1880 / 300 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

verfolgen. Eine rei entwi>elte tropishe Vegetation leibt dieser Hoch-

girgeausict einen von den Alpen so ganz verschiedenen Vordergrund. !

8 würde {wer sein, irgend einen Punkt der Alpen mit Dard- \ciling zu vergleichen. Jh und mein \{<weizer Führer wußt:n aus unserer Erinnerung ni<hts der Ansiht des Himalaya Kehnliches, diesem Ebenbürtiges an die Seite zu stellen. Ueber die „herrlich geformte \piye Pyramide des Gaurisankar“ sagt Déchy weiterhin: Wer in seinem Leben diesen Berg, verklärt im brennenden Roth des anbre<enden Tages von hohem Grate des Sidingbah-Zuges, wie i, gesehen, wird diesen Anbli> nie wieder vergessen! Doch eines be- drückenden Gefühles wird er sich nit erwehren können, des Gefühles, daß kein Europäer bis jegt seibst nur an den Fuß des höbsten Ber- ges der Welt gelangen konnte, daß in den Thälern, die denselben umgürcten, kein Europäer gewandelt, die Gleticher, die von ihm her- niederhängen, Keinec betreten, daß ein Bannkreis, viele Meilen in der Nunde, um denselben gezogen ift, den kein Europäer durbrechen kann. Den Sw{bluß der Veiträge des Dezembkerhefts bilden : ein Aufsatz über die Südküste von Franz Josef-Lan d, na B. Leigh- t mit Karte im Text, sowie die Monats- und die Literatur- übersicht.

Die Vereinigung der Steuer- und Wirthschafts- Reformer wird ihre dietjährige Generalversammlung im näcbsten Februar in Berlin abhalten, und es ist von dem Ausschusse derselben vorläufig die nachstehende Tagesordnung festgeseßt worden. a. Ueber Genossenschaften mit beschränkter Hastpfliht. b. Die Bankfrage. c, Welche Schritte sind zu thun, um unsere Forderurg bezügli der Erbfolge im ländlihen Grundbesiß geseßlih zu verwirklichen? Wilhe weitere Thema auf die Tagesorduung zu seßen, wird in der nächsten Sitzung des Auss{usses bestimmt werden.

Der Alkoholismus in Frankreti<. (Stat. Corr.) Zu den Ländern, in denen gegenwärtig geseßlihe Bestimmungen die Auéübung der Trunkenheit zu verhindern suchen, gehören Frankreich und England. Jn Frankrei, das hier ledigli in Betracht gezogen werden soll, wurde zu dem Zwelke das ‘Befeß vom 23. Januar 1873 erlassen. Hiernach wird offenbare Trunkenheit, die über den Zustand der betreffenden Persönlichkeit keinen Zweifel läßt, als Uebertretung vom Polizeirichter bestraft. Es gescah dies

im Jahre 1874 in 73779 Fällen, «e 100 RE S4 Z L00004 f T TOOBA ov TOTSO D779 zusammen 360 500 Fälle.

Die erhebli<he Zunahme im Jahre 1875 is im Wesentlichen die Folge der im nämlichen Jahre an die niederen Polizeiorgane (Feldhüter) crlassenen Bestimmungen, worin deren Aufmerksamkeit insbesondere auf jene Uebertretungen gelenkt wurde. Die vom Fohre 1876 ab eintretende Verminderung dersclben wird dagegen haupt- fähli< der strengeren Handhabung des bezüglichen Gesetzes zuge- schrieben, da im Durchschnitt von sämmtlichen der Trunkenheit Angescbuldigten jährlih nur 400 bis 500, mithin weniger als ein Prozent, freigesprochen wurkten.

No mag hier angeführt werden, taß na< den Strafbestim- mungen dieses Geseßes der erste innerhalb 12 Mozxaten und in temselben Bezirke eintretende Rü>kfall zwar gleichfalls no< als Uebertretung bestraft wird, aber eine härtere Strafe nah sich zieht. Der ¿weite Rückfall dagegen wird als Vergehen betrachtet und ge- langt zur Entscheidung der Strafkommern. Es ge{chiebt dies auch, wenn der Gastwirth im zweiten Rückfalle oeffenbar Betrvnkenen Ge- tränke verabfolgt, oder an Personen unter 16 Jahren alkoholhaltige Getränke rerabreiht, und selbst dann, chne rü>fällig zu sein, wenn er Personen dieses Alters veranlaßt, si< zu betrinken. Die Zahl dieser vor die Strafkammern gelancevden Fälle ift jedo< nur eine aeri?ge, da vou 1874 bis 1878 dur>\<nittli< jährlih 4585 derartige Anklagen, 4085 (89 0/0) gegen Viänner und 518 gegen Frauen (11/6), zur Aburtheilung gelangten. Strafe besteht ferner in dem Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte, den jedz Perfon erleivet, die wegen Trunkenheit, sowie jeder Gaft- wirth, der wegen der vorbezeichneten Vergehen zweimal von der Stra\kammer verurtheilt worden ist. Diese Zusaßstrafe wurde im Jahre 1876 no< gegen 861 Personen, im Fahre 1877 und 1878 aber nur gegen 676 bezw. 486 Personen ausgesprocea.

Vertheilt man die 86 Departements in neun größere Bezirke, so zeigt sit, daß die Trunkenheit im Norden sehr zahlreich auftritt, in dea südliwen, Weinbau treibenden Departements aber erheblich zurü>kgeht. Während in dem Norden bereits von 334 Personen, wird im leßtzenannten Bezirk erst ron 1930 Personen eine wegen T: unken- heit angeklagt; auch geht der Konsum des Alkohols, der in ersterem auf den Kopf der Bevölkerung jährlich 5,88 L ter beträgt, in ley- terem auf 0,80 Liter zurü>.

Ueber den Konsum des Alkohols und die Zahl der wegen Trun- heit erhobenen Anklagen innerhalb dieser Bezirke giebt nachstehende Zusammenstellung Auskunft :

Es betrug der jährlihe Wegen Trunkenheit Alkoholgenuß pro Kopf wurden angeklagt je der Bevölkerung einer von

5,88 Liter 334 Einwohnern

4007 406 ú

3,39 768

1,49 706

1,38 1070

1,29 1722

1,09 819

9,95 1788

«„ Südbezirk . 0,80% 1930 L in ganz Frankreih . 2,84 Liter 617 Einwohnern.

Nicht unintcressant ift es ferner, die Zahlen kennen zu lernen, wie oft von den Strafkammern über Vergehen und gleiczeitig wegen Trunkenheit des Angeklagten zu erkennen war. Im Durch- {<hnitt des fünfjährigen Zeitraums von 1874 bis 1878 fand dies jährli< in 10052 Fällen statt, Jnébesondere wurden die wegen Trunkenheit Angeklagten no<h gleichzeitig wegen der nachstehend in diesem Zustande begangenen Vergehen angeshuldigt, und zwar wegen des Dergezeus des Widerstandes gegen die Staatsgewalt (35 %/, dieser Straffälle), wegen des Vergehens gegen die zum Schuß der öffent- lihen Ordnung (28/0), der Religion und des Kultus erlassenen Be- ftimmungen (13/6), wegen Verleßung der öffentlichen Schamhaftig- keit 6 Beschädigung von Einfriedigungen und Anpflanzungen 14% U, 1W,

In welchem Zusammenhange die Begehung von Verbrechen mit der Trunkenheit steht, darüber fehlen zuverlässige Daten. Aus den bezüglichen Erhebungen ift nur ersichili<, daß von 1874 bis 1878 von 622 zur richterlihen Entscheidung gelangenden Mocrdfällen 65 bei Gelegenheit von Wirtkshaus- Streitigkeiten stattfanden, und zwar

1874. , , 13 von 119 Mordfällen oder 11 °% 1000 106 z D R A0 198 ¿ O. I 4 A0 1H Ó O 1/16 4128 : S

zusammen 65 von 662 Mordfällen oder 10 °%.

im Nordbezirk Nordwestbezirk Nordostbezirk . Ostbezirk Centrum Sü: ostbezirk . Westbezirk . Südwefibezirk

Dem vierten Jahresberiht (1879) des meteoro logischen Observatoriums des Neutrathaler landwirthschaftlichen Vercins, zusammengestellt dur<h Frhrn. Gregor Fries<hof, Vizepräsidenten und Vorstande des miteorologischen Obsercatoriums des

¡ j Î

Eine herbe, aber wirksame |!

Ae landwirths{astlicen Vereins, entnehmen wir folgende aten :

Was die veröffeailihten Materialien anlangt, so konstatirt der Bericht, daß dieselben von Jahr zu Jahr vervollftändtat wurden, und es nur im Jahre 1879 gelungen ift, oon diesen Stationen nebencinander gestellte Worte zu veröffentlichen, die bei der systematis<eu Verthcilung von vier Stationen über ein

eographis< für \si< abgeschlossenes Gebiet, das Neutrathal, ein

Bild zu liefern im Stande seien, das den Fahmann füglich inter- essiren fönne, und andererseits au< geeignet sein dürfte, das Interesse des dortigen landwirthschafilihen Publikums an die Meteoroleogie zu steigern, mit eine der Hauptaufgaben, die der Bericbterstatter si gestellt habe. :

Na dem Bericht ist das Schema der dortigen Beobachtungen folgendes : L

1) Der Luftdru>. Derselbe wird mittelst eines Fortié’schen Gefäßbarometer abgelesen. Die Notirung erfolgt außer in der un- mittelbaren Ablesung und der Reduktion auf 0 Grade, noch in der Reduktion auf das Meeresniveau. :

2) Der Dunstdruc; und 3) die relative Feucbtigkeit wird mittelst eines Augustshen Psychrometers von Kaypeller abge- lesen, und na den Tabellen von Jelinek berechnet.

4) Die Temperatur wird mchrfa<h gemessen und notirt, und zwar als normale Lufttemperatuc nab der Ablesung am tro>e- nenen Thermometer des Psychrometers, ferner in Extreme, und zwar als folhes an zwei Instrumenten, das Marimum wird einem Ruttherford’shen Minimum-Maximum-Tkermometer entnom- men, und das Minimum an einem frei angebra<hten Cassella’schen Minimum-Maximum-Thermometer abgelesen.

5) Die Bodentemperatur wird in drii Tiefen abgelesen, an Instrumenten von Joh. Greiner in Wien, und zwar auf 15, 30 und 60 cm Tiefe. Das auf 15 cm Tiefe verwendete Thermometer ist in Holzfassung, und wird drei Mal im Tage zu den üblichen Notirungsstunden abgelesen Auf 30 cm Tiefe ijt ein Thermometer in Glasröhren in Verwendung, das zwei Mal im Tage notirt wird. Das auf 60 ecm Thermometer ift gleichfalls cine Glasröhre und wird nur ein Mal im Tage abgelesen. Die Expositicn aller drei Jastru- mente ift dieselbe in gleihem Boden und unbeschattet.

6) Der Wind. Die Windrihtung wird nah 10 Kompaß- strichen zur Stunde der Beobachtung abgelesen, uud die aproximative Wintstärke um diese Stunde vorschriftsmäßig notirt.

7) Die Bewölkung wird als Anbli>k de» Himmelägewölbes beziehungsweise der Wolkenmenge, wie üblich verzeichnet, außerdem aber werden genauere Wolkennotirungen vorgenommen na< Richtung und Stärke des Windes in der Wolkeuhöhe; die Wolkenform da- gegen wird nur ausnahmétweise bei ungewöhnlichen Vorkommnissen verzeichnet.

8) Der Nieders<lag wird wie üblich behandelt,

9) Die Verdunstung wird an ciner freien Wasserfläche kubisch Ganeea bei Frost dur< den Gewichtsverlust des eingefrorenen

assers.

10) Der Ozongehalt der Luft wird wit Lender'’shem Jod- kleisterpapier nah 10 theiliger Skala 3 Mal tägli abgelesen, und außerdem in der sog. Friesenbof’shen Werthzahl notirt. | i

11) Gewittern und fonstigen Phänomenen wird die möglichsi größte Aufmerksamkeit zugewendet, und starke Thaue als folche netirt.

Außer der Hauptstation Nedanócz, der der Berichterstatter vor- steht, sind no< drei Hauptstationen Neutra, Priwiz und Dezser, die seit dem Herbst 1878 im Gange sind, zu erwähnen.

Das ganze Net im Neutrathale sollte, wie der Bericht aus- führt. um vollständig zu sein, 39 Stationen umfassen. Von diesen waren 1879 24 errichtet, von denen 15 lü>enlos, 5 lü>enhaft und 4 gar nit funktionirten. Im Jahre 1880 wurde die Anzahl der Stationen auf 34 gebract, und i\t Hoffnung vorhanden. daß selbe, vielleiht auf 35 gebra<t, im Jahre 1881 bereits lücLtenlos funktio- niren werden.

Außer diesen Beobachtungématerialien aus dem Neutrathale stehen dem Berichterstatter die Beobachtungen von Vest, Fiume und Wien, sowie die Tageskarten der „Deutschen Seewarte" in Hamburg zur Verfügung, welche zur Grundlage bei allen Beurthei- lungen der allgemeinen Wetterlagen dienen.

Was die Daten anlangt, die aus der Zusammenstellung der Beobachtungen {sich ergeben, und soweit dieselben auf das Neutrathal Bezug haben, so sind diese Daten in den dem Berichte beigelegten 12 Tabellen cnthalten,

Athen, 11. Dezember. (Cöln. Ztg.) Seit einigen Wochen verweilt Dr. Schliemann mit seiner Frau Sophia im Dorfe Skripu, in dcssen Nähe er Ausgrabungen zur Erforschung des vorhistoris<en Bodens von Orchemenos, der Haupt- stadt des alten mächtigen Minyasreiches, unternemmen hat. Dr<omenos lag, wie bekannt, am nördlichen Ufer des Kopaischen Sees in Böotien. Dr. Scliemann selbst leitet die Arbei- ten zur Entde>ung der unterirdishen TCTopographie Der Stadt. Mehrere Brunnen aber, die zu dem Zwecke bisher gegraben worden sind, {einen na< einem im Wochenblatte „Hestia“ veröffentlihten Berichte no< zu keinem befriedigenden Erfolge geführt zu haben. Man if nur in der Nähe des bei Skripu liegenden Klosters „Panagia“ auf einige Grabsteine gestoßen und hat ähnliwe Gefäße wie in Mykenä sowie mehrere În- schriften in äoloböotishem Dialekt gefunden. Letztere sollen „für die Philologie hôcit wihtig* sein, Giückliher war die Frau Schliemann, welche die Ausgrabung „der Schaßkammer des Minyas“ beaufsihtigt. Sie \{hreibt an die Zeitung „Ephemeris“ ia einem Briefe vom 23, November: „Heute um Mittag entde>ten wir rechts von der Schaßkammer eine Thür und einen Durchgang, an dessen Ende man eine zweite Thür sieht, die, wie cs scheint, in ein Grab oder in eine Kammer sührt und dur< eine mit \{<önen Reliefs be- de>te Steinplatte gesperrt ist.“ - Näheres darüber enthält der in der Zeitung „Ethnaikon Pneuma“ veröffentlichte Bericht des beigegebenen Regierungskommissars. Dieser meldet: „Die Thür führt in einen \{ônen Eingang in nördliher Richtung von der Schaßkammer. Allcin in einer Entfernung von 3 m befindet si ein vom Dache hereingestürzter großer Stein, der den Eingang völlig \perrt. Dieser Stein ist mit Blumen ges{müd>t, was als Beweis gelten mag, daß von hier an die eigentlihe Pracht des JInneca begann. Der Stein hat eine Länge von 4,047 m und eine Breite von 2,007 m. Die Höhe der Thür ift no< unbekannt, da sie no<þ nicht ganz entde>t worden ist ; ihre Breite ist 1,300 ». Die acchitektonischen Ueberreste der „Schaßkammer des Minya€“ liegen am Fuße des Berges Akontion, dem nördlichen Ufer des Flusses Kephifsos gegen- über. Man weiß nicht, was für einen Zœe> das Monumeut hatte. Son die Alten batten hier Ausgrabungen vorgenommen, aker von oben na unten, und zwar so, daß dabei das gewölbte Dach der ersten Kammer einstürzte und es jeßt der Frau Schliemann viel Mühe kostete, dieselbe vom Schutte der Erde und der Steine zu reinigen. Von der zweiten Kammer, in welche die jeßt entde>te Thür führen foll, war den Alten nihts bekannt. Daraus zieht Frau Schliemann den S&luß, daß der darin aufbewahrte Sccaßz von ibnen „nicht keraubt" scin mag. Es wird jedenfalls interessant sein, wenn es ihr gelingen sollte, nah Beseitigung der jeßt im Wege liegenden Hindernisse die vermeintlihe Kammer und in ihr etwa einen Schah zu entde>en.

Im Königlichen Schauspielhause wurden gestern zwei Novitäten: „Jn einer Stunde“ und „Aus dem Urwalde“, einaktige Lustspiele von Bernhard Busch, aufgeführt. Das erste Stück führt uns an den El der Königin Unna von England; in einem Lor-

zimmer des St. James-Palastes spielt sih die interessante Handlung

ab, die uns ebenso sehr dur den geiftvoll erfundenen Konflikt fesselt, wie dur< die sympathiswen Personen, mit denen uns der Dichter bekannt maht. Die Schürzung des Kaotens in diesem kleinen Lust- spiel hat einige, wenn auch etwas entfecnte Aehnlikeit mit jener in dem kflassishen Scribe’shen Schauspiel „Das Gias Wasser“, ein Um- ftand, der um so mehr auffällt, als die Handlung in beiden Stücken am Hofe der Königin Anna spielt, als in beiden Stüten ein Hoffräulein es ift, welhe für ihre Herrin duldet und in beiden Stücken die Königin Gelegenheit findet, die Reinheit ihres Hof- fräuleins zu erweisen und dasselbe für die erlittene Unbill ents{<ädigt, indem die Königin der Verheirathung des Hoffrä 1leins mit einem längst geliebten Manne zustimmt. Beim Publikum fand das Stü> bei treflihèer Beseßung der Hauptrollen eine gute Aufaahme; reicher Beifall und Hervorruf wurde den Da: stellern zu Theil. „Aus dem Urwalde“ fand weniger Anklang; zwar interessirt auch hier das Sujet der Handlung, aber der Autor hat ibr nicht eine einheit- lihe Gestaltung zu geben verstanden. Der Dialog fließt man<mal etwas s<werfällig, und nur die im Brennpunkte der Handlung ftehende brasilianishe jugendlißhe Großtante konnte, dargestellt von Fr. Keßler, einigermaßen fesseln. Außerdem that fi< Frl. Conrad als Annita dur eine \{auspieleris< tüch- tige Leistung hervor. Den Abend {loß eine ältere einaktige Posse: „Drei Frauen und keine“. Das Publikum, das durch das erste Lustspiel in gute Laune verseßt worden war, nahm auch die beiden weiteren dramatischen Kleinigkeiten freundlich auf.

LiterarisheNeuigteiten und periodische Schriften.

Beiträge zuc Erläuterung des Deutschen Nets, in besonderer Beziehung auf das Preußische Ret, mit Einschluß des Handels- und Wechselre<ts, Begründet von Dr. F A. Grubot. Herausgegeben von Rafsow, Reichsgerichts-Rath, und Küngel, Land- geri<ts-Rath. Dritte Folge. Fünfter Jahrgang. Erftes Heft. (Der ganzen Reihe der Beiträge XXV. Jahrgang.) Berlin. Ver- lag ron Franz Vahlen. 1881.

Monatsschrift für Deutsche Beamte, Organ des Preußischen Beamtenvereins, redigirt von L. Jacobi, Königl. Geh. Regierungs-Rath. (Liegniß.) Grünberg i. S1. Verlag von Fr. Weiß's Nachfolger. (Hugo Söderström.) 1880. 4. Jahrgang. 12. Heft. Inhalt: Angelegenheiten des Vereins: Bekanntmachungen der Direktion des Preußischen Beamtenvereins. Nachtrag zu dem Auf- saße über Kautionsdarlehne in Heft 10 d. Zeitshr. Vierte Bezirks- konferenz der Zweigvercine des Preußischen Beamteavereins im Re- gierungsbezirk Magdeburg zu Quedlinburg. Hr. Staats-Minister v. Bötticher Mitglied der Berliner Beamtenvereiniaung. Die Vereinigung der Königl. Distrikts-Kommissarien der Provinz Posen. Rechtsverhältnisse der Beamten: A. Verordnungen und Erkennt- nisse. B. Abhandlungen und Nachrichten über Fragen des Beamten- thums: Aus dem Landtage. Beförderung von Strafanstalts-Sekre- tären zu Inspektoren. König-Wilhelm-Stiftung für hülfsbedürftige erwachsene Beamtentöhter. Abhandlungen und A «fsätze allge- meinen Inhalts: Eigenhändige Resolutionea Friedrihs ÎI1. Der Beamte auf Reisen. Aus früher Juzendzeit (Schluß). In den Ruhestand verseßt. Vom rothen Kreuz. Etwas über Pelze. Bücherschau.

Deutsche landwirthschaftliche Presse. Nr. 101. Inhalt: Tagesordnung für die 1. - Session der 2. Sizunzs- periode des Landes-Dekonomie-Kollegiums und die Tagetordrung sür die 9. Sitzungsperiode des deutshen Landwirthschaftsraths. Zur deutswen Münzfrage. Voa Prof. Ad. Wagner. Der Frostshmetterling. (Mit Abbildungen.) Säemaschinen. Von Prof. Wüst. Wirtbhschaftsbetrieb. Von Prof. Rohde. Damypf- Tultur von Prof. Wüst und Dr. Breymann. Kröpfigwerden des Mer Von Prof. Wittma>k. Butterfässer. Von Benro

artiny.

Notizblatt des Vereins für Erdkunde zu Darm- stadt, des mittelrheinischen geologischen Vereins und des naturwissenshaftlichen Vereins zuDarmstadt (Mit- theilungen der Großherzogl. hes. Centralstele für die Landes- statistik) September- bis Novemberheft 1880. Inhalt: Eisen- bahnen Aug. 1880. Preise d. gewöhnl. Verbrauchsgeg. Aug. 1880. Vergl. meteorol. Beobacht. Aug. 1880. Sterblichkeitsverbältn. Aug. 1880, Meteorol. Beobacht. ¿zu Darmstadt Aug. 1880. Wasserstände, Juli, Aug. u. Sept. 1880 Ergebnisse der Braunt- weinbesteuerung 1879—80, Frequenz der technischen Hochschule 1879—80. Eisenbahnen Sept. 1880. Preise der gewöhnl. Ver- brauchsgegenst. Sept. 1880. Vergl. meteorol. Beobacht. Sept. 1880. Sterblichkeitsverhältn. Sept. 1880. Meteorol. Beobacht. zu Darmstadt Sept. 1880. —— Eheschließüngen, Geborene und Ge- storbene 1879, Einnahme und Ausgabe bei der Lokal-Forstverwal- tung 1878, Straffälle in Bezug auf Zölle und Steuern 1879—80. Bierbesteverung 1879—80. Morbidität in den Heilanstalten 1879. Berichtigung.

Mittheilungen der K und K (österreiGis<- ungarischen) Konsulatsbehörden. Dezemberheft. YJun- halt: Deutsches Reih. Karlsruhe. Wirthschaftlibe Lage im Jahre 1879. Kiel, Wirthschaftlihe Lage im Jahre 1879, Belgien. Gent. Schiffahrt und Handel im Jahre 1879, Italien, Genua. Wahrnehmungen auf wirthsc{haftlihem Gebiete im Jahre 1879, ae Odessa, Wahrnehmungen auf wirth- \chafilihem Gebiete während des Jahres 1879. Griechenland. Athen. Wirthschaftliche Verhältnisse von Griechenland, mit beson- derer Rücksicht auf die Häfen von Piräus und Nauplia. Per- fonalnacrichten. Mit diesem Dezemberhefte hat der 8. Jahrgang der „Mittheilungen der K. und K. österreichish-ungari- schen Konsulatsbehörden, zusammengestellt vom sa- tistishen Departement im K. K. Handels-Ministerium“ (Wien, 1880), feinen S{luß erreicht. leihzeitig mit diesem Dezemberhefte ist au<h das Sachregister über den 8, Zahrgang der „Mittheilungen“ veröffentlicht worden.

Der Bär, Jllustrirte Berliner Wochenschrift. Eine Chronik fürs Haus. Herausgegeben von Ernft Friedel und Emil Domi- if. Verlag von Gebrüder Paetel in Berlin. VII. Jahrgang. Nr. 12. Inhalt: Lottchen Lindholz. Eine Berlinische Geschichte aus dem 17. Jahrhundert von Ludovica Hefekiel (Fortseßung). Papa Wrangel, Anekdoten aus seinem Leben (mit ciner Illustration). Nach Mit- theilungen aus unserem Leserkreise zusammengestellt von Emil Dominik. Veneta von Carl Bolle, Migcellen: Die Heilige- kreuzkirhe am Johannestish; Zur Kanalisation von Berlin; Pfahl- werk im kleinen See bei Zeblia von G. Sonnenbecg ; Das äâlteste Bildniß eines Bürgers von Berlin (mit Jllustration). Literatur: Zur Geschichte der Beziehungen Yußlands zu Deutschland von Frei- herrn C. v. Köhne; Die St. Katharinenkirhe zu Brandenburg a./H. nebst ihren Alterthümern und Denkmälern (mit Jllustration); Für den Weihnachtstish, Briefkasten. Inserate,

Redacteur: Riedel. Verlag der Expedition (Kessel). Dru>: W. Elsner. Fünf Beilagen

(einshließli< Börsen-Beilage) und die Besondere Beilage Nr. 15.

Berlin:

zum Deutschen Reichs-

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M24 Att E C EE R D V E.

Erste Beilage

Berlin, Dienstag, den 21. Dezember

E G I GRE V E S T-LE I E SUEA D A P R I E I T U B E A E A L C E A B H U R E D E E: PECL E I O P I I E S E is A N E, V A BULUANU

nfserate für den Deutschen Reichs- und Königl. Preuß. Staats-Anzeiger und das Central-Handbel8- regisiecr nimmt an: die Königliche Expedition

des Dentshen Reichs-Anzeigers und Königlich

Preußischen Síaats-Anzeigers : Berliu 8W., Wilhelm-Straße Nr. 82,

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Desfent

I, Steckbriefe und Untersuchnngs-Sachen. 2, Subhastationen, Ausgebote, Vorladungen u. dergl.

. Verkünfe,V erpachtungen, Submissionen etc.| 7. Literarische Anzeigen.

4. Verloesnng, Ámortisation, Zinszahlung

Steæbriefe und Untersuchungs - Sachen. Steäbrief. Gegen den unten beschriebenen Kauf- mann (Agenten, Kellner) Avolph Erust Wal- demar Krause, welcher flibtig ist oder si ver- borgen hôlt, ist in den Akten U. R. I. Nr. 1132 de 1880 die Untersuhungéhaft wegen roiederholter Unterschlagung, wiederholten Betruges und wieder- holten Diebstahls verhängt. Gs wird ersucht. den- selben zu verhaften und an die Königliche Stadt- voigtet-Direktion hierselb#| abzuliefern. Berlim, den 17. Dezember 1880. Der Untersuchungsrichter bei dem Königlichen Landgerichte I. Sw<hen>, Besäreibuug: Alter: 30 Jahre, geb. am 23. Fes bruar 1850, Geburtsort: Berlin, Größe: 171 Cen- timer, Statur: mittel, Haare: blond, Stirn: hoch, {<râge, Bart: blonder Schnurrbart, Augenbrauen : blond, Augen: blau, Nase: groß, Mund: gewöhn- li, Zähne: vollständig, Kinn: \{<mal, Gesicht : s{mal, Gesichtsfarbe: blaß, Sprache: deuts. Steckbricfserledigung. Der gegen den Diätar bei der Beclin-Hawbucgec Eisenbahn Karl Ludwig Theodor S&hoeufeldt wegen Untersblagung unter dem 18. September 1880 erlassene Steckbrief wird zurüctgenomtmen. Berlim, den 16. Dezember 1880, Königliches Amtsgericht I, 86, Abtheilung.

Ste>briefs - Erledigung, Der gegen den Bruunenmacher Ferd. ÎJde wegen Beleidigung unter dem 1. November 1880 erlassene Stekbrief wird zurückgenommen. Berlin, den 15. Dezember 1880, Königliches Amksgerihßt I. 94. Abtheilung.

[31591]

Der von urs unterm 30. April beziehungsweise 1, Juni d, J. hinter dem Tagearbeiter Gustav Kuhnert aus Bunzkau erlassene Ste>bricf wird hiermit zurü>genommeu. Bunzlau, 17. De- zember 1880, Königliches Amisgericht. gez. Wenyel.

„Ste>brief. Gegen den unten beschriebenen Fried- rih Gusiav Kezrning rect. Carl Gustav Wetiz- uer, Fabrikarbciter, geboren zu Rinkendorf, Kreis Liegniß, zuleßt hier wohnhaft, welcher flüchtig ift, ist die Untersu<hung8haft wegen Fälschung verhängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das Königliche Instizgefängniß zu Elberfeld abzuliefern. Elberfeld, den 7. Dezember 1880, Der Unter- suhungsrichter 1. bei dem Königlichen Landgerichte. Beschreibung. Alter 27 Jahre, Größe 1,69 m, Statur \{lank, Haare blord, Stirn frei, Bart blond. Schnurrbart, Augenbrauen blond, Augen blau, Nase fpip, Mund gewöhnlich, Zähne gut, Kinn spiß, Gesicht länglich, Geßchtsfarbe gesund, Sprache deuts, \{lesisher Dialekt.

Tie diesseiis resp. von dec früheren Königlichen Staatsanwaltschaft in S{leswig unterm 30. No- vember 1878, 21. März 1879 und am 16. Oktober 1879 erlaffenen öôffentlihen StrafvollstreXungs-Re- quisitionen wider die Lotterie-Collecteure: 1) Julius zFen>, 2) Isaac Stein, 3) Carl Windus, 4) Moritz rau, 5) A. Kaufmann, 6) J. L. Dammann, 7) S. Rosenblatt, sämmtlich aus Hamburg, {ind erledigt. Flensburg, den 11. Dezember 1880. Königliche Staatsauwalts®haft,

a

Ladung. Der Bantcechuiker Adam Schuster aus Jerzyce, geb. am 14. Dezember 1851, zu Grado- wice, Kreis Koften, katholis, letzter Aufenthalt unbe- kannt, wird bes{huldigt, als Wehrpflichtiger in der Ab- sit, sich dem Eintritte in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu entziehen, ohne Erlaub- niß das Bundesgebiet verlassen oder nah erreihtem militärpflihtigen Alter si außerhalb des Bundes- gebiets aufgehalten zu haben, Vergehen gegen 8, 140 Abs. 1 Nr. 1 Str.-G.-B. Derselbe wird auf den 1, Februar 1881, Vormittags 93 Uhr, vor die Strafkammer des Königlichen Land- gerichts zu Posen zur Hauptverhandlung geladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nah $.472 der Strafprozeßordnung von dem Königlihen Landraths-Amt zu Kosten Uber die der Anklage zu Grunde liegenden That- sacen ausgestellten Erklärung verurtheilt werden. Posen, den 4. November 1880. Königlihe Staats- anwalts<haft. Mueller.

Subhastationen, Aufgebote, Vors ladungen u. dergl.

03164 Oeffentliche Zustellung.

Die Frau Neumann, Therese, geb. Bormaun, zu Nauen, vertreten dur< den Nectsauwalt Hering hier, lagt gegen ihren, dem Aufenthalte na< un- bekannten, zuleßt hier wohnhaft gewesenen Ghemann, den Cigarrenarbeiter Albert Neumann, wegen bös- liber Verlassung mit dem Antrage auf Ehescheidung:

das Band der Ehe zu trennen, den Beklagten

au< für den allein {uldigen Theil zu erklären, und ladet den Beklagten zur mündlihen Verhand- Tung des Rechtsftreits vor die 13, Civilkammer des Königlichen Landgerichts T. zu Berlin auf den 30. April 1881, ormittags 104 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- rihte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

Zum Zwe>e der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Berlin, den 11. Dezember 1880,

: Buchwald,

Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts I,

U. 8, W. von öffentlichen Papieren.

———— —-

Die Handelsgefells<aft Chr. Berghaus zu Halle a. S. klagt gegen den Tischlermeister Wilhelm Brunne aus Hettstedt aus dem Wechsel 4. d. Halle, den 10. Januar 1880, über 276 46 50 S mit dem Antrage auf Verurtheilung zur wechselmäßigen Zah- lung von 276 M 50 & $ Wechselschuld nebft 69% Verzugszinsen seit 10. April 1880 und 3 46 50 H Protestkosten und ladet den Beklagten zur münd- lien Verhandlung des Rechtsstreits vor das König- lie Amtsgericht zu Hcttstedt auf den 1. Februar 1881, Vormittags 101/2 Uhr.

ZUm Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

5 Beruhardt,

Gerichts\<reiber des Königlichen Amtsgerichts,

131046] Oeffeutliche Zustellung.

Der Kahnrheder und Terner Bernhard Balzereit zu Tilsit, vertreten dur den Rechtsanwalt Barni>k in Wehlau, klagt gegen den Kahnschiffer Friedrich Bal!zereit zu Fährkrug Tapiau aus einem Ausgangs Dezember 1876 geschlossenen Darlehnsvertrage mit dem Antrage auf Verurtheilung dcs Beklagtea zur Zahlung von 150 Mark nebst 5% Zinsen leit dem 29. September 1879, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreites vor das Königliche Amtsgericht zu Taviau auf

den 14, Februar 1881, Bormittags 9 Uhr.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser

Auszug der Klage bekannt gemacht. : Laser,

Gerichts\{reiber des Königlichen Amttgerihts. [31631] Armensache.

Oeffentliche Zustellung.

Der Kanzleidiener Josedh chm in Colmar, zum Armenrecht zugelassca dur Beschluß vom 10. Junt 1380, vertreten dur Rechtsanwalt Gauser, klagt gegen die Marie. Sthedel, seine Ebefrau, früher in Bensheim wohnhast, jeßt ohne bekannten Wohn- und Aufenthalt8ort, mit dem Antrage auf Elescheibung und ladet die Beklagte zur münd- lichen Verhandlung dcs Rechtsstreites vor die Civil- kammer des Kaiserlichen Landgerichts zu Colmar auf den 12. Februar 1881, Vormittags 9 Ußr, mit der Aufforderung, einen bei diesem Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird di-ser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Colmax, den 17, Dezember 1880.

Haas,

Gerichtsschreiber des Kaiserlichen Landgerichts.

i Kalserliches Amtsgericht Bucssweiler. 83168] Oeffentliche Zustellung.

Der Bäcker Georg Robitzer zu Imbsheim klazt gegen den Bäcker Georg -Balßli, früher zu Imbs- heim, jeßt ohne bekannten Rufenthalteort, wegen rückständiger Miethe und mitgenommenen Mobilien mit dem Antrage auf Verurtbeilung des Beklagten zur Zahlung von 90 Mark für rückständige Miethe

120 Mark nebst 5 Prozent Zins seit Zustellung der Klage, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechté streits vor das Kaiserliche Amtsgericht zu Buchêweciler auf

den 22. Februar 1881, Vormittags 9 Uhr.

Zum Zwe>e der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gema@&t.

Dhewes, Gerichtsschreiber des Kaiserliten Amtsgerichts.

31629] et : arti af (81679) Oeffentliche Zustellung.

Die Wirthschafterin Henriette Struwe, früher in Bielawy und Dembowo bei Nakel, hat gegen den Gutsbesißer Bauer in Bielawy bei Nakel wegen 188 A Dienstlohn mit dem Antrage auf Zahlung von 188 Æ nebst 5°%/ Zinsen von 103 seit 1, August 1879 und ev. von 85 M seit 14, September 1879 geklagt.

Die Klägerin wird zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die 11, Civilkammer des König- lichen Landgerichts zu Schneidemühl auf den 17. Februar 1881, Vormittags 11 Uhr, hiermit vorgeladen.

Zum Zwele der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Ladung bekannt gemacht.

Klawitter,

Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.

1211 e Í p (9169) Oeffentliche Zustellung.

1) Die Wittwe Theodor Hagen Anna Catha- rina, geb, Scharrenbroich, ohne Gewerbe zu Ruppichterotÿ,

2) Josephina Hagen, ohne Geschäft, daselbft, vertreten dur< Rechtéanwalt Mayer zu Bonn, klagen gegea den Hermann Joseph Hagen, Kanfmaun, ohne bekannten Wohn- und Aufenthaltsort und cous, wegen Theilung mit dem Antrage:

1) auf Auseinandersezung der zwischen den durch ihre Mutter Maria Tauwel, Wittwe Theodor Hagen, ohne Geschäft zu Crefeld, als Haupt- vormünderin vertretenen Minderjährigen Fer- dinand und Pauline Hagen und der Klägerin ad 1 bestehenden Vermögensgemeinschaft,

2) auf Auseinandersetßzung der zwischen dem Theodor Hagen senior und der Klägerin ad 1 bestan«

Civilkammer 13.

denen Gütergemeinschaft,

icher Anzeiger. 7.

(31639) Oeffentliche Zuse

und 30 Mark für Mobiliar- Effekten, zusammen |

devau

Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

__ESSBO.

PE Bl A LUS D : A U A

9. Industrielle Etablissemecnots, Fabriken und Grosshandel, 6. Verschiedene Bekanntmachungen.

8. Theater-Anzeigen. } In der Börsen- 9, Familien-Nachrichten, / beilage, 28

3) auf SCD1OT und laden die Beklagten zur mündlichen Verhand- lung des Rechtsstreits vor die 2. Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Bonn z auf deu 17. Februar 1881, ; Bormittags 10 Uhx,

Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

Auszug der Klage bekannt gemat. ; : Donner, Gerichts\<hreiber des Königlichen Landgerichts.

(31630) Oeffentliche Zustellung.

Die Chefrau Josef Huggentobler, Margaretha, geb. Weber, ohne Gewerbe, zu Friedrih-Wilhelms- hütte, vertreten dur< Rechtsanwalt Morsbach, klagt gegen ihren genannten Ehemann wegen Ehescheidung,

klagten abgeschlossene Ehe für aufgelöst zu erflären, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhants lung des Rechtsftreits vor die Il. Civilkammer des Königlichen Landgerich1s8 zu Bonn

auf den 17. Februar 1881, Vormittags 10 Uhr,

Eerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen. _ Zum Zwee der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Douner, Gerichtéshreiber des Königlichen Landgerictts.

(81649) Oeffentliche Zustellung.

Der Wilhelm Lat, Schäfer zu Heimerzheim, ver- treten dur< Rechtsanwalt Krupp zu Bonn, agt gegen Johann Lay, Tagelöhner, zuleßt zu Effen, jeßt ohne bekannten Wohn- und Aufenthaltsort und Conf., wegen Theilung mit dem Antrage auf Auseinandersegung der zwischen dem Kläger und seiner verlebten Ehefrau Auna Catharina Kraßforft bestandenen Gütergemeins<hast in 2 gleiche Theile und Zuweisung eines Theiles davon an Kläger, des anderen Theiles an den Nachlaß der 2c. Krahforst,

und ladet die Beklagten zur mlindlichen Verhand- lung des Recbtsstreits vor die I1, Civilkamrer des Königlichen Landgerichts zu Bonn

mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- richte zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwece der öffentlichen Zustellung wird diefer Auszug der Klage bekannt gemacht. Douner, Gerichtéschreiber des Königlichen Landgerichts.

c 9 er : / (31632) Oeffentliche Zustellung.

Der Ludwig Reisacher, Bäcker und Wirth, in C>irh, Gemeinde Markirh, wohnhaft, vertreten dur Rechtsanwalt Hellig, klagt gegen den Eugen Kurt, Bäder, ohne bekannten Wohn- uüd Auf- enthaltsort, mit dem Antrage auf Theilung be- ziehungsweise Versteigerung des den Parteien ge- meinshafili< gehörigen Wohnhauses, zu E>irh gelegen, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die Civilkammer des Kaiseclichen Landgerichts zu Colmar auf

den 2. März 1881, Vormittags 9 Uhr,

richte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

Zum Zwette der öffentlichen Zustellung wird dieser Aus¡ug der Klage bekannt gemact.

Colmar, den 16. Dezember 1880,

[316161 Oeffentliche Zustellung.

Der Vormund Carl Ste>el von Dornholzhausen

mit unbekanntem Aufenthaltsorte wo? abwesenden Heinrich Stamm von Köpperu den Antrag auf Todeserklärung gestellt.

Das Königliche Amtsgericht zu Homburg v. d. Höhe hat das Aufgeboteverfahren durd Beschluß vom 11. Dezember 1880 eingeleitet und ist Termin

auf Moutag, den 21. Februar 1881, Morgens 9 Uhr,

vor dem Herrn Amtsgerichts-Rath von Langen Zimmer Nr. 8 anberaumt. Der Aufgebotene wird hiermit aufgefordert, seine Ne<hte \pätestens in diesem Termine anzum.lden , widrigenfalls er in demselben auf Antrag für todt erklärt werden wird.

R Zwe>ke der öffentlichen Zustelung wird dieses Aufgebot bekannt gemacht.

i Ac>kermaun,

Gerichts\{reiber des Königlichen Amtsgerichts.

[31614] Oeffentliche Vorladung.

ken, Kreises Angerburg, werden dec Besitzer des dem Grundstücke Willudden Iir. 115 zugeschriebenen Trennstü>ks des Grundstücks Przerwauken Nr. 1, Eduard Erdmann, und der Mitbesiter des Grund- füds Przerwanken Nr. 18, August Holstein, deren Aufenthalt unbekannt ift, zur V

Ablösungsbere<hnung und Vollziehung des Rezesses

wirtbscaftlihen Bureau der unterzeichneten Regie- rungs-Abtheilung mit der Warnung vorgeladen, daß im Falle ihres Autbleibens angenommen wer-

Theilung des Nachlasses des Theodor Hagen

| mit der Aufforderung , cinen bei dem gedachten !

Zum Zwe>e der öffentlichen Zustellung wird dieser

mit dem Antrage, die zwischea ihr und dem Bes !

mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten.

fowie auf Theilung des Nawlasscs der Letteren in ! b gleiche Theile [und Zuweisung an die Beklagten ;

auf den 17. Februar 1881, Vormittags 10 Uhr, !

mit der Aufforderung, einen bei dem gedahten Ge- ; Haas, Gerichts\{reiber des Kaiserlichen Landgerichts.

bat gegen den unter seiner Vormundschaft stehenden ;

In der Reallasten-Ablösungssahe von Przerwans |

Vorhaltung der !

auf Freitag, deu 28. Januar k. Js., im land- |

M

nserate nehmen an: die Aunoziceu-ESxpeditioneu des „æJuvalivendauk“, Rudolf Besse, Haafenstein @& Bogler, G. L, Daube & Co,, E, Schlotte, Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren

Annsnueen - Bureaus. L {j

den wird, sie erkennen die Ablöfungsberehnung für ¡ ridtig an, genehmigen den Rezeß in allen Bestim- mungen und gewärtigen die Ergänzung ihrer fehlen- den Unterschrisic¿ durch richterliche Entscheidung

¡ auf ihre Kosten.

Gumbinnen, den 13, Dezember 1880.

Königliche Regierung, Abtheilung des Junern.

(31637) Oeffentliche Zustellung.

¿ Die Ehefrau des Königlichen Hauptmann: Hirfch- | berg, Clara geb. Bertram zu Magdeburg, Kaiser- ! straße Nr. 101, vertreten durÞh den Rechtéanwalt / Erdmann zu Egeln, klagt gegen den Schuhmaczer | Carl Müller und dessen Ehefrau zu Unfebura, jeß ¡ Unbekannten Aufenthaltsorts, aus einer Forderung | von 400 Thalern Gold, eingetragen auf das Grund- ; süd der Beklagten Band IX. Blatt Nr. 333 des ¿ Grundbuchs von Unseburg, mit dem Antrage auf i Verurtheilung der Beklagten zur Zablung von { 68 M rüdständiger Zinsen obiger Forderung à 5% i vom 1. November 1879 bis 1. Oktcber 1880 und ladet die Beklagten zur mündlichen Verhandlung ! des Rechtsstreits vor das Königliche Amtsgericht zu i Ggeln auf

\ deu 9, Februar 1881, Vormittags 9 Uhr.

/ Zum Zwede der öffentlichen Zustellung wird dieser : Auszug der Klage bekannt gemacht.

B Dee

Gerichts\{reiber des Königlichen Amtsgerichts.

[916% Oeffentliche Zustellung.

! Die Klempuerfrau Emilie Liedike, geb, Mo- ! diger, von hier, Wasscrstraße Nr. 5, vertreten dur< i den Rechtsanwalt Dr. Gaupp hierselbst, lat gegen ; thren Ehemann, den Klempuermeisier Friedrich | Wilhelm Liedtle, dessen gegenwärtiger Aufenthalt unbekannt ift, wegen böslicher Verlassung und Vers j sagung des Unterhalts, mit dem Antrage auf Treu- | nung der Ehe und Verurtheilung des Beklaoten für | den ailein schuldigen Theil, und ladet den Beklagten } zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die Erste Civilklammer des Königlichen Landgerichts zu ¡ Elbing auf

den 15, Mürz 1881, Vormittags 11 Uhr,

j mit der Aufforderung, einen bei dem gedach!en Ges ¿ rite zugelafsenen Anwalt zu bestellen.

¡ Zum Zwe>ke der öffentlihen Zustellung wird ; dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Bae>ezr,

j Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts. {9168 Oeffeutliche Zustellung.

} Der Taglöhner Lorenz Zentgraf- von Waldashaf | hat als Vormund des am 14. Dezember 1879 ge- ¿ borenen Kindes sciner ledigen Tochter Josefa Zent- { graf von dort Namen3 Ludwig Zentgraf gegen den ¡i zur Zeit unbekannt wo? abwesenden ledigen Tag- | löhaer Peter Büttner aus Waldashaf am 30. | vorigen Monats Klage bei dem hiesigen Kgl. Amts- / gerihte wegen Anerkennung der Vaterschaft un / Kindesnahrung erhoben und den Antrag geftellt, den i Beklagten zur Anerkennung der Vaterschaft erwähn- i Ten Kindes, sowie zur Zahlung eines in Monats- ¿ raten voraus8zahlbaren Alimentationsbeitrages von ; jâhrlih 48 # und zur Tragung der Koften zu ver- i urtheilen. h

|- Zur Verhaudlung der Sate hat das Kgl. Amts3- ! gericht dahier Termin auf

j Montag: den 31. Jauuar 1881,

j ormittags 9 Uhr,

| bestimmt, wovon der Bekiagte 2c. Büttner andur< { in Kenntniß geseßt wird.

¿ Aschaffenburg. 13, Dezember 1880,

j Der Gerichts\<reiber des Kgl, b. Amtsgerichts:

; Fischer.

Auszug.

Auf die Seitens der zu Aahen wohnenden (nes ¡ werblosen Maria Anna Jungbluth gegen ihren Chemann, den daselbs wohnenden Vä>ermeister Hermann Joseph Xavier eingereichte Gütertrennungs- | Tage hat das hiesige Kgl. Landgericht Termin zur ¿ mündlichen Verzandlung auf deu 14. Februar | 1881, Vormittags 9 Uhr, anberaumt.

Aachen, den 17. Dezember 1880.

Der Anwalt der Klägerin :

j Kacuffer. i Veröffentliht gemäß $8. 11 des Ausführungs- | geseßes vom 24. März 1879. ¡ Aachen, den 17. Dezember 1880. x Rosbach, | Gerihts\{reiber des Königlichen Landgerichts.

[31617] Jn Sachen

j

| [31624]

der Hebamme Louise Zeuner in Pößue>, Klä- ! gerin, gegen ihren Ehemann, Tuchmacher Fried- f ri<h Zenner, z. Zt. unbekannten Aufenthalts, Bea klagten, wegen Chescheidung, ist na< Beendigung der Beweisaufnahme zur mündlichen Verbandlung } Termin auf j Freitag, den 4, März 1881, | Vormittags 10 Uhr, i i vor der II1. Civilkamwer des Landgerichts bierselbst | anberaumt, Zum Zwe>ke der öffentlichen Zustellung wird dies j hierdur< bekannt gemacht. Nudolftadt, den 11. Dezembcr 1830,

Er Wudray, Gerichts\{reiber des Landgerichts, Civilkammer 11.