1849 / 227 p. 2 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

L je Kriegsgeschichte wenige gleiche zur Seite zu stellen Ms f S ‘Tapseribit das wichtigste Bollwerk Nieder-Un arns ge« N 9 Soldatèmul : Unser: geliebter! ritterlicher Kaiser wird diese Eure Tha- Le Enex- Lob aus, seinem Munde is, wie ih weiß, der höchste

nen, Lol ; O dem Jhu: Frebt,! Zeder Zeuge Eures Muthes ,… Eurer Be-

ho ' ; , h Euch; nux- weinen; Dank sagen für é Berèitldil=, da e Ia meine Befehle bei jeden, selbst den eridteWAn ert G abt. Jch drside, grnguert meine Erwartung daß: Jhx die

) n , e R E aare und Taäßferkeit in der weitere. Folge-dieses R

nähren und dadur denselben seinem baldigen ruhmwürdigen Ende zu n werdet.“ L á f Der heutige Lloyd enthält folgende Nachrichten vom unga-

rischen Kriegsshauplaße: „Zu Ende der gestrigen Börse verlautete die Nachricht, daß Raab vorgestern Abends ohne Widerstand von den Kaisexlichen Truppen beseßt worden. Die Jnsurgenten unter Klapka sollen si< gegen Komorn und ein Theil ihrer auf der Schütt stehenden Truppen gegen _Guttg zurückgezogen haben, Dem Vernehmen nah befindet si< der russishe General Grabbe in der Nähe von Komorn, Losoncz, welches sich gegen die russischen Trup- pen. bei ihrem Duxehmarsche . treulos benommen hat, soll. bestraft und in: Brand geste>t worden - sein. -Glaubwürdige Briefe aus Pancsova / vom neuesten Datum bestätigen. die Räumung dieser Stadt durch die Magyaren. Die. Dampfschiffe verkehrten bereits ungehindert dahin. Auch wird berichtét, daß die ganze Donaulinie von Pesth bis Essegg- fortwährend frei ist, Die ungarische. Süd- Armee soll si<h. nun bei Orsowa konzentriren, wo es wahrscheinlich zum Finale des blutigen Drama’s kommen, dürfte. ““.

Die Austxia macht Anzeige von. einem neuen Postgertrage, welchen das ósterreichis<he Handels-Ministerium am 414. Juli 4849 in St. Petersburg mit der Kaiserli< russischen Ober - Postverwal- iung abgeschlossen hat. „Der erste Pöstvertrag mit Rußland“, sagt dies Blatt, „wurde am 11. Februar 1843 abgeshlossen. Er regelte die bis dahin völlig unbestimmten Postverhältnisse mitdem großeu Nachbarstaate, hatte. die Aufhebung der in Rußland früher von den österreichischen Briefen eingehobenen bedeutenden Portozuschläge zur. Folge und öffnete Rußland. au<h für die aus oder tur< Oesterreich dahin bestimmten Fahrpost - Sendungen , - welche vor 1843 nicht: auf dem Postwege na< Rußland versendet werden konn- ten. Rußland hatte jedo< damals no<h cinen vielfa< abgestuften Briefporto-Tarif , während Oesterreich den seinigen bercits auf die beiden Portosäße von sc<s und zwölf Kreuzern vereinfacht hatte, Hierin lag eine Schwierigkeit für die Aufhebung des we<selseitigcn Franfalurzwanges, daher man si diese für den binnen kurzem zu gewärtigenden Zeitpunkt vorbehielt, wo Rußland. seinen Porto- Tarif dem österreichischen gleichgestellt oder genähert haben würde. Dies geschah uc< im Laufe des Jahres 1843, indem die Kaiser- li< russische Regierung für alle Korrespondenzen im Innern des Kaiserreichcs ohne Unterschied der Entfernung die glcihförmige Porto-Taxe von zehu Silber-Kopeken für den einfahen Brief fest- seßte. Die. zwischen. der österreichishen und russischen Postverwal- tung wegen Aufhebung des Frankaturzwanges geführte Unterhant= lung ist „indessen erst jeßt zum Abschlusse gekemmen. - Vom 1. Ja- nuar 1850 angefangen, wird es. den Korrespondenten. freistehen, die Briefe. nach Rußland ohne Portozahlung aufzugeben odex sie bis zum Bestimmungsorte, zu frankiren. . Das. gemeinschaftliche Porto für einen ‘einfahen Brief aus Oesterreih na<h Rußland. und. um- gefehrt wird mit 20 Kr. C. M., das Gewicht eines einfacen Brie- fes für Lie Korrespondenz aber mit % österreichischen Loth festge- seßt, für den Gränzverkehr zwischen beiden Ländern wird die Por- totaxe. auf die Hälfte ermäßigt. Fahrpostsendungen , können „bis zur Gränze frankirt oder die. Portozahlung - dem Adressanten über= lassen werten. Durch dieses Uebereinkommen. erhält der- Poslver- trag vom Jahre 1813 seine nöthige Ergänzung, die Frankatlurfrci= heit, welche zwischen Oesterreich und der Mehrzahl. der europäischen Staaten besteht, wird au< auf Rußland ausgedehnt und so auch inder Nichlung aus und nach dem großen Gränzlande der Civi- lisation unseres Welttheiles* eine Maßregel ins Leben gerufen, welche in Ler neueren Zeit zu einem Bedürfnisse des allgemeinen Vólkervcrkehrs geworden ist,“ )

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Bayern. München, 15. Aug. (Nürnb. Korx.) Se. Majestät der König hat auf die dur< die Kommandantschaft Mün- chen vorgelegte Anfrage des 1. Jnfanterie-Divisions-Koemmando?s verordnet, daß 1) die bei den verschiedenen Corps, Division n und Brigaden der vier Waffen wirklich stehenden Generale, mit Aus- nahme von Landparticen, so wie der Nachmittage und Abente, wenn der laufende Dienst vollendet ist, von nun an beständig in Uniform erscheincn sollen, und daß 2) den Generalen, welche si \elbst dur Anlegung von bürgerlicher Kleidung in ein außerdienstlihes Ver- hältniß gesett haben, von Wachen, Posten und überhaupt von Truppen kriegeris<he Ehrenbezeigungen nicht zu erweisen seien.

(A. Z.) General - Major von Jeebe, der bisherige Konmmaüu- rant der Reichsveste Landau, wird in diesen Tagen hier erwartet, und man spricht allgemein davon, daß er zur Rechenschaft gezogén werden solle, darüber, daß cer Mitte Mai?s den Abzug der fahnen- flüchtigen Soldaten mit Sa> und Pa>k aus Landau zuließ, ohne durch energisches Einschreiten zu dem er si< erst später in Folge dringender Mahnungen von Seiten seines Offizier-Corps entshlo}sen haben soll diescm Treubruch entgegenzutreten.

Berchtesgaden, 12. Aug. (Nürnb. Korresp.) König Ludwig und Königin Therese machten am 9ten cinen Ausflug nach Salzburg, wo si< der Erzherzog Franz Karl und seine Gemahlin, die Erzherzogin Sophie, Mutter des jeßt regierenden Kaiscrs, zu einer Familien-Zusammenkunft einfanden.

Kaiserslautern, 15. Aug. Drei, jedo<h no< nicht voll- zählige Compagnieen des 3ten Bataillons vom ‘9ten Junfanterie- Regiment sind nunmehr hier einkasernirt. Sie bestehen meistens aus solchen Soldaten, welche unter der provisorischen Regiérung übergetreten waren, und diese tragen zum Unterschied von den übrigen {hwarzes Lederzcug. Uebrigens werden sie sonst ganz gut behandelt, indessen sind die Unteroffiziere zu Gemeinen degradirt worden. Gestern “wurden wieder mehrere Verhaftungen ange- schener hiesiger Bürger vorgenommen, einer derselben. aber heute schon wieder in Freiheit geseht. Auch gegen mehrere hiesige Ge- rihtsbeamte, heißt es, sei eine Disziplinar-Untersuchung eingeleitet. Berner sind durch ein Ministerial-Reskript sämmtliche Beamte auf- gefordert worden, zu erklären , bei. welchen Anlässen sie sich bethei- ligt hätten, und es wixd.«darin bis auf verschiedene im vorigen Jahre stattgehabte Festlichkeiten, wie Einweihung der Bürzerwèhr- Fahne, Robert Blum's Leichenfeier u. \. w., zurü>gegangen.

Württemberg. Stuttgart, 16. Aug. (S<w. M.) Dem Vernehmen ua<h werden IJ. KK. “HH. der Krouprinz - und scine Gemahlin Anfangs Septembers hier eintre en. Dex größere ständische Auss{uß ist auf den 18, d, hierher ein! erufen, Wie ver- lautet, werden ihm Vorlagen in Betreff des Postübergangs auf den Staat (in Uebereinstimmung mit den lebten Beschlüssen der Stän- deversammlung) gemacht werden.

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Vaden. Karlsruhe, 17. Aug. Eine Extra «Beilage zur Karlsruher Zeitung enthält das nachstehènde Programm für ris Rü>kehr Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs nah Karls-

ruhe : / s Se, Königl, Hoheit der Großherzog legen die Reise von Mainz bis Maximiliansaue. mit einem Dampfs<i} zurüd> und werden die Abfahrt von ¿Mainz so einri{ten, daß Höchstdiëselbin und die Großherzogliche Familie Sonnabend, den 18ten dieses, Morgens I Uhr, Ae Maximiliansaue cintressél Höchstdieselben wérden dä- selbst an der Landbrü>e von den Mitgliedern des Staats-Mini- steriums, von dem Großherzoglichen Hofmarschall, von dem Vor- stand der Regierung des Mittelrheinkreises, von dem Ober-Amt-= mann des Landamtes Karlsruhe und an dem E M meinde, Küielingen: empfangên. _ Um. die„nÄ@nliche Zeit werden A Se Königl. "Vit wi Prinz’ ‘von Pte mit Fig G;- lge, pon Karlsruhe kommend, nach Maximiliansgue bcgeben. Die- jenigen höchsten Herrschaften, welche zuerst eintreffen , finden den dortigen Gasthof zu Höchstihrer einstweiligen Ausnahme bereit. Auf „dem - re<ten , Rheinufer, zunächst -der Brü>ke wird die zur Eskorte bestimmte Kavallerie aufgestellt cin. Bei der An- näherung..des Dampfbootes. wird die Königlich preußisce Artillerie dasselbe mit 101 Kanonenschüssen salutiren. Der Zug na< Karls- ruhe wird in folgender Ordnung stattfinden; 1) Eine Schwädron Großherzoglich badischer Dragoner. 2) Diekistwagen dcr Oberhof- und Hof-Chargen. 3) Wagen Sr. Königl. Hoheit des Großher- zogs, in wel<hem Höchstderselbe und Se. Königl. Hoheit ter Prinz von Preußen Plaß nehmen werdin. Zu beiden Seiten des Wa- gens reiten zwei Großherzogliche Flügel-Adjutanten. 4) Wagen der Mitglieder der Großherzoglichen Familie; zur Scite die Adju- tanten ‘der Großherzoglichen Prinzen und die Großherzoglichen Stall= meister. 5) Das militairische Gefolge Jhrer Königl. Hoheiten tes Großherzogs und des Prinzen von Preußen zu Pfcrde. 6) Eine

‘halbe Schwadron Königlich preußischer Kavallerie. 7) Wagen des

Großherzoglichen Staats-Ministeriums und der zum Gefolge der höchsten Herrschaften gehörenden Hof - und Civil-Beamtén, södann des Vorstandes der Großh. Krcisregierung und des Großh. Oberämtmanns. 8) Eine halbe Shwadron Königlich preußischer Kavallerie. An dem Thore der Stadt Karlsruhe werdén Jhre Königlichen Hohti- ten von dem Königlich prcußischen_ Stadt - Kommandantcn, den Stadt - Direktor, dem Ober - Bürgermeister und ciner Deputation res Gemeinderaths und dem Befehlshaber ter Bürgerwehr ter Stadt Karlsruhe ehrerbietigst bewilllommt. Jnnerhalb dcs Thores werden die Zimfte mit ihren Fahnen aufgestellt sein. Vön Tem Thore bis zu der evangelisch - protestantischen Stattkirche und von da bis zu dem Hgupteingange des Großherzoglichen Schlosses wi1d ein doppeltes Spalier aufgestellt sein, von Königlich preußischen Truppen und von der Bürgerwehr der Stadt Karlsruhe gebildct. Bei dem Eintritt des Zugcs in die Stadt werden Se. Königliche Hoheit der Großherzog von der Artillerie der Besaßung und ter Bürgerwehr mit 101 Kanoncuschüssen begrüßt, während gleichzeitig das Grcläute „sämmtlicher Glo>ken bcginnt und bis zu dex Ankunst desselben bei der Stadtkirche fortdauert, Die höchsten Herrschaften mit den sämmilichen vorgenannten Personen werden sich in die Stadtkirche be-

| geben„wo der Großherzogliche Hof- und Stagdt-Diakonus Cnefelius vor

dem Altar eine Rede, und ein Gebet sprechen wird. Am Eingange der Kirche: werden Ihre Köuiglichen Hoheiten von der sämmtlichen Geist- lichkeit empfangen und eben so von derselben bei Höchstihrem Aus- tritle; zurü>begleitet. Die, kirchliche Feier wird dur Kirchenmusik eingeleitet und- becndigt werden. Das Schlußgebet wird von dem Geläute der Stadtkirche begleitet. Während ‘der tag Als Der. höchsten Herrschgften in dex Kirche wird Höchstdero militairische Es- forte vor derselben. aufgestellt bleiben. Nach beendigtem Gottes- dienst, begeben“ si< Jhre Königlichen Hoheiten mit Höchstihrem ge= sammten Gefolge in. das Großherzoglihe Schloß, wo stviefel- ben na< Jhrem Eintritt in den N zunächst Sich in Höchstihre Appartements zurü>zichen. Bei dem Wiédereintritt der höchsten Herrschaften werden Se. Königliche Hoheit der Großher= zug Sr. Königlichen Hoheit dem Prinzen von Preußen den Aus- dru Höchstihres Dankes für die von Höchstdemselbent und. .dcx un- ter Seinen Befehlen stehenden Armee - ruhmrei<h vollendete Befreiung des Großherzogthums und Wiederherstellung | der geseblichen Ortuung in demselben wiederholen. Se. Königlice Hoheit der Prinz von Preußen werden die. Generalität und die übrigen höheren Offiziere der Armee Sr. Königlichen Hoheit dem Großherzoge vorstellen, worauf Se. Königliche Hoheit au<..die er- neuerten Huldigungen der höchsten Großherzoglichen Staatsbeam- tcn gnädigst entgegennehmen und diejenigen vou ihncn, welche Sr. Königlichen Hoheit dem Prinzen vow Preußen-.-noh<h nit persön- lich bekannt sind, Höc{stdemselben vorstcllen. „Hierauf werden Ihre Königlichen Hoheiten mit Höchstihrem ; militairis<hen Gefolge unter dum Portal des Schlosses zu Pferde steigen: und Uber die sämmt- lihen Truppen , so wie übcr die unter den höchsten Befehlen Sr. Königlichen Hoheit des Prinzen - von Preußen sich „anschließente Bügerwehr. der Stadt Karlsruhe, Heerschau haltcn, welche mit: dem Vorbcimarsh vor dem Portal, des Großherzoglichen Schlosses, auf dessen Balkon. die nicht zu dem militairish7n Gefolge gehörenden vorgenannten Personen si bcfinden werdeu, beendigt wird.

Die Karlsr, Ztg. theilt Folgendes “mit: „„Dië bffentlichen Blätter haben sciner Zeit den Bericht ‘des :schweiteris<hen Bundes-= rathcs bei Eröffnung der Bundïis-Vcrsammluüng in Bern gegeben, worin der badischen Note vom 18, und die. Erwiederung des Bun- desraths vom 30, Juli übr die zwiscen Baden und der: Schwêiz obshwebenden Streitfragen ausführliche Erwähnung geschieht; da- gegen ist die auf leßtere sofort ergangene badische Antwortsuote vom 1sten d. M. weniger zur öffentlichen! Kenntuiß gekommen, dahèr wir sie zur ‘Vervollständigung des Ueberbli>s der Verhandlungin hier nachträgli<h mittheilen: /

„An den hohen shweizerish:n Bundesräth." Bérn, 1, August 1849. Der unterzeichnete Großherzoglich badische Miníste--Resident bei der \hwei- zerishen Eidgenossenschaft hat die Note vom 30 sten v. M. zu erhalten: die Ehre gehabt, und beeilt sich, dem: hohen shweizerishen: Bundesrathe hier- auf Nachsteheudes ergebenst zu erwiedern, „um seinerseits. nach, Kräften zu einer freuntlichen Erledigung der obshwebenden Fragen beizutragen,

„Was zunächst die Herausgabe des in Folge des, leyten Aufstandes aus tem Großherzogthuni in die Schweiz verbrachten Eigenthums betrifft,

welche den Grundsäßen des nachbarlichen 9 das schweizerische Justiz- und Polizei-Departemént desfalls spezielle Ver- fügungen geiroffen habe. Der

fdéhey, behufs der Abhülfe dem hoheu ringen, j L E Gl 1 C tv, ate „Wenn sodann gegen tas giif Verhaftur ‘und eventuelle Auslieferung solher Judividuen, welche si{h ‘zemeiner Verbrechen \{uldiîg ‘gemächt haben, gerichtete Ansiinen ‘geltènd gémaht wird, daß ‘der ‘Staalsderträg vom 30.

dessen Rechtsverbindiichkeit in Folge ‘einer von dém großh. ! züglich. auf dessen übrigen Fe ieg beantragten Beschräakung

überhaupt în Frage gestellt sei, so vermag der Ünterzeichnete indem er übrigens der Großh, Regierung jede weitere Erörterung dieser Frage aus-

so hat derselbe’ hieraus zu seinem Danke entnommen, daß der hohe Bun- | desrath ach wéitérs den Kantonen diejenigen Weisungen ‘ertheilen wird, | erkehrs entsprechén, und daß |

nterzeichnete exwartet, daß sänmmlliche Kan- | tonalbehörden diesen: Weisungen getreulich ;na<kommen, und “er auf diese

Weise uicht ‘in den Fatl kommen tverde, einzelne Fälle, wo dies nitht ge- undesrgthe zur Kenniniß -zu |

Uugust'1808, sofern ‘erx :sih anf [pölitishe Vergehen? bezieht, gekündigt, “und iñisteriuum be- |

trü>lih vorbehält diese Folgerung in keiner Weise anzuerkennen. Der Staatsvertrag von 1808, der ein beliebiges Kündigungörechtnicht sipulirt}?bleibt: vielmchr in so lange vollkommen rehtsverbiudlich, und wirk, qm, als: nicht beide fontrahirende Theile über dessen Aufhebung im Ganztyodet A B luer Bestimmungen übereingekommen sind. Die Auslieferuñ derjenigen Jndivjduen, welce sich îne& der in Art. 2 jenes Vertrages a eführten „gemeinen Ver- brechen s{uldig g 1 <t. haben , ist bieruä@ i F f is fn bedtün? det, und dessen tirrenz mít politischen Vere trag diesen Sab als Negel nicht Umzussößen& Der lnterzeiGdet J eztéhicig Zir Beseitigung Lon Zweifel schon früher insbesv e hínge- wiesen, wenn Staatsgelder oder sonstige werthvolle Gegenstände unter dem Schüße der Empörung geraubt und über die Landesgränze verbracht, über- haupt von Einzelnen politische Wirren zu eigennügigen Zwe>en ausgebeu- tet werden, Hierbei erkennt dersclbe übrigens an,- daß jedem cinzelnen Aus- lieferungs-Begehren cine von dem zuständigen Gcrichte qußgchende Urkunde beizulegen is, wodur<h über die Natur des Verbrechens tas" Nähere wird an Hand gegeben werden, E

e-Endlich hat dex Unterzeichnete nicht erwartet, daß die Anzeige der Ab- sendung cines Großh. Offiziers zur Uebernahme des Kriegsmateriäls bei dem hohen Bundesrath einiges Befremden erregen würde. Negierung hat nämlich von Anfang an nicht daran gezweifelt, daß die Eid- genossenschaft feinen Anspruch eti la werde auf fremdes Eigenthum, und zur Nestitution an den re<tmäßigen Eigenthünier sich sofort bereitwillig zei- gen weidez sie würde solchen Zweifel weder mit der Achtung gegen die ho- hen Bundesbehörden, noch“ 'mît bisherigen Vorgängen zu vereinbaren ge- wußt haben. Den Unterzeichneten hat es darum gar nicht überrascht, daß näch der geehrten Note Lom 30sten v M. aü<h der hohe Bundesräth über diesen Punkt keinen Zweifel hegt. Hiernach gla-bte nian* Großh. batischer- seits den Grundsaß selbst als" ünbestrittén Und unbestreitbar ansehen zu können, und die Absendung eines Großh. Offiziers schien somit geeignet, um die Austände ‘beseitigen, welche etwa über die Eigenthumsfräge ein- ztlner S!ü>e oder über die den- Transpört und dié Aufbewahrung betref- fenden Kosten sih no<h erheben könnten.

„Wenn hingegen in obiger Nöte darauf bingewiesen wird , daß jeden- falls über die Bediyrgungeu und die Art und Weise tex Restitution vorher ein Einverständniß hätte stattfinten müssen, und insbesondere das Begeh- ren, daß alles Kricgs material ohné Ausscheidung an dèn Großherzoglich badischen Beamten abgegeben werde, zu Verwi>lungen führen: könnte, #6 steht der Unterzeichnete, dcr diescn Vorschlag nur im Juteresse der Einfäch- beit und Veschleunigung der Säche g‘macht hät, sofort hiervon ab, nach- dcm er vernommen, daß indessen auch von anderer Seite Reklamationen theils erhoben worden sind, theils voraussichtlih no< werden erhoben wéer- den ; er beschränkt vielmehr zur Zeit \cin Begehren auf Ausfolgung des Grofherzoglih badischen Krieg8materiass. /

Nach Beseitigung dieses_Punktés sieht dagegen det Unterzeichnete nicht cin, wie cs über die Bedingungen und die Art der Restitution noch einec weiteren Verständigung von Regicrung zu Regierung bedarfz jene oben be- zeichneten. einfaben Punkte, welche nicht, sowohl G. genstand riner Verhand- lung, als uur einer Liquidation bilden. können, dürften füglich von den mit Ausfolgung und Uebernahme des Materials beauftragten Beanteu erledigt werden. Sollte dagegen unter jcn-m Auedru>e Mehreres verstanden, die Ausfolgungen gegen Erwaiten etwa von Bedingungen äbhäigig gema1t werden Welten, so muß der Unterzeichnete die Rechte der Großherzogl. Re-

iernng hiergegen auf das. entschiedeuste verwahren, Es wird J, Ex. und Hochw. sicher nicht entgehen , daß die Eirsüllung einer unwidersproche- nen Verbindlichkeit nicht ron cincx hiermit nicht konnexen Gegenleistung ab- bängig gemacht werden kann, dieselbe vielmehr wenn im Grundsaß zuge- standen auc unbedingt zum Vollzuge zu bringen ist.

Der Unterzcichnle, der dur< Obiges nur ‘einem möglichen Mißver- ständnisse vorzuteugen beabsichtigt, glaubt übrigens dem hei vorgehobenen Ausdrucke der Note vom 30sten v, M. cinen solchen Sinn ui>t unterlegen

- zu dürfen, nachtem der hohe Bundesrath selbs anerkannt hat, daß es sich

hier um fremdes Eigenthum und dessen Restitution handelt; =— cüte aller- diugs so. flar vorliegende Thatsache, daß solche auch durch writcre Bera- thungen, worauf zugleich hingewiesen wurde, nicht wird alterirt werden fönnen. ,

Der Unterzeichnete is daher weit entfernt, ih der Besorgniß hinzuge- ben, daß die fernere Behandlung der vorliegenden einfachen Frage auf die zwischen beiden Staaten“ béstehendên “freundlichen Verhältnisse störend ein- wirken werdez er vertraut vielmehr fest darauf, daß die Weisung zu Aus- folgung des badischen Kriegsmaterials beförderlih werde ertheilt, und, die- selbe durch keine:lei nicht in der Sache selbs liegende Weiterung aufgehal- ten weiden.

Indem er ciner baldgesälligen Benachrichtigung hierüber entgegensicht, um den mit der Uebernahme beauftragten Offizier sofort hiervon zu ver- ständigen, benußt er diesen Anlaß 2c, 2c.

(gez.) Marschall,“

Die badischen Blätter enthalten folgende Bekanntmachung, das freiwillige Anlehen betreffend: „Das im vorigen Monat für die untcrzeichnete Kasse ausgeschriebene freiwillige Anlehen von einer Million Gulden ist bis jest no< lange nicht vollständig beigebracht. Die dur< mhrere Zeitungen verbreitete ganz irrige Anzeige eincs hiesigen Blattes, daß {hen Ubcr zwei Millionen Gulden angeboten seïcn, sheint auf den Fortgang der Einzahlungen störend eingewirkt zu haben. Wir sehen uns darum veranlaßt, zu lebhafter patrioti- scher Theilnahme abermals einzuladen. Sobald die Aulehenssumme érgänzt ist, wi1d dies bekannt gemacht wérden. Karlsruhe, den 14. August 1849, Großherzoglich badische Amortisationskasse.“

Rastatt, 14. Aug. (Bad. Merk.) Gestern war der ehe- inalige Licutenant Mahler, ein junger Mensch von- 23- Jahren, vor Gericht. Sein ganzés Benehmen ließ von. jeher nicht begreifen, wie man einen solhen Mann, dem 1s ‘an aller Bildung, an dem allernöthigsten äußeren Anstand fehlte, zuni Offizier hatte machen [önnen. Demgemäß war auch sein Benehmen vor Gericht. Sei- ner Jugend und mehr noch vielleicht seines Mangels an Verstand wegen wurde auf zehn Jahre Zuchthausstrafe für ihn angetragen und vom Standgerichte erkannt. Zu bemerken bleibt, daß er zwar tie Beförderung zum: Major angenommen, - zufällig aber nur ein einziges Gefecht gegen die Reichs - Truppen mitgemacht hatte.

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Hessen. Kassel, 16. Aug. (Kass. Ztg.) Der ständige Ausschuß, welchem gestern Mittag das landesherrliche Reskript an dén Herrn Major Bödi>ker mitgetheilt wurde, hat bes{hlö}sen, die Ankunft der Herren von Baumbach und von Schenk "und den Aus= gang der Unterhandlungen "abzuwarten. Der kurfürstliché Ge- schäfststräger am berliner Hofe, Legationsrath von Dörnbérg, ‘ist von dort angekommen.

. Gestern Abend ist "der Staats - Minister von Baumbach und hcute Morgen der Geheimerath von Schenk hierselbst eingetroffen z sämmtliche Mitglieder des abgetretenen Ministeriums sind gegen=- wärtig zur Berathung versammelt.

Schleswig - Holstein. Schleswig, 15. Aug. (Alt. Merk.) Der Latidés-Versammlung ‘sind Lou -der Statthälterschaft noch 'folgénde Aktenstü>e în Betreff ‘des Waffenstillstandês ' mikge= theilt worden: E F 132

Jn Erwiederung auf das geehrte Schreiben des Königl, preußischen Minister-Präsidenteit, Herrn! Gräfén von Brähndenburg, vom 18Hten d. M., erlaubt die Statthalterschaft der Herzogkhümer Schleswig-Holstein sich, zu- nächst ihren Dank dafür auszusprehen, daß die Königl. preußische Regie- rung den Rechten und Bedürfnissen der Herzogthümer fortwährende Theil- nahme in Aussicht gestellt hat. Jedem Beweis kräftiger Unterstüßung von Seiten der Königlichen Regierung werden die Herzogthümer stets die auf- richtigste Dankbarkeit zollen ,7 und;gleichwie die! besonneneHaltung' des hiec« sigen Lands unter: den: \hwierigsten Verhältnissen sith zu! bewähren Gele

genheit gehabt, so hofft die Statthalterschast, daß auch sie der Vorwurf ei-

nes Mangels an ruhiger Erwägung nicht treffen wird, Hat sich in dem

Die Großh,

E E E A R di G Ri e

Am S Mt

dachten Staatsverträge zu Gesicht gekommen, welche,

t 2h ¿is lig < ‘Eiv.: Excellen eli z 4 Schreiben? ver St ltérschäft ai de und der S i n von irrige; Bofaussedung 00 es nur einer H weisung

Auffássung fund «gegeben, Lier aus gestellten Bitten um: Zuziehung zu den p eaolungen-, zum wenigsten um Auffläüung über ben Gang ders bericEe in von der- Gerechtigkeit En.“ Excellenz es bezeugt z sehen; pas dié Statlhälterschaft nicht durch aue Se: Sade E a hafter Kunde sih befinde, Dem Interesse < das: zutrauensvollë

tzo, d; M- eine entsprechende auf die- wieder-

förderlihstei!" sein, weni die Statthälterschaft' Lgrrent fer fedz emarmed

Eésüchei f Ew: Excelléiz richtet; es möge ihr: über! welchen ihre Auffassung: irrig nb dex Sachlage nd ontshrecSend. besunbau worden , eite balbdgeneigte: nähere; Belehcuntg- zu Ci ef Me U e Be die. Statthalterschaft ihre bereitwilligste Cwpsanas é Wunsch is, in dem sichern um so. weniger Anse al Ses mt O önlarith P E - Af ¿ der Her E 252) Sr, Kad p Cu Mberctdfiland handeln zit tönnen. Sie hofft jedenfalls , daß ine Verständigung in Bete jener Punkte nicht unvoersucht gelassen werden I bevor cite eventuelle“ berufung des Genérals vön Bonin! und der übrigen in ter biesigen Arme dienenden t preußischen Offiziere als efite d hieraus SREEe Maßkegel* angesehen werden könnte. Gót:orff, den 20, Zuli 1829. - I e U ;

i tthalterschaft der Herzogthümer Schleswig-Holstein.

Die Gaus Reventlo Beseler.

Excellenz den Königl. preußi|hen: Minister- An ébéuten , Bettu Grafén von Brandenburg,

zu Venn;

Ju’ der zwischen Sr. Majestät dem Könige von Preußen und Sr: Ma-

jestät dem Könige von Dänemark zu Berlin am 10. d, M. abge chlossenen, näch ratifizirien Waffenstillstands-Convention besagt der Artikel 5, daß

ein Corps neutraler Truppen bis 2u 2000 Mánu den nordwärts ciner Dé- | marcationslinie belegenen Theil des Festlaudcs vom ege Sclcômig e, Ma

beseyen werde, und daß ktië kontrahirenden Theile S estät den König von Schweten 1nd Norwegen ersuhin würden , dieses neuttalé Truppen- Corps stellen zu wollen. ;

Die von der provisorischen Centralgewalt Deutschlands mit Zustim- mung der s{leswig-holstcinischen Landcs-Versammlung zur Regierung ter Herzogthümer Schleswig-Holstein bis zum Abschluß eines Friedens mit Dä- nemark eingesegte Staithaltershaft muß es für ihre Pflicht halten, gegen die Besetzung irgeud cines Theiles dieser Herzogthümer mit anderen als deut- hen Truppei ‘hierdur< Verwahrung einzulegen, und hegt zu der bewährten Gerechtigkeit Sr, Majestät des Königs von Schwedci und Norwegen das Vertrauen, daß allerhöchstdessen Truppen die Gränzen der Herzögthünier nicht überschreiten werden. |

Dié Statthaltetschaft bittet ein hochlöblicbes Königliches Staats - Mí-= nisterium, die in Votstehendem ausgesprochene Verwahrung und Erwartung zur Kunde Sr: Majestät des Königs bringen und die Versicherung vorzüg- liher Hochachtilng entgegennehmen zu wollen.

Gottorff, den 20, Juli 1849.

Die Statthälterschast der Herzogthürrer Schleswig-Holstein, Â Reventlou, Beseler. n

das hochlöóblihe Königliche Staats-Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten zu Stö>- holm,

Die Statthalterschaft der Herzogthümer Schleswig - Holstein hat si unterm 20sten d. M. die Ehre genommen , insoweit in Folge etwanigen mangelhaften BVerständnisses der zwischen Sr, Majestät dem Könige von Prenßen und Sr, Majestät dem Könige von Dänemark abgeschlossenen Staatsverträge voni 410,/417. d. M, ‘éine irrige Auffassung der augenbli>- lihen Sachlage bei ihr Raum gewonnen haben sollte, des Herrn Minister- Präsidenten Grafen von Brandenburg Excellenz zutrauensvoll um geneigte Mittheilung derjenigen näheren Aufklärungen zu ersuchen, welche zur Be- ¡ichtigung ihrer desfälligen- Ansichten geeignet sein möchten.

Inzwischen ist der Statthalterschaft in dem, so weit ibr bekannt, of- fiziellen Organ der Königl. preußischen Regierung, ‘dem Staats-An- zeiger vom 20ftert bi M., -cíne ausführlichere Erläuterung der beiden ge- da wehn sie als der of- fizielle Ausdru der Gesinnungen und Absichten eines hohen Ministeriums aufgefaßt werden dürste, allerbings geeignet sein würde, die bisherigen An- sichten der Statthalterschast von dem Jnhalt und der Bedeutung der ge- dachten Staatsverträge in mchrfachen; zum Theil erheblichen Punkten zu berichtigen, Judem die Statthalterschaft keinen Anstand nimmt, dies offen zu bekennen, glaubt sie nunmehr um so sicherer auf die hochgeneigte Ér- füllung ihres früher ausgesprochenen ehrerbietigen Ersuchens, und nament- lich auch darguf renen zu ‘dürfen, daß cine Abberusung des Gencrals von Bouin und der übrigen ‘preußischen Offiziere bis weiter nicht verfügt werden möge, Die Statthalterschaft giebt sich dabei der Hoffnung hin, daß Ew. Excellenz die Wiederholung ihrer dringenden Bitte um baldmöglichste Erpeng einer desfälligen berühîgeuden Zusicherung, in gerechter di- A e dea Dranges der Umstände, zu entschuldigen genei-

Gottorff, den 23, Juli 4849,

Die Statthalterschaft der Herzogthümer Schleswig-Holstein. ore Gat eventlou. - Beseler, 1 Se, Dee enz den Königl. préußishen Minister-Präsidenten,

Nad Ti S von Brandenburg, zu Berlin. us Er D atthalterschaft der Herzogthümer Schleswig - Holstein gm Enns eiben e Königl, preuß, Minister - Präsidenten , Grafen von Drayd redi nom den v. M, ersehen hatte, daß nah der Ansicht der / Bol p jl n leglerung die diesseitige Auffassung der am 10ten v, M. E erltn u d Krone Dänemark abgeschlossenen und am 17ten v. M. d i in sverträge von irrigen Voraussezungen ausgegangen sei, nue oe O e nähere Aufklärung über diejenigen Punkte, in wel- C A obgewaltet haben möchte, wünschenswerth erscheinen. Auf D 19 od u ar Belehrung waren die Schreiben der Statthalterschaft A gn Brafen von Brandenburg Excellenz vom 20sten und 23sten Ss geruitetz derselbe Zwed> läg der Seidung des Vürgermeisters Dr. aleman Berlin zum Grunde. Die Statthalterschaft is indeß zur d vas Su ta gewünschte Aufklärun

n dem Schreiben der Statthalterschaft vom 1 m n unzicideutigste ausgesprochen , daß jene Sia geccléäge E an le Herzogthümer weder für re<tsverbindlih, noch für ausführbar an- bir atverelnar halle” dan vas ihrer Uan Pol 01 ihrer Psi Verleßungen der Rechte der a: L tbun An R letven eisllteney n, zogthümer ihre Züsti i Hiernach durfte die Statthalterschaft, terén ‘h e N U etgelen, 1 © d - h t, Di wviede

bela 1d, n Einver ständniß mit .der-Königlich ret a Vas:

au Tonnen, ein durchaus aufrichtiger war, zu der E q j

rechtigt balt d ; F &rwartung sich be- eingesch lag, en, daß aich von: Seiten der Königlichen Régierung auf dem

ageuen Wege nicht weiter vorgesch1itten werden wi i

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abrr nua mit der Statthalterschaft versucht a H hat

4 Prittwig zu ¿vrem le hastèn Ledauêrn durch den General “- Lieutenant

E cite en p en, daß nit nür die in der Waffenstillstands-

ondern auc Al “ageand éiner. Demarcalionslinie stattgefunden hat, S Ba A orderung * an . den. teh dänischen General-

elben, |

Vexiräge vor ‘ertheilter -.diesseitiger Zustimmung vor e n, reGld, nicht t cPabseitiges. Suiinmt wee <leswig Ee | ruden mö<ten, als“ neutrale bêétrachten; no< nében sich einé? anverén! Bes | {hörde rêhtlihe! Théeiliähme an der Regierung: der Herzogthümer énräanien [fan auch untér bem gegenwärtigen Umständen über die Stellung: und Ver- | wendung der s{<leswig - holsteinischen Armee völlig freie Hand- sh vorbe- | SOE N e Königl. preußishe Negierung wird es nicht verkennen können, da das Ansehen der Statthaltershaft dem hiesigen. Lande gegenüber er bedingt ist , daß das” Land wisse, daß über die höchsten Landesrechte nicht unberechtigter Weise von Anderen disponirt werde. und auftichtiges Verhandeln mit der Königl. Regierung über die einsttei- lige Erhaltung 1nd definitive Feststellung dieser Rechte wird von der Stait- haltershaft na< wie vor auf das angelegenilihste gewünscht, iu ter fest- ehaltenén Uebérze gung, daß die wahren Juteressen Prenßens und der Herzogthümer wesentlich zusammenfallen. Die Umstände sind aber so drin- gend, das, ivenn die Königl. Regierung die von hier aus so oft erbetene Einlassung in derartige Verhandluugeu anno< auch nur um wenige Tage aufschieben sollte, daraus unvermeidliche Nachtheile erwachsen dürften, dexen Verantwortung die Statthalterschaft von sih ablehnen muß.

nommen. sind over ner im Herzogthum.

Ein gegenseitig offenes-

gezogetien Demarcationslinie irgend re<tlize Bedenti S V dense Truppén, die in das: Herzogthum Schleswig dis |

marschall-Licutenant Csorih war

Wir ergreifen diese Gelegenheit, die Versicherung ausgezeichneter Hoch-

atung zu ernenern. Gottörff, den 4. August 1849. Diéë Statthalterschafi der Herzogthümer Schleêwig-Holstein. Reventlou. eseler.

das Königl. preußische Ministerium der auswär- tigen Angelegenheiten zu Berlin,

| Meelenburg-Schwerin. Schwerin, 16. Aug. (B. H.)

| folgende S ioMide Botschaft verlesen: „Georg, von Gottes | Gnaden Großherzog von Me>lenburg :c. Aus der Uns von Un- | serem Landtags - Kommissarius vorgelegten Mittheilung des Vor= standes der Abgeordneten - Versammlung wegen der von dieser leyz= tiren in ihrer Sißung vom 9ten d. M. gefaßten Beschlüsse haben Wir erschen, daß die Abgeordneten - Versammlung sämmtliche mit- telst Unserer Botschaft vom 6ten d. M. proponirte Abänderungen zu dem in zweiter Lesung angenommenen Entwurf eines Staats- grundgescbes definitiv abgelehnt hat. Da nach dem Stande der Sache und der Art und Weise, wie die Abgeordneten = Versamm- lung diese, so wie überhaupt die von hier gemachten, auf die be- sonderen Verhältnisse Unseres Landes bezüglichen Vorlagen zum Theil ohne nähere Berathung grundsäplich abgelehnt hat, die Hoffnung auf eine Verständigung mit der geordneten - Versammlung aufgegeben werden muß, so fe- hen Wir Uns somit außer Stande, vie Verhantlungen behufs

erwählten Abgeorduetcn-Versammlung weiter fortzuseßen. So wie

ner geeigneten Schritte zu der in Uebereinstimmung mt Unserer nah dem Repräseutativ-Systeme an die Stelle der bisherigen land- ständischen vorbchalten, so können Wir Unser \merzlihes Bedaucrn darüber nicht zurü>halten, taß in dieser Beziehung eine fast zehn- monatliche Verhandlung mit der Abgeordneten - Versammlung, vb- wohl Wir Unsererseits sowohl in dem dersclben gleich Anfangs vorgelegten Verfassungs-Entwurfe , als in Unseren weiteren Erklä= rungen, so weit irgend möglich, die Hand zur Vereinbarung ge- boten haben, erfolglos geblieben ist. Necu-Strelig, den 11, August

1849, Georg, Großherzog von Meée>lenburg. von Bernstorff. An den Vorstand der Abgeordneten - Versammlung in Schwerin.“ on r wurde untcr lautloser Stille der Versammlung verlesen.

Sachsen-Koburg-Gotha. Gotha, 17. Aug. Dr Reis - Anz. enthält in scinem heutigen Blatte Folgeudes : „Der öffentliche Erklärung, welche von 130, vom 26sten bis 29. Junius in Gotha versammelt gewcsenen früheren Mitglietern ter deutschen National-Versammlung über ihre Ansicht von der Lage des Vater- landes und dem durch die Umstände gebotenen Wege zur Herstel- lung der deutschen Reichstags-Verfassung abgegeben worden ist, sind auch folgende ehemalige Reichstags-Abgeordnete dur< \crift- lie, dem unterzeichneten Geschäftsführer der gothaer Versamm- lung zugesandte Zustimmung beigetreten: E. M. Arndt aus Bonn. Braun aus Köslin. J. G. Droysen aus Kiel, O. von Keudell aus Berlin. Lette aus Berlin. Mar>s aus Duisburg. Nizze aus Stralsund. Fr. Rödver aus Neustetlin. von Selasinsky aus Berlin. Thöl aus Rosto>k. Wagner aus Jastrow. Gotha, den (3, August 1849, F. G. Beer.“

Frankfurt. Frankfurt a. M., 16. Aug. Ucber die An- wesenheit Sr. Königl. Hoheit des Prinzen von Preußen theilt die Deutsche Ztg. noch Folgendes mit: An der Tafel des Prinzen gestern Mittag hatle der ältere Bürgermeister Dr, Müller den Ehrenplaß rechts neben dim Prinzen, und erfreute sich überhaupt einer besonderen Aufmerksamkeit.

Loge, welche die Stadt angeboten hatte. Später besuchte Se. Königl. Hoheit noch eine Soirée bei dem niederländischen Be- vollmächtigten Baron von Scherff. Am heutigen Morgen empfing der Prinz cine große Zahl von Personen, unter diesen abermals den älteren Bürgermeister Vi. Den beabsichtigten Besuch der hiesigen Kunst- und Wohlihä- tigkiitsanstalten mußte der Prinz aus Mangel an Zeit für eiue

| künftige Anwesenheit aufschiebenz-dagegen hat dexselbe diePaulskirche

noch gesehen. Mit einem längeren Besuche beehrte der Prinz den Stadtkommandanten Major Deeß, und ‘inspizirte demnächst noch das von demselben: hier eingerichtete Lazareth für preußische Solraten, nachdem Se. königliche Hoheit einigen hiesigen Damen am gestri- en Abend bereits feine Anerkennung ausgesprochen hatte fur die

enshenfreundlichkeit, mit welcher dieselben bei "der Errichtung jencs Lazareths mitgewirkt hatten.

Anerkennung mit dem zu Theil gewordenen Empfang der Behörden

y ergäligei Tei, baldigst den Einzu chwedi z halters{häst , wen gleich Schleswig zu veranlassen, : A ist Ge S: glaubwürdig, die Nach nit auf offizielem Wege , so doch einigermaßen | zur Bildung einer “Verwa 4 ae ul daß. ehestens die Ankunft dreier, | designirter Mähnér inge 20 -Ki (214 ssion für "das ‘Herzoäthum Schleswig | einem: : Friedens »!Abschl Pot gd iste! « ‘Wenn auf! solchx eise: die bis zu | Kompetenz zur D äpell g; Dänemark ¡er Statthalterschaft zuständige | Acht gelassen zu werden schein, c, die Vethälinisse ‘dèr érzogthünier ‘außer | seits gern der Königlich péeußish On die Statthaltersé<häst," welche: ihrer- schen Blokade hat behülflih srin wolle egierung zur Beseiti ung S vers

wie sie bereits ;

„Ministerium. zu Stocholm vom p ela eza, lend ger Königl, preuß, Ne ierun ér pen E h esige e | Andz}ses wiederholt vorzutragen, daß di S g, zur Vermeidung jedes Mißver- | oder die Einwohner des Landes rft Siaalorecleten s rata Tee fin aud alangea, le M dr Pegel n folgen m

in einem, Schreiben an das 6 iglió nit umhin, glei

20sten v, M, gégen ven Eitüarsgt

pen dem Gcneral von Scha>k ausgedrückt hatte. Auf dem Bahn- hofe verabschiedeten sich die preußischen und österreichischen Offizier- corps von Sr. Königl. Hoheit. zugegen.

Ma ura Hamburg, 17. Aug. (Börs. H.) sind unter dem Befehl des Generals Hirschfeld“ das 13te und 16te preußische Landwehr - Regiment und der Rest Infanterie - Régiments, so wie das 7te Jäger-Bataillon, eine Pio- nier Abtheilung, eine reitende und eine Fuß =Battérie und das sächsishe Gardereiter - Regiment aus den Herzogthümern hier ein- gerüdt. Ein Theil der Truppen ist in der Stadt, der Rest in der Umgegend einquartiert worden.

gegenwärtigen Ahb- |

Wir Uns die weitere Erwägung und Beschlußnahme über die fcr- |

Ritter= und Landschaft beschlossenen Herbeiführung einer Verfassung |

Müller. |

Bayerische Offiziere waren nicht | | Scopenich) segelte aber mitten untcr sie hinein und trieb ste durch N | venetianische Flotte abermals die günstige. Brise und die ove des ‘45ten Linien- | Slulh und stellte ihre Schiffe vor dem Lido auf. Unser GesGwater |. suchte den wahren Standpunkt zum Angriffe am Winde zu gewin-

| Tyrnau detaschirt worden,

In der heutigen Sibung der Abgeordneten - Versammlung wurde | hafte Stellung einnehmen werden, um da dem Geinde den versuch-

| Uns

der Vereinbarung einer Verfassung mit dieser zu solchem Zwee | ctD Sraolien Marichlèn Uber, ; den, it

Sénsland.

Desterreich. Preßbur , 46. Au ie J ic Ie Gn Ren êinen \c<nellen ia dn fes aefGidten Mee as ieser plövliche Rückzug wirv einem sehr ge 1 r. des’ zu diesem Behufe entsandten Feldmarschall rieutenant Jablonowski zugeschrieben. Daß die Kaiserlichen Tru "i pen bereits gestern in Raab eingezogen sind, dürfte schon baut sein; ob jedoch ierdur die Communication mit Pesth gänzlich hergestellt sei, weiß man hier no<h_ni<t. Ju der Schütt stehen. die Magyaren n6< in Bös und in e nächsten Nähe Komorns, Feld- | j eute no< hier anwe ließ die Truppen (die zwei Bataillone, die plôvlich in tvon abgegangen und nun zurü>kommen, um nach Raab zu gehen) vor- beidefiliren, dürfte jedoch im Laufe des heutigen Tages nahgefolgt sein. Von der Schütt. sind bereits mehrere Kaufleute hier einge- iroffen. Wie aus anderer verláßlicher Quelle mitgetheilt wird, ist die erneuerte. Beseßung Raabs dex Energie des Herrn Kriegs- Ministers zu verdanken , welcher die Leitung dex Operation felbst übernommen hat.

Von der Mar<h, 13. Aug. (Preßb, Z.) Man will hier allgemein von einem imposanten magyarischen Heere wissen, welches unter den Häuptlingen Aulih und Klapka dem Waagthale sih nä- here, um von eincm Punkte aus Tyrnau und von dem anderen Ncutra zu bedrohen. Es sind au größere Abtheilungen von der Kaiserlichen Armce zum Empfang dieser ungebetenen Gäste gegen die längs der Waaglinie eine vortheil-

lten Uebergang des Waagstromcs zu verhindern, Von Neutra ist s seit vorgestern feine Post zugekommen, und wie allge= mein behauptet wird, sollcn einige Bataillone Honveds und mehrere Eskadronen Husaren in Verebcly, drei Stunden von Neutra , Posto gefaßt habcu- Mit dieser Behauptung steht aud) die von Mund zu Mund gehende Nachricht in engster Ver= bindung, nah welcher seit dem lepten Vorfalle bei Komorn täglich einige Husaren in Neutra erscheinen, um da ihre Einkäufe zu ma-= cen, die sie mit Silber - und Kupfergeld nebst Kossuthnoten be= zahlen. Vor einigen Tagen wurde in dieser Gegend ein anhalten- des Bombardement gehört, und nach der Richtung zu urtheilen, muß lei Szered ein heftiges Gefecht stattgefundcn haben, da die

Magyaren dort den Uebergang des Waagstromes forciren wollten,

wobei die daselbst aufgestellten Kaiserlichen Truppen, troß der Uebermacht der Feinde, einen muthbeseelten Widerstand leiste- ten. Die für Wahrheit geltenten , von Reisenden gleihlau- t 4 | den N zwi- schen den Kaiserlich russis<hen Truppen und ven Magyaren stattgefundenen Zusammenstoß wollen wix einstweilen dahinge- stellt lassen, Lis wir in den offiziellen Organen die Detaillirten Be- rihte ùúber diese Vorfälle lesen werden. Die Vorposten auf der Gränze zwischeu Holits< und Göding werdcn seit der vorigen Woche nicht mehr gesehen, und die in Göding aufgestellte Finanzwache hat nur ken Aufirag, den Reisenden die Pässe abzunehmen. : Mit dem gestrigen Abendirain sind mehrere politische Verbre- cher, die bisher in Preßburg verhaftet waren, auf dem Stations= plap Göding angekommen, von wo diesillen nach Ollmübß trans- portirt wurden. Unter den vielen Gefangenen sollen sich auch ei- nige hochgestellte Personen , die si< in dcr ungarischen Revolution kompromittirt haben, befinden, und wenn wir nit irren, so ist auch Graf Karolyi, dessen Bruder bei dcr letzten Affaire zu Komorn ge-= fangen wurde, mitgeführt worden. ;

Herrmannstadt, 1. Aug. (Lloyd.) Se. Excellenz der Kaiserl. russische Feltmarschall-Lieutenant von Hasfort, welcher uns mit einer Armee - Abtheilung gestcrn verließ, um die in Müúhlbach und Reußmarkt sich hexumtreibenden Rebellenhaufen zu vernichten, bestand gcstern schon bei Reußmärkt rinige Vorpostengefechte, auf heute aber wurde der Angriff angeordnet, der mit gewohnter Tapferkeit ohne Zweifel die Gegend von den Insurgenten säubern wird, Nah vxcrläßliden Nachrichten begann der Angri um fünf Uhr Morgens, der Feind wurde nach hef- tigem Gefecht und Kanonade, vie man zum Theil hier hörte, ge- worfen und in der Richtung nah Karlsburg verfolgt, wo derselbe tur einen Ausfall der Festungs - Besaßung und dur Janku?s und Arxentie?s walachischen Landsturm in drei Feuer kommt. Eine von Karlsburg gestern gekom: eue kleine Abtheilung Max Ferdi= nand Chevauxlegers bringt die frohe Nachricht, daß die Besaßung gesund und guten Muthes ift.

Vor Venedig, 13. Aug. (Lloyd.) Am 9ten gelang es der venetianischen Flotte, vermöge der Springfluth und des gün- s]tigen Wetters, in die See zu stehen. Vier Korvetten, vier Briggs, ein Schooner und 10 kleinere armirte Fahrzeuge stellten si< vor der Küste in zwei Schlachtlinien auf, da die österreichischen Dampf-

| schiffe sich auf Bcfehl des Admirals zurü>zogen, um den Feind \o

Hcute Nachmittag um 3 Uhr kehvte der Prinz na< Karlsruhe zurü>k, nachdem er seine volle |

der Stadt und seine Zufriedenheit mit dem Zustande der Trup-= |

; E | in die hohe See zu locken. Abends war der Prinz, wie be- | 09 à

reits gemeldet, im Theater, und zwar in ciner festlich ges{<hmüd>ten |

In den Nachmittagsstunden trat cine vóllige Windstille ein, die jedes Manbvriren von unserer Seite un- möglich machte. Jun der Nacht versammelte der Admiral \ämmt- liche Schiffe unter seinem Befehle, und die günstige Brise, die am llen Vormittags aufsprang, sollte benußt werden, um den Feind anzugreifin. Mit Jubel und wiederholtem Hurrah begleitete die Männschaft aller Schiffe das Wenden derselben, wodur sie dem Feinde entgegengeführt werden sollten. Matrosen und Offiziere be- grüßten jenen Moment, als den der Erlósung von den Beschwerden einer so langwierigen Blokade. Jn der besten Ordnung, in doppel-

| ter Schlachtlinie steuerten die Schiffe mit vollen Segeln der venetiani 1 schen Küste zu.

Die Ausluger, auf rcn höchsten Spiben der Masten vertheilt, spähtcn begierig na< der Gegend, in der das fcindliche Geschwader auftauchen sollte. Schon neigte si der Tag, als man Lie’ obersten Segel der Venetianer entde>te, die eiligst vor dem Winde dem Hafcn von Malamocco zusegelten und ihn naturlich erreichten, bevor unsere Schiffe auf Schußweite gekommen waren,- Die Nacht hintur< und den kommen- den Tag darauf blicben die Venetianer ruhig. vor Anker. Ihr Ausfall hatte ihncn nichts genüßt , ein einziges kleines Fahr- zeug mit Lebensmittcln war in ihre Hände gefallen. Au der Punta

| maestra , dem Hauptstapelplaße für Lebensmittel nach Oberitalien,

|

war eine Flotille von mehr als hundert kleinen Fahrzeugen von den Venetianern abgesendet worden. Die Brigg „Oreste“/ (Capit.

einige wohlgezielte Lagen in die Flucht. Am 13ten benußte die

nen; im Augenbli>e aber, wo man abfallen , seewärts steuern

und sie angreifen wollte, seßte die Kühlte um, die Venelianer e herten s ihrer Küste und machten jede WéUEVe KapergS on L mögli<h. Heute liegt seit dem frühen Morgen eine vo ien Windstille Über dem Mecre, unsere Dampfer müssen Me eteiants Schiffe in die Schlachtlinie shleppen, und obwohl die Dent