1846 / 314 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

theile des Völkerrechts seien, so sei das eben ihr wirklicher Jnhalt und nicht jede willkürlihe Deutung desselben. Endlich berücksichtigen im Ab- schnitt X. die Verfasser noch diejenigen Aeußerungen, welche die Kommission über den Begriff der Gesammt-Monarchie thut. Historische Thatsachen müßten eine solche Einheit der vom Könige beherrschten Lande, wie man sie behaupte, begründet haben, solche Thatsachen lägen aber nicht vorz; die Er- flärung von 1806 besage nur, daß Holstein in keinem anderen staatsrecht- lihen Verhältniß si befinde als zu seinem Landesherrn ; späterhin sei es als souveraines Land dem Bunde beigetreten. Durch allerlei verschiedene Akte und verschiedene Rcchtstitel hätten die Herzogthümer einen einzigen Regenten mit Däuemark erhalten, aber duch Einen klaren Aft und Einen klaren Rechtstiiel herrsche das oldenburgische Haus iz ihnen selber, ihre Verbindung beruhe daher auf der (Hrunde des festcn Rechts, wogegen es nur zufällig eine historische Selbstfolge sei, daß sämmtliche vom Könige beherrshte Staaten bisher nah außen hin als Eine Macht aufaeiccten seicn. Letzteres könne man Gesammtstaat nennen, es sei aber völlig vergeblich, bestimmte Theoricen von verschiedene Arten der Gesammtstaaten aufzustellen, da diese eben ein in unendliher Mannig- faltigkeit sich darbictendes Ergebniß der Geschichte seien, Jedenfalls könn- ten aus folhen rein faftishen Erscheinungen keine Folgerungen gezogen werden, wodurch bestehende Erbrechte verlegt würden. Dad europäische Staaten - Svfem berube auch nicht allein auf der Erhaltung solcher Gc- sammt-Monarchicen und dem daranf sich stüßenden Gleichgericht, sondern in weit höherem Maße uo auf der Erhaltung der Legitimität. Als Beilage geben die Verfasser dann noch cine staatsrehtlihe Untersuchung über die Bedeutung des Wortes „Krone“ im sicbzehnten und achtzehnten Jahrhundert. Sie g-langen dabei zu dem Resultate, daß diescr Ausdruck so viel als der Komplex der von cinem eine Königskrone tragenden Fürsten beherrshten Länder besage und in gewissem Sinne dem Ausdru Ge- sammt-Monarchie entspräche, durchaus aber nichts enthalte, was die Selbst- ständigkeit solcher cinzelnen, von cinem gemeinschaftlichen Fürsien regierten Länder irgendwie rechtlich affiziren könne.

Eiscnbahnen.

Berlin-Anhaltische Eisenbahn. Im Monat September c. sind auf der Berlin - Anbhaltischen Eisen- bahn befördert worden : 33,495 Personen 46,124 Rihlr. 89,993 Centn. Frachtgut - ...... 23,419 - Summa 69,543 Rihlr. Einnahme bis ult, August c. «o 474,608 »

Total 544,151 Rthlr.

Yandecls- und Börsen -Üachrichten.

Berlin, 10. Nov. Die Course waren heutc sämmtlich steigend und der Umsay sehr bedeutend, nur Potsdam - Magdeburger waren sehr aus- geboten,

Marktpreise vom Getraide. Berlin, den 9. November 1846.

Zu Lande: Weizen 3 Rthlr, 2 Sgr. 5 Pf,, auh 3 Rihlr. 4 Sgr. 2 Pf.z Noggen 2 Nthlr. 24 Sgr,, auh 2 Rihlr. 16 Sgr. 10 Pf.z große Gerste 2 Nthlr. 2 Sgr. 5 Pf., auch 2 Rthlr, 1 Sgr. 2 Pf.; kleine Gerste 1 Rihlr. 20 Sgr. 5 Pf. z Hafer 1 Rihlr. 14 Sgr. 5 Pf., auch 1 Rihlr, 10 Sgr. 10 Pf.z Erbien 3 Rihlr. 7 Sgr. 2 Pf., auch 2 Rihlr. 21 Sgr. 7 Pf. ; Linsen 4 Rthir,, auch 3 Nthlr. 25 Sgr. 2 Pf, Emgegangen sind 66 Wispel,

E L-Z I E E N E T

Bekanntmachungen. [969]

Nachdem übec das Vermögen des bisher hierselb wohnhaft gewesenen, jeyt angeblich in Magdeburg sich aufhaltenden Baumeisters und Regierungs Conducteurs Gustav Eduard Loof wegen Unzulänglichkeit desselben zur Befriedigung sämmtlicher Gläubiger der Konkurs eróffnet und zugleich der offene Arrest verhängt worden ist, werden Alle, welcze dem Gemeinschuldner gehörige Gelder, Effekten oder Dokumente besigen, oder welche

einem der auf

angewiesen, an Niemand das Mindeste davon verab- folgen zu lassen, vielmehr dem Königl. Kammergerichte ungesäumt davon Anzeige zu machen und die bei ihnen hefindlihen Gelder und Sachen, jedoch mit Vorbehalt ihrer Rechte, in das Kammergerichts-Depositorium ab- zuliefern.

Wer dieser Anweisung zuwider hande!t, ist der Masse auf Höhe des Zurücbehaltencn oder Verschwiegenen gleich verantwortlich und geht außerdem seines etwani- gen Pfandrechts oder des sonst von ihm behaupteten Rechts verlustig.

Berlin, den 4, November 1846.

(L. S.)

1330

s

Auswärtige Börsen. Amsterdam, 6. Nov. Niederl. wirkl. Sch. 58%. 3% do. 375. Pass. —- Ausg. —. Zinsl. —. 4% Russ. Hope 887. Antwerpen; 5. Nov. Zinsl. —. Neue Anl. 215. Frankfurt a. M., 7. Nov. 5% Mei. 1085 G. 1862. 60. Bayr. Bank-Actien 655 Br. Hope 87% G. Stiegl. S653 G. Ini. 5! Poln. 300 Fl. 97%. 97. do. 500 FI. 79% G. Ï Wien, 7. Nov. 5% Met. 108%. 4% do. 995. 3% do. 701. Actien 1562. Anl. de 1834 157%. de 1839 126. Nordb. 1675. Gloggn, 14 Mail. 1065. Livorn. 977. Pest. S657. Budw. —-. N

u Wasser: Weizen (weißer) 3 Rihlr. 8 Sgr. 5 Pf., auch 3 Rihlr. 6 E und T ibr, 2: Sgr: 5 Pf.z; Roggen 2 Rthlr. 25 Sgr. 2 Pf., auch 2 Rthlr 20 Sgr. 5 Pf. 3 große Gerste 2 Rihlr. 2 Sgr. 5 Pf. , auch 1 Riblr. 25 Sgr. 2 Pf, dete 4 An, A V Es El auch 1 Rthlr, 3 Pf. Eingegangen sind 6: l essel. L M E henb. den 7. November 1846. Das Sehock Stroh 6 Rthlr,, auch 5 Rihlr, 15 Sgr, Der Ceniner

Heu 1 Rihlr., auch 20 Sgr.

5% Span, Uf Preuss. Pr. Sch. —. Po \

Berliner Börse. Den 10. November 1846.

Bekanntmachung,

Zur Eröffnung der in Fo!ge der Bekanntmachung vom Zten y, versicgelt abgegebenen Submissionen wegen Lieferung der für die Posi.y waltung in den nächsten drei Jahren erforderlichen Post- Wappen, Fell Taschen, Säcke, Waagen und Gewichts-Utensilien is ein Termia auf

Donnerstag, den 12ten d. M,, Vormittags 10 Uhx,

Pr. Cour. Brief. | Geld. | Gem

84 91%

Pr. Cour.

Actien. |% Brief. | Geld.

Fonds.

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St. Sechuld-Sch. |- É |Brl.Potsd.Magdb. Priäiwien - Scheine da. Obl. Lit.A.B. d.Sech. à O T. do, Lit. C.

. [Mgd. Lpz. Bisenb. do. do. Prior. Obl. Brl. Anb. abgest. 4 Ido. do. Prior. Ob). Diss. Elb. Eiscnb. da. do. Prior. Obl.

Rhein. Fisenb.

do. do. Prior. Obl. do.v.Staat garant. Ob.-Schles.B.L A

Kur- u. Neumärk. Schuldverschr. |- Berliner Stadt- Obligationen Westpr. Pfandbr. |- 5 Grossb. Pos. do. do. do. Ostpr. Pfandbr. |- Pomm. do.

Nr, 70, anberaumt worden, wovon die Submittenten, welche dem Teng beiwohnen wollen, hierdurch in Kenntniß geseßt werden, s Berlin, den 8, November 1846, General-Post-Amt.

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9 A Sl

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Meteorologische Beobachtungen. Abends 10 Ubr

Nachmittags A Ubr.

Waseasckm|e| s

N R R | | A

Morgens

1846. 6 Ubr.

9, Nov.

Luftdruck... 343,26'" Par./343,4 | (A2 Par.(343,19’" Par.|Quellwärme 7,s° F -+ 0,9° R. | 4-39 R.| + 3,0° R. |Flusswärme (), "j Thaupunkt... .| 03° R.| Lo° R.| + 1,5? R. [Bodenwärme (),g1 Dunstsättigung- C0 pCt. 66 pCct. 88 pCt. Ausdünstong 0,09 Wetter trüb. trüh, trüb. |Niederschlag (0), dd Wind .......- NO. N. N. Wärmewechse! +8 Wolkenzug - -- N. io 1 0,5 Tagesmittel: 343 29’ Par... + 2,6 R... +0,0° R... 84 pCi üönigliche Schauspiele. | Mittwoch, 11. Nov. Jm Opernhause. 187ste Schauspie Abonnements-Vorstellung. Zu Schiller?s Geburtsfeier : Rede, gespr von Dlle. Viereck. Hierauf: Wilhelm Tell, Sthauspiel in 5! von Sciller. Die Ouvertüre und die sonst zur Handlung gthi Musik ist von B. A. Weber. Anfang 6 Uhr. / Zu dieser Vorstellung werden Biäcts zu den gewöhnlichen Du haus - Preisen verkauft. N i i Die Opernhaus - Abonnements sind nah $. 7 der besteha at i i: 151 | Kontrakte an diesem Tage nicht gültig; dagegen wird das Schaus haus - Abonnement zu der Vorstellung : Wilhelm Tell, in Opernhaus übertragen. : ; Donnerstag, 12. Nov. Jm Schauspielhause. 188ste Abouinen| Vorstellung : Die Mitschuldigen, Lustspiel in 3 Abth., von U Hierguf: Der reisende Student, musikalisches Quodlibet in 2

——RRME E Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen. Im Selbstverlage der Expedition. Gedruet in der Deckerschen Geheimen Ober - Hofbuchdruckerei,

Kur- u.Neum. do. Beobachtung,

Schlesische do. |37 do. Prior. do. v.Staat g.LtB.|95 do. Lt. B. B.-St.E.Lt.A.u.B. Magd.-Halbat.Eb. [Br.-Schw.-Frb.E. 13! de. do. Prior.Ob], l 15/¿[Bonn-Kölner Esb,

5 I[Niedersch. Mk.v.«. do. Priorität do. Priorität Nied.-Mrk. Zwgb. do. Priorität Wilb.-B. (C.-0.) Berlin-Hamburger]|

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Luftwärme ....

S SSIIISSI T I e Fnd

Gald al marco. Friedrichsd'’or. And.Gldm.à 5 Th. Disconto.

| M a S111 B41

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Pr. Cour. Thlr. zu 30 Sgr.

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Hamburg do. i 1491

London 5 ¿ 6 225 Paris. oooooo eco oer eer eor 300 Fr. 79! Wien in 20 Nr eee pge oes 150 Fl. j 3 1015 150 F. i 101 100 Tblr. v Í —_—

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Leipxig in Courant im 14 Thl. Fuss. 100 Tulr.

Frankfnrt a. M. südd. W 100 Fl. Petersburge . «ooo o eco eo o eee 100 SRbI.

1075

9) 1 Morgen im 6ten Schlage westwärts Nr, 33, nah der neuen E Nr. 23,

10) 1 Morgen im 6ten S

11) 1 Morgen im 7ten Schlage 4te Wendung Nr. 32, ( 12) 4 Morgen im 7ten Schlage 4te Wendung Nr. 33, Herren Sal. Oppenheim jun. et Comp., oder 13) 1 Morgen im 8ten Schlage in Kibishörna Nr. 24, | zu Berlin bei Herren Mendelssohn et Comp. dinglihe Ansprüche und Fordcrungen machen zu können sich berechtigt halten sollten, hie:mit geladen, solche in

den 10. und 24. November und den 8. De- zember d. Js., jedesmal Morgens 10 Uhr, demselben etwas bezahlen oder liefern sollen, hierdurch | angeseyten Liquidations-Termine vor dem Stadtgerichte hierselbst speziell und glaubhaft anzumelden, bei Ver- meidung der in termino den 18. Dezember d. Js., gleihfalls Morgens 10 Uhr, zu erkennenden Präklusion. Ditcjenigen Kreditoren, welche ihre Forderungen auf dem ihnen vorzulegenden, gerichtlich a‘testirten Posten- zettcl richtig verzeichnet finden werden, sind jedoch von der Anmeldungspflicht entfreit, wenigstens haben sie ei- nen Ersay dcr Anmeldungskosten niht zu gewärtigen. Datnm Greifswald, den 24, Oktober 1846. Direktor und Assessores des Stadtgerichts.

r Auzeiger.

1997, 314, 1942, 356, 1998, 1704, 1030, 1889, 1716, 1973, 1380 auf, den Betrag dersel- ben nebs den verfallenen Zinsen am 2. Januar 1847 hier bei Herren Oeder et Comp., zu Köln bei

Allgemeine

38620. 38631, 38636 bis 38640. 41 41991. 42249 bis 422951. 42396 bis M 43845. 43934. 43935. 44669 bis 44664, f bis 44939. 46195 bis 46214. 46511 bis 4 47830 bis 47839. 48072 bis 48079. 4066 49394. 43445. 50022, 50023. 50048, M 50065 bis 50074. 50185 bis 50189. 505M 50550. 51175. 57311 bis 57314. 573% 57344. 59095 bis 59099. 602 2 bis 60! 60851 bis 69879, 60890. 64423 bis 68 64432. 64433, 64667 bis 64672. 6478] 64741. 64782 bis 64796. 65110 bis 6)!

lage ostwärts- Nr. 51,

in Empfang zu nehmen. Von diesem Tage ab bört jede fernere Zins-Vergütung auf. j Aachen, den 3. November 1846. Die Direction der Vereinigungs- Gesell- schaft für S im Wurm- evier.

65989. 67672. 67678. 67688 bis 67691, (8

bis 67871. 68014. 68015. 68162. 68908, '

bis 69071. 69865 bis 69868. 69873 bis M

70133 bis 70138. 71775 bis 71780.

Für diese 593 Nummern werden neue Jnterimt tia!scheine ausgefertigt, über welche dic nächste ordis mäßige General-Versammlung zu verfügen haben Preßburg, den 1. November 1846. j Bon der Direction der Ungar. Centr Eisenbahn. ;

[968] Bekanntmachung. ; Die Chausseestrede von der Preußish-Mecklenburgi- hen Gränze bei Meienbarg über Plau und Krackow nah Güstrow isst nunmehr vollendet und für alles Fuhr- werk cröffnet, so daß jezt insbesondere alles Frachtfuhr- werk, welhes von Magdeburg nach den Medcklenburg!- hen Seehäfen Rosto und Wismar bestimmt ist, diese direkte Chaussce über Neu - Scbrepckow, Prigwalc?, Meienburg, Plau, Krackow und Güstrow benußen fann.

Dr. mann. M A N Güstrow, den 7. November 1846.

Königl. Preuß. Kammergericht.

[967] Nothwendiger Verkauf. [867 b]

Niederschlesish-Märkische

Das Direktorium der Güstrow-Krakow-Plauer Chaussee.

Ungarische Central-Eisenbahn.

Citerarische Anzeigen. |

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65187 bis 65190. 65302 bis 65311. 650A

Stadigericht zu Berlin, den 29. Oktober 1846.

Das hiersclbst| in der Taubenstraße Nr. 32 belegene und im Hypothekenbuche von der Friedrichsstadt Val. 43. No. 927. auf den Namen des Rentiers Joachim Gottfricd Giese eingetragene Grundstück, gerichtlih ab- geschäßt zu 20,688 Thlr. 20 Sgr. 2 Pf., soll

am 3. Juni 1847, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Hy- pothekenschein sind in der Registratur einzuschen.

Die unbekannten Neal-Prätendenten werden unter der Warnung der Präklusion vorgeladen.

[759] Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Verlin, den 17. August 1846.

Das hierselbst iu der Alerandecstraße Nr. 31 bele- gene und im Hopethekenbuche von der Königsstadt Vol. 24. No. 1721 verzeihnete Schmidtshe Grund- stück, gerihtlih abgefchägt zu 31,137 Thlr. 2 Sgr. 6 Pf, soll

am 9, April 1847, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden, Taxe und Hy- pothekenschein sind in der Registratur einzusehen.

[943] P r ocl

Auf den Antrag des vormaligen Schiffs - Capitains Michael Nemyow, früher bierselbst, jeyt zu Neu-Küken- dorf, werden alle diejcnigen, welche an nachbenannte, ihm bisher eigenthümlich gehörig gewescne, gegenwärtig mittels öffentlichen Aufgebots verkaufte, auf hiesiger Feldmark bclegene Akerstüe, nämlich:

1) 1 Morgen im 1sten Schlage westwärts Nr. 103,

nach der ncuen Vermessung Nr. 104,

2) 1 Morgen im 2ten Schlage ostwärts Nr. 32,

3) 1 Morgen im A4ten Schlage westwärts Nr. 32,

4) 1 Morgen im 5ten Schlage westwärts Nr. 46,

5) 1 Morgen im 5ten Schlage ostwärts Nr. 50,

6) 1 Morgen im 5ten Schlage ostwärts Nr. 55,

7) 1 Morgen im 5ten Schlage westwärts Nr. 102,

8) 1 Morgen im 5ten Schlage westwärts Nr. 103,

7 E E ate C E E E L L T

Eisenbahn.

Jn dem dem Betriebs - Reglement Nr, 3. für die Niederschlesisch: Märkische Eisenbahn vom 17, Juli 1846 einverleibien Tarife für die Personen- 2c. Beförderung is sür die Haltestellen ein besondcrer Tarif nicht aus- geworfen, vielmehr angenommen worden, daß der von einer Haltestelle nah dec nächsten Station oder umge- fchrt Reisende das tarismäßige Personengeld für die Entfernung zwischen den nächst belegenen Stationen zu entrichten habe. Es ist jedoch jeßt die Einrichtung ge- troffen, daß von und nach der Station Rauscha, wo sämmtliche Züge auhalten, als aach von oder nach den Halt stellen Fürstenberg, Wellmiß, Halbau, Sicegersdorf und Penzig, wo nur die Güterzüge Personen aufneh- men oder abschen, von oder nah den nächsien Statio- nen besondere Billets für Personen zu allen drei Wa- gentlassen und zu den abgerundetcn Preisen für die wirkliche Entfernung verkauft werden, und machen wir dies mit dem Bemerken bekannt, daß der desfallsige An- hang zu dem gedachten Betriebs-Reglement, verbunden mit dem Personengeldtarif sür die obengenannten Halte- stellen, auf allen Stationen und Haltestellen der Baha cingesehen, auch in Verbindung mit dem Betriebs-Re- glement zum Preise von 1 Sgr. käuflich überlassen wer- den kann.

Berlin, den 23. Oktober 1846.

Dice Direction der Niederschlesisch-Märkischen Eisenbahn- Gesellschaft.

971 A Aufforderung.

Jn Folge der am 2ten d. Monats vor Notar Wei- ler hier öffentlich stattgefundenen Ausloosung von ein- zuziehenden und zu amortisirenden Partial-Obligationen der bei dem Bankhause Salomon Oppenheim jr. et Comp. zu Köln kontrahirten Anleihe der unterzeich- neten Gesellschaft fordern wir die Jnhaber der gezoge- nen Partial - Obligationen, Nummer 1943, 321, 1337, 1750, 1999, 937, 1960, 1662, 1629,

(86661) Kundmachung.

Jn Folge des $. 9, der Allerhöchst

sanctionirten Gescllschafts- Statuten der

p Ungar. Central-Eisenbahn werden nach-

—— PMÒ verzeichncte Fünfhundert neunzig drei

7 n Stück Jnterims-Partialscheine, auf welche

S. ungeachtet der in den öffent- lihen Blättern dreimal erlassenen Auffor- derungen d. d. 28. April und 13. August l. J. die am 1. Juli 1846 fällig E fünfte 40percentige Einzahlung bis zum 23. Sep- tember d. J., als dem bestimmten Präklusiv-Termin,

nicht geleistet worden ist, in den Büchern der Gesellschaft gestrichen, als null und nichtig erklärt und die auf sel-

ben bereits haftende Einzahlung von 40 % ohne Weiteres als Eigenthum der Gesell- schaft unter Vorbehalt der ihr zustehenden Rechtc eingezogen.

Nr. 12 bis 43, 321. 2681. 9381 bis 9387, 9402. 9403. 9516. 9517. 9829 biz 9846. 9940. 9941. 10227. 11379. 11500. 11501. 11897, 12917. 13044. 15042 bis 15044. 15046 bis 15055, 15061 bis 15065. 15106. 15107. 15216. 415340 bis 15343. 15548. 15551. 15552. 155595. 16147 bis 16149, 16971 bis 16974. 17408. 17626 bis 17645. 19437, 19439, 19443. 23854. 24902 bis 24907. 24991 bis 24997. 25229 bis 25232. 26084 bis 26088. 27263 bis 27265, 27967 bis 27980. 28221 bis 28230. 28242. 28245. 28365. 28459 bis 28467. 28724. 28725. 99208 bis 29211. 33712. 33714. 34330 bis 34336. 34763. 34764. 34766. 34927 bis 34930. 35002 bis 35016. 35401 bis 35106. 35425. 35990, 35991. 36010, 360L1. 36030, 36031,

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Associationen.

änemark. Kovenh agen. Die Vorgänge in Schleswig.

Schweiz, Kanton Luzern, Steigen der Brodpteise, Kanton

S Aargau, Ankauf von Lebeasmitieln.

Spanien. Madrid. Auflösung der Cortes und neue Wahlen. ortugal. Schreiben aus Lissabon. (Niederlage der Jnsurgenten bei Hh cu Lillarea!z Graf das Antasz die Dekrete der Königin; Rü-

ungen.

ürfei. Konstantinopel. Abhrcise des Sultans und des Prinzen Luitpold von Bayein. Emir Beschir aus dem Exil entlassen. isenbahnen. Boiyzeuburg.

dhe 1nd Kaulbach,

m‘'icher Zheil,

Amtlicher Theil. Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht :

Den Justiz-Senats-Direktor Sch epers zu Ehrenbreitstein zum Präsidenten des Ober - Landesgerichts zu Bromberg ; und

Den bisherigen Ober - Landesgerichts - Assessor Eduard Heine

Halberstadt zum Rath bei dem Ober- Landesgerichte daselbst zu nennen.

Der Justiz-Kommissarius von Stötting zu Fredeburg is zu- eih zum Notarius im Departement des Ober- Landesgerichts zu rnôsberg bestellt; und

Der bisherige Ober-Landesgerihts-Assessor Gronarz zu Olpe m Justiz - Kommissarius bei der Gerichts- Kommission zu Lichtenau, Bezirk des Land- und Stadtgerichts zu Paderborn, und zugleich im Notarius im Departement des Ober-Landesgerichts zu Paderborn nannt worden. /

__ Bei der heute fortgeseßten Ziehung der 4ten Klasse 94ster onigliher Klassen - Lotterie fiel der zweite Haupt - Gewinn von 0,000 Riblr. auf Nr. 17,824 nah Cölu bei Reimbold; 1 Haupt- ewiun von 40,000 Rthlr. auf Nr. 42,577 nach Breslau bei reiber; 1 Gewinn von 5000 Rthlr. auf Nr. 55,772 nah Fran- nstein_ bei Friedländer; 2 Gewinne zu 2000 Rthlr. fielen auf r, 15,827 und 75,096 nach Breslau bei Holschau und nach tettin bei Rolinz 43 Gewinne zu 1000 Rthlr. auf Nr. 97, 2923. 5625. 12,305. 13,900, 16,321. 17,443. 19,263. 1,088. 22,396, 22,913. 23,828. 24,699. 28,058. 29,504, 30,974. +091, 33,992, 37,971, 42,812, 42,836. 46,715. 52,053. 53,151. D, 122, 55,929, 57,248. 58,255. 61,986. 65,321. 65,892. 66,481. 7/062, 67,586. i 0,398, 80,955 und 83,592 in Berlin Mal bei Burg, 2mal bei

T I E E dts

Göthe und Kaulbach.

Reinefke Fuchs von Göthe, mit Zeichnungen von W. Kaul- bach, gestohen von R. Rahn und A. Schleich. Erste Lieferung, München, 1846. Literarisch - artistishe Anstalt.

Die Meinung, daß hinter dem heiteren Epos, welches sih unter d , / em O des schlauesten Thieres in unserer Literatur seit E D Auf- il jen eine Stelle gesichert und eine vielfache Bearbeitung erfahren hat, \ Gie gegen. bestimmte Personalien und Zustände zu suchen sei, ist S R beseitigt und von Jakob Grimm hinlänglih widerlegt. Es V mehr dieser gründliche Forscher nachgewiesen, daß stets die dichterische Mfg Völker es gelicbt hat, besondere Arten ihrer Schöpfung inner- er Thierwelt zum Ausdrucke fommen zu lassen, und zu allen Zeiten n an diesen Thic:fabeln besondere Freude. Auch i} es nicht schwer, ¡ eile herauszuheben, welche der poetischen Darstellung aus dicsem Sand erwachsen. Einmal eine allgemeine Verständlichkfeit, Denn ein bestimmtes Thier genannt wird, so wid dadurh zugleich ganzer Charakter gegeben und beschrieben. Ein Mensch wäre Elite erst ganz und gar nah seiner individucllen Eigen- ild eit, wie sie für den zu erzählenden Vorganz nothwendig ist, Medi ern. Ein Thier - Jndividuum ist aber geschildert, so wie ich seine enheit. nenne, Daun aber widersteht es mehr dem Gefühle, alle Unvollkom- bia das Unrecht, das Schlimme, Alberne, genug die Seite, welche die sem digkeit der Anwendung einer Moral hervorruft, im Menschen re- ifges s zu sehenz wir. werden mehr dafür erregt, erzürnt, zum Mitleiden ¡Frjor ert oder zur Leibenschaftlichkeit gesteigert, welces Alles die ruhige h b trübt, als wenn wir sehen, daß es nur eben Thiere sind, um die handelt, Wir Soden es daher angemessener, daß, da noch immer die bin VGE, neigende Seite der Menschennatur mit în die Behandlung ge- bert ird, die sih dem Thiere oder, allgemein gesagt, dem Unvollkommeneren Far N diese Geschöpfe auch für den beabsichtigten Zweck adop-

Beides findet eben so i | gut stait, wenn die bildende Kunst es unter- “s Thiergeschichten mit ihren Darstellungen zu begleiten. ein Erzeugniß liegt nun vor uns, it einem liebenswürdigen

Allgemeine

Preußische Zeitung.

Berlin, Donnerstag den 12!"

Grack und 5mal bei Seeger, nah Breslau bei Holshau und bei Schreiber, Brieg bei Böhm, Bunzlau hei E R Mal bei Krauß und 3mal bei Reimbold, Danzig bei Roßoll, Düsseldorf bei Spaß, Elberfeld bei Brüning, Frankfurt Zinal bei Salzmaun, Glaß bei Braun, Graudenz bei Lahmaun, Hamm bei Huffelmann, Königs- berg i, Pr. bei Borchard, bei Friedmann, bei He9gster und bei Samter, Landsberg a. d, W. bei Borchardt, Magdeburg 2mal bei- Brauns, N-isse bei Jäkel, Posen bei Bielefeld und bei Pulvermacher, Sagan bei Wiesenthal, Stettin bei Rolin und bei Wilsnach, Straisund bei Claussen, Thorn bei Krupinsky und nah Wrießen bei Pätsh; 34 Gewinne zu 500 Riblr. auf Nr. 7801. 8515. 9375. 11,802. 17,602, 20,032. 22,375. 23,456. 26,207. 26,735. 27,513. 29,088. 31,941. 32,217. 32,817. 33,653. 35/895. 40,570. 52,327. 52,449. 52,736. 53,767. 55,843. 58,016. 65,699. 66,510. 70,707. 71,148. 73,655. 76,718. 79,033. 79,260. 80,837 und 84,390 in Berlin bei Alevin, bei Kiage, bei Meyer und mal bei Seeger, na Breslau bei Gerstenberg und bei Schreiber, Bromberg bei George, Bunzlau bei Appun, Cöln Zmal bei Reimbold und bei Weidt- mann, Düsseldorf bei Spaß, Elberfeld bei Brüning, Frankfurt bei Baß- wiß, Ologau bei Bamberger, Halle 2mal bei Lehmann, Königsberg in Pr. bei Friedmann und 2mal bei Heygster, Landsberg a. d. W. bei Bor- hardt, Liegniß 2mal bei Leitgebel, Magdeburg bei Brauns und bei Roch, Marienwerder bei Bestoater, Memel bei Kaufmann, Merseburg bei Kieselbah, Nordhausen bei Schlichteweg, Sagan bei Wiesenthal, Stetiin bei Rolin und na Tilsit bei Löwenberg; 34 Gewinne zu 200 Rthlr. auf Nr. 3254. 6222. 18,099, 19,262. 20,870. 21,137. 23,783, 24,880. 25,170, 33,697, 35,213. 36,659. 37,868. 40,346. 45,141. 46,453. 47,566, 47,619. 53,895. 56,265. 57,118. 58,221. 99,105. 61,314. 61,741. 62,063. 64,241. 65,735. 69,087, 70,744. 72,445. 81,680. 82,852 und 84,983. / Berlin, den 11, November 1846, Königliche General-Lotterie-Direction.

; A nzeige. Die Kunst-Ausstellung wird am Sonntag den 15ten d. M. um 4 Uhr Nathmittags geschlossen. Die ausgestellten Gegenstände können von Mittwoch den 18ten d. M, än wieder abgeholt werden, Berlin, den 10. November 1846. Direktorium und Senat der Königlichen Akademie der Künste. (gez.) Dr. G. Schadow, Direktor.

_ Angefommen: Se. Excellenz der Erb-Ober-Land-Mundshenk im Herzogthum Swlesiea, Graf Hen ckel von Donnersmarck, von

Breslau. : Abgereist: Se. Dur@dhlauht der Prinz Friedrich zu

S E S O nach Mag- eoura.

Der Minister-Resident bei den Vereinigten Staaten von Nord-= Amerika, von Gerolt, nach Halle,

Vichtamtliher Theil.

Inland.

__ Verlin, 11. Nov. Se, Majestät der König haben Allergnä- digst geruht, dem Direktor im Ministerium der auswärtige: Angele- genheiten, Wirklichen Geheimen Legationsrath, Freiherrn von Pa- tow, die Anlegung des ihm von des Gioßherzogs von Hessen Kö- viglihen Hoheit verliehenen Komthur - Kreuzes erster Klasse des Ludwigs - Ordens zu gestatten.

Provinz Sachsen. Die Magdeburger Zeitung be-

69,724. 71,128, 71,434. 71,880. 73,708, 74,110. :

rihtet uter Magdeburg vom 9, November Folgendes: „Se. Ma- jestät der Köaig und Se. Königl. Hoheit der Pcinz von Preußen halten heute in den leßlinger Fousten große Jagd, wozu auh Se.

Hamor, mit überredender Anschaulichkeit begleitet Kaul bach unseren Göthe durch die fomijchen und anziehenden Situationen der Begebenheit. Die Titel -Viguette is hier gewissermaßen die Parabase des Zeichners. Denn auch die bildende Kunst, gleichwie die redende, crklä.t sich beiläufig gern gegen die strenge Handhabung der kritischea Waffen, glaubt si zuweilen mit Unrecht durch dieselben in ihrer freien Entwickelung gefäh:det und sucht sih durch gelegentliche Seitenhiebe shadloz zu halten, Wir haben nihts gegen diese nicht unwohlthätige Reibung einzuwenden. Af unserein Blatte er- blicken wir aiso die Kritik an den Siegeswagen des Reineke gefesselt und hinterdrein geschleppt. Mit der e:nen Hand hält sie cines ihrer Organe, das Kunst- blatt, gepackt, mit dec anderen sichert sie nicht nur den Verlust der Peiüke, dieses ibr von den Künstlern so gern beigelegten Aitribites, sondern [hein! zugleich mit ihr und dem da:an hängenden Zopfe nah dem uneibittlihen Sieger zu schlagen. So im vollen Bewußisein des Sieges über jede Kritik scheint nur noch in dem Cottaichen Greif, der seinem Wagen vorgespannut ist, eine Fessel für seineu Siegeèlauf zu lieg-n. Denn dieser {hint durch ge- bundene Flügel, einen lahmei Fuß und Auzenklappen in seinem uüngehin- derten Daherschreiten veriümmert zu werden. Dies if die uns zustehende Deutung, wenn auch Begebenheiten, die nicht vorliegen und teren Verlauf aus der Darstellung nichi ersichtlich, vielleicht cine andere Auslegung ve-- langen mögen. Für uns fknüpfea sich noch diese beiden Bemerkungen daran: cinmal, daß die Kritik vou zufälligen Vorkommenheiten, die das Heraus- treten eines Werkes in die Erscheinung begleiten, absieht und sodann, daß sie s niemals von eiuiem Kunjiwerke überwunden erklären kann, sondern die vollkommenste Anerkennung desselben ebensowohl ihr Amt und ihre Pflicht is, als der Tadel, Wir sehen natürlich hier auch nur einen Angriff auf Zopffkritik, vor der die Kunst bewahrt bleiben möge.

Das erste Blait bringt den Köniz Nobel, auf dem Throze prangend und von seinem Hofstaate umgeben. Der Ochse leckt die milde Linke des Thier- Monarchen. Neben ihm der Hirsch mit einem Ocdenszeichen und der Esel mit Rosen im Haare. Jm Vordergrunde steht, die Hand auf das treue Herz, das wilde Schwein. Vor demselben knict der Hase und drückt mit Jubrunst ein Stück von Nobel's Schweif an scine Brust. Auf der anderen Seite des Thrones leckt der Wolf seine rechte Hintertape, Der Bär freuzt die Arme zum Zeichen der Ergebenheit. Panther und Kater nähern \sih mit gefalteten Händen, Was noch an Thieren fehlt, wird durch zwei Affen, die zu beiden Seiten des Thrones aufgepflanzt sind und in gewundene

November

t ad E M E E e E A T E E E

Alle Poft - Anstalten des In- und Auslandes nehmen Sestellung auf dieses Slatt an, für Berlin die Expedition der Allg. Preuß. ; Zeitung: Friedrichs straß e Ur. 72.

1846.

Königl. Hoheit der Prinz Gustav von Schweden, Herzog von Up- land, eingeladen worden ist. Ueber die fernere Reiseroute Sr. Ma- jestät erfahren wir, daß Se. Majestät vou dem Königlichen Jagd- shlosse Leblingen morgen hier wieder eintreffen werden, um Nath- mittag 2 Uhr mit einem Extrazuge nah Halberstatt zu fahren, von wo Allerhöchstdieselben Sih nah Quedlinburg begeben, wo übermor=- gen ebinfalls eine große Jagd gbgehalten werden wird. Donnerstag, den 12ten, früh 7% Uhr, werden Se. Majestät von Quedlinburg nah Halberstadt fahren, mittelst der Halberstädter Eisenbahn hier eintreffen und um 11 Uhr Vormittags per Extrazug auf der Potédamer Bahn nach Potsdam zurüdckfehren.“'

Deutsche Bundesstaaten.

Königreich Bayern. Das kürzlich berihtete Verbot des Verkaufs der Schießbaumwolle erstrecki sich ‘auf das ganze König= reih, Der Nürnberger Korrespondent enthält folgendes Schreiben aus Tr vom 6. November: „Seit gestern i} nun die in Jhrem Blatte bereits erwähnte Einrihtung, wona un- ser Magistrat wohlfeileres Roggenbrod backen läßt, ins Leben getre= ten, Aus einem Scheffel Roggen werden 370 Psuzd Brod gebacken und vorläufig ‘1200 bis 1400 Laib täglih ausgegeben, welche Zahl sih aber bald steigern dürfte, da, wie man hört, auch von Seiten der hiesigen Militair-Behörde die vorhandenen Feldbacköfen zur Ver- fügung gestellt werden sollen, Ein solher Sechskreuzer -Laib guten, nahrhasten Brodtes wiegt nun beinahe eben so viel, wie der Acht- Freuzer -Laib des gewöhnlichen Roggenbrodtes , welches die hiesigen Bäder verkaufen. Der Zudrang zu dem wohlfeileren Brod- Verkauf war gestern so außerordentlih, daß in wenigen Minuten aller Vor= rath vergriffen war.“

Königreich Sachsen. (D. A. Z.) Zufolge der Abrech=- nung des leipziger Haupt - Vereins zum Verein der Gustav - Adolph- Stiftung im Verwaltungsjahre 1845—46, sind in Leipzig selbst 1945 Rthlr., aus den 25 Parochicen der Ephorie Leipzig 375 Rthlr., in Summa 2320 Rthlr. eingekommen. Von 55 Zweigvereinen des Lan- des wurden eiagesendet 4859 Rthlr.; an Beiträgen von Hülfs-Ver=- einen gingen ein 184 Rthlr.; an Extra-Einuahmen 104 Rthlr. Die ganze Summe der Einnahme beträgt hiernah 7469 Rthlr. Davon sind an Unterstüßungen 4642 Rthlr. ausgegeben worden, und zwar für die zerstreuten Glaubensgenossen in der Umgegend von Prag 90 Rihlr. ; für die Gemeinde Attersee 27 Rthlr.; für die Gemeinde Fleißen 117 Rthlr,; für die Gemeinde Groß - Kikinda 507 Rthlr. ; für die Gemeinde Haber 1430 Rthlr.;_ für die Schule in Krakowan 60 Rthlr. ; für die Gemeinde Laaz 370 Rthlr.; für die Gemeinde Leutschau 1457 Rthlr.; für die Gemeinde Morawetsh 100 Rthlr.z für den Verein der Errichtung einer Wintershule zu Mens im Isère-Departement 44 Rthlr,; für die Gemeinde Sudiß in Ungarn 53 Rthlr.; für die Gemeinde Talcya dort 152 Rthlr.; für die Gemeinde Wissoka in Böhmen 20 Rthlr.; für die Pfarrer in Hum- poleß in Böhmen 30 Rthlr.; für die Pfarrer in Lissa 10 Rthlr.; für Unterstüßung evangelisher Schullehrer in Böhmen 212 Rihlr. Dem Central-Vorstand sind 2379 Rthlr. zur freien sofortigen Ver- fügung und 200 Rthlr. zur Kapitalisirung, auf das Hauptbuch des Vereins zu bringen, überwiesen worden; die Unkosten haben 247 Rthlr, betragen. Außer diesen direkten Unterstüßungen sind von ver- schiedenen Zweigvereinen direkt versendet oder einstweilen von der Einnahme zurückbehalten worden 425 Rthlr.; von dem Zweigverein in Geithain noch nah dem Schlusse des Rechaungs= Abschlusses ein- gesendet 25 Rthir., so daß die Einnahme eigentlich 8114 Rthlr. be- tragen hat. Bei den am 9, November zu Leipzig vorgenommenen Wahlen für Ergänzung des Haupt-Vereins-Vorstandes wurden Super- intendeut Dr. Großmann, Domherr De. Krehl, Archidiakonus Dr. Fisder, Piediger Dr, Zille, Kaufmann A. Marx und Advokat P. Rö= mish d. J. gewählt.

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Muscheln hineinblasen, herbeigerufen, und es nahen aus der Ferne Elephanten, Schlangen und durch die Lt das Geschlecht der Gaaq ales

Nur Reineke der Fuchs läßt sich nicht blicken. Er hat einige Ursache, den ausgeschriebenen, oder besser: ausgeschrieenen Reichstag zu meiden, und wir finden ihn auf dem zweiten Blatte im Jnnern seiner befestigten Burg Malepartas. Dout liezt der Schalk behaglich hingesireckt auf der Widder- haut. Vor ihm liegen die Neste des eben gehaltenen Mahles, wobei es an einem guten Trunk nicht gefehlt hat, wie das Trinkgeschirr von eht an- tifer Form beweist, Auf dem Haupte hängt ihm das Baret mit schwanken- der Hahnenfeder 5 der Dolch steckt im Gürtel, die linke Hand stüßi das listige, jeyt in anmuthige Siestaträume versenkte Haupt, und die rechte spielt sorgenlos mit dem reihbehaarien Schwiife. An den Wänden umher hän- gen, wie_die Keimeiien in ciaer alten Ritterburg, die Opfer seiner räube- rischen Streiszüge, die Aussichten auf viele gute Tage.

Das dritte Bild gewährt uns die Veranschaulichung einer der Uebel- thaten Reineke's, und zwar derjenigen, die vom Panther am Tage der Hosf- haltung vorgebracht wird. Es zeigt, wie dieser den Schalk, als Kaplan vermummt, den Hasen gegenüber angetroffen hat, tenen er das Credo bei- zubringen versprochen hatte. Er hat Lampen mit den Klauen gefaßt und „erret tüish den redlichen Mann“. Daneben sigen andere Hasen, einge- \chüchtert darch den strengen Lehrer und sih aus Angst im Lernen förmlich überstürzend. Höchst ergöBlich sind die Phvsiognomicen dieser armen Zög- linge, Sie mahnen auf eine komische Weise an die Herzensnoth der Schul- jugend auf den harten Bänken und vor den schwer zu überwindenden Zei- chen, von denen man nicht begreift, wie man sie noch genug in seine Ge- walt bekommen soll, um in eixer Vicrtelstunde Tausende im Dienste der Gedanken verwenden zu können.

Diese drei Blätter umfaßt die erste Lieferung. Sie lassen ein baldiges Erschcinen der Fortseßung wünschen, welche in ihrer fortlaufenden Veröffent- lichung zu begleiten uns zum Vergnügen gereihen wird, da wir aus eigener Anschauung, wozu uns im Atelier des Künstlers die Gelegenheit wurde des Schönen und Unterhaltenden noch Viel versprechen dürfen, i

9,

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