1846 / 334 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

auf 0,36 pro Kopf gestiegett i, der des Leders aber in derselben Zeit sich dem Werthe nah von 12 Sgr. auf 20 Sgr. pro Kopf gesteigert hat.

Die zusammengestellten Tabellen über den Verbrauch des Jndividuums in diesen Objekten, nach den jedesmaligen Marktpreisen in Geld berechnet, gewähren eine interessante Uebersicht, Der Kopf verzehrte und erwarb mit- hin au zur Bestreitung der benannten hauptsächlihsten Lebensbedürfnisse bei verschiedenen Preisen 1805 für 11 Rihlr. 15 Sgr., 1831 für 21 Rthlr. 5 Sgr. 9 Pf. und 1842 für 22 Rthlr. 3 Sgr. 11 Pf. oder bei gleichen Preisen 1805: 11 Rthlr. 15 Sgr., 1831: 19 Rthlr. 45 Sgr. und 1842: 23 Rthlr. 28 Sgr. 6 Pf. Der Fortschritt is augenscheinlih. Jede Person hatte hon 1831 im Durchschnitt beinahe no< einmal \o viel zu verzehren, als 1805, und dieser Fortschritt lag niht in Brod und Fleisch, in Bier und Salz, obwohl auch in diesen gewöhnlichsten Nahrungsmitteln eine Steige- rung anzunehmen is, wenn man die größere Kartoffel- Nahrung berücksich- tigt, sondern hauptsächlich in den gewählteren Genüssen und in der Beklei- dung, in Wein und Branntwein, în Zu>er, Kaffee, Reis, Tabak, Gewür- zen, in Tuch, Leinwand, baumwollener Waare, seidenem Zeuge und Leder. Dabei muß erwogen werden, daf alle diese größeren Quantitäten 1831 für 3 Millionen Menschen mehr beshaft wurden, als 1805. Mit der Men- \chenzahl vermehrte sih die Zahl der Erwerber von materiellem Gut.

Ueber den Gesammtverbrauh der Nation stellt Dieterici folgenden Nachweis auf: Die Nation verzehrte oder erwarb :

1806, 1831,

Rthlr. Rthlr. für 115,000,000 253,000,000 10,000,000 20,000,000

1842, Rthlr. 370,500,000 30,000,000 15,250,000 45,000,000

1) an Verzehrungsobjekten . 2) » Fabricationsstoffen.…. » Z) » Bergwerks - Produkten » 2,250,000 9,000,000

1420

der Nation bedeutend gewachsen sein mußte, \o wird dies durch die besoit- deren Nachweise über den Umfang der in Handel und Gewerben angeleg- ten Kapitalien, der Steigerung des Comforts und der allgemeinen Kultur- Zustände der Nation durchaus bestätigt, Wir führen nur einige Beispiele an. So hat si< die Anzahl der Webestühle von 1831 bis 1843 von 310,739 auf 401,275, also wie 100: 129, gesteigert; die Spinnerei auf Maschinen war in allgemeineren Gebrauch genau, so daß 1843 îm Staate überhaupt hon für Baumwolle 136 Spinnmaschinen mit 150,436 Spindeln, für Schaswolle zu Sitreichgarn 5300 Anstalten mit 405,603 Spindeln, zu Kammgarn 649 Anstalten mit 47,061 Spindeln und end- lih für Fla<hs 17 Anstalten mit 27,819 Spindeln existirten. Eine ganz neue Jndustrie, die der Runkelrübenzu>ker-Fabrication, die zuerst 1837 begann, hatte bis 1842 schon bedeutenden Aufshwung genommen, und zwar war die Anzahl dieser Fabriken von 1837 bis 1842 von 90 auf 99 und die Rohzu>er-Production (zu 5 pCt. der Rübenmenge genommen) von 19,925 Ctr, auf 189,281 Ctr. gestiegen. Diese Ausdehnung des hei- mischen Fabrikats hatte die Rohzufer-Raffinerie in der Anzahl der Siede- reien von 1832 bis 1842 von 74 auf 61 zurü>gedrängt. Ueberhaupt wa- ren aber in allen Zweigen der Fabrication dur größere Kapital-Anlagen in der Zeit von 1831 an außerordentlihe Verbesserungen eingetreten. Die Anwendung der Dampfkraft, über welhe im statistishen Vüreau die ersten Nachrichten von 1837 beginnen, wurde allgemein. Jn dem genann- ten Jahre waren in Preußen 421 Dampfmaschinen mit 75074 Pferdekraft, 1843 waren schon 1091 mit 27,342 Pferdekraft, und die Kapital - Anlage beläuft sich, die Maschine zu 5 bis 6000 Rihlr. gerechnet, auf 3 bis 4 Millionen.

Eine gleihe Steigerung der Kapitalien zeigt sich in der Anlage von Gebäuden, öffentlihen Straßen, Eisenbahnen 2c. Die Zahl der Gebäude

nur vot 100 auf 136,7 stellt, aber der Versicherungswerth in derselbe, von 100 auf 234,2 stieg. Auf die Anlage von Kunststraßen leihterung der Communication wurden in der Zeit von 1816 bin 12 bis 18 Millionen Rthlr, verwandt. Denn die Ling dieser vom e, unterhaltenen Straßen stieg von 419% Meilen auf 8484 Meilen y reichte 1844 die Länge von 1383 Meilen. n

Jn den Schlußbemerkungen scheint der geehrte Verfasser den oh,[d

wähnten Mangel seiner Schrift selbst einzusehen, aber die Art und 5 der Beseitigung desselben dürfte doh zu allgemein sein. Er wirst selb} Frage auf: Aber was hilft die Berechnung, wie viel durchschnittlich auf Kopf komme? Zeigt sich auch eine Vermehrung, so kann doch der N, nal-Reichthum fo ungleich vertheilt sein, daß nur um so mehr Arn, stehen, Proletariat und Pauperismus nehmen zu mit wasendem Y, stande. „Wir wollen keinesweges in Abrede stellen“, sagt Herr Dir, „daß bei wohlhabenden Völkern au< viel Arme sein können, ja ez, \shon in der Vermehrung der Menschenzahl an si, daß in absoluter S, in dihtbevölferten Gegenden oft die Zahl der Armen größer sein mz in dünnbevölkerten Ländern. Deshalb wird es weise sein, wenn eine gierung, welhe den Fortschritt im Wohlstande des Volkes beobachtet

pelte Sorge anwendet, daß den Armen geholfen werde, Aber in gey Beziehung bedarf das rasche Urtheil des si immer mehrenden Prolet doch einer Berichtigung. Es fehlt uns zwar an hinreichenden Notizen Armen-Statistifk, aber einmal wird die Rehnung nie so zu stellen daß man sagt: in Berlin auf der Quadratmeile sind jeyt mehr Arm, 1805, darum ist die Armuth größer; man wird immer fragen müssen

viel Arme kommen auf je 1000 Menschen? Ferner aber, wenn in Nation im Durchschnitt der Kopf 30 erwirbt und zu einer anderen zj erwarb, so wird in der Zeit, wo 30 erworben werden, sh für arm

4) » Einkauf vom Auslande » 20,000,000 _ 39,000,000 Summa 147,250,000

was 1806 bei 10,023,900 Einwohnern 1435 Rthlr., nern 29 Rthlr. 23 Sgr. 5 Pf. pro Kopf ergiebt.

Geht aus diesen Verbrauchs - Nachweisungen hon unzweifelhaft her- vor, daß die Zustände von 1831 und 1842 im preußischen Staat im All- gemeinen gegen 1805 si viel besser gestaltet hatten, also das Vermögen

321,000,000

1831 bei 13,038,960 Einwohnern 24 Rthlr. 18 Sgr. 7 Pf. und 1842 bei 15,471,765 Einwoh-

760,750,000 | var gestiegen von

deren abgeshägter Werth resp.

Bekanntmachungen.

[666] Oeffentlicher Verkauf.

Jm Termin den 6. (se<sten) Februar 1847, Vor- mittags von 11 Uhr, Nachmittags von 4 Uhr ab, sollen an hiesiger Gerichtsstelle von dem Deputirten, Herrn Ober-Landesgerichts-Rath Weimann, unter den im Termin näher festzustellenden Bedingungen :

1) das im Dt. Croneschen Kreise gelegene freie Allo-

dial-Rittergut :

„Herrschaft Märkisch Friedland Nr. 70“ besage der nebst dem neuesten Hypothekenschein in hiesiger Registratur einzusehenden Taxen, mit Ein- \{<luß sämmtlicher Pertinenzien , landschaftlich ab- geshägt auf 69,997 Thlr. 5 Sgr. ;

2) das in demselben Kreise gelegene freie Allodial- Rittergut Langhc}ff} Nr. 147 mit dem Pertinenz Laßig Nr. 150, landschaftli<h abgeshäßt auf 20,279 Thlr, 1- Sgr. 8 Pf. z

auf den Antrag zweier Miteigenthümer im Wege der nothwendigen Subhastation öffentlich verkauft werden.

Alle unbekannte Real-Prätendenten werden aufge--

boten, sh bei Vermeidung der Präklusion spätestens in dem anstehenden Termine zu melden. Marientverder, den 21. Juli 1846. Civil-Senat des Königl. Ober-Landesgerichts.

[1027] Œdifkftal-Citation,

Der am 31. Januar 1795 zu Schildau geborene Rudolph Heinsius, welcher im Jahre 1829 als Apo- thekergehülfe conditionirt hat und nachher verschollen ist, so wie der am 12. Januar 1811 zu Torgau gebo- rene Johann Gottlieb Stein, von Profession ein Mül- ler, welcher seit dem Jahre 1832 ebenfalls verschollen ist, werden nebst ihren etwa zurücfgelasseuen unbekann- ten Erben auf den Antrag des Abwesenheits - Kurators des Heinsius und zweier Brüder des Stein hierdurch aufgefordert, s< innerhalb 9 Monaten, spätestens aber in dem auf

den 16. September 1847, Vorm. 11 Uhr, vor dem Herrn Land - und Stadtgerichtsrath Rohner an Gerichtsstelle hierselbst| angeseßten Termine entweder persönlich oder \cristli<h zu melden und weitere An- weisung zu gewärtigen, widrigenfalls der obgenannte Heinsius und Stein sür todt erklärt und ihr Vermögen ihren si legitimirenden Erben überwiesen werden wird,

Torgau, den 23, November 1846.

Königl, Preuß. Land- und Stadtgericht.

[936] Nothwendiger Verkauf.

Stadtgericht zu Berlin, den 19, Oktober 1846,

Das dem Logendiener Johann Friedri<h Wilhelm Küpper gehörige, in der Auguststraße Nr. 82 belegene, im Hypothekenbuche von der Königsstadt, Vol, 34. No. 332 A. A. pag. 89 verzeichnete Grundstü>, gerichtlich abgeschäßt zu 13,139 Thlr. 22 Sgr. 3 Pf., soll

am 2. Juni 1847, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Hy- pothekenschein sind in der Registratur einzusehen.

Die unbekannten Real-Prätendenten des Grundstücks werden zuglei bei Vermeidung der Präklusion hierdurch öffentlih vorgeladen.

Aachen - Düsseldorfer Eisen- lacasi Y llschaft.

Jn Gemäßheit der $$.

2. und 19. des Gesehes vom 9, November 1843 und des Artifels 25 der Gesellschafts - Statuten wird hiermit bekannt ge-

) macht, daß in der am 23. November 1846 statt- ehabten General - Ver- ammlung die Herren D. Hansemann, N. C. Strom und B. Suermondt aus Aachen, Carl Busch aus Gladbach, F. Dilthey aus Rheydt, Kommerzienrath Thywissen aus Neuß, Staats-Prokurator a. D. Kühlwetter, Geheime Re- ierungsrath Arndts nnd Fabrikant Lupp aus Düs- seldorf zu Mitgliedern der Direction, und die Herren Kommerzienrath Bau m (Präsident), Advokat - Anwalt Weiler 11. und Regierungsrath Otto aus Düssel- dorf, Bürgermeister Breuer und F. Josten aus Neuß, Geheime Kommerzienrath Diergardt aus Viersen, Kommerzienrath Croon und J. P. Bölling aus Gladba, M. Flemming aus Geilenkirchen, Notar Gormanns aus Erkelenz, F. Aldenhoven aus Zons, Z. van Gülpen (Vice - Präsident), H.

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E E U ZR,

ry N DY Z i

1816 bis 18341 bis 1843 auf 2,992,395 auf 3,509,534 auf 4,088,873

Rihlr. 471,146,783 748,909,055 1,103,454,496

betrug, so daß, wenn die Bevölkerung von 1816 bis 1843 von 100 auf 149,3 gestiegen ist, in der Anzahl der Gebäude die Steigerung sih zwar

Armen gehört.

Allgemeiner Anzeiger.

Nellessen und J. A. Bischoff aus Aachen und Fr. Lo hner aus Burtscheid zu Mitgliedern des Ver- waltungs-Raths erwählt worden sind.

[873 b]

Die Besißer Westpreußischer Pfandbriefe, welhe dazu die Zinsbogen pro 1247/50 im Februar kommenden Jahres gegen Einlicserung der betreffenden Stich-Cou- pons durch mich empfangen wollen, werden hiermit auf- gefordert, bis zum 31, Dezember d. J. dieselben bei mir Behufs Verschreibung zu bestellen, und is mir des- halb ein Verzeichniß einzureihen, welcbes des Pfand- briefs Nummer, den Namen des verpfändeten Guts und den Kapitalbetrag, so wie die Angabe des Departe- ments, zu welchem der Pfandbrief gehört, enthalten muß. Werden Zinsbogen nah dem 31, Dezember d. J. bei mir bestellt, so kann deren Ausreichung im Februar k. J. nicht, sondern erst später erfolgen, auch sind für solhe Portokosten zu entrichten.

Berlin, den 14. November 1846,

Ludwig Lessing, Kommerzien - Rath und Westpreußischer General- Landschasts - Agent,

Spandauer Brücke Nr. 9.

[682] Edikftal-Ladung. gi Zur Befestigung der zwischen den bekannten Gläu- ern G des Handelsmanns Wilhelm Hofsmann aus Neugersdorf, ingleichen des verstorbenen Fabrikanten und Handelsmanns weil. Christian Gottlieb Rieyels aus Neu- gersdorf, zur Abwendung imminirender Kreditwesen getroffenen Vergleiche werden Alle, die außerdem noch aus irgend einem Rechtsgrunde Ansprüche und Forderungen an gedachten Hoffmann oder den Rieyelshen Nachlaß ha- ben oder zu haben vermeinen, hiermit peremtorisch ge- laden,

den 28, Dezember 1846 an hiesiger Gerichtsstelle legal und persönlich oder durch gehörig legitimirte Stellvertreter bei Strafe des Aus- \hlu}ses zu erscheinen, ihre Ansprüche und Anforderun- en bei deren Verlust, auch bei Verlust der Wiederein- eßung in vorigen Stand, anzumelden und zu be- \cheinigen, binnen 4 Wochen rechtlich zu verfahren, hier- auf aber sich i

den 24. Januar 1847

der Jurotulation der Akten zu gewärtigen und

den 16. Februar 1847 der Publication eines Bescheides bei Strafe der Ver- fündigterahtung beizuwohnen.

Auswärtige haben in Budissin oder in der Nähe von Neugersdorf wohnende Mandatare bei 5 Thaler Strafe zu bestellen.

Neugersdorf, den 1. August 1846,

Fürstlich Liechtensteinshe Gerichte daselbst und s von Jeschki, Just.

[753] Ediktal-Ladung

Von dem unterzeihneten Patrimonialgericht i auf Anirag des Abwesenheits - Vormundes Scabin Johann Gottlob Wagner allhier

wegen des abwesenden von hier gebürtigen Augu st Friedrich Haubold, welcher als Kanonier bei der Königlichen Sächsishen Brigade reitender Artillerie ins Feld gerü>t und aus der russishen Campagne vom Jahre 1812 und 1813 nicht zurügekehrt, auch seitdem ebensowenig von seinem Leben und Aufenthalt irgend eine Nachricht erfolgt, so wie wegen seines ihm von den Aeltern zugefallenen Vermögens irgend eine Be- stimmung getroffen, Todeserklärung,

so wie auf Gesuch der Johann Gottlob Streubelschen Erben und des Herrn Erbgerichtsbesißers Niyschke zu

Kirchbach, B

wegen Abschreibung eines von einem Vorbesiger des Erbgerichts zu Kirchbach, weil, Herrn Johann Gott- lob Nendels, bei dem versiorbenen Herrn Amts-Aktuar Johann Andreas Krüger in Frankenberg laut Konsens vom 21. August 1764 auf das Kirchbacher Erbgeriht aufgenommenen und von dem bereits im Jahre 1804 verstorbenen Erborger angeblih zurübe- zahlten, aber nicht abgeschriebenen und deshalb in allen späteren Käufen überwiesenen Geld stammes von 200 Mfl, und Cassation der diesfallsigen

Hypothek Ediktal-Erlaß

nah Vorschrift des hohen Mandats vom 13, Novem- ber 1773 resolvirt worden,

A Ps A d

Gerichts wegen werden daher niht nur

h August Frie drih Haubold von hier und, insofern er niht am Leben sein sollte, dessen Erben, oder auh, wer an dessen Vermögen gegründete An- sprüche zu machen, sondern zuglei<h auch

B. alle diejenigen, welhe an dem für Herrn Amts- Aktuar Johann Andreas Krügers in Franken- berg Rechnung auf dem Erbgericht zu Kirhbach no< unterpfändlih haftenden Konsens-Kapital der 200 Msl. als Erben oder aus sonst einem Rechtsgrunde Ansprüche zu machen sih berechtigt glauben, 1nter der Verwar- nung, daß Haubold für todt erklärt und sein Vermögen den sich dazu rechtfertigenden Personen werde ausge- antwortet werden, und Leßtere, sowohl die Hauboldschen als Krügershen Erben, bei Verlust ihrer etwanigen An- sprüche und der Wiedereinsezung in den vorigen Stand, auch beziehendlih der Abschreibung der 200 Ml, Cas-

wer 15 erwirbt, während dieser in der früheren Zeit noh gar nicht j Der Abstand des Entbehrenden wird empfindlicher, die Wohlhabenheit allgemeiner wird.“ die Beantwortung der Frage: wie groß ist das Proletariat, und uy viel ist der Wohlstand des Jndividuums gewachseu? was sich nur aus Nachweise der Vertheilung des Eigenthums erweisen läßt, geehrte Verfasser schuldig.

sation der bestellten Hypothek, anmit den, künftigen 8, Februar 1847

an hiesiger ordentlicher Gerichtsstelle gejeßlich zu erscheiu in Ansehung ihrer Personen gehörig sich auszuweisen, |

Ansprüche rechtli<h an- und vorzubringen, mit dem stellten Herrn Kontradiktor sowohl, als unter sich, 1 lih zu verfahren, | den 29. März 1847 aber der Jurotulation der Akten, so wie den 17. Mai 1847 ter Bekanntmachung eines Erkenntnisses, sich zu p igen.

Uebrigens haben Auswärtige zu Annahme kün) Ausfertigungen cinen Gevollmächtigten an Gerichtsstl oder in der Umgegend zn bestellen.

Schloß Obeischóna, den 28. August 1846.

Adelig Carlowiysche Gerichte daselbst.

2 diags - Kommissars in der Schluß -Sizung. Herzogthum Das ist gewiß ganz richtig; F des Landiag

bleibt uni y

peremtorie gf ) L, E gegen die Thcezölle, Nordpol-Expedition,

F Vorfall in Bazzano, Vermischtes.

Citerarishe Anzeigen.

Jm Verlage der De>ershen Gcheimen Ober-Hofbuchdrud>erei is so eben erschienen und in allen BuchhandliÞ

Verhandlungen

gen zu haben : [874 b]

evangelischen General - Syuode zu Berlin 1846. Nebst den Kommissions - Gutachten und vorbereitenden Denkschriften. (Almtlicher Abdruck.)

95 Bogen in hoch Royal 4io Format, im Umschlag broschirt 3 Thlr, 20 Sgr.

Früher erschien in demselben Verlage :

Protokolle der im Jahre 1844 in den östlihen Provinzen der Preußischen Monarchie abgehaltenen !//1 vinzial-Synoden nebst den dazu gehörigen Beilagen, (Amtlicher Abdrucf,) 2 Hefte, 3 Thlr, 10

Bei G, Basse in Quedlinburg is erschienen und bei E. S. Mittler in Berlin (Stechbahn Nr. 3), Posen und Bromberg zu haben:

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Allgemeine

Preußische Zeitung.

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Alle Post - Anstalten des In- und Auslandes nchmen Bestellung auf dieses Blatt an, für Serlin die Expedition der Allg. Preuß, Zeitung: Friedri<sfslraß e Wr. 72.

V 354.

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In halt,

Theil. Rhein-Provinz, Beiträge für den kölner Dombau. | Bundesstaaten. Königreich Bayern. I: oll, Der Ludwigs Kanal. Nürnberger Actien-BVerein zu wohlsei- in Brodlieferung. Königreich Hannover, Bekanntmachung in Hetres der ncuen Anleihe zum Bau der Eisenbahnen. Großherzog- Versügung in Betreff der Aufruhr-Akte. Die Ge ede |

mtlicher nlaud. eutsche

thum Baden. n : bahn-Schulden-Tilgungs-Kasse, Kurfürstenthum Hessen,

Nassau, Diesjähriges Wein- Erzeugniß, Schreiben aus Braun-

M weig. (Hofmarschall von Bülow +.) j Desterreichische Monarchie. Wien, Ankunst des Großfürsten

onfolgers. :

\ be UtUd und Polen. St. Petersburg. Kaiserliches Resfript an | General-Lieutenant Michailowski-Danilewekli. : rankreich, Paris. Hofnachrihten. Berichtigung in Betreff des (Grafen Molé. Die krakauer Angelegenheit und das Verhältniß zu England. Französische Note zu Gunsten der nestorianischen Christen.

T Perwaltungs- Antritt des französischen Vice-Konsuls in Tetuan und Mis-

Ï sion nach Marokko. Bewilligung für Gesandtschaften. Vermischtes.

Großbritanien und Irland. Londcn, Die Rückkehr des Grafen St, Aulaire nah London und daran sich knüpfende Gerüchte. Verein

| Schmuggelhandel,

Riesen-Drucmaschine.

Belgien. Brüssel, Kammer - Verhandlungen. änemark. Schleswig. Stände-Verhandlungen,

Atalien. Rom, Das Rundschreiben dcs Papstes, Bologna.

Spanien. Schreiben aus Madrid. (Die Karlisten; die Königin f Christinez der französische Botschafter; Erhöhung des Ausfuhrzolls auf | Cuba; Verordnung des Finanz-Ministers ; Nachrichten aus Portugal.) Portugal. London. Neuere Nachrichten. -— Unentschiedenheit der E Lage. Das neue Finanz-Dekret, Schreiben aus Paris, (Nacb- | riht von einem Siege der Regierungstruppen unter Baron Casal über die Jnsurgenten.) Friechenland. Athen. Schließung der Kammern, Reise des Prin- ¡en Albrecht von Preußen. Fiseubahnen. Die Augsburg-Lindauer Bahn, Die Main-Nee>ar-Bahn, andels- und Börsen-Nachrichten. Berlin. Marktbericht.

Königl. Schauspielhaus. („Der Vetter“. „Wallenstein's Lager“. ) | Konzert von E, Fran> im Saale der Sing-Akademie,

Amtlicher Theil.

Des Königs Majestät haben bei Allerhöchstdero Anwesenheit in (lesien zu verleihen geruht : den Charakter als Wirklicher Geheimer Ober- Finanzrath:

von Bigeleben zu Breslau;

: den Charakter als Geheimer Bergrath: dem Ober-Bergrath Reil zu Brieg, dem Ober-Bergrath Thürnagel zu Tarnowiß z

den Charakter als Geheimer Kommerzien-Rath: em Kommerzien- und Konferenz-Rath, Kaufmanns- Aeltesten Kra-

ker zu Breslau ;

den Charakter als Baurath:

dem zur Zeit bei der Niederschlesish - Märkischen Eisenbahn beschäf- # tigten Bau-Junspektor Henzz i den Charakter als Kommerzien-Rath: dem Kaufmann Dyhrenfurth zu Breslau, dem Kaufmann Friedländer zu Breslau, em Handelömann und Besißer der Herrschaft Tost, Guradze,

: dem Kaufmann und Fabrikanten Ruffer zu Liegniß, ' dem Kaufmann S heder zu Schweidnih, : dem Kausmann Zerboni zu Neisse.

| dritter Klasse zu verleihen.

dem Banquier und Stadtverordneten Lehfeld zu Gr. Glogau,

dem Fabrikanten und Rittergutsbesißer H, D. Lindheim zu Ullers- # dorf, Grafschaft Glay,

Fem Lasa und Fabrifanten Neuburger zu Marklissa, Kreis Ï Vauban,

Königliches Schauspielhaus.

um erstenmale: Der Vetter, Lustspiel in 3 Akten, von Benedix, Hierauf: Wallenstein's Lager, von Schiller.

(Den 30. November.)

Ein Ausländer, der uns nah unseren Lustspielen beurtheilen wollte, nus in der That glauben, daß die meisten Briefe, die wir schreiben , ver- cechselt werden, und daß wir den halben Tag über Verste>ens spielen. So

4 p e Tische mit herabhängenden De>en im leßten Aft aufgetragen werden, 90 viele Personen verste>en sih- auch: bei Herrn Benedix sind zwei unter pen Tischen, vier hinter den Vorhängen und einer hinter dem Lehnstuhl. F afür hat sich aber auch die fomishe Muse vor Herrn Benedix verste>t. : k Vier vertraute Briefe gerathen in falsche Hände, Daran is der Vet- F duld , ein Mensch von so raffinirter Dummheit, daß man gar nicht H greist, wie das ganze Haus sih ihm anvertrauen kann, dem dümmsten 4 nalen, den es giebt, um so dümmer, da er alle seine Thorheiten troy 2 uStsrengter Vorsicht begeht; statt die Zielschsibe des allgemeinen Wies d ist er das Faftotum des Hauses, was nur möglich ist, wenn die "a ‘ren no< dümmer sind, als er. Man stelle statt seiner ein kleines Kind - Und es wird dieselben Verwirrungen anstisten. hr F ersten Akte vertraucn alle Liebenden der Reihe nah dem Vetter it Veheimniß an, zulegt beichtet sogar der Bediente, daß er: die Köchin: Dei Jeder sagt niht nur dasselbe, sondern er sagt es auch in derselben lon e, Es is nicht gut, vier Scenen hinter einander nach derselben Scha- e zu arbeiten. : L Rer Benedix ist ein heiterer Mensch, der viel am Rhein lebt in mache ahe des lustigsten Karnevals: sollte er da niht andere Studien inzi d Un! Z| Briefe vertauschen und unter den Tisch kriechen die 9 h rt, wie der humoristishe Genius der Fastnacht die Karten mischt ? van rin Herr Benedix \chreibt so harmlos, daß man ihm gar nicht unver fann; und so mag denn auch seine Komödie der Jrrungen ihren tzten Tag in der Schaar der Ephemeren fröhlih mitflaitern.

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rlin, Mittwoch den 20 Dezember

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht : Dem Superintendenten Hahn zu Bleicherode, Kreis Nordhau- sen, den Rothen Adler-Orden zweiter Klasse mit Eichenlaub und dem Bürgermeister Pescatore zu Luxemburg den Rothen Adler - Orden

Bekanntmachung.

Vom 1. Dezember c. ab wird die Einrichtung getroffen werden, daß Reisende von hier nah Schwedt, welche sih von hier bis Anger-= münde der zweiten Wagenklasse auf der Eisenbahn und von dort bis Schwedt der mit dem betreffenden Zuge in Verbindung stehenden Personenpost zu bedienen wünschen, bei dem hiesigen Billet-Verkaufs- Büreau der Berlin=Stettiner Eisenbahn-Gesellshaft glei<h das Per- sonengeld bis Schwedt, und umgekehrt, Personen, welche mit der Personenpost von Schwedt - nah Angermünde und von dort, unter Benußzung der zweiten Wagenklasse der Eisenbahn, mit dem zunächst abgehenden Zuge nach Berlin reisen wollen, bei dem Post-Amte in Schwedt das Personengeld bis Berlin erlegen fönnen. Die betref- fenden Personen müssen sih jedo<h auf der Tour nah Schwedt bei der Bahnhofs - Post - Expedition in Angermünde und auf der Tour nach Berlin bei dem Billet - Verkauss- Büreau in Angermünde zur Empfangnahme neuer Billets, gegen Rückgabe der ihnen resp. in Berlin und in Schwedt ertheilten, melden. Das Personengeld für die Tour zwishen Berlin und Schwedt beträgt 1 Rthlr. 25 Sgr., und steht die täglih zweimalige Personenpost zwishen Angermünde und Schwedt mit den beiden Personenzügen auf der Berlin -Stetti=- ner Eisenbahn in genauem Zusammenhange.

Berlin, den 28, November 1846.

General-Post-Amt.

Angekommen: Der General - Major und Commandeur der 10ten Junfanterie-Brigade, von Thümen, von Posen,

Uichtamtlicher Theil. Inland.

Berlin, 1. Dez. Se. Masestät der König haben Allergnä- digst geruht: dem Major Grafen von Oriolla vom großen Ge- neralstabe die Erlaubniß zur Anlegung des von des Königs von Hannover Majestät ihm verliehenen Ritterkreuzes des Guelphen- Ordens zu ertheilen.

Rhein-Provinz. Die neueste Nummer des Kölner Dom- blattes enthält eine Zusammenstellung der Einnahmen und Ausga- ben für die Wiederherstellung des Chors und für den Fortbau des kölner Domes in den Jahren 1824 bis 1845 einschließlih. Hiernach belief si< die Gesammt - Einnahme der - Dombau = Kasse auf 761,095 Rthlr. (und zwar 636,606 Rthlr. für Königliche und 124,489 Rthlr. für Vereins-Rechnung) und die Gesammt-Ausgabe auf 756,696 Rthlr., so daß ein Bestand von 4399 Rthlr. geblieben ist. Seit dem 27, Oktober d. J. waren 2488 Rthlr. an Beiträgen bei dem Central-Dombau- Verein eingegangen, so daß am 26. November d. J. die Gesammt-Einnahme 179,170 Rthblr. (vergl. Nr. 305 der Allg.

Preuß. Ztg.) betrug.

Deutsche Bundesstaaten.

Königreich Bayern. (N. K.) Die an der Wasserstraße des Mains, Kanals und der Donau gelegenen Zollämter haben die Weisung erhalten, von denjenigen Transitgütern, welhe ohne Vertauschung des Wasser-Transports mit einem Land-Transporte auf

1846.

terlassen. Der Ludwigs=-Kanal is seit einigen Tagen auf sei= ner ganzen Linie wieder in shiffbarem Zustande; am 24. November famen in dem nürnberger Hafen 25 Swiffe an, die meistens auf dem südlihen Arm des Kanals durch das stellenweise dike Eis in ihrer Fahrt aufgehalten waren. Die Beendigung der Swifffahrt wäre dieses Jahr um \o sühlbarer gewesen, da an den Donau-Ufern noch viel Getraide, besonders Gerste und Weizen, gelagert ist, das na Franken und namentli<h na< Nürnberg bestimmt ist, Bedeutende Ladungen von Holz und Torf werden ebenfalls in leßtgenannter Stadt erwartet. (A. Z.) Der in Nürnberg von 197 Theilneh= mern gegründete Actien - Verein zur Anschaffung von Getraide zur Unterstüßung hülfsbedürftiger Mitbürger hat bis jeßt ein Kapital von 53,400 Fl. zur Disposition, wovon bereitêé 26,700 Fl. flüssig gemacht sind. Von einer Kommission, bestehend aus sachverstän= digen Bürgern, wurden in der Donaugegend bis gegen Linz 1200 Scheffel Getraide angekauft, das größtentheils bereits in Nürnberg lagert; der Scheffel kommt mit den Transportkosten (zu Wasser) auf 20 bis 24 Fl. Da sämmtliche Actionaire einen Verlust von 25 Prozent tragen wollen, so wird der Verein jedenfalls viel zur Erleichterung der Noth beitragen. Das Brod wird in der ehemaligen Militairbäerei, wo bereits die nöthigen Anstalten getroffen sind, geba>en; der 6 Kreu- zer-Laib wird etwa 12 Loth s{hwerer wiegen, als der der Bäder.

Königreich Hannover. Die Hannoversche Zeitung enthält in ihrem amtlichen Theil folgende Bekanntmachung :

Zur Vollendung der in Bau begriffenen Eisenvahnen soll in Ges mäßheit Beschlusscs der Königlichen Regierung und mit Einwilligung der allgemeinen Stände - Versammlung ein Anlehn aufgenommen werden. Nachdem die Banquierhäuser Michel Berend, L. und A. H. Cchyen, Adolph Meyer und Ezechiel Simon zu Hannover dies Anlehen übernommen haben, so wird aus dem abgeschlossenen Kontrakte und aus den das Anlehen betressenden Geschßen Folgendes zur öffentlichen Kunde gebracht: 1) Das Anlehen beträgt oier Millionen Thaler Courant nah dem Vierzehnthalerfuße und wird zu fünf Prozent jährlich verzinst, 2) Die den erwähnten Banquier- häusern zu überlassenden Obligationen werden mit Zins-Coupons und jede mit einem Talon versehen und auf den Jnhaber in Courant, in Pistolen oder in Liores Sterling, in Beträgen, welche in Hundert aufgehen, ausge- stellt, und zwar die ersten beiden Arten bis zu 5000 Rihlr., die Livres- Sterling-Obligationen bis zu 500 Livres-Sterling. 3) Die Zinsenzahlung erfolgt halbjährlih am 1. Juli und 2. Januar gegen Ablieferung der Cou- pons, Sie geschieht nah Wahl der Gläubiger bei der Zinsen-Zahlkasse in Hannover, bei den \sämmilichen Kreiskassen des Königreichs oder, jedo<h nur binnen der ersten neunzig Tage- nach dem Verfalltage, bei bestimmten, durch dffentlihe Bekanntmachung zu bezeichnenden Agenten zu Frankfurt, Ham- burg, Bremen, Berlin und London. Eine Zinscnzahlung ín Livres Ster- ling auf die in Livres Sterling ausgestellten Obligatioven findet nur in London stott; an allen übrigen erwähnten Zahlungsorten wird das Liore Sterling in Courant mit 6 Rthlr. 16 gGr. bezahlt. Die Kreiskassen be- zahlen die auf Gold lautenden Coupons nur dann in Golde, wenn sie * damit versehen sind, sonst in Courant nach dem zeitigen Tarife. Jn allen anderen Fällen geschieht die Zinsenzahlung in kapitalmäßiger Münze. 4) Zur Tilgung dieses von Seiten der Gläubiger unkündbaren Anlehns besteht ein von dem Schulden - Tilgungsfonds der älteren Landesschulden abgesonderter Schulden - Tilgungsfonds, für welchen jährlich mindestens 12: pCt, der Anlehnssumme bestimmt sind, und dem die Zinsen der eingelösten Obligationen zuwachsen. Bis zum 1. Januar 1852 wird dieser Fonds zum Ankauf, nach bereits getroffener Disposition, verwandt, von da an aber zu Kündi- gungen nach Verloosung der Nummer der Obligationen und Rückzahlung nach dem Nennwerth. Die Mittel zur Kündigung dürfen bis zum 1. Januar 1855 jährli< über cin und cin halbes Prozent der Anlehnssumme und die von den eingelösten Obligationen auffommenden Zinsen nicht vermehrt werden. Später is die Vermehrung der zu Kündigungen dienenden Mittel unbe- \hräntt. Die eintretenden Kündigungen werden in den Hannoverschen Anzeigen, der Hannoverschen Zeitung, der Hamburger Bör- senhalle, der Frankfurter Ober-Post-Amts-Zeitung, in Lon- don für die Livres - Sterling - Obligationen in der Times oder in anderen nach öffentlicher Bekanntmachung dafür zu substituirenden Blättern bekannt gemacht, und die Kapitalien sind se<s Monate nach dem Tage der Kün- digung fällig. 5) Die Rückzahlungen ersolgen zu Hannover bei der Til- gungsfasse. Die in Pistolen und in Courant verbrieften Kapitalien werden in den verbrieften Münzsorten, die in Livres - Sterling verbrieften Kapita- lien aber in Courant, das Livre - Sterling zu 6 Rthlr. 16 gGr. gerechnet, bezahlt. Die in Livres - Sterling verbrieften Kapitalien können aber auch

dem Rheine ein- und mittelst des Ludwigs- Kanals auf der Donau

| ausgehen oder umgekehrt die Erhebung des außerdem für diese

Route tarismäßig bestimmten Durhgangs- Zolles fortan zu un-

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Herr Hoppe spielte den Vetter vortrefflich, eben so Herr Blume den Kaufmann mit scinem ausgezeichneten Talent für Conversation, Dlle.

_ Viere> hat am Wilhelm eine dankbare Rolle, die leider nur am Schluß

nicht reih bedacht is.

Eine wahre Erqui>kung war die darauf folgende Darstellung von Wallenstein's Lager , derb, ke>, voller Leben und Ucbermuth. Nur eine Bemerkung: thäte man nicht wohl daran, nah Jmmermann's Beispiel dem Lager einen geräuschvolleren Hintergrund zu geben? Er ließ hinter der Scene mit Waffen klirren, ab und zu einen krahenden Schuß hören, Ge- tümmel vorüberziehen, und alles das, ohne den Vordergrund zu stören, dessen redende Figuren nun erst reht heraustraten. :

Schade, daß Schiller dieses Vorspiel von den beiden Dramen isolirt hat; wären seine Scenen in die Piccolomini’s und in Wallenstein's Tod vertheilt, so würden sie öfter genossen werden, und der Zuhörer erqui>te sich nach der idealen Spannung an ihrer Derbheit, Jn diesem Wechsel von Poesie und Prosa, von Helden- und Volksnatur liegt eines A Gehèimnisse

0,

Shakespearescher Dichtang.

Konzert, gegeben von Eduard Fran> im Saale der Sing- Akademie.

(Den 30. November.)

Der Konzertgeber trat gleichzeitig als Komponist und Pianist auf und bethätigte sh in beiden Eigenschaften als ein sehr schäpenswerther Künst- ler, Jn seinen (Jnstrumental-) Compositionen folgt er durchaus jencr neueren Richtung, die, dur<h Beethoven angebahnt, jebt in Mendels- sohn ihren geistreichsten Vertreter findet, Dennoch fehlt ihnen Eigenthüm- lichkeit nicht. Sie bekundet ih sowohl in der Erfindung und in der Ge- ‘danken’ -Entwi>lung , als in der Justrumentirung, obwodl leßtere oftmals Gesuchtes zu Tage fördert und eine Vorliebe für das Blech, besonders für

die Trompete, auffällig herausstellt, Als phantasiereicher Komponist

auf den Wunsch des Gläubigers in London bei einem durch öffentlihe Be- | fanntmahung zu bestimmenden Agenten, und zwar alsdann in Livres-Ster- ling, zurübezahlt werden, Verlangt ter Jnhaber einer solchen Obligation

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und feuriger, geistvoller Spieler bewährte s< der Konzertgeber im Vortrage eines Konzertes in D - moll, ein Werk, das, seiner formellen Behandlung nah, auf Beethoven's und Mendels- sohn's Schultern ruhend, dennoch reih an originellen Zügen is und durch fesselnden, shwungvollen Jnhalt das allgemeine Jnteresse der Zuhörer in Anspruch zu nehmen nicht verfehlte, Was die Wüikung einzelner Mo- mente beeinträchtigt, is die mitunter fast zu selbstständig behandelie Orchester- Begleitung, wodur die Pianostimme stellenweise ganz verde>t wird. Doch fönnte hier vielleicht eine noch disfretere Ausführung der Compofitionen zu Hülfe kommen. Eine Symphonie aus A-moll ließ das ruhmliche Streben ihres Verfassers nah Selbstständigkeit des Styls ebenfalls nicht vermissen, ein Bestreben, das oft durÞ Erfolg gekrönt erschien. Namentlich dürften das Scherzo und das Finale, als viel Originalität enthaltende Musikstücke, überhaupt als die gelungensten Säße der Symphonie bezeichnet werden. Das Thema des crsten Satzes scheint uns zur wirksamen Dur&führung weniger geeignet, wie sich auch aus dem Verlaufe ergab, während der zweite Saß durch phantastishe Färbung eiue eigenthümliche Wirkung bervorrief, Die Ouvocrtüre in D, der römische Karneval betitelt, schcint, der sich darin fund- gebenden Richtung nach zu schließen, einer früheren Zeit entiprossen, als die zuvor besprochenen Arbeiten, bringt in melodiscber und harmonischer Beziehung mehrsa<h Verbrauchtes und läßt die im Titel angedeuteten Jn- tentionen nicht carakteristish beraustreten. Dennoch verdient und fand auch das musifalish schr wirksame und von dem Compositions-Geschick des Kon- zertgebers zeugende Werk ehrende Ancrlennung. Herr Cduard Fran> bat sh durch scin hiesiges Auftreten als Komponist wie als Pianist vollen Anspruch auf die Achtung der Musikfreunde erworben und ver\pricht für dic Zukunft Bedeutendes zu leisten. ;

Dlle. Aug. Löwe unterstügte den Konzertgeber durch eine Arie von Mozart mit obligater Klavierbegleitung und zwei Lieder von T iehsen und E>cert, dic sie mit etwas belegter Stimme, bei etwas nach oben

D)

\hwebender Junionation, übrigens recht korrekt vortrug. 2.