1851 / 40 p. 2 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

fugt, \sih „Besizer ‘““ desselben zu nennen, und er is in allen dienstlichen Ausfertigungen als solcher zu bezeichnen.

$. 4, Die mit- dem Verdienstkreuze Betheilten bleiben, wenn sie eiwa nachträglich eine höhere Klasse desselben erhalten, zum Tragen des ihnen früher verliehenen Kreuzes minderer Klasse berehtigt. Desgleichen is den Besizern der bisherigen goldenen oder silbernen Civil-Ehrenmedaillen, welche in der Folge wegen neuer Verdienste mit dem Verdienstkreuze betheilt wer- den follten/ das Tragen der Medaille neben dem erlangten Kreuze gefa _ $. 5. Nach dem Ableben des Besißers des Verdienst-Kreuzes is Zu Ehrenzeichen der Behörde, durch die es an den Besiger gelangte, Uk S ho rüstellung an die Kanzlei des Franz Joseph-Ordens fipzusen M mit der Anschaffung und Verwahrung dieser Kreuze beauftragt E bt ig

$. 6, Die in Ansehung des Verlustes der Ehrenzeichen ü E den Strafgesezen enthaltenen Bestimmungen finden auch auf die

Kreuze Anwendung. ; S Der Lloyd meldet: „Nachdem der Gemeinderath der Stadt

Wien beschlossen hatte, Sr. Durchlaucht dem Herrn Miete sidenten Fürsten von Shwarzenberg 1n Anerkennung Ier E Verdienste um Oesterreich das Ehrenbürgerreht E b s verfügte sich eine Deputation des Gemeinderathes/ ¿4nd Ey q dem dermaligen Alters - Präsidenten Herrn Seis, dem S H Prásidenten Friß Dirnböck, dann dem Herrn prol E P Antragsteller, Dr. Kludy als Sprecher und B L dlé d Ta Durchlaucht. Die Deputation wurde von Sr. Durchlaucht sehr zu- vorkommend und freundlich empfangen, und auf die von Dr, Rludy im Sinne der von dem Herrn Alters-Präsidenten überreichten Udresse gehaltenen Anrede antwortete Se. Durchlaucht beiläufig in folgen- den Worten: „„Jch danke Jhnen für Jhre freundlichen Gesinnun- gen und nehme Jhr Anerbieten mit vielem Vergnügen an. Oester= reihs Verhältnisse gestalten sich günstig, seine Fahnen entfalten sich zum Schuße der Ordnung und des Rechtes auch jenseits seiner Grän- zenz doch will Oesterreih keine Vergrößerung und denkt an feine Eroberung. Es ist berufen, als Verfehter des erhaltenden Prin- zips aufzutreten, und wenn es diejem Berufe Genüge leistet, wenn die Völker sich von dessen Uneigennüßigkeit überzeugt haben werden, so wird es sich au die Achtung Europa's und jene Steklung sichern, welche ihm unter den Völkern gebührt. Auch im Junern ist es unsere Aufgabe, die Ordnung und die Geseblihkeit zu erhalten, damit Oesterrei aufblühe und erstarke. Um diesen Zweck zu er- reichen, is es aber nöthig, daß die Völker Vertrauen zur Regie rung unds die Regierung Vertrauen zu den Völkern habe. Die Ehre, die Sie mir erweisen, ist ein sprechender Beweis dieses Ver- trauens von Seiten] der ersten Gemeinde der Monarchie, und ih | wünsche, daß ihre Kommittenten, daß Wien, auf welches die Augen des Kaiserstaates gerichtet sind, der Regierung stets vertrauensvoll entgegenkomme und Sie in Jhrem Wirken unterstüße. Dann wird es uns auch gelingen, die Aufgabe, die uns obliegt, glücklich zu lósen, und wir werden einer {0nen Zukunft entgegengehen.“““

Der Wanderer berichtet: „Die pesther städtische Deputation, welche Sr. Durchlaucht dem Marschall Paskewit{ch das Diplom eines Ehrenbürgers von Pesth nah Warschau zu überbringen beauftragt worden, hat bereits höheren Orts die bezügliche Bewilligung erhal- ten. Die Deputation besteht aus dem Ministerial-Kommissär Kol- ler, dem Bürgermeister Terczy und dem städtischen Ingenieur Jva- novics. Ersterer is} bereits hierher gereist, um Sr. Majestät dem Kaiser das Diplom vorzulegen. Die beiden übrigen Deputirten folgen dieser Tage. ““

Der Oesterr. Corr. berichtet, daß der Reichsrath zu Anfang Márz ernannt werden und unverweilt seine Geschäfte beginnen solle. Vor Allem solle er die Durchsicht der Verfassung für Un-= garn vornehmen und erst nach Regelung der politischen Angelegen=- heiten zu den finanziellen übergehen.

Der Wanderer bringt den Text einer romanischen Petition, welche in den ersten Tagen des Januar von einer Deputation Sr. Majestät überreicht wurde. Nach einer langen Einleitung, in wel= cher die Romanen über Zurückseßung gegen die übrigen siebenbür- gishen Nationen, namentlih die Sachsen, klagen, stellen sie die Bitte: 1) um „gänzliche Aufhebung der magyarischen und sächsischen Geseße und Einführung der allgemeinen österreichischen Gesepge- bung in allen ihren Zweigen bei den Romanen“, und 2) um „cine solche Organisirung der Gerichte, daß alle Romanen der Monarchie darin ihre Vereinigung finden, von den einfachsten Bezirksgerichten bis zu dem obersten Gerichts - und Cassationshof in Wien, bei welchem ein romanischer Senat gebildet werden möge.“

Der Verkauf «Tarif der Schnupf - und Rauchtabacke für Un- garn, Croatien, Slavonien, Siebenbürgen, die Woywodschaft und

das temesher Banat enthält, dem Lloyd zufolge, unter Anderem folgende Säße: Schwarzgebeizter Schnupftaback pr. 1 Loth 2 Kr., ordinairer Schnupttaback pr. Loth 1 Kr. C. M. Die aus den Kaiserlichen Tabacksfabriken hervorgehenden Cigarren werden fast zu denselben Preisen wie in den dem Monopol bereits unterzoge=- nen Kronländern verkauft; eine Sorte ordinairer inländischer von 4 Zoll Länge kostet pr. Stück { Kr. C. M. Ordinair geschnitte- ner lediger Rauchtaback wird in den Komitaten längs der Gränze von Galizien, Bukowina, des Auslandes und der sogenannten Mi- litair - Gränze pr. Pfund mit 10 Kr. Conventions - Münze, pr. 23 Loth mit 1 Kr. Conventions - Múnze verkauft werden. Für alle übrigen Komitate ist eine Sortc bestimmt, wovon das Pfund auf 14, das Loth auf { Kr. C. M. zu stehen kömmt. Außerdem sind noch 15 feinere Gattungen Rauchtaback zur Befriedigung des össentlichen Bedürfnisses bestimmt. Echte Havannah-Cigarren wer- den zu denselben Preisen wie in den ärarialishen Depots zu Wien Und an allen monopolyflichtigen Orten der Monarchie verkauft wer= den. In den größeren Pläyen der Kronländer Ungarn, Siebenbür- gen 2c. werden Tabadckverlagsstationen errichtet, aus welchen die Kleinverkäufer (Trafikanten) mit dem nöthigen Bedarfe versehen wer- den. Diesen ist der Unterschied, welcher ih zwischen den tarifméßic festgestellten Preisen des Materials im Großen und Kleinen E als Gewinn zugewiesen, Die Bittgesuche um Verleihung von Klein-

verfaufbefugnissen werden von Finanzbezirksdirectionen entgegen- genommen, }

Bayern. München, 5. Febr. (A Ztg.) Die zur $

f 1 Í , x E . E. a 4‘ RoN- stituirung der Kammer der Reichsräthe erforderlichen Wahlen sind in Anwesenheit von 32 Mitgliedern aus den 59, aus welchen die- selbe besteht, beendigt worden. Zu dieser Konstituirung war nach

dem $. 3 des Geseßes vom 25. Juli v. J, die Anwéesecnhei ;

30 Mitgliedern erforderlich, und von 34 eie in der O befindlichen waren nur zwei abwesend, wodurch \ich die absolute Stimmenmehrheit auf 17 stellte, Das Resultat i folgendes: Zum ersten Präsidenten wurde erwählt: Baron Stauffenberg mit 22, zum zweiten Präsidenten Graf Karl Seinsheim mit 22, zum ersten Secretgir Herr von Niethammer mit 28, zum zweiten Secretagir Graf Montgelas mit 29 Stimmen; näch den wirklich erwählten Prásidenten hatten die meisten Stimmen hierzu erhalten die Herren Fürsten Taxis (9) und Hohenlohe (8 Stimmen ). _ Hiernach hat sich diese Kammer nach Artikel 4 des oben angeführten Geseßes förmlich konstituirt. Die Anzeige hiervon wird nah dem neuen Geseß blos sriftlich an das Gesammt-Ministerium gehen, wäh- rend dieselbe bisher jeWrzeit dem König durch eine große Depu- tation gemaht worden war, In die Legitimations - Kommission traten nah dem Resultat der Wahl einz die Herren Fürst Wrede,

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die Grafen Schönborn, Bassenheim, August und Kas Feiusheiw und Baron Freyberg. Auch die Wahl der Kommis gs 4e Geschäftsordnung, wegen gänzlicher Umänderung nach Adr des Geseßes von 1850 von hoher Wichtigkeit, da fie E M Schranken aufhebt und die ganze Behandlungsart Der Seschäste dem freien Ermessen der Kammern und ihrer Delegirten O gestellt, ging noh in der heutigen Sißung vor sihz außer den vier Gliedern des Direktoriums wurden noch hierzu bestimmt: der Herr Erzbischof Graf Reisah mit 22, Graf Giech mit 18 Stimmen und Graf Armansperg mit 24 Stimmen, welch Leßterer in den Kom- missionen für die Geschäftsordnung_ und für die Entschuldigungen zum Referenten erwählt wurde. Für diese Kommission ergab die Wahl die Herren Fürst Oettingen -Spielberg mit 22, Graf Arco- Vallcy mit 28 und Graf Armansperg mit 26 Stimmen. T) íIoly

Sachsen. Dresden, 6. Febr. (Dr. J.) Nachdem auf die er- gangene Aufforderung der dritten Kommission der Ministerial-Konferenz hier, welcher die Bearbcitung der Fragen der materiellen Jnteressen zu- getheilt ist, eine hinreichende Anzahl Sachverständiger und nament- lich auch der preußische Geheime Regierungs-Rath Delbrück und der Kaiserlich ósterreichishe Ministeral-Rath Pr. Hock hier einge= troffen, haben diese Beiräthe gestern und heute bereits Sißungen gehalten. Es handelt sih dabei um die Vorbereitung bestimmter Vorschläge, und es möchte nicht zu bezweifeln sein, daß es der her= vorgetretenen Meinungs-Verschiedenheiten ungeachtet gelingen werde, zu einem der Hauptaufgabe förderlihen Einvernehmen zu gelangen.

Sannover. Hannover, 6. Febr. Die Hannov. Ztg. enthält folgende Bekauntmachung: Se. Excellenz der K. K. öster- reichische Herr Feldmarschall-Lieutenant Baron von Legeditsch, Com- mandeur des 4ten Kaiserlichen Armee-Corps, welches unlängst das hiesige Land passirte, hat den Wunsch ausgesprochen , daß sämmt- lichen Kommandanten und als Kommandanten fungirt habenden Offizieren auf der Route, welhe das Corps passirte, sein aufrich tiger Dank bezeugt werden möge für den ausgezeichneten Eifer und die Umsicht, womit von ihnen den Allergnädigsten Befehlen Sr. Ma- jestät des Königs in so vollem Maße entsprochen worden ist; und daß der gesammten Königlichen Armee für das kameradschaftliche brüderlihe Entgegenkommen in seinem Namen möge gedankt wer- den, welches den K. K. Truppen aller Orten zu Theil geworden.

Se. Majestät der König haben zu gestatten geruht, daß dem Wunsche des Herrn Feldmarschall-Licutenants Baron von Legeditsch dur obige Mittheilung entsprochen werde.

Jür den General - Adjutanlen im besonderen Auftrage W. Tschirschnib, Oberst-Lieutenant

ee. Cel 5 So De aMeler Zeu as enthält in ihrem amtlichen Theile das folgende Ausschreiben des Ministeriums des Junern vom 3. Februar 1851, die Wahl neuer Landtagsabgeordneten betreffend.

Nachdem in Beziehung auf die, in Gemäßheit des $. 2 der Verordnung vom 1. September v. J., die Auflösung der gegen- wärtigen Ständeversammlung betrefsend, nach $. 13 des Wahlge- seßes vom 5. April 1849 spätestens jeßt wenn auf den 2ten f. M. eine neue Ständeversammlung einberufen zu können möglich bleiben foll zu erlassende Aufforderung zur Vornahme neuer Wahlen, seitens des Bundescivilkommissärs, Herrn Feldmarschall Lieutenant Grafen von Leiningen-Westerburg Erlaucht, durch Schrei- ben vom 1sten l. M. die bestimmte Aufforderung an die Regierung ergangen ist, bei der dermaligen Lage des Kurstaates der Anord nung jenes Wahlverfahrens noch Anstand zu geben; so wird sol- ches zur Nachachtung für jeden, den es angeht, hierdurch bekannt gemacht. Kassel am 3, Februar 1851. Kurfürstl. Ministerium des Jnnern. Hafssenpflug.

Schleswig-Holstein. Kiel, 6. Febr. Friedrichsort ist das dortige Kriegsmaterial sen, was sich vor dem Márz 1848 daselbst befand Dampfschiff „Bonin“ hierher transportirt.

Altona, 5, Cbr, (D, H) Die hegen drei qchleswig= holsteinischen Bataillone verlassen uns morgen; das erste kommt nach Uetersen, das zweite nach Pinneberg und Umgegend, das dritte nah Glückstadt. Die Einquartierungs - Kommission hat fol- gende Anzeige erlassen: „Obgleich die Einquartierungs - Kommission bis jeßt dur die betreffenden oberen Landesbehörden von dem

Q M) Don mit Ausnahme des- durch das

Eintreffen fremdherrlicher Truppen in hiesiger Stadt noch nicht offiziell in Kenntniß geseht worden ist, so glaubt sie es doch im Juteresse ihrer Mitbürger zur dbffentlichen Kunde bringen zu müssen, daß sie davon benachrichtigt ist, raß am 7ten d. M. ca, 3300 Mann ósterreichis{cher Truppcn hier eintreffen und am Men d, M. nach Rendsburg abgehen werden. Am 9ten d. M. werden dann wei tere ca. 4000 Maun hierselb eintreffen und in hiesiger Stadt einquartirt. Da von dem General-Kommando ver gedachten Trup- pen verfügt ist, daß nicht weniger wie 2 Mann in ein Quartic1 gelegt werden können, so wird eine Erhöhung der bisherigen Sez- zung zur Einquartierung eintreten missen, welches zur Nachachtung sowohl für diejenigen, welhe ihre Einquartierung selbs! aufnehmen, als auch für diejenigen, welche ausquartieren, hierdurch im Vor- wege angezeigt wird. Altona, den 5. Februar 1851.

Die Einquartierungs-Kommission.““

Vom südlichen Eider-U fer, 3. Febr. - (N. Fr. Pr.) Al- lerdings haben die Dänen die Landschaft Stavelholm noch nicht dauernd beseuzt, indessen doch förmlich in Besiß genommen und durch- streifen mit ihren Patrouillen das Land; in Súüderstapel sind Dan- ncbrogsfahnen ausgepflanzt und ausgehängt. Für die Ditmarscher i jeßt die Communication uach Tönning und Friedrichstadt (hier sollen noch 2000 Mann liegen, deren Abmarsch vergeblich erwartet wird) frei und lönnen Geschäfte betrieben werden.

Mecekleuburg - Streli&. Neu -Streliß, 4. Febr, (Neustr. Ztg.) Aus Rußland ist die Nachricht eingetroffen, daß die feierliche Verlobung Sr. Hoheit des Herzogs Georg mit JZhre1 Kaiserlichen Hoheit der Großfürstin Katharina stattgefunden hat, daß aber die Vermählung wegen Krankheit der Großfürstin Helene, der Muiter der hohen Braut, noch hat vershoben werden müssen.

Anhalt - Deßau. Deßau, 0. Febr, (D. R.) Se. H0=- heit der Herzog vou Nassau verweilt seit dem 1sten d. M, bereits wieder in unserer Residenz, begleitet von seinem Adjutanten Frei- herrn von Bose und einem Staatsrathe. Er wird etwa 14 Tage hierselbst zubringen, Am 3ten d. M. hat sich der Staats-Minister E wirkliche Geheime Rath von Plöß wieder nah Dresden be geben.

Unser seit dem 1, Oktober v. J. eingeführtes, bekanutlich mit den thüringischen Staaten gemeinsames Strafgeseßbuch erfreut si in seiner praftischen Durchführung der allgemeinsten Billigung, ob- schon bisher die öffentlihe Gerichtspflege nur theilweise bewerkstel- ligt worden ist, da die Konstituirung der Schwurgerichte noch auf sich warten läßt, Sicherem Vernehmen nah erfolgt aber noch um

die Mitte dieses Monats die Wahl der Geshwornen in beiden Her- zogthümern, und es dürften dann des Baldigsten mehrere Fälle threr Entscheidung zugeführt werden.

Frankfurt. Frankfurt a. M., 5. Febr. (O. P. A. Z.) Se. Majestät der Kaiser von Oesterreich hat dem regierenden älteren Bürger meister der freien Stadt Frankfurt, Herrn von Günderrode, und dem Kaufmann Hexrn Joseph Bolongaro, in Anerfkenuung ihrer Ber= dienste um die Verpflegung der zur hiesigen Besaßung gehörigen

K. K. österreihischen Truppen, den Franz-Josephorden, so wie dem Kaufmann Herrn J. B. Wiegand, aus demselben Beweggrund, die große goldene Verdienst - Denkmünze verliehen. Gegcn Ende des vorigen Jahres waren die vorgenannten Herren von Sr. Majestät dem König von Preußen aus ähnlicher Veranlassung, bezüglich auf die Königlich preußischen hier garnisonirenden Truppen, brreits mit Ehrenauszeichnungen bedaht worden. Der Ball des K. K. ósterreihischen Bundespräsidial-Bevollmächtigten Herrn Grafen von Thun-Hohenslein, zu welchem die regicrenden Herren Bürgermeiste1 und das diplomatische Corps, nebst vielen anderen ausgezeichnet Personen eingeladen waren, gehörte zu den glänzenDdst

ster Zeit.

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amburg, 0 Se (D, werden zwei Bataillone preußischer Truppen erwartet, wie wir hören, vom 8ten (Leib sind zur Besaßung von Rendsburg bestimmt und vernehmen, gleih nach Altona durchmarschiren.

Der österreichische Feldmarschall-Lieuteuant von in den nächslen Tagen sein Hauptquartier von Hambur tona verlegen.

Mit dem Nachmittagszuge der Berliner Eisen Quartiermacher des österreichischen Regiments Schwarzenl Stab heute in Bergedorf liegt, geklommen und nach Altona begeben. Das Regiment wird mörgen

Hamburg.

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nceatlmrcil

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Fraufkreich. Gesebgebenud«

Februar, Die Debatte Ubet chaffung der Octrois und über Sautleyra

eine Kapitalsteuer einzuführen, wird durch der mit der Dotations - Kommisston bejchastiglen unhörbar, Joret’s Antrag wird verworfen, 1 morgen weiter erörtert werden.

Vom 9.

irotg

Paris, 9, Gr Die Kommisston [ul

ist, mit Ausnahme Dufour's und Bauchartk'

Wegen dieser Wahl begann heute dic

Mitglieder sind: Salvat, Piscatory, Grevy,

Chambolle, Delessert, der am heftigsten

gen spra, Bac, Baze, Dufour, de Mornay

Desmars, G. Bauchart und Picoult

haben, “warum is unbekannt, von den

sich getrennt und mehr oder wenigen t

\öhnt. Gestern. gegen 3 Uhr wollten sie in

trag stellen, die Debatte über die Dotation

eines parlamentarischen Ministeriums zu verschi

fuhr man dies in der Versammlung, als man Di

ten von Seiten ihrer Parteigenossen mit Borwii

tete. Plövlich kömmt Thiers dazu, fapyt beid

und erklärt ihnen, er sei durchaus nicht gejonneit

Faucher mit 1,800,000 Franken zu bezahlen. L

ihren Antrag zurück. Die Bonapartisten verbreiteten Stadt das Gerücht, die Baunmeile von Paris

{cheinlicen Verweigerung der Dotation durch

großer Aufregung: ja, die Nationalgardi

diesem Falle - gegen die National - Verjamn

as Ordre erklärt sich aufs bestimmteste gege1 ebatte und meint, die Versammlung rocrd(

rung verwerfen, Jn einer National-Subscrip

eine Verhöhnunug der Gesche und der Nationat

Aft der Anarchie und eiue geh

Das Journal Débats i

gung der Dotation aus, da imperialistische

fürchten, Versöhnung und Friede abei

Im Constitutionnel liest man: , Man sprach vor

von diesem Gesetz-Entwursc, den man gew G

und bemerkte dem Pi1äsidentcu: „,„Warum de

nach Jhrer Botschaft vom 12, Novemb r 1850) eingebrac

hätte berechnet gcschienen“/“‘, anlwortete Loui I

A 20DA ich) im Ober - Kommando

deutende Veränderungen zu tresfea

dicse (Hcldfrage solle del Versammli

getroffenen Maßregeln vorgelegl

vollkommener Sachkeuntniß

fonne. Wenn diese Forderung

eingebracht wird, so will ich damlt nicht im mindejton

venig günstigen Stimmung der Berjammlung kroben; 14

diese Repräsentationskosten nicht bewilligt, so muß ic woh

mein ganzes Haus verabschieden und mich der radifag

samkeit befleißen.‘‘“ Jn dem Letlarüite! Ddejsetven

Beron: „Wenn 1h mit solchen Boeständigkeit

Navoleon's vertheidige , fo is dies der Grund,

Jahren sich in geuaue Kenntniß von den Jdeen unî

Landes zu seßen gewußt hat, daß cine frühzeitige

Abscheu vor Handstreichen und Abenteuern eingeflößt ,

um Frankreich mitten in der Spaltung und Wuth der Pa regieren, an die Republik glaube, und daß cr zur Aufrechthaltung der Ordnung und Ruhe weit mehr sein moralisches Ansehen zu be- \estigen strebt, als er auf eitle Kriegsschaustellungen vertraut,“

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Des

n

S - un. in

von Ne pra}jenkation

Großbritanien und Frland. Parlament. Obei

haus. Sihung vem 4. Februar. Die Lords hatten jh, nachdem die Königin nach dem Bueingham - Palast zurückgekehrt war, bis 5 Uhr vertagt, wo dann ohne Verzug die Adresse vom Hrafen von E ffingham in Vorschlag gebraht wurde. Sie ist der getreue Wiederhall der Thronrede. Jn Bezug auf die katholische Differenz erklärte der Lord, daß der Schritt des Papstes selbst in katholischen Zeiten in England nicht geduldet worden wäre, selbs heute in kei- nem katholischen Lande geduldet werden würde. Dicse „insolente Anmaßung““ einer Suprematie müsse dahcr nothwendig unterdrückt werden, und er hôöre mit Vergnügen, daß dem Hause cine Maßregel vor- gelegt werden solle, welche, ohne die Grundsäte der religiösen Toleranz zu verleßen, jeden Versuch, die römisch-katholishe Hierarchie mit terri= torialen Titeln einzuführen, vereiteln würde. Lord Creumorne unterstüßte die Adresse. Lord Stanley, das Haupt der Oppo sition, erklärte sich damit einverstanden, daß die Adresse einstimmig votirt werde, doch wolle er einige Bemerkungen nicht zurückhalten. Was die Beziehungen zu den fremden Mächten anbelange, so sei

gültig sein, zu hören, Ausgleichung sind, und daß wenigstens die Kriegsgefahr, die sv lange uber uns scchwebte, jeßt wohl entfernt ist.

das auswärtige Amt in den Parlamentsferien weniger thätig als sonst gewesea. Die befriedigende Schlichtung der dänischen Ange- legenheit sei vielleiht mehr der entschiedenen Haltung der Mo- narchen vou Oesterreich und Rußland als der britischen Jn- tervention zuzuschreiben. Was den Sklavenhandel betreffe, so könne man durch Abschaffung der Handels - Regulirungen, welche diesen verabsheungswürdigen Handel begünstigten, viel s{neller als durch was immer für neue Verträge zum Ziele kommen. Er hätte es fer- ner gern geschen, wenn ein positiver Vorschlag zur Hebung des Landbaus und zum Vortheil der Pächter angedeutet wordeu wäre. Mit Rücksicht auf die jüngsten Schritte des Hauptes der katholischen Christenheit könne man unmöglich leugnen, daß ein „insolenter Eingriff“ in die Supremats-Rechte der englischen Krone gemacht worden, cx wün- sche feine Beschränkung der Rcligionsfreiheit, aber es sci dies mehr eine politische Frage, und wenn die Regierung sie furchtlos und kräf- tig in die Hand nehme, könne sie der Unterstüßung ihrer politischen und des ganzen Landes gewiß sein. Der Herzog von Richmond wünsht Geseße, um den Landeigenthümer vor den hrecklihen Folgen des Freihandels““ Maßregeln gegen die. „päpstlichen Ucbergrisse. Der Graf von Winchelsea erklärt, England sei zu keiner Zeit so beleidigt wor=- diesmal durch den Papst. Lord Camoys, selbst Katholik, vill die Suprematie des Papstes über die Katholiken Englands un eschmälert erhalten, protestirt jedoh energish gegen jeden Eingriff | Krone. Der Präsident des Geheimen Raths, sucht darzuthun, daß der Papst Eingriffe gemacht habe, Nachdem noch Lord Bedauern daruber geäußert, daß die Thronrede sich ¡ischer zum Schuße des Protestantismus ausgedrückt habe, net

resse einstimmig angenommen.

Weaner j

- la en (lig

; A ; LUC - JLECOTE -DRY

on Lansd own

der Staatskirche

vom 4, Februar. Der Marquis Adrc\se auf die Thronrede, Herr Peto unterslüßt dieselbe. zu sehen, wie eine ( Begriff stehe, reactionaire Maßre= musse er alle Gesebße bezeich=- : Nom, Papst genannt, vera Chrenutitel und

J 14 2 «ovl oil XoUrden zu verlethen

rhaus,. Sibßung le beantragt dic Leßteren. daß es Ichmerzl!ckch set,

Le nenne, 1m Al 10) Bischof vou wetitlide iele ut England ein falsches Spiel; denn dei J Cingriff sei nihts Neues, sci von t worden. Was hätten un leiden, wenn Dr. Wisecman ren lasse, einen breitfrämpigen Hut aufseße und Das Alles schlage in die geistliche Gewalt iholifen jeicn mit Recht der Ansicht, daß ganz gesebmäßig geschehen durfte. Nachdem ] worden, sei es wahrlich nicht klug Lord gehandelt, der so lange für die theilt das Wort geführt, plöulich in nzustimmen, der aus den allernicdrigsten Leiden- mit dem Nimbus seines Namens die alte puri Englands zu sanctioniren. Darauf erwiedert daß keine Nation und die Engländer seien ja behandelt worden einen solchen Eingri}f

j ckouverainetät dulden könne. Widerstand ge= indlungen sei eben nichts Neues in der Geschichte Eng für seine Person gestehen müsse, daß die Mini- Konzessionen sür Jrland und die Kolonieen längst zu ien. Er verweist auf die allgemeine Gefühlsstim- indes und wünscht Vorschläge zu hören, welche dieser 5ckprache Lord John Russell’s an den Bischof von Durham ichen, Herr J.D' Connell rechtfertigt den Schritt des Papstes,

Aa erruuorial -

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telle der apostolischen Vikare eine geordnete Hierarchie einfül)

i dies Alles von der Regierung wohl nicht sanctionirt, ih!

en Sn äußert sich

begreifen fann, was dreizehn Männer,

Curopa’s mit Titelu ausgestattet“‘,

aben fönnten. Dagegen erklärt: Herr

nugleich Katholik nicht des römischen Ho=-

gestehen, daß Schritt des

in die Rechte der katholischen Latenschaft genannt

Diese-habe kräftig gegen jede Unterwerfung unter das

j apostolischen Briefé griffen jedoch in die Frei

in, und die Geseßgebung dürfe sich nicht dar-

I n zu verbieten. Jn demselben Geiste

Jegen will Herr W., Fagan der le

icht zuerkennen, sih in diese rcin re

Herr Hume lenkt die Aufmerk-

Stellen der Königlichen Rede. &

die Steuerverminderung, über Ver

tionswesen und in Kolonieen

Befriedigung Majestát Vertrags mit Dänemark

fann ich dieselbe nicht thei

heil sehe ih mit tiefem Bedauern die Beseßung

Hamburg, troß des Gesammt = Protestes ihrer

den freien Rechten Deutschlands,

Gewalt Dest Rücken gedeckt durch

Alles mit der ausdrücklihen Uebereinstimmung

Regierung. (Hort!) It: bin uberzeugt, daß die Mi.

hierauf bezugliche Korrespondenz jo bald als möglich dem

egen werden, damit die Mitglieder im Stande seien

n zu urtheilen.“ (Hört! hört !Y) Im Gegensatz zu Hume fin-

Fs\raeli sehr erfreulich, daß der Friede imNordenDeutsch

Lord J. Russell, als Vertheidiger der Thronrede,

auf die deutsch- dänische Frage: „Mein chrenwerthe1

Hume, begann mit der etwas sonderbaren Beschwerde,

nöthig gefunden habe, Jhre Majestät fo viel von aus

elegenheiten reden zU lassen. Q Bezua gute den

erwähnten Hauptgegenstand kann es dem Hause niht unbe

sein, daß die Feindseligkeiten zwischen Dänemark und Deutsch=

von der größten Wichtigkeit waren, indem sie nicht nur den Frie=

den Europa's bedrohten, soudern auch den englischen Handel we-

sentlich störten. Es kann meinem ehrenwerthen Freunde nicht gleich-

daß jene Differenzen auf dem Wege billiger

gletcher Weis

I der römischen Kirche

in [n All}

fampst ; die

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Widerspruch mit

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Dor O) SO tann mich darüber nur freuen; und ich hoffe, daß die Bemühungen meines edlen Freundes an meiner Seite (Lord Palmerston) die streitenden Parteien einerseits zur Nichtverlängerung der Fcind- jeligkeiten, andererseits zur Annahme versöhnender Maßre= geln zu bereden, nicht fruchtlos gewesen sind. Aber mein chrenverther Freund (Hume) sagte unmittelbar darauf, England hätte Oesterrei nicht erlauben sollen, gewisse Maßregeln zu er= greifen und Hamburg zu beseßen, in einer der Freiheit Europa? s retndlihen Weise zu handeln. Nun, diese Beschwerde ist wahrlich jehr infonsequent nah der früheren, (Hört!) Wären wir der er- steren gefolgt, so wäre der auswärtigen Politik gar keine Erwähnung ge\hehenz wären wir der zweiten Beschwerde gefolgt, so wären wir jet

185

in einen Krieg mit einigen der Hauptmächte Europa's verwickelt, (Hört, hört!) Wir waren mit keiner von beiden Ausichten einverstanden. Wir haben unseren Einfluß verwendet, wo wir glaubten, daß er für den Frieden von Europa wirken könne; und in anderen Fäl= len, so wichtig sie für die allgemeinen Interessen Deutschlands wa= ren, hielten wir es nicht für unsere Pflicht, uns irgend einzumi= hen, aber wir können zugleich niht umhin, zu denken, daß die Ord- nung jener Angelegenheiten und die Erhaltung einer großen, einträch- tig handelnden Macht im Mittelpunkt Europas von äußerster Wichtigkeit ist, (Hört!) Wir hoffen auch, daß, während jene große Macht ihre Kraft und Stärke behauptet, zugleih die besonderen Zweige jencs Reiches, die verschiedenen Staaten, welche jenen Bund bil- den, nit nur jene Verfassungen geschirmt sehen, welche sie nun seit einer langen Reihe von Jahren besißen, sondern daß jene Ver- fassungen noch freiheitsfreundliher werden gemacht werden. (Hört! hört!) Dies ist. unser Wunsch, unser Gebet für die Wohlfahrt

Deutschlands; aber wir glauben uns nicht verpflichtet, zur Errei

zu schüßen und energische |

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hung dieses Zweckes in den Angelegenheiten einer Nation von 40

Millionen Seelen zu intirveniren.“ Nach einigen Schlußbemerkun

gen d’Israeli's wurde die Antworts-Adresse des Unterhauses angenommen und die Berichterstattung darüber beschlossen.

London, 4. Febr. Dem Spectator zufolge, sind die Minister

in Betreff der römisch-katholischen Frage nun zu einem Entschlusse ge

fommen. Unter den vielen im Schoße des Kabinets angeregten V01-

{lägen habe si ihnen zuleßt als annehmbarster Weg, die Sache anzu-

Ireifen, der Plan dargestelt, den Gegenstand in Form von dekla

Resolutionen vor das Parlament zu bringen. Der

orx glaubt Junhalt und Form der besagtcn Resolutionen,

che Lord John Russell im Unterhause und Lord Overstone im

| dem Wesen nach in folgendem Do-

wberhauje beantragen würden, Betreff Der neulichen

fumente gcben zu können: „Resolutionen rómisch-katholishen Schritte, zu beantragen von Lord John Russell auf Lord O im Hause der Daß ein von

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der Gemeinen und von Montag den 10, Februar. i von Rom ausgef | deutung sich in Anspruch nimmt, IThre1 Sngland als eine Provinz der römischen Kirche sthimer zu theilen und dieselben mit öffentlich verbreitetw. rden ist ; in Betracht, daß England durch seine Ver= | sassung feiner Autorität unter vorfen ist, als der, welche in dem rehimäßi- gen Souverain und dem Vereinigten Parlament Großbritauiens und Jrlands ruht und von diesen beiden Gewalten ausgeht, und daß das Land seine Unabhängigkeit stets fremde Einmischung, welcher Art dieselbe auch scin möge, behaupten | wirdz in Betracht, daß der Bischof von Rom keine gesebßlihe Au- | torität oder Gewalt in diesem Lande hat und Niemand geseßmäßig | Gewalt, Autorität oder Gerichtsbarfcit in England zu seinen Gun- sten, oder in scinem Namen oder unter seiner Bolmáßigkeit aus | üben kannz in Betracht, daß die loyalen Unterthanen Jhrer Majestät | große Besorgniß empfunden und dieselbe in an dieses Haus ges | richteten Bittschriften kundgegeben haben wegen der Eingriffe in Ihrer | | |

Kouigreich onstituiren, das:

{oll 11 ‘“ 411 E p11 | jelbe in E U OCICOLI |

in Betracht, gegen jede

Majestät Königl. Prärogative und Oberhoheit und große Entrüstung wegen der Verleßung der verfassungsmäßigen Rechte und herkömmlichen Bräuche Englands, \o wie der protestantischen Gefühle des Volkes dieses Landes und wegen der öffentlichen Beleidigung, welche der | Krone und Würde Jhrer Majestät zugesügt worden is, wird be- | \{lossen, daß die besagten angeblichen Bischöfe englischer Bisthü- | mer feine geseßlihe Autorität über Bisthümer in diesem Lande | haben, und daß Personen, welche kraft des besagten Instruments

haudeln, keinerlei Vollmacht oder Befugnisse besißen, und daß kein Unter

than Jhrer Majestät irgend einem dieser angeblihen Bischöfe oder so

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handelnden Personen Gehorsam schuldet, sondern daß, wenn dergleichen angebliche Bischöfe oder auf Grund des erwähnten Jnstruments han delnde Personen sich üunterfangen, mit Gewalt o gend

welche Autorität auszuüben, ein Verfahren ungesetzlich ist unk gehörige Verfahren

der durch Zang 1 old S l Schuldigen in den VO(

oll cine

fan DIC bestraft werden 1rd. (29 gerid welcher

Jhre Majestät ersuczt wird,

wenn Dag rihtshofen angeordnet worden ist, unterthänige Adresse an Jhre Maj vorstehende Resolution enthalten i t dieselbe dem Volke dieses Königreichs d1 hre Königlich clamation gnädigst bekannt zu machen. Es soll ferner in de Adresse gesagt scin , daß dieses H( l gebunden hält, mit hrer Majestät Regierung für die Abfassung und Aunahmc

Geseßen zu wirken, welche etwa von Zeit zu Zeit als am reisten ge eignet erscheinen mögen, den jeglihen Bekecnntnisses inne1 halb des Gesebßes volle Gewissensfretiheit und freic Ausübung ihrer religiösen Bräuche zu sichern un? firchlichen Einrichtungen die ses Landes, wie sie durch das begründet sind, Daß sle, mit göttlichen Fürsehung , in

Unterthanen Zhrer Majestät mit größerer Fe-

IVELOEN, in

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Ö hrilten

wirksamer zu machen, \o dem di, ‘Bostnnuug der stigfeit fu. ven mögen.

Jn Poplarx, ““©inster, Clertenwell, ben Versammlungen g, "- Kenstersteuc

Unter Lord Crone s de dieser Tage in der Han- delshalle cine öffentlihe Versamnm.. n, worin verschied Resolutionen einstimmig turchgebracht N, Pwelè i) auf Nothwendigkeit einer Reform des Ka1 bezogen.

Schon seit längerer Zeit ist bekanntlich di Agitation der Pâch- ter-Ligue im Gange. Dies Vündniß hat zum Zwecke, den Pächt- tern Garanticez, welche ihnen das bestehende Pachtsystem nicht giebt, sowohl in Bezug auf die Dauer der Pachtzeit, als in Bezug auf die Verbesserungen, die sie etwa an den von ihncn bewirthschaf- teten Grundstücken vornehmen , zuzusihern. Die englischen Blätter jen jeßt ein Schreibcn des Primas von Jrland, welcher die Zwecke der Ligue offen billigt und gewissermaßen ihre Agita- tion den Schu der Religion stellt, indem er den Himmel um das Gelingen der Projekte ächter=-Bündnisses anfleht.

Jn London giebt es im Ganzen 491 Wohlthätigkeits-Anstal ten, welde fur three Zwedcke rlih die enorme Summe von 1,764,736 Pfd. Sterl. verausgaben. Hiervon kommen etwa 1 Million Pfd. Sterl, durch freiwillige Beiträge auf. Das Uebrige sind die Zinsen von Kapitalien und Erträge von Publicationen.

In Kanada, wo im Anfang dieses Jahrhunderts 400,000 Menschen lebten, hat sich gegenwärtig die Bevölkerung bis zu einer Höhe von 1,500,000 Scelen erhoben, welche auf Ober- und Unter- | Kanada fast gleih vertheilt sind, Geistliche giebt es 1492 im | Landez doch sind weniger Kirchen als Geistliche da, weshalb der | Gottesdienst in mehreren Gemeinden im Schulgebäude abgehal | ten werden muß. Jn Ober - Kanada sind 2871 Schulen mit 3209 | Lehrern und 138465 Schülern, in Unter - Kanada 1794 Schulen mit 67,982 Schülern, Jn Ober - Kanada befindet sih auch ein Schullehrer - Seminar, wo bereits 600 Lehrer ihre Ausbildung er- | hielten, und eine Unterrihts-Behörde. Handwerkershulen bestehen |

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Hull und Plymouth ha

\taltkgekunden.

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in den vorzüglicheren Städten. In Quebeck wurden unter den Au- spizien des Grafen Dalhousie eine historische, 1826 in Montreal eine naturhistorishe Gesellschaft, welche eine gute Bibliothek und ein reichhaltiges Museum hat, gegründet. Was die Zeitungen be- trifft, so hat deren Kanada im Verhältniß zu seiner Bevölkerung

- mehr als das britische Mutterland gufzuweisen,

E Ein in London ansäßiger Deutscher veröffentlicht in der Mor - | mng Chronicle einen Brief zur Warnung für deutsche Arbei- iet. worin er sagt: Es irren in diesem Augenblick Tausende von rbeitern aller Nationen brod- und obdachlos in London umher. | Viele unter ihnen sind tüchtig und brauchbar, aber sie sind den Ansprüchen nicht gewachsen, die hier an sie gestellt wer- den. Soll daher die Zahl der täglich bei den bemittelteren | hier ansáßigen Deutschen vorsprehenden armen Landsleute noch | vermehrt werden? soll die Zahl der in den Straßen umherirrenden zahlreichen Arbeitslosen, denen der Hungertod auf das Gesicht ge- zeichnet ift, aufs neue vermehrt werden7“/ Der Verfasser bemerkt dann, daß das Leben in London sehr theuer und daß es {wer sei, hier ein Unterkommen zu finden. Er berechunet den Gebrauch eines | Arbeiters auf mindestens 10 Rthlr. wöchentlih, was eher zu wenig | als zu viel, und glaubt aus Ueberzeugung versichern zu können, | daß im besten Falle blos Uhrmacher, Schneider, allenfalls Kunst= tishler, Zuckerbäcker und Gerber hier Arbeit finden dürften, abe1 auch diese nur mit großer Mühe und gegen schlechte Bezahlung.

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London, d. Febr. Die Eröffnung des Parlaments ging gestern mit den gewohnten Ceremonien vor sich. Das shóne Fe- bruarwetter hatte tausende von Schaulustigen in den Straßen, durch welche sih der Königliche Zug bewegte, versammelt, und au die Gallerieen des Oberhauses waren gedrängter als sonst besetzt, weil man namentlich auf die Ausdrücke der Königin in Bezug auf die päpstliche Frage sehr gespannt war. Jhre Majestät wurde überall mit enthusiastischem Zuruf begrüßt, dem sich häufig der Ruf: Kein Papstthum! zugesellte. Die Königin las die Thronrede mit klarer Stimme, ohne auf irgend eine Stelle besonderes Gewicht zu legen. Die Times macht die Bemerkung, daß die Zuhörer nah Able- sung der Stelle über die „päpstlihen Uebergriffe““ sichtbar enttäuscht gewesen scien, und daß Stimme sowohl wie Miene der Königin deutlich verrathen hätten, wie sehr sie diese Enttäuschung gefühlt und wie gern sie ihre protestantischen Gesinnungen in eine bestimmtere Sprache gekleidet hätte. Ueber die Thronrede selbst äußert sich jedes Journal nach seinem politischen Standpunkte. Im Ganzen mit derselben einver- standen, hätten die toryistishen Blätter lieber gesehen, wenn sich die Königin nicht blos bedauerlich über die dem Ackerbaustande dur pas freihäudlerishe System erwachsenen Nachtheile ausgesprochen hätte, wenn vielmehr einige Andeutungen mit eingelaufen wären, daß man allmáälih zum früheren Systeme zurückkehren dürfte. Die Chronicle ertlärt cs sür anmaßend, die Ruhe des Kontinents und namentli Deutschlands als theilweises Verdienst der englischen Politik darzustellen. Times dagegen bemerkt mit Befriedigung, daß seit mehreren Jah- ren zum crstenmale die Thronrede sich ohne Rückhalt Über die sreund- lichen Verhältnisse Englands zum Auslande habe äußern können. Es sei jeßt jede Spur jener falschen Politik gegen außen verwischt, welche sic, die Times, zu jeder Zeit bekämpst hatte. Man müsse mit Befriedigung sehen, daß Lord Palmerston die erhaltenen Lec=- ionen der leßten Parlaments - Epoche zu seiner Besserung benußt habe. Jebt ers stehe die Politik des edlen Lords in Uebereinstim- mung mit den Grundsäßen Englands und der allgemeinen europäi- \chen Politik.

Rußland und Polen. St. Petersburg, 1. Febr.

ie heutige St. Petersburgische Zeitung enthält das Pro-

gramm für das Ceremoniell bei der morgen stattfindenden Feierlich=

feit ber Verlobung der Großfürstin Katharina Michailowna mit dem Herzog Georg von Mecklenburg-Streliß.

talien. Turin, 34. Jän. (Zu B) Ber Lari vex ges

strigen Sißung dauerte heute fort, {loß aber mit einem Vertrauens-

votum für das Ministerium.

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Jan. (Ll.) Die Staats - Consulta is gebildet Consolin zum Vice = Präsidenten derselben ernannt wor- Die Erneunungen der Delegirten sind bevorstehend.

Fdift des Kardinals Antonelli enthält spezielle Bestimmun- die Einrichtung der Munizipalität der Stadt Rom.

Königlich bagrischer Gesandter, ist hier

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(d, 29, Jan. - (Fr, B.) Jn dir Kie

rauerfeierli{keit zum Gedächtnisse der Mut-

Spanien. Ma Atocha fand heute eine ter des Königs statt.

Der belgische Gesa jenz bei der Konigin.

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uber den Türkei. Konstantinopel tausend Mann türkischer 2

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ruppen Samos befördert zu erdrüdcken und die geseßliche Aut Häuptern der Bewegung wirl und alle die verschiedenen V um ihr Beginnen zu red finden. Die offiziellen t auf das entschiedenste

Ali Nehad Efend Aufgabe der Katastralschäßzung Umgebung von zugehörigen vat uunmehr den Austrag erhalten in dieser Stadt vorzunehmen. Die Pfortk Angelegenheit um Unterthanen auswärtiger M morandum an die betreffenden Gesandticha

Betreff der Vorgänge auf d N 4

Omyrna

aus dem Kabinet der Pfort( Großmächte ergangen. Am verflossenen Mittwoch

französischen Republik ein erfolgten Revifion des französisch=türkische! bedeutendsten türkischen und sonstigen Notabilità Sami Pascha, mit einer Inspectionsrei|

wird nächstens die Reise nach seinem

gianzend8 CS

Rauberbande hat vor phano uberfallen und ward bei

Eine bewaffnete Kapelle von San Stc raubt; ein gleiches Attentat Makri versucht.

Aus Aleppo wird vom 31, Dezember gemeldet, j wohner von Ajutab das furchtbare Beispiel von Aleppo nachzuahm; t viele Geneigtheit zeigtenz allein die vortrefflihe Haltung afi E tigen Mutuselims verhinderte den Ausbrut, Und ee en Geist Streitkräfte in genügender Zahl entsendet, um lb S Ae der Bevölkerung im Zaume zu halten. In e Strenge und Un der neu ernannte Statthalter oie A langsam erfolgenden Zu- parteilichkeit; er zeigt A E 2 in hohem Grade unzufrieden. rüdstellung der geraubten Sa!

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der armenisckchen

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