1848 / 230 p. 3 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

«vavivdiión:

s S É E E

er bas Vaterland in der äußerste Gefahr sah, regieruttgdlos zu bleibett, tr Ein eigenhändiger Brief vom heiligen Vater an ben Marchese Zac chetti die Minister in ihren Aemtern bestätigte, indem er ihnen zu gleicher Zeit ganz besonders anempfahl, die Ruhe und die öffentliche Ordnung auf- recht zu Liu Was die Kollegen des Unterzeichneten betrifft, so steht es fest, daß die Rolle, welche einige derselben am 16. November auf sich ge- nommen, si< darauf beschränkte, sih zwischen das aufgestandene Volk und den Fürsten zu stellen, um eine Versöhnung herbeizuführen. Was den be- klagenswerthen Mord des Herrn Rossi angeht, so hat das Ministerium streng seine Pflicht erfüllt, indem es zu wiederholtenmalen Befehle ertheilte, um thätig und ras< zur Aufsuchung und zur Bestrafung der Sn zut schreiten. Unterdessen hat Rom offenbar und von selber dein Ministerium beigepflichte, und niemals sah man eine größere oder engere Ver- bindung zwischen den fkonstituirten Gewalten, Dieser Punkt is klar dargelegt dur< den Aufruf der Kammer, so wie dur die des hohen Raths und Senats. Dieses genügt, um die Minister und Vertreter der fremden Mächte aufzuklären über die vollkommene Gesezmäßigkeit des febigen römischen Ministeriums, so wie über die Reinheit und den Edelmuth sei- ner Absichten, Der Unterzeichnete hat die Ehre, der Erwägung der Ver- treter und Minister der auswärtigen Mächte gewisse wichtige Thatsachen darzulegen, welhe mächtig dazu beitragen, den Charakter und die Bedeu- tung der legten römischen Ereignisse zu würdigen. Es is angemessen, zu bemerken, daß dem heiligen Vater niemals weder eine Gewalt, noch eine Drohung widerfuhr in der Ausübung seiner päpstlihen Autorität, Jedoch wo der Sturm drohend’, wüthend ausbrach, hielt er immer inne vor den Stufen des Altars, Es is auch wichtig, zu bemerken und in reiflihe Er- wägung zu ziehen, daß das {wer zu lösende Problem, das geziemende Einverständniß zwischen der geistlihen und der weltlichen Gewalt zu er- halten, die stete Ursache aller Unruhen, aller Gewaltthaten gewesen is, die sich in Rom oder in den Provinzen in leßter Zeit kundgegeben haben'; deun die sämmtliche Bevölkerung strebt einstimmig nach einer tiefen Tren- nung - zweier Gewalten, welche nichtsdestoweniger in einer und derselben ehrwürdigen Person vereinigt bleiben sollen, Troßdem hat man im Gegcn- theil mit der äußersten Halsstarrigkeit darauf bestanden und es auch ge- hofft, daß beide Gewalten- wie früher vermisht und vercinigt bleiben wür- den. Um zur friedlichen und dauerhaften Lösung dieses Problems zu ge- langen, war von beiden Seiten ein Geist der Nachgiebigkeit, der Versöh- ning und der Langmuth, es war vor Allem der langsame Einfluß der Zeit nothwendig, so wie die Macht neuer Gewohnheiten, neuer Interessen. Allein der Ungestüm der zwei extremen Parteien und jene ungeduldige Hast, welche in Europa, in der ganzen Welt die jeßigen Generationen dazu

den Kampf, so wie plöbliche und vielleicht übereilte Umgestaltungen erzeugt, Der *

F echsel - Course.

Geld. / Kurs 33 d

| 2M | Kurz 150% | 2 li. | 1502 3 21. ; z| 2 Mi. 812 | A Mi. Zl. | 2 mi

Amsterdam »« »» . cid colassi e O0 Pl: de. 250 F1. Hamburg 390 BIL, do. A Od 300 Mk. E aa Ia En a bb Co GCA E Ra 300 Fr. 50 F1. ¿560 F1. 190 Thle. 997 4 100 Thie. | s 2A 99%

Fraukfurt a. F cüdd. W 100x. | 2M 56 26/56 22 R E E C 109 SRbI | 3 Wochen | 105% i

| j i î

VOEOE 10M M eaen aipcoiceeoed Augsburg - - 101%

Breslau

Leipzig in Courant Im 14 Thls. Fuss.

Inländische Fonds, F fandbrief-, Kommumal- Papiere und Geld - Course.

E e J ( 0 E j 1d. | Gen. ¡Zf.] Brief, j Geld, | Gem.

f Pomm. Pfäbr. 8 90%

Man Pr nt vers A eo.

S4, Scluld-Beb. [G2 L

Seeh. Präm. Seh.|—! 947 F

K.u.Mm. Schuldv. 2 L

S / Kar- u Na. de. 32 8307; à 78; Schlezisehe do, [34 f do. Lt. B. gar. do.'35 Pe, Bl-Anth.-Scb FPriedrichsd’or. —| Aud. Goidm.à Sih, ri Ats

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j ! 32 | | i f

! Discouto.

Âvisländische Fonds.

j Pola. ueue Pidbr. j do. Part 5060 FI.

Russ, ETammb. Cert / 5j dg.beitlope3 4.8.) 5 | e do. do. 1. Aul.| 4 |— ! j do. do. 308 Fl. do. Stiegl. 2. 4.A.! 1 847 Hamb, Feuer-Las,|c

do. do. b. A. 4 Mrgs ; | | do-Staats-r Anl do, v. Rthsvh.Lst.| 1027 4 * Holl, 2; % Int. 5 âo.Polu. SchatzO,| 4 | 682 | 673 68- Z Kurk.FPr.O. 40 th.|—| - do. do. Cert. L.A.| 6 | 82 | 81 ¡ Sardin. do. 36 Fe. do.do.L.B.200FL.—| 13% | r, Bad. do. 35 FI. Pol a. Pfdbr.a.C.' l ——

Die Course haben sich zwar heute etwas gebessert,

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l Berg. - Märk, «¿vie

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|

! Friedr. Wilh.-Nordb.

1390

Kampf ivurde nachher heftiger, bitterer wegent des ‘nicht befriedigten Natio- nalgefühls, und Dauk der Meinung, welche sich in leßter Zeit gang ver- schafft, daß die alte Politik’ des röómischen Hofes, die nur zu oft bei dem Untergange der Nation an-die Rettung ihrer selbst gedacht, mit der neuen italienischen Politik in Konflikt war, Der Unterzeichnete wagt es, aus dem Vorstehenden zu schließen, daß die Unruhen in den römischen Staaten aus einem fundamentalet Bedürfniß hervorgegangen sind, welches weder durch diplomatische Halbmaßregeln, no< dur<h die Anwendung von irgend einer Militairgewalt bezwungen werden könnte, die augenbli>li wohl die Trieb- feder niederdrü>en, aber dieselbe nie zerstören könnte, Der Unterzeichnete ist demgemäß überzeugt, daß es keiner fremden Einwirkung jemals gelingen wird, das zu verhindern oder zu beseitigen, was durch die strenge Nothwen- digkeit der Dinge den evangelischen Tugenden, der außerordentlichen Güte, der unendlichen Langmuth, so wie der Liebe der Jtaliener Widerstand ge- boten hat. Terensio Mamiani.“

Griecheuland. Athen, 28. Nov. (D. A. Z.) Die Kam- mern sind endli< mit der Bildung ihrer Büreaus, das heißt der Wahl ihrer Präsidenten, Vice-Präsidenten und Secretaire, zu Stande gekommen, nahdem wiederholte Verzögerungen stattgefunden hatten, Im Senate, wo der Präsident bekanntlih dreijährig fungirt, waren uur zwei Vice-Präsidenten zu wählenz die Herren Meris und Kalo-= geropulos érhielten dazu die Mebrheit, Zu Secretairen wurden die Senatoren Chrysogelos und Theaparopulos ernannt. Jn der De- putirten - Kammer is der Deputirte von Phthiotis, Hadziskos, zum Präsidenten, die Abg. Konduriotis von Hydra (Neffe des fiüheren Minister-Präsidenten), Jatros von Argolis Vice-Präsidenten gewor= den. Dicse Wahlen werden allerdings als nah dem Wunsche der Hofpartei bezeichnet,

Zönigliche Schauspiele.

Mittwoch, 20. Dez. Im Schauspielhause. 208te Aboune- ments - Vorstellung: Familienzwist und Frieden, Lustspiel in 1 Auf-= zug, von G. zu Putliß. (Verfasser des Lustspiels: „Die Bade-

treibt, zu brechen, was sie nicht beugen können, haben zu Rom den Widerstand, j von E. Raupach,

| gerl. Anhalt Lit. A B.

j Niederschl. Märkisch.

| Oberschl.

| Aachen-Mastricht .….

| dusl. Quittungsbog.

furen.‘’) Hierauf: Die feindlihen Brüder, Possenspiel iu 3 Abth., Anfang halb 7 Uhr.

Donnerstag, 21. Dez. Jm Schauspielhause. 209te Abonne=

ments- Vorstellung :

von Fr. von Schiller. Freitag, 22. Dez.

Vorstellung :

Anfang 6 Uhr. Im Opernhause. Zum erstenmale:

menfee, Ballet in 3 Bildern, von Paul Taglioni. Anfang halb 7 Uhr.

Königsstädtisches Theater.

male : Cristoforo Colombo. Romani. Jns Deutsche überseßt von Emilie Seidel, Kapellmeister der italienishezs Oper, Sgr. Carlo Barbierï. Akts sind vom Deccorationsmaler Herrn Schwed!er.

Preise der Plähe: Ein Plaß den Logen und im Balfon des ersten Ranges 1 Rthlr. u. \. w.

Donnerstag, 21. Dez. Die Töchter Lucifer’s. Großes phauta- stisches Zauberspiel mit Gesaug in 5 Abtheil. (12 Tableaux), von W. Friedrih, Musik komponirt und arrangirt von Ed, Stiegmann,

Meteorologische Beobachtungen.

Abends

| 10 Uber.

Luftdruck ..... 339, 10'’’Par. 3:29,04'’' Par. 238,4 s'’’Par, Quellwärme T R. + 2,6° R.) + 39°’ R. + 1,4° R. Flusswärme 1,9° R. 0,4° R.| 0,8° R. 0,4°R 82 pCi. | 76 pCt. 99 pCt, |

| crüb |Niederschtag 0,014“’Rb, W. | E W, [vüriabwéckiel + 4,0

| |

l

Nach emmaliger

1848. 18 Dez.

| Nachmittags 2 Uhr.

Morgens 6 Ubr. |

Beobachtung.

Luftwärme Bodenwärme Dunstsättigung - | A usdünstung

Wetter

R 2 aiE 1A 83 pct. W.

Wolkeuzug - - - d _

Tagesmittel : 338,87" O6 M.

ferliner #örse vom 19. Dezember.

Eisenbahn - Actien.

Siamm - Áctien.

apital.

Der Reinertrag wird nach erfolgter Bekanntm. | in der dizu bestimmten Fubrik ausgefüllt,

Die mit 34 pCt. ber. Actien sind v. Slaat gar.

3,500,000 | 8,000,000 4,824,000 4,000,000 1,700,000 2,300,090 9,000,000 12,967,500 4,500,000 1,051,200 1,400,000 1,300,000 9,950,000 1,500,000 | 2,253,100 2,400,000 ! « 1,200,000 | 1,700,000 1,500,000 4,000,000 5,000,090 1,100,000 4

Quittungs - Bogen. f Berl. Anhalt. Lit. B. | 2,500,000 | 4 | 90 Magdeb.-Wittenb.……. | 4,500,000 | 4 | 60 2,750,000 | 430 5,600,000 | 4 | 20

Tages - Cours.

Börsen-Zins-

Rechnung.

Rein-Ertrag 1847.

85 bz. 64 bz. 885 G 61 8. 1147 bs

vas I a Q S I do s

do. Hamburg

do. Stettin -Starg.. do. Potsd.-Magd... Magd.-Halherstadt

do. Leipziger Halle-Thüringer Gols MINOON. «¿46%

A0. Aen, Tei Bonn - Cöln Düsseld. Elberfeld .. Steele - Vohwinkel...

n

49% 6. 507 B. 80 bz 54 B.

l

n

L A

71% bz.

do. Zweigbahn Lit A. sre do. Di, 5 a Cosel - Oderberg Breslau - Freiburg .….

Krakau - Oberschl....

92% bs. u. G, 82% bsz. u. G.

425 B. 565 G 705 a

Stargard -Posen Brieg - Neisse

,

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Thür. Verbind.-Bahn

Pesther........ 26FI. ! 18,600,000 | 90

8,000,000 1 4 | 954 44 « lbs wi 6,

Schluss - Course von Cöln - Minden 80 e

doch war das Geschäft zu unbedeutend, als dass ein namhafter Aufschwung eintreten konnte,

S5proz. freiwilliger Anleihe konnten die übrigen Effekten sich nur schwer behaupten.

Mi: 8wörtige Wörsen.

__ Bresiau, 18. Dez. Holl. und Kaiserl. Dukaten 964 Br+ Griedrichôd'or 1135 Gld. Louisd’or 112%, bez. Poln. Papiergeld 93% u, 4 bez. O-jterreiische Banknoten 903 u, 75 bez. u. Br. Staats- Schuivirheine 777 Br. Seehandlungs=Prämieu-Scheine a 59 Rth!r, 93% Gld. Posener Pfandbric;e 4proz. 96 und 95% bez, do, 3zproz. 81 Br, Sthles, Pfandhuicfe Z>proz. 902 Br., do. Lit. 8, Ayroz. 92% Br., bo. 3¿proz. 82 Br., 814 Gld,

Polnische Pfandbriefe neue 4proz. 905 bez., do. Partial - Lvose a 300 Jl, 965 Gid,, do, a 5093 Fl. 704 Gld. Russ.-voln, Schah - Obligationen a 4 pCt, 68 Br. s

Actien, Vherschles. Litt. A. 92 Gld,, do, Litt, B, 92 Gld, Breslau - Schweidn, - Freib. 87% Br. Nieders{l. - Märk, 693; Gld,, do, Prior. 96 Gld. , do. Ser, iIl, 917 Br, Ost - Rhein. (Köln- Mind.) 79 Gld. Neisse-Brieg 39 Br. Krakau -= Oberst. 405 Br Friedrih=Wilhe!ms-=Nordbahn 39, u. 7; bez. u, Gld. E

Wewhsel-Cour se, Amsterdam 2 M. 1425 Gld, Hamburg a Vista 1595 Br, do, 2 M: 160‘ Br. London 1 L. Sterling 3 M. 6.25; Br, Berlin a Vista 100% Br. do. “2 M. 99% Gld.

FISien, 17. Dez. Met, 5proz. 783 bez. 987 bez, Livorno 065%, %, $ bez.

Leipzig, 18. Dez, L, Or. Part, Oblig. 977 G. Leipz. B. A, 1415 Br. Leipz. Dr. E, A, 985 Br. Sächs. Bayer. 78: Br, , do. Schles, 76g Br. Chemniß = Riesa 255 G, LWhau = Zittau 20 Br. Magd.-Leipzig 175 Br, Berl. änh, A, 857 Br., 85 G,, do. B. 857 Br., 85G. Altona-Kiel 895 Br. Deß. B. A. 97 G. Preuß. B. A. ‘92 Br. _ Frankfurt a. M., 17. Dez. (Jn der Effekten-Sozietät.) Jn Fonds wurde heute Mehreres umgeseßt. Nur allein die 3proz. inländ. Spanier waren mehr begehrt und blieben 4 % höher im Cours als gestern, Alle übrigen Fonds, so wie alle Eisenbahn - Ac-

Noidb, 972 a 98,

tien, erlitten gar keine Veränderung.

| Span. 265

Preise ; abermalige Esfomptirungen in 5 und 3prozentiger.

34 proz. 88%. 25, Chili 85.

Fonds z fremde Fonds fest,

war heute wiederum bei einigen Geschäften in Junt. günstig. Von den fremden Effekten sind Span. - etwas besser. niedriger,

Ard. 9X, %., gr. Piecen 94,

Oest. Met. 5 proz. 69%, 25 proz. 36%. Mex. 193, 5, Peru 255, A

Belg. 5proz. 81%, 5.

en In leßteren Gattungen war das Geschäft fehr unbedeutend. 0 9 i ___ proz, Met. 71, 70%. Bank - Actien 1240, 1200. Baden 0/0 L: 455. 45%, do, 35 Fl. L. 253. 25%. Darmsfst, 50 Fl. L. 612. 61, bo, 25 Fl. L. 214. 205. Hessen 25%. 25%. Sard. 24 Br. Span. 3proz. 183. 185, Poln. 300 Fl. L. 975 G., do. 500 Fl. L, 71 70%. &. W. Nordbahn 405. 404. Bexbach 66%, 664. Köln- Minden 803, 80. Paris, 16. Dez. Viel Fluctuation; bedeutendes Steigen der DUTDI, 47. 00, Suros. 17 75. Nord. 380. London, 16. Dez. 3 proz. Cons. p. C. u, Ard. 125, 3proz. 26. Jnt. 485, _ Mex. 22%, 22. Peru 39%. Englische Fonds ftiegea dur< den Einfluß der französischen Eisenbahn-Actien besser. Umsterdam, 16. Dez, Die Stimmung sür holl. Fonds

Anleihe 77,30, Bank 1700,

E Port. 4proz.

Mex. circa 5 % Peru gefragter.

Holl. Jutegr. 47 #7, , 3proz, neue 56%, 4proz. ostind. 725. Span. Coupons 64, 4. Russ. alte 983.

Antwerpen, 15. Dez, Die Börse willig und viel Geschäft. 44proz. 744, 74, 24proz. 41, 5, {, #, %, Span. 5proz. 9%. 3proz. 19, 18%,

——__——

Markt -: Berichte. Berliner Getraideberiht vom 19, Dezember.

Am heutigen Markt waren die Preise wie folgt : Weizen nah Qualität 50—56 Rtÿlr,

7 3 81 L, 8+

Roggen loco 265—27 Rthlr,

Kapital. | |

Prioriläts - Actien. E Q Tages - Cours Sümmtliche Prioritäts-Actien werden durch S | jöhrliche Verloosang a 100 pCt. amortis. j |

r E E M6 I E. D R “E ‘R M S I I S A

86 B. 927 B. 833 B. 903 B 903 G

10UZ a 5 bez.

1,411,890 5,000,000 2,367,200 3/132/890

800,000 1,788,000 4,009,000 3/674,509 1/217,000 2,487,259 1,250,090 | 1,000,000 4,175,000 3’500/000 2,300,000

252,000 | -

248,000 [1,276,600 | 250,000) 325,000| 400,000

Berl Anhalt... do. Hambur do. Potsd.- do. do. do. Stettiner Magdeb.-Leipziger Halle - Thüringer .….. Cöln - Minden Rhein. v. Staat gar... do: 4. Priorital.. do. Stamm - Prior... Düsseldorf-Elberfeld. Niederschl. Märkisch. do. do. do. ITI. Serie. do. Zweigbahn do. do. Oberschlesische Cosel - Oderberg Steele - Vohwinkel... | Breslau - Freiburg. . |

| 85! bez.

91 B.

a G R T in via f fn G R E p T A R En

en e r r

| a n. j h

Ausl. Stamm-Act.

Dresden-Görlitz .. .. |6,000,000/| -

Leipzig-Dresden [4,500,600 Ludw.-Bexbach 24FI. |8,825,000 Sächsisch-Bayerische |6,000,000 Kiel - Altona Sp. |2,050,000| Amsterd.-Rotterd. FI. 6,569,000 Mecklenburger Thlr. |4,390,090)

von Preussischen Bank - Antheilen 94 a 93 bz. u. G.

Börsen- Zinsen

907 B

—| 86 B.

Mit Ausnahme von Staatsschuldscheinen und

Roggen p. Frühjahr 82 pfd. 29 Rthlr, Br., 285 G. Gerste, große, loco 22—23 Ntblr.

» fleine 18—20 Rthlr. Hafer loco nah Qualität 15—16# Rthlr.

» p, Frühjahr 48 pfd. 155—15; Rihlr, Rüböl loco 125 a 125%, Rthlr.

» y. diesen Monat dito.

» v. Dez Jan. 125 a 125 Kthlr.

» Jan. /Febr. dito.

» Gebr. Manz 127 à 125 Ntblr

» Mäarz/Ayril 12% a 1222 Nihlr.

» April /Mat 12 Riblr: Br, 1 vez, 115; O. Spiritus ioco ohne Faß 14% Rthlr. bez. u. G,

» v Dit 15 Mbl Vi, 1450,

» Jan, 155. Rthlr. bez.

» p. Frühjahr 16% Rihlr. Br. u. bez., 16; G.

Marktpreise vom Getraide. Berlin, den 18, Dezember. Zu Lande: Weizen 2 Rthlr. 7 Sgr. 6 Pf., au<h 2 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf.; Roggen 1 Rthlr, 5 Sar. 8 Pf., au< 1 Rthlr. 1 Sgr. 11 Pf.; große Gerste 1 Rthlr. 1 Sgr. 3 Pf, auch 28 Sgr. 9 Pf.z kleine Gerste 1 Rthlr., au<h 25 Sgr. ; Hafer 22 Sgr. 6 Pf., au<h 20 Sgr. z Erbsen 1 Rthlr. 5 Sgr. j Zu Wasser: Weizen (weißer) 2 Rthlr. 10 Sgr., auch 2 Rthlr, 5 Sgr. und 2 Rthlr. 1 Sgr. 3 Pf.z Roggen 1 Rthlr. 9 Sgr., au< 1 Rthlr 2 Sgr. 6 Pf.; große Gerste 1 Rthlr.; Hafer 22 Sgr. 6 Pf., auh<h 21 Sgr. 3 Pf. z; Erbsen 1 Rthlr, 2 Sgr. 6 Pf. (s{<le<te Sorte). Sonnabend, den 16. Dezember. Das Scho> Stroh 6- Rthlr. 10 Sgr., auh< 6 Rthlr., der Cent= ner Heu 22 Sgr. 6 Pf., au<h 15 Sgr.

Drud> und Verlag der Deerschen Geheimen Ober -Hofbuchdru>erei, Erste Beilage

Wallenstein?s Tod, Trauerspiel in 5 Attheil.,

146\te Abonnements=- ( Der Rothmantel, komis<-romantisce Oper in 3 Abth., von R. Würst. Hierauf: Thea, oder: Die Blu- Musik von Pugny.

Mittwoch, 20. Dez. (Jtalienishe Opern-Vorstellung.) Zum ersten= Große Oper in 4 Aktien, von Felice

Musik vom Emanuele de Die neuen Decorationen des ersten, dritten und vierten

A7 230.

1391

- X * 23% T:

D

Mittwoch den 20. Dezb r.

3 nh ai f Amtlicher Theil. Deutscland,. Adressen.

Preußeu, Berlin,

Amllicher Theil.

Reglement zur Ausführung des für das erste Jahr der nächsten Legit- latur erlassenen provisorishenWahlgeseßeszurBiloung der ersten Kammer vom 6ten d, M.

rwa,

64.

Jn jeder Gemeinde wind sofort von der Orts-Behörde nah dem beiliegenden Schema ein Verzeichniß derjenigen Einwohner aufgestellt, welche das dreißigste Lebensjahr vollendet und seit 6 Monaten ihren Wohnsiß oder Aufenthalt in der Gemeinde gehabt haben, nicht in Folge rechtsfräftigen Erkenntnisses den Vollgenuß der bürgerlichen Rechte entbehren und

entweder 20 Sgr. monatliher Klassensteuer zahlen oder binuen 8 Tagen na<h in ortsüblicher Weise erfolgter öffentliher Aufforderung ein Grundvermögen im Werth von mindestens 5000 Rthlr. oder ein reines jährlihes Einkom- men von mindestens 500 Nthlr. glaubhaft nachweisen.

$ 9

Das Verzeichniß ($. 1) wird nebst den dazu gehörigen Verhand- lungen dem Laudrath innerhalb einer von demselben zu bestimmenden Frist eingereiht. Der Landrath prüft dasselbe, stellt die Urwähler- Liste dana fest und veranlaßt, daß dieselbe in der Gemeinde auf ortsüblihe Weise sofort bekannt gemacht wird,

Einwendungea gegen die Wählerliste sind innerhalb fünf Tagen nah der Bekanutmachung bei der nah dem $. 4 zur Entscheidung berufenen Kommission dur<h Vermittelung des Landraths unter Bei- fügung der Beweismittel s{riftli< MASNG

6. 4,

Die Entscheidung über die erhobenen Einwendungen erfolgt in- nerhalb 5 Tagen nah Ablauf der Präklusivfrist ($. 3) für die klas= seusteuerpflihtigen Ortschasten durch die nah der Verordnung vom ‘7, Januar 1830 (G. S. S. 19) zur Mitwirkung bei der Klassen- stener- Veranlagung bestimmte Kommission, in den nicht klassensteuer- pflichtigen Orten dur eine besondere Kommission, deren Mitglie- derzahl vom Gemeindevorstande (Magistrat, Bürgermeister) zu be= stimmen is. Die Mitglieder der leßteren Kommission werden zur Hälfte von dem Gemeinde-Vorstande, zur- Hälste von den Gemeinde=- Lertretern gewählt.

Der Landrath hat für den re<tzeitigen Zusammentritt der Köm- itïission zu sorgen. H

De Sobald die erhobenen Einwendungen erledigt sind, werden die Uhrwähler-Listen von dem Landrath nah den erfolgten Entscheidun- gen berichtigt. Derselbe zeigt demnächst die Zahl der in den einzel- nen Gemeinden seines Kreises vorhandenen Urwähler der Regierung übersihtli< an, damit diese zu beurtheilen vermag, ob nah At! 9 des Gesetzes vom bten d, M, in einem Wahlbezirke direkte Wahlen

vorzunehmen sind.

î“

S, 0 :

Hat eine Gemeinde oder cine u <t zu einem Gemeindeverbande gebörende bewohnte Besibung nah den festgestellten Listen weniger als 100 stimmberechtigte Urwäbler, so wird dieselbe dur den Land- rath mit einer oder mehreren benachbarten Gemeinden zu einem Wahldistrifkt E, Der A E zugleih den Ort,

o die Wahl der Wahlmänner vorzunehmen 11k. , 3 Jn asien Gemeinden, welhe nah der festgestellten Liste 200 oder mehr U:wähler haben, werden von dem Gemeinde - Vorstande (Ma- gistrat, Bürgermeister, Amtmann, Ortsbehörde) Wahl - Abtheilungen dergestalt gebildet, daß in feiner derselben mehr als 5 Wahlmänner zu wählen, also h öchstezs 599 Wähler enthalten sind.

Qr le : / ; Jn jedem Wahlbezirk (Gemeinde, Distrikt, Abtheilung) wird auf jede Vollzahl von 100 Urwählern Ein Wahlmann gewählt, O

G. 5.

Die Wahl wird von einem Wahlvorsteher geleitet.

Derselbe wird in denjenigen Städten, welche 100 oder mehr Wähler enthalten, von dem Gemcinde-Vorstande (Magistrat, Bürger- meister), in allen übrigen Wakhlbezirken von dem Landrath ernaunt, Ju gleicher Weise wird ein Stellvertreter des Wahlvorstehers für et- wanige Verhinderungsfälle ernannt. Jn den Landgemeinden der Rheinprovinz und der Provinz Westfalen is in der Regel ein in dem Wahlbezirk wohnender Bürgermeister oder Amtmann, in den brigen Provinzen ein geschästskundiger, \timmberechtigter Einwohner mit der Leitung der Wahl zu agen

Die Wahlen in allen Wahlbezirken werden im ganzen Umfange der Monarchie am 29, Januar 1849 abgehalten, Wenn im demsel= ben Orte mehrere Wahl - Abtheilungen sind, so werden die Wahlen überall zur nämlichen Stunde M

g. 10. |

Dic Wähler sind zur Wahl dur öffentlihe Bekannimahung in ortsübliher Weise vorzuladen, L

Abwesende können in keiner Weise dur Stellvertreter oder sonst zn der Wahl Theil unehmen, 1A

Jn der Versammlung werden zunächst die Wählerlisten vorgele- sen und die ershienenen Wähler als anwesend verzeichnet. Jeder nit stimmberechtigte Anwesende wird zum Abtreten veranlaßt und so die Wahl-Versammlung konstituirt. y

Später erscheinende Wäßler haben si<h bei dem Wahlvorsteher zu melden und werden nachträglih als anwesend vermerkt, :

$. 19, }

Aus der Mitte der Anwesenden ernennt der Wahlvorsteher einen

Protokollführer und 2 bis 8 Stimmzähler und verpflichtet sie mittelst Handschlags an Eidesstatt, M S. 14.

Der Wahlvorsteher läßt dur die Stimmzähler gestempelte, für

Erste Beilage zum Preußischen Staats-Anzeiger.

O

jede Abstimmung no< besonders zu bezeihnende Stimmzettel an die

einzelnen Wähler austheilen. E L

Jeder Wähler \<-eibt auf den ihm übergebenen Zettel den Na- men des von ihm gewünschten Wahlmanns. Zettel, auf welhen mehr a's Ein Name oer der Name einer niht wählbaren Person ge=- schrieben steht, oder aus wel<hen der Gewählte niht unzweifelhaft zu erfennen ijt, eben so umgestempelte und nicht gehörig bezeichnete Zettel, sind ungültig. : L j Î

Wähler, welche nit schreiben fönnen, lassen ihren Stimmzettel durch de: Protokollführer Queage

. s

Die Stimmzettel werden von den Stimmzählern gesammelt und in das vor dem Wah!vo1steher und dem Protokollsührer stehende

Gefäß gelegt. Con

Nach vollendeter Einsammlung der Stimmzettel erklärt der Wahlvorsteher die Wahl für geschlossen. Es dürfen alodann Stimm-= zettel für diese Abstimmung nit Nr abgegeben werden.

Die uneröffneten Zettel werden laut gezählt, Sollte diese Zäh= lung dur ein mit der Zahl der Anwesenden im Mißverhältniß stehendes Resultat Bedenken erregen , so sind Wahlvorsteher und Stimmzähler befugt, die Abstimmung für ungültig zu erklären und

eine ncue anzuordnen.

g. 19, Die Stimmzettel werden dur einen Stimmzähler unter Vor- zeigung und in Gegenwart der Versammlung laut verlesen, vom Protokollführer bei dem Namen des Kandidaten vermerkt und vor=

weg laut gezählt, s. 20

Derjenige, welcher die absolute Stimmenmehrheit erhalten hat, ijt für gewählt zu erklären. Ci 21,

Die zweite Abstimmung wird unter den übrig bleibenden. Kan- didaten in derselben Ordnung, wie die erste, vorgenommen. Stimmzettel if ungültig, welcher einen anderen als einen der in- der Wahl gebliebenen Kandidaten enthält, E Wenn auth die zweite Abstimmung keine absolute Mehrheit er- gi: bt, so fällt je in der folgenden Abstimmung derjenige, welcher d:e wenigsten Stinimen hbatie, aus der Wahl, bis die absolute Mehr- heit si< auf einen Kandidaten vereinigt hat. Stehen si< Mehrere in der geringsten St'mmzahl gle:<, so entscheidet unter ihnen das Loos, welcher aus der Wazl fällt.

Es :

___ Wenn die Abstimmung nur zw.shen zwei Kantidaten noch statt- findet, und jeder derselben die Hälfte der gültigen Stimmen auf si< vereinigt hat, entscheidet das Loos, wel<hes dur<h die Hand des Wahl=Kommissars gezogen wird. i

6. 37,

Jn den Versammlungen sowohl der Wwähler als der Wahl- männer dürfen weder Diskussionen stattfinden, no< Beschlüsse gefaßt werden, vorbehaltlih der im $, 27 der Versammlung der Wahlmän- ner überwiesenen Prüfung. ;

38

F. p Die Gewäblten sind dur<h den Wahl-Kommissarius von der auf ste gefallenen Wahl in Kenntniß zu seßen und ¡zur Erklärung über die Annahme derselben, so wie zu dem Nachweise, daß sie nah Art. 8 des Geseßes wählbar sind, aufzufordern, Jm Falle der Nichtannahmé qer Wahl oder der eingeräumten Nichtbefähigung is sofort eine neue Wahl zu veranlassen. i 6 A9; E Sämmtliche Verhandlungen über die Wahl sowohl der Wahl- männer a!s der Abgeordneten werden vom Wahl - Kommissar durch Vermittelung der Regierung dem Minister des Junern zur weiteren Mittheilung an die erste Kammer eingereicht. 6. 40, In den keinem landräthlihen Kreis - Verbande angehörigen

Zur absoluten Stimmenmehrheit gehört mehr als die Hälfte der gültigen Stimmzettel, 5

Hat sich eiue absolute Mehrheit nicht ergeben, so sind diejenigen fünf Kandidaten, welcbe die meisten Stimmen erhalten haben, auf eine engere Wahl zu bringen. Wird auch bei dieser Wahl feine absolute Mehrheit errciht, so sind diejenigen beiden Kandidaten, welche die meisten Stimmen in der engeren Wahl erhalten haben, auf eine zweite engere Wahl zu bringen. Tritt in dieser leßten Wahl Stimmengleichheit ein, so entscheidet das Loos, welches durch die Hand des Wahlvoi stehers gezogen wird.

Bei Ausmittelung derjenigen Kandidaten, welhe nah den vor- stehenden Vorschriften auf eine engere Wahl zu bringeu sind, entschei- det bei Stimmengleichheit Menns Lo0s.

Bei engeren Wahlen sud die Stimmzettel mit anderen Namen als den auf die engere Wahl raten Kandidaten ungültig. g. 24

Ueber die Gültigkeit einzelner Stimmzettel entscheiden Wahlvor-

steher und Stimmzähler. i 6. 20.

Jn Wahl-Bezirken, wo méhr als Ein Wahlmann zu wählen ist, findet vorstehendes Verfahren nit der Maßgabe statt, daß für jeden Wahlmann eine besondere Wahlhandlung vorzunehmen ift.

V O

Das Wakhl-Protokoll , welches nah den anliegenden Formularen ayfzunehmen is, wird vom Wahl-Vorsteher , den Stimmzählern und dem Protokollführer unterzeihnet und sofort dem Wahl-Kommissar ($. 29) eingereiht, welhem „die Prüfung der Wahl in formeller Beziehung obliegt.

20

Wenn gegen die formelle Gültigkeit einer Wahl Bedenken ob- walten, \o sind dieselben der Versammlung der Wahlmänner vorzu- legen, welche darüber entsheidet und sodann mit Ausschließung des Wahlmannes, dessen Wahl für ungültig erklärt ist, unmittelbar zu ¡hrem ordentlihen Wahlgeschäft fortschreitet.

Wahl der Abgeordneten. $. E

Die Bezirke zur Wahl der Abgeordneten sind von den Regie- rungen na< Maßgabe der Bevölkerung zu bilden (Art. 5 und 6 des Wahl-Gesetes).

Bei der Abgränzung derselben is darauf Rüd>sicht zu nehmen, daß eine Theilung der Kreise möglichst vermieden und den Wahlmän- nern die Theilnahme an der E as unnöthig ershwert wird.

Die Regierung bestimmt den Wahl-Kommissar, so wie den Wahl- ort, und läßt davon die Wahlvorsteher dur die Landräthe benach- richtigen.

S. 20!

Falls in einem Wahlbezirke sich weniger als 1000 Ur vähler be- finden (Art. 5 des Ges. vom 6. d. M.), hat die Regierung die Wahl Abtheilungen für die alsdann vorzunehmenden direkten Wahlen zu bilden und die Wahl-Kommissarien, so wie die Wahlorte für die Abtheilungen, zu bestimmen. s;

S O

Der Wahl-Kommissarius stellt aus den eingereihten Wahlver- handlungen ein Verzeichniß der Wahlmänner auf und ladet dieselben zur Wahl der voin Wahlbezirk zu wählenden Abgeordneten schriftli ein, eben so die Wähler im Falle dei] direkten Wahl (Art, 5 des Wahlgeseßes).

$0.32

Die Wahl der Abgeordneten wird im ganzen Umfange der Mo-

narchie am 12, Februar k, J. org eme $. 99.

B-i der Wahl der Abgeordneten kommen die Vorschristen der vorstehenden $$. 12 bis 25, mit Ausnahme der $$. 13 und 22, an deren Stelle folgende Bestimmungen treten, zur Anwendung,

Die Stimmzähler und der Protokollführer werden auf Vorschlag des Wahl-Kommissarius von den anwesenden Wahlmännern aus ihrer Mitte dur Acclamation oder vermittelst Aufhebens der Hände nah absoluter Stimmenmehrheit gewählt und vom Wahl - Kommissar mit- telst Handschlags an Cidesstatt verpflichtet.

. 5

Hat \i< auf einen Kandidaten die absolute Stimmenmehrheit vereinigt, so is derselbe als gewählt zu erklären.

Hat sih keine absolute Stimmenmehrheit ergeben , so wird zu einer weiteren Abstiamung geschritten. Dabei kann feinem Kandi- daten die Stimme gegeben werden , welher bei der ersten Abstim-

mung keine oder nur Eine Stimme gehabt hat,

Städten werden die nah Obigem dem Landrath obliegenden Func= tionen von dem Magistrat oder Bürgermeister ausgeübt.

Jn ver Stadt Berlin versieht der Magistrat sowohl die Fune- tionen des Landraths, als die der Regierung.

Berlin, den 8, Dezember 1848,

Königliches Staats - Ministerium.

Graf Brandenburg, Ladenberg. Manteuffel. von Strótha. Rintelen. von der VeLot

Neglement zur

A usführung des Wahlgesebes für die zweite Kammer vom 6. Dezember d. J.

Bestimmungen über die Abgränzung der Wahlbezirke. S 4.

Die Landräthe haben unverzüglih, nah Maßgabe der Bestimmun- gen des Artikels 3 des Wahlgeseßes vom 6. Dezember d. J., die nöthigen Einlei: ungen zur Begränzung der Bezirke für die Urwahlen zu treffen. (Vergl. $. 35.)

S 2. Sie haben also festzustellen:

1) zu welhem Wahlbezirk diejenigen Geineinden und zu einem Gemeinde-Verbanude nicht gehörigen Besißungen, deren Be= völkerung niht 250 Seelen erreiht, vereinigt werden \ol= len, Der so gebildete Wahlbezirk steht in Beziehung auf die Zahl der zu wählenden Wahlmänner einer Gemeinde von derselben Volkszahl gleich; die Zaÿl der nah dem geseßlichen Verhältniß auf die ein- zelnen Bez'rke fallenden Wahlmänner. Jn den Gemeinden von mehr als 1000 Einwohnern bestimmen die Gemeinde- Behörden unter Aufsicht des Landraths die Zahl und Be- gränzung der zu bildenden Wahlbezirke.

Da fein Bezirk mehr als 10 Wahlmänner wählen soll, so ergiebt sih, daß kein Bezirk volle 2750 Einwohner ent- halten darf. Um eine Ermüdung dec Wah1 = Versammlung zu vermeiden, wird es zwe>mäßig sein, die Wahlbezirke iu einem mäßigen Umfange zu halten,

Urwahlen. S 2 :

Die Wahl wird von einem Wahlvorsteher geleitet, Derselbe

wird in den Städten von dem Magistrat (Bürgermeister), in den Landgemeinden von dem Landrath ernannt. Jun gleiher Weise wird ein Stellvertreter des Wahlvorstehers für etwanige Verhinderungs=- fälle ernannt, Jn den Landgemeinden der Rhein - Provinz und der Provinz Westfalen is bei diesen Ernennungen besonders auf die Ge=- meinde-Vorstände (Bürgermeister, Beigeordnete, Gemeinde-Vorsteher, Amtleute) Rücksicht zu nehmen. j

Jn jeder Gemeinde wird sofort von der Ortsbehörde ein na- mentliches Verzeichniß aller nah Ait. 41 und 2 des Wahlgeseßes vom 6ten d. M. und Art. 67 der Verfassungs - Urkunde stimmberechtigten Wädzler aufgestellt und zu Jedermanns Eunsiht in einem zu belim- menden Lokal ausgelegt, auh<h daß solces gescheben, öffentlich be- fannt gema<t, Wer sich darin übergangen glaubt, hat seine Ein= wendungen binnen drei Tagen nah der Bekanntmachung anzugeben und zu beshein‘gen, Die Entscheidung über die Reclamation steht g va Behörde zu, die nah $. 3 den Wahlvorsteher zu ernen=- nen hat.

S 0.

Die Wahlen in allen Wahlbezirken werden im ganzen Umfang der Monarchie am 22. Januar k. J. abgehalten, Wenn in demsel- ben Orte mehrere Wahl- Abtheilungen sind, so werden die Wahlen überall zur nämlihen Stunde vorgenommen.

$. Ie Z E Die Wähler siud zur Wahl dur öffentliche Bekanntmachung in ortsübliher Weise vorzuladen,

Abwesende können in feincr Weise sonst an der Wahl Theil nehmen.

g. 8, o 1 , i - Jn der Versammlung werden zunächst die Wáhlerlisten vorgele

sen und dic erschienenen Wähler als anwesend E i e nicht stimmberechtigte Anwesende wird zun A da Béibler haben sh die Versammlung konstituirt, Später erscheinende

dur< Stellvertreter oder