1880 / 278 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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E:

[29081] Bekanntmachung.

Durch Urtbeil der I. Civilkammer des Kgl. Land- !

die zwischen den Ebeleuten Handelsmann Johann

geborne Stöcker, daselbst, bieher bestandene eheliche Gütergemeinschaft mit Wirkung seit dem Tage der Klagebehändigung, 6. August 1880, für aufgelöft er- klärt worden. Der Landgerichts-Sekretär. Jansen.

[29064] In der Strafsache gegen: 1) den Künstler Julius Reinhold Pohl, am 21. April 1858 zu E geboren, 2) den Herrmann Paul Frenzel, am 19. April 1858 zu Cottbus geboren, 3) den Chriftian Bulíow, am 2. September 1858 zu Drawhausen geboren, 4) den Gottlieb Petayz, am 6. Mai 1858 zu Drewiß geboren, 5) den Martin Buder, am 2. November 1858 zu Drachhausen geboren, 6) den Handelsmann Max Mendel, am 25. Dezember 1860 zu Cottbus ceboren, 7) den Händler Christian Bubner, am 20. September 1860 zu Dracbhausen geboren, 8) den Chriftian Hockun, am 28. Februar 1860 zu Dracbhausen geboren, 9) den Christian Greschenz, am 6. Januar 1860 zu Jänishwalde geboren, 10) den Sclofsergesellen Karl Friedrich August Noack, am 9. August 1860 zu Luisenruh geboren, 11) den Ecnst Reinhold Rokert Nicolai, am 7. März 1860 zu Peiß geboren, 12) den Tu(- machergesellen Robert Albert Herrmann Otto, am 24. September 1860 zu Peiß geboren, 13) den Tuch- macher Paul Adolph Metag, am 2. März 1860 zu Sandow geboren, 14) den Friedrich Hermann Kerk, am 9. Dezember 1858 zu Cottbus geboren, 15) den Instrumenrenschleifer Rudolph Bor, am 27. Sep- tember 1860 zu Cottbus geboren, wegen Verleßung der Wehrpflicht wird, da tie Angeschuldigten des Vergehens gegen §. 140 Absay 1 Nr. 1 des Strafgeseßbuchs beschuldigt sind, auf Grund der SS. 480, 325, 326 der Strafprozeßordnung zur Deckung der die Angeschuldigten möglicherweise treffenden höchsten Geldstrafe und der Kosten des Verfahrens bis zum Betrage vou je 200 (4, in Worten Zweihundert Mark, das im Deutschen Reiche befindlihe Vermögen der Angeschul- digten mit Beschlag belegt. Cottbus, den a November 1880. Königliches Landgericht. Straf- ammer.

[29073]

In der Strafsache gegen 1) den Roman Stoll, geb. am 10. Juni 1855 in Gr. Sokolnik, katholisch; 2) den Handlungs8gehilfen Eduard Jacob Ludwig Cichowsïi (Cichocti), geb. am 25. Juli 1857 in Kazmierz, wegen Verleßung der Wehrpflicht, wird, da die Angeschuldigten des Vergehens gegen 8. 140 Abs. 1 Nr. 1 des Strafgeseßbuchs beschuldigt sind, auf Grund der 8, 480, 325, 326 der Sthtntproiei:

Ordnung zur Deckung der die Angeschuldigten | 15 Öf "r t 1 r S o n , u 9 T (2 möglicherweise treffenden höchsten Geldstrafe und der a n M Me e e

Kosten des Verfahrens, das im Deutschen Reiche

besindliche Vermögen dex Augeschuldigten mit | 9 Fahr Beschlag belegt. Posen, den 17. November 1880, L u e infen Huao C

Königliches Landgericht, Strafkammer II. [29095]

= 600 A lautend, beantragt worden ift, werden die derzeitigen Inhaber dieser Urkunden hierdurch aufgefordert, spätestens in dem auf Freitag, den 1, Juli 1881, Vormittags 10 Uhr, anberaumten Aufgebotstermine ihre Rechte bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden und die Urkur- den vorzulegen, widzrigenfalls die Kraftloserklärung der bezeichneten Urkunden erfolgen wird. Weimar, den 20. November 1880. Grofßherzoglich S. Amtsgericht. Krahmer.

[29067] Bekanntmachung. Der Rechtéanwalt Warneyer in Liebenwerda ist auf seinen Antrag in der Rechtsanwaltsliste des hießgen Landgerichts gelöscht worden. Torgau, den 20, November 1880. Königliches Landgericht.

(226) Bekanntmachung. j

In die Liste der bei dem unterfertigten kgl. bayer. | ; Öf Amtsgerichte zugelassenen Rechtsanwülte wurde M O ae

eingetragen: diescr S ee O : der Nechtsanwalt und k. Advokat Max Grieser laufenden V fee Sat tee Aekite Citnis

dahier. Weilheim, 20. Novbr. 1880.

[2306] Bekauntmachung.

In die Liste der bei dem unterzeichneten Land-

deridte zugelafenen Roccós D, daß an dem obigen Ausloosungstage di . No- is gelafs chtsanwälte ift heute unter vember 1876 ausgeloostey, MiwisGen sämmtlich zue

der Rechtsanwalt Gotthold Ferdinand Robert R Mig iein Schuldbriefe der Ablösungs-

Nr. 48

E Der cs E im Voigtlande, mit dem Wohnsiße in Glauchau eingetragen w é Zwvicau, den 23. November 1880. A Edt Königl. Säcbs. Landgericht daselbst. Eifers.

Berkánfe, Verpachtungen, Submissionen 2c. S

(26622) Bekanutmachung.

Kreise Birnbaum, ca. 36 Kilom. von der Kreis-

ftadt und ca. 32 Kilom. von der Eisenbahnstati i it S i Landéberg a. W. entfernt, soll auf 18 Subia Uak bls tungstage, li TRRion E

zwar für die Zeit von Johannis 1881 bis dahin 1839, im Wege des öffentlichen Meistgebots e weit verpachtet werden, zu melhem Behufe wir

auf Dienstag, den 7, Dezember d. Jrs., Bor-

mittags 11 Uhr, in unserem Termin anberaumt GabiR Sizungszimmer

Die Domäne besteht aus den Vorwerken : a. Althöfhen mit einem Flächeninhalte von

369,566 ha, b, Semmriy nebst Nebenvorwerk N Neuvorwerk mit einem Flächen-

von Abgaben und Leistungen an Kirchen, Pfarreien

Z L S . 2c. stattgefunden hat, {find di ch i Nachdem die Kraftloserklärung der Prioritäts- | Ex, 2 i j e nacwverzeihneten Stammaktien der Dinar Geraer Gisenbabenesell lele betroffen und zur Abzahlung bestimmt

{aft Nr. 00760 und Nr. 00772, über je 200 Thlr. | 4. Schuldbriefe zur Ablösung von Grund-

W, Sduldbriefe zur Ablösung von Abgaben

aufgefordert, dieselben nebft den dazu gehörige nicht fälligen Zinsabschnitten und den Sindleistes

sofern diese innerhalb des bezeichneten halbjähri i ) Zeitraums erfolgt, in Empfang z ;. Mit 1 N ; mpfang zu n L Ma LUSetiós dem Ablauf des sechsten Monats vom Sn Es Ç un, E EE a Enng an hôrt die Verzin- ung der sämmtlichen ausgelooften, bezeichne Sai sg en, oben bezeichneten

nebst den dazu gehörigen Zinskeisten und Zinsab-

Die Königliche Domäne Althöfchen im E E sind

sind, auf 75 000 M festgeseßt.

Jeder, der si beim Bieten betheiligen will, ha fi vor dem Termine bei dem Lizitations-Kommis farius über den eigenthümlichen Besitz eines dis

auszuweisen. Die übrigen Pachtbedingungen und die Lizitations

Grundsteuer-Mutterrolle, das Gebäude-Inventa

nach vor

theilen wird. Posen, M ole 1880, önigliche NRegicrun Abtheilung für direkte Sens, Domänen und Forsten. Bergenroth.

[27881] Submisfion. __ Von dem unterzeihneten Artillerie-Depot werden im Wege der öffentliben Submission folgende Bettungshölzer an den Mindestfordernden vergeben : 162 kieferne Nippen à 6 m lang, 16 em] stark M On U j 962 Tieferne Bettungsbohlen à 3 m lang, 30 cm Bebuf E m 8 f siark. Behufs dessen ist zur Eröffaung der cin Offerten auf S s Montag, den 29, November cr., : Vormittags 10 Uhx, Termin anberaumt. Lieferungslustige wetden mit dem. Bemerken ein- geladen, daß die bezüglichen Véedingungen im dies- seitigen Bureau ausliegen, aub gegen Zahlung der R U S tezogen merden Tönnen. VDhne Kenntnißnahme der Bedingun ) Offerten nicht angenommen. I eres Ulm, im November 1880 Kaiserliches Artillerie-Depot,

C E A N ES C D E E A S M M A Ai R L E A A F G E E:

__ Verloofung, Amortisation, Zinszahlung u. # w. von öfentliczen Pavieren. :

e i

Zei der in Gemäßheit des Gesetes vom 5. Nyo- vember 1853 Nr. 451 der Cen A d. M. stattgehabten zwei und funfzigsten Ans- loosuug von Schuldbrieien der hiesigen Ab-

der Gefeße vom 4. und 5. Mai 1876, Nr. 8 und 7

briefen derselben Kasse, deren Ausgabe zur Ablösung

lasten

aus Serie A. Nr. 183, L « B Mr. 148 230 695 1191 1574 1793 1837 1978 2118 2132 2198 2207 2220 2223 und 2245, 5 aus Serie C. Nr. 65 288 366 438 454 und

aus Serie N I o L u E 0 132 148 202 54 2 s 3 547 552

aus Serie F. Nr. 112 und 152.

und Leistungen au Kirc;ecu, Pfarr aus Serie S ns 3097 uvd Ug E E 5 Ur, 01G S007 und 807 E V N E. Nr. 3004 3054 und 3059. Die Inhaber dieser Schuldbriefe werden hierdurch

nnerhalb eines halben Jahres, vom Tage des E T y -) , Frs asses der gegenwärtigen Bekanntmachuna an gerech- Vertpaltung gegen den Nennwerth

ital¡ablung,

Hiernächst wird zur öffentlichen Kenntniß gebract,

G S Ar, 164,

erie B, Nr. 203 254 329 592 1498 16 1754 1986 2000 2012 2074 2130 2166 s Serie C. Nr. 145 177 211 216 303 335 und

73,

Serie D. Nr. 28 50 61 112 117 122 und 129 Serie E. Nr. 33 49 59 357 375 459 3’ Serie F. Nr. 136, i L A N

geseßlihen Bestimmung gemäß, ver-

Ferner wird darauf aufmerksam gemacht, daß fol-

a. Schuldbriefe zur Ablösung von

Grnnd! : Serie A. Nr. 201, E

Serie B. Nr. 187 370 819 1033 1147 1357 1833 1897 2113 2135 2209 2230 2239 92: 2235 2240 und 2241, 2 E

und 494, Serie D, Nr. 17 100 und 142,

inhalte von 424,747 ha.

461 und 466,

Das festgestellte Pabtgelder-Minimum beträgt [ b. Schuldbri s | Urtdeli d : 21 000 M, di H P 2 gt | De uldbriefe zur Ablösung vou Abgaben gerihts in Elberfeld rom 3. November 1880 ist { der Werth des Mos i L an Pfarreien 2c.

Christian Fischer zu Elberfeld und der Caroline, | find auf 75000 R E e belebt zu halten

ponibelen Vermögens von 175 000 Æ, sowie über | den daber die Inh i y : : | i, ) aber derselk deren Ô seine landwirthshaftlihe und sonstige Qualifikation | mit dem Bemerken le lrdaes Val die Benigsans

rium 2c. können vor tem Termin sowohl in unse- rer Domänen-Registratur während der Dienststunden, als auch in Althöfchen selbst bei denr gegenwärtigen Pächter Lapp Heker eingeschen werden, welcher

eriger Anmeldung auch die Besichtigung der Pachtobjeîte gestatten und sonstige Auskunft er- ; Name.

? 224 : Jeder Serie C. Nr. 102 277 290 387 392 481 493 Theilnehmer haben sich am Tage der Gen

Endli wird biermit bekannt gemacht daß d i am 1. November 1876 fälliz gewordene 5 üge More D Ae: ES L as abshuitt zu den Menténbeiefen itk C. Nr. E - eb aier und 3026, 2E und Litt D. Nr. 123 zur Einlöfung nit x » il E S L, En worden ift und daher wegen Ablaufs der - j bis jeßt zur Einlösung bei der Ablösungskasse-Ver- Cs. “4 S E lie Gat - | waltung noch nit präsentirt worden sind. Es wer- Gotha, den 15. November 1880.

Herzoglih Sächs. Staatsministerium.

In Vertretung : Cto. 308/11.)

dieser Schuldbriefe bereits aufgehört hat. Samwer.

regeln, sowie die Karten, Register, Auszüge aus der | [29116] / t N u fruf.

Preußische Reaten-Versiheruugs-Austalt.

__ Auf die Renten-Verscreibungen der nabstehend benannten Mitglieder unserer Anftalt:

Geboren zu

Renten- BYerschreibung

Nr. [|Kl.| Irg. von | { | ola A | L 1,/1839|Sophie Henriette Wil- Rente und Rück- 22, ENOE, | helmine Zehe. | gewähr d.r Gie, Ae Wilhelm Ju, Breklau, 5 : 2737| 11./1839/demVater, Reg.-Sekretär!die Mente dem ius. ;/23-April 1825. Friedr Wilh. l’Hiver.| Vater. Hugo Pau Breslau, 7543) 11. 1839/\demVater, Kgl.Semina:- die Rente dem 18. Mai 1820. Oberlehrer S ch olz. | Vater, Mata, 1387| T.1840|der Mutter, Frau Haupt- die Rente der s November amt2rendant Kraf-| Muiter. 1833, Het Amalie, geb.| ; | e ath.

Hildesheim, 23383/84| I. 1840|dem Bater, Ober atl Rente terMut- S ad meister Heinr. Chri-| terFrau La ng- 828. | stoph Langrehr. Per, geb „Claus, August Carl| Cummerow, 27332/33| 1./1840|dem Vater, Gua Male bem

Ferdinand. 19. R | Carl Andr. Fricdrih| Vater d ; 0, Sslaus Í ; Bol, Johanne Friede- Wehre, IT.|1840 A9 v int i i L | Ofieber Í N tFried- nte dem 821. e | . Ehrlich, Gustav Ri-/Frankf. a./O 1841 dem L ied- ldi ; Frankf. a./D,, h; em Vater, Lehrer Fried-|die e D hard Albert. 28. November s nit 831. gewähr dem Va-

: ter. .|S{ult, Carl Leopold.| Creuznach, 2 1./1842'dem Vater, Postsekretär Rente und Rück- 20 Februar O, L. B, SMUulB. ewähr dem Hefel, Johanne Elif Eisca E i ,_Zohanne Elifa-| Eisena, 357| 11.1843 der Mutter, Fr, Dorothee|Rente und Rück- Es geb. Lie-f13, April 1825. B O etrau, P U E ; : etri. i: Dos! a GSriedr.| Potsdam, 1498| 1.1845 der Mutter, Fr. Julie, Rente und Nük- . Emil. 3, oer | aoue Math. Voigt,| gewähr derMut- : 2. N l deD, VUCUTeOT: ter. „|Gallenba ch, Helena. i V i7o6 19237|IV.[1839 dem Mitgliede selbft. ibe Vorbehalt. (Maschke, Hermine| “Angerbura, Alexandrine Vêéathilde.|18. E O

Eingezahlt

mit dem Vorbehalt

„i Zeh e, Emma. Zützen, 4599

A Krasser1, Loutse Amalie Clementine.

„{Langrehr, Friedrich Wilhelm.

./1240 dem Vater, Bürgertmet- N ster F. C. Maschke.

.|Behm, Emilie Friede-’ Waren, II1./1840/in Vollmacht des Mit- rike Elisabeth. 2 JanuaL | gliedes |von C. H i : 1805. Brockelmann. „|Ferling, Sophia Ju-| Braunshweig| 22306 A E liane. 8. Januar Bus, geb. Benecke,| Germen ; ; . Denede,| Germendorf, 27194 1840\dem Onkel, Prediger I Johanne Christiane 21. Julti j | a fal Gre 189. R Va P ee Fries / Berlin, 29163/1V./1840\dem Justizrath Naudé ecrike, 23. Juli 1799. | im Auftrage des Mit-| j | qliedes 18. |Welhausen Fran¡| Coblenz 19691/3821 1 [1843/1 A U illeri r J, V P oi d 5 al Xaverus Allhardus|9, Juni 1841. | 1 B e A R M s | | haufen 9, [von erleia, Cut Zwickau, 6760/61 I.1847deu Vater, Avpell.-Ge- Hermann Heinrich. 31, Juli 1845. | Cte Gtr C S o ist die Erheb der fälli | \ N fi a rhebvung der fallig gewesenen Nenten während zehn auf einander folgend e erli ebe N N A guietee E eee die L lein M rechtic nd die etwa son etheiligten hierdurch aufgefordert, si bei Berl t ihr an die Anstalt zustehenden Nehte und Ansprüche binnen Jahresfrist âtes e O A Nes M e R De U e l ahre frist, spätestens aber am 1. Dezember babs gewärtig u A zeichneten Direktion, Kaiserhofstr. 2, zu melden und der Zuweisung des Gut- escieht diese Meldung nicht, so wird die Mitglied\{aft der \ cht die ht, ird die [ch genannt De E O Q G Lee 1x ergangene und Zukunft pes Davies a : neten Virellion abzufassendes, vom Kuratorium zu igendes N Y gegen welches kein Remedium, auch keine Berufung auf richterliches OtEOe N Gua

werden. Berlin, den 16. Februar 1880. Direktion der Preußischen Renten-Versicherungs-Anstalt.

.1840/dem Mitgliede felbst.

29130 “f [29180] Einladung zur Generalversammlung. Die Herren Mitglieder der Landschaft der Provinz Westfalen werden eingeladen zu efzaer

außerordentlichen*) Geueralversammlung auf Mittwoch, deu 15, Dezember d. I., Vormittags 10 Uhr,

zu Münster im Rheinischen Hofe (Hotel Tüshaus), S Tagesordnung: ) Bala gee M Ls der Landschaft seit April d. J 2) Beschlußfassung über Abä S5 E „Steinlafke, den 17. Nbvimber 1880. E Der Vorsißeude des P ORARRNGL Me Landschaft der Proviuz Westfalen v. Borries. : :

*) Anmerk. Jn der ersten Insertion Nr. 276 d. Bl. stand irrthümlih „ordentlichen.“

[29131] Die unterzeihneten Inhaber der von dem bohen Senate der freien und Hansestadt Lübeck

unterm 17. April cr. ertheiltcn Konzession zur Herstellun i i n erth d i g und zum Betriebe ein i Lübeck erlauben sich hierburch auf Grund der Bestimmung des §. 209 a. des S inbelacetcl Ee R

des Grundkapitals der zu bildenden Gesellschaft zur konstituirenden und erste i a G c iten ordentlichen Generalversammlung, wege s

U am 10. Dezember cr.,, Vormittags 11 Uhr,

m Saale des Hotel du Nord hierselb stattfinden wird, ergebenft einzuladen. Feststellung, daß das Gru vit [ von O Ld

. / rundiap J ¿ 5 S1 010i 1: j )/ anf iede Attie einzcablt stud A al von 300000 Æ vollständig gezeihnet, und taß 10%

; Annahme des Gescllshaft8vertrages (Statuts);

p Wen uns me SR ras von drei Mitgliedern und eines Ersaßzmanres;

: mannes ne erwaltungsraths (Vorstandes) von trei Mitgliedern und eines Ersatz- Zeichner einer Aktie ist zur Theilnahme an der Generalversamml[lu i i

? ers ung beretigt. eralversammlung durch die in ibren Händen befindlichen, pk

Namen lautenden Interiméquittungen auszuweisen, gegen welche die Eintrittskarten ausgeliefert werden

Serie E. Nr. 72 117 193 206 316 397 460 rgend zugleih die Anzahl der Stimmen, zu deren Abgabe der Betreffende berechtigt ist, notirt

Lübeck#, ten 24, November 1880.

Serie F. Nr. 30 49 und 79,

F. v, Warnstedt. C, Bering.

Zweite Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlih Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Donnerstag, den 25. November

1880.

E A B A Éi

PRPIL E S D

Nr. 25 des Cent1ral - Blatts der Abgaben-, Ges werbe- und Handelsgeseßgebung und Verwaltung in den © Königlich Preußishen Staaten hat folgenden Inhalt: Anzeige der in der Geseßsammlung und im Reichsgeseßblatte ershienenen Gesetze und Verordnungen. Allgemeine Verwaltungsgegenstände: Richtig- \tellung der den Steuerhebestellen zu hoh oder zu niedrig üÜberwie- senen Einnahmereste an Gerichtskosten. Rechnungêsmäßige Behand- -- Tung der Defekte und Restitutionen an statistisher Gebühr. Jn- direkte Steuern : Tarifirung von Filzstumpen zu Hüten. Erkennt- nisse, a. Branntweinsteuer. Einmaischen. Reife Maische. b, Wechsel- stempel. Kassirung. Dolus. Vermehrung der Stempelmarken zur Entrichtung der ftatistishen Gebühr. Personalnachrichten,

—— Das 4. Heft des XXVIIL. Bandes der „Zeitschrift für das Berg-, Hütten- und Salinen- Wesen im preu- ßishen Staate, herausgegeben im Ministerium der öffentlichen Arbeiten“ (Berlin, Verlag von Ernst & Korn, 1880), hat folgenden &Fnhalt : A. Verwaltung. Geseße, Verordnungen, Ministerial-Erlasse

- und Verfügungen. B. Abhandlungen. Kosmann, Die neueren geognostishen und paläontologishen Aufschlüsse auf der Königsgrube bei Königthütte O./Schl. Schell, Ueber Gesteinss{chwingungen in der Grube. v. d. Kall, Beschreibung einer direkt wirkenden Fahr- funst, System Warocqué, auf der Steinkohlengrube Hostenbah. Muck, Ueber ein Mineralvorkommen auf der Zee Courl in West- falen. Die Bergwerksindustrie und Bergverwaltung Preußens im

- Sahre 1879. C, Literatur. Hierzu eine Beilage, enthaltend die Personalverändcrungen bei den Königl, preußishen Bergbehörden vom 1. Juni bis Ende September 1880; eine desgl., Nekrolog des Geh. Bergraths Adolf Flockser. Dem vorstehenden 4. Hefte des XVIII. Bandes ist ein Atlas in Folio beigefügt, enthaltend Tafel XXIII—XXYVI,

Landtags- Angelegenheiten.

Dem Hause der Abgeordneten is folgender Entwurf eines Gesetzes zur Abänderung und Ergänzung des Gesetzes vom 18. März 1868, betreffend die Errichtung öffent- liher, aus\{chließlich zu benugßender SWlachthäuser (Geseß-Samml. 1868 S. 277), vorgelegt worden:

Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen 2c. verordnen, unter Zustimmung beider Häuser des Landtags der Monarchie, was folgt:

Artikel 1.

Die 8. 2 und 14 des Geseßes vom 18. März 1868, betreffend die Errichtung öffentlicher, aus\chließlich zu benußender Schlacht- häuser, erhalten folgende Fassung: á

Dur Gemeindebeschluß kann nach Errichtung eines öffentlichen S(hlachthauses angeordnet werden :

1) daß alles in dasselbe gelangende Schlachtvieh zur Feststellung seines Gesundheitszustandes sowohl vor, als nach dem Schlachten einer Untersuhung durch Sachverständige zu unterwerfen ift ;

2) daß alles nicht im öffentlihen Sclachihause ausges{lachtete frishe Fleisch in dem Gemeindebezirke nicht eher feilgeboten werden darf, bis es einer Untersuchung durch Sachverständige gegen eine zur Gemeindekasse fließende Gebühr unterzogen_ift; l 4

3) daß in Gastwirthscaften und Speisewirthschaften frisches Fleis, welches von auswärts bezogen ist, nicht eher zum Genusse E werden darf, bis es einer gleihen Untersuchung unter- zogen istzz

4) daß sowohl auf den öffentlicben Märkten als in den Privat- verkaufs\stätten das nit im öffentlihen Schlachthause ausge|chlach- tete frische Fleish von dem daselbst ausgeschlachteten Fleisch gesondert feilzubieten ist;

5) daß in öffentlichen, im Eigenthum und in der Verwaltung der Gemeinde stehenden Fleishverkaufehallen nur frishes Fleisch, welches im öffentlichen Schlachthause ausgeshlachtet ift, feilgeboten werden darf;

6) daß diejenigen Personen, welche in dem Gemeindebezirk das S(hlächtergewerbe oder den Handel mit frishem Fleisch als stehendes Gewerbe betreiben, innerhalb des Gemeindebezirks das Fleis von S({lachtvieh, welches sie nicht in dem öffentlihen Schlachthause, sondern an einer anderen Schlachtstätte gesblachtet haben oder haben {chlahten lassen, nicht feilbieten dürfen.

Die Regulative für die Untersuchung (Nr. 1, 2 und 3) und der Tarif für die zu erhebende Gebühr (Nr. 2 und 3) werden gleichfalls dur Gemeindebeschluß festgeseßt und zur öffentlichen Kenntniß ge- braht. In dem Regulativ für die Untersuchung des nicht im öffent- lie S{hlachthause ausgeschlachteten Fleishes (Nr. 2 und 3) kann angeordnet werden, daß das der Untersuchung zu unterziehende Fleisch dem Fleishbeshauer in größeren Stücken (Hälften, Vierteln) und, was Kleinvieh anbelangt, in unzertheiltem Zustande vorzulegen ist; die in dem Tarif (Nr. 2 und 3) festzuseßenden Gebühren dürfen die Kosten der Untersuchung nicht übersteigen.

Die Bestimmungen zu 2 bis 6 bleiben für diejenigen Theile des Gemeindebezirks und diejenizen Gattungen von Vieh, welche gemäß S8. 1 von dem Schlachtzwange Dea find, außer Anwendung.

Wer der nah §. 1 getroffenen Anordnung zuwider außerhalb des öffentlihen Schlachthauses entweder Vieh s{chlachtet, oder eine der sonstigen im Gemeindebeschlusse näher bezeichneten Verrichtungen vor- nimmt, ferner wer den Anordaungen zuwiderhandelt, welche durch die in §. 2 erwähnten Gemeindebeschlüsse getroffen worden sind, wird für jeden Uebertretungsfall mit Geldstrafe bis zu einhundertundfunfzig Mark oder mit Hast beftraft.

Artikel 2.

Dem 8§. 3 des vorangeführten Geseßes vom 18. März 1868 tritt als dritter Absatz folgende Bestimmung hinzu: :

Nêèue Privats{lachtanstalten dürfen von dem Tage dieser Ver- öffentlihung ab nicht mehr errichtet werden.

Der Absatz 1 des 8. 7 erhält folgenden Zusaß:

Bei Berechnung des Schadens is namentlich zu berücksih- tigen, daß der Ertrag, welcher von den Grundstücken und Einrichtungen bei anderweiter Benußung erzielt werden kann, von dem hisherigen Ertrage in Abzug zu bringen ift.

Urkundlich 2c.

Mottîive.

Dem Landtage ist in seiner leßten Session der Entwurf eines Gesetzes zur Abänderung und Ergänzung des Geseßes vom 18. März 1368, betreffend die Errichtung öffentlicher, auss{ließlich zu benußender S{lachthäuser zur verfassungsmäßigen Beschlußnahme vorgelegt wor- den. Der Entwurf ist von dem Herrenhause mit einigen Fassungs- änderungen angenommen und von dem Abgeordnetenhause in eine Kom- mission verwiesen worden, Letztere hat am 24.Junid.J. schriftlihenBericht erstattet und dem Hause die Annahme des Gesetzentwurfs in der

assung des Herrenhauses empfohlen. Wenige Tage darauf ift der

chluß der Session erfolgt. Da das in den Motiven des in der vorigen Session eingebrahten Entwurfs näher dargelegte Bedürfniß einer Abänderung und Grgänzung des S{hlachthausgeseßzes vom 18. März 1868 fortbesteht und von zahlreihen Gemeinden die Wieder- einhbringung des Entwurfs erbeten ist, so wird der Gesehentwurf in der Fassung des Herrenhauses und der Kommission des Ab- ror nan yamies von Neuem zur verfassungsmäßigen Beschlußnahme vorgelegt.

Ueber die Bergakademien und Bergschulen in Preußen entnehmen wir der dem Hause der Abgeordneten vorliegen- den Uebersicht über die Verwaltung der fiskalishen Bergwerke, Hütten an Sn im Preußischen Staate während des Etatsjahres 1879/80

olgendes;

Die Frequenz der Bergakademie zu Berlin ging mit dem Etats- jahre 1879/80 auf den Stand des Jahres o zurück. Während im Sommersemester 1878 und im Wintersemester 1878/79 108 bez. 123 Studirende eingeschrieben waren, wurden die Vorlesungen im Sommersemester 1879 und im Wintersemester 1879/80 nur von 98 bezw. 108 Studirenden besuht, unter denen 71 bezw. 73 Bergbau- Pelue ih befanden, welhe sich auf den Bergftaatsdient vor-

ereiten.

Unter den Zuhörern waren im Sommer- und Wintersemester 1879/80; 3 bezw. 7 Ausländer und zwar Russen, Niederländer, Oesterreicher und Nordamerikaner.

Die Bergakademie zu Clausthal war im Sommersemester 1879 von 36, im Wintersemester 1879/80 von 41 gegen 37 und 29 Stu- direnden in den entsprechenden Zeiträumen des Vorjahres besucht. Jn dem Studienjahre 1879/80 waren von diesen Zuhörern 15 bezw. 28 Deutsche, die übrigen Ausländer, nämlih Oesterreicher, Rufsen, Schweden, Engländer, Holländer, Spanier, Portugiesen, sowie Nord- und Südamerikaner. Auf der mit der Bergakademie verbundenen Bergschule zu Clausthal wurden 31 Schüler unterrihtet, während e Mee evendaselbs 25 Schüler für die Bergschule vor-

ereitete,

In den Verhältnissen der Bergschulen des Ober-Bergamts - bezirks Bonn traten während des Schuljahres einige durch die ver- minderte Schüleranzahl bedingte Veränderungen in den Lehr- Tursen ein.

An der Hauptbergschule zu Saarbrücken, sowie an den drei Steigershulen zu Dudweiler, Neunkirchen und Altenkessel wurde, um die Zahl der ausgebildeten Aspiranten allmählich wieder mit dem erheblich geringeren Bedarfe von Grubenbeamten in ein rih- tiges Verhältniß zu bringen, der bis dahin 14 jährige Kursus mit B ibehaltung des seitherigen Lehrplanes und ohne Erweiterung des Lehryensums zu einem zweijährigen Kursus verlängert und damit eine Herabseßung der Schülerzahl verbunden. Die Anzahl der Schüler der Hauptbergshule betrug im Jahre 1879 11, die der Bergvorschulen zusammen 30.

An der Bergschule zu Siegen fand im Sommer 1879 wiederum ein Vorkursus mit 6 Schülern statt, während im eigentlichen Schuljahre in dem Wintersemester 1879/80: 15 Schüler in der ersten und 14 Schüler in der zweiten Klasse unterrichtet wurden.

An der Bergschule zu Dillenburg wurde aus Zweckmäßigkeits- gründen und pekuniären Rücksichten von ter Einrichtung des Unter- richts in der ersten Klasse abgesehen, und mit den vorhandenen 6 Schülern und 10 neu hinzugekommenen nochmals der Kursus in der zweiten Klasse allein durchgeführt, um diese 16 Schüler demnächst vereint in der ersten Klasse zu unterrichten.

An der Bergvor- und. Steigerschule zu Weßlar ruhte in dem Wintersemester des Berichtsjahres der Unterricht, nachdem im Som- mersemester 8 Schüler unterrichtet waren, weil die geringe Zahl von Anmeldungen denselben nicht zweckentsprechend erscheinen ließ.

Die Bergschule zu Bardenberg bildete 10 Schüler aus, während in den drei Vorschulen zu Eschweiler Pumpe, Kohlscheid und Grube Maria bei Höngen in den beiden Schulsemestern 1879/89 40 bezw. 30 Schüler Unterricht genofsen.

Der lediglich aus privaten Mitteln der Steinkohlengruben des úInde- und Wormreviers unterhaltenen Bardenberger Schule wurde wegen Mangels einer höheren Klasse erlaubt, die ausgebildeten Schüler, soweit der Raum es gestattet, auf die fiskalische Bergschule und die mit derselben verbundene Markscheiderfachs{chule zu Saar- brücken zu senden, wo dieselben eventuell an den dort gewährten Benefizien partizipiren können. E

Die aus den Fonds der Westfälishen Berggewerkschaftskasse unterhaltene Bergshule zu Bochum im Ober-Bergamtsbezirk Dort- mund zählte am Anfang des Jahres 1879 6 Lehrer und 108 Schüler, von denen 24 im Laufe des Jahres mit der Qualifikation als Be- triebsführer entlassen wurden, während die 84 Schüler der Unter- klasse in zwei Abtheilungen à 44 und 40 Köpfe Unterricht erhielten.

An die 10 ebenfalls von der Berggewerkschaftskasse unterhaltenen, für die Bochumer Bergschule vorbereitenden Bergvorschulen, welche im Westfälischen Kohlenrevier vertheilt sind, unterrihteten 26 Lehrer 253 Bergleute. / :

Die zur Ausbildung von Steigern für die in der Umgegend von Essen liegenden Bergwerke bestimmte Bergschule zu Essen ge- währte 30 Schülern Unterricht, ohne jedoch für das Jahr 1879 eh a Subvention der Westfälischen Berggewerkschaftskafse zu erhalten.

In der Organisation der im Bezirke des Oberbergamtes Breslau bestehenden beiden Bergshulen zu Tarnowiß und Waldenburg trat nur in so fern eine Veränderung ein, als die Zahl der zur Walden- burger Anstalt gehörigen Vorshulen von 4 auf 5 vermehrt wurde, auf welhen 62 Schüler Unterricht genossen. Die erstgenannte Schule wurde von 32, die leßtere von 18 Schülern besucht. :

Im Oberbergamtsbezirk Halle wurde die Bergschule zu Eisleben in der ersten Abtheilung von 13 Schülern, in der zweiten von 21 Shülern besucht; an den zugehörigen Bergvorshulen zu Cis- leben, Wettin und Frankfurt a./O. wurden 32 junge Leute unter- richtet. Insgesammt erhielten somit an den in Preußen im Jahre 1879/80 bestehenden Bergschulen 313 Schüler, an den Bergvorschulen 456 Scüler, das sind im Ganzen 769 junge Leute Unterricht, wobei 121 Lehrer thätig waren. ;

Die vereinigte geologishe Landesanstalt und Bergalademie zu Berlin erforderte im Etatsjahre 1879/80 einen Zuschuß von 271493 M aus der Staatskasse, und zu den Kosten der Bergakade- mie und Bergschule zu Clausthal wurde in dem angeführten Zeit- raume ebenfalls ein Zuschuß von 8177 aus Staatsmitteln er- theilt,

Zur Unterhaltung der Hauptbergs{ule zu Saarbrücken, sowie der 3 Bergvorschulen zu Dudweiler, Neunkirhen und Altenkefsel steuerte die Staatskasse 28 481 # bei. : i

Den gewerkschaftlihen Bergsbulen zu Siegen, Eisleben und Dillenburg wurde auch im Jahre 1879/80 wie bisher ein etatsmäßiger Zuschuß von zusammen 13 303 6 zugewendet ; derselbe vertheilte {ih auf die einzelnen Anstalten in der Weise, daß die Bergschule zu Cis- leben 8692 #, die Bergshule zu Siegen 3561 4 und die Berg- \{ule zu Dillenburg 1050 K erhielt.

Statistische Nachrichteu.

Wie wir der dem Hause der Abgeordneten vorgelegten Ueber- sicht über die Verwaltung der fiskalischen Bergwerke, Hütten und Salinen im preußischen Staate während des Etatsjahrs 1879—80 weiter entnehmen, erhöhte fich die Zahl der betriebenen Hüttenwerke in Preußen im Jahre 1879 von 1061 auf 1131.

Bei der Roheisenindustrie trat im Jahre 1879 gegen das Vorjahr eine Mehrproduktion von 1432 291 Ctr. ein, welchem jedoch ein Minderwerth der ganzen Produktion von 647 379 M gegenübersteht. Jn Prozenten ausgedrückt, stieg hiernach die Quan-

tität an Roheisen in 1879 um 4,57%, während der Gesammtwerth um 0,72% fiel. Der Centner Roheisen kostete dana in 1879 im großen Durchschnitt 2,74 # gegen 2,89 # im Vorjahre. Es wurden im Jahre 1879 32793515 Ctr. zum Werthe von 89 843 448 M, dagegen im Jahre 1878 31 361 224 Ctr. zum Werthe von 90490 827 # dargestellt. Die auf den Eisenhochöfen beschäftigte Arbeiterzahl vermehrte sch im Berichisjahre im Gegen- saß zum Vorjahre und zwar um 1407 Mann, indem die Gesammt- arbeierzahl in 1879 14399 Köpfe betrug. An Gußwaaren zweiter S{melzung wurden in 622 Eisengießereien, 51 mehr als im Vor- jahre, 6092 235 Ctr. im Werthe von 52389 335 hergestellt, 548 432 Ctr. = 9,89 9% und 4 823 211 A = 10,14 %/6 (pro Gentner 2 S) mehr als im Jahre 1878. Die Arbeiterzahl war von 1143 Mann auf 20558 gestiegen. Schweißeisen wurde auf 277 Werken (13 mehr als in 1878) ein Quantum von 20160402 Etr. (+ 657 678 Ctr.) im Werthe von 140 922 680 #4 (+ 153 662 M) durch 40 083 Arbeiter (+ 3543) hergestellt. Der Preis sank von 7,22 4. auf 6,99 4G pro Ctr. Die Flußeisenproduktion auf 44 Werken (+ 7) hob fich auf 9381 921 Ctr. (+ 131791 Ctr.) und 108 031 259 A (+ 4002973 4), pro Centner um 0,26 S. Die Arbeiterzahl stieg von 13 978 auf 14742, um 764, Die Pro- duktion der Zinkhütten stieg um 36 954 Etr., d. i. um 1,95 %/0, da- gegen ging der Gesammtwerth des dargestellten Zinkes um 1961320 Æ, d. i. um 6,19% zurück. Es wurden im Jahre 1879 in Preußen 1 929 688 Ctr. Zink zum Werthe von 29 736 027 mit Hülfe einer Arbeiterbelegsha\ft von 6613 Mann, das sind 185 Köpse wentger, wie im Vorjahre gewonnen. Die Preisreduktion betrug 8,00 %/. Auch die Bleihütten lieferten im Jahre 1879 15 919 Ctr., das sind 1,02% an Produkten mehr als im Vorjahre, nämlich im Ganzen 1 583 117 Cir. an Blei und Bleiglätte zusammenz jedoch stellte fich der Gesammtwerth dieser Produktion nur auf 22035473 M, d. |. 3215048 M oder 12,73 °/9 niedriger als im Vorjahre. Dieser Rückgang im Werthe wurde durch das weitere erhebliche Sinken der Bleipreise von 16,14 6 für den Centner in 1878 auf 13,96 Æ in 1879 veranlaßt. Im Vorjahre war der Preis für den Centner Blei um 3,31 M gefallen, im Berichtsjahre um 2,18 (A Die Belegschaft der Blethütten bezifferte sich in 1879 auf 2222 Köpfe, oder 17 Mann mehr wie in 1878. Die Kupferhütten produzirten ebenfalls im Be- richtsjahre mehr, als im Vorjahre, hatten dagegen weniger Ge- sammteinnahme für ihre Produkte. Es wurden in 1879 mit 1758 Arbeitern an Blockkupfer, Schwarzkupfer und Kupferstein 203 299 Centner zum Werthe von 11883878 4 gewonnen, wogegen in 1878 186 800 Ctr. dieser Produkte einen Gesammtwerth von 12 718 301 M repräsentirten. Die Anzahl der Arbeiter stieg in 1879 um 73 Mann. An Gold wurden 576 Pfd. = 803 533 4 (gegen 464 Pfd. = 646304 Æ in 1878) gewonnen, an Silber 268 619 Pfd. = 19 977 935 M (gegen 257 574 Pfd. = 19333 505 M in 1878); der Werth eines Pfundes Silber {stellte sich daher auf 74,37 gegen 75,06 # im Vorjahre.

Die Produktion der sonstigen Hüttenwerke, welche in Herstellung von Nickelproduktion, Blaufarbwerksprodukten, Cadmium, Antimon, Uranpräparaten, Ursenikalien, Selen, Schwefel, Mangankupfer, Schwefelsäure und mannigfahen Vitriolen besteht, betrug auf 29 Werken im Jahre 1879 2 032506 Ctr. zum Werthe von 7975451 4, während im Jahre 1878 an diesen Produkten 1 672 676 Ctr. zum Werthe von 6964472 M fertiggestellt wurden ; danach trat eine Erhöhung der Menge na um 359 830 Ctr., dem Werthe nach um 1010979 # ein. Die Anzahl der bei diesen Bes trieben, beschäftigten Arbeiter belief sich in 1879 auf 1915 Köpfe.

Im Ganzen beschäftigte der Metallhüttenbetrieb (mit Auss{luß der Eisen- und Stahlwerke) im Jahre 1879 13 000 Mann, d. f. 214 Arbeiter weniger als in 1878. i

Die Zahl der Salinen war unverändert auf 31 verblieben; sie beschäftigten 1748 Arbeiter und produzirten 4 614 610 Ctr. Siede- falz (4 248 558 Ctr.) im Werth von 5 504 908 A (+ 210 844 M); doch ging der Centner Siedesalz um 0,02 #& zurück. An Stein- und Siedesalz zusammen sind 7 471 476 Ctr. (+ 890 532 Ctr. = 13,53 ®%) im Werthe von 6 356 496 4 (+ 421 032 4) produzirt worden. An Chlorkalium, Chlormagnesium, s{chwefelsauren Alkalien, \{wefelsaurer Magnesia, f{wefelsauren Erden (darunter Alaun) zusammen wurden mit 930 Arbeitern 1555 397 Ctr. zum Werthe von 6 199 563 4 her- gestellt, während im Jahre 1878 mit 905 Arbeitern 1355 062 Ctr. zum Werthe von 5 520 566 „#6 gewonnen.

Die Lage der bergmännishen Bevölkerung, welhe im Jahre 1878 auskömmlich war, hat ih im folgenden Jahre wenig geändert; gegen Ende des Jahres trat eine erhebliche Besserung der Verhält- nisse ein. Am Schlusse des Jahres waren 231 782 Bergleute be- \chäâstigt, 4017 mehr als Ende 1878. Der Gesundheitszustand der Bergarbeiter war befriedigend. Verunglückungen mit tödtlichem Ausgange fanden beim Bergwerksbetriebe, einschließlich der Gewinnung von Steinen u. |. w. während des Jahres 1879 575 ftatt. Es sind dies 33 Fälle mehr wie im Vorjahre und auf 1000 Köpfe der Belegschaft kamen demnach 2,440 Todesfälle gegen 2,336 auf 1000 im Jahre 1878. Auf die einzelnen Arten des Bergbaues vertheilten sih die tödtlihen Verunglückungen so, daß 444 Fälle dem Steins foblenbergbau, 40 Fälle dem Braunkohlenbergbau, 82 Fälle dem Erz- bergbau, und 9 Fälle dem Bergbau auf sonstige Mineralien zur Last fallen. | Die humanitären Einrichtungen find durch die Zeitverhältnisse nicht gefördert, aber auch nicht beeinträchtigt worden. Die Werks- \chulen erfreuten si einer lebhaften S EN R ebenso die Konsum- vereine. Für Arbeiterwohnungen wendete die Mansfeldsche Gewerk- chaft große Mittel auf. |

Ende 1879 bestanden in Preußen 84 Knappschaftsvereine, welche 2146 Berg-, Hütten- und Salzwerke (— 75) umfaßten und 157 791 meistberechtigte Mitglieder (+ 3942 = 2,96 °%/0)_ und 104 457 (+ 1342 = 1,30%/%) minderberechtigte Mitglieder zählte, zusammen 262 248 (gegen 256 964 Gnde 1878). Aus Vereinsnzitteln wurden im Jahre 1879 88 388 Personen (21 541 Invaliden, 23 107 Wittwen, 43 740 Waisen) unterstüßt. Für 61804 Kinder wurde Schulgeld aus den Knappschaftskafsen gezahlt. Erkrankungen von Knappschaftsmitgliedern, denen zufolge Krankenlohn gezahlt wurde, waren 116 077 zu verzeihnen. Die Gesammteinnahme aller Knapp- \haftsvereine betrug im Jahre 1879 12660596 # gegen 12 112 167 M im Sahre 1878, fie stieg demnach um 548 429 oder 4,53 9/0.

Die Gesammtausgabe betrug 12569810 #Æ, d. st. 397 379 4A oder 3,26 9% mehr als im Vorjahre. In dies Ausgabe einbegriffen sind indeß 103 504 A für den Ankauf von Immobilien 2c. Unter Rückrehnung leßterer Äusgaben blieh eine Gesammtausgabe von 12466 306 4 und ein Ueberschuß der Ein- nahme über die Ausgabe um 194290 « Im Jahre 1578 betrug der Ueberschuß nur 22551 4, er ist also um 171 739 #4 estiegen. Das Vermögen der Knappschaftsvereine hob fich daher von 20 630 402 A auf 20 882 688 M oder um 262286 Æ= 1,22 9/0.

vorstehenden Gesammteinnahme trugen bei: U Mes, MERR ! 1879 1878

die Knappschaftsmitglieder . - 6108 535 A 5834455 M

die Weriseigenthümer D410. DOOS (L, Zusammen . . 11580292 A 11093252 M

Die Bergwerksabgaben beliefen sich im Jahre 1879/80

auf 2916 797 M oder 35 341 #Æ# = 1,2% weniger als in 1878/79.

(Fortsetzung folgt.)