigen Periode zum Grunde gelegt. Es war indeß zu erwarten, daß die rehtgläubige oder herrschende Kirche, wenn sie schon so große Sorge den A der Anhänger der fremden Konfessionen zuwandte, noch mit ungleih größerem Junteresse und ungleich größerer Genauigkeit die statisti- \hen Verhältnisse ihrer eigenen Bekenner zu ermitteln und, so weit es bei der ungeheuren Ausdehnung des russischen Reiches fich immer ausführen ließ, allen statistishen Anforderungen zu genügen bestrebt sein würde. Und so dot sich uns denn in den amtlichen, von der heiligen Synode des ruf- sischen Reiches eingesammelten und von dem Departement der geistlichen Angelegenheiten des Ministeríums des Jnnern mitgetheilten Aufzeichnungen über die Volksbewegung in Rußland, die auch seit langer Zeit alljährlich im St, petersburger Kalender (namenitlih in dem noch unkorrumpirten rus- sischen Texte desselben) von den Gelehrten der St. petersburger Akademie höchst übersichtlih zusammengestellt werden, ein reichhaltiger Stoff zur Ver- gleichung dar, und wir bemühten uns, die ganze Reihe aller das gegen- wärtige Jahrhundert betrefsenden Angaben vor Augen zu bekommen, was uns auch bis auf die Jahre 1803, 1804 und 1809, wo wir statt der wirk- lichen Angaben uns mit den Mittelzahlen behelfen mußten, gelungen is, Leider fehlt es indeß einer großen Zahl dieser Angaben hon insofern an dar leßten Genauigkeit, als oft einzelne Provinzen oder Eparchicen ihre Zählungen noch uicht eingesandt hatten, wenn schon die Zusammenstellung von der Synode gemacht wurde, wie dies namentlich im Jahre 1830 von der riäsanschen, 1831 von der minskishen und 1834 von der orenburgi- hen und imerethishen Eparchie der Fall war. Die Auslassung jener ge- dachten vier Eparchieen brachte allein einen Fehler von etwa 90,000 Ge- burtsfällen, die in der Gesammtsumme der Geborenen jener Jahre verzeich- nct stehen, hervor, und in der Summe aller von 1801 bis 1843 incl, Geborenen kann leiht ein Fehler von einer Million weniger Verzeichneten verborgen liegen, was doh immer nur 7 der Totalsumme betragen würde, Auch gleicht sich dies durch die ebenfalls ausgelassenen Sterbefälle in jenen Jahren einigermaßen wieder aus, und die Angaben, in denen wir den Ueberschuß der Geborenen über die Verstorbenen berechnet haben, kommen jedenfalls der Wahrheit am nächsten.

Wir lassen nunmehr die Uebersicht der von 1801 bis 1843 Geborenen aus der orthodoxen Kirche Rußlands , wie wir sie aus den obigen Quellen geshöpft habea, folgen und betrachten zunächst den Zeitraum von 41801 bis 41825 als diejenige Zeit, wo Rußland nah manchen durch Kaiser Paul herbeigeführten Nothständen und Drangsalen unter der glorreichen Regie- rung des unvergeßlihen Kaisers Alexander sich zu einer so bedeutenden Höhe emporhob.

Die Syncdal- Berichte verzeihnen uns:

á Geburtsfälle Geburtsfälle ín den Jahren in der griech. ín den Jahren in der griech. Kirche Kircbe 1801 1,179,476 1814 1,228,077 12 1,304,471 20 1,298,461 : x 16 1,457,606 1804 2,594,200 1817 1/498/606 1805 1,358,287 1818 1,431,448 1806 1,346,165 1819 1,522,134 41807 1,334,592 1820 1,570.399 4808 1,374,130 1821 1,545,679 4809 1,374,500 1822 1,539,988 41810 1,374,926 1823 1,633,601 41811 1,306,147 1824 1,646,224 4812 1,264,391 1825 1,704,615 4813 1,099,406

Die Zahl der Geburten hatie sh also während der beinahe 25jähri- gen Regierung Kaiser Alexander's von 1,179,476 auf 1,704,615 gesteigert, und die Zahl aller Geborenen innerhalb jeuer Periode betrug

34,987,529 Jndividuen beiderlei Geschlechts,

d. i. mehr, als die Einwohnerzahl des / ganzen russischen Reiches bei der Thronbesteigung jenes Monarchen im Jahre 1801 betragen hatte. . Hätte nicht der unglückliche Krieg von 1812 mit seinen Vor- und Nachwehen einen so entschiedenen Einfluß auf die Ehebündnisse und somit au auf die Ge- burtsfälle geübt, so würde die Anzahl der neuen Population, die unter Kaiser Alexander dem russishen Reiche zugeführt wurde , noch eine viel be- deutendere gewesen sein. Am ungünstiglten gestaltete sh jene Zahl im Zahre 1813, wo nur 4,099,406, d. h. noch 80,070 Zndividuen weniger geboren wurden, als 12 Jahre zuvor, bei n der Regierung Alexan- der's, Desto ununterbrochener stieg die Anzahl der Geborenen indeß von dem erwähnten Jahre 1813 an und hatte bereits, wie wir sehen, mit dem Jahre 1816 die Zahl von 1,400,000, mit dem Jahre 4819 von 1,500,000, mít dem Jahre 1823 von 1,600,000 und mit dem re 1825, dem Todes- jahre jenes Monarchen, die Zahl von 1,700,000 Judividuen überschritten,

Recht ersichilih zeigen ch die Fortschritte {n der Pópulátíon, vent man die Geburisfälle in Reihen von je fünf Jähren T iet és betrug if den Jahre bié Zahl der Gebörenè 4801—41805 incl, 3 L 136434 7 41806—1810 18141—1815 1816—1820 1821—1825

also 1801—1825 inci

31,987,529 Was die Zahl der Individuen beid. Geschl.

hrgeburten betri}, so wérdén ü L land leider keine Listen unterhalten, da sie aber, was Vei 8 enden -

derweitigen Extrem - Erscheinungen in Rußland zu erwarten - nig zahlreich sein dürften, s Veiden die oben ls T, i We Individuen si auf viel veniger als 34,987,529 wirklihe Geburttsfälle ver- theilen müssen.

Hinsichtlich des geschletlihen Verhältnisses \| ès uns 1m den, die näheren Angaben für einen zwar nicht ununterbrochen 11 Jahre umfassenden Zeitraum zu ermitteln. Es wurden vérzeichitet

in den Jahren

Gebörent verzeichneten

beid. G eshl.

also in allen 11 Jahren 15,030,414 Jndivi ter sih 7,861,965 Knaben und 7,468,449 Mädchen befanden. Die männ- lih Geborenen verhielten fich demnah zu den weiblich Geborenen wie 17 : 15,500 oder wie nahe 110: 1003 genauer wurden Knaben 911,788 Mädchen und gegen eine Million Knaben geboren, was ín naher Uebereinstimmung mit den 23jährígen Er- fahrungen Frankreichs (1817 1839) steht, wonach das Verhältniß der männlichen zu den weiblihen Geborenen =17 : 15,987 i|st (vergl. den in- teressanten Auffay über die Bewegung der Bevölkerung von Frankreih von M. Mathíeu îm Annuaire du B Paris chez Bachélier). Nimmt man an, daß dies Verhältniß, wonach unter 1 Million überdaupt Geborener \sih 523,070 Knabèén und 476,930 Mädchen befanden, für die ganze Dauer der Regierung Kaiser Alexander's bestanden habe, so. würden unter jenen 34,987,529

von 1801 bis Ende 1825 íîn Summa Geborencu sich 18,300,927 Jndivi- duen des männlichen und 16,686,602 Jndividuen des weiblichen Geschlechts befunden haben.

Jm Jahre 1825 bestieg der jeyt Er fand ein Reich vor, welches Krieges erholt hatte und einer ge

duen beiderlei Geschlehts, worun-

egen eine Million ädchen 41,096,746

ureau des longitudes pour -l’an 1842,

{erende Kaiser Nikolaus dev Thron. on längst von den Sträpazen des es er segneten Ruhe genoß, wo also auch dei? Ehebündnissen und den Geburtsfällen, als Folge davon, kein Hinderniß im Wege stand, so daß die Vermehrung der Population ihren fast stetigen und ungestörten Fortgang nehmen konute. Wir sa der afiatishen Cholera auf russischem Gebiete, 1837, führte freilich eine nicht undedeutende Unterbrechung in der Stetigkeit jenes Fortganges herbei, da die Zahl der Sterbefälle (wie wir in einem rtifel zeigen werden) in jener Zeit sehr bedeutend toar. Betrachten wir nun die Reihe der Geburtsfälle aus der Zeit des jeyt regierenden Kaisers, wie solche uns durch die Synodal - Aufnahmen von Anfang 4826 bis Ende 1843 verzeichnet sind, so ergaben sich Geburtsfälle in der griech. Kirch

en fast, denn das Erscheinen n den Jahren 1830/31 und

Geburtsfälle

in den Jahren in den Jahren in der grie.

Die Zahk der Geburten hatie sich demnach innerhalh des hier betrach- teten Zeitraums von 18 Jahren von 4,722,862 auf mehr L L erhöht, und die Zahl aller Geborenen in jener Periode betrug :

35,685,329 Jndividuen beiderlei Geschlechts, d. i. noch 697,800 Jndividuen mehr, als während der ganzen Regierungs- zeit Kaiser Alexander's, die doch nahe 25 Jahre währte, geboren wurden. Am wenigsten Personen waren im Jahre 1826 geboren worden, nämlich 1,722,862 (eine Anzahl, die doch immer noch größer war, als sie sich je in einem Jahre zu Alexander's Zeit gezeigt hatte); die meisten Geburtsfälle ereigneten sich im Jahre 1839, wo 2,317,744 Kinder das Licht der Welt erblickten. Bereits mit dem Jahre 1827 hatten die Geburten die Zahl von 4,800,000 überschritten, im Jahre 1829 wurden zum erstenmal über 1,900,000 geboren, im Jahre 1836 zum erstenmal mehr als 2,000,000, Von dieser Zeit an hielten die Geburtsfälle sich stets in einer Höhe von über 2 Mil- ahre von 1836 bis incl, 1843 zeigen wenigstens kein

E N D

04 E C EDEO S t 4E

lionenz die aht J Herabsinken unter jene Zahl. d eseulkher zeigen ih ai Ba i Moe die Fortschritte in der Po- ulation, wenn man die Geburtsfälle in Reihen von je fün a ' Es betrug nämlich Y «N in den Jahren 1826—1830 incl, 1831—1835 1836—1840 ferner 1841—41843 also 1826 —1843 incl,, wie oben, 35,685,329 Jundividuen beid. Geschl, Es waren demnach in den leyten drei Jahren mehr geboren als (s. oben) in dem 5jährigen Zeitraum von 1801 dio Ua “gge nur 6,436,434 Jndividuen beiderlei Geschlechts ihr Enistehen fanden. : Was den geschlechtlichen Unterschied betrifft, so ist es uns auch hier wieder möglich geworden, die näheren Angaben für einen nur einmal durch die Auslassung eines Jahres unterbrochenen 14jährigen Zeitraum zu ermit- teln. Es wurden nah den Synodal - Berichten verzeichnet

ín den Jahren

die Zahl der Geborenen 54

10,525,284

beid. Geschl.

L 5

4,182,850

also in allen 14 Jahren 28,470,514 Judividuen beiderlei G dts, worun- ter sich 44,616,107 Knaben und 13,854,407 Mädchen befanden, Die Ge- borenen männlihen Geschlehis verhielten sich demnach weiblichen Geschlechts wie 17: 16,114 oder wie etwa 1055 : 1003 wurden gegen 4 Million Knaben De MOYM e gegen 1 eboren. wurden demna während der

mehr Mädchen als in der f -

ibe dor eschl ü E wonad E

zu den Geborenen

ädhen 1,054,979 Knaben jeßigen Regiexung verhältn xiode geboren oder, miít andere bei den Geborenen hat sich in neuerer

glichen, Nimmt man an, daß díes Ver