1849 / 226 p. 3 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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nem Belang. und belg. Bewegung. Nach der Börse flauer,

1049 Br., 1043 G. Baden Partialloose a 50 Fl. 485 Br., 482 G,

„d türlich geeignet is , gegen Sie und Jhr tapferes Heer Ver- unaen E D S S Jch ergreife mit Vergnügen diese Gelegenheit, Zhnen, d Dertog. eiyen Dank zu wiederholen, denn Sie haben uns Ru

die Ordnung und e wiedergegeben, Jch bitte Sie, Herr Herzog, die . Versicherung meiner v: (Chgaus Hochachtung zu genehmigen. Rom, 13, Juli 1849, gez. Kolb,“ Die Verordnungen der neuen päpstlihen Regierung haben große Erbitterung hervorgerufen. Die unterdrü>te Wuth macht sich ia lauten Aeußerungen Luft, und man hört Drohungen aus= stoßen, namentli<h von Leuten, die in ihren Vermögens-Umständen dur< die Reduction des Papiergeldes Verluste erlitten und noch Aergeres befürchten. Wenn es glü>licherweise niht zu Thätlich- keiten Fam, so verdankt man es den Streitkräften, welche der fran- zösische General mit großer Umsicht entwi>eltez; 35,000 Franzosen bivouakirten mit den bereitgehaltenen Geschüßen auf den Haupt= straßen, und zahlreiche Patrouillen verhinderten überdies jede Zu- sammenrottung. Die Aufregung des Volkes war jedo< weniger gegen die Franzosen, als gegen die päpstlichen Kommissarien ge- rihtet, denn ihnen legte man die Schuld der Theurung und an- derer Uebelstände bei. General Oudinot ist na< Gaeta gereist, um, wie man meint, aus der Hand des heiligen Vaters den Rang eines Großwürdenträgers des neu errichteten Rittcr - Ordens „Pio Nono“/ in Empfang zu nehmen.

Aus Neapel wird geschrieben, daß versprengte Individuen von den Banden Garibaldi?s die Gränzen beunruhigen und verschiedene Räubereien an decn Landleuten vollsührt haben; es wird jedo die Habhaftwerdung derselben energisch betrieben. Die an der Gráânze kantonnirenden Truppen haben Befehl erhalten, nah ihren Garni- sonen zurü>zumarschiren.

Die Niederkunst der Königin von Neapel mit einer Prinzessin wurde dur< Kanonenschüsse vom Kastell bekannt gemacht. Gleich-

zeitig ist eine dreitägige Galla nebst Beleuchtung der öffentlichen |

Gebäude und der Theater angeordnet. Rom, 7. Aug. (Llo9d.) General Oudinot is gestern von

1502

Gaeta zurü>gekommen. Dieser Besu<h würde bereits früher statt- gefunden haben, hätte der General niht erst der päpstlichen Regie- rungsfommission die Leitung der Administration übergeben wollen. Der heilige Vater hat den Französischen General durch. die Versiche- rung e Achtung und seiner Liebe für die französischen Solda- ten sehr erfreut. an ist aller Orten mit dem Betragen der Oc- cupations-Armee sehr zufrieden.

Von der venetianishen Gränze, 11. Aug. (Graßzter Zeitung.) Gestern war Alles in des Aufregung, einerseits ward amtlich mitgetheilt, daß der Friede mit Piemont abgeschlossen sei, andererseits zog die Bewegung der venetianischen Flotte die Eee Aufmerksamkeit auf s<. Es hat si<h nämli die ge- ammte venetianische Flotte, eingere<hnet die meisten mit Paixhans beseßten Trabacoli, aus den Lagunen herausgezogen und vor Mal- lamocco unter dem Schuße der Batterieen aufgestell. Unser aus- gezeichnet kühner Vice-Admiral Dahlrup zog alle entbehrlichen Schisfse an si< und umstellte im Halbmond die feindliche Flotte, die wohl einige Bewegungen machte, sich jedoch nicht getraute, un- sere Flotte anzugreifen. Es wurden einige Schüsse gewechselt, je- do< ohne allen Erfolg, wohl au<h ohne näheren Zwe>. Jun- dessen dauert die Beschießung von Venedig mit Glühkugeln fort, die unsere ausgezeichnete Artillerie meisterhaft wirft; die Stadt hat {hon an mehreren Orten gebrannt, und nur der größten Thä- tigkeit der Bewohner konnte es gelingen, die Brände zu löschen. Auch Luftballon = Bomben werden noch zeitweise abgelassen , diese hängen freili< ganz von den Zufälligkeiten des Windes abz allein unter den mehreren verfehlen doch einige ihre Wirkung ni<t. Jn leßterer Zeit haben die Venetianer freilich einiges Si{hlachtvich (beim Ausfalle zu Brondolo) erhalten, allein dies is ein Tropfen im Mcerez die heftige Beschicßung von uns, der Terrorismus bei { ihnen, die höchste Noth haben au<h schon die größte Bestürzung | hervorgerufen, und jeßt kömmt no< der Friedensabschluß mit Pie- ! mont dazu, und so steht der Fall Venedigs tägli<h zu erwarten. Wenn man si< nur nicht wieder ins Parlamentiren, Verhandeln 2c.

einläßt, weil die Venetianer dies bisher zu ras größten Nath= theile ni<t als Güte, nur als S<hwäche ansahen und si dann Se benehmen, als früher.

Túrkei. onstantinopel, 30. Juli. (Lloyd) Sei einiger Zeit treffen hier aus verschiedenen Theilen Italiens viele durch die pen Ereignisse kompromittirte Personen ein, deren Benehmen die Aufmerksamkeit der Pforte erregen mußte. Trotz der Gastfreundschaft, welche die türkishe Regierung aus Grundsaß Jedem, ohne Unterschied der Nationalität, angedeihen läßt, sah sie si do< unter den obwaltenden Verhältnissen zur Aufrechthaltung der Ruhe und Sicherheit im Jnnern genöthigt, angemessene Maßregeln p ergreifen und daher solhen Individuen den Aufenthalt in Kon-

antinopel zu verweigern. Die Konsuln erhielten demna< den Auftrag, künftig niht mehr so viele Pässe nah Konstantinopel an dergleichen Personen zu unterschreiben. Gleichzeitig wurde bekannt emacht, daß die Flüchtlinge, welche Zuflucht in der Türkei suchen, fich nicht in der Hauptstadt aufhalten dürfen, sondern in die Pro= vinzen geschi>t werden müssen.

Königliche Schauspiele.

Sonntag, 19, Aug. Im Opernhause. 96ste Abonnements= Vorstellung. (Neu einstudirt.) : Joseph in Aegypten, musikalisches Drama in 3 Abth., na<h Alexander Duval. Musik von Mehul. Hierauf: Thea, oder: Die Blumenfee, Ballet in 3 Bildern, von Paul Taglioni. Musik von C. Pugny. Anfang 6 Uhr.

Preise der Pläße: Parquet, Tribüne und zweiter Rang 1 Rthlr. Erster Rang, erster Balkon daselbst und Proscenium 1 Rthlr, 10 Sgr. De, dritter Rang und Balkon daselbst 20 Sgr. Amphitheater 10 F 40

ontag, 20. Aug. Im Schauspielhause. 133ste Abonnements= Vorstellung: Die Geschwister, Schauspiel in 1 Aufzug, von Göthe. (Frl. Vilatta: Mariane.) Hierauf: Der gerade Weg is der beste, Lustspiel in 1 Aft, von Koßebue. Und: Die Ochsenmenuett, Singspiel in 1 Akt. Musik na< Haydn’'s Compositionen, von

Seysried. Anfang halb 7 Uhr.

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¡Wechsel- Course.

Brief Geld C L S S 250 Fl Kurz 143t{ 1423 Wi aaa p iener Cs 250 F1 2 Mt. 1423 | 1424 L L E 300 Mk Kurz 150% 1505 O cet ev T Ce 300 Mk 2 mi. 1505 | 14927 L C 1 Lst. 3 Mt. 6 2546 243 i

Ar bade ép oes uar obi E UCCHEE 300 Fr. 2 Mt. 8047 Milin n O Xe oa cpliz neh iét 150 Fl. 2 Mt. 835 | 83% Augsburg «oos dies Bats 150 F1. 2 Mi. —_ 101% BFeRkn a oi Det Ga e i 120 Thlr | 2 mt. 997 Leipzig in Courant im 14 Thlr. Fuss. .. 100 Thir. 8 Tage E 99% 2 mit, -— 99%

Frankfurt a. M, südd. W............ 106 FI1. 2 Mi 56 26/56 22 W'OL0NaDEE (+ +.» «bios boa evub eta eus 100 SRbl.| 3 Wachen 1055 105%

Inländische Fonds, Pfandbrief-, Kommunal - Papiere und Geld - Course.

Zt. | Brief. | Geld. |Gem. Zf.| Brief. | Geld. | Gem.

Preuss.Frerw. Anl) 5 105 1047 Pomm. V fdbr. 3% 94x

St. Schuld- Sch. 32 875 86% Kor- u. Nm. do. |35| 94% Seeh. Präm. Sch. —| [1014 Schlesische do. |3{| | K. u.Nm. Schuldv. 34| | do. Lt, B. gar. do. |34| | Berl. Stadt-Obl. /5| [102 Pr. Bk-Antb.-Sch|—| 935 |

do. do. |3{| a _ Westpr. Pfandbr. 3Z| 907 | 893 Friedrichsd’or. |—| 13%| 13% -Grossh. Posen do. 4 | —-- 99 And. Goldm.à Öth.| 127 12 do. _do. 35 893 Disconto. —_| Ostpr. Pfandbr. 3535| 94 ais Ausländische Fonds.

Russ. Hamb. Cert.| & | Poln, neue Pfdbr.| 4 | 934 do.beiHope 3.4.8.) 5 | = do. Part. 500 F1./4| 75% | do. do. 1 ‘Anl. 4| do. do. 300 Fl. |—| [103 do. Stiegl. 2. 4.A. 4 87% _— Hamb. Feuer-Cas. 3;

do. do. 5.4.14 | ae do. Staats-Pr.Anl|/—| do. v. Rthach.Lst.| 5 |106% |1064 ] Holl. 25% Int. |\24| | do.Poln. Schatz0.| 4 | 745 | Kurk. Pr. 0.40th.|—| 29% do. do. Cert. L.A.| 5 887 _— Sardin. do. 36 Fr. |—| do.do.L.B. 200FI.|—| | 14 N. Bad. do. 35 FI.\—| | 165 Pol. a. Pfdbr. a.C.| 4 | —_

Berliner Börse vom I1S. Augu Eisenbahn- Actien.

Ss t.

Sehluss-Course von Cöln-Minden 68 6.

Slamm- Actien. | Kapilal. È g 2s Prioritäts - Actien. | Kapital. |

Der Nets Ta nach T Siber Bekanntm. 24 20 Táges - Cours. G Lr: R E O R G Ï Tages - Cours.

Die nit S4 pCt, box, Actien viod < Biant gus. (M5 (A jührliche Verloosung à 1 pCt, amortisirt.

Berl. Anh. Lit. A. B. | 6,000,0C0!| 4 | 4 | 835 G. 83% B. Berl.-Anhalt. .……..... | 1,411,800 | 4 | 905 B. do. Hamburg …... | 8,000,000 | 4 | 00 69 bz. do. Hamburg... 5,000,000 | 47| 955 B. do. Stettin - Starg. . | 4,824,000 | 4 | 4 | 99% B. do. do. _II. Ser. | 1,000,000 | 47 89 B. do. Potsd.-Magd... | 4,000,000 | 4 | | 59% bs. u. B. do. Potsd.-Magd. .… | 2,367,200 | 4 | 88 a Z bz.

Magd.-Halberstadt .… | 1,700,000 | 4 | 7/1414 B. do. - do. …. | 3,132,800 | 5 | 985 bz. u. G. do. Leipziger 2,330,000 | 4 |/10 do. do. Litt. D. | 1,000,000 | 5 | 93 bz. Halle - Thüringer... - 9,000,000 | 4 | 2/595 bz. u. B. do. Stettiner... - | 800,000 | 5 | 103% B. Cöln - Minden …....- 13,000,000 | 34 | |88 bz. n. E. Magdeb.-Leipziger .…. | 1,788,600 | 4 do. Aachen... | 4,500,000 | 4 |— |49 B. Halle - Thüringer... | 4,000,000 | 44| 924 bz Bonn - Cöln... 1,051,200 5 | 5 Cöln -Minden.……..... | 3,674,500 | 47| 97 B Düsseld. - Elberfeld... 1,400,000 | 5 |— | 665 B do. do. 3,500,000 | 5 ] 100 bz Steele - Vohwinkel .. | 1,300,000 | 4 |— |37 bz Rhein. v. Staat gar. 1,217,000 | 35 _— Niedersehl. Märkisch. |10,000,000 | 3#| | 815 bz. u. G. do. 41. Priorität .… | 2,487,250 | 4

do. Zweigbahn | 1,500,000 | 4 |— do. Stamm-Prior. | 1,250,000 | 4 | 743 bz Oberschl]. Lit; Ame |- 2,293,100 a 65 | 1043 bz. u. G. Düsseldorf-Elberfeld. | 1,000,000 | 4 L

do. Litt. B.” 2,400,000 | 33/| 65 | 1033 B. Niederschl. Märkisch. | 4,175,000 | 4 | 891 bz Cosel - Oderberg .….. | 1,200.000 | 4 | do. do. 3,500,000 | 5 | 1014 bz Breslau - Freiburg... / 1,700,000 | 4 | G do. III. Serie. | 2,300,000 | 5 | 99 bz. Krakau- Oberschl.... | 1,800,000 | 4 |— | 552 a 66 bs do. Zweigbahn 252,000 | 45| 72 6. Berg. -Märk. ........ | 4,000,000 | 4 |— | 545 bz. do. do. 248,000 | 5 | 80; 6. Stargard -Posen 5,000,000 | 3{| | 81 bz. Oberschlesische …... 370,300 | 4 es Des - Neisse.…..…... | 1,100,000 | 4 | Ss Krakau - Obersch]. .…. 360,000 | 4 | 79{ B, Magdeb.-Wittenb.... | 4,500,000 | 4 |— 54; bz u. G Cosel - Oderberg. 250,000 | 5 —_

A RES és 325,000 | 5

i: . 0. do. II. Ser. 375,000 | 5 -— Quiltunge- Bogen. Breslau -Freiburg .…. 400,000 4 Aachen - Mastricht .. | 2,750,000 | 4 [30 = Berg. -Märk.… ....... 800,000 | 5 | 97 bz

A ; : Sf Ausländ. Aclien. Ausl. Stamm- Act. 22122 . jo AN E Friedr. Wilh.-Nerdb. | 8,000,000 | 4 |—|423 a £ bz. u G Kiel - Altona „.... Sp. | 2,050,000 | 5 |— {98 B do Prior... 5 |[—/9453B 9 6 Amsterd.-Rotterd. Fl. 6,500,000 | 4 | úds Mecklenburger Thlr. | 4,300,000 |4 |—| 35 B

von Preussischen Bank-Antheilen 93 bz. u. B.

Das Geschäft war eben nicht sehr belebt, und gingen

Auswärtige Börsen.

Breslau , 17. Aug. Poln. Papiergeld 955 G. Oesterr. Banknoten 84% Br., 845 G. Poln. Pfdbr. alte 945 G., do. neue 935 G. Poln. 300 Fl. 103 G. 500 Fl. 75 G. B. Cert. 200 Fl. 145 G. Russ.-poln. Schaß-Obl. 74 G. Oberschl. A. 106 Br., do. B. 1025 G. Freiburg 82% G. Köln - Minden 89 G. Nieders{l. 82 Br. Neisse - Brieg 345 G. Krakau = Oberschl. 564 Br., 56% G. Friedrih Wilhelms Nordb. 434 Br.

Wien, 16. Aug. Met. 5prez. 934. 4proz. 75. 23proz. Anl. 34: 156, do. 39: 964. Nordb. 1412. Gloggn. 108. B. A. 1062. Wec<hsel=-Course. Amsterdam 2 Mt. 1687 G. Augsburg k. S. 1213. Frankfurt 3 Mt. 121. Hamburg 2 Mt. 1778. London 3 Mt. 12. 13. Paris 2 Mt. 1445. Die Börse sehr geschäftslos; Fonds und Actien matt, wesentliche Veränderung. fla Fremde Valuten, anfangs gesucht und höher gehalten, blieben uer. Gold und Silber höher.

Leipzig, 16. Aug. Leipz. Dr. P. Oblig. 102% G. Leivz,

B. A, 1405 Br. L, Dresd. E. A. 100 G Sächsis< - Bayer,

Mt Ses. 804 Br. Chemniß -Riesa 22 G. Altona - Kiel

4 Br. Magdeb.-Leipzig 192 Br. Berlin-Anh. Litt. A. u. B. 83 G. Deß, B. A. 111 G. Preuß. B. A. 932 Br.

Frankfurt a. M., 16. Aug. Die Börse in mehreren Fonds und Eisenbahn - Actien war beute a aa na- mentlih alle bsterr, Gattungen und Bexbacher, F. W. Nordbahn und Köln-Mindener Actien wurden zu mehr oder minder billigeren Prei- sen als gestern abgegeben. Der Umsaß darin war jevo< von kei- Sard, Loose, preußische Staatss{uldscheine, darmsl. onds gefragter. Alle übrigen Partumgen blieben ohne

nsbesondere Eisen e 5proz. Metall. 76 Br., 761 Gld, Bank: Actien

497. Mail. 77%.

ohne

esterr.

do. a 35 Fl. 28% Br., 285 Gld. Hessen Partialloose a 40 Nthlr. preuß. 29% Br., 29 Gld. Sardinien Partialloose a 36 Fr. 292 Br,, 29 Gld. Darmstadt Partialloose a 50 Fl. 693 Br., 695 Gld, a 25 Gl. 234 Br,, 235 Gld. Spanien 3proz. inländ. 26% Br., 263 Gld. Polen 300 Fl. Loose 104 Gld., do. 4proz. Oblig. a 500 Gl. 79% Br., 75% Gld. Friedri - Wilhelms - Nordbahn 444 Br., Wi Ste Bexbach 78% Br., 784 Gld. Köln =- Minden 897 Br., % Gld.

Hamburg, 16. Aug. 3Z¿proz. p. C. 814 Br., 813 G. E. R, 102 Br., 1015 G. Stiegl. 82; Br., 825 G. Däu. 68 Br. Ard. 115 Br, 3proz. 25% Br., 25% Gld. Hamkurg-Berlin 69 Br., 685 G. Bergedorf 84 G. Magdeb. - Wittenberge 9534 Br. u, G. Altona-Kiel 95$ Br., 954 G. Me>lenburg 35h Br., 35 G.

Von Fonds waren 3proz. span., von E. A. Magdeb. Witt. etwas höher.

London, 15. Aug. 34proz. 92%. Span. Ard. 3proz. 342. Mex. 285, 4.

Cons. eröffneten heute zu 923, $ p. C. unt 92x a. Z., sie blieben gegenwärtig 924, & p. C. und 92% a. Z.

Von fremden Fouds sind Mex. 14 % seit gestern gestiegen.

Eisenbahn =- Actien etwas gewichen. i

2 Uhr. Cons. p. C. 923, 4, a. Z. 923, 5.

Amsterdam, 15. Aug. Holl. Fonds waren im Allgemei nen etwas flauer, do< zeigten si< zu den niedrigeren Coursen be- fonders für Jnt., verschiedene Käufer. Span. konnten sih nicht bat E gestrigen Höhe behaupten. Oesterr. und russ. gut preis-

altend.

- Holl. Jntegr. 525, 2, 3proz. neue 615. Span. Ard. 125, 4, gr. Piecen 124. Russen alte 103%, 4proz. 84%. Oesterr. 5proz. Met. 73, 2xproz. 384. Mex. 267. Peru 50%, #, 5.

3proz. Cons. p. C. 925, a. Z. 925. Int. 523. 4proz. 825.

L Markt: Berichte. Berliner Getraideberiht vom 18, August. Am heutigen Markt waren die Preise wie folat:

die Course fast aller Effekten, wegen der auswärtigen Verkaufs- Ordres, denen sich einige Gewinn-Realisationen zugesellten, zurück.

Weizen nah Qualität 55—59 Rthlr. Roggen loco und s{hwimmend 26—28 Rthlr. » pr. Aug. /Sept. 26 Rthlr. Br., 255 G. » Sept. /Oktbr. 264 a 26 Rthlr. verk., 26 Br. u. G. » Oktbr. /Novbr. 265 Rthlr. Br., 264 bez. » Novbr. /Dez. 27 Rthlr. » pr. Frühjahr 294, 292 a 29 Rthlr. verk., 29 G. Gerste,

große loco 22—23 Rthlr. leine 18—19 Rthlr. Hafer loco na< Qualität 16—164 Rthlr. - » pr. Sept. /Oktbr. 48pfd. 155 Rthlr. Br. » E Giabe 4B6f E 18 B | » pr. Frühjahr 48pfd. 175 Rthlr. Br., 50pfd. r. j Rüböl loco 13% Rihlr. Br, 1 B, L |

; » pr. Aug. 135 u. 1327 Rthlr. bez.,, 135 Br. j

» Aug. /Sept. 135 Rthlr. Br., 134 G. f » Sept. /Oktbr. 1322 u. 13% Rthlr. bez., 1334 Br. | » Oktbr. /Novbr. 1354 Rthlr. Br., 135 bez., 135 G. » Novbr. /Dezbr. 1345 Rthlr. Br., 134 bez.

» Dezbr. /Jan. 13% Rthlr. Br., 13% G.

» Jan. /Febr. 13% Rthlr. Br., 13% G.

» Febr. /März 13 Rthlr. ; Leinöl loco 105 Rthlr. Br. |

» pr. Septbr. /Oktbr. 105 Rthlr. Br., 104 G. | Mohnöl 17 a 163 Rthlr. L Hanföl 14 a 135 Rthlr.

almöl 135 Rthlr. üdsee - Thran 114 Rthlr. Spiritus loco ohne Faß 157 Rthlr. verk. u. Br. | » mit Faß pr. Aug. /Sept. 15% u. 15 verk, u. Br. » Sept. /Oktbr. 15 Rthlr. Br., 145 G. / » Okt. /Nov. /Dez. 15 Rthlr. Br., 145 G. j

» pr. Frühjahr 154 Rthlr. Br., 154 O. | Weizen ohne Geschäft. Roggen matt. Rüböl angenehmer.

Spiritus flauer. :

Berlin, Dru> und Verlag der Dekerschen Geheimen Ober-Hofbuchdruerel. | Beilage |

| Schweiz.

| überfluihct-und der

Ï von deren Ï tet

Klapka's Operationspläne,

- U er. : F Oesterreich. A M E n, ler 48 außerordentliche, Session der

Bundes - Vexsammlung. Wissenschaft und Kunst. Die Statue König Friedrich Wilhelm's 11J. von Drake. Eisenbabn- Verkehr.

Uichtamtlicher Theil. Ausland.

Hestterreich. Vom linken Donau-U fer, 10. Aug. (Gr.

| 2 Während auf dem reten Donau-Ufer, gegenüber der verheerenden

nsurrection, alle möglichen prophylaktishen Maßregeln ergriffen wer-

| den und im Momente ein 20,000 Mann starkes Truppen-Corps im ' Anmarsche ge

en das ominós gewordene Raab arie ist, läuft

Gefahr, von dem komorner Zweifüßlerschwarme wenigen Kräfte und Säfte, die ihm die Kriegs- gelassen, vollends beraubt zu werden. Es lag im Jyusurgcntenführers Klapka, daß im selben Momente energischer Ausfall gegen die Schütt und in Eilmär= schen bis Preßburg einerseits, andererseits auf dem rechten Donau - Ufer über Raab und Wieselburg cbenfalls bis Preßburg gemaht werde, um die Kaiserlihen Truppen, Schwäche man auf das genügendste unterrich= gegen die Gränze und wo mögli< hinüber zu

die ganze Schütt

plage übrig Plane des ein gleicher

war, drängen; allein die Uneinigkeit, die theils in der Festung selbst,

theils unter den Führern herrscht, vereitelte dies Projekt, das übri-

gens in keinem Falle gelungen wäre, Die Festung hätte müssen auf eine sie gefährdende Weise entblößt werden, und. dies wollte wohl Klapka, nicht aber Aschermann und die Besaßung, die von dem Herannahen eines russischen Truppen-Corps sehr gut unterrichtet waren. Auch sandte Aulich nicht das versprochene Quantum, und so blieb es, da man doch niht wußte, was zwischen Raab und Preßburg im Hintergrunde lag, bei einem Streifzuge in groß- artigeren Maßstabe, Wer glaubt, daß es wegen Proviant-Angele- genheiten geschah, irrt si<; denn ein Ueberläufer, so wie auch Bauern aus der Schütt, sagen aus, daß eine solche Menge von Lebensmitteln vorhanden sei, um die Festung, selbst wenn keine Zu- fuhren stattfinden, bri einer Besaßung von 15,000 Mann noch ein volles Jahr halten zu können, ja, die Honveds haben in neuerer Zeit die benahbarten Dorfbewohner mit Spe> und Wein verschen und ihnen dagegen Hemden, Gattien und anderes Weißzeug abge- fordert. Darum nehmen auch die neueren Ausfälle in die Schütt einen mehr persönlichen Charakter an, d. h. sie arten in ein Ver- nichtungsprinzip aus gegen Alle, die nur einigermaßen des Einycr= sándnisses mit den Kaiserlichen Truppen verdächtigt werden. So fielen z. B. die Honveds in bedeutender Anzahl in ein Dorf nächst Komorn, um den aus der Festung desertirten Sohn cines Richters zu requiriren, und drohten mit Verheerung des ganzen Dor-

fes, wenn er niht ausgeliefert würde; der Vater selbst mußte ihn, hinten an den Wagen gebunden, worauf sich die Honveds seuten, na< der Festung bringen, und als

er dort ankam, wurde der alte Vater unter die Honveds geste>t, der Sohn aber erschossen ; Pferde und Wagen sah man niemals wieder, Die Pfarrer erhalten von Zeit zu Zeit Mahnbriefe, um ihre Gemeinden für die Juteressen der Republik zu erhalten, und einmal verlangte Klapka die Abschrift von Predigten, die auf ver= shiedenen Dörfern gehalten wurden; die Geistlichen sind um so mehr der steten Gefahr ausgeseßt, als ihre Schulmeister und Notare die regelmäßigen Denunzianten machen und alle ihre Worte belauern ; die Dorfrichter dagegen sollen fast durch= gangig gegen die Jusurgenten - Tyrannei eifern. Auf die slo- vakischeu und deutschen Oerter haben es die Jusurgenten vorzugs- weise abgesehen, und die Freude soll wirkli< großartig gewesen sein, als sie hörten, es gehe jeßt auf Tyrnau und Preßburg los; wäre cs nun so gegangen, \o lag es im Plane, die beiden Städte sofort zu plündern, die stattlichen Weiber und Mädchen zu entfüh= N die Männer abr zum Kampfe gegen den Despoten aufzufor- crn und dann die Freistädte dem Feuer zu übergeben. Wenn ih gut unterrichtet bin, \o stehen die Jusurgenten mit mehreren Be- wohnern dieser Städte in vielseitiger Verbindung, denn sie scheinen

von Allem, was in Preßburg besonders vorgeht enau R zu sein. Aber au< nur die Speer win lesz; der größere Theil der Besayung lebt in großer

Unkenntniß über die Dinge, die gau erhalb der Festung vor-= L ist auch meistens betrunken mi atthübig e aaaciiifie

ombination. Wie man hört, werden die Gefangenen in Komorn n \hle<t behandelt, und man seßt ihnen scharf zu, um sie für i A der Insurgenten zu gewinnen z allein, wie der Ueber= E sagte, ist auh no< nit Einer dem Monarchen untreu ge- g Lek iu agegen reißen sie aus, wie sie können; die Bewachung 4 lbr streng, und bereits. sind sieben, die wieder eingeholt atn erschossen worden. Die Bewohner von Komorn sind un=- ea: ¿usammengeschmolzen, viele sind ausgewandert, viele laufen icháfti i! den Dörfern umher, wenige sind bei der Aerndte be-= L O die Männer sind fast alle ins Banat geschi>t worden, da léßt i s a zu werden begannen. Der moralische Zustand vai a t eschreibung zu. Die starken Truppenansammlungen auf Hofer, R a a eine ariser Einnahme von Raab

. ori, sind die ungarischen Vorposten

außerhalb Hochstraß, auf der Schült und Waag bis S ed

Der preßbux au in Tornan f lsbexg wird von allen Seiten stark befeligt uf der

>— Truppenc Sauhaide bei Preß j orps aufgestellt werden. würde der Schütt Urg ist ein großes Lager, und es scheint, als

; ein à Generale Csorih und B è Demonstration bevor eye, Mie urg, wo die

Russen, 10,000 Mann staxx, (d gegenwärtig in Pre

Nach S ered und gegen Raab ti enigen Tagen erwartet werden.

keine Pâsse ausgethellt: n werden in Preßburg immer noch Schweiz. Bern, 12. Aug. De

über die so ras zu Ende gegangene aus Verfassungsfreund sagt

ves-Verfaminkung l, Dl selbe hat ‘igerordentliche Session der Bun-

genommen und mit Resultaten geendigt, wele vo L A

,

y Beilage zum

| blikum muß: diesmal die Erwägungsgründe für dasjenige, was be- ¿ s{<lossen_ worden ist, so wie für: das, was man unerledigt oder ei= 1 gentli<. unberührt gelassen hat, nicht in den Diskussionen und. in : den Berichten suchen. Es haben unverkennbar außerhalb der Rathssále Transactionen. und Konzessionen stattgefunden, um einen öffentlichen Kampf divergirender Ansichten und vielleicht weit- tragende Beschlüsse. gegenüber der allgemeinen politishen Welt- lage. und der schweizerischen. insbesondere zu vermeiden und nah außen eine dur< Uebereinstimmung der obersten Gewalten starke Eidgenossenschaft dem Auslande gegenüber zu. zeigen. So sehr man dies auch begreiflich finden mag, \o werden doch Manche im Volke sein, welche gerade in wichtigen Momenten es nicht am Playe finden, daß die Vertreter des Volkes die Haupt- fragen als ein noli me tangere betraten und, anstatt die Politik der Exekutiv-Behörde ausdrücklich zu billigen oder solche vorzuzeich- nen, sich auf allgemeine Vollmachten beschränkcn und. einzelne G regeln, mit denen sie, wie der Berichterstatter im Nationalrathe selbst einräumte, nit einverstanden waren, mit Stillschweigen übergehen. Ob wirkli<, wie im Ständerathe gesagt wurde, eine in Aussicht gestellte Abdankung des Bundesrathes in corpore und im Hintergrunde ein Bürgerkrieg auf die diesmalige Geschäftsfüh- rung Einfluß geübt habe, wird wohl später noch offenbar werden.“ Der Verf. Fr d. wirft ferner folgende zwei Fragen auf: „Erstens, daß der französische Gesandte in Beziehung auf die Rüstungen der

<weiz u. st. w. eine Note eingereiht oder mündliche Eröff- , nungen gemaht hat, ist selbst na< der Berichtigung des Herrn Bundes = Präsidenten gegenüber der Korrespondenz in der N. Z. Z. aus der Bundesstadt unzweifelhaft. Erschien denn die- ser Umstand allen Mitgliedern in beiden Räthen fo unbedeutend, daß auch nicht eine einzige Interpellation erfolgte, um zu erfah- ren, was denn der wirklihe Jnhalt der Communication des fran- zösischen Gesandten sei. Hat das Volk nicht das höchste Interesse, das Recht, zu wissen, wie es si< in Wirklichkeit mit diesen Eröf- nungen verhalte? Zweitens wird cs auffallen, daß auch. nicht eine einzige Stimme sih erhoben. hat, um zu fragen , wie weit es mit dem Vollzuge des Bundesbeschlusses bezüglih auf die Militair- Capitulationen gekommen sei? Nach dem Eifer , welcher si< bei | der Behandlung dieser Frage vor ein paar Monaten gezeigt hat, hätte man erwarten sollen, daß irgend Jemand si<h erkundigt hätte, was aus der Sache geworden , zumal scitdem mehr als genügende Zeit verstrichen ist, um wegen der Vollziehung in Neapel anzubinden und Bericht von daher zu erhalten. Oder foll dieser Beschluß der neuen Bundes - Versammlung das gleiche Schi>ksal haben, lebendig begraben zu werden, wie der in der gleichen Sache von der seligen Tagsaßung gefaßte ?‘‘ Die Basler Zeitung sagt: „Der Bundes-Rath hat von sei= ner erhaltenen Vollmacht s<nellen Gebrau<h gemacht und sofort am Dienstag etwas über einen Drittheil der aufgebotenen Trup- pen entlassen. So sehr uns dieser Beschluß als ein Anzeichen einer baldigen Lösung der verschiedenen vorhandenen Schwierigkeiten Freude macht, so können wir do nicht umhin, einige Bemerkungen an denselben zu knüpfen. Wir müssen-nämlih frei und offen er- klären, daß wir die Gründe dieses Aufgebotes von 25,000 Mann heute nicht besser kennen, als vor 44 Tagen,»-während doch jeder Schweizer hierüber ganz “Und gar im“Klarêitsein sollte. Und diese Klar= heit gebührt einem Jeden, nicht allein wegen der großen Kosten, die er mittragen, und der no< größeren Geschäfts - Vernachlässigung, die er mit empfinden muß, sondern no< vielmehr wegen der gro- ßen politischen Wichtigkeit einer solchen Truppen- Aufstellung, wegen der blutigen Möglichkeiten, die si< an eine so bedeutende Bewaff- nung knüpfen, Vergebens haben wir mit Spannung die Berichte des Bundesrathes, vergebens die Diskussionen der Bundesversamm- lung gelesen. Das Räthsel wurde uns auf keine Weise gelöst. Sehr wichtig ist, daß die Bundesversammlung das Aufgebot gebilligt, vielleiht no< wichtiger, daß sie den Ausweisungsbeschluß gegen die Insurgenten-Chefs gutgeheißen hat, aber auf die Frage: Warum wurde eine Armee aufgerufen? finden wir keine Antwort. Der allgemeine Grund, daß eine preußische Armee an unseren Gränzen steht, kann nicht die Ursache des Aufgebots der 25,000 Mann sein, denn die Preußen sind seit Ende Juni im Anmarsch und stehen seit dem 10, Juli in gleicher Zahl wie später hart an unseren Gränzen, und das Aufgebot ist am 24. Juli erst beschlossen worden, konnte also vor Ende Juli nicht in volle Kraft treten. Die büsinger Ge= schichte, welche im Moment des großen Aufgebots vom Bundesrath stark betont wurde, kann au< nur sehr untergeordnet dazu mitge- wirkt haben. Oder sind in der Zeit zwischen der Ankunft der Preu= ßen an der Gränze und zwischen dem Aufgebot der Schweiz Zu- R von außen gemacht worden, oder wollte man durch Krastenlwi>elung die Flüchtlings-Unterhandlungen und die Rückkehr der Flüchtlinge s{hneller gehen machen? Ist dies der Fall, so war man schuldig, es zu sagen, aber so weit die bisherigen Eröff- nungen gehen, müssen wir bestimmt annehmen, es seien der Schweiz keine Zumuthungen gemacht worden. Was die radikalen Blätter auswärtigen Zumuthungen oder ciner Kondeszendenz gegen außen zuschreiben, nämlich die Ausweisung der Chefs, il am 16. Juli aber wer wollte anuehmen, der Bundes-Rath habe zuerst konzedirt, und daun bewaffnet?! Oder endlich, denn wir müssen alle Vermuthungen erschöpfen, ist diese Bewaffnung doch darum geschehen, damit der Bundesrath gegen- über von ultraradikalen, allfallsigen Plänen das Schwert in der Hand habe ? Jst dies der Grund, so begreifen wir, daß man es einstweilen nicht sagt, aber so lange man nicht besser herausrüd>t, als bisher werden eben die Vermuthungen ihren il haben. Wir spre- <en \{ließli< den Wunsch aus, daß die kräftige Stellung, in wel= cher der Bundesrath nach der eben vollendeten Sißung der beiden Räthe dasteht, denselben vermöge, die Wahrheit, die ganze Wahr- heit, nichts als die Wahrheit zu sagen.“ Jm Erzähler wird bemerkt: „Man hat in dem Beschlusse des National - Raths, der die Angelegenheit der Ausweisung der Flüchtlinge umgeht, eine Art Begnadigung des Bundesrathes erbli>en wollen. So hat es indessen dieser nicht angesehen , indem er nicht wider denselben opponirte. Wäre die Schlacht über Billigung oder Mißbilli- gung wirkli geliefert worden, wir sind überzeugt, der Bundes= rath würde siegrei<h aus dem Kampfe hervorgegangen sein, und zwar uicht blos im Ständerathe, sondern am im Nationalrathe. Eine indirekte Billigung seines Flüchtlings - Kon= kflusums liegt unter Anderem in dem Umstande, daß 67 gegen 17 Stimmen die Anträge des Herrn Büßberger, welche theil- weise auf Mißbilligung gingen, verwarfen, und daß die Emil Frei- M noch weiter gehenden Vorschläge nur ein paar Stimmen auf

< vereinigten. Der Bundes-Rath sit fester als je, nur muß er

beschlossen worden ;

rige Maßregel. in ihrem großen Umfange will auch jeßt no< man-

sich vor e jáhen starken Truppen - Aufgeboten hüten. Die dahe- <em Patrioten, geschweige den Finanzseelen, ni<ht als ganz ge-

nähere Einsicht in die gepflogenen di-

re@<htfertigt erscheinen. plomatis<hen Berhanvlungen es. wie beflissen der Bundes = Rath

Eine

\{hweizerishe Interessen verficht, und wi ie mi feindselige Absicht von Seiten des Auslandes. Pa RNE 216 einan

dasselbe seine Konvenienz mehr dvurschimmert. Daß

l befragt, als die \{<weize 5B

in der Natur der Sache. Es Denf Daher ee Aires beträchtli< rcduzirt werden. Am Ende bleibt von den daherigen Kosten wenigstens der Gewinn, daß früher entzweite Brüder im Felde si< wicder fanden; daß man sieht, wie ernstlich die Schweiz au kleinere Verlegungen ihrer Neutralität aufnimmt, und wie bald sie ihre Armeen entshüttet. Es mag dies als Erfahrung und Abschre>ung für Anwandlungen künftigen Uebermuthes gut sein. Als vollends überflüssig erahten wir den vom National - Rath er- theilten Auftrag, sih Uber den Zwe> der Truppen - Aufstellung im Badischen zu erkundigen. Es is dies. ein nachgeborenes Kind. Jedermann weiß, daß ihr Zwe> nicht die Schweiz, sondern die Occupation Badens. ist.“

Wissenschaft und Kunst.

Die Statue König Friedrih Wilhelms Ill. von Drake.

Dieses neueste plastische Meisterwerk, welhes den Thiergarten unserer funstreihen Residenz als ein Gebilde eigenthümlicher Art shmü>en wird, verdient es wohl, obgleich es das Atelier des Meisters noch nicht verlassen hat, der patriotischen Theilnahme immer aufs neue empfohlen zu werden. Wir möchten diese Statue, welche von den Hautrelief-Figuren des Po- stamentcs nicht getrennt gedacht werden muß, eine in Maimor ausgearbei- tete Jdylle nennen. König Friedrih Wilhelm 111, feiert gleichsam den Ge- burtôtag seiner verstorbenen Gemahlin, Seine ausfrehte Stellung is seíne naturgetreue Haltung. Wir sehen ihn ohne Kopfbede>ung, im Ucberro>e z man könnte sagen, wir sehen ihn als Menschen, in einsamer und heiliger Erinnerung. An das Monument der verklärten Königin Louise leise ange- lehnt, an welhem man die Relief-Büste derselben erbli>t, hält er in der Rechten einen Blumenkranz, dessen Bestimmung der Betrachter nicht ver- fennen kann. :

Das Monument des Königs wird in der Nähe des Monumentes der Königin im Thiergarten errichtet werden. Da her hat der Künstler das Motiv für seine Hautrelief-Figuren entlehnt, Dieselten bilden eigentlich acht Gruppen, welche sich aber zu je zweien als vier Einseiten aneinander- reihen und in ihrer Gesammtheit, als Darstellung der Thiergarten-Freuden, wiederum ein Ganzes bilden.

Wesentlich ist es das Familien-Leben im freudigen Naturgenusse, wel- ches der Künstler uns in seiner reichen, zart und fein ausgeführten Com- position vergegenwärtiget: cine Mutter, welcher das personifizirte Waldbäch=- lein etwas (von der glücklichen Zukunft ihres Kindes ?) in das Ohr flüstert, indem dasselbe zugleid den Goldfish<hen Wasser spendetz eine Mutter mít dem Kinde im Anbli>ke der Schwäne, welche von der Nymphe des Thiergarten-Wassers ihr Element bekommen; eine Mutter, deren Angehörige von einem Vogelneste angezogen werden; ein Greis endlich, welchen die Enkelin in das Freie geleitet hat, und welchem die heiteren

. Spiele der Jugendwelt das Gesicht mit Wohlbehagen verklären.

Das strebsame Alter des feurigen Jünglings und des rüstigen Man- nes, mit ihren Zweifeln und mit ihrem Ringen , hat der Meister nicht auf- enommen in das harmlose Stillleben seiner reihen und wohldur<dachten omposition: die Freuden der Kindheit und der Wiederschein dieser Un- \chuldswelt in den Blicken der Mütter; den Reigen der Jungfrauen und Knaben, welcher einer rosigen Ahnung Raum giebt; und das liebliche Abendroth auf der Wange des Greises , diese stellen ihm die reine Poesie des idvllischen Lebens dar, welche aus der Wirklichkeit emporgehoben wird durch die Gestalten cines anderen Kreises, welche die erfinderishe Phantasie mitten unter die Gegenwart hineingestellt hat.

So zaubert der Künstler uns ein Werk aus dem Steine hervor, wel- <es durch cine unendliche Lieblichkeit dem Beschauer immer neue Reize ge- währt und sein Gemüth mit heiteren Bildern der Gegenwart und der Ver- gangenheit zugleich erfreut.

Friedri<h Wilhelm 111. und scine Gemahlin, welche einst einen neuen Geist des sittlihen Familienlebens über ihre Hauptstadt ausgebreitet haben, haben ofimals in dem Thiergarten , dessen alie Eichen bis auf den ersten hohenzollernshen Kurfürsten zurückführen , harmlos unter ihrem Volke ge- lustwandelt. Jept empfangen sie das Monument der Liebe, man möchte sagen, den Zoll dcr Dankbarkeit, welhen unser Kunstwerk in dem fröhlichen Genusse der Figuren an seinem Hautrelief auszusprechen scheint.

Der Meister , welchem wir dieses sinnige und s{höne Bildwerk zu ver- danken haben , hat durch dasselbe seinen Namen mit Ehren aufs neue in die vaterländische Kunstgeschichte, neben Schadow, Rauch und e hinge- stellt. .

Eisenbahn - Verkehr.

Niederschlesishe Zweig- Eisenbahu (Glogau - Sagan.)

Geschäfts-Berichht pro 1848 und Uebersicht der ersteu sieben Monate des Jahres 1849.

In der General - Versammlung vom 24. Januar d. J. wurde zwar beschlossen, daß. die nächste General - Versammlung am dritten Sonnabend des Monats Juli stattfinden solle; da jedoch ein Haupt-=- Gegenstand der Verhandlung die Vorlage der revidirten Bau- Rechnung sein sollte, die Revision derselben aber erst kürzlich er- folgt ist, so hat die Direction, damit dieser Zwe> nicht vereitelt werde, und auch der Jahres-Bericht, den Beschlüssen der General- Versammlung gemäß, vor der General - Versammlung ausgearbei- tet sein konnte, dieselbe um einige Wochen später ausgeschrieben. Zugleich war durch den am 1. Juli c. erfolgten Tod des bisheri= gen vorsißbenden Direktors Dr. Bail, welher die Ausarbeitung des Jahres - Berichtes übernommen hatte, eine Geschäftsstörung ent- tanden. ! Jn Betreff der Unterhandlungen mit dem Staat wegen Wei- terführung der Bahn na< Posen und Uebernahme ciner Zinsga- rantie in der Zwischenzeit hat die Direction nicht gesäumt, dieselben lebhaft zu betreiben. Anfänglih wurde auch die günstige Aus- sicht eröffnet, daß der Staat vielleicht eine Zinsen - Garantie von 4 bis pCt. ertheilen würde, wenn eine Gesellschaft ‘mit dem nöthi gen Kapitale zusammentrete, um eine Bahn von Breslau nach Posen und von Glogau zum Anschluß an dieselbe nach Lissa zu bauen. Nach den leßten Resolutionen und Mittheilungen scheint jedoh die Staats - Regierung hierzu niht mehr geneigt zu sein, und es is aller Bemühungen ungeachtet bis jeßt noch nicht ge- lungen, die Sache zu einer definitiven Entscheidung zu bringen, indem das hohe Handels - Ministerium unterm 9. Juni c. sih nur im Allgemeinen , ohne eine bestimmte Zusage, dahin At at, daß Einleitungen getroffen seien, um die zum hren i fbaknnet gehörige Eisenbahn von Posen nah Breslau hee 3M

weigbahn von Lissa na< Glogau zum Anschluß an die ier jhteslse P ban, so bald als möglih ins Leben zu rufen,

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darauf Bedacht genommen werden würde, die Niederschlesische