1846 / 272 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

Ü E R E A

1152

27 Sgr. 6 Pf., auch 20 Sgr.

Bekanntmachungen.

[837] E ige

Der Architekt Adolph Wilhelm Zeidler, 37 Jahr alt, aus Sonnenburg gebürtig, welcher wegen Be- trugs unter Anmaßung eines ihm nicht zustehenden Charafters zum Verlust der National-Kokarde und zu einer Geldbuße von 100 Thlr., für den Unvermögens- fall aber zu 25 monatlicher Gefängnißstrafe rechtsfräf- tig verurtheilt worden ist, hat sih der Strafyvollstreckung durch scine Entfernanng entzogen.

Alle Civil- und Militair-Behörden des In- und Aus- landes werden dienstergebenst ersucht, auf den Zeidler, welcher nicht näher bezeichnet werden kann, gefälligst zu vigiliren, ihn im Betretungsfall verhaften, hierher trans- portiren und mit den bei ihm sich vorfindenden Effekten an dic hiesigen Stadtooigtei - Gefängnisse abliefern zu lassen.

Prin, den 23. September 1846.

Königliches Kriminalgericht hiesiger Residenz. v, Schroetter,

737 - l i Du aus der vom Gutsbesißer Johann von Obremösfki unter dem 3. Februar 4792 seiner Schwester Josepha von Obremsfka ausgestellten Obligation nebst Recogni- tions\chein vom 20, April 1792 bestehende Hypothekcen- Jnstrument, wonach Abschnitt IV., jeßt Rubrica 3. Nr. 4 des Hypothekenbuchs, des im Strasburgschen Kreise belegenen Rittergutes Deutsch - Dziezno fur ge- dachte Josepha von Obremèêka 443 Thlr. 81 Gr. 165 Pf. Preuß. Courant nebst 5 Prozent Zinsen eingetra- en stehen, is angeblich vernichtet und die Forderung felbst bezahlt worden. e :

Auf . den Antrag der gegenwärtigen Besigerin von Deutsch-Dziezno, der Frau Catharina von Wybicka und deren Ehegatten, werden daher alle, welche als Eigen- thümer, Cessionare, Pfand- oder sonstige Briess-Jnha- ber auf das gedachte Dokument Anspruch zu machen haben, hierdurch öffentlich aufgefordert, in dem zur An- meldung ihrer Rechte auf den 19, Dezember D S, Vormittags 41 Uhr, vor dem Deputirten, Herrn Ober- Landesgerichts - Auskultator Heimbs , hier anberaumten Termine zu erscheinen, widrigenfalls die Ausbleibenden mit ihren Ansprüchen präkludirt, das Jnstrument amor- tisirt und die Forderung im Hypothekenbuche von Deutsch- Dziezno wird gelöscht werden.

Marienwerder, den 7. August 1846. /

Civil-Senat des Königl, Ober-Landesgerichts,

[373] Nothwendige Subhastation. Zum öffentlichen Verkauf des im Schlochauer Land- rathsfreise und uuter unserer Gerichtsbarkeit belegenen Gutes Plahig steht ein Termin auf den 12, No” vember c., 10 Uhr, im Gemeler Herrenhause an or- dentlicher Gerichtsstelle an; das Gut enthält 3344 Mor- gen, und darunter 1526 Morgen For, und können die nach landschafilihen Prinzipien aufgenommene , auf 25,401 Thlr. 2 Sgr. abschließende erichtlihe Taxe nebst Karte und Hypothekenschein in hiesiger Gerichts - Regi- stratur (Markt Nr. 4) eingesehen werden, Konig, den 11. April 1846. Das Patrimonialgeriht Gemcl,

von Potsda “Hamburg.

Montags, Donnerstags und Sonnabends, Vorm. 9 Uhr,

‘gier-Expedition “der Berlin-Anhaltischen Eisenbahn-Ge-

Auswärtige Börsen.

Allgemeiner

[755 b]

Dampfschifffahrt T zwischen Magdeburg e. und Hamburg. Abfahrt

von Magdeburg täglih Nachniitiags 3 Uhr, nah Ankunft des Eisenbahn-Zuges, j : von Hamburg täglich Abends 6 Uhr.

Billets ertheilt zu e cGibalu Preísen die Passa-

ellschast in Berlin.

Die Direction der vereinigten Hamburg - Magdeburgex

Dampfsczifffahrts-Compagnie, Holyapfel,

Berlin-Potsdam-Magdeburger (7161 Eisenbahn.

Nah dem nunmehr höheren Orts genehmiz- len Fahrplane für un- sere scit dem 10ten d. Mis, in ihrer ganzen Ausdehnung von Berlin M, bis zur Fricdrichstadt- F Magdeburg befahrenen Bahn gchen täglich fol= gende Züge auf derselben :

von Beilin nah Magdeburg

Morgens 9 Uhr, Abends 5 Uhr und Abends 10 Uhr, der leytere Zúg übernachtet in Brandenburg, geht 5 Uhr Morgens wciter und trifft 7% Uhr in Mazdc-

burg ein; | / von Magdeburg nach Berlin

Morgens 6 Uhr, Mittags 12 Uhr, Abends 65 Uhr;

zwischen Berlin und Potsdam

oon Berlin Morgens 8, 9, 10, 12 Uhr, Nach- mittags 2, 5 Uhr, Abends 7, 10 Uhr. Sonntags auch Morgens 6 Uhr; von Potsdam Morgens 6, 8, 10, 12 Uhr, Nach- mittags 2, 3%, 5 Uhr, Abends 7, 10 Uhr, Sonn- tags auch Abends 85 Uhr. i Unser Beiliner Morgenzug ließt ih dem täglich 3 Uhr Nachmittags nach Halberstadt, Braunschweig und Hannover von Magdeburg abgehenden Sa vage und der Mage u gepams urge! Dampfschifffahrt, unser Magdeburger Mittags- und Abendzug schließt sich den Morgen- und Nachmittagszügen von Hannover, Braun- hweig und Halberstadt an. 2 Z Mittags ist die Expeditionszeit für jeden dieser An- schlüsse genügend, um den Reisenden noch Gelegenheit zur Restauration zu lassen. Potsd :m, den 18, September 1846. Das Direktorium der Berlin - Potsdam - Magdeburger Eisenbahn- Gesellschast.

Vom 2. Oktober c. ab werden r e - , gelmäßige tägliche Pro- befahrten auf der: Nieder-

[765 b] j Niederschlesische Zweigbahn.

Anker, Taubenstraße 10,

Anzeiger. hen Glogau und Hansdorf

stattfinden, welhe auch vom Publikum be- nuyt werden können. Bis auf Weiteres werden dieselben sich nur an die beiden durchgehenden Haupt- Personenzüge der Niederschlesish-Märkischen Eisenbahn von Breslau nah Berlin und von Berlin nach Bres- lau anschließen, welhe um 41 Uhr 31 Minuten und resp. 2 Uhr 31 Minuten unseren Bahnhof bei Hans- dorf passiren und daselbst Passagiere aufnchmen und absepen. E Der von uns angenommene und für den bevorste- henden Winter zur Ausführung fommende Fahrplan, dessen Genehmigung noch zu gewärtigen is, wird bin- nen kurzem veröffentlicht werden; für die obengedach- ten Probefahrten gilt folgender : | Abfahrt von Glogau 40 Uhr 30 Min, Vorm,

» » Klopschen 14 » D 9 »

» » Sprottau 12 » » » Sagan 12 » 35 » »

Ankunft in Hansdorf 4 » » » Abfahrt von Hansdorf 2 Uhr 50 Min. Nachm. » » Sagan 3 » 40 »“ »

» » Sprottau 3 » 44 » » » » Klopshen 4 » 40 » »

Ankunft in Glogau 5 » 2 » » Außer auf den vorgenannten Stationen werden auch

auf den bei Quarig, Waltersdorf und Girbigsdorf ein- gerichteten Anhaltepunkten Passagiere aufgenommen und abgeschyt. j

Die näheren Bestimmungen ergiebt das Betriebs- Reglement , welches vom 1. Oktober cr. ab in allen unseren Büreaus und Expcditionen für 1 Sgr. zu ha- ben if.

Glogau, den 26. September 1846.

Die Direction der Niederschlesishen Zweigbahn- Gesellschast.

[749 b] C .. . . Do Thüringische Eisenbahn.

L Die Jnhaber folgen- Sas der Quittungsbogen:

Nr. 2494—503. 10 St, 6157—217. 61 » 6228— 55, 28 » 6523— 25, 3 » 6536— 38. 3 » 6690— 94. 5 » 9477— 79, 3 »

38919— 21. 3 » 46161— 63. 3 »- Sa. 119 St.

haben der zweimaligen Bekanntmachung ungeachtet den

von uns eingeforderten Siebenten Ein- schuß von 10 Prozent nicht ge-

leistet und sind deshalb nah Vorschrift des §. 16.

unseres Statuts in eine Conventionalstrafe von Zwei Tha!ern für jeden Quittungsbogen verfallen. :

Indem wir dieses hiermit zur öffenilihen Kenntniß bringen, erlassen wir zugleich cine nochmalige Aufforde- rung an die Betheiligten, binnen endlichen 4 Wochen und \pätest.ns bis zum 31. Oktober dieses Jahres die Zahlung der rückständigen Rate und der Strafe um so gewisser zu bewirken, als sie sonst gewärtig sein müssen, daß die Quittungsbogen für ungültíg erklärt werden.

Erfurt, den 18. September 1846, Die Direction der Thüringischen Eisenbahn-Gesellschaft.

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G Adresse an die Königin,

; i i s dieser all» Berliner Börse-. i Advokaten in der Rechtspflege beweisen? Sollte man nicht aus dieser a! By) «in j i und Einführung derselben zu scbließen berechtigt sein Y ber 1846. Amsterdam, 25. Sept, Niederl wirkl. Sch. 59%, Span.) 9 L ane nothwendiger Grund dafür vorhanden sein müsse Dea S 3% do. 39. Paas. ves fit: Maek a! Saoueis Dai 11%. Via Ade ein Grund, der nur in der menscblihen Natur, in der Mangelhastigkeit i De Gau ; P. Cour 4, Russ. Hope 90%. 2K aller Selbsiverther guts E Sven E D E B Fonds. N Brief. | Geld. | Gem Motto: 18 Brief. | Geld Antwerpen, 24. Sept. Zinsl. —. Neue Anl. 205. z ; und Unberedte, je dem Nichter gegenuber, bedar : i « - L Ld ie „Der Stand der Advokaten‘’ sagt der Kanzler d'Aguesseau „is i i G det daiuth: 85 | 84 Frankfurt a. M., 26. Sept. 6% Met. 110 Br. Bank-Actien y, s so alt wie das Richteramt, [0 edel, itr die Tugend, so nothwendig, A Ae G E R E A F —_ 1877 Br. Bayr. Bank-Actien 660 Br. Hope 88K Br. Stiegl. 87% Br, Int, 58; aue die Gercchtigfeit“ e abOT {874 | do. Ob | -— | Po. 300 71. 964. 96. dv. 600 FI. 804 Br. ertio Zulepi E E LOEe fie I p Ge e S Wt Kur- V Neumärk. E Mgd. Lpz. Bisenb.\—| as Paris, 27. Sept. 5% Rente fin cour. 118 3% do. fin cour. §2, einer ï 4846 erzielten Resultate; er begrüßt dasselbe als einen Fortschritt bester Art Schuldrverschr.|32| 905 | do. do. Prior.Obl.14| fee Neapl. —. 3% Span. Rente —. Pass. —- Anzeigers 2 Sgr. und erfreut sh der Wiederannäherung an den gemeinen deutschen Prozef:, R A E A Aae dio lad e P 5 P i L un womit zugleich eine Gemeinschast der Fortentwickelung in Prozeßsragen er- | aas ä z:| 93 E S T E] ‘s E Wien, 26. Sept. 60% Met. 1104. 4% do. 1004. R 5 Ob diese Hofsnung nebs mancherlei anderen ín Erfüllung gehen wird, | Westyr. BfanGr- v, A arg ha 470 Spo Arten IERS Ao d Las PO E Badr.» muß die Erfahrung lehren. Glück wünschen darf man si, daß in so heil- Grossh. Pos. do. 31 Ee [Zoe S Ebe D Mi «e 272, samer Weise die Bahn gebrochen is, Höchst erfreulich is es aber au O E 31) 94x i L a Undiibdei é A e ———— für die preußische Jurisprudenz, daß solche Kräfte \sih ihr zuwenden, wle E mae O E E D R 2 Ae j Lie des Verfassers, der in seiner in würdiger Darstellung gehaltenen SVif | eur. a Neum. d./34| 945 | 94 Or Bed B L A 4) | Königliche Schauspiele. neben einer umfangreichen und tiefen Kenntniß der Praxis, feine C H.- part E 31 G7 Do Pene d Mittwoch, 30. Sept. Jm Schauspielhause. 164ste Aboy Inhalt tionsgabe und einen echt juristischen Scharssinn überall an den Tag legt. Seine | Le n.3 | E g A E Abo! ddn Oibetteis, Naeiguenstid in 50 : (ay ) Beleuchtung des neueiten Prozeß-Gescyes kann als ein Muster anr O R B.-St.B.Lt.A.u.B.|—| 106 | 105 und einem Nachspiele, frei nah dem Roman des A. Dumas, mtlicher Theil. L u La Arbeiten auch in der Beziehung aufgestellt werden, daß sie übera k iei er Magd.-ilalbst.Eb:4| _— Ch. Birch Pfeiffer ' uland. lus u les h, Jhre Majestäten in Breslau. richtigen Grundav sicht geleitet Ad welche neu einge E geistveicher Franzose Gold al marco. |—| Br.-Schw.-Frb.E.| 4 h. 1r=- . f S é lh ause 165ste Ab deutsche unde staaten. urfürstenthu m Hessen. Feld- in folgenden Worten zusammengefaßt hak : : y Friedrichsd'or. |—| 13%K| 13% do. do. Prior.Obl.|4| Donnerstag, 1. Okt, Jm Schauspie Ne: 9 1 Nanóver der furhessishen Truppen, Fürstenthum Hohenzollern- Le droit n'’est en définitive qu’une formule plus ou moins savante L add A 112° Zl Bl a ments-Vorstellung. Struensee, Trauerspiel in 9 Abth. , von Mij Sigmaringen. Bevölkerung des Fürstenthums, Jes intérêts et des besoins, qui se modisie, s'etend et se renquvelle | pi (—| 4 p b 4| 89 | 8 | Beer, Die Ouvertüre, die Musik zu sämmtlichen Zwischenakten Mdesterreichische Monarchie. Wien. Anfunft des Prinzen von avec euxz; la vie, la fécondité doivent pénétrer comme ailleurs; isconto. do. Priorität 4| 917 die sonst zur Handlung gehörige Musik ist von O. Meyerbeer, Preußen. Erkrankung der Großfürstin Maríe. Geldbelohnungen an le législateur ne L E pr O E Lm quil L T 997 Freitag, 9, Okt. Jm Opernhause. 411te FOneR Ta O lis Schreiben aus Prag. (Se, Königl, Hoheit interprête la loi, à le sutvre, à le conlirmér ans 1 application. Nied.-Mrk. Zwswgb.|4| =ck Voistellung : Die Krondiamanten fomische Oper mit Tanz, in e : . / 11. L L D f ußland und Polen. St. Petersburg. Nachrichten aus dem do. Priorität45| S ten, von Scribe, Musik von Auber, Anfang halb 7 Uhr, 5 Iu: E E : j Kautasus. Wilh.-B. (C.-0.) 7 94: Zu dieser Vorstellung werden Billets zu den nachstehenden F ankreich. Paris. Protest des englischen Botschafters gegen die spa- , ; Berlin-Hambaurger E 2 wöhnlichen Opernhaus-Preisen verkauft: nische Heirath. Minister-Rath, —— Das Journal des Débats ge- Handels- und Börsen -Üachrichten. P_C Ein Billet in den Logen, des Prosceniums 1 Rthlr. 10 Ë; gen die englische Presse in der spanischen Frage. Haussuchung bei vor- i : ika 30 A e, | ein Billet in den Logen des ersten Ranges, zum ersten Balkon Fi nehmen Karlisten. Cabrera. Festmahl der Reformisten, Ver- Me fatpetifo vet Arte o C R E r d zur Tribüne 1 Rthlr. ; ein Billet im Parquet und im zweiten K mischte. i Brief, | Geld. Ai Moe é ) ( fon des dritten (,Mroßbritanien und Frland. London. Hosnachriht, Neue Ko- Der lio, E E ad f d Ey Billet n e egen O r A sonial-Gouverneure. Das Geshwader im Mittelländischen Meere. Zu Lande: Weizen 3 Rihlr. 10 Sgr. 8 Pf., auch 3 Nthlr. ; Roggen | Amasterdam- «eee eco rort Le ois 250 Fl. Korz 4) R ges, so wie im Parterre, 15 Sgr.z ein Billet im Amphitheatr E af don Montemolin, =— Mageenzln- fr rit, Rae er 2 Rihlr. 24 Sgr., au 2 Rihlr. 15 Sgr. 11 Pf. 3 große Geiste 1 Rihlr. doi ete rid eRPIEA N Va La len 250 F1 2 Mt. 150: va Sgr.z ein Billet in der Fremden-Loge 2 Rihlr. Galiforniens dur die Vereinigten Staaten. Die explodirende Pulver- 25 Sgr. 2 Pf., auch 1 Rihlr. 24 Sgr. ; kleine Gerste 1_Rthlr. 20 Sgr. | Hamburg. eorer nere «.... 300 L. d e e Baumwolle, Freibäder und Waschhaus-Anstalten. 5 Pf., auch 41 Rihlr. 19 Sgr, 2 Pf. z Hafer 1 Rihlr. 13 Sgr. 2 Pf., auch L e C: C, et M Mk. T2 k S - l S an, D Dao, zun Dal, 1 Rihlr. 6 Sgr. Eingegangen sind 97 Wispel. Tióidon c G de Ati Et 5 Be O Al E : t E Raid dien, Vrässel, Das Q LL 1 Realen Gejange Zu Wasser: Weizen 3 Rthlr, 10 Sgr, 10 Pf., auch 3 Rihlr, 6 Sgr: “ins (Ga eda L R A 150 F, | 2M 1014 |- Verantwortlicher Redacteur Dr. J, D. Bereine, Die Urbarmachung der Haiden. Roggen 2 Rthlr. 24 Sgr., auch 2 Rthlr. 19 Sgr. 2 Pf. z große Gerste Wien in 20 Xr. eon 16 L M R E dänemark. Kopenhagen, Königliches Patent wegen des Geschästs- 1 Rihlr. 22 Brin Pf; E H Ae e u Pf (Erbsen Oie | P ea 100 Tklr. | 2 Mt. 99% | Jm Selbstverlage der Expedition, R as R Ca R Ae LON Nen A A Un der 416 Sgr. 10 Pf. Eingegangen sin ljpe esel, O S * (8. Ta 2 99% Bundestags-Beschlüsse gegen politische Dereine in den Perzogtyümern. e, e ¡m 14 Thl Fuss. 100 Thlr. ge chweiz. Anus der Schweiz. Die Volks-Vereine im Kanton Bern. Sgliiahaid „ben 24 Depar be U B Sd E ale os Gedruckt in der De cker schen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei, T Schreiben aus Wait a. (Besserung in dem Befinden Jhrer Das Sehock Stroh 6 Rihlr,, auch 5 Rihlr, Der Centner Heu | Frankfurt a. M. südd. W. «..----- 100 yI1. 2 Mi. 56 16) Föónigl. Hoheit der Prinzessin Luise.) tig E T e a at i N vanien. Schreiben aus Madrid. (Debatten im Senat über die

i Die Abstimmung im Kongresse, Die esse über die Viermählungs - Angelegenheit, Große Aufregung.

! Bekanntwerden der Flucht des Grasen von Montemolin, Vermiscites.)

[462] Ediftal-Citation Demnach Carl Georg Christoph Frande, ein E des weiland Stadt-Chirurgus Johann Conrad Fu hierselbs|, als Compagnie-Chirurgus mit den Wes lischen Truppen im Jahre 1812 nah Rußland mai ist und scitdem keíne Kunde von seinem Leben und?

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ricchenland. ( Zfall der Korinthen-Aerndte Bautenz die Kammern.)

je städii-he Gasbeleuchtung.

nst-Ausstellung in der Köuigl. Akademie der Künste, (Zweiter Artikel.) Die Naturforscher-Versammlung in Kiel,

Schreiben aus München. (Der Hofz reichlicher Aus-

lage.

enthaltsorte gegeben hat, so wird derselbe auf den trag seines Kurators, Magistratsêdieners Heinrich U mann hierselbst, nachdem der Porschrift der lan herrlichen Verordnung vom 5. Januar 1824 Gu geleistet is, vorgeladen, sich binnen Jahresfrist un testens in dem auf den

7, Juni 184 Ti . Morgens 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte ( beraumten Termine zu meldcn, widrigenfalls er für erklärt und über sein Vermögen den Rechten nah fügt werden wird. i 7 Auch werden Alle, welche etwa Nachrichten über | Verschollenen mitzutheilen im Stande sind, ausgeso solche anher mitzutheilen,

Zugleich werden diejenigen , welchen Erb- oder | stige Ansprüche an dem Vermögen des Verschol Culeben sollten, aufgefordert , dieselben in dem (1 scten Termine bei Strase des Ausschlusses anzu den und thunlichst klar zu machen, und haben übr die etwa außerhakb des hiesigen Gerich3freises i

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Amtlicher Theil.

e. Majestät der König haben Allergnädigst geruht :

Dem Ober-Forstmeister a, D. vonBülow=-Rieth zu Herings- den Rothen Adler-Orden zweiter Klasse mit Eichenlaub; so wie Professor an der Universität zu Berlin, Dr. Lepsius, den

othen Adler-Orden dritter Klasse zu verleihen; und

Den Kriminalgerichts-Rath und Abtheilungs-Dirigenten Mär cker

erselbst zum zweiten Direktor des hiesigen Kriminalgerichts zu er= nnen ; und

Dem Kreis-Physikas Dr, Burgmann zu Lennep, Regierungs- irks Düsseldorf, den Charakter als Sanitäts-Rath zu verleihen.

Se. Königl. Hoheit der Prinz Albrecht is nah Italien ab-

eist,

Berlin, Donnerstag den

Allgemeine

Preußische Zeil

Der bisherige Ober - Landesgerichts - Asscssor Kroenig is zum Justiz-Kommissarius bei den Gerichté-Kommissionen zu Delbrück und Salzkotten, im Bezirk des Land- und Stadtgerichs zu Paderborn, so wie zum Notar im Bezirke des Ober-Landesgerichts zu Paderborn, unter Anweisung seines Wohnsißes in Delbrü, ernannt ; und

Dem Kupsersteher Gustav Lüderiß hierselbst das Prädikat Proscssor beigelegt worden.

_ Bei der heute fortgeseßten Ziehung der 3ten Klasse 9áster Kü- nigl. Klassen-Lotterie fiel 1 Gewinn von 2000 Rthlr. auf Nr. 32,330; 2 Gewinne zu 1000 Rthlr. fielen auf Nr. 65,848 und 79,082; 2 Gewinne zu 400 Rthlr. auf Nr. 63,220 und 83,386; 1 Gewinn zu 200 Rihlr. fiel auf Nr. 23,803 und 7 Gewinne zu 100 Rthlr. F, 2E Nr. 5,578. 30,400, 31,010. 70,956. 74,289. 77,969 und

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Berlin, dén 30. September 1846. Königlihe General-Lotterie-Direction.

i Bekanntmachung,

__ h Die Gemälde - und die Skfulpturen-Gallerie im Königlichen Museum sind an jedem Montag und Sonnabend; die Sammlungen der antiken Vasen, gebrannten Thonu- werke und Bronzen im Antiquarium an jedem Mittwoch; die Königlichen Museen «ayytisGer und vaterländischer Alterthümer aber an jedem Donnerstag, mit Auesbluß der Feiertage, dem Besuche des Publikums geöffnet, und zwar

in den 6 Winter - Monaten von 10 bis 3 Uhr. in den 6 Sommer - Monaten von 10 bis 4 Uhr,

Jedem anständig Gekleideten is an diesen Tagen der Eintritt in die genannten Abtheilungen ohne Weiteres gestattet. Kinder unter 40 Jahren können gar nicht, Unerwachsene aber nur in Begleitung älterer Personen zugelassen werden.

Wegen Besichtigung der Sammlungen der geshnittenen Steine, der antiken Münzen und ber Münzen und Medaillen des Mittelalters und der neueren Zeit werden die Gallerie - Dieuer des Antiquariums Auskunft geben.

2) Die Königliche Ku nstt-Kammer und die ethnographische Sammlung sind an jedem Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag

in den 6 Winter -Monaten vou 10 bis-3 Uhr, in den 6 Sommer -Monat-n von 10 bis 4

eöffnetz der Besuch is jedoch nur gegen Einlaß=Karten ge- fattet, wozu die Anmeldungen beim Kastellan des Königlichen Museums- im Lustgarten in den Vormittagsstunden von 10 bis 12 Uhr entgegengenommen und eben dort an demselben Tage von 4 bis 5 Uhr Nachmittags die Karten ausgegeben werden.

Z) Die Sammlung der Handzeihnungen, Miniaturen und Kunstdruce (Kupferstih - Kabinet) im Palais Monbi- jou ist an jedem Dienstage und Freitage

in den 6 Winter - Monaten von 10 bis 3 Uhr, in den 6 Sommer -= Monaten von 10 bis 4 Uhr,

so weit der beschränkte Raum gestattet, dem Besuch geöffnet.

4) Den Gallerie - Dienern, Portiers u. \. w. is es durchaus untersagt, bei der Ausübung ihrer Dienstpflicht irgend ein Geschenk

e Oftober

Alle Poft - Anstalten des In- und Auslandes nchmen BKeftellung auf dieses Blatt an, für Berlin die Expedition der Allg. Preuß. Zeitung: Sriedrihs straf e Ur. 72.

ung.

anzunehmen, weshalb ersucht wird, alle Anerbietungen solher Art

unterlassen zu wollen. Berlin, den 1. Oktober 1846, General-Direction der Königlihen Museen.

Augekommen: Der Erbkämmerer in Alt-Vorpommern, Graf vou Eickstedt-Peterswald, von Stettin.

Se. Excellenz der Kaiserl. russishe Wirklihe Geheime Rath von Tutschkoff, von Dresden.

Uichtamtlicher Theil.

Inland.

_ Provinz Scblesien. Breslau, 28. Sept. (Schles. Z.) Die Anwesenheit der Allerhöchsten Herrschaften verlieh auch am ge- strigen Sonntage unserer Stadt einen sehr festlihen und glanzvollen Charafter. Schon früh sah man zahlreiche Andächtige nah der Hof- firhe wallen, in welcher beide Majestäten erwartet wurden. Aller- höchstdieselben begaben \sich nebst den höchsten und hohen Herrschaf=- ten bald nah 9 Uhr in die genannte Kirhe, wo der Konsistorial Rath Falk über den Text Marc. 10, 14: „Lasset die Kindlein zu mir fommen““, predigte. Nach beendigtem Gottesdienste besuhten Se. Majestät, in Begleitung des Kronprinzen von Schweden, des Prin- zen Adalbert und mehrerer Generale, kurz vor 11 Uhr die hiesige Stügießerei, um die allda aufgestellte eherne Reiter-Statue Friedrich des Großen in Augenschein zu nehmen. Die zum Empfange

des Königs anwesenden Comité - Mitglieder führten den Mo=- narhen in die mit Blumen und Festons geschmüdte Halle, in welher sch das Standbild zur Zeit noch befindet. Se.

Majestät uahmen dasselbe, es mehrmals umshreitend, in Augenschein und geruhten wiederholt Jhre volle Zufriedenheit zu erkennen zu geben. Mittlerweile hatte sich auf dem Exerzierplaße, wo bereits bei dem überaus \{önen Wetter eine große Menge der Bewohner Breslaus versammelt war, eine Anzahl Krieger aus den Jahren 1813—415 mit Stäben, deren Spiße ein von einem Kranze umgebenes eisernes Kreuz \{chmüdckte, eingefunden. Se. Majestät erschien, kaum nach dem Palais

zurückgekehrt, auf dem Plaße, wo Sie ein dreimaliges Hurrah empfing, ging duc die Reihe derselben und \prah mit mehreren sehr huldreih. Nachdem Se. Majestät hierauf ein Dejeuner eingenommen, reisten Sie, von dem Hurrah des versammelten Volkes begleitet, gegen #1 Uhr ab, um in Gesellschast des Kronprinzen von Schweden noch denselben Nach- mittag den Zobtenberg zu besteigen, zu welcher Partie das herrliche Wetter allerdings einladend genug war. Nachträglich bemerken wir noch, daß vor Sr. Majestät {hon vorgestern, kurz vor der Parade, der aus den Kameraden Behrends, Berndt, Grauer , Hildebrandt, Weder und Warnke bestehende Vorstand des Freiwilligen - Vereins, dem dazu durch den Geheimen Staats-Minister Grafen zu Stolberg der Königliche Befehl zugegangen war, im Königlichen Palais er= hien, wo sämmtliche Vorstands - Mitglieder das Glück hatten, dem Landesvater vorgestellt zu werden. Als Herr Behrends im Namen der Freiwilligen aufs neue die Versicherungen unwandelbarer Treue, so wie den Dank für das dem Verein von dem Monarhen ver= liehene Bild des hochseligen Königs Friedrich Wilhelm II[., ausge-

sprohen hatte, ergriff Se. Majestät das Wort, bekundeten Jhr

haften Liquidantcn in jenem Termine procuralon loco, bei Vermeidung der Offizial-Beiordnung, llen. 15) Wolfenbüttel, den 20, Mai 1846. Herzogl. Braunschw.-Lüneb. Kreisgericht daselb Brinckmeier.

=,

[766 b]

Hessische Ludwigs ¿Bahi j

Jn der Angelegenheit der Main # wigshasener Eisenbahn haben ny « in ‘Frankfurt a. M. und der Uni R D wohnhafte Besiger von Certififalu E cs Unternehmens es als wünschenin E ——_SW erachtet, daß -zum Behufe der ers lichen Berathungen alsbald eine General-Versamm dieser Gesellschast cinberufen weide, und haben eil àuf gerichtetes Gesuch an den Verwaltungs -RG Mainz vorbereitet. Die Mitinteresseuten , dic s {ließen wollen, werden eingeladen, jenes Gesu Angabe der Anzahl Certifikate, welche sie besiget vertreten, und worauf 10 % einbezahlt sind, | Geschästs-Lokal des Herrn Notars Dr. cho a furt a. M., an der schönen Aussicht La. AXX

2ten Stock, zu unterschreiben.

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Literarische Anzeigen.

835 : A der Gro p iu sshen Buch- und Kunsthand

Königl. Bauschule Laden Nr. 12, sind so eben fommen : Auerb a ch, Gevattersmann 1847. 4 Sgr Jllustricter Kalender 1847. 26 Sgr. Berliner Tafel-Kalender 1847. 25 Sgr. Derselbe auf Pappe mit Goldborte 5 Sg Derselbe in Golddruck aufgezogen 10 Ls Alle neu erscheinenden Kalender sind gleich "

scheinen zu haben.

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63 b , E j nächsten einjähr. Militair-P

beginnt die gründl. Vorbereit. am 5, Oktbr, Kursus in fia maihem. Wissenschaften sür gi Bau-Eleven, Mechaniker 2c. noch Theiluehmer d werden, Mühlendamm 19, Mittags,

ruf, n

schlesishen Zweigbahn ZWi-

Kunst: Aussf\tellung in der Königlichen Akademie der Künste. (Vergl. Allg. Preuß. Ztg. Nr. 261.) Zweiter Artikel.

M sorienmalerei: Horace Vernet L Schorn F. Marter- lg Ch. Girardet Karl Stahl

W. Volkhart von Benson Raymond de Baux Karl Rechlin

Diey W, Camphausen G. Kannegießer E. Jacobs.

Vir haben den in unserem ersten Artifel durhlaufenen Darstellungs-

s als einen im Wesentlichen hon von einer vergangenen Kunstperiode gestellten und fast überwäl!igten bezeichnet. d die innere Begeisterung genialer Meister mit den äußeren Anforderun-

Ju der Blüthezeit desselben

und Anlässen im besten Einklange z großsianige Männer gewährten die

bsten Mittel, und indem diese Momente fördernd in einander griffen, bloß sich eben die wunderbare Kunstblüthe Jtaliens.

M I at i Eine neue Blüthe E ist die Hoffnung und Meinung Viecler, die der heutigen Kunstent- elung mit besonderem Juteresse folgen scheint sih jeyt vorzubereiten,

f die Historienmalerei richtet man dabei, in der Ueberzeugung, daß

namentlich in ihrem Kreise jene Blüthe entsalten müsse, vorzugsweise Vlick, Wir begeben uns des Versuches, ihr hon jeßt cin Prognosti- zu stellen; das Borbandene und’ Gegebene möge für sih selbst sprechen. ti Dinge werden in jedem Falle die Grundbedingungen eines lebendigen

I tibens auch in dieser Hinsicht bleiben: auf der cinen Seite Genie il alent, und auf der anderen großartige Mittel zu ihrer Darlegung. ih muß auch das Volk, unter dem die Kunst blühen soll, ein reges

rühriges Leben zeigen. Denn es is eine durch alle Geschichte erwie-

t Thetjache, daß die Kunst da am herrlichsten si eatwickelt hat, wo eiue gische Aeußerung der inneren Lebenskräste ein wirksames und vielgestal-

f un nach mannigfachen Richtungen hin erzeugte. Wir sind übrigens ernt, uns hier auf etwanige Andeutungen oder Klagen über die h rividelung unserer Zeit einlassen zu wollen; dena nur zu leiht wird a trieitet, dem, was die Gegenwart bietet, scin Recht zu versa-

ge die gehörige Würdigunz vorzuenthalten, ei den beiden bedeutendsten Historienbildern unserer Ausstell 1ng, Wer-

von Horace Vernet und L, Schorn, bieten sich interessante Ver-

g gepunte in Bezug auf deutsche und französische Malereidar. Jn dem Bilde drace Vernet, das Schlachtfeld von Hastings in Sussex (Nr. 954),

‘n wir eine Seene auf der blutgetränkten Bühne der Schlacht, welche die

E gegen Wilhelm den Eroberer verloren, und zwar nah Beendigung des bin. d, Unter den Erschlagenen findet die Prinzessin Editha ihren Ver- alia SoVsertauig Harald. Die Handlung wird dur zwei Gruppen üder ih gemacht: Rechts der garen Held neben den Leichen seiner ans denen sich ein junger Mönch beschäftigt; links die unglückliche bnen Bee mit einem Geistlichen und einer älteren Begleiterin dem ge- ger, utigam zueilend, Der erste Eindruck des Bildes is kein ganz

+ Es frappirt dur die außerordentlihe Wahrheit und Energie,

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aer es stößt etwas ab durch den grellen Ausdruck der zu dicht neben ein- ander gedrängten Gruppen verzweislungsvollen Jammers und trostlosen To- desshlummers., Je mehc man es aber betrachtet, desto mehr fesselt es wie- der durch die durchdachte Anorduung, die Kühnheit und Lebendigkeit der Ausführung, so wie die Kraft der Färbung. Die Haup!fizur trägt den gan- zen Ausdruck der Situation in ihrem ergreifendsten Momente mit unläugbar entsegliher Wahrheit in den Zügen, Nur stört leider die etwas geschrobenue S:ellung der Figur; der Lauf des Fußes is gegen den Mönch zu gerihtet, während der vorgestreckte Arm und das Haupt, welches üverdies etwas zu groß für die zarte ¡chlanfe Gestalt ersheint, nah dem Geliebten streben. Wendet man sh zur anderen Gruppe, so berührt es fast unangenehm, das der Natürlichkeit der Darstellung , welche an sich bew.nderungswürdig erscheint, mehr Recht cingeräumt i, als man vielleicht den Gränzen des ästhetisch Schönen zugestehen möchte. Genug, wenn uns diese edlen Gliedeëï in pla- stisher Schönheit von der fri;chen Wallung des Lebens verlassen vor Augen liegen. Warum wird uns z. B, von dem Antlige des Helden gerade der Uitertheil mit den Zähnen, nicht lieber das gebrochene Auge gezeigt ? Vor- trefflich i die Verhüllung des Hauptes, * aber wir möchten sie lieber voll- ständig haben, was der Wirkuag gewiß keinen Eintrag thäte, da die Ge- liebte den Verlobten an Rüstang, Waffen oder anderem Beiwerk leiht er- fennen fonnte. Zu einer etwas ruhizeren Stimmung kommen wir, wenn sich unsere Blicke zu der schönen, trauernden Gestalt des jungen Mönachs erheben, in dessen Zügen wir für die Zerrissenheit und Herbheit des Ge- fühls, womit uns die Scene erfüllt, einige Beruhigung finden, So ost man übrigens an das Bild herantritt, muß man, ungeachtet der leider etwas zu eng zugemessenen Beschauweite, welche die Auffassung des Ganzen ziemli ershwert, immer von neuem erkenne, was es heißt, naturgetreu und wahr malen, ohne in ein geistloses Kopiren zu verfallen. Dies ist mehr oder minder Gemeingut der fcanzösishen Schule. Mit geistreichen, feckden Zügen wissen diese Künstler Li ien und Farbenbliye aaf die Leinwand zu werfen, welche immer charafteristisch und bestimmend si d, während auf der anderen Seite ihre Wirkung durch allzu fleißige und gesuchte Behandlung des Einzelnen leicht geshwä Ht werden könnte. Liegt dies zum guen Theile imNaiional- Charakter, welcher es liebt, sich in Scenen der Aufgeregtheit und Leideuschast- lichkeit zu ergehen, so wird man wohl kaum einem französischen Maler den Vorwurf machen können, es fehle seinen Bildern an Leben und Handlung. Freilich steigert sich diese Eigenthümlichkeit in der romantischen Schule in ihren Extremen mitunter zu jenen Scenea des Wahnsinns, Kindermords, der Verzweiflung und ähnlichen Jammers, welche dem besseren Gefühl, der edleren Kunst-Darstellung zuwider sind. Jn der deutschen Kanst is dagegen, bei einer gemeiniglich sorgfältigeren und sleißigeren Ausführung, ardjere Jnnigkeit der Auffassung und ein tieferes Gefühl sichtbar, das sich in seinen Extremen theils in das Gedankenhafte verliert, theils, und zwar ín der romantishen Schule, einen hwermüthigen und ivrifchen Charafter annimmt.

Als Beleg hierzu kann das Bild von L. Schorn in München die- nen: „Die gefun enen Wiedertäufer vor Bischof Franz zu Münster.“ (Nr. 1614.) ‘Ein großes, figurenreihes Bild, auf dem viele Menschen in einem Saale so versammelt sind, daß man zu ihnen hinzuzutreten meint, um an der Handlung Theil zu nehmen, Allein wir vermissen darin eigentlich ein

rechtes E ement der Handlung; eiu gewisser Mangel an dramatischer Le-

| bendigfeit, vermehrt durch den Mangel an dem vollen Leben des Ko-

loritò, dünft uns die s{chwächere Seite dieses son| trefflihen Bildes. Denn sollte es nicht gerade die Aufgabe der Malerei sein, daß sie sch von jeder sfulpturartigen Conceptionsweiie, welche in dem Ruhenden, Unthäti- ‘gen ihren Ausdrack findet, befreie und dagegen mehr die Eigenthümlichkeit des haadelnden Jndividuums hervortreten lasse? Auf unssrem Bilde seden wir die Hauptfiguren in statarisher Ruhe, blos mit dem Ausdruck ihres allgemeinen Charakters hingestell,, Es is gewiß ein bedeutender Moment für jeden Mithandelnden, wenn Gefangene ihrem Richter so zum ersten- male gegenüvertreten ; aber dieser erste Moment, wo Jeder mit einer Welt von subjektiven Empfindungen zu kämpfen hat, die er niht ausspricht , die nicht in die lebendige Aeußerlichkeit übergehen , giebt uns hier Gestalten, wo wir Handlung haben wollen, durch welche wir die innere Welt der Dargestellten mitteist der Malerci eutwickelt sehen möchten, Da die Malerei von dem Verlauf einer Handlung nur einen Moment zu ergrei- sen und zu firiren im Stande is}, so sollte man dazu auch immer, so zu sagen, den Silberblick der Handlung wählen. So dürfte in diesem Bilde vielleicht schon der nächste Augenblick, der die Hauptpersoten in eine mehr drainatishe Aeußerang verseyt hätte, ih besser zur Darstellung geeignet haben. Was daz Kolorit betrifst, so scheint es uns im Allgemeinen etwas zu hell gehalien. Nur Einiges, z. B. die Figur Knipperdolling's, tritt aus dieser H lle mehr hervor. Eine spätere Nachdunkelung könnte da wohl abhelfen. Jn deu Nebenpersonen und der Umgebung begegnen wir man- chen sehr glücklih erfundenen Motiven. Wir rechnen dahin die ernste Un- terhaltung der beiden Geistlichen linis im Bordergrunde, von denen der eine den ausdrackvollsten Kopf des ganzes Bildes trägt; das unbefangene Spielen des Pagen mit der Kettez den mit dem Jammer neben ihm son- derbar fontrastirenden Narren u. \ w. Andere ausdrucksvolle Köpfe sind der des Schreibers hinter den beiden Prälaten, der des Krechtling, das Antliy der einen. knieenden Frau, dice überhaupt ciner guten Gruppe ange- hört, ia der nur die beiden stehenden Frauen eine zu große Gleichgültigkeit zeigen und vou denen die blonde etwas zu gelbe Schatten im Gestchte hat. Die hinter dem Bischof stehende Figur erscheint etwas zu groß und darum dem Zuschauer näher, als der Maler sie in der That gestellt hat. Dagegen müssen wir die überaus charakterisirten Phvsiognomieen der aufgestellten Soldatenreihe rühmen und haben auch darin ein Zeugniß von dir anerfannten Meisterschaft des Künstlers, zumal wenn er in der Con- c: wie so oft in seinen Werken, von einem glücklichen Wurf unter- ügt wird, E

Als glüflih gewählte und zeitgemäße Stoffe haben wir vier Bilder aus Luther's Leben (Nr. 627, 1535 1537) zu bezeichnen, von denen jedoch die erstgenannte Nummer, „Luther's Entführung nach der Wartburg““ von M. Mühblig, noch nicht zur Beurtheilung vorliegt. Die übrigen drei find von F. Martersteig aus Weimar, jeßt in Paris. Es fehlt diesen Bil- dern hier und da nicht an einer guten Grupypirung und ausdrucksvollen Köpfen; dagegen vermissen wir durchweg eine charaftervolle Auffassung. Am genü endsten i auch in dieser Hinsicht „die Verbrennung der Bann- bulle‘“ (Nr. 1535), Jn der Reihe recht gut gruppirter Zuschauer, von dem

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