1849 / 153 p. 3 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

; S ibr einziger leitender Gedanke die Feine Zoeen hätten e Li Ne ice behanuiet sogar, daß Proud= Aufpflanzung abe des Peuple einstellen werde. Ein Journal hon die A g Folge ärztlicher Zeugnisse Proudhon die Erlaub- niß erhalten habe, die drei Jahre Gefängniß, zu denen er verur= theilt ist, in einer Heil-Anstalt zuzubringen.

ritanien und Irland. London, 2. Juni. Jn S Sigung des Unterhauses veranlaßte die dänische Blokade wieder eine Interpellation. Herr Sandars fragte an, ob der Regierung bekannk sei, daß britische mit britischen Ladungen von Barth ausklarirte Schiffe von dänischen Sra E nah Kopen= hagen aufgebraht worden seien, wiewohl arth bekanntlich nicht u den in Blokadezustand erklärten Häfen gehöre, no<h au< An- stalten getroffen seien, dasselbe in Blokadezustand zu verseßen. Lord Palinerstón erwiederte, daß man si< erst vor einigen Tagen in dieser Safe an ihn gewandt habe, und daß eine Untersuchung von ihm angeordnet worden sei. Auf die Bemerkung des Herrn Sandars, daß eines der angehaltenen Schiffe die Post am Bord gehabt habe, entgegnete Lord Palmerston, daß er sih bei der dänischen Regie- rung um die Zulassung der Postschiffe verwandt, indeß noch keinen Bescheid erhalten habe. Endlich erwähnte Herr Sandars noch der ganz unzulänglichen Elb - Blokade, welche es nicht habe verhindern können, daß 36 meist nicht britische Schiffe in die Elbe eingelaufen seien. Auf diese Beschwerde erklärte Lord Palmerston , daß die Regierung ein Dampfschiff abgesandt habe, um naczusehen, ob die Blokade effektiv sei; daß indeß die Beschaffenheit der Ufer der Elbe es unmöglih mache, alle Schiffe auszuschließen; daß allerdings Schiffe zur Nachtzeit in die Elbe eingelaufen seien, daß dieselben dies aber auf ihre eigene Gefahr thäten und sich späterer Wegnahme und Kondemnirung aussebten, Mittheilungen, welche Lord John Russell und Sir G. Grey in der gestrigen Sibung über den Zustand der Dinge

in Jrland machten, wiesen nach, daß die Sterblichkeit in den Werk=.

und Armenhäusern wieder im Abnehmen sei. Herr Hawes zeigte an, daß der Schaden, den die Stadt Wellington auf Neu-Seeland zu Anfang dieses Jahres vurh Erdbeben erlitten habe, sich auf un- gefähr 15,000 Pfd. St. belaufe. Die übrigen Verluste, welche die Kolonie dur jene Kalamität erlitten hat, sind noch" nit festgestellt. Der Tagesordnung gemäß konstituirte si< das Haus dann zum Subsidien= Ausschuß und bewilligte unter Anderem 162,467 Pfd. St. für Reparaturen der Königlichen Schlösser.

John Fielden, früher Vertreter von Oldham im Unterhause

Wechsel - Course.

Bnef. | Geld,

Añiäterdat 5 z Kurz 1435 do. k 2 Mt. 142% | 1423

Hamburg s Kurz 150 149% äs: _| 2m, 149% | 149% Loudon 3 Mt. 6 243 6 243 2 Mt. 80% Wien I 20 Kv: Cs Cs si tes sti 150 Fl. 2 Mt.” 81% 815 150 F1. 2 Mt. 1015| Breslau 100 Thile ¿ Mt. 99% 997% 2 : Tage S Leipzig in Courant im 14 Thlr. Fuss .. 100 Thlr. 21 2 99% Fraukfart a. M. südd. W 2 Mt. 56 20 Petersburg 100 SRbIl.| 3 Woehen | 103 102%

Inländische Fonds, Ane Kommunal - Papiere und Geld - Course.

[Zf.| Brief. | Geld. |Gem. Zf.| Brief. | Geld. | Gem.

Preuss.Frenw. Anl 5 1013 [1015 Pomm. Pfdbr. 35 93; | 923 St. Schuld-Sch. 35 78 Kur- u. Nm. do. 35 935 | 925 Seeh. Präm. Sch. 100 Schlesiscbe do. |S K. u.Nm.Schuldy. 745 do. Lt. B. gar. do. 35| et Berl. Stadt-Obl. Pr. Bk-Anth -Sch|—| 87 do. do. Westpr. Pfandbr. Grossh. Posen do. do. do. Ostpe. Pfandbr.

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83% Friedriched’or. |— 96% And.Goldm.à Sth. | 80 Discs6nto. —_ 895 |

Ausländische Fonds.

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_— Poln. neue Pfdbr. | 4 do. Part. 500 Fl.| 4 do. do. 300 Fl. |-— 83 Hamb. Feuer-Cas. 34 do. Staats-Pr.Anl|— 103 Holl. 23% Int. 25 66% Kurkh. Pr. 0.40th.|— TTN Sardin, do. 36 Fr. |— 12% N. Bad. do. 35 Fl. |—

Russ.Hamb. Cert. | 5 do.beiHope 3.4.8. 5 do. do. L. Anl.|4 do. Stiegl. 2. 4.A.| 4 do. do. 5. A./4 511 4 5 4

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do. v. Rthsch.Lst. do.Poln. SchatzO.

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do. do. Cert. L.A. do.do.L.B. 200FI. PoL a. Pfdbr. a.C.

E11 2S N

Die Börse war heute

Auswärtige Börsen. Wien, 4. Juni. Met. 5proz. 897—+#. 4proz. 705 71,

25proz. 465—47, Anl. 34: 149—1495. 39: 91—914. Nordb. i 975, &. Gloggn. 964, 974. Mail, 70x, 714. Livorno 654, 66.

Pesth. 62;—63, B. A. 1123. 1125. Wec<hsel=-Course. Amsterd. 174. Fre e ranff. z Hamb, 186, þ Br: London 12. 40. Paris 150.

Jonds fest; alle fremde Devisen angeboten ohne Umsay. Lon- don unter Notiz zu haben. Gold und- Silber niedriger.

Leipzig , 4. Juni. Leipz. Dr. P. Oblig. 994 G. Leipz. B. A. 1415 Br. L, Dresd. E A, 94x G. Sächsis -Bayer 77% Br. Schlesische 72% Br. Chemnip-Riesa 419 Br. Löbau-

Zittau 14 Br. Magdeb. = Leipz. 4692 G, Berl. - Anh. A. u. B. 784 Br., 78 G. Altona - Kiel 922 Br. 915 G. Deß. B. A.

41015 Br., 101 G. Pr. B. A. 885 Br,, 875 G.

Frankfurt a. M., 4. Juni, Das Geschäft an heutiger Börse war von einiger Bedeutung. 3proz. Spanier , badische und kurhessishe Loose, Jutegrale und bexbacher Actien waren mehr be- gehrt und steigend. Oesterreihishe Fonds und badische Obligatio= nen waren zu billigeren Preisen als gestern angeboten. Alle übri-

gen Gattungen preishaltend.

Oesterr. 5proz. Metall. 735 Br., 737 G. Bank - Actien 4087“ Br. Baden Partialloose a 50 Fl. 46% Br. ,_ 465 G. dito 35 Fl. 254 Br., 245 G. Kurhessen Partialloose 265 Br., 265 G. Sardinien Partiallose 257 Br., 245 G. Darmstadt Par=

962

und einer der bedeutendsten Genossen Cobden's in seinem Kampfe für Aufhebung der Getraidegeseze, ist am 28sten v. M. gestorben. : Die Bank hatte am 26. “Pid es E Le 18,469,200 Pfd. St. (245,600 . St. weniger, a orige Woche) und einen Baarvorrath von 14,397,166 Pfd. St. (45,713 Pfd. St. mehr, als bei voriger Abrechnung). | Graf arven ns Stallmeister des Königs von Hannover, ist hier angekommen. Graf Karl von Kielmannsegge, der während der Krankheit des hannoverschen Gesandten, Grafen von Kielmansegge, anwesend war, ist wieder ‘abgereist. Aus Dublin wird mitgetheilt, daß das Krie s - Dampfschiff „„Trident‘“ in Bereitschaft gesezt wird, um Herrn Smith O’Brien und seine Genossen na< Bermuda in die Verbannung zu führen.

Niederlande. Aus dem Haag, 1. Juni. An die Stelle des abgetretenen Herrn Donker - Curtius ist Herr H. L, Wichers, Mitglied des Staatsrathes, vom Könige zum Justiz - Minister er= nannt worden.

Italien. Florenz, 27. Mai. (A. Z.) Der Großherzog hat ein neues Ministerium ernannt , und zwar Baldasseroni zum Präsidenten und Minister der Finanzen und des Handels, Landucci des Junern, Capoquadri der Gnaden und Justiz, Fürst Andrea Cor- sini des Auswärtigen, Jacob Mazzei des Kultus, Cesar Boccella des

Unterrichts, de Laugier des Krieges. Die Allg. tg. vid na Briefen aus Ancona, 29,

Mai, daß diese Festung seit dem 25sten von General Wimpffen auf der Landseite und M Vice - Admiral Dahlrup mit drei Fre- gatten und einem Dampfschiffe auf der Seeseite blokirt ist. Am 26sten begann das Dampfschiff die Beschießung. Das österreichische Corps ist 11,000 Mann stark.

Königliche Schauspiele. Donnerstag, den 7, Juni sind die Königlichen Theater ge-

\{hlossen. |

Sonnabend, 9. Juni. Im Schauspielhause. 88ste Abonnements= Vorstellung: Werner, oder: Herz und Welt, Schauspiel in 5 Ab- theilungen, von Karl Gußkow. (Herr Wohlbrü>: Baron Fresko.)

Anfang halb 7 Uhr,

Freitag, den 8. Juni wird mit Ne a Konialiben zum Vortheil der Familien der berliner Landwehr im Königlichen

Berliner Börse vom 6. Juni. Eisenbahn

nter Mitwirkung des Fräuleins Fanny

O ause eine Vorstellun Ol i reise hierin zum leßtenmale auftreten

Elsler, welhe vor ihrer wird, stattfinden. js Inhalt: Ouvertüre der Oper: „Ein Feldlager in Schlesien. Musik vom Königlichen General - Musik - Direktor und Hof=-Kapell= Der zweite Akt derselben Oper, worin <le<htbewahte Mädchen, e Königliche ulein Fanny

M 154. Seilage zum

- meister Herrn Meyerbeer. Frl. Fanny Elsler tanzen wird. pantomimisches Ballet na< d’Auberval, Bühne eingerichtet von Hoguet.

Elsler : P, Auf ane E I dicht vou er, . gespro<hen von Frau Cre r.

; Î R „Ein Feldlager in Schlesien.“

Billets zu dieser Vorstellung sind im Billet - Verkaufs - Büreau

u folgenden Preisen zu haben.

\ Es 1 Rthlr. 10 Sgr.

Erster Rang, erster Balkon daselbs und Pro Parterre, dritter Rang und

Amphitheater 10 Sgr.

ür die hiesi (Erster Akt.) . (Fr Das Lied von der Glocke, G

Tableaux aus der Dper : halb 7 Uhr.

weiter Rang 1 cenium 1 Rthlr. alkon daselbst 20 .

Abonnements und freie Entréen sind ohne Ausnahme nicht

Tribüne und

Stadt New - York hat unlängst welcher in mehrfacher Beziehung Er lautet im Wesentlichen, wie

gs - Rath der Deutschen Gesellschaft der Stadt bt gern die Gelegenheit der H

er Verein zur Unterstühung der Familien der berliner

Der Verwaltun New = York benu res - Versammlung, um den Mi drängten Bericht seiner Thätigke

a< den in unserem Agentscha kamen vom 1. Januar bis 92,620 deutsche Einwanderer von Havre

önigsstädti Theater. heutigen 65sten Jah= ertr clqung etten tgliedern der Gesellschaft einen A Ein Lustspiel-Honorar. Original -Lustspiel

Zwischen dem ts - Büreau gehaltenen Listen

34. Dezember 1848 in unserem Hafen an, und zwar: in r Schiffen

in 3 Akten, ‘von H. F. Heine. ersten und

i s iels, zum erstenmale wiederholt: Der Frosch. M T naefübrt von Herrn Klischni

Mimisch - komische Scene , Joo, der brasiliani

um Schluß, zum erstenmale wiederholt : d fe, n A Akten, nah dem Französischen, von (

en Komponisten. (Hr. Klischnigg: Joo.) (Neu einstudirt) Jch bleibe ledig. Lust- nah der Idee des Alberto Nota, von Karl Blum. J) Hierauf (neu einstudirt): Genrebild von L, Schneider.

Antwerpen

Gnauth. Musik von mehrer Sonnabend, 9. Juni.

spiel in 3 Akten,

(Fräulein ane t Daa Es

ärker und die Pikarde. :

R M A von Hagn: Marie, als Gastrolle, Herr Grobe>er:

Den Wehrmann Wilhelm Schulze.)

Rotterdam

Amsterdam

in 497 Schiffen zusammen 52,620 70,735

-= Actien i; Es ist seit eine

Stamm - Actien. Kapital. a Tages - Cours.

Der Reinertrag wird nach erfolgter Bekanntm. in der dazu bestimmten Rubrik ausgefüllt. Die mit 3$ pCt. bez. Actien sind v. Staat gar.

Börsen-Zins- Rechnung. Rein-Ertrag. 1845S,

j r Reihe von Jahren heute das wir einen Abfall in der Einwanderun u berichten haben. ih in den politischen Verhältnisse hier für den Einwanderer keine beme

erste Mal, daß gegen das vorhergehende iervon finden wir fast aus= n unseres Vaterlandes, da rkenswerthe unvortheilhafte

Prioritäts - Actien. 4 y Tages - Cours.

Den Grund

Zimsfuss.

Sämmtliche Prioritäts-Actien werden durch jährliche Verloosung à 1 pCt. amortisirt.

78 G 585 G, 88 6. 52t 6. 117 B.

492 B. 49 6. 764 bs

Berl. Anh. Lit. A. B. | 6,000,000 do. Hambur 8,000,000 do. Stettin -Starg. . | 4,824,000 do. Potsd.-Magd... | 4,000,000

Magd.-Halberstadt .… | 1,700,000

do. Leipziger 2,300,600

Halle - Thüringer 9,000,000

Cöln - Minden 13,000,000 do. Aachen........ | 4,500,000

Bonn - Cöln 1,051,200

Düsseld. - Elberfeld... | 1,400,000

Steele - Vohwinkel .. | 1,300,000

a i Q a C0 i f f P D A f

Niedersch]. Märkisch. | 10,000,000

do. Zweigbahn | 1,500,000 Oberschl. Lit. À. .…. | 2,253,100

do. Litt. B. 2,400,000 Cosel - Oderberg .…... | 1,200.000 Breslau - Freiburg... | 1,700,000 Krakau- OberschlI.... | 1,800,000 Berg.-Märk. .…...... 4,000,000 Stargard -Posen 5,000,000 Brieg - Neisse........ | 1,100,000 Magdeb.-Wittenb. ... | 4,500,000

S o I SS L A Fo Sala

16> a G0 i fa o

l 5

Quittungs - Bogen: Aachen - Mástricht .… | 2,750,000 Ausländ. Actien.

Friedr. Wilh.-Nerdb. | 8,000,000 | 4 |— |34 bz. u. G. do. Prior... 5 |— 92 B.

ische

Schluss-Course von Cöln-Minden 76% 6-

sehr Zu gestimmt, und die Course gingen durch Ankäufe höher, wenngleich der Umsatz nur unbedeutend blieb.

tialloose a 50 Fl. 68% Br., 685 G., do. a 25 Fl. 20% Br., 204 G. “Metfva Z3proz. 24 Br., 235 G. Polen 300 Fl. - Loose 98%

345 Br., P G. ¿G UNgigO afer inden 774. Br, 775 G. A Wesel,

Wien 100 Fl. C. M. 20 Fl. Fuß 98Z Br. Diskonto $ Gld.

31 Gld. jedoch sehr geschäftslos.

Stimmung in span. Fonds war heute etwas angenehmer.

Markt- Berichte.

Berliner Getraideberiht vom 6, Juni. Am heutigen Markt waren die Preise wie folgt:

Weizen nah Qualität 56—60 Rthlr,

Veränderungen stattfanden. Nach den u ten dürfte für das kommende Jahr der früheren Weise zunehmen.

Wir können au diesmal berichten, Theil der im verflossenen Jahre angeko derer aus tüchtigen, arbeitsfähigen Menschen bestand. 1selben Leute mit ansehnlichen Kapitalien, eils war, Landbesiyß zu erwerben. daß bei der stets sich mehrenden adt, namentlih während der Win- Interstübung sehr zahlrei g der Herren Distriktspfleger Theilung mancher ausgedehn- Zahl der Pfleger das ganze Unter=

ns zugekommenen Nachrich=

.-Anhalt. ........ ie Ei Berl.-Anha die Einwanderung wieder in

ou B. 90% G.

. Potsd.-Magd. daß bei weitem der größere in L mmenen deutschen Einwan= deb.-Leipziger .. e- Thüringer. E Cöln -Minden.…......- Rhein. v. Staat gar. 4. Priorität Stamm-Prior. Düsseldorf-Elberfeld. Niederschl. Märkisch.

zuvor zeigten si deren Absicht es größtent dem konnte es nicht aus deutschen Bevölkerung unserer St termonate, die Ansprüche auf Geld - U Die mühevolle Amtsverwaltun ward nicht erleichtert, obglei<h dur< ten Distrikte und vermehrte

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92% bx. u, G.

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963

Preußischen Staats-Anzeiger.

Donnerstag d. ‘3. Juní.

Maße, wie wir glauben, daß die erweiterte Wirksamkeit unserer Malt es verdient.

er Saldo in Kasse am 22. Februar 1848 war: Doll, 784. 48 Daten Einnahmen » 39530. 07 Beiträge von Mitgliedern » 4162, 12 Jährliche Beiträge für 1848 49 » 3781. 62 Zinsen und Dividenden » 41417, 80

Doll. 9513, 97 Ausgaben.

Ausgaben des Wohlthätigkeits-Aus\husses vom 22. Febryar 1848 bis 22, Februar 1849. 4194, 12 Extra - Ausgaben an Einwanderer 2093, 61 Apotheker-Rechnungen (2735 Rezepte). 395. 71 Für Bruchbänder 2c. . 23. 50 Agentur-Kosten . 33 Drullkostet. e I. (

Porto für Einladungen 2c

Reparatur der Bücherkiste

Anleihe an F. N. Meyer 9. Anleihe an Jakob Brendle ; » T7917. 92

Saldo in Kasse am 22. Februar 1849 Doll. 1596. 05

__ Ein neues Feld für die Thätigkeit des Verwaltungs-Raths er- öffnete sh in der Beantwortung stets si< mehrender, von Deutsch= land aus an die Gesellschaft gestellter Anfragen, der wir uns mit möglichster Gründlichkeit unterzogen haben. Wir benuben diese Ge- legenheit, um zu bemerken, daß manche der Briefsteller si< und uns durch das Lesen unserer früheren Jahresberichte Zeit und Mühe erspart hâtten, da sie oft in denselben die Antwort auf ihre Fragen finden konnten.

_ Im Rübli> auf alle den Einwanderer betreffenden Verhält nisse haben wir die Genugthuung, bestimmt hervorheben zu können, daß im verflossenen Jahre die Anstrengungen, dem Einwanderer sein s<weres Loos zu erleihtern, allgemeiner und wirksamer ge- worden sind. Wohl bleibt no< Vieles zu wünschen und zu thun übrig, und es wird \{<werli< je gelingen, den Einwanderer anz von dem Einfluß und Rath Uebelwollender zu befreien, die ren Lebensunterhalt durch die Leichtgläubigkeit und Unwissenheit der Ankömmlinge gewinnen, und deren Ver <lagenheit in demselben Maße zunimmt, wie die Wachsamkeit der ehörden und des Publi kums. Wenn aber die Klagen niht abnehmen, wenn wir noch immer, und fast häufiger wie früher, über an den Einwanderern verübte Betrügereien, über \{le<te Behandlung und getäuschte Hoffnungen hören, so widerspricht dies nicht wirs eben auêge=- sprochenen, bestimmten Ueberzeugung, sondern hat seinen Grund darin, daß das bffentliche Ohr mehr wach geworden ist, allen Kla= gen lauscht, ja denselben möglichst na<spürt.

Es ward einst von einem großen Theile des Publikums als Selbsiverstand angesehen, daß die Einwanderer mit großen Ent= behrungen und Täuschungen zu kämpfen hätten; man glaubte, die Schule der Erfahrung sei für*ste ‘die beste. Gesellschaften, wie die unsrige, standen bis vor kurzer Zeit vereinzelt und ununterstüßt in ihrer Thätigkeit da. Dies ist nicht mehr so; auf heiden Sei- ten des Oceans haben si die Regierungen, die Ortsbehörden, die Auswanderungs-Vereine und das Publikum im Allgemeinen in dem Bestreben vereinigt, den Einwanderer möglichst vor allem Ungemach zu bewahren, ihn vom ersten Anfang bis zum Ende seiner Reise den ausgedehnten Schuß angedeihen zu lassen, dessen er nur zu sehr bedarf. Die Erreichung dieses Zwedes ist in der leßten Zeit namentli< dadurch befördert, daß si< den Beweggründen einer rei-

stübungssystem unserer Gesells Tüchtigkeit ausgebildet wurde. Im Laufe des verflosse 4444 Doll, 25- Cts. Unterstü Wir sind heute in den ‘über die Thätigkeit der Herren Aerzte der Gese die den Mitgliedern die angenehme Ueberzeu dehuten und aufcpfernden Wirksamkeit dersel sind im Laufe des Jahres 1220 arme den Aerzten der Gesellschaft b 2735 Rezepte verschrieben.

aft zu einer großen Wirksamkeit und

[R

Zweigbahn ; nen Jahres wurden in 4139 Fällen

enaue Uebersicht schaft zu geben, ung von der ausge-= en geben wird. Deutsche unentgeltli< von chandelt worden und von denselben Wenn wir bedenken, wie vieles Elend auf diese Weise gelindert, wie mancher Vater dadur seiner Fami- lie erhalten ist, wie manche Mutter wieder in den Stand wurde, für ihre Kleinen zu sorgen, wieder geschenkt wurde, so fehlen uns die Worte, der armen Deutschen, den Herren Aerzten, ten Maße zu danken.

Unsere Agentur - hatte au kehrende Gelegcnheit, ihre fast zur Nothwendigkeit gewor waltungs-Raths oft und ernstlih au nstituts gelenkt wurde, den stets wachsenden Anforderun Hand fehlt es uns an den Mitt tur, wie wir sie für wünschenswert lassen. Die Anzahl der Leute, Comtoir Raths erholten, die Hälfte der Gesammt- genaue Angaben über die er Agentur ein Broderwerb verschafft für das Jahr auf 2430 und vertheilt sih wie fo

Handarbeiter 71 Feldarbeiter Weibliche Dienstboten. 1139 Handwerkslehrlinge

S E, Schuhmacher i

Steinhauer Tuchweber

Oberschlesische .... Krakau - Oberschl. Cosel - Oderberg. Steele - Vohwinkel do. I1II. Ser. Breslau -Freiburg Berg. -Märk.. .….....

uug bewilligt. tand gesebt, eine

Gt U U i f G fa Q G a j f

Börsen- Zinsen. 1848.

Ausl. Stamm- Act.

Rainertr.

wie manches Kind den Aeltern y den Wohlthätern in dem ganzen, verdien-

< in diesem Jahre die stets wieder- blichkeit zu beweisen, und is so sehr die Aufmerksamkeit des Ver- eine bedeutende Erweiterung da dessen gegenwärtige Verfassung gen kaum genügen kann. Vor der um eine Erweiterung der Agen=- h halten, ins Leben treten zu die sich in unserem Agenlschafts- war sehr groß und dürfte si< wohl auf Einwanderung belaufen. Wir haben denen durch die Vermittelung Diese beläuft sich

Ludw.-Bexbach 24 FL Kiel - Altona

Amsterd.-Rotterd. Mecklenburger Thlr.

if if G S ba

von Preussischen Bank-Antheilen 87% «. £8 br. u. G.

oggen loco und s{<wimmend 255 a 27 Rthlr. Is pr. Juni /Juli 25% Rthlr. b Zuli /Aug. 263, Rthlr. Br., Sept. /Oktbr, 28 Rthlr. bez. u. Br. Gerste, große loco 21—23 Rthlr.

» leine 48—20 Rthlr. Hafer loco na< Qualität 143—16 Rthlr. Erbsen, Kohwaare 26—28 Futterwaare 25—27 Rthlr. Rüböl loco 125 Ren Ri n j d

r. Juni 125 a r. verk. u. Br. B Di thlr. Br., 125 G. lr. Br., 125 bez., 12, G ept, 12% Rthlr. Br., 127; G. Rthlr. verk. u. Br. hlr. verk, u. Br.

. bo, Oblig. a 500 Fl. ‘724 Br., 714 G, Friedr. Wilh. Nordb. L e U G. Bab Gexbach 67% Br., 67 G. Kölu-

Amsterdam 100 Fl.-C. k. S. 1015 Br., 1014 G., do. 2 M. 100% Gi Augsburg 100 Fl. C. k. S. 120 Gld. Berlin 60 Rthlr. C. k, S. 1053 Gld. Bremen 50 Rthlr in Ld. k. S. 995 Gld. Hamburg 100 M. B. k. S. 882 Br., do. 2 M. 88 Br. Leipzig 60 Rthlr. C. k. S. 1054 G. London 10 Pfd. St. k. S. -} 1214 Br. , do. 2 M. 1205 Gld. j ; Paris 200 Fr. k. S. 954 Br. Mailand 250 Lire k. S. 100% G.

Zahl derer,

51 i i 12 Lyon 200 Fr. k. S. 954 Br. Juni / N 4 A „Oft. 1275 a Oktbr. /Novbr. 125 loco 10 Rthlr. Br., 9% G. Lieferung pr. Sept. /Oktbr. 10 Rthlr. bez. Mohnöl 18% a 185 Rthlr. Hanföl 43 a 124 Rthlr. i 11 U Rthl an 115 a r. Spiritus loco ohne Faß 164 a 16% Rihlr. verk, 164 G pr. Juni /Juli 16% Br., 16% G. Juli / Aug. 16% Rthlr. bez. u. B Aug. /Sept. 177 Rt Weizen unverändert, Roggen g matt und Spättermine etwas billiger erla

Geschäft fest.

: amburg, 4. Juni. 3# proz. p. C. 795 Br., 79% G, St. B Oblig. t4 Bo E. R. 100% Br. Stiegl, 80Br. Dän. 644 Br., 64; G. Ard. 10% Br., 10 G. 3proz. 225 Br., 225 G. Hamb. Berl. 597 Br., 584 G. Bergedorf 74 Br. Altona- Kiel 92 Br., 915 G. Rendsb. - Neum. 110 Br. ". Med>lenburg

In mehreren Fonds war einiger Umsaß z Eisenbahn-Actien

Amsterdam , 3, Juni. (Sonntag.) Effekten - Sozietät 45

Uhr. Ard. gr. Piecen 11, Coup. 8. Peru 4proz. 51. -— Die r., 16x G.

r., 17 G.

ter und höher. en. Spiritus bei stillem

Diverse Handwerker .

t unserer Kassenverhältnisse giebt kein besonder tat, und waren deshalb die Rüd>zahlungen, die ommissioners of emigration ls willkommen.

erfreuliches Re uns von den -eben so nöthig a Jahre die Zahl der größeren jährli

emacht wurden, Es mehrt si freili< mit jedem hen Beiträge, nicht aber in dem

Ober- Hofbuchdrukerei. B

nen Philanthropie die einer vernünftigen Politik angeschlossen haben. Im verflossenen Jahre haben die deutschen Regierungen das un- bedingte Auswanderungsreht anerkannt, und theils direkt, nament= lih aber dur< Beförderung und Unterstüßung der deutschen Aus= wanderungs-Vereine, das Wohl des Auswanderers unter besondere Berücksichtigung genommen, Es sind dem Verwaltungs = Rath in der lebten Beit mehrfache Mittheilungen dieser Vereine oder eigent- lih der Zweigvereine des allgemeinen deutschen Auswanderungs= Vereins zugekommen, nach denen wir berechtigt sind, zu sagen, daß \<on Manches geschehen is und bald no< mehr geschehen wird. Der Erfolg der Thätigkeit dieser Vereine wird nament ih dann no< mehr si< herausstellen, wenn einige Erfahrun gesammelt ist, und hier und da das Feld der Thcorie mit dem Boden einer ge- sunden Praxis vertauscht wird, Wir glauben niht den Vorwurf einer Zuneigung zu dem Gängelbandsystem zu verdienen, wenn wir eine Leitung des Einwanderers vom Anfang bis zum Ende seiner Reise befürworten, denn der Gesichtskreis der großen Mehrzahl derselben erstre>t si< ni<ht über die nächsten Verhältnisse ihres Wohnorts hinaus. Am Ziel seiner Reise angelangt und mit den nächsten Verhältnissen des neuen Wohnorts bekannt, sollte man aber, nah unserer Meinung, den Einwanderer etrost seinem eigenen Ur- theil und den gesunden i des biesigen öffentlichen Lebens überlassen. Eine weitere Bevormundung halten wir nicht im Jn- teresse des Einwanderers, zu dessen endlichem Fortkommen cine rasche und intime Anschließung an das hiesige Volk durchaus wünschens= werth erscheint. Die Deutsche Gesellschaft hat deshalb wenig Zu- trauen zu den so häufig und auch neuerdings wieder in Deutsch- land angercgen Colonisationsplänen. Nur wenn eine Nieder as- sung von Deutschen \si< hier allmálig um einen hier gebildeten, gesunden Mittelpunkt sammelt, dürfte überhaupt auf einigen Be- stand zu rechnen sein, und selbst solche Niederlassungen scheinen uns zum Wohl und Fortkommen des Einwanderers weder erforderlich, no< empfehlenswerth, Sie verhindern vor Allem den Ankömmling aa dem raschen Erlernen der englischen Sprache, und machen ihn dadur< unmündig in allen Bezie ungen zu den Staats = Behörden, Gerichten u. \. w., ohne seiner politischen Ausbildung zu erwähnen, zu der ihm der. Gebrauch der englischen Sprache ebenfalls nöthig ist, Werden aber solche Anstedelungen von Deutschland aus ent-= worfen, so ist ihnen fast unbedingt eiu ungünstiges Prognostikon zu stellenz denn dann kommen zu den obengenannten Schwierigkeiten

manche andere, die theils aus der Unkenntniß der Details der hie- \

sigen Verhältnisse, aus der Schwierigkeit des Besibtitels nd na= mentli<h daraus entstehen, daß der Ansiedler 4 midt in auf I A f n D int auf Wed und so dieselben r entwidelt, sondern ewöhnt, auf Unteëïstübßu ü von jenseits des Oceans zu ene: N D, DUNE Weit besser als die deutschen Vereine könnten in dieser Bezie= hung E wohlhabende Jndividuen wirken, wenn ie die 9 i ung in sih fühlen, das bequeme und genußntihe Leben des Vater= andes mit dem einfachen und beschwerl <en Leben eines Ansiedlers im Innern der Vereinigten Staaten zu vertauschen. Einen außer= gewöhnlichen pecuniairen Nußen möchten wir solchen Leuten nicht versprechen, selbs wenn sie na< sorgfältiger persönlicher Prüfung

und unter Berü>sihtigung des Raths befähigter und zuverlässiger

Inhalt. Die deutsche Gesellschaft zu New - York,

Eiseubahn - Verkehr. Markt - Berichte.

llichtamtlicher Theil.

Die Deutsche Gesellschaft zu New-York.

Die Deutsche Gesellschast der ihren Jahresbericht veröffentlicht , unsere Aufmerksamkeit verdient.

Personen ansehnlichen, gutgelegenen Grundbesiß kauften, um den- selben an deutshe Einwanderer zu parzelliren. Wenn aber bei ei- nem sol<hen Unternehmen vaterländishe und menschenfreundliche Rülssichten mit denen eines gesunden Se Ss Hand in Hand gingen, dürfte dies allerdings ein gutes Mittel sein, um den weni= er bemittelten Einwanderern die Ansiedelung leiht und vortheil= haft a machen. : ;

b wie es in Aussicht gestellt ist die Konsolidirung der politischen Verhältnisse Deutschlands dazu beitragen wird, den deut- hen Auswanderungs-Vereinen und au< uns die Mittel zu einer erweiterten Thätigkeit an die Hand zu geben oder niht, wir sind überzeugt, das in Deutschland erwachte Jnteresse an dem Wohl der Auswanderer wird unter allen Umständen rege bleiben, und wir begrüßen dasselbe mit Freuden, wie wir stets die Hand zur Mit- wirkung bieten. Es freut uns, daß dur< die deutschen Auswan- derungs-Vereine und dur< die Auswanderungspresse uns ein Mit-= tel geboten wird, den Rath, den wir so oft gegeben haben und der so oft verhallte, weil er den Betreffenden niht zu Ohren kam, {ebt an die reten Leute gelangen zu sehen. Was wir früher gesagt haben, können wir heute nur bestätigen; weitere Erfahrung erlaubt uns, manches Neue hinzuzufügen, das wir der allgemeinen Berück sichtigung empfehlen.

Wir waren früher getioun en, rügend zu erwähnen, daß ver- schiedene Gemeinden in Deutschland ihre Armen auf Gemeindekosten nah Amerika gesandt hatten, ohne denselben irgend welche Mittel zu ihrem weiteren Fortkommen hier an die Hand zu geben. Die Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit eines solchen Verfahrens war so einleuhtend, daß die öffentlihe Blosstellung desselben hinreichte, um im Allgemeinen eine tseluna des Uebels zu erlangen. Theils dur direkte Regierungs-Maßregeln, theils dur< die Macht der öffentlichen Meinung, wurden solhe Gemeinden, die es in ihrem Interesse fanden, ihre Armen auf Gemeindekosten nah Ameri a zu befördern, veranlaßt, den Ankömmlingen hier eine kleine Unterstüßuits auszubezahlen, wel<hes System wenn ehrli< befolgt aller- dings im richtigen Interesse beider Theile sein dürfte. Dabei ha- ben wir aber besonders dringend hervorzuheben, daß solche Einwan- derer nicht gegen den Winter hier ankommen sollten, weil dann eine mäßige Unterstühung von z. B. 20 Fl. pro Kopf nicht weit reicht, während dieselbe Summe im Frühjahr oder Sommer hinreichen würde, den Ankömmlung, wenn er s ist, zu unterhalten, bis er selbst etwas verdienen kann. Bitterer Tadel aber muß-\solche veutsche Gemeinden treffen ,- die si zur Zahlung einer solchen Un- terstüßung verpflichten, derselben aber ganz oder theilweise durch Spißfindigkeiten entgehen. Es kam im Spätherbst des Ln nen Jahres ein Transport armer Deutscher hier an, die auf Kosten einer As hessischen Gemeinde befördert waren. Man hatte denselben eine Unterstüßung von 20 Fl. pro Kopf zugesagt, die von dem hiesigen Großherzogli hessischen Konsul ausgezahlt werden sollten. Als die Leute ankamen, fanden si< bei dem be- nannten Kousul weder Geld no< Instructionen, und da sie von Allem entblößt waren, mußte unsere Gesellschaft sich derselben an- nehmen. a< langem Warten kamen allerdings sowohl Jnstruc= tionen, wie Remessen, aber der Gemeinde-Rath hatte es für gut befunden, von dem versprochenen Kopfgeld die Schulden der einzel- nen Individuen an die Gemeinde abzuziehen, so daß nur einige Familien das ganze Kopfgeld, andere einen Theil und wieder an- dere gar nichts bekamen. Die Rechnung verschiedener Familien stellte si< z. B. etwa wie folgt:

A, B. schuldet der Gemeinde. ...................... 140 Fl. bekommt zur Auswanderung für si{<, Frau und vier Kinder eine Unterstüßung von 20 Fl. pro

Kopf 120 »

Bleibt also no< s{<uldig 20 Fl.

Wir sind überzeugt, daß ein so s{<mähli<es Verfahren nur erwähnt zu werden braucht, um Wiederholungen Bod retip Bei dieser Gelegenheit ersu<hen wir alle ehórden, Gemeinden oder

Individuen, die beabsichtigen, Einwanderern bei ihrer Ankunft hier eine Unterstüßung auszahlen zu lassen, R dafür zu hem daß die desfallsigen Arrangements zeitig getroffen werden, damit nit etwa bei rascher Reise die Emigranten hier eher eintreffen, als die Unterstüßung, und auf dieselbe zu warten haben.

Dies führt uns zu einem verwandten Gegenstand. Wenn Leute, die ras< ins Innere reisen wollen, Wechsel auf New-York mitbringen, sollten sie möglichst darauf achten, dieselben „à vista zu bekommen, oder bei ganz kurzer Sicht die Wote „without grace“ einschalten lassen; denn alle Wechsel haben sonst drei Re pit- tage, die nah hiesiger Usance stets benubt werden. Der Reisende ist daher oft gezwungen, länger zu warten, als ihm lieb ist, oder lag sich zuweilen einen ungewöhnlih hohen Diskonto gefallen

Eine an und für sich höchst weise und im Interesse der Aus= wanderer von . den Regierungen verschiedener deutscher Seehäfen

emate Anordnung ist die Versicherung des Passagegeldes. So ange aber diese Einrichtung nicht weiter ausgebildet wird, dürfte sie in manchen Fällen völlig unwirksam pi den Einwanderer blei= ben, wenn im Fall eines Unglücks der apitain, der Konsul oder sonst eine Behörde nicht befähigt oder autorisirt ist, auf die Police bin die nöthigen Gelder zu erheben. Es hat si< dies Jahr ereig-= net und ähnliche Fälle können öfter vorkommen daß ein Schiff mit deutschen Einwanderern an der hiesigen Küste strandete, und zwar so, daß das Wrack nicht den Berglohn werth war. Nie= mand fand si< geneigt, unter diesen Umständen dem Ca- pitain einen Vorshuß zu machen, Die Passagiere hatten hohe Preise zu zahlen, um aufs Tro>ene ebra<ht zu werden, und weitere bedeutende Unkosten, um das Ziel ihrer Reise zu erreichen. Manche verloren dadur< die Mittel, die hingereicht hätten, ihre hiesige Laufbahn zu begründen, und geriethen in tiefes

lend; Andere, deren Bestimmung das Inland war, vertheilten si, falls sie no< die Mittel zur Reise hatten, so ras{< dur die ver- \chiedenen Staaten, daß ihnen gar keine Gelegenheit gegeben wurde, einen Reklam gegen die Versicherer des Passagegeldes zu machen. Wir zweifeln niht, daß die erwähnten Behörden ohne Schwierig- keit die Mittel finden werden, dem Geseß der Versicherung des Passagegeldes in allen Fällen zu Gunsten des Versicherten Wirksam- keit zu verschaffen.

Der Thätigkeit der deuts<hen Auswanderungs- Vereine eröffnet sich ein weites Feld in dem kräftigen und unermüdlichen Entgegen- arbeiten gegen zwei der größten Uebelstände, denen der deutsche Auswanderer ausgeseßt ist, und denen wir von hier aus vergleihhs- weise weniger wirksam entgegentreten können. Diese Uebelstände sind erstens die schon in Europa gemachten Engagements von Passage für die Weiterreise ins Jnland, und zweitens der in Dum abgeschlossene oder vorbereitete Ankauf hiesiger Ländereien. E allen Umständen rathen wir einem Zeden auf das dringendste,