1846 / 305 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

i lei im Stande is in jenem rg A ees Nord - Amerika auf der Englands Oberherrschaft

r d, das uns B e E die Vereinigten Staaten von eßten Seite führen werden. E de Dal Aller er Dee mfzen Heede

ird brehen, sobald die Triple - Allianz thr l Li gekommen sein wird, nämlih Frankreichs , „Rußlands und

ereinigten Staaten.“ i i :

M S cis Sqreiben aus Tunis heißt es: „Die Abreise un- t hier allgemeine Bestürzung. Die sonderbarsten Ge- Die Einen sagen, der Bey, obgleich sei bei seinem Hange zum Wohlleben und zur Vershwendung entschlossen, sein ganzes Land in die Hände Frank-= reichs zu spielen und sih von der Regentschaft zurückzuzieheu. j Anderen sagen, er wolle in Person eine Staats-Anleihe von 30 bis 40 Millionen versuchen, die zweien seiner Agenten weder in Paris | noch in London gelungen : kurz, darüber is alle Welt einig, daß diese | Reise die größte Thorheit dieses Regenten ist.““ :

Herr Guizot hat dur den Präsidenten der Akademie dem Herrn Leverrier den demselben vom Könige von Dänemark verliehenen Da- In dem Begleitschreiben heißt es, daß der König auf den Vorschlag des Astronomen Schumacher in Altona dem Akademiker diese Auszeichnung gewähre.

Der mexikanishe Agent Manzino hat im Namen Santana's Herrn Guizot eine Denkschrift überreicht.

Wegen der zu Madrid von den Progressisten eröffneten Sub- scription, um auf dem Schlachtfeld von Baylen ein Monument zu errichten, hat sih die Wittwe des General Dupont veranlaßt ge- sehen, es für ungegründet zu erklären, daß derselbe mit 20,000 Fran- ¿osen das Gewehr gestreckt hätte. —80 gewesen, worunter 1500 Kranke, die übrigen aber meist junge Re- kruten, welche durch Strapazen, Hunger und klimatishe Einflüsse ganz ershöpft gewesen seien, denn, als er kfapitulit, habe er kaum noh 2000 wasfenfähige Leute gehabt, ohne daß er auf Entsay hätte rechnen fönnen.

Nach dem Univers hat Herr Mioland, Bischof von Amiens, dessen Ernennung zum Erzbishofe von Aix gemeldet worden, die be- dingungsweise Einwilligung, die er zu seiner Verseßung gegeben hatte, iebt zu verstehen, daß dieser Prälat zu Amiens nicht durch Herrn Thiebault, Bischof von Montpellier, hat Das Journal des Débats übernimmt lebhaft die Vertheidigung des Bischofs von Montpellier.

Man spriht wieder von Veränderungen im diplomatischen Corps. Graf Pontois, Gesandter in der Shweiz, solle in Ruhestand verseßt werden und an seine Stelle Baron Bois le Comte treten. i Gesandtschaft in Rußland soll Graf Bresson ausersehen sein, wäh- rend man den Marquis von Rumigny von Brüssel nach Madrid \shickden wolle, j

Das Haus Rothschild hat Kontrakte über Kornlieferungen mit der Kriegs=Verwaltung abgeschlossen.

Unter den wegen der Unruhen im Faubourg St. Antoine Ver- hafteten, deren Prozeß vor dem Zuchtpolizeigeriht am 31, Oktober beginnen wird, befinden s\ch auch viele ausländische Arbeiter; nah ge\hlossener Justruction is der Polizei der Befehl zugegangen, diese Individuen aus Frankreih auszuweisen, sie durch die Gendarmerie bis an die Gränzen führen und dort ihren respektiven Behörden übergeben zu lassen.

entgegengesi muß, um

seres Bey erre f rüchte sind darüber in Umlanf.

faum vierzig Jahre alt,

nebrog-Orden überreichen lassen.

Es wären nur 7—$8000 Mann

zurückgenommen. Dieses Blatt

erseßt sein wollen.

zx Paris, 29. Okt, Die offiziele Ernennung des Herrn Guizot zum Kabinets-Präsidenten steht heute noch niht im Moni- teur, wiewohl man allgemein derselben entgegengesechen hatte. Daß ist aber kaum“ mehr einem Zweifel unterworfen, Heute werden die Minister beim König speisen und au der englische Gesandte dieselbe Ehre genießen. ;

Die Sammlung von Beiträgen für die zahlreichen Opfer der UVebershwemmungen der Loire nimmt jet einen großen Aufshwung, und namentlich ist von den Unterschristen der National - Garden des Seine - Departements und des Weichbildes ein reiher Ertrag zu er- Auch bei den verschiedenen Journal-Redactionen sind chon sehr namhafte Summen eingegangen. bats wird in wenigen Tagen hon an hunderttausend Fr. zusammen- gebracht haben; allerdings is es die reichste Klasse der Bevölkerung von Paris, welhe diesem Blatte ihre Gaben zusendet, namentlich die der Banquiers, die meist zwishen 500 und 2000 Fr. geben und selbst darüber. Auch in vielen Privat-Gesellshasten und an einer Menge von öffentlichen Orten, in Kaffeehäusern, Lese - Kabinetten u. #. w., werden Sammlungen veranstaltet , / i erwarten läßt, wenn dasselbe auh immerhin noch mit der Größe des Unglüds , dessen Linderung bezweckt wird , außer allem Verhältniß

Die gewerbfleißige Fabrikstadt Elbeuf is aufs neue dur einen Theil der Fabrikarbeiter des Herrn Gombert von Unordnungen be- Diesen, welche bereits die Arbeit eingestellt und an einem abgelegenen Plaße außer der Stadt sih zusammengerottet hat- ten, war es auh vorgestern wirklich shon gelungen, die Minderzahl ihrer Kameraden, die troß aller Drohungen noch an ihrer Arbeit ge- blieben waren, so einzushüchtern, daß auch diese endlih zu feiern bes gannen. Da erfolgte das Einschreiten der Justiz noch zur rechten Zeit. Der Staats - Prokurator und der Jnstructions - Richter trafen von Rouen aus Nachmittags ein, 22 Gendarmen, die man in der Eil zusammengezogen hatte, dienten ihnen zur Unterstüßung und sicherten den Vollzug der gegebenen Anordnungen. Durch Zusprache und Ueberredung gelang es diesen Magistraten, die Mehrzahl zur Rückkehr an ihre Werkstühle zu bewegen; von denen aber, welche \ih fortwährend hartnäckig und störrish zeigten, wurden in der Nacht vom 27sten auf den 28sten Mehrere in Haft genommen, ohne daß es dabei zu Widerstand oder Unordnungen kam. | stunden des gestrigen Tages, während welcher die Arbeiter meist in den Straßen zu sein pflegen, und wo es also am leichtesten gewesen wäre, Unordnungen hervorzurufen, blieb Alles ruhig, so daß man die Ordnung als vollkommen wiederhergestellt betrachten darf. Die Ver- hafteten sind bereits in Rouen angekommen, wo der Prozeß gegen sie eingeleitet wird,

Großbritanien und Irland.

London, 28, Okt. Lord John Russell wird morgen seinen Kollegen ein großes Kabinets - Diner geben, bei welchem, wie der Standard meldet, der Termin der Einberufung des bis zum 4. No- vember prorogirten Parlaments definitiv festgeseßt werden soll. Das- laubt versihern zu können, daß entweder diese Einberu- fung unverzüglih stattfinden oder das Kabinet si auflösen werde. Als Grund dieser auffallenden Nachricht wird ein son seit längerer Zeit bestehender Mangel an Uebereinstimmung der Ansichten unter den verschiedenen Kabinets-Mitgliedern angegeben. als einen Monat her“’, shceibt der Standard, „, Parlaments =- Eröffnung im Monat November wollte man unserer Nachricht keinen Glauben tet ist es gewiß, daß der Gegenstand im Ka- und von einer kleinen Majorität verneint wor-

sle erfolgen wird,

Das Journal des Dé-

so daß sih ein reihes Ergebniß

droht gewesen.

Auch in den Rast-

selbe Blatt

„Es is} länger daß wir zuerst die Wahrscheinlichkeit einer ankündigten. schenken. Dessenungea binet lebhaft erörtert

1292

den ist, Die betrübenden Ereignisse der lehten Monate indeß baben diejenigen, welche eine frühzeitige Session wünschten, in ihren Ansich= ten bestärkt und jene, welhe \ich derselben widerseßten , vielleicht \chwankend gemacht, so daß die Frage wiederum erneuert worden ist. Der Premier-Minister und der Lord-Kanzler sind für die Eröffnung, und man glaubt, daß sie sich aus dem Amte zurüziehen werden, wenn ihre Ansichten niht durhdringen. Auch können wir den Um- stand als Beweis für die Gültigkeit unserer Meinung anführen, daß viele Parlaments-Mitglieder ihre Reisen auf dem Kontinent verkürzt oder gänzlich für diese Saison verschoben haben. Wir fönnen natür= lich nicht mit einiger Gewißheit die Entscheidung des Kabinets vor= herwissen, aber wir glauben do es für wahrscheinlih halten zu fön- nen, daß entweder im November die Session eröffnet oder eine Auf= lösung des schon ernstlich getheilten Kabinets stattfinden wird. Zu Gunsten der frühzeitigen Session spricht die constitutionelle Nothwen=- digkeit, ohne unnöthigen Aufschub sür Lord Besborough's Ausdehnung | des Arbeitssteuer = Geseßes eine Jndemnitäts - Akte zu bewilligen, so wie fernere Maßregeln zu berathen, welhe nöthig sein dürften, das

Land durch die gegenwärtige traurige Krisis zu führen.“ j

Die Agitation zur Oeffnung der Häfen für gänzlih freie Ge- traide-Einfuhr macht im Lande immer größere Fortschritte, und auch hier in London im Kirchspiel Marylebone is vorgestern eine Ver= sammlung zu diesem Zweck gehalten worden. Eine Denkschrift an die Lords des Schaßamtes war das Resultat derselben. Nachrichten aus Schottland zufolge, sind dort an mehreren Orten eben solche Versammlungen gehalten worden, und auf eine dem Premier-Minister aus Pollockshaws zugekommene Denkschrift wegen Freigebung der Getraide - Einfuhr und Verbotes der Branntweinbrennerei hat der= selbe folgende Antwort erlassen: „Lord John Russell fühlt es leb- haft, wie {wer die jeßige Kalamität, welche das fast gänzliche Fehl= {lagen der Kartosfel- Aerndte herbeigeführt hat, auf den ärmeren Klassen in dem vereinigten Königreiche lastet ; aber er hält sih über= zeugt, daß die Maßregeln, welche die Regierung ergreifen wird, und die Anstrengungen der Grundeigenthümer auf ihren eigenen Be-= sibungen wesentlich zur Milderung des Elendes beitragen werden. Es ist nich t die Absicht der Regierung, die Branntweinbrennerei aus Getraide zu verhindern.“ i

Ueber New-York sind mit der leßten Post auch Nachrichten von Montevideo vom 28. August angelangt. Dana wäre der Hafen von Buenos - Ayres noch von der englis - französischen Flotte blokirt gewesen, aber die Schiffe aller Nationen, die nordamerifani= hen ausgenommen, hätten Erlaubniß erhalten, die Blokade zu pas- siren. Riveira war nah Montevideo zurückgekehrt, und Herr Hood stand mit Oribe, der noch an der Spiße seiner Truppen zu Felde lag, in Korrespondenz. General Rosas, der argentinische Kongreß und Oribe sollen, hieß es, Hood's Vorschläge zurückgewiesen haben. Jn Folge dessen habe Leßterer seine Bedingungen abgeändert und gegen Rosas und Oribe sich dahin erklärt, daß England für seinen Theil sih dem Wunsche des Volkes von Uruguay und der argentinischen Union, wenn der Wunsch des ersteren nah Vereinigung mit der lebte=- ren sich klar ausspräche, niht widerseßen würde, falls England nuc das Recht der freien Schifffahrt auf dem Parana erhalte. Das Re=- sultat der Unterhandlungen hing von dieser Bedingung ab. Privat- briefe behaupten, daß Rosas den Engländern niemals die freie Schifffahrt auf dem Parana gestatten, und daß Herr Hood auch niht auf dieser Bedingung beharren wird. Direkte Nachrichten aus Montevideo vom 24. August, __welhe das am 14. Oktober in Plymouth angekommene Schiff „,Melody“ überbracht hat, melden, daß Herr Hood kurze Zeit vor dem Abgange des Schiffes eine Privat-Korrespondenz mit General Oribe außerhalb der Befestigungswerke von Montevideo gehabt habe, und daß der Zweck dieser Konferenz (deren die um drei Tage neueren, zuleßt ein- getroffenen Berichte niht erwähnen) in Montevideo nicht bekannt ge- worden sei, Hinzugefügt wird, daß Herr Hood im Begriffe stehe, sih nah Buenos - Ayres zu begeben, um mit Rosas einen Waffen- stillsstand zu unterhandeln. | |

Die Nachrichten des Standard stimmen mit den Vermuthun- gen überein, welche in Dublin die auf den 26sten d. M. beabsichtigte plöbliche Abreise des Herrn Labouchere, des Staats - Secretairs für Jrland, veranlaßt hat, Die ministeriellen Blätter enthalten indeß von allen diesen Gerüchten nihts, doch scheint au ihre Lauheit auf einen Zwiespalt im Kabinet hinzudeuten. l

Die Dampfschi} - Gesellschaft , deren Eigenthum der „Great Britain““ ist, hat mit einem Amerikaner, Namens Madckinto\h, der bedeutende mechanishe Talente besißen soll, eine Uebereinkunft abge- schlossen, der zufolge Leßterer es übernimmt , das in der Dundrum- Bucht liegende Dampfschiff flott zu mahen. Die Lage des Schiffes soll sih durch die heftigen Stürme, welche in voriger Woche an der irländischen Küste wütheten, niht wesentlich verschlimmert haben.

Das Parlaments-Mitglied für Lambeth, Herr d'Eyncourt, er- klärt in einem Schreiben an die Times, daß er nah wie vor der herrschenden Kirche angehöre, bestätigt aber zugleich die Mittheilung des Globe, daß seine âlteste Tochter, die sich im Anslande befinde,

fatholisch geworden sei. :

Man glaubt jeßt, daß die Mannschaft des verunglückten rotter= damer Dampfschisss „Loh Ryan“ nicht gerettet worden, sondern sämmtlich umgekommen ist. Mehrere andere holländische Dampfschiffe haben in der Richtung, welhe der „Loh Ryan““ bei seiner Abfahrt von Helvoetsluys nahm, viel todtes Schlachtoieh im Meer treiben sehen. Der Werth des untergegangenen Schiffs und seiner Ladung wird auf 10,000 Pfd. St. geschäßt. :

Am 22sten und 23sten is unsere ganze Westküste bis nah Jr- land hin von entseßlihen Stürmen heimgesucht worden, welche furht- bare Verluste von Eigenthum und Menschenleben verursaht haben, Aus Swansea, Milford, Exmouth, Cardigan, Portland, Limerick wird über viele Schiffbrüche berichtet; bei mehreren derselben fam die Mannschaft ganz oder theilweise um. Weiteren Unglücks-Nachrichten sieht man mit den nächsten Posten entgegen.

Der Direktor der großen ostindischen Eisenbahn - Gesellschaft, Herr Chapmann, is nah einjährigem Aufenthalte in Ostindien nach England zurückgekehrt. Unter seiner Leitung sind die Nivellirungen für den Hauptarm der ostindishen Eisenbahn von Bombay aus über den Malsetsch Gat bereits bis auf 100 Miles Länge bewerkstelligt, und außerdem is nordwärts bis Malwa und südwärts bis Solapur das Terrain aufgenommen worden. Statistische Nachforschungen über den Verkehr dieses westlihen Theiles der ostindischen Halbinsel lassen (nah Angabe der Bombay Times) erwarten, daß die Ei- senbahn, selbs wenn die Anlage derselben 10,000 bis 12,000 Pfd. pro Mile kosten sollte, niht weniger als 14 pCt, sährlihen Gewinnes abwerfen werde. i

In Kalkutta isst unter dem Titel „the India Sun“ ein neues Woenblatt in groß Folio erschienen, welches fünf Spalten enthält, von denen die mittelste den Text in englisher Sprache mittheilt, Die Spalten an beiden Seiten sind der persischen Sprache und drei indischen Jdiomen gewidmet. Die nämlichen Artikel sind in den ge- genüberstehenden Spalten theils überseßt, theils analysirt... Der

Herausgeber is ein gelehrter Eingeborner, und das Blatt erscheint

einmal wöchentlich. : h Die freifirhlihe Geistlichkeit in Glasgow hatte bezügli der unlängst gegen die Engländer auf Madeira verübtea Unbilden eine

S3: C Ai QOZ M A A RES P I AOORE E E E I P O ORAR I GCZSAOTNES Ah aRL s O G T 31 Rit R S S

Denkschrift an die Regierung gerichtet und leßtere darum e jenigen weiteren Maßregeln zu ergreifen, welche sie am geeignet halte, den britischen Unterthanen auf jener Juse Ausübung ihrer Religion zu sichern. Unterzeichnern der Denkschrift durch Herrn Addingto l daß die Regierung bereits die fraglihe Angelegenheit i Erwägung genommen habe und darüber mit der portugiesis gierung in Verhandlung stehe.

nur auf Frieden und Eintraht hinzuwirken, Jnzwischen ist a Leben in unserer Bürgerschaft insofern ruhig, als alle orgfältig vermieden werden; desto größer is die Spannung welcher zu den liberalen Besprechun- war leßten Sonntag der Zunftsaal it jüngeren und älteren Männern gedrängt angefüllt, und die Stim- der Anwesenden zeigte deutlich, daß das Temporisiren oder lbe Maßregeln die Gemüther nicht befriedigen werden.“

Lord Palmerston hat jeßt üther und der Zudra

n fortwährend stattfindet.

Kanton Genf. Das Verhältniß der Parteien im Großen Rathe wird sih folgendermaßen gestalten: 7 Pretestanten von der ndsaft, liberal; 44 Liberale aus der Stadt, worunter ein Ka- olif; 8 Katholiken, theils gemäßigt, theils radifal; 9 Ultramontane ad 25 Protestanten von der Landschaft, konservativ folglih 34 pnservative gegen 59 Liberale. : F Der neue Staats - Rath wird, wie man vermuthet, aus den itgliedern der provisorishen Regierung beseßt werden, was man Tagen erfahren wird. Die provisorishe Regierung hat keinen Beamten abgeseßt, und weitem die meisten Beamten sind an ihren Stellen geblieben oder hin zurüdckgekehrt und haben ihre Ge gegen ziehen si viele Offiziere zurü. Viele der reiheren Einwohner, welhe nah den Ereignissen am hen und Sten Oktober ihre Vaterstadt verlassen hatten, kehren dort- zurück, da man einsieht, daß sich die Ruhe daselbst mehr und

pr befestigt.

Belgien.

Brüssel, 29. Oft. (Rhein. Bl.) So eben is die in 4 hiesigen Journalen so viel besprohene Si zum Schlusse gelangt. lismus) hat gesiegt.

bung des Vereins Alliqy Die demokratische Partei (der Die Sizung begann um 7 Uhr; shuldigte sihch \chriftlich, daß ihm sein Gesundheitszustan laube, an diesem Abende den Verhandlungen zu präsidiren; flärt er sih gegen den Vorschlag der 7 Repräsentanten, Nichtwähler ausschließen will. Oie Debatten waren äußerst 2 aufgeregt; denn der Antrag auf Vertagung der Vorschläge, mit welcher. der alte Liberalismus oder die parlamentari den Zankapfel in das bis dahin äußerlich ruhige L warf und sich wo möglih die Oberherrschaft zu

erhalb zwei

sche Oppo ager der Uber sichern geda F

shäfte wieder übernommen;

wurde beim Namensaufruf von 182 gegen 180 Stimmen augen ß Verhaegen ausdrüdcklih erklärt hatte, er und sz 4 gung als ein Verwer 5

men, troßdem da Kollegen würden das Durchgehen der Verta der Vorschläge betrachten und austreten. N Aus einer Uebersicht der belgishen Ausfuhr nah Frankreih den ersten 9 Monaten dieses Jahres ergiebt sih im Vergleig Z den lebten zwei Jahren, daß die Ausfuhr des Linnens abnimmt, nj rend die Ausfuhr der Flahs= und Hanfgarne seit zwei Jahren auf die Hälfte zurükgesunken ist. Die Ausfuhr des Zinks hat 4 abgenommen, und nur die Ausfuhr von rohem Gußeisen und Ke E ist in dieser Zeit sehr gewachsen. i 7 Die Herren Drucker und Verchem sind als Bevollmächtigte F amsterdamer Jnhaber \panisher Fonds durch Antwerpen „gefomn“ um mit den londoner Abgeordneten gemeinschaftlihe Schritte bei i französishen Regierung zur Unterstüßung ihrer Forderungen zu thi Auch die belgischen Jnhaber diefer Schuld werden zwei Abgeord zu gleihem Behufe nah Paris senden. a Dieser Tage wurden auf der Eisenbahn von Lüttih nah 9 die zwei Dampfmaschinen von } Pferdekraft bilden, tranêportirt. Sie sind zu Seraing verfertigt y zum Dienst der atmosphärishen Eisenbahn von Paris nah St. 6 main bestimmt. Diese beiden Maschinen, ein Gewicht von 200 Kilogramm haltend, nahmen 45 Waggons ein, die von zwei U 1 Zu der Fahrt wurden 24 Stun erfordert; die Kosten der Fahrt von Lüttih nah Quievrain betra Diese Maschinen haben einen Werth | 800,000 Fr., und aa Eingangszoll - Gebühren für tieselben mif 250,000 Fr. bezahlt werden. J Die General - Verwaltung der Hospizien hat der englischen sellshaft, welhe eine Konzession für eine Eisenbahn von Brüs nah Arlon erhalten hat, mehrere in dem Leopold - Stadtviertel g legene Grundstüdcke zur Anlage einer Eisenbahn-Station käuflich ül

S panien.

3 Madrid, 23, Oft. Gestern früh um 7 Uhr hat auth Herzog von Montpensier mit seiner Gemahlin die Rüdckreise nah inkreih angetreten. Fast sämmtliche Franzosen, welche die Neu- rde lebthin hierherführte, sind ihm gefolgt. Alexander Dumas is h dem südlichen Spanien abgegangen, von wo er sih nah Algerien iffen wird. f Königin Christine hatte gewünsht, daß auch der Jnfant n Francisco de Paula, Vater des jungen Königs, sich nah Frank- h begebe, und die Minister hatten den darauf gerichteten Befehl gefertigt und die regierende Königin ihn mit anderen Papieren, e den Jnhalt ihrer Aufmerksamkeit zu würdigen, unterzeichnet. äterhin aber, als sie von dem Jnhalte Kenntniß erhielt, zerriß sie Aktenstück und warf auf den Minister, der es vorgelegt hatte, n zürnenden Bli. L Ehe der Herzog von Montpensier abreiste, verehrte ihm die Kö- jn das mit großen Brillanten geshmückte goldene Vließ, welches dinand VII. bei feierlihen Gelegenheiten an den niht minder kostbaren Degen desselben. genstände wird auf 200,000 Piaster geshäßt. Man berechnet den rag der Geschenke, welche die französtshen Prinzen hier Sämmtliche Mitarbeiter am Heraldo er= ten den Orden der Ehren - Legion. Sechs Kreuze desselben Or- þ wurden an das hiesige A untamiento geschickt, um unter den gliedern dieser Corporation vertheilt zu werden. Der Herzog von Rianzares, der seine mit der Königin Christine [ten Kinder zu Jnfanten von Spanien er den Titel Prinz der Antillen erhalten. aße, in welcher seine Wohnung belegen ist, Fsebt, seitdem auch die Königin Christine lebte Y Die lehten Nachrichten aus Portu Auf der einen Seite heißt es de General, Baron von Vinh3es, wäre der Königin treu, Braganza, Chaves, Verin den Aufstand unterdrückt und rück Dagegen melden andere Berichte, Algarvien, hätten sih gegen die Re- und die Guerillas des Barons das Antas wären Der König indessen waren drei Es heißt hier, die summe zur Verfü- Gewiß is, daß der por- gestern eine Note überreichte, orderte, Truppen an die por= Mit der größten Spannung wegung entgegen. 18ten auf der Höhe von Ca-

sten enthält Folgendes: „Auf dem stattgefundenen Balle wurden die beiden und der Donna María Cristina, elf, und: die andere als acht bis neun Jahre alt, vorgestellt. Daraus er- greift, daß Donna Maria Cristina ihre älteste ndo Muñoz im Jahre 1835 gebar, Cristina wenigstens neun Monate Da sie nun dur das Eingehen hig wurde, Regentin des Landes

ungeheure Stücke Gußeisen,

zulegen pflegte, o Der Werth beider

motiven fortgebraht wurden.

ungefähr 8000 Fr. auf 50,000 Piaster.

hoben zu sehen wünscht, Ausgänge der engen sind mit Schildwachen re bezogen hat.

gal lauten keinesweges beru- zwar, der im Norden befeh-

S weiz.

Kanton Beru. Jn der Großraths=Sißung vom 26, O ber bildeten das Hauptgeshäft Bericht und Antrag der Regien über die neuesten Vorfälle in der Hauptstadt. | lihen Anträge wurden einstimmig angenommen, nahdem Herr Bl umsonst einen Oppositions-Versuh gemacht hatte. F Militgir „unter Verdankung seiner humanen Behandlung“ entl werden. Auf den Fall der Erneuerung ähnlicher Auftritte wird d Regierungs - Rath die Vollmacht ertheilt, die gehörigen militairis{R Maßregeln anzuordnen. |

0) Mann gegen Porto vor. die \üdlihen Provinzen, ing erhoben, 17ten bis zwei Stunden von Lissabon vorgerüdt. damals die Hauptstadt noch nicht verlassen, sschiffe ausgelaufen, um Porto zu blokiren. lFeitige Regierung habe eine beträchtlihe Geld uny der portugiesishen Minister gestellt. giesishe Gesandte, Baron Renduffe, der er die diesseitige Regierung auff Pesishe Gränze rücken zu lassen. yt man hier dem Ausgange jener Be F Die englische Flotte war noch am

Die regierungsrál

Somit wird !

Kanton Basel. (O. P. A. Z.) Die Petitionen für 40 stellung eines Verfassungs=Raths sind an die Regierung abgegebtüt sie zählen auf ungefähr 2000 Aftivbürger 500 Unterschriften, stW also weit entfernt, einen sicheren Schluß auf die hiesige Stimm thun zu lassen, besonders wenn man berüdsichtigt, daß dabei, so r im Ganzen verfahren worden ist, doch kleine Unregelmäßigkeiten F untergelaufen sind; so z. B. sucht ein geahteter Bürger, der (Wh Unterschrift nicht gegeben hat, zu ermitteln, wer statt seiner unt zeihnet hat, einer oder mehrere Namen finden sich auf beiden ¿ Unerwartet sind die Unterschriften in zwei Lot blättern publizirt worden ein reihes Feld für Glossen ! aber a zum großen Aerger manches Unterzeichners, der niht gern sieht, d man seinen Namen bekannt gemacht hat, und lieber niht

Während das eine Blatt die Unterschrif nah gicbt, beibehalten , herausfinden , dux gregis gefolgt ist. Die Petition ist dem sogenannten Sta: Kollegium zur Vorberathung übergeben worden, und nah dem Ÿ trage desselben wird der Große Rath auf übermorgen zusammen rufen werden, um zu entscheiden, ob die Verfassungs - Aenderung der Zeit ist und ob sie durch einen Verfassungs-Rath vorbereitet m! den soll (der Kleine Rath hat hierfür keine geseßlihe Juitiati Wenn vollkommen freie Berathung möglih wäre, \o ließe sich | Ergebniß zum voraus mit ziemlicher Bestimmtheit ermessen, weil kai anzunehmen is , daß derselbe Große Rath, der noch vor kurzer F in größter Mehrheit die Verfassung den Verhältnissen sehr angemes fand, nun seine Ansicht so wesentlih geändert haben sollte. Denn ist die Wahrscheinlihkeit für eine Aenderung, weil sons nur Auskbry von Unzufriedenheit in und besonders außer unseren Mauern kaum wi vermieden werden fönnen, hat sich do die genfer Revolution diglih an einen Beschluß des Großen Raths geknüpft, der ei wühlerishen Minderheit nicht genehm war! Bereits au spricht m? hier, seitdem Aussicht auf Zusammenberufung des Großen Ral! erschienen ‘ist, davon, daß auf dem langsamey Wege geseßliher B rathungen man niht zum Ziele komme, man solle eine Volks-V| sammlung zusammenberufen; hoffentlich wird ein solches Mittel nil ist übrigens, wie das poli s nah den Nachrichten a!

Der Espectador vom 21 Freitage im Palaste ter des Don Fernando Muñoz ine als Gräfin von Castilleja, Vista Alegre,

wie Jederma er von Don Ferna ch Donna Maria Fernando Muñoz heirathete. zweiten Ehe geseßmäßig unfä ormünderin der Königin und der Jnfantin zu bleiben,

Sdhluß von selbst. Und denno protestirte Donna Ma im Jahre 1841 gegen die Ernennung eines Vormundes der ten Töchter dur die Cortes und nannte dies fung ihrer natürlichen Rechte.

Marquisin titionen u. dgl.

zuvor den

tershrieben hätte. dem Alphabet Reihenfolge

eine gewaltsame Was für Dinge doch die Zeit

Portugal.

abon, 18. Okt. Die Nachrichten, welche heute aus den lauten jedenfalls günstiger für die Der Aufstand in den Südprovinzen hem man gestern gesprochen hatte, wird gt, was wohl hauptsächlich d { eines Theils unserer Besaßung unter selbst niht stattfand, es sei die bestimmte der General Baron Vin-

erher gelangt sind, rung, als die gestrigen.

n Alemtejo, eute noh nicht bestäti daß der Ausmar unmittelbaren Ober - an angekündigt hatte. ehr beruhigende Nachricht eingetroffen, der vor fünf Monaten, als er gegen die damals in den Nord- zen ershienenen Guerillasbanden

\{lo}senheit gen hatte, zu Braganza 3000 Mann u er bereits für die Königin und

azu beigetra=

Befehl des Königs Man versichert,

gegen die durh seine Revolution bei= entschiedene Festigkeit. seinen Befehlen, mit das Ministerium Sal= troß aller Versuche und Versprechungen, die n für die Sache des Aufstandes zu gewinnen. er sei bereits mit seinem Corps auf dem Marsche orto, um den Herzog von Terceira zu befreien Autorität der Königin herzustellen. 's wieder Meister zu werden, selbst, Hier herrscht bis jeßt großer Eifer zu Was die Bewegung zu Braganza betrifft, oen blatte, so soll dieselbe, was allerdings cht über das Verhalten des Generas Vinhaes zu Gunsten der Königin gewesen sein. Die

zum Siege zur Ausführung kommen. Merkwürdi \che Thermometer steigt und fällt. Genf unter die ruhigen Bürger sich Furt vor Aehnlichem, beso ders Furcht vor Eindringlingen von außen, kundthat, war unter di den hiesigen Radikalen eine Thätigkeit, ein Anstreben nah gewalts® men Schritten, wie sonst lange nicht mehrz seitdem die Bürgersh: sich aber etwas ermannt hat und jene Gewaltthätigkeit niht me so sehr fürchtet, sind jene auch etwas ruhiger geworden, Freilich e unglücklihes Ereigniß kann Vieles ändern!

Jn der National-Zeitu ben wir als ein beachtenswerthes feit von dem Ober -Pfarramte durch ein Umlaufschreiben besonde! anempfohlen worden ist, sch der Polemik auf der Kanzel zu enthal®

ch erklärt habe, machte, um ih nan seßt hinzu, die Stadt P uh dort die Gelingt es i dann fällt Coimbra einer Junta v len der Regierun ‘er man gestern gespr henden Nachri

liest man: „Zu erwähnen h Zeichen der Zeit, daß der Geistlih

1293

Garnison gab dem von Porto aus an sie ergangenen Rufe kein Gehör, es soll eine Regierungs=-Junta für die Sache der Königin gebildet worden sein, welhe, wie es heißt, eine Proclamation ín rein constitutionell- monarcishem Sinne veröffentliht hat. General Vinhaes soll es au gewesen sein, der die Versuche der Revolution, die Garnison von Chaves für sich zu gewinnen und mit ihrer Hülfe dann auch die Ein- wohnerschaft auf dieselbe Seite hinüberzuziehen, vereitelte. Der Ver- fasser der revolutionairen Proclamation daselbst, von welcher ih vor- 1 Erwähnung that, soll zur Flucht genöthigt worden sein, und o is dieser feste Plaß der Regierung gesihert. Aber zu Evoca scheint dagegen die Revolution die Oberhand behalten zu haben. Der General do Estremoz war mit einer Truppen - Abtheilung auf dem Marsche dahin. Die Festungen Elvas und Campomayor, welche jene ganze Provinz beherrschen, balten fest an der Regierung, und das is im gegenwärtigen Augenblicke von hohem Werthe. Die Aussichten für den Sieg des Ministeriums Saldanha gestalten sich wieder gün= stiger, wenn auch der politishe Horizont noch keinesweges aufgeflärt ist, Von Porto und also über das Scidcksal des Herzogs von Ter- ceira fehlen noch alle weiteren Nachrichten.

Pereinigte Staaten von Uord - Amerika.

_ London, 26. Oft. Die hon früher gerühtweise gemeldete Einnahme von Santa TÉé durch den amerifanishen General Kearney, so wie die Besibnahme Kaliforniens durch den amerikanishen Com- mander Sloat, wird dur offizielle Berichte, welhe das Kabinet von Washington darüber erhalten hat, bestätigt. Die mexikanischen Behörden leisteten feinen Widerstand, und jene beiden Theile des mexikanischen Gebiets, Ober - Kalifornien und Neu - Mexiko, sind ver= mittelst Proclamationen der amerikanischen Befehlshaber ohne einen Tropfen Bluts der Union einverleibt worden. Die Proclamation, welche General Kearney nah der Einnahme von Santa erließ, lautete wie folgt:

„An die Bewohner Neu - Mexiko's, Da durch Beschluß der Republik Meriko zwischen jener Regierung und den Vereinigten Staaten ein Kríegs- zustand vorhanden, und da der Unterzeichnete an der Spigye seiner Truppen am 1óten d, M. (August) Santa Fé, die Hauptstadt von Neu-Mexiko, in Besip nahm, so macht er hiermit seine Absicht kund, die Provinz mit ihren ursprünglichen Gränzen an beiden Seiten des Del Norte als einen Theil der Vereinigten Staaten und unter dem Namen des Territo riums von Neu-Mexiko zu beseßen, Der Unterzeichnete is mit einer starken mili- tairishen Macht nah Neu - Mexiko gekommen , Und eine eben so starke ist als Nachtrab im Anmarsch. Er hat mehr Truppen als nöthig, um jeden möglicherweise gegen ihn versuchten Widerstand niederzuschlagen, und es würde deshalb Thorheit sein, wenn miß vergnügte Personen an Widerstand denken wollten. Der Unterzeichnete is von seiner Negierung angewiesen, die religiösen Einrichtungen Neu - Mexiko?s zu respektiren, das Eigenthum der Kirche zu beshügen, zu sorgen, daß die zu ihr Gehörigen ihren Got- tesdienst ungestört verrichten können, und daß ihnen ihre religiösen Rechte in der umfassendsten Weise erhalten bleiben. Eben so die Person und das Eigenthum aller ruhigen und friedlichen Einwohner innerhalb der Gränzen gegen ihre Feinde, die Eutaws, Navehoes und Andere, zu beshüßen. Und während er ihnen versichert, daß es eben so sein Vergnügen als seine Pflicht sein wird, diesen Justructionen nachzukommen, fordert er dieselben auf, zur Erhaltung der Ruhe, Beförderung der Eintracht, Aufrechthaltu#ug des Ansehens und der Wirksamkeit der Gesege nah Kräften beizutragen und diejenigen, welche die Heimat verlassen und gegen die Truppen der Vereinigten Staaten die Waffen ergriffen haben, zur Rückkehr aufzufor- dern, anderenfalls man sie als Feinde und Verräther betrahten und ihr Eigenthum konfisziren wird, Es is der Wunsch und die Absicht der Ver- einigten Staaten, so bald als möglih für Neu - Mexiko eine freie Regie- rung, ähnlich der der Vereinigten Staaten, einzurichten; dann wird das Volk von Neu-Mexikfo aufgefordert werden, die Rechte freier Männer durch Erwählung ihrer eigenen Vertreter in den geseßgebenden Körper des Terri- toriums auszuüben. Bis dahin werden die feht bestehenden Geseße unver- ändert aufrecht erhalten und die jeyigen Beamten beibehalten, wofern sie sich als gute Bürger betragen und den Eid der Treue shwören. Unter- zeihneter löst hiermit alle Personen innerhalb der Gränzen Neu - Mexiko?s von ihrem Eid gegen die Republik Mexiko; so s{wört denn als Bürger der Vereinigten Staaten! Don Manual Armijo, bisheriger Gouverneur, ist geflohen, Der Unterzeichnete hat von der Provinz Besiy ergriffen, ohne einen Schuß gethan oder einen Tropfen Bluts zu vergießen, worüber er sich aufrichtig freut, und er is sür jeßt als Gouverneur des Territoriums aa worden. Gegeben zu Santa Fé, der Hauptstadt des Territo- riums Neu - Mexiko, den 22. August 1846 (71sten Jahre der Unabhängig- feit der Vereinigten Staaten). Der Gouverneur (gez.) Kearney, Bri- gade - General,“ / l

Der flüchtige mexikanishe General Armijo wird nun von Ge- neral Kearney verfolgt, doch hofft der Erstere, sich noch mit seinen 4000 Mann dem General Salazar anzuschließen, um dann dem Vor=- dringen der Amerikaner sih zu widerseßen, Doch wird dieser Wider= stand wenig Erfolg haben, da im mexikanischen Heere Uneinigkeit und Meuterei herrshen. General Kearney wird einen Theil seiuer Trup= pen na Kalifornien abschicken, den Hauptshlag aber General Taylor durch die Einnahme von Monterey ausführen,

Eisenbahnen.

St. Petersburg, 27. Okt. Vor einiger Zeit wurde die Naqhricht mitgetheilt, daß St. Petersburg und Baltischport durch eine Eisenbahn verbunden werden sollen und das Zusammentreten einer Actien - Gesellschaft zu diesem Zwecke bevorstehe. Die Gesellschaft, welhe zur Ausführung dieser Bahn zusammengetreten is, hat nun von der Regierung bereits die Bestätigung und die Garantie von 4 pCt, des Anlage-Kapitals erhalten. Sie gedenkt fürs erste einen festen Schienenweg zwischen Kroustadt, St. Peteröburg und der mos= fauischen Eisenbahn herzustellen, der vom Obwodnyi - Kanal, da, wo der woßneßenskishe Prospekt ausläuft, nach Oranienbaum und von hier über einen 7 Werst langen gemauerten Steindamm oder über eine stehende Brücke bis nah Kronstadt geführt, auf der anderen Seite aber mit der moskauishen Eisenbahn in Verbindung geseßt werden soll, Von der Vollendung dieses ersten Gliedes der baltishen Bahn verspricht man sich für den Handel Rußlands bedeu- tende Vortheile, Gegenwärtig haben die aus dem Jnnern des Reichs auf dem Wasserwege nah St. Peteröburg kommenden Landesprodukte, die aus Kronstadt verschifft werden sollen, durch das Stadtgebiet und von hier weiter bis in den Hafen einen beshwerlichen und zeitraubenden Weg zu machen, indem sie auf den Strombarken, auf denen sie ankommen, durch die 3 Newabrüen gehen, was an jeder einen Tag kostet, sodann auf Lichterfahrzeuge geladen und durh theure Dampfböte bis nah Kron- stadt bugsirt werden müssen. Kömmt aber die projektirte Bahn zu Stande, so wird der Kaufmann, welcher sie benußt, seine Waaren in wenigen Stunden und für geringere Kosten von dem Halteplaß am Newsfi - Kloster bis nah Kronstadt schaffen können. Die Gründer der Gesellschast, welche zur Verwirklihung der neuen Bahn zusam- mengetreten is, sind der Wirklihe Staatsrath L. Narüschkin, Jn- genieur - Major Taube, Kaufmann Seguin und der Ehrenbürger Poleschajew. Jm verflossenen Sommer isst zu dem beabsichtigten Werke bereits der erste Grund gelegt, indem Einleitungen getroffen sind zum Erwerb der Grundstücke, durch welche die Bahn auf der Strecke vom Umfangs-Kanal bis nah Oranienbaum gehen wird,

Z Paris, 28. Okt. Die Regierung hat den Eisenbahn-Ge- sellschaften, die jeßt durch die Langsamkeit, mit welcher ihnen die

französishen Eisen-

Fabrikanten das ihnen nothwendige Material zum Ausbau und Betri

großen Nachtheil die Einführung dieses Materials zu wollen, bis die Kammern die form der bestehenden Geseßgebung ange- hrer nächsten Versammlung Nordbahn, so leiden auch alle an- In der General - Versammlung ens nach Boulogne, welche vor , ertónten dieselben durch den Verwal- er Arbeiten an die- langen Strecke von ndet und fertig, und diese Eisen - Fabri- (lte Material

eb ihrer Unternehmungen liefern, die Zusicherung gegeben, unter herabgeseßten Zöllen erlauben Vorschläge zu definitiver Re nommen haben werden, gemacht werden sollen. deren im Bau begriffenen Bahnen. der Actionaire der Bahn von Ami wenigen Tagen erst, am

welche ihnen in i

23. Oktober , stattfand Nach dem der General - Versammlung tungs-Rath erstatteten Bericht über den Stand d ser Bahn sind dieselben auf der 45 Kilometer Amiens bis Abbeville bereits vollkommen bee Strecke wäre bereits dem Betrieb übergebe fanten ihren Verbindlichkeiten nahkämen und das beste Zeit geliefert hätten; so aber wird diese Stredcke ch vor Ende des Jahres eröffnet werden können, Das gendste Beispiel aber von den tr Schußes, den man den französi den hat, bietet die atmosphäris Anfang des März 1845 ert Saint-Germain die Ermächti bis zu der hohen Terrasse des Schlosses von Sai die Bahn bisher am Flußufer unten zu Le Pecq endete. aber an diese Bewilligung die Bedingung geknüpft, daß bei der Ver- g das atmosphärishe System in Anwendung gebracht werden sellschaft eine Summe von 1,800,000 Fr. Die Gesellschast säumte 1845 schon schloß die seit sechs Mona- Gesellschaft auf die von ihr bestellten ge warten lassen, einen Vertrag, kraft ur Lieferung von 1150 Röhren von 63 hren von 58 Centimeter anheishig maten. sollen spätestens am 28, Februar 1846 1846 an die Der bedungene Preis war 295 Fr. für sehr bedeutender Vortheil für die franzö- Zeit, als dieser Lieferungs- erselben Röhren in den eng- pro 1000 Kilogramme ber fing man kaum an, Am 5. August dieses Jahres waren und am 17, Septembeër, also faum dis doch waren die Herren Sneider ferung dieser faum 400 Röhren entheile hatten sle dazu die Unterstüßung chmelzwerke in Anspruch genommen, mit zu diesem Zwecke abschlossen. Also ver= sen-Fabrikanten und Eisengießereien von n Monaten kaum die

n, wenn die aur ausbedungenen

aurigen Folgen des übertriebenen shen Eisen - Fabriken bisher zugestan- he Bahn von Saint - Germain. heilte ein Geseß der Gesellschaft von ängerung ihrer Bahn

gung zu einer Verl nt-Germain,

solle, und zugleih wurde der Ge aus Staatsmitteln zur Verfü niht, Hand ans Werk zu legen. sie mit den Herren Schneider von Creuzot, ten vergeblih die Nordbahn = Lokomotiven für die Güterzü dessen diese Fabrikanten ih z Centimeter und 1800 großen Röhren

die kleineren spätesten haft abgeliefert sein. je 1000 Kilogramme z ein sischen Eisen-Fabrikanten, Vertrag abgeschlossen wurde, der Preis d lishen Eisenhämmern nur 180 bis 200 Am 28. September 1845 a

gung gestellt. Am 21. März

s am 41. da zu derselben

Gewicht betrug. die erste Röhre zu gießen. 294 Röhren abgeliefert , fünf Wochen, auf 400 gestiegen. es nit etwa allein, welhe zur Ablie mitgewirkt hatten. mehrerer anderen großen S denen sie besondere Verträge mochten die bedeutendsten Ei Frankreich vereint in achtzeh eines Kilometers einer atmosphärischen Eisenbahn Dies sind unverkennbar die tra Schußzölle zu Gunsten der Eisen-Fabr nichts weiter sind, als wahre Prohibitiozölle, leíchen Artikel vom Auslande Eisenbahn von Saint-Germain ri nen an den Minister der öffentlichen Arbeiten gleih Vorschläge zur Abhülfe. dahin, sie nóge ihr die Erlaubniß erthei bedürfe, aus England kommen zu lassen. als Zoll die Differenz zwischen ihrem neuen K preise, über welhen sie mit den französischen eingekommen war, an den Staat zu zahlen. der neue Kaufpreis wäre 200 Fr end der mit den französishen Fab che Quantität betrug, Offenbar hätte die Annahme di Industrie um so weniger einen se mehr als alle Hände voll zu thun bereits übernommenen anderen Verbindlichkeiten und shaße wäre eine sehr beträ Allein, wie vorauszusehen, die bestehende Geseßgebung die Hände gebun darauf eingehen zu können. sei unmöglih nah der strengen und genaue wenn man dieselben als modellirtes Gußei fönnte man dieselben aus besonderer Gunst ihres Namens als abgesonderte Stüdcke von zwar gegen einen Zoll von 55 Fr, pro neren Röhren und von 44 Fr. daß diese Antwort so gut war als daß die Gesellschaft, bei einem solchen Z 1,800,000 Fr., welche ihr zur Anwendun stems bewilligt wurden, nicht weniger al den Schaß hâtte zurück tigenden Einfuhrzölle.

gesebe, die in der That da sie nihts thun kann kosten ihm vielmehr theu sie bringen also eigentli gen zahlreihe Jnteressen, und da es pol handelt, auf welches gestüßt einig mmlheit nur ausbeuten, so kann man begreifen, warum die chdruck zuerst gegen die Eisenzölle zu wir= welche das Zustandekommen Verbindung zwischen Frank= d gemacht, und die Klagen ierung wirkli lären fonnte,

Röhren zur Länge zu Stande zu brin- urigen Folgen der sogenannten welhe Shußzölle aber da sie die Einfuhr der ch maden. chtete nun Reclamatio= und machte ihm zu=- te an die Regierung ging len, die Röhren, deren sie Sie erbot si dagegen, aufpreis und dem Kauf= Eisen-Fabrikanten über- Dieser Zoll hätte also, pro 1000 Kilogramme rifanten abgeschlossene pro 1000 Kilo= eses Vorschlages Schaden bringen hatte, nur die Aufträge zu er- E tlihe Summe zu die Regierung, der durhch den waren, glaubte nicht die Einfuhr der Röhren n Fassung des sen betrachte ; und unter Veränderung Maschinen zulassen, und 100 Kilogramm für die klei- Es begreift si, denn es genügt ollsabe, von den g des atmosphärishen Sy=- s 1,248,000 F zahlen müssen für die an denselben zu berih= Das sind die Folgen der gegenwärtigen Zoll- die Cisen-Judustrie des Landes ni z auch dem Schate tragen sie res Geld, um aufrecht erhalten z ch Niemanden Vort

absolut unmögli llshaft der

angenommen, gewtrsen, währ 295 Fr. für d gramme betragen. der nationalen Eisen- fönnen, als die

füllen, und dem Staats Gute gekommen.

Sie erklärte:

für die größeren. eine abshlägige ; die Angabe,

r, wieder an

cht \{hüpen, nichts ein, U werden; heil, benachtheiligen dage- hier sich um ein wahres Mono- e Wenige in der That die Ge=

traders mit besonderem Na fen beschlossen haben. Dies einer transatlantishen Dampfschifffahrts - reih und Nord-Amerika bis jeßt unmögli mußten erst von allen Seiten eingehen, die bestehenden Uebelstände zu beseitigen stch bereit er

sind es auch,

ehe die Re

Handels- und Börsen -Üachrichten.

Berlin, 2. Nov. Die Course hielten si {äft war in Köln-Minden sehr bedeutend,

Auswärtige Börsen.

Niederl. wirkl. Sch. 587. « Preuss. Pr. Sch. —.

h heute fest, und das Ge-

Amsterdam, 29. okt. 3% do. 377 . 4% Russ. UVope —.

Antwerpen, 28. Okt. Zinsl. —. Frankfurt a. M., 30. okt. 1863. 60. Bayr. Bank- Poln. 300 Fl. 965. 3.

5% Span. 195.

Neue Anl. 195. 5% Met. 108%. {. Actien 655 Br. Hope 87 Br. Stiegl. 862 Br. Int. 5877. J. do. 500 FI. 79ÿ. #. Hamburg, 3L. Okt. Bank-Actien 1570 Br. 5% Rente fin cour. 117. 90. 3% do. fin cour. 82. 90,

5% Met. 1083. 4% do. 991. 3% ao. 71. Bunk Nordb. 165}. Gloggn. 124.

Bank - Actien

Engl. Russ. 106; Br. P aris, 29. okt. . 3% Span. —. Wien, 30. okt. Actien 1557. Anl. de 1834 157. de 1839 1271. Mail. 1063. Livorn. 94, Pest. 875. Budw.