1848 / 94 p. 3 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

iti üchtli die

Í des Verhaltens der politischen Flüchtlinge, e

E eaeeer Ordnung, so wie die Achtung und Beac- tung völferrechtliher Rücksichten und nachbarlicher, internationale

ältnisse, gerehtermaßen erfordert.“ : 2 E m 25. Juli tagte die Standeskommission

Glarus. (E. Z.) Am 25. Zuli kagke die : una. Es is eine einstimmige Empfehlung be= abrr Me Bundésverfasung. ie Landrath wird zur Berathung des

D . schlossen E: g August einberufen werden. Unverweilt sollen

Ers eiche Exemplare des Projektes im Volke verbreitet werden.

. Rom, 22. Juli. (A. Z.) Während es gestern Boe S dch: weisethast schien, ob Mamiani nicht von einer Abthei= lung des Ministeriums in die andere übergehen winde und das Mi- nisterium der öffentlichen Arbeiten ihm von Einigen in Auésicht ge- stellt wurde, erhob sich in der gestrigen Kammersißung Orioli zu ci- ner Grabrede auf dieses Ministerium, von dem er sagt, daß es zum Krieg geboren gewesen sei, für den Krieg gelebt habe und am Kriege gestorben sci. Für etwas Anderes habe es keinen Sinn gehabt. Gebannt in den Zauberkreis der Kriegsgedanken, habe es alles An- dere vernachlässigt und keine einzige seiner vielen Pflichten erfüllt. Von den auswärtigen Mächten nicht anerkannt, gegen die Anerbie- tungen Frankreichs taub , ohne Rücksicht auf die Geschicke des Krie-

ea eei v E pon L E O S ta

502

ges, habe es in den Tag hinein gewirthschaftet und sich und An- dere betrogen. Als man gegen 30,000 Mann über die Grän- zen zurückgesandt erhalten habe, sei seine erste Frage gewescn, ob deun die Gränzen sicher seien? Ja wohl, habe es damals ge- beißen, dort scien ja 5000 Maun verblieben. Der Besuch des Für- sten Liechtenstein habe au diese Selbsttäuschung aufgedeckt, Von den 6000 Manu Reserve, die beim Antritt des Ministeriums dekretirt worden, sei nihts vorhanden als Offizier-Listen, die er allerdings mit Augen gesehen habe. Von den- wenigen Rekruten, die man in blaue Jaden gesteckt habe, sei nicht cin einziger exerzirt, Von der Vernach- lässigung der inneren Angelegenheiten wolle er gar nicht reden. Nicht einmal die Berufung der Kammern habe ordnungsgemäß stattgehabt, Die Kammern selbst hätten nur Feben von Geseßes-Vorschlägen zu- sammengerafft, diese seien noch nit cinmal redigirt worden, sondern beständen meistentheils in Ueberscbuugen aus dem Französischen. Der wackere, freisinnige Mann hatte Mühe, mit diesem Strom der Wahr- heit durchzudringen, zuletzt versagte ihm die Stimme. Als nach ihm Mamiani mit dem Entwurf eines Armen - Ministeriums ausftrat, wurde demselben jedoch der gewohnte Beifall theils ganz versagt,

theils sehr geschmälert. f Ae T Juli. (D. Z) Der König hat den Grafen

Ludolf nah Turin geschickt mit einer Note an die sardinische

Regierung, daß, wenn der König von Piemont nicht binnen 8 Tagen R beetiainde d, h. verneinende Erklärung auf die sicilianishe Wahl ebe, der neapolitbnische Gesandte Turin verlassen werde. Die star- en Rüstungen, die insbesondere in Bezug auf die Flotte gemacht werden, e feinen Zweifel mehr, daß die BEEA einen baldigen Angriff auf Sicilien vor hat. Alle neapolitanischen rivat - Dampf- schiffe sind von der Regierung in p genommen, um bewaffnet zu werden, außerdem werden eine große Anzahl Kanonenböte ausge- rüstet, so daß bald eine ziemli formidable Flotte wird auslaufen können.

Königliche Schauspiele.

Sonntag, 6. Aug. Jm Opernhause. Vorstellung : Der Maurer, Oper in 3 Abth. M la Moutag, 7. Aug. Jm Schauspielhause. 131ste Abonnementé- Vorstellung: Dorf und Stadt, Schauspiel in 2 Abth. und 5 Akten, mit freier Benußung der Auerbahschen Erzählung: „Die Frau Pro- fessorin“‘, von Ch. Birch-Pfeiffer. Anfang 6 Uhr. Dienstag, 8. Aug. Jm Opernhause. - 81ste Abonnements- Vorstellung: Oberon, König der Elfen, romantische Feen-Oper in 3 Abth. , nah dem Englischen des J. R. Planché, für die deutsche Bühne überseßt von Th. Hell. Musik von C. M. von Weber. Ballets von Hoguet. (Dlle. Tuczeck: Rezia.) Anfang halb 7 Uhr.

80ste Abonnements- Musik von Auber.

Ses int Berliner Börse rom 5. Augus|.

Wechsel - Course.

j Geld.

21

Amsterdam | Kurs 1434 do. S A 2 Mi.

.. | Kurz Waämbursi d epecoodeuraorcr n / 2 300 mk.

Wien 1n 20 Xe... o

Breslan ...---.-- Sli lat LACR I S r Leipzig in Courant im 14 Thir. Fuss.. sgüdd. W

Frankfurt a. M Petersburg

Inländische Fonds ,

3 Wocken | vel

Fnedricbsd'or, —_ And. GolAm.à 9th, |-— Disconto.

do. 2 Mi. is, i London 1 Lst, 3 Mi. 6 24% 6 24% 300Fr. | 2 Mi. S1 -— . 150Fi. [2m £65 Is0 Fi [2 | 1007 190 Thlr. h 2M 995 | a S Tage | E 160 Thlr. ( 9 “E 7 | 99% 1600 Fl. 2 Mi 156 20 100 SRbI | 1013 Pfandbrief-, Kommunal - Papiere und Geld - Course. Zf.| Brief. | Geld. | Gen. {Zf.| Briet. | Geld. | Gem, St, Schuld-Seb. [35 735 | 73 Knur-n.Nm.Ffdbr. 35 90% | 907 | Seech. Präm. Sch. |—| $8 - Schlesz@ische do. 35 91% —- K.u.Nm, Schuldv, 32 do. Li, B. gas. do. 35 bai 817 Berl. Stadt-Obl, M Per. Bk-Anth.-Sch!—| 84 Westpr. Pfandbr, 34 —— Gros3b.Posen do. | 4 ) do, do. 35 Ostpre. Pfandbr. ZL| G

TVomm. da.

Poln. neuc Pfdbr, | 4 do. Part 500 F1.|/ 4 do. do. 306 FI,|—

Russ Hamb. Cert | 5 | —- do.beiHope3 4.8. D do. do. 1. Anl.| 4

em em

e 130 A

Stamm - Actien. Kapital.

Der Reinertrag wird nach erfolgter Bekanntm | in der dzu bestimmten Rubrik ausgefüllh FE

g

7 n-&INS-

Rechnung.

A u ) Tages - Cours.

7 O

Rein-Ertra 1847.

c fo 25

Die mit 34 pCt. bez. Actien sind v. Staat gar |

863 6.

62 6.

867 DEe Use Ge

44 a 45 bz. u G. 98 6

3,500,000 8,000,000 4,924,000 4,000,000 | 1,700,000 2,300,000 9,000,000 - 12,967,500 34 | —| 744 6. 4,500,000 | 54 a 55 bez. 1,151,200 | 4 1,527,000 | 69 6 1,100,000 | 31% a 32 bez. 9,950,000 : 68% bz. u. G 1,500,000 | s 1,429,700 | 35 S603 a S7 bz. 2,400,000 | 3 86? a 57 bez. u. G 1,200,000 - —-

1,700,000 | 4 E

1,503,000 | 39; 6.

4,000,000 | 59 etw. bz. m B, 5,000,000 655 G.

Berl. Anhalt Lit. A B. |! do. Hamburg do. Stettin -Starg.. do, Potsd.-Magd... Magd.-Halherstadt do. Leipziger Halle-Thüringer Cóôln - Minden... do. Aachen... Benn - Coln Düsseld. Eljerfeld Steele - Vohwinkel... Niederschl. Märkisch. do. Zweigbahn Oberschl. Lit. A... do. D Be Cosel - Oderberg... Breslau - Freiburg .…. Krakau - Oberschl.... Der A, ck40), Stargard -Posen Quitlungs - Bogen. Berl. Anhalt. Lit. B. Brieg-Neisse……...... Magdeb.-Wittenb....

Aachen-Mastricht .…. Thür. Verbind.-Bahn

51 6.

ei c

el 2,500,000 60| 83; G 1,100,000 90 = 4,500,000 | 4 | 60| 44 a 445 kz u G 2,750,000 | 4 | 30 5,600,000 20 es

do. Stiegl. 2. 4.A. 4| 80 Hamb, Fener-Cas.|32 do. do. 5. A. 4| do.Staats-Fr. Anl.

do. v. Rthsoh.Lst.| 5 | Holl, 25 % lut. 23 Kurh. Pr. O. 40 th.

do.Poln. SchatzO.

do. do. Cert. L.A.| 5 Sardin. do. 36 Fe. |— do.do.L.B.200FI.— | N. Bad. do. 35 Fl. |— Pol, a. Pfdbr.a.C.| 4 | 883

882

Bei ziemlich lebhaftem Umseatze sind die

Course der meisten Eisenbahn - Actien heute gestiegen.

Ausl. Quitlungsbog. Ludw.-Bexbach 24 Fl. | Pestheor. x ZSOEI, Friedr. Wilh.-Nordb,

8,525,090 90 = $,000,0C0 | 4 | 80 8,000,000 | 4 | 85| 404 ! a 40 bz.

Schluss - Course von Cöln - Minden 743 6.

kung der irländischen Unruhen. Potsdam-Magdeburger und Rheinische Actien besonders gestiegen.

Auswärtige Börsen.

Breslau, 4. Aug. Louisd’or vollw. 1127 Gld. 113 Br, Gótn, Vétierüelo 91 vis: Desterreihishe Banknoten 885 bez. Staats-Schuldscheine, 34 proz. 73% Br, Seehandlungs - Prämien= Scheine a 50 Rthlr, 884 Br. Schles. Pfandbr. 3$ proz. 91% Br., do. Lit. B. 4proz. 934 Gld,, do. 3zproz. 817 Br. Preuß.

ankantheil - Scheine 83 Gld. : Bon Pfandbriefe alte 4 proz. 875 Gld., do. neue 4 proz. 875 Gld., do. Partial-Loose a 300 Fl. 87 Gld., do, a 500 Fl. 63 Gld, Russ.-Polu, Schag-Obligationen 4proz. 60 Gld. l

Actien. Oberschl. Litt. A, 32 proz. 867 Gld., do. Priorit, 4yroz. 87 Gld, do. Litt, B. 35 proz. 86% bez. Breslau-Schweidn,- Freiburg 4 proz. 825 etw. bez. u. Gld,, do. Priorit. 4 proz. 86 Br, Nieder\&l,-Märk. 35 proz. 685 Old., do. Prior. 5proz. 93 Gld., do. Ser, T, 5proz. 88% Br. Neisse - Brieg Zus.-Sch. 4 proz. 39 Br. Krakau - Oberschl. 4proz. 395 bez. u. Br. Friedrich - Wilhelms- Nordbahn Zus. - Sch. 4proz. 397 % bez, u. Gld.

Wien, 3. Aug. Met, 5proz. 75. 4 proz. 62—063.

44—46, 25proz. 39, Anl. 34: 123, 39: 82!;—834. Nordb. 105%. OGloggn. 97 98, Mail, 64 65. Uvorno 69%. Pesth 65% Budw. 684. B. A. 1050 1060. K. K. Gold 118. Wechsel. Amsterdam 163, Augoburg 115%. Frankfurt 116. Hamburg 175. London 11. 46, Paris 1382. Leipzig , 4, Aug. L. Dr, Part, Oblig. 98 Br. Leipz. B. A, 148 Br. Leipz. Dr. E. A. de: Br, Säds. Bayer, 754 Br. Sthles. 73 Br. Chemn, - Riesa 28 Br. Löbau - Zittau 24 Br. Magd. Leipzig 173 Br. Berl, Anÿ. A. 87 Br., “do. B, 84 Br. Ne 87% Br, Deß. B. A. 93% Br, Preuß. Bank- Antheile rankfurt a. M., 3. Aua. Nur in einigen F lh iter Bürs mehnere Tmbite ait Dich Mtalod, Doe furhess. und badishe F, 25 Cn m0 iu etwas besseren ‘Preisen gesuchter. Bon Cisenb lm - Noten viugew aur allein Bexbacher auf einige Einkäufe höher im O. Ir lew übríaen Fonds und Ei- senbahn-Actien war keine Veränverwng, Zt, Spanier ungeachtet der L Cas O gut preiahaltend. L : roz. Met, 63%. 625. Bank-Actien 1065. 105 B

(4ST R A E Be E Siy Qs: 90 Ul Fl. 27. M 4 Kurhess. 25%, 25%. Sardin. 243, Ut. Span. 17. 165. Köln - Minden 735

3proz.

. Bexbah 66. F. W. Nordbahn 3821.

Paris , 2. Aug. Die Finanz - Diskussion in der National- Versammlung , die leiht eine Kabinets - Aenderung zur Folge haben dürfte, so wie der Krieg in Jtalien und zahlreiche Verkäufe in Folge

der lebten Konversioneu, drücken die Preise immer tiefer.

3% Rente 435 (& pro ultimo), 5% 704. Bank-Actien 1605. Nordbahn 3725 baar, 373% ultimo,

Orleans $65. Basel 90. Lyon baar, 3364 ultimo. Straßburg 355.

London, 1. Aug. Das Ende der irländischen Bewegungen machte z

7 1 3 1

7%, %, 4 und hielten sich mt geringem Wechsel diese ganze Börse hindurch zu dieser Ziffer. i;

Spanische Aktive 115, 3% kein Geschäft. dito 25 % fein Geschäft. Russische 100 à 985. 3% um vier Uhr & ;

Holläud. 4% 433, 1% A Xe Amsterdam, 2. Aug. Bei einigen Geschäften in Jnt. war heute die Stimmung für holl. Fonds im Allgemeinen ctwas weniger fest. Von fremden Effekten waren österr. ein wenig angenehmer ; russ, span, und port. preishaltend, mex. gefragter. Holl. \Jutegr. 4345, 43. 3proz. neue 505. Arnh. 614. Span. Ardoins 83, gr. Piecen & Portug. Russen alte 964, Oest, Met. 5proz. 605, Mex. 5 proz. 17, Lebte Course v. 1. Jut. 437, Ard. gr. Piecen 85, 8 Antwerpen, 1. Aug. Belg. Fonds waren bei geringem Geschäft flauer. 5proz. 745. 45 proz. 685. 252 proz. 3/77. Span, 3 proz. flauer, blieben 165 angeboten, doch Ardoins etwas williger zu 85 gemacht. j : 5 Madrid, 27. Juli, 3 proz. 187 a #7 baar. (Nach der Börse 187 G.,z Sproz. 105 Pap. (Nach der Börse 105 G.). Juländische Passive 4 Pap. (Nach der Börse 3% G.) Ausläud. Passive 35 Pap. Ferdinandsbank 50 G,, 54 Pap. Pariser Wechsel 4. 65.

Markt - Berichte. Berliner Getraideberiht vom 5. August, Am heutigen Markt waren die Preise wie folgt :

Weizen nah Qualität 52—58 Rthlr. Roggen loco 265—2845 Rthlr.

» 82 pfo. Aug. /Sept. 26—255

» Sept. /Oft. 265—26 Rthlr. Gerste, große, loco fehlt, 24—25 Rthlr,

». fleine 23 Rthlx. Br. Hafer loco nach Qualität 16—18 Rthlr. Erbsen, Kohwaare 30 Rthlr.

» Futterwaarc 28 Rthlr. Rapps 70—%9 Rthlr., in Verbande 69; Rthlr. bez. W. Rübsen, 69—68 Rthlr. do, Leinsaat 44—12 Rthlr. i Rüböl loco 11 Rthlr, Br., 105 G.

4 proz, ostind. 6T3.

4 proz. 17%.

Rthlr.

do. 35 : Z3proz. F 300 Fl. 87% G. do. 500 Fl. 631. 63

pr. diesen Monat 11—105 Rthlr, Aug. /Sept. 11—105 Rthlr. Sept, /Oft. 11—103, Rthlr.

Okt. /Nov. 11%— 117, Rthlr.

» Nov. /Dez. 117—11% Rthlr. Leinöl loco 404— Rthlr., Lief:rung 10 Rthlr. Mohnöl 22—21 Rthlr. Hanföl 46 Rthlr. Palmöl 13% Rthlr. Südsee-Thran 92 Rthlr.

» Aug. /Sept. 18 Rthlr. Br. Sept. /Okt. 1745 Rthlr. Br.

Die londoner Course wirkten gunstIg,

Spiritus loco ohne Faß 184-——18 Rthlr., mit Faß 18 Br.

Eiscnbahn- Actien.

Prioritäts - Actien. | fCapilal. s Et T'uges - Cours:

Zinsfuss

Sümmiliche Prioritäts-Actien werden durch jährliche Verloosung a 100 pCt. amortis.

|

1,411,800) 5,090,000 2,367,200 3,132,800 1,788,000 4,000,000 3,674,500 1,492,800 2,457,250 1,250,000 1,090,000 4,175,000 3,500,000 2,300,000

252,000

248,000 1,276,600

250,000

325,000

400,000

825 B 887; B 76 G. 852 bz. u G,

Berl.-Anhalt do. Hamburg do. Potsd.-Magd... do. do. i Magdeb.-Leipziger .. Halle - Thüringer... Cöln - Minden Rhein. v. Staat gar.. do. 1. Priorität... do. Stamm - Prior.. Düsseldorf-Elberfeld. Niederschl. Märkisch. do. do. do. 1I1. Serie. do. Zweigbahn do. do. Oberschlesische ..... Cosel - Oderberg Steele - Vohwinkel... Breslau - Freiburg .

_—_ A T fa f ja

807 B, 87; G.

88 B.

ua No

en

745 G.

685 B.

G a da in n

is G

i

|Börzen |Zinsen. Reinert. 184

Anusl. Stamm- Act.

Dresden-Görlitz .. 6,000,000 Leipzig-Dresden 4,500,000 Chemnitz -Risa 3,000,000 Sächsisch-Bayerische |6,000,000 Kiel - Altona... Sp. |2,050,000 Amsterd.-Rotterd. FI. 6,500,000 Mecklenburger Thlr. |/4,300,000

Wia 6 n Sf nf nfin

von Preussischen Bank -Antheilen 845 6,

eben s0 die Nachrichten über die völlige Unterdrük-

Königsberg, 2. Aug. Die Zufuhr war gering. Weizen 55 bis 67 Sgr. pr. Schfl,, Roggen 28 bis 33 Sagr., gr, Gerste 20 Sagr., Hafer 16 bis 20 Sgr., graue Erbsen 40 Sgr., Kartoffeln 15 bis 16 Sgr,, Spiritus 18 Rthlr. 20 Sgr. pr. Ohm. j (Spiritus=Bericht.) Loco-Waare in den leßten Tagen mit 74 bis 7% Sgr. pr. % Richter = 17 Rthlr. 75 Sgr. pr. 9500 % Tralles bezahlt. Auf Herbst- und Winterlieferungen frischer Spiritus zu 64 Sar. pr. % Richter = 14 Rthlr. 185 Sgr. pr. 960I % Tralles durch Produzenten angeboten. d uus Danzi 2. Aug. An der Börse wurden heute folgende Partieen S eoEn verkauft: 33 Last 130pfd. (holländ. Gewicht) zn 445 Fl., 24 L. do. (h. G.) zu 440 Fl, 145 L. 130—31pfd. (h. G.) zu 470 Fl., 37 L, 131 32pfd. (h. G.) zu 460 Fl., 38 L. 129pfd. (h. G.) zu 4322 Fl., 3 L. 128pfd., 4L. und 20% L, 130pfd. zu 427% Fl., 28 L, 131pfd. zu 4525 Fl, 75 L. 132pfo, zu 4145 Fl, 20 L. do. zu 450 Fl., 21 L. do. zu 460 F!., 22 L. do. zu 475 Fl, und 2) L. 131 32pfd. zu Fl. (2)z und 3 L. poln. w. Erbsen zu 2477 preuß. Cour. die Last. Breslau, 4. Aug. Weizen, weißer 53, gelber do. 53, 57 b's 60 Sgr. Roggen 29, 32 bis 35 Sgr. Gerste 22, 24 bis 26 Sgr. Hafer 15, 17 bis 185 Sgr, Rapps 73 b's 75 Sgr. Winter-Riys 66 bis E id Spiritus sehr matt, 9 Rthlr. Br. Rüböl loco 105 Br., pr. Sept. /Okt, Zink nichts umgegangen. S Markt stellte sich für Rog gesucht blieb neue Waare. Mm Ger air 2. Aug. ihlich vorigen Preijen A 132p fd. r. Odessa 245 Fl, Versteuert : 304, 310, 312 Fl. 127 /28pfo. do. 290—295 Fl. 253 Fl. und kubank. 193 Fl. bei Partieen. Roggen n vorigen Preisen 122pfd. holst. 150 Fl. Ai 126pfd. rostock, ie d C H t . altend, 95pfd. fries. Winter- 113—115 0 =.//- dir L blatt holt. 195 Fl. 117pfd, ostfries. 154 Fl. @ , her verkauft : Kohlsaamen gleich wie früh 581 L jerlandsh. 52 L. auf 9 Fß. aleih 9 : saamen wie früherz 112, 250 Fl. Rüböl 35 Fl., flieg. 34 Fl, u i williger 3 ö 3 i 0 Hanföl pr. 6 W. 36%, flieg. 35% F.

Druck und Verlag der Deckerschen Geheimen Ober-Hofbuchdruderei,

1025 Br.

Getraidemarfkt.

113pfd. Riga 250 Fl.

Sept. 333, Oftbr. 347; a 34 a À

57 bis 60 Sgr.z

gen twas besser, und besonders

Weizen zu mit gutem Handel an Konsumenten. Ir : 129pfd. b. poln. E 1 ) 230 Fl, bei cen. 127pfd. petersb. 130pfd. kubank. 230 Fl. bei Nartieen, Zten Odd iu mecklenb. 168 Fl.

Gerste preis=- Buchweizen wie frü-

- dient habe,

Polder 524 L. Ei- April 605 L, Leitn- do. petersb.

j f Qi je frü 6 Wochen glei flau auf Lieferung wie früher , 4B, R L Fl,, Dez. 34x a 4 a { Fl, Mai-35 Fl. Lein- und hg per 6 Wochen 27% Fl., flieg. 26 a #5 Fl.

Inhalt. E 5 Deutschland. Desterreich. Wien, L E U

Sachseu. Dresden, Kammer-Verhandlungen. “nhalt-Deßau, Deßau. Landtags-Verhandlungen. NuslandD. rankreich. Paris. Die russische Besezung der Donau-Fürstenthümer. Veveinigte Staaten vou Nord-Amerifa, London. Friedens- Vertrag zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko. Geseg über die elektro-magnetischen Telegravhen,

Ucytamilicher Theil.

Deutschland.

Desterreich. Wien. Neichôstags - Verhandlungen (Reichst. Bl.) (Schluß der Sibung vom 29, Juli.) i

Pillersdorf: Wenn er das Wori in diesem feierlichen Augenblie nehme, so geschehe es in der Aëcsicht, um die Debatte auf den rechten Ge- sichi8punft zurückzuführen; dieses sei sehr wichtig, damit eíne ruhige Be- \{lußnahme und eine gedeihliche Erörterung dieses (Gegenstandes eingeleitet werden könne, Auch er sei vollkommen cinverstanden, daß das gegentvärtige Ministerium mit aller Kraft unterstüßt werdez doch sei der Augenblick jo wichtig, daß alle Parteileidenscbasten jeßt s{weigen müßten, Was die Vandlingstoeise des früheren Ministeriums betreffe, so halte er sich ver- pslichtet, folgende Aufilärung zu geben: Als durch die Ereignisse des Márz ein verantwortliches Ministerium gebildet worden war, so sei dieses fest ent- \chlossen gewesen, die Zugeständnisse in ihrer vollen Ausdehnung durchzu- führen, und bis zum Mai sei dasselbe der Ansicht gewesen daß es mit dem Willen des Volkes in Einklang gehandelt habe. Durch die Mai - Ereignisse el es eines Anderen belehrt worden, und da habe es für Pflicht erachtet jene Vemission zu geben, habe aber dennoch Se. Majestät gebeten, den gestellten ¿Forderungen nachzugeben und sie zu \anctioniren. Das Ministe- rium bielt es für Pflicht, so zu handeln, Wenn nun das egenwärtige Ministerium sich verpflichtet hielt, Se, Majestät durch eindringliche Vorstel- lungen zur Nükkehr in seine Nesidenz einzuladen, indem cs ihm die gefähr- lichen Folgen der Nichterfüllung dieser Bitte vor Augen führte, so habe cs blos als Fortsezung des vorigen Ministeriums ‘fonsequent und pflichtgemäß gehandelt. Darin seien also Alle einig, aber in der Art der Ausführung herrsche Verschiedenheit der Ansichten. Er sur eine Person fonne demnach der Ansicht des Abgeordneten Claudi keinesweges beipflichtenz denn wie groß und ausgedehnt auch die Macht des Reichstages sei, so habe derselbe dennoch eine ganz andere Stellung dem Monarchen gegenüber; fordern, ja befchlen könne man dem Staats -Oberhaupte gegenüber nicht, (Beifall) Goldmark: Ein großer Mann habe ciust gelagl, „es giebt Augeablie im menschlichen Leben wo der Mensch sich dem Weltgeiste näher fühlt“, solcher Augenblicke habe es seit dem Marz viele gegeben, auch gegenwärtig sei ein solcher. Wir dürfen die Antwort nicht abwarten, wir müssen sie machen, Es set sonderbar und unerflärlih, welche Verschiedenheit derx Meinungen über die März- und Maitage vorwalte. Die Ereignisse des März, die offenbar revolutionairen Ursprungs gewesen, wo man den Absolutismus gebrochen, hätten alle Pro- vinzen mit JZubel begrüßt, die Ereiguisse der Maitage die ganz und gar uit gegen den Thron gerichtet gewesen, wo die ganze Bewegung dahin egangen, den Feudalismus der Aristokraten zu brechen seien angeseindet worden. Welches Moment man gus derx ganzen Bewegung hervorheben fonne, das beweisen tönnte, daß gogen die Sicherheit des Thrones etwas

503

die Adresse verfassen solle? Hierauf habe may m; , wortet. Dieses führe niht zum Ie N fan mige paalionin geant- fallen lassen und fragen, wer die Adresse verfassen solle Un pee Debatte fönne dieses nicht unterstügen; man müsse vor Allem r chg anat punkt einig sein, von dem man ausgehèn solle, son| wäre di iu Vostthis- Adresse niht möglich. Er unterstüßt Claudi daß die V F Fassung der verainen Volkes nicht bittend hintreten D s Fer. DAS: JOtt hintreten dürfen. Der Monarch i Anderes wollen, als das Volk ; man sepe nicht voraus daß Das De, I wolle, jondern daß er wolle und daran gehindert werde Ér Ee G! an, daß ein Ausschuß zur Verfassung der Adresse ul a werde, Ein Abgeordneter: Die Deputirten sigen hier i ergesest fennung der Revolution, Er sei ein Gegner der Autokrati Ee Demokratie, der Plutofratie und aller Kraticen. Reine AUEE risten; die Herrschaft gebührt der Souverainetät der "Ve E er Monarch repräsentire die souv-raine Vernunft auf dem Throne A müsse man achten; man dürfe sich daher nits vergeben aber ili fchinna sprechen. Kudlich: Es sei dies der wichtigste Schritt den die Versa, as lung bisher gethan, daber dürfe man sich nicht übereilen. Das jun Oester reich sei Herkules am Scheidewege, eutweder man müsse eine Adresse ide welche dem Reichstage den Boden entziehe, oder eine Adresse GGde dis Gesinnung aussprehe, daß Se. Majestät zurückehre in die Residera A sich so verkannt sehe. Doblhoff weist den Vorwurf, daß in Wien k al exekutive Gewalt cristire, zurück. Wohl gâbe es cine cxrefutive Gewalt Vor Allem gebühre Lob der National - Garde und der Behörde, die aus d L Volkswillen hervorgegangen, die Ruhe hergestellt und. auch hente Nacht A wiese, daß sie diese wahren könne. Stadion: Ec habe nicht gesagi d 6 das Ministerium dem Kaiser den Rath ertheilt habe, abzureisen Er babe sich nur auf das Faktum bezogen. Damals sei es nothwendig gewesen L d Strobach: Er müsse die Versammlung fragen, ob sie den Schluß Ler Debatte und also gleiche Abstimmung wünsche. Da die Versammlun h in diesem Sinne ausspricht, so schlägt derselbe vor, vor Allem aas den Antrag des Abgeordn. Hauschild abzustimmen, weil durch Annahme dieses Antrages die Anträge der beiden Abgeordn, Hagenauer und Violand erle- digt wären, Brestl wünscht, daß schon morgen die Berathung der Adresse vorgenommen werde, (Von allen Seiten: Heute noch! heute noch !) Strobach: Er sei der Ansicht, daß die Versammlung jeut auseinander- gehe, sich in die verschiedenen Sectionen vertheile, dort die Deputation und den Ausschuß für die Ausarbeitung dieser Adresse wählen solle, um Nach- mittag zu einer noch zu bestimmenden Stunde zu einer Vollberathung u- sammenzukommen. Auf diese Weise lönnte die Adresse ohne Zeitverlust s den Ort ihrer Bestimmung abgehen, Violand ridtete an den Kriegs- Minister die Anfrage, ob er an die in Wien befindliche Gar- nison den Befehl ertheilt habe, vor der - Reichs - Versammlun zu salutiren, Kriegs - Minister Latour: Die Garnison hege v patriotische Gefühle, als daß ihr dieses noch anempfohlen werden müßte, er begreife üb1igens niht, wie man vor jedem einzelnen Abgeordne- ten salutiren solle, da dieselben keine besonderen Abzeichen tragen, Vio- land: Aber doch vor der Gesammtheit der Versammlung? Der Krieg s - Minister: Allerdings. Violand: So müsse er den Herrn Kriegs-Mini- ster ersuchen, jenen Offizier, welcher am gestrigen Tage die innere Burg- wache kommandirte, zur strengsten Verantwortung zu ziehen, Denn dieser Offizier habe, als die Versammlung im Zuge dur die Burg sih zur Trauer-Feierlichkeit begeben, nicht nur nicht Befehl zum Salutiren gegeben sondern jei mit der Cigarre im Munde da gestanden, und seine Mannschaft habe sih an die Schranken gelehnt; und doch hätte er wissen können daß die Réichs - Versammlung vorüberzog, da die National-Garde ins Gewehr trat und der Offizier der äußeren Burgwache / scine Pflicht wohl erkennend, vor der Versammlung salutirte, Kriegs-Minister: Er werde nicht er- mangeln, diesen Vorfall strengstens untersuchen zu lassen,

Sachsen. Dresden, 2, Aug. (D. A. Z.) Für die heu- tige Sißung der zweiten Kammer bildete der Deputations - Bericht über die Gesuche der Maschinen- Nagel fabrikanten Gustav Jahn aus Mittweida, so wie Zimmermann und Leinbrock gus Elterlein, um

Unton Wbt I A Sn S Pte E e L) P Rie ga En T abge- sich allein ausbeuten wollten. Der Adgrotdretr) Seäblog ange für daraus berufen, daß es offiziell ausgesprochen worden sei; S beruft sich darauf, daß bereits viel Unwahrheit offiziell ausgesprochen wor- den, (Lebhafter Beifall.) Man habe bier eine Behörde beanstandet, weil sie mit der Sicherheit des Thrones nicht vereinbar sei; ob sich aus den Wirken dieser Bchörde ein cinziges Moment hervorheben lasse, welches die- ses begründet? Diese Behörde habe ihre Existenz vom Ausspruche des Reichs- tages abhängig gemacht; alle kennten die Gründe sehr wohl, welche Se, Majestät abhalten , zurückzukchren, er müsse daher den Herrn Abgeordneten aus Böhmen unterstüßen. Ferner sci im Schreiben Sr. Majestät von Be- fugnissen des Reichstages die Nedez der Reichstag habe nicht blos Befug- nisse, der Reichstag sei souverain, (Lebhafter Beifall.) Er sei berufen, die Verfassung zu geben, und trete durch dieselbe einen Theil der Souverainetät “Monarchen ab. Man solle in der Adresse weder bitten noch befehlen, aber in ernster und würdiger Sprache, wie es dem Reichstage geziemt, vorstellen, wie das Wohl des Volkes und des Thrones von einer baldigen Rückkehr Sr, Majestät _ab- hänge. Brel, Er sei dem entgegen, daß man bitte ; der Reichstag fönne nicht blos fordern, sondern es sei seine Pflicht, zu fordern, weil es scine Pflicht sei, Alles anzustreben, was das Wohl der Völker begründet. Wir wol!en, sagte er, die Monarchie, wir wollen die demokratische Monarchie, tveil fie für unsere Völker am anvassendsten ist, weil dadurch die Stabilirät der obersten Behörde festgestellt is, weil dadurh der Anarchie am besten entgegengearbeitet wird; wenn aber die Gesammtmacht nicht beisammen ist, wenn der Kaiser dort, der Reichstag hier is, dann giebt es keine Stabili- tät der Regierung, dann haben wir eine Staats-Cinrichtung, die schlimmer ist als irgend eine, weil sie die Nachtheile der Republik mit jenen der Mo- narcbie vereinigt. Man müsse also dahin wirken, daß die Rückkehr des Kaisers bald erfolge. Die Rückehr sei cine Pflicht des Kaisers, wer cin Amt über- nehme, der habe die Pflicht, dieses Amt zu verwalten, (Beifall) Der Kaiscr könne aber scin Amt nicht verwalten, wenn er nicht am Sie des Reichstages gegenwärtig sei, Er selbs müsse kommen, nur in dem Fall der absoluten Unmöglichkeit müsse der Neichstag eist cinwilligen, ob und welchen Stellvertreter ex wolle, (Lebhafter Beifall, besonders von den äußersten Enden des Hauses.) Borrosch: Graf Stadion habe gesagt, Se. Maje- stät habe nicht blos Pflichten für Wien, sondern für die ganze Monarchie z die ganze Monarchie sei aber hier vertreten; jeder andere Theil der Mo- narchie sei blos Partei. Derselbe Abgeordnete habe der Stadt Wien die Anerkennung, welche sie durch ihre ruhmeswürdige Haltung ver- nicht versagen können, Doch müsse er füglich fragen, wo denn die Macht der früheren Behörden gewesen wäre. Wenn die Einwoh- nerschast Wiens sich bis jeßt so würdig benommen, werde sie sich nicht noch mehr becifern, die Ruhe zu erhalten, wenn der Monarch in threr Mitte sein werde? Er wolle nicht blos ein Vertrauens - Votum für Wien, nein! Der Reichstag verlange die Rückkehr des Kaisers im Namen aller Völker, Man möge es sich nit verleugnen, daß man an einem furchtbaren Ab- grund stehe, wo cs sich vielleicht um den Bestand der Monarchie, ja um einen Bürgerkrieg handelt. Der Reichstag scheine zu einer Art Sicherheits- probe auserwählt zu sein, (Lebhafter Beifall.) Jeder Abgeordnete würde gewiß bereit sein, sein Gut und Blut mit Freuden zu opfern; es handle sich nicht blos um die Sicherstellung der 383 Menschen in Wien, in einem Treffen fallen oft mehr, sondern um das Wohl der Monarchie, um die Sicher“-llüung des Vaterlandes. Die Stellung des Reichstages sei einc Ausnahmestellung, wie niemals eine gewesen, so wie die Geschichte kein Blatt kenne, welches Momente aufzuzeichnen habe, wie die Vergangenheit, Wenn der Zustand ein geregelter wäre, wenn die Verfassung bereits gege- ven wäre, hâtte der Reichstag nicht das Recht, si über die Exekutivgewalt zu stellen, Wie die Sachen jegt stehen, könne, müsse, dürfe man den Fort- bestand des Reichstages von der Rückkehr Sr. Majestät abhängig machen, Die Sprache gehe also von Herzen, bringe Dank und Ehrfurcht und suche

an den

Gewährung eines Vorschussesaus der Staatskasse, den ersten Gegen- stand der Tagesorduung. Aufrührêrische Haufen vou Nagelschmieden aus Elterlein, Scheibenberg uïird “ver dortigen Umgegend, unterstüßt von Gesindel aller Art, zerstörten bekanntli am 29. Múárz d. J. die Maschinen - Nagelfabriken der Büttsteller, und unter Bezugnabme auf die hierbei obne alle Verschuldung erlittenen Beschädt, ungen und Verluste die von Zimmermann und Leinbrock auf 12,400 Rthlr., von Jahn aber auf nahe an 23,000 Rthlr. veranschlagt werden haben dieselben an die Ständeversammlung Gesuche um Unterstüßung aus Staatsmitteln eingereiht, und zwar Zimmermann und Leinbrock dahin: bei der Staatsregierung eine ihnen zu gewährende Unter= stüßung von 10,000 Rthlr. auf zwei Jahre unverzinelich und dann noch emige Jahre gegen mäßige Verzinsung zu befürworten , wäh- rend Jahn darum bittet : bei dem Ministerium des Junern ihm einen gering verzinslihen Vorschuß von 20,000 Rthlr. auf \o lange zu vermitteln, bis ihm Ersaß für sein zerstörtes Eigenthum auf dem Wege des Rechts von den Zerstörern oder von anderen Ersaßpflich= tigen geworden sei. Jndem die Bittsteller zur Unterstüßung ihrer Gesuche auf die hohe Wihtigkeit, welche der von ihnen gepflegte Industriezweig für Sachsen habe, so wie inébesondere darauf hin- weisen, wie Erhaltung und Hebung der Maschinen - Nagelfabrication durch staatswirthschaftlihe Rücksihten unabweisbar gefordert werde, erklären sie zuglei, daß, zumal unter den gegenwärtigen Zeit- verhältnissen, es ihnen unmöglih sei, mit eigenen Kräften ihre Geschäste aufrecht zu erhalten und sich wieder emporzuarbeiten. Bei Erörterung der Frage, ob, inwiefern und inwieweit eine Un- terstüßung der Bittsteller aus Slaatskassen sich rechtfertigen lasse, sagt die berichterstattende dritte Deputation (Referent Wehner), nachdem sie vorher ihre tiefe Entrüstung über die verabscheuungswürdigen Ausbrüche unheil= voller Verblendung und roher Zerstörungssucht ausgesprochen hat , Folgen- des: Wenn in einem der vorliegenden Bittgesuche die Hoffnung ausge- sprochen sei, es werde die Stände- Versammlung durch eine Unterstüßung des Velilegten zu erkennen geben, daß der Staat \sich verbunden fühlen müsse, seine Bürger zu schirmen und schadlos zu halten, so könne sie den hierunter vorausgeseßten staatsrechtlichen Grundsaß wenigstens nicht in die- ser allgemeinen und unbedingten Fassung für gültig ñerititnén. Allerdings sei die Aufrechterhaltung und Herrschaft des Rechts einer der nächsten und vornehmsten Zwecke des Staates," und cs liege dem leßteren, insofern der vernunftmäßige Entstehungsgrund desselben nothwendig in einem ausdrüdlichen oder stillshweigenden Vertrage gesucht werden müsse, unverkennbar die Ver- bindlichkeit ob, seine Bürger gegen jedwelche Rechtsverlezung zu schüpen. Allein ganz entschieden müsse die Deputation gegea die hiergus abgeleitete Ls sih erklären, daß der Staat für alle und jede Rechtsverlegung, welche innerhalb seines Gebietes verübt worden, unbedingt oder auch nur aushülflih einzustehen und den Verlegten hierwegen \chadlos zu halten habe. Zwar sei cs eine Obliegenheit des Staates, den bösen Willen sei- ner Bürger mittelst bestimmter Geseße im voraus zu bedrohen, in der Aus- führung zu hindern, in scine Schranken zurückzuführen und nach vollbrach- ter That für deren Verübung- zu bestrafen. Den Schaden selbst aber, der durch eine Rechtsverlepung entsteht, habe vernunftgemäß, wie auch nach dem Hér Rechte, der Urheber zu ersegen. Nur dann gehe diese Verbind- lichkeit mit auf den Staat über, wenn dessen Beauftragte, deren Handlun- en und Vernachlässigungen er allerdings zu vertreten habe, die fragliche echtsverlepung der Sachlage nah und durch die ihnen zu Gebote stehen- den Mittel verhindern sollten und konnten, dennoch aber fe nicht verhindert E Ob in einem der vorliegenden Fälle eine Verabsänmung- dieser Art attgefunden habe, könne man um so m dahingestellt sein lassen, als diese Frage dem Berufsfreise der Stände gänzlich entlegen sei, Glaube ei- ner oder der. andere der Bittsteller in dieser Beziehuug einen Rechtsanspruch an den. Staat zu haben, so bleibe ihm dessen Ausführung im Rechtswege

Pertrauen zu erobern durch Vertrauen. Mi klosit\ch: Die Frage sei gewesen, wer

__ Die Deputation erklärt daher, von diesem Standpunkt aus ei - | stüßung der Bittsteller aus Staatskassen nicht besie S uet in allen Fällen, wo es sih um Verwendung von Staatsgeldern handle das warme Gefühl zurücstreten müsse vor dem falt prüfenden Ermessen der Gerechtigkeit, Cine andere Frage aber sei es, ob die industriellen Unterneh- mungen der Bittsteller jo gewichtiger Art seien, daß eine Unterstüßung der- DIOs aus EStaatsfassen sich als ein Gebot der Fürsorge und Nothwendig- feit darstelle, , Die Deputation weist hier auf die Wichtigkeit der durch Jahn En s gesärten Maschinen-Nagel-Fabrication hin und bemerkt da- t d f Depu! )e Fabrik in der legten Zeit vor ihrer Zerstörung wöchent- li 2 illionen Nägel und Schuhstifte geliefert, 80 Arbeiter beschäftigt und pn ) circa 1500 Ctr, obergebirgisdes Roheisen verarbeitet habe z sie be- mertt weiter, es sei Thatsache, daß gegenwärtig die Maschinennägel die ge- schmiedeten größtentheils verdrängt haben, und daß Sachsen nur die Wahl pa bleibe, entweder diesen so hochwichtigen Industriezweig gänz- c e woe und in das Ausland jährlich bedeutende Summen Q p en Bedarf, wandern zu sehen oder aber die Errichtung und den : etrieb der Maschinen - Nägel - Fabrication mit allen Kräften zu fördern zu begünstigen und so diesen Zweig des Gewerbfleißes auf einer Stufe zu erhalten, wo er nicht nur die Mitbewerbung des Auslandes zurückdränge sondern auch die Erzeuguisse über die Gränzen des Landes hinaus vérbeötto, wie dies bei den zerstörten Fabrifen der Bittsteller bereits der Fall gewesen 6, Die Deputation glaubt ferner mit vollem Rechte behaupten zu können E Erhaltung und Beförderung der Maschinen-Nagel-Fabrication in s Aly eine Lebensfrage bilde für das Gedeihen und die Blüthe unserer Su nemiverss, und is in der Erwägung aller dieser Verhältnisse zu der t e gung gelangt, daß_ die Gewährung einer den hierfür vorhandenen Mitte n wie den Verhältnissen entspreheuden Unterstüßung an die Bittsteller zum Zwecke der Wiederherstellung ihrer Etablissements, wenn irgendwo, ge- rade hier sich rechtfertigen lasse, und râth deshalb der Kanmcr an: 1) die vorliegenden \owohl von Jahn als von Zimmermann und Leinbrock an die Stände-Versammlung gerichteten Unterstüßungsgesuche der Staats-Regie- rang zur thunlichsten Berücksichtigung zu empfehlen, so wie 2) die Staats- H egerung n der ihr geeignet scheinenden Weise zur Bewilligung eines Vorschusses an Jahn bis zum Betrage von 10,000 Nthlr. und an Leinbrock und Zimmermann bis zum Betrage vou 5005 Rthlr. aus dem hierfür be- E gewerblichen Fonds zu ermächtigen, So weit der Bericht der De-

(u Anhalt-Defßau. Deßau, 1, Aug. (Mgdb. Ztg.): Zu e ge zweiten Sizung des Landtags zeigte nach der Verlesung es ¡ehr langen gestrigen Protokolls, gegen welches nur wenige un= bedeutende Einwendungen gemacht wurden, der Präsident der Ver- sammlung den Eingang einiger Zuschriften , Petitionen und Anträge a von denen nur der Antrag des Abgcoordneten Habicht wegen Abkürzung „der zu verlesenden Protokolle zur sofortigen Berathung gelangte. Lie anderen werden. auf tie nächste Tagesordnung gestellt die Petition ciner Kommission übergeben, Künftig soll nur ein kur= zes Auszugs-Protokoll des Sekretariats vorgelesen, die ausführlichere Niederschrift der Verhandlungen aber, nachdem sie in der nächsten Sißung zur Einsicht für die betheiligten Redner ausgelegen, sofort in den Druck gegeben werden. ; E

_ Es wurde hierauf zur Tagesorduung, $. 12 des Verfas -C fs geschritten, welcher lautet: „Allen Siaäisbürcaeri Vie die eiber U Person und des Eigenthums gewährleistet; es ist diese nur ven Beschrän- kungen unterworfen, welche guf Gesey und Recht beruhen.“ Präsident Wolter machte darauf aufmerksam, vaß es jedenfalls zweckmäßig sei, die Freiheit der Person von der des Eigenthums zu trennen und hier nux er- stere in Berathung zu nehmen, die Bestimmungen über das Eigenthum da- gegen bei einer späteren Gelegenheit alle zusammen zu fassen. Der erste Daß mit der dem entsprechenden Auslassung wurde ohne Debatte einstim- mig angenommen, Beim zweiten Saße kam zuerst die Frage zur Sprache ob bei den Beschränkungen der persönlichen Freiheit die alten Geseye Gül- tigkcit haben, oder ob nicht vielmehr erst neue derartige Geseße vorhanden sein müßten, und stellte daher Abgeordn, Sander den Antrag, daß diese

Beschränkungen durch ein zu erlassendes Geseß bestimmt werden sollten, den

er jedoh später wieder fallen ließ, Einen anderen Antrag ‘fteure 9rdä-

sident Wolter, nämlich daß die Worte „und Necht“ ausfallen follten. Es entspaun sih hierüber cine lange, sebr juristische und gegen das Ende 10e pl Whaanhn Bannie, Bictébaler L I L Be - , r L un , Vice- Mohs, Habicht, Jannasch und Andere andererseits besontee bér Präsident Wolter, der, obgleich der Antrag von ihm selbst ausgegangen war, doch den Vorsig behielt und \ich stark an der Diskussion betheiligte und die Abgeordneten Sander, Schilling, Hölemann“ und Anderc Theil nahmen, ohne jedoch den Sachverhalt den vielen nichtjuristischen Ab- geordneten eben sehr klar zu machen. Als endlich auf den Schluß dex Debatte angetragen wurde, schritt Präsident Wolter zur Fragestellung nach welcher sih ein dem Antrage ungünstiges Resultat zu ergeben schien. Es wurde jedoch vom Abgeordneten Sander Protest gegen den Schluß der Debatte erhoben , da über diesen nicht zuvor abgestimmt worden und sich noch mehrere Redner gemeldet hatten. Anstatt diese Versäumniß nachzu=- holen und so den Formfehler zu verbessern, wurde die Diskussion nochmals ausgenommen und dann von neuem zur Abstimmung geschritten, welche nun 17 Stimmen füx den Wegfall der Worte „Und Recht“ ergab.

Man ging hierauf zu dem ersten Sage des $. 13; „Außer dem Fall der Ergreifung auf frischer That kann Niemand anders verhaftet werden als in Folge eines vom Richter ausgegangenen, mit Gründen versehenen schriftlichen Befehls“, über, Der Grundsay, daß bei Ergreifung auf frischer That eine sofortige Verhaftung eintreten könne, wurde zuvördeist einstimmi als richtig anerkannt, znachdem eine furze, vom Ab eordn, Pannunier e regte Debatte über die Ausdehnung des Begrifss „auf frischer That“ ata hatte, Mehr wurde darüber verhandelt, was man unter dem schriftlichen Befehl des Richters zu verstehen und namentlich, ob ein etwa von einer R as des Auslandes erlassener Steäbrief als solcher anzuschen sei. Doch beruhigte man sich auch hier bei der Fassung des Entwurfs, und der erste Saß des Paragraphen wurde daher, nur mit der vom Secretair Klinkhammer beantragten Veränderung des Wörtchens „tann“ in „darf“, angenommen, Auch der zweite Satz: „Binnen 24 Stun- den nach der Gefangennehmung muß jeder Verhaftete über den Grund sei- ner Verhaftung unterrichtet, darüber verhört und seinem ordentlichen Rich- ter zugewiesen werden“, wurde unverändert angenommen. Als Zusaß am Schlusse dieses Sayßes beantragte Sander: daß bei Verhaftungen, die ungerechter- oder unnöthigerweise stattgefunden hätten, die betreffenden Per- sonen entschädigt werden müßten. Nachdem zunächst bemerkt worden, daß bei ungerechten Verhaftungen die schuldigen Gerichtspersonen schon zu Ent- schädigungen verpflichtet seien, erklärte sich das Ministerium, ob leich einige Abgeordnete diesen Gegenstand als nicht in die Verfassungs - Urkunde gehö- rig ablehnen wollten, mit dem Wunsche, daß den unschuldig Beihasteten eine Entschädigung, und ztvar, Me Ne More, erinnerte, vom Staate zu leisten sei, einverstanden, Von mehreren Seiten fürchtete man, daß hierdurh die Finanzen zu sehr gefährdet würden; Abgeordn. Pannier meinte, daß man unter Unschuldigen nicht etwa die von der Instanz ab- solvirten, sondern nur die verstehen könne, bei denen gar keine Veranlassung zur Verhaftung i e, wogegen jedoch Geheimerath Hab ich t bemerkte, daß bei dem fünstigen eb(chidversähren überhaupt nur noch von Schuldigen und Nichtschuldigen die Rede sein könne, und daß man somit unter diesen nur die verstehen könne, die eben nicht verurtheilt würden. Abg. Hölemann (laubt, daß eine derartige Bestimmung selbs der Moralität gefá rlich sei, indem

lanche, blos um die Entschädigung zu erhalten, einen Verdacht ads auf sich lenken würden. ni ial ppe war dagegen der Ansich daß eine e Speculation nit wohl dunkbar sei, weil die

eben nur für ihre Nachtheile entshädigt würden, erlangen könnten, Das Ministerium formulirte nun hin: „Derjenige, welcher wegen eines

ofen, Den Vertretern des Volkes stehe ein Urtheil hierüber nicht zu,

¿s wird, muß wegen Habe Tut A E

heute unseren Effekten-Markt fester, 3% Stocks eröffneten Mittags » Okt. /Nov, 17 Rthlr. Br, vie