1849 / 147 p. 2 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Bi rseits könnten der Königlichen Bühne in ihrem eige- E E Ster der Kunst, seine“ Acquisition nur wünschen.

Königliches Schauspielhaus.“ Deborah. Volks- Schauspiel von S. H, Mosenthal. (Den 1. Mai.)

; „Schauspiel, also ein sogenanntes Tendenzstü>; diesmal sind es R E A heute und gestern, keine Stichwörter, feine Travestieen, keine Zerrbilder, die uns vorgeführt werden, sondern ein Kapi- tel aus dem Evangelium Johannis die chiistliche Liebe, die Toleranz, die eruste Mahnung aus Lessing's Natan is es, welche neu in Scene ge- seßt erscheint, Kirchlicher Jndifferentismus hat aus unserer Generation ¿war längst die religiò se Unduldsamkeit vertrieben, denno scheint jene das Gebot der Menschenliebe zu achten, als die finsteren Jahr-

S der Judenverfolgung, und niemals loderten wilder Fanatismus,

aß, H und Streit höher -auf, als jeyt. t : A Sohn gn steyerishen Dorfrichters , liebt Deborah , eine landesflüchtige Jüdin, welcher das Volf, vom Schulmeister und einer bi- gotten Bäuerin gehept, nach dem Leben trachtet, Jn einem heftigen Auf- tritte will Josef’s Vater den Sohn verfluchen, als ein Schlaganfall das Wort auf seiner Zunge ersti>tz dies erschüttert den Sohn so tief, daß er gelobt, der Jüdin zu entsagen und bald darauf seiner „früheren Grliebten Hanna die Hand reicht. Den armen Juden, einer Wöchnerin und einem blinden Greise, welhe Deborah ernährt, tvird Geld geboten, damit sie wei- ter zichen z sie nehmen es an, ohne daß die abwesende Deborah darum er- fährt, ihr Geliebter aber glaubt sich dadur< von ihr losgekauft zu haben! Mit dem Fluche, den sie über den Treubrüchigen ausspricht, endet der dritte Akt, ,

Der vierte, fünf Jahr später spielende, beginnt mit dem Bendemann- schen Bilde „Jeremias“, durch die Judengruppen sehr schön dargestellt. Die Unglücklichen sind im Begriff, die Heimat auf ewig zu verlassen. Jm Vor- dergrunde steht Ruben , ein junger Israelit , mit Deborah , welcher er be- geistert von Liebe spricht, Diese, noch immer von Bitterkeit erfüllt, stößt ihn wild zurü>, Um ihre Rache zu sättigen , will sie, bevor sie mit den Uebrigen ins ferne Land zieht, noch einmal den mit ihrem Fluche Belade- nen sehen. Sie sucht sein Haus auf, unbemerkt belauscht sie die Gatten und findet ein Bild des Friedens, der Glüseligkeit, Josef, um seine schwere Schuld, deren Gedächtniß sein einziger Kummer, zu sühnen, über- häuft die Armen und besonders Daborah?s Glaubensgenossen mit Wohlthaten, und hat eben beim Kaiser Josef Schu für die Juden erwirkt, Sein ein- ziges Kind trägt den Namen Deborah. Rührung überwältigt die Rach- erfüllte, sie bede>t das Kind mit Küssen, giebt ihm den Rosenkranz, welchen sie ein| dem Manne, der sie elend gemacht, entrissen und eilt hinweg. Die- ser Rosenkranz war gleichsam das Pfand ihres Gluches, Josef versteht das Zeichen und sinkt mit den Worten: „Wir sind versöhnt““ auf die Knie,

Dieses Erstling8werk gibt eine so wahrhaft poetische Begebung des Autors zu erkennen, daß man sich lebhaft angezogen fühlt, obgleich we- der starker_dramatischer Bau erkennbar, uo<h das Stück mit pikantem Dialog,

länzenden originellen Bildern und Gleichnissen oder fomischen Episoden Fabel reich ausgestattet is, Die Sprache i} einfach, edel, und man fühlt, daß es nicht ein Produkt kühler Reslexion , sondern einem warmen Dichierherzen enisprossen ist. Die mancherlei Mängel liegen offen zu Tage, und der Autor wird sie nah Vollendung des Werks gewiß selbst empfun- den haben, Zuerst die Hanna, Selbst die edelste Natur wird nicht so viel Selbstverleugnung besißen, als Hanna z, B, im ersten Akt zeigt, nachdem sie die Leidenschaft des Geliebten zu einer Anderen erfahren, Auch nicht einmal bricht der Schmerz über ihren Verlust hervor, Jm zweiten sagt sie „Du \ oll sie lieben, sollt in ihr die unglü>li<h leidende Menschheit lieben, Du verkennst Dein eigenes, edles Herz.“ Dennoch bürgt Alles dafür, daß sie sich über die Natur jener Leidenschaft nicht täuscht, Hanna liebte Josef, deshalb war ciu wenigstens momentanes Ausfla>kern der Eifersucht nothwendig, das Gegentheil unnatürlich, Ueberhaupt vermag man ihren Gemüthsbewegungen nicht recht zu folgen und bleibt oft im Unklaren über ihre Gefühle, Daß die hohe, edle Deborah den Bauerburschen, den wir in den ersten drei Aufzügen kennen lernen, licben konnte, muß als Thatsache hingenommen

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ur Braut, zu Deborah und zu seinem Vater geben no<h kein volles, ge- bweige ein Uebermaß,

Die Darstellung anlangend so gebührt die Palme ohne Frage der grau Thomas, Deborah, welche heute mit so viel Wärme und Jnnig- feit spielte, als bitier noch nie. Eine angenehme Ueberraschung war es auch, daß troy der sehr anstrengenden Rolle mindere Fes opsung bemerkbar wurde, als ihr früheres Debüt îm Tragisçhen befürchten ließ, Als Höhen- punkte können ihre erste Scene mit Jesef, und der kurze Dialog mit R 1- ben (Herr Hoppé) bezeichnet werden, welcher Lehtere so {ön sprach, als si<h von ihm erwarten ließ, Frl. Er>, Hanna, hatte von alten Fehlern nichts abgelegt, um vergessen zu machen, daß neue Schönheiten sich nicht enthüllten, Jn allen Hauptmomenten war sie durchaus ungenügend, Auch Herr Wagner, Josef, war. nicht sonderlich glü>li<h im braunen Wäms, und cs bedünkft uns, daß seinen Bewegungen (oder seinem Mangel daran) eine Rüstung no< immer bésser steht, Herrn Rott (Abraham) hätte es keinen Eintrag gethan, wenn seine sonst schr wirkungsreiche Darstellung minder grell gewesen wäre, Herr Rüthling gab sih dankenswerthe Mühe mit seinem ju- denfeindlihen Schulmeister. Daß man_in diesem einen Verbrecher ver- muthet und sich nur ein andankbarer Sohn und getaufter Jude énthüllt, ist Schuld des Autors, Der Pfarrer war sowohl von dessen als des Darstellers Herrn Grua's Seite fein gezeichnet, Herr Franz, Lorenz, Frau Werner, Wirthin und Frau Bir ch, Lise, verdienen Lob. Auch Herr Krüger (Krämer) wird sh oon Neuem überzeugt haben, daß ihm derartige Rollen mehr Dank erwerben, als ‘die dritter und- vierter Liebha- ber, Ueberhaupt kann die Vorstellung im Ganzen als eine gelungene gelten, und das Zusammenspiel war recht t Frau Thomas ward zwei- oder dreimal schr lebhaft und vollstimmig hervorgerufen, Auch der anwe- sende Dichter wurde verlangt und dankte aus seiner Loge.

Musikalisches. j Berlin. Herr Apollinary von Kontski, der bei Gelegenheit seines neulichen Auftretens im hiesigen Opernhause durch seine überraschen- den Geigenkünste allgemeine Sensation hervorrief und den Wunsch ‘rege machte, ihn noch einmal zu hören, hat diesem Wunsche für jeßt nicht nach- eben können, weil er (wie man uns meldet) einem schleunigen Rufe nach P adia Folge leisten mußte, Doch können wir den Verehrern des Künst- lers die Mittheilung machen , daß erx im nächsten Winter Berlin wieder zu besuchen beabsichtigt.

Der Kapellmeister Otto Nicolai ist der Kunst leider zu früh ent- rissen worden, und es drängt sih „uns die Frage auf, wer unter den deut- schen Meistern wohl würdig sei, die Stelle des Verstorbenen, als Dirigent der hiesigen Königlichen Oper, einzunehmen, Es mangelt uns nicht an jüngeren Talenten, welche wohl auf diesen Play Anspruch macheu könnten; ein Orchester aber wie das unsrige, welches namentlich durch die Bemü- hung unseres trefflihen Kapellmeisters Taubert dahin gelangt ist, nit allein mit den ersten Orchestern des Ju- und Auslandes wetteifern zu können, sondern jeßt leicht dieselben, besonders in Hinsicht auf die geistige Auf- fassung der Tonwerke, no< übertreffen dürfte, bedarf zu seiner Leitung eines gediegenen , praktis erfahrenen und bewährten Musikers. In dieser Beziehung dürfte es erlaubt sein, an den Königl, Musikdirektor H. Dorn, jeßt iu Köln, zu erinnern, welcher no< neuerdings in den hier und in Frankfurt a, M. gegebenen Konzerten seinen Ruf als genialer Kom- ponist und kräftiger Dirigeut bewährt hat. Dorn hat sich an verschiede- nen Orten, und namentlich au auf dem legten großen 1hcinischen Musik- feste, als cin schr erfahrener, energischer Orchester-Dirigent gezeigt. Auch hat er uns in neuerer Zeit mit ciner Oper beschenkt, welche, bei großer

Erlaß von 100 Millionen Franken bei einem bereits vorhandenen Defizit von ca. 200 Millionen den Rentenstand erniedrigen muß, und wenn au die französischen Berichte dem starken Weiden der Rente politische Ursachen zuschreiben wollen, so lautenHandelsbriefe doch Überein- stimmend dahin, daß die vielen Verkauf-Ordres aus den Provinzen lediglih wegen der Aufhebung der Tranksteuer eingegangen seien. Alle übrigen Börsen gaben daher au< eben so E auf den starken Fall der Rente, und wir erhielten von London este, von Wien sogar bessere, von Frankfurt a. M. unveränderte, und nur von Amsterdam etwas niedrigere Notirungen. Wenn unsere Course theils \{wankten, theils etwas gewichen sind, so lag dies an den im Ganzen nur auf den Bedarf beschränkten Umsay, in welchen Fällen die Notirungen je na< den eingehenden Ordres bestimmt werden. Auch der bevorstehende Ultimo* und die dazwischen- liegenden Feiertage mögen viel dazu beigetragen haben, die Umsäge zu beschränken, und wenn auch auf fixe Lieferung Mehreres ge= " macht wurde, so konnte dies aus Mangel an Abgebern zu den ge= wöhnlich billigeren Coursen als pr. Cassa, nit in dem Umfange sein, als man es bei einem so erheblichen Weichen der Rente früher gewohnt war. Wir möchten sona mit aller Bestimmtheit behaup- ten, daß alle deutsche wie ausländische Börsen mehr wie je auf ihren eigenen Füßen stehen können, die unsrige aber insbesondere nur das Ziel vor Augen hat, endli einen geseßlichen Zustand in unseren inneren Zuständen herbeigeführt zu schen. Je näher dies Ziel rüd>t, desto mehr hebt si< das Vertrauen. Für die Störung des europäischen Friedens hegen unsere Spekulanten keine Besorgisse. d

In preußischen Fonds hat si< die ganze Woche über wenig verändert; Staatsschuldscheine wichen zwar von 79 a 78% %, hoben sich aber wieder bis 79% %, wozu Br. blieb; 5proz. freiw. Anleihe a 1015, # bez. und Geld, Preußische Bank - Antheile a 87%, 87,

# a 7% bez. u. O.

Von Eisenbahn-Actien waren besonders solche sehr begehrt und steigend, von denen man glaubt, daß der Staat sie ankaufen wird. So stiegen Rheinische von 40 à 46%, blieben 45 Geld; Steele= Vohwinkel, von 32 à 332 % bez., blieben heute Mie Lit à 35 % in Posten gesucht; Niederschlesische „Zweigbahn, die seither à 29 unverkäuflich waren, hätten à 31 Käufer - gefunden, es fehlte indeß an Abgebern. Das Geschäft in allen diesen Gattungen konnte natür= li< -nux unbedeutend sein, da bei den niedrigen Coursen die Abgeber zu selten sind. Auch Potsdam-Magdeb. zogen an und wurden von 505 à 52 % bezahlt. Vorzugsweise beliebt waren Magdeburg- Halberstädter; selbst à 116 % fanden sih nur wenig Verkäufer. Auf Anhalter ‘und Stettiner machte die Erhöhung der Fahrpreise einen günstigen Eindru> und steigerte den Cours der ersteren bis 78 %, heute aber wurde etwas a 775 % verkauft, leßtere bis 88 % bezahlt, gingen au< wieder bis 874 % zurü>. Eine be= trächtliche Steigerung erfuhren Hamburg-Berliner Actien, sie wur- den von 54 bis 585 % bezahlt, gingen zwar bis 575 % zurü, es zeigten aber die Jnhaber wenig Neigung zum Verkauf. Der un- bedeutende Rückgang nah solcher beträchtlichen S becfetent beweist die günstige Stimmung für diese Actien. Für Oberschlesische Litt., A, und B, bleiben gute Käufer, und es ging Mehreres a 92} a

Fülle an originellen Melodieen, ein glänzendes Zeugniß giebt von dem in- nigen Verständniß unserer älteïen, no< immer* unerreichten Meister, welches

der Komponist sich zu eigen zu machen gewußt hat,

Verliner Börse.

werden, funstwahr is es niht, So gering man aber auch von thm denkt, so traut man ihm toch nicht zu, daß das Geshwäß eines Boten im Stande ist, sein tragishes Pathos urplöglich in findlichen Gehorsam zu verwandeln, „Nicht ciner Frage war die Jüdin werth das war Dein Glaube?“ Man sollte meinen, dieses Weib hätte nach diesen Worten den Elenden auch nicht mehr ihres Hasses gewürdigt, Wie will, wie kann Josef „sühnen, zchnfach sühnen?“ „Zch sündigte im Uebermaß der Liebe“, sagt erz aber s{werlih kann dieser selbst das glauben, denn die Summe seiner Liebe

TEZE

Sekanntmachungen. | via, Stein, [267] Bekanntmachung,

Bon den nach der Beïanntmachung vom 14, Dezem- ber pr. am 2, April d, J. und den folgenden Tagen ur Veräußerung ausgebotenen Vorwerks-Ländereien der

omaine Balga sind nur 194 Morg. 128 Ruth. Preuß, in kleinen Parzellen an den Meistbietenden verkauft worden,

Nah höherer Anordnung sollen die übrigen dismem- brirten und bis zum 1, April 1850 Lerzeitpachteten Vor- werks - Ländereien, bestehend in dem Hauptgut Balga, 1013 Morg. 36 Ruth. und den zu bäuerlichen Etablis- sements bestimmten 25 Abschnitten, jeder resp. 60 bis 115 Morgen Preuß. enthaltend, im Wege der öffent- lihen Ausbietung veräußert werden. :

Die Lokal -Bietungs-Termine sind:

1) für die 25 Abschnitte auf

den 16, August d. J., um 9 Uhr Vorm.,

2) für das Hauptgut Balga auf

; den 17, August d, J., um 10 Uhr Vorm, im Vorwerk Balga anberaumt,

Das Mindestgebot is für die 25 Abschnitte auf resp. 809 Thlr. 7 Sgr, 1 Pf. bis 2013 Thlr, 16 Sgr. 3 Pf. fes (as Hauptgut auf 29,183 Thlr, 7 Sgr, 11 Pf.

eitgeiept,

Ñur das Hauptgut und einer der 25 Abschnitte sind mit Wohn- und Wirthschafts-Gebäuden versehen, Durch den Abbruch und den Verkauf der für das Hauptgut entbehrlihen Gebäude können die Käufer der bäuerlichen

[131] Stadtgericht

geladen.

[264] Be

diger Baubedürfnisse theilweise verschaffen,

__Hinsichts der Lage und Beschaffenheit der zu ver- Äußernden Vorwerks - Ländereien von -Balga wird guf die Bekanntmachung vom 14, Dezember pr. Bezug ge- nommen und no< bemerkt, daß der Erwerber des Haupt- gus und der 25 Abschnitte kein Inventarium an Vieh,

Anweisungen

rungen in Gumbinnen, Danzig, Marienwerder, Posen,

Köln, eingesehen werden, denen auch die speziellen Ver- äußerungs - Bedingungen, sobald sie höheren Orts ge- nehmigt sind, später mitgetheilt werden sollen. Königsberg, den 19, Mai 1849,

Königliche Regierung. Abtheilung für die Verwaltung der direkten Steuern und der Domainen und Forsten,

Nothwendiger Verkauf,

Das dem Todtengräber Friedrih Wilhelm Felinuß gehörige, hierselbst in der Wallstraße Nr. 68 belegene, im stadtgerichtlichen Hypothekenbuche von Neu - Köln, Vol. I, Nr. 38, verzeichnete Grundstü, gerihtlih abge- shägt zu 5053 Thlr. 2 Sgr. 6 Pf., soll am 23, Oktober 1849, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. T pothekenschein sind in der Registratur einzusehen.

er dem Aufenthalt nah unbekannte Gastwirth Carl Griedrich Ferdinand Müller wird hierdurch öffentlich vor-

Der diesjährige Frühjahrs-Wollmarkt in Posen wird an den Tagen vom 12, bis 14, Juni c. abgehalten werden, Die Lagerung der alten Markte und den angränzenden Straßen, Für

Abschnitte; U E / | möglichst zwe>mäßige Eiurichtungen zur Förderung des schnitte sich das Material zur Bestreitung nothwen Geschäfts wird Sorge getragen werden, g de

Lagerung auf dem Saale im Waagen - Gebäude, wer-

den bei der Rathswaage ausgegeben, Posen, den 26, Mai 1849, sich Der Magistrat.

Verlin, 26, Mai. Jn der abgelaufenen Woche hat unsere Börse dem starkeu Weichen der französischen Rente gegenüber eine &estigkeit behauptet, die mehr als je den Beweis n hat, daß unsere Besißer ihr ganzes Augenmerk auf die Gesta tung. unserer eigener Angelegenheiten gerihtet haben, und si<h wenig beirren las= sen, wenn die finanziellen Verhältnisse in Frankreich den Werth der öffentlichen Fonds herabdrüden. Es leuchtet ein , daß ein Steuer=

7

Potsdam, Magdeburg, Münster und

tionen mit dem 1. Juli c. aufhört. Stettin, den 17. Februar 1849,

4 “Diíirektoriu Witte, Kutscher.

[268]

zu Berlin, den 20, März 1849, Fil SPVom 15, April c.

tags, im Anschluß an den um 7 eintreffenden Zug,

axe und Hy-

und Hannover eintreffenden Zug.

4% umz; Krakau = Oberschlesische sehr gesucht und von 35 bis : 387 % bezahlt und Geld. Jun Köln = Minden unbe= deutendes Geschäft und deren Cours wenig \{<wankend,

a 76 und 75% % is etwas gehandelt. Nieders{l.-Märk. 70% a 71 und 70% bez. Stargard-Posen 70%, 4 a $ % bez. Friedr. -Wilh. Nordbahn mit weniger Handel wie seither, erlitten daher au< nur unbedeutende Veränderungen; der höchste Cours war 34 %, sie wichen dann bis 337 und Pas 334 Gld. Die meisten Wech- sel blieben heute mehr offerirt als gefragt, besonders für Hamburg, in beiden Sichten waren keine Nehmer. Amsterdam 2 Mt. wie furz # % niedriger, au<h London, Paris und Wien gewichen.

Nr, 3 bis 12 incl. abzuheben, indem wir auf $. 4. des Privilégiums vom 25, Juni 1848 aufmerksam machen, nach welchem die Verzinsung der ausgeloosten Obliga-

Köln - Mindener j Eisenbahn. [254]

E : fahrt der Personeuzüge: von Minden nah Deuy 7 Uhr 30 Min. Vormit-

von Minden nah Deutz 12 Uhr 15 Min, Nach- mittags, im Anschluß an den um 11 Uhr 15 Min. von Berlin, Dresden, Leipzig, Braunschweig, Bremen

Frankfurt a. M. 2 Sgr. billiger, Peteësburg ohne Nehmer. Der Umsal, im Laufe der Woche ziemlich lebhaft, war heute sehr be- [ s<hränkt, |

i

Hauptbescheids, welcher bezüglich der Außenbleibenden Mittags 12 Uhr für publizirt erachteë werden wird, oder aber der Jurotulation und Versendung der Akten nach rechtlihem Erkenntnisse, darauf aber

den siebenundzwanzigsten Dezember 1849 m. der Publication des eingeholten Erkenntnisses unter glei- Lenke, cher Verwarnung sich zu gewärtigen, Pirna, den 26. März 1849, : f Das Stadtgericht, Hering, Stadtr.

N) Et des

Die Gemeinde-Verwaltung von Karlsbad beehrt sich hiermit cinem Þ. T. furbedürftigen Publikum anzuzei- gen, daß die Trink- und Bade - Anstalten des hiesigen Kurortes vom 1, Mai l, J. an vollständig eröffnet, so wie, daß die Brief- und Fahrpost - Verbindungen mit dem Jn- und Auslande von besagtem Datum an her- gestellt. sind. Da in auswärtigen Blättern zu wieder- holten Malen das Gerücht auftauchte, als seien in meh- reren Gegenden Böhmens Unruhen ausgebrochen, so sieht man si zugleih ermüßigt,. zu erklären, daß die

ab tägliche Ab-

Uhr von Hannover

[261] Ediktal-Lad

fanntmachung,

Wolle geschicht auf dem schaft stehenden Gürtlergesellen

zu Lagerstellen im Freien, so wie zur

der - oder Wirthschafts - Geräth, wohl aber ein mi Roggen bestellies Feld von 150 'Sheffel Aussaat für das Hauptgut und 12 Scheffel für jeden einzelnen Ab- schnitt erhält,

Die früher angeordnete Vertheilung der Aerndte und der Düngervorräthe findet nicht statt, Zur Fortseyung der Wirthschaft erhält der Käufer des Hauptguts bei dex Uebergabe 1009 Centner Heu und 500 Scho> Stroh,

Bieter haben 77 des Gebots entweder baar oder in Staats - Papieren nah dem Courswerth im Bietungs- Termin als Caution ‘niederzulegen, Die Schlußstunde

des Licitations - Termins wird für die bäuerlichen Eta- blissemen!s 6 Uhr Abends, für das Hauptgut dagegen

. Nachmittags 3 Uhr festgesest. Der Veráäußerungs - Plan, die allgemeinen Veräuße- rungs - Bedingungen und die lithographirte Skizze vou den Vorwerks - Ländereien in Balga können in unserer Domainen - Negistratur, bei dem Rentamt Heiligenbeil im Vorwerk Balga, so wie bei den Königlichen Regie-

En

[56h]

5D Aar m

mit 200 Thlr,

Berlin-Stettiner Eisenbahn.

heit unserer Bekanntmachung vom 19, Januar c. stattgefundenen öffentlichen

Eu amortisirenden —=Unserer Bahn mern ausgeloost worden:

Nr, 31. 249, 497, 644, 2310. 2449, 2497,

vom 1, bis 31, Juli c. bei unserer Hauptkasse hi gegen Einlieferung der Obligationen mit bin Cou

Bei der am (12ten d, M, in Gemäß- | für verlusti

unter der Ausloosung der am 4, Juli d, J, zu Prióritäts - Obligationen sind nachfolgende Num-

902. 1295, 1642, 1708, 2727. 2793, 3060, 3073,

als in dem zur

hörig legitimirte Begu

bestellenden Kontradifktor re<tli< zu

für jede Obligation in dem Zeitraume | 4 Wochen zu beschließen und

Auf Antrag der betheiligten Erb-Juteressenten is von dem unterzeichneten Stadtgerichte mit öffentlicher Vor- ladung des verschollenen, unter Abwesenheits-Vormund-

Karl Wilhelm Nahke, gebürtig aus Borna bei Gersdorf, welcher im Jahre 1822 auf die Wanderschaft gegangen und nach einer von dem Magistrate zu Magdeburg an- her gelangten Nachricht wahrscheinlich daselbst am 5, Ok- tober 1826 in der Elbe verunglü>t is, wenigstens seit gedachtem Zeitpunkte irgend eine weitere Naqhricht von sich nicht gegeben hat, und dessen Vermögen dermalen in ungefähr 510 Thaler besteht, in Gemäßheit des Man- dais vom 13, November 1779 zu verfahren gewesen. Es werden daher der obgenannte abwesende Nahke sowohl, als dessen etwanige unbekannten Erben hiermit unter der Verwarnung ihrer Ansprüche, so wie der Rechts- wohlthat der Wiedereinsezung in den vorigen Stand, erachtet, der Verschollene selbst aber exwarnung, daß er außerdem werde für todt erachtet und sein Vermögen den sich legitimirenden Er- ben ausgeantwortet werden, öffentlih vorgeladen, den bem zus Ub insien Oktober 1849, ! inmeldung festgeseßten Termine, in Person, die A Juteressenten aber B ge- ; j tragte hiesigen Orts vor uns an Stadtgerichtsstelle zu ersdelten un ih anzugeben, ihr

i 3192. 3382, 3789, 3883, 3926, ältni Wir fordern die Jnhaber der diese Nummern füh- etn MUE Ie B E

renden Obligationen auf, den Kapitalbetrag dexselben Peicllenden an rat j e ry en

den zweiundzwanzigsten November 1849 der Bekanntmachung eines Ausschließungs- und zugleich

Gegend vou Karlsbad si< der vollkommensten Ruhe ersreue, und dáß hier eine ernstliche Ruhestörung weder im Jahre 1848, noch in diesem, Play gegriffen habe, und auch sicher zu erwarten is, daß dieses nicht ge- schehen werde, Karlsbad, den 20. April 1849. Die Gemeinde-Verwaltung.

ung.

[235] Nordseebad der Jnsel Helgoland, u

Auch in diesem Jahre wird die hiesige bekannte See- bad-Anstalt am 13. Juni eröffnct und mit dem 1. Ok- tober geschlossen werdén. /

Eine regelmäßige Verbindung zwischen Helgoland und Hamburg wird durch die großen, sicheren und bequemen Hamburger Dampfschiffe zu mehreren Malen in der Woche unterhaltcn, worüber die Herren Schiffsrheder zeitig das Nähere bekannt machen werden, u

Zur Beseitigung jeder Ungewißheit über die

Sicherheit der Passage hat vas Königl, Groß- oper 2 General - Konsulat in Hamburg die offi- zielle Anzeige des Commandeur der Dänischen See- macht in der Nordsee veröffentlicht (S... Hamburger Börsenhalle, 12, April), wonach die Dampfschifffahrt zwischen Hamburg und Helgoland während der Bade- Saison eben so frei gestattet sein wird, wie dieses im vorigen Jahre der Fall gewesen. ! :

Bestellungen von Logis 2c. führt die unterzeichnete Direction aus, so wie der Badearzt Herr Dr. von Aschen ärztliche Auskunft auf Anfragen bereitwilligst geben wird.

Helgoland, Mai 1849,

Die Direction des Seebades,

erschollenen nah-

verfahren, binnen

Das Abonnement beträgt:

2 aufe für 4 Jahr 4 Rthlr. - ¿ Jahr. B Nthlr. - 1 Jahr.

in allen Theilen der Monarchie ohne Preis - Erhöhung. Bei einze nen Kummern wird der Bogen mit 24 Sgr. berechnet.

Alle Post-Anstalten des Jn- und Auslandes nehmen Bestellung auf dieses Blatt an, für Berlin die Expedition des Preuß. Staats- Anzeigers :

Behren-Straße Ur. 57.

Anmitlicher Theil, Beilagen,

Amtlicher Theil.

Die Berathungen, welche auf die Einladung unserer Cirkular- Depesche vom 28sten v. M, hier in Berlin in A die deut- he Verfassungsfrage stattgefunden hüben, haben zu: dem für die

gie Negierung erfreulihen Ergebniß geführt, daß sie nun- utehr it Verein mit den Königlichen Regierungen von Sachsén und Hannover don übrigen deutschen. Regierungen eine umfassende e in- Bezug auf die deutsche Verfassung machen köunen.

ie Königl. preußische Regierung beehrt sich daher, in der Anlage der 2c, Regierung die belreffeude Eröffnung in ihrem eige= nen, wie im Namen der Regierungen von Sachsen und von Hanno- ver zu übersenden, und bemerkt dabei, daß die Königl. bayerische Negierng, welche an sämmtlichen Verhandlungen zwischen obenex= wähnten Re erungen Theil genommen, si die sließli<e Erklärung über ihren Beitritt noch vorbehalten hat,

Wir glauben dabei das Vertrauen aussprechen zu dürfen, daß diese Eróffuung bei der 2c. "Regierung die reifliche und eingehende Exwágung finden werde , welche die Wichtigkeit des Ge enstandes erfordert, und daß auch die Gesinnungen und das Verfahren der verbündeten Regierungen, welche hiermit einer unabweislihen Pflicht genugt zu haben glauben, gere<hte Würdigung und Anerkennung erlangen werde, |

Z Berlin, den 28, Mai 1849.

Der Minister-Präsident. (gez.) Graf von Brandenbur g. -

An sämmtliche deutsche Regierungen.

Der 2c. Regierung finden sich die BeEeliugen von Preußen, Sachsen und Hannover , und in deren ufirage die preußische Regierung, veranlaßt, folgende ergcbenste Eröffnung zu machen, Es bedarf keiner näheren Darlegung der Gefahren, von wel- <en gegenwärtig das gemeinsame Vaterland bedroht wird. Die Greignásse sprechen laut genug. In“ mehreren Theileu Deutschlands ist die gesepliche Autorität dur den Aufruhr untgeslürzt, iu ande= ren nur dur die Anwendung der Waffen hergestellt worden. Nie- mand vermag zu ermessen, welche fernere Ausdehnung diese weit

verzweigten Bewegungen erhalten, und wie weit sie selbst, dem Aus- lande gegenüber, zu ernsten Bedenken führen können. Nicht blos

die gesammte staatliche Existenz Deutschlands is in Frage. estellt, oradea dgs sowohl. die Grundlagen jedes A Aufndea überhaupt, L

Um diesen Gefahren gewachsen zu sein, um den Kampf sieg- reich zu bestehen, dessen Ausgang les alle deulschen Lande mit gleichem Verderben treffen würde, bedarf es vor Allem einer vollen Uebereinstimmnng in den Handlungen der Regierungen. Um desto \chmerzlicher 4: es empfunden werden, daß hierzu jeßt der gecig- nete Vereinigungspunkt mangelt. Der auf der Akte vom 8, Juni 1815 errichtete deutsche Bund - is hierzu faktis< um so mehr außer Stande, da ihm zur Zeit ein ausreichendes Organ zu Ga licher Thätigkeit abgeht. Ein neues, den gegenwärtigen Anforderun- gen entsprehendes Bundesverhältniß hat no< nicht zu Stande ge- bracht werden können, Die in Fraukfurt zusammengetretene Na- tioual-Versammlung hat, als sie die von ihr berathene Reichsver= fassung als abgeschlossen und weiterer Verhandlung unzugänglich verkündigte, si selbst außer Stand geseht, ihr Mandat ferner zu erfüllen; ihre weiteren Beschlüsse entbehren daher schon deswegen jeder rechtlihen Gültigkeit und können nur als Vebergriffe betrach= tet werden, denen keinerlei Folge zu geben ist.

Einer so bedrohlichen Lage gegenüber is ein festes, einträchti- ges und unverzügliches Handeln nothwendig, und cs wird dieses von den Regierungen ausgehen müssen, welche si zu den hier vor= liegenden Fragen in gleicher Stellung befinden:

Tie Regierungen von Preußen, Sachsen und Hannover sind daher übereingekommen, auf Grund des Art. 11 der deutschen Bundes=-Akte in ein Bündniß zu treten, das den gegenseitigen Schut;seiner Glieder gegen den inneren oder äußeren Fcind zum Zwette hat, Die Leitung der hierzu erforderlihen gemeinsamen Maßregeln haben sie Preußen Übertragen. So wie an alle Regierungen, welche Glieder des deut- \hen Bundes von 1815 sind, so ergeht auch an 1c, Regierung ihr Ansuchen, si diesem dur die Gefahren des Augenbli>s hervorge- rufencn Bündnisse anzuschließen und si< hierüber in kürzester Frist gefälligst erkläïen zu wollen.

Die genannten Regierungen würden jedo< die ihnen gestellte Aufgabe nur unvollständig erfüllen, wenn sie lediglich bei den Be- dürfnissen, welche die nächste Gegenwart erzeugt, stehen blieben. Sie sind vielmehr von der Ueberzeugung dur<drungen, daß Pflicht und Vernunft gleihmäßig gebieten; si< über ihre Stellung zu der deutschen Verfa ungs-Frage von vorn herein gegen ihre Verbün- deten sowohl, als gegen - die Nation offen auszusprehen. Sie haben die von der National-Versammlung entworfene. Reichs-Verfassung nicht anerkannt, weil sie über die wahren und heilsamen Anforde- rungen eines kräftigen Bundesstaates hinausgriff, und in ihrer aus den Kämpfen und Zugeständnisscn der politischen Parteien hervorge- gangenen Gestalt die wesentlichsten Bürgschaften entbehrte, auf wel- Bred re<tli<he und geordnete Bestand jedes Staatswosens eruht.

Aber die verbündeten Regierungen haben nit einen Augen-

=*

—_ T e a it a e P I H E E

unabdweisliche Nothwendigkeit geworden ist. wird der Nation gewähren müssen, was shmerzli< entbehrte, Junnern,

len Bedürfnisse. Die ürgschaften geleiten Ordnung: find O weléhe. die égierungen und den Völkern zu gewähren

Unier diesen Gesichtspunkten haben die

< geprüft, alle seine beilsanien un

unbcd

meinen Wohle unvereinbar sind.

selbe ihre Zustimmung finden werde. dergelegt, welche beiliegt.

vorgelegten Verfassungs - Entwur $. 1 bezeichneten Glieder des

ausgegangen, daß der re<tsgültige Abschluß _fassungs = Entwurfe anschlie

lediglich Eutwurf zur Berathung und Zu Auf dem hier bezeihneten Wege begegnen, mit Allen, denen das wahre Wohl bli>s durhdrungen, eines unbefangenen Vaterlandes fähig sind. aae

endigt und wixd unverzüglich nachfolgen.

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| \

des bisherigen deutschen

j / /

Berlin, den 28, Mai 1849.

An sämmtliche deui sche Regierungen.

Entwurf

der

Abschnitt 1, Das

Artikel I, 1 e

S ie Festseßung des Verhältnisses Oeste schen Reiche bleibt gegenseitiger Verständigung 2

deutschen Lande getrennte eigene Verfa waltung haben. P L aal

sol<hen deutschen Lande dieselbe verbindliche K gen deutschen Ländern. | eis

] g. 3. Hat ein deutsches Land mit einem nichtde Staats = Oberhaupt , so muß dieses entwede

berufen werden. dürfen,

F. 4. Abgesehen von den bereits be elenden V und nichtdeutsher Länder soll kein Seil -= O deutschen Landcs zugleich" zur Regierung eines langen, noch darf ein im Reiche regierender F he Regierung abzutreten, eine fremde Krone K

nt $. 9. Die einzelnen deutschen Staaten behalten

bli> verkannt, daß ihnen eben hicraus die do pelte Verpflichtung erwachsen sei, na< allen Kräften zu dem Abschluß ines Verfas

haben alle staatlichen Hoheiten und Rechte Reichsgewalt ausdrüdlih übertragen ind. :

lich 6 was sie von ihren Regie berechtigt ist: dem Auslande gegenüber Einheit und Macht, im , bet gesihertem Fortbestande aller einzelnen Glieder, die einheitliche Na der Mexelusanten “Interessen und nationa-

z er re<tlichen Freiheit und der

‘beibehalten und- nur diejenigen Theile. geändert, welche mit de

Hieraus is, auf Grund einer von Preu posilion, der Entwurf einer Roichs-Verfassung hen sie sämmtlichen Gliedern des Bundes von 1815 als ihren ge= meinscháftlichen Vorschlag und in der Hoffnung vor Die Begrün

Zustimmung der National-Vertretung beruhe. in Gemeinschaft mit aube Ege w

Reichstag in dem Umfange und na<h den Wg

fen, welche der Berfassungs-Entwurf vorläufig bezeichnet. hierzu versamm&lten Reichstage wind dann der g

zen liegt, mit Allen, welche, von der ganzen Bedeutung

sungswerkes mitzuwirken, das für das gesammte Deutschland eine Eine solche Verfassung sie seit längerer Zeit rungen zu fordern

deutsche Verfassung den

haben wird.

verbündeten Regierun- genden von der National-Versammlung beschlossenen Eniwurf at

euklichen Bestimm

threrseits die Juitiative in dem Verfassungswerke zu ergreifen, sind sie jede< von der bestimmten und auedríiclich: al

Der Minisler-Präsident., (gez) Graf von Brandenburg.

Verfassung des deutshen Reihes,

R e i ch,

g; 2. Das deutsche Reich A aus dem Gebiete derjenigen Staaten undes, welche die Reichs-Verfassung an-

rrei<s zu dem deut- vorbehalten.

Sg. 2, Hat ein deutsches Land mit einem nictdeutschen Lande daselb Staats-Oberhaupt," \o soll das deutsche Land cin von dem E

Regierung und Ver=

) In die Regierung und Verwaliung des deut Landes dürfen ‘nur deutsche Staatsbürger berufen B E

Die Reichsverfassung und Reichögeseßgebung hat ‘in einem

aft, wie in den übri-=

utschen Lande dasselbe r in seinem deutschen

Lande residiren, oder es muß auf verfassungsmäßigem Wege i - selben eine Regentschaft niedergesegt werden, zu m dbx Deutsche

erbindungen deutscher berhaupt eines nicht= deutschen Landes ge-

ürst, ohne seine deut

annehmen,

ihre Selbstständigkeit,

so weit dieselbe nicht durch die Reis-Verfassung beschränkt ist; sie sv weit diese nicht der

ernst- ungen m ge-

ßen vorgelegten Pro- hervorgegangen, wel=

egen, daß der=- ) L ung seines In=- halts, so wie dessen nähere Erläuterung, ist in der Derri@ri 8 Die deutschen Staaten, anschließen etet undesstaates während denjenigen Regierungen egenüber,

Ans{luß ‘ait veranlaßt finden, die aus den Ver fließenden Rechte und Pflichten unverändert fortbestehen. ; Indem die Regierungen vou Preußen, Sachsen und Hannover si< dur< dea Drang der Zeitumstände genöthigt gesehen haben,

welche si< dem , werden als die im ' zu betrachten sein, welche sih zu diesem trägen von 1815

en Vorausseßung desselben auf der freien Sie werden daher l elche sich dem Ver= en, aus diesen deutschen Landen einen hlbestimmungen beru- Diesem enannte E r Le erden, : 1 ossen die Regierungen \i

mit’ allen verständigen und wohldenkenden Männern Pir Nation R Deutschlands am Her- | des Augen- rtheils über die Lage des

Die obenerwähnte Denkschrift zu dent Inhalte des Verfassungs= Entwurfes war bei dem Abgange diéses Aktenstü>kes no< nicht be-

1849.

Ab s<hnitt I, Die Reichsgewalt.

Artikel L

/ g. 6.

Die Reichsgewalt übt dem Auslande gegenüber die völker- E Vertretung des Reiches und der einzelnen deutschen Staa-

Die Reichsgewalt stellt die el<hogesandten und die Konsuln an. Sie führt den diplomatischen Ver ehr, {ließt die Bündnisse und Verträge mit dem Auslande, namentlich auh die Handels= und Schifffahrts-Verlräge, so wie die Auslieferungs = Verträge ab. Sie ordnet alle völkerrehtlihen Maßregeln an.

7

S. d,

Die einzelnen deutschen Regierungen haben ihr Recht, ständige Gesandte zu empfangen oder folhe zu halten, auf die Reichsge- walt übertragen,

Auch werden dieselben kcine besonderen Konsuln halten. Die Se fremder Staaten erhalten ihr Exequatur von der Reichs- ewalt.

Die Absendung von Bevollmächtigten an den Reichsvorstand

oder andere deutsche Regierungen i den einzelnen Regierungen unbenommen.

e g. 8.

Die einzelnen deutschen Regierungen sind befugt, Verträge mit andexen deutschen Regierungen abzuschließen.

Jhre Befugniß zu Verträgen mit nichtdeutschen Regierungen beshräukt si auf Gegenstände, welche nicht der Zuständigkeit der Reichsgewalt zugewiesen sind.

g. 9.

Alle Verträge nicht rein privatrectlihen Juhalts, welche eine deutsche Regierung mit einer anderen deutschen oder nihtdeutschen abshliéßt, sind der Me gewalt zur Kenntnißnahme und, insofern das Reichsinteresse dabei etheiligt is, zur Bestätigung vorzulegen.

Artikel Il,

Der Reichögewalt auss<Üeglic er Re ewalt auss<{ließli< steht d ; und Friedens A schließlich steht das Recht des Krieges

Artikel II,

j ; S. 14. Im Kriege oder in Fällen nothwendiger Sicherheitsmaßregeln

im Frieden, steht der Reichsgewalt die n: des Réíches zur Verftigung, 2 gesammte vewaffnete Macht 12.

i s. __ Das Reichsheer besteht aus der zum Zwecke des Krieges be- stimmten gesammten Landmacht der einzelnen deutschen Staaten. Diejenigen Staaten, we <e weniger als 500,000 Einwo ner haben, e Zus n Reichsgewalt zu größeren militairischen Gre en Zu vereinigen oder einem angränzend 6 S ließen, g gränzenden größeren Staate anzu- Ueber die Bedingungen solcher Zusammenlegun hab die betreffenden Regierungen unter Vermittelung und 6 us der Reichsgewalt zu deer: e Benehmigung

H. 13.

_Die Reichsgewalt hat in. Betreff des Heerwesens di - meine Geseßgebung und Überwaht die Durbführne derselben den einzelnen Staaten dur fortdauernde Kontrole, Den einzelnen Staaten steht die Ausbildung ihres Kriegswesens auf Grund der Reichsgesepe, der Wehrverfassung und in den Gränzen der nach $. 12. abgeschlossenen Vereinbarung zuz fie haben die Verfügung Über ihre bewaffnete Macht, so weit dieselbe nit nah $. 11 für den Dienst des Reiches in Anspruch genomnen wird,

g. 14.

Der von der Reichsgewalt ernannte Feldherr und diejeni Generale, welche von diesem zum selbstständigen Konmenbe Cn ner Corps bestimmt werden, so wie die Gouverneure, Kommandan= len und höheren Festungsbeamten der Reichsfestungen , leisten dem Reichsvorstande und der Reichsverfassung den Eid der. Treue.

15

Alle durch Verwéndung von Truppen u Reihszwe> - henden Kosten , welche den dur< das Reich ti ae Friedens.

stand übersteigen, fallen dem Reiche zur Last. , g. 16

Veber eine allgemeine für das gan e Reich glei t sung ergeht ein Monte Reichsgeses. H gleiche Wehrverfas

S. 17.

Die Besebung der Befehlshaberstellen und die Erne Offiziere in den einzelnen Setllaerin bis zu den Viesee Rate genten entsprechenden Graden, ist den betreffenden Regierungen überlassen; nur wo die Kontingente zweier oder mehrerer Staaten zu größeren Ganzen fkombinirt sind, ernennt die Reichsgewalt un- mittelbar die Befehlshaber dieser Corps, insofern deren Grad nicht en der Ernennungsbefugniß einer der betheiligten Regierun-

Jür den Krieg ernennt die Reichsgewalt die kommandirenden

Generale der auf den ver chiedenen Kri - Adl Cte \{ riegstheatern operirenden selbst

Der Reichsgewalt steht die” Bef ß L ei<s8gewalt ste ie Befugniß zu, Reichsfestungen und Küsten-Vertheidigungswerke anzulegen und, infol ay Sicherheit des Reiches es erfordert, vorhandene Sestungen gegen billige Aus- ebung, namentli für das überlieferte Kriegsmaterial, zu Reichs=

estungen zu erklären. : :

ie Reichsfestungen und Küsten-Vertheidigungswerke des Rei-

ches werden auf Reichskosten unterhalten.

s. 19. Die Seemacht is ausshließli< Sache des Reiches. Es ist