1849 / 214 p. 2 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

b se nach dem Schodershen Antrage set f O Ministerium hat ! Versammlung eingeschten provisorischen cht in der Lage zu sein, einen ihrer Beschlüsse und und zuglei die Mitglieder derselben ernstlich aufge- des Landfriedens ihren Siy ohne Verzug aus Würt- n ein auderes Land zu verlegen ; 2) nachdem der Auffor-

Regentschaft eine bestimmte Weigerung entgegengeseßt

Schreiben dem Präsidenten der l

es sich veranlaßt sehe, den

Anordnungen den Herrn

Anklage be Zuschrift der von Regentschaft erklärt,

Befehle zu befolgen ,

fordert, zur Siche temberg hinweg i Dverung ‘an die

l Pr, Löwe, cröffnet, daß ee 4 National - Versammlung Anerkennung

der National-

der Regentschaft

ational - Versammlung und Regentschaft ihren Siß außerhalb Würtiem- bergs verlege und schon jet die Vornahme jeden weiteren offiziellen Aktes unterlasse, unter der Bemerkung, daß die Mißachtung di: ses Ansinnens das Ministerium nöthigen würde, demselben durch Anwendung der gecigneten Mittel Geltung zu verschaffen, und daß etwaige Versuche, sich bewaffnetcr Zuzüge zu versichern , nur dazu dienen würden , einen blutigen , aber der feindlichen Partei verderblichen Konflikt herbeizuführen; 3) nah den Droh- worten Schoder’)s in der Sißung vom 48. Juni, „heute Nachmittag um 3 Uhr wird eine Sigung der National - Versammlung stattfinden“, An- ordnungen getroffen, um die bevorstehende Zusammenkunft zu hindern und des Gesammt - Ministeriums Achtung Von Staatsrath Duvernoy wurde der Sache Mittags 1 Uhr 1 | : theilt, unter militairischem Beistand das Sizungs-Lokal im Friyschen Reit- hause zu schließen und deu Abgeordneten dessen Betretung zu verwcigern, dabei aber ausdrülich von ihm und dem Chef des Kriegs -Departements hervorgehoben, daß hierbci mit aller Schonung und Unsicht zu Schon daraus erhellt zur Genüge, daß ein Grund zur en das Ministerium auch in seinem Befehle zur Schließung des ofals der Versammlung deutscher Abgeordneten uicht zu finden ist, Die württembergische Kammer hat die Schritte des Ministcriums in dieser Sache gutgeheißen. Schon auf den Grund des bisher Angeführten erscheint der Schödersche Antrag als ungercchtfertigt, eben so wenn man die Vorgänge außerhalb und innerhalb des Frißscben Neithauses, so weit sie bis jegt erhoben sind, einzeln durchgeht, eine Militagirmacht ,

zu verschaf- der mündlihe Befehl! er-

haudeln sei.

Denn es _isst natürlich, daß eine Straße bescgt halten soll und von der Menge gedrängt wird, sich in die Stellung begiebt, ihren Posten zu ver- theidigen und einen Angriff abzuwehren. von Seiten der Jufanterieabtheilung, welche dabei nicht angreifend zu Werke ging, is daher nichts einzuwenden, werth, daß die Reiterei im Schritt langsam vorrückte, um dic Straße von der Menschenmenge zu säubern, wenn dadurch auch Einzelne ins Gedränge kamen, die versäumt hatten, nach der entgegengeseßten Seite auszuweichen. Daß hierbei von der Wasse Gebrauch gemacht oder gar zum Einhauen kommandirt und in dessen Folge ein Reichstagsabgeordneter mit einem Säbel oder einer Lanze angefallen worden, is bis jeyt nicht mit Sicherheit er- Daß die Negierung überhaupt in die traurige Nothwen- digkeit verseyt wurde, gegea den Ueberrest der verfassunggebeuden National- Versammlung in gewaltsamer Weise vorzuschreiten, war gewiß bei dem Vor- Aber jene Nothwendigkeit selbst und das Bedürfniß, den Konflikt zwischen der Landesregierung und der sogenannten Regentschaft, zwischen den früheren Beschlüssen der National-Versammlung zu Frankfurt und den Beschlüssen kter in Stuttgart tagenden sogenannten National-Versammlung auf eine klare und enrschiedene Weise zu lösen , is von der Kammer und dem Lande selbst so unumwunden erkannt worden, daß die Negierung in dieser Hinsicht nicht wobl im Zweifel sein konnte. Zu be- dauern is bci der Ausführung, daß der kommandirende General-Lieutenants für gut fand, den Protest, den die Abgeordneten von ihrem Standpunkt aus einlegen wollten, dur Trommelwirbel übertönen zu lassen, und dadurch ehrenwer- then Männern eine Beleidigung zuzufügen, Bei d ] richtungen im Junern des Sibungslokals endlich siud nah den vorliegen- den Ausfagen die Regiments-Zimmerleute so schonend als möglich zu Werke Der Schaden an Material beträgt 24 Fl. 12 Kr., der Scha- “den an Orapericen scheint verhältnißmäßig bedeutender zu sein.

verlässige Schäßung hat nicht stattgefunden, j kräftiges Vorschreiten gegen National - Versammlung am nothwendig gewesen, ] noch, den Willen ter Negierung durchzuseßen, d. h, wirksam zu verhindern, ß die Versammlung zu keinem amtlichen Akte mehr zusammenkomme, Deshalb ist diese Maßregel dem Ministerium gegenüber nicht zu mißbilli- gen, in der erfannten öffentlichen Nüglichkeit wie deren Nothwendigkeit für T Nach allem diesem kommt die Mehrheit der staatsrechtlichen Kommission zu folgenden zwei Anträgen :

4) Die Kammer wolle über den Antrag des Abg, Schoder auf Anklage wider das Gesammt-Ministerium wegen Verbots und sofortiger Ver- hinderung weiterer offizieller Akte des in Stuttgart tagenden Theiles der National-Versammlung am 17. beziehungsweise 18, Juni d. J,, so wie über den Antrag desselben Abgeordneten, die. angeblich von dem Ministerium des Junern angeordnete Antastung dcs Privat- Eigenthums der National - Versammlung für ungerechtfertigt zu er- fläcen als unbegründet zur Tages-Ordnung über-

Gegen das Fällen des Gewehres

Eben so wenig ist és tadelns-

hoben worden,

gange am meisten zu beklagen.

Bei dem Abbruche der Ein-

Wen nun anzuerkennen ist,

unumgänglich so galt es den-

die Regierung begründet.

Regierung zu bitten, die Untersuchung wegen mehrerer bedauerlihen Vorfälle bei der Schließung und AÄAusräu- g des Versammlungs-Ortcs deutscher Abgeordneten im Frih- schen Reithause fortzuseßen und das Ergebniß sofort öffentlich mit-

die Königliche Staats -

Baden. Karlsruhe, 2. Aug. (Bad. Merk.) Heute früh um 3 Uhr wurde Gottfried Kinkel von hier nach Rastatt ah-

Rastatt, 3. Aug. (D. Z.) Lebten Montag begann hier die gerichtliche Untersuhung der Gefangenen; es wird zuerst die Aus= scheidung der meist gezwungenen Volkswehr vorgenommen, \o daß zu hoffen ist, diesclbe werde, ihre Anführer und besonders Grayvirte ausgenommen, bald in ihre Heimat entlassen werden. den die Soldaten vernommen, zuleßt die Rädelsfuhrer, die höheren Offiziere der Rebellen und die Ausländer. noch Zuwachs; so wurde der frühere pensionirte Haupimann Thoma, erst Vürgerwchr-Major, dann während der Revolution zum Ober- sten eines Regiments erwählt, vorgestern ge Gestern langte Professor Kinkel von Karlsruhe gleichfalls in die Kasematten gebracht.

/ Die Verpflegung aller Gefangenen nimmt ein Personal von gegen 80 Personen (Gefangenwärter und. Köche) in Anspruchz die |- Gefangenen bekommen täglich Morgens cine müße oder Suppe mit 45 Pfd. Fleisch z ferner 4 Laib- Brod (zus:2

Offiziere bekommen Morgens Kaffce. Alle

r strenger Bewachung gchalten, dürfen aber jede Mah[-

Freien genießen und außerdem sich abtheilungswcise eine

jeden Tag im Innern ihres Forts in der freien

Verpflegung, nebst. der Wäsche

Ÿ 1000—1200 FL mindestens zu

ierbei ist die Anschaffung von Weißziug, nament-

jedcr Gefangene 2 haben soll, für die ts hatten, als was sie auf dem Leibe

Danu wer-

Täglich kommt jedoch

fangen eingebracht. ter an und wurde

uppe, Miitags Ge-

Pf.) pr. Tag. Die werden untcr

en. Die Kostcn für die er Stadt täglich etwa au

lich von Hemden große Zahl derer, die nich trugen, nicht gerechnet. Den Soldaten wurden i in Eitlingën gerauhten Uni and man bei ein 500 Fl. baar vor. früheren Lebenswaudels während der meistens an Kxräbe und legtercn liegen in eincm Fort allci nach diesen Resultaten, nach allen Erzählungen u

hre neuen,

; einer Zeit dem Vorrat foïmen ableng 9 :

bei dieser Gele=- nen noch die Summe yon in Folge des ( krankt in den venerischen „Krankheiten (an ank danieder); d der großen

Ein großer Thei L HUdth si, elagerung, Spitälern z ischen

n bei 250 fy

1420

Zahl weiblicher Kranken zu urlheilen, muß wähcend der Belage- rung, namentlich in den Vorstädten, ein wahrer Auswurf der Menschheit gehaust haben. |

Die {wer Gravirten, wie Tiedemann, Biedenfeld 2c. werden zu zweien in besonderen Räumen gefangen gehalten. Mit Tiede- mann zusammen sit der frühere Major Fah, ehemals Junker in der bayerischen Artillerie, während der Belagerung zum Artillerie- Major ernannt; ex is} ein ganz überspannter Freiheitssc{wärmer, sonst aber, wie ihn die hiesigen Einwohuex schilderz, ein achtbarer Mann, dem Viele hier die Erhaltung thres Eigenthums und Die Sicherheit ihrer Personen während Ter Belagerung verdauktcn, ver auf Zucht und Ordnung hielt, der, als die Rebellen ein- mal im Schloß plündern wollten, zwei Kanonenschüsse un- ter sie abfeuern licß, und gegen die Bewohner sehr menschen- freundlich und zuvorkommend sich benahm. Es wird ihm dies tchr zu Guasten gusgelegtz auch in seinem Gefängniß wurde dies anerkennend ausgesprochen, worauf Tiedemann, sein Genosse, sich äußerte: „Ja, Humanität is die crste Tugend des Kriegers, ohne sie ist. der größte Feldherr nichts. Jn diese Wahrheit muß Tie- demann übrigens erst in den Kasematten Einsicht bekommen haben ; früher, als Gouverneur, hat er nicht danach gehandelt. Man sicht das Unbeugsame, Herrische, ja das Tyrannische seines We- sens schon in seinen strengen Gesichtszügenz er ist groß, hager und sicht schon etwas áltlich aus. N

Seit wenigen Tagen, ist auch dcr frühere Gouverneur, Haupt- mann Greiner, von Bub aus, wo er sich bisher aufhielt, hier- her beordert und einstweilen mit Hausarrest belegt. Es hat Diese Maßregel der badischen Regierung hier unangenehme Stimmung erregt, und man bedauert Greiner allgemein. Er is ein Mann, der nichts weniger, als den Grundsägen der leßten Revolution hold war, der, als die Beibehaltung des früheren Gouverneurs unmögli erschien, nur auf Zureden von Offizieren und Bürgern die Stelle annahm, dem sogar von Franlfurt aus der Austrag zu -Theil wurde, in dieser Stellung einstweilen zu bleiben und für das Reichs - Eigenthum Sorge zu tragenz der beinahe jeden Tag durch das Lástige und Beschwerliche seines Amtes sich ver- anlaßt fühlte, es niederzulegen und stels aufs Neue wieder von den Bürgern, von den Gemäßigten gebeten wurde, zu bleibenz der zwar nicht alle Exzesse der aufrührerischen Soldaten verhüten fonnte, aber doch nach besten Kräften für Ordnung und Sicher- heit sorgte, und dessen nüßlihes Wirken erst recht hervortrat, als er geflühtet war, und ans der eingerissenen Anarchie ein Tiede= mann als Tyrann - erstand. Nach ‘der besten Ueberzeugung der hiesigen Bürger wird Greiner frei und gerechtfertigt aus der Un- tersuhung hervorgehen.

Sreiburg, 2. Aug. (O. P. A. Z) Gestern ist die hie-

sige Abordnung, bestehend aus den Herren Bürgermeistcr von Rot- teck, Prorektor Professor Braun, Lyceums-Direktor Nokk und dcm fruheren Gemeinderath A. Herzog von Rastatt wieder hierher zurückgekehrt, wohin sie nach dcm Ausschreiben des dortigen König- lichen preußischen Festungs-Kommandanten von Welpien zur Wahr- nehmung der Interessen der in den dortigen Kasematten sienden hiesigcu Gefangencn abgegangen war. Sie fand zuvorkommende Aufnahme bei den dortigen Militair - Behörden und brachte die Zusicherung mit, daß einzelne hiesige -Volkswehrmänner, von denen leiht nachgewiesen werden konnte, daß sie nur gezwungen an dem Aufstand Antheil genommen, alsbald freigegeben werden sollten, und e eine größere Anzahl ihnen in thunlihster Kürze nahfol- gen werde, E / : t Heute morgen ‘ist Se. Königliche Hoheit der Prinz von Preu- ßen nach. Donaueschingen abgereist, wo er eine Inspection der dort stehenden Truppen ‘des Peucterschen Corps vornehmen wird. Mor- gen wird derselbe wieder hierher zurückehren. i

Schleswig- Holstein. Kiel, 3. Aug. (H. C.) - Die Regierung hat verfügt, daß außcr“ der neuerdings ausgehobcnen

26—30jáhrigen, nunmehr- auch die 2jährige Mannschaft ausgeho- ben werden folle. ¡S

Flensburg, 2. Aug. (Bövs. Ztg.) Die Zahl der in der Schlacht vor Friedericia gefallenen 'und der bis jevt an in derselben erhaltenen Wunden in den Lazarethen gestorbencn Offiziere ist 13; die der Unteroffiziere und Gemeinen circa 300...

Die in diesen Tagen dur Flensburg gezogenen s{chleswig-hol=- steinischen Truppen sind meistens durch Angeln weiter marschirt. Das 2, Jáägercorps und das 6. Bataillon werden in Kiel kanto- niren, Die s{leswig-holsteinische Kavallerie ist Flensburg westlich vorbeigezogen.

Friedrichstadt, 4. Aug. (B. H.) Der Dithm. u. Eid. Bote enthält eine amtliche Benachrichtigung, betreffend den Eider- Uebergang dreier Brigaden Reichstruppên am 3., 5. und 14. Au- gust , so wie deren Cantonnements vor und nach dem Uebergange z es heißt darin: „Von dem Ober-Quartiermeister der Armee is die Anzeige eingegangen, daß am 3.,-5. und 11. August die in den beigesügten Exlrakien der Marsch-Tableaux näher bezeichneten hes- sischen, bayerischen und preußischen Truppen die Eider bei Friebrich- stadt, Tönning und Wollersum passiren werden, und ist die hiesige Behörde ersucht worden, damit. in dem Eider - Uebergange der Truppen keine Störung eintrete, welche eine Anhäufung gro- ßer Truppenmasscn. hier und in Tönning zur Folge haben würde, Lie nöthigen Veranstaltungen zu ireffen, um nicht nur eine hinlängliche Anzahl Transporimiitel auf den genannten drei Punkten zur Disposition zu P, sondern auch die Ucber- fahrt und Ausschiffung auf die bestmöglichste Weise zur Ausfüh- rung bringen zu können,“ Diese Truppen sind: 1) Die kombinirte furhessish=thüringische Brigade. 5 Bataillone Jifänterie (jedes 18 Offiziere, 700 Maun und 20 Pferde stark), 1 leichtes Bataillon, 1“ Jäger - Detaschement (5 Offiziere, 250 Mann, 8 Pferde), eine 6pfündige Fußbaiterie (4 Offiziere, 130 Man, 100 Pferde), eine halbe reitende Batterie (2 Offiziére, 90 Mann, 125 Pferde) und ein Husaren =- Regiment (18 Offiziere , 425 Mann, 460 Pferde), Sie gehen am 3ten über die Eider. 2) die bayerische Brigade. 5 Bataillone Jufanterie (jedes 25 Offiziere, 920 Mann und 6 Pferde stal), 2 Batterieen (jede 6 Offiziere, 240 Mann und 190 Pferde stark) ‘und 6 Schwadronen Urs (22 Offiziere, 700 Mann und 700 Pferde). Sie gêhei am 5. August über die Eidcr. 3) Die preußische Brigade. 7 Bataillone Jufanterie, 1 Pionier- Compagnie, eine 12pfündigs Batterie, mit vem Detaschement der Kolonne Nr. 21, cine reitende Batterie, eine halbe Rakéten-Batte-- rie und das Feld - Lazareth; 1 preußis{ches Husaren-Regiment und 1 wgs Reiter - Regiment. Sie gehen ven 11, August über die Eider. : f

Oldenburg. Olvenburg, 3. Aug. (Wes. Z) Die (gestern erwähnte) Eröffnungsrede des Staatsraths Schloifer in der gestrigen Laudtagssibung lautet wörtkich wie folgt:

„Von Sr. Königl, Hoheit dem Großherzoge mit; der Eröffnung des

diesjährigen allgemeinen: Landtags. des Großherzogthums beauftragt, ‘habe

ih zunächst dex ersten. in Gemäßheit des: vereinbarten Staats-Gruudgesepes

usammengetretenen Versammlung der Landes-Abgeordneteu. deu. freundlichen ruß Sr, Königlichen Hoheit zu überbringen,

„Mit Leidwesen haben Se, Königl. Hoheit in Erfahrung bringen müs- sen, daß abermais im Fürstenthum Birkenseld die Wahlen zum allgemeinea Landtage nicht zu Stande gekommen sind. :

„Die Hoffnungen auf eine baldige einheitlide Gestaltung des ganzen deutschen Vaterlandes, welche beim Schlusse des zur Vereinbarung der Ver- fassung berufenen Landiags gehegt und ausgesprochen werden konnten, sind bislang leider nicht-án Erfüllung gegangen, 4 /

„Es s Jhnen bekannt, meine Herren, ‘daß -die Staatsregierung zur Erreichung jenes Loe M rettes im Vereine mit 27 ‘anderen Regierungen der ‘von der Nationa versammlung beschlosseuen Reichsverfassung zugestimmt und dieselbe in den Gesepblättern des Großherzogthums veröffentlicht hät, daß aber diese Grundlage von den größeren Staaten, durch deren Beistim- . mung die Verwirklichung bedingt war, niht angenommen is, Seitdem ha- ben sih, ohne Widerspruch der provisorischen Centralgewalt die Königlichen Regierungen von Preußen, Sachsen und Hannover zum Zweck der Erhal- tung der äußeren und inneren Sicherheit Deutschlands zu cinem engeren Bündnisse geeignet, zur Schlichtung staatsrectlicher Streitigkeiten ein Bun- desschiedsgericht niedergeseßt, und in dem Bewußtsein »der- Nothwendigkeit einer großartigen Verbindung Deutschlands zu cinem starken, {eine inneren und äußeren Juteressen in ihrer Gemeinsamfeit wahrenden und verschmel- zenden Bundesstaate im Entwurf eine Reichsverfassung dargeboten, die un- eachtet niht unwesentliher Abweichungen von der durch die National-

ersammlung beschlossenen Verfassung der Anlage und Jdee nah mit dieser legteren übereinstimmt und einem aus dem deutschen Lolke zu berufenden Reichstage zu freier Vereinbarung vorgelegt werden soll,

„Der ergangenen Einladung gemäß sind bereits mehrere deutsche Re- gierungen diesen Bündunissen und Beschlüssen beigetreten, Das Bedürfniß deutscher Einigung is wohlberehtigt und unabwcisbar. Sie wird von allen Stämmen, in allen Staaten Deutschlands, durch alle Organe der öffentli- chen Meinung, auf das dringendste verlangt.

„Oldenburg kann, in Betracht des Umfangs und der Lage des Groß- herzogthums, einer besonderen, selbstständigen Politik sich nicht hingeben, Von [der Ueberzeugung geleitet, daß unter den gegebencu Umständen kein anderer Weg zu dem ersehnten Ziele offenstche, als der von den Königlichen Regierungen vorgezeichnete, hat auch die hiésige Staa:sregierung vorläufig ihren Anschluß erklärt, vorbehaltlich der Ratification, die nur im Einvek- ständuisse mit dem allgemeinen Landtage erfolgen kann. Das Náhere in dieser hochwichtigen Angelegenheit wird Jhuen, meine Herren, in besonderer Mittheilung zur Kenntniß gebracht werdm : j

„Dem Kriege -mit Dänemark hat die Königlich preußische Negierutg dur cinen von ihr und von dänischer Seite bereits ratifizirten Waffen- stillstand vor kurzem bis weiter Einhalt gethan, unter späterem Beitritt an- derer deutschen Reichsregierungen, namentlich Hannovers. Der Rückmars/ der deutschen Reichstruppen ist von ihrem durch die Centralgewalt E, Oberbefehlshaber angeordnet und bereits in Vollzug gesept, und e e burgische Segen nach- eingetretener Waffenruhe vorläufig in da Fürs

enthum Lübe beordert. a

/ l Ubazictil wiederholler Vorstellungen is die provisorische S B walt bei ihrer Forderung geblieben, von dem nah Beschluß der National- Versammlung auf zwei Prozent der Bevölfkeruug zu bringenden oldenbur- ischen Truppen-Kontingent den in- den festgchaltenen Vorschriften der deut- hen Bundesgewalt bestimmten Autheil an Kavallerie zu stellen, Die Staa!s - Regierung konnte si diesen, sie au staatsgrundgeseplih verbin- denden Ansprüchen in ihren verschiedenen Richtungen um so weniger ent- ziehen, je stärker |ch ihr die Erkenntniß auforang, daß die allgemeine poli- tische Lage Deutschlands in den Gefahren eincx schweren Zeit und bei dem Wiederausbruh des Krieges mit Dänemark cine solche Vermehrung der Streitkräfte in. allen deutschen Ländern nur rechtfertige. Sie hat demgemäß handeln, die erweiterte Militairformation vorbereiten und insbesondere end- li im Mai dieses Jahres mit der Ausrüstung und Bildung eines Reiter- Negiments beginnen müssen. j

„Die Kosten, welche dur diese Maßregeln dem Lande aufgelegt wer- den, sind leider groß, indeß unter fernerer zuidisiger Benugung des Landes- fredits wohl zu ertragen, besonders wenn der seewärts nicht mehr: gelähmte Handel die gewohnten Absayquellen wieder eröffnet und die Produkte nach dem Eintritt günstigerer Verhältnisse sich angemessen verwerthen, :

„Welche Summen zu ‘den nothwendig erachteten Ausgaben für das ganze Großherzegthum erforderlich und wie die von dem vorigen Landtage bewilligten außerordentlihen Mittel bereits nahezu erschöpft sind, darüber wird dèr Ihnen vorzulegende Voranschlag weitere Auskunst geben. Das Aufhören des Kriegszustandes gestattet jedenfalls ansehnliche Ersparungen, die bis Aufstellung des Budgets nicht vorhergeschen werden konnten,

„Neben dem finanziellen Voranschlage und den Berechnungen zur Er- mittelung des Kronguts wid die Staatsregierung dem allgemeinen Land- tage Geseg-Entwürfe in Betreff der Rechtsverhältnisse der vom gutsherrli- chen Verbande befreiten Stellen und der Entschädigung wegen der aufge- hobenen Grundlasten, so wie in Betreff des Austritts der Civil-Staatsdie- ner aus dem Rechtsdienste und dexen Pensionirung, daun in Betieff des einzuseßenden Dicnstgerichts, sofort vorlegen und zur Annahme empfehlen, Der Gesegentwurf wegen der Ablösung noch fortbestehender auf Grund und Boden haftender Abgaben und Lasteu soll baldthunlichst uahfolgen, außer anderen minder erheblichen Bestimmungen und Verordnungen, welche nach dcm Staatsgrundgeseße ebenfalls der Zustimmung des allgemeinen Land- tags bedürfen. / : ft if P

„Deutschlands und seiner Einzelstaaten Zukunft i augenblicklih um- düstert, Die Schwierigkeiten und Bedrängnisse der gegeuwärtigen Zustände fönnen nur im einmüthigen Zusammenwirken der Regierungen und der Volks- veriretungen auf vez fassungsmäßigem Wege übcrwunden weiden, wenn an- ders Ordaung und Geseglichkeit, Freiheit und Wohlstand erhalten bleiben sollen, Se. Königl, Hoheit der Großherzog vertrauen, daß es hieran nicht ehlen werde! _—

M „Jm Auftrag Sr. Königl. Hohcit des Großherzogs eirfläre ih den all- gemeinen Landtag des Großherzogthums für eröffnet,

Lippe-Detmold. Lemgo, 2. Aug. (Wes. Z,) In hie- siger Stadt und deren Umgegend hat sih in diescr lebten Zeit eine religióse Sekte gebildet, deren Tendenzen noch nit ganz klar zu Tage liegen. Allen Anzeichen nah, liegt bei ihr jedo ein veralte- tes Lutherthum zum Grunde. Von der dur die Grundrechte des deutschen Volkes bewilligten Freiheit Gebrauch machend, haben die Separatisten sich neuerdings auch einen eigenen Prediger in der Person eines s{wärmerishen Kandidaten, Namens ZRIOT, er- wählt und berufen und solchen am 1. August auf einem Bauerhofe in der Nähe von Lemgo durch ähnli gesinnte evangelische Predi-

ger cinsühren lassen.

Ausland.

Kesterreich. P esth, 2, Aug. (Lld.) Gestern kam ein Courier aus Au hier durch mit Depeschen fürs russische T Bei den raschen Bewegungen der unter dem Fürsten Paskewitsch operiren- den Truppen konnte man ihm jedoch selbst hier. nicht mit Gewißheit die cinzuschlagende Richlung angeben, und so ging, er. dènn gegen Miskolcz. Unsere Gegner haben zwar gestern wieder die Kunde zu verbrei= ten gesucht, als hale Görgey einen bedeutenden Vortheil über die Russen errungen ; allein die levten Wochen haben uns über die Glaubwürdigkeit derartigèr Gerüchte genügende Belege geliefert, denn wären vie verbündeten Kaiserlichen Aèmeen mit Lügen zu oernichten, es stände kein Mann mehr auf ungarischem Boden. Wie man heute aus zuverlässiger Quelle erfährt, dauerte der Kampf bei Miskolcz drei volle Tage z die Göbrgeysche Mannschaft wurde mehrmals zur Flucht gezwungen und von den Russen har tnäckig verfolgt. Wir erwarten noch im Verlaufe des Tages ein Bülletin über die betrefsenden Operationen. Es ist natür- lih, ‘daß gestern allgemein s{chon “an. die Einnahme Szege- dins geglaubt wurde, Es fand in der That cin für unsere Waffen günstiges, sehr higiges Treffen zwischen Felegyhaza und Kis-Telek statt, welch legterer Ort nur noch ungefähr zwei, Sta- tionen von Szegedin. entfernt i Aber weder über diese Affairest.

schen, in Paris angekommen sei, um historische Studien zu machen und daß die pariser Polizei ihm einen Aufschub vergönüt habë, um sich an das Ministerium zu wenden. Unter den ausgewiesenen Polen ist Graf Branicki, dessen Austreibung Rußland unter der

noch über die fortgesepten Operationen gegen das mächtig

Kommandanten bestimmt, ist gëstêrn, da er unter den jeßigen Ver- hältnissen seine Functionen niht antreten kann, auf Urlaub nah Baden abgegangen. Der russische General Lowschin ist dieser Tage Der dortige russische General - Konsul Die Getraite - Aerndte ist in

, haben ‘wir bisher n. ‘Vorgestern ‘hab rwähnt, wobei Démbinski den Kürzeren wirklich ist seitdem die Naehricht eingelaufen, da Schliekschen- Corps beseyt sei. hiervon ist s, ‘däß ‘die Arbeiten Pesth - Szolnoker Eisenbahn seit gestern Mor nommen worden sind. Auf dem Marsch heiß haben unsere braven Truppen ‘vie gste Hie durch diese aht Tage fortwährend an ; heute, wo ein ungewöhnlich kalter Wind über Pesth Fuhrleute, ‘die bis Keskemet für die Expedition wären, ‘erzählen, daß die Insurgenten auf allen Wegen die vershütteten und das Militair, wo man nicht glei graben konnte, ezwungen war, das mitgeführte warm gewordene Wasser mit en Bottichen der Armee nachgeführt en ällt es sehr auf, wie auf dem hiesi- en Plaße österrrichisches Bankpapier \o gut wie verschwindet, an will den Grund darin finden, lehter Zeit allen Vorrath von Bankn zum Unterhalten ihrer Verbindunge Folge dessen ist das seltsame Verhältniß eingetreten, daß in diesem gleihlich mehr Silbermünze unseren Kapitalisten als óôsterreichisches Banknotenpapier. Natürlich ist hrnehmung das Silber - Agio bedeu in kleinen Zetteln größeren Einkäufen findet regel- die die Waare statt. garishe Banknoten gesucht haben z es er vom Lande, die 68 zahlen wollten. / ollen. Es geht hier das verbürgen ist, daß die den ketske- . bution sich auf den Betrag von cláuft. Jn Folge der pesther Contribution att, obgleich eine schwebende irdische Die resp. Parteien glauben eine ur zu bewerkstelligen ; uns abcr Brüdern edler und würdiger zu s geht selbst ver s{önsten und begrün- Die heutige Pesther Zeitung bevollmächtigten Hof - Kom- Veha id Pensionen an die Beam- und Dreißigst-Amtes bis auf Weiteres sistirt

auch nux die: geringste of- e ih einer Bataille an T ezogen habe, und

Szolnok bercits Eine natürliche zur Wiederherstéllung ‘der gens rasch in Angriff wischen der Donau und Beschwerden erlitten,

ene erhal

in Belgrad eingetroffen. Danilevski, soll zurückberufen sein. Sirmten zu Ende und hat äußerst günstige Resultate gcelicfert z nur für die Maisfelder is noch ein ausgiebiger Regen schr wün- Der Gesundheitszustand is jeßt sehr befriedigend. | Die Heuschrecken zeigen sich nirgends mehr. |

Krafau, 31. Juli. (Llo yd.) Feltmarschall-Licutenant Puch- ner ist hier von Siebenbürgen eingetroffen.

Trev iso, 29, Juli.

vorigen Regierung vergebens begehrt hatte. Auf seine Kosten er- schien die Tribune des Peuples, und man behauptet, er set

der größte Grundeigenthümer in Europa.

Während der Moniteur die Verta- | gung der Kammer, wie sie beschlossen worden, anzeigt, mel- | den einigè Journale, taß die Kammer bis zumt 20sten oder 25sten | d, M. vcrsammelt bleiben werde, weil noch einige bedeutende Be- Der Constitutionnel aber widerlegt Die Voruntersuhung wegen des 13. Juni noch nicht so weit vorgerückt; Taß der hohe Gerichtshof vor zwei Die Kammer hätte also vor der

von Tceuppéen des

{henswerth.

leider hielt die hefti

sie brach si e {lüsse zu fassen seien.

(LloyDd.) Unter den vor dcn Lagunen diese Nachricht.

liegenten Truppen greifen die Fieber leider sehr um sih. Jm hie- sigen Spitale kommen tägli 14—16 Sterbefälle vor. ner werden so schr vom Terrorismus beherrscht, daß sie das Wort Capitulation nicht auszusprechen wagen, wiewohl die Meh hner sehnlichst das Ende der Belagerung herbeiwünsht, denn die Noth hat daselbst einen schr hohen Grad erreicht.

Frankreih. Paris, 2. Aug. benden Versammlung angenommcne und vom Moniteur amtlich geseß vom 27. Juli lautet: rt, 1 und 2 des Dekrets vom 11. August 1848 sind anwendbar auf Angriffe gegen die verfassuïgsmäßigen Rechte und Autori- tät des Präsidenten und auf Beleidigungen gegen seine Person. Die Ver- folgung wird von Amts wegen von dem öffentlichen Ministerium ange- stellt, Art. 2. Jede durch cin im 41. Art, des Geseßes vom 417, Mai 1819 anfgezähltes Mittel bewerkstelligte Aufreizung von ihren militairischen Pflichten und dem Gehorsam gegen ihre Vo:gesehß- ten abwendig zu machen, wird mit Gefängniß von einem zwci Jahren oder 25 bis 4000 Fr. Strafe belegt, ren Strafe, welche das Gericht ausspricht, im Falle die Handlung unter den Begriff der Bestechung oder der Aufforderung zu einem Vergehen oder Jeder Angriff durch die ebcn benannten Mittel auf die den Gesegen schu!dige Achtung und die Unvelezlichkeit der durch sie gewährten Rechie, jede Vertheidigung von Handlungen, die geseplich als Vergehen oder Verbrechen gelten, wird mit Gefängniß von einem Monate bis zu zwei Jahren und mit eíner Strafe von 16—1000 Fr. belegt, Art, 4, Die absichtliche Veröffentlichung odcr Wiederholung falscher Nachrichten, falscher, verfälschter oder fälshlich Driutin zugeschriebener Aktenstücke, wenn diese Aftenstücke oder Nachrichten geeignet sind, die öffentlihe Ruhe zu stö- ren, wird mit Gefängniß von einem Monat bis zu zwei Jahren und mit 90 1000 Fr. Strafe belegt. Art, 5, Die Eröffnung oder öffentliche Anzeige von Subscriplionen , welche Strafen , Kosten und Juteressen , die durch gerichtlihes Urtel entstehen, decken sollen , is von dem Zuchtpolizei- geriht mit Gefängniß von ei-em Monat bis zu zwei Jahren und 50 Alle Au®êträger oder Colporteure von Büchern , Schriften , Broschüren , Kupferstichen oder Lithographiceen müs- sen eine Konzession haben , die ihnen für das Seine «- Departement der Polizei-Präfekt, für die anderen Departements der Präfekt ertheilt, Konzessionen können zu jeder Zeit wieder zurückgezogen wrden, Lentionen gegen diese Bestimmung werden von dem Zuchtpolizeigericht mit Gefängniß von 1— 6 Monaten und mit 25 500 Fr. Strafe, ab- geschen von den wegen weiterer Vergehen zu erkennenden Strafen, theils gegen die Verfasser oder Herausgeber der Schriften, theils gegen die Col- Art, 7. Außer der vom Gesey vom 21. Oktober 1814 vor- geschriebenen Deponirung müssen alle Schriften über politische oder sozial- öfonomische Gegenstände von weniger als zehn Blait Umfang, mit Aus- nahme der Zeitungen und periodishen Schriften, von dem Drucker 24 Stunden vor der Veröffentlihung bci dem Stagats-Prokurator des Druckorts Der Drucker hat zugleich zu erklären, wie stark seine Ein Verstoß ge-

Die Venétia=- L Monaten berufen werdcn könnte.

Vertagung keinen Beschluß darüber zu fassen.

Straßbur g, 29. Juli. derrheinischen Kourier Folgendes mit: in Betréff des Todes meines Bruders M. Weil, Gesandtschaftskou- Unmittelbar nah der Uebergabe von Rastatt begab ih mich nach Kuppenheim, um vom General Grö= ben einen Bricf an den Gouverneur der Festung, Herrn Holleben, J erlangte denselben, und kaum in Rastatt cinge- treten, erfuhr ih bestimmt, daß mein unglücklicher Bruder ein Opfer der Wuth der badischen Kanoniere geworden ist. Märtyrer treuer Pflichterfüllung gefallen. statt gebracht worden war , hatte der Kommandant dieses Platzes Befehl gegeben, ihn in Freiheit zu seben, aber Die Kanoniere führ= ten ihn an ras Rheinthor und erschossen ihn ohne Erbarmen. Die französischen Behörden und besonders Herr Mehl, Polizeikommis= sâr, haben ihr Möglichstes gethan, um meinen Bruder zu retten, aber das Verhängniß hat es anders gewollt.“

Grogßsbritanien und Frland. i dem Schiff „Montrose“, welches die ncucste portugiesische Post überbringt, hat man heute -hier die Nachricht erhalten, daß König Karl Albert am 28. Juli gestorben ist.

Dánemark. Kopenhagen, 30. Juli. (Departements= tidende.) Da nach der Annahme des Grundgesetes die Bestellun wélche auszufertigen sind, nicht mehr in der bisherigen Form abge werden können, sondern einer den neuen Verhältnissen entsprechenden Veränderung unterliegen müssen, welche sich auch auf den Amtseid erstreckt, so hat der Staatsrath, nachdem cer zuvor dem General= Prokurator Gelegenheit gegeben, sich hierüber zu äußern, in Er= wägung gezogen, welche Formulare behufs künfliger Anwendung - allerunterthänigst in Vorschlag zu bringen scin möchten. Jn Ueber=- einstimmung mit der vom Präsidenten des Staatsraths -Temnach unterbreiteten allerunterthänigsten Vorstellung hat Se. Majestät der alléèrgnädigst beschlossen, daß fol- gente Eidesformel und Bestallungsklausel bei allen Civil - und Mi= litair-Beamicu künftig benußt werden sollen.

Eides=-Formular.

Da Se. Majestät der König Allergnädigst mich zum nannt hat, so gelobe und shwöre ih, dem Könige treu und ge- horsam zu sein, das Grundgeseß des Reiches zu halten und mit Treue und Eifer die Pflichten zu crfüllen, welche mir das mir Allergnädigst anvertraute Amt auferlegt. sein heiliges Wort helfe.

Bestallung

Also wird er Uns, seinem rechten Erbkönig und Herrn, treu und gehorsam sein, das Grundgeseß des Reiches halten und mit Treue und Eifer die Pflichten erfüllen, welhe ihm das ihm Aller-= gnädigst anvertraute Amt auferlegt, ganz in Uebercinstimmung mit dem Eide, dcn er darauf allerunterthänigst gethan und abge=

zu ‘mischen, der in gro : wurde. Seit einigen Tagen Herr Felix Weil theilt vem Nie=

„-Die traurige Kundé

daß die hiesigen Kaufleute in oten an sich zogen, dessen sie n mit Wien bedurften. Jn

Das von der geseßge- | riers, hat si leider bestätigt. veröffentlichte Pr Augenblicke unver zu erlangen. zu Gebote steht, seit dieser Wa Die Asffsignaten gehen Hand zu ‘Hand, do bei

mäßig ein hoher Aufschlag auf es sogar Leute waren dies mehrere Gutsbesib Es hat sich jedoch Niemand mit ihnen einlassen w Gerücht, welches aber nit zu meter Juden auferlegte Contri 500,000 Fl. C. M. finden hier viel Uebergänge zu solche Gratisversöhnung mit dem Himmel die o Beschwerde nicht herunterwälzt.

Art moralischen Widerstandes dad cheint ein Ausharren mit seinen ein. Der bloße Egoismu detsten Sympathieen Lerlu bringt die Notiz, daß auf Befeh missars die Auszahlung der Gehalte u ten dcs hiesigen Salz=

tend gesun- Á Nachdem er nah Ra=

ilitairs, um sie von ; Gestern hat ; egeben, die un Monat bis zu

vorbehaltlih der \{chwe-

Verbrechen fällt. London, 3. Aug. Mit

m Christenthum

bis 1000 Fr. zu belegen.

Bacska, 29. Juli. (SÙd verläßlicher Quelle die Nachrich und Kaiserl. russische Haäuptärmee cingetlroffen ist; die Russen aus Versck, General Clam mit dem ebenfalls heute in Weißkirchen ei hon in die Bacskaz; der Ban i nach dem Eintreffen unserer R Rastic, an die Spiße der Armee Ende des Drama's ven härtesten St

Agram, 2. Aug.

\l. Z.) So eben erfa daß die Kaiserl. österreichische in gleicher Höhe bei Szegedin iebenbürgen werden heute in chemaligen Puchnerschen Corps Die Südarmee rückt st heute in Titel und wird sich erve-Brigade, General - Major nd in dem sehr nahen rauß zu bestchen. haben.

[ (SÜdsl, Z,) Vom Süden noch immer keine näheren Nachrichten, welche Russen in Baja bestätigen würden. Uebergang an der Theiß.- Mündun

re ih aus

König unterm 10. Juli D. I.

porteure belegt.

haben wir das Eintreffen der Knicjanin behauptet tapfer den i gz er hatte am 23sten v. M. griff der ihm an Truppenzahl überlegenen Magyaren auf rschanzungén siegreich zurückgeschlagen. Näh dem P o- zornik hätten die Magyaren unter Guyon über 20,009 Mann gezählt, während Kuicjauin nur 3000 Mann hatte. Unter den gefangenen Honveds, die vor einigen Ta germaßen montirt wurden, zur fanden sich auch ei

niedergelegt werden, Auflage is. Er empfängt dafür einen Empfangschein, gen diese Bestimmung wird von dem Zuchtpolizeigericht mit einer Geldbuße Art, 8, Das Defret vom 9, August 1848 en und periodischen Schriften zu leistenden Cautioneu des organischen Preßgeseßes in Kraft. Zeitung oder periodische Schrift kann von cinem Volfs-Repräsentanten als verantwortlihem Geschäftsführer unterschrieben werden, Wird deu zuwider- gehandelt, so is das Blatt als nicht unterzeichnet zu betrachten, und der Drucker und Eigenthümer haben eine Strafe von 500 3000 Fr, zu! erle- gen. Art, 10. Verboten is die Veröffentlihung von Anklage - Akten und anderen Aften des Kximinal - Prozesses , gelesen sind, bei 100 2000 Fr. Strafe. ben Jahre fann die Strafe verdoppelt und mit zehntägigem bis sechsmo- natlihem Gefängniß: verschärft werden. lungen über Prozesse wegen Jujurien und Verleumdungen , wo der Beweis der Wahrheit der Verleumdung nicht zugelassen wird. nur auf Antrag des Klägers angezeigt werden. Urtheil zu veröffentlichen, Die Namen der Geschwornen dürfen nur in dem Bericht über die Sißung, in der sh die Jury konstituirt hat, veröffentlicht Verboten ist die Mittheilung der Berathungen der Geschwornen und der Gerichte unter sich; Kontravenienteu werden mit 200 3000 Fr, Strafe b.legt, Im Wiederholungsfall in demselben Jahre kann die Strafe verdoppelt werden. Art, 12, Die Verstöße gegen diese Bestimmungen wer- das Zucht - Polizei - Gericht ist gehalten ,

So wahr mir Gott und von 100 500 Fr. bestraft. s-Klausel.

über die von Zeitun

bleibt bis zum Erla Art, 9. Keine

gen, nachdem sie hier eini- rmee nah Jtalien abgingen, be- ne Anzahl Bacsókaer, Serben und Deutsche, die, von den Magyaren gepreßt und in ihre Glieder eingereiht, bei der ersten Gelegenheit auf unsere Seite übergingen, in der Hoffnung, daselbst die Freiheit zu finden. Nun müssen sie ebenfalls nach Zta- lien und klagen nit wenig über das Schicksal ihrèr Angehörigen zu Hause, die sie nun hülflos und. ohne . Nachricht, vielleiht auf“ immer verlassen müssen. Wir haben gehofft, daß man diese Armen, und es sind viele Familicnvätcr darunter, die bei uns Zuflucht vor den Magyaren zu finden hofften, niht auf gleiche Weise, wie die, welche im Kampfe zu Gefangenen gemacht wurden, behandeln werde.

Semkin, 29. Juli. (Llo 9d.) Vor einigen Tagen erhielten wir die beruhigende Nachricht, daß die Magyaren die untere Ba- natsgegend räumen und sih- gegen Szegedin zurücziehen. 28sten verließen sie Perlasz, nachdem sie daselbs ihren bedcutenden Pulvervorrath in die Luft gesprengt hatten, wodur jenes \{chöne Dorf zur Hälfte und dann der Rest durch die abzichenden Rebel- len eingeäschert wurde. Jn Pancsova ließen sie nur eine s{chwache Von Weißkirchen strömen sie massenhaft gegen Auf diese Kunde ließen mehrere hiesige Ein- wohner, die bereits unsere Stadt“ verlassen hatten, ihre Hab- seligkeiten von Belgrad wiever zurückhringen. wurden wir durch. die heute hier verbreitete Nachricht be- rührt, daf die Magyaren in großen Truppenmassen vor Oycsa, ei Stunden vom semliner Donauufer, erschienen sind, eine rude, über. die Sibniza bei: Borca geschlagen haben und sich dem Semlin gegenüber liegenden. Donauufer nähern. Wir sind bereit, den Feind gehörig zu empfangen.

bevor sie in öffentliher Sizung (Frkf. Journ.)

Bei cinem Nückfall in densel-

Schweiz. Bern, 1. Aug. National - und Ständerath als Bundesver treten und haben die Truppcn-Ausfstellung einstimmig genehmigt.

Die in Betreff der büsinger Capitulation mit General Pcuer übereingekommenen Stipulationen lauten dahin: Voraus wird die Erklärung gegeben, daß die Expedition ohne Vorwissen des Ober- Kommando?s von einem Civil - Kommi worden sei, als rein polizeiliche M glaubigung , daß die Wasserstraße kunft von Seiten der Reichstruppen der Rhe straße betrachtet und benußt werden werde, daß die S gränze als solche geachtet und das Sch werden werde, wie denn überhaupt dér Zusammenzug an der Schweizergränze stration zur Absicht habe. Formalität beobachtet , gegangen werden dürfe, und daß passes gleichsam zur Kontrolle unter Gewehr stan

Mit dem 1. August wird das Hauptquartier des Obergene= rals nach Aarau vcrlegt, Gmür bleibt in Sch in Zürich und Bontems in Basel. i

Turin, 30, Juli. Uhr wurde die Kammer eröffnet. nen mit Enthusiasmus falt und shweigsam.

naloren und Abgeorknete ! dieser neuen Ses

: Heute sind sammlung zusammenge=

Verboten sind Mitihei-

Die Klage fann In allen Fällen ist das ¿j sär (Hennin) aus angeordnet regel, und zwar in der Be- daß dagegen in Zuz=z in nie als -Militair-

weizergebiet nicht betreten. gegenwärtige militairische i keine feindselige Demon Hinsichtlih der Rückkehr wurde die 1t auf dem gleichen Wege zurück-= hrend des Dur(h=

Geschäftsführer ihm von der Behörde oder einer Amtsperson zugeschickten offiziellen Dokümente , authentishen Darstellungen, Erklärungen und Berichtigun- gen zu veröffentlichen, Die Veröffeatlichung myß am Tage nach Empfang der Mittheilung gegen Bezahlung kter Jnsertionskosten stattfinden. andere’ von--der Regierung durch die Präfekten geforderte Insertion geschieht an dem Tage nach der Uebergabe derselben in derselben Weise und unter den- Kontravenienten werden vom Zuchtpolizeigericht mit 90—500 Fr, Strafe -belegt, Die Jusertion erfolgt gratis für die im 11, Art, des Gesepes vom 25, März 1822 genannten Äutworten und Berich- tigungen, so lange sie im Umfange das Doppelte der berichtigten Artikel nicht überschreiten. Jn dicsem Falle werden die Jnsertionsgebühren blos für den Ueberschuß des Umfangs bezahlt, Art, 14, Wenn der Geschäftsführer cines Blattes wegen Verbrechen, Vergehen oder Preßvergehen verurtheilt is, so kaun das Blatt oder die periodische Schrift während der ganzen Dauer dtr Strafe und dur Suspension der bürgerlichen Rechte nur dur einen anderen G.- schäftsführer geschehen, der alle gesezlihen Bedingungen erfüllt. Wenn das Blatt nur einen Geschäftsführer hat, so müssen die Eigenthümer binnen einem. Monat einen neuen stellen und in der Zwischenzeit einen verant- wortlichen Redgcteur bezeichnen. Die ganze Caution haftet für diese Ver- antworilichkcit, Art, 15, Die durch den Art. 15 des Gesezes vom 18, Juli 1828 autorisirte Suspension kann auf den Spruch dès Assisenhofs stets er- folgen, wenn dasselbe Blatt, derselbe Geschäftsführer in demselben Jahze eine zweite Verurtheilung wegen Vergchen oder Verbrechen erleidet, Die Suspen- sion kann auch wegen einer ctsten Verurtheilung ausgesprochen® werden, wenn sie wegen Ausregung zu einem Verbrechen , dié in Art, £7 und 91 des Strafgesezbuchs -genannt sind , erfolgt, des Geseges vom 26, März 1819 nicht mehr anwendbar. - -Art. 16 22 beziehen sich auf Einzelheiten des Verfahrens, auf die bei den Citations- beobachtenden Förmlichkeiten.

wird das Urtheil“ von dem Assisengericht Einwand dagegen ist binnen fication des Urtheils zu erheben.

Blattes die

die Schweizer Besaßung zurü.

Bekerek zu. selben Bedingungen.

affhausen, a Unangenehm aber Italien. (Fr. Bl.) Heute um zehn Der König wurde im Allgemei= empfangen, nur mehrere Deputirte waren „„Meine Herren Ses \ Das Werk, wozu Sie ter Staat in 1 sion beruft, ist groß und schwierig z ist es jedoch ehrenvoller,- als jedes andere. Stärke und Vorsicht ausführeu, erwerben Sie sich ten Anspruch auf die Anerkennung des Landes, D, Die Schicsalsprüfungen,

Die Thronrede lautet:

Se. Exc. der Banus hat die mit seiner ganzen Truppenmacht bei Slankamen \hreiten und- bei: Tittel Posto zu fassen. Truppen im Menge: dahin. Wie es eint, hat ,_ irgendwo- zwischen Slankamen und Semlin Von der peterwardeiner Festung ist gar kein die: Verschanzungen bei Karlowiß \o zweck- fest angelegt: sind, daß. sie au dem fünf- Feinde widerstehen und ihn zurückdrängen kön- Truppencorps: des Generals Clam soll auf dem r: Serbien begriffen sein.

dadurch gerade Indem Sie es mit einen begründe- Das von Jhnen o die für {wache und te Wendung nehmen, können für 1 zum Guten wenden und nüßlih \ein. Ein starkes Volk reift in der harten Schule - der ) Die Anstrengungen, die es macht, Lage herauszukommen, lehren ihm, zu unterscheiden, sie lehren ihm die sicherste und zugleich fruch der Tugenden des öffentlichen Lebens, die Beharrlichkeit. dere Sie auf, Probe davon abzulegen, und ih selbst, großen Beispiele meines Vaters geleitet, werde Ich fordere Sie auf, diese un viele brave Völker gercttet hat.

Ordre erhalten, die Donau zu über reits ziehen unsere der Feind die Absicht sich durhzuscchlagen.

Ausfall denkbar , da mäßig und so

fah überlegenen

Vieles erwartet. gewöhnliche Geister eine \{lech muthige Herzen sich _Widerwärtigkeit. um aus seiner {wierigen

In diesem Falle is Art, 28 Jllusionen von der Wirklichkeit

Hermarsche be Russen bereits. diese Weise wer mehr eingeengt; sie kön wagen, was. ihn den Wällen zu P muthigung unter estern 15 Honved ließen. Elf derse s wohlbehalt

Ser Es heißt, daß auch die im Banate: vor Weißkirchen- eingerückt sind. Auf gyaren au in jener Gegend immer nten also- nur einen Ausfall auf Syrmien en aber den gänzlichen Ruin bereiten würde. Von eterwardein, wo das größte: Elend und Ent- den ungarischen Truppen: herrs{ht, haben sich s herabgestürzt, ‘um sich: unseren Truppen anzu- lben brahewdie: Beine und-Axme,-die anderen vier Uten in unserem Lager- an. nhaftes Bild von der dort: herrshenden Noth „Mannschaft: und versichern, daß fast alles Mi- terwardein nächtlicherweise: zu, verlassen. Un- Fuhrwesendiensté funfzig: Mann gestellt; deren von zehn Gulden erhielt, und vierzig Gulden | General - Feldmarschall- 1 A, 90m; Kriegs-Ministerium zum: semliner Militair=-

den die Ma und Cassationsgesüchen: zu

des Angeklagtén ohne Zuzichung der Geschw trei Tagen nach erfolgter Noti Sipung, wo über diesen Einwand entschieden wird, anweseud und das Urtel des Gerichts is endguülti des Strafgesepbuchs is auf die dur Verbrechen und: Vergehen anwendbar, dernde Umstände erkennen, auferlegt werden.

Aus Havre erfährt man, daß dort schon viele bei dem Auf- stande‘ in der Pfalz und Baden betheiligte deutsche woruntet- ein Bruder von Tiedemann in um sich nach'Amerika einzuschiffen. Herr Märx, den mehrere J al meldeten, zeigt in der Presse an, däß er; mit eièm

Beim Nicht- ( sie zuerst gebrauchen. getrübte Festigkeit zu zeigcn, die so | Es liegt im Wesen der repräsen- tativen Regierungen, daß es verschiedene Meinungen und Parteien gicbt, aber es giebt auch solche Lebensfragen, es giebt Gelegenhei- ten, wo die Gefahr des Staates so bedeutend ist, daß man das Heil des- selben nur durch das Vergessen aller Parteileidenschaften und der Riva- lität der Personen erreichen kann. ! Unterhandlungen mit Oesterreih scheinen ihrem Abschluß: nahe zu sein ; wenn sie beendigt sind, wird die Kammer von meinen Mini- stern die Mittheilung des Vertrages erhalten, und sie wird über den Theil berathen, welche das Statut (die Verfassung) ihr zur Prú- fung übergiebt. Jch fordere Sie auf, meine Herren, in dieser Ve- rathung alle praktische Klugheit, die der jébige Zustand Italiens

orenen gesprochen.

ist der Angeklagte nicht ülti Art, 23, Art. 463 ch gegenwärtiges Geseg vorgeschenen

Wenn die Geschwörenen auf mil-

Auch: diese entwer- kann nur die Hälste der vorgeschriebenen Sträfé

So ist die jebige Lage.

Flüchtlinge, Rastatt, eingetroffen sind; Auch Hecker war dort angelangt: ournale- als' Flüchtling“

eder ein Ha

M. beim Austri

tte bekommen wird. ausgewiesen

Passe’ vere