1881 / 145 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

in Summa auf 3952562 M 73 -. Die gesammte

vro 1820 betrug: a. in der Unfall-, Transport-, und Feuer - Rückversicherungsbrancbe 3121 699 M 37 §; b. in der Lebensversicherungsbranbe 444 863 M 36 §; - zu})ammen 3566562 M 73 A; der Fahbresgewinn pro 1880 betrug also 386 000 Æ Hiervon sind na dem Bericht als statut- und vertrag®- gemäße Tantième an die 9 Mitglieder des Verwaltungêrathes, den Generaldirektor und dessen generellen Stellvertreter 31 845 M gezahlt, zum Reservefonds flossen 71 711 H, zum Sparfonds 49 666 H. 50 und als Dividende wurden 230 000 Æ oder 23 H pro. Aktie ver- tbeili, so daß no 2777 M 50 ch4 als Vortrag auf neue Rechnung verblieben.

In der Unfallversicherungsbranhe wurden in 1880 16 434 Ver- ierungen mit einer Prämieneinnahme_ von 1 546 238 A6. 34 - ab- geschlofen resp. prolongirt gegen in 1879 13 487 Versicherungen mit 1382 182 M 56 4 Prämiencinnahme, also in 1880 + 2947 Ver- sicherungen. Im Laufe des Jahres 1880 wurden bei der Gesellschaft 8309 Unfallschäden zur Anzeige gebracht, mithin dur{chschnittlich 223 pro Tag gegen 6868 und 18 pro Tag in 1879. Von diesen Schäden wurden 6201 definitiv durch Kavitalzahlung erledigt und einschließlich der vorläufig gewährten Entschädigung für Kurkosten 2c. in noch s{webenden Schadenfällen baar vergütet (abzüglich des Ersaßes aus Rückversicherungen 555 4M) 638 808 M 70 -, in 36 Schaden- fällen (L Todesfall und 35 Invaliditätsfälle) wurde Rente fest- gesezt und an solber pro 1880 gezahlt 23012 F 69 4, für

entenzablungen in späteren Jahren reservirt 103'834 M. 87 S, für 605 no unerledigte Schäden in Reserve gestellt 325 301 M, 1467 Fälle blieben aus verschiedenen Gründen ohne Entschädigung; Summa: 1090957 M 26 4, bierzu treten: für Schäden aus den Vorjahren gezahlt 238 994 M. 88 , für no jeßt unerledigt gebliebene Schäden aus den Vorjahren reservirt 94934 H#.; gezahlte Renten in 242 Schadenfällen aus den Vorjahren 45 703 A. 6 9, Reserve für ferner Rentenzahlungen in vorerwähnten 242 Schadenfällen 503 882 . 20 A, Regulirungskosten pro 1880 62 922 M. 95 4, Sa. 2037 394 M. 35 „3, davon ab: Schadenreserve 1879 930 328 M. 52 S, bleibt Rest 1107 065 M. 83 S.

In der Transportversicherungsbranche sind in 1880 abgesc{lofsen : 40 009 Versicherungen mit 418 473 832 A. Versicherungssumme, gegen in 1879 + 2606 Versicherungen mit 67 489 223 4. Versiche- icerungssumme. Es wurden 9113 Schadenfälle mit 452 548 M. 80 in 1880 theils bezahlt, theils reservirt, und blieb Gewinn pro 1880 49 861 M. S.

íIn der Feuer-Rückversicherungsbranche (von der Magdeburger Feuerversicherung in Rückdeckung übernommen) wurden abgeschlossen in 1880: 142 103 Versicherungen mit 1279 307 M. 97 Prämien- Einnahme, gegen in 1879 + 44723 M. 62 H Prämien - Einnahme. 4102 Schäden wurden theils bezahlt, theils reservirt 1052 423 M, und blieb Gewinn pro 1880 47 809 M. 20 -. |

Der Versicherungsbestand der Ed ag ov ersiV ema raun welcher am Schluß des Jahres 1879 auf 5417 Policen über 22 748 476 M. Kapital und 26 817 4 jährliche Rente sich belaufen hatte, stieg bis ultimo 1880 auf 5869 Policen über 24 754336 Kapital und 492 599 M. jährliche Rente. Der reine Zuwachs betrug fomit 452 Policen, 2005 860 M. Versicherungskapital und 15782 M. jährliche Rente. Die im Durchschnitt auf cin Leben bei der Gesellschaft lau- fende Todesfall-Versicherungsfumme betrug 4700 A. und war somit gegen das Vorjahr noch um (6 M. gestiegen. Die eingetretene Sterb- lichkeit blicb im Jahre 1880 abermals bedeutend hinter der rednungsmäßigen Sterblichkeitserwartung zurü. Gs starben nämlich nur 34 Personen, welche zusammen mit 104614 M. versichert gewesen waren, während rechnungsmäßig zu erwarten stand, daß durch 3

46 t, Ausgabe

das Ableben von 48,21 Personen ein Versicherungsbetrag von 194 236 A zur Auszahlung kommen würde. Als reiner Jahres- Ueberschuß ergab sih in der Lebensversicherungsbranche der Betrag von 101663 M 73 «4, wovon 66590 M. 63 dem Gewinn- Reservefonds für die mit Anspruch auf Dividende Versicherten zuzu- führen waren, während 35 073 M. 10 - als Gewinn für die Gesell-

{chaft verblieben.

Güstrow, 23. Juni. (W. T. B.) Wollmarkt. Die Zu- fuhren betrugen 13 000 Ctr. Die Wäschen waren durschnittlich gut. Das Geschäft war belebt bis 11 Uhr und der Markt zum größten Theil geräumt. Es wurden annähernd die vorjährigen Preise erzielt.

London, 23. Juni. (W. T. B.) Jn der gestrigen Wol l- auktion war die Stimmung sehr fest, australisde Wollen etwas höher, Kapwollen unverändert.

New- Yortk, 10. Juni. (New-Y. Hand. Ztg.). Wochenbericb t. Am Waaren- und Produkten-Markt hat sich in einzelnen Branchen mehr Leben entwickelt. Ganz speziell läßt sich dieses von den Artikeln Thee und Wolle sagen, in den sich nach vielen Monaten sehr stillen Geschäftes wieder mebr Rübhrigkeit cingestellt hat. Am Brodstoff- und Baums- wollmarkt ging es dagegen ziemli rubig her, und da am ersteren nur in sehr geringem Maße für Export çekauft wurde, ist die Zahl der für volle Getreide-Ladungen gescblossenen Fahrzeuge auf 12 be- {ränkt geblieben. Am Hopfenmarkt is diese sehr wenig gethan worden. Rio- fowie West- und ost- indische Kaffces waren fester und etwas lebhafter. In Rob- zucker ist bei verhältnißmäßig rubigem Geschäft ein weiterer Avanz etablirt worden, Scbmalz, Schweinefleis und Speck waren ftill, während Rindfleisch bei gutem Ervortbegehr im Preise angezogen hat. Terpentinöl verkehrte unter dem Einfluß reger Erport- und Konsum- frage in steigender Tendenz, Harz war bei kleinen Zufuhren und Vor- rätben fest. Raff. Petroleum ift } C. per Gallone gestiegen und bat dicsen Avanz bis Schluß behauptet. In einheimischen Manufaktur- waaren ist cs nach den vorwöchentlichen großen Umsätzen in glatten Baumwollenwaaren stiller geworden, fremde waren dagegen in einzelnen Branchen beachtet. Der Import fremder Brotstoffe für die beute beendete Woche beläuft sich auf 1593 750 Doll. gegen 1 691 339 Doll. in der Parallelwoce des Vorjahres.

Woche

Verkehrs-Anstalten.

Ueber das Eisenbahnwesen in den australis{chen Co- lonien Neu-Süd-Wales und Victoria am Scblusse des Jah- res 1879 entnchmen wir cinem nach den den Parlamenten vorge- legten amtlichen Berichten für 1879 gearbeiteten Aufsatze des „Arcivs für Eisenbahnwesen“ folgende Mittheilungen: In Neu-Süd-Wales waren am Schlusse des Jabres 1879 7345 engl. und 286 engl. Meilen im Bau, von welcwen gegen Ende engl. Meilen bereits fertig gestellt wurden, so daß gegenwärtig si 9574 engl. Meilen in Betrieb befinden. Von dem (für 163614 engl. Meilen) —- bewilligten Eisenbahn- (Anleihe-) Kapital im Be- trage von 18164 161 £ waren Ende 1879 für die in Betrieb befindliben 7345 engl. Meilen 10406495 L verwendet, mit- e für die- engl. Mile l M 141095 £2. G tele z. B. die cine engl. Meile lange Strecke Darling - Harbour drakeh 113909 L die engl. Meile,

die 13 engl. Mei- len lange Strecke Sydnevy-Parramatta Junction 63545 L£L die engl. Meile; die 2961/2 engl. Meilen lange Strecke Parramatta Sunction-Wagga Wagga 10 248 die engl. Meile, die 179 engl, Meilen lange Strecke Parramatta Junction-Orange 14558 £, die 16 enal. Meilen lange Strecke Blacktown-Richmond 7341 £, die 182 Meilen lange Strecke Newcastle-Tamworth 10 888 L, die 41 engl. Meilen lauge Strecke Werris-Creek-Gunnedah 5916 die engl. Meile. An Betriebsmitteln waren vorhanden: des Iahres 1879: 177 Lokomotiven, 444 Personenwagen, 3866 Güter- wagen; am Schlusse des Jahres 1878: 154 Lokomotiven, 378 Personenwagen und 3413 Güterwagen. Es betrugen: die Brutto-Einnahmen im Jahre 1879 bei ciner Betriebslänge von 7344 engl. Meilen 952 366 X gegen 902 989 £ bei einer Be- tricbélänge von 6884 engl. Meilen im Jahre 1878. Hiervon kamen auf den Personenverkehr bei 4 402 606 beförderten 319 950 £ (= 33,60%/6) gegen 3 705 733 £ bei 3 705 733 Passagieren. Der Ertrag pro Passagier durscnittlich war 1 sh. 3 d. gegen 1 sh. 5 Der mittlere Ertrag pro engl. Personenzugmeile war 60,62 d.

DB gegen 62,65 d., pro mittlere Betriebsmeile 451 £ 5 sb. 5 d. gegen

1880 223

| wales (bei 799 139 gkm Areal) 957# (+ 63

483 £ 18 sb. Die Anzabl der beförderten (engl.) Gütertonnen be- trug 1 720 815 gegen 1 625 886, der mittlere Ertrag pro engl. Güter- tonne 7,35 sh. gegen 7,20 sb., pro engl. Zugmeile 91,12 d. gegen 97,14 d. pro engl. Betriebsmeile 891 £ 19 sh. 7 d. gegen 942 £ 12'sh. 5 d. Die Betriebsunkosten betrugen 604 721 £ gegen 536 988 £ in Prozenten der Bruttocinnahmen 63,49 9% gegen 59,47 9/6, pro engl. Zugmeile 49,49 d. gegen 48,54 d., pro mittlere Betriebêmeile 853 £ gegen 848 £. Der Reinertrag belief sich auf 347 645 £ gegen 366001 £, der Reinertrag Þro engl. Zugmeile auf 28,45 à, gegen 33,08 d., pro mittlere Betriebsmeile auf 490 £ gegen 578 £. Die Betriebslänge in engl. Meilen ist von 14 im Jahre 1855 auf 7344 im Jahre 1879 gestiegen, die Anzahl der beförderten Passagiere von 98 846 auf 4402 606, die Anzahl der beförderten Gütertonnen (engl.) von 140 auf 1 720815, die Einnahmen aus dem Perfonen- verkehr 9093 £ auf 319,950 £, die Einnahmen aus de:n Güterverkehr von 156 £ auf 632416 £, die Gesammteinnahmen von 9249 £ auf 952 366£, die Betriebsausgaben von 5959 £ auf 604 721L£,die Einnahmen per Zugmeile sind dagegen von 157,34 d. auf 77,94 d, die Betriebsausgaben pro Zugmeile engl. von 101,37 d. auf 49 49 d. gesunken, die Betriebsausgaben in Prozenten der Einnahme von 64,43 auf 63,49 9/6, der Reinertrag von 3290 £ auf 347 645 £, das ver- wendete Anlagekapital (für die eröffneten Strecken) von d1 534 £ auf 10 406 £ und die Kapitalrente von 0,638 %o im Jahre 1855 auf 3,341 9/9 im Jahre 1879 gestiegen. Neuerdings ist die Erwei- terung des Eisenbahnnetes um 1740 engl. Meilen in Vorschlag ge- bracht worden und zum Theil bereits in Aussicht genommen. In der Kolonie Victoria betrug am Schlusse des Jadres 1879 die Länge der für den Betrieb eröffneten Strecken 11087 engl. Meilen (im Bau waren 74} Meilen) gegen 1035 Meilen im Jahre 1878; mit einer mittleren Jahres - Betriebs- länge von 10905 gegen 967 Meilen, bei 16251420 bez. 15343240 £. Das Baukapital für die engl. Meile betrug im Mittel 14 667 bezw. 14 824 £. An Betriebsmitteln waren vorhanden: Lokomotiven 163 bezw. 148 Stück, Personenwagen 243 bezw. 231, Güterwagen 2c. 3068 bezw. 2763. Die Anzahl der beför- derten Passagiere war 4 169 175 bezw. 3 829 256, der Güter (infl. Vieh) 962 000 bezw. 960 479 engl. Tonnen. Die Bruttoeinnahme aus dem Personenverkehr 2c, bezifferte sh auf 521 383 bezw. 515 351 £, aus dem Güterverkehr 2c. auf 700724 bezw. 701 324 £, die Gesammteinnahmen auf 1222 107 bezw. 1216 675 £, mithin für die (engl.) Meile durchschnittlich 1120 bezw. 1258 £, die Anzabl der durchfahrenen Zugmeilen auf 3462 622 bezw. 3 095 590 engl. Meilen, der Bruttoeinnahme für Zugmeile auf 7 sh. 0,71 d. bezw. 7 sh. 10,33 d., die Betriebskosten insgesammt auf 640 624 bezw. bez. 625 699 £, in Prozenten der Einnabme 52,42 °/o hez. 51,43 9/0, für die Zugmeile 3 sh. 8,40 d. bez. 4 sh. 0,52 d., für die mittle Be- triebsmeile (engl.) 587 bez. 647 £. Der Reinertrag insgesammt be- trug 581 483 bez. 590 976 £, für die mittlere Betriebsmeile 533 bez. 611 £, für die Zugmeile 3 sh. 4,30 d. bez. 3 sh. 9,82 d., in Pro- zenten des Anlagekapitals (Rente) im Jahre 1879 3,58 %/ gegen 385 9/0 im Jahre 1878 und zwar im Jahre 1879 im nördlichen System 3,49, im westlichen 3,08, im nordöstlichen 5,42 und im öst- lien Systeme 2,88 9%. Die Baukosten einzelner Linien und Systeme gestalten sich übrigens sehr verschieden. Das nördliche System mit 324 engl. Meilen Betriebslänge kostete durcbs{nittlich 90 426 £ pro engl. Meile, darunter die sog. Main-Lne-Melbourne to Sandhurst, 1002 engl. Meilen dopvelgeleisig, 50732 £ pro Meile, die sog. Maryborough and Avoca-Line, 15 engl. Meilen eingel., 4009 £ pro Meile. Das westliche Svstem mit 4345 engl. Meilen Betricbslänge kostete durchschnittlih 11297 £, darunter die Strecke Footscray Iunction-Williamstown pier, 6 engl. Meilen doppelgel., 68 814 £, die Strecke Stawell-Horsham, 534 engl. Meilen eingel., 4161 £. Das nordöstlihe Svstem mit 224 engl. Meilen Betriebs- länge kostete durschnittl. 8285 £, darunter die Strecke Essendon- Wodonga, 1823 engl. Meilen eingel., 8564 L, die Strecke Springs- Wabhgunvyvah, 14 engl. Meilen eingel., 4583 £. Das östlihe System mit 1252 engl. Meilen Betrieblänge kostete durchs{nittlich 6968 £, darunter die Strecke Dakleigh-Sale, 1184 engl. Meilen eingel., 6048 L, die Strecke South-Yarra and Oatleigh-Line, 63 engl. Mei- len eingel., 23 671 £, pro engl. Meile. Die Gefammtlänge der am Scblusse des Jahres 1880 in den 7 australischen Kolonien in Be- trieb befindliden Eisenbahnen belief sich (bei 7967 386 gkm Areal überscläglid auf 4821 engl. Meilen, während gegen 30684 engl. Meilen tbeils no6 im Bau begriffen oder projektirt waren. Davon entfallen auf: Süd-Australien (bei 2 341 611 gkm Areal) im Betrieb 677 ecnal. Meilen im Bau oder vrojektirt 3064 engl. Meilen; Vic- toria (bei 229 062 qkm Areal) 11824 bez. 4874 Meilen; Neu-Süd- im Bau) bez. 678 Meilen: Queensland (bei 1730 721 gkm Areal) 580 (3* 6“ engl. Svpurweite) bez. 48 Meilen; West-Australien (bei 2527283 qkm Areal 72 (+ 29 im Bau) bez. 50 Meilen ; Tasmanien (bei 67 893 qkm Areal) 183 bez. 12 Meilen; Neu-Seeland (am 31. 3. ©L0, bei

| 971 677 qkm Areal) 1169 bez. 1394 engl. Meilen.

Meilen im Betriebe |

am Sclufsse |

Passagieren |

92

Triest, 23, Juni (V. T. B „Jupiter“ ist beute aus Konstantinopel

New-York, 23. Juni. (W. D W.) Der Dampfer „Greece“ von der National - Dampfschiffs - Comvag*- nie (C. Messingsche Linie) ist hier cingetroffen.

Der Lloyddampfer hier eingetroffen

Berlin, 24. Juni 1881.

Mittheilung der Königlichen Sternwarte.

Der helle Komet, welcher bereits vor 3 bis 4 Wochen auf der südlihen Erdhalbkugel beobachtet werden fonnte, ist nunmehr seit gestern (Donncrstag) Abend auch über dem Ho- rizont von Berlin sichtbar geworden.

Heute (Freitag) Abend wird derselbe schon von 10 Uhr an wie ein Stern erster Größe, von nebligem Glanz umgeben, erkennbar sein. Ec steht dann ziemlih tief im Nord-Nord- westen und zwar links oberhalb der Capella, des hellsten, gegenwärtig an diesem Theil des Himmels sichtbaren Sternes. Mit zunehmender Dunkelheit wird auch der Schweif hervor- treten.

Fine halbe Stunde vor Mitternacht, zu welcher Zeit der

Komet si fast genau im Norden und 10 bis 11 Grad über

dem Horizont befindet, wird die ganze Erscheinung schon einen glänzenden Anblick darbieten, jedenfalls den schönsten dieser Art seit dem großen Kometen von Donati (1858).

Der Komet bewegt sich in derselben Bahn wie ein im Jahre 1807 beobachteter.

Es ist indessen, da aus den Beobachtungen des Kometen von 1807 eine Umlaufszeit von 1540 Jahren si ergeben hat, unwahrscheinlih, daß beide Kometen identish sind, viel- mehr scheint wiederum einer derjenigen Fälle vorzuliegen, welche neuerdings mehrfach konstatirt worden sind, daß näm:- lich zwei oder mehrere Kometen in einer und ders.lven Bahn wandeln.

Athen, 9. Juni. (Allg. Ztg.) Die dem General Türr und Hrn. Lesscvs übertragene Ausführung der Durchstechung des Isthmus von Korinth giebt der „Hora“ Veranlafjung, einen gescichtlichen Rüdckblick auf die Versuche zu werfen, die bisher zur Realifirung diescs wichtigen Projekts gemacht worden sind. Nach Diogenes Laërtius batte {on der Tvrann Periander von Korinth die Idee, den Isthmus ¿u durbstecen. (625 v. Chr.) Denselben Plan hatte au Demetrius Poliorketes na Strabo, de verbinderten die Ingenieure seine Aus- führung dur die Angabe, die Wasser des korinthisben Meerbu}:në seien so viel böber als die des saroniscben, daß sie unfehlbar Aegina und die nabe liegenden Inseln überswemmen und vernichten würden.

Cassiùs Dio, Suecton und Plutar Leriten uns, daß Iulius Câôsar den Ingenieur Anienus mit der Aufgabe betraute; Sueton, daß au Caligula einen Centurionen absandte, um die Vorarbeiten zu ftudiren und zu beginnen. Doc erst Nero trat der Ausführung wirklich näber. Er selbst that den ersten Svpatenstib, und 6000 jüdische Sklaven nebst Schaaren von Sträflingen arbeiteten an dem riesigen Die Spuren ihrer Thätigkeit sind nochb heute bei dem Diolfos zuy schen, doch hinderte der Aufstand des Julius Vindex in Gallien die Fort- und Durführung der Arbeit *). Herodes Atticus endli, der Wohlthäter Atticas, gedachte das von Nero begonnene Werk wieder aufzunehmen, allein nach Pilostratus fürchtete er als einfacer P ein Werk zu unternehmen, an dessen Vollendung ein

aiser wie Nero gescheitert sei. So blieb denn zuleßt von allen Ent- würfen und Versuchen kein anderes Ergebniß als die zum Sprüch- wort gewordene Ueberzeugung, es sei unmögli, den Isthmus zn durgraben incredibilium cupitores (Tacitus) find die, welche den Isthmus navigabili alveo perfodere volunt (Plin. H. N. 1V, 4), und {on die Vermessenheit des Gedankens wurde von den Göttern bestraft, ut omnium patuit exita (Plin. I. I.); denn jede gewaltsame Raumveränderung ist eine éa 8e» und oóra xalerò»s àDpÚteu úeta fuáaazaßSa sagt Paufanias 2, 1, 5. (cf. Tac. Ann. XY., 42: quae natura denegayvit per artem tentare und I., 79: optime rebus mortalium consuluisse naturam.) „Es ist Überhaupt ganz wider griechische Denkweise,“ bemerkt Curtius : Pelop. I., p. 13 sehr richtig, „natürliche Raumverbältnisse gewaltsam umzugestalten; das hielt ein frommer Glaube für einen frevelhaften Eingriff in die Schöpfung der Götter, der nie zum Guten führen könnte.“ Mir fällt der Orakelspruch bei Herodot I., 174 an die Knidier ein, die gleich- falls ihre Halbinsel abstehen wollten, der Spruch: :

loßuòs uh rvpjodre und púagsere, Sede yàp Z91nze vijaor, e x êfoúderto

Wittenberg, 20. Juni. (Mgdb. Ztg.) Die hier zu errichtende „Reformationshalle* geht äußerlich ihrer Vollendung entgegen, so daß die Ausstellung der denkwürdigen Schriften und anderer Gegenstände demnächst crfolgen wird. Zum Bibliothekar und Kon- servator des Instituts ist der Prof. Dr. Dorner gewählt worden.

Weilheim, 21. Juni. (Allg. Ztg.) Ein hocbinterefsanter Genuß steht allen Freunden volksthümlicber Kunstbestrebungen dem- nächst bevor. Die Oberammergauer werden nämlich an mehreren der nächsten Sonntage das Schauspiel „Philippine Welser“ von O, v. Redwiß in ihrem neugebauten Uebungstheater aufführen, und es steht sicher zu erwarten, daß die begabten Passionsdarsteller ihre Kraft au im weltlichen Drama mit Erfolg erproben werden. Dafür bürgt \{on die Beseßung der Rollen, z. B. Vater Welser durch Maier (Christus), der Kaifer dur Renbl (Pilatus), Philippine durch Frl. Kirschenhofer (Solo*ängerin), Tante Loran durch Frl. Johanna Lang (Magdalena).

Pes, 23 Jui. L B) Nä: eiter Meldung der „Ungarischen Post“ aus Agram fanden dort im ufe der letten Nacht vier sehr heftige Erdstöße statt, die ven unterirdischem Getöse begleitet waren.

Prag, 22, Jun Lat telegraphischer Nachricht aus Schütt en- hofen wurden gestern Nachmittags mehrere Gemeinden unterhalb Hartmaniy von Wolkenbrüchen und Hagelschäden schwer be- troffen: mebrere Brücken sind zerstört, Straßen und Gebäude be- schädigt. Der Schaden auf Wiesen und Feldern ist groß.

Literarische Neuigkeiten und periodische Schriften,

Preußische Jahrbücher. Herausgegeben von Heinrich von Treitichke. Siebenundvierzigster Band. Secbstes Heft. Juni 1881, Berlin 1881. G. Reimer. Inhalt: Ueber parlamentarische Re- gierung. (Friedrich Thudihum.) Säcbsisch-polnische Beziehungen während des siebenjährigen Krieges zum russischen Hof und insbefon- dere zum Großkanzler Bestushew. (Ernst Herrmann.) Zu Scin- fels bundertjährigem Geburtstag. (R. Schöne.) Ranke's Welt- geschichte. (Julian Schmidt.) Die diplomatisbe und die Kon- iularvertretung Deutschlands. (Sluß.) Der Reichstag und die Parteien. (Heinrich von Treitschke.)

Monatsschrift des Vereins zur Beförderung des Gartenbaues in den Königlich preußischen Staaten und der Gesellschast der Gartenfreunde Berlins. Redacteur Dr. £ Wittmack, General-Sekretär des Vereins zur Beförderung deë Gartenbaues, Kustos des Museums der landw. Hocbschule, a. o. Pro- fessor an der Universität zu Berlin. Kommissionsverlag von Paul Parey in Berlin. 24. Jabrgang. Juni 1881. Inhalt: Versamm [ung des Vereins zur Beförderung des Gartenbaues in den König! li vreußiscen Staaten. Versammlung der Gesellschaft der Garten- freunde Berlins am 18. März 1881; desgl. am 22. April 1881; desgl. am 6. Mai 1881, Hoffmann, Park Branit (Slukß). H. Warnecken, der ländliche Obstbau in Norddeutscbland (Scblux). Mitta, Choxysia ternata Kunth, ein neuer Blüthenstraucb. F, Klar, Einiges über die Anzuht neuer Rosen aus Samen. Geschwind, Landrosfen. L Wittmadck, Licuala grandis Went! (Mit Abbildung.) W. Krauß u. Co., Neuer patentirter Rasen mäber. (Mit Abbildung.) L. Wittmack, Der Milsaft der Pflanzen und sein Nußen. H. Fintelmann, Nordamerikanis@ Kirböfe. P. Magnus, Kurze Bemerkung zu Herrn Dr. Posfelgers Blütlbenkalender für Berlin. François Lucbe, Auswahl verscicdene: Obstsorten. H. B. Warneken, Obstausstellungen, deren Zweck und Nutzen. Vermischtes. Auéstellungen. Personalnachrichten. Literatur. Rezensionen. B

Acbtes Verzeichniß der gezahlten Ve' träge zum Grabdenkmal von Prof. K. Ko.

Milch{-Zeitung. Organ für die gesammte Viehhaltung un? das Molkereiwesen. Begründet von Benno Martiny. Unter Mit wirkung von Fachmännern herausgegeben von C. Petersen , nomic-Ratb, in Eutin (Fürstenthum Lübe ). Verlag von Heinsius in Bremen. Nr. 25. Inhalt: Versuche mit den neuen „Becker'scben“ Aufrahmungsverfahren. Von Dr. W. Flei@® mann und Dr. R. Sacbtleben. (Fortseßzung.) Verschiedene Mt! theilungen. Deutschland. Berlin. Milcbfälsbung. Vieh-Tränke stationen auf Eisenbahnen. England. London. Neue Schafra)!e. Ansteckende Oaustbierkrankheiten. Deutschland. Die Verbreitung d ansteckenden Tbierkranfkbeiten in Bavern im 1. Vierteljahr 1881. Entschädigung bei Verlusten dur die Lungenseube nach erfolgt Impfung. Dänemark. Lungenscube in Dänemark. Au: stellungen. Deutschland. Thierschau in Wilster. Dampfv?lus Konkurrenz bei Banteln (Fürstenthum Hildesbeium.) Elfaë lotbringisde landwirthscaftlidbe Ausstellung in Straßburg. Allgemeine Berichte. Zur Hebung der Käsefabrikation. Vieh-DC siberuna. Erfahrungen în der Praris. Kijärêgaarde Käse. j die Aufzucbt von jütshem Vieh. Ueber das Verhältniß zwi! den Theilen cines gut eingeribteten Butterfasses. Eine Swwe Rechenschaft aus "Jütland. Statiftiï. Vieb-Versicherungéverva?® im Großherzogtbum Hessen. Literatur. Deutscwe Vichzubt- 2 Herdbuch - Gesellschaft. Personalien. An- und Verkäufe Zuchtvieh. Marktberichte. Anzeigen.

5 K 66 B

—!

dus Uede

*) (ass. Dio 65, 16 beschreibt uns übrigens die s{reckliden 5 s{reckenden Wahrzcichen, welche bei dem von Nero begonnenen Q stich erfolgten.

Redacteur: Riedel.

Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W, Eléêner Vier Beilagen (cinschließlich Börsen-Beilage).

Berlin:

Werke.

N 145.

4 Erste Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlih Preußischen Staals-Auzeiger.

Berlin, Freitag, den 24. Juni

F auteráte für den Deutschen Reichs- und Königl. Preuß. Staats-Anzeiger und das Central-Handels- register nimmt an: die Königliche Expedition

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Preußischen Staats-Anzeigers : Berlin SW., Wilhelm-Straße Nr. 32.

R ——

. Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen.

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3. Verkänfe,Verpachtungen,Submissionen etc | 7. Literarische Anzeigen.

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5. Industrielle Etablissements, Fabriken und Grosshandel. 6. Verschiedene Bekanntmachungen.

8. Theater-Anzeigen. ] In der Börsen - 9. Familien-Nachrichten. j beilage. 5

6

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Steckbriefe und Untersuchungs - Sachen.

Stecfbriefs-Erneuerung. Der binter die unver- ebelichte Johanne Juliane Hoffmann, am 1. April 1844 in Schichogora, Kreis Posen, geboren, unter dem 27. April 1880 erlassene Steckbrief wird hier- dur erneuert. Berlin, den 17. Juni 1881. Königliche Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht I.

21937]

l Steekbrief-Erneuerung. Der unterm 22. Februar 1881 hinter den Nagels{mied und Milchkühler Franz Grabisch erlassene Steckbrief wird hierdurch erneuert. Potsdam, den 20. Juni 1881. Der Untersuchungsrichter beim Königl. Landgericht.

21760]

[ In der Strafsache gegen den Schuhmacbergesellen Heinrich Surborg gen. Hanse, geboren am 2. áIg- nuar 1859, zu Papenhor|t, zuleßt bier wohnhaft, wegen Uebertretung des S, 360 Nr. 11 des Straf- gesezbuchs wird um Ermittelung und Mittheilung des zur Zeit hier unbekannten Aufenthaltsorts des A. Surborg ersucht. Celle, den 17. Juni 1881. Königliches Amtsgericht. Abtheilung T.

E. Kistner. [21935] Steckbrief.

Gegen den unten beschriebenen Handelsmann Eduard Edwin Cohen aus Berlin, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchung8haft wegen Betrugs verhängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das Untersucbungsgefängniß zu Met abzu- liefern.

Meg, den 20. Juni 1881.

Kaiserlibe Staatsantwaltschaft.

Beschreibung: Alter: ca, 30 Jahre, Größe: 1,65 m, Haare: blond, fast kahl, Augen: blau, Nase: gewöhnli, Gesicht: länglich, mager, nicht jüdischer Typus, Gesichtsfarbe: blaß und fränflich. Sprache: spricht fertig französisch, deuts, englisch, spanisch, griechisch und italienisch. Kleidung: trägt am reten Ringfinger 2 große Ringe, deren ciner einen großen rothen Stein enthält, und cinen Uhr- \{lüssel in Gestalt einer Nadelbüchse.

[21936] Steckbrief.

Gegen den 3 Jahre alten, zuleßt in Muskau aufhältlichen Böttchergesellen August Pirke aus Gosfkar, Kreis Krossen a. welcher flüctig ift, ist die Untersucbungshaft wegen Diebstahls verbängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das Amtsgerichtsgefängniß zu Königsbrück abzuliefern.

Königsbrüdck, am 21. Juni 1831,

Der Königlih Sächsische Amtsanwalt. Feine, Rfdr.

Steckbriefs-Erneuerung. Der von dem König- liden Amtsgerichte zu Wilhelmshaven unterm 93. März d. Is. gegen den Bierverleger Jos. Alois May aus Wilhelmshaven erlassene Steckbrief wird bierdur erneuert. Aurich, den 17. Juni 1881, Der Erste Staatsanwalt: Schulze.

Ladung.

Der Arbeiter Fricdrich Wilhelm Glihky, 40 Jahre alt, aus Berlin, zuletzt daselbst, Muüllerstraße Nr. 31, bei Gotthard wohnhaft gewesen, der Topfflcchter Friedrih Wilhelm Schmer- zenreih Hoffmann, 29 Jabre alt, aus Berlin, zuletzt daselbst, Seestraße Nr. 40 bei Wegner wohnhaft gewesen, deren Aufenthalt unbekannt ist und welchen zur Last gelegt wird,

zu Friedrisberg am 22. Oktober 1880 umher-

ziebend, jeder für ih gewerbliche Leistungen als

Topfbinder feilgeboten zu haben, ohne im Besiß

des zu diesem Gewerbebetrieb erforderlichen

Gewerbescheins gewesen zu sein, Uebertretung gegen §8. 1 und 18 des Gesetzes vom 3. Juli 1876 werden auf Anordnung des Königlichen Amtsgerichts hierselb auf

den 17. August 1881, Mittags 12 Uhr, vor das Königliche Schöffengeriht Berlin 1I. hier- selbst, Hausvoigteiplaz Nr. 14, zur Hauptverhand- lung geladen. Auch bei unents{uldigtem Aus- bleiben wird zur Hauptverhandlung geschritten werden. Berlin, den 11, Juni 1881. Schreiber, L

Gerichtsschreiber des Königlichen Amtêgerichts 11,

Subhastationen, Aufgebote, Vor- ladungen u. dergl.

[21778] Oeffentliche Zustellung.

Der Eigent ümer Wilhelm Untermann zu Berlin, Elisabethstraße 62, vertreten dur den Recbtéanwalt Thelen bier, klagt gegen den Schläth- termeister Zulius Russer zu Berlin, Elisabeth- straße 62 wohnhaft gewesen, jet unbekannten Auf- enthalts, wegen rüdständiger Miethe für die Zeit vom 1. Mai bis 1. Oktober 1881 und Auslagen mit dem Antrage auf Zahlung von 271,20 4 nebst 59% Zinsen seit dem Tage der Klagezustellung und ladet den Beklagten zur mündliwen Verhandlung dieses Rechtsstreits vor das Königlidbe Amts- gericht I. zu Berlín, Jüdenstraße 60, Zimmer 90, auf den 19, Oktober 1881, Vormittags 10 Uhr,

[20877] 1)

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird diefer Auszug der Klage bekannt gemacht. Berlin, den 20 Juni 1881.

L, Kecht, Gerichtsschreiber des Königl. Amtsgerichts T. Berlin Abtheilung 27.

[21807] Oeffentliche Zustellung.

Die verehelichte Arbeiter Anton, Marie, geb. Pinkowski zu Königswalde Kreis Ost-Stern- berg =—- vertreten durch den Rechtsanwalt Schindler in Frankfurt a./O., klagt gegen ihren Ehemann, den Arbeiter Augnst Auton, unbekannten Auf- enthalts, wegen Ehescheidung, mit dem Antrage:

die zwischen den Parteien bestchende Ehe zu

trennen und den Beklagten für den allein s{ul-

digen Theil zu erklären und ladet den Beklagten zur mündliben Verhand- lung des Rechtsstreits vor die zweite Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Frankfurt a./Dder auf den10. Dezember 1881, Vormittags 113 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- ribte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird diefer Auszug der Klage bekannt gemacît.

Frankfurt a./O., den 17. Juni 1881.

Richter, Gerichts\{reiber des Königlichen Landgerichts, I]. Civiskfammer.

[21806

] Oeffentliche Zustellung und Ladung.

Nacbsteßbender Auszug aus der Klage des Kgl. Advokaten Braun vom 23, Mai d. Is. für Fanny Endres, Köchin dahier, gegen ihren Ehemann

osef Éudres, Söldner in Steppach, nun unbe- annten Aufenthalts, wegen Ehescheidung, wird Ltzterem mit dem Bemerken hiermit öffentlich zu- gestellt, daß der Verhandlungstermin bei dem Kgl. Landgericht Augsburg, I. Civilkammer, bestimmt ist für

Montag, den 10. Oktober ds. Js., Vormittags 85 Uhr.

„Beklagter wird aufgefordert, einen beim Land- eriht Augsburg zugelassenen Anwalt behufs münd- licher Verhandlung bei der Tagfahrt zu bestellen und hiezu geladen.

Klägerischer Anwalt wird die Trennung der Ehe der Streittheile aus alleiniger Schuld des Beklagten und die Ueberbürdung der Streitkosten auf denselben beantragen.“

Augsburg, den 13. Juni 1881.

Der Obergerichtsschreiber am Kgl. Landgerichte. Grün.

G K. Württ. Amtsgericht Blaubeuren.

910- S 41994) Aufgebot.

Der Pfleger der Maria Autenrieth von Berg- bülen, Martin Köpf von da, hat das Aufgebot des von Johannes Blezinger, Dreher von Merklingen, und dessen Ebefrau am 15. Juli 1869 für ein ver- zinélibes Kavital von 200 Fl. gegen die genannte Mflegschaft 1sgestellten Pfandscheins beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, svätestens in dem auf Samstag, den 31. Dezem- ber d. J., Vormittags 11 Uhr, vor dem unter- ¿cineten Gericbte anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloëerklärung der erfolgen wird.

Blaubeuren, den Suni 1881.

Königlicbes Amtsgericht. Gerichtsschreiber Sommer.

Verkaufsanzeige nebst Ediktalladung.

Fn Sachen des Landwirthschaftlichen Credit-

Vereins für das Wendland - Baetje, Neubauer, Wenz & Co. zu Lüchow, des Arbeitsmanns Schumann zu Wreshau und des Nachtwäthters Nas zu Lüneburg, Gläubiger, gegen den Hauswirth Johann Heinrih Spranz zu Zer- nin, Schuldner, foll der dem Leßteren gehörige, Halbhof Nr. 1 zu Zernin, bestehend aus den Karten- blatt 1 Parzellen Nr. 5, 20 bis inkl. 30, 37 und 59 bis inkl. 64 der Grundsteuer-Mutterrolle von Zernin aufacführten 77 ha 77 a 16 qm großen Grundstüden, nebst den darauf befindlichen Gebäuden, als: Wohn- haus, Nebenwohnhaus, Schaf-, Schweine- und Pferdestall mit Zubehör , zwangsweise in dem dazu auf Freitag, 9. September d. J., 11 Uhr Morgens, an Ort und Stelle im Spranz'shen Hause zu En anberaumten Termine öffentlih versteigert werden. Kaufliebhaber werden damit geladen. Die Ver- kaufsbedingungen liegen auf der biesigen Gerichts- schreiberei zur Einsicht offen, können auch gegen Zablung der Kosten abscriftlih bezogen werden.

Alle, welche daran Eigenthums-, Näher-, leben- rechtlide, fideikommifsarishe, Pfand- und sonstige dinglicbe Recte, insbesondere Servituten und Real- berechtigungen zu haben vermeinen, werden aufgefor- dert, selbige im obigen Termine anzumelden, und die darüber lautenden Urkunden vorzulegen, unter dem Vertwarnen, daß im Nichtanmeldungsfalle das Recbt im Verbältnisse zum neuen Erwerber des Grund-

I

[21797]

Urkunde | r ne, N =* | Beschluß vom 28. Mai cr.

| tragung

[ien Gläubiger, werden dur Ertheilung besonderer Certifikate von der Verpflichtung zur Anmeldung ausgenommen werden. Dannenberg, den 21. Juni 1881. Königliches Amtsgericht, Abtheilung II. gez. Wilhelm. : Brehm, Gericbtefchreiber Königlichen Amtsgerichts.

[21801] Aufgebot

zur Erlangung eines Aus\{lußerkenntnisses bebufs ibrer Eintragung als Cigenthümer zum Grundbuche haben die nachbenannten Personen das Aufgebot folgender Grundstücke : i

1) Ackerwirth Joseph Baulmann, gt. Rebfaul, in Endorf zu Flur VI1II. Nr. 57/5 St. G. Endorf, 2) Wittwe Vorstehers Johann Bohne in Endorf als Vormünderin der minderjährigen Erben des I: Bohne zu Fl. X. Nr. 32 u. 66 St: G. Endorf,

3) Taglöhner Franz Gierse in Endorf zu Fl. X. Nr. 174 derselben Steuergemeinde, als deren Eigen- thümer der am 31. August 1788 geborene und vor 30 bis 40 Jahren nach Amerika ausgewanderte Taglöhner Johann Engelbert zu Endorf im Grund- buce von Endorf Band 2 Blatt 23 eingetragen ist, nab den Vorschriften des Geseßes vom 7. März 1845 beantragt. Z

Fs ergeht daher an alle Diejenigen, welce Eigenthumsansprüche an diesen Grundstücken geltend zu machen haben, die Aufforderung, dieselben spätestens in dem auf den

22. September 1881, Vormittags 10 Uhr, an der Gerichtstagsstelle in Allendorf anberaumten Termine anzumelden, unter der Verwarnung, daß die Ausbleibenden mit etwaigen Ansprüchen auf die Grundstücke auf Antrag ausgeschlossen werden und ibnen dieserhalb ewiges Stillschweigen auferlegt wird.

Balve, den 1. Juni 1881.

Königliches Amtsgericht.

Aufgebot. Es ist das Aufgebot folgender Spar- fassenbücher der hiesigen städtischen Sparkasse 1) Nr. 81,234 auf den Namen des Portiers Friedrich Kitzing über 120 4 26 4, vom Kossäthen Lehmann zu Lwenbruch, 2) Nr. 74,940 auf den Namén Helene Graefling, über §82 M 87 4, vom Fuhrberrn Hein- ri® Graefsing, 3) Nr. 123,532 -auf den Namen des Mascinensteppers Ernst Goerliß über 48 M_ 29 -, von dem 2c. Goerlitz beantragt worden. Die In- haber dieser Urkunden werden aufgefordert, svätestens in dem auf den 31. Dezember 1881, Vormit- tags 1135 Uhr, vor dem unterzeicneten Gerichte, Jüdenstraße 58, Saal 21, anberaumten Aufgebots- termine ihre Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden erfolgen wird. Berlin, den 1. April 1881, Königliches Amtsgericht I., Abtheilung 54.

91798 A [21798] Bekanntmachung. In Sachen des Weinhändlers Johann H. Hupfeld zu Weidenhausen, Klägers, wider den Metger Fricdrih Kricghoff und dessen Ehe- frau, Wilhclmine, geborene Bauecrsfeld, in

Î

Walkenried, Beklagte, : wegen Forderung, y _ wird, nachdem auf Antrag des Klägers die Beschlag-

| nabme des der Mitbeklagten gehörigen, in Walken-

| in M

stücks verloren geht. Die von dem Schuldner an- gemeldeten, bezw. aus dem Hypothekenbuche ersicht-

ried 8ub Nr. ass. 56 belegenen Wohnhauses nebst Zubehör zum Zwecke der Zwangsversteigerung durch verfügt, auch die Ein-

im Grundbudbe am Termin zur Zwangsverstei-

dieses Beschlusses 28, Mai cr. erfolgt ift, gerung auf den 28. September 1881, Morgens 11 Uhr,

vor Herzoglichem Amtsgerichte im Gerichtshause an- gesetzt, in welhem die Hypothekgläubiger die Hypo- tbekenbriefe zu überreiden haben.

Walkeuried, den 17. Juni 1881. Herzogliches Amtsgericht.

Raabe.

[21799]

In Sachen des Schmiedemeisters Heinrich Helmke zu Thedinghausen, Klägers, wieder die Wittwe des Höfners Heinrich Blome, Rebea, geborene Denker, zu Dibbersen, Beklagte, wegen orderung, wird dem klägerischen Antrage gemäß der dur Bescheid vom 20. April d. J. auf

Freitag, den 5. August 1881, anberaumte Zwangsversteigerungstermin des der Be- klagten zustchenden ideellen Eigenthumsantheils an dem sub Nr. asseec. 7 zu Bahblum belegenen Hand- fötherhofe damit wieder aufgehoben.

Thedinghausen, den 20. Juni 1881.

Herzoglicbes Amtsgericht. H. Wegmann.

[21804]

Der Recbtsanwalt Dr. Zerener zu Dresden, Be- vollmächtigter der Handelsgesells haft Gustav Schatte u. Comp. zu Dresden, vertreten dur den Kaufmann Gustav Eduard Schatte daselbst, fsagt gegen den Lackirer Paul Kelterborn, früher lhausen jeut in unbekannter Abwesenheit, wegen etuer MRRTERIOTDETUNg von 31 M nebst 6% Zinsen seit dem 10. September 1879, mit dem An- trage, den Beklagten zur Zahlung von 31 A nebst 6 °%/ Zinsen seit dem 10, September 1879 zu verurtheilen und das Urtheil für vorläufig vollstreckbar zu erfklä-

| Amtsgericit zu Mühlhausen zur mündlichen Ver- | handlung des Rechtsstreits « auf den 20. Oktober d. J., Vormittags 9 Uhr. Zum Zwecke der öffentlichen Ladung wird dieser Auszug aus der Klage bekannt gemacht. Mühlhausen, den 15. Iuni 1881, Königliches Amtsgericht. Der Gerichts\screiber: Meyer. [21767] In Sacen des Oekonomen Gottlicb Temme in Hildesheim, Gläubigers, : wider den Zimmermann August Freers daselbft, Schuldner, E wegen Forderung, W, 8t. 10. foll im Wege der gericbtsfeitig angeordneten Zwangs- vollstreckung der dem Schuldner gehörige Grundbesit bestehend aus A dem an der Micbaelistraße unter Nr. 1628 be- legenen Wohnhause nebft Hofraum und Hinter- gebäuden, verzeichnet i 1) in der Gebäudesteuerrolle des Gemeinde- bezirks Hildesheim unter Artikel Nr. 1411, Blait 32 der Gemarkungskarte unter Nummer der Parzelle 58, in der Grundfsteuermutterrolle des Ge- meindebezirks Hildesheim unter Art. Nr. 1411 Nr. 32 des Kartenblatts und 58 der Parzelle zum Flächeninhalt von 1 Ar 4 12 Quad.-Meter, öffentli meistbietend in dem vor unterzeichnetem Gerichte auf Dienstag, den 27. September 1881, i Morgens 10 Uhr, angeseßten Termine unter den darin bekannt zu machenden Bedingungen verkauft werden. . Gleichzeitig werden Alle, welche an den vorstehend verzeichneten Liegenschaften Eigenthums-, Näher-, lehnrechtlicbe, fideikommissarische, Pfand- und andere dingliche Rechte, insbesondere auch Servituten und Realberectigungen zu haben vermeinen, aufgefordert, diese in dem vorstehend auf Dienstag, den 27. September 1881, Morgens 10 Uhr, angesetzten Termine anzumelden unter Androhen des Rechtsnachtheils, daß für den sich nicht Mel- denden das Recht im Verhältniß zum neuen Er- werber untergehe. Hildesheim, den 18. Juni 1881. Königliches Amtsgericht. 1. Böning.

[21793]

Jn dem Strafverfahren wider die Wehrpflichtigen 1) Valentin Kaczmarczyk, zuletzt in Antonienhütte ; 9) Felir Nendzik, zuleßt in Baingow; 3) Theodor Grobarz, zuleßt in Bittkowz; 4) Andreas Henkel, zuleßt in Bittkow; 5) Iohann Hojetzki, zuleßt in Bittkow; 6) Maurer Franz Ignaß Holotta, zulest in Bogutshüt; 7) Franz Ludwinski, zuleßt in Bo- gutschütz; 8) Carl Ordon, zuleßt in Bogutscbüß; 9) Iosef Pohl, zuletzt in Brzenskowitz; 10) Anton Dudek, zuletzt in Brzezinka; 11) Andreas Fabian, zuletzt in Brzezinka; 12) August Kegler, zuleßt in Brzezinka; 13) Peter Paul Golla, zuleut in Chor- ¿cw; 14) Josevb Albert Grzibek, zuleßt in Chorzow ; 15) Johann Peter Stronczyk, zuleßt in 16) Emil Wieczorek, zuletzt in Chorzow; 17) Peter | Johann Borowik, zuleßt in Domb; 18) J Nicolaus Bajura, zuletzt in Kl. Dombrowka; 1 | Golembowski, zuletzt in Kl. Dombrowka, 20) JIo- bann Hollay, zuleßt in Kl. Dombrowka ; 21) Franz Okfonski, zuleßt in Ignatzdorf; 22) Josef Stompel, zuletzt in Ignaßtzdorf; 23) Johann Hümer, zulett in Kattowitz; 24) Heinrich Friedri August Hein, zuletzt in Laurahütte; 25) Johann Jaschik, zuleßt in Laurahütte; 26) Josef Kuzmierski, zuletzt in Laura hütte; 27) Fabrikarbeiter Josef Wacchtler, zuletzt in Laurabütte; 28) Adam Franiel, zuletzt in Mazcj- fowitz; 29) Wilhelm Fuchs, zuleßt in Micbalkowiu ; 30) Franz Andreas Golombowski, zuletzt in Michal- fowiß; 31) Heinri Albert Mar Ferderny, zuleßt in Mvslowitz; 32) Emanuel Otto Fucbs, zuletit in Myvslowitz; 33) Anton Godek, zuleßt in Myélowiß; 34) Andreas Karczynski, zuleßt in Myslowit: ; 35) Jo- bann Carl August Schrecke, zuleßt in Mvslowit; 36) Paul Zebza, zuletzt in Mysélowitz; 37) Iobann Biegai, zuletzt in Neudorf; 38) Wilhelm Micbalski, zuletzt in Neudorf; 39) Johann Medzinéki, zulett in Rosdzin ; 40) Franz Pietruscka, zuletzt in Rosdzin; 41) Alois Waldermann, zuleßt in Roédzin ; 42) Ja- fob Pacha, zulett in Schoppinitz; 43) Valentin Sklorczyk, zuleßt in Schoppinit ; 44) Albert Korczyk, zuletzt in Schoppyinitz; 45) Thomas Urgat, zuleut in Scboppiniß; 46) Stephan Johann Kucz, zuletut in Zalenze; 47) Paul Nitsch, zulett in Zalenze; 48) Alfons Franz Heinri Zimmer, zuleßt in Za- lenze; 49) Sbuhmacher Josef Mathias Nowak alias Mroß aus Bischdorf, Kreis Rosenberg O.-S., zulett in Ober-Lagiewnik; wird auf Grund der §§. 140, 396 Straf-Prozeß-Ordnung besclossen: daß a. das im Deutschen Reiche befindliche Vermögen der im Beschlusse vom 21. März 1881 genannten 49 Ange- flagten, soweit dasselbe zur Deckung der dieselben möglicherweise treffenden Geldstrafe und Kosten er- forderlich scin wird, mit Beschlag zu belegen, b. diesen Beschluß durd den „Deutschen Reichs-Anzeiger“ einmal zu veröffentlihen. Beuthen O.-S., den 9, Juni 1881. Königliches Landgeribt. Straf- kammer 1I.

Q horzow ;

ren und ladet den Beklagten vor das Königliche