1880 / 303 p. 9 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

noch alleiniozr Jyhaker derselben vom gedachten Tage ab, was ua Eintrag zu Blatt 45 des hies. Handelsregisters andurch veröffentlicht wird. Meiningen, den 9. Dezember 1880. Herzogliwes Amtsgericht. Abtheilung I. v. Bibra.

Wiemel. Bekznntmachung.

Der Kaufmann Emil Scheffler zu Memel hat für feine Ehe mit Anna, geborenen Witt, dur Vertrag vom 8.,/10. Dezember cr. die Gemein- schaft der Güter und des Erwerbes auêgeschlofsen. Dies ift eingetragen am heutigen Tage zufolge Ver- fügung vom 18. Dezember 1880 unter Nr. 223 des Registers zur Eintragung der Auss{ließung der Gütergemeinschaft.

Memel, den 18. Dezember 1880,

Königliches Amtsgericht.

Konkurse. [31873] Konkursverfahren.

Ina dem Konkursverfahren über das Vermögen der Kürschnermeisicers Moses Maerker is zur Priung der nachträglich angemeldeten Forderungen

ermin auf den 13. Jauuar 1881, Vormittags 104 Uhr, vor dem Königlichen Amtsgerichte 1. hierselbft, Jüdenstraße 58, 1 Treppe, Zimmer 12, anberaumt.

Berlin, den 17. Dezember 1880.

Zadow,

Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts I. 31856 : ebe: das Vermögen des Fuhrherrn Johann Arendt, Mühlenstraße 72 a., jeßt angeblih Memeler- straße 35 e a et aus ist heute das Kout- kursverfahren eröffnet. e 7

Verwalter: Kaufmann Sieg, Königgräßerstr. 109,

Erste Gläubigerversammlung:

am 11. Januar 1881, Bormittags 11 Uhr.

Offener Arrest mit Anzeigefrist |

bis 19, Februar 1881. Hrist zur Anmeldung der Konkursforderungen bis 19, Februar 1881.

Prüfungstermin am 16. März 1881, Bor- mittags 10 Uhr,

Berlin, den 22. Dezember 1880.

Zimmermann, : Gerichts\{reiber des Königlichen Amtsgerichts I. Abtheilung 55.

31868) Konkursverfahren.

Jn dem Konkursverfahren über das Vermögen des S V O Schreier zu Bernau ift ußtermin au

deu 17. Januar 1881, Vormittags 10 Uhr, vor dem Königlichen Amtsgerichte hierselbst, Zimmer Nr. 2, bestimmt.

Beruau, den 22. E G 1880.

affse, als Gericisschreiber des Königlichen Amtsgerichts.

[31862] .

In Sachen, den Konkurs über das Vermögen der Zucckerraisinerie zu Braunschweig betreffend, | wird zur Abnahme der Sc(hlußrechnung, zur Erhe- bung von Einwendungen gegen den an Stelle des Slußverzeichnisses tretenden notariellen Vertrag vom 7. d. M., welcher damit Gerichts\eits geneh- migt wird, und zur Beschlußfassung Über die den Mitgliedern des Gläubigeraus\{usses zu erstattende Nergütung für ihre Geschäftsführung und etwaigen Auslagen eine Gläubigerversammlung auf

den 15, Januar 1881, orge t r

immer Nr. 15, hierse erufen.

9 Braunsthtoeig, den 21, Dezember 1880. Her:oaliches Amtsgericht VIII. v, Praun.

31869] L Im Konkurs über den NaG!aß des Hutmathers Robert Popp von hier ift Scblußtermin auf Sonnabend, den 15, Jaunax 1881, im Zimmer Nr. 5, anberaumt.

Coburg, den 20. Dezember 1880.

Herzogl. S. Amtszericht. II…, gez. Parthenay., Zur Beglaubigung: Hodcker, Gerichis\chre iber.

[31865] FKoukursverfahren.

In dem Konkursverfahren über das Verinögen des zu Cöln wohnenden Leineuhändlers Fricdrichz Wilhelm Forsbach ist in Folge eines von dem Gemeinschuldner gemachten Vorschlags zu einem Zwangsvergleihe Vergleichstermin auf

Mittwoch, den 12. Januar 1881, Vormittags 10 Uhr, : vor dem Königlichen Amtsgerichte hierselbst, Justiz- gebäude, Zimmer Nr. 9, anberaumt.

Cöln, den 22. Dezember 1880.

van Laak, i

Gerihissch{reiter des Königlichen Amtsgerichts.

[31867] BPekanntmachung.

Das über das Vermögen des Valentin Mai Ax. zu Pfungstadt anhängige Konkursverfahren wird bei vorliegender Zustimmung aler Konkursgläubiger hiermit eingestellt.

Darmstadt, den 10, Dezember 1880.

Großh. Amtsgericht II. Arnold. E

Oeffentlich bekannt gematt in Gemäßheit des 8. 105 der Konkursordnung,

Daumsladt, 21. Dezember 1880,

Dor Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts I1. Sc)meckenbecher.

berüdsidtigenden Fochernagen undzur Besclußfassung der Gläubiger über die nicht E Ver- mögensfiüde der Schlußtermin au 4 Dienstag, den 18. Januar 1881, Vorzuittags 10 Utx, : vor dem Königliwen Amtsgerichte hierseibst bestimmt. Eckeruförde, den 21. Dezember 1880, Schröder, Gerichtsschreiber LE E Amtésgerichis. ALIO. &

[3186] Konkursverfahren.

Nr. 32344. Von dem Gr. Amtsgericht Freiburg in Baden wurde beschlossen:

In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Friseurs Karl Heiland dahier is zur Ab- nahme der Sc{lußrew{nung des Verwalters. zur Erhebung von Einwendungen gegen das Swluß- verzeihniß der bei der Vertheiiung zu berücksih- tigenden Forderungen und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die nicht verwerthbaren Vermögens- fiüdckde der Schlußtermin auf

Samstag, den 15. Januar 1881, Nachmittags 3 Uhr, vor dem Großherzoglichen Ämtsgerichte hiersclbft be- timmt. | Freiburg, den 20. Dezember 1880. Dirpler : Gerichtsschreiber des Großherzoglichen Amtsgerichts.

(3185) Konkursverfahren,

In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmauns Simon Lion, in gleichlautender Firma, Filiale in Berlin C., ist zur Prüfung früher bestriitener, bezw. naträglih angemeldeter Forderungen, fowie in Folge eines von dem Ge- meinshuldner gemachten Vorschlags zu einem Zwanasvergleihe Termin bezw. Bergleistermin auf Freitag, den 14. Januar 1881, Vormit- tags 11 Uhr, vor dem Amtsgerichte hierselbst, Dammthorstraße 10, 3. Sto, links, Zimmer 56, anberaumt. :

Hamburg, d2:n 22, Dezember 1880, i

Holste, Gerichtsschreiber des Amtsgerichts.

31860] Konkursverfahren.

In dem Konkursverfahren über das Vermögen vel Ressanvatenrs Emanuel Neich ist zur Ab- nabme der S{lußrehnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Sc{luß- verzeichniß der bei der Vertheilung zu berücsichti- genden Forderungen und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die nicht verwerthkaren Vermögens- stücte der Schlußtermin auf

Montag, den 17. Jauuar 1881, Vormittags 113 Uhr, vor dem Amtsgerichte hierfelbst, Dammthorstr. 10, 3, Sto, links, Zimmer Nr. 56, bestimmt. Hamburg, den 22. Dezember 1880.

Holste,

Gerichtsschreiber des Amtsgerichts.

[31894] K. W. Amtsgericht Herrenberg, Aufhebung des Koukursverfahrens2,

Das Koukursvérfahren über das Vermögen des Schreiners jung Gottlob Friedrich Manu von Knuvpingen ist nah Abhaltung des Schlußtermins und Vollziehung der Schlußvertheilung aufgehoben e u 17, Daebir: 1880

en 17. Dezember 1880. Kübler, Gerichtsschreiber.

(31950) Konkursverfahren.

In dem Konkursverfahren über das Vermö- gen der Haudelsfrau Marie Wellenbrink hier- selbst ift zur Prüfung einer nachträglich angemelde- ten Forderung Termin auf i

den 13. Januar 1881, Vormittags 9 Uhr, vor dem Herzoglichen Amtsgerichte hierselbft anbe- raumt.

Holzminden, den 20. Dezember 1880.

Warnecke, i

Gerichts\chreiber des Herzoglichen Amtsgerichts.

[31857] Vekanutmachung.

über das Vermögen der

deren Antrag den Konkurs eröffnet. Konkursverwalter : linger dahier.

1881. Anmeldefrist bis

\chließlich. s Termin zur Beschlußfassung

"

angemeldeten Forderungen ist auf : Mittwoch, den 26. Jauugrx 1881, Bormitta(6s Ÿ Uhr,

Kempten bestimmt. Kempten, den 20, Dezember 1880. Der geshäftsl. Kgl. Gerichts\creiber : Simon Heide.

[31876] Bekanntmachung.

Rein (in

Langgasse Nr. j b Vormittags 11 Uhr, der Konkurs eröffnet.

Französisbe Straße Nr. 21. Erste Gläubigerversammlung den 8. Januar 1881, Vormittags 10 Ukr,

zum 21, Zauuar 1881. Prüfungstermin den 4. Februar 1881, Vormittags 10 Uhr,

(31874) Konkursverfahren. )

In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Gastwirths Peter Lorenzen in Eckernförde ist zur Abhaltung der S@&lußrehnung des Ver- walters, zur Erhebung von Einwendungen gegen | das Schlußverzeichniß der bei der Vertheilung zu

im Zimmer Nr. 19. mit Anzeigefrist

Offener Arrest 21, Januar 1881. APREeTs i, Pr., den 21, Dezember 1880; Königliches Amtsgericht. VIL. Zur Beglaubigung: Masteit, Gerichts\{reiber.

| termins und nach Vollzug der Schlußvertheilung

Das Kgl. Amtsgericht Kempten hat durch Be- {luß vom Heutigen, Vormittags 10x Uhr, h Tuchmacherseheleute Ferdinauòd und Crescenz Naffler dahiex auf Herr Rechtsanwalt Heich- Offener Arrest mit Anzeigefrist bis 15, Januar 20, Januar 1881 ein- über die etwaige

Wahl eines anderen Verwalters, über die Bestellung eincs Gläubigerausschusses, sowie zur Prüfung der

im Geschäftszimmer Nr. 7 des Kgl. Amisgerichts

Ueber das Vermögen des Kanfmanns Selig irma S. Nein) hicrselbst, Altstädtische 77, ist am 21, Dezember 1880,

Verwalter der Kauftnann Gustav Lundehn hier,

vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 19, Anmeldungêfrist für die Konkuréforderungen bis

bis zum

[31959] Leutkirch. s (

In dem Konkurse über das Bermögen des Josef Eisele, Krämers von Gebrazhofen, wird bekannt gemacht, daß nach Abhaltung des Scbluß-

das Verfahren aufgehoben ist. Den 22. Dezember 1880. Gerichtsschreiber Ma Na, Amtsgerichis. gie.

31895 l Bag Seouliardiiefadrern über das Vermögen des Kaufmanns Reinhold Tilz zu Lübeck ist, nacch- dem den Bestimmungen der 88. 188, 159 der Konk. O. genüct worden, eingeftellt. Lübeck, den 21. Dezember 1880. Das Amtsgericht. Abtheilung T. Der Oberamtsricter. Elder, Dxæ*

A) Bekauntmachung.

Ueber das Vermögen des Schneidermeisters und Kleiderlieferanten Wiihelm Neicharbt zu Magdeburg, Nothekrebsstraße Nr. 10, ist am 20. Dezember 1880, Mittags 12 Uhr, der Konkurs

eröffnet. Konkursverwalter: Kaufmann Gustav Baron

ter. 9 und Anzeigefrift bis zum

Anmelde- bruar 1881.

Grsfste s am 14, Januar 1881, Vormittags ; Uhr.

eran den 16. Februar 1881, Vor- mittags jr.

Maabebnea, den 20. Dezember 1880. :

Königliches Amtsgericht. Abthl. IVa.

[31870] Konkursverfahren.

In dem Konkarsverfahren über das Vermögen des Bauunternehmers Carl August Müller in Erlbac ist in Folge cines von dem Ggemeinschuld- ner gemacten Das zu cinem Zwangs8veraleiche Vergleichstermin au

: Dienstag, den 11, Fanuar 1881, Vormittags 10 Uhr, vor dem Königlichen Amtsgerichte hierselbst an- beraumt.

Markneukirck{ßen, den 22. Dezember 1880.

Kerstan, :

Gerichts\{reiber des Königlichen Amtsgerichts.

31966] D Kzl, Amtsgericht München E., Abth. A, für Civilsachen, i hat in dem Konkur3verfahren über das Vermögen des Krüumers Stefan Beck dahier mit Bescbluß vom Heutigen zur Erörterung der nachträgli an- gemeldeten Forderung des Cigarrenfabrikanten Franz Huber in s zu 314 M besonderen Prüe ungstermin au E Din n L Qaunos 1881, Vormittags 9 Uhr, im diesgerichtlihen Geschäftszimmer Nr. 8/0 anbe- raumt. Münghen, den 21. Dezember 1880. A Der geschäftsleitende Gerichtsschreiber : Hagenaner,

L Fe-

e Amtsgericht Oebringen. Konkursverfahren.

Das Konkursverfahren über das Vermögen des Christian Walter, Müllers in Obereppach, ist nah erfolgter Abhaltung des Schlußtermins und nach Vollziehung der Schlußvertheilung durch Be- {luß vom Heutigen aufgehoben worden.

Den 22. Dezember 1880.

Gerichtsschreiber Stegmaier.

[31963]

Königl. Aintsgeriht Plettenberg.

Konkursverfahren.

Veber das Vermögen des Fabrikanie!n Wil- helm Hohage zum Birkenhofe bei Plettenberg wird, da derselbe beute seine Zahlungen eingestellt hat, heute, am 21, Dezember 1880, Naämit- tags vier Uhr, das Konkursverfahren cröffuet.

Der Fabrikant Wilhelm Katerlsh in Pletten- berg wird zum Konkursverwalter ernannt. :

Konkursforderungen find bis zum 1. Februar 1881 bei dem Gerichte anzumelden.

Es wird zur Beschlußfassung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerauss{chusses und eintretenden Falles über die in $. 120 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände auf

den 17. Zanuar 1881, Vormittags 12 Uhr, und zur Prüfung der ancemeldeten Forderungen auf

den 3, Februar 1881, Vormittags 11 Uhx, vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt,

Allen Personen, welche cine zur Konkurbmafse geh- rige Sache in Besiy haben, oder zur Konkursmasse eiwas s{uldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder ¿u leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besiße der Sache und von den Forderungen, für welhe se aus der Sache abgesonderte Befriedigung in An- spruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 1, Februar 1881 Anzeige zu machen.

Der Gerichtsschreiber Schröder.

31953

: Ueber das Vermögen der Wittwe des Glaser- meisters Georg Hoy zu Reinheim, Großherzog- thum Hessen, ist am 21, Dezember 1880, Vor- mittags 12 Uhr, das Konkursverfahren er- öffnet worden.

[31863]

zu Steinheim,

Konkursverwalter ist Sparkassenrehner Kilian !

(31962) Vekanntmachung. Der Koukurs über das Vermögen des Gütlers Wolfgang Braun von Mäbenbexg is durch Schlußvertheilung beendigt und taher aufgehoben, Roth, den 17. Dezember 1880. Königliches Amtsgericht. a2z. Wittmann. Zur Beglaubigung: Müller, k. Gerichtsschreiber.

[3194] Konkursverfahren.

Ueber das Vermögen des enlwihenen Uhrmathers afov Bosseler jg. ro1 Schwenningen ist am 20, Dezember 1850, Vormittags 10 Ußzx, das Konkursverfahren eröffnet worden.

Verwalter: Rathschreiber Fausel in Schtwen- ningen, : Offener Arres|st mit Anzeigefcist und Frist zur Anmeldung der Forderungen bis 21. Januar 1881, Wahl- und allgemeiner Prüfungstermin am

4. Februar 1881, Vorm. 9 Uhr. Rottweil, den 20. Dezember 1880. K. O

Gerichtss{reiber Geißinger.

(318581 Konkursverfahren.

Das Koukursverfahren über das Vermögen des am 23, Nevember 1879 zu Hohenhorn verstor- benen, daselbst wohnhaft gewesenen Krämers Adolf Scharu1eber wird nah erfolgter Athaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben. Schtvarzeubekt, Kreis Herzogthum Lauenkurg, den 17, Dezember 1880. Könialich Preußisches Amtsgericht. (gez.) H, Koenigsmanu, Bre. Veröffentlicht : Rustin, Sekretär, als Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.

[31833] Konkursverfahren.

Ueber das Vermögen des Kaufmanus Fried- rich Nette zu Socft wird, da derselbe seine Zah- lungen eingestellt hat, heute, am 20. Dezember 1880, Vormitiags 10 Uhr, das Kounïursver- fahren eröffnet.

Der Auktionskommissar Böbbis zu Soest wird zum Konkursverwalter ernannt.

Konkursforderungen sind bis zum 22, Februar 1881 bei dem Gerichte anzumelden,

Es wird zur Beschlußfassung übir die Wahl cines anderen Verwalters, sowte über die Bestellung eines Gläubigeraut schusses und eintretenden Falls libee die in $8, 120 der Konkursordnung bezei{neten Gegenstände auf :

den 20. Januar 1881, Vormittags 9 Uhr, und zur Prüfung der angemeldeten Forderungeu auf

den 24. März 1881, Vormittags .9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Términ anbe- raumt.

Allen Personen, welhe eine zur Konkurs8- masse gehörige Sacc in Besi baben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Geraeinscbukdner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dern Besiße der Sahe und von den Forderuvugen, für welhe sie aus der Sache abgesonderte Befriédt- gung in Anspru nehmea, dem Konkursverwalter bis zum 19. Februar 1881 Anzeige zu macben.

Königliches Amtsgericht zu Scest,

[31877] Konkursverfahren.

In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmauuns Johannes Etoert in Stolp ist zur Abnahme der Sc{lußrehuung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das S{hluß- Verzeichniß der bei der Vertheilung zu berück- sihtigenden Forderungen und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die nit verwerthbaren Vermö- genéstücke der Schlußtermin auf

den 11, Januar 1881, Vormittags 10 Uhr, vor dem Königlichen Amtsgerichte hierselbst, Zimmer Nr. 6, bestimmt.

Stolp, den 16. Dezember 1880.

JZhlenfeld, Gerihts\{chreiber des Königlihen Amtsgerichts.

K. Württ. Amtsgericht Ulm. Konkursverfahren.

Ueber das Vermögen der Franziska, geborenen Walz, Wittwe des Johann Georg Rex, gewese- nen Bierbrauerceibesißers zum jungen Hasez in Ulm, wird heute, am 20, Dezember 188), Nach- mittags 6 Uhr, das Konkursverfahreu eröffuet.

Der Rechtsanwalt S&aïl in Ulm wird zum Konkursverwalter, Gerichtsnotar Haußer daselbst zu dessen Stellvertreter ernannt.

Konkursforderungen sind bis zum 31, Januar 188i bei dem Gericbte anzumelden.

Es wird zur Bes{lußfassung Über die Wabl eines andern Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigeraus\c{usses und eintretenden Falls über die in $. 120 der Konkarsordnung bezeichneten Gegenstände auf

Freitag, den 21. Januar 1881, Nachmittags 3 Uhr, sodann zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf | Freitag, den 11. Febrnar 1881, ; Bormittags ? Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt.

Allen Personen, wel%e eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besiy haben oder zur Konkurs- masse etwas s{uldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinsculdner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem j Besige der Sache und von den Forderungen, füc

[31965]

Offener Arrest ist erlassen. Anmeldefrist: 18. Januar 1881. Termin zur Beschlußfassung über die Wahl eines

Prüfung der angemeldeten Forderungen und einen ¡ von der Schuldnerin angebotenen Zwangsver- gleich 2c.

Mittwoch, den 2. Februar 1881,

Vormittags 9 Uhr. ! Reinheim, den 21. Dezember 1880. N ¡ Kopp, Gerichtsschreiber d. Amtsgerichts Reinhcim.

(4

Verwalters, Bestellung eines Gläubigerausschusses,

welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung j in S e, e A ENEI bis zum 31. Jaunar 188 nzeige zu macen.

! : Ulm, den 20. Dezember 1880.

| K. Amisgericht.

| Godckenbach, Gerichtsschr.

Redacteur: Riedel.

Verlag der Expedition (Kefsel.}) l Druck: W, Elsner.

Berlin

zum Deuts A2 BDB,

Der Zuÿalt dieser Beilage, in welcher

Fsvelien vom 11. Janvar 1876, und die im Patentgesey vom 25. Mai 1877 vorgeschricbenen Bekanntmahungez veröffentliht werden, erscheint

Central-Handels-Regîift

Das Geatral-Handels-Register für das Deutshe Reich Berlin auch dur die Kznigliche Expedition des Deutschea Reihs- und Königlih Preußischen Staats-

Anzeigers : 2M. Wilhelmstraße 32, bezogen werden,

Kaiserliches Patentamt, Jahresbericht. Dem an den Herrn Neickskanzler von dem Vor- sißenden des Kaiserlichen Patentamts für das Jahr 1679 erstatteten Bericht entnehmen wir die folgen- A : urd das Geseß vom 16. Juni 1879 (R.-G.-Bl. S. 157) ist in dem Berufungsverfahren wegen Er- klärung der Nichtigkeit oder wegen Zurücknahme eines Patenis an Stelle des Reichs-Ober-Handels3- gerihts das Reich8gericht getreten. Der Druck und die Versendung der Patent- schriften erfolgt nach Umwandlung der Königlichen preußischen Staatsdruckerei in die Reichsdruckerei (Geseß vom 15. Mai und 6. Juli, R.-G.-Bl, S. 139, 174) von legtterer. _Das Patentamt hat Verfügungen erlassen und zur öffentlihen Kenntniß gebracht wegen vorzeitiger Veröffentlichung der Patentsriften Seitens dritter Personen, wegen Unzulässigkeit von Vorbehalten späterer Aenderung in den Patentansprüchen, wegen Einreichung von Duplikaten der Schriftstücke, wenn si ein Streitverfahren eröffnet Hat und wegen rehtzeitiger Einzahlung der Patentgebübren. Die Zahl der ständigen Mitglieder is durch den Etat für das Jahr 1879/80 von drei auf fünf ver- Me On Folge dessen sind der Kaiserliche Geheime Ober - Regierungs - Rath und vortragende Rath im Reichs - Justizamt Dr. Meyer und der Königliche Geheime Ober - Regierungs - Nath und vortragende Rath im preußishen Ministerium für Handel und Gewerb: Rommel zu ständigen Mitgliedern berufen. Das Patentgeseß ermächtigt in den $8. 14 und 24 das Patentamt, auch solche Sachverständige, welche nicht Mitglieder des leßteren find, zu den Berathungen zuzuziehen oder Gutachten von denselben zu erfordern. Für einige technische Gebiete hatte sib das Bedürfniß zur öfteren Heran- ziehung eines Beiraths herausgestellt. Zur Er- leichterung und besseren Sicherung des einshlagen- den geschäftlihen Verkehrs ist das Patentamt daher mit mehreren Sachverständigen in eine geordnete und regelmäßige Verbindung getreten. Solche Sachverständige werden verpflitet: das Amtsgeheimniß zu beobachten, über die ihnen zugehenden Sachen ein erschöpfendes Votum abzugeben, welches als Unterlage für die Ent- scheidung des Patentamts benutzt werden kann und geeigneten Falls den Sitzungen der betreffenden Ab- theilungen des Patentamts beizuwobnen. Die Na- men der in dieser Weise berufenen Sachverständigen sind im Patentblait*) veröffentlicht. Aut die Zahl der technisben Hülfsarbeiter, welche berufen sind, den technishen Mitgliedern des Patentamts helfend und vorbereitend zur Seite zu stehen, hat im Laufe des Jahres 1879 von sieben auf achtzehn vermehrt werden müssen. Eine erhebliche Steige- rung hat wieder die Zahl der Bureau-, Kanilei- und Unterbeamten erfahren. Die Diensträume des Patentamts, ursprünglich in dem v. Deckerschen Grundstück, Wilhelmstraße 75 befanden, sind in Folge der er- weiterten Bedürfnisse vom 1. Mai 1879 ab nach der Königgräßerstraße 10 verlegt. Um Schluß des Jahres 1879 hatte die Biblio- thek bereits einen Bestand von 12 900 Bänden, zu deren leichteren Benußung die Drucklegung eines systematisch geordneten Katalogs erforderlih war. Einen nicht geringen Theil ihres Bestandes verdankt die Bibliothek den Zusendungen Seitens fremder Patentbehörden; sie erhält nämlich von: 1) Amerika, Vereinigte Staaten: Specifications of the United States Patent Office. Official Gazette of the United States Patent Office. 2) Belgien:

Recueil spécial des breyets d'invention. 3) Kanada :

The Canadian Patent Office Record. 4) Gngland:

Specifications of letters patent for inventions and provisional specifications,

Abridgments of specifications.

The Commissioners of Patents’ Journal.

Alphabetical index of patentees and applicants for patents of invention.

Subject-matter index of patents applied and

patents granted. 5) Frankreich:

Description des machines et procédés specifiés dans les brevets d’'invention. Nouvelle Série.

Catalogue des brevets d'invyention.

6) Italien : Bolletino delle privatire industriale del Regno d’Italia, 7) Luxemburg: Memorial des Großherzogthums Luxemburg. 8) Oesterreich :

Katalog der von dem Kaiserl, Königl. Privilegien- Archive ertheilten 2c. Privilegien.

Katalogus azon Találwányokról a Magyar korona országaniak terülctén szabadalmi ótalom alatt á)lanak,

9) Rußland:

Sammlung der russischen Patente, herau8gegeben | vom Ministerium für Handel und Gewerbe,

Der in dem letzten Jahresberiht erwähnte tenologische Atlas hat durch die Aufnahme der Abridgments der „Official Gazette“ eine wesentliche, für die Prüfung der Patentgesuche sehr {äßbare Bereicherung abaIKn:

Der Umfang der Geschäfte des Patentamts seit Beginn seiner Thätigkeit bis Ende 1879 ergiebt fich aus folgender Tabelle:

*) Patentblatt 1879 S. 55.

welcbe fich |

Vierte

Berlin, Freitag,

Beilage

den 24. Dezember

chen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

auch die im S. s des Gejehes über den Markenshuz, vom 30. November 1874, sowie die in dem Sesey, betreffend das Urdeberre@t ar Wt

E

kann dur alie Post-Anftalten, füx

BezetcGntna

auch in einera besonderen Blatt unter dem Titel

für das Deutsche Reich. x: 303A)

Das Central-Handels-Register für das Deutsche Rei erscheint in der Regel tägli. Di

Abonnement beträgt i # 50 S für vas Biecteljaße. Insertionspreis für den Raum éinee Dezuszeile 86 &.

p C E

Reich“ werden beut die Nru. 303 4. und 303 B

2) Einsprüche . S 4) Anträge auf Nichtigkeitserklärung .

9) Nachträge, Zwischen-Korrespondenzen 2c. und dur ‘den Geschäftsgang

bedingte Vorlagen. .

6) Anfragen, Dienstgesuche, innere Angelegenbeiten 2c. E Summa der Journal-Nummern

7) Anmeldungen wurden vor der Veröffentliung

8) Anmeldungen wurden zur Veröffentlichung zugelassen .

9) Anmeldungen wurden zurückgezogen . .

10) Verfagungen des Patentes nach der Veröffentlichung der Anmeldungen T8

11) Patente wurden ertheilt , 13 Degen ael E 13) desgleichen für nichtig erklärt

Nah der vorstehenden Tabelle {sind in der Zeit vom 1, Juli 1877 bis 31. Dezember 1879 11V51 Veröffentlichungen und 3904 Zurückweifungen er- folgt, d. h. von den zur ersten Prüfung gelangten 14 955 Patentanmeldungen (Nr. 7 und 8 der obi- gen Tabelle) sind 73,90% zur Veröffentlichung zu- gelafsen worden. Die Anzahl der zur zweiten Prü- fung gelangten 9515 Patentanmeldungen fett sich aus der Summe der Zurückziehunagen *), Ver agun- gen und Etrtheilungen (couf, obige Tabelle Nr. 9 bis 11) zusammen und hiervon betragen die Er- theilungen 92,50%. Die übrig bleibenden 7,509/ von 9517 sind gleih 5,50% von den überhaupt zur Prüfung gelangten 14 955 Anmeldungen und daraus ergiebt sid, daß die Ertheilungen nur E der ursprünglichen Anmeldungen betragen aben.

_Die Zahl der Einsprüche ist der Zahl der Ver- öffentlihungen gegenüber zu stellen und beträgt 18,45 9% der leßteren.

Unter den 8800 ertheilten Patenten befinden fi 836, welche zuvor son Landeépatente waren und nur in Reichspatente umgewandelt sind,

Die Zunahme der Löschung von Patenten, welcbe erfolgt, wenn die Zahlung der jährlihen Gebühren unterbleibt, darf nit als so erheblich angesehen werden, als sie nah den bloßen Zahlen im Jahre 1879 gegenüber 1878 erscheint. Es kommt bierbei wesent- lid in Betracht, daß im Jahre 1878 die Zahl der Fälle verhältnißmäßig noch gering war, in denen die zweite oder spätere Jahresgebühr zahltar wurde. Um eine Uebersicht über den Eintritt des Erlöfchens zu ermitteln, läft sich die Gesammtzahl dcr er- theilten Patente iu einem gegebenen Zeitpunkt nach deren Alter und den dadur bedingten Gedbührensäßen gruppiren und diesen Gruppen

j die Anzahl der Löschungen, welche wegen Unter-

lafsung der Zahlung der Jahresgebühren erfolgten, gegenüberstellen, Eine diesem Gesichtspunkt ent- sprechende, die bis Ende 1879 ertheilten Patente um- fassende Zusammenstellung der Patentertheilungen L der Löschungen ist in einer Tabelle A. I. (e- geben.

Um die Dauer der lediglich nach Maßgabe des neuen Gesetzes ertheilten Patente ermitteln zu Éôn- nen, ist in einer zweiten Tabelle A. 2 die Zahl bers jenigen Patente, welche für landeërechtlid geschütßte Grfindungen bewilligt wur: en, unberücksichtigt ger blieben. Die Patente sind hierin au nit nach der Zeit der Ertheilung, sondern na der Zeit der An- meldung gruppirt, da diese für die Dauer allein ent- scheidend ift. Die hinzugefügte Löshungskolonne er- giebt, wie viel solbe aus den Jahren 1877, 1878 und 1879 datirende Patente wegen Nichtzablung der Jahresgebühreu {on für das erste und foweit die Fälligkeit weiterer Jahresgebühren {on eingetreten ist, für das zweite und dritte Jahr hinfällig gewor- den sind. Auch die Prozentzablen sind binzugefügt. Im ersten Jahre sind dana erloschen 1,57 bezw. 8,02 und 9,23, im zweiten Jahre 2441 und 20,65, im dritten Jahre 18,85,

Von den in Belgien ertheilten Patenten find im zweiten Jahre etwa 40% (in den letzten Jahren 32 bis 34%) der allgemeinen Benutzung verfallen, weil der Jahresbetrag von 20 Francs nicht gezahlt wurde, und sind durch Nichterlegung des dritten Jahresbetrags noch 20 bis 25% hinfällig geworden, Von den in Frankreih in den Jahren 1860 bis 1874 ertheilten Patenten wurden im zweiten Jahre circa 45% und im dritten Jahre noch circa 209/06 gelöscht.

¡ In England bleiben am Ende des dritten Jahres

etwa 30% und am Ende des siebenten Jahreê etwa 119%, der ertheilten Patente in Wirkung.

In der Zeit vom 1. Juli 1877 bis zum 31. De- zember 1879 sind im Ganzen 178 Nichtigkeitsanträge estellt und 17 vollständige bezw. theilweise Nichtig- eitserklärungen ausgesprochen worden; am 1. Ja- nuar 1880 waren 17 Anträge noch unerledigt ge- blieben, Eine nit geringe Anzahl Nichtigkeits- anträge gelangte nit zur Verhandlung, weil die Antragsteller die Anträge zurückzogen oder versäum- ten, dieselben zu substantiiren. In 19 Fällen wurde pes die Entscheidung der Abtheilung V1]I. Be- rusung an das Reichs-Oberhandelsgericht bezw. Reichögericht eingelegt, welches am 1. Januar 1880 über 6 Berufungen noch zu erkennen hatte, in 3

*) Die in der Tabelle angeführten Zurück ziehun- gen jind nach der Veröffentlichung erfolgt.

1) Anmeldungen von Patenten und Zusfatz-Patenten

3212| 5982| 6659 15853 327| 740| 972 2039 105| 647| 1010| 1762 O 2 822 20 038 30 889 53 749 703| 1899| 2.959 5 561 T 169 29 367 12 606 79 142 271| 1458| 2175| 3904 1674 4807| 4570/11051

3 68: - 80 199 406| 593

zurückgewiesen .

190| 4200| 4410| 8 800 | 1829| 1771| 1953

E

Fällen wurden die Entscheidungen des Patentarnts abgeändert.

Die obigen Zahlen ermeisen von Neuem eine er- heblide Zunahme der Eeschäste des Patentamts auch sür das Jahr 1879. Insbefontere ift dieselbe aus dem enormen Anwachser der in der Tabelle

erkennen. Die Zahl der Anmeldungen hat {8%

tere die doppelte Sumn1e der Anmeldungen für das

teres eine grone Zahl ron Gesuchen um Umwand- lung von Landespatenten in Reichêpatente in Retbs- nung kommt und damals angenommen wurde, daß der erste Anlauf beträcbtlicer sein möchte, ais der \pâtere Anspruch an das Patentanit. rung der Einsprüce deutet auf eine regere Bethei- ligung des Publikums. Die Steigerung der Än- träge auf Nitigkeitserklärung ist durch die zunch- mende Zahl der bestehenden Patente von selbft bedingt.

Die in der Zeit vom 1. Juli 1877 bis 31. De- zember 1879 erfolgten Patentanmeldungen, Ein- | sprüche, Beschwerden, Zurückziehungen, Versagungen, Ertheilungen, Löfchungen, Nichtigkeitsanträge und Nichtigkeitserklärungen sind nach Monaten geordnet, in einer Tabelle B, verzeichnet. Die geographische Ver- theilung der im Jahre 1879 bewilligten 4410 Patente ift aus einer Tabelle C. zu entnehmen, welche gleichzeitig die gegen das Vorjahr einçetretenen Aenderungen erkennen läßt, und diejeatgen Industriezweige hervor- hebt, in denen nach den bisherigen Ergebnissen die

Gegenübergestellt sind die im Jahre 1879 und die pro 1, Juli 1877 bis Ende 1878 ertheilten Patente. Der Zahl na sind dieselben wesentlich gleich : 1879: 4410, 1877/78: 4390. Namentlich in den Fällen, in welchen für einen Landesbezirk die in bestimmten Patentklassen ertbeilt:n Patente in Feiden Perioden an sich erbeblich und wesentlich gleich bleibend erscheinen, wird sich{ ein berechtigter fe uB auf die Industrie jenes Bezirks machen assen.

Werden die Zahlen der Besbwerden sowie der Zurückweisungen der Anmeldungen vor und na der Veröffentlichung Þro 1879 mit denen der Vorjahre verglichen, und wird dem Resultat gegenübergeitellt, daß sich die Patentertheilungen niht in gleicher Weise vermehrt haken, wie sich nach der Zahl der Anmeldungen erwarten ließ, so erscheint der Schluß gere{tfertigt. daß an der Hand der Er- fahrungen, namcntlich dur die im Nichtigkeitsver- fahren gewonnene größere Klarstellung der Prüfungs- grundsäße die Praxis des Patentamts eine etwas strengere geworden ift, als sie anfänglich ge- wesen sein mag. Auf manchen Seiten hat diese in etwas veränderte Praxis Widerspru und Klagen hervorgerufen, ih möcte aber glauben, daß man dieselbe bei näherer Erwägung als unvermeidlidß und als im Interesse der Industrie selbst Ae anerkennen wird. Sobald auf eine größere Klarstellung des Neuen in der wirklichen oder vermeintlihen Erfindung gedrungen wird, mehrt fich die Zahl der Gesuche, welcbe als hinfällig er- scheinen; dies sind aber eben folcbe, welche ein Patent in Wirklichkeit nicht beanspruchen können; die Patentirung würde in solhen Fällen nur ver- wirrend und belästigend für die Jadustrie wirken. Die „libérale" Praxis im Verglei zu der frü- beren Handhabung des Patentwesens innerhalb Deutschlands ist damit nit aufgegeben.

Veber die im Jahre 1879 ertbeilten und dic aus den Vorjahren noch in Wirkung befindlichen Patente ist entsprechend dem für 1877/78 berau8gegebenen Verzeichniß in Carl Heymanns Verlag hierselbst ein neues Verzeichniß im Umfange von 233 Seiten im Format des Patentblatts und im Preise von 5 H (ermäßigter Preis für die Abonnenten des Patentblatts 4 M) ershienen. Die Zusammen- stellung unterschcidet sich ron der vorjährigen durch Aufnahme der vollständigen Adressen der Patentinhaber und der Vertreter derselben. Die Patente sind nach den allgemein für die Patent- \criften angenommenen Klassen gruppirt. Der Klassenübersiht der Patente folgt ein alphabe- tisches Namenverzeihniß und diesem ein alphabe- tishes Sachverzeichniß, endlich eine Zusammenstel- ¡ lung derjenigen Patente, welche bis zum 18. März 1880 (dem Tage der Fertigstellung des Verzeichnisses)

unter Nr. 5 und 6 verzeichneten Zwischenkorrespon- |

Die Vermeh }

erfinderishe Thätigkeit relativ am lebhaftesten war. !

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Einzclne Nummern: kofiea _

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ausgegeben,

erloschen oder nichtig erklärt waren. Mit RNücksicht auf den erheblihen Umfang, welchen das Verzeichniß bercits gewonnen hat, wird in Erwägung kommen, ob die Herausgabe desselben alljährlih in gleicher Voll- ständigkeit yz{-derholt werden kann, und ob nicht vielmehr füx e nächste Zeit die Jahresverzeihnife auf Mitiheilung der in dem betreffenden Jahxe er- theilten und der erloschenen älteren Patente zu be- s{ränken sein werden. Für eine vollftändige Ueber- siht würde dann das jetzt erschienene Verzeichniß die Grundlage bilden.

Das Patentblatt hat dur die Aufnahme des Repertoriums3 der tehnishen Journalliteratur ia Iabre 1879 cine erhebliche Erweiterung erfahren. Ein solches Repertorium ist auf Veranlassung des Wirkl. Geheimen Rath Beuth in feiner Eigenschaft als Direktor der mit Prüfung der Patentgesuche betraut gewesenen Königlich preußischen tebnishen Deputa- tion für Gewerbe auf Grund der in der Biblio- thek der leßteren befindliden te{Gn!\chen und und naturwissens{haftlihen Journale feit 1820 ¿unáäcst zum Dienstgebrauh angelegt worden. 1856 ersien dasselbe „zugleid zum Nutzen der deutschen Gewerb- und Fabrikthätigkeit“ im Dru. Dasselke umfaßte damals die Jahre 1823 bis 1853. Die Fortsezuug erschien später zunäcst in vier Bänden, die größeren Zeitabschnitte von 1854 bis 1868 und von 1869 bis 1873 umfassend, tann in den einzelnen Jahrgaängen 1874, 1875 und 1876. Nach dem Uebergange des Patentwesens an dasDeutiche Reich ist

denzen und sonstigen dienstlichen Angelegenheiten zu | die Fortführung und Veröffentlichung in den beiden i É l : : Jahrgänzen 1877 und 1878 ganz in früherer Weise gegen 1878 um 677 vermehrt, auch übersteigen leß- | dur den Professor Kerl (Mitglied des Patentamts)

erfolgt. Um die Leser des „Patentblatts“ mit den

zweite Halbfahr 1877 noch um 235, obglei für leß- | Fortschritten der einschlagenden Wissenschaft und

Technik fo rash als möglich bekannt zu machen, war die Einrichtung getroffen, vom Anfange des Jahres 1879 an jeder Nummer des Blatts ein aus den in der Bibliothek dcs Patentamts gehaltenen sehr zahl- reihen Journalen zusammengestelltes Literaturver- zeichniß beizugeben. Am Schlusse des Jahres sollte dann auf Grund des nach diesen Verzeichnissen \yfte- matisck geordneten Materials unter etwaiger Ver- vollständigung desselben wiederum ein für den Jgbr- gang einheitlices Repertorium im Buchhandel er- scheinen, um dessen Inhalt übersichtlih zu gestalten und auc für weitere Kreise nußbringend zu machen. Demgemäß ist verfahren. Vcm Jahre 1880 ab ift aber die laufende Mittheilung im „Patentblatt“ wieder aufgegeben, und wird das Repertorium künftig wie früßer nur in Jahrcsheften erscheinen. Abgesehen davon, daß die Vorauétseßung, auch in weiteren Kreisen einem lebhaften Interesse an diesen wöchentlichen Literaturmittheilungen zu begegnen, N nit in dem Maße, wie erwartet, zu bestätigen ien, mußte auf die Fortsczung derselben {on deshalb verzichtet werden, weil sih inzwischen die Veröffentlichung von Auszügcen aus den Patent- {riften als unvermeidlih herausgestellt ba1te und die gleibzeitige Aufnahme beider Publikationen das Patentblatt zu sehr belastet hätte. Im Uebrigen ist fortgesegt darauf Bedacht genommen, in dem Patentblatt die wictigeren Entscheidungen des Patentamts und dcs Reichsgericht3, sowie der in Bezug auf Verleßung der £8. 34—40 des Patent- gefeßes zuständigen Gerichte, sowie sonstige sachliche Erörterungen der auf dem Gebiete unseres Patent- rechts hervortretenden Fragen und ähnliche au das Auz:land angehende Mittheilungen zur Kenntniß des betheiligten Publikums zu bringen.

Daß auf diese Weise eine immer größere Durch- dringuug und Klarstellung des Stoffes, sowie eine gleihmäßige Handhabung des Patentgesetzes erzielt werden wird und zum Theil \{chon erreicht ift, dürfte kaum zu besireiten sein, So sind zweifellos die Mittheilungen der fremden Patentgeschße und die Be- sprechungen der bez. Kommentare und Sammlungen von Entscheidungen den deutschen Erfindern, welche im Auslande Pateutshuß nabsuchen wollen, von unmittelbarem praktishea Nutzen.

Dem Jahrgang 1879 des Patentbla!ts ist ein ausführlihes Sachregister der Jahrgänge 1877 bis 1879 beigegeben, Dassclbe is umfangreicher ge- staltet, als es im Allgemeinen dem Zweck cines Re- gisters nah nöthig ersheinen möcte, es kam aber in erster Linie darauf an, den {on ziemli anige- wachsenen gesammten Inhalt des Patentblatts für den praktishen Ecbrauch mözlist übersichtlich zusammmenzustellen, leiht zugänglich, und wenigstens in vielen Fällen das Nachschlagen entbehrlich zu machen.

Die oben angegebenen Zahlen der rachGgesuch'en und ertheilten Patente beweisen noch nichts für die sachlihe Bedeutung der in Deutschland gemacht'n Erfindungen. Die Ertheilung einzelner Patente be- friedigt zunächst nur Einzelinteressen. Eine große Zahl dürftiger, werthloser Patente ist für die Ge- sammtinteressen cher hemmend als fördernd, wirklich neue und durchgreifende Ideen sind verbältnißmäßig selten und andererseits breden si selbft vorzügliche Erfindungen oft aur allmälih Bahn. Das Patent- amt hat nur die Neuheit der Erfindung zu prüfen, vit ein Urtheil über den Werth derselben zu \precen. Die Sictung vorzunchmen, ist Aufgabe der tecni- schen Wissenschaft und der Praxis, und hierin liegt eine wesentliche Ergänzung der Thätigkeit des Patent- amts. In diesem Sinne erscheint es von Wichtig- keit, daß die Fachliteratur nit nur in der in meinem leßten Jahresbericht bezeichneten Weise die Patent- anmeldungen, Patentertheilungen und den Inhalt der Patente zur Kenntniß ihres Leserkecises bringt, sondern au auf eine nähere Würdigung ter neuen Erfindungen eingeht und eine übersichtlihe Gruppi