1849 / 140 p. 3 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

15,013, Abbé Lamennais j er und Conseils =

Min

113,331, Bixio 112,918, Justiz= Präsident Odilon Barrot ac 112,259, General Cavaignac 111,305, Victor -Con-

112,675,

S i ) ier Rattier 110,482 11,241, Wolowski 110,63), Unteroffiz er r 482, Perel 110,480, Pierre Leroux 110,127, Peupin 109,560, Gar=

ron

28 sind nur Boichot, Rat

ier 107,838, General Rapatel 107,825. A S tier, General Rapatel und Roger du Nord

109 - Nord 108,309, F. von Lasteyrie 107,870, O I0E E Ga Von diesen

neu gewählte Deputirte. Die übrigen siven alle au< in der gegen-

wärtigen National - Versammlung. der alten Deputirten-Kammer.

Roger du Nord war Mitglied Die 28 Gewählten werden in den

tischen Berichten folgendermaßen gruppirt: 1) Rothe. Ledru A Ltiraiige, Boichot, Pyat, Lamennais, Bac, Considerant,

Rattier, Pierre Leroux und Perdiguier; zusammen 10. zehn Gleichgesinnte

fielen durch,

Acht= hohe

Stimmenzahl, die geringste -an 100,000, 2)- Blaue , unterstüßt von

der Rue de Poitiers.

Lamoricière, Dufaure , Cavaignac und

Lasteyrie. 3) Graue. Murat und Rapatel. Die eigentlichen Jm= perialisten, Napoleon Bonaparte, Lueian Bcnaparte, die Generale Pyat, Montholon, Gourgaud und de Bar, fielen dur<. 4) Weiße,

die Haupt = Kandidatur der Rue de Poitiers.

Bedeau, Moreau,

Passy, Victor Hugo, Vavin, Bixio, Odilon Barrot, Wolowski, Coquerel, Peupin, Garnon und Roger, zusammen 12, Der Constitutionnel

erbli>t in dem Obenanstehen Lucian Murat's eine stätigung des Dezember - Votums, nämlich der Wah parte’s zum Präsidenten der Republik.

enügende Be- Louis Bona= Die Verkündigung seines

Namens wurde indeß von der vor dem Stadthause versammelten Menge ohne Zuruf vernommen;z dagegen brach dieselbe bei den Na- men Lagrange's und Ledru Rollin's in den Ruf aus: Es lebe die

Republik! Es lebe die demokratis<-soziale Republik! flamirung der Namen durch Herrn Berger dauerte kaum Minuten.

Die Pro= zwanzig

der

Abend wie die Nacht gingen ganz ruhig vorüber. Von 378,043 Wakhlberechtigten des Seine = Departements hatten, wie die Listen ergeben, nur 281,140 an der Wahl theilgenommen, also 96,903 ihr Stimmrecht nit ausgeübt. Der Unteroffizier Boichot, der sich be-

fanntlicz

in Arrest befand,

da er zum Reprkisen-= tanten gewählt worden, auf freien Füßen. Das Journal

das Ergebniß der „Von den 28 gewählten Repräsentanten ‘des Seine - Depar- tements - gehören 18 der Liste des Comités der (von der ganisirten) Wahl-Union an, die 10 anderen der Wir verhehlen uns nicht, daß dies Resultat nicht unseren Hoffnungen entsprihtz wir hatten bessere Erwartun-= Was is der Grund dieser Ver= urige Spaltung, welche emäßigten Partei aus=

des Débats bemerkt über

Rue de Poitiers or sozialistischen Partei

gen für die gemäßigte Partei. Jeder jagte es vorher: die tra im leßten Augenbli> in den Reihen der ( bra<, Es scheint au< nit, daß die gemäßigte Partei in den De- | partements fester zusammengehalten hat als in Paris, j fast überall mit unershütterlicher Ei= So weit wir das Resultat aus den Provin- ist es dasselbe wie in Paris. wollen wir indeß den Nachtheil der gemäßigten Partei nicht. etwa Übertreiben. Sie hat zwar den Erfolg, ‘niht ganz gehabt, sie

aber sie ist nicht besiegt jeßt die Majorität in de seßgebende Versammlung stehen; die absolute Majorität is also 375,

bekannten Resultaten darf man der Partei der als diese Zahl zurechnen.“

- Großbritauien und Jrland. Gestern erklärte Marquis vo wiederholte Jnterpellation in daß allerdings keine förmlich reichischen Regierung über die Intervention eingegangen sei, sandte in London in einer Unte sen davon benachrichtigt - habe.

Nußland und Polen. Warschau, 20, Mai. ser den Fürsten Statthalter und gab dann im esenden russishen Generalen ein Diner. Majestät wieder bei dem Fürsten Stätt= Gestern war militairis<he Parade vor dem Kaiser. (Franz. Bl.) Ron is ganz t in sehr verbindlihen Zeilen

die sozialistische Partei nigkeit stimmte. zen bis jeßt kennen,

stern besuchte der Kai Palast Lajienki den h Den Abend brachte Se.

Italien. Rom, 10. Maïí. ruhig. Oudinot hat den Triumoir1

auf den sie Anspruch hatte, hat dur ihre Schuld an Umfang verloren, worden, im Gegentheil, es ist ihr {hon r neuen Versammlung gesichert. wird bekanutli<h aus 750 Mitgliedern

London, 19. Mai. n Lansdowne im Oberhause auf eine Betreff der römischen Angelegenheiten, heilung von Seiten der öster- in dieser Beziehung beabsichtigte daß jedoh der österreichische Ge= | rredung mit Lord Palmerston die=-

für die Sorgfalt gedankt, die sie den keit versprochen. inmars< von 4000 Oesterreihern in Fer

Neu entde>ter Plauet. “-- Bei der Vergleichung der Stunde XI[, (gezeichnet von H. von Steinheil in München 12. April der Astronom de Gasparis in Neapel eine , 9—-10ter Gr., von dessen Bewegung er sich am 414 Die Nachricht gelangte erst am 10. Mai hierhe : Herrn Luther hierselbst berechnete Kreisbahn hin, um die Na | Hexrn Dr. Galle zu leiten, der am 12, Mai den: Planeten uff - bisherigen Beobachtungen erlauben bere Allgemeinen festzuseßen, Er hat die größte Entfernung von der Sonne Planeten, zu deren Gruppe er inde noch gehört, und die sonach jeyt aus 10 kleinen Planeten besteht, “Vis zum Jahre 1781 kanute man 6 Uranus war der siebente, Unser an Erei hundert fügte 11 neu entdecte Planeten

Wahlen: gefangenen Franzosen erwie.

sen, und Ge erfuhr man

in Rom den

der akademischen St ) mit dem Himmel

n bewegliche «und 17, April reichte eine von

wogegen bereits, die Elemente seiner Bahn

Hiermit | !er den sogenannten kleinen

laneten, der damal nissen aller Art so: reù inzu, so daß wir jeyt

Die ge- | Bekanntmach n Resultate des Finanz - Abschlusse Kommunal-Verwaltung pro 1847 nebst dazu gehörig gen können durch die Herren Stadtverordneten, Bezirks- ünd Ar. men - Kommissions - Vorsteher bezogen werden, was dem si dafür

interessirenden Theile des Publi

Berlin, den 15. Mai 1849. Der Magistrat.

Königliche Schauspiele. Mittwoch, 23, Mai. Jm Schauspielhause. 8 Ein Sommernachtstraum , Schlegel, in 3 Akten. Musik von Felix Mendelssohn = Bartholdy, Tänze von Hoguet. Decoration von Gerst. Anfang halb 7 Uhr,

Königsfstadtisches Theater. i

Zum erstenmale wiederholt : Ein Lust- | spiel-Honorar. Original -Lustspiel in 3 Akten, von H. F. Heine. | Hierauf: Paris in Pommern,

s der hiesigen

Die gedru>te A en Erläuterun«

und nach den bisher Ordnung schon mehr

ums hierdur< bekannt ‘gema

è Abonnements« hakespeare, von

Borge- Vorstellung:

Mittwoch, 23. Mai.

ents-Klausel,

oder: Die seltsame w L

W echsel- Course.

Geld, Amsterdam «ooooo oa rae oru 1434 E 1423 FIAMDWEE boa ou patt ee bdacaoieos 5 U T L L S E ELERE 150 DORaOD v e Ce e Et Ls L e C 6 25% 6 25 P ¿i s eo bige e phie e Co eis R 81! Wle O Ne U Eo 5% 150 F1 E Augöburg «po o uo eo tet etiaoess 1015 S F S S pieives 075 C Nd Glo dividiEteae 99% Leipzig in Courant im 14 Thlr. Fuss . 99 Fraukfurt a. M, südd W............ 100 FL LER DOLEPRUUEW 50 +004 ph ob eee beuts 100 SBbl.| 3 Wochen 103%

Inländische Fonds, Pfandbr

Ii ommunal - Papiere und

Berliner Börse vom 22. Mal Eisenbahn- Actien.

Y Portugal. Lissabon. Visconde de Castro, Türkei. Konstantinopel. Die Mission des russischen Generals Grabbe,

Stamm - Actien. | Kapital.

1845S.

Rechnung.

Der Reinerirag Wird nach erfolgter Bekanntm. in der dazu bestimmten Rubri Die mit 3$ pCt. bez. Actien sind v.

Börsen-Zins- Rein-Ertrag.

Tages - Cours.

Prioritäts - Actien.

Tages - Cours.

Zinsfsuss.

Sämmtliche Prioritäts-Actien werden durch jährliche Verloosung à 1 pCt, amortisirt.

Berl. Anh. Lit. A. B. do. Hambur do. Stettin - do. Potsd.-Magd...

Magd.-Halberstadt

. 2,330,600

Halle - Thüringer Cöln - Minden Aachen. ..... Bonn - Cöln Düsseld. - Elberfeld... Steele - Vohwinkel-.:;-

13,000,000

Preuss.Frerw. Anl/ 5 St. Schuld-Sch. 34 | Seeh, Präm. Sch. |— K. u.Nm. Schuldv. 3 Berl. Stadt-Obl. 5

do.

Westpr. Pfandbr. 32 Grossh. Poszen do. 4 |

do. Ostpr. Pfandbr. 34

Brief. | Geld,

N ed

Pomm. Ffdbr. Kur- u. Nm. do. Schlesische do. do. Lt. B. gar. do. Pr, Bk-Anth.-Sch|—

S

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Friedriched’or. And. Goldm.à Sth. |

Sl

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Ausltändische Fonds.

Russ.Hamb. Cert, do. beiHope 3.4.8.

do. do.

do. Stiegl. 2.4.A./ 4 | do. do. 5. A./4| do. v. Rthsch.Lst.| 5 105}; do.Poln.SchatzO.| 4 673; do. do. Cert. L.A.| 5 do.do.L.B. 200FI.|—} Pol. a. Pfdbr. a.C.| 4 |

: Die Course behaupteten sich heute wiederum Reine Veränderung.

Auswärtige Börsen. Holländ. u. Kaiserl. Dukaten 97 Gld. Louisd’or 112; Gld,

Breslau, 21. Mai. Friedrihsd’or 1132 Br. piergeld 93% bez. und Gld. \hulds{eine 795 bez. 1004 Gld. Posen. Pfandbrie u. Gld. Schlesische do. Br., do. 34proz. 83 bez.

do, Partial-L 135 Br.

Staats

Breslau = Schwei 715 Gld., do. Rhein, (Köln = Oberschlesische u. Br,

Amsterväm 2 M. 1421 G |l- g a vista 150 Glo. 2 M. 1494; Gly.

3 M. 6,24$ Gl.

Poln. neue Pfdbr. do. Part. 500 FI.

B Al

Hamb. Feuee-Cas. 31 do. Staats-Pr. Anl|— Holl. 25% Int. Kurb. Pr. 0.40th.|— Sardin. do. 36 Fr. |— N. Bad. do. 35 FL|—

02S

to\ A

[4

Ser. III. 93 Brieg 34 Gld. Krakau- elms - Nordbahn 345 bez.

Berlin a vista 400% 2 M. 99% Gld.

Wien, 20. Mai.

Met. 5proz. 89 945, 3, L,

$ gem. Livorno 614;, 62, 1.

Frankfurt a. M., 20. Mai. (In der E Der Umsaß war heute von einiger Bedeutun ren die meisten Gattungen der begehrt und steigend.

onds .und E Späterhin bis zum Schluß mehrere Verkäufe zu rückgängigen Preisen statt. von niedrigen Rentencoursen von Paris vom 18ten d. j Oesterr. 5 proz. Met. 74x Br., 74 G. Br., 1106 G. Baden Partialloose a 35 F Darmstadt Partialloose a 50 Fl, 69 Br., 68% G,, do, a 25 Fl, 21 |

Polnisches Pa-

Oesterr. Banknoten 8554 > bez, Sechandl.-Prämienscheine a 50 Rthlr. fe 4proz. 97 bez., do. 34proz. 804 bez. 3zproz. 90 Br., do. Litt, B, 4proz. 92

fandbr. alte 4proz. 91 Gld., do. neue 907 vose a 300 Russ.-Poln. S Oberschlesis<. Li dniß =- Freiburg. 792 Gld. Prior. 99 Br., do. Mind.) 76% Glo. Sriedrih - Wilh

bez. u. Br., &l, 97 Gld., do. Bank-Certif. a 200 Fl, gationen a proz. 675 Gld.

tt. A, und Litt, B, 92% bez.

Nieders<{les. - Märk.

Ost=

%# gem. Nordb. |

ekten-Sozietät. Am Anfange e Actien willig fanden darin

as Gerücht

Bank = Actien 1112 l, 25% Br., 25% G.

Niederschl. Märkisch. Obersch1.-. Lit.

Cosel - Oderberg... Breslau - Freiburg... Krakau- Oberschl.... Berg.-Märk. ........ Stargard -Posen ……....

wos B T T T weSZal lle

t A GO n A A f CO C fa CO E A U C0 R A l fn A n f

lil

Magdeb.-Wittenb..….

Quittungs - Bogen. Aachen - Mastricht

Ausländ. Actien. Friedr. Wilh.-Nordb.

77% «. 59 bz, 87% €. 52 ber. 116 6. Verk, fehlen.

48% 6. 76% B. Ÿ E. 46 bz.

O J u S |1Iex2]| [T5112] 1]

N N Dor ao ce 2A

I N C5 D L Dot

335 a $ bz v. G. 915 G.

Oblig. a 500 Fl. | ; Br., 67% G. Fried. Wilh. Nordb. 333; den 77% Br., 763 G.

Paris, 19. Mai.

Br,, 335 6G.

3proz. 52. 10 baar, 52.25 Zeit. 83,25 baar, 83.20 Zeit. 5proz. Anleihe 84 Fr. baar. 2100. Span. 3proz 325, Nordb. 4114.

Die Haltlosigkeit wurde na< 4 Uhr no< größer.

Cons. p. C. 91k, a. Z. 91%. 34proz. Port. 4proz. 283.

und {lossen 91; a F

London, 19. Mai.

4proz. 764. Cons. eröffneten heute Morgen 914 a >, a. Z. 3{proz. 90x, #, Gremde Fonds fast unverändert, j Cons. p. C. u. a. Z. 914 a 3,

_ Amsterdam, 19. Mai. eute dur bedeutende Verkäufe, welche anzösishen Fonds ausgeführt wurden, 14 pCt. beinahe gefallen z fremde Fonds verfolgten, wenn Bewegung, nur Peru williger.

Holl. Jntegr. 483, 5. Span. Ard. 12%, Gr. Pie Met, 5proz. 692. 24proz. 374, 363.

3proz. 335, 33,

p. C., und 9415 a

Die Stimmun

3proz. 934, 52.

Berliner Am heutigen M Weizen nah Qualität 54-— Roggen loco und <

arkt waren

wimmend-: 25 Mai /Juni 26: Rthlr. » Juni /Juli 264 Riblr,

Schluss-Course von Cöln-Minden 762 und mitunter steigend, obwohl die niedrige Rente von Paris anfangs einen bedeutenden Eindruck zu machen schien, In preussisechen Fonds |

Br., 20% G. Kurhessen Partialloose a 40 Rthlr. preuß. 27 Br., 26% G. Sardinien Partialloose a 36 Fr. 254 Br. 244 Br., 24 G. Polen 300 Fl.-Loose 98 Br., 98 G,, Ludwigshafen - Bexb. 68 Köln-Min=

3proz. 574. Act. d. Hol. M. 147. Coupons 73, 84. Oest. Mex. 27%. Peru 474.

Markt: Berichte. Getraideberiht vom 22, Mai. Preise wie folgt :

98 Rtblr. - {—262 -Rthlr.

Br., 258 G. -

Br., 26 bez. u, G,

Berl.-Anhalt. .…...... do. Hamburg...

; Potsd.-Magd. do «t

Mo

deb.-Leipziger .. alle- Thüringer... Cöln - Minden Rhein. v. Staat ‘gar. 4. Priorität .…. Stamm-Prior. Düsseldorf-Elbérfeld. Niederschl. Märkisch.

R T R R A

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Zweigbahn do.

Oberschlesische Krakau - Oberschl. .. Cosel- Oderberg. Steele - Vohwinkel do. 1II. Ser. Breslau -Freibutg Berg. - Märk

Pa GANN Aa Naa Aa

1848.

5 È N

Ausl. Stamm- Act.

„Reinertr.

é a Ï

exbach 24 FI, Kiel - Altona .….…. Sp. Amsterd.-Rotterd. FI. Mecklenburger Thlr:

R R R I F:

I]

von Preussischen Bank-Antheilen 87% bs. « &.

Roggen Juli /Aug. 27 Rthlr. Br., 26% G. - Sept. /Oktbr. 285 Rth roße loco 22—24 Rthlr. leine 20—22 Rthlr. Hafer loco na< Qualität 15—16 Rthlr. Rüböl loco 137; Rthlr. Br., 135 G. pr. Mai 135 Rthlr. bez.

Mai /Juni 13% Rthlr. Br., 135 Juni /Juli 135 Rthlr. Br., 13% G. Juli /Aug. 13% Rt Aug. /Sept. 13 R

Spanien 3proz. lr. Br., 28. G,

proz. Bauk

lr. Br., 13% G. thlr. Br., 123 G.: Sept. /Okt. 12% Rthlr. bez. u. Br. loco 9% Rthlr. Lieferung 9% Rthlr Spiritus loco ohne Faß 1 pr. Mai /Juni Juni /Juli 16%

6% a 164 Rihlr. bez. :

0. : Rthlr. Br., 16: G.» Juli /Aug. 17 Rthlr. Br., 16 G. ‘-

Marktpreise vom Getraide. Berlin, den 21. Mai. Zu Lande: Weizen 2 Rthlr. 11 Sgr. 11 Pf.z lr. 5 Sgr., auch 1 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf. z große Ger . 3 Hafer 23 Sgr. 9 Pf., au< 20 Sgr. W Weizen (weißer) 2 gr. 6 Pf., und 2 Rthlr. 8 Sgr. 9 Pf.; Roggen 3 Sgr. 9 Pf., auch 1 Rthlr. 1 Sgr. 3-Pf.z große Gerste au< 28 Sgr. Ab ; Ma erne S 6 3 Pf. z Hafer r. . ; au 3 Sl) J D, auch i Rthlr. 2. Sgr. 6 Pf. (s<le<hte Sorte). Stres Nil e S ‘6 Pf., au Das Scho> Stro thlr. gr. L Der Centner Heu 25 Sgr, geringere Sorte auh

g der Börse war u niedrigeren Preisen in hr flau, und sind diese h Holl. und fast alle ich weni att, di ünsti ; gleich weniger m iese ungünstige Beitr lr, 16 Sgr., Rthlx. 12 S f, au 26 Sgr. 20 Sgr. ; Erbsen 1 Rthlr.

< 5 Rthlr.

Dru> und Verlag dex Deckerschen Geheimen Ober -Hofhuchd

M 1400. Beilage zum Preußischen Staats-Anzeiger. Mittwoch d, 23, Mai,

Inhalt, eutscbland.

verfassun P enzen Reichs-Versammlung,

Oesterre i O abung von Benedig.

Sachsen. Dresden, Ernennung. Bekanntmachung des Miniîe- riums des Kultus und öffentlichen Unterrichts. Brett des "i ; stiz-Ministeriuums. Ankunft preußis<er Truppen, Vermischtes.

Adressen der sächsischen Truppen,

Württemberg. Heilbronn, Ankunft badischer Soldaten auf würt-

tembergischem Gebiet,

Baden, Karlsruhe. Ansprache an das badische Volk, Mann- heim, Hessisches Observations - Corps. Heidelberg. Die Ruhe nicht gestört, Freiburg. Forderungen der hier garnisonirenden Trup-

_ pen. Vereidigung sämmtlicher Truppen auf die Reichs-Verfassung.

Hessen und bei Rhein. Darmstadt, Truppen-Bewegungen,

Graf Lehrbach.

Oldenburg. Brad>e, Besuch des Großherzogs auf den deutschen

._ Dampf-Fregatten.

Ee wig- Holstein. Schleswig. Die Preußen über Aarhuus

us, A usland,

Desterreich. Mestre. Forschritte der Operationen vor Malahera. Von der galizish-\<lesis<en Gränze. Bewegungen des Dem- binsfishen Corps. Von der galizishen Gränze, Verhaftungen durh General Saß. Krafkau, Getraideverkaufs-Verbot, A gram. Siege dec Magyaren im Banate. Semlin. Perczel in Pancsova,

Großbritanien und Frland. London. Parlaments-Verhandlunger, Friedens-Anerbietungen des Diktator Rosas, Die fanadischen Zu-

ände, Das Strafsystem. Verhandlungen über die mexifanische

Schuld. Die Eisenbahnbauten, Die Agri-kultur - Zteressen,

Vermischtes. änemark. Kopenha gen. Vermischtes,

Italien. Neapel. Ankunft des Königs in Gaeta. Genua, Ein-

nahme vou Livorno.

Brafsilieu. Rio Janeiro, Neuer Jndustriezweig, Markt - Berichte.

Nichtamtlicher Theil. Deutschland.

Bundes- Angelegenheiten Ï Sranfkfurt a. M., 19, Mai, (O. P. A, Z.) 221ste Sigung der verfassunggebenden Reichs-Versammlung. Tages- ordnung: Forisebung der Berathung und Abstimmung über den vom Dreißiger-Aussuß erstatteten Bericht in Bezug auf die An-

träge von Bresgen, Biedermann, Schneer, z Die Sizung wird um 105 Uhr eröffnet. Nach Verlesung des

Protokolls zeigt der Vorsißende den Austritt der Abg. von Gladis

aus Wohlau, Houben aus Meurs, Vogel aus Dillingen an, und

verkündigt den Uebergang zur Tagesordnung. Zuerst erhält das

Wort der

__ Abg. von Hermann aus München, Denjenigen , die die

Agitation für die Anerkennung der Verfassung zuerst anregten, ging

es wie dem Götheschen Zauberlehrling, sie wußten zulegt die Gei=

ster nicht mehr zu bannen, die sie bes{<woren. Nah den hier ge- faßten Beschlüssen kann ih nit der Ansicht beistimmen , daß Herr

Eisenstu> sein Mandat in der „Pfalz überschritten habe. Der Red-

ner drü>t seine Mißbilligung über den Oberhauptsbeshluß aus und

spricht dann für folgenden Antrag, den er der Versammlung ‘em= pfiehlt, den sie annehmen könne, ohne daß ihrer Würde etwas vergeben wird. Die National-Versammlung beschließt :

1) Die provisorische Centralgewalt ist in Kenntniß zu seben, wie viele Stellen von Abgeordneten jedes deutschen Staates, sei es durch Austritt, sei es, weil anfangs niht gewählt wor- den, unbesept sind, um sofort die s{leunigsté Einberufung

; der fehleuden Mitglieder zu verfügen;

2) Die Regierungen sind aufzufordern, ihre Vorschläge bezüglich “der Abänderung einzelner ees der Reichsverfassung unverweilt der National-Versammlung vorzulegen ;

3) die National-Versammlung wählt nah ihrer Vervollständigung, spätestens am 10, Juni, einen Ausschuß zur Berichterstattung über die Oberhauptsfrage - und die sämmtlichen Regierungs= Vorschläge und beschäftigt si bis zur Diskussion über diese Gegenstände mit den zur Ergänzung der Verfassung erfor= derlichen Geseßen.

4) Sobald die sofort durch Beschluß der National-Versammlung definitiv abgeschlossene Reichsverfassung mit der Einseßung des verfassungsmäßigen Oberhauptes ins Leben tritt, 16 sich die Natienal-Versammlung auf.

Abg. Uhland stellt folgenden Zusaß-Antrag : Sollte die von der National - Versammlung geschaffene Reichsverwesershaft, nach Androhung des neuen Ministeriums, versuchen, die im Gesebße vom 28. Juni 1848 begründete provisorische Regierungsgewalt an an- dere Hand abzugeben, als an eine von der verfassunggebenden Ver= sammlung einbestellte Central - Behörde, so ist eine solche Uebertra- gung durchaus nichtig und für die deutshe Nation unverbindlich,

Abg. Beseler von Gréifswalde findet wohl eine Verbindlich= keit für die Centralgewalt, zur Durchführung der Verfassung mit- zuwirken, bedauert aber, daß sie es nit gethan, sieht aber keinen Grund für die Absezung derselben und für ihre Erseßung durch eine andere Behörde. Der Vorwurf, welcher schon öfters der Ma- jorität gemacht worden, daß sie niht alle Mittel versucht, trifft sie nicht. Sie wollte nur die constitutionellen Miitel angewendet wis- sen und diese friedlichen Mittel von hier aus unterstüßen. Durch die constitutionelle Entwidelung in den Einzelstaaten hätte die Ver- fassung auf friedlichem Wege selbst in Preußen durchgeführt werden sdnnen. (Sehr wahr, re<ts; Widerspruch, links.) Was in Süd- deuts{land eine {nelle Durchsebung der Verfassung zu fördern vermag, könnte derselben in Norddeutschland nur schaden (sehr wahr, re<ts), und dann ist es nicht die Verfassung allein, welche bei der Bewegung beabsichtigt is, Der Vorwurf, daß unsere Partei die Freiheit nit wolle, wird wohl am besten dur< die Grundrechte wi- derlegt, welche doch besonders der Ausdru> ihrer Gesinnung sind, und die si des Beifalls der ganzen Nation erfreuen. Wie kann man an uns, deren beste Männer die Gegenpartei \o oft geshmäht , jebt die Forderung stellen, daß wir ins. andere Lager übertreten © Anar= ie und Reaction sind jeßt im Kampfe, nicht Freiheit und Reaction, für wen sollen wir daher nah Herrn Löwe's Wunsch Partei er= greifen ? Noch giebt es Mitte , welche wir, während die Extreme

< bekämpfen, anwenden können ; das Beste davon ist, die mora-

Urde dieser Versammlung zu wahren. Wenn alle Gewalt- mittel vorhanden sein werden, un octroyiren zu können: die Würde,

für ihr Werk gewinnen und dieses würde siegen.

keiten, wie der Ausgang des ungarischen Kampfes, d Srankrei<h, das Wohl des Vaterlandes ab cine traurige Politik. ; eiten bevorstehen, der Gedanke der Einheit wird der fernen Ostsee, der Nordsee wohnen Stämme, danke schon seit Jahrhunderten, \{<webt, das Bedürfniß nach ben nach abstrakter Freiheit

Von Zufällig= en Wahlen in hängig machen wollen,

Bundes - Angelegenheiten. Frankfurt a, M. Verhandlungen der Vaterland aterlande

Sollten dem auch trau=

Triest, Proclamation Tommaseo’s au das Volk und die denen dieser Ge- seit den Zeiten der Hansa vor- Macht ist aber das größte, das Stre= sichert uns keine Größe. gerkrieg au<h no< weiter um sih greifen, der Gedanke an die Einheit und Frei- es lebt zu tief in der Nation, er wird (Lebhafter Beifall im Hause und auf den Gal-

Der Vorsibende

Mag der Bür so traurige Ze heit des deuts zuleßt doch siegen.

mögen noch iten kommen, hen Vaterland

Der Schluß der Deb zeigt den Austriit der Hultschin au.

Abg. Zachariä aus G Minorität 11, für das Era dur die vorlie oder theilweise zige uo< vorhanden In- und Auslande agenen We

atte wird angenommen. ] Abg. Arndts aus München und Lelef aus

sóttingen spriht als Berichterstatter der „In Erwágung, daß he Centralgewalt ganz soll, auf diese Weise aber das ein- gierungsorgan Deutschlands dem ssen würde; daß ferner auf den eit Deutschlands nicht entgegengestellt wür= durch die Beseitigung sondern in Folge der mit der se entstehenden Konflikte nur geht die National = Versamm= zur motivirten Tagesordnung mann, Böcler, Breusing, Dun-=

<ten derselben: genden Anträge die provisori beseitigt werden e eigentliche Re gegenüber zerri gen die. an ondern derselben neu ß ferner der der Centralgewalt ni Centralgewalt dann noch mehr befördert, lung über den vorlieg (Zachariä, Langerfeld, Sted gel, von Wydenbrugk.) Abgeordneter Wel>er, spricht sür den Antrag derselben: Versammlung: in Aunbelracht der des und der drin fassungsmäßigen wägung, daß ei Verfassung erst

gestrebte Einh e Hindernisse drohende - Bürgerkrieg t verhindert , nothwendigerwei erden würde z enden Antrag

fer, Spren Berichterstalter der Minorität [,, ¡Die verfassunggebende Reichs- fährlichen Lage des Vaterlan-= alsbald einen festen, ver= and herbeizuführen; in Er=" ng der beschlossenen Reichs- weun dieselbe in allen ihren g der Befugnisse des z in Erwägung, daß eine ei den tägli<h drohender ehrt werden kann, zur Zeit t einmal ein Ministerium mit uf Grundlage und zur . Die Versammlung r regierenden Für= s zu dem im Beschlusse punkte die Rechte und hnitt TIL, der Reichs= [ter leistet den in $. 190 f die Reichs-Verfassung vor der sammlung und tritt dann die Regierung alter hat sofort na< Antritt der Re- in den $9. 191 und 194 vo s States und Nb eihs-Verfassung das Nöthige gen Vollziehung der Wahlen z1 des Reichstages, in Gemäßhei 2 und 3) Vorkehrung zu treffen. , 85 ff. der Verfassung tritt, bis die gegenwärtige Versamn <stages ein und übt sol< A V N NIE N Ausgenommen hiervon i n Mitgliederzahl, rü>si<tli< 1 30. April verbleibt.

der Beschlüsse vom 4teu d. M. Oberhauptêwürde auf den Monar nähstgrößten Staaten D im Wege stehen, \o auch nach dem dann Leßtterer nöthigen Be Beschlusses ,

die Unterstübungsfrage zu mehreren Anträgen. Abg. einen Antrag auf Vertagung bis Donnerstag den 2Usten d, M. Er motivirt denselben dahin, daß er besorgt, es dürfte bei der geringen Anzahl der anwesenden Abgeordneten sih für keinen Antrag eine genügende Mehrheit herausstellen. Der Antragsteller nimmt jedoch seinen Antrag wieder zurü.

genden Nothwendigk Zustand für Deutschl 1e fräftige Dur<führu dann möglich wird, Theilen vollendet, insbesondere

6 für Ausübun Reichs - Oberhauptes

Fürsorge getroffen ist selbstständige Regierungsgewalt b werdenden Ereignissen nicht länger euntb aber s{on viele Tage hindurch nich voller Verantwortlichkeit dasteht, besch ‘gänzung ihrer Beschlüsse vom 4. Mai: ählt sofort wo möglich aus der Reihe de sten —- einen Reichs-Statthalter, welcher bi vom 4. Mai (Nr. 5 un Pflichten des Reichs Verfassung

d 6) vorgesehenen Z =Obekhauptes nah Ab Der Reichs-Stattha riebenen Eid au

—- ausûbt. I1I, der Verfassung vorgesch verfassunggebenden Reichs-Ver 111, Der Reichs - gierung wegen L benen Eides der Reich staàten auf die R

eistung des gehörigen der Einzel-= zu verfügen. IV, Er 1m ersten Reichstage t der Beschlüsse vom V, Zur Ausführung zur Zusammenkunft g in alle-Rechte e na< Maßgabe IX, der Reichs= Bestimmung wegen der velcher. es bei dem Be- VI. Sollten der in Nr. 5 und 6 vorgesehenen Uebertragung der hen des größlen oder eines der s nicht zu beseitigende Hi gewählte Reichs= Zusammentritt des Reich wegen Ausführung des stimmungen zu treffen.

und Berufung 4. Mai (Nr. der $g. 77 ersten Reichstages und Pflichten des Rei des Abschuittes IV,, Verfassung.

beshlußfähige {<lusse vom

Statthalter sein Amt stages fort, und es hat so-= F. 69 der Ver VII, Mit dem Vo erfassungswerk für gemäß dem Ge- die Thätigkeit der provi-= | deren Befugnisse wie solches der Abschnitt „die Reichs= cichs-Statthalter über.“

Kierulf.) Der Redner zeigt die No einen neuen Reichs - St gewalt sich ni Er unterzieh Der Beschluß

fassung die llzug dieses

führung gebracht 28. Juni 1848, $ sorischen Centralgewalt auf, un in dem erweiterten Umfange, ewalt“ bestimmt, auf den R Ed>ert, Wurm, Preußens Betrag wählen, da die jeßige Central der Verfassung herbeilassen will. nifest einer scharfen Kritik. nur ein Urtheil über das Auftr die Revolution 1 der Nation vor Allem muß óflers vom Beifa Abgeordneter uiht mehr mögli, verrannt ist,

(C. Weler, hwendigkeit, atthalter zu <t zur Durchführung t das Königliche Ma-= vom 10:en d. M, ist eten Preußens in Sawsen, aber keine vird in Berlin gemacht. gerettet werden. lle des Hauses unterbrochen. Berichterstatte den constitutionellen Sie erklären, Sie welche die Verfassung retten will. jämmerlichen Staat Ziel zu erreichen? sich dieser Ausdru> a

en gegenüber

Revolution , Der Redner wird

r der Majorität. Weg zu gehen, der überall wollen nit mit derx L Mit wem denn? Et smáännern , welche glaubten Der Vorsitzende des Hauses bezöge, ortgehen lassen. ern. gesagt hätte,

inken gehen, wa mit jenen

Preußen ihr ledigt.

uf Mitglieder

solcher Weise nicht könne f enn er diese Worte gest itglied dieser Versamnl eutigen Ober =

Der Redner te, sie sih wirk- âtten, allein seit enthaltenen fs und au egung in Sachsen er der sächsischen ie so weit ge nehmen und das zu sehr, wie viel Sitt- erwarten haben, die immer die Un Der Redner je aus dem Widerstande herlei hrung der Verfassung ine Reise nach Franken, bevorstehe, wenn auf die ochene Steuerverweigerung erfassung nicht anerkennen würde,

erklärt, daß lih auf cin M einer in der h Austritts-Erklärun den Gallericen.) D unterdrückt.

provisorischen das Nachtheilige in dem günstig Klingende auszul lichkeit wir von ihnen zu keit auf einer anderen S dische Erhebung, wel Ministerium Befkk entgegensebte ; er erwä sames Sicherheben au schen Kammer ausgespr rung die deutsche V

Post-Amts= (Lebhafter Beifall lin männer haben die Bew Das Verhalten dieser Leute ihre Verdächtigungen, d Staats = Anzeiger aufzu assen, zeigen nur

g nicht mehr. lese Staats

Regierung,

eite suchen. berührt die ba- tet, welchen das in Deutschland wo ein gewalt= von der baheri=

hin die Regie-

welche .die Versammlung bis zulegt gezeigt, würde die Nation doch

Dort \{<wu-

ren 50,000 fränfisd die Verfas-

e Männer mit Lust den Eid auf

4

sung. Wir sollen über einen Antrag auf Vernichlung der Central- Pa zur Tagesordnung übergehen, in einem Augenbli>e, wo die= elbe zu einem neuen s{impflihen Waffknstillstande die Hand bie= tet und die Chre der deutschen Krieger entehrt. (Lebhafter Bei-= fall.) Man hat uns gesagt, der Reichsverweser werde sonst die Madckt in die Hände der Re ierungen, das Amt aber in die der Versammlung niederlegen, Die Mat aber ist nur vereinigt mit dem Amte in Folge des Amtes, und es wäre Verrath von - den deutschen Regierungen, welche die- Verfassuug anerkannt haben, wenn sie ihre Macht einer von der National-Versammlung neu ecin= geseßten Behörde verweigerten. Der Redner hofft günstige Erfolge für Deutschland von dem Kampfe in Ungarn, von dem Ergebnisse der Wahlen in Frankrei; er hofft , daß sie den Deutschen lehren werden, was ein großes Volk sich selbst \{ukdig is, mehr als zur Tages - Ordnung überzugehen. (Beifall.) Wir haben lange genug Rücksicht gehabt auf den Norden, und was kommt uns nun von dorther? Noten, Austrittserklärung von Reichskom= missären, welc<e plöbli<h in das Lager der Octroyirenden übergehen. (Heiterkeit links und re<ts.) Den Norden müsscn wir erobern. Die Freiheit muß gerettet werden. Als General Hoche si< vor den Vendeern zurü>zog , rief er einen Hauptmanu zu sih und sagte ihm: „Hauptmann, Sie werden mit Ihrer Compagnie dieses Defilée vertheidigen!“ „Ja wohl, mein General!“ „Hauptmann, Sie werden mit der ganzen feindlichen Armee zu thun haben.“ „Ja wohl, mein General!“ „Hauptmann, Sie werden Alle umkommen.““ Ja wohl, mein General!“ Machen Sie es wie jener Hauptmann. Wenn Ihnen das deutsche Volk zuruft: „Bleiben Sie, Sie werden

Alle umkommen , aber die Sreiheit retten“, so antworten Sie „Ja E (Langer lebhafter Beifall im Hause und auf den Gal- erieen.

Der Vorsißende meldet einen ferneren Austritt des Abgeord=

neten von Harlmann aus Münster.

Der Vorsibende stellt, bevor er zur Abstimmung schreitet, no< eder stellt

Nach einer kurzen Debatte über die Fragestellung gelangt zu-=

erst zur Abstimmung der Antrag der Minorität U. , auf Uebergang zur motivirten Tagesordnung lautend. Dieser Minoritäts - Antrag wird mit 161 gegen 108 Stimmen abgelehnt.

Hierauf gelangt zur Abstimmung der Majoritäts-Autrag sammt

Zusaß und Verbesserungs - Anträgen. Ein Zusaß - Antrag des Ab-= geordneten M.- Mohl, vor dem Schlußworte „gewählt“ einzuschal- ten „in widerruflicher Weise““ wird angenommen, und der Majori= táts-Antrag daher in folgendcr Fassung zur namentlichen Abstim- mung gebracht: ;

1) Es wird sofort mit absoluter Stimmenmehrheit eine Reichs- regentshaft von fünf Mitgliedern durch die National - Ver= sammlung und aus der National =- Versammlung und dieser lebteren verantwortlich, zum Zwecke der Durchführung der Reichsverfassung und der Beschlüsse der National - Versamm- lung in widerruflicher Weise gewählt.

2) Die Mitglieder der Reichs-Regentschaft leisten vor der National-

_ Versammlung den Eid der Verfassung.

3) Sobald dies gesehen, hört die auf den Grund des Gesetzes vom 28. Juni 1848 eingescebte provisorische Centralgewalt auf.

4) Die Reichs-Regentschaft tritt ab, sobald die Verfassung durdh- geführt und das Reichs-Oberhaupt mit Ableistung des Ver- fassungs=Eides die Reichs-Regierung angetreten hat.

Er wird mit 158 gegen 97 Stimmen abgelehnt, 2 entha

der Abstimmung. Der Antrag des Abg Biecsza Wird, da ein dazu gestellter Zusaß-Antrag von M. Mohl abgelehnt worden gleichfalls mit 136 gegen 103 Stimmen abgelehnt, 4 ent- halten si< der Abstimmung. Hierauf gelangt der Bie- dermannsche, vom Abgeordn. Backhaus wieder aufgenommene und modifizirte Antrag, zur namcutlichen Abstimmung. Die Modifíi= catiouen der Abgeordneten Backhaus, Groß aus Prag und Makowiczka zu dem Biedermannschen Antrag gehen da- hin, $. 5 desselben zu streichen und $. 7 zu fassen, wie folgt: „Bis zum Regierungs - Antritt des zu wählenden Reichsstatt- halters wird die Reichs = Regierung einer Reichs = Regentschaft von Mitgliedern Übertragen , welche von der National= Versammlung mit absoluter Stimmenmehrheit gewählt wird den Eid auf die Reichsverfassung leistet und der National=- Versammlung verantwortlich ist. Der so modifizirte Antrag wird mit 140. gegen 110 S:immen abgelehnt, Folgt hierauf das Mi= norits s - Erachten T, Es wird mit 126 gegen 116 Stimmen an- genommen. Ein Zusaß-Antrag des Abg. von Reden, des Inhalts : „Die National =- Versammlung beschließt: |

t) zu ertlären, daß sie jedem Angriffe gegen die verfassungs= mäßigen Regierungen derjenigen Staaten, wel<e die Reichs= verfassung anerkaunt haben, ihrerseits entgegentreten wird;

2) die verfassungsgetreuen Regierungen aufzufordern, sofort, in

Uebereinstimmung mit der Centralleitung dur planmäßi

| mung n y mapiges V dna die m Durchführung der Verfassung Le usre<thallung der geseßlihen Ordnung erforderlic - regeln zu treffen, / a O E

wird gleihfalls angenommen , desgleiche der Anfall i Abg. ÚÜhland, Sgeeichen der Zusaß - Antrag des

Somit wäre der Gegenstand der heutigen Tagesordnung er-

Abgeordneter Umbscheiden stellt einen Dringlichkeits - Antrag

auf Abänderung der Geschäftsordnung. Der Vors end flä denselben als für heute nicht zuléssig. Die an 0A n 44 Uhr geschlossen. Nächste Sibung Montag, 21. Mai, 10 Uhr.

Desterreich. Triest, 13, Mai (Wanderer...) Aus Venedig

vernimmt man, daß Tommaseo eine Proclamation an das Volk und die Besaßung daselbst gerichtet hat, worin er sie darauf aufmerksam macht,

in ihre Hände eine wichtige Zukunft gelegt worden sei, und

ofort zum kräftigsten Widerstande auffordert. Bis jet ind die ranzösishen Kriegsdampfer immer zwischen Triest und R hin und hergefahren, und haben von und nah beiden Seiten Privat- briefe befördert. Man scheint aber diesen Verkehr nit gern gése- hen zu haben, und nun ist ein Schritt gethan worden, welc<er den- selben vollends ein Ende machen soll, Der Kommandant des zweiten Armeecorps, Seldmarschall-Lieutenant Haynau, hat unterm 10. Maieine Note an die Konsuln Frankreihs und Englands gerichtet, in wel= die En ersucht werden, die Kommandanten der Kriegsschiffe ieser

20. Mai die Gewässer Venedigs verlassen mögen, da die Blokade

alionen darauf aufmerksam zu machen, daß sie bis zum