1880 / 261 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Amaterdam, 3. Ncvember, (W. T. B.

Getreidemarkt (Schlussbericht). Weizen Vöher, pr. März 297. Roggen loco höher, auf Termi pr. März 245, pr. Mai 239. Raps pr. Frühjahr loco 313, pr. Herbst 313, pr. Mai 331.

Amasterdam, 3, November. (W. T. B.)

Bancazinn 543, Antwerpen, 3. November. (W. T. B.)

Petroleummarkt. (Schlussbericht.) Raffinirtes, Typs weiss, Joco 28 bez. u Br., pr. Dezember 273 bez. und Br,, pr. Januar-

März 26 bez, 264 Br. Steigend. Londom, 3, November. (W. T, B.) Getreidemarkt, (Schlussbericht.)

stramm. Mehl }, Hafer $—}$, Mais 1 sh. theurer.

Königliche Schauspiete. Freitag: Opern- baus. 206. Vorstellung. Don Juan. Oper in | 2 Abtheilungen mit Tanz von Mozart. (Frl. Brandt, | Fr. v. Voggenhuber, Frl. Tagliana, Hr. Bet, Hr. #Fride, Hr. Ernst, Änfang 7 Uhr. |

Schauspielhaus. 225. Vorstellung. Auf Begehren : | Er muß aufs Land. Lustspiel in 3 Akten, frei nach dem Französishen des Bayard und de Vailly, von W. Friedrih. Anfang 7 Uhr.

Sonnabend; Opernhaus. 207. Vorftellung. Taunhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg. Gro e romantische Oper in 3 Akten von R. Wagner. (Fr. Mallivger, Frl. Lehmann, Hr. Fricke, Hr. Niemann, Hr. Bey.) Anfang 7 Uhr.

Schauspielhaus, 226. Vorstellung. Torquato Tasso. Swauspiel in 5 Akten von Wolfgang von Goethe. Anfang halb 7 Uhr.

Faliner-Theater, Sreitag: Zum 56. Male: Krieg im Frieden.

ficteria-Theater, Direttion: Emil &reitag: Zum 34. Male: Gastspiel der ersten Sololänzerin Fräulein Clara Qualiz, des ersten Solotänzers Sige. Aldo Spadalino, vom Theater della Secals in Mailand. Der wilve Baron. Großes Ausftattungs\tü> mit Bollets in 12 Bildern von Gustav Kadelburg. Musik von Gusiav Lzh1hardt. Ballets von Therese v. Kilanvi. Kostüme vom Obker-Garderobier Happel. Maschi- perien vorn Maschinenmeister H. Geisler. Elektrisches Licht vom Juspektor Krämer. Sämmtliche Dekora- tionen aus dem Atelier von F. Lütkemeyer in Co- burg. In Scene geseßt von Emil Hahn.

Daß.

Residecnz-Theater, Freitag: Dani:l Nogat.

Krells Theater. Freitag: Kositi. Anfang T Ubr.

National- Theater, Freitag: Gastspiel des Ful. v. Meersberg. Judas im Fra.

Germania-Winter-Theater, (Am Wein- bergêweg.) Freitag: Benefiz f. Hrn. Heinr. Fisch- ba. Der Actienbudikex. Bilder a. d. Volksleben m. Gesang in 3 Abthl. v, D. Kalish. Mußk v. A. Conradi.

Sonnabend: Der Actienbudiker,

Fremde Zufuhren gesoit letztem Montag: Weizen 58 520, Gerste 8630, Hafer 43750 Qrts. Fremder Weizen 1 sh, böber, rubig, angekcmmene Ladungen

Or. Salomon, Hr. Krolop.) | Freis Milit, 8) Wilhelm Bloy, geboren am

j unbekannt ist, und welchen zur Last gelegt wird,

anf Termine De nunverändart, 352 FI Kübö1

Havannazucker Nr. 12, 24. LiverpoSst, 3. November. Baumwolle, Spekalation

Leit, 3. November. (W. Getreidemarkt. Weizen

Gliaazeo, 3, November. Roheisen. Mixed numbres War ia, 3 November.

loco —.

Binger, geboren am 23, August 1852 zu Milits{, €) Guftav Adolph Herrmann Aust, geboren am 17. Februar 1854 zu Melohwit, leßter Aufenthalts- ort Casawe, Kreis Militsb, 7) Carl Robert Berthold Moh, geboren am 15. Februar 1855 zu Neuvorwerk, leßter Aufenthaltsort Sandraschüt,

8. Februar 1859 zu Neuvorwerk, Kreis Militsch, 9) Johann Carl Ernst Kippert, geboren am 23. No- vember 1852 zu Dztew-ntline, letzter Aufenthaltsort Dziatkawe, Krgis Militsch, 10) Wilhelm August Buvke, geboren am 14. Februar 1852 zu Freihan, Kreis Militsb, 11) Johann Joseph Pabke, ge- boren am 3. Juli 1852 zu Freihan, Kreis Milits{, 12) Joseph Januek, geboren am 15. März 1856 zu Wilhelminenort, Kreis Milits%, 13) Friedri Karl Bartlok, geboren am 25. August 1857 zu Pinkotschine, Kreis Milits, 14) Carl Kiefer, ge- bcren am 16. Februar 1858 zu Ujast, Kreis Mio lit, 15) Albert Freudenberg, geboren am 9. Juli 1857 zu Neu-Wirsbkowiß, Kreis Militsch, 16) Jo- hann Gottlieb Reinhold Moù, geboren am 27. Fes bruar 1857 zu Neuvorwerk, leßter Aufenthalt3ort Sandras<hüß, Kreis Milits{, 17) Knecht Wilhelm Julius Noßdeulscher, geboren am 23. Juni 1853 zu Ollscbe, zuleßt sid in Sulau S{loß aufhaltend, 18) S&losser Gustav Carl Herrmann Günther, geboren am 6. August 1853 zu Militsch, 19) Fried- ri< Wilhelm Noscrke, geboren am 10. Dezember 1857 ¿u Breschine- Sulau, Kreis Milits%, 20) Friedri< Wilhelm Keller, geboren am 3. April 1856 zu Neuvorwerk, Kreis Mi! its, 21) Wiibelm JZünsch, geboren am 3". August 1856 zu Kuschwißt, Kreis Militsch, deren gegenwärtiger Aufenthaltsort

in der Absicht, fi dem Eintritte in den Dienst des stehenden Heeres zu entzieh!-n, obne Erlaubniß das Bundeëgebiet verlassen zu haben und fi außer- halb desselben aufzuhalten, Verzehen gegen 8. 140 des Reichs-Strafgeseßzbuches, werden auf Anordnung des Königlichen Amtsgerichts hierselbst auf den #1, Dezember 1880, Vormittags 9 Uhr, vor das Königliche Schöffengericht hierselbst, in dessen Sißungsfaal, eine Treppe hoc, zur Hauptverhandlung geladen. Auch bet unenti{uldigtcm Auébleiben wird zur Hauptverhandlung geschritten werden. Militsch, den 9. September 1880. Königliches Amtsgericht. gez. Grieuiz, Gerichtsschreiber.

Subhaftationen, Aufgebote, Vor- ladungen u. dergl. P i : Verkaufsanzeige mit Aufgebot.

In Sachen des Privatmanns Jacob Hentig zu Altwallmoder, Gläubigers, wider den Koth/\assen

Belle » Alliance - Î'hoater. Freitag: Gast- spiel des Herrn Theodor Lebrun, Direktor des Wallner-Theaters , und mehrerer Mitglieder des- selben. Grofßstädtis<. S<{wank in 4 Akten von I. B. v. S{weißzer. (Adolar Liebetreu: Hr. Dir. Th. Lebrun. Kasseneröffnung 6 Uhr. An- fang der Borstelung 7 Uhr. 1. Parquet 1 O A N

Sonnabend: Auf allgem. Verlangen: Der Hy- pochouder. Lustspiel in 4 Akten von G. v. Moser.

Sonntag: Sechste Nachmittags-Vorstellung. Zum 201. Male: Der Nattenfänger vou Hameln, Anfang 4 Uhr. Ende 6 Ühr. Halbe Preise : Erstes Parquet 1 4 u. \#. w.

Concert-Haus, Concert des Kgl. N47 Hof-Musikdirektors Herra Bilse,

Familien-Nachrichten.

E E S S L I I A E T E IRET fe NTEN FETET S SOE E] Ge1tern Abend 67 Uhr ftarb plößlich im fi Alter von 44 Jahren am Lungensclage F

Herr Wiehard Kleimkmeclkt, h Metteur beim „Deutschen Reichs- und Königl. K Preußischen Staats-Anzeiger". s

Treu in seinem Beruf, geachtet ron seinen [| Vorgesetzten und Collegen, werden wir ihm ein

d ehrendes Andenken bewahren. i Berlin, dena 4. November 1880. y

f Norddeutsche Bnchdru>erei und [s : Verlaas-Anfstalt. jy / T E IE E l O A L

Verlobt: Frl. Helene Niemann mit Hrn. Gym- nasiallehrer Eugen Breyther (Lingen). Frl. Helene Lucas mit Hrn. Landwirth Geelhaar (Sciedlagwiß Jauer).

Verehelicht: Hr. Amtsri®%ter Kühn mit Frl. Ida Konicßko (Rügenwalde —— Marggrabowa). Geboren: Ein Sohn: Hrn. Bergrath Julius

Hiltrop (Dortmund). Hrn. Förster Grumbach (Groß-Väter). Eine Tochter: Hrn. Apo- tbeker L. Stratmann (Lübz in Mel.). Hrn.

Pfarrec Abraham (Groß-Teuplitz).

Gestorben: Hr. Stadtrath a. D, Ernst Adolf Thraenhart (Naumburg a. S.). Verw. Frau Prediger Boryszewski (Lauenburg i. P.). Hr. Major uno Amtóhauptmann a, D. Melchior v. d. Decken (Bergen bei Celle),

SteXFbriefe und Untersuchungs - Sachen. {24579]

Ladung. Nachstehende militärpflihiige Personen : 1) Ernst Uugust Zintmerling, geboren am 8. Fe- bruar 1857 zu Wehlige, Kreis Militsch, 2) Christian Qui>ert, geboren am 15. September 1852 zu Borsi- nowe, Kre/s Militsch, 3) Gottlieb Ambrosius, geboren !

am 8. Oktober 1852 zu Collande, Kreis M ilits<, | angebli<h Nachkommen einer andern Schwester des 4) Ferdinard Wilhelm Kiefer, geboren am 24. April * Stifters Namens Clara l

1852 zu Ujast, Kreis Militsch, ©) Friedrih Rudolph | Hermann Roling beantragt.

E re<tliche, dingliche Rechte, in€befondere aub Servituten und Realberechtigungen zu haben vermeinen, solche Recbte

niht Meldenden im Verhältniß zum neuen Er- werber das Recht verloren geht.

[23058]

Pastors Wesselin> in Wettringen vom 30. Ja- nuar 1744 errihteten Familienstiftung Weffelinck ist zum Zwe> der Feststellung der { selben das öffentlice Aufgebot der threm Leben und Aufenthalt nah unbekannten Erben der S<wester des Stifters Marie Agnes, Ehefrau Bernard Hermann Zurhorft, nämlich:

und Gastwirth Wilhelm Burchardt zu Gr. Heere,

Schuldner, wegen Zwangsvolistre>kung, follen des

Letzteren in und vor Gr. Heere belegenen nachbe-

nannten Immobilien öffentlih meistbietend verkauft

werden, als:

a. das sub Nr. 72 belegene Ankbauerhaus nebst Stallung und Scheuer,

b, der sub Nr. 35 belecene Kothhof sammt Ge- bäuden und Zubehörungen, insbe\ondere auch Holzbere<tigung im Hainberge,

. 10 a 04 qm Hofraum, Karienblatt 4, Par- zelle 147,

. 9 a 99 qm Garten beim Hause, Kartenblatt 4, Parzelle 148,

79 a 77 qm Aderland am sciefen Wege, Kar- tenblatt 2, Parzelle 58, £0 a 73 qm desgleiwen im Wiethstru>ke, Kar- tenblatt 3, Parzelle 61,

. 4 a 76 qm Gar'en im Teichgarten, Karten- blatt 4, Parzelle 214,

. 4 a 57 qm Wiesen daselbst, Parzelle 215,

91 a 73 qm Ackerland über bem Schrotwege, Kartenblatt 6, Parzelle 42,

- 1 ha 47 qm dito in der Kollig, Kartenblatt 6, Parzelle 108,

C8 steht dazu

Termin auf deu 5, Februar 1881, Mittags 1 Uhr,

in der Burchardtsen Gastwirthschaft zu Gr. Heere

an, wozu Kauflustige hierdur< geladen werden.

Im obigen Termine haben zuglei Alle, welche

an gedachte Immobilien Eigenthumés-, Näher-, lehn-

fideikommissarishe, Pfand- und andere

Lsndoen, 3, November, (W. T. B.) An der Küste angeboten 3 Weizenladungen,

(Schlussbericht.) Umsatz 8000 B., davon für und Export 1000 B. Buhig. November-Lieferung 67/16, Mai-Juni-Lieterung 6} d.

1 sh, niedriger, Hafer fest, hiesiges Mehl 1 sh. theurer.

iW. 9 Rohzucker 880 fest, loco 54,00. Raffinirter Zucker T eisger Guerver fest,

ber 60,75, pr. Dezember 61,00,

unter der Berwarnung anzumelden, daß für den si

Bockenem, den 30. Oktober 1880, Königliches Amtsgericht. T. Psingfihorn. Aufgebot.

Von Seiten dcs Pflegers der durch Testament des

nteressenten der-

Anna Maria, sive Maria Elisabeth, Ehefrau Stephan Düccker, 4

Clara, sive Clara Elisabeth, Ehefrau Wilhelm Horftmann,

Maria Catkarina Zurhorft, sowie der

Ludwig Joseph Breuer,

Gertrud, Ehefrau Johaun

Fest. (N T. B)

zember 28,00, fest.

Middi, amerikanische E zu vollen Preisen gehandelt, Gerste

(E. B) warrants 51 sh, 2 d. bis 51 sh, D: D)

12 Gd.

mixeût 56 C, Ne. 3 or. 100 Kilogr. px, Novem- 14.

pr. Januar-April 61,75.

Diesem na< werden die vorgedahten Perfonen und deren Recbtsnachfolger hierdur< aufgefordert, si< mit ihren Ansprücben an die Stiftung späte- stens in dem vor dem hiesigen Amtsgericht auf

deu 17, Juni k, Z,, Vormittags 11 Uhr, anberaumten Termin zu melden, widrigenfalls sie damit ausges{lossen und für \{ulvig erkannt werden, alle Handlungen und Verfügungen derjenigen Inter- essenten, die si< legitimirt haben, anzuerkennen und zu übernehmen. ohne berehtigt zu sein, Rech- nungslegung oder Ersatz der von diesen erhobenen Nutzungen zu fordern.

urßgsteinfurt, den 31. August 1880. Königliches Auts8gecicht.

[27193] Aufgebot.

Auf der im Grundbuche von Ahaus Band 12 Vlait 44 eingetragenen Parzelle Flur 10 Nr. 296/85 der Katastralgemeinde Ahaus, als deren Eigen- thümer die Wittwe Maurer Äuton Becking, He- lene, geborene Wiefhoff, zu Ahaus "nd deren drei Kinder aus der Che mit dem Maurer Anton Becing, Namens Heinri<, Gerhard und Gertrud Becing, daselbst nah den Grundsätzen des münste- rishen Statutarrechts eingetragen sind, steht in der dritten Abtheilung unter Nr. 1 folgende Post „Vierzig Thaler Münstersh Darlehn nebst vier Prozent Zinsen und Kosten ex oùblig. vom 6. No- vember 1807 für den Amisschreiber Christoph Meyer zu Bcchold“ und unter Nr. 2 folgende Post „Sechs und neuvzig Thaler Münstersch rü>- ständige Kaufgelder nebst vier Prozent Zinsen aus der Urkunde vom 1. Mai 1794 für die Stadt Ahaus eingetragen. Beide Posten sind angeblich getilat, bei der erstern sollen die Obligation und die Quittung, bei der zweiten foll die Obligation verloren gegangen sein. Die Wittwe Be>ing hat nun das Aufgebot der erstern Post und binsfichili der zweiten Post das Aufgebot der Schuldurkunde vom 1. Mai 1794 beantraat.

Es werden daher alle Diejenigen, welche zu der erstern Post berechtigt sind, aufgefordert, ihce An- sprüche spätestens in dem auf den

15, Januar 1881, Morgens 11 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle, vor dem Amtsgerichtsrath Zurmühßhlen anberaumten Termine anzumelden, widrigenfalls sie mit denselben präkludirt werden und die Post im Grundbuche gelöscht wird.

Ferner wird der Juhaber der Schuldurkunde vom 1. Mai 1794 aufgefordert, \pätestens in dem vor- gedachten Termine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlog- erklärung derselben erfolgen wird,

Ahaus, den 25. Oktober 1880,

Königliches Amtsgericht,

272 O

N Aufgebot.

Das Aufgebot folgender Urkunden :

2, dcr Schuldverschreibung vom 23. Oktober 1838 nebst Hypothekenschein resp. Cession vorn 4, De- zember 1850, aus wel<her im Grundbu ron Salcbau Band I. Blatt Nr. 27a in der Il, Abtheilung unter Nr. 3 100 Thlr. nebst Zinsen für die Ehefrau des Böttchers Stute, Marie Charlotte Dorothee, geb. Sauer, in Let lingen eingetragen stehen,

. der Otligation vom 23. Januar 1840 nebst Hyyvothekenschein resp. Cession vom 19. Mai 1859, aus welcher im Grundbuch von Berge Band I. Blatt Nr. 35 in der Ill. Abtheilung untcr Nr. 4 100 Thlr. nebst Zinsen für die Kirchenkasse zu Berge subingrossirt sind,

. des Kaufvertrages vom 2. August 1847 nebft Hypothekenschein, aus wel{em im Grundbuch von Gardelegen Band IX. Blatt Nr. 433 in der 11. Abtheilung unter Nr. 1 ein Wobhnungê- re<t und sonstige Berechtigungen für die Wittwe Seiffart, Catharine Dorothee Elisabeth, geb. Bennece zu Gardelegen eingetragen stehen,

. der Doligation vom 17. August 1831 nebst Hypothekenschein, aus welcher im Grundbuch von Algenstedt Band I. Blatt Nr. 15 in der 111, Abtheilung unter Nr. 2 eine Restforde- rung von 6 Thlr. 15 Sgr. für die 5 Kinder der vercheiiht gewesenen Prediger Keßler, Johanne Ferdinande Wilhelmine, geb. Grünewald, in Krem?ïau eingetragen ift,

ift zu a, von dem Grundsißzer Joacbim Heinrichs

in Salhau und dem Böttcher Christian Stute in

Leßlingen, zu b, von dem Gemeindekirhenrath zu

Berge, zu c, von dem Bäter Carl Seiffart in

¿Forst N./L. und zu d. von dem Grundsiter Iohann

Heinrih Müller zu Algenstiedt beantragt. Die Jn-

haber der Urkunden werden aufgefordert, späteftens

in dem auf

den 28. Dezember 1880, Vormittags 10 Uhr,

vor dem unterzeihneten Gerichte anberaumten Auf-

gebotstermine ihre Rechte anzumelden und die Ur- kunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklä- rung der Urkunden erfolgen wird,

Gardelegen, den 20. Oktober 1880.

Königlihes Amtsgericht.

[27160]

Vom Häusler Christian Bra> von der Häuslerei Nr. 13 zu Muchow ift hinsichtli< des Fol, 1 des Grund- und Hyvothekenbuhs der gen. Hâäuslerei für den Büdner Christian Redel in Mucdow ein- getragencn Kapitals von 375 4 und von dem Erb- pächter Möhring von der Erbrachthufe Nr. 4 zu Gorlosen hinsichtli< des Fol. 9 des Grund- und Hypotheklenbu<s der gen. Erbpacbthufe für - den Handelsmann Schultz zu Krienitz cingetragenen Ka-

pitals von 2109 A das Aufgebotsverfahren be- antragt.

Parla, 3, November. Produktenmarkt. Weizan fest, pr. November 28,10, pr, De-

pr. November 59,0, pr. Dezember 58,75, 98,29, pr. März-Juni 58,25. RübzI rubig, pr. November 73,25. pr. Dexember 73,80, pr. Januar-Ápril Spiritus rubig, pr. November 62,25, pr. Dezember 62,00, pr. Januar- April 61,25, pr.

New=Torta, 3. November, (W. T. B.)

Waaren bericht, New-Orleans 103, Percloum in New-Yoz%

Zocker {F Schmalz (Marke Wilcox] & Vrothers 9k, Speck sehort alcar} 8 C, Gatreidefracht 6Ì.

C. T: B)

pr. Januar- April 28,00, pz. März-Juni 28,10. Mehl

pr. Januar-April 75,50, Mai-Augast 60,50.

Baumwalle in Now-York 11, o. iu

12 Gd., c, in Philade!nbir

rohes Petroleum 7, do, Pipe Hine Certificats D. 93 C. | Mehl 4 D. 50 €.

Rother Féinterweizen 1 B, 18 C Mais (ald

loox} 9, do, Feirbanks 9, do. Robe

E E E HE N 7 RMAER

Termin zur Anmeldung von Ansprüchen findet am

statt. Grabow, den 29. Oktober 1880. Großberzoglihes Amtsgericht. Zur Beglaubigung : Peters, A.-G.-Actuar. Hilde3heim. den 21, Oktober 1880. Oeffentliche Sigung des Königlichen Amtsgerichts Il. Gegenw. : Amtsrichter Niemeyer, als RiHter, Referendar Gehrken, als Gerichtsschreiber.

In Sacen

[27195]

und als Testamentsvollstre>er der Wittwe Gronzu geb. Künne>e hieselbst, Klägers,

gegen Unbekannte, Beklagte, wegen Aufgebots, : A0 26 i Borgelesen, genehmigt, ist das na6bfolgende Aus\<{lußurtheil bes{lossen und verkündet: Da auf das auf geseßlich

lehn von 800 Thlr.

und Spezialhypothek im hiesigen Hypotheken- bucbe eingetragen ift, beim hiesigen Amtsge- richte angemeldet hat, so wird dem gestellten Präjudize gemäß auf den vom Kläger gestellten Unkrag die vorbezeichnete Urkunde hiermit für kraftlos erklärt. Eröffnet : Beglaubigt: Niemeyer. Gehrken, Zur Beglaubigung dieses NAuszugs: i Schlicting, A}, Gerichttschreiber Königl. Amtsgericts,

Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen 2c. [27077] _ Submission, Bei dem diesseitigen Artillerie - Depot soll die Lieferung vcn

0,16 qm ftark, 850 fiefernezr Bettungsboblen 0,30 m breit, 0,08 m stark,

werden, wozu ein Termin guf Donnerstag, den 18, November 1880, BVormittans 103 Uhr,

anaeseßzt ist. Die auf Stempelpapier oeschriebenen, vers{lossenen und mit der Aufschrift: „Submission auf Licferung von Bettungs- rippen und Bohlen“

des Submissionstermias an das Artillerie - Depot einzureichen.

Die allgemeinen und speziellen Lieferungsbedin- gungen liegen im diesscitigen Bureau osten und werden auf portofceies Verlangen au gegen Erstattung der Kopialien in Abschrift mit- getheilt.

Dicdeußofeu, den 31, Oktober 1880.

Ertilleric-Depot,

Ee T C E D E C R M D 2 Cm L U _ —- _—, -

E E LE I A P A E D E I TT

Verschiedene Bekanntuachungen. Bank des Berliner Kassen- [27304] Vereins

am 1. November 1880, Activa. 1) Metall- nnd Papiergeld, Gut- haben bei der Reichsbank ete, 2) Wechsel-Bestände R 3) Lombard-Bestände E 4) Grundstück und Kantion ete. FPassîva. GirO-Guilaben el e ¿M

[27303]

M 10,132,719. » 4,0800 » 5,966,400. 301,506,

17,167,001.

Monats-Uebersîcht vom 31. Oltoter 1880. (Gemäss Art. 34 alin. 2 des Statuts.)

, Erworbene unkündbare hypothekarische und Ren- ten-Foräerungen ., . M 100,796,063,

. Erworbene kündbare bypothekarische Forde- rungen

c. Ausgegebene unkündbare

Pfandbriefe ‘« y 100722000

d, Ausgegebene kündbare

Pfandbriefe 2,860,700. ,„

Gotha, den 31, Oktoter 1880, Cto., 93/11,A.)

Deutsche Grundäkredit-Bank.

9,068,700.

v. Holtzendorff. Landsky. R, Frieboes.,

pr. Mai-Augast 76,00.

refining Muscovaios} 71, Kaffee (Rio-)

E N A N

aan

Df T t N T De L I s

Montag, den 10, Zauuar 1881, V. M. 11 Uhr, 2

des Fabrikanten F. Gaebke zu Hildesheim als Vor- | mund der Kinder des C. Kraßberg in Himmelsthür H

Va vorges<riebene F Weise öffentlich bekannt gemachte Aufgebot vom 8. Juli 1880 bislang Niemand Anrechte an | der fraglihen in dem Aufgebot bezeichneten Urkunde vom 4. Oktober 1871 über ein Dar- | zu Gunsten der Kirche zu Dorstadt, welche von der Kirche zu Do. stadt an die Wittwe Gronau, geb. Künnc>e, zu Hildes- | heim cedirt und am 25, Mai 1875 mit Cessions- | urkunde ausgehändigt sein soll, und auf Grund | welcher Urkunde am 6. Oktober 1871 General- |

100 fieferneu Bettungsrippen à 4,5 m lang, | à 3m lang, |

im Wege der öffentlichen Submission verdungen |

im Bureau des Artillerie - Depots zu Diedenbofen H

postmäßig k versebenen Offerten sind portofrei bis zum Beginn |

zur Einsicht |

Deutscher Reichs-Anzeiger

und

Königlich Preußischer Staats-Anzeiger.

/ Das Abonnement beträgt & # 86 „4 j für das Bierteljakr.

\ Insertionspreis für den Raum einer Drucizzile $6

M2 261.

lera:

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht : dem Rechtsanwalt und Notar, Justiz-Rath Brachvogel zu Kosten den Rothen Adler-Orden dritter Klasse mit der Schleife zu verleihen.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst gerußt : den nachbenannten Offizieren die Erlaubniß zur Anlegung der ihnen verliehenen nihtpreußischen Ordens-Jusignien zu ertheilen, und zwar:

des Kaiserlich österreihishen Ordens der Eisernen Krone zweiter Klase: , dem Obersten von Wittich, Abtheilungs-Chef im Kriegs- Ministerim; sowie

des Großkreuzes des Fürstlich rumänischen Ordens „Stern von Rumänien“ mit Shwertern: dem Obersten Fürsten Wilhelm zu Wied, à la suite

des 4. Garde-Grenadier-Regiments Königin und Chef des 3, Rheinischen Landwehr-Regiments Nr. 29,

KHönftgreic<h Preusen,

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht : den Regierungs-Präsidenten Steinmann zu Arnsberg zum Ober-Präsidenten der Provinz Schleswig-Holstein, sowie den bei dem Finanz-Ministerium angestellten Geheimen

Kanzlei-cFnspektor Weber zum Kanzlei-Rath zu ernennen.

Justiz-Ministeriun. Der. Rechtsanwalt Thiele in Gelsenkirchen it zum Notar im B&Girk des Ober-Landesgerichts zu Hamm mit An- weisung seines Wohnsißes in Gelsenkirhen ernannt worden.

n der heutigen Handelsregister-Beilage wird Nr. 45 der Zeichenregister-Bekanntmachungen veröffentlicht.

lo 6 e f d c f y ¿liétamilices. Dentsches Nech.

Preußen. Berlin, 5. November. Se. Majestät der Kaiser und König empfingen heute den Polizei-Präsidenten von Madai, nahmen in Gegenwart des Gouverneurs und des Kommandanten militärishe Meldungen entgegen und machten demnächst mehrere Besuche.

Nachmittags um 6 Uhr gedenken Sich Se. Hubertussto> zur Hofjagd zu begeben.

Majestät nah

Jm weiteren Verlaufe der gestrigen (4.) Sizung seßte das Haus der Abgeordneten die erste Berathung der drei Gesezentwürfe fort, 1) betreffend die Zustän- digkeit der Verwaltungsbehörden und Verwal tungsgerichte, 2) betreffend die Abänderung von Bestim- mungen der Kreisordnung für die Provinzen Preußen, Brandenburg, Pommern, Posen, Schlesien und Sachsen, und 3) betreffend die Abänderung von Bestimmungen der Pro- vinzialordnung für die Provinzen Preußen, Brandenburg, Pommern, Schlesien und Sa()sen. Der Abg. Freiherr von Zedliß und Neukirch erklärte, da die bisherigen Reden grundsäßlichen Widerspruch gegen die Vorlagen der Regierung nicht erkennen ließen, so könne er si<h sehr kurz fassen und nur möglichst knapp und klar seine Ansichten über das Gehörte darlegen. Im Fnteresse des Hauses liege es, wenn er nit auf alle Einzel- heiten der Nede des Abg. von Meyer eingehe. Die Betrachtungen desselben seien nah seiner (des Redners) Ansicht aus Wahrem und Falschem ziemli gleihmäßig zusammengeseßt. Aber vor Einem möchte er warnen, vor dem Grundzug, der durch viele der Ausführungen des Vorredners gehe, aus einseitiger An- shauung generelle Maßregeln kritisiren und abändern zu wollen. Nicht aus einzelnen Erfahrungen, sondern aus der ganzen Summe der Erfahrungen müsse man sein Urtheil \<öpfen. Zwei Punkte besonders möchte er einer besonderen Betrachtung würdigen. Zunächst sei er damit einverstanden, daß die Ausstellung der Wahllisten für die Amtsvorsteher mancherlei praktishe Vorzüge habe, und daß im Interesse einer unparteiischen gewissenhaften Auswahl der Personen an Stelle des Kreistages der Kreisausschuß treten könne, für ein absolutes Bedürfniß halte er das aber niht. Wenn der Landrath im Kreistage klar seine Meinung sage, fris und frei von der Leber weg spreche, dann werde derselbe auch dort in der Lage sein, Agitationen für die Wahl unwürdiger Personen im Keime zu erstiden. Ein zweiter Punkt betreffe die Aufsichtsfrage, ZU seinem lebhasten Bedauern sei ja die kommunale Gestal- tung der Amtsbezirke niht zu der vollen Wirksamkeit gedie- hen; der Gedanke, diese kommunalen Jnstitute allmählich her- auswachsen zu lassen aus dem reinen Polizeibezirk zu einer

Berlin, Freitag,

S S R E R S E R E L

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dition: S7. Wilbelmfir, Ne. 82, | 5

| ! Pr rar T pz S | L LN C D î l t S L E l E D ; L 5 7“ au 20 Es a , K 1774 1 E

dei d November, Abends.

18S.

Kommune, habe si< nit voll verwirkliht. Troßdem aber erkenne er mit der größten Anzahl seiner politishen Freunde darin einen. außerordentlih gesunden Gedanken für die Zu- kunft, denn die Ausbildung der Amtsbezirke zu fommunalen Körperschaften sei die erste Vorausseßung zu einer guten Land- gemeinde-Ordnung, die er allerdings im Gegegensaß zu dem Abg. von Heydebrand für ein Bedürfniß erachten müsse, ohne jedo, wie der Abg. Hänel, der Meinung zu sein, daß die Land- gemeinde-:Drdnung das Nächstfolgende sein müsse. Er schließe ih hierin der Meinung dex Regierung an, daß zunächst ein erster Abschluß der Kreis- und Provinzialordnung und der Gestaltung der Landesverwältung in den höheren Jnstanzen zur Ausführung gelangen solle, Zu den Ausführungen des Abg. Hänel könne er zu seinex Befriedigung sh in einem wesentlihen Punkte zustimmend erklären : au er und seine politischen Freunde meinten, daß es si niht empfehle, die Aufsicht über die kommunalen Körperschaften einzelnen Staats- beamten zu übertragen; er meine, daß die Aufsicht des Kreis- ausschusses über die Landgemeinden und die Amisbezirke \i<h durchaus bewährt habe, die Gründe der Staatsregierung da- gegen den prafktishen Erfahrungen gegenüber nicht durchs{la- gend erschienen seien. Auch insofern entsprächen diese Gründe nit vollkommen der Wirklichkeit, als eine laufende Aufsicht doch ebenso gut von dem Vorsißzenden des betreffenden Kreis- ausschusses als von dem Landrath als solchem geführt wer- den könne. Er meine au, daß in vielen Fällen die Grenze der Staatsaufsicht eine sehr vage sei und daß Mißbräuche dadur sich einshleihen könnten und müßten, fo daß die Staatsregierung nur wünschen könne, eine feste, gute Aufsicht dur< Beifügung von Elementen der Selbstverwaltung zu erlangen. Der Abg. Hänel habe dann, gleichfalls zu ¡einer großen Fr.ude si prinzipiell mit der Auffassung ein- verstanden erklärt, daß der Sdreglerung feine Rolle im Streitvecfahren offen gelassen *érden folie, daf also der Auf- sichtsbehörde eine Klage gegen Denjenigen, von dem sie etwas erreichen wolle, nicht zustehe. Er (Redner) wolle aber zwei Ausnahmen statuiren, zunächst bei der Annahme von Be- shlüssen der Selbstverwaltungsbehörden. Der Abg. Hänel meine, daß in diesem Falle Vorsißender und Mitglieder \ih gleich änden. Er bitte das Haus aber zu bedenken, daß in diesem Fall der Vorsißende niht als Vorsißender handele, sondern als Vertreter des Staatswohles, als Vertreter der höheren Interessen gegenüber den geringeren. Aus diesem Grunde treffe aber die Vorausseßung zu, unter der im übrigen mit Necht die Regierung ihren Organen niemals die Stellung des Klägers zuweisen werde. Auch im zweiten Falle, den der Abg. Hänel anführe, gehe der allgemeine Grund, den derselbe gel- tend gemacht habe, zu weit. Dieser Grund würde sih ja für alle Polizeiverfügungen überhaupt erheben lassen und sei jeden- falls niht dur<s<lagend. Er seinerseits behalte si< eine Reihe

zur Sprache kämen und {ließe si<h dem Antrage auf Kom- mission$berathung an.

Der Abg. Dirichlet verzihtete darauf, dem Abg. von Meyer auf das Gebiet der Erörterung der Spezialbestim- mungen zu folgen. So leiht es sein würde, denselben Punkt für Punkt zu widerlegen, so müsse do<h im Interesse des Hauses die Diskussion der Kommissionsberathung vorbehalten bleiben. Nur dagegen müsse er protestiren, daß der Abg. von Meyer die Berechtigung des Abg. Hänel, für die Stellung der Amtsvorsteher einzutreten , bestritten habe, weil derselbe als Schleswig: Holsteiner den Amtsvorstehern fern stehe. Jeder Abgeordnete sei Vertreter des ganzen Volkes und müsse das

Recht haben , \si< sein Urtheil über die Vorlagen zu bilden, | N E Ta Sei

ohne si<h darauf zu beshränken , ausschließli<h aus seiner oft recht engen Berufssphäre heraus zu urtheilen. Er (Redner) könne übrigens aus seiner genauen persönlichen Kenntniß der Ver- hältnisse der Amtsvorsteher die Angaben des Abg. Hänel nur durchaus bestätigen. Wenn der Abg. von Heydebrand sür die in Bezug auf die Landrathsfrage einzubringenden Anträge das Wohlwollen des Ministers in Anspru<h genommen habe, so glaube auch er selbst auf eine wohlwollende Aufnahme der von der Linken zu machenden Vorschläge rehnen zu dürfen. Ein eminenter Vorzug der Selbstverwaltung sei es, daß da- dur<h ein neutraler Voden geschaffen werde, auf welchem Männer aller Parteien friedfertig nebeneinander arbeiten könnten. Dieser Vorzug, der seinen segensreihen Ein- fluß auf das ganze politishe Leben des Volkes aus- übe, könne jedo<h nur dann zur vollen Wirkung kommen, wenn die Kompetenz der Selbstverwaltungskörper nicht eingeschränkt, sondern ausgedehnt werde. A halb durchaus nicht rehtfertigen, die Kommunalaufsiht aus- \{hließlih in die Hände von Einzelbeamten zu legen. Noch sei von keiner Seite nahgewiesen worden, daß die Mitwirkung der Beshlußbehörden zu Unzuträglichkeiten geführt habe, der Antrag der Regierung lasse sh also nur erklären aus einem Interesse für Symmetrie, das do< aber nicht so weit gehen dürfe, um sachlihe Erwägungen unbeachtet zu lassen. Das Zugeständniß des Abg. von Zedliß bezüglih der Kom-

standes zuzulassen, und daß man bei gegenseitigem Entgegen-

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Es lasse si<h des- |

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0 zu einem allseitig befriedigenden Abschluß gelangen werde.

Hierauf ergriff der Minister des Jnnern Graf zu Eulen- burg das Wort:

Meine Herren! Aus dem bisherigen Gange der Verhandlung habe ih zu meiner Genugthuung zu konstatiren, daß auf allen Seiten des Hauses sih eine dankenêtwerthe Bereitwilligkeit kund gegeben hat, auf dem Ihnen von der Staatsregierung vorges<lagenen Wege voranzugehen, um eine Uebereinstimmung in unseren Berwaltungs- cinrihtungen herbeizuführen und die Uebertragung derselben auf die- jenigen Provinzen, welche die Kreitordnung no< nit haben, anzu- bahnen. Nur wenige von den Punkten, welche im Laufe der Ver- handlung heute angeregt worden sind, werden mir, da wir uns in der Generaldisfkussion befinden, Anlaß geben, auf dieselben zurü>- zukommen. Zwei davon betreffen das Kompetenzgeseßz, der dritte die Kreisordnung. Was das Kompetenzgeseß anbetrifft, meine Herren, find wesentliche Bedenken nur laut geworden in Beziehung auf die BVorscbläze, welce hinsichtlih der Regulirung der Aufficht na< zwei Richtungen im Geseße gemaht worden sind, nämlich den Amtsvor- stehern gegenüber, und in Betreff der Kommunalaufsicht. Meine Herren! Der leßte Herr Redner hat gemeint, daß das nur geschehen sei im Fn- teresse einer gewissen Gleichmäßigkeit und Symmetrie und daß eine solche keine Anwendung zu finden habe, weil es < um keinen Bau, sondern um organische Einrichtungen handelt. I< muß nun beken- nen, daß i gerade die Ausführungen eher für eine Unterstüßung des Weges, den die Regierung eingeschlagen hat, halten muß, denn als cinen Einwand. Dun gerade bei der organischen Einrichtung kemmt es darauf an, daß die Prinzipien, auf welcen sie beruhen, möglichst gleihmäßig und ausnahmslos ausgeführt werden, weil nur dann die Ueberzeugung von deren inneren Werth und ihrer Berec- tigung si<h Bahn brechen, und diejenige Festigkeit der Begründung für die organischen Einrichtungen des Staates herbeiführen kann, wel<e zu ihrer gedeihlihen Wirksamkeit nothwendig ist. :

Dies, meine Herren, sind die Gesichtspunkte, wel<he bei Gelegenheit der cinmal nöthig gewordenen Revision der or- ganishen Gesehe die Regierung dazu bestimmt haben, Ihnen die in Rede steheuden Vorschläge in Beziehung auf die ander- weite Regelung der Staatsaufsiht zu machen. Das ist von keiner Seite bestritten, daß die Aufsicht über die laufente Verwtlttg nach dem ganzen System, wel<cs unserer Verwaltungseinri<turg zu Grunde liegt, in das Gebiet der Gesäftsführung des Einze! beamten gehört, und daß die Mitwirkung der Kollegialbehörden, also auch der Beschlußbehörden nur in Bezug auf gewisse wichtige und bedeutsame Punkte einzutreten habe. Meine Herren, das ist der rothe Faden, der sih dur das ganze Organisationsgesetz zieht, der in dem früher vorgelegten Entwurfe der Städteordnung festzuhalten war, und der nunmehr au< auf den hier besprobenen Gebieten verfolgt wird.

Was zunächst die Frage der Aufsiht gegenüber der Amtsvor- steher anbetrifft, so muß ih bekennen, daß ih irgend ein prafktis{es Bedenken, wels den Vorschlägea des Entrourfes ‘entgegen- stehen könnte , nihi zu erfennen vermag. Es ist heute von einem der Herren Vorredner darauf _hin- gewiesen worden i< muß aber im Zusammenhang no< einmal darauf zurü>kommen wie diese Angelegenheit bish:r geordnet ist,

¡ und welches eigenthümlihe Verhältniß gegenwärtig in dieser Bezie- M r N h 2 l Mad VOtebr. von Ausstellungen vor, weil diese besser in der Kommission

In Betreff der polizeilihen® Thätigkeit steht der Amtsvorsteher unter der Aufsicbt des Landraths, in Bezug auf seine kfommunale Thâtigkeit der AuffiWt des Kreisausschusses, und endlich in Bezug auf die übrigen Ges(äfte, die er zu verwalten hat, der Aufsicht des Landrathes als Vorsitzenden des Kreisautshusses. Nun, meine Herren, was das letzte betrifft, so werden Sie zugeben, daß dies lediglih eine Umschreibung ift und daß daher ic glaube, daß das schwer zu widerlegen sein wird nur die Frage übrig bleibt, ob in Bezug auf die kommunale Thätigkeit des Amtsvorstehers ist, dem Prinzipe entspre<hend, auch dafür die Auffitt über die laufende Verwaltung dur den Einzel- beamten statt des Kollegiums eintreten zu lassen. Insofern hängt die Beantwortung dieser Frage mit der zweiten zusam- men, ob und in wieweit überhaupt bei der Aufsicht über kommunale Körperschaften die alleinige Wirksamkeit des Einzelbeamten auszu- {ließen und in allen Punkten die Mitwirkung der Beschlußbehörden Nun, meine Herren. ih denke, daß, abgesehen von dem prinziviellen Standpunkt, den ic: angedcutct hate, diz praktisce Seite der Frage von wesentlicher Bedeutung ist und Sie werden mir nicht bestreiten, daß für alle Geschäfte der laufenden Verwaltung ein Kollegium, zumal ein sol<es, welches nur in bestimmten Zwischen- räumen zusammentritt, weniger geeignet is ala] ein Einzelbeamter, welcher zu jeder Zeit zugezen is und in jedem Augenbli> eingreifen kann. Es kommt aber hinzu, daß der allergrößte Theil der Fragen, um die es sich handelt, auf einem Gebiete liegt, welches der Natur der Sache nah vor den Einzelbeamten gehört, das ist nämlich derjenige Theil der sogenanuten laufenden Aufficht, welcher in der Jnitiative besteht, in der Anregung dessen, was zu gesehen bat, nit, wie vielfa angenommen wird, in restriktivem oder rezressivem Sinne

{ in der Beschränkung der Aktion der Gemeinden, nein, im Gegentheil, in

der Anregung der Thätigkeit auf allen Gebieten, wo es noth thut. Das ist es ret eigenili<, was durch persönlihe Berührung, durch unmittelbare Einwirkunz eines Einzelbeamten besser gefördert wird, als wenn es dazu erst eines Kollegialbeshlusses bedarf. I bitte Sie es bedarf der Versicherung eigentli niht do< gar nicht zu glauben, daß dahinter irgend etwas Anderes liegt als die beiden Gesichtspunkte: Herstellung der Gleihmäßigkeit der Organisation und

| der Wunsch, den praktishen Verhältnissen nah Möglichkeit zu ¡ entsprechen.

Sie sehen di:s auch daraus, daß, weit entfernt, die Mitwirkung

| der Beshlußbehörden in wichtigen Dingen auszus<ließen, ehe das Bestreben vorgelegen hat, die Thätigkeit derselben auszudehnen und

ihnen überall, wo irgend es wünschenswerth is, eine Mitwirkung

| einzuräumen, und wean in dieser Beziehung no< weitere Wünsche

V y L | beste munalaussiht acceptire er mit großer Freude und Genug- | estehen

thuung ; er hoffe, daß die Kommissionsberathungen wenigstens dahin führen würden, keine Verschlehterung des jeßigen Zu- |

sollten, so, glaube i<, wird si< leiht eine Verstän- digung darüber finden lassen. Danach, weine Herren, empfehle i Jhrer Erwägung nochmals, ob Sie glauben das Bedenken aufre<t halten zu können, daß die Aufsicht über die laufende Verwaltung einem cinzelnen Beamten niht anvertraut werden dürfe, der viel