1848 / 234 p. 1 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

üter, die Einnahme betrug für Personen 194,009 Rthlr. 9 gGr. E Pf. inkl. 000 14.033 thlr. 23 gGr. Een E g Trausporten, und für Güter 113,028 Rthlr. 15 g n P uf dirs von 687 Rthlr. 15 gGr. für Beförderung von Postgütern au

; «nstre>den, so daß si< eine Gesammt - Einnahme von

schiedenen Babnstre>en, : i: éo Quartal des 3117,038 Nthlr. 1 gGr. 10 Pf. ee im zweiten Qu ahres 1847 sind befördert 151,839 Personen und 497,771 Ctr. Jahres Le: ä 88,414 Rtblr. 16 gGr Güter, die Einnahme betrug für Personen 88, r. 16 gGr., für Güter 62,804 Rthlr. 3 gGr. 1 Pf., Insgesammt 151,218 Riblr. 19 aGr. 1 Pf., welches pro 1848 mehr beträgt 144,952 Personen, 255,704 Ctr,, die Einnahme für Personen 105,594 Rtÿlr. 17 aGr. 11 Pf., für Güter 50,224 Rtblr. 12 gGr. 10 Pf., zu- sammen 155,819 Rtblr. 6 gGr. 9 Pf. Im ersten Semester des Jahres 1848 sind mithin gegen dasselbe im Jahre 1847 mehr be- fördert: 250,844 Personen, 667,923 Ctr. Güter, mit einer Mehr- Einnahme für Personen von 189,234 Rthlr. 13 gGr. 4 Pf., für Güter von 141,067 Rthlr. 5 gGr. 6 Pf. Jnsgesammt Mehr- Einnahme 330,301 Rthlr. 18 gGr. 10 Pf., es is jedo< zu bere<hnen, dâß während im Jahre 1848 die eröffneten Stre>en eine Gesammtlänge von 54,68 Meilen ergeben, in gleichem Zeitraume des Jahres aber tieselbe bedeutend geringer war. Die durchs<nittlide Einnabme beträgt pro Monat und Meile im ersten Semester des Jahres 1848 für Personen 936 Rthlr. 9 gGr., für Güter 724 Rthir. 3 aGr. 1 Pf., insgesammt 1660 Rthlr. 12 gGr. 1 Pf. Es zeigt das Jaÿr 1847 sowohl gegen die vorhergegangenen Zeitabshnitte, als auch gegen das erste Semester 1848 eine bedeu=- tende Vermehrung, es kam sogar in den leßten zwei Monaten 1847, wel<he mit den Einrabmen der Sommer = Monate nie glei<stehen éönnen, gegen die ersten se<s Monate des Jahres 1848 pro Monat und Meile 3 Nthlr. 14 gGr. 2 Pf. mehr ein.

Es wurde der Bau der ersten Bahn von Hannover nah Braun- {weig am 15. Juli 1842 in Angriff genommen und am 22, Okto- ber 1843 di- erjte Stre>ke von Hannover nach Lehrte eröffnet; am Schlusse. des Jahres 1847 waren 54,68 Meilen Bahnlänge dem Verkehr übergeven, welche sonach in ca. 54 Jahren erbaut wurden, was guf das Jahr ca, 10 Meilen beträgt.

Thüringische Eisenbahn. Frequenz und Einnahme bis ultimo November 1848, A, Personen-Frequenz.

1420

B. Güter-Frequenz. bis ultimo Oft, wurden befördert ….. im Monat Nov. » » C (gegen 110,625 Centner 7 Pfd. im Nov. 1847.)

ee...

878,690 Centner. 91,848 »

in Summa 970,538 Centner.

Einnahme bis ultimo Okt. im Monat Nov. a) im Personen - Verkehr 18,927 Rt. 10 Sg. (gegen 18,960 Rthlr. 8 Sgr. 7 Pf. im Nov. 1847.) b) im Güter-, Gepä>-, Equipagen 2c, Ver- fehr 21,502 Rt. 20 Sg. gegen 20,242 Rthlr. 21 Sgr. 5 Pf. im Nov. 1847.)

425,174 Rthlr.

40,430 Rthlr.

in Summa 465,604 Rthlr.

Auswärtige Börsen. Anzesterdam , 16. Dez.

Seit einigen Tagen hat der hiesige

Fondsmarkt ein lebhaftes Anseven bekommen wegen des bedeutenden Aufshwungs, den die Staatspapiere zu Paris und Wien gemacht haben, welcher die hiesigen Spekulanten aufmunterte, sih auf umfas- sendere Unternehmungen einzulassen, indem man aus dem Gange, den d'e Präsidentenwahl in Frankrei nimmt, g Hoffnungen auf

eine ruhigere Zukunft begründet. Am mei

ten zeigte sih dieses bei

dcr bisher weniger beachteten und verhältnißmäßig niedrig stehenden belgischen Schuld und von dieser bei èen 25 prozentigen Certisikaten der Administration Rothschild, wemit erheblihe Geschäfte gemacht

wurden, die den Preis von 375 bis 39% % steigerten,

Demnäch|

waren es die österreihis<hen Fonds, welche mit ziemlihem Eifer zu allmälig höher gehenden Coursen gekauft wurden, wodur 5prozentige wiener Metalliques von 67 %, die mau verwihenen Sonnabend nur bedingen konnte, 697 %, und 25 prozentige dito von 35 % gestern 36% % trreiht haben; auf die Preise der holländischen Stacts- papiere übte tiese Verbesserung nur einen geringen Einfluß, doch fand

Seit den Preisverbesserungen in London haben si< die Speku-= lanten hier häufig mit peruanishen Obligationen beschäftigt, und den Preis erst von 244 bis 255 % hinaufgetrieben ; gestrige Realisirun- gen führten denselben, ohne andere Ursache auf 25 % zurüd>. Auch griechische Obligationen kamen wieder ins Spiel, und wurden von $ % zuleßt zu 15 % abgenommen. Die Schwankungen in spanischen Sonds blieben unbedeutend mit Ardoin-Obligationen und deren Cou- pons, wogegen 3proz, -binnenläudishe Obligationen von 18 allmä= lig bis 1825 % gestiegen sind ; portugiesische dito holten 234 a 23% %. Der Geldzins - Cours steht no< immer auf 24 %.

Markt: Berichte.

Amsterdam, 18. Dez, Polnischer Weizen zu den vorigen Preisen mit einigem Handel an Konsumenten, andere inländische Sor=- ten mit geringem Handei; 128pfd. bunter poln. 320 Fl., 130=-, 131 pfd. gelder. 235, 241 Fl., 130psd. norder. 275 Fl, 127 pfd. neu. gelder. 220 Fl., 4131 pfd. fubaufa. 252 Fl., 132pfd. hol. clev. 258 Fl., 128 pfd. best. alt. fries. 160 Fl, 122pfd. ueu. dito 180, 182 Fl., 121 pfd. dito 175 Fl., 4123 psd. groninger fle>. 150 Fl.

Roggen zu guten vorigen Preisen an Konsumenten; 124 pfd. t oberyss. 150 Fl., 126 pfd. tettin. 155 Fl., 117 pfd. getro>n. 135 Fl.

Gerste sehr preishaltend; 96-, 99-, 100pfd. neu. oldam. Win- tergerste 97, 102, 104 Fl., 98pfd. dito Sommergerste 101, 102 Fl., 106pfd. nassaud. 120 Fl.

Hafer still; 80pfd. fcin. 82 Fl.

Buchweizen die besten Sorten wenig und sehr preichaltend, Ne- benforten dagegen gut zum Verkauf und flau; 125 pfd. rhein. 167 8l., 1416pfd. vorländ. 133 Fl, 115pfd. groning. moor 125 Fl. an der Zaan.

Kohlsaamen wie fiüherz verkauft : kromh. 51, 52 L.; ostfries. 495 L., gering. fries. in der Versteigerung 233, 282 Fl., auf 9 Faß gleih 605 L., Sept, und Okt. 595 L.

Leinsaamen wie früher; 108=-, 109pfd. riga 215 Fl., odessa. 250 Fl.

Rüböl glei<h willig, auf Liefcrung mit wenig Handel etwas flauer. Leinök etwas fester. Rüvöl auf 6 Wochen 38 Fl.; efffckt,

112pfd.

bis ultimo Oft. wurden befördert im Monat Nov.. » »? (gegen 46,694 Personen im November 1847.)

, E R 7; 5 Q x T R P E E in Summa 592,398 Personen.

Sekannimachungen.

[622] Nothwendiger Verkauf.

Stadtgericht zu Berlin, den 7. September 1848,

Dcs hier in der Nosenquergasse Nr. 14 belegene, im Hypothekenbuche von der Königsstadt, Vol. 38, Nr. 2368. verzeichnete, dem Maurermeister Carl Ferdinand Beneckenstein adjudizirte Maurermeister Johann Hein- rich Ferdinand Beneckensteinshe Grundstü>k, gerichtlich abgeschäßt zu 8207 Thlr. 16 Sgr. 3 Pf., soll

am 24. April 1849, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle resubhastirt werden, Taxe und Hy- pothekenschein sind in der Registratur einzusehen.

[754] Publilcandum

Folgende nah unserer Bekanntmachung vom 27, No- vember c. in den hiesigen öffentlichen Blättern am 13ten d. M. ausgelooste Königsberger Stadt - Obligationen kündigen wir hiermit zum 1. Juli 1849:

Nr. 10048. 141976. 14221. 5174. 4839. 4951, 3808. 10715. 14009. 11931. 5110. 13829, 10054. 6252. 11968. 10074. 10382. 6249, 1023, 4302. 3039. 10162, 3463. 2007. 5106. 2004. 5074, à 50 Thlr.

Nr. 7860. 1715. 10770. 10532.-6842. 2093, 930. 3944, 41199,-/460. 12076. 8029, 3807. 712. 11141. 9441. 4907, 3018. 10597, 4259, 5917. 3582, 4322, 8905, 3267, -.2703.-8707,- 3431, 7843, à 100 Thlr.

Nr. 6540, und 4823 à 150 Thlr.

Nr. 141313. 1099. 269, 3767. à 200 Thlr.

Nr. 4973, und 2837 à 3009 Thlr.

Nr. 9544, à 350 Thlr.

Nr. 10515. und 10590, à 490 Thlr,

Nr. 5519, 7955, 11286. 1515. 5623, 1297, 14453, à 500 Thlr.

Nr. 11898, 3-650 Thlr.

Nr. 8161. à 750 Thlr,

Nr. 1219. 5848, 1281, 1483, 2075. 1379. 783. à 1099 Thlr.

Die Auszahlung der Valuta nah dem Nennwerthe und der fälligen Zinsen erfolgt vom 1, Juli 1849 ab durch unsere Stadt-Hauptkasse an den Tagen Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9 bis 12 Uhr Vormittags gegen Einlieferung der Obligationen, welche mit der guf dem gesezlihen Stempil ausgestellten Quit- tung der Jnhaber, so wie mit den Zins-Coupons von Nr. 9—14 versehen sein müssen,

Die vorstehend gekündigten Obligationen iragen vom 1. Juli 1849 ab feine Zinsen, und haben diejenigen Znhaber derselben, welche die Valuta bis zum 15, Au-

- gust künstigen Jahies nicht erheben sollten, zu gewär- tigen, daß diese für ihre Rehnung und Gefahr dem Depositorium des hiesigen Königl. Stadtgerichts einze- liefert werden wird, Auf. eine Korrespondenz bei dieser Realisirung des Kapitals und der Zinsen können weder wir uns, no< unsere Kasse \< einlassen,

Königsberg, den 13. Dezember 1848,

Magistrat Königl. Haupt- und Residenzstadt.

[747] Bekanntmachung,

Eine zum Konkurse des Papier-Fabrikanten Johann Oechelhäuser bei Siegen gehörige Papier - Maschine, welche bis jeßt nicht in Betrieb gewesen, und die völlig fertig is, mit Stoff-Regulator, Knotenreiniger, Schneide- Vorrichtung und Dampftessel, steht zum Verkaufe, Die Walzenbreite beträgt 4 Fuß 6 Zoll. Der Construction nach steht die Maschine in der Mitte zwischen dem eng- lischen und deutschen Systeme, indem sie ein Paar Gautschwalzen, ein Paar Preßwalzen und 2 Troken- walzen von 3 Fuß Durchmesser hat, Kaufliebhaber wollen sih an den unterzeihneten Konkurs-Kurator wen- den, der ihnen über die Kaufbedingungen nähere Aus- funft geben wird.

Siegen, den 13, Dezember 1848.

eufir<, Justiz-Kommissar,

547,301 Personen, 45,097 »

1577 b]

Berlin-Stettiner Eisenbahn.

Die Zahlung der auf unsere Actien am 2. Januar a. f. fäl-

2 4 N L A Ls ÆMligea Zinsen afolgt gegen L Einlösung des Zins- und Divi- dendenscheins Nr. 11. mit 4 Thlr. für die Voll-Actie und mit 2 Thlr. für die Halb-Actie hier bei unserer Hauptfasse vom 2. Januar a. f. ab,

in Berlin aber am 4.,5. u. 6. Jan.

auf unserem Bahnhofe des Vormittags von 9 bis 12 Uhr. Jn denselben Terminen werden auch dic Zinsen „auf die inzwischen ausgegebenen Prioritäts-Obligationen gegen Einlösung des Zins-Coupons Nx, 1. mit 5 Thlr. für die Obligation gezahlt werden, Stettin, den 12, Dezember 1848. Dre t ort aum: Kutscher. Rhades: LenTo.

d; m » Stargard - Posener Eisenbahn. [592 b]

A. Aenderung des Fahrplans,

und

. des Betriebs-Reglements

B und Tari fs, : S=Beides vom 1, Januar 1849 an. A. Abgang des 1sten Zuges von Stettin jest 11 Uhr 20 Minuten, künftig 12 Uhr 10 Minuten, und Abgang des 2ten Zuges von Stettin jeyt 4 Uhr 45 Minuten, künftig 5 Uhr ; Abgang des lsten Zuges von Posen jeßt 9 Uhr 44 Minuten, künftig 9 Uhr 39 Minuten, und Abgang des 2ten Zuges von Posen jezt 4 Uhr 4 Minuten, künftig 3 Uhr 34 Minuten, und dem entsprechende, bei ersten beiden spätere und bei leßten beiden frühere Abfahrt von den Zwischen- und Ankunft auf den End-Stationen. Die zum 1, Januar auf den Bahnhöfen und für das Publikum vorhandenen Fahrpläne werden das Genauere ergeben.

B. 1) Verwiegung statt bisher nah Handels-, künstig nach Zollgewicht, und Anwendung der Fracht- säße pro Pfd, und Ctr, auf leßteres,

2) Direkte Güter - Beförderung von Posen, Wol- denburg und Stargard nach Berlin, au nach allen Stations-Orten deutscher Verein s- bahnen, z, B. Hamburg, Magdeburg, Kölu, Leipzig.

3) Tarif-Aenderungen :

a) Hering und Farbeholz in die niedrige Aus- nahme-Klasse verseßt;

b) Erhöhung des Frachtsaßes der Normal- oder Mittel - Klasse von durc<scnittlich 4% Pfennige auf genau 5 Pfennige pro Meile und Ctr. ;

c) der höheren Ausnahme - Klasse, von jeßt durchschuittlih 6; Pfennige auf genau 8 Pfennigez

d) ter Wolle auf 10 Pfennigez

e) daß die auf einen Frachtbrief zu erhebende Fracht selbst (ni<ht Nachnahme 2c.) mit Beicgs Groschen abgerundet wird, so daß Peträge unter # Groschen gar nicht, von # Groschen an für Einen Groschen ge- bat f Vavenz

ap qur Beförderung in

die zulässige Belastung des 4. Ee Bek

Srädrigen Wagens auf 75, 115 und 160

Zoll- entner erhöht wird; /

daß für jeden Centner, ob die ganze Bahn

oder nur eine oder einige Stationen durch-

laufend, außer der bestimmten Frächt noch

4 Groschen für Expedition, erste Lagerung

und ing > Verwiegung entnommen wird z b) daß wie bisher zwei Kinder bis 10 Jahren

Éa tz

auf ein Billet fahren, ein Kind aber nicht

au darin bedeutender Umsay statt; Jutegrale gingen dabei von 465 auf 4ä% %z 3 prozentige wirklibe Schuld von 553 bis 562 %, und proz. dito von 724 auf 725%; 34 proz. Syndikat - Obligatio- nen erboben si von 72% auf 73%, undo die wieder öfter in Frage gefommenen Actien der Handels-Maatschhappy von 1375 bis.139 %,

i lern für jede Actie zu erheben.

auf ein Halb-Bisllet, sondern in {ster Klasse

auf ein Billet 2ter, in 2ter Klasse auf ein

Billet 3ter Klasse, und in Zter Klasse ein

Erwachsener und ein Kind auf ein Billet

: 2ter Klasse fährt. Besondere Abdrücke dieser und einiger nicht wescnt- licher Aenderungen unseres Betriebs - Reglements und des allgemeinen Güter-Tarifs können die Besitzer dieses Reglements gegen dessen Vorzeigung möglichst zum 1, oder doch Anfangs Januar auf unseren Bahnhöfen unentgeltlich entgegennehmenz auch sind sodann daselbst gegen eiue geringe Vergütigung besondere Tabellen der Frachtbere<hnung jeder einzelnen Station nach allen übrigen unserer Bahn von # bis 59 Ctr., so wie vielleicht erst etwas später, weil wir solche von auswärts erwarten müssen die Fracbttarife von Posen, Wolden- berg und Stargard nach allen Vereinsbahnen zun erhalten, Stettin, den 14. Dezember 1848, Wr Or m der Stargard - Posener Eisenbahn - Gesellschaft, Masche, Fraissinet. Pitßschky.

[593 b]

P E : 4 J Le { G Neisse-Brieger Eisenbahn. Die Herren Actionaire der Neisse- Brieger Eisenbahn, welche in Gemäßheit _F„ Unserer Bekanntmachung vom 10, Juni ed, 3, die Zinsen ihrer Actien pro er- Wistes Semester d. J. nicht erhoben lba- L hen, werden hiermit aufgefordert, diese Zinsen in der Zeit vom 20sten bis 30|.n d, M. in der Hauptkasse der Gesellschaft auf dem Oberschlesischen Bahnhofe hierseibst, Vormittags von 8 bis 1 Uhr, ge- gen Abgabe des Zins-Coupons Nr. 1, mit zwei Tha- Ueber Bezahlung der Zinsen pro zweites Semester d. J. soll die Be- {hlußnahme der nächsten General-Versammlung vorbe- hasten bleiben, Breslau, den 17, Dezember 1848, Das Oirettori wm,

PYeagdeburg- Tittenbergesche bahn.

[590 b] (Fi 1 D Nachdem vom Herrn

Minifter für Handel, Ge- werbe und öffentliche Ar- beiten mittelst Berfügung vom 10, November ec. die Ausschreibung der M zehuten Rate des Actien- ¿7 Kapitals der Magdeburg- Wittenbergeschen Eiseu- bahn- Gesellschast geneh- migt ist, fordern wir die Herren Actionairs der genann- ten Gesellschaft hierdur<h auf, in Gemäßheit des $, 12,

des Staiuts die lebten zehn Prozent des Actien-Kapitals nach Abzug der 5 Thlr. 24 Sgr. pro Actie betragenden Zinsen der früheren neun Ein- zahlungen à 4 Prozent bis ulüimo Dezember d, J,, also mit 14 Thlr, 6 Sgr. pro Actie in den Ta- gen vom

pra ® o 4 a i / I 15. bis 20, Januar 1849 entweder bei unserer hiesigen Hauptkasse (Schifferstraße Nr. 1. u, 2.) oder bei Herrn S, Herz in Berlin (Dorotheenstraße Nr. 1.) während der Vormittagsstun-

den von 9 bis 12 Uhr einzuzahlen,

Jeder Zahler hat bei der Einzahlung mit den be- treffenden Quittungsbogen zwei nah den laufenden Nummern geordnete, gleihlautende und mit seiner Na- mens-Unterschrift versehene Verzeichnisse zu welchen an den gedachten Orten, jedoch nur vor der Ein- zahlung selb}, Formulare in Empfang genommen werden können einzureihen. Das eine dieser Ver- zeichnisse muß auf einem ganzen Bogen geschrieben sein und verbleiht bei den eingelieferten Quittungsbogen, wogegen auf dem anderen deren Abgabe bescheinigt wird. Statt der eingelieferten Quittungsbogen werden acht Tage nah dem Schluß - Termine gegen Rückgabe der

a Ci Tony mrs

v E: F

L Da 41 L,

0/ à 2-05 Viai-35% Fk: Set: und Okt. 355 Gl. Leinöl auf 6 Woch. 264 Fl.z effekt. 255 Hanföl auf 6 Woch. 35 Fl., efffekt, 34 Fl. Rübkuchen 52 2 55 Fl.

Leinkuchen 8 a 10 Fl,

p

Gt

Einlieferungsscheine, deren Ueberbringer als zur Em pfangnahme berechtigt crachtet wird, die entsprehenden- über 200 Thlr. lautenden Actien nebst Dividendenschei- nen auf die zehn Jahre von 1849 bis incl. 1858 an den Orten ausgegeben, wo die Einzahlungen geleistet sind. Hierbei wid zugleich bemerkt, daß auf Grund der Dividendenscheine für das Jahr 1849 statt der Di- vidende die Zinsen à 4 Prozent von dem vollen Be- trage der Actie auf ein Jahr, in Gemäßheit des $. 17. des Statuts, vom 2, Januar 1850 ab werden gezahlt ajerden, Diejenigen Actionairs, welche bin- nèén der festgesepten Frist die Zahlung der ausgeschriebenen Rate nicht leisten, haben nach $, 14. des Gesellschafts-Statuts eine C onven- tionalstrafe von 10 Prozent dieser Rate zum Vortheil der Gesellschafts - Kasse verwikt. Erfolgt auch innerhalb se<s Wochen nach einer er- neuerten Aufforderung die Einzahlung der rüc>ständigen Nate und Conventionalstrafe nicht, so ist nah demselben Paragraphen die Ge - sellschaft berechtigt, sämmtliche bereits ge- leistete Zahlungen als verfallen, so wie das durch die früheren Einzahlungen und durch die ursprüngliche Zeichnung den säumigen Act:onairen ge- gebene Anrecht auf Empfang von Actien für erloschen zu erflären, die Quittungsbo- gen zu annnulliren, statt deren andere Actien aus- zufertigen und leßtere zu Gunsten der Gesellschaftskasse zu verkaufen. Magdeburg, den 19, Dezember 1848, Wirt ori m der Magdeburg-Wiittenbergeschen Eisenbalb1-Gesellschaft. C Ote, Vvisigenvi t 2A Z . r R e Toscanische Central-Eijenbahn [591 b] oon Siena nah Empoli. E ee Jn Betracht der Schwie-

n 2 DLE R rigfeiten, welche in Folge

des Manacls an direkten

Handelsbeziehungen dem

Wechsel-Verkehr zwischen

1, Toscana und A) Berlin

/ stehen, und in Betracht, daf die gegenwärtigen politischen Verhältnisse die Han- dels-Verbindungen noch mehr erschweren ;

Jn Betracht, daß dagegen der Wechsel-Verkehr zwischen

7 O C ¿ive j R L VSCaNA und L ci J leiht und die Verbi1-

; - 0E : , ; dungen leßterer Stadt mit Berlin neuerdings durch Eisenbahnen beschleunigt und vermehrt worden s\indz hat der Verwaltungsrath obengenannter Eisenbahn in seiner Sißzung vom 20, November beschlossen, seine

entgegen-

i A L E, Agentur in Berlin einzuziehen und mit derjenigen in Leipzig, welche den Herren Dufour Gebr, & Co. daselbst anvertraut is, zu vereinigen, und beauftragt Leßtgenannte mit Besorgung der Angelegenheiten der

Gesellschaft in Berlin, insbesondere derjenigen,

welche die Erhebung der Einzahlungen betreffen. Siena, den 1. Dezember 1848, Der vollziehende Secretair Po. Bandini.

Unter Bezugnahme auf obige Bekanntmachu"g ersu- hen wir die Besiger von Actien der Toscanisch:n Cen- tral-Eisenbahu, welche Einzahlungen zu leisten haben, ihre Juterimsschcine an uns zu senden, wogegen wir, wenn sie keine Belegenheit haben, den Betrag der ïin- zahlungen beizufügen oder hier an uns auszahlen zu lassen, gern bereit sind, denselben auf sie zu entnehmen.

Die für das Zahr 1849 ausgeschriebenen Einzahlun- gen sind: : die 14te von 50 Lire den 8. Jan, oder bis 8, Febr, mit 4 %,. » 45te » 50 » » 8,Mäz » » 8,April »

» 46te » 50 » » 8,Mai » » 8. Juni » » 17te » 50 » » 18, Juli D 18, Aug. » » 418te » 50 » » 28, Sept, » » 28,Oft, » Leipzig, den 20, Dezember 1848, f Dufour Gebr, & Co,

Das Abonnement beträgt:

2 Rthlr. für 5 pr of 4 Nthlr. - 5 Jahr. 8 Rthlr. - 1 pr

in allen Theilen der Monarchie ohne Preis - Erhöhung.

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der Bogen mit 23 Sgr. berechnet.

M 234.

P E Em A

Preußischer

Staats-Anzeiger.

Berlín, Sonntag deu 24, Dezember

Alle Post-Anstalten des Jn- und Auslandes nehmen Bestellung auf dieses Blatt an, für Berlin die Expedition des Preuß. Staats- Anzeigers :

Behren-Straße Ur. 57.

1848.

Damit wir in den Stand gesezt werden , den verehrlihen Abonnenten des Preuß. Staats-Anzeigers, mit welchem die vollständigen stenographischen Berichte über die Sitzungen der zu Ende des Monats Februar k. J. zusammentretenden beiden Kammern wcrden ausgegeben werden, vollständige Exemplare zu liefern,

werden sfe ergebenst ersucht, ihre resp. Bestellungen für das erste Quarta

.849 gefälligst rechtzeitig so bewirken zu wollen, daß die Auflage soglei<h zu Anfange dessclben danach be-

stimmt werden kann. Den später hinzutretenden Abonnenten dürften komplette Exemplare nicht immer nachgeliefert werden können, Der vierteljährliche Pránumerations- Preis beträgt 2 Rthlr., mit Einschluß der genannten stenographischen Berichte,

I n halt. Amtlicher Theil. Deutschland. Preußen. Berlin, Beförderungen und Verabschiedungen in der Ar- mee. Allerhöchste Verordnung. L Oesterreich. Wien, Kaîíjerliche Erlasse, Armeec-Bericht. Adres- sen des steyermärkischen Landtages an die beiden Kaiser, Provisorische Rekrutirungs - Vorschrift, Herstellung des Postverkehrs mit Preßburg. Verurtheilung. Triest. Die sardinische Flotte, Vermischtes. Bayern. München. Schreiben des Königs an den bayerischen Ge- sandten in Rom, Grafen von Spaur. Sachsen-Koburg. Koburg. Thüringisher Staatenverband. Sachsen-Altenburg. Altenburg. Verhandlungen der Landschaft. Hamburg. Hamburg. Verhandlungen der konstituirenden Versamm-

lung, A usland. t

Oesterreich. Mailand. Feier der Thronbesteigung des Kaisers Franz Joseph, : H

Scanbpeid, Paris. Das Ceremoniell für die Jnstallirung des Prä- sidenten. Die designirten Minister und anderen oberen Beamten. Vermischtes. Lyon, Hauptwahlsieg der bonapartistischen Partei.

Großbritanien und Jrland. London, Die bevorstehenden Konsfe- renzen zu Brüssel über Jtalien, Gustav von Beaumont und die BVer- hältnisse zwischen England und Frankreich, Türkischer Gesandter, Die Land- und Seemacht und die Bestimmung von Napier's Geschwa- der, Die neuesten Nachrichten aus Indien und China. Der Post- petias mit den Vereinigten Staaten. Parlamentswahl, Vecer- mischtes.

Rußland und Polen. St. Petersburg, Kirchlihe Ernennung. Vorschrift in Dew auf das Reisen der Juden ins Ausland. Cholera.

Niederlande. Aus dem Haag. Kammer-Verhanktlungen.

Dänemark. Kopenhagen, Proclamation des Königs.

Schweiz. Bern. Budgets-Reductionen, Oberst-Lieutenant von Mu- ralt +. Luzern. ie Untersuchung gegen Bossard und Konsorten.

talien. Provisorische Regierung in Nom, Zucchi und Bevilacqua.

Griechenland. Athen, Die Adressen des Senats und der Deputirten- Kammer,

Acgypteu. Kahira. Ankunft Maslum Pascha's, Alexandrien, Ankunft Abbas Pascha's in Kahira.

Börsen- und Handels - Nachrichten.

Beilagen, i

Amtlicher Theil.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst gerußt : 3 Dem E loren der Handels-Kammer zu Gladbach, J. P. Böl- ling, den Rothen Adler-Orden dritter Klasse mit der Schleife; so wie dem evangelischen Küster und Schullehrer Russa> in Kalzig, Regierungs-Bezirk Frankfurt, und dem Fruchtmesser Sonneuschein zu Arnsberg das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen.

Uichtamtlicher Theil. Deutschland.

Preußen. Berlin, 23. Dez. Nach dem heutigen M ilitair- Wochenblatte ist der Hauptmann Grünmüller vom 4. Jnfanterie- Regiment zum Major und Commandeur des 1sten Bataillons 14ten Landwehr-Regiments, der Major von Plonsfki, Commandeur des 4sten Bataillons 14ten Regiments, zum 2ten Kommandanten von Er- furt ernannt worden. Ferner ist der General - Major von Klaß, 9ter Kommandant von Erfurt, als General - Lieutenant mit Pension zur Disposition gestellt und dem Major von Podewils, aggreg. dem 6. Kürassier-Regiment, als Oberst-Lieutenant mit der Regiments- Uniform mit den vorschristsmäßigen Abzeichen für BVerabschiedete, Aussicht auf Civil - Versorgung und Pension der Abschied bewilligt worden.

Dasselbe Blatt enthält folgende Allerhöchste Verordnung :

„„Mit Bezng auf den $. 8 des Militair - Pensions - Reglements vom 13. Juni 1825 bestimme Jh, daß der Feldzug in Scleswig- Holstein den an Gefechten betheiligt gewesenen Personen bei Berech- nung der Dienstzeit als ein Kricgssahr in Anrehnung kommen soll.

Potsdam, den 20. November 1848.

(gez.) Friedrich Wilhelnr.

(gegengez.) Gr, von Brandenburg. An das Staats-Ministerium.

Vorstehend abgedru>te Allerhöchste Kabinets - Ordre wud den Königlichen General-Kommandos 2c. hierdurh bekannt gemacht. ¡Berün, den 12. Dezember 1848. : äriegs-Ministerium. Allgemeines Kriegs-Departement. - von Griesheim. von Herwarth. An sämmtliche Königliche General-Kommandos 2c.“

Oesterreich. Wien, 20. Dez. Die Wiener Zeitung enthält nachstchende Kaiserlihe Erlasse : /

Wir Ferdinand der Erste, von Gottes Gnaden, Kaiser von Oester- rei< u. \. w. Zurübli>kend auf den über dreizehn Jahre dauernden Ver- lauf Unserer Regierung, beruhigt Uns das reine Bewußtsein, daß jede von der göttlichen Vorsehung Uns verliehene Kraft und Fähigkeit, jede Absicht

Unseres Herzens und jede Herrschergewalt stets einzig und allein auf Be- förderung der Neligiosität, der sittlichen und materiellen Wohlfahrt Unserer Völker, auf Ermäßigung ihrer Lasten / auf Verbreitung der Achtung für Recht und Gesey, auf Verbesserung der bürgerlichen Einrichtungen und deren gemeinnügige vnd vernünftige Entwi>elung ge- richtet war. Der Herr des Weltalls hat Uns die Gnade seines Segens nicht vorenthalten, denn es ward Uns gegönnt, die erfreulichen Resultate Unserer unablässigen Bemühungen, die sich in Unseren Reichen und inmit- ten Unserer Völker in ihrer erhöhten und einem freudigen Fortschritte zuei- lenden Wohlfahrt offenbarten, mit eigenen Augen zu schauen; es wurde Uns die dankbare Anerkennung Unserer treuen Unterthanen zu Theil, und überdies wind Unser Herz von der festen, lohnenden Zuversicht erfullt, daß die heilbringenden Folgen Unserer Bestrebungen treulich bewahrt und sorg- sam gepflegt au auf die kommenden Geschlechter übergehen, sih auch der späten Nachkommenschaft fruchtbringend erweisen und vor dem Richterstuhle der Nachvelt die Reinheit Unserer Absichten bleibend bezeugen werden.

Bescclt von diesen Gesinnungen, war der Schmerz, der Unsere Brust erfüllte, tief und herbe, als Wir in einigen Theilen Unserer Neiche, _und namentlich im Königreiche Ungarn, die Herrschaft der Geseße und die öffent- liche Ordnung durch freche Aufwiegler gefährdet, viele Unserer Unterthanen durch solche irre gesührt, in Folge hiervon den inneren Fricden des Rei- ches, die öffentliche Sicherheit und das gute Einvernehmen Unserer Völker gestört, Uns selbst ferner in Unseren geseßlichen und constitutionellen Kö- niglichen Nechten angegriffen zu sehen gezwungen waren. L

Zu welchen Maßregeln Wir im Gefühle Unserer Königlichen Pflichten und Nechte zur vollständigen Aufrechthaltung der Macht und Sicherheit Unserer Krone und zur Verhütang und Heilung der erwähnten ver- derblichen Zustände zu greifen genöthigt gewesen seien, is allen Unseren ungarischen Unterthanen mittelst Unserer am 22, und 25. September, am 3, und 20. Oktober, am 6, und 7. November l. J, erflossenen Königlichen Reskripte und Manifeste bereits bekannt gegeben worden. Das reine Be- wußtscin, daß auch bei dem Anlasse dieser Verfügungen yur das wirkliche und bleibende Wohl Unserer Völfer Unseren Augen vorgeshwebt und Un- sere Absichten geleitet habe, minderte zwar die durch die Fatigefundenen be- dauerlichen Vorgänge erzeugte Beirübniß, indessen haben die aus ciner sole- chen Vereitelung Unserer aufrichtigsten Absichten entsprleßenden traurigen Erfahrungen zugleich jene Ueberzeugung in Unserem Junern hervorgerufen, daß es Uns nicht mehr möglich sei, fortan für das Glü Unserer Völker im Einklange mit den Wünschen Unseres - Herzens thätig zu scin und dem- zufolge nach reiflicher und ernster Erwägung den unabänderlichen und festen Entschluß herbcigeführt den Wir hicrmit allen Unseren Unterthanen fundgegeben und seierlih eröffnet wissen wollen Unsere Kaiserlich Kö- niglichen Kronen und Macht niederzulegen und Unseren Herrscher - Throu zu verlassen. : i is

Nachdem ferner Unser geliebter Bruder, der durchlauchtigste österreichische Herr Erzherzog und Königl. ungarische Prinz Franz Karl, der stets ein treuer Theilnehmer an Unseren Bemühungen war, von gleichen Ueberzeu- aungen geleitet, seinerseits auf seine Rechte, welche ihn, in Ermangelung Ünserer direkten Erben, in der Eigenschaft Unseres natürlichen und gesehz- lichen Nachfolgers, in Folge der durch die pragmatische Sanction geregelten, durch die Verfassung und die Gesege des Reiches angenommenen, anerkann- ten und festgestellten Erbfolge - Ordnung zukommen würden, aus eigenem Antriebe unter Einem für alle Zukunft Verzicht gelcistet hat und hier- dur< die Krone und jede mit derselben verbundene Macht, Be- rehtigung und Würde auf den erstgeborenen Sohn Unseres ge- liebten Bruders, Unseren vielgeliebten Neffen, den durchlauchtigsten Kaiserlich österreichischen Herrn Erzherzog und Königlih ungarischen Prinzen, Franz Joseph, in allen Unseren Reichen verfassungsmäßig und gesezlich, thatsächlih und in Wirklichkeit übergegangen ist , so wollen Wir dies allen Unseren Völkern und Unterthanen hiermit. mit dem Zusaße bekannt geben und eröffneu, daß die hierüber verfaßte feierliche Urkunde durch Uns, Unsere" erwähnten vielgeliebten Bruder und mehrere durchlauch- tigste Mitglieder Unseres Hauses unterzeichnet und mit Unserem Kaiserlich- Königlichem Jusiegel bekräftigt, auf Unseren Befehl in Unserem geheimen Hof- und Staats-Archiv hinterlegt ist.

Zugleih entheben Wir für alle Zukunft alle Unsere Untertha- nen im Allgemeinen und insbesondere Unsere Beamten, Angestellten und Diener jeder Gattung, von dem Uns geleisteten Eide der Pflicht, der Unter- würfigkeit und des Gehorsams, mit welcher sie Uns als ihrem geschlichen und erblichen König und Herrn verbunden waren, übergeben und übertragen eben so alle Unsere Berechtigung und Macht auf den natürlichen , geseß- lichen und verfassungsmäßigen Erben Unserer Krone, Unseren erwähnten aufrichtig geliebten Neffen, den durchlauchtigsten Kaiserlich österreichischen Herrn Erzherzog und Königlich ungarischen Prinzen , Franz Joseph , wie Wir andererseits allen Unseren Unterthanen im Allgemeinen und insbeson- dere allen Unseren Beamten, Angestellten und Dienern hierdurch gnädigst befehlen und auftragen, daß sie mit jener Unierwürfigkeit, jenem Gehorsame und Treue, die sie Uns, als ihrem geseglihen und erblichen König und Herrn, schuldig waren, sich in Zukunst dem natürlichen und geseylichen Erben Ünserer Krone, Sr. Kaiserl, Königl, apostolischen Majestät Franz Joseph 1, verpflichtet ansehen und anerkennen sollen,

Mit Kundmachung dieses Unseres Königlichen Entschlusses und Be- fehls vrü>en Wir jenen Unseren treuen Unterthanen, die, Unsere Absichten würdigend, mit Uns in ihren verschiedenen Sphären- bereitwillig und auf- rihtig zusammengewirkt haben und für ihre in Handlungen sich offenbaren- den Beweise des Dankgefühles, welche Unser Herz so häufig erfreut haben, hiermit die verdiente Anerkennung aus, und hören nicht auf, Uns zugleih an den allmächtigen Gott mit dem demüthigen und hei- ßen Gebete zu wenden, damit er die Herzen, die Absichten und den Willen, sowohl Unseres vielgeliebten Neffen, als jene seiner Völfkcr, immer zum Gu- ten leitend, den Verlauf der Regierung desselben, durch Kräftigung der wah- ren Religiosität und Sittlichkeit, gottgefällig , dur allseitiges Gedeihen der öffentlichen Wohlfahrt aber im Jnnern und nach außen mächtig, blühend und glückli, mithin den kommenden Geschlechtern und der spätereu Nachkom- menschaft für ewige Zeiter, erinnerlich werden lassen, und den unversiegba- ren Gnadenquell seines Segens über Unsere Völker und Unser Haus aus- \chütten möge, deren wahres Wohl Wir stets in Unserem Herzen getragen haben und auch künftig mit der wärmsten Theilnahme bis zum leßten Au- genbli>e Unseres Lebens begleiten werden. 7

Gegeben in Unserer Königlichen Hauptstadt Olmüß, am zweiten De-

zember im Jahre des ‘Heils Eintausend achthundert und acht und vierzig, Unserer Regierung im Vierzehnten,

Ferdinand.

Franz Karl,

Wir Franz Joseph der Erste, von Goites Gnaden Kaiser von Oesterreich u. st. w.

Nachdem es Unserem Allerdurchlauchtigsten Herrn Oheim, Sr. Maje- stät Kaiser Ferdinand 1, dieses Namens dem Fünften Könige von Ungarn und Böhmen, aus den im Allerhöchsten Manifeste vom heutigen Tage ausgesprochenen Beweggründen gefallen hat, dem Throne der öster- reichischen Gesammt-Monarchie und somit auch der mit dieser unauflöslich verbundenen Krone des Königreichs Ungarn zu entsagen, und Unser, gemäß der durch die pragmatische Sanction geregelten und die Landesgesctze bestimmten Thronfolge zur Regierung berufene durhlauchtigste Herr Vater, Erzherzog Franz Karl - Kaiserl. Hoheit, auf sein Recht zur Krone unter Einem feierlich Ver- zicht geleistet hat, haben Wir, frast Unseres natürlichen und gesepzlichen Erbfolgerechtes, nebst der Regierung Unserer übrigen Staaten, auch jene des Königreichs Ungarn und des Großfürstenthums Siebenbürgen ange- treten.

Jm Augenbli>e, wo es, könnten Wir dem Zuge Unseres Herzens fol- gen, Unsere erste und liebste Regentenpflicht wäre, Unser ganzes Streben der friedlichen Förderung des Glü>es und der Wohlfahrt Unserer ungari- schen Völker zu widmen, wird Uns die Erfüllung diescs Vorsazes, der das Wirken Unserer künftigen Regierung bezeichnen soll leider zur Unmög- lichkeit,

Das Treiben einer Mahnungen und erpsten

verbrecherishen Faction, die, alle väterlichen

Gebote Unseres Erlauchten Vorgängers verhöhnend, nachdem sie dur< die verwerflichste! Mittel den offfe- nen Aufruhr hervorgerufen und im Bunde mit Empörern Unsere getreuen Truppen anzugreifen gewagt in ihrer hochverräthe- rischen Widerseglichkeit die geheiligteen Namen des Königs und des Vaterlandes fre< mißbrauhend fortan beharrt giebt Uns die s{<merzliche Ueberzeugung, daß die große Mehrzahl der wohlgesinnten Bewohner Ungarns und Siebenbürgens die crerbte Treue und Anhänglichkeit an ihren König nicht zu bethätigen vermag, bevor sie von dem tyranunischen Dru> der Empörer mit der Gewalt der Waffen befreit wird.

Tief betrübt über dies Gebot der Nothwendigkeit, das Uns die schweiste der Königlichen Pflichten auferlegt, sehreiten Wir denno mit ruhigem (Ge- wissen zur Ausübung desselben, denn nur auf diesem Wege zeigt sih Uns nach den beklagenswerthen Ergebnissen der lezten Zeit die Hoffnung, den Uns von Gott anvertrauten Völkern Ungarns die Segnungen des Fric- dens, die volle Anerkennung und Gewährleistung aller Nationalitäten und das Aufblühen ihrer Wohlfahrt sichern zu können.

Zu diesem Zwecke finden Wir Uns vor Allem bewogen, die von Unserem Erlauchten Vorgänger gefaßten Beschlüsse und Verfügungen vom 6, und 7, November l. J. ihrem ganzen Umfange nach aufrecht zu erhalten und alle Behörden für die unerläßliche Befolgung derselben der strengsten Verantwortung zu unterzichen,

Wir bestätigen demnach den zur Bewältigung des Aufruhrs von Un- serem Erlauchten Vorgänger zum Oberbefchlshaber der Kaiserlichen Trup- pen ernannten und mit allen Vollmachten ausgerüsteten Feldmarschall Für- sten zu Windischgräy in dieser Stellung, bekräftigen die ihm in dem Aler- höchsten Manifeste vom 6, November l. J. ertheilten Vollmachten und be- austragen ihn neuerdings mit der Anwendung aller zur Wiederherstellung der Ruhe und Ordnung erforderlichen Mittel.

Wir befehlen Unseren in Ungarn und Siebenbürgen stehenden irre- geführten Truppen, sih dem Ober-Kommando Unseres genannten Feldmar- \challs zu unterordnen und sich den Fahnen anzuschließen, die bis in die neueste Zeit stets das Sinnbild der Treue, der Ehre und der Tapferkeit waren, und welchen sie nur Lug und Trug abwendig machen konnten,

Wir zählen mit voller Zuversicht auf die rechtliche Gesinnung, auf die angestammte Treue der friedliebenden Bewohner Ungarns und Siebenbür- gens, daß sie den verbrecherischen Verlcitungen selbstsüchtiger Empörer kräf- tigst widerstehen, in dem Kreise ihrer Thätigkeit Unsere nur auf ihr Wohl gerichteten Absichten unterstüßen und die Herbeiführung des von Uns heiß ersehnten Augenbli>s fördern werden, wo es Uns unter dem Schutze Got- tes vergönnt sein wird, Worte des Friedens, der Einigkeit und des Ver- trauens an sie zu richten. : 1 :

Gegeben in Unserer Königlichen Hauptstadt Olmüß, den zweitcn Dezember im Jahre des Heils Eintausend Achthundert und Acht und

Vierzig. .

M Franz Jo seph.

Se. Majestät Kaiser Ferdinand 1. hat nachstehendes Kabinets= schreiben an den fommandirenden General in Mähren und Schlesien, Feldmarschall-Lieutenant Fürsten Reuß-Köstriß, erlassen :

„Lieber Fürst Reuß-Köstriß! Jh habe Jhre Bitte vom 5. November 1848, welche die Nothwendigkeit Jhrer Verseßung in den Ruhestand berüb't, zur regelmäßigen Verhandlung geleitet, bewillige Jhnen aber indeß, daß Sie alsogleih Sich der Pflege Jhrer Mir werthen Gesundheit in Gräfenberg widmen und wegen der Geschäftsbesorgung jene Voikehrung treffen können, welche Sie in Jhrem Gesuche andeuteten. Mit dem Bedauern über das Unglü>k, welches unertvartet früh dem Staate Jhre nüglichen Dienste ent- zieht, verbinde Jch den zunsh, daß Jhre Genesung bald gelingen und Mir das Vergnügen verschassen werde, Sie abermals in der Reihe Meiner ausgezeichnet Hälgen D Os zu erbli>en.

. November .

Olmüy, den 6. No j P

Dasselbe Blatt enthält folgendes Armee-Bülletin vom 19. Dez. :

„An Se, Excellenz den E Berta Nolte C als di dien, Freiherrn d Lieutenant und Gouverneur von e rg, am 18. Dezbinbec 1948.

Jch beeile _mih, Ew. Excellenz bekannt zu geben, daß ih so eben, Nachmittags 3 Uhr, mit dem 2. Armce-Corps über Stampfen in Preßburg eingerü>t. bin, nachdem diese Stadt gestern vollständig vom Feinde geräumt und die Schiffbrücke abgefahren worden war. Nähere Details behalte ich mir vor. Mein Hauptquartier übertrage ih heute nach Carlburg.

L ate R al Une bef

rde gestern am 18. Dezember Wieselburg nach cinem hes-

ddéà makehdntiae Gefechte vom ersten Armee-Corps unter Befehl Sr. Excellenz des Banus genommen und besetzt.