1849 / 156 p. 1 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

Ausland.

R u von Nord: Amerika. Wa#- Vereinigt S Der Secretair des Schapßes, Herr Mere=- dis 9 at nachstehende «autet Aa (DpBO an allè Stéuer-Einüeh-=-

/ llbeamte erlassen: mer und A aanitetont des Schazes, den 9. März 1849.

Die Steuer - Einnehmer und anderen Zollbeamte werden be- sonders aufmerksam gemacht auf das hier beigefügte, am 3. März 1849 vom Kongresse angenommene Geseß zur O der Be- stimmungen aller jeßt in Kraft bestehenden Geseße in Bezug auf die Ueberfahrt von Réisenden in Kauffahrteischiffen.

Bei Prúfung dieses Geseßes wird man finden, daß es mit gewissen Modificationen die Bestimmungen der erwähnten Gesebe ausdehnt auf „alle Schiffe, die von irgend einem Hafen der Ber- einigten Staaten nah einem Hafen oder Plage im Großen Ocean oder an dessen Zuflüssen, oder von irgend einem solchen Hafen oder Plage nach irgend einem Theile der Vereinigten Staaten am Atlan- tischen Ocean oder seinen“ Zuflüssen bestimmt sind.‘

„Sie werden aufmerksam gemacht auf die Abänderung der vierten Section des Gesebes vom 17. Mai 1848, welche die LÜf= tung der Passagierschiffe und dergl. betrifst, so wie auf das Amen-= dement des Geseßes vom 22. Februar 1847 zur Regulirung des Personen-Transports in Kauffahrteischiffen. j

„Die von dem Departement in Gemäßheit früherer Geseße erlassenen Instructionen vom 17. März und 13. Mai 1847 und vom 6. Juni 1848 sind bei der Ausführung dieses Geseßes, so weit sie auf die Bestimmungen desselben anwendbar sind, zu befolgen.

W. Meredith, Secretair des Schapes.““

Geseb, die Erweiterung der Bestimmungen aller jeßt in Kraft bestehenden Geseße in Bezug auf den Personen - Transport in Kauffahrtei - Schiffen und die Regulirung desselben:

Es wird von dem zum Kongresse versammelten Senate und Repräsentanten-Hause der Vereinigten Staaten von Amerika be- \{lossen, daß alle Schiffe, die von irgend einem Hafen in den Ver=- einigten Staaten nach irgend einem Hafen oder Plaße im Großen Ocean oder an dessen Zuflüssen, oder von einem solchen Hafen oder Plate nach irgend einem Hafen der Vereinigten Staaten am Atlan-=

tischen Ocean eder dessen Zuflüssen bestimmt sind, allen jebt in Kraft bestehenden geseßlichen Anordnungen in Betreff des Personen- Transports in Kauffahrtei-Schiffen, die nach und von fremden Län- dern segeln, unterworfen sind, mit Ausnahme der vierten Section des am 17. Mai 1848 angenommenen „Geseßes über die Venti=- lirung der Passagier-Schisfe und andere Zwecke,“ welche Section sich auf Lebensmittel, Wasser und Brennmaterial bezieht z aber die Eigenthümer und Schiffer solcher Fahrzeuge sollen in allen Fällen jedem Passa- gier täglich die in jener Bestimmung erwähnte Quäntität Wasser verabreichen, und sie sollen den Passagieren einen hinreichenden Vorrath von guten und gesunden Lebensmitteln liefern oder ver- anlassen, daß dieselben sich selbst damit versehen ; und, im Falle sie dies unterlassen oder ungesunde oder unangemessene Lebensmittel liefern, sollen sie der Strafe unterworfen werden , die in der er= erwähnten vierten Section für den Fall festgeseßt worden is , daß die Passagiere eine zu geringe Quantität Wasser und Lebensmittel

erhalten.

Section 2. Es wird ferner beschlossen, daß das am 22. Februar 1847 angenommene „Geseß zur Regulirung des Perso- nen-Transports in Kauffahrtei= Schiffen“ so amendirt werden soll, daß es einem in oder durch die Tropen-Zone gehenden Schiffe ge- stattet sein soll, dieselbe Anzahl von Passagieren zu führen, wie

Schiffe, welche nicht die Tropen-Zone- berühren.

Section 3. Es wird ferner beschlossen, daß dies Geseß mit

und nah dem 15. März 1849 in Kraft treten soll.

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Wissenschaft und Kunst.

Königliches Schauspielhaus See e E I i (Den 4. Juni) A i

Nachdem wir nun noch die dritte Rolle des Heirn Wohlbrüdck, Pô- lonius, gesehen, sind wir zu der Ueberzeugung gekommen, daß derselbe ein erfahrener, verständiger Schauspieler, Feind jeder Uebertreibung..ist, glauben au, daß er im Lustspiel und in der Posse eiue gewisse Gattung komischer Alter wohl zur Wirkung bringen wird, verderben wird er nie etwas aus Mangel an Einsicht, aber Gestaltungsfähigkeit, das spezifische Schau- spielertalent, geht ihm ab, Sein Polonius war“ ein geshwäßziger Höfling, nichts weiter, Zu tadeln is nichts Einzelnes daran, nur wird keiner der Zuschauer von: diesem Polonius irgend eínen Eindruck empfangen haben. Der Eindruck ‘war weder falsch, uoh richtig, noch mangelhaft, son- dern“ eben null. Herr Wagner hat auf den Hamlet augenscheinlich sehr viel Fleiß und Mühe verwandt, so daß man bedingungsweise diese Rolle unter seine besteu zählen varf, scin cigenes Urtheil wird ihm jedoch sagen, daß seine heutige Darstellung noch bei weitem nicht auf diejenige künstlerische Weihe schließen läßt, auf welche der Dänenprinz volles Anreht hat, Gewisse oft besprochene Manieren in Rede und Spiel treten anch heute wieder zu Tage, so gelungen auch immer die leidenschaftlichen Ausbrüche waren, Wenn Herr W. jedoch weniger theatralishen Pomp und mehr den inner- lich rastlos thätigen Geist gezeigt hätte, würde er wohl gethan haben. Der grübelnde Jüngling, dessen Wollen und Können, dessen Besblüsse und Thaten in stetem Kampfe sind, is kein Bühnenheld, der sich in imposanten Gebehrden und äußerlichen Pathos gefüllt. Die Scenen mit dem Geiste seines Vaters scheinen uns nicht mit dem Geiste der Rolle vereinbar, ¡So wie Herr W. that, gestikulirt nicht das starre Entsehen und die innere Em-

pórung. Weit gelungenter waren die Auftritte mit seiner Mutter, mít Ophelia |

und mit den Höflingen, wiewohl auch hier manche Lichter und manche Schatten zu viel und zu wenig. Den Mord des Polonius bedauert Ham- let, Herr -W. spra die betreffenden Worte in* triumphirendem Tone und so manches Andere. j i

Von ver vorzüglichen Leistung des Fräul. Unzelmann als Ophelia,. so wie von den übrigen Darstellern, i bei früheren Aufführungen bereits berichtet, Herr Franz würde. als Geist wohl mehr wirken, wenn er sei- ner Nede weniger und leisere Accente gäbe, gber niht mit erhobener Stimme sprächè. Herr Franz hat cin so wohltlingendes Organ gönnt er es vielleicht einem Gespenste niht? Herr Wagener wurde zweimal gerufen, f

Konzert-Nevue. Die Sündfluth. Oratorium von Hermann Dam. (Den 5. Juni.) j :

Am verflossenen Dienstag kam in der Garnison-Kirhe zum Besten hülssbedürstiger Familien von Berliner Landwehrmännern zur Ausfüh- rungs „Die Sündsfluth“, Oratorium von L, Rellstab, in Musik geseht von Hermann Dam (Königl, Kammernusikus). Der Komponist, der be- reits vor zwei Jahren ein größeres Werk, eine Cantate, „das Halleluja der Schöpfung ““ betitelt, der Oeffentlichkeit übergab und schon damals mit seiner Arbeit zum Theil an dem ungünstigen Texte scheiterte, ist auch dies- mal in der Wahl seines Gedichtes keinesweges glücklich gewesen, obgleich wir damit noch“ nit den Ausfpruch gethan haben wollen, daß der Rell- stab sche Tixt zur „Sündfluth“ ein durhaus ungünstiger für die mu- sifalishe Composition sei, indem er wenigstens in manchen Einzelheiten Gelungenes und Wirkungsreiches bietet, Als cine Hauptschwäche des- selben erscheinen uns aber vorzugsweise die vielen Chöre rein be- trachtenden Inhalts, . wodurch das dramalishe Leben sfortwährénd unterbrochen und gehemmt wird, ein Uebelstaud, der um so shwerer ins Gewicht fällt, -als das Gedicht. außerdem au cinem Wort - Ueberfluß leidet, der unter den obwaltenden Umständen doppelt nachtheiligen Einfluß guf den Komponisten ausüben mußte: Dieser war nämlich durch den vorgefundenen Wortreichthum zu einem förmlichen Ueberstürzeu der Gedanken gezrmen,

o daß er zu einer einheitsvollen musikalischen Gestaltung der einzelnen

usifstücke durch eine naturgemäße Entwickelung und Berarbeitung der Themen und Motive nicht einmal Zeit gehabt hätte, selbst wenu er wirtlich dazu ausreichend künstlerisch befähigt gewesen wäre, Zm Einzelnen enthált jedoch die Musik ebenfalls Gelungenes. Sieht man von den höchsten Kunst- forderungen ab, so darf das Werk “in Nücksicht auf die Schwierigkeiten, welche der Komponist bei Bearbeitung des gewählten Textbuches zu über- winden hatte, sogar als ein in manchem Betracht sehr anerkennungswerthes

und ehrenwerlhes bezeichnet weiden, - Namentlich leuchtet das Streben ,

nah harafteristischem Ausdruck in der Musik nicht nur üb rall durch,

E Lr L R R G R T R Ä E R I E E K L L E B L E I

sondern es erscheint au insoweit die {öpferische Krast des Komponi- sten ausreihte theilweise von gutem Erfolge gekrönt. Von einer Man- nigfaltigkeit in der Charafkterzeihnung der einzelnen auftretenden P ersonen bemerkten wir indeß wenig. Allenfolls Noah in seiner Frömmigkeit ge=- winnt cine einigermaßen carakteristishe Haltung, während z, B. Magog und Sebtha, dic in ihrer Gotilosigkeit zu bestimmt ausgeprägten Cha- rafterbildern wohl Veranlassung gegeben hätten, eine entsprehende Charak ter-Färbung nicht erkennen lassen. Doch greifen auch die zuleßt genannten Personen musikalisch wirksam in das Ganze ein. Ueberhaupt zeugt zuerst sowohl die Behandlung dcs Gesanges als des Orchesters von Geschmack und auch ein gewisses Geschick wird überall sichtbar, obwohl die vollkom - mene Beherrschung der Mittel und Formen dem Komponisten keinesweges zugestanden werden fann, So -viel im Allgemeinen. Einzelnes. angehend, so finden sich die gelungeneren Partieen des Werkes am Schlusse des ersten und zu Anfange des zweiten Theilcs, während z. B, gleich der Einleitungs- Chor des Ganzen: Í 4

„Fest, ob es tobt und stürmet,

Fest steht der Erde Ball“‘‘, ] in seiner durchweg homophonischen, fast choralartigen Haltung, zwar ein würdiges Kolorit trägt, bei seiner durh die Worte veranlaßten großen Aus- dehnung aber gleichzeitig von ziemlich monotoner Wirkung is, die übrigens durch das sih anschließende Fugato, das ein ziemlich verbrauchtes Thema auf eben so verbrauchten Textworten :

„Drum jauchzen Himmels-Chöre Dem Herrn der Herrlichkeit," - bringt, nicht verwischt zu werden vermag. Die falsche Declamation der zweiten Sylbe in dem Worte „Chöre“ wirkt hier O. um so stören- der, als sie im Thema auftritt und somit stets in allen Stimmen getreue lich wiederkehrt. Auch die Arie Noah's, so wie das folgende Recitativ und der Opfer-Chor : ° „Mit Blumen kränzet den Altar““, | sind unbedeutende Musikstüce, obne Schwung und Erfindung. Etwas mehr Leben und Frische athmet der folgende Chor, in welchem namentlich das kurze Fugato : j i „So lassét den freudigen Chor erschallen!“ als gelungen hervorgehoben zu werden verdient, Ju der folgenden Scene, in welcher die Gottlosen, Magog an der Spiye, auftreten, is es dann eben

der Chor: „Wehe dem frevelnden Nath! Weh? der vermessenen That ! ‘“ j ; womit der erste Theil abschließt, den wir schon vorhin als zu den besseren Nummern des Werkes zählen zu dürfen glaubten, insofern er mit polygo- nischer Gestaltung, YUare, durchsihtige Stimmführung und ein ausdrucks- volles Kolorit verbindet, Auch der Anhang des zweiten Theiles enthält angedeutetermaßen Gelungenes , und die Musik fesselt hier durch ein eben fo charaftervolles , als E Gemälde. Ziemlich matt gestaltet sich da- egen wieder die Arie Noah's: h: r? gde j mein oa S Oi zwischen Milra und Sem öhnli rascnwerkt biete e h) : 11D aeg ee AUNTEN Prin wiegen Abendlüfte Uns A la N :0O jedenfalls eine poetischere Auffassung zugelasse!! Und verdient hätte. Ge- a s von guter Wirkung is dagegen das Gebet (a capella):

d „Nun schirme uns, o Herr“ : das der Musik zum Sturm , der Katastrop)/e des Ganzen, vorangeht, wäh- rend die Ausmalung der leßteren meist aus Jnstrumental-Effekten zusam- mengesegt erscheint und jedweder einheitövollen musikalischen Ge- staltung ermangelt, Der Schluß-Chor dieses Theiles:

„Ewiger, surchtbarer, rächender Gott!“ z dürfte, als dramatisch nicht metivirt, am besten wegbleiben, Jm dritten Theile wäre als eines hervorragenden Momentes jenes Passus in der Musik Erwähnung zu thun, der das Hervorbrechen des Lichtes recht effekvoll malt, wenngleich bekannilih dieser Effekt kein neuer gcnannt werden kann und hen von Hav du in seiner „Schöpfung“ bei der berühmten Stellez „Es werde Licht“ benuyt wurde

Die Ausführung des Oratoriums geschah unter des Komponisten Lei- tung, Die Solo -Particen befanden sih in den Händen der Damen Brexendorf und Köster und der Herren Pfister, Kraus, Bötticher u, st w, Der Königliche Theater - Chor und die Königliche Kapelle hatten sich ebenfalls betheiligt und leisteten niht minder Verdienstliches, als jene, so daß das Ganze im Allgemeinen einen ziemlih günstigen Eindruck hinter- ließ, Auch der Ai Zwedck der Veranstaltung dürste erreicht worden sein, Ein zahlreiches Publikum füllte die Kirche.

280] weite Bestimmung zugegangen is, Das dafür zu zah- Rh oini : »

Sekanntmachungen. h Jn dem Testamente der verwittweten Dilshmann, | lende Rollgeld beträgt 1 Sgr. per Centner, is díe Rheinische Eisenbahn- Marie Dorothee geb. Pickert, vom 16. Mai 1331 und Wolle aber zunächst zu einer Waage und erst dann nach [151 b] G ‘fellscl ft [723] hefer Wilhelm Joseph Leonhard Heinrlch publizirt O E März N sind Sth fob A zu R: so sind 2 Sgr. per Centner : e C .

Der Apotheker Wilhelm Joseph Leonhard Heinri a) dem Bäckermeister Merten, einem Schwiegersohne | an Nollgeld zu entrichten. : ¿ | E è Hubert Mertens, geboren den 29. Mai 1809, ein Sohn : der Erblassrrin j Unsere Güter - Expeditionen können nur solche Wolle Zinsenzahlun g VON pt ivilegirten des hierselbst verstorbenen Justizraths Martin Mertens, | þ) der Tochter des Bäckermeisters Merten, mit Vor- | zur Versendung übernehmen, die bereits gemarkt, ge-- | * : ¿ L hat im Jahre 1834 die hiesigen Lande verlassen, um namen Auguste, zu Brandenburg a. H, wogen und mit einem vollständig ausgefüllten Fracht- Obligationen. uach Nord-Amerika zu gehen, Die legten Nachrichten | (J den beiden Töchtern des Garnwebermeisters Pikert, | brief versehen is, : Die Jubaber ‘von privilegirten Obli- hat er seinen Verwandten im Jahre 1836 aus Buffalo | H den beiden Töchtern des Schiffers Piert, zu Stettin, den 2, Juni 1849, nene G Cann egír S f

- “gegeben, welchen Ort er, den angestellten Ermittelungen Plaue, Direktorium, A G A esel an wer v L iüfolhé: im nämlichen Jahre verlassen hat, um west- Legate aus dem Mobiliar der Erblasscrín vermacht. Wittc, Kutscher, Frezdorff. a dfrlubén. Ai bra m RRS G wärts Hausirhandel zu treiben. Aus Cincinnati -Ohio | Dies wird hiermit den ihrem Aufenthalte nah unbe- | [152h] 3 E ster 1849 vom Verfalltage an mit 5 Ihli L UBSer O od Merila epden, elt Hude, [Mala NUEE AMTION, Berlin-Stettiner Eisenbahn. | Coupon der 4pr0z, und mit 3% Thlr; haben, daß er sih nah Mexiko wenden wolle. Nach Brandenburg, den 6. Mai 1849, A Dic Zablung dér auf | pro Coupon der 33proz. bei unserer Kasse ( Laurenz-

forschungen an allen drei Orten haben aber keinen Er-

Königl. Kreisgericht. 11. Abtheilung,

Play Nr. 30 hier) oder bei den nachgenannten Bank-

folg s Justizraths Hülsen, als des d ' eh E n E häusern: uf den Antrag des Justizraths Hülsen, als des dem Le ° M c. fälligen Zinsen erfolg : | Vermögen des gedachten Apothekers Fitttend im Bie Berlin-Potsdam-Magdeburger gegen “Einlösung des J D, Herstatt Es Zu trage von ungesahr hlr. bestellten Kurators, E . Zins- uud Dividenden- , / : , \ in Köln, its ai dder s riftli ov n E R 1 [153 b] Eisenbahn. scheins Ne, 12. M 4 E A Ee E Bankverein öffentlich vorgeladen, si riftli oder persónlich, spä- 24A Lie = j t Gie die D y L i R 10 it Oli edcr et Co, in Aachen,

Ars Ae tain 1849, Vorm. 11 Uhr ¿ Sonntags E e Thin ir die S, Bleichröder in Berlin,

. , . , s s 5 7 B O L vor dem Kammergerichts-Assessor Bindewaldt im Kam- M rerenh: Extrafahrten nach Halb-Actie : Aga des fälligen Coupons erhoben wer

mergerichte hierselbst anberaumten Tèrmine zu melden, | s widrigenfalls der verschollene Apotheker Mertens für _ todt erklärt und sein Vermögen den bekannten nächsten Erben ausgeantwortet werden soll. i ; Zu Mandatarien werden die Justiz - Kommissarien

S Potsdam ums dem Wild- varke zu ermäßigten Preisen:

híer bei unserer Hauptkasse vom 25ften d, M. Köln, den 2. Juni 1849, ab, u in Berlin vom 9. bis 14.

Die Direction der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft,

Rheinische Eisenbahn-

Goldschmidt, Justizräthe Lüdike und Schüß in Vor- KER i E pa l Juli C. auf unserem Bahnhofe des Vormittags G esellsch aft schlag gebracht. - . » Burg, Genthin und Brandenburg im Anschluß. | von 9 bis 12 Uhr, Bei dieser Gelegenheit wird zu- f

Berlin, den 13, November 1848, i Instructions-Senat des Königlichen Kammergerichts.

an den Magdeburger: Zug.

leih die zweite Serse dex Zins- und Dividendenscheine ; Li egibde weshalb wir titten, die Stich-Coupons mit. Zinsenzahlung von den am 4:

Rück ahrt mit ven von 5 Uhr Abends an von einer genauen, nah der Nummerfolge aufgestellten Spe- ; Ac :

Ce Pr lle Les: M E O Zügen. cification auf e ga nzeù Bogen zu übergeben; Juli 1 S48 emittirten Iproz. u\ den Antrag der Fideikommiß-Erben des im Jahre | reise für Hin- und Rückfahrt: wonächst einige Tage später die Aushändigung der ner s m

1847 verstorbenen Saa Carl Schmidt zu L Für E Play ín zweiter Wagenklasse: | Coupons erfolgen wird. Ueber den Empfang der Stich- Obligaiioue N, xow werden alle diejenigen, welche an den Nachlaß des | von Magdeburg und Burg . , 1 Thlr, 10 Sgr. Pf. | Coupons ertheilt unser Hauptfassen-Rendant Dietrich ; ch Die Znhaber der oben bezeichneten genannten Erblassers , insbesondere auch an das dazu | » Genthin und Brandenburg » 22 » 6 » Interims - Quittung, Da der Präsentant der Stich- Oas Obligationen werden hierdurh benach- gehörige. Pachtretht an dem Gute Waderow c. p. und » Berlin... eee »W » » Coupons als legitimirt zur Empfangnahme der yeuen F richtigt, daß die am 1, Juli è. fälligen der Meierei Wadckerdahl c. p. gus irgend einem bis Für einen Play in dritter Wagenklasse: Serie der Zins- und Dividendenscheine betrachtet wer- F Zinsen pro 1848 49- mít 2 Thlr, pro

zum 22. April d, J. erwachsenen Re tsgrunde Forde- | von Magdeburg und Burg . Thlr, 25 Sgr. Pf.

den muß, so ersuchen wir die Jnhaber, die Nummer

B Coupon von dem Verfalltage an entwe-

rungen oder Ansprüche geltend zu maten haben, hier- » Genthin und Brandenburg » 15 » » der Stich - Coupons genau mit den Nummern ihrer C cr bei unserer Kasse (Laurenz - Play

mit geladen, solches in einem der guf

den 22, Juni und den 6, unv 20, jedesmal Morgens 11 Van d. I

angeseßten Liquidationstermine gehörig anzumelden und [150 b]

igen, bei Vermei ; : : i ine auszusprechenben Prälluson. n lebten Ter- | Reorplin-Stetltiner Eisenbahn.

Diejenigen Gläubiger, welche auf dem ihnen vorzu- legenden attestirten Postenzettel ihre Forderungen richtig verzeihnet finden werden, sind von der Anmeldung ent- freit nnd haben, falls sie sih dennoch melden sollten, auf Kosten-Ersaß keinen E ch, P

Greifswald, den 26, a1 1849. 5 N O

Königl, Kreisgericht. 1. Abtheilung. förd

Das Direktorium.

dem Berliner Bahnhofe nach dem Be- —S==timmungsorte dur unser Gespann be- ern lassen, wenn bis zur Aikünst derselben von Seiten

. ..

(gez) Teßmann, der Empfänger unserer Güter - Expedition nicht ander- Witte, Kutscher,

»''Berlin 1, ¿4s 9 42 ». Actien zu vergleichen und, falls sich dabei eine Abwei- Nr. 20 ierselb ( den Herren : ung ergeben sollte, uns ‘davon vor dem 25sten d. M. Nr. 30 hierselbst), oder bei den H

Sh D, Herstatt

schriftlich Mittheilung zu machen, so wie wir auch bit- / lr 2 Co U ten, nah dem Empfange der neuen Zins - und Divi- Ä E é baus e'n scher Bankverein in Köln, denscheine diese Vergleichung zu wiederholen und die E 414

Berichtigung etwa vorgelommener Zrrthümer bei uns Deder et Co. ín Achen, L währeub der Fleetchegen ge ies zu beAumagen, H j 1A y die ay J marfktszeit über unsere nen na n den óbigen Terminen werden au( egen Aushändi illíigen Coupons erhoben wer- ; Stettin oder Berlin gehende Wolle wer- | Zinsen auf unserePrioritäts-Obligationen E E des fällig p rh den wir resp, von Unserem hiesigen und | gegen Einlösung des Zins-Coupons Nr, 2 Köln, den 2, Juni 1849, mit 5 Thlr. für die Obligation Ó gezahlt werden. Stettin, den 3, Juni 1849, Direktorium. Lenke,

S, Bleichröder in Berlin,

Die Direction der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft,

“in allén Theilen der Monarchie

Beilage.

burg in Königsberg zum Vice-Präsidenten der Regterung zu Stets tin zu ernennen. i

von Mecklenburg-Scchwerin und Höchstderen Tochter, die Herzogin Louise Hoheit, sind nah Altenburg abgereist.

zu Hirschberg ist zum Rechtsanwalt beim Kreisgerichte zu Hirschberg zu Breslauz : zum Réchtsanwalt bei dem Kreisgerichte zu Deutsh-Krone und den

De. Helmhols, is zum außerordentlichen Professor in der medi- zinishen Fakultät der Königlichen Universität zu Königsberg er- nannt worden. E

waltung wird von derselben in Folge der neuesten Ereiguisse in Baden und in der bayerischen Rheinpfalz für die Dauer der ge- genwärtigen Zustände eine Haftung für die nach Baden und nah der Pfalz abgehenden Postsendungen, insbesondere mit Geld und Geldeswerth, ‘innerhalb der erwähnten Landesbezirke nicht ferner übernommen. Das Publikum wird hiervon in Kenntniß gesebt.

5. Juni 1849 ein Patent

auf sechs Jahre, von jenem Tage an gerechnet, und für den Um- fang des preußischen Staats ertheilt worden. i

_:Das. Abonnement beträgt:

“2 Rthîr. für 4 Jahr. " 4 Rthblir. ahr. 8 Rthlr. - ahr.

ohne Preis : Erhöhung. Bei einzelnen Vummern ‘wird der Bogen mit 23 Sgr. berechnet.

Preusiisher

/ us ¿ git dieses Blatt an, für Berlin die Expedition des Preiß. Staats- i ; M : Anzeigers : } | 0 Behren-Straße Ur. 57.

Alle Post-Anstalten des ‘Jn- und Auslandes nehmen B ung auf

M 156.

Verlin, Sonnabend den 9. Juni

1849.

Inhalt.

Deutschland.

Preußen. Berlin, Hofuachriht, Die Aufhebung der bestehenden Grundsteuerfreiheiten, Halle, Gesundheitszustand.

Desterreich. Wien, - Handschreiben des Kaisers,

Bayern. München, Kammer-Verhandlungen,

Württemberg. Stuttgart. Das Standrecht für das Militair ver- kündigt, Verhaftung Fikler's, i

Baden. Karlsruhe, Die Wahlen. Forderungen der Soldaten.

Amtlicher Theil,

Aufruf um freiwillige Steuern. Proclamation dér provisorischen | Regierung an das württembergische Volk, -—- Heidelberg, Haltung

derSkudenten. Freiburg, Vermischtes, Hessen und bei Nhein. g

und aus der Pfalz. : E A Meeklenburg-Schwerin, Sd!werin. Kammer-Verhandlungen. Naffau. Wiesbaden,

Frankfurt. Frankfurt a, M. Musterung der Truppen durch den Reichsverweser, Die Operationen gegen die Ausständi chen in Baden und der Rheinpfalz.

Ansland.

Desterreich. Verona. Ankunft des Feldmarschalls Radeyky.

feritih 11, Proclamation des russischen Feldmarschalls Fürsten Pas- [41 .

Frankreih. Geseggebende Versammlung, Vollmachtenprü- fung und Beschwerden über Bürgerwehr-Auflösung und Wahlmanöver. Paris. Minister - Berathungen über die Botschaft. Vermischtes.

Großbritàänien und Jrland. London. Parlaments-Verhandlungen.

Italien. Turin. Kommission für die Reorganisirung der Armee, Bologna, Proclamation. 4 |

Börsen- und Haudels :- Nachrichten.

Amtlicher Theil. Se, Majestät der König haben Allergnädigst geruht: i Den bisherigen Ober - Regierungs - Rath Grafen zu Eulen-

Berlin, den 8. Zuni. S f i Ihre Königliche Hoheit die verwittwete Frau Großherzogin

erte Se en Et E Dana

Justiz: Ministerium. Der bisherige Patrimonialrichter, Stadt - Syndikus Cru sius

und zugleih zum Notar im Departement des Appellationsgerichtes: Der Obergerichts-Assessor Nes emann zu Preußish-Stargardt

damit verbundenen Bezirksgerichten, mit Anweisung seines Wohn- sies in Deutsch-Krone, und zugleich zum Notarius im Departe- ment des Appellationsgerichtes zu Marienwerder, vom 1. August d. J. ab, ernannt; und :

Der Rechtsanwalt und Notar Schweiger zu Labes auf sei- nen Wunsch in gleicher Eigenschaft an das Kreisgericht zu Kammin, mit Anweisung seines Wobnsipes daselbst, verseßt worden.

Ministerium der geistlichen 2c. Angelegenheiten. Der bisherige Gehülfe am hiesigen anatomischen Museum und Lehrer der Anatomie an der Königlichen Akademie der Künste,

Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten.

Bekanntmachung. Nach einer Mittheilung der Königlich bayerishèn Post - Ver-

Berlin, den 8. Juni 1849. General-Post-Amt.

Dem Fabrik - Besiger C. Heckmann zu Berlin ist unter dem

auf eine für neu und eigenthümlich erkannte Vorrich- tung an Vacuum - Pfannen, um sowohl Saft - als Zuckerproben zu entnehmen (Probesteher), in ihrer anzén Zusammenseßung,

Finanz- Ministerium. Bekanntmachu

Die am !. Juli d. J. fälligen Zinsen ne können gegen Ablieferung der Coupons hon vom 14ten d. M. ab bei der Staats- hierselbst, Taubenstraße Nr. 30, “Uhr Vormittags erhoben werden. müssen nâch den Appoints geordnet und und den Geldbetra

Berlin, den 2. Juni 1849, Haupt - Verwaltu

n g. der Staats - Schuld- Sáud Zu i R en- asse

in den Wochentagen von 9 bis 4 Die zu. realifirenden Coupons von einem die Stückzahl g enthaltenden aufsu#airten Verzeichnisse beglei4

der Staats - Schulden. ler. Kaoblauch.

der Königlich sächsische Beu s, von Dresden. | pr f

_Vichtamtlicher Theil. Deutschland.

Berlin, 8. Juni. Majestät des Hochseelig ern, den 7ten alais hierselb und- der Königin, rinzéssin von zogin von Medlenburg- zogin Louise, so Königlichen Familie, ein Traue endigung Sich die Königlichen

Berlin, 8, Juni. bés Staats - An Geseß»Entwuxrf, di ten betreffend, ha Kreises, Regierun

nd. eppenheim. Vertreibung der Freischaaren | - aus Weinheim. Darmstadt. Nachrichten von der badischen Gränze |

Angekommen:

i Se. * Excelle Staats-Minister Freiherr v on

Preußen. Todestages Sr. helm IIL fand g des Königlichen des Königs

Zür Gedächtnißfeier- des en Königs Friedrich Wil= d. M. Vormittags, in der Kapelle , in Gegenwart Jhrer Majestäten hrer Königl. Hoheiten des der verwittweten Frau Großher- | Höchstderen Tochter, der Her- r anwesenden Mitglieder der ttesdienst statt; nach dessen Be=- ajestäten nah Sanssouci zurück-

l chwerin und wie sämmtlicher hie

Unter Bezugnahme auf den in Nr. 126 ntlichen Kenntniß gebrachten estehender Grundsteuerfreihei= havelländischen

ch- den Bestim- ihre resp. Güter zu Juli d. J. ab bis ae lig lied r _schon_ geseblich festgestellten

inen-_an. die betressende

zeigers zur. ö e Aufhebung der b ben die Rittergu s-Bezirks Potsvam, den Beschlu denjenigen Grundsteuer-Betrag, welcher na mungen des ‘Gesep - Entwurfs auf veranlagen sein-wird,- \{on vom 1. ‘zur wirklichen Einfühxu bernehmen und :gleù

tsbesiber dées we

, _Steuerkasse abzuführen.

Diesem Beschluß haben sich .auch me lehrer des Kreises in B j hn ensteuerfreiheit angeschlossen und sich berrit f sie zu veranlagende Kla in ab zu entrichten.

Die hierüber gemeinsam abgegebene Erkl ten ist dem Staats - Mini den, möglichst \{leuni den im Geseß-Entwurf vor Es verdient diese Kundgebung, welche Ze rihtigen Erkenntniß der - politischen Lage ün ‘von der patriotischen Gesinnung der Betheiligten, die héchste An-: | erkennung und um so mehr. auch in andereû Kreisen rung empfohlen zu werden, als ein solches am geeignetsten erscheint,

rere: Pfarrer und: Schul-

en noch zustehende erklärt, in gleicher ssensteuer schon von dem ge-

drung der Betheilig- sterium ‘mit dem Ankrage eingereiht wor- g die erforderliche Steuer = Veranlagung nach geschriebenen Normen bewirken zu lassen.

Weise die ‘au dachten Termi

iebt von einer aterlandes und

en zur Nacheife= Verfahren unzweifelhaft das noch immer vorwaltende Mißtrauen der übrigen Klassen der Bevölkerung: gegen die bisher in der Steuer-=- ‘leistung Bevorzugten zu- beseitigen und eine baldige Wieder lung und Erhaltung des inneren Friedens zu verbürgen. Inzwischen wird bereits in den nanz-Ministerium an die Ober-Präsident vinzen des Staats ,

chsten Tagen von dem Fi= |. en der sechs östlichen- Pro- heren Instruction, gen zur Ausführung ung durch die ändig zu tref=- ch erlangter Gesepeskraft zur praktischen"

eitverlust, wel{cher dur die pes-Vorlage in den Kammern eits aber. die Mög-= wie den oben erwähnten, g sogleih Folge geben zu

- Bei der Zustimmung, welcher sich der in Rede seß - Entwurf au fettons der bis N f aus allen Theilen des Landes Ministerium gelangten zahlreihen Vorstellun Bestimmtheit erwartet werden, in allen Kreisen die Behörden späteren Ausführung ‘des Gese selbst zur baldigsten Erreichung des

unter Ertheilung ‘einer der Auftrag ergehen, schou jeßt die Vorbereitun des gedachten Geseß- Entwurfs, an dessen Ge Kammern nicht zu zweifeln ist, so gründlich und voll fen, daß derselbe alsbald na Geltung gelangen kann. Es wird hierdurch einerseits der Z hinausgeschobene Berathung der Gese herbeigeführt wird, wieder eingebradh lichkeit geschafft, ähnlichen Anerbietungen, durch eine vorläufige Steuer-Veranlagun

t, anderer

her béevorrechteten zu erfreuen hat, wie dies die an das en darthun, darf mit ezeichneten Gutsbesiver u treffenden Vorberei= tig unterstüßen iels mitwirken

daß auch die bei den jevt z tungen zur und dadurch

en Königlichen t geschen : Studirenden und , welhe auswärts über sein sollen, zu ürdigsten ärztli solhe Besorgniß einflößt, chung der Vorlesungen ge- n vielmehr ununterbrochen eseßt werden, wie auch attgefunden hat.

Halle, 6. Juni.

| Der Prorektor der hiesià Universität hat sih zu folg

ender Erklärung veranla ur Beruhigung der Angehörigen unserer en Gerüchten und Uebertreibungen undheitszustand Halle?s verbreitet zeige ih hiermit an, daß -nach den glaubw lungen jener Zuständ in keiner Weise daß -auch nur eine momentane Unterbre Die Vorlesungen w eit des geseßlihen Schlusses for einerlei Ünterbrehung derselben Juni 1849.

rechtfertigt wäre.

bis jebt kf Halle, den 6.

Der Prorektor der Königlichen vereinten: F

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Oesterrei. Wien, 6. Juni. Die Wiener Ztg. ent-

s s nachstehenden ( bereits erwähnten) Kaiserlichen Hand= reiben : |

„Lieber Freiherr von Cordon! Die von Zhnen angesuchte

Enthebung von der Stelle eines griegs - Ministers ist in Jhrem

diesfälligen Gesuche vom 1steu l, M. so richtig begründet, daß Ich

nicht umhin kann, diesem Jhren Wunsche zu willfahren, dem- zu-

, folge ernenne Jh den Feldmarschall-Lieutenant Grafen Gyulai zum Kriegs-Minister. Jndem Jh Jhnen hiermit für die während der

Dauer Jhrer Verwaltung des Kriegswesens geleisteten Dienste Meine volle Zufriedenheit bezeuge, drücke Jh zugleich die Hoffnung aus, daß die Herstellung Jhrer Gesundheit Sie recht bald wieder in den Stand segzèn möge, dem Vaterlande und Meinem Hause Jhre- volle -Thätigkeit zu widmen. Schönbrunn, am 2. Juni 1849. j Franz Joseph. - : F. Schwarzenberg.“ „Lieber Graf Gyulai! Jch finde -Mich bewogen, Sie an die Stelle des Kriegs-Ministers, Feldmarschall-Lieutenants Freiherrn

. von Cordon, dessen Dicnstesresignation Ih in Gnaden angenommen

abe, zu Meinem Kriegs-Minister zu ernennen. Sie haben unge- âumt den Ihnen übertragenen Posten anzutreten, und J “wia Jhnen im Anschlusse die Abschrift Meines gleichzeitig an J Amtsvorfahrer erlassenen Handschreibens mit. Schönbrunn, am 2. Juni 1849. Franz Joseph. F. Schwarzenberg.“ ¡eber Graf Gyulai! Die von Jhnen, unter den \chwie- rigsten D während beinahe zwei Jahren, im Küstenlande eleisteten- Dienste haben Meine volle Zufriedenheit erworben. Sie Fäben bei dem Ausbruche des Krieges mit verhältnißmäßig sehr geringen Mitteln die Ihnen anvertrauten Landestheile in Verthei- digunggzustand zu seßen und die feindlichen Angriffe mit eben so viel Umsicht als Entschlossenheit abzuwehren gewußt. Als Mein Herr Oheim, Se. Majestät Kaiser Ferdinand, Sich durch die ein- etretenen Umstände veranlaßt fand, auch die Civil -Verwaltung in hre Hände zu legen, haben Sie dieselbe in jeder Beziehung zutt Besten des Jhrer Sorge anvertrauten Kronlandes geleitet und in einer bewegten Zeit die Ruhe und geseßliche Ordnung aufrecht er- halten. Um Jhnen einen Beweis Meiner vollen Aner ennung Ihres ersprießlichen Wirkens zu geben, verleihe 3d Jhnen das Großkreuz Meines Leopold-Ordens, mit Nachsicht der Taxe. Schönbrunn, am 2. Juni 1849. Franz Joseph. __F. Schwarzenber g.“

ren

{-—- Bayern. München, 4. Zuni. (Mün. Ztg.) Die heutige Sißung der . Abgeordneten - Kammer wurde um 10x Uhr

dur den ersten Präsidenten, Grafen von Hegnenberg - Dux eröffnet. Am Ministertische befanden si die Staats-Minifter von Kleinschrod, Dr. Ringelmann und Dr. von der Pfor d- ten, die Ministerialräthe von Wanner, von Betold, von Habel, Hänlein, Graf Hundt, von Kleinshrod, Moli- tor, Frhr. von Bechtols heim. l

Als der Präsident die Sigung kaum für eröffnet und einen Präsidial- Vortrag angekündigt hatte, verlangt Herr Reinhardt das Wort, um eine

«Frage an ihn zu richten, Der Präsident bemerkt, daß dieselb Schlusse der eas u stellen fi , daß dieselbe am u

Herr Reinhardt: Er habe die ai auch am Schlusse der Sigzung stellen wollen, die Sivung aber je chnell von dem Herrn Präsidenten abgeschnitten worden. Er frage da- er jeßt, was aus der neulich von der Kammer an Se. Maije-

“stät den König beschlossenen Adresse geworden sei? Der Präâsi-

dent: Wenn Herr Reinhardt den Prásidial - Vortrag abge- wartet hätte, so würde seine Frage unnöthig geworden sein. Es wird zur Verlesung der Protokolle der beiden legten Sipungen geschritten, worauf der Präsident drei ihm zugekommene Mittheilungen verliest, 1) cine

; Antwort des Königlichen Ober-Ceremonienmeister, Grafen von Yrsh, auf

das Schreiben des ersten Präsidenten Frhrn. von Lerchenfeld vom 22. April, worin Kenntniß gegeben wird, daß Se. Majestät der König die Deputation

“zur Ute U der Adresse nicht persönlich bemühen wolle, sondern daß

diese Adresse bloß übersendet werden möge. Der Präsident kündet an, daß in Folge davon die Adresse heute an ihre Bestimmung abgegangen sei z 2) den Königlichen Erlaß, die Ernennung des Grafen von Hegnenberg-Durx zum ersten Präsidenten der Kammer, nahdem Se, Majestät sich bewogen gefunden, die von Freiherrn von Lerchenfeld erbetene Enthebung von diesem Posten zu genehmigen; endlich 3) einen weiteren Könlglichen Erlaß, die Ernennung des Abg, Dr. Feder zum 11. Präsidenten. Herr Dr, Feder: Die offizielle Mittheilung seiner Ernennung zu demsel- ben Posten sei auch ihm zugekommen. Er habe nun allerdings die Ansicht,

| daß der Abgeordnete keiner Pflichterfüllung ich entziehen dürfe, da er jedoch

auch der Ansicht sei, daß die Annahme einer solchen Pflíchterfüllung an die Ueberzeugung gebunden sein müsse, auch mit Erfolg wirken zu können, er jedoch eben darüber mit sich selbst in Zweifel sei, so bitte er, ihm cine Be- denkzeit bis F nächsten Sißung zu gewähren. Der 1. Präsident: Die Frage sei also, ob die Kammer diese Bedenkzeit gewähren wolle ? Dr, Mül - ler: Es liegen so dringende Gegenstände zur Berathung vor, daß sehnlich| zu wünschen sei, die 11, Präsidentenstelle möge \chleunigst sich wieder b:- seßt finden. Er richte an Herrn Feder die Bitte, in Hinblick auf das Dring- liche der Sache, sofort anzunehmen. Herr Feder: er habe schon ausgesprochen, daß er im Zweifel sei mit sih selbs; würde man ihn jeyt sogleich zur Fassung

. eines Entschlusses drängen, so wäre dies jedenfalls ein Zwang. Er bitte

daher abermals, die 24 Stunden Bedenkzeit zu gewähren. Herr Willi ch bedauert, daß nun seit .14 Tagen dic Kammer nicht ihre zwei Präsiden- ten habe, wie es nothwendig sei. Die Kammer könne so nicht verfassungs- L wirken , und ‘er müsse jeßt um so mehr bedauern , wenn eine wei- tere Suspension darin stattfinden sollte, Herr Reinhardt: Keine Seite des Hauses wolle irgend einen Zwangz aber es scheine -ihm, daß mit dem Herr ersten Präsidenten nicht verhandelt werden fönne, nachdem beréits die Kammer demselben ein Mißtrauensvotum gegeben, Er beantrage daher

die weitere “ata am@ zu vertagen , bis Herr Dr, Feder eine bestimmte

Erklärung: abgegeben haben“ werde. Der Präsident: er bitte doch den Herrn Reinhardt , anzugeben , wann und wo dieses Mißtrauensvotum gegeben worden sei? Herr Reinhardt: dasselbe liege eben in dem vom Herrn: Kolb übergebenen Antrage, Der Präsident: Der Antrag des Herrn Kolb sei eine Beschwerde, aus der vielleiht ein Mißtrauensvo-

riedriëhs - Universität. - (gez) Dr. Meier,“ M si

tum erwachsen könne; vorläufig aber sei derselbe noch kein ißtrauens-