1881 / 179 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Afrika. Tunis, 2, August. (W. T. B.) Jn der Nähe von Tunis und Kairuan, wo eine Geldsumme ge- zahlt worden war, um Plünderungen zu verhindern, sind neue Gewaltakte von Marodeurs vorgekommen. Täg- lih treffen französishe Truppen ein; man hofft, daß die- s bald die Ruhe und Sicherheit in Tunis wiederherstellen werden.

Statistische Nachrichten.

Der Kalender und fstatistisbes Jahrbuch für das Königreich Sachsen 1882, herausgegeben vom fstatistishen Bu- reau des Königlich fächsishen Ministeriums des Jnnern, sind erschie- nen (Vertrag von C. Heinri in Dresden, Preis 1 Æ). Wir kom- men auf den Inhalt noch zurü. : Die Ergebnisse der Verzehrungssteuer in Oester- reich-Ungarn für das Jahr 1880 sind kürzli von dem Kaiserli Königlichen Finanz - Ministerium veröffentlicht worden. Wir entnehmen dieser Publikation folgende Angaben: Das in der österreichisch-ungarishen Monarchie bestehende Verzehrungsfteuersystem hat nur einzelne kleine Verschiedenheiten aufzuweisen. In der Regel ind folgende Gegenstände der Verzehrungsfteuer unterworfen: Wein,

lost, Obstmost, Bier, Branntwein, Fleish vom Swlacht- und Stechvieh und Zucker aus inländischen Stoffen. Was das Steuer- ausmaß betrifft, so ist es nit überall dasselbe, namentlich ist es in den geschlossenen Städten höher als auf dem flachen Lande, aber felbst bei den geschlossenen Städten zeigen sich Unterschiede. In manchen Gemeinden besteht ein Zuschlag für Gemeindezwecke zu der allgemeinen, für Rechnung des Staats einzu- hebenden Verzehrungssteuer, der jedoch nur die daselbst verbraudten Gegenstände treffen darf. Der Bruttoertrag der Verzehrungssteuer im Jahre 1880 und 1879 hat in der österreicbisch-ungarishen Mon- archie nach den einzelnen Objekten (mit Einschluß der Gefälls- sicherstellungen, Nebengebühren, Mieth- und Pachtzinse, der Ersäte aller Art) 94584978 Fl., beziehungsweise 84282 749 Fl. be- tragen. Die Details für 1880 find folgende: Branntwein 14 124 693 Fl, Wein, Weinmost, Obstmoft 7 384710 Fl, Bier 21 958049 Fl., Fleisch 7072015 Fl, Zucker aus inländischen Stoffen 35 511 673 Fl., andere Objekte 5718 163 Fl, Verwal= tungseinnahmen 2815 675 Fl., zusammen 94 584 978 F[, In der Gesammtheit tritt eine Zunahme um 10,3 Millionen Gulden gegen das Vorjahr hervor, die fast aus\{ließlich auf die Ver- zehrungssteuer für Zucker aus inländishen Stoffen entfällt. Der Grund hierfür liegt zumeist in der Regulirung der ee steuer. Unter dem obigen Verzehrungssteuerbetrage per 35,5 Millionen Gulden sind jedoch 7,6 Millionen Gulden enthalten, welcher Betrag als Naczahlung auf das für die Betriebsperiode 1879/80 festgesetzte Zuersteuer-Reinerträgniß von den Unternehmern der pauschalirken Rübenzuerfabriken geleistet wurde. Die Zahl der Zuckerfabriken im Campagnejahre 1879/80 beläuft sih auf 226 (davon 209 in Oester- rei, 17 in Ungarn). In 204 Fabriken erfolgte die Saftgewinnung mittelst Diffusion und in 22 Fabriken mittelst Pressen. Zur Vet- steuerung wurden 28 974519 Doppelcentner frishe Rüben ange- meldet, wirklich verarbeitet wurden jedoch gus Anlaß von Betriebs- unterbrechungen nur 26252919 Doppelcentner. Sehr bedeutend ist dieAus- fuhr von Zucker aus Desterreih-Ungarn und die hierfür geleistete Steuer- rückvergütung. Im Campagnejahre 1879/80 wurden 20 843 110 F[. zur Restitution angewiesen. Die Zahl der Bierbrauereien belief nch im Campagnejahre 1879/80 (ohne Triest) auf 2215, gegen 1878/79 um 82 Brauereien weniger. Die Zahl nimmt von Jahr zu Jahr er geleiteten auf Kosten kleinerer immer mehr

ab, weil si die befi 1 | vergrößern. In Nieder-Oesterreich giebt es einige Brauereien, Mill. Gulden betragen hat.

deren ganzjährige Steuer 1 bis 2

Die Bierproduktion belief \sich im Campagnejahr 1879/80 auf 10 957,378 bl (ohne die Triester Brauereien) gegen 11 180,681 hl im Campagnejahr zuvor. Die Zahl der im Betriebe gewesenen Brannt- weinbrennereien belief sich im Campagnejahre A auf 113 829 (davon entfallen 33 511 auf Oesterrei, 80 318 auf Ungarn). Von diesen erzeugten 101 Preßhefe. Die Zahl der pauschalirten Brannt- weinbrennecreien betrug 96651, Die Menge der angemeldeten Pro- duktion belief sich auf 123 948,037 Hektolitergrade Alkohol, wovon 67 721,350 auf Oesterreich entfallen.

Ucber die Ergebnisse des Tabakmonopols in Oester- reich-Ungarn entnehmen wir einer amtlichen Zusammenstellung fol- gende Daten: Der Erlös des inländischen Verkaufes an Tabakfabrikaten aller Art erhöhte sich von 58,5 Mill. im Jahre 1879 auf 61,5 Mill. im Jahre 1880, also um 3 Millionen oder 5 9/5, und übertraf den des Jahres 1873, welcher bisher als der höchste galt, noch um 0,4 Mill. Gulden. Gegen den Durchschnittsertrag des Quinquenniums 1875 bis 1879 von 58 Mill. zeigt das Jahr 1880 eine Steigerung um 3,5 Mill., gegen jenen des Lustrums 1870 bis 1874 eine solhe um 7,8 Mill. Gulden. Gegen 1870 beziffert sih die Mehreinnahme auf 15,4 Mill. oder 33,4 %. Seit 1870 haben \ih die Einnahmen aus dem Ci- garanonsam um 37,7%, die aus dem Raudtabak um 544°/9 und die aus. dem Schnupftabak um 2,6 % er- höht. Im Verglei mit 1879 ergiebt \ich beim Ertrage des Ci- garrenabsaßes die größte Steigerung. Der vermehrte Absatz an Ci- garretten und die Einführung einer neuen Cigarrensorte (der kurzen Virginier) trugen hierzu wesentlich bei.

Land: uud Forstwirthschaft.

Aus der Künzelsau meldet man dem „St. A. f. W.*": Die Ernte ist nun in vollem Gange. Wenn auch bie und da die Gar- benzahl etwas zu wünschen übrig läßt, so sind dafür Körnerertrag und Qualität um \o besser. Wenn die günstige Witterung noch 8 Tage anhält, wird fo ziemli alle Frucht unter Da gebrat sein und kann es dann sofort an dèn Hafer gehen. Die Kartoffeläcker stehen recht \{ön und versprechen reien Ertrag. Auch die Wein- berge stechen wundershön; der Traubenreidthum tritt immer mehr zu Tage und man findet {bon hie und da weicbe Beeren. Aus dem Neuffener Thal, 31. Juli, wird dem genannten Blatte berihtet: Die Ernte ist“ in vollem Gange; der Ertrag is quantitativ und qualitativ recht befriedigend, auch der Weinstock steht sehr gut. Seit langer Zeit haben wir kein so gesegnetes Jahr gebabt, wie das heurige, wie fich allein {on aus unserer reihen Kirschenernte ergiebt. Trotz des Bâäumeverlustes dur die Kälte des 1879er Winters brachten es in Neuffen einzelne Baumgutbesißer bis zu einer Einnahme von 1000 K, und der Erlös, der dem einen Städthen Neuffen zufloß, beträgt 50—60 000 M i

Der deutsch{e Weinbauverein bält vom 15. bis tember in Heilbronn seinen diesjährigen Kongreß ab.

1 E. Scep-

Gewerbe und Handel.

Der „Allg. Corr.“ wird unter dem 29. v, M. aus New- York gemeldet: Gestern wurde eine postalisbe Telegraphen- gesellschaft gegründet, die ein mächtiger Konkurrent der Western- Union zu werden verspriht. Mr. James R. Keene ist der Präsident derselben. Die Gesellschaft hat medrere neue Patente angekauft, dar- unter W., A. Leggo's automatishe Maschinen, die angebli 2000 Worte per Minute befördert; die Leggo'she Fac- fimile-Maschine, welhe autographishe Telegramme übermittelt, (die vorgezeigten schen wie Photographien aus); das Graysche har- monische Vervielfältigungssvstem, von dem behauptet wird, es über- treffe den quadruplex. Das Waysche Dbppelsvstem ist aleichfalls acquirirt worden. Das Kapital der Gesellschaft beträgt 21 Millionen Dollars; die angemeldeten Zeihnungen belaufen as auf 10 Millionen Dollars. Die esellschast hat bereits für Betricbsmaterial und Patente über 2 Millionen Dollars verausgabt.

Von „Salings Börsen-Jahrbuch 1881—82*“, der Fortsehung von „Salings Börsenpapieren“, ist die dritte, wiederum

von W. L. Hertslet bearbeitete Lieferung erschienen. Die an dieser Stelle beim Erscheinen der ersten Lieferung ausgesprochene An- sicht, daß die Herausgabe der „Börsenpapiere“ in Lieferungen, welche zusammen im Laufe eines Jahres das ganze Gebiet der marktgängigen Cffekten behandeln, für alle interessirten Kreise -nüßliher und für das Verlagsunternehmen selbst förderlicher sein würde, hat sich in- zwischen bewährt. Schon der Umstand, daß die Spezialitäten jeder Effektengattung alljährlich einer Revision unterzogen werden und so über jedes Papier vom Wisfsenswerthen das Neueste zu- sammengestellt werden fann, während ältere überflüssig ge- wordene Daten vershwinden , läßt die neue Form des Nach- \chlagewerks als vortheilhafter erfennen. Die vorliegende dritte Lieferung enthält die IndustriegesellsGaften und Versicherungsgefell- schaften, außerdem aber nob Nachträge und Ergänzungen zu den vor- hergehenden Lieferungen. Die Darstellungsweise des über die einzel- nen Gesellschaften und Institute gebotenen Materials ist gegen früher fast unverändert, kurz gefaßt und klar; so daß au, wer nit ach- mann ist, den Stoff leicht verfolgen und von dem Werk reichlichen Nußen haben kann. Bei den meisten Gesellschaften, so weit das eben möglich war, sind {on die Resultate des leßten Geschäftsjahrs mit angegeben. Sehr wichtig ist es, daß man auch {on Nachweise über die Gesellschaften findet, deren Effekten erst in jüngster Zeit neu an die Börse gebrachbt wurden; dahin zählen z. B. die verschiedenen neuen Pferdebahn-Aktien.

Glasgow, 2. August. (W. T. B Die Verschiffungen von Roheisen während der leßten Woche betrugen 9200 gegen 10 000 Tons in derselben Woche des vorigen Jahres.

New-York, 1. August. (W. T. B.) Weizenverscchiffun- gen der leßten Woche von den atlantischen Häfen der Vereinigten Staaten nach England 142 000, do. nach dem Kontinent 120 000, do. von Kalifornien und Oregon nach England 30 000 Qrtrs.

Verkehrs-Anstalten.

New-York, 2. August. (W. T. B.) Die Hamburger 2 ad „Suevia“ und „Vandalia“ sind hier einge- roffen.

Berlin, 3. August 1881.

Preußische Klafsenkotterie. (Dhne Gewähr.)

Bei der heute fortgeseßten Ziehung der 4. Klasse 164. Königlich preußischer Klassenlotterie fielen: 4 Gewinne von 6000 F auf Nr. 15130. 23 393. 34 241. 74 048. 12 489,

35 Gewinne von 3000 4 auf Nr. 5412. 8293. 13 699, 16 427. 21457. 25128. 26784. 31553. 31628. 35 541. 36 581. 41678. 42608. 48185. 52089. 52 356, 55 332. 55 338. 56 551. 56698. 58021. 59285. 59 651, 81 303.

65 840. 66168. 66912. 72551. 73202. 77986. 83 961. 88 221. 90579. 91 960.

48 Gewinne von 1500 4 auf Nr. 2228. 4339. 8066. 11 603. 12476. 15970. 17301. 21058. 22791. 22 946. 25 957, 26102, 31894. 32763. 32878. 33188. 36 477. 37 816, 37949. 38441. 39671. 44491. 44602. 45 101. 46 197. 48429. 48444, 48728. 50066. 50103. 62 793. 63 672. 64954. 71551. 71668. 74520. 75924. 76 336. 79 167. 80 094. 83728. 84422. 85963. 86 231. 89 180. 90883. 92721. 93 786.

85 Gewinne von 600 /4 auf Nr. 889. 1516. 1955. 4167. 6411. 7160. 7283. +7994. 8557. 8852. 9146. 9770. 10169, 10876. 11461. 11615. 13702. 15728. 17011. 18986. 19074. 21645. 22321. 24243, 26307. 29388. 30505. 31446. 31573. 31757, 33570. 33593. 33988. 35891. 36880. 37042. 41664. 42604. 44334. 44900. 45242. 45491. 47490. 47621. 49903. 51635. 51839. 53853. 55270. 56594. 57235. 57720. 59626. 61437. 62268. 63874. 65067. 67274. 69219. 69989. 71120. 71693. 73085. 74774. 75230. 76514. 76967. 77273. 77525. 77778. 78839. 79905. 82051. 83240. 83244. 84704. 86008. 86080. 86687. 86849. 87818. 90140. 92613. 93194. 93726.

Veber den jüngsten Fund in der Königlichen Nekropole von Theben ist der „Cöln. Z." ein Bericht aus Kairo, 22, Juli, zugegangen, dem wir folgende Mittheilungen entnehmen:

«Unermeßliche Schätze sind erbeutet worden, nicht an Gold und Edelsteinen, aber von einer Tragweite für die Wissenschaft, wie sie sih noch gar nicht bezeihnen läßt. Sie eröffnen einen Fernblick in Egyptens * Vergangenheit von \{windelhafter Tiefe. ine ganze Reihe der stolzesten Herrschergestalten des alten Egyptens i} aus mehrtausendjährigem Grabe erstanden. 36 Särge, darunter allein 15 mit Königlichen Mumien, die übrigen mit denen von Angehörigen der Königlichen Familien, haben gestern ihren Einzug in das Bulager Museum gehalten. An Opfergaben, die in Körben und Kisten ver- packt bei den Särgen standen, is zu gleicher Zeit eine ungeheure Ausbeute gemacht worden. Es befinden \ich darunter nicht weniger denn 3700 Statuetten. Einem Deutschen war diesmal das seltene Glü zu Theil, die unschäßbaren Alterthümer zu beben und der Wissenschaft zu sichern, Der Konservator des egyptishen Museums, Hr. Emil Brugsch er ist ein Bruder des bekannten Egyptologen und hat sih während einer Reibe von Jahren bereits vielfae Ver- dienste um diese Anstalt erworben —, war zum Glück rechtzeitig bei der Hand, bevor noch dem großen Funde von unberufenen Händen Gefahr drohen konnte. Prof. Maspero, auf Urlaub in Frankreich befindli, wurde als oberster Leiter des Museums und der egyptischen Ausgrabungen telegraphisch von dem Ereigniß in Kenntniß gesett. Während der leßten Jahre war es mehreren Egyptologen, die Oberegypten bereisten, bereits aufgefallen, daß sih unter den im Be- siße des englisben Konsularagenten Mustapha in Luksor befindlichen

[terthümern Stücke zeigten, welbe aus Königsgräbern stammen mußten, deren Eröffnung noch unbekannt geblieben war. Nach weitläufigen Nacforshungen gelang es endli Professor Maspero bei seinem Besuche im letzten Frübjabre, daselbst einen Fellah aus- findig zu machen, der nothwendigerweise von der Herkunft besagter Stücke Kenntniß haben mußte. Es war indeß unmögli, die Ver- \{lossenheit des Menschen zu überwinden, und da weder Ver- \sprebungen noch Drohungen halfen, wurde er dem Gouverneur der Provinz Keneh, Daud Pascha, zur Einkerkerung und weitern Geständnißerpressung übergeben. Der Fellah hat drei Brüder, die Mitwisser waren und Theilnehmer an der Ausbeutung der alten Fundiiätte, Infolge unter den Brüdern ausgebrocener Zwistig- keiten, wohl au durch die Aussicht auf hohen Lohn gelockt, bat nun der älteste derselben unter Gewährleistung von Straflosigkeit dem Gouverneur die Sache verrathen und als Führer zu der geheimniß- vollen Stätte gedient, Daud Pascha begab \ich in Person nach dem Plate, ein mitgenommener Schreiber wurde in den Schacht hinab- gelassen, der die Alterthümer enthielt, und so das Vorhan- densein einer großen Menge von Särgen, Kasten, Körben u. \. w. konstatirt. Auf die telegraphische Benachrichtigung von der merkwürdigen Entdeckung sandte der Khedive Hrn. E. Brugsch nah Theben, mit dem Auftrage, die vorgefundenen Altertbümer ans Tageslicht zu fördern und wohlverpackt in das Museum von Bulaq zu \haffen. Zu leßterem Zwecke wurde ihm ein Dampfer nacge- Jandt, der von früher her cigens für den Dienst des egyptischen

tuseums bestimmt war. Was nun die Oertlichkeit des Fundes be- trifft, so mögen vorläufig die nafolgenden Angaben genügen. Gegen 3 km nördli vom heutigen Dorfe gutjor, auf der gegenüberliegenden linken Nilseite, ist das Dorf Qurnah befindlib, am Fuße des hier ziemlih nahe an den Nilstrom herantretenden westlichen (libyschen)

Hügelgesenkes. Ein bis zwei Kilometer westlich vom genannten Dorfe liegt das weltberühmte Dér-el-bahri am Südabhangeder eben erwähnten Vorstufe des Abfalls des libyschen Plateaus. Noch anderthalb Kilometer weiter nawþ Westen, jenseit dieses vorgeschobenen Hügelgesenkes und mehr am eigentlichen Plateauabfall selbst, erreiht man endli die große Todtenstadt der Königsgräber, heute Biban-el-Meluk genannt. Zwischen den beiden vielbesubten Trümmerstätten, an einem seitlichen na dem Nil zu abfallenden Schutthaldenvorsprunge, fand sih nun zwischen zerklüfteten Kalkfelsen und Mergelschutt ein unregelmäßiger Spalt, der bei näherer Untersubung sich als der Veberrest eines ebemaligen senkrecht in die Tiefe führenden, etwa 12 m tiefen Schahtez beraussftellte. Dieser Schacht war in dem denkbar {lechtesten Boden angelegt und ift infolge dessen als solcher kaum no kenntlich. Zwischen \cieferigen, mit aus ihnen hervorstarrenden Felsblöen be: seßten Mergelwänden führt der Spalt gegenwärtig “in unregelmä- ßigen Zicktzackwindungen abwärts und endet unten in einem vier- eckdigen Raume, von welchem aus nur ein einziger Seitenstollen ab- geht. Dieser, anfangs sehr eng und nieder, erweitert \ich bei 7 m Länge und biegt dann im rechten Winkel in einen 68 m langen Gang von ungleiher Breite und Höhe ein. Hier ist die Fundstätte, wo fi der Eintretende \taunenden Uges vor einer langen Reihe von neben- und übereinander gestellten Särgen, Kasten, Körben u. dergl. be- fand. Diese cigenthfimlice Art der Aufstellung, wie die ganze Art, in welcher der Schacht angelegt ist, legt die Vermuthung nahe, daß wir es hier nur mit einer Zufluchtsstätte zu thun haben, an welcher die Pietät der alten Egypter die Ueberbleibsel ihrer Könige vor den Nacstellungen eines plündernden und tempelschänderischen Feindes (vielleicht der Perser) sicherstellen wollten. Dafür, daß der entdeckte Stollen nur ‘als Versteck gedient habe, \pricht auch der Umstand, daß man bereits vor Jahren in den benacbarten Königsgräbern den geleerten Sarkophag eines Königs auffand, dessen Sargdeel- inshrift über die Anwesenheit seiner Leiche unter den leßten Funden keinen Zweifel läßt. Man hatte, als man mit den Särgen der Könige flüchtete, die {weren Steinsarkophage zurückgelafsen. Ein großer Theil der aufgefundenen Särge ift noch unversehrt und uneröffnet, in den bereits von Diebeshand gesprengten sind die Mumien noch wohlerhalten. Vielfahhe Gewinde von Todtenkränzen, aus Oelblättern zusammengeheftet, liegen auf der Oberseite der Körper. Die In- schriften auf den vielfahen Sargdeckeln geben die Anwesenheit der Leichen nachfolgender Könige an: Ras-Khenen (Ra Sekenen = Taa), Amosis oder A'’ahmes (1700 vor Chr.), Seti I. (1360), Ramses Ï. (1400), Amenophis I., Tuthmes T., Tuthmes 11. Tuthmes 1, Pi- notem, ferner der Königinnen : Ramaka (etwa die Ka-r’a-m'at ?), Ames Nofert Ari u. A. Unter den mitaufgefundenen Geräthschaften befinden si Gegenstände von allerhöchstem Interesse und unica in ihrer Art, z. B. mehrere Großparade-Perücken von Königinnen, kunstvoll aus Haar geflohten, vier Bronzestühle zum Aufstellen von Bronzevasen, ein riesiger Ledervorhang mit Hieroglyphen, die in demselben ausgeschnit- ten und mit gelbem Leder unternäht sind, auch ift die Herstellung mehrerer Särge aus zahllosen, durch Ueberkleben zu einer Art Pa- piermaché umgewandelten feinen Leinwandlagen eine neue Thatsache. Außer den Königssärgen ift aber keiner der gemachbten Funde von so großer Bedeutung für die Wissenschaft als der von vier practvollen Papyrus (der eine von 16 m Länge), welche eine Fülle der wichtigsten Aufschlüsse zu ertheilen versprehen. Sobald alle diese Schätze auf- gestellt und geordnet sein werden, will ih es versuchen, Jhnen über dieselben weitere Mittheilungen zu machen,“

Stolze’sher Stenographenverein. Hauptversammlung Donnerstag, den 4. August 1881, Abends 8 Uhr, bei Lücke, Span- dauerstraße 27. Tagesordnung: 1) Vortrag des Herrn Lehrer Kütt- ner: Vorschläge zu einer praktischen Unterrihtsmethode für die Stolze’she Schrift. 2) Vortrag des Herrn Bäckler über den gegen- wärtigen Stand der Stolze’shen Schule. 3) Vereinsangelegenheiten. Jeden Donnerstag, Abends 8 Uhr, im Vereinslokale Leseabend. Ca. (0 stenographische Zeitungen verschiedener Sprahen und Systeme, sowie die neuesten stenographischen Literaturerzeugnisse liegen zur freien

Benußung für Stenographen aller Systeme aus. Gâste find will- kommen.

„Göttingen, 25. Juli. Jn der am 18. Juli stattgefundenen Sißung der Gesellschaft für Kirchenrehtswis enschaft ging der Geheime Justiz-Rath Dove auf Eheschließung und Trauung na altdeutscbem Rechte ein. Der Vortragende hat stets festgehalten, daß nicht die Sag Fondern die vormundscaftliche Trauung im altdeutschen Recht den Anfang der Che dargestellt hat, während die Verlobung (desponsatio) den nothwendigen Rechtstitel für die Ehe bildete z dabei konnte konstatirt werden, daß Sohm, welcher diese Auffassung bekämpft hatte, sih derselben neuerdings stark genähert hat. War zu der altdeutschen (vormundschaftlichen) Trauung der Konsens der Braut niht erfordert worden, fo konnte, als später die Nothwendigs keit durdrang, die Einwilligung der Brautleute bei der Ghes{ließung zum Ausdruck zu bringen, auch die Braut niht mehr (kraft vormundschaftliher Gewalt) gegeben, sondern fkonn- ten nur beide Brautleute kopulirt, auf Grund ihrer erklärten Ein- willigung zusammengesprochen werden. Der fkopulirende Dritte (Laie oder Geistliche) ist kein gekorener Trauungévormundz er ist nicht an die Stelle des alten trauenden Gewalthabers getreten, sondern (wie neuerdings von Thaner dargethan worden) des Fürsprechers, des der „Worte weisen Mannes“, der durch sein Sprechen die beiderseitigen Erklärungen der Einwilligung vermittelte, Manche Bezeichnungen bei der Kopulation, wie z. B, das in evangelischen Kirchenordnungen erwähnte „Zusammengeben“ erinnern zwar noch an das alte Ret: allein Zusammengeben is kein eigentlihes „Geben“ mehr, weil dem Kopulator das „Haben“ feblt, das den (die Braut) trauenden Vormund (Vater, Bruder) carakterisirt hatte. Den Grundfehler der übrigens höchst verdienstvollen und anregenden Publikationen Sohms über die Geschichte des Cbeschließungsrechts fand der Vor- tragende darin, daß jener -die praktisden Fragen, welche si aus der Einführung der bürgerlichen Eheschließung insbesondere hinsichtlich der zweckentsprechenden und würdigen Gestaltung des fkir{liben Trauakts ergeben baben, aus dem altdeutshen Ret habe beantworten wollen. Anknüpfend an den vom Konsistorial-Rath Professor D. Rits{l am 7. März gehaltenen Vortrag über den Gegensaß von Kirbe und Sekte mit besonderer Rücksicht auf die gescitlihe Entwickluna des Deotrsantidmud, behandelte der Vorsitzende, Geheime Justiz-Rath

ove, demnächst die Bedeutung, welche der bezeichnete Gegensaß für die wissenschaftlize Behandlung des Kirchenrechts hat und wandte sich dann zu einer Erörterung der prinzipiellen Gesichtspunkte, welde bei der 7E, der retlihen Stellung der verschiedenen Kirben und eligionsgesell \{af- ten im Staate zu berücksichtigen sind. Daran knüpfte sih eine anregende wissenscaftlide Diskussion, an welcher \ich von uristen der Geheime Justiz-Rath John Präsident Roscber, Geheime Justiz-Rath Mejer, von Theologen der Konsistorial-Rat Rit\{l, Pro» fessor Wendt und Superintendent Schuster betheiligten. Mehrere Hefte des wissenschaftlihen Organs der Gesellshaft (Zeitschrift für Kirchenrecht), sowie die eingegangenen literarishen GesWenke (Nr. 192 bis 209) lagen in der Sißung vor. Die Gesellschaft erfreut (S lebhafter Förderung der zu auswärtigen Mitgliedern erwählten Ge« lehrten, aber auch von anderer Seite. Die Beziehungen der Gesell- aft beschränken sich bereits nicht mehr auf Deutschland und Oester- rei; so liegen aus juristishem Kreise in den Vereinigten Staaten von Amerika Zeugnisse vor, welche bekunden, daß man auch dort für die Gesellschaft sich interessirt.

Redacteur: Riedel. Werlag der Expedition (Kessel). Druck: W. Elsner.

Drei Beilagen (eins{ließlich Börsen-Beilage).

Eanserate für

Æ

Steckbriefe und Untersuchungs - Sachen. [27825] Oberdorf unterm 23. Mai

Steckbrief wird nach Ergreifung des p. Bek zurückgenommen.

[27824]

e A Schöffengerichts hierselbst vom 30. April

,. Js, wegen adig C Agige Gefngnißstrafe verurtheilt ist, hat sich auf die er

ene ellt und bält sich verborgen.

wald im Betretungsfalle zu ver fort zu benachrichtigen.

[27327]

artens, zuleßt in Klein Hehlen, T ist E van zei mtsgerihts i

N Ves 8, 368 ® des Strafgeseßbuchs 2 Tage Haft, sowie den auf 1 M 85 Kosten verurtheilt. De Martens Strafe und Kosten im Betretungsfalle einzuziehen, bezw. hierher einzusenden, im mögenéfalle 1 Tag Haft zu vollstrecken und Geschehenen hierher 25. Juli theilung I. E. Kistner.

zum Deutschen Reichs-

M: 179.

Erste Beilage

Anzeiger und Königlich Preußische

Berlin, Mittwoh, den 3. August

n Staats-Anzeiger.

1881.

—RK den Deutschen Reichs- E _ Staats-Anzeiger und das Central-Handels- E nimmt an: die Königliche Expeditiou des Deutschen Reichs-Anzeigers und Königlich Preußischen Staats-Anzeigers : Berlin 8W., Wilhelm-Straße Nr. 32.

Beffentlicher Anzeiger.

i -Sachen. Steckbriefe und Untersnuchungs-Sac Subhtatätionen, Aufgebote, Vorladungen

u. dergl. E L Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen e Verloosung, Amortisation, Zinszahlung

u. s. w. von öffentlichen Papieren.

1, 2. 3, 4.

6. T 8. 9.

und Grosshande!l.

Familien-Nachrichten.

5. Industrielle Etablissements, Fabriken

Verschiedene Bekanntmachungen. Literarische Anzeigen.

Theater-Anzeigen. | In der Börsen -

beilage.

E E

—z

Inserate nehmen an: die Annoncen-Expeditionen des „JInvalidendank“, Rudolf Mofse, Haasenstein & Vogler, G. L. Daube & Co., E. Sihlotte, Büttuer & Winter, sowie alle übrigen größeren

Annonuceu-Bureaux.

und

er Zacharias Bec von Der gegen den Uhrmah on Jahres erlassene

den 1. August 1881. C Anhalt.ZAmtsgericht.

4 acher Babtist Hegewald von Der Hand s e eredbares Urtheil des Groß- | den

Sachbeschädignng in eine dreitägige

Ladung zum Antritt der Strafe nicht ge-

Ö ) sucht, den p. Hege-

Alle s. t. Behörden werden S u L

die

ndenburg, den 29. Juli 1881.

M Großherzogliches Amtsgericht. v. Düring.

Arbeiter Heinrich oa hiesigen Amts, Strafbefehl des April d. I.

Offene Requisition. M

vom 11.

fe, i vermögensfalle zu etnem

Æ. Geldstrafe, 1m arde U P nellen Es wird ersucht, von dem zur seinem Aufenthaltsorte nach unbekannten Ünver- von dem Celle, den

Nachricht zu geben. Un

1881. Königliches Amtsgericht.

ubhastationen, Aufgebote, Vor- Q P ribigen u. dergl.

[23990] Oeffentliche Zustellung.

D der Mayer, Handelsmann zu Veldenz, ac R A eter Thomas, Dienstkne{t und Aterer eiber zu Hofbach bei Gornhausen, jeßt ohne bekannten Wohn- und Aufenthaltsort , aus e Scbuldscheinen vom 2. Februar 1873, 21. Dezember 1873 und 17, November 1877 wegen Ra Mener baarer Darlehnen und emps\angener Waaren, mi dem Antrage auf Verurtheilung des E zu dem Betrage von 74,52 4 nebst Zinsen seit em |y Tage der Klagezustellung, und ladet den Beklagten b zur mündlichen Verhandlung des Recbtsstreits vor das Königliche Amtsgericht zu Berncastel auf d den 28. September 1881, Vormittags Las

Zum Zwecke der öffentlihen Zustellung wir dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

orn, E Gerichts\{reiber des Königlichen Amtsgerichts.

127082) Oeffentliche Zustellung,

Der Kaufmann Wilhelm Hörlin zu Hall, ver- treten v Rechtsanwalt Rembold in Ravensburg, flagt gegen die Theresia Paliari, Cantinière, un F fannten Wohnorts, früher in Mittelroth, Oberamts Gaildorf, wegen Kaufschillingsforderung , mit dem Antrage: die Beklagte zu kostenfälliger Bezablung von 233 M 40 für derselben im Jahre 1878 bis 1879 gelieferte Waaren zu verurtheilen, au Me Urtbeil für vorläufig vollstreckbar zu ciaten, un ladet die Beklägte zur mündlicen Verhand ung des Rechtsstreits vor das Königliche Amtsgericht z an 2 n Freitag, den 21. Oktober 1881,

Vormittags 9 Uhr. S Gd

Zum Zwedcke der öffentlichen Zustellung wird dieser

Auszug der Klage bekannt gemacht. Tettnang, den AL I O:

e e :

Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.

157200) Aufgebot. L Aterwirth August Wiese zu Bruchaujen bat dus Aufgebot des fiber die im Grundbute von Assinghausen Bd. 11. Fol. 65 Abth. 111. s für die Gemeinde Elleringhausen ex deer. vom E t 1837 und ex oblig. vom 9. September 1833 aus Fol. VIII. Nr. 68 von Assinghausen eingetragene, von da nach Vol. X. Fol. 4 und von dort na Vol. X11I. Fol. 1 Abth. 1II. sub 4 N ene ost von 22 Thlr. 20 Sgr. lautenden pro! e e dritfes beantragt. ger De p Urkunde wir fgefordert, spätestens in dem au : der, 26. September 1881, Vormittags 9} Wr, vor dem unterzeichneten Gerichte anver ten L l gebotstermine seine Rechte anzumelden und die funde vorzulegen, ISEIENTENE die Kraftloserklärung A Ee ersoigen T S e, den 22. Ju : i m Königliches Amtsgericht.

[9192] Aufgebot. M

ied David Stein, obn des am A er "aao zu Rubla verstorbenen Baltha- sar Stein in Rubla, welcher vor 28 Jahren na

Gn on äch. Amtsgeri ¿ i Ol iw crbätrtéten Angabe seines Neffen, n Bes hlägers Ernst Carl Liebergeld in Ruhla, fei etwa 16 Jahren über sein wee e g (

effen un d bergeld in Erfurt ergeht daher an d:n abwesenden David Stein und an Aufforderung, si in legitimirte Bevollmächtigte

anstehenden Aufgebotstermine beim unterzeichneten Herzogl. \. Amtsgericht I[. hier zu i Au Ansprüche unter Beizabe der erforderlichen / \cheinigurgen anzumelden, außerdem aber zu gewar ten, daß der Abwesende, M von Ruhla, für tot erklärt

Ermangelung solwer an denx ausgehändigt werden wird, welcche si ah als ihren

den auê2ge]chlo}en werden. 5 i Séhti bas 8 erlassende Ausschlußurtheil, welches

Wiedereinseßung in den vactaen Stand nicht ftatt, aben die außerhal ) l il

LE A A bei Verluit ihrer Ansprüche

Bevollmächtigte am Sitze des Gerichts zur y

nahme künftiger gerihtliwer Autfertiguagen zu ve-

stellen.

Bad Túal i. Th.,

[18343]

Söhne des : \ J SAae: Shefcazi Katharina Marie, geb. Schütte, zu

ißow, find vor langer tas §2 is 33 inen, (ver teiere vor 27 Jahren

merika ausgewandert.

mt Gei zu Zeit Briefe von denselben aus den Vereinigten Staaten von Nordamerika bier anlang-

, haben dieselben _mi1 ] er O i und ist ein von hier an sie unter ibrer bisberigen Adresse abgeshickter Brief als un- bestellbar zurückgekommen.

werden deshalb die oben näher bezeibneten Gebrüder Gragert, sowie deren unbekannte Rechtsnafolger aufgefordert, sich vor oder spätestens in dem auf

vor dem unterzeichneten Amtsgericht AnLeraunBen Termine persönlih oder schriftli zu melden un ibre Ansprüche geltend zu machen, Gebrüder Grager,

istop einri l ) I ae i legitimirenden Erben wird aus- geantwortet werden.

Ü hende väterliche Erbtheil im 3

e, t 799 4 50 S von Herzogl. hier verwaltet wird, hat nah des

da Leben und seines Ae d even. Auf Antrag line

4 S déffen Brud r Reinhold Lie-

dessen Erben hierdurch die Person oder dur) gehörig spätestens in dem auf

7. April 1882, Vormittags 11 Uhr,

melden und ihre

Mesiezs@&mied David Stein Í A fein E A an itimirer.de r bberectigten, bezüglich in

sich legitimirer.den E O e Qiitiion seine Erben aber, Eckansprüchen

zu

au

ittags 12 Uhr verkündet werden wird, findet eine

des hiesigen Gerichtésißes

An-

am 28. März 1881. Herzoglich \äbs. Amtsgericht. IL Hofmann.

Aufgebot. Die Gebrüder Gragert: Christian -Friedrih Ernst, geboren

tober 1815, und x Christoph Heinri, geboren am 24, März 1820,

Vollbauern Hans Joachim Gragert und

am 11. Ok-

Zeit, und zwar der erstere

ährend anfänglich

seit mindestens 14 Jahren nicht

f Schweste PVerschollenen, der Auf den von der Schwester der Ber]ck enen, d oliien Eigenthümer Gebert, Dorothea Clisa- eth, geb. Gragert, zu Quißow gestellten Antrag

den 2. Mai 1882, Vormittags 10 Uhr,

widrigenfalls die Christian Friedrich Ernst und für todt erklärt werden und ihr

den 27. Mai 1881. Königliches Amtsgericht.

Perleberg,

27837 efanntmachung. d (314, ranz Müller von Sulzbach, welcher ih im Jahre 1852 von dort entfernte und seither feine Nachricht von si gegeben hat, wird auigeior dert, binnen Jahresfrist si dahier ¿u stellen e c Nawricht von seinem jetzigen Aufenthaltsorte zu ge en, widrigenfalls er für verschollen erklärt wird und sein Vermögen seinen muthmaßlichen Erben in fürsorg lichen Besitz gegeben würde. Mosbach den 27. Juli 1881, Gr. Amtsgericht. Der Gerichtsschreiber : Ascani.

27817 ckanntmachung. V Dad Besbluß der Strafkammer des Kgl. Da gerihts Aschaffenburg vom_1. August [. Berl e die unterm 5. November 1879 angeordnete Be g. nahme des Vermögens der Banerßeze aen N Hilarius und Helena Hörner von en eun wieder aufgehoben, was i hiermit gemaß Z. 9. R. St. fie V. zur PRISEIOn Sas bringe. i , 1. August 1881. M rste Staatsanwalt beurlaubt :

T, D, 4 Küttner, K. 11. St. A.

Bekanntmachung. i Das zur Konkursmasse des Kaufmanns Wilhelm Langbans an der Demolirung zu Rayeburg gebörige daselbst anb Nr. 23 belegene Wohnhaus e. pert. jo in dem auf x Sonnabend, den 27. Augnst 1881, Vormittags 12 Uhr, ; an hiesiger Se Be On Termine öffentlich meistbietend verkauft werden. V Verkaufsbedingungen können 14 Tage vor dem Termine beim Amtsgericht und beim Konkurskurator, Recbtäanwalt Dr. jur. Beer, hierselbst, welcher zu

[27538]

[9153]

JFoharne, g:b. Wegner,

unterzeicbncten am 29.

widri genfalls

sprüche und Rech den 28. September 1881, dem unterzeichneten Amtsric Termine anzumelden, wtdrigenfalls Besitzer als Eigenthümer in das n angemeldeten Dritten gegenüber nicht mehr geltend gemacht wer

diesem Termine i Cen b assung über die

Des und zwar unter der Verwarnung, die niht erschienenen und nicht vertretenen Gläubiger als den etwa gefaßten Majoritätsbeschlüssen zustimmig werden angesehen werden.

Rayeburg, den 15. Juli 1881. Königliches Amtsgericht.

und scin das

melden

8gefertigt werden wird.

Tischlermeister

E. 69 von insgesamn Thlr. Reinertrag,

nebst Hofraum 1II.

4 a 62 qm mit 3) Bauer Wilhelm 12- von 10 a,

4) Bauer Ernestine

Canal I. “57

Thlr. Reinertrag, 5) 112 L 97 8. b. von 1,82,

Reinertrag.

1derweite zur Wirksam a tragung in das Grundbu bedürfende e geltend zu machen haben, aufgefordert, ole te spätestens in dem auf Vormittags 11 Uhr, anstehenden die betreffenden Grundbuch ein- Ansprüche

vor

getragen und die

den können. [27702]

Auf den

Königliche Amtsgericht gerihts-Rath Henseling M

für Recbt: zur Eulenburg, vor mutter, der Wittwe de

{weig die Summe geliehen erhalten und an

jammt a sind, wird für kraftlos

[27345]

lung vom 13. Juli d. en Vorstand

gleich bereit ist, das Gewese vorzuzeigen, eingesehen

3 taaten von Nordamerika aut- aa O ie “welden der in Kapitalien

werden.

anwälte:

mit Hofraum und Garten 70 qm mit 24 Æ Nußungsw parzellen am Friedrich

Böttchermeister Dewit,

nicht

graf von der Eulenburg vor zu Peine

seinem gesammten : ,_ Seneral Hvpothek und an dem ihm damals pugerorigen, vor Peine belegenen Gasthause, genannt die Eulenburg,

i und Gerechtigkeiten,

i s j zotheken in Spezialhypcthek bestellt hat, welcbe Hypothe N vas tlndiae biesige Hvpothekenbuch eingetragen

em Zubehör

scheiden der Hälfte der

Bekanntmachung.

s q der verehelichten Arbeiter Behrendt, 12) A Lb We S D O icd das derselben angeblih abhanden gelomme S eisenbud Nr. 18 49? der Sparkasie zu Dem- min über 127,89 4 hierdurch aufgeboten. - er, welcber an dem bezeich-eten Sparkassenbuc irgend ein Anrecht zu haben vermeint, hat si bei dem

Gericht \vätesters in dem Termin Oktober 1881, Vormittags 11 Uhr, R-:cht näher na{chzuweilen, Buch für fraftlos und ter Antragstellerin ein neues an dessen

mmin, den 24. März 1881, / s Königliches Amtsgericht. 11. Abtkeilung.

27680] i Nachfolgend benannte P gemacht, zu 8 e ans

undstücke in der Gemeinde Ze! t besißen und gemäß §. 13511. G. Aufgebot beantragt :

1)

sthalerw

85 ha

Verkündet am 22. Juli 1881. gez. Schubert, Gerichtssreiber. Ausschlußurtheil. m Namen des Königs! L ntrag des Gastwirths Heinrih Mark- / r Peine erkennt das durch den Amts-

2c.

mit

Amtsrichter

i ) i läubiger aufgefordert, in ugleich werden die G ger n O p- oder Disapprobation

ersonen haben glaubhaft stehend näher bezeineten Zehlendorf eigenthüm-

K B. D. das tum von ca.

Angebots N eo, sprechend bezeichnete Dfferten Visstondterittin am 9. August, Mittags 12 Uhr, im Baubureau des Unterzeichneten,

Suckrow, im Dorfe Wohnhaus T 111.13 von 10 a erth und 2 Acker- ege II. A, 69 und 1t 11 a 55 qm mit 0,54

Hirtenhaus im Dorfe 11 von 8 a 70 qm und

504 Aer am Friedrichsthaler Wege II. “Fg von

0,22 Thlr. Reinertrag, Rath, Hofraum im Dorfe Il.

Schulze und dessen Ehefrau N derife, Ti. Reins, Wiesen am

Bauer Michael Barnick, Wiesen am Canal I.

6,96

Es werden demgemäß alle Diejenigen, MEFe au den vorbezeihneten Grundstücken Eigenthums- over keit gegen Dritte der Ein- Realrechte

4. Juli 1881 ranienburg, den 14. Juli 1881, n Königliches Amtsgericht.

Dr. von Winterfeld.

ck wu d C Die gerihtlihe Schuldurkunde por 9. 861, nach welcher der Gastwirth rtin Lutt Peine von seiner Schwieger-

Jeder,

erklärt Stelle

1

Alster zu Cassel, Finanzrath Cungze zu Arolsen, austizrath Moni iy Haggau, Justizrath Hupfeld zu Castel, ; Se Müldner von Mülnheim zu Caffel, s Dr. Müller zu Caffel, s Justizrath Dr. Oetker zu Cassel, BULNa EAOE zu Cafßel,

Rieß zu Cafßfsel, ) Nd is M zu Fulda. 1) Weiß zu Hofgeismar, ) Susttrath Dr. Wolff zu Marburg.

Der Vorstand hat gleichzeitig aus seiner Mitte gewählt:

Justizrath Dr. Oetker zum Vorsißenden, Sufirait Peters zum stellvertretenden Eoenalt Rieß zum Syriftführer Rechtsanwalt Rieß zum Schristsudhrer, R aal Alster zum stellvertretenden

Schriftführer. Cassel, den 28. Juli 1881. i Königliches Oberlande8gericht. Mager.

Vor-

st

Thlr.

An-

Oktober

Martin Lutter

4 weiland Gastwirths Franz

i i eb, Ni E M Linnemann, Karoline, geb. Niewandt, Tewela die S: ' von zweitausend Thalern vor-

Braun-

zur Sicherheit dieser Anleihe

erklärt.

ubert,

Vermögen cine

gez. Henseling. Beglaubigt :

Gerichtsschreiber.

Bekanntmachung.

Die Anwaltskammer der innerhalb des Bezirks des unterzeihneten Oberlandesgerichts Rechtsanwälte bat ihren Vorstand nach dem

General-

eine

zugela}jenen

Aus-

Mitglieder in der Versamm-

F. durch Wahlen ergänzt.

bilden

jeyt die

eichnungen cht of a Unternehmer berüsihtigt werden, sondere Leistungsfähigkeit bekannt oder S nacgewiesen is und deren Offerten mit dem vorge- riebenen Submissionsformular Der Bauinspektor. Haesidcke.

[27708]

Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen 2c. i Berliner Stadteisenbahn. Die Verglasung der

Ober- Seitenlicbte der Hallen, der Viadukt- Sr nb Vit Droschkendächer der Bahnhöfe

öni ü iedri in ei Quan- brücke und Friedrichstraße in einem 221 l 9000 qm soll im Wege öffentlichen Versiegelte und ent- werden bis zum Sub-

Neue Friedrich- Bedingungen und Es fönnen deren be-

genügend

raße 22, entgegen genommen, wo hnun( zur Einsicht offen liegen.

übereinstimmen.

Oeffentlicher Subanissionstermin auf Lieferung und

\ if i für die Ver- Aufstellung der Eisenkonstruktionen für Ce rne vet Eifenbahn-Unterführungen in Stat. 0 1 9 Rz . x eo | und 2,034 der Strede Berlin-Blankenheim im Ge- a. b., von 1,82,85 ha mit 5,92 sammtgewict von ca.

35 169 kg Schmiedeeisen, 1301 „, Gußeisen, L : D i 24 , Rothgußtbeile, Montag, den 15. August cr., Vormittags 11 Uhr,

im Büreau des Abtheilungs-Baumeisters Kiene hier- selbst, Lützowstraße Nr. 69, 1II.

S i 2 iefe 8bedi 1 können

Submissions- und Lieferungsbedingungen önnen

gegen Erstattung von 1 # Selbstkosten auf porto-

freie Anträge von da bezogen werden und enen

nebst Zeichnungen und Gewichtsbere{nungen dor

zur Einsicht aus. e

Berlin, den 1. August 1881. :

Königliches Eiscnbahn-Betricbs-Amt

Berlin-Blankenheim.

27707 : L y Die tägliche Lieferung, Anfuhr und Vertheilung des Bedarfs an Brennmaterialien für die hiesige Stadt- und Scbießstandswachen und Telegraphen- stationen, bestehend in ca. :

9% cbm fiehnen Klobenholz und Wee 1400 Ctr. Steinkohlen aus der fiskalishen Königs- grube D/S, R soll im Wege der Submission verdungen wed. Die Bedingungen sind in unjerem É eschâftélo e, Meichaelisfirdpla Nr. 17, einzusehen und versiegelte

Offerten bis zum E 9, August cr., Vormittags 11 Uhr, daselbst franco E a) Berlin, den 1. August 1881. Königliche Garnison-Verwaltung.

Bekanntmahunßk. Der Bedarf an Wäscbestücken für die Kasernen und die Lazarethe des 5. Armee-Corps, bejtehend in: 164 feinen Bettdecken-Ueberzügen, 149 feinen Kopfpolsterbezügen, 193 feinen En, 354 feinen Handtuücbern, , 3506 lblaren Bettdecken-Ueberzügen, 4306 ordinären Kopfpolsterbezügen, 3746 ordinären Bettlaken, 9414 ordinären Handtücbern, 599 Leibstrobsäken, 284 Kopfpolstersäcken, 260 Leibmatratenhbülsen, 300 baumwollenen Halstücern, 450 Paar Unterhosen von Callicot, 940 Paar baumwollenen Soden, w 700 Meter Matrayenleinwand (1 m breit), 30 , Matragenleinwand em breit), Scürzen für Lazarethgebhulfen, soll iu dage, der Eon sichergestellt werden. iese wecke wird zu 20’ August dieses Jahres, Vormittags 11 Uhr, ein Termin in unserm Geschäftélokal anberaumt. Unternehmer, wele fi bei der Lieferung bethei- ligen wollen und si über ibre Leistungs- und Kau-

[27706]

Rechts-

ionsfähigkeit event. dur Vorlage ortspolizeilicher Atteste auszuweisen vermögen, haben ihre Öfferten