1848 / 181 p. 1 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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i s Gräbß | i ¡tiven Anordnung vorbehalten.“ Schreiner au s bieten P a ähnlichen Jahalts wie der vorhergehende zürks. —y ird zur Abstimmung über $. 3 des Verfassungs - Entwurfes ge- E ird mit 316 gegen 90 Stimmen angenommen,

: Derselbe wi R L: shrdtR Be bat cin deutshes Land mit emem nichtdeutschen Lande

S _ Oberhaupt, o ist das Berbältniß zwischen beiden dasselbe S Dre Srivsägen der reinen Personal-Union zu Ländern na® * Korsigende verkündet die Annahme der beiden or EE 8 ter lebhaftem Beifalle der Versammlung, Die Paragraphen unter 2 B, Web Dieri * g Abgeordneten Gold, “Anhelvur>, e er, Dieringer, Jenny u. A. erklären, daß sie es zur Wahrung der Rechte des österreici- schen Volkes für ihre Pflicht erachtet haben, den $Z. 2 und 3 ihre Zustimmung zu versagen. H. von Gagern, Detmold, Flottwell u. A. geben die Erklärung ab, daß sie darum gegen die angenommenen Paragrapben gestimmt haben, weil die von der Versammlung beliebte Art der Abstimmung ihnen die Möglichkeit benommen, unter welcher sie dafür gest:mmk haben würden. Aehnlich lauten zwei weitere Er- flärungen öjterreichischer , besonders tyroler Volksvertreter. as <ariá berihtet Namens des betreffenden Ausschusses üver die von dem frankfurter Aypellationsgericht als Kriminalgericht nachgesuchte Erlaubniß zur Einleitung einer gerichtlichen Untersuchung gegen die Abgeordn. R. Blum und G. Günther, als Herausgeber der Deut- schen Reichstags-Zeitung. Der Antrag des Ausschusses geht guf Zustimmung zu der von dem Gerichtshofe der freien Stadt Frank furt beantragten Untersuhung. Schaffrath interpellirt das Büregu iber das Ausbleiben der sächsischen Abgeordn. Koch und Watdorff. Vice-Präsident Riesser giebt in dieser Beziehung die nöthigen Er- láuterungen, worauf die Sihung um 35 Uhr Nathmittags von dem Vice-Präsidenten Simson geschlossen wurde.

Hessen und bei Nhein. Darmstadt, 27. Oft. (Darmst Ztg.) Die heute erschienene Nummer des Regierungsblattes enthält nachstehendes Edikt, die Fortseßung des eilsten Landtags betreffend : ,

„Ludwig 111. 2c. Die Verhältnisse haben bigher nicht gestattet, den Wunsch, Unsere getreuen Stände recht bald wieder um Uns zu versammeln, in Erfüllung zu bringen. Nachdem Wir nunmehr beschlossen haben, daß die dur< Unsere Verfügung vom 7. August laufenden Jahres vertagten Verhandlungen mit dem 20. November dieses Jahres wieder beginnen jollen, so vertünden Wir solches hierdurch öffentlich, und gesinnen an Unsere ge- treuen Stände, daß Sie sih an dem festgeschten Tage zur Ausübung ihrer verfassungsmäßigen Rechte und zur Erledigung dessen, was dringend ift, 1 f Ur!tundlich Unserer eigen- Darmstadt, den

wieder in Unserer Residenz vereinigen mögen. ; händigen Unterschrift uud des beigedrücten Staatssiegels. 26, Oftober 1848, Ludwig. Jau p.“

Ausland.

Belgien. Brüssel, 25. Okt. (Köln. S) Aus der Uebersicht der Staats - Einnahmen während der neun ersten Monate dieses Jahres erhellt ein ziemlich bedeutender Ausfall in den Cisen= bahn- und Zoll - Einnahmen , welcher in der Stockung des Verkehrs seine handgreifliche Ursache findet. Die Accisesteuer dagegen hatte im Vergleich zum vorigen Fahre 3 Millionen mehr eingebracht. Das Kabinet is e frig bemüht, durch dedeutende Ersparnisse jenen Ausfall we- niger fühlbar zu machen. Der Minister der auswärtigen Angelegen- heiten hat fast sämmtliche diplomatische Gehalte verringert und mch= rere Posten abzescha}t sder böbere Beamte dur niedrigere erseßt. Die Gesammtsumme der erzielten Ersparnisse, um deren Genehmi- gung die in den ersten Tagen des November zusammtretende Kam- mer angegangen werden wird, beläuft si< auf mehrere Millionen Franken.

Auf Antrag des Ministers des Junern ist dur< Königlichen Beschluß vom 23. Oktober die Abhaltung einer Ausstellung für die Leinen - und Baumwollen - Industrie angeordnet worden, welche im nächsten Jahre in Gent, als dem Mittelpunkte beider Jndusftricen, stattfinden wird.

Schweiz. Ber n. (B. Z.) Unterm 30. Sept. erstattete der Oberst des Berner-Regiments in Neapel, von Muralt, an die Regierung ei- nen Bericht über dessen Betheiligung an der Eistürmung von Mes= sina. Bezüglich auf das Ereigniß selbst enthält er nichts Neues. Den Antheil des Regiments an dem Kampfe nennt er „uicht unrühm- lich.“ Am Schlusse heißt es: „Das Regiment is in Messina, im Königlichen Hospiz, einem geräumigen Gebäude, kfasernirt. Ueber un- sere fernere Bestimmung, so wie über den Gang der dur<h Vermitte- lung der englischen und französischen Regierungen angebahnten Ver- \öhnungsversuche mit den rebellis<en Sicilianern, verlauten die wider-

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des Landes verwiesen worden. gebrochen sein. Am 2Nstien waren fonservativ ausgefallen. Gewählt four , Cramer und Montfalcon.

Polizei - Commissair mit Trommel daten begleitet, die Stadt. auf Befehl des Büreau?s annullirt.“

servativen wird vorgeworfen.

hineingelegt bat, das ist noch eine das den Konservativen günstige Re sind. Denn bei jedem Wahlmodus der Voten die eingegangenen Sti ausgegebenen zu vergleichen. Lugano, 22, Okt. (Frkf. dencn Kossuth's Aufruf in die Hâr Radetky's bier an. leute folgen werden. 600 Ungarn ausgerissen seien und Tyrol eingeschlagen bätten. Nidwalden. (N. Z. Z)

Bund mit oder

den Wahlen. Jn den Ständerath ter von Wolfenschießen, nachdem beten hatte. erhielt blos ein Drittel Stimmen. dizat der Liberalen, De. Businger,

Freiburg.

Grundlagen der Unterhandlungen

vathandlungen gleichfalls hiern und Verrichtungen entsage, welche widersprechen, und daß er endlich Regierung unterstelle, er auf ein Geseß vom 14. Januar

Freiheiten des Staates achte. zum 20, Oft, Termin anberaumt, \ weigerung der Unterwerfung ange

Ftalien. Turin, 20, Of

Frankr

jeßt die von England und 2) Ber

Vermittelung abgelehnt. 8 Tagen verlängert. ein, so wird der Kampf aufs neue hält si<h vor, Der Kriegs-Minister berichtete ib maßregeln und gab das Leer a

von 134, nach der Opinione von 116 Stimmen zum Präsiden

Auch in Genf sollen Unruhen aus-

wurde, entstand große Aufregung in der Stadt. zu den Waffen und baute Barrikaden.

Er machte bekannt :

Man soll in den Wahlurnen 44 Stimm- zettel mehr gefunden haben, als man ausgetheilt hat.

Sie versichern, daß ihnen nächstens 300 Lands- Gleichzeitig meldet man aus Verona, daß dort

Jn der eben versammelt gewesenen Landesgemeinde handelte es sih vorerst darum,

obne Verwahrung beizutreten Mehrheit von zwei Drittheilen wurde beschlossen, nur unter Verwah- rung der 590 jährigen Rechte zu weichen.

Der Kandidat der Liberalen, De. Wir \< von Buochs in den Nationalrath gewählt,

(Eidg. Z.) Die hiesige Regierung hat unterm 14 Oktober ein Ultimatum an den Bischof erlassen.

Bischofe, daß er si der Verfassung und dem Ge:eße des Kantons unterwerfe und dem Klerus befehle, si in ihren amtihen und Pri- ah zu richten, daß er allen Ansprüchen Hierbei stützt sich die Regierung namentlich bischöflihen Sibes na< Freiburg nur unter der Bidingung zugelassen wurde, daß derselbe die Gesetze respektire und feine Neuerungen mache,

daß er sih ruhig und freundlih aufführe, und daß er die Rechte und G Dem Bischof is zur Erklärung bis

wähnten) Antworten des Ministeriums auf die an dasselbe gerichteten Juterpellationen über die Kriegsfrage lauten: 1) Oesterreich hat bis

3) Gebt Oesterrei auf die Vermittelung uicht

über den passenden Augenblick dazu zu entscheiden. an. Nach der Concordia ist General Durando mit 69 Stimmen

Die Blokade von Venedig soll eifriger als je betrieben werden.

die Wahlen in dem Nationalrath wurden die Herren General Du- Sobald dieses Resultat bekannt St. Gervais rief Am Abend durchzog ein von einem Piket Sol- „Die Wahlen sind Fälschung von Seiten der Kon-

schlag,

Wer sie aber Frage, und ob sie nicht, als man sultat sab, später zugelegt worden ist es Brauch, vor dem Oeffnen nmzettel zu zählen und mit den

F.) Gestern langten 15 Ungarn, 1de gefallen war, aus dem Heere

mit 100 Jtalienern den Weg ins

ob man dem neuen habe. Mit einer Sodann schritt man zu wurde gewählt : Rathsherr Bin- sich Herr Wirsch diese Wahl ver- Statthalter Odermatt, Mit gleicher Mehrheit wurde

i Der Kan- unterlag ebenfalls.

Als unabänderliche verlangt die Regierung von dem

der Verfassung und den Geseben alle seine Erlasse dem Plazet der

1593, wonach die Veilegung des

ein Stillschweigen würde als Ver= legt werden.

i (Q A Z) Die (bereits er=-

eich vorgeschlagene Grundlage der Waffenstillstand wird von 8 zu beginnen. Das Ministerium be-

er die getroffenen Vertheidigungs- if 150,000 wohlgerüstete Soldaten

dagegen Vicenzo Gioberti mit 91 ten der Kammer erwählt worden.

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“Jm dritten Quartal des Jahr Personen für eine Einnghme von

28 Sgr. 8 Pf., welches eine Gesa 4 Sgr. 9 Pf. ergiebt ; desgleichen 99,664 Personen für eine Einna 6 Pf. und 433,912 Ctr.

\prehendsten Gerüchte, so daß es unmöglich ist, mit Gewißheit etwas vorauszusagen. Der humane, allem Blutvergießen abgeneigte Sinn des Königs bürgt jedo< dafür, daß nur im äußersten Nothfalle die Feint seligfeiten wieder eröffnet werden dürsten.“ (Verf. Fr d.) Eine von den Oesterreichern verübte Gebietsverleßung im Kanton Tessin, indem von ihnen Leute auf Schweizerboden verhaftet wurden, is auf die Reclamation drr eidgenössishen Repräsentanten auf der Stelle gut gemacht worden, indem nicht nur vollständige Satis- faction gegeben, sondern an die Betreffenden auch eine Entschädigung bezahlt worden ist. (O. P. A. Z.) Am 25. Oktober haben berner und neuenburger Truppen den Kanton Freiburg besezt. Wahrscheinlich hat der Bischof sih den Forderungen der Regierung,

der Verfassung des Kantons unterwerfe, nicht fügen wollen und is

aus diesem Grunde, wie ihm angedroht war, entweder verhaftet oder |

Bekannlmachungen. [667] Das auf hiesiger städtischer Feldmark, £ Postmeile

sehen werden.

daß er si< den Geseßen und |

| in der Registratur des unterzeichneten Gerichts einge-

4 P h gegen denselben des Jahres 1847 von 7326 Personen und

|

| 930,904 Rthlr. 27 Sgr. 7 Pf. und Pf., zusammen 393,762 Rthlr. 24 des Jahres 1847 sind befördert Ctr. 90 Pfd. Güter; die Eiingh

| 1 | | | | | |

in Summa 453,197 Rthlr, 26 den drei ersten Quartalen des J

ree

: Kalau, den 19, Oktober 1818. Nothwendiger Verkaguf, Das Patrimonialgeriht Groß-Jehser.

S <hmerbauc<.

von hier belegene, den Gutsbesiger Reylassichen Ehe- leuten gehörige Grundstü mit eis Ae ba von 352 Morgen Aer, Wiesen, Weide u. \. w., nebst Gebäuden und der Ziegelei, im Neustettinschen aues abgeschäßt auf 13,818 Thlr. 18 Sgr. 6 Pf. zufolge der nebst Hypothekenschein und Bedingungen in der Re- gistratur einzusehenden Taxe, soll am 4, Mai k. J., Vormittags 141 Uhr,

an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden. E Les Tempelburg, den 8. Oktober 1848. A

Königliches Land- und Stadtgericht,

S

Durch die Erklärung der Direction der Ber- lin - Anhalter Eisenbahn- Gesellschaft vom sten d. M., die von ihr be- absichtigtigte Ermäßigung der Berlin-Magdeburger Frachtsäße betreffend, fin- den wir uns zu der Ver- sicherung gegen das Pu-

i

blikum veranlaßt, daß wir, so lange di Ï zt, Di , ge diese Frachtsäße bestehen, nur eben dieselben zur Erhebung bringen wer-

den, also

666] Nothwendiger Verkauf. 7 Sgr.

Die bei dem Dorfe Groß -Jehser belegene und zu

Erbzinsrechten besessene Wassermühle, genannt die Busch- mühle, mit einem Areal von 43 Morgen 16 Quadrat-

ruthen, abgeschäßt auf 7987 Thlr. 11 Sgr. 2 Pf., soll am 14, Mai 1849, Vormittags 10 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle zu Groß-Jeh- \er subhastirt werden. j i Die Taxe, Hypothekenschein und Bedingungen fönnen

für ordinaires Gut und

M Var E res Produkte, ie bisher {hon bestanden O Frmäßi bestehen selbstredend daneben aren AARO N Potêdam, den 29, Oktober 1848, | Das BDiretrtErinm der Berlin-Potsdam-MagdeburgerEisenbahn-Gesellschaft.

Eiseubahn - Verkehr. Berlin-Stettiner Eisenbahn.

272,841 Ctr. Güter 2c. für eine Einnahme von

17 Pfd. Güter 2c. für 75,622 Rihlr. 28 Sgr. 7 Pf. oder Gesammt - Einnahme 490,352 Rthlr. 5 Sgr. Es hat sonach im genannten Zeitraume des Jahres

161,101 Minder- Einnahme für Personen von 29112 Rthlr. 5 Pf. Güter von 23,377 Rthlr. 29 Sgr. 11 Pf. oder eine Gesammt- Mindereinnahme von 46,490 Rthlr. 4 Pf. stattgefunden. den

| ersten drei Quartalen des Jahres 1848 wurden befördert 219,544 Personen und 926 924 Ctr. Güter, die Einnahme betrug für Personen

Rtblr. 8 Sgr. 5 Pf., die für Güter 199,175 Rthlr. 18 Sgr. 1 Pf-,

es 1848 wurden befördert : 92,338 941,617 Rthlr, 6 Sgr. 1 Pf. und 52,244 Rthlr. mmt-Einnahme von 143,862 Rihlr. im Jahre 1847 wurden befördert : bme von 414,729 Rtblr. 6 Sgr.

1848

eine Minder -Frequenz, und zwar Ctr. 17 Pfd. Güter und eine und für

Jn den für Güter 162,858 Rthlr. 26 Sgr. 10 Sgr. 5 Pf. z in demselben Zeitraume 277,715 Personen und 1,128,812 me betrug für Personen 254,022

Sgr. 6 Pf.z; es wurden \fonah in

raum des Jahres 1847 weniger befördert 58,171 Personen und 201,888 Ctr. 90 Pfd. Güter, desgleihen ergiebt sich eine Minder= Einnahme für Personen von 23,117 Riblr. 10 Sgr. 10 Pf. und für Güter von 36,316 Rthlr. 21 Sgr. 3 Pf. JInsgesammt Min- der - Einnahme 59,434 Rihlr. 2 Sgr. 1 Pf. Jn demselben Zeit= raum des Jahres 1846 wurden befördert 229,466 Personen und 674,550 Ctr. 44 Pfd. Güter, die Einnahme betrug für Personen 263,342 Rihlr. 11 Sgr. 1 Pf. und für Güter 124,021 Rthlr. 141 Sgr. 6 Pf. oder Gesammt - Cinnahme 387,363 Rthlr. 22 Sgr. 7 Pf. Es übersteigt sonah die Gesammt- Einnahme im genannten Zeitraum des Jahres 1848 die desselben Zeitraums des Jahres 1846 nur um 6399 Rthlr. 1 Sgr. 10 Pf., während die des Jah res 1847 dieselbe um 65,834 Rihlr, 3 Sgr, 11 Pf. überstieg.

Personen - Frequenz der Magdeburg - Leipziger Eisenbahn, Bis inkl. 14. Oktober c. wurden befördert vom 45. bis inkl. 21. Oktober c., infl. 1052 Personen aus dem Zwischen-Verkehr Summa

557,952 Personen

10,295

908,247 Perjonen,

Markt - Verichte.

Hamburg, 27. Okt. Unser Getraide - Markt wa1 in dieser Woche sehr reichlich mit Anerbietungen versehen. Weizen mußte da- her, bei <wa<er Frage ca. 3 a 4 Rthlr. Cour. im Preise nachge- benz rother oberländ. 129 130pfd, bedang 134 a 136 Rthlr. Cour. Ab den Ostsee-Häfen fanden Anerbietungen zu 106 Rthlr. Bco für 130/1341pfd. keine Beachtung. Gerste war in feinerer Malz-Waare mehr begehrt und ca. 1200 Last Saale- in loco und auf Lieferung gingen, 104/105pfd. wiegend, zu 83 a 86 Rthir. pr. Last zum Ex port nah England ab. Ab Dänemark blieb 110/111pfd. wiegende Waare zu 6 Ml, 8 S0. A 6 Mk. 10 Sch. Bco. pr. Tonne vLer- geblich ausgeboten. Roggen und Hafer st:Ul und unverändert. Wi>en und Bohnen flauer. Erbsen zu Z a 4 Rthlr. Cour. nie- drigeren Preisen \hwer abzuseßzen. Rapps-Samen sehr wenig und niht unter 114 a 115 Rthlr. Bco. pr. Last ab West Küste angebo=- ten, findet weniger Reflektanten.

Bekanntmachung Die freiere Bewegung im Volksleben und das allgemein erwachte politische Bewußtsein haben die schnellste und leibteste Verbreitung der Erzeugnisse der Tagesliteratur zum Bedürfniß gemacht. Jn Folge dessen ist der Handel mit Flugschriften und Bildern auf öffent lichen Straßen und Pläßen am hiesigen Orte zu einem ausgebreite ten Gewerbebetriebe geworden. Hierbei sind wegen der Neubeit der Sathe häufig noch die allgemeinen Vorschriften der Steuer- und Ge- werbe-Polizeigesebe außer Acht gelassen worden und deôwegen wie- derholte Bestrafungen eingetreten, Dies veranlaßt das Polizei Prásidium, darauf hinzuweisen : h daß jeder Gewerbebetrich ohne Ausnahme vor seinem Be- ginn vorschriftsmäßig angemeldet werden muß; daß jeder Handel der Gewerbesteuer unterliegt, und daß der Handel auf öffentlihen Straßen und Plätzen, sofern er kein Maikll- handel is, nah Bestimmung im $. 59 dei Allgemeinen Gewerbe-Ordnung vom 17. Janua1 1845 außerdem noch eine besondere polizeiliche Erlaubniß bedingt. Um in leßterer Beziehung die bis jeßt vermißzte Ordnung ein zuführen, wird hierdur< Folgendes zur allgemeinen Nachachtnug fest-

gesebt : 1

Wer mit Flugschristen und Bildern auf bffentlichen Straßen oder Pläßen Handel treiben will, hat polizeiliche Eilgubn ß nabzu- suchen und sich deswegen, wenn der Handel im Umherziehen getrie- ben werden soll, bei seinem Revier-Polizei-Kommissarius, wenn aber eine feste Verkaufsstelle eingenommen werden foll, bei dem Polizei Kommissarius des Reviers, in dem diese belegen is, unter Vorlegung des Steuer- und Gewerbe-Anmeldungs-Scheins, zu melden.

O

Die Erlaubniß selbs wird von dem Polizei-Präsidium 1n Form

gestempelter Karten widerrufli< ertheilt. Gr D.

Diese Erlaubniß-Karte muß der Gewerbtreibende bei Aucübung seines Gewerbes stets bei si< führen und auf Erfortern jedem Po- lizeibeamten vorzeigen, auch die darauf vermerkten näheren Bedingun- gen genau erfüllen.

6. 4.

Wer den Bestimmungen in den $$. L und Z zuwider bandelt, hat Geldbuße bis zu zwanzig Thalern oder verbältnißmäßige Gefäng nißstrafe zu gewärtigen. Zugleich sollen alle unbefugte Händler von den Straßen und Pläben fortgewicsen werden.

S D,

Diejenigen Personen, welche beim Erscheinen dieser Verordnung bereits Handel mit Flugschriften und Bildern auf bffentlicen S ßen oder Pläßen betreiben, haben ihre Anträge wigen Ertheilung der polizeilichen Erlaubniß binnen drei Tagen unmittelbar bei dem Polizei Präsidium anzubringen, widrigenfalls die vorstebenden Strafbesiim= mungen gegen sie zur Anwendung gebracht werden müssen,

Berlin, den 28. Oftober 1848.

Königliches Polizei - Präsidium,

ra Hus

ahres 1848 gegen dcnselben Zeit-

[539 b] Jn unserer Bekanntmachung

nehmen.

von Bardeleben.

R E E]

ab ausgegeben werdeu.

L A E n S Gul Niederschlesisch - Märkische B t DleMlau Mid Nnigegend ansässigen Juteressen Eisenbahn.

vom 14. September 1847 is denjenigen, die sich bei der Anleihe von 2,300,000 Thlr. gegen 5prozentige Prioritäts-Obligationen Ser. I. betheiligt haben, freigestellt worden , nicht blos die da- mals eingesorderten 40 Prozent, sondern die vollen Ka- vitals-Beträge einzuzahlen und dagegen die entsprechende Anzahl Obligationen nebst Coupons in Empfang zu Es i} diese Volleinzahlung auch in Anschung des größten Theils des Kapitals geleistet worden. Die- jenigen Zeichner aber, welche diese Volleinzahlung noch nicht geleistet haben, werden hierdurch aufgefordert, die zur Volleinzahlung des gezeichneten Kapitals erforder- lichen E L der Zeit vom 1. r "Db, fem y

ember d. J., Vormittags von 9 is 1 t, f E Á ar b Gli die Aba è it Ausnahme ter Sonntage, an die Gesellscha fts- ¿e A Vom 15. Oktober ab tägliche Ab Hauptkasse auf dem hiesigen Bahnhofe zu zahlen und dagegen die entsprechende Obligationen Ser. 11. nebst ‘Zins-Coupons vom 4 Ae nuar 1849 ab in Empfang zu nehmen.

Von den bereits gezahlten Kaypitals-Beträgen werden hierbei den Betheiligten 5 Prozent Zinsen vom Tage der Einzahlung der leyten Rate bis zum Tage der Boll- einzahlung zu gute gerechnet und eben so 5 Prozent Zin- sen von da ab bis zum 1. Januar < Kapital vergütigt, weil eben die Obligationen mit Cou-

ten können die Nestzahlung in den vorgedachten Lagen und Stunden auch bei der Stationskasse auf dem Bres sauer Bahnhofe gegen eine Jnterims Bescheinigung des Einnehmers Reinicke leisten und gegen Rückgabe der- selben die entsprechenden Prioritäts - Obligationen nebst Coupons nach Verlauf von $8 Tagen ebendaselbst in Empfang nehmen. Berlin, den 23. Oktober 1848.

Die Dire gs

der Niederschlesisch - Märkischen Eisenbahn- Gesellschaft,

Köln - Mindener n [529 b] Eisenbahn.

S fahrten der Personenzüge

von Minden nah Deuß 7 Uhr 30 Min. Morgens

im Anschluß an den um 7 Uhr von Hannover ein-

den ZUg-

ben nad Deits 12:10 19 Min. Vorm.

im Anschluß an den um 11 Uhr 15 Min. von Ber-

lin, Dresden, Leipzig, Braunschweig, Bremen, Uelzen, Hildesheim und Hannover eintreffenden Zug.

Anzaÿl Prioritäts-

—-

4849 auf bas volle

bis an das Karlstheater vorgerückt sein sollen, Hier herrscht der

s Abonnement beträgt: 2 Rthlr. für ; Jahr 4 T S

tir. - # Jahr. S. Mebr, :- 1 Tábr in allen Theilen der Monarchie 25 ohne Preis- Erhöhung. DG_ a4 nzelnen Nummern wird ver Dogen mit 27 Sgr. berechnet. Ô f E

181,

E My Ea Ei mt L L ¿/ Tat I Z N C5 6: F

Inh abt

S , Xmtlicher Theil. E Ga Si E r E

Í E . Schieß 1 es ? i b i Vesterreich. S ießübungen des Marine-Bataillons.

in Wien. B erlin. Neu Natibor und Preran über die Ereignisse

Olmüg, - Die Rin. 9 eueses aus der Umgegend von Wien.

genfurt und Li gs - Deputation und Minister K K R, ! 1nz. Proclamatione Er g s ne de Bayeru. München, Eine Députatis d

\yeru ) ine L ation des copnstituti is

Bereins vom Könige empfau ren des constitutionell-monarchisch

Ei E e E [angen, Verfü iüisteriums

A Vetre} der Hochschulen. Würzb legung E R L E Sachsen. Oresden. V u rzvur g, Verhandlungen -der S Taae. s Vans Derhandlunugen der ersten Kamy E 6 & 17 rag- C f S eri : rf C

E N rg-Schwerin. Schwerin, Entwurf s S :

edler vurs des Staats-Grund- Lübeck,

(Cl B Cholera,

Preußen. &

Lübeck, Reise der Kronprinzessin von Württemberg Di Us: es 1e L j DHesterreich. Preßb ° NE l a P C e L ur g, Kossuth, Ankunft von Sensenmännern As A ersten SZimonich in Ungarn. Pesth. Beschlüsse E 2 Maßregeln des Landes- Bertheidigungs-Aus schusses : E Frankreich, National-Versammlung. Erledigun des Ges L über die Präsidentenwahl. Paris, Neuer Seine Präfet, A E JE Jeden DetadiGast, Berichtigung, d r Es lebang r t d as «uf SFlodscide, Erleichterung für den Sees Öteatritaniee L A: : L roßbritanien und Jrland, London, Denkschrift der Anti-S verei-Vejellschast von Lord Palmerston. c Mete

, Rückkchr W. T ' : N U Qs Pai : W. Temple's en Dl E in Neapel, Verdikt über einen E irlán- dischen Klubisten, Lage der Pfla f Jamaif Herst! va dice l ( nzer gu He Ruhe iu Haiti. B tis 3 \ ¿zamaiîïa, Herstellung der Dänemark, Kopenhagen ‘Der Entwurf des Staats - 6 - Ve Ner! : ‘l “ter d Ly leb Pie Derminuderung im diplomatischen Corps : O E Schweiz, Vorort. Diplomatenwechsel, B E Diplomatenwechsel, Bern. Wahlen in den dg Ste S eidgenössische Jntervention in Freiburg. Abreise ad drs eit Neichsgesandten. Basel. Widerlegung des Gerüchts über l s ländische Hel tguigei in der Lombardci und Herstellung des Postverkehrs mit der Schweiz, Gr6« qui ur F r S ze )raubünd ad T ¿A in den Naiionalrath, C E A ia jtalieu, Florenz, Die Ministerkcisi Das A} Itali Die Ministerkcisis. Das Aff}ociagti s S Boh, f "s - F : s : F : y d-l Görfen - und Handels - Nachrichten. t S

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7A E A ESES. * P FOUE A P P

Amllicher Theil.

_ Maler Der O1 . E Kontg haben Alloran4d; s Ner G idal Cltuterin aben Allergnädigst geruht : Rotben Adler- N it zur Vispojition, Grafen von Pü>ler, E Nie d E rden erster Klasse mit Eichenlaub; so wie dem jullegrer 2 ete zu L öbrihau, im Regierungs-Bezirk Merseburg, llgemeine Chrenzeichen zu verleihen. i

A EEEMBINUT T I I. T T A I F

itichtamtlicher Theil.

Dettschliand.

Berlin, 08 Okt. Se. Majestät der König ¡ädigst geruht: Dem Rittmeister von Boddien, n Ulanen - Regiment, die Erlaubniß zur Anlegung

n Nitterkreuze vom Großherzoglich badenscen Zäh- vom Herzoglich sahsen-erneslinischen Haus-Orden

3, Oft, (Ostsee = Ztg.) Zm Anfange des nüch-

a bri Putbus die Schieß - Uebungen des Marine-

einer Scheibe beginnen, welche die Seiten - Ansicht

z Ko1vette über dem Wasserspiegel darstellt, Das Kriegs - Mini-

sterium hatte zwar aufgegeben, auf dem Haff einen gecigneten Ort

zu diesen Uebungen zu ermitteln, jedoch hielt es \{<wer, einen solchen

wegen des Verkehrs von Schissen und Fischerbüten aufzufinden, ohne auf audere Hindernisse Rücksicht zu nehmen. :

Hesterreich. Ein Extra-Blatt der Br esl, Zt g. vom 30. Oktober enthält Folgendes: Breslau, 29. Oft. Nachmittags 4 Uhr. Der wiener Postzug is zwar so ében eingetioffen, hat aber weder Zeie tungen noch Briefe aus Wien gebracht, Der Redacteur dieser Zei- tung, De. Nimbs, ist mit diesem Zuge angekommen und übermacht dem Stellvertreter folgenden Artifel, den er zwar in der Absicht in Prerau geshrirben, um ihu von dort hierher zu \chi>en und seine Reise weiter fortzuseßen, allein Umstände nöthigten ihn, nah Bres- lau zurückzukehren und selbst Ueberbringer der eigenen Korresponden zu seia. Der Artikel lautet : Preragu, 28. Oft. Folgende E graphische Depesche aus Wien zur Beförderung nach Olmüh ist bier cingetroffen (s. das gestrige Vlatt des St.-A.): Der General Wias an den Minister Wessenberg. Heute Mittag um 11 Uhr ist von allen Seiten der Angriff auf die Vorstädte Wiens erfolgt. Die Truppen sind in der Jägerzeile vorgerückt,“ (Cs zirfulirten be=- werft hierzu die Bresl. Zt g. n Breslau am heutigen (29sten) Abende bie mannigfachsten Versionen über die oben gegebene telegraphische Depesche, Wir können mit gutem Grunde versichern, daß der Znhalt der obigen Depeshe dem Original, welches nad Olmüß gelangte, wohl am nächsten fommen dürfte.) Privatnachrichten melden, daß ein Bataillon vom Regiment Schön- hals die erste Barrikade in der Jägerzeile (Leopoldstadt) zu stürmen

Berlin, Miíttwo

Preußischer

als-Ane

allgemeine Glaube, daß man Wien nicht bombardiren , sondern dur Sturm zu nebmen versuchen wird, und sollen bereits die gemessensten Befehle gegeben scin, um die mit der Erstürmung einer Stadt fast immer verbundene Plünderung zu verhüten, Wenn daher Reisende welche Ab. nds 7% Uhr Florisdo: f verlassen haben, erzählen, daß Wien an allen E>:n brenne, so haben wir alle Ursache, anzuuehmen “daß das Fener nicht in Folge des Bombagrdemeuts ausgebrochen ist. Die Verwirrung im Junern der Stadt soll alle Eräneu ib rstcigen und be- sonders die Fremden sich in Verzweiflung befinden. Die Proclamation des Fürsten Windischgräß vom 23. Ofteber, welche das Standrecht publi- zirt, bedroht Jeden, welcher mit den Waffen in der Hand ergriffen wird, mit der Todesstrafe. Der Ober-Kommandant Messenhauser hat befohlen, Zeden vor ein Kriegsgericht zu stellen, der sih dcm Waffen-= dienste entzieht. Ju jedem Falle wird also der Fremde, wenn diese Publicationen in aller Strenge ausgeführt werden, erschossen, er ma mit oder ohne Waffen betroffen werden. Beachtenswerth dürfte A | sein, daß die Wiener Zeitung, welcbe nah dem obenerwähnten Befehle des Firsten Windischgräß nur offizielle Schriftstücke mitthei- len soll, dennoch in ihrer neuesten Nummer nicht nur Privatnachrich- ten über die Vorgänge in Wien, sondern sogar leitende Urtikel a hält. Täglich reisen hier viele ungarische Familien dur besonders va Prag, welche sich den Gefahren des Augenblicks durch die Flucht zu entziehen suchen, denn es schcint ihnen nicht unbekannt geblieben zu sein, daß von Seiten der österreichischen Militairmacht alle Mittel aufgebo! n werden sollen, den Aufstand in Ungarn um joden Preis v i (Hierauf folgen Betrachtungen über die Lage der “— 4e : O Der Schlesischen Zeitung wird aus Natibor vom 29, Oftober geschrieben : „So eben (10 Uhr) fommt der wiener Zu und bringt Reisende aus Pesth und Mähren mit, Ecstere ie daß der ungarische Landsturm aufgebrochen, daß vorgestern und gestern Tausende vom Landvolk, mit Pifen und Gabeln bewaffuet, auf övster- reichishem Boden cingetroffen jeien. Kossuth ist in Siebenbürgen (2) A Volk anzufeuern. Nach dem soll im Ganzen die Sache des E besser stehen, als die des Militairs ; der Gefangenen sind vie mehr auf Seiten der Truppen als der Stadt ; 1500 Jäger, die gegen die gemauerte Barrifade in der Jägerzeil fochten, sollen bis - 150 Mann aufgerieben sein, welche Leßtere si< auf Gnade und Gan ergaben. Jm Uebrigen wurde gestern den ganzen Tag ombardirt, so daß viele Straßen brannten; die Reisenden wollen die Flamme in Angern, 3 Meilen von Wien, deutlich gesehen haben. ‘“

| Berlin, 31. Okt, Die léßten Narichten aus de : | Wiens ema aus der inneren Stadt¿können natürlich A | ar L aue E e: gehen bis zum 29sten, Nachmittags halb | Am 28sten war der hauptsächlihe Kampf auf der südlichen und östlihen Seite, während auf der westlichen die Batterieen nur unt Unterbrechung getört wurden. Am Avend hatte der Banus die Vorstädte Landstraße und Erdberg vollständig genemmeu und stand bei der Franzensbrüce und Meiergasse, am Eingang der Leopolds= Stadt, dergestalt, daß er diese beherrshte, und seine Batterieen die ganze Jägerzeile bestreichenz auch hatte ‘er das neue Mauth-Gebäude beseßt, welches nah früheren Voraueseßungen General Bem zu ei= nem hauptsächlichen Vertheidigungs - Punkte bestimmt hatte, so daß man für die zahlreihen daria aufgehäuften Güter sehr besorgt qe- wesen war. Der Gloggnißer Bahnhof war sehr lehhaft vertheidigt aber no< im Lauf deo 28jlen ron den Truppen genommen so wie die ganzen äußeren Linien der Süd- und Ostseite, auch der ‘Vorstadt Wieden, wle einer der Hauptsige der Widerstands- Partei sein soll Zu der Landstraße hatten die Jäger, wie man sagte, in 3 Stunden 30 Barrikad:n genommen ; besonders soll sich das Regiment Nassau (von dem am 6. Oltober einige Compagnieen Widerstand gezeigt hatten) ausgezeichnet haben. Jn den Vorstädten Landstraße und Lerchenfeld crzäblte man, feten die Truppen von den Einwohnern selbst ‘begün- stigt und von Frauen mit Blumen empfangen worden. Viele Na- tionalgardisten sollen die Waffen weggeworfen und eine große An- zahl Waffen im Kanale gefunden worden sein; die Arbeiter zeigten dagegen große Tapferkeit; man wollte feine Studenten be- merft haben, und Manche vermutheten daraus, dieselben hätten nur ihre besonderen Kennzeichen, Stürmer und dergleichen , ab- gelegt, um nicht eifannt zu werden. Bomben waren, allem An- \chein ua, nur sehr wenige in die Stadt geworfen, hauptsächlich ge- gen die Aula, als Vorspiel des Augriffs. Dagegen hatten einige Granaten und Raketen, namentli in der Vorstadt Wieden, gezün- det, Auch sah man die große kostbare Maschinenfabrik am Glogg- nißer Bahnhof in Flammen stehen. Jn der Nacht zum 29sten hörte man nur vereinzeltes Feuern ; während derselben wurde das Belvedere und der Schwarzenbergische Garten, so wie die ganze Jägerzeile und Leopold- Vorstadt, oon den Kai- serl. Truppen, wie es scheint, ohne großen Widerstand, besebt, so daß die Städtiswen an der südlichen uz.d östlihen Seite beinahe auf die innere Stadt beschr: ft waren. Jn den Vorstädten erkläiten die Offiziere, der Gürst habe dieselben vauptsächlih darum besegen lassen, um sie bei einem etwa nothwendig werdenden Bombardement schonen und bei cinem Kampf um die innere Stadt den Bürgern, die am Kampf nicht Theil nchmen wollten, eine Zufluchtsstätte anweisen zu können. Am Morgen des 29sten hatte man eine Deputation von Parlg-

mentairen auf 3 Wegen aus der Stadt hinaus nah dem Haupt- quartier fommen sehen und wollte wissen, daß dieselben no< von da dem Fürsten Windischgräß nachgecilt seien, welcher auf eine Rekog- noëzirung gegen die Ungarn ausgeritten war. Ueber das Resultat war noch nichts bekannt, Erzählt wurde, General Bem und die

suchte, dasselbe wurde jedo zurückgeschlagen und zum groß i

aufgerieben, Einem vereinigten Corps von Fügern ans S n gelang cs später, diesc Barrikade zu nehmen, nachdem die hinter der- selben aufgepflanzten 11 Kanonen hinter die zweite Barrikade zurü>- gezogen worden waren, Vorstehende Nachricht dürfen wir als authen- tisch mittheilen; gerüchtweise erwähnen wir, daß die Truppen bereits

Studenten hätten erklärt, sie würden sih bis gu vertheidigen. M sid f den leßten Mann

c< deu 41. November

Die Ungarn hielten si< fortwährend ruhigz sie waren

d E , ." Y e d des Kampfes in die Nähe der Stadt gerüd>t, B u sich aber L nah Bru zurü>gezogen haben. Einen Angriff hatten sie jedenfalls

säule als ein Hül

niht gemacht; obglei eine große, aus der Stadt aufsteigend 5 feruf angesehen wurde, usteigents B

Alle Post-Anstalten des Jn- und

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dieses Blatt an, für Berlin die

Expedition des Preuß. Staats- Anzeigers :

Behren-Straße Ur. 57.

1848.

Um 22 Uhr, bei Abgang der l S j 0 j S gang der leßten Nachricht, hörte man wie-

L d

¿bi Cs üb, 2B. Oft. (Bresl. Ztg.) Die wicner Reichstags= Deputation hat bei Sr. Majestät Audienz erlangt. Au will man wissen, was wir jedo< nicht verbürgen können, daß sie auf ihren Protest gegen die ausgesprochene Prorogirung des Reichétages eine abschlägige Antwort und bezüglich der Verlegung nah Kremsier das Versprechen einer näheren Erwägung erhalten habe. Darauf ist die Deputation zurückgereist, Minister Kraus jedo< am Hoflager in Ol=- müß verblieben, So- eben erfahren wir, daß 20 Munitionswagen von Prag nah Floriédorf heute Mittags auf der Cisenbahn an Ol- müß vorbeipassirt sind, und daß der Finanzminister Kraus si< mittelst Separattrain _heute Nachmittags. na< Wien zurückbegeben werde Laut zuverlässigen Nachrichten ist in Oesterreichish=Schlesien bei Zud- mantel der Landsturm zu Gunsten der Wiener bereits aufgestanden.

S Klagenfurt, 49. Oft, (Prag: Zt 4) stand hat folgenden ‘Aufruf veröffentlicht: 2 L bs Mt ¡B *n 0 4 e E ärnthens! f Bien am 6. und 7. Oktober stattgehabten Ereignisse, zu de- nen sich no< das Erscheinen des Ban von Eronitel int seiten Dies a österreichischem Boden, ja bis nahe in die Vorstädte der Residenz gesellte, müssen in jedem Oesterreicher cin banges Gefühl für die Zukunft erween, und es ist ganz natürlich, daß dadurch in den Gemüthern eine Aufregung erzeugt wird, .da sich der Ban über seine Absichten nicht klar genu aus- spricht, : Ps „Diese ernsten Zeitverhältnisse veranlassen den Gemeinde-V i politisches Glaubensbetenntuiß vor den Atzei L L aussprechen : daß er die vom Kaiser in den Patentcn vom 12. März und 15, Mai d, J. den Völkern Oesterreichs zugesicherten Freiheiten und Rechte in vollem Umfange in Anspruch nimmt, nicht minder aber auch deu con- stitutionellen Thron aufrecht erhalten wissen will. Ditser Grundsaß wird die Richtschnur sciner Handlungen sein, dieser alleín is der gescyliche, in so lange nicht die auf Grund der Kaiserlichen Zugeständnisse vom hohen Reichstage in Wien zu gebende Verfassung in dem durch dicse zu bestimmenden Wege festgestellt und öffentlih kundge- macht worden scin wird. E ) „Der provisorische Gemeinde-Vorstand i} der Ansicht, daß diesex Grundt- say von ganz Kärnthen getheilt und die Aufrechthaltung desselben im vollen Umfange der dringendste Wunsch des Landes, ja eine gerechte Forderung | dessclben is, deren Erfüllung von dem Reichstage in Wien mit Grund ent- gegengesehen werden fann. E s „Die Völker Oesterreichs, stets bereit, den constitutionellen Thron felbst mit ihrem Blute zu vertheidigen, haben jcedo<h auch das heiligste Recht er- langt, auf der vollständigen Erfüllung der Kaiserlichen Zugeständnisse zu be- harren, cin Necht, . das zU shügen jedes Staatsbürgers Pslicht is, und eee un Falle etner versugten Schmáälerung von was immer für einer S rovisoriscve C j / j Se t s defeblichen e E E mit allen ihm zu Gebote stehen- „Er rechnet hicrbei auf den stets bewä S ichfeitsfi j thatkräftige Unterstüßung sowohl di Ein mobee von Kla O A der ganzen Bevölkerung Kärnthens ; bis zum Eintritte eines folche n heiloollen Zeitpunktes, dessen Fernbleiben Gott bewirken möge forde E H aber die Bewohner Kärnthens zur Erhaltung der Ruhe und ‘Ordnun a einem besounenen mit ihm gemeinschaftlichen Handeln und zur Ein reit dringend auf, denn nur Einigkeit, gepaart mit Ruhe und gesepliche e nung, macht stark und wird in den Tagen einer Gefahr für dic nes ; Freiheit und die zugestandenen Rechte den Sieg über die Feinde verseibén

sichern,“

4 A / / : O : Rep aa Oft. (Prag. Ztg.) Der Militair - Kommandant in Ober - esterreich hat nachstehende Ansprache an die Bewohner Ober-Ocsterreihs gerichtet : : |

“d i L net von Ober-Oesterreich!

„Als Militair-Kommandant von Ober - Oesterreich erfi ‘ih ci i | l i Y andant Vber- V erfülle ich ci - lige Pflicht, indem ich meine Stimme erhebe, um an die rechtlichen Ag ner dieses herrlichen Landes Worte der Warnung zu eat

__„Tückische Wühler verbreiten lügenhafte Gerüchte, daß der Landsturm aufgeboten werden soll. Verschließt diesen Aufforderungen Euer Ohr ! Falsche Menschen, bezahlt durch fremdes Geld, beabsichtigen nichts Anderes, G a A hte A g in unabsehbares Verderben zu stürzen um ann in der allgemeinen Verwirrung ihre schändlichen Z N o fi Lerfolgen zu tönnen. s E y IRERE R MOUE

„Unser constitutioneller Kaiser hat Euch sein Kaiserlic)es Wort gegeben daß er fest entschlossen ist, alle Freiheiten aufrecht zu erhalten, welche uns geseplich zu Theil geworden sind, Vertraut diesem hohen Kaiserlichen Worte und zeigt Euch hierdurch würdig der Liebe unseres constitutionellen Kaisers des Vaters seiner Völker. 9

Und nun ein Wort an Euch, Jl set C O Wort , Jhr wad>cren Landleute! Lasset E nicht verleiten, Eure schöne Heimat zu verlassen, bedenkt Wn I constitutioneller Kaiser erst mit dem Patente d, d, Olmüßz am ‘15ten Okto- M: e Fein Kaiserliches Wort verpfändet hat , daß Euch die bereits mit Gese zugegen N bezüglich der früheren unterthänigen, auf d rund und Boden gehafteten Leistungen, als: 9 Zehent 2c sichert bleiben, O M E M Es ist Euer heiliges Eigenitk Ni F heiliges enthum Nieman ind, genthun, nand denki daran, es an-

Hört auf raeine Worte, die kei h è E

„Di aeine Worte, die keinen anderen Zweck haben, als Evch und unser, theures Vaterland vor Unglück zu bewahren. Bedeukt daß die Stadt Wien von einer großen Armee umgeben is, daß alle Truppen die bestimmtesten Befehle haben, jedes Aufgebot anzuhalten und zu entwaff- nen, „O9 würdet nux in Euer Verderben reuncn. i

Linz, am 21, Oktober 1848. Wrbna,

K, K, Feldmarschall-Lieutenant und Militair- Kommandant in Ober-Osterreich.“

VBayeru. München, 25, Okt, (A. Z.) Se. Majestät der König hat die Deputation des constitutionell-monarchischen Vereins, welche heute die Ehre hatte, eine Üdresse zu überreichen, sehr gnädig aufgenommen und dabei: geäußert, daß er, vou den in der Adresse ausgesprochenen Gesinnungen für wahre Freiheit und Geseßmáäßigkeit durchdrungen, nie aufhören werde, an diesem seinem Wablsprucbe festzuhalten. Uebrigens habe er bereits für Aufrechthaltung E Sicherheit und Ruhe in der Hauptstaht diejenigen Maßreg

Der GemeindeVor=

griffen, welche ihm die geeignetsten Pp ent mancher no< vor- u

Das Kultus-Ministerium hat zur Besei 9 en für die bayeri-

d Beschränkungen, welche in den 1 l x handen Thule enthalten waren, solche Veränderungen, die aus