1849 / 80 p. 1 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

angenommen hatte, wurde ein Ta Regimente die Zufriedenheit und L i j und die vorzüglichen Ei-

Großfürst b N aag on verlesen, in wel<em den Hege S. 1+ S ti t für den Eifer teit Sr, Ralser es P passelbe seit 25 Jahren beständig aus- O Enet ‘hat, ausgesprochen werden. Hierauf bekleideten Se. Kaiserliche Hoheit den General Kuschelew mit den Insignien des St. Stanislaus-Ordens 1ster Klasse, welche Se. Majestät drx Kai- ser Sr, Hoheit zugestellt hatte, und geruhten, an fast alle Offiziere, welche diesem Familienfeste beiwohnten, einige Worte voller Güte und Leutseligkeit zu richten. Die Herren Generale dér Jrnifäntérie, der General - Adjutant Graf Adlerberg und der Kriegs - Genéral- Gouverneur von St. Peterburg, Schulgin, die zu den ältesten Of- fizieren des Regiments gehören, wurden bei dieser Gelegenheit von Sr. Majestät dem Kaiser von neuem in die Listen des Regiments eingetcagen, mit dem Rechte, die Uniform desselben zu tragen. Se. Kai= serl. Hoheit empfingen mit gleicher Güte die verabschiedeten Unteroffiziere und Soldaten des Regiments, die ebenfalls gekommen waren, Hochdem= selben ihre Glü>wünsche darzubringen. Als s{ Se. Kaiserl. Ho- heit hierauf in seine: Zimmer zurü>zog, versammelte sich das Regi ment in der Manege des Palastes, woselbst Se. Majestät der Kai- ser demselben seine Zufriedenheit auszusprehen geruhte und dann, si< zur Rechten der Ehrenwache stellend, welche aus der von Sr. Majestät dem Kaiser im Geheimen von Ropscha, ihrem gewöhn- lichen Cantonnement, hierher berufenen Compagnie des Großfürsten bestand, Se. Kaiserl. Hoheit benachrichtigen ließ, daß Allerhöchstdie- selben Sie erwarteten. Beim Eintritt des Großfürstcn in die Ma- nege begrüßte ihn die Ehrenwache mit den militairis<hen Ebren- bezeugungen, und der Kaiser, ‘nahdem er den Großfürsten beglü>- wünscht und herzlih umarmt hatte, begleitete denselben längs der ganzen Front. Nachdem Se. Kaiserl. Hoheit bereits am Morgen allen Unteroffizieren und Soldaten, so wie den in St. Petersburg aúwesenden verabschiedeten Soldaten des Regiméntes, eine Grati- fication hatten auszahlen lassen, geruhten Hochdieselben an das Re- giment ein an den Chef desselben gerichtetes Handschreiben ergehen zu lassen, um für die überreihte Medaille, so wie für die in dem Schreiben seiner Waffengefährten aus dem moskauschen Regimente ausgesprochenen edlen Gesinnungen zu danken. Am folgenden Tage begaben sich ‘seine Kaiserliche Hoheit der Großfürst Michael Pawlowitsh, in Begleitung Sr. Kaiserlichen Hoheit des Groß- fürsten Thronfolgers, in die Kasernen des gedachten Regiments, wohn= ten in Gegenwart aller Offiziere, welche bei der Feier des vorigen Tages zugegen gewesen. waren, einem in der Kapelle gesungenen Tedeum bei und besuchten alle Compagnieen, das Lazareth, die Kan= tonisten - Schule und die verheiratheten Männer des Corps. Am Abend desselben Tages fand beim Chef dcs Regiments ein großer Ball stätt, und am 24sten gab der Großfürst ein glänzendes Mit- tagêsmahl, wel<hes Se. Majestät der Kaiser, so wie Jhre Kaiserlichen Hoheiten der Großfürst Thronfolger und die Frau Großfürstin He= lena Pawlowna mit ihrer Gegenwart beehrten. Nach dem Mahle geruhte die Frau Großfürstin \si{< alle höhereren Offiziere des Re- gimentes vorstellen zu lassen.“

Wissenschaft und Kunst.

Königsftädtisches Theater.

Ztalienishe Opern- Vorstellung: La Figlia del Reggimento,

Den 19. Márz.

Donizetti's vielbeliebte „Regimentstochter““ kam am Montag zum erstenmale ín dieser Saison auf der italienisben Opernbühne zur Auffüh- rung. Sgr. Dogliotti, die wir bisher nur in zweiten Partieen sahen, trat darin als Marie auf. Die Sängerin brachte dur die Frische ihrer Stimmmittel, so wie durch die Anmuth ihrer Erscheinung, einen sehr ange- nehmen Eindru> hervor und löste die Aufgabe überhaupt wider Erwarten befriedigend. Sie bewegte si< lebendig, exerzirte, marschirte und trommelte allerliebst uud leistete au< im Gesange, so weit ihr Mezzo-Sopran für die Partie ausreichte, das Mögliche. Namentlich bot der erst e Akt recht Ge- lungetes, so z. B. gleich in der ersten Arie, die (um einen Ton tiefer trans- ponirt) mit vieler Sicherheit von ihr ausgeführt wurde. Auch im Duett | mit Tonio wirkte sie in anerkennenêwerther Weise, wenngleich als das Ge- lungenste ihr Vortrag der Abschieds-Romauze bezeichnet werden muß, inso- fern sie hier ihre s{<önen Gesangsmittel au<h mit entsprehendem seligen | Ausdru> zu verwenden wußte, Ueberhaupt dürfte der einfahe Gesang dem | Naturell der Sängerin mehr zusagen, als - der reihverzierte, obwohl wir nicht verkennen wollen, daß sie au in der Koloratur ‘in lbterer Zeit, wie überhaupt, bedeutende Fortschritte gemacht hat, Dem Triller hätte Sgra. Do gliotti jedoh vorzugsweise noch cin cifriges Studium zu widmen, Im | zweiten Aft entfaltete die Scene am Klavier ebenfalls recht glücliche Momente, | 0 daß die Sängerin auch hier Anerkennung und, wie {on im ersten Akte, durch reichlichen Beifall gebührende Aufmunterung fand. Nach dem ersten Akt erfolgte sogar der Hervorruf,, eine Ehrenbezéugung, die vom Publikum in- deß nur als Auszeichnung für gereifte Kunstleistungen aufgespart werden | sollte, Die übrigen Mitwirkenden anlangend, so sang Sgr. Labocetta |

N Si ter)-D-2in ded rierdeonnm-fnzÄGyw-deBnwm-P ebe etre per nenbnng eilen

8 ekanntmachungen.

[112] Obrigfkeiiliche Bekanntmachung.

Der Student Johann Gottfried Friedrich, dessen gegenwärtiger Aufenthalt nicht zu ermitteln is, ist in der heutigen Sipung des unterzeichneten Gerichts

in comúmaciam von der Ankla e H entbunden worden. ge des Hochverraths

Berlin, den 24, Februar 1849. Königl, Kriminalgericht hiesiger Residenz. Erste Abtheilung.

pee"

[241 Uebex das Vermögen des i-Besi

s Färberei-Besi E

E Ephraim Rosenberg von hier N aal

age der Konkurs-Prozeß eröffnet wotden s

er Termin E u Konbirun, ate Anmeldung aller Ansprüche an die

am 7.-Maü‘lut. ; vor dem Herrn Ober ‘6 Vormittags 10 Uhr,

L err andesgeri wi im Parteienzimmer des biesigen Geeeasessor v. Koch

Wer sich in diesem Termine nj ; seinen Ansprüchen an die Masse ausge, Bird mit deshalb gegen die übrigen Gläubizer- ein ewi und ihm schweigen auferlegt werden, FNges Stills Culm, den 23. Dezémber 1848.

Königliches Land-- und Stadtgericht, H É

6 G ifta L Auf -den Antrag der Chefrau des Arbei Vóölkmaun, Prior geborenen: Kressin, beau

weten Aerblirger Wartchow von hier, / ist die Toves-

Erklärung ihres Vaters, des Bauers Friedrich Gotilirb

Kressin aus Langenhagen, eingeleitet worben, welcher

sich ‘angeblich im Jahre 1809 und 1810 ‘von seinem

Wohnorte Langenhagen ‘entfernt ‘hat, ohne daß \eithér irgend eine Spur und Nachricht von ihm zu erinitteln gewesen resp. ergangen is,

[25]

Die h

bäulichkeiten nebst

Sgr. 9 Pf, fenidrki U

Citation;

Okitöber 4778

- feine N Auf geste denten ‘hièrmit oder längstens

esbefehl ankbar=

Es werden daher der Bauer Friedrich Gottlieb Kressin | aus Langenhagen und dessen unbekannte Erben und Erbnehmer hierdurch aufgefordert, spätestens in dem zur Justruction der Sache auf

den 12, Dezember 1849, Vorm. 10 Uhr, in unserem Geschäftslokale anstehenden Termine sich zu meldeir und resp. ihre Erb-Ansprüche

Erfolgt eine solche Meldung bis zu oder in dem ge- dachten Termine nicht, so wird der Bauer“ Friedrich Gottlieb Kressin für todt erklärt und sein der Nachlaß dessen bekannten Erben zuge ausgeantwortet werden.

Treptow an der Rega, den 28, Oktober 1848. Königl, Land« und Stadtgericht,

Wollheim, Kammcrgerichts-Assessor,

E Nothwendiger Verkauf,

Königl. Preuß. Land- und Stadtgericht zu Erfurt, hier unter Nr. 1714, 1715 und 1716 dem Bierbrauer August Möller gehörigen Brauhaus-Ge-

gerichtlich taxirt zufolge der nebst Hypothe- dém E Sao einzusehenden Taxe, sollen am Vormittags 11 bis N i , :44 achmittags 6 Uhr an Gerichtsstelle, Zimmer Nr. 33, subbastirt E j

[20 B Johann S, Fannimahu

“if V

und: hat seitdem

igeforbert, bilien L ‘úfallsige Descen- f y u j «nberäumtén Tétmine 4 is

478

den Tonio mit gewohnter Meisterschaft, ohne uns durh die Darstellun der Nolle zu befriedigen, indem cr den si< später zum Offizier sich auf- shwingeiden Bauer“ im ersten Akt doch fast gar zu tölpelhaft zeihnet. Auch Sgr. Rinaldini, als Sergeant, genügte mehr dur<h Gesang, als Spiel z er wußte zwar, militairischen Anstand zu behalten, aber wenig Laune zu entfalten, Fräul, Knie sche gab die Marquise, braucht indeß als Mutter der Marie keineswegcs in so erschre>lich alter und häßlicher Maske zu er- scheinen und hätte sh bësondèrs in der Scene am Klavier vor UÜebertrei- bung zu hüten, Sgr. Catalänvo geben wir den Rath, als Haushof- ineister nicht den Versuch“ zu machèn, komisch erscheinen zu wollen, da si feine Gelegenheit dazu bietet, Das Ensemblé ließ zu wünschen, Eben so det Besuch seitens bes Publikums, der ziemli s<hwa< war,

Eisenbahu - Verkehr.

Stra Gr Etsen L'al n, Frequenz und Einnahme. Einnahme. Rtl: Sgv. Pf. 1520/ "23 9 Io 197 29.465312

Personen. Monat Januar 33,888 » Februar... 34,392 68,280 Ctr. Güter. 74,474 82 055

156,529

Summa i 10 Einnahme. 16,492 6 ‘9

Monat Januar i 17/002 U 5 17: 2

» ¿Februar

Summa

ten“ Antrac daher gedachter Krauß ®der pegntestat- Erben werden

34,094

Ueberhaupvot 63,550

vorbehaltlich späterer Festseßung.

Auswärtige Börsen.

Amfterdam, 17. März. Der hicsige Fonds-Markt wurde diese Woche in sehr angenehmer Stimmung eröffnet und das er- hebliche Steigen der französischen Renten, so wie die günstigen Nach- richten von. der wiener Börse, regten von allen Seiten die Kauflust so sehr an, daß fast alle. Effekten zu höheren Coursen abgenommen wurden. Bald darauf aber trat wieder eine Wendung ein, als man von Paris abermals ein Zurü>kgehen der Rentenpreise erfuhr , erst wegen Gewinn-Realisirungen, doch später wegen der sehr kriegerisch lautenden Nachrichten aus Jtalien, und der Markt folgte derselben Richtung, Bei férneren beunruhigenden Gerüchten vom Auslande traf nun die traurige Kunde hier ein, daß dem Könige der Nieder- lande plövli<h cine lebensgefährlihe Krankheit auf der Reise nach seinem Lustschlosse. zu Tilburg zugestoßen wäre, welche cinen gewaltigen CEindru> auf die Gemüther der Spekulanten mate und die Course der holländischen Staatspapiere ge- stern um ein Paar Prozente herunterwarf. Integrale s<{los- jen verwichenen Montag mit 49% pCt., wurden dann durch anhaltendes Ausbieten bis 484 % herabgedrängt und fielen gestern auf 47 %. 3 prozentige wirkliche Schuld hatte 5845 % er- reicht und fiel später von. 58 % auf 567 %z 4 prozentige dito stand am höchsten auf 487 %, wi allmälig bis 76% und konnte zuleßt nur 745 % bedingen. Französische 3 prozentige Renten, die hier ge genwärtig häufig verhandélt werden, blieben vorigen Montag 54% %, drüdten si< bei täglichen. Absäßen bis 513 % und fielen gestern plöß- lich auf 49% %, 5prozentige wiener Metalliques hatten si< von 705% auf 73 % erhoben und konnten bei allmäligem Weichen zu= lest nur 695 % bedingen; 25 prozentige dito sind von 38 auf 360% % gefallen. Von den russischen Fonds wichen 5 prozentige alte Obligationen bei Hope von 1015 % auf 101 % und 4prozentige Certifikate bei demselben von 825 auf 805 %. Spanische Ardoin- Obligationen fielen von 1145 bis 10x %z 3prozcntige binnenlän- dische dito von 23 auf 215 %z peruanische dito von 421 bis 39 %. Portugiesische Obligationen von 28% auf 264 %.

E

Markt: Berichte.

Danzig, 17. März. Die im Dienstags - Bericht erwähnten 19 Last feinbunter 131pfd. Weizen aus Graudenz find zu 425 Fl. und 11 Last 132pfd. {wimmend auf Lieferung zu 435 Fl. verkauft worden. Bom Speicher wurden 30 Last. 130, 31 pfd. Weizen zu 390 und 12 Last Leinsaat zu 320 Fl. geschlossen. Ein Posten von 0 Last Leinsaat ziemli<h ordinairer Gattung is vor etwa $8 Tagen zu 300 Fl. gekauft worden. Die näheren Umstände eines Abschlu ses von 120 Last 105pfd. Gerste sind nicht genau bekannt; muth- maßlich dürfte der Preis 150 Fl, frei an Bord sein.

ziemlicher Smarje einz heute ist das Wetter {ön und kalt. Die Befürchtungen für die Saaten haben dadurch neue Anregung er= halten, und“ es bedürfte vielleiht nur einer béfriedizenden Lösung der shwebenden internationalen Frage, um Speculation für cinige Getraide-Arten aufkommen zu lassen. Für die nächste Zcit dürfen wir freili< darauf re<nen, ungewöhnli< große Vorräthe zu besiven, da schon jeßt Bvodenräume kaum mehr zu haben sind, und unsere Speicher denn do< an 80,000 Wispel aufnehmen können. Bei dem jeßt ôstlih gegangenen Winde werden die in Swinemünde o lange zurücgehaltenen Schiffe nun wohl jedenfalls vor dem 26sten d. dur den Sund kommen. Die ohnehin flauen englischen Märkte dürften für den Eindru>k einer Getraide-Zufuhr von dem Umfange wie diese Schifse sie bringen, ni<ht unempfängli< bleiben, man {äßt vas Quantum des von hier bercits na< England abgeladenen Getrai= des auf beinahe 20,000 Wispel.

Für Weizen existirt jeßt gar keine Kauflust, und es is nicht ein einziges Geschäft in den leßten Tagen zu Stande gekommen z wir müssen uns darauf beschränken, die Preise anzugeben, zu denen man jeßt würde e fénnen. Gelber s{lesis<er Weizen 9Vpfd. in loco wird zu 56 Rthlr. erlassen; 55 bis 55% Rthlr. wäre vielleicht noch zu machen; für 89pfd. ist zu 55 Rthlr. anzukommen. Mär= fischer in loco wird auf 555 Rthlr. gehalten. Schwimmender s{le- sischer Weizen findet gar keine Beachtung.

Von Roggen werden jeßt einige Abladungen theils auf frühere Verschlüsse na< Jrland, theils consignationswcise na< Holland ge- macht, Jn loco is Roggen na< Schwere zu 245 a 255 Rthlr. fäuflih, pr. Frühjahr wurde für 82pfd. zuleßt 24 Rthlr. bezahlt und blieb dazu Geld,. 86pfd. pr. Juni /Juli mit 26 Rthlr. bezablt, für 86pfd. pr. Juni /Juli ist 27 Rthlr, zu machen.

Gerste is außerordentlih leblos; Oderbruch - mit 23 Rthlr., pommersche mit 24 Rthlr., 75pfd. schlesische mit 24— 23 Rthlr. zu haben.

Hafer, pomm. und Oderbruch - in loco 15 a 153 pr, Frühjahr 16 Rtblr. bez.

Kocherbsen, kleine 25

Rthlr. bez.,

25 a 26 Rthlr., große 30 a 31 Rtblr. bez.

Rüböl is neuerdings angenehmerz in loco fehlt es an Vor- rath, und is der lebtbczahlte Preis von 1345 Rthlr. zu bedingen, pr. März 137 a. % Rthlr., pr. März / April 135 s Rthlr., pr. April /Mai 135 Rtbltr., pr. Juni /Juli 12% Rthlr: bezablt, px. Sept, /Oktbr. 127; Rthlr. bez. u. Gld. Leinöl in loco 14 Rthlr., pr. Frühjahr 104 Rthlr. t

Von Rappsaat ist hon lange nichts angetragen gewesen, und die Berichte über die Saaten aus Medlenburg, und selbst aus uu- serer Provinz, lauten ungünstig genug. Sâe - Leinsaamen is mit 7 Rthlr. zu haben, 6% Rthlr. zuleßt bez. Rappkuchen 30 Sgr. -

Für Spiritus is Frage und in loco und pr. örühjahr 24 % bezahlt und Geld, während Abgeber sehr zurückhaltend sindz“ pr. Junt /Juli 22 %, pr. Juli /August 24— & %, pr. August 21 %

_Stettin, 19. März. (Ostsee=Ztg.) Wochenberic< t, Gestern Abend stellte sich wieder S<bnee, in der Nat Frost mit

bezahlt. Schott. Roheisen 15 Rthlr. 45 a 4% Rthlr. nominell. j ata Nach der Börse. Von Weizen wurden. 60 Wispel 90pfd, in loco zu 55 Rthlr. auf Besichtigung gekauft; für Kleinigkeiten an der Eisenbahn ist 55; Rthlr. bezahlt worden.

Roggen 24;—24 Rthlr. für 82pfd.' p. Frühjahr, p. Juni /Juli 82pfd. 26 Rthlr., 86pfd. 267 Rthlir.

Hafér 52pfd. p.- Frühjahr. 15%. Rthlr. bez.

Rüböl, loco inkl. Faß 145 Rthlr., - exkl. Faß 14 Rthlr., p. April. 4133 Nthlr, bez, 5. v. Sept. (Dit... 1274-4 5: Nthlr. bez. 128 Rihlr. Br., v. Vit. /Mov. 127 Nthl. bez: j

Leinöl p. März, April, Mai exkl. Faß 1077 Rthlr. , iukl. Faß 1055 Rihlr. bez

Palmöl 1327 a4 Rthlr. bez.

Baumóöl, Malaga 15 Rthlr., Gallipoli 15 a 154 Rthlr. unverst. auf Lieferung bez.

Spiritus fest, aus zweiter Hand ohne Faß p. Frühjahr 23% %, p.

Schott. Heringe: 8

Breslau, 19. März. gelber 52, 97, 61 Sgr.

Roggen 30, 32, 345 Sgr.

Gerste 20/22, 2# Sgr.

Q 1/105 Sar. : -

Kleesaat sehr flau und nur zu sehr niedrigen Preisen ver- fäuflich.

Spiritus 6% und % Rthlr. bez.

Rúübsl 15 Rtblr, bez. 4 : :

Bei sehr geringer Kauflust mußten Preise heute niedriger notirt werden.

Br.; in Zink nichts gehandelt,

erster Hand zur Stelle nihts gehandelt, aus 23% %, auf kurze Lieferung mit Faß 234 %, Juli /August 215 %, p. August 21 % bez. Rthlr. unverst. bez.

Weizen, weißer 54, 59, 63 Sgr.,

—_——

t

Caution überlassen werden wird,

am 27, Dezember 1848, geltend zu machen.

È ermíttelu- | [750]

prochen und

i. f acht : Kommission Nr, U, an -gêmact

Der Richter :

Edikts zur Einberufun

gelegenen,

ubehörungen, auf 22,462 Thlr, 18 ge bi worden.

Die August 1849,

Krauß von Linden i bo

l geboren den 16.

seit dem Russischen Felvzuge vermißt m “Leben und ufenthalte

en

Zúli ‘1849 tonaten a dato,

enlwever persönlich

oder .schèist-

lih zu melden, widrigenfalls 2c. Kraus für todt erklärt und dessen in circa 220 Fl, bestehendes Vermögen den sich bereits legitimirten nächsten Jntestat Erben ohne

Rothenburg an der Tauber im Königreiche Bayern,

Königliches Landgericht. Mayer, Landrichter.

Von dem Civilgerichte der K. K, Haupt- und Resi- denzstadt Wien wird hierdurh gegenwärtiges Edikt. be-

_Es sei auf Anlangen mehrerer bekannten Testaments- Erben und: des Herrn Dr. v, Lügenau, als Kurator der unbekannten Testaments-Erben und als im Kodizill er- nannter Abhandlungspfleger, in die Ausfertigung eines der Erben und Legatare der am 23. April 1848 hier in Wien in der Stadt mit Testament verstorbenen Großhändlerswittwe Frau Anna Frauer, geb, Zagler, zuerst vereheliht gewesene Lumner,

elbe hat in ihrem Testament d. d. 1. Juni 1836 verorduet, und zwar $, 23.,: Meinem seligen Gatten Martin Frauer seinen Geschwister - Kindern übermache ih Zehntausend Gulden: in 24 % Banko-Obligationen, $, 36. und meinem Universal-Erben sepe und benenne ih meine noch lebenden Geschwister; 2) meine no<h le- benden und verstorbenen Geschwister, deren Kinder, dann 3) die nächsten Verwandten Johann Lumner's in Kie- fersteedtel in Preußisch Schlesien einz diesen soll mein ganzes Vermögen ‘über Abzug der Legate zukommen. Es wird also mein ganzes Vermögen in drei gleiche Theile getheilt und, so bald möglich, meinen Uníiversal- S n en E L E di d. N MELEUS uni ¿4 ein Wille is, daß das Kapital, wel-

< in vem ea DA meiner Schwester Theresia; in meinem zukommt, nie in ihre Hand kommen soll, sondern mir

die Jnteressenz das Kapital soll nah ihrem Ableben unseren Geschwistér-Kindern in gleichen Theilen zukom- men. $. 2. u, 4, Dem Leopold Heitel in Neudorf sei- nen Kindern und seines Bruders Kindern, Franz Heitel in Maria Lanzendorf, vermache ih jedem Kinde Ein- tausend Gulden Conv. - Mze. ohne Abzug, und dem Herrn Ferdinand Zagler in Leopoldsdorf seinen Kindern jedem Eintausend Gulden Conv, - Mze. ohne Me $. 5. Will ih, daß meine Frau Muhme, Anna Hosff- mann Wittwe, und ihre drei Kinder, im Ableben dessen, ihren Kindes-Kindern nebst dem, was ih ihnen hon in meinem Testamente bestimmt habe, auch An- theil an jenem Vermächtnisse, welches ih den Verwand- ten in Prenßish- Schlesien bestimmt habe, mit jenen in gleichen Theilen, so auch ihres Bruders Sohn Zgnah Hengler oder dessen Kinder (haben sollen); endlich im Kodizill d. d. 20. August 1844 $. 7. vermache ich den vier nächsten Verwandten von meinem seligen Vater în Hohenruppersdorf jeden Eintausend Gulden Conv.-Mze, ohne Abzug, und $. 10,, da Frau Anna Jungmann, geb. Schnelzer, gestorben, so soll ‘das Legat, welches ich im Testament für sie bestimmt habe, ihrem chelich- er- zeugten Sohn und den Kindern ihres Bruders Jgnaß Schnelzer in gleihen Theilen zukommm.

Es werden daher diejenigen, welche auf die BVer- lassenschaft der Frau Anna Frauer ein Eintracht zu ha- ben vermeinen, hiermit aufgefordert, ihre Ansprüche bin- nen Einem Jahr und se<s Wochen vom Tage der Kundmachung: dieses Edikts, und zwar schriftlich bei diesem Civilgerichte #0 A anzubringen und gehörig auszuweisen, widrigenfa 18 nah Ablauf dieser Frist mit den sih ausweisenden Erben das Abhandlungsgeschäft épflogen und denselben das Verlassenschafts- Vermögen überlassen werden würde,

Wien, den 24, Oktober 1848,

Dr, Kratkry. Salamonsky, Rath, Schrentag, Rath.

estamente

Abonnement beträgt:

2 Nthlr. für { Jahr.

4 Rthle.: « 2: Fahr.

S Mtblr; e L Fabr; allen Theilen der Monarchie

dhne Preis - Erhöhung. 0 Einze lgen Uummern wird Sqr. berechnet.

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AZ 80,

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ausSgegeben werden

wollen, daß dieselben in der regelmäßigen Zusendung keine Unterbrechung erleiden und wir in den Stand gesegt werden, die (

Preußischer

s-Anzeiger.

Verlin, Freitag den 28, März

tar

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Auslandes. nehmen Bestellung auf

dieses Blatt an, für Berlin dic

Expedition des Preuß. Staats- Anzeigers :

Behren-Straße Ur. 57.

1849.

S A : l: : 2A Kal a a as Sl ; auch fernerhin Preußischen Staats-Anzeiger werden die vollständigen stenographischen Berichte über die Sißungen beider Kammern auch \ : / A ; : L j z A G : E E A oitia zirken zu Wir bitten die verehrlichen Abonnenten ergebenst, ihre resp. Bestellungen für das mit dem 1. April e. beginwende Quartal gefälligst rechtzeitig bervirken 3

fe der Auflage gleih zu Anfang danach bestimmen zu könmen.

Der vierteljährliche Präánumerations- Preis beträgt, mit Eins<luß der genannten stenographischen Berichte und ohne Rü>sicht auf die Bogenzaÿ

derselben, S Rthbler.

R Li Cd: A7 T P C D E I

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er

Nai L. mtttid <2 Heil, : Dentschland. Preußen. Berlin, Die Unterstüßung der Volksschullehrer. Wundes-Angelegenheiten. Frankfurt a, M. Verhandlungen der versassunggebenden Reichs - Versammlung. Telegraphische De-

[h e, Die jüngste Abstimmung, Weisung der österreichischen Re-

gierung an Herrn von Schmerling.

Desterreich. Wien. Armee-Bülletin, Suspension der Allg. Oes. Zeitung, Verwaltungs - Maßregeln. Verhaftung, Bekanut-

„machung der Nordbahn-Direction, Vermischtes, :

HDanuvover, Harburg, Truppenmärsche.

Oldenburg. Bra>e, Ankunst der Dampf-Fregatte „Britannia“.

Schleswig - Holstein, Schleswig. Verhandlungen der Landes- Versammlung, Ultona, Truppenmärsche, |

Nnsland.

Frankreich, National -Versammlun g, Debatte über den Ge- \e-Cntwurf gegen die Klubs, Paris, Nachrichten aus Toulon. Manifest und Note Sardiniens, Das Wahlmanifest der Rue de Poi- tier, Vermischtes,

Großbritanien und JFrland. London, Konferenzen Napier und Festmahl zu Ehren desselben. —- Vermischtes.

Schweiz, Chiasso, Absperrung der lombardischen Gränze.

Jtalien. Turin. Anleihen, Abreise des Königs zur Armee. Chrzanowki zum Oberbefehlshaber ernannt. Rom. Wahl des Prä- identen und der Vice-Präsidenten der Costituente, Palermo, Vas Ultimatum des Königs verworfen.

S panien. Madrid, Die Juntervention in Jtalien. Vermischtes.

Börfen- und Handels - Nachrichteu.

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mit General

zum

Die Karlisten.

Amdütlicher Theil.

>e. Majestät der König haben Allergnädigst geruht :

Dem Wirklichen Geheimen Rathe und Ober - Landesgerichts - identen Dr. Kuhn zu Breslau, den Rothen Adler-Orden Klaise mit Eichenlaub; \o0 wie dem Rektor Homberg in \>, und dem Pfarrer Corseptus zu Altfelde, im Regie-

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Bezixk Danzig, den Rothen Adler-Orden vierter Klasse zu

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Herzog Georg von Mec>tlenburg

Hoheit der ] i i Streliß hicr angekommen.

A A lt it von LeU

Bean aon L : i General-Post-Amt hat bereits wiederholt darauf aufmert

In diesem Jahre wurde dur< den Haupt - Finanz = Etat für 1849 zu dem beregten Zwe> die Summe von 25,000 Rthlr. dem | Minister der geistlichen 2c. Angelegenheiten zur Disposition gestellt, | ist dem gedachten Minister möglich gewesen, dieser Summe w1e= | ) | des ihm anvertrauten Mini

/ |

Es derum 5000 Rthlr. aus dem Fonds steriums zufließen zu lassen.

Den verschiedenen Königlichen Regierungen is je nah dem in

ihren Verwaltungs=-Bezirken vorhandenen Bedürfniß ein entsprechen= | der Theil jener Summe zur Verwendung überwiesen worden. | Ob die Verhältnisse es gestatten, wenn der Artikel 23- der

Verfassungs = Urkunde noch nicht binnen kürzester Frist zur Aus}füh-

rung kommen sollte, für die Erhöhung des Einkommens der nicht

ausfömmlich besoldeten Volksschullehrer aus allgemeinen Staats=

Fonds für dieses Jahr noch weitere Verwendungen zu machen,

muß einer näheren Prüfung der Finanzlage des Staates vorbehal-

ten bleiben.

I ——

Bundes- Angelegenheiten.

Fran fuUrt a. M, 20 Máärz. (Franff. Bl.) 489 le Sihung der verfassunggebenden Reichs = Versamm- lung. Tagesordnung: Berathung über den von Welker gestellten Antrag. Um 9/7 Uhr wird die Sibung, zu der sich auth heute, wie gestern und am Sonnabend, eine zahlreiche Zuhbrerschaft eingesun- den, vom Präsidenten Simson eröffnet. Nachdem das Protokoll verlesen, zeigt der Vorsizeude den Austritt des Abgeordneten „Fgn9z Kaiser von Wien und einen neu eingelaufenen Flottenbeitrag an von 155 Rthlrn. aus Blankenburg am Harz. ; i

Die Abgeordneten Hallbauer, Biedermann u. A. richten an das Reichsministerium die Anfrage, ob dasselbe, da eingegange- nen Nachrichten zufolge in Sachsen der Matrikular - Beitrag zur deutschen Flotte bei den dortigen Kammern auf neue Schwierigke1- ten sloße und Sachsen dadur<h den Schein offener“ Renitenz gegen die Centralgewalt und des traurigsten Partikularismus, der im \chrofsten Gegensaße zu den im März 1848 dajelbst kundgegebenen deutschen Gesinnungen stehe, auf sich lade ob das Reichsminti-

sterium von dem Schritte der sächsischen Ständeversammlung Notiz genommen und welche Maßregeln es dagegen ergreifen werde? Das

sächsischen Regierung darúber eingegangen sein wird.

Es erfolgt hierauf der Uebergang: zur Tagesordnung - der zur Fortseßung der gestern abgebrochenen Debatte úber Deit Welerschen Antrag führt. Nach Verlesung eines neuen Verbesserungs Autrags, Den Herr Wedekind eingebracht hat, erhâlt In der Debatte zuerst das Wort und zwar gegen die Anträge des Ausschusses ;

Abgeordneter Buß aus Freiburg. Die Versammlung meint der Redner , bringe si<h durch die Annahme des Wel>erschen An- trags um ihre Autorität. (Heiterkeit. ) IG0 fet 28 1e vorgetommen, daß eine Versammlung, welche zusammengetreten, um ein _Sroyes Reich zu gründen , dasselbe zerrijjen habe? Wegen Gefahren, die

sam N emadi, daß jet, nachdem das für deklarirte -Geld-Sendungen us Horto beträchtlich herabgeseßt worden 11k, es 1m Zntere)|€ der Bersender von Geldern und werthvollen Gegenständen liegt, den erth \olcher der Post anvertrauten Sendungen zu deklariren. H Dessenungeachtet gelangen noch fortwährend Reclamationen angeblich zur Poft gelieferter, aber nicht an ihre Adres|e ge Geldbriefe an das General Post Amt. Die in ¿Folge ole hforshungen sind in der Regel erfolg los, weil in vielen Fällen nicht einmal die wirkliche Einlieferung der Briefe und Gelder außer Zweifel gestellk werden fann, liberdres die Natur des Postdienstes nicht erlaubt, jeden gei j zu behandeln, daß dessen Verbleiben Die Versender von Geldern werden daher wiederholt dringend aufgefordert, den Jnhalt solcher Sendun gen zu deklariren. Die dafür zu zahlende Gebühr it im Berau niß zu dem Werthe der Sendung \o mäßig, daß sie gegen die Sicher heit niht in Betracht kommen kann, welhe durh die Declaration erlangt wird, Für den Verlust nicht deklarirter Geld- und Werty- Sendungen wird von der Post-Verwaltung in feinem Falle h geleistet. Wer die Declaration daher unterläßt, hak den für ihn daraus entstehenden Nachtheil lediglih si selbst zuzuschreiben, Berlin, den 9, März 1849. General-Post-Amt.

«hlonbo U Zaßienbi

eaen langter Î 2 Reciamationen angestellten Nac

auch D Brief mit solcher Sorgsalt nachgewiesen werden ftönnte.

Uichtamtlicher Theil. Deutschland.

VBreußen. Berlin, 22. März. Aus dem Ministerinm der geistlichen Angelegenheiten geht uns folgende Mittheilung zu: C Seit dem Jahre 1846 ist alljährlich von des Königs Majestät eine entsprechende Summê Zur Unterstüßung der am geringsten be- soldeten Volksschullehrer aus allgemeinen Staatsfonds gaußerordent- lich bewilligt worden. Dieje Unterstüßung hatte für das Jahr 1848 die Summe von 20,000 Rihlr. betragen, wozu noch aus den dis- poniblen Fonds des Ministeriums 7000 Rthlr, zugescho}en wurden,

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inan feit Monaten vorausgesehen , wolle man das Berfassungswerk überstürzen, das Reich zer\plittern. Bange machen gelte nicht, „Er fürchte keine Gefahr, wenn Deutschland einig jei, denn dann dürfe in Éurova kein Kanonenshuß fallen ohne Einwilligung L eut\<lands, Nicht die Gefahr sei es, welche die Versammlung dränge, einen Beschluß, wie den vorliegenden, zu fassen. Die Meinungsgegen}aße, dite Stam Unterschiede, die Konfessions - Zwistigkeiten verschulden cs, Deswegen müsse man aber, um die Einheit zu Stande zu bringen, der Verschiedenheit Rechnung tragen und einen dehnbaren Bundesstaat bilden, worin das Maß der Einheit mit dem der Ber cchiedenheit ausgeglichen wäre. Nur \o werde Deutschland eine Zu- funft haben. Gegen einen Zwang, wie ihn der Wel>ersche Antrag beabsichtige, werden sich das Jndividuum, die Stämme und die Na tionen stemmen. Der Redner kommt hierauf auf Oesterreich , er- hlt, wie er aus Angst, daß Oesterreich Deutschland verloren gehen fónnte, nah Olmüt gereist, dort mit Allen vom Minister-Präsiden- ten bis zum Kaiser (Heiterkeit) gesprochen, und erst dieje Angst verloren, nachdem er selbst gesehén, daß Oesterreichs Bevölke rung deutschgesinnt sei, daß seine kräftige Regierung gleichfalls eine deutsche Politik verfolge. Er beleuchtet hierauf die inneren Verhältnisse Oesterreihs, wie |si< seine Stellung zu Deut\- land von derjenigen Limburgs , Luxemburgs und Schleswig Holsteins unterscheide, wie es darum Berücksichtigung und Zugeständnisse verdiene. Bayern verlange, daß Oesterreich bei Deutschland bleibe, und zwar aus materiellen wie religiösen Inter essen, welche leßteren nicht gering anzuschlagen seien. Cine Aus- scheidung Oesterreihs würde religiöhe Zwistigkeiten hervorrufen ; diese müsse man vermeiden, denn durch solche Feindseligkeiten werde die Eintracht, werde die Freiheit gestört, welche Deutschland noch nicht besibe, sondern erst befestigen müsse dadurch, daß beide Schwe- sterkirhen miteinander gingen. Er liebe alle deutschen Stämme, er drüde alle an seine Brust (allgemeine Heiterkeit), und darum wün- {he er ihre Eintracht. ; E e E Zittel aus Baden. Er erklärt zunächst, daß die Rede seines Vorgängers durchaus nicht der Ausdru> der Stimmung des gesamm- ten badischen Volks gewesen; die konfessionellen Sympathieen und Antipathieen habe Herr Buß zu sehr in den Vordergrund gestellt. Obgleich er, der Redner, Protestant sei, so kenne er do seine katho- lischen Mitbrüder zu genau, um überzeugt zu sein, daß sie gegen ein

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| treten und will nicht eintreten. 4 |

Reich sministerium wird darauf antworten, sobald die Erklärung der |

Regierung eines protestantischen Fürsten hat in Baden den Fo lien keinerlei Gefahr gedroht. Bei der Wahl des Reichsverwe}ers hat dort kein Mensch an die Religion gedacht, warum soll e s jeßt thun? Jst denn, fragt Herr Zittel, die Religionsfreiheit a für den Einen da, nicht au<h für den Anderen ? _Und haben wi denn nicht die Grundrechte, die uns shüßen ? Wollen wh Aen einen Kaiser ohne die Grundrechte? Der Freiheit der fatheen Kirche droht unter einem protestantischen Kaiser niht mehr G E als unter cinem katholischen; im Gegentheil, der protestantische wird i ) um so viel mehr hüten müssen, in die Rechte der fatholischen A T greifen. Allerdings sind im Süden Sympathieen, namentlich o E gau, der früher unter österreichischer Herrschaft ein Schoß mo L Kaiserhauses gewesen, für Oesterreich, allein nicht für Den r staat, sondern für das österreichische Volk. Jn Baden A Lon das Bedürfniß nah Cinheit am tiefsten z überall licgt das Land Si Feinde ofen, da ist kein Heil als Einheit und durch die Einhe)

Macht. Der Redner wendet si<h alsdann an die Gegner des Kaijer- thums und fragt sie, warum sie Deutschland hindern wollen, sich zu einigen? Oesterreih das is deutlich gênug kann nicht ein- j 1 Es sind uns die Gefahren gezeigt worden, die aus unserem Beschlusse hervorgchen könnten, aber nicht die ungusbleiblichen Gefahren, wenn wir zu gar keinem Beschlusse fämen. Wenn auch die Fürsten nicht einig sind in dem, was sie wollen, so werden sie doch einig sein in dem, was |ie nit wollen, Das haben wir dreißig Jahre deutlich genug ge\ehen. Jun dem Kaiserthume erbli>t man den Sieg der constitutionellen Monar- chie; das Gegentheil müßte die republifanishen Elemente wie- der in die Höhe bringen. Warum in Baden die Republik so viele Anhänger gefunden, is natürlih; es hat sih aber seit einem Jahr in dieser Bezichung in Baden viel geändert, die Wort- führer der Republik haben das Vertrauen des Volkes verloren. (Der Redner wendet sich hier zur Linken, von der er ziemlich hef- tig unterbrochen wird.) Das Volk in Baden will jeßt keinen | Bund es weiß wohl, waruut es will feinen Diktator, keinen sehsjährigen Kaijer, kein neues Provisorium, sondern etwas Dauern- des, Festes, cinen Zustand, der der bestehendeu Unsicherbeit Va E mer ein Ende mahe. Das Volk L his SLE C ae n S A P V ortitulariómus Der Stämme

aubt Ler, Meller nicht, daß in ihm cin so YEOPES Hinderniß ¿M

ein größeres vielmehr in der Eifersucht der Donasticen. y f set

stolz darauf, einem Lande anzugehören, dessen Furst gern dere! Ut, der Einheit

des Vaterlandes jedes Opfer zu bringen; der Ein-= beit des l ' IRenn die Könige ihr

Vatérlandes, aber ni<ht anderen Gelüsten. eigenes Juteresse höher {äßen, als die Ein- hcit des Vaterlandes, dann haben sie si selbst gerichtet. Thun Sie, {ließt er, was Sie zur Einigung thun können, treten Sie dem Antrage des Ausschusses bei. Fróbel: Er werde Allem beistinitnèn, was zur Beschleunigung der Arbeiten der Versammlung beitrage, vorausgeseßt, daß dadur ver Willensmeinung kein Zwang auferlegt werde. Dies thue aber der Welkersche Antrag. Er müsse es tadeln, daß die Versammlun in leßter Zeit si{< zu sehr na<h fremden Einflüssen richte, S Fractions= und Koterie - Regierungen, welche morgen vielleicht nicht mehr beständen, Der Wel>ersche Antrag sei der Gipfel der Un= selbstständigkeit. Man kenne des Redners Theorie über den Anschluß Oesterreihs an Deutschland, er wolle sie jeßt nicht vertheidigen; der Thatsachenbestand des Augenbli>s mache deren Ausführung un- möglich, da der Unverstand in Olmüß Weltgeschichte mache. Auf- fallend sei es immerhin, daß dieser Gedanke die gleichzeitige Billi- gung der zwei größten Gegner unseres JIahrzehntes, Kossuth und der olmüßer Camarilla, gefunden habe, Obwohl in diesem Augenblicke unausführbar, glaube er do, bemerken zu müssen, daß von den o viel gefürchteten barbarischen und uncivilisirten Magyaren und Kroa=- ten im Fall einer Vereinigung mit Deutschland nichts zu besorgen sei. Er habe fkroatishe Jünglinge in der akademischen Legion und andere Judividuen dieser Stämme kennen gelernt, in welchen die Jdcen der Demokratie bessere Wurzeln gefaßt hatten, als in manchem obskuren Ländchen Deutschlands. Er sei der Ansicht, daß, wenn Oesterreich nicht zerfalle, Deutschland in drei Theile werde ge- theilt werden. Nicht blos Frankreich, glaube er, jondern auch die neutrale Schweiz dürfte, nah den neulich von Preußen wieder er- neuerten Ansprüchen auf Neuenburg, ihre neutrale Stellung verlassen, Er halte die Idee eines Erbkaisers nicht blos für einen Anachronis- mus der Erblichkeit, \ondern auch die der Kaiserwürde überhaupt. Die Thatsache der Erblichkeit sei ihm etwas anderes als das Prin- zip derselben. Er könnte sih wohl in die Thatsache fügen, wäre vielleicht ein re<t guter Unterthan eines absoluten Monarchen, allein sie mitbegründen zu helfen, dazu könne er si uicht hergeben. Der erbkaiserliche Begriff sei nie in der Geschichte ein rein po- litisher, sondern au<h ein religiós romantis<er - gewejen. Mit dem Protestantismus vertrage er si< am wenigsten. in constitutioneller Kaiser aber sei ein Gedanke, mit welchem er si< eben so wenig vertragen könne, als mit dem eincs constitutionellen Gottcs, Wir haben einen Kaiser în Rußland, in Oesterreich, vielleicht auh bald einen in Frankreih. Da 1E wir denn vielleiht auh bald einen bekommen, um nicht m E tur allzu sehr zurü>zustehen. (Heiterkeit.) Aber auch A vie und Fez haben einen Kaiser. Allein es fe! doch bemerkténé 7

protestantishes Oberhaupt keine Antipathieen haben, Unter der

wie der orthodore Begriff der Ausschließlichkeit der Kaiserwürde im-