1848 / 183 p. 1 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

land selbs für ihn erhob und ven Us geschehen, baß ia sd ée Den bouebonischen Mächte er-

i Doe n 1 : ise di s ische 9M grd fle den Pan pre ra verbanden s mi Preasen Politik zu führen, Fal Lriple - janz zwischen Rußland , Preußen und

und dem Kaiser, lossen; endlich am 5. Juni 1744 ein enger Freund- Schweden ward ab esch Mz; i t, So brach

t zwischen Frankreich und Preußen unterzeichnet, So b schafts-Tralta! ische Krieg aus, Friedrich 11. hatte alle vorherige diplo- der weile [E fia ungen allein geführt, Erst nachher unterrichtete ex seine

t vollständi überzeugte er sie von der Nothwendigkeit des es vor, Tagt er einmal später , die Sache noch s{<lim- als mi< von den Feinden unterdrücen zu lassen; ich ählt den Krieg, auf die Gefahr, darin unterzugehen, aber mit Ehren.

Das achte Buch erzählt den zweiten slsis<hen Krieg.

Wir finden die Märsche, die Dispositionen, die Schlachten nach den be- sten Quellen und militairishen Schriften klar und genau beschrieben, überall zeigt sich Friedri Il. als Held und Feldherr, als militairisches Genie ; außer diesen kriegerischen Bewegungen sind aber immer, wodurch der König re<t eigentlich in sciner Größe als Politiker, als sein Jahrhundert bcherr- schender staatsmännischer Genius hervortritt, die bestimmenden Verhältnisse ín den Kabinetten Europa's , die Weltlage und diplomatischen Beziehungen in überzeugender Darstellung angegeben. Die geschi>t zusammengestell- ten Umstände, die Erfolge, die mit Geist und Bli> hervorgehobenen Aus- züge aus Verhandlungen , Briefen, authentischen Aeußerungen zeigen den König nah allen Richtungen hin in seiner geistigen Arbeit.

Als Grundlage ‘des Feldzugsplanes erschien dem König, daß er sich um Meister von Prag machez denn dadurch allein werde man Sachsen aus el Unentschiedenheit reißen und zugleih die nöthigen Subsistenzmittel gewinnen; damit er dics aber vollführen könne, bedürfe er zwei Monate Zeit, während welcher die französishe Armee die Oesterreicher beschäftigen, Bayern wieder erobern müsse. Auf drei Grundlagen, sagt er 1n einem Briefe an Ludwig XV., beruhe die damalige Macht der Königin, dem Be- iße von Bayern, den Hülfsquellen, die sie aus Böhmen beziche , der eng- lis<-hannöverschen Unterstüßung; wenn man seinem Plane folge, werde man ihr dieselben sämmtlich entziehen. a : i

Während nun die Franzosen in Belgien glü>lih gegen die Oesterreicher kämpften, am Oberrhein aber von dem Prinzen von Lothringen und dem Mar- schall Traun zurückgedrängt wurden, marschirten Friedrich's Truppen nach Schle- sien. Schwerin nahm Prag im September 1744, Tabor und Budweis ward besegtz aber die Franzosen blieben unthätig; Prinz Karl von Loth- ringen trat unverfolgt den Rückzug aus dem Elsaß anu; der König von Polen äußerte sich feindselig gegen Friedrich; die österreichischen Truppen vereinigten sich zu Miwotiz, Ende Oktober stießen sie mit den Sachsen zu- sammenz Friedri hoffte das vereinigte Heer zur Schlacht zu bewegen; aber er ward strategisch dur<h Märsche und Bewegungen ermüdet, Budweis, Ta- bor, Prag gingen verloren; der König mußte den Rücszug aus Böh- men antretenz die Oesterreicher fielen in Oberschlesien ein, Karl V1]1, starb am 20, Januar 1745; die französischen Heere wurden fortdauernd von den Oesterxeichern zurückgedrängt; Bayern schloß Frieden mit Maria Theresia; da stand König Friedrich wieder ganz allein auf sich selbst gewiesen. Er schlug den Feind bei Hohenfriedbergz und während Englands Politik sih wandte und vermittelnd zu Gunsten Friedrichs eintrat, verfolgte dieser die Oester- reiher aus Schlesien nah Böhmen und schlug sie bei Soorz September 1745. Den Feldzug in Sachsen aber hatte der König dem Fürsten Leo- pold von Deßau übergeben, der methodisch von Leipzig über Meissen vor- drang und bei Kesselsdorf glänzend siegte. Friedrich selbst sagt® der Fürst von Anhalt hatte die Sachsen zu veijagen, ni<t um das Land zu erobern, sondern um den Frieden zu erzwingen, _ L Ei / Y

Dieser ward nun zu Dresden abgeschlossen. Friedrich behielt Schlesien z und die Heldenthaten, die er und seine Preußen so rasch vollbracht, sicherten ihm nun, wie in den folgenden Friedensverirägen aller europäischen Staa- ten ausdrücklih ausgesprohen ward, die Anerkennung als selbstständige europäische Großmacht, S. 369. „Friedrich selbst“, sagt Ranke, „der ohnehin nie die ganze Kraft scines Geistes in die Reichsangelegenheciten geworfen hat, —- war viel zu mächtig, um sich in eine Unterordnung (gegen die Reichsgewalt) zu fügenz er betrachtete sich fast mehr zufällig als Deutschen, dem Wesez nach als europäischen Fürsten.“ S, 356. j

-Im neunten Buche: Jahre des Friedens überschrieben, giebt Nauke einlei- tend politische Blicke über die Stellung Friedrichs zu den europäischen Mächten, über die Weltverhältnisse, erzählt daun die friedliche Erwerbung Ostfrieslands. Die Abschnitte, welche das Wirken und die Thätigkeit des Königs in den Jahren des Friedens behandeln, sind Coccejische Justizreformz Administration und Armeez Kirche, Wissenschaftenz Gesellschaft oon Sanssouciz Meinungen und Regierungsweise des Königs. Friedrich (e am 7, Oktober 1747 sei- ner Schwester: „Jh habe den Rausch des Chrgeizes überwunden, Jrrthum, Arglist, Eitelkeit mag Andere berü>enz ich denke nux noch daran, mich der Tage, die der Himmel mir gegeben, zu erfreuen, Vergnügen zu genießen ohne Uebermaß und so viel Gutes zu thun, als ih kaun.“ Besonders die- ser leßte Wunsch erfüllte seine Seele. Die g Geopsege war auf dem Lande, in kleinen Städten, fast in allen Provinzen in shle<ten Händen, Cocceji bewirfte zur großen Zufriedenheit des Königs eine vollständige Ne- organisation und bearbeitete ein Rechtsbuch. In der Administration wollte der König von den Beamten: Wachsamkeit, Arbeitsamkeit, unbestech- lihe -Ehrlichkeit, Er suchte überall selbst zu sehen. Auf seinen Reisen notirte er ganz Einzelnes, z. B. auf einer Reise nah Schlesien : Jn Schweidniy und Neiße fehle es noch an Ziegeldächern, erx müsse daran denken, sie zu schaffen; in Schmiedeberg fühle man sich von der Kaufmann- schaft gedrückt, die Sache verdiene Ueberlegungz eine neue protestantische Kirche sei in Pleß nöthigz Striegau bedürfe einer Manufaktur: er wisse nichts Anderes, als eiwa Vitriol daselbst bereiten zu lassen u. st. w. Für die Armee führt Ranke die von Preuß mitgetheilten Generalprinzipia vom Kriege an. Friedrich geht von dem Grundsay des Vegetius aus, daß der Friede das Studium, der Krieg die Ausübung der Kunst sei, Eine Disciplin, wie die römische, gelte nur no< in der preußischen Armeez sie bilde die Grundlage des Ruhmes, und das Bestehen des Staates hänge davon abz sie zu erhalten, erklärt er für die Pflicht sciner Generale und seine eigene, Höchst belehrend is die Beschreibung der Gesellschaft von Sanssouci, in der die Persönlichkeiten, die Friedrich in seinen Umgang zog, näher darge- stellt werden, \o wie des Königs eigener Standpunkt, in Bezug auf Wissen- {aft und Kunst, und seine literarische Thätigkeit näher bezeichnet werden, Wir haben geglaubt, in kurzen Auszügen den Gang der Darstellung in diesem wichtigen historischen Werke zeigen zu müssen, Es wird daraus her- vorgehen, daß wir weniger etwa eine <ronologische Aneinanderreihung der erlassenen Verfügungen, Anordnungen 2c. finden, als vielmehr alles Ein- zelne nur benutzt ist, die ganze Zeit und die große Persönlichkeit Friedrich's 11, darzustellen, Man «exkennt vie Ansichten, die Triebfedern, die innersten Gründe der geschichilihen Begebenheiten. Es isst die shwierigste Auf-

abe, von diesem Gesichtspunkt aus Historie zu schreiben. Ranke hat, un- ers Erachtens, auch hier - diese Aufgabe glücklich gelöst, und es schließen

ih diese Neun Bücher Preußi ; ; y Pad Püerken in würdiger Weile O Geschichte seinen früheren Vieh

.

976. Jahrbücher der Alterthumsfreunde am Nhein.

Es verdient die Anerkennung einiger Zeilen, daß selbst ín der Ungunst der Zeiten, welche über alle wissenschaftliche und Kunstbestrcbungen gekommen ist, der Verein rheinischer Alterthumsfreunde rüstig und unverdrossen seine Arbeiten fortseßt. Das vorliegende dréizehnte Heft, mit wel<hem ‘der siebente Jahrgang dieses lediglich von Privatpersonen gegründeten und un- terhaltenen Unternehmens beginnt, enthält zuvörderst einen Aufsaß dès Pro- fessors H. Müller in Würzburg über die schon mehrmals besprochene Bonna Verona und die Verwandtschaft der Städtenamen Verona, Bern und Bonn voll so staunenswerther etymologischer Gelehrsamkeit aus dem Griechischen, Lateinischen, Deutschen und Keltischen, daß es dem nicht so vertrauten Leser fast zu Muthe wird, wie dem Schüler im Götheschen Faust, Festeren Fuß fassen wir in der scharfsinnigen Abhandlung des Dr. Henzen in Rom über zwei Militairdiplome der Kaiser Domitian und Hadrian, von denen das eine sh in der Bibliothek des reformirten Collegs zu Ennyed in Siebenbürgen befin- det, das andere im Kirchspiel Ecclesficld in Yorkshire aufgefunden worden ist. Beide geben dem Herausgeber zu einer Fülle historisch-militairischer Nach- weisungen über die römischen Alen und Kohorten in der späteren Kaiserzeit, über die Auxiliartruppen in den Provinzen und ihre Präfekten und Tri- bunen, über die honestae missiones, außerdem no< über andere verwandte Gegenstände, eine natürliche Veranlassung. Darauf führt uns cin Aufsay Otto Jahn's über die Aufschriften römischer Trinkgefäße in das heitere Leben des Alterthums, und drei Aufsähße erläutern die Kunst defelben, der erste von Fr, Osann, dem gelehrten Professor in Gießen, über ein gal- lisches Jdol von Bronze, der zweite con Frau Sophic Mertens-Schaaff- hausen, der thätigen Kunstfreundin zu Bonn, über eine römische Lampe aus Bronze , der dritte von W. Ch. von Florencourt in Trier, einem flei- ßigen Mitarbeiter, über den gesteinigten Venus-Torso zu St. Matthias bei Trier, Ein altchrisilihes Relief im Muscum zu Bonn hat dem dasigen Professor Bra un Veranlassung zur Erläuterung desselben und zur Bespre- chung verwandter Gegenstände aus dem Gebiete der christlichen Symbolik, wie über die Darstellung des Naften auf christlihen Bildwerken, gegeben. Der Baurath v. Quast fährt fort, die Chronologie der älteren Gebäude Kölns zu untersuchen, und verweilt jcht bei den Kirchen zu St, Gereon und S. María in Capitolio, wo er auch mehrerer mündlichen Mittheilungen des dortigen Kunstkenners De Noel erwähnt, Wir freuen uns, daß er solche, mit denen die älteren Kölner gemeiniglich nicht zu freigebig sind, erhalten hat, und wiederholen gern auch hier seine Bitte an Herrn De Noel um Mit- theilung anderer ihm bekannten Thatsahen. Wir wissen, daß er deren im reichen Maße besißt. Das Werk des Jtalieners Cavedoni über das Denk- mal zu Jgel hat eine Reihe shägbarcr Bemerkungen des göttinger Pro- fessors Fr. Wieseler hervorgerufen, Die Miscellen hat Dr, Ler \< wieder mit sinnigem Fleiße geordnet und uns darin von neuem seine Mühwaltung für die Zwecke des Vereins bekundet,

Der Verein zeigt ‘uns an, daß er troy der bedenklichen Zeitumstände bereits mit dem Druck eines zweiten Heftes für das Jahr 1848 beschäftigt sci. Möge der Wunsch seines Wortführers, daß die mit unserem ganzen Leben so eng verwachsene Sache deutscher Kunst und Wissenschaft auch die Sache des ganzen Volks und des gesammten Vaterlandes werden möchte, in die schönste Erfüllung übergehen!

Auswärtige Vörsen.

Amsterdam, 28. Okt. Die Abwechselungen in den Coursen der holländischen Staats - Papiere sind hier diese Woche über nicht erhebli< gewesen und richteten si allein nah dem Gange der Preise der österreichischen Fonds, womit sich die hiesigen Spekulanten fast ausschließli< uud zuweilen ziemli stark beschäftigten; diese erfuhren indessen bedeutende Schwankungen, je nachdem die Berichte über die Begebenheiten in und um Wien eine friedlihe Beendigung des ge= spannten Zustandes mehr oder weniger in Aussicht stellten; 5 proz. wiener Metalliques fielen verwichenen Montag bis 604 yCt., nächsten Tages aber änderte sih die Richtung zum Steigen, welche bis vor- gestern anhielt und den Cours bis 65% pCt. brachte; das Ausbleiben der leßten Posten führte indessen gestern eine Reaction herbei, wobei 5proz. wiener Metalliques zuleßt um 1 pCt. niedriger blieben; 25 proz. dito stiegen erst von 314 bis 335 pCt, und konnten am Ende nur 335 pCt, bedingen. Holländische Jntegrale erholten si< von 44 auf 44% pCt., 3proz. wirklihe Schuld von 52 auf 525 pCt., 4proz. dito von 684 auf 685 pCt. und 3zproz. Syndikat - Obligationen stellten si< auf 685 pCt., während in Actien der Handels-Maatschappy und in Eisenbahn =- Actien gar keine Geschäfte zu Stande kamen. Auch russische Fonds verließen die anfängli<h flaue Stimmung, indem 5proz. alte Obligationen bei Hope von 96% bis 965 pCt. und 4proz. Certifikate von 755 bis 765 PÞpCt. emporkamen. Die günstigere Meinung, welhe am Schlusse der vorigen Woche sür spanische Fonds und vornehmlih Ardoins - Obligationen entstand, hat allmälig wieder aufgehört; die nahe Verfallzeit eines Zins - Coupons, bis wohin im Handel die vollen Zinsen berehnet werden, schien von Einkäufen zu= rüczuhalten und brachte den Cours von 6 pCt, wieder auf 65 pCt. 3proz. Binnenländishe gingen von 175 auf 175 a # pCt, Ardoins= Coupons ließ man zu 55 pCt. ab. Portugiesishe Obligationen bes- serten si< dagegen von 214 auf 22 pCt, Der Geld-Zinscours er- hielt sich faum auf 25 pCt,

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Markt - Berichte.

Stettin, 30, Okt. Getraide, Jn den lebten Tagen war es mit Weizen still und es sind nur Kleinigkeiten gehandelt worden z nah Qualität wurde vou 59 bis 607 Rthlr, bez., 56 a 61 Rthlr, gefordert.

Roggen in loco 27 a 275 Rthlr. bcz., pr, Okt. 27 a 275 Rthlr. bez., pr. Frühjahr ni<hts gehandelt, 31 Rthlr. gefordert.

Große Gerste ist mit 28 a 29 Rthlr. da, von Bruch - Gerste wieder Mehreres am Markte und wird 27 Rthlr. gefordert, für kleine Gerste 23 Rthlr. bez.

Hafer 16 a 18 Rthlr. gefordert.

Erbsen 38 a 46 gefordert.

Samen. Schlagleinsamen zu 50 Rthlr. da, 715 Rthlr. bez.

Spiritus, in loco 235 % ohne Faß bez. , pr, Frühjahr 22% bez.

Winter-Rübscen

Rohes Rüböl f Okt, 10x a 5 Réthlr. bezahlt und Geld z dem Vernehmen nah is pr. ult. no< Vieles zu de>en.

Roheisen 15 Rihlr. gefordert, 44 Sgr. bez.

Zink 45 Rihlr. zu haben.

Russ. Roggenmehl is mit 15 Rthlr, da.

Nach der Börse. Weizen ist zu 54 bis 604 Rthlr. gehandelt, Roggen in loco und pr. Oktober zu 27 a 275 Rthlr., pr. Frühjahr 30% Rthlr. bezahlt, 31 Rthlr. Br., Gerste von 23 a 28 Rthlr. nah Qualität, 75pfd, Bruch-, (Höhen-) Gerste zu 27; Rthlr. verkauft; Hafer loco und November 18 Rthlr. Br., in loco 17 a 175 Rthlr, gemacht; große Erbsen 40 a 42 Rthlr., kleine 34 2 35 Rtblr.

Rüböl. Von hier und Berlin is Mehreres pr. Eisenbahn nah Hamburg gegangen, und heute sollen von hier no< 1500 Ctr. nah Berlin verladen werden; die feste Haltung des Marktes machte daher weitere Fortschritte, und es ist heute zu 102; Rthlr. regulirt worden, während auf 11 Rthlr. ferner gehalten wird.

Breslau, 31. Okt, Weizen, weißer 48, 55 bis 61 Sgr. gelber 47, 53, 59 Sgr.

Roggen 28, 32, 35 Sgr.

Gerste 24, 26, 28 Sgr.

Hafer 15, 16, 17 Sgr,

Rapps 84- Sgr.

Kleesaat, 5 bis 7 Rthlr. für weiß und 85 bis 95 für roth. Spiritus 65, 6%, 65 bis 5 bezahlt.

Rüböl unverändert.

Ziuk soll ab Gleiwiß a 342 begeben sein.

Der Markt war heute nicht besonders lebhaft, die Preise erhiel- ten sih nur mit vieler Mühe.

Köln, 28. Okt. (25 Scheffel.) Weizen direkt 65 Rthlr. Waare, pr. Nov. 62 Rthlr. W., 6% Rthlr. Geld, pr, März 6% Rthlr. W., 65 Rthlr. G. | i

Roggen neuer 35 Rthlr. W., pr. Nov. 3% Rthlr. W,, 35 Rthlr. Geld, pr. März 4% Rthlr. W., 4/2 Rthlr. Geld,

Gerste, hiesige 3% Rthlr. W,, oberländishe 35 Rthlr. W.

Háfer 15 Rthlr. W., pr. Nov. 2 Rihlr. W., pr. März 2% Rthlr. W.

Rüböl compt. 309% Rthlr. W., pr. Okt, 305 Rthlr, W., 305 Rthlr. Gld., pr, Mai 29% Rihlr. W,, 295 Rthlr. Gld., geläutert 32 Rthlr. W.

Maínz, 27.- Okt, Weizen-9-Fl. 11 Kr.,, Roggen 6 Fl. 20 Kr., Gerste 5 Fl. 42 Kr., Hafer 6 Fl. 4 Kr.,, Weißmehl 8 Fl. 15 Kr., Roggenmehl 6 Fl,

Amsterdam, 27. Okt. Rother Weizen in Partieen zu er- niedrigten Preisen zur Speculation verkauft; im Entrepot: 130-, 131psd. rhein. 250, 255 Fl., 132pfd. braunshw. 265 Fl. Jn Con- sumtion: 132pfd. kubank, 265 Fl., 129pfd. best. bunt. poln. 335 Fl.

Roggen zu den vorigen Preisen mit mehr Handel; 125 pfd, rhein. 154 Fl., 4110pfd. odessa 148 Fl., 125pfd, limb. 154 Fl, 116pfd. getro>n. 138 Fl.

Gerste, best. neu. aus!ändishe Sorten ctwas angenehmer, ab- weichende Qualitäten wie früher; 4110 pfd. best. mannh. 156 Fl. im Entrepot ; 108pfd. fein. dân, 131 Fl. 4

Buchweizen flau und niedriger abgegeben; 121pfd. gelder. 158 Fl, 118pfd.- holst. 152 Fl., 117pfd. ostfries. 130 Fl., 113pfd, limb, 125 Fl., 111pfd. oberyss. 120 Fl. | N

Kohlsaamen wie früher ; verkauft: sries. 53 L,, auf 9 Faß im Sept. und Oft, 60 L.

Leinsaamen ohne Handel. :

- Rüböl gleich willig; auf Lieferung preishaltendz auf 6 Wochen 36 Fl., effekt. 34% a 35 Fl. , Novemb, 345 Fl. , Dez. 34% Fl, Mai 35 a %-Fl. 7

Leinöl auf 6 Wochen 285 Fl., effekt. 275 Fl.

Hanföl auf 6 Wochen 35% Fl., effekt, 317 F!.

B ekanntmachung.

Zur Berichtigung des in den öffentlihen Blättern abgedruckten, „Der Magistrat von Berlin und die Märzhelden““ übershriebenen Artikels des Abgeordneten für Berlin, Landgerichts - Assessor Herru Jung, erklären wir hiermit:

1) Der Abgeordnete Herr Kirstein hat niemals auh<h nur eine

Privat-Anfrage an das Magistrats - Kollegium, die Unterstüßungs-Angelegenheit betreffend, gerichtet ;

2) Herr Jung hat in der Sizßung der National-Versammlung am

2, Oktober d. J. ausdrü>klih gesagt :

„Es sind viele Hundert unter den Märzkämpfern o verstümmelt, daß sie unfähig sind, ihr Brod zu erwerben man muß \{hamroth werden, wenn man sicht, daß die- selben im Elende verkümmern 2c,“

Wir haben die hierin liegende Behauptung, daß viele huns- dert verstümmelte Märzkämpfer im Elende verkümmern, als eine unwahre bezeichnet.

Berlin, den 31, Oktober 1848.

Der Magistrat.

Die Herren Actionaire des zoologishen Gartens werden nah Anleitung des $. 24 ihrer Statuten auf Sonnabend den 11. Novbr. Nachm, 4 Uhr in den Cäcilien-Saal der Sing - Akademie zu einer außerordentlichen General - Versammlung eingeladen, in welcher über das Fortbestehen der Anstalt berathen werden soll.

Der Vorstand des Actien-Vereins für den zoologischen Garten.

—=

[622]

Bekanntmachungen.

[417] Nothwendiger Verkauf,

Das im Berentschen Kreise belegene Erbpächts-Vor- werk Ag Nr. 96. nebst der dazu gehörigen Frei- \hulzerei Neuguth, e der nebst Hypothekenschein in der Registratur einzusehenden Taxe Ju fünf Prozent lándschaftlih " abgeschäßt auf 23,772 Thlr Pf., soll im Termin

‘den 13. Dezember c., Vorm, 10 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle hierselbst vor dem Herrn Ober-Landesgerichts-Rath Gerlach im Wege der noth- wendigen Resubhastation andérweit meistbietend verkauft wérden.

Der ‘Kaufmann Ließmann, sonst zu Frankfurt a. d. O, jeyt seinem Bea ‘nah unbekannt, wird hiervon namentlih in Kenntniß geseßt, um“ seine Rechte wahr- zunehmen. l i

Narientwerder, den 18, Mai 1848,

Civil-Senat des Königl, Ober-Landesgerichts,

diesem Termine

Subhastations-Patent,

Das in der Richtstraße hiersclbst gelegene, Vol. I. No. 398, Fol. 411, des Hypothekenbuches verzeichnete, La Palhopdesivee Bs Schüt gege orp e

aus, zu den drei Sternen genannt, nebst Hos- und 1) dées Einwohners i -Bru- Baustelle und 3 Morgen 114. Ruthen Wiesen, wel- “hau U F A Und Da r Su ches zufolge der nebst dem Hypothekenscheine in der Re- . 24 Sgr, 3 | gistratur einzusehenden Taxe auf 14,135 Thlr. 15 Sgr.

2 Vf, ¿abgesGadi worden, soll % 9. i subhastic En 1849, Vormitt. 11 Uhr, e unbekannten Real-Prätendenten werden aufge- Ka Vermögen etwä 11 Thlr. beträgt;

au meld 3) der ütibekannten Erben ‘des Wilhelt Sáüuer “aus fentl le j L Sthönsee, dessen Nachlaß etwä 45 Thlr.'beiïrägt s f \alle nah unbekannte Gläubiger, | 4) des Peter Paséwark, ‘der im Jahr ed, für welchen auf vem Grundstücke augen: 1400 Thlr, hasten, wird hierzu vorgeladen, “é Frankfurt a. d, O.,, den 20, September 1848, Königl, Preuß, Land- ünd Stadtgericht,

bolen, sich bei Vermeidung der Präklusion spätestens in

Der tem Au Amtmann Pesch

[669]

spektive unbekannten Personen :

66 Thlr. beträgtz 2): des zösischen Krie l emacht hat, seit jener Zeit! 9

See gegangen;

zig zur ) der unbekannten Erben

Ediktal-Citation, Auf den Antrag der Verwändten und Erben respektive Kuratoren folgender abwéseñdên ‘und : verschollenen re-

nau, der im Jahre 1810 aus Danzig ‘als Ma- trose hi See gegangen und dessen Vermögen- circa

ichael Brand von hiex, ber. den. ersten sran- bei dem preußischen Militair -mit- ollen ist und des-

e 1826-von Dans:

des Eigenthümers Andreas (L. S Heinrich Blo>k aus Groß-Brunausches Küchwerder, dessen Nachlaß etwa 30 Thlr, ‘beträgtz

6) des in: den Jahren! 4833,/35 verschollenen Jacob

E ——————————

Toecws aus Schönsee, dessen Vermögen etwa

1500 Thlr. beträgt, E werden dieselben und deren etwa zurückgelassene Erben und Erbnehmer hierdurch vorgeladen, sich binnen neun Monaten und spätestens in dem auf

den 29, August 1849, i Vormittags 10 Uhr, hierselbst an ordentlicher Gerichts- stelle anbcraumten Termine zu melden und weitere An- weisung, ausbleibendenfalls aber zu gewärtigen, daß sie für todt erklärt und ihr Vermögen ihren legitimirten hiesigen Erben respektive dem Königlichen Fiskus zuge- sprochen und ausgeantwortet, der Ehefrau des Peter Pasewark auch. die anderweite Verheirathung gestattet erden: wird. a Tiegenhof, den 18. Oltober 1848, is Königliches Land- und Stadtgericht, ) Wiebe.

Das Abonnement beträgt: 2 Kthlr. für Z Jahr. 4 Rrhlr. +- Tahr.

S Ntblr. - ] Taber.

n allen Theilen der Monarchie ohne Preis - Erhöhung.

Bei einzelnen Uummern wird

der Bogen mit 2! Sgr. berechnet.

Amtlicher Theil. c L Baltiais D EUts<Glansd. d M é e . aa es-Angelegeuheiten. Fraukfurt a. M, Vai uUnggibenden t ichë N rsamml 6 Preußeu. Lei lin i ? Jungiten Borfälle h E E Y E Oe S FOARE G dem S'ßungslofal der National-Versammlung. j L elch. Wilen und Florisdorf Bericl! über de Tanmvf. 3 erlin R M0 Lor, Dencyt Uber den Kamps. N (2 E encife aus der Umgegeud von Wien, Prag. Knnd- n Es M R Kamps in Wien und die Unterwerfung der Stadt. ile h A *«nlwort der Slowanska Lipa an den Banus Veh ich, N Ae pan, Schreiben des Banus JZellachih an die ADIENE, Dlle le Drohbrtefe. Aufregung is 9 ï B, U} air Nico s G S N Frankffürt a. M, Abreie von Brucl's nach O muß und Ankunft der

Drputatio: Wien,

Verhandlungea der \ Wideilegung. Piitthellung verschiedener Afteninicte in Betreff der

des Vemeinderaths o

21

E n STanO

Franïrei>, National-Versammlung. Aufsi4is-Kommission für die Tilgunas-Dipositenkasse, zahlreiche Urlgub8gesuche. derunzen sür das a'AWwärtige und Unterrichtë-YMinisterium, des neucn Finanz-Min Paris, münzen.

Großoritanien 111d politischen Prozejse in Vermischt:<

VBöorjeu- und Han

Beriheilung von Ehren-

London. Lord Brougham. Die

Sochottland, Didendveileihung,

G DeI Aa og als p -VLac)rtchtien,

: D Laud Vezugnalme auf die Allerhöcbste zum zweiten Boreinigten Landtag versammelten Stände eun Beschluß der leßteren vom 10, d, M. brióge ih hier- durch zur allge:acinen Kenutniß, daß: / | P) Qu den, 1] er zur Beschaffung von 15 Millio- nen Kthlr, erdssneten Kredit bisher durch die freiwillige An- <liepui< der Beitiage in Cold und Silber erboben runder Summe 10,570,000 Rthlr. 4 «) v A A Lea. Q 19 v pu Ç J ; <) von der dem ¿¡Finanz=PYmistor ertheilten Ermächtigung zur Ueber- name von Garaaticen zum Betrage vou 25 Vüllionen Rthlr. in folgender Art Gebrauch gemacht ift :

On Lo, T b

Lem ¿Finanz=(int it

tete L

Und in

a) nad Maßgabe des Gesepes sind 10 1068 2 allen Stagatofassen als baares Geld ehmen sind, Davon waren bs zum 23sten v. M.

u gescbßliches Unterpfand an Darlehnen ausgegeben O 600 Nr.

f diese Darlehne aber inzwischen be=- a U 3

so daß nur noh ausftehend blicbeu . 4,124,888 MNthir. nab tem durch die Geseßsammlung publizirten, unter dem 28, August d. J. bestätigten Statut des Abr. Schaaff- hausens<heu Bank-Vereins zu Köln hat der Staat die Ga= rantie jür die Zurückzahlung und Verzinsung mit 44 % \ährli<h von 2% M llionen Thalern Actien Litt. A. dieses Vereins in 10jäbrigen Raten innerhalb der nächsten zehn Jahre übernommen; ir Ausfübrurg der

zuru (geza

Vperwallung des Nieder- Oder“ ruches fir die Zurückzablung und des im Wege einer Anlethe zu beschasfenden ) von 1,30),00) Rtblr, übernommen z endlich (Gunsten einer Eisenbabu- esellschaft für von dersel- ben ausgestellte Wechsel eine Garantie auf Höbe von 55,000 Rthlr. übernommen.

(Es ijt also hiernach (cins<ließli< der zu zahlenden Zinsen) für einen Betrag von ungefähr 16 Millionen Thaler Garantie \eitens des Staatcs geleistet, und zwar unter B. dinçungen, welche das Staats-Jateresse möalichst sichern.

Berlin, den 1. Noveuber 1848.

Der F uanz-Minister.

von Dou.

e QOaranti

Das 70e Stück der Gesez-Samumluna, welches heute ausgege- ben wird, euthält unter Nr. 3054. Len Allerhöchsten Erlaß vom 10ten Juli d. J., wegen Unterordnung des statistischen Büreaus unter das Mi- n1jteriiim des Jnneri.

3059, Desgleichen vom 24. Olktober d. J., wegen einer Mo- d.sication der Verordnung vom 14. Juni d. J., betref fend die Bewilligung von Wartegeldern an disponible Beamte und

» 3056, Das Gejeß, betreffend die Aufhebung des Jagdrechts auf fremdein Grund und Boden und die Nueübung der Jagd ¿: vom 1, Vitober di Y; ; Berlin, den 3, Necvembcer 1848.

D

Geseß-Sammlungs-Debits-Comtoir.

Bei der hute angrfangenen Ziehung der 4ten Klasse 98er Könial. Klossen - Lotterie fiel cin Hauptgewinn von 50,000 Rthlr. auf Nr. 3763 nach Frankenstein bei Friedländer; 1 Gewinn von 5000 Rihlr, auf das nicht abgeseßte Loos Nr. 6536, 1 Gewinn von 2000 Rthir. auf das nicht abagesebte Loos Nr. 27,731; 36 Ge= winne zu 1000 Nthlr. fielen auf Nr. 2463. 4610. 8199, 411,018, 15,789. 15,877. 20184 21 4110, 29 8417, 23/653. 25,210; 27473 32,403. 33,757. 40,074. 41,90. 42,066, 42,138. 46,570, 49,5141. 54,737, 98,880, 58,892, 64,042, 65,464, 69,274, 70,255, 71,309,

| und 4mal bei Seeger, Aachen bei Levy, Barmen bei F Kri ditforx- | Borschläze

| bei Lachmann, Königsberg in Pr. bei | Landoberg a. d. W.

| Lüwenberg und auf 2

Botschaft vom 4. April |

haler Darilehns-Kassenscheine ausgefertigt, welche | an Z1hlungsstatt |

November

M4.

| 73,667. 75,116. 75,783, 76,384, 76,922. 77,454, 78,729, und | 83,447 in Berlin bei Borchardt, 2 mal bei Burg, bei Matdorffff | und 4 mal bei Seeger, Breslau bei Froböß und bei Swreiber, Cleve

bei Coßmann, Cölu bei Reimbold, Düsseldorf bei Spaß, Frankfurt bei Salzmann, Glatz bei Braun, Halle bei Le mana, Königsberg in Pr. bei Samter, Liegniß Z2mal bei 2 mal bei Rob, Merseburg bei Kieselbaw, Oitrowo bei Weblau, Stettin bei Rolin uad 2mal bei Wilöna<, Wittenberg bei Ha berland, und auf 9 niht abgejeßte Loose; 36 500 - Rtblr. auf Nr. 3939, 400% £419; 8250.

14,150. 41s

15,5414. 33/085; 39 272; 54,6050. 36,071. 63,002. 606,868. 66 941. 80,953. und 81,439 in Berlin - bei

Gewinne zu 9415.

10,031.

po dl)

/ - C - / c) > 4 I 10,407. 4 ,DI DE 60, DLORO, -_— P -{ Ott Ol, 03,597,

- é a 69,955. l ed Borchardt ,

0) I aO, vei Securius

bei Froböß und 4mal bei Schreiber, Bromberg bei Georg-, Cöln 2aul bei Reimbelo, Danzig 2mal bei Meyer und 2mal bei Ri Düssel doi f bei Spay, Elberfeld bei Brünma, laß bei Braun, Grautenz öGriedmann uwd bei Samter,

A

bei Stern, Ratibor bei Samoje, Stettin Zmal bei Wilsnzch, Tilsit bei

2 nibt abgeseßte Loose; 48 Gewinne zu 2053

auf Nr, 3469. 3995, 2929, 0980, 8866. 10,797.

18,007. 290/09 29/124. 29639, 30/992. 13,878, 47,928 J

01,104, OT/880,

60,094, 60,821.

67 126. 67,00%

_- f e my,

d 1 S2, (D,

Nthlr.

14/823. 2 ) 7 00,000, - 09,787, 66/205: 09,161, 99,208. 61,415, 01,697. - 63,900; 65,048. S. 09,009, 71267. 74 0857

pr “Di » (D,AUS, 18,1710, 83/788 * ub

. F; L U R S R P 58,365. 8,885. 59

den 2, November 1848.

Königl. General-Lotterie-Direction.

Dem Bücbsenmacher du Moulin zu Riesenburg is unter dem | 26. Oftober 1848 ein Patent

auf ein durh Zeichnung und Beschreibung nahgewiesenes, in seiner ganzen Zusammenseßung für neu und eigenthüm-

lih ezfanntes Perfussions\<{<lofß

auf fünf Jahre, von jenem Tage angerechnet, und für deu Umfang

des preußischen Staats erthcilt woideu.

E I T A a T S0 C E SMALMERE i SANAER O EE A UNE M A EE

A n

Nichtamtliczer Theil. Deutfschlazuab.

Une -= Angelegen eiten. Srautsurr a M0 E P 3) 1056 Sigung der verfassunggebenden Reichs=- Versammlung. (Bera- tbung über $. 4 u. f. des Vei fassungs-Entwurfs ; Ersaßroahl zweier

Mitgl:eder in den Ausschuß für Geseßgebung.) Eröffnung der S'zung | (M M Ee M | sih in den shleswig - holsteinishen Verhältuissen, wo die

um 95 Uhr Vormittags. Vorfißender H. von Gagern, Der Abge-

ordnete Wiethaus aus Limburg zeigt seinen Au-tcitt aus der Na= | lt Neu eingetretene Mitgli: der, darunter Dr. | Werner aus Vssenburga, werden den Abtheilungen eingereibt und neue |

tional-Versammlung an.

Beiträge für den Flottenbau veilesen. Ju einer sc<riftli<en Mitthei-

lung erflärt der Abgeorduete J. B. Stein aus Gz, daß er an

| der Abstimmung über die Verfassung keinen Theil nehmen werde.

Naumann zeigt einen Bericht des Heschäftsorenungs - Ausschusses an liber einen von dem Abgeordneten Wichmann ge]tellten Untrag auf Aenderung des $. 42 der Geschäfts - Ordnung über namentliche Abstimmungen, Namens des Central - Legitimations - Ausschusses er= stattet Plath ner Bericht über die Zulassung des iu dem offenbur= ger Wahlbezirk gewählten und von der badischen Regierung weaen Aufreizung zu hochverrätherishem Aufruhr ste>briefli< verfolgten Dr. Werner. Der Ausschuß is der Meinung, daß der Zalassung in for-= meller Beziehung nichts entgegenstehe, und beantragt, die National= Versammlung wolle eine Kommi sion erwählen, zur Berichterstattung

| über den von der badischen Regierung erbobenen Üntrag auf Geneh-=

mung zur Verhaftung des Abgeordn. Werner, Die Versammlung g20t auf die Verhandlung über diesen Gegeastand ein. Rösler von Vels verlangt, daß Dr, Werner, welcher bereits zugelassen if, selbst gehört werde. Der Präsident bemeft, däß ties erst nah der Be- richterstat ung über tcn Ausschußantrag selbst geschehen könne, und

s<lägt vor, den Antrag des Ceutral-Legitimatione=Ausschusses an die |

mit der Begutachtung der Requisitionen des sranffurter Polizeige- richts beauftragte Kommission zu verweisen, Der Vorschlag erhält die Zustimmung der Versammlung. Die in der lebten Zeit gestellten Anträge auf Aufhebung der politischen Selbstständigkeit der Einzelstaaten veranlassen den Abg. Zachariä, Nameus des internat:onglea Aus\c<..}es der Versammlung von einer Petition aus dem Fürstenthum Schaumburg- Lippe enntniß zu geben, deren Unterzeichner auf das heftigste gegen jede Beeinträchtigung der politischen Selbjtstäudigkeit der E nzelstaaten protestiren. Der Ausschuß stellt den Antrag, die National - Ver= sammlung wolle die in Rede stehende Eingabe zu den Aften nebmen. Ein weiterer Bericht desselben Ausschusses betrifft den Antrag des Abgeordneten Zimmermann aus Spandow: „Die National - Ver- jammlung wolle eine Kom» ission utederseßen, um zu prüfen, ob tas Verfahren des Reichs - Minijteriums in Sachen der Ausliefer..1g der bei dem Juni = Aufruh- zu Paris verhafteten Deutschen mit den Grunds-ben der deutschen Eindeit verträglich set,“ Der Antrag des Ausschusses get t auf Uebergang zur Tages - Ordnung. Auf den An- trag Schierenberg's wird die Eingabe aus Schaumburg = Lippe dem Verfassungs = Ausschusse übergeben, der Bericht über den Zimmer- mannschen Antrag dagegen auf eine künftige Tages - Ordnung gesebt. Schaffrath veriiest folgende ZJuterpellationen des Abgeordneten Joseph

ai G SMwarz, Maddeburg |

| 2) Hat das Reichs Ministerium Kenntniß davon erhalten, daß die in

17,535, 19349, 27,094, 27/580: | ritet folgende Fnterpellat.on an das Reichs - Ministerium : | authentisch vorliegt, daß Fürst Windishgräß an | zahlreichen j j 73;841. 78,254; |

liuher, Breslau | | es zu thun gedenft, um dem fonstituirenden

| sen Windischgräß die bei Borchardt, Magdeburg bei Brauns, Minden |!

| stehe?

C4 fo A nl - t » f 6 f T: ( | lasteten Bewohnern eine bagrée Vergütung zu Tveil werde.

Alle Post-Anstalten des Jn- und Auslandes nehmen Bestellung auf diescs Blatt an, für Berlin die Erpedition des Preuß. Staats: Anzeigers : Behren-Straße Ur. 57.

1848.

1A 2 1 EAE a6: El HOEE “A6 E U DALS E TELUI D A ¡T L FEZ

aus Sathsen: 1) Hat das Reichs - Ministerium Kenntniß dovon er= halten, daß mehrere wiener Studenten von Soltaten welche unter dem Befehle des Grafen Auersperg iu Wien stehen, außerbalb cines Kam- pfeë erhenlt worden sind, und hat es den Ermordeten in aleicher Weise, wie dem Grafen Latour, seine Aufmerksamkeit zugewendet? ¿Folae

des Aufstandes vom 18, Septrmber Verhzfteten auf der

| Hauptwache in Fcankfurt und bei ihrer Ankunft i. Mainz von Offi- | zieren

und Soldaten geschlagen und mißhandelt wo: den, und find desbaib Untersuchungen eingeleitet werdez 2 Demel aus Teschen Da es J l der Spiße eines , Etnveraehmen mit dem constitutionellen Belageruugs - Zustand erklärt ur.d mit bedroht hat, so stelle i< an das Reichs6- ’, ob ihm in Betreff dieser Angelegenheit von Komnmissaren Bericht erstattet worden, und was

Reichêtage in Wien , den fsemdlihen Angriffen des Für- Spie zu bieten, Eine Jnt-rpellation Welche Schritte baben die na< O-sterreich

chne Reichstage Wien in Boinbardement Ministerium die Frage, den Reichs -

H ceree CNcin die Kraft zu verschaffen,

Nauwer>'s lautet:

| gejandten Reih2-Kcmwissäre g:than, um ihrem Austrage zu genügen,

und welwe Erfolge haben diese Schritte geiabt ? Förster sra.t ob und wann das von dem Reichsminist r des Auswärtizeu versp10- hene Programm über seinen auswärtigen Geschäftsfreis zu erna ten Beseler stellt die Anfrage, ob den nit Einquartierung be- Zank

Mitthei-

auê Oesterreich verliest folgende Juterpillation :

Welche

| lungen haben die Reichs=8ommissäre über den Erfolg ihrcr Sentung

gemacht; haven dieselben hinsihtli<h des Betretens des deutschen N nona e Foo do Toiiias fol Nov cit c f Bodens dur fremde Truppen gefeßlihe Verfügungen erlassen; uud ist das Neicheministerium mit der österreichischen Regierung in Ver-

| bindung getreten, um dem Bürgerkriege ein Ziel zu seßen? Zur | VDeantworiung i t | Minister R. Mohl

einiger dieser Jaterpellationen ergreift der Reichs=- Y . das Wort: Von einer Mißhandlung der in Golge der September - Unruhen Juhaftirten dur< Pülitair-Personen ilt dem Reichs - Ministerium nichts bekannt; es hat also in die- ser Bezichung nichts geschehen können, Von der Ermordung der Studenten in Wien ist dem Reichs - Ministerium feine offizielle Mittheilung geworden. Dennoch hat es, um den Gesetzen der Mensch-

| lihfeit und des Rechts zu entsprehen, unmittelbar, nachdem es die-

sen Vorgaug dur die Tagespresse erfahren, den Reiché - Kommissä- ren die Zustruction ertheilt, die Untersuchung uno erwiesenenfalls die Bestrafung der Thäter zu veranlassen. (Bravo!) Wenn der Sihluß dieser Jnterpellation, wo von dem Range der Person die Rede ist, eine Verdächtigung enthalten soll, so überlasse das Zustiz-Ninisterium

diese Jnsinuation dem Urtheile der Versammlung.

- Neichö-Viinister von S<merling: Kaum bin ih in der Lage, über die Jrterpellation des Abg. Förster eine bestimmte Erklärung zu geben, da i< nit weiß, was mit diesem Programm gemeint ciu will. Der Geschäftsfreis des Reichs-Ministeriums is dur< das Ge- jeß vom 28, Juni so genau bestimmt, daß hierüber fein Zweifel mehr cbwalten fann. Wie dieses Geseß in Anwendung gcbracht worden, habe ih vor aht Tagen ausgesprochen. Was vor kurzem nod als Künftiges bezeihnet wurde, is Vergangenes geworden z was ehe- dem Programm bildete, haven wir ins Leben treten lassen. Dies zeigt weit befr:edigender sind, als vorher, und wo dur den ide R jar eine voissthünlihe Regierunz eingeseßt worden ist. Die italie=- nm\hen Angelegenheiten anlaugend, so hat das Re <¿3-Ministerium im Ztune der Wiederheistellung dis Friedens unauegeseßt mit dieser Jrage sich beschäftigt; Urfunden darüber fönnen jedoch in diesem Au= genbli> nicht vorgelegt werden, Die Aufragen der Herren Demel Nauwerk und Rank sind duch folgende Thatsacen zu beantworten.

N r 9nd r Nof 1 y j | Von der Absendung der Reichs - Kommissäre und den ihnen eitheil en

Instructionen hat die Versammlung bereits Kenntniß. Aus einer Depesche der Reichs - Kommissarien aus Olmüß vom 24. Oktober geht hervor, daß, nachdem sie in Oesterreich uwfassende Er= fundigungen über die Zustände in Wien eingezogen, das Ver= mittelungsgeshäft auf das fräftigste in die Hand geiommen und zu diesem Zwe>e, nachdem die Cernirung Wiens bereits eingetreten war, dahin, wo die herrshende Gewatt sich befand und von wo aus Maßregeln gegen Wien getroffen waren, nämlich nach Olmüß sich begeben haben. Glcichzeitig haben sie tem Lster=- reihishen Ministerium, dem Präsidium des wiener Reichstags und

| dem Fürsten Windishgräbß ihre VoUmachten mitgetheilt, mit dem Er-

suchen, jedes Zusammentreffen mit den Waffen zu vermeiden, bevor n threr (Spi voitero ritte o Y { , : 4 s - von ihrer Seite weitere Schritte geschehen teien. Jn O.müh fanden fle die offffenste Uusnahme, dort wurde auch der Zwe> ibrer M'sion als ein helbriugeneer erfannt und ihnen mitgetheilt, daß die Feind- seligkeiten in gütliher Weise beigelegt werden sollen. Weitere Mit= theilungen sind noch ui<t eingetrossen; doch is cs Thatsache, daß von 28indis<graß no<h kein Angriff erfolgt i, und wir dürfen hossen, daß diese berubigenden Nachrichten eine Frucht der Bestre bungen der Reichskommissäre sind. Zur Beantwortung der Juter= din c) « >05 5 c R , R, z 5 , pellation des Abgeordneten Beseler diene die Bemerkung, daß eine baare Bergütung der Emquartierungslaîen dunr< das Ministerium nah SVen-hmigung des Budgets erfolgen wird. Ju Betreff der neuesten „Znterpellationen des Abgeordneten Jahn mache ich von meinem Rechte Gebraun<, eine Juterpellativn ni<t beantwoiten zu dürfen, und hoffe, daß die Versammlung mein Schweigen billigen wird. (Schluß folgt.)

Frankfurt a. M., 31. Okt., 2 Uhr Nachmittags. (O. P. A. Z.) Die verfassunggebende Reihsverjammlung faßté 11 ibrer beutigen Sißung folgende Beschlüsse. Art. Ili, g. 6 det SUHIEE

: ie eiuz:lue uis<hen S 1íten i 1 lautet: „Die einz.luen deutshea Staaten behal bre bránkt ist; digkeit, so weit dieseibe niht dur< die Reichverfassung se ide "dec sie haben alle staatlicen Hoheiten und Rechte, T Wet. Í des jwél- Reichsgewalt ausdrü>lih übertragen sind. s S ilt) lautet: „, Die ten Abschuittes der Verfassung „, die Reich Vferrechtliche Vertretung

Reichsgewalt übt dem Auslande gegenüber die v