1846 / 298 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

Wolga, wegen geringen Wassers, zurü>gebliebenen Zufuhren sehr Nächst dem Getraide i} der für das ganze Reich so bedeutungsvolle Eisenkandel zu erwähnen. Fast ganz Rußland erhält das Eisen von der nishegorodshen Messe. talls belief si< auf 3,700,000 Pud. Der Werth der ganzen Zufuhr war über 15 Mill. Rubel. Das Geschäft ging gut, und der Absay [ Die Kaufleute \{ienen mit ihrem Verkauf zufrieden zu sein, und au< damit, daß die Preise si bis zum Schluß der Messe glei blieben. in der Vecarbeitung des Eisens und die steigende Zufuhr desselben zur Messe beweisen, daß die vaterländishe Jndustrie an Umfang zunimmt. Der Handel mit Rauchwaaren war unbedeutend, und die Preise hielten sih< unter den vorjährigen. theil verkauft und rohe Häute sogar mit nicht geringem Verlust; nur die Pferdefelle wurden zu Anfang der Messe zu guten Preisen ver= Pottasche, fürs Ausland s<hwach verlangt, ging schleppend, Auch die Zufuhr war geringer als sonst. Leinene und hanfene Waa- ren hatten viel Nachfrage, besonders vlämisch Leinen. Tafelleinea war ebenfalls gut begehrt und sehr viel zugeführt, besonders von den Darum klagten auch die Fabrikanten über nie=- wahrscheinli<h war Verkauf groß. verkauft wurde

ter den soliden Häusern ist keines in der Erfüllung seiner Verpflih- tungen zurü>geblieben'

Aus Kerts< vom 22. Septembéêr wird gemeldet : der beinahe einen vollen Monat hindur< wehenden Nordwinde sah es in unserem Hafen ziemlih öde aus. Ja diesew-Tagén aber schlug der Wind um und brachte eine zahlreihe Flotte ausländischer: Schiffe, und darunter besonders viele französische, die hier Oelsaaten einnehmen wollen, welche wegen des in Frankreih herabgeseßten. Einsuhrzolles Gegenstaud lebhafter Speculation gewordeu sind. Mit dem Aus- falle der Aerndte in unserer Umgégend kain man, sowohl wgs Qua- lität als Quantität deèselben anbetrist, zufrieden sein; au der Heu- Ertrag war reichlich.“

Frankrei.

Obgleich der König am Sonntag Abend den päpstlichen Nuntius, den General Sainte= Aldegonde, und cinige andere Personen empfangen, sah Se. Majestät doh sehr angegriffen aus, was von einer Erkältung herrühren soll. König so leidend, daß er den Justiz-Minister, der ihm mehrere drin- gende Vorlagen: zu machen hatte, niht annehmen konnte. Königin sah bei den diplomatischen Besuhen am Sonntag Abend sehr leidend und kfränkli<h aus.

Der Esprit public behauptet, König Leopold habe die ihm zugedahte Vermittelung zwischen Ludwig Philipp und der Königin

si<h wieder im Besiße

Opposition habe in seiner leßten Versammlung den Vors Sißungen des Munizipal-Raths von Paris der Oeffentli terwerfen und die Octroi-Gebühren, welche auf, den unenthe Nahrungsmitteln lasten, dur< Luxussteuern zu erseßen, erÿ nämliche Central - Comité bereite den Entuyj

groß waren.

Die Zufuhr dieses Me- „Jun Folge

genehmigt; das Wahlreform vor.

Die pariser Oppositions - Journale verbreiten \i<h in y Ausdrü>ken über die neueste Revolution zu Lissabon, t und Constitutionnel können niht bittere Worte g das Verhalten der Königin Doña Maria da Gloria Constitutionnel sagt am Schluß eines Artikels : aus der Bewegung zu Lissabon werden? Jn der That es niht. Jnzwischen scheint so viel klar : die Windrose auf dg insel deutet auf Absolutismus unter constitutionellen Farben; Staats\hiff trägt uehr Passagiere, die nah Titeln, Wi Geld begierig sind, als Matrosen, die den Dienst versehen. Dz rad is das cinzige Steuerruder, und das Meer, auf welchem my hat keinen Hafen. Der Heraldo bezeichnet die Contrerevolution uz als einen großen Sieg der gemäßigten Partei. Man wird <y die Suspension der constitutionellen Bürgschasten einen 6,

Der wahre Fortschritt ist heutzutage in 4 Die wahre Freiheit besteht in der Au Freiheiten; die doctrinaire Phraseologie is über die Berg cs giebt feine Pyrenäen mehr!‘ auch das Journal des Débats sih dahin äußert, es sey lich, die in Lissabon am ó6ten stattgehabte Aenderung ande nen, als eine Contre-Revolution, denn die erste Handlung thy Ministeriums sei die Suspendirung der persönlichen Freiheit j Preßfreiheit, also ein wahrer Staatsstreich in der ganzen Y des Worts, gewesen.

Von St. Petersburg i} ein Courier mit Depeschen: dyj von RNayncval hier eingetroffen.

Die Anhänger der Handelsfreihbeit zu Havre haben sj, sie auch in einzelnen Punkten ihrer Ansichten von einander iy zur Bildung eines. Vereins zusammengethan, der den Til „Association für Reform des Handels durch Herabseßung y und Verbrauchssteuern.“‘

Von Capefigue’s Geschichte der leßten funfzehn Jahr jt auch Band 9 und 10 ausgegeben und das Werk damit ben 5 Brongniart, Mitglied der Akademie der Wissenschaften, ist deres Werk über die Töpferei uach ihrer Geschichte, ihrer Hj ihrer Theorie erschienen.

Der Courrier français versichert, daß man im Ki nisterium mit einem Censur-Projekt für Algerien beschästigt s, wohl Zeitungs-Artifel, als Schriften, die in Algerien erscheinn,| ten fortan niht ohne Erlaubniß dort gedru>t werden dürfen,

Aus Brest schreibt man vom 16. Oktober : „Die Last-An „la Loire“, „la Somme‘ und „l’Allier“’ haben die Einschisy sie nah Payeciti und Otaheiti bringen ovllendet und werden wahrscheinli<h morgen unter Segel gehen!

Der Wasserstaud der Seine is in verwihener Nacht um}

war stärker als voriges Jahr.

Die außerordentliche Zunahme

Lederwaaten wurden ohne Vor=

Mittags war der

kleinen Fabrikanten.

1 Verfassung nennen. Bauern = Lein= actíon zu finden. ) | das Meiste für die Krone durch die Armee-Lieferanten, zu niht höhen Preisen, aber niht ohne Gewinn für die Produzenten, Jm Ganzen is zu bemer- ken, daß die Leinen - Fabrication zunimmt und dieses fürs Reich so Unter den Manufakturwaaren, uh als Gegenstand absoluten Bedarfs und größtentheils einheimishen Erzeugnisses, den ersten Plaß auf der Messe einnehmen; dennoch stehen die Wollenwaaren, was das Quan= tum betrifft, den seidenen und besonders den baumwollenen nah. Dieses Jahr war die Zufuhr mäßig, und deshalb ging der Verkauf au gut und die Fabrikanten befriedigend. sehr viel mehr angebraht und wurde bedeuteud verkauft, besonders in den Mittelsorten; dennoch ist der Rest niht gering. Dem Absay der Seidenwaaren schadet zum Theil der vielfache Verbrauch der ge= mischten Zeuge, die, bei glänzenderem Aeußeren, wohlfeil sind. Den größten Umsaß auf der Messe haben die baumwollenen gedrud>ten, farbigen, glatten Stoffe, dazu die gebleihten und ungebleihten Baumwollgewebe. Die wohlfeilen Zeuge dieser Art kommen meist von Bauern, welche sie zum Bleichen, Dru>en und Appretiren an die entsprehenden Fa- | Im Ganzen ist diese Bauerniveberei sehr bedeutend und liefert Erzeugnisse für mehrere Millionen Rubel. Hauptsiß in den Gouvernements Wladimir und Kostroma, zum Theil auch im Moskauschen, hier aber weniger. Messe gebrahten Baumwollenwaaren kann kaum weniger als zehn Millionen Silber - Rubel betragen. duction is der Me

wand war

Bemerkenswerth ist Victoria abgelehnt.

Angebli<h wäre Santana, des Staatsruders der mexikanischen Republik sah, darauf bedacht ge- wesen, Beziehungen mit der französischen Regierung anzuknüpfen ; zu diesem Behufe hä!te er Herrn Fernando Mangino, welcher in Paris die mexikanishe Republik repräsentirt, bereits die erforderlichen Ju- structionen zugeschi>t.

Wie es heißt, wird Graf Rossi nicht geradesweges nah Rom zu- rüdfehren; er würde si< über Wien, wohin er von Herrn Guizot mit einer besonderen Mission beauftragt sei, auf seinen Posten zu- rü>begeben.

Von der Gazette de Lyon wird jeßt die früher von daher bezweifelte Nachriht von Truppenmärschen nah der schweizerischen Gränze bestätigt.

Von der marokkaunishen Gränze vernimmt man, daß ein Adju- tant des Kriegs - Ministeriums mit Depeschen dot eingetroffen war, welche zur Anknüpfung von Unterhandlungen wegen Befreiung der in der Deira Abd el Kader's gefangen gehaltenen Franzosen er= mächtigen.

Aus Bourges s<reibt man: „Der beim Hause des Grafen von Montemolin angestellte Oberst Francisco Grande, einer der Flücht- linge, welche seit der Entwcichung des Prinzen zu Bourges geblieben sind, hat am 14, Oktober Abends dicse Stadt hrximlih verlassen. Mau vermuthet, daß er seine Richtung nah Chateauroux genommen

Der General - Lieutenant Baron Thiebault, Groß=- Offizier der Ehren-Legion und Ritter des Ludwigs - Ordens, is zu Saint - Louis Seine ersten Dienste that er în der pariser Na- tional-Garde; erst im Jahre 1793 trat er in die Reihen der Armee; er machte die Feldzüge Dumouricz's in Belgien, später die in Deutsch= land, Jtalien, Preußen, Spanien und Portugal mit.

Das Journal general de lJustruction publique mel- det: „Die Regierung hat sh niht darauf beshränkt, den Kindern den ersten Unterricht geben zu lassen. 6470 Klassen für Erwachsene ausgemuntert, welche im Jahre 1845 von mehr als 100,000 jungen Leuten besucht wurden. ner in den Regimentern Schulen für die“ jungen Soldaten eröffnet, welhe nur den ersten Anfang von Unterricht erhalten haben; 59,911 junge Soldaten haben im Jahre 1844 die Kurse des ersten Unter dieser Zahl häbeu 12,892 lesen, 13,996 lesen und schreiben, 15,973 lesen, schreiben und re<- nen, 7080, die weder lesen no<h schreiben konnten, renen gelernt. Die Kurse des zweiten Grades wurden von 18,822 jungen Soldaten ahl beendigten 3588 den Kursus der Gram- ehnenkunst, 2505 den des Rechnungswesens, 1648 den der Erbbeschreibung, 848 den der Kriegsgefhihte, 1003 den der Geometrie, 1039 den der“ Befestigung, 973 den der Plan- Aufnahme.

Dem Coüstitutiónnel zufolge, is der Vice-Admiral Dupetit- Thouars durch eine telegraphische Depesche na< Paris berufen wor- den und hat hier eine lange Konferenz mit dem See =- Minister ge-= habt, worauf unverzüglich mittelst telegraphischer Depeshe nah Brest bestimmte Verhaltungs - Vorschristen an den Gouverneur der franzüö- sischen Niederlassungen in Oceanien ergangen wären, wohin kürzlich Truppen und Münition auf mehreren Transport - Fahrzeugen cinge- {hiff}t worden.

Der Bey von Tunïs hat dem See-Präfekten von Toulon, Ad- miral Baudin , vier schöne arabishe Pferde zum Geschenk übersandt. Man versichert, der Papst werde zwei neue französishe Bishöfe für Occanien ernennen, deren einer bestimmt is, den Mgr. Epale, welcher fürzlih dort ermordet worden, zu erseßen,

Der National berichtet, das Central - Comité der Wähler der

sobald er

wichtige Gewerbe in Shwun sollte man meinen, müßte

Von Seidenzeugen war

briken geben.

Sie hat ihren

Der Werth aller zur

h Jm Verhältniß zu dieser Pro= ßhandel mit baumwollenen Zeugen nihts weniger als sehr umfassend, und dies besonders auf unserer leßten Messe. Indessen wurde viel verkauft und werïg zurü>gelassen. Man hat be- merkt, daß, seitdem die Maschinenarbeit der Plüshe zunimmt, die Hauptproduction der guten Sorten si< mindert. Da indessen lebtere hon früher in großen Quantitäten na< China verkauft waren, so <t so viel zugeführt werden wie in vorigen del war wegen der großen Zufuhr bemerkens- j 000 Kisten belief, ein Quantum, welches noch nie erreicht worden is. Schon fürchtete man, daß diese Masse auf den Verk indessen zeigten sih die Verhältnisse günstig. ohne Gewinn verkauft.

Truppen, welche

d’Antin gestorben.

Der Constitutionnel hat Briefe aus Tanger vom 2, tember erhalten, worin Klage gesührt wird über den geringen den die im marokkanischen Reiche ansässigen Franzosen von 6 ihrer cigenen Regierung fandeuz daß irgend Schritte geschehen, zuerkannten Summen und die Regelung der Entschädigug als Opfer des Bombardemenl er und von Mogador Ansprüche hätten; und obendri{ ranzösishe Konsul ruhig zu, ; leute, die an Franzosen Gelder schuldig seien, sich eutferu4, ihre Verbindlichkeiten zu erfüllen; er mache darüber der Mgi nicht die geringste Vorstellung.

Die Renten- Notirung erfuhr heute nur geringe Variationz G bahn-Actien waren zu weichenden Preisen ausgeboten; es will Nachricht, daß die Vierzonbuüde eingefallen ist.

Großbritanien und Irland.

Jhre Majestät die Königin wit dem Besuche bei dem Herzoge von Norfolk am 29sten d. Y| Windsor zurückkehren, bis zum 9, November dort verweilen, (1 chem Tage der fünfte Geburtstag des Prinzen von Wales begangen werden soll, und dann auf vierzehn Tage in Dêben) auf der Jusel Wight ihren Aufenthalt uchmenu. leßte Aueflug dorthin in diesem Jahre sein.

Der jüngste Staatsstreich in Portugal beshäftigt einen} Man steht nicht an, denselben franj Der Sun erbli>t darin nur die Fah der in Spanien herrschenden französishen Diplomatie und wil! neuen Beleg für die vermeintlihe E Politik Fraukreihs systematisch darau Freiheiten der ibm crreihbaren Völker zu untergraben und it tional-Unabhängigkeit zu vernichten. | der Sun die beabsichtigte Ernennung des bisherigen portugik Gesaudten am

konnte im Ganzen ni Jahren. Der Theeh werth, die sich bis auf

zwei Jahre seien verflossen, um die Zahlung der di

unvortheilhaft einwirken würde, Zucker war viel am Pl Der Handel mit Materialwaaren fiel shle<t ausz die Haupt- Artikel dabei sind die Farben-Materiale, von denen mehrere wohlfeil abgin- Unter diesen nimmt der Jndigo den ersten Plab ein, von dem auch mehr als sonst verkauft worden ist. Er is jeßt billig und der Verbrauch im Zunehmen. Baumwolle war von Buhara und Chiwa nicht besonders viel eingetroffen, Jm Ganzen ist der Meßhandel in fast allen Waaren ziemlich befriedigend gewesen, so weit es die Verhält- nisse gestattetenz einige Artikel gingen sogar besser ab, als man er=- Auffallend war es, daß bei dem ungeheuren Verkauf das Meiste auf Kredit und auf lange Termine von 12 ünd mehr Monaten abgegeben wurde; dabei waren die Preise der Ma- nufaktur-Waaren im Allgemeinen 5 bis 10 pCt. unter den früheren, Dieses möchte beweisen, daß unsere Manufakturen vorwärts schreiten, und daß die Fabrikanten ihre Erz zeugnisse den Konsumenten zugängliher zu machen wissen. ist es, daß jeßt in Moskau und anderen Fabrikorten das Brennholz, der Arbeitslohn und überhaupt Alles, was das Geschäft in Ga! seßt, theurer ist, während Tuch, Seiden - und Baumwollenzeuge st in den leßten 10 Jahren sehr gebessert und do< ohne Vergleich wohl= Bei dem jebigen Zustande der Judustrie kann man hoffen, daß die Fabrication no< mehr gewinnen wird, wenn sonst Was die Zahlungen betrifft, so sind zwar die Terminschulden nicht alle berichtigt worden, die Termin-Ver= längerungen wurden aber gern bewilligt. stellungen haben niht stattgefunden; diejenigen, welche ihre Gläubi= ger nicht befriedigen konnten, sind solhe, die nie zuverlässig gewesen waren, was bei der Menge der Meßgäste nie zu vermeiden is; un=-

Sie hat zur Errichtung von

und wurde fast auf welche

Sie hat fer-=

wie die maroffanishen Ht

Orades dieser S<hulen besucht.

&.

wartet hatte. Unter dieser

matik, 4373 den der

London, 21. Okt.

die der Mode-Waaren aber höher.

Theil der hiesigen Presse. Einflusse zuzuschreiben.

feiler geworden sind.

kein Hinderniß dazwischentritt.

rfahrung daraus ziehen, d gerichtet sei, die conftitut

Bedeutende Zahlungs-Ein=

Als besonders omindös bit

Bild sehr ergöplich, aber au ctwas buntsche>ig. Herr Crüsemann über- treibt; er giebt scinem Taugenichts einen heroischen Anstrich, wah scheinlich verführt durch den rothen Mantcl und den Federbut. was matt und spricht schr indeutli<. A a dahter manche Schattirungen in der

e Auguste Sutoriuns vor zwanzig Jahren das Publifum der Königs- stadt in dieser Rolle entzüc:e. E F s

Ja auf jenem Korridor, wo si diejenigen äußern, die aus den Urtheilen Profefsion machen, entschied man ih dahin, daß, wäre das Stü> von einem Franzosen, es unfehlbar ausgepfiffen worden, Das macht selbst cinen entzückten Zuschauer stußig.

Eine Frau hat einen Liebhaber, ihr Mann bestiehlt ihn, ihr Vater geht heimlich seine Briefe lesen, Vergehen genug, daß Pastor und Richter des Orts alle Hände voll zu thun haben und wie werden sie bestraft? Die Sünder beichten sich gegenseitig und rufen vergnügt: „Für dicsmal bleiben wir ungehangen.““

___ _aWie unsittlich!“ ruft das tug endhafte Publikum, „Wie wahr!“ rufen cinige Andere, und folglih, toie sittlich! Verhältniß trägt scine Moral in si<h und m Wie werden diese leichtsinnigen Me und Bedrängniß, in die sie sich stürzen! Wie jämmerlich erscheinen ste uns in ihrer Verlegenheit, die nur die Folge ihrer Shwachheit is ; wie zerfallen die ganze Familie, deren Glieder jedes auf seine Weise sih dur<\<| Ans 2 L tee spüren, gelingt, aber an ihrem Jnnern si straft, zu billigen oder gar nachzua ? Und wenn es am Ende heißt: I, ; f: N A liegt ja darin das volle Geständniß der Strafbaikeit ; aber d Tugendhaften nicht streng genug, moralishen Zwanges die Ordnun der Humor, der das Schwere lci der Dichter wußte, wie viel Gutes wenn man nur Beides manchm

men gerechies Urtheil zu äußern, wenn mich bedünkt, daß sic au Kunstgebie!e zu den seltenen gehören, denen die volle Anerkcnnuy N welche auf vaterländische Kunst stolz sind, nicht entgehen wird.

Herr Grua is et- Sophie) fehlte dic eclamation, durch

Dlle. Stich

Wien, 18. Oft. (A. 'Z,) Gestern Abend wurde (toie (0 wähnt) das Brunnen - Monument auf der dem Urtheil aller Kenner, ein Kunstwerk vom ersten Range. S hat sih dadurch cin bleibendes Denkmal in unscrer Stadt erri. 7 bewundert allgemcin daran die einfache Hohcit der Jdce, die Kijn®, Ausführung ‘und die Reinhcit des Gusses. Auf einem frei gehalten? erhebt si< Austria in Königlicher Majestät, umlagert von den Sin? sciner vier Haupiflüsse, den Pulsadern seines inneren Lebens, del der Elbe, des Po und der Weichsel. Züge von Habsburgs größter Tochter wiedererkennen ; nir wak möglich, von der Scite aus eine entfernte Aehnlichkeit herauszufinde. Mangel wurde an ‘dem Denkmal cine ctwas zu große Höhe her ben, wiewohl sich diese durch die Kleinheit des Playes, worauf d nument steht, entschuldigen und erklären läßt,

Freiung enthüllt ; ci f

Die Fresken auf Schloß Stolzenfels. 4 Vom Nhein, im Oktober,

Denn jedes wahr gezeichnete acht sie au<h unausgesprochen nschen gestraft dur die Noth

Son jeyt wird die Kunsthalle auf Schloß Stolzenfels oft besucht, wie man den tleiren Rittersaal mit Recht nennen kann, sei1dem die in Königlihem Austrage begonnenen Fresfkcn Der Künstler, Hermann Stilke, hat die ihm gewordche / gelöst, und Gedanke wie Ausführung zci- Es is befkanut, wie herrlih 1nd in einfacher Fülle reih ausgestattet das Schloß ist; eine neue Zierde is ihm jeyt gewörden. Denùú wie es von ewig junger und neuer Naturschönheit umgeben is, wie Manches in ihm an vergangene alte Tage deutscher Geschichte erinnert, so ist nun noch die Verschönerung durch neueste Kunstshöpfung hinzugekommen; und es is gleichsam ein Sinnbild unserer Entwielung, die voll Ehrfurcht vor der größen, dahingeschwundenen Zeit Frischcs, Leébensvolles, Neuestes daran zu reihen sih unermüdlich bestrebt, Die ses Fresken, tvelche den zwischen dem eigentlihen Rittersaale und der Kapelle gelegenen Saal s{mü>en, stellen uns Johatin von Böhmen, Friéevrich 1, U., Heinrich, Rudolph von Habsburg und Gottfried von Bouillon in wichtigen Moménten ihres Le- béns dar, um die se<s Tugenden der Tapferkeit, Treue, Minnte, des Ge- sanges, der Gerechtigkeit und der Beharrlichkeit anzudeuten: sie führen, wie der Weg vom Rititersaale auf dem Sthlosse selbst ‘nah der Kapelle geht, so bildlich von der irdischen Tapferkeit bis zur Béehairlithkeit des ritterlichen Fürsten, der bie Waffen in der Kirche anfhän h übet die Bilder selbst n Künsilér , bedeutender Kenner erschallen dürfte, doch meine ih (in vo

vollendet sind. Jn der Hauptfigur wollte

Anfgabe in der That würdig

ihren Leichtsinn, gen den Meister.

der nur äußerlich heiter

rür diesmal bleiben wir ungehangen““, so j as ist unseren die nur durch die materiellen Vertreter des hergestellt wissen wollen. t und das Leichte \<hwer nimmt. ethan, wie viel Böses unterlassen würde, m etwas leichter zu nehmen verstände : wie viel uns spiélend gelingt, T e in der {weren Rü- gen und so kann er no erzen

aragraphen ihres Éiiten - Kober cite Derst

Jhnen fehlt

_ (Großh. Hess, Ztg.) Am 19. Oktober wurden in Darn gleichende Versuche aus dem gewöhnlichen Pulver-Probemörscr mit S baumwolle gemacht, wonach aber in dieser Geschüpart das ne, rat nicht anzuwenden sein würde, indem es die Kugel kaum 10 weit schleuderte, die von der äquivalenten Pulverladung 800 F" \hleudert wird.

stung der Moral nie vermö andere Leute schon den kommt, daß, wie im Stü, so auch im Leben, die sam ist und selten Einer das Recht hat, der Richte Wer soll hier moralisiren, wo Alle (Herr O stermei er),

Schuld immer gemein-

r der Arideren zu sein,

k gefrevelt haben? Etwa der Bediente

: j der der einzige Unschuldige i?

Die Aufführung gelang. Herr Döring stattete den Wirth mit allen us, die er auf seiner komischen Palectte hat, und dadurch ward das

Die Rheinländée sind zu bald die Stimme

fehr besucht, als da

der auswärtigen Angelegenheiten. Selbst der den cssischen Jnteresseu D Standard erwähnt des französi- V oder belgischen Einflusses, der nah einigen Angaben die Coutre- clution veranlaßt habe, weist. aber zuglei. auf die notorische Un- eit der abgeseßten. Minister, die von allen Seiten andrängenden wierigfeiten zu besiegen, hin, freilih eingestehend, daß das Ver- aen der Nation eben so wenig auf Seiten des neuen Ministeriums llebrigens wiederholt der Standard die Nachricht, daß der f das Antas in Braga eine Regentschaft im Namen des erstge= quen Sohnes der Königin proklamirt habe. Die Morning ronicle giebt einen längeren Artikel über die Vorfälle in Por- und stellt. dieselben geradezu iu Zusamwenhang mit den Be- jungen des Grafen Bresson in Madrid, Ein Artikel des der nósischen Gesandtschaft in Madrid ergebenen Heraldo hatte nämlich Hoffnung ausgesprochen, daß der Graf vou Thomar bald an des Mar- ¿ von Saldanha Seite stehen und die Ruhe und Orduung in Portu- wiederhergestellt werde, so daß, wenn die konservative Regierung in anien, Frankreih und Portugal einmal auf solider Basis begrün= wäre, eine furhtbare fontinentale Schrauke gegen diejenigen be- e, welhe in das Herz des Landes die Saat von Verwirrungen streuen strebten. Die Morning Chronicle bezieht diese leßte veutung niht mit Unreht auf England und schreibt: „Wir sind 4 wenig in Verlegenheit, uns zu vergegenwärtigen, worin Friede ) Gedeihen der Halbinsel gegenwärtig eigentli bestehen. Doch on abgesehen für jeßt, bekennen wir, niht wenig erstaunt zu sein ; dieses kee Aussprehen der künftigen Politik Frankreichs auf Halbinsel. Was sollen ihre Zwe>e sein, wie muß sie uothwendig wifliht werden ? Und wenn einmal ius Werk geseht, wird das Kabinet Tuilerieen befriedigt sein und auf seinen Lorbeeren ruhen? Oder ist diese eit der drei konservativen Regierungen nur die Basis für wei- e Operationen? Gegen wen dürften diese dann gerichtet sein ? t zu vergessen is, daß nicht die am wenigsten einflußreihe von sen drei Regierungen an der Südküste des Mittelmeeres bere ts Y anständig Fuß gefaßt hat und nur, wie es scheint, darauf war- his die Dinge reif sind, um weiter gegen das ihr dort benach- je Königreich vorzuschreiten, Die Aussicht is eine lo>ende, und wundern uns nicht, französishe Staatömänuer davon geblendet schen. Der Aufmerkfamkeit derjenigen unserer Landsleute, welche r die Wichtigkeit der Montpeuslershen Heirath sür dieses Land spotten Lust haben wir nehmen die Sache so unschuldig möglih und geneigt sind, mit der pariser Phrase si begnügen, daß eben nur eine französische Prinzessin mehr geworden möchten wir doch die obige Erklärung des Bressonschen Organs Madrid angelegentli<h zur Beachtung empfehlen. Wo soll das qus? Man sehe, was für Früchte diese Heirath {hon getragen Sollen wir die Zeit gewähren zum Befestigen wie zum Zer« ren und Aufbauen? Wir suchen solche Ereignisse nicht. Bei allen sen Vorgängen hat England nur die Rolle des Getäuschten gespielt, zwischen können wir nur der Königin von Portugal wegen bekla= , daß sie von ihren Rathgebern bewogen wurde, die jeßige Rich= g einzuschlagen.“

Die Geschichte von dem Attentat auf das Teleskop des Lord je erweist sich na< dubliner Blättern als cine müßige Er= dung. Der bekannte französishe Financier Ouvrard, der si<h auf einem suche in England befiudet, is so \{<wer erkrankt, daß man an sei= n Aufkommen zweifelt, Die Brodpreise hier in London steigen no< immer; das Laib 4 Psd. kostet bereits 10 und selbst 11 Pce.

London, 22, Oft. (B. H.) Berichte aus Montevideo m 26. August und Buenos-Ayres vom 20, August mel- n, daß Herr Hood seine Sendung erfüllt habe, die bisherigen Mi-= ster Ouseley und Deffaudis legten ihm jedo<h viele Schwierigkeiten den gs so daß man an sofortiger Herstellung des Friedens d) zweiselt,

O ,

X London, 20, Oft, Nichts kaun die Leichtfertigkeit und \wissenheit, mit welcher die Franzosen die Angelegenheiten ihrer ahbaru zu behandeln vflegen, mehr charafterisiren, als die von der se in vollem Ernst ausgesprochene und, wie man sagt, sogar în heren Kreisen gehegte Ansicht, daß die Niederlage, welche die eng= dhe Diplomatie kürzli<h in Spanien erlitten hat, zu einem Minister= hsel in England führen werde. Noch niemals war hier die Mei= ing des Publifums aller Parteien über einen Gegenstand eiustim= ger, als darüber, daß die Aufhebung der enteute cordiale ledig- h der französischen Regierung zur Last falle. Herr Guizot rühmt h, wie man sagt, seiner Beweisfähigkeit, daß Lord Palmerston die ahre Ursache des Mißverständuisses in Betreff der spanischen Hei- lihen sei, und der französische Minister“ verläßt sih dabei, vielleicht 1 (ehr, auf die allgemeine Stimmung, die in Europa über den Ge= way wichen seinem eigenen Charakter und dem seines englischen ivalen herrscht. Aber in diesem Falle glaube ih do<, daß man

1 afennen wind, wie Herr Guizot si< seiner Friedensver- erungen und des Kredits seines Namens bedient hat, n Absichten zu verde>eu, zu welhen cin friegerischerer

1d rüdsichtoloserer Minister si kaum befannt haben würde. Und das ‘dicht, während Lord Palmerston, bemüht, seiner Politik den Cha- fter der Mäßigung wiederzugewinnen und die freundschaftlichen Be= thungen mit Frankreich aufre<ht zu erhalten, welche ihm sein Vor- ger im Amte hinterlassen hat, etwas weniger von seiner gewöhn- hen Wachsamkeit und Entschlossenheit zeigt. Der Vorwand einer Wglishen Kabinets-Veränderung und die zufällige Gegenwart eines figenthümlichen Ministers im auswärtigen Amte sind eine sehr gering= dge Entschuldigung für die Wiederaufnahme einer Politik, welche

,

\nihts Anderes ausgeht, als die Vernichtung des britischen Ein- t in der Halbinsel und auf die völlige Abhängigkeit Spaniens tnraufreih, Jch habe selbst gehört, wie cin einflußreiczer französischer ‘intöfundiger, der hoh im Vertrauen der herrschenden Machthaber % erflärt hat, daß die spauische Krone der Krone Frankreichs so {9 verbunden werden sollte, wie das Königreich Schottland dem von and; und obschon man weiß, daß eine direkte Vereinigung un- ‘gh ist, so betrachtet man in gewissen Kreisen doh schou deu Hof p adrid wie eine Art Vasallen der Tuilerieen. Die gegenwärtige i dhe Spaniens hat in der That die Vereinigung der beiden hte weniger furchtbar gemacht, als sie im leßten Jahrhundert 4 aber es is dafür auh die Abhängigkeit der schwächeren Macht er stärkeren nur desto vollständiger geworden.

Mag Spanien kanu ein solher Zustand der Dinge nicht von i sein, und Englaud wird derartige Ansprüche Frankreichs nic= ul merfennen, Vielleicht dürste der leßte Staatsstreich in Portu- Gag Bruch noch verschlimmern, denn auch dort is französischer wp geshäftig gewesen, die liberale Partei zu stürzen, und auch tei England durch bestehende O LAE, Ie die Unabhän- E V der Regierung zu vertheidigen. Die Beziehungen Englands verde nal sind während der leßten Jahre ungewöhnlich kühl ge- A Der Methuen - Vertrag ist auf beiden Seiten abgeschafft, erbündee Handels-Verbinduugen sind seitdem zwischen den beiden alten baben d ften niht abgeschlossen worden. Die Sklavenhandels-Verträge en Unwillen Portugals aufgeregt, und ihre Umgehung hat England

1265 verstimmt; für Portugal selbst| empfindet Englanud- jeyt weniger Ju- teresse, als zu irgend einer früheren Zeit. Aber gegenwärtig, wie ehemals, is: Portugal das Thor, dur welches britischer Einfluß auf der: Halbinsel: seine Stellung behauptet. Die Route von Torres Ve- dras hat ihre politishe und geschihtlihe Bedeutung so gut, wie ihre militairis<he Berühmtheit. Frankreih wird wahrschcinlih scin Ueber= gewicht auf der Halbinsel dadur zu sichern suchen, daß es die Un=- abhängigkeit Portugals bedroht und selbst die Truppenmacht Spa- niens gegen die Nachbarn lenkt; aber wenn cin solcher Plan der Po=- litik verfolgt werden sollte, so dürfte der Bru<h mit England leicht in offene Feindseligkeit umschlagen.

Die pariser Journalisten haben Unrecht , wenn sie sih einbilden, daß die Aussicht auf Krieg hier zu Lande den Sturz eines Kabinets oder die Auflösung einer Partei herbeiführen würde, Durch seine poli- tische Einheit und seine Hülféquellen i England gerade in gegen- wärtiger Zeit eben so gut zum Kriege gerüstet, wie irgend cine an- dere Macht in Europa. Die lebten drei Jahre ist man schr eifrig damit beschäftigt gewesen, sür die Vertheidigung der Küsten zu sor= gen und die Stärke der Flotte zu vergrößern, Die Finanzén des Staats sind in einer glänzenden Lage, die Beziehungen zu dem übri- gen Europa friedli<h und siher, und um eine gerechte Sache würde die englische Nation ohne Zögern gewiß eher in den Krieg gehen, als sih der geringsten Verleßung ihrer Rechte oder au<h nur dem entferntesten Angriff auf ihre Ehre zu unterwerfen. Jm Jahx 1840 drohte Frankreich mit Krieg, als es dazu nicht gerüstet war. Jm Jahre 1846 hat England mit Krieg niht gedroht, aber es is mo= ralish und physish bereit, den Weg einzuschlagen, welhen die kom- menden Ereignisse oder seine eigene Politik ihm vorschreiben werden.

8.0 ligten.

Brüssel, 22, Oft, Der König hat dem Astronomen Leverrier den Leopolds-Orden verliehen.

Der Minister-Rath i jeßt mit Berathung der Maßregeln be= schäftigt, welhe bei Eröffnung der Kammern denselben vorzulegen sein möchten, sowohl um der Theuerung der Lebensmittel zu begegnen, als um die Lage der Spinner uad anderer Handwerker in Flandern zu erleichtern.

Dänemark.

Scbleswig, 23. Okt. (A. M.) Die Köuiglihe Eröffnung für. die s<leswigshen Provinzial-Stände iu Bezug auf die Resultate der im. Jahre 1844 von den Stäuden erstatteten Gutachten is nun= mehr auf Befehl der Regierung gedru>t erschienen und betrifft zu- nächst die in jener Session den Ständen vorgelegten elf Gesey-Ent- würfe, welche, meist nur von lokalem FJnteresse, unter möglichster B Rand der sländishen Vorschläge, Öeseßesfraft erhalten

aben.

Der von der Ve:sanwmlung gestellte Haupt - Antrag in Beireff des Gebrauchs der dänishen Sprache in ihrer Mitte is nicht ge- nehmigt, dagegen, den eventuellen Anträgen ter Versammlung gemäß, dem provisorischen Patc te vom 29, März 1844 Gesezeskraft verlichen. (S. Allg. Preuß. Ztg. Nr. 295.) Auf den vou deu Ständen gestellten An- trag, es mödten sür die Zukunft Gesetze und reglementarischec Be- stimmungen, welche der Begutachtung von Seiten der Stände unterlie- gen, nicht provisorisch erlassen werden, bescheidet der König, daß diesem Azitrage in solchem Umfange nicht entsprochen werden könne, indeß solle von solchen provisorischen Verfügungen stets nur urtcr dringenden Um- ständen Gebrauch gemacht weiden, Ein bei Gelegenhcit der Berathung über die im Jahre 1844 beschlossene allgemeinc Stände- Ordnung vorgebracbtes Ge- such um Gestattung der Oeffentlichkeit der Berathungen derStadt- Kollegien wird abshläglich beschieden, indeß wird der Stände-Versammlung durch abermalige Vorlegung eines Entwurfs, wobci die stattgehabten Erörterun- gen berü>sichtigt worden sind, Gelegenheit zur Fassung fernerer Beschlüsse gegeben. Ein modifizirter Entwurf einer neuen Gewerbe-Ordnung wird in Aussicht gestell. Endlich wird ein modifizirter Entwurf eines Geseßes wegen allgemeiner Wehrpflicht angekündigt und ein den gegenwärtigen Zeitverhältnissen entsprechendes M ilitair-Straf- und Disziplinar-Gesey versprochen, auch af die dur<h Parole-Be- fehl vom 3, August verfügte Beschränkung der körperlichen Züch- tigung im Heere hingewiescn. Die Formirung ciner eigenen Hec- res-Abtheilung für die Herzogthümer, die nur aus diesen zu refrutiren wäre, wird für ungeeignet eiflärt.

Von den Beschciden auf die ständischen Anträge, welche die Kö- niglihe Genchmigung nicht erhalten haben, sind nach der in der „Eröd}- nung‘ si<h findenden Nummernfolge (es sind im Ganzen 13 Nummern) die nachstehenden die bedcitenderen :

„1)- Auf den von Unseren getreuen Provinzial-Ständen des Herzogthums Schleswig an Uns eingereichten allerunterthänigsten Antrag, daß ein be- stimmtes Beitrags-Verhältniß Unserer Herzogthümer und Unseres Königreichs zu den Staatslasten festgestellt und die Rechnung über die Einnahmen und Ausgaben der Monarchie dergestalt gesondert werden möchte, daß eine Abtheilung die Einnahmen und Ausgaben ent- hielte, welche dem Königreide und den Herzogthümern auch ferner noch gemecinschastlih verbleiben würden, cinc andere die Einnahmen, welche, außer der festgeseßten Beitrags - Quote, ais dem Königreiche eingehen, und die dicses allein angehenden Ausgaben, und cine dritte Abthei- lung dic, außer der Beitrags-Quote, aus den Herzogthümern erho- benen Juiraden, so wie die dieselben allcin angebeuden Ausgaben, haben Wir, wenn auch dieser Antrag auf eine wirllichve Trennung der Fi- nanzen nicht gerichtet ist, dennoch Uns nicht bewogen fiden können, einzu- treten, Junsofern derselbe darauf gegründet is, daß es cine allgemein ver- breitete Meinung scin soll, daß die Herzogthümer in ihrer finanziellen Ver- bindung mit dem Königreich prägravirt seien, haben Wir sämmtliche Gründe, welhe nah dem von der Versammlung Angeführten für diese Meinung sprechen könnten, auf das genaueste untersucht und erwogen, die Richtigkeit oder Gültigkeit derselben aber keinesweges anerkennen fönnen, und haben Wir Unserem Kommissarius befohlen, in Betreff der einzelnen Punkte der Versammlung das Erforderliche zur Berichtigung der vorgetra- genen Ansichten mitzutheilen,

2) Mit Rücksicht auf den allerunterthänigsten Antrag Unfcrer getreuen Provinzial -Stände - Versammlung, daß den Herzogthümerin Schleswig und Holstcin eine gemcinschafilihe Stände- Versammiung verliehen und "uter Zugrundelegung der hieinah zu modifizirenden Allerhöcbst ver- lichenen Jnstitution den Stände Versammlungen ein dabin gehender Geseß- Entwurf zur Berathung und Begutachtung in der näcbsten Diät vorgelegt werdeu möge, geben Wir derselben zu erkennen , daß Wir Uns nicht ver- arlaßt sehen fönuen, auf diesen Antrag einzutreten,

6) Auf die Petition, um Allerhöchste Bestätigung des cingesaadten Entwurfs zu den Statuten einer s{<leswig -holsteinisben Bauk, eröffncn Wir Unseren getreuen Provinzial - Ständen, deß Wir Uns mit Rücksicht darauf, weil der beabsichtigten Bank nach den in diesen Statuten getroffenen Bestimmungen cine Einrichtung zu Theil werden würde, welche mit dem Zwe>e der in der Allerhöchsten Resolution vom 23, Februar 1844 a:1sgesprocheuen Bedingungen nicht zu vereinigen sein würde, zur Aller- höchsten Bestätigung der eingesandten Statuten nicht haben veran!aßt finden fönnen.

9) Auf den allerante-thänigsten Antrag Unserer getreuen Provinzial- Stände- Versammlung, daß denjenigen Regimentern und Corps, welche aus den Herzogihümern rekrutirt werden, so viel irgend thunlicd, ibre Stand- quarticre innerhalb der Gränzen der Herzogthümer Scles-

wig und Holstein augewiesen werden, geben Wir dersclben zn erkennen, daß l ticfem Antrage aus überwiegenden militairishen Gründen keine Berücksich- tigung zu Theil werden fanu. E ;

,„„10) Jn Bezug auf die von den Ständen beantragten Ersparungen im Staatshaudshalte wird zunächst auf die Königliche Bekanntmachung vom 3, Juli 1844 und die vón dem Königlichen Kommissarius ertheilten Crkäuterungen verwiesen und ein dann kurzes Resumé der in der legten Zeit im Juteresse eincr besseren Gestaltung der Finanzen getroffenen Maßregeln gegeben. Es

wird erwähnt der Befreiung von dem Tribut an Marokko, des Verkaufs

der Besizungen in Ostindien (fär die Kaufsumme von 1,050,000 Rbihlr.), der Verminderung der Ausgaben für dic westindishen Kolonieen, des nur temporairen Charafters der Erhöhung des Land-Militair-Etats. (duxch die neue Organisation veranlaßt), der Ermäßigung der Civil- und- Militair- Pensionen, der Verminderung der Zinsen und des Kapitals der Staats- Schuld (seit 1841 resp. um 250,000 und 7 Millionen Rbthlr.), wobei dennoch die Kapital-Vergütung von über 2 Millionen 300,000 Rbthlr. für abgclöste Zoll-Privilcgien in den Herzogthümern abgemacht, der Reserve- Fonds der Finanzen bis gegen 6 Millionen Rbthlr. angewachsen iff| und viele Abgaben - Erleichterungen zum Vortheile dcs Handels, der Schifffahrt und der Fabriken cingetreten sind.“

S m weiz.

Kanton Bern. (Bas. Z.) Die Freiwilligen, welhe zum Schuße der Regierung aus dem Seelande in die Stadt gezogen waren, ließeu si< dur< einen Commissair bereden, zurüd>zufehren. Ungefähr 150 Mann aber wurden theils einkasernirt, theils einquar= tiert. Der Kornhausplay wurde am 20. Oktober nicht mit Artille- rie beseßt, hingegen einige Passagen gesperrt und mehrere Pikets und bedeutende Wacbtposten ausgestellt. Nicht der geringste Lärm hatte statt. Der Markt war massenweise von Neugierigen besucht, welche die abenteuerlihsten Erzählungen über Diebsbanden, Gesindel 2c. ge- hört hatten und glaubten. Jüß-Schmied und Professor Müller find noch nicht auf freiem Fuße. Stettler, der \sih in der leßten Bürger= Versammlung durch sein grobes Benehmen gegen die Bürgerschast auszeichnete, soll au festgenommen worden sein. Die Bürgerwache, unter dem Kommando des Oberst - Lieutenants Gatschet vom Genie, hat si< bedeutend rekrutirt und soll zu 500 Mann herangewachsen sein. Man hofft nun, das Militair werde in den nächsten Tagen entlassen werden. S . i

Der Gemeiude-Rath von Bern hat im Junteresse der öffentlichen Ordnung beschlossen, Klage beim Regierungs-Rath zu führen über die böswilligen Behauptungen des Verfassungsfreundes und der Berner Zeitung, als hätte cine achtbare Klasse hiesiger Ein- wohner die vorgefallenen Unordnungen angestiftet oder provozirt.

Kanton Schwyz. (N. Z. Z.) Das hiesige Volksblatt berihtet von mancherlei Maßregeln, welhe in Betracht der zum Theil bereits eingetretenen, zum Theil no<h bevorstehenden Theuerung und Noth und der dadurch vergrößerten Gefahren für Sicherheit eon Personen und Eigenthum getroffen worden Du Keinem reisenden Handwerker darf der Durchpaß dur diesen Kanton ohne genaue Prüfung seiner Reiseschriften gestattet werden, au dann niht, wenn dieselben niht wenigstens 8 Fr. Reisegeld vorzuweisen im Stande sind. Andere verdächtig scheinende Jndividuen, die keinen bestimmten Reisezwe> anzugeben vermögen oder sih gar politishe Umtriebe er- lauben sollten, sind ohne Rü>sicht darauf, ob sie Ausweisschristen be- siven, den betreffenden Bezirks-Polizei-Aemtern zuzuführen und von diesen nah Anleitung der Polzei-Verordnung entweder der Central- Polizei-Direetion oder der correctionellen Straf-Behörde zu über- weisen.

mahnenden Ernst der Zeit niht verkennend, hat die Regie= rungs-Kommission au<h die Einladung an den Kriegsrath erlassen, die nöthigen Maßnahmen zu treffen , daß die hiesigen Truppen in voll- fommen wrhrfähigen Zustand verseßt werden.

A ta l.i ew

Nom, 12. Oft. (A. Z.) Das hiesige Diario enthâlt nach- stehenden päpstlihen Erlaß: , „Um dem Gang der Staatêgeschäfte cinen besseren Verlauf zu verschaffen, und damit die in verschiedenen Zeiten von seinen Vorgängern gemachten Einrichtungen den Bedürsf- nissen dee Gegenwart mehr entsprehen möchten, hat Se. Heiligkeit unser Herr unter oberster Leitung des Staats - Secretairs, Kardinals Gizzi, eine Kommission niedergeseßt, welhe einen Plan entwerfen soll: 1) für geciznete Scheidung und Trennung verschiedener Di= fasterien der Staats= Verwaltung betreffs der Art ihrer Geschäfte und ihrcr Kompetenz; 2) für die Einrichtung eines Minister - Raths, in dem alle wichtigen Angelegenheiten jedwedes Regierungs - Ressorts zu berathen und von dort der Entscheidung Sr. Heiligkeit zu über- antworten sind. Die genannte Kommission bilden, laut päpstlichen Refkripts, der jedesmalige Mons. Uditore generale der apostolischen Kammer, Mons. Governatore di Roma, Mons. Tefsoriere generale, Mons. Presidente delle Armi, Mons. Segretario della Sacra Con- sulta, die beiden Substitute des Staats-Sekretariats und der Haus- Prálat Sr. Heiligkeit, Mons, Rusconi, Leßterer als Secretaix der Kommission.“

Nom, 14. Okt. (N. K.) Ueber den gegenwärtigen Aufent- halt des Kardinals della Genga i} für den Augenbli> uihts Zuver-= lässiges befannt. Faktish aber ist, daß (wie bereits gemeldet) in der Nacht des 8. Oktober in einem wohleskortirien verschlossenen Wagen ein hoher Gefangener in das Kastell S. Angelo gebracht ward, wo er im strengsten Gewahrsam gebalten wird. Ueber dem Namen des=. selben {webt ein geheimnißvolles Dunkel. Ferner i| der Papst im Besiße zweier Originalbriefe des Kardinals L,, von denen der cine an den früheren Delegaten von Ancona, Roffi, gerihtet ist, und welche den Kardinal sehr fompromittiren sollen. Der Papst soll des Nachts gegen 11 Uhr besagten Kardinal augenbli>lih vor sih beschieden, idm in Gegenwart einiger anderen Kardinäle jene Originale vorgelegt uud ihn sodann in eine Lage verseßt haben, die fernere Pläne unmöglich macht. Außer jenem hohen Gefangenen befinden fi noch vier Geist- lihe im Kastell S. Angelo.

Yandels- uud Börsen - Nachrichten.

Preise der vier Haupt - Getraide: Arten in den für die preußishe Monarchie bedeutendsten Markt- städten im Monat September 1846, nad einem monat- lihen Durchschnitte in preußishen Silbergroschen und Scheffeln angegeben.

Namen der Städte. Weizen | Noggea | Gerüe | Hafer 1. Königsberg eee eee us 79 | 845 | 402 | 258 2. Memel... eee 000 77-5 | G | 402 | 30? S E eet ce cli le 742 | 262 136 23 4. Jujterburg „orer oe rern eann bb 1 555 32 Qu D. Mb eret eeaerees 60 5- | 44 30 1 6, Neidenburg e eanrearrne 84 (45 [WF 2 n O. ea ee c Ui Ce dee tit 80 | 612 14 S - A E E E EURCEERA 725: | ob ; 13 : 27 s H O ooooooo | Di | B92 W2: D Een, e e ade a Cn S H Hos 90! | 65 V 49 1332 11. u eee dana enua ean na 80 | e g ( F D s > Wi E E r X L 17 1. | wait ss A A C Ges LE F 68> ST E, 2, Bromberg „eere eo ee oes 75% Lax [UZ [28 L 3, Fraustadt eee eeorea r Il 72 & f 60 d | 322 4. Rawitsh eo 04202005000 KF j £4 63F } 36 S RPUeN e 02540 0000 dg d U l

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