1849 / 145 p. 3 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

die Beeidiguna des NOO e E - a et n, und auch diese Kammer hade darauf angetr 3 Frs ies L) die Zeit aber dränge, weil die L g B die badische Gränze beordert sind. Staatsrath Römer: Jch er gf e fommen an, daß die Centralgewalt in einer falschen Stellung zur Natio- nal - Versammlung sih befindet, ebén so, daß es die P icht der Central- Gewalt gewesen wäre, die Reichs - Verfassung durch n, Hätte die Centralgewalt die Reichs-Verfassung publizirt, so würden wir uns uicht in der Lage befinden, in welcher wir jeßt sind, Was die Anträge der Kom- mission betrifft, so bin ih mit Punkt 1 und 2 einverstanden , sie sind von der Art, daß sie den Kräften der württembergischen Regierung nicht wider- sprechen, und deshalb wird dieselbe Sorge tragen , daß geschieht, was nur möglich is. Was den dritten Antrag betrifft, so kann man niht wie . Schoder gethan sagen, es sei noch nichts geschehen, (Schoder: „Jch meinte blos, die Beeidigung habe noch nicht stattgehabt‘) es ist vielmehr Alles vorbereitet, es macht nihts aus, daß die Truppen ausmarschirt sind, man kann die Beeidigung auch in ihren Kantonirungen vornehmen. Jh laube, daß der Antrag des Funfzehner- Ausschusses durch diese Erklärung feité Erledigung gefunden hat. Seeger: Durch viele Reden werden wir das, was wir thun wollen, nicht verstärken, das Schweigen is hier die be- redteste Sprache, ih stelle daber den Antrag, den Vorschlägen des Funf- zehner-Ausschusses ohne weitère Erörtering beizustimmen. S err stellt zu Ziffer 2 das Amendement, nah den Worten „Angriffen anf die Na- tional-Versammlung“/ einzuschalten: „oder auf Staaten und Volfsstämme, welche die Reichsverfassung anerkannt haben, vielmehr nöthigenfalls zum Schutze derselben 2c.“ verwendet werden. Staatsrath Römer: „Durch den Scherrshen Antrag würde eine Diskussion darüber herbeigeführt, was erade vermieden werden sollte, derselbe hat eine solhe Tragweite, daß ih fhm im Augenblick nicht zustimmen könnte.“ Auch Rey scher und Sh 0o- der sind gegen denselben, weil durch die Kommissions - Anträge Allem Ge- nüge geleistét werde. Der erste Antrag der Kommission wurde hierauf mit 76 gegen 1 Stimme (Wolf) angenommen. Das S cherr sche Amen- dement zu 2) wird mit 59 gegen 18 Stimmen abgelehnt, und damit der Antrag der Kommission angenomnen. Für Scherr's Antrag stimmten: Schweickhardt, Pfäfflin, Stockmaier, Herrlinger, Play, Becher, Rettenmair, Schnißzer, Süskind, Forster, Seefried, Scherr, Hutten, Winter, Pulvermüller, Vogel, Trotter, Kopp. Der tritte Antrag wurde mit 68 égen 9 Stinimen angenommen. Gegen denselben stimmtent Frhr. von Viven, von Baldinger, von Varnbüler, die Prälaten Mehring, Moser, Gerock, von Jaumann, Eggmann, Ofterdinger. von Zwerger stellte an das Ministerium eine Aufrage hinsihtlih des Zwecks des Ausmarsches un- sexex Truppen, worauf General pplin antwortet, daß diese Truppen um Schuge der Gränze, namentlich auh gegen das Eindringen der Frei- 7 Mas bestimmt seien, was etwa weiter geschehe, werde nur im Einver- ständnisse mit der württembergishen Regierung geschehen. Staatsrath Römer: Der Präsident des Reichsministeriums, Grävell, hat ja neulich selbs erklärt, daß die Truppen nur zum Schutze der Gränze bestimmt seien.

Stuttgart, 22. Mai. Jun der heutigen Sißung der Kam- mex der Abgeordneten befinden sich am Ministertische die Staats- räthe Römer und Duvernoy. Tagesordnung: Forigeseßte Bera-

thung des Entwurfs des Wahlgeseßes. Zu Art. 46 stellt die Kommission den Antrag, den Grundsay des §. 144 der Verfassungs-Urkunde beizubehalten, daß der Gewählte ‘nämlich minde-

National-Versammlung

stens ein Drittel der abgegebenen Stimmen erhalten haben müsse (der Ent- wurf verlangt die mei sten der abgegebenen Stimmen)z was mit 38 ge- en 35 Stimmen genehmigt wird; dagegen wurde guf- den Antrag des Foeibérm von Ow mit 37 gegen 36 Stimmen beschlossen, noch beizusü- en, es sollte jedenfalls bei der zweiten Wahl sein Bewenden haben, rt. 17 von der Ausstellung der Wahl-Urkfunde und Art, 18 von der Gül- tigkeit der Wahl und der Legitimation der Gewählten wurden mit einigen wenigen Abänderungen angénommen, Der Art. 19 hebt die Vorschrift des §. 446 ter Verfassungs-Urkunde. auf, wonah Staatsbeamte eines Urlaubs zum Eiütritt in die Stände-Versammlung bedürfen, Die Kommis- sion will, da der §. 17 der deutschen Grundrechte bis jeßt bei uns noch nicht ausgeführt ist, segen: Staatsbeamte, Kirchen - und Schul- diener, Domdekau von Jaumann mächt jedo geltend, daß die Kirchen- diener in diesem Geseße niht genannt werden können, weil dadurch in die Rechte der Kirche eingegriffen würde, indem die Ertheilung des Urlaubs an Kirchendiener dem Bischof zukomme. Was die Schulmeister betrifft, so äußerte Prälat Moser, daß diese ja jeßt Staätsbcamte seien, man also diese nicht doppelt aufzuführen brauche, Hölder, dem Staatsrath Nömer beistimmt, wünscht, daß, um die niedere Klasse der Staatc dener, wozu auch die Schulmeister zu zählen, mitzubegreifen , statt Staal8beamte „Staats- diener‘ geseßt werde, Seeger stellt hierauf den Antrag, zu schen: „vffentlihe Diener‘, wodurh das Verhältniß der Kirchendiener bis zu Re- gelung der Verhältnisse zwishen Staat und Kirche în Folge der Grund- rechte ofen bleibe, wobei er jedo als \ fne Ansicht ausspricht, daß in ge- wisser Hinsicht der Staat über der Kirche stehe. Sein Antrag wird mit 43 en 31 Stimmen angenommen. Nach dem Entwurf darf ein Staats- diener das Amt níct früher verlassen, als sein Stellvertreter für ihn ein- getreten i, Auf Holzinger's Antrag wird dieser Say mit 41 egen 33 Stimmen gestrihen, Da die Departements - Chefs der Vustiz und des Jnnern mcht länger anwesend sein können (Lepy- terer muß ciner Sißung der ersten Kammer beiwohnen), so wird überge- gangen zur Berathung des Berichts der Finanzkommission über den Eut- dus eines Geseyes, betreffend die Beiziehung der Amitswohnungen zur Besoldungssteuer, Berichter|tatter Wizemann. Die Kommission beautragt, dem ganzen Geseh-Entwurf, wie er von der Regierung eingebracht ist, die Zustimmung zu ertheilen, was auch die Kammer ohne Debatte thut. Nach dem Entwuf werden die Amtswohnungen u. A. mit folgenden Ansäyen in Besteuerung gezogen: der Departements-Chefs 500 Fl, Bezirks-Beamten 150 Fl, Hekonomie-Verwalter, Käsjirer 100 Fl,, Präzeptoren und Land- geistlichen 50 Fl, Schulmeister 25 Fl, Für die Zimmer der Aktuare 2c, wird nichts in Berehnung genommen, Hierauf wird der Bericht der Fi- nanzkommission (Berichterstatter Zeller) vorgenommen, betreffend diè Be- schlüsse der Kammer der Standesherren zu dem Hauptfinanz-Etät von 1848 bis 1849, Die Kammer der Abgeordneten beschließt, auf ihren sämmlili- hen abweihenden Beschlüssen zu beharren und dieselben einseitig an die Staats-Regierung zu bringen. Zum Sehluß berichtet Wieland Namens der Petitions-Kommission über die Bitte der Polizei-Offizianten der Stadt Siuttgart um nachträgliche Verwilligung ciner Gehalts- Verbesserug, be- züglich um Aufhebung eines früheren Beschlusses der Kammer, wona die beantragte Verbesserung gestriben wurde, Die Kammer tritt dem Kom- missions-Antrag bei, die Regierung zu bitten, daß für 1848 1849 jedèr der Polizei-Unteroffiziere cîn Gratial von 50 Fl. und die Pölízei-Soldaten je 40 Fl. erhalten,

Baden. Karlsruhe, 24, Mai. Die Karlsr. Ztg. ent-

hält in ri. R Blatte nachstehende Erlasse : e Krieger!

M Ihr habt dem gesammten Volke Deutschlands unv allen Heeren Euro- pa's cin großartiges Beispiel gegeben, Jhr habt das Zoch zerbrochen, das seit Jahrhunderten auf dem Soldvatenstande lastete, Zhr habt Euch felbst befreit vom unerträglichen Diude und zu gleicher Zeit dem gesammten deuischen Volké die ahn der Freiheit gebrochen. Das Vaterland ist Euch zu tiefem Danke verpflichtet, Doch ist nur der erste Sriit gethay, um zu einem fiéien, einigen und großen Deutschland zu gelangen, Der Preußen- Ffönig zieht seine Truppen zusammen, um auch îm südlichen Dentschlantd, wie im Norden, die Freiheit zu erdrücken,

Bald schon kann der Kampf mit dem Tyrannen beginnen. Der Sieg tvird unser sein, wenn zu der Begeisterung für Freiheit, Recht und Vater- land, tele Eure männlichen Herzen durchglühi, die festgeschlossene Ordnung hinzutrétt, welche keinem Stande mehr noththut, als dem Stande der

riegér, /

B ällé Joh des blinden Gehorsams stolzen Führern gegenüber ist auf immer gébrocen. Allein der selbstbewußte Gehorsam gegenüber den fréigewählten Männern des Vertrauens bildet die nothwendige Voraus- seßung militairisher Ordnung, i l

z "Soldaten, deutsche Brüder! Nur dur genaue E niilitai- risder Orditung Farin der Krieger seine hohe Aufgabe erfüllen! Soldaten! Ir weidet dle Schmähungen, welche die Feinde der Freiheit gégèn Euch wié gegen its ansfstreuen, dur die That widerlegen, Wie Zht gro waret im Kampfe-"gegen Eure und unsere gemeinschaftlihen Feinde, so

- Vaterlandsliebe wenden wir uns, ; ständigeren Ausrüstung, um einer Belagerung auf die Dauer widerstehen | Es mangelt an dem nöthigen Bedarf zur Pflege der Kranken

Wachen beseßt.

j i vu icht- - werdet Jhr auch groß sein nach errüngenem ersten ie eits :

erfüllung. Ein begeistértés, wöhlgeördnetes Fréiheitbheer is u

Karlsruhe, den 21, Mai 1849.

Der Landes - Ausschuß. ¿ j Bdtnnwarth. Cordel, Damm. Degen. Fidckler, Doppel. Hennecka, Hoff. J ughanss. Kiefer, Rehmann. Richter, Ritt ex, ‘Moktke ck. S tav, teinmey, Struve, Thiebauth. Torxent, Werner. Wernw ag. Ziege k, } Die Vollziehungs- Behörde: Brentano. Peter. Goegg. Eich feld,

. Männer und Frauen in Baden! Í

Die Zeit des Kampfes is nahe. Die Feinde des Volkes drohen, un- sere Erhebung sür die Freiheit und Einheit Deutschlands gewaltsam nie- derzukämpfen. Schon werden preußische Heere gesammelt, um gegen die Gränzen unseres Landes zu ziehen. Wir müssen auf alle Fälle gefaßt sein.

Männer und Frauen in Baden! Ant Euch. ergeht unser Ruf. F

Steht Alle zusammen im Kampfe sür die heilige Sache der Freiheit. Es gilt jeßt Muth, es gilt Aufopferung zu beweisen. Jeder elfe, wie er fann, Jeder an seiner Stelle, Jeder nach scinen Mitteln Und Kräften.

Einen mächtigen Stüypunkt besigt unsere' Bewegung an der Festung Rastatt. Unseren wackeren Soldaten geb“hrt der Ruhm, sie der Sache des Volkes gewonnen zu habeu. Um feinen Preis darf dieser wichtige Punkt

den Feinden des Reiches, den Feinden der Freihcit in die Hände gelan- | geit; an seinem Schuye, an seiner Vertheidigung muß uns Alles gelegen sein. | An CEuern Freiheitssinnu , an Eure

Männer und Frauen in Baden! j Die Festung Nastatt bcdarf einer voll-

zu können, und Verwundeten.

Steuert bei, Alle, denen dás Vaterland, denen die Freiheit heilig is. |

Jede, auch die geringste Gabe; is willfommen. Die einflußreichen Männer und Frauen in jedèm Orte des badischen Landes mögen die Sammlung der Beiträge in dié Hand nehmen, - Wir haben Anoidnungen getroffen, daß ‘Alles kostenfrei nah Rastatt geliefert wird. Das Festungs-FKommando wird zum Empfange der Sendungeu die nöthigen ‘Einrichtungen treffen.

Männer und Frauen in Baden! Säumet nicht, die Opfer zu brin- en, die das Vaterland in der Stunde der Gefahr von Euch verlan t,

Shr werdet für ewige Zeiten Euch ein ruhmvolles Denkmal seßen. ir rufen an die Kraft Eures Willens, die Güte Eures Herzens, den Fleiß Eurer Häude. Säumet nicht! die Zeit drängt z wer rasch giebt, der giebt doppelt. Karlsruhe, den 22. Mai 1849, Der Landes-Aus\chuß von Baden, Bannwarth, Cordel, Damm, Degen, Fickler, Happel, Hen- necka, Hoff, Junghanus, Kiefer, Nehmanu, Richter, Ritter, Notteck, Stay, Steinmey, l - Wernwag, Ziegler. Die Vollzugsbehörde: Brentanv, Peter, Goegg, Eichfeld, Aufruf. i ; j Sämmtliche Offiziere, welche unter der früheren Negierung' außer Dienst gefeßt worden und Willens sind, die Freiheit und die Rechte des Volkes zu verfehten, werden aufgefordert, sich sogleih beim Kriegs - Ministerium unter Angabe ihrer früheren Dienstverhältnisse uud ihres Alters zu melden. : Karlsruhe, den 23, Mai 1849, Der Kriegs - Minister -Stellvertreter : A. Mersy, Oberst-Lieutenant, Kriegsininisterium. Befehl an sämmtliche Regimenter und Corps.

Sämmtliche Kommandos werden“ exmächtigt, ven neu ernaunten Of- fizieren behuss deren Equipirung verhältnißmäßige Vorschüsse gegen später zu machende Abzüge aus den resp. Regiments - und Corpskassen zu leisten, Denjenigen Offizieren, welche als Einsteher zu ihren gegenwärtigen Stellen ernannt wurden, is die betreffeude Summe vom Einstandskapital auszu- olgen. : \ evt

16s Karlsruhe, deu 22, Mai 18349... ( Der Kriegêttlinister - Stellvertreter A. M erh, Oberst-Lieutenant. Jm Namen des regierenden Landesaus schusses. Auf sämmtliche Gesuche um Wädffen, welche" in jüngster Zeit beim Lan- desausschusse einkamen, wird hierdurch erwiedert, baß denselben im Augen- blie nicht Genüge geleistet werden fann, “Ju acht bis vierzehn Tagen hoffeu wir jedoch, sämmtliche Gemeinden mit den erforderlichen Waffen ver- sorgen zu können. 5 Karlsruhe, den 21, Mai 1849. Der Landesausschuf. Die Kriegs-Abtheilurg : G. Struve.

Karlsruhe, 25. Mai. Das heutige Blatt der Karlsr. Zt g. bringt nachstehende Erlasse :

An die Gemeinden Badens.

Unsere wehrfähigen Männer sind unter di: Waffen gerufen, Bald vielleicht geht es zum Kampfe, Wir müssen Vorsorge tes: daß unsere Schaaren wohlgerüstet ins Feld ziehên. G 4 j

Die Mittel des Staates dürfen nicht allzusehe geschwächt werdenz ein Theil der Opfer muß der Hingebung der Einzeluen, ein Theil insbesondere der Sorgfalt der Gemeinden überlaffen bleiben. Bereits bab einzelne Ge- meinden mit rühmlihem Beispiele vorangegangen und haben ihr erstes Aufgebot mit den nöthigen Bedürfnissen vollständig ausgerüstet, Wir sind überzeugt, es bedarf nur eines Wortes, um in allen Theilen des Landes den gleichen Eifer anzufachen. h ; /

Wer im Stande ist, aus eigenen Mitteln sih mit dèm Erforderlichen zu versehen, der wird ohne Zweifel gern Und freudig das Opfer tragen, welches das Vaterland für . die Zeit des Kampfes an ihu verlangt, Die Unbemuüitelten vertrauen wir der Fürsorge der Gemeinden z ‘die Gemeinden sind aufgefordert, die Ausrüstung d:sd ersten Aufgebots mit den nöthigen Kleidungsstücken und Unterbaltungsrairtéln anzuordnen, dauiit der Berwen- dung der Mannschaft außerhalb des Gemeindeortes kein “Hinderniß. im Wege stehe. Es wird keîne Géméiude gegen die ‘andere zurückbleiben wol- lenz es muß Ehrensache einer jeden sein, cine möglichst wohlgeordnete und wohl verpflegte Männschast dem Volksheere zuzuführen. : A

Gewiß wird auch jeder Bürger, dem tas Vaterland, dem die Freiheit theuer ist, dazu beitragen, seiner Gémeinde bie Ausführun ‘der gesörderten Anordnung zu erleichtern und da, wo es Noth thut, wah seinen Kräften zu unterstüßen. Vor dêr Größé der Sachè, sür die wir kämpfen, muß jede kleinliche Rücksicht, jeder eigennügige Gedanke zurücktreten, Der Augenublick ist da, der beweisen soll, ob wir der Freiheit würdig sind. Es gilt zu zei- gen, daß wir einig, daß wir ents{hlossen sind, mit Gut und Blut zu s{chügen, zu vertheidigen, was unser Recht is, Ziehe Keiner sich zurück! Jeder helfe, wie er fann, dem Anderen. Gemeinsam müssen wir zusammenstéhen+ Einer für Alle und Alle für Einen! 3

Karlsruhe, den 23, Mai- 1849,

Der Landes-Aus [chuß von Baden :

Bannwarth, Barbo, Cordel, Damm, Degen, Fidckler, Hapvel, Hennecka, Hoff, Junghauns, Kiefer, Rehmana, Richter, Ritter, Rotteck, Stay, Steinmey, Struve, Lhicbauth, Torrent, Werner, Wernwag, Ziegler.

j, Die T E Brentano, Peter, Goegg, Eichfeld,

Offentliche Aufforderung.

Durch den Landes-Ans\{huß für Baden sind wir beauftragt, volksfeind- liche Beamte von ihren Stellen zu entfernen, Die diesfallsigen Anträge der Bolfsbehörden mehren si bedeutend, und eben \o kommen viele Ent- lassungsgesuche von Beantten cin, auf deren Entfernung keinerlei" Anträge bis R: p ags

Da wir im Augenblicke noch nitht îti der Lage sind, die geeigneten Männer zur Wiederbesepung solcher Stellen zu fennen,, so fordern ST auf „_: 4) alle Diejenigén, welche béreit sind, unter der jeßigen Regierung ihre Kräste dem Vaterlande zu widmen , G îin_ \chriftlihen Eingáden hier

t

|

anzumelden; : - 2) die Volksbehörden, namenilih Civil - Kommissäre, mit Anträgen auf

Uhr Morgens,

Struve, Thiebauth, Werner,

Entfernung von Beamten zugleich Vorschläge behufs der Wiederbesegung der Stellen: zu machen.

Dabei wird bemerkt, daß solche Entfernungen fowöhl als Anstellungen nur provisorisch geschehen können.

Karlsruhe, den 2% -Mai 1849,

ie Vollzléhungs-Behörde des Landes-Aus schusses. L, Brentaiño. L Bekanntmachüng, ° Die Soldaten, tvelche in der leßten Woche ihre Regimenter verlassen

4 haben, twerden aufgefordert, sich bei denselbéi Angesichts dieses einzufinden,

widrigenfalls sie als Ausreißer behandelt werden. Karlsruhe, den 22. Mai 41849. Der Stellvertreter des Kriegs - Ministers : A. Mersy, . Oberst - Lieutenant,

Karlsruhe, 22. Mai. (Schwäb. Merk.) Gestern Abend

| sah es wieder \{ief aus bei uns; die Militair = Einsteher -waren | mißvergnügt, weil man ihre Einstands =- Kapitale nicht auszahlen

wollte. Man spricht von einem Plane des Militairs gegen einige Mitglieder des Landes-Aus\chusses, namentlich Struve und Blind. Noch spät Abends (nach 10 Uhr) wurde die ettlinger und durlacher Bürgerwehr und das in Durlach liegende pforzheimer Freicorps, zum Theil aus den Betten, aufgeboten, um nach Karlcruhe zu mar- \schiren. Sie kamen um Mitternacht an und blieben, unter dem Scheine der Pechpfannen, auf dem Marktplaße bis drei dann ‘Zögen n wieder ab. Die hiesige durfte ruhig schlafen. Freischaaren haben die Heute wurden viele solcher Einstands - Kapitale ausbezahlt. _ Sowohl hiér, als auhch an vielen Orten des Landès, wird die Rückehr des Großherzogs verlangt. Der Landes - Aus- {uß hat nun seinen Siy aus dcm Rathhaus in das Stäudehaus verlegt, wo mehr Räumlichkeit zu Gebot steht. Das hiesige erste Aufgebot wird auf heute Abend 6 Uhr wieder zusammenberufen, Die Organisation will sich nit recht machenz viele Freischärler gehen heim. Es herr\{t ein großer Wechsel im-Militair; Soldaten und Freischaaren ziehen ein und ab. Es herrscht Ruhe in ‘der Stadt und Ordnung oder Unordnung in der Anarchie, wie man will. Es wäre eine baldige Lösung des jeßigen Zustandes zu wün- hen. Unter den Soldaten sind die wahnsinnigsten Lügen verbrei= tet: es sollen 40,000 Franzosen und vier Bataillone Scharfshüben aus ‘der S{weiz zur Unterstühung der provisorischen Ses kommen. Täglich hört man, wie unser {nes Baden mehr um- schlossen wird. Es is schaurig, unsere Truppen größtentheils ohne ihre Führer zu sehen. Die neugewählten haben das Zutrauen für einen Feldzug, wie er jeßt bevorsteht, niht. Die Junstruction der Bezirks=Kommissäre hat nicht geringes Aufsehen erregt.

Mannheim, 24. Mai. (O. P. A. Z)_- Die hier anwe- senden Mitglieder des Ober = Hofgerichts und hiesigen Hofgerichts haben sich auf die von dem hiefigen Civil-Kommissär an sie ergan- gene Aufforderuug zur Eidesleistung anf die Anordnungen des Landes =- Ausschusses für Baden zu folgender Erklärung einstimmig vereinigt: : :

„Nach der noch bestehenden Landesverfassung ist nur das Staats- oberhaupt berechtigt, von den Beamten des Landes die Eidesleistung auf die Dienstpflicht, die Landes - und die Reichsverfassung zu: ver- langen, und können diese Eide nur in die Hände des Staatsober=- hauptes oder der von ihm bevollmächtigten Personen abgelegt wer- den. Alle Richter des badischên Landes sind \sowehl auf ihren Dienst, als auf die Beobachtung und Aufrechthaltung der Landesverfassung eidlih verpflichtet und sind der Anordnung des Staatsoberhaupts zur Verpflihtung auf die deutsche Reichsverfassung zu deren Aner= fennung sie übrigens schon kraft der bereits geleisteten Eide ver= bunden sind, gewärtig -— eine Verpflichtung, welche nah §. 193 der Reichsverfassung mit dem Eid auf die Landesverfassung ver- bunden und diesem vorangeseßt werden soll. Aus diesen Gründen müssen wir die von uns verlangte Eidesleistung, wie hiermit ge- schieht, aus innerster Ueberzeugung ablehnen. .

Freiburg, 22. Mai. (S@{wäb, Merk.) General von Gayling, vie Rittmeister Shüler und von Freistedt beim Dra- gon T Ne Großherzog, so wie Regiments-Arzt Wuherer béim Zien Infanterie-Regiment, sind des Staatsdienstes entlassen worden. Beide hiesige Blätter melden, daß die Vorlesungen an der Uni= versität ihren Fortgang haben. /

Täglich kehren Flüchtlinge aus der Schweiz und aus Frank- reih zurück, welche hier unterstüßt und weiter befördert werden. Gestern käm eine Abtheilung von 36—40 unter Böning aus Wies- baden. Heute erwartet man ein anderes größeres Corps, das Wil= lihsche, aus Besançon.

Villingen, 19. Mai. (Schwäb. Merk.) Die württem- bergischen Truppen unter General Miller, welhe in den leßten Tagen hier, in Donaueschingen und der Umgegend lagen, sind nun nah Württemberg zurücckmarschirt. Sie. haben abér noch hart an der Gränze Kantonirungen bezogen. Das Hauptquartier des Ge- nerals Miller befindet fd in Schwenuingen. und das des Grafen Wilhelm von Württemberg in Rottweil.

Die Darmst. Ztg. meldet Folgendes: „Die Heidelberger Professoren haben si großentheils nah Auerbach geflüchtet (Ger= vinus befand sich am _23sten in Darmstadt); Robert Mohl is mit seiner Familie nah Straßburg gegangen; das Bendersche Erzie=- hungsinstitut ‘aus Weinheim befindet s\{ch in Bensheim. S@lö}ffel Sohn haust in Heidelberg als Regiérungscónnnissair ind seßt Beanite ein und ab. Um dessen politische Rithtüng zu veri A bedarf es nur der Bemerkung, daß er mit seinem Vater, wegen dessen „reactivnairer‘“ Gesinnung auf \chle{chtem Fuße lebt. Die Br ef=- po siterbinmng durch das Großherzogthum Hessen is troß der hinter Weinheim fehlenden Schienen (durch einen Postwagen) im Gange; aber die Briefversendung hat sehr abgenommen, seit Studiosus Vlind als badischer Postdirektor in sciner Weise die Gewährleistung des Briefgeheimnisses ausübt. Um so fleißiger verschickt der Lan- desaus\huß unter der Aufschrift „Dienstsache“/ gedruckte Revolu- tionsaufrufe in alle Nachbarläuder.““

Hessen und bei Rhein. Darmstadt, 23. Mai, (Darmst. Zt g.) Nachdem in der heutigen Sipung der zweiten Kammer zuerst Verhandlung über die Zeit der gemeinschaftlichen Sitzungen beider Kammern, das Wahlgeseß betreffend; gepflogen worden war, wandte si dieselbe zur Berathung der auf der Ta= gesordnung siehenden Gegenstände, nämlich: a) der Vorstellung: mehrerer 6 Standesherren betreffend z b) des Geseh - Entwurfes, die Eidesleî- stungen. betreffend, und c) die Anträge der Abgeordneten Lehne und Genossen, Unterordnung der Staatsregierung unter eine neue vor- läufige Reihsgewalt u. st. w. betreffend, Die Berathung über dic- sen leßteren Gegenstand war besonders ausführlich und lebhaft.

Die Frage 4) Will die Kammer dem Antrag der Abgeordnetcn Lehne: und Genossen unter Nr. 1 beitreten , die Staatsregierung aufzufsor- dern, der durch Beschluß der National - Versammlung vom 19, Mai 1849 ' begründeten provisorischen Reich? gewalt si unterzuordnen ? wird verneint mit | 28 gegen 17 Stimmen, Die Frage: 2) Will die Kämmer dém Antrag der : Abg. Léhne uüd Genössen unter Nr, 2 beltretéri t bie Stäatsregièrung anf

Bürgerwehr

zufordern: bis zur stattgehabten Einseßung derselben den Vollzug allex

- Alte der Kammer, kaun

utsbesißer im Odenwald, deren Zwistigkeiten mit den -

den Bereich gewöhnlicher Geschäftäleitung überschreitendér Maßregeln zu :

\uspendiren, welche :durch ‘das im Widerspruche mit den einfahstèn con-

stitutionellen Prinzipien fortbestehende Ministerium des seitherigen Reichs-

verwesers -augoordnet werden? wird. verneint mit 28 gegen 17 Stimmen.

Die Frage: 3) Will die Kammer nach dem Antrag der Abg, Lehne und

Genossen unter Nr. 3 beitreten: die Staatsregierung aufzufordern: keine hessischen Truppen in Baden eiurücken zu lassen? ‘tvird verneint mit 28 gegen 17 Stimmen. Die Frage: 4) Will die Kammer nah dem An- trag ihres Ausschusses ‘die Ss ersuhen: alle ihr zu Gebote stehenden Mittel anzuwenden , um den Reichsverweser zu vermögen , \cine gegenwärtigen Räthe zu entferuen und dagegen sih mit solchen zu umge- ben, welche die Achtung und das Vertrauen des deutschen Volkes und seiner geseßlichen Vertretèr verdienen und genießen? wird bejaht mit 29 gegen 16 Stinimen, Die Frage: 5) Will die Kammer nachdem Antrage des Ab- geordneten Görz unter Nr. 1 die Staatsregierung auffordern, von nun an offen und entschieden und mit allèn ‘ihr zu Gebote stehenden Mitteln für die Dur(hführung ter l wirken ? wird verneint mít 29 gegen 16 Stimmen. Die Frage: 6) Will die Kammer nach ‘dem Antrag des Abgeordneten Görz unter Nr, 2 eine feierliche Verwahrung einlegen gegen jede etwa beabsichtigte Octrogyirung einer Berfassung Deutschlands wider den Willen der allein berechtigten National-Versammlung, indem sie erklärt, daß sie jede andere, als die von lehtérer ausgegangene Verfassung für unverbindlih halte für unser Land und dem Ministerium die Verant- wortilichkeit anheimgebe für eine etwaige Unterwerfung unter dieselbe und die daraus entspringenden Folgen? wird verneint mit 23 gegen 22 Stimmen. 4

Nachdem der Präsident den Schluß der Sipung verkündigt hatte, bitten noch Mee Abgeordnete um das Wort, darunter namentlih der Abgeordnete Görz, um eine Erklärung abzugeben, und der Abgceorduete Heldmann, um seine Abstimmung zu motiviren. In dieser Beziehung be- merkt ber Präsident: Meine Herren! Jch bitte Sie, weitere Motivi- rungen zu unterlassen, da Jeder genügend Gelegenheit gehabt hat, si auszusprechen. Abgeordneter G örz: „Jch habe eine schriftliche Erklärung von mir und von noch anderen 12 Mitgliedern der Kammer zu Protokoll zu geben.“ Da theils wegen ausgesprochenen Schlusses der Sigung und lheils wegen der vorgerückten Tageszeit sich s{on- viele Mitglieder der Kam- mer entfernt hatte, so veranstaltet der Präsident eine Zählung der nod) auwesenden Abgeordueten und bemerkt darauf: „, Meine Herren! Es sind nur noch 23 Mitglieder anwesend. Wenn diejenigen, welhe an- wesend sind, der Erklärung noch zuhören wollèn, dann steht dem nichts im Wege, aber von einem Beschlusse, so wie von irgend einem anderen i: mel „nicht mehr die Rede sein,“ Görz verliest darauf eine sh'iftlihe Erklärung, welhe als solche nicht gleich den übri- gen mündlichen Vorträgen nachgeschrieben wurde. Der Präsident: „Meiner Ansicht nach fann diese Erklärung vicht in das Protokoll nieder- gelegt werdenz denn die Kammer i| nicht mehr in geseplicher Zahl versam- melt, Bedenken Sie, wenn uur noch 3 oder 4 Mitglieder dageblieben wären, und der Abgeordncte Görz hätte die Erklärung verlesen, so würde Niemand behaupten, daß sie einen Theil des Protokolls bilden könne.“ Abgeordneter Görz: „Die Herren sind fortgelaufen in dein Augenblicke, wo die Zäh- lung stattgefunden hai,“ Der Präsident: „Das konnte ih nicht ver- hindern. Jch wiederhole, die Sigung isst aufgehoben. Wenn es übrigens verlangt wird, so will ih morgen der Kammer dié Frage vorlegen, ob sie die verlescne Erklärung als ‘einen Theil des Protokolls betrachten wolle ?‘‘ Während dcr Präsident sih von seinem Sihe entfernte, und von Seiten mehrerer noch anwesenden Mitglieder der leyteren Bemerkung widersprochen wurde, sprang der Abgeordnete Lehne vor den Siz des Präsidenten und stieß mehrere heftige Aeußerungen aus, wovon indessen der Präsident keine Notiz nahm, sondern si entfernte. ; :

Die Darm. Ztg. bringt nachstehenden von Seiten dès mv- narchisch-constitutionellen Vereins veröffentlihten Hülferuf aus Ba- den an das hessische Volk: :

„Es isst ein großes Unrecht, ‘wenn- man das Volk aus falschen Grün- den zu Hoffnungen, ja sogar, wie es jetzt bei uns geschehen, zu Handlun-

- gen zu versühren sucht, welche nur Unglück über Alle bringen können,

„Die Lage unseres Landes ist shrecklich, und wir sind nicht im Stande, sie zu schildern, Es is nur zu wahr, was wir vor: einigen Tagen in der Abendzeituug gelesen: „daß die größte Ruhe herrsche.“ Ja wohl haben wit armen Handwerker und Geschäftsleute Nuhe, denn alle Hand- thierungen, ausgenommen der Wein-, Bier- und Branntwein-Verkausf, stocken, und wenn es noch eíne Zeitlang so bleiben sollte, so kommen wir Alle an den Nand des Bettelstabes.

„Fragen tir uns, welchen Charakter trägt die revolutionaire Bewegung in Baden? Der König von Bayern nahm die Verfassung des deutschen Parlaments nicht an, und da erhob sich Rheiabayern und rie Verrath! gründete den Landesvertheidigungs-Ausschuß und forderte das Volk auf, die Verfassung zu beschwören, Der Großher,og von Baden hat die Verfassung anerkannt, hat Bürger und Soldaten auf die Verfassung s{chwören lassen, hat stets alle unsere Wünsche mit der größten Bereitwilligkeit befriedigt, und dennoch empört man sich; denno schreit man Verrath!

„Wer sind aber diejenigen, welche bei uns Verrath schreien? Die revolutionaire Bewegung iu Baden is niht vom Volke ausgegangen, dies wird die Zukunft beweisen; sondern von Mänrern ist sie ausgegangen, die durch ihr Treiben und Wirken mittelst der freien Presse, durch ihre Schand- blätter uns das Volk verführt, betrogen und belogen haben und noch be- lügenz bie, wie wir jet deutlih schen, uns nur benußt haben, um ihre ehrgeizigen Pläne durchzuseßgen. Alle diese Männer, welche am meisten geschrieen und sich gerühmt haben, daß nur sie allein die wahren Volks- sreunde seien, haben sih jeßt selbs zu Ministern und Direktoren der Kassen ernannt! Die Maske ist dadurch gefallen, denn glaubt es uns, Jeder, der die Freiheit ehrlih will, benußt nicht das Volk zu schändlichen Zwecken.

„„Ulles Besindel weit und breit, was seit Jahren in allen Ländern hei- mailos herimirrte, hat sich jeßt nah Baden gezogeu und dies is so das eigentliche Volk welches unser \{chöónes badener Land zum Schutt- haufen auf Blut und Leichen verwandeln will.

„Wer kennt nicht die Männer und ihre Absichten! wer kennt nicht eizen Struve, Blind, Heinzen, Bornstedt! und diese Männer an der Spigze der Regierung, sie schaffen bei Gott keine Garantieen für Sicher- heit, Wohlstand und Freiheit eines Volkes,

„Soldaten, Biüder! hört unsere Stimme, laßt euch nit bethören, sondern fommt, helft uns aus der traurigen Lage befreien. Der größte Theil is nur in diesem Augenblick gezwungen, hier zu bleiben und sein Eigenthum zu bewachen; das Militair i ebn so zum größten Theil Fife 0era0g treu, Wir hoffen auf Euch und werden mit Euch ämpfen, -

Mannheim und Heidelberg, den- 20,- Mai 1849.“

„Mitbürger! der Hülferuf aus Baden is cine Warnungsstimme für uns, Auch unter uns befinden sich einige solcher Leute, wie oben geschil- dert, Seien ir darum wachsam und halten jeden ähnlichen Versuch muthig nieder, Zugleich wird dieses Blatt jedem braven Bürger , jedem wackeren Soldaten zum Schutze empfohlen, damit sie nit dulden, daß es abgerissen werde, Darmstadt, den 22, Mai 1849,“

Darmstadt, 25, Mai, (Darmst. Ztg.) Das nachstchende Großherzoglihe Edik: wurde vor dem Schlusse der gestrigen Siz-=

‘zung der vereinigtcn Kammern vom Minister-Präsidenten vorgelesen :

, Ludwig 111, 2c, Den Uns aus vielen Theilen des Landes und ín einem Beschlusse der zweiten Kammer der Stände zu erfennen gegebenen Wunsch , daß die dermalige Ständeversammlung baldthunlichs aufgelö} werden möge, haben Wir zu Unserem Bedauern vor beendigter Berathung und Beschlußnahme Unserer getreuen Stände üter den bereits im Novem- ber v, J. denselben vorgelegten Geseß-- Entwurf wegen der vorlänfigen Zu- sammensepung der beiden landständishen Kammern und der Wahlen der pi ageordneten hierzu nicht in Erfüllung bringen können, Nachdem nunmehr

lese Berathungen beendlgt sind und Wir bei der Auflösung der dermaligen Gegndeversammlung feinen Anstand mehx finden, so haben Wir auf den

rund der Artifel 63, 62 und 65 der Verfassungs-Urkunde des Großher-

öogthums verordtiet Und verordnen wie folgt: thums "i 1. Die dermalige Versammlung der Stände des Großherzog- Landstände aufgelöst und die Wirkjamkeit jeder der beiden Kammern der Art; 30 doit mit der Verkündigung dieses Edikts in derselben . auf, funbs Sud V, O aus den în a0 anf dei elfte Landtag stattge- ahlen sind erloschen, Art, 3, Es sollen so bald als thunlich

„fast mit Einstimmigkeit beschlossen:

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die Wählen für beide Kammern der Landstände ‘des Großherzogthums an- geordnet werden, U »t, 4, Unser Ministerium des Junern is mit der Voll- s dieses Edifts beauftragt, Urkundlich Unserer eigenhändigen Unter- rift und des beigedruckten Staatssiegels. Darmstadt, am 24, Mai 1849. Ludwig. Jaup,“

Sachsen-Weimar. Weimar, 24. Mai. (D. A. Z.) Jn der gestrigen Sizung“ beschäftigte sich der Landtag mit einem von dem Abgeordneten P! : auf Amnestie für alle politischen Vergehen.

Die meisten Redner sprachen für den Antrag, Einige, die Abgeordne- -

ten vou Schwendler , Lairip , wollten Modificationen, so daß entweder nur eine partielle Amnestie oder auch nur eine Begnadigung in cinzelnen Fäl- len, wo Familien - oder Gesundheits-Rücksichten vorlägen, befürwortet wer- den solle. Für den Antrag wurde namentlich geltend gemacht, daß die so- genannten politischen Verbrecher nicht gerade die shlectesten Menschen wä- ren, daß sie gewiß das Beste gewollt und nur in der Glut ihrer Lei- denshaft zu ungeseylichen Mitteln gegriffen hätten, daß man bei dem großen Vertrauen, welches die Staaksregierung im Volke genieße, von den wegen politischer Vergehen Verurtheilten, wenn sie etwa neue Un- geseplichkeiten begehen wollten, feine ernstlichen Gefahren zu fürchten habe. Auf den Verurtheilten bleibe, auch wenn ihre Strafe wegfalle, doch immer der Makel kleben , daß die Geschworenen., die Männer des Volks, sie für schuldig erfannt hätten, Nah dem Schlusse der sehr lebhaft ge- führten Debatte ergriff noch der Regierungs - Kommissar, Staats - Minister von Waßdorf, das Wort. Er sagte, daß der Großherzog stets sehr zur Milde geneigt sei, daß aber von Seiten des Ministeriums eine Amnestie jeßt nit befürwortet werden würde. Uebrigens sei diese Frage von keiner politísheu Bedeutsamkeit, da cs sih hier um ein fürstlihes Reservatrechi handle, Das Ministerium habe immer den Grundsatz verfolgt, dem Volke ein volles Maß von Freiheit, ja vielleicht ein uoch größeres Maß von Freiheit zu gewähren, als dem gegenwärtigen Bildungs- grade entsprehe, dagegen aber auch mit eisernér Strenge die Achtung vor dem Geseye zu erhalten, Jm März vorigen Jahres habe man, der Aufregung der Zeit Rechnung tragend, eine allgemeine Amnestie bewilligt. Die Vergehen, um die es sich jeßt handle, datirten aus späterer Zeit, wo das Volk {on hinreichende verfassungsmäßige Organe gehabt habe, um seine Wünsche geltend zu machen. Jm Seviember v. J. habe die Regierung sich beeilt, auf eigene Verantwortung, ohne landesständische Ge- nehmigung, provisorisch die Schwurgerichte ins Leben zu rufen, Die Ge- shworenen hätten iu mehreren Fällen das Schuldig ausgesprochen, und da sei es doch für das Nechtsbewußtsein im Volke efährlich, wenn nun der Spruch der Geschworenen in seinen Folgen AilgaDiben werden solle, Bei der Abstimmung wurde indeß die Befürwortung einer Amnestie angenom- men. Es scheint jedoch, daß mehrere Abgeordnete wieder anderer Ansicht ge- worden, denn in der heutigen Sißgung wurde von ciner Anzahl Mitglieder der Antrag auf nochmalige Verhandlung der Amnestiefrage gestellt.

Ju der heutigen Sigung kam die deutsche Verfassungsfrage zuerst zur Sprache. Nach einer furzen Debatte wurde auf Autrag des Abg. Lorey 1) es möge die Staats-Regierung er- sucht werden, in der deutschen Verfassungs-Angelegenheit mit den Staaten, welche die Verfassung anerkannt hätten, gemeinschaftlih zu handeln z 2) von

-den desfallsigen Verhandlungen dem Landtage Mittheilungen zu machenz

3) sollten alle Anträge in der deutschen Sache einem besonderen Ausschusse zur Vorberathung überwiesen werden. Der Regierungs - Kommissar von Wagßgzdorf versprah , alle Verhandlungen in dec veutshen Sache diesem Ausschusse mitzutheilen und wünschte mit demselben in unmittelbgre Be- ziehung zu treten, Diesem Ausschvsse wurde nun auch ein Antrag des Abg, Sievers wegen Vereidung des Militairs und der Beamten auf die

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lee DG welcher demnächst zur Berathung kommen sollte, üb.r- lesen.

Nassau. Wiesbgden, 24, Mai. (Frankf. J.) In der heutigen Kammer=-Sipßung fragte der Abgeordnete C. Brauns: ¡Was die Regierung in cinem Nes Konflikt der Reichs= gewalt mit der National-Versammlung thun werde“, worauf der Re=

ierungs-Kommissar R e î 4 nann erwiederte: „Die Regierung sei der

Meinung, daß cin Konflikt noch nicht vorlie e, und daß sie daher keine Veranlassung fände, schon seht einen eschluß zu fassen. Hy= pothetische Theorieen seien nicht Gegenstände der ständischen Ver= handlungenz daß sich aber die Regierung in Verbindung mit den übrigen 28 Regierungen erhalten und von allen Beschlüssen der Stände-Versammlung Mittheilung machen werde.“ Braun wies darauf nochmals nach, daß der Konflikt bereits vorhanden sei und stellte den folgenden Antrag: „Die nassauische Abgeorducten= Kammer, in Erwägung, daß die Centralgewalt ihrer Verpflichtung nicht nahkommen zu wollen erklärt hat, daß die National-Versamm-= lung die 29 Regierungen aufgefordert hat, die Durchführung der Reichs-Verfassung zu unterstüßen, daß die renitirenden Könige diese Durchführung mit Gewalt verhindern, und daß es die Pflicht der 29 Regiexungen ist, die Durchführung zur ahrheit werden zu lassen fordert die Regierung auf, 1) den Beschlüssen- der Natio- nel-Versammlung Folge zu geben und untér einmüthigem Zusam= mentritt mit den übrigen Regierungen die Durchführung der Ver- fassung zu Übernehmen; 2) die nassauischen Truppen in Rheinbayern und Baden nicht einwirken zu lassen.“ Die Kammer erkennt die Jnbetrachtnahme des Antrags einstimmig an. Es entsteht eine lebhafte Debatte über die Dringlichkeit, die unter Anderen Braun folgendermaßen begründet: „Das Unglück Deutschlands ist eine Folge der passiven und uneutschiedenen Gesinnung der 29 Re-= gierungen, es muß die Aufregung in eine geseblihe Form geleitet werden, sonst kommt die Nothhülfe des Volkes; wenn wir jene pas- sive Stellung nicht aufgeben, sind wir verloren, denn sie führt ci-= nerseits zu Uebergriffen Über die Reichsverfassung hinaus, anderer- seits zur rapiden Vereinigung, die Verfassung zu vernichten.“ Auch die Dringlichkeit wird fast einstimmig anerkannt und zur Beschluß= ung eine Abendsißung anberaumt. Wirth, Großmann, Gergens, Wimpf und Braun werden in die Kommission gewählt. Hehner, der erfahren hat, daß die Schiffe bei Koblenz visitirt und die für Nassau bestimmten Waffen in Beschlag genommen werden, beantragt, den Schub der Regierung anzusprechen. Regierungs - Kommissar Reichmann erklärte, die Nachricht zu berücksihtigen.

Scbleswig-Holstein. Flensbur , 23. Mai. . E, Der Höchstkommandirende der deutschen Keichöteübpen in Sdcowie. Holstein und Jütland hat folgende Bekanntmachung erlassen: „Den Zollbedientcn in dem Theile Jütlands, der von deutschen Truppen' besest ist oder werden wird, wird hierdurch befohlen, den freien Handel und Wandel mit den Herzogthümern Schleswig = Holstein niht zu hindern, vielmehr alle Waaren ohne Ausnahme frei von a Sea in ib a so p auch von Jütland nach en Oerzoglhümern ausgehen zu lassen. eile, den 14. Ed (gez) Prittwiß G Me : N

Altona, 25. Mai, Der Alt. Merkur theilt na - den Corpsbefehl des Generals von Bonin mit: | Ae

: ,Taarup, den 22. Mai 1849,

„Ich erfülle hiermit die traurige Pflicht, der Armee anzuzei= I daß der Oberst von Sachau, Commandeur der zweiten În= anterie-Brigade, am gestrigen Tage in olge der am 23sten v. M. in der Schlacht bei Kolding erhaltenen Shußwunde verstorben ist. Um das Andenken dieses braven Offiziers zu ehren, bestimme ih hiermit, daß vom General - Kommando, dem Kommaudv der JIn= fanterix, der zweiten Infanterie-Brigade und dem ehemaligen S5ten Jäger - Corps, welchen der Verstorbene längere Zeit angehört, eine Deputation sogleich. nach Christiansfeld abgeht, um der morgen É 8 Uhr stattfindenden Beerdigung beizuwohnen, Eben so be-

imine ih, daß die Offiziere des General-Kommando's, das Kom-

rofessor Sievers aus Jena gestellten Antrag -

mando der Jnfanterie und die zweite Jnfanterie - Brigade vom 24sten d. M. ab auf 3 Tage für den verstorbenen Öbersten von Sachau Trauer anlegen. i

„Heute nah Tagesanbruch ist das Blockhaus vor Friedericia durch einen Theil der belagernden Artillerie beschossen und ‘dur Mannschaften der 1sten Jnfanterie = Brigade in Besiß genommen worden; indem ich_ dies den Truppen mittheile, gebe ich dem Pre- mier-Lieutenant Christiansen der Artillerie, welcher in der Batterie kommandirte, und dem Hauptmann von Krohn des A4ten Bataillons, welcher mit E des Aten Bataillons zuerst ins Blockhaus drang und einen Theil der Besaßung gefangen nahm, ein öffent=- liches Anerkenntniß ihres tüchtigen Verhaltens. Auch ernenne ih den Kanonier Kühl der Artillerie, der sich durch Umsicht und Thä= tigkeit während der Beschießung von Fricdericia ausgezeichnet, zum Fähnrich. Der Unteroffizier Malichißky der 2ten Pionier-Compagnie wird zum Fähnrich ernannt. (gez.) von Bonin.“

Ueber die in dem vorstehenden Corps - Befehl erwähnte Ein- nahme des Blockhauses vor Friedericia meldet ein im Hambur- ger Corresp. enthaltenes Schreiben aus dem A vor Friedericía vom 22. Mai: „Eben kommen wir von einer hübschen Zóstündigen Arbeit heim. Unter Nacht und Nebel ‘hatten wir an der Mühlen=-- but eine Verschanzung aufgeworfen, um das bekannte dänische Blockhaus zu zerstören. Um 3 Uhr heute Morgen eröffneten wir das Feuer auf dasselbe mit einem 84-Pfünder und einem 24-Pfün- der, Die 24pfündigen Kugeln. trafen das Gebäude ohne Ausnahme . und durhdrangen es von einer Seite bis zur anderen, während die dänische Besaßung es einzeln nah und nach verließ. Unsere Vor= posten, keck wie immer, näherten sich dem Hause mit jedem Schusse mehr und mehr und halten das Gebäude unt- zingelt, als circa zwölf Schüsse darauf gerichtet waren. In diesem Augenblicke begab sich der Premier - Lieute= nant Christiansen, welcher die Schanze kommandirte, mit acht Kanonieren, versehen mit Brandkugeln, Stroh 2c., nah dem Block-= hause, um es anzuzünden. Unter einem heftigen Tirailleurfeuer von der dänischen Vorpostenkette gelang es ihm, das Haus in lichte Flammen zu seßen, und mit Hülfe einiger Infanteristen von der Compagnie des Hauptmanns von Crohn, \o wie dieses Offizieres selbst, 11 Mann von der dänischen Besaßung gefangen zu -nehmen. Die Kanoniere erbeuteten Speck, Tornister und andere Sachen, die ihnen eben mundgere{cht vorkommen mochten. Mittlerweile wurde die Batterie ununterbrochen von Friedericia, von Strib, gelegentlich auch von einem Kanonenboote beworfen. Meh- rere Schüsse waren sehr gut gezielt, vorzüglih aber * eine 84 psündige Bombe, welche in unser Pulver - Magazin einschlug und im Durchschlagen krepirte. Der Kanonier Rosenwange, welcher drinnen mit Abwägen von Munition beshäftigt war, erschien ganz bleich vor der Thür, hinkend und ängstlich; die Bombe hatte ihm einen Theil seiner Bekleidung vom Leibe gerissen. Lieu= tcnant Christiansen faßte die Sache richtig auf. Jn drei Sprün- gen war er vor dem Magazin, sah dasselbe geöffnet und mit Rauch und Schwefeldunst angefüllt. Jm Nu raffie er mehrere dort lie- gende Mäntel zusammen, deckte sie über die Pulverfässer, legte sich mit dem Leibe darauf und wih niht vom Plate, bis er die Pul-= verfässer ins Freie gebracht hatte und der Rauch sich verzog. So rettete dieser ausgezeichnete s{leswig=holsteinische Offizier die Bat= terie, in welcher sich in dem Augenblick auch der Oberst Richter und der Hauptmann Delius befanden, vor einer Explosion von zwei Cent= nern Pulver und 55 168pfündigen Bomben, deren Wirkung \ich gar niht hätte berechnen lassen.“/ h 7

Die Börs. H. meldet in einem Schreiben aus Snoghoi vom 23. Mai: „Gestern Morgen ritt Bonin mit seinenmt Gene= ralstab längs unserer Schanzen, als ein dänischer Schüße unbe= merkt heranschlich und den braven und tapferen Hauptmann und Adjutanten Delius e, FDOI an dem unser Land einen seiner verdienstvollsten Offiziere verliert. FSreilich lebt derselbe augen= U noch, aber es ist keine Hoffnung für sein Aufkommen vor= handen.“

Fraufkfurt. Frankfurt a, M., 24. Mai. (O. P. A. Z. Prinz Friedrich von Baden ist in Begleitung der Minister Sa und Dusch hier angekommen.

Ausland.

Frankreich. National-Versammlung. Sigzun

24. Mai. Nachdem zuvörderst der Antrag elen etücs Dora für Carnot genehmigt worden war, sebte die Versammlung die ge= stern auf Odilon Barrot's Antrag auf heute vertagte Debatte über Ledru Rollin?s Vorschlag fort, wonach eine Kommission zur Unter-= suchun des Verfahrens Changarnier's ernannt werden sollte. Le- dru Nollin äußerte, die Rechte würde längst in die von ihm ver= langte parlamentarische Untersuchung gewilligt haben, wenn Chan= garnier nicht eines ihrer Mitglieder wäre. Eine solche Untersuchung förne auch die ‘Personen herausbringen, welche Geld hergegeben hâttén, um Leute für eine Kundgebung am 28. Mai anzuwerben. Ihm selbst hätten mehrere Leute, die man zu erkaufen gesucht, diese Thatsache bezeugt. Man nenne ein solches Unternehmen eine Narr= a ob man etwa den Narrenstreich von Straßburg vergessen habe?

ie Narrheit scheine anhaltend zu sein; denn einige Jahre später habe man sie wiederholt, (Zur Ordnung ! Lauter Beifall links. Odilon Barrot vom Plate aus: „Es scheint mir unmöglich daß die Diekussion mit diesem Charakter direkter Beschimpfung fortgeseßt werde.“) Nah solchen Vorgängen könne man mit Grund deren Wiederholung befürchten. Er wisse wohl, daß Odilon Bar- rot, gleich den anderen Ministern, durch eine Hand hinter dem Vor= hange geleitet werde und daß der Conseils=Präsident kein Verschwo= rener, sondern ein Blinder sei; um ihm die Augen zu öffnen und um nubleses Blutvergießen zu vermeiden , beantrage er die parla- mentarische Untersuchung. Falloux: „Herr Ledru Rollin sagt, daß sein Mißtrauen nicht gegen die Minister , sondern gegen eine höher stehende Person gerichtet sei; ich stüße mih auf dies Be- kenntniß, um den Verdacht zurückzuweisen, den man auf einige Minister „zu werfen affektirte. Die Anspielung des Redners auf eine persönliche Politik paßt jedoch nit mehr ; denn nur unter der Monarchie war das die leben unverantwortlich. Er spricht von Narrheit ; aber die leidenschaftlihen Kämpfe, deren Zeugen wir hier seit acht Tagen waren, und die mehr geeignet sind, die Re-

publik zu untergraben , als sie zu befestigen, sind mit mehr Recht

ein großer Unsinn zu nennen. Jhr droht uns mit einem 10. Au- gust, aber Ihr vergeßt den 2. September, den 31. Mai und den 18, Brunmaire. Ja, das Volk will keine Zitterer mehr, aber eben #0: wenig diejenigen, welche es zittern mahen. Kein Einzelner kann jebt mehr bei uns sêinen Willen aussprechen; Frankrei nur ist dazu berufen, und in den Wahlen hat es seinen Willen aua e ei Frankrei will nihts mehr héren von Männern, deren Un ähigkeit und Unerfahrenheit allgemein überrascht hat. Frankreich will weder Männer, die zu Nichts, noch solche, die zu Allem fähig sind. (Beifall.) Jch erinnere daran, daß auf den 18. Brúmaire die Grabesstille * des Kai erreichs und auf dieses die Fiben 1814 und 1815 folgten. Dieselben Leidenschaften werdèn dieselben Feh-