1851 / 91 p. 1 (Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

einfa<h um den Anschluß an ein großes Eisenbahnsystem. habe jedo< davon Anlaß genommen , die Furcht n débng All dieses sei voll- niemals aufhören, f das sorgfältigste

der Handelsfreiheit Toskana?s

kommen unbegründet, “und die Regierung werde für das wahrhaft materielle Wohl des Landes au

Bedacht zu nehmen.

Rom, 20. März. behörde hat bereits mehrere

angelegenheiten von untergeordnetem

_ Meoldau und Walachei. Ztg.) Se. Durchlaucht der regierende Me 6 elhaften Schreiben den Postelnik G. Asaky zum Censor

Drud>ksachen, als des Theaters es unter Anderem: „Sowohl

bei der Zügellosigkeit der O Grundsäße, welche alle Werke athmen, t : rae fan V Literatur verfaßt haben , sind die Ursache, Jhnen dieses shwierige Amt anvertrauen.“ drittehalbjährigen ( Stuhl am 10. Februar dur Wahl wieder beseßt worden. Sofronius Miklesko, wurde l Archimand1rit Miletius Zstratty zum Bischof Sr. Eminenz des Metropoliten gewählt,

burt unserer National - daß Wir Nach einer

Bischof von Husch, der Moldau und der von Husch an die Stelle

N

zu verbreiten.

) Die neuernannte Munizipalität#- al-

/ ( 1 4 Anordnungen in Betreff von £0 Interesse erlassen.

Jassy, b. Máârz.

ernannt. In diesen Schreiben

die Wichtigkeit dieses j zunimmt, als die |! die Sie seit der Wiederge-

erzbis<hvfliche Der zum Metropoliten

Verwaisung ist der

Se. Durchlaucht der regierende Fürst ertheilte beiden Wahlen seine

Bestätigung. A E : Nachdem der Minister des seine Entlassung vom wurde von Sr. Durehlaucht dem gothet Nik. Kantakuzeno zum der Direktor dieses Ministeriums

nen Abschied begehrte, wurde diese

Couza in Galacz verliehen.

Türkei. Smyrna, 17, Berbrechen , eine Grausamkeit , Verbrecher shaudern machen

Woche in dem nur cine halbe Stunde Ein griechisher Kahnführer nämlich,

Kordillion begangen worden.

Jnnern, Logothet Konst. Sturdza,

Ministerium

begehrt und erhalten hatte, regierenden Fürsten der Herr Lo-

Minister des Innern ernannt ; da , Herr Karl Rofseti , ebenfalls sei-

Stelle dem Herrn Präsidenten

Mas: (Const, Bl: 0,.B/)- En

die selbst den rohesten europäischen Wie E N

der vergangenon von Smyrna entfernten

welcher si< die Feindschaft eines türkischen Angestellten zugezogen

hatte, wurde von diesem Abends

in cin Kaffeehaus gclo>t. Beide

aßen und tranken zusammen, beim Nachhausegehen wurde der Kahn-

führer von dem Angestellten und

Boden geworfen. Dann stach

seinen Helfern überfallen und zu man dem Unglücklichen die Augen

aus, schnitt ihm Nase, Hände und, um Verrath zu verhüten, die

Zunge ab.

zgen, wo er des anderen Tages gef Nach dret martervollen Tagen gab der Un-

al gebracht wurde.

So ließ man den Verstümmelten in einem Graben lie-

e

unden und dann in das Hospi-

Man

(Bukar. Fürst hat mit einem \<mei- sowohl der heißt Amtes, welche weisen

430

Dem Anstifter der That kann man

alú>liche seinen Geist auf. , glüd>liche st auf. da kein Zeugniß gegen ihn

na< türkishen Geseßen ni<ts anhaben,

vorliegt. Aus dem hiesigen Gefängnisse im Konak des Gouverneurs sind

am vergangenen Montage Nachis sämmtliche Gefangene, worunter viele s<were Verbrecher, ausgebrochen.

Von ver bosnishen Gránze, 19. März. (Lloyd.) Der Kaimakan von Mostar ist dem Seraskier mit zwei Bataillonen über Possussia gefolgt.

Die Rajahs in Bosnien sollen sich neuestens ziemli< unzusfrie- den bezeigen, weil die Kopfsteuer fernerhin niht mehr vom 17ten bis zum 60sten, sondern vom 10ten bis zum 80sten Lebensjahr ent- rihtet werden soll.

Von der bosnishen Gränze, 23. März. (Agramer Zeitung.) Nachrichten aus Banjaluka , Pridor und Kozarac lauten vom 15ten d. M. günstig für die Armee des Omer Pascha; täglih mehren si< die rü>kehrenden Verwundeten von Jajcez das Bombardement auf Jajce dauerte no< am 15ten d. so heftig fort. daß es na<h Banjaluka hörbar war. Cs muß etwas Wichtiges und für Omer Pascha Günstiges vorgefallen sein, denn gestern hatte ih Gelegenheit, die Gesichter der den Rebellen Anhängigen zu sondiren, die ganz niedergeschlagen von keinem Siege sprachen, wo sie do sonst bei no< so kleiner Gelegenheit den Sieg als errun- gen ausposaunten. Panduren, Türken durchstreiften die Dörfer, um einem etwaigen Aufstande der Christen zu begegnen, den sie sehr fürchten. Neue Aushebungen der Insurgenten fanden diese Wodhe statt, die na< Jajce zu stoßen haben. Am 15ten d. M. er- zählten Reisende von der Nähe aus Jajce, daß diese Festung be- reits halb zershossen wurde und die Jusurgenten sich faum nodh ein paar Tage halten können. Bei dem Aufenthalte der Jnsurgen- ten in Banjaluka haben die <ristlihen Einwohner stark gelitten, so zwar, daß die angesehensten Handelsleute kaum mit dem Leben auf österreichishen Boden sich flüchten konnten, das Gotteshaus haben sie ganz zerstört.

Meteorologische Beobachtungen.

1851. März.

Morgens Nachmittags G6 Ubr. 2

Abends] Ubr. | 10 Ubr.

Nach einmaliger

»( 29, Beobachtung.

E E EEERT

R,

Lustdruck Luftwärme

Thaupunkt

331 /41‘‘‘Par, 330,27‘‘‘Var. 329 41‘‘“‘Lar. Quellwärme 7,8 + 46° R. + 81° R| +95, R. -+t- 3,0° 14 -+ S R. -+ 0:3 R. Bodenwärme

Dunstsättigung 58 pCt. T2 pCt. 84 pCt.

Wetter trübs, reznig. renz

VWiRd e Ce es W. W, W.

Wolkenzug .. W »

E z p Flusswärme 4 R

Ausdünstung Ntederschlag 0,891 “Rb. Wärmewecbsel 8,4 M + 4,0°

330,36“‘‘Par. 463° R. + 35° R. 81 pCt. W.

Tagesmittel :

Königliche Schauspiele.

Montag, 31. März. Im Schauspielhause. 58ste Abonnements- Vorstellung. Zum erstenmale wiederholt: Magdaka, Original- Drama in 4 Aften und einem Vorspiele, von Ch. Birch-Pfeiffer.

Dienstag, 1. April. Jm Opernhause. 39}stte Abonnements= Vorstellung: Robert der Teufel, Oper in 5 Abth. Musik von Meyerbeer. Ballets von Ph. Taglioni. Anfang 6 Uhr.

Preise der Pläße: Parquet, Tribüne und zweiter Rang 1 Rthlr. Erster Rang, erster Balkon daselbst und Proscenium 1 Rthlr. 10 Sgr. Parterre, dritter Rang und Balkon daselbst 20 Sgr. Amphitheater 10 Sgr.

Der Billet-Verkauf zu dieser Vorstellung beginnt erst Montag den 31sten d. M. E

Jn Potsdam: Die Marquise von Villette, Original = Schau- spiel in 5 Abth. , von Ch. Birch-Pfeiffer. Anfang 6 Uhr.

Billets zu dieser Vorstellung sind erst Montag, den 31sten d. M,, in der Kastelans-Wohnung im Schauspielhause zu Potsdam zu folgenden Preisen zu haben:

Erster Balkon und erste Rang - Loge 25 Sgr. Parquet und Parquet - Loge 20 Sgr. Zweite Rang - Loge 10 Sgr. Parterre 10 Sgr. Amphitheater 5 Sgr.

Königsstädtisches Theater

Moutag, 31. März. (Italienische Opern - Vorstellung.) U Barbiere di Siviglia. (Der Barbier von Sevilla.) Komisthe Oper in 2 Akten. Musik von Rossini.

(Im zweiten Aft wird Sga. Viola eine Arie aus der Oper

„Don Pasquale“, von Donizetti, singen.)

Preise der Pläye: Ein Play in den Logen und 1m des ersten Ranges 1 Rthlr. 2c. e Dienstag, 1. April. Die beiden Nachtwandler, oder: Vas Nothwendige und das Ueberflüssige, Posse mit Gesang in <4 Akten, von J. Nestroy. Hierauf Paris in Pommern, oder: Die seltsame Testamentsflausel, Vaudeville Posse in 1 Aft, von £. Angely.

Mittwoch, 2. April. (Jtalienische Opern - Vorstellung.) La Sonnambula, (Die Nachtwandlerin.) Oper in 2 Akten. Musik von Bellini.

Preise der Pläße: Ein Plaß in den Logen und im des ersten Ranges 1 Rthlr. 2c.

Balkon

Balkon

Berlin, 29. März.

Die Umsätze in den meisten Eisenbahn-

Actien haben sih im Laufe dieser Woche wieder beträchtlich vermehrt und die Course sind abermals bedeutend gestiegen, ohne daß die

Nähe des Ultimo's wie es sonst Geschäft gewirkt hätte.

oft der Fall war, störend auf das

Unsere Börse hat, seitdem die Verbesserung

der Einnahmen die Grundlage der Operationen bildet, an Selbst-

ständigkeit genommen, wiener und pariser ben. Die Liquidation, trahtet werden darf, ist culation ausgefallen , und von Effekten, wid>elt.

Börse

Auf Zeit bleibt im Allgemeinen große \chend, weil man von den ferneren günstigen Einnahmen

daher auch die ungünstigen Notirungen der hier welche sehr wurde wenn auch mit Ressoxtvergütigung,

feinen Eindru> gemacht ha=- heute bereits als beendet be- günstig für die Hausse - Spe- dur< leichte Unterbringung ras< abge- Kauflust vorherr- der Eisen-

bahnen na< den Resultaten der vorhergegangenen zwei Monate

große Erwartungen hegt. ebenfalls schr günstig ausfallen,

Daß die Einnahmen des Monats März

ist von einzelnen Bahnen bereits

bekannt, und von besonderer Wichtigkeit dürfte die Veröffentlichung

Ergebnisse werden, weil

daß die

Der tete Ansicht, nate zufälligen Ursachen, porte 2c. gemeint sein

legt werden möchten. Wir

Mehreinnahmen der worunter sollen,

dadur<h die vielfach verbrei- ersten zwei Mo- Militair-Trans wären, wider-

Vermehrungen der

namentlich zuzuschreiben suchen die

Einnahmen einfa<h in der ganz natürlichen Verkehrs-Entwicelung, bedingt durch die Erweiterung unseres eigenen Eisenbahn - Nees, wie durch die Eröffnung ueuer Anschlußbahnen benahbarter Staa- ten. Richten wir unseren Bli> nach dieser für den Cisenbahn-

Nuswärtige Börseu. Leipzig, 29. März. Leipz. - Dresdn, Partial - Obligationen

1()87 Gld. Leipz. D, U. 1631

Br. Sächsisch - Bayerische 834 Br.

Zittau 24 Br. Anhalt. 106; Br. Altona=Kiel 935 962 Br.

Samburg, 28. März.

Friedrich

Br. Zpr 03. 105% Br. Br. bahn

4%proz. 92% Br. 34 Br. und Gld.

(Hld,

385 Br.

Magdeburg-Wittenb. 55 Br., Köln-Minden 1025 Br., 102 Gld. Friedr. Wilhelms-Nord=- Me>lenb. 285 Br.

Gld. Leipz. Dresd. E. A. 1445

Schlesische 935 Br. Löbau-

Magdeburg- Leipzig 2165 Br., 2155 Gld. Berlin=-

Wilhelms - Nordbahn 384 Gld.

Br. Deßauer B. A. A. 145 Br. Preuß. B. A.

1 1 Ztproz. pr. C. 895 Br., 895 Gld. St. Prämien - Obligat. 935 Br. E. D, (092 21.

R. 106 By, Stiegl. 574 Ard. 13% Br,, 13% Old,

: Amerikan. 6proz. V. St. 1055 Br., Hamb. - Berlin 94% Br., 94 Gld.

Bergedorf 92 Altona - Kiel 937

r hi1

45

Gld.

Wechsel-Course.

Paris 189, Petersburg 325. London 13 . 3. Amsterdam 35 . 69, Frankfurt 89, Wien 1975. Breslau 1524.

Gold al Marco 425{.

Louisd'or 10. 13%, Dukaten 100.

Preuß. Thaler 504.

Fonds und Eisenbahn - Actien still, nur in Span, 3proz. und

5proz, etwas Umsaß.

Frauffurt a. M., 28. Br., 1152 Gld. Gld. Badische Partial-Loose a 55 Glb., do, a 35 Fl. vom

Span. 3proz. inländ. 357 Br., a 600 Fl, 83 Br,, 825 Gld.

Jahre 1845 324 Br., Kurhes. Partial-Loose a 40 Rthlr. 32% Br., 327 Gld. Partial-Loose a 36 Fr. bei Gebrüder Bethmann 35%

März. Oesterr. Bank-Actien 1155

5proz. Metalliques - Obligationen 735 Br. , 72%

50 Fl. vom Jahre 1840 55% Br., 325 Old.

Sardin, Br,, 35 Gld. 35% Old. Poln. 4proz. Oblig.

Friedr, - Wilh, - Nordbahn ohne

® .,

Berliner BOrSe€. Verkehr hö<sst wichtigen und günstigen Zukunft, so wird man nicht in Abrede stellen können, daß die höchste Stufe der Erweiterung noch bei weitem nicht erreiht is, vorausgeseßt, daß Ruhe und Friede, worauf unsere intelligente Zeit gerechte Ansprüche machen muß, erhalten wird. Wir haben bereits in unserem vorwöchent- lichen Berichte die Ansicht ausgesprochen, daß in Folge der vorerwähn- ten günstigen Aussichten die Course einzelner Eisenbahn-Actien einen weiteren Aufshwung nehmen werden, und ganz besonders auf Köln- Minden, Berlin - Stettiner, Berlin - Anhalter und Potsdam- Magdeburger Actien hingewiesen. Diese Voraussicht hat sich dur< ansehnliche Ankäufe seitens unserer Kapitalisten vollkommen bewährt, wie die Notirungen unserer heutigen Schlußcourse ergeben. Vor- zugsweise zogen Potsdam - Magdeburger Actien die Ausmerksamkeit unserer Börse auf sich, was seinen Grund in der definitiven Regu - lirung der finanziellen Verhältnisse, so wie in der Steigerung der Einnahmen hat. Auch Berlin - Hamburger und Halle - Thüringer blieben gesuht und sind bedeutend gestiegen. Ju Oberschlesischen Aktien war der Umsaß minder beträchtlich, do behaupteten dieselben si< ebenfalls höher als in voriger Woche. Niederschlesi\h - Mär=- fishe Actien, wofür sich nur wenig Verkäufer zeigten, nahmen einen raschen Aufschwung. In den übrigen garantirten Bahnen wenig Geschäft.

Von preußischen Fonds sind 45 pCt. Anleihe in Folge fälliger Blanko-=-Verkäufe, die zu de>en waren, gestiegen ; man bewilligte ziemlich bedeutente Deports, da es {wer fiel, entsprechende Posten anzuschaffen. Staatsschuldscheine und 5proz. freiw. Anleihe behaup- teten sih fest. Bankantheile erlitten einige leichte Schwankungen,

40% Br., 404 Gld. Köln-Minden oh. C. 1034 Br., 102%

Bexbach 823 Br., 825 Gld. : Das Geschäft beschränkte sich an heutiger Börse auf einige Fonds und Actien-Gattungen. Nur allein 3proz. Spanier, 43proz. württemb. Obligat, und Friedr. -Wilhelms Nordbahn-Actien waren zu besseren Coursen mehr begehrt. Oesterr. Actien, 5proz. Metall. und Lombard. waren unter der gestrigen Notirung offerirt. Alle übrigen Fonds und Actien preishaltend,

Zins. Gld,

Paris, 27. März. 3proz. 57. 69. 93.85. Nord-

bahn 480.

5proz.

Wechsel-Courfse.

Amsterdam 2115. Hamburg 1855. Berlin 3684. London 24. 85. Frankfurt 2107. St. Petersburg 3875. Gold al marco 2—1 . 75. Dukaten 11. 65 L London, 27. März. Z3proz. Cons. p. C. 96%, 2, a. Z- 961, %. Int. 59, 584, Aproz. 92, 914. Ardoins 21, 2, Iproz. 38, %. Pass. 65, 54. Russ. 5proz. 112, 110, 4zproz., 97%, 1 Brâs: 93, 91. Mex. 335/ 25 Peru 86, 85.

Engl, Fonds etwas höher. Fremde behaupteten Span. proz. und Pass. sehr fest.

2: Uhr... Dev engl Fondsmarkt war fest.

sich gut. Span. proz. fest.

Amsterdam, 27. März. Holl. Fonds bei mattem Geschäft fast wie gestern. Die fortdauernden Einkäufe in Span. ÿproz, und Zproz. wirkten sehr günstig auf diese Effekten; in den übrigen Gat- tungen war der Umsaß ebenfalls ziemli<h belebt; doch blieben sie wenig verändert. Jn den übrigen fremden Effekten war ver Um- say nur beschränkt, Russ, alte 1045, 4proz. 865%. Stiegl. 86%. rag Met, Sproz. 694, £, neue 774, 77, , 24proz. 374. Mex. N 81 T6

Holl. Junt. 57, 56, 3proz. neue 665, 35proz. Synd. 88K. Span. Ardoins 14%, %, #, gr. Piecen 14%, e, k, ‘le, Iproz. 394, Coupons 85, Zfr. 64, 6. Passive 65.

blieben aber fast ganz auf ihren vorwöchentlichen Stand; eben \o unbedeutend war das Geschäft und die Cours-Beränderung der berliner Kassen-Verein-Bank.

In ausländischen Fonds war der Umsay im Allgemeinen ohn

Bedeutung, deren Course meistens fest, und besonders polnische Effec- ten blieben sehr gesucht. Von Wechseln hielten s< Amsterdam und Hamburg in beiden Sichten begehrt. London fl1u und heute 5 Sgr. niedriger offerirt, Wien etwas gestiegen. Paris ohne Geschäft und Frankfurt a. M. wie Peterburg gut zu lassen.

Die Course unserer Eisenbahn-Actien weisen seit folgende Veränderungen nach :

Berlin-Anhalter 104 a 107 biz. Berlin-Stettiner 117 a 119 bez Berlin-Ha1uaburger 93 a 95 u. 944 bez Köln-Minden 101 a 103% bez. Potsdam-Magdeburge! 67g a (O Vez. Halle-=Thüringer 675 a 69 bez Oberschlesische Litt. A. 1154 a 117 u. 1165 bez do. mitt. 6B. 1092 a 109 U 7 Vez Krakau-Oberschlesishe 7345 a 745 u. 5 bez Rheinische 65 a 645 u. 665 bez. Niederschlesis<-Märkische Box A S0 V, Stargard- Posen 82 a 82% bez. Bergisch=Märkische 385 a 394 bez Friedr. Wilh. Nordb. 38% a % u

voriger Woche

I e cl \ l- Cour Paris 56 Gld. Wien 265 Gld, Frankfurt 98; Gld London ? Mt. 11. 65 GU i S 10, ¡26 OID Hamburg 35 Gld. Petersburg 1817 Gld.

Felegraphische Notizen. Dien, 28. März. Met. proz. 96. 42yroz. 845. Anl. 34: 200. 39: 1204. Nordbahn 1327. Mail. 76% Br. B. U. 1260. Wechsel-Courfe.

Amsterdam 1835.

Augsburg 132.

Frankfurt 1315.

Hamburg 1935.

London 12 . 56.

Paris 155%.

Kaiserl. Gold

Silber 1313. Hamburg , 29. März. 24 Uhr. Hamburg -Berlin 934. Köln-Minden 1025. Magdeburg - Wittenberge 54.

Paris, 28. Márz. 5 Uhr. 3proz. 57.85. 5proz. 94 , 20,

London, 28. März. 54 Uhr. Cons. 965.

Amsterdam, 28. März. 44 Uhr. Jnt. 50#- Span. 36. 200 2xproz. 37%. proz. 69k, neue 77%, Hope 86 Stiegl E

proz 513. Gloggniß

1347.

2 15 1.

Mit der heutigen Nummer des Staats-Anzei- gers sind Bogen 120 und 121 der Verhandlungen der Ersten Kammer und Bogen 73 uud 74 der Anlagen zu den Verhandlungen der Zweiten Kam- mer ausgegeben worden.

E E r

Berlin, Dru> und Verlag der De>erschen Geheimen Ober-Hofbuchdruclexei,

Das Abonnement beträt: 7 5 Nthlr. für # Jahr. sr 10 Ntble- 1 Far é in allen Theilen der Monarchie ohne Preis - Erhöhung. Bei einzelnen Unmmern wird der Bogen mit 25 Sgr. berechnet.

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M 91,

H A E E I B E I R R Me D E R S T O

L Q 2{nitlicher Theil.

D enu Preußen. Berlin. Hesterreich. Wien,

nachrichten. Sachsen. Dresden. Kammer-Verhandlungen. Hannover. Hannover. Kammer-BVerhandlungen, Nassau. Wiesbaden. Landtags-Verhandlungen, Sachsen - Weimar. Weimar, Enibindung der Erbgroßherzozin von einer Prinzessin. Bremen. Bremen,

t\<lanund. Verordnung,

Hofnachrichten, Vermischtes

Verhandlungen des Senats und der Bürgerschaft. N usSland.

Frankreich, Geseßgebende Versammlung. Tagesordnung über eine Interpellation wegen Michelei's Susgpendirung. AÄmtsniederlegung des Secretair Arnaud. Motivirte Tagesordnung über den L eômar- schen Antrag in Bezug auf den Modus der Präsidentenwahl, Ver- mischtes, Paris, Berichterstatter über das Ausgabebudget, {luß der Kommission für innere Verwaltung. Auflösung der Natio nalgarde von St, Junien Militair - Konflikte in Montpellier, Vermischtes. zroßbritanien und Frland. Parlament, schwerde über die Flüchtlinge. Die Volkszählung. Wahlaus schreiben. Der Gouverneur von Labuan.

Kommission über die Dampfschifffahrts-Verbindungen. {chen Differenzialzolle. Bill über den Kanzleihofs, - Antrags auf Herabsezung des Lordkanzler-Gehalts, Kaffernkrieg. Vermischtes,

Rußland und Polen. S |. Warschau.

Dänemark. Kopenhagen, Wohnungen für die arbeitende Klasse. stellung.

Schweiz. Bern, Falsches Gerücht aus Freiburg Belagerungszustandes _tillerieschule,

Vereinigte Staaten von Nord-Amerika. New-York, Nach- richten aus Kalifornien, Schienenlegung zur Panama-Cisenbahn Die Engländer in Ceutral-Amerikag,

B e-

Oberhaus, Be- Unterhaus, Reglementsfrage. Die spani- Verwersung des London, Der

Petersburg. Ankunft des Fürsten von Preisaufgabe wegen Aufführung billiger Dic londoner Jndustrie Aus-

Feier des Jahresta-s der münsinger Versammlung. Freiburg. Wiederaufhebung des Aarau. Eröffnung der eidgenössischen Ar-

Börsen - und Handels - Nachrichten.

Amtlicher Theil.

Se. Königliche Hoheit der Prinz Wilhelm von Preu- ßen haben in der vergangenen Nacht sih eines ununterbrochenen, ruhigen und erqui>enden Schlafs zu erfreuen gehabt. Die Gicht= es<wulst des Handgelenks mindert sich

Berlin, ten 31, März 1851, 97 Uhr Vormittags.

(e) Dr. Con en

Beilage.

reit >e. Hoheit der Fürst von Hohenzollern

ingen, nah Neisse

imtlicher Theil. Deutschland.

Berlin, ol. Man. Das Amtsblatt de Königlichen Post-Departements enthält die Berordnung, betreffend die Anwendung der Bestimmungen Tes deutsch - öster reichischen Post- Vereins-Vertrages auf die Korrespondenz na< und aus den Färstlih reußschen Ländern.

Vreußen.

çÇ

März. Kaiserliche Hoheit

Erzherzog Karl, jüngerer Bruder Sr, Majestät des Kaisers, ist seit einigen Tagen erkrankt und genöthigt, das Bett zu hüten. Jhre Kaiserlichen Hoheiten die Erzherzoge Albrecht und Rainer sind heute früh nah Prcßburg abgereist, werden aber morgen wieder zurüd erwartet.

Das Neuigkeits-Büreau meldet: „Jn Folge eines M1 nisterial = Erlasses geben die Statthaltereien cefannt, daß dringende Fälle, welche verfassungsmäßig vor den Landtag gehören, wenn dessen Einberufung nicht abgewartet werden kann, \<on dermalen Sc<lußfassung Sr. Majestät des Kaisers zu unterziehen sind.“ Aus der Gegend von Mölk is hier ein Ruderschisf angefom- men, welches die ersten Auswanderer, an zwanzig Familien mit 70 Personen, von Oesterreich na<h Ungarn trägt. Die Scheidenden gehören meist dem A>kerbaustande an und wollen si{< in Ungarn ankaufen.

Triest, 27. Móôrz. (Lloyd) Nachdem Se. Majestät ge- stern von der Besichtigung der Kriegsschiffe in den Regierun gs- Palast zurückgekehrt waren , hatten die fremden Konsuln die Ehre, dem Monarchen vorgestellt zu werden, wonach auch eine Deputation von JÎsola zugelassen wurde, welche Sr. Majestät die Huldigung dieser Bevölkerung darbrachte. Nach der Tafel, zu welcher die Generalität und einige hohe Beamte abermals die Ehre hatten, gezogen zu werden, machten Se. Majestät einen Spaziergang in den Hafen und geruhten sodann, das Teatro grande gegen 8 Uhr zu besu<hen; in den festlich erleuchteten Räumen desselben wurde Se. Majestät mit dem begeistertsten und nicht enken wollenden Zurufe einer zahlrei<h versammelten Menge begrüßt. Jun der Kai- serlichen Loge befanden si< au<h Ihre Kaiserlichen Hoheiten die Herren Erzherzoge Ferdinand Maximilian und Karl Ferdi- nand. Se. Excellenz der Ban Freiherr von Zellacic wurde auch in einer Loge gesehen. Heute Morgens 7 Uhr begaben si< Se. Majestät an Bord des Kriegsdampfers „Bulcan““, in Begleitung Sr. Kaiserl. Hoheit des Herrn Erzherzogs Ferdinand Maximilian, Aller- hé<sst seines erlauchten Bruders, und begleitet von den Segens- wünschen dieser treuen Stadt, um si< nah Venedig einzuschiffen, wohin das K. K, Gefolge si< hon gestern an Bord des österrei-

Hesterreich. Wien, 29. Se.

Der

taats

Berlin, Dienstag den 1. April

AIPETIT E V rid E TA S S R t i P; E E E L 2A E R G A P T R T C E I E I D E R S C I P R R E E I A IIE Be I R A 2

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Preußischer

113

ß

<ischen Loyddampfers „Venezia‘“ begeben hat. Auch Se, Cxcellenz der Artillerie-General Graf Gyulai ist heute Morgens nach dieser Stadt abgegangen; Se. Excellenz der Ban aber trat seine Rüreise über Fiume na< Agram an. Dem Vernéhmen na<h werden Se, Majestät na< einem Ausenthalte von einigen Tagen nach Triest wieder zurückkehren.

Sachsen. Dresden, 29. Mar [Dy, A) Cte Nan mer. In der heutigen Sißzung befand sich auf der Tagesordnung der Bericht der ersten Deputation über den Entwurf eines Gesehes, die Ausübung der Jagd betreffend. Referent ist Búürgermeijter Hennig. Der von der Regierung vorgelegte Geseß-Entwurf beab- sichtigt die Regulirung der Jagd, theils aus sicherheitspolizeilichen Gründen, theils um der gänzlichen Vernichtung des Wildes vorzu- beugen, da dasselbe einen beträchtlichen Theil der im Lande erzeugk werdenden animalischen Nahrungsmittel ausmache. L iesen doppelten Zweck sucht der Entwurf dadurch zu erreichen, daß er erstens die Bil- dung von Jagdbezirkcn vorschreibt, daß er zweitens die Bestimmung trifft, daß Jeder, welcher die Jagd ausübt, efne Jagdkarte lösen muß, und daß er drittens cine Schonzeit festsezt. Daß ein Gese, wela es die Ausübung der Jagd regulirt, sowohl in staatswirthschaftlicher, als auch ganz besonders in sicherheitspolizeilicher Hinsicht dringend nothwendig ist, darüber ist in der Deputation nicht der geringste Zweifel entstanden. Die Regierung hat die Dringlichkeit S. 708 näber motivirt und die Deputation ist mit den daselbst angeführten Gründen vollkommen einverstanden. Die allgemcine Debatte er- ¿ffnete Amtshauptmann von Egidy. Die Tendenz des Ent- wurfs, dem wahrhaften Gräuel, welcher mit dem Jagdrechte in neuerer Zeit getrieben worden, ein Ziel zu seßen, sei zwar mit Dank anzuerkennen, aber er müsse zweifeln, daß durch die Regie rungsvorlage dieser Zweck werde errcicht werden. Er sei ter Mei- nung, daß die Ausführung der Bestimmungen des Entwurfs nicht gut möglich sein werde. Er glaube , daß es hinreiche, die Be stimmungen auf die einfachsten Prinzipien zurückzuführen und na- mentlich in Betreff der Schonungszeit, Austheilung der Jagdkarten und Bildung der Jagdbezirke vertrauensvoll in die Hände der Staats-Regierung zu legen und dabei das Mandat von 1811, das Verbot wegen unbesugten Tragens von Scthießgewehren betressend, wieder einzuschärfen. Secretair von P olenz giebt unter dem An- führen, daß die vertragsmäßigen Rechte des Hauses Schönburg durch die Gesebvorlage beeinträchtigt würden, eine Erklärung und Rechts- verwahrung zu Protokoll, welche folgende drei Punkte enthält, näm- lich! 1) die rezeßmäßigen Rechte des Hauses Schönburg nah Maß gabe des Rezesses von 1740 und des Erläuterungsrezesses von 1835 würden durch das vorliegende Geseß verleßt, 2) es würde den Be- sißern der \{<önbur gischen Rezeßherrschasten eine Beschränkung ihrer eigenen Grundstü>e auferlegt, und 3) hätten diese niemals die Grund- rechte anerkannt. Graf von Solm Wildenfels: Man habe die Grundrechte im Ganzen aufgehoben, weshalb nicht auch im Ein- zelnen, namentli<h in einem Punkte derselben, welcher nothwendig zum Kommunismus führen müsse? Furcht könne nicht die Ursache der Aufrechterhaltung dieser Bestimmung der Grundrechte bei eine: Regierung scin, die si<h so muthvoll in den Maitagen bewiesen habe. Er protestire gegen die dem Hause Wildenfels angesonnene Beschränkung seiner Rechte. von Heynih sieht in dem Geseh- entwurfe ebenfalls blos eine Ausführung des $. 37 der sogenannten Grundrechte; das den Jagdberechtigten dadurch zugefügte Unrecht fónne allein dur< Entschädigung gesühnt werden, und dankbar wolle er anerkennen, daß die Staatsregierung no< neuerlich diesen Grund sat ausgesprochen habe. Er bemerke dies nur, um mit dem Ent- wurfe kein Präjudiz si< zu stellen. Unter Entschädigung verstehe er aber nachträglihe Ablösung der Fagdgerechtsame. von Po- sern: Vom Standpunkte des Rechtes aus behaupte er fortwährend, daß mit Aufhebung des Jagdrechts durch vie Grundrechte ein \wreiendes Unreht geschehen, welches sich seiner Ansicht nach mit der Erhaltung und Integrität des S‘aats nicht vertrage. Vom Standpunkte des faftishen Zustandes dagegen aus erfenne erx die Absicht der Regierung dankbar an, dem eingerissenen Unfuge zu steuern. Staatsminister von Friesen: Cs könne hier nicht die Aufgabe sein, no<hmals auf die ost besprochene Frage wegen den Grundrechte zurü>zukommen ; die Regierung sehe das vorliegendc Geseh als cin rein prafktisches an, und es fomme nur darauf an, ob dieser Zwe>k durch den Entwurf erreicht werde Nur in Betreff der \<önburgishen und wildenfelsschen rezcßmäßigen Rechte könne er cine Bemerkung nicht unterdrü>cen. Es handle sich darum, ob solche vorliegen, und es fönne in diesem Falle, wie schon früher bemerkt, nicht die Absicht der Regierung sein, vertragsmäßige Rechte zu kränken. Jm Uebrigen aber frage es sich, ob die Verhältnisse der Rezeßherr schaf ton der Landes-Gesetzgebung unterliegen oder nicht, und fofern dies der Fall, werde mit allgemeinen Protesten wenig geholfen scin. Der dur< Herrn von Posern ausgesprochene Grundsaß, Daß ein Un- re<t niemals Recht werden könne, erscheine in seiner Allgemeinheit ni<t ungefährlih, und sei derselbe auch von anderer Seite ange- wendet worden, Kammerherr von Friesen erklärt, weshalb er, obschon er mit den durch von Posern“ und von Heyniß ausge \prochenen Grundsätzen vollkommen übereinstimme, dennoch ein Vo- tum für den Entwurf abgeben werde. Auch er müsse den allgemein richtigen Grundsatz vertheidigen, daß ein geschehenes Unrecht auf jeden Fall wieder gut gemacht werden müsse. Es gäbe aber Lagen, wo dies eine Unmöglichkeit sci, Vermöge er nun auch nicht anzu- erkennen, daß dies gegenwärtig der Fall sei, so hätte doch anderer=- seits nicht übersehen werden können, baß von fo vielen Seiten sich Stimmen dagegen. erhoben haben, daß vorauszusehen, man werde bei der Ausführung auf unüberwindliche Schwierigkeiten stoßen. Aus diesem Grunde habe er sih gefügt. Dennoch könne er nicht un- terlassen, in Betreff einiger Aeußerungen des Staatsministers von Friesen wegen der {önburgschen Rezeßherrschaften Einiges zu be= merken. Er für seine Person halte die Ansicht fest, daß Privat- re<te unendlih höher stehen als die allgemeine Landesgeseßgebung. Die Staatsregierung, die Zeit und der Constitutionalismus wollten dies nicht anerkennen, Was sei da zu machen? Nur von dem

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1551,

Fortschritte und der Zeit sei eine Läuterung und Heilung der An- sichten zu hoffen, und es wäre nur zu wünschen, daß dies recht bald geschehe, und daß die Staatsregierung den Grundsaß des Rechtes unveränderlih festhalte. Staatsminister von Friesen bemerkte dem vorhergehenden Sprecher erläuternd, daß er in jel- nem Vortrage einen Unterschied zwischen rezeßmäßigen und nicht rezesmäßigen Rechten der Réezeßherrschafsten gemacht habe. Nachdem Graf vo nSolms-Wildenfels noch auf das Fürsten- thum Schaumburg-Lippe hingewiesen hatte, wo das freie Jagdrecht dur ein bloßes fürstliches Dekret ohne Gefahr aufgehoben wor- den sei, wurde die allgemeine Debatte geschlossen. Anlangend die Ueberschrift des Geseßentwurfs beantragte Herr von Posern den Wegfall des Wortes „definitiv“, weil darin für die künftige Jagd- gescbgebung ein Präjudiz zu liegen heine. Es wurde jedo< die- ser Antrag mit 21 gegen 14 Stimmen abgelehnt. Die einzelnen Paragraphen dieses Geseßentwurss haben wir wörtlich mitgetheilt. Fndem wir in Nachstehendem die wichtigsten derselben in der Fassung wiedergeben, wie sie von der Kammer auf Antrag ihrer Deputa- tion genehmigt worden sind, bemerken wir zugleich, daß namentlich die $8. 1 bis 8 fast ganz verändert wurden. $. 1 Rie selbstständige Ausübung des den Grundbesißern und Nuh- nicßern auf ihrem Grund und Boden zustehenden Jagdrechts ist denselben nur gestattet: a) auf solchen Grundstücken, auf welchen der Eigenthümer oder Nußnießer hon vor dem 2. März 1849 das Jagdrecht auszuüben befugt war, und þ) auf solchen Besißungen, welche in einem oder mehreren an einander gränzenden Flurbezirken einen land- und forstwirthschaftlih benußten Flächenraum von we- nigstens 300 A>er einnehmen und in ihrem Zusammenhange dur fein fremdes Grundstück unterbrochen sind z die Trennung, welche Eisenbahnen, Wege und Gewässer bilden, leßtere mit Ausnah:ne der Elbe, werden als Unterbrehungen des Zusammenhanges nicht angesehen. : Ausgenommen von der Bestimmung unter a sind jedoch: 1) die vom Hauptgute getrennten, zur Forstkultur benußt wer=- denden Parzellen, welche nux fünf Aer oder darunter enthal- ten, und 9) alle Parzellen anderer Art, wel<he vom Hauptgute ge=- trennt liegen und nur 30 Ader oder darunter betragen. $. 2, Ge- meinden und Corporationen dürsen Das Jagbrecht in keinem Falle anders, als durch Verpachtung oder angestellte Jäger ausüben, auch wenn sie - schon vor dem 2. März 1849 zur Ausübung der Jagd bere<tigt waren. $. 3. Alle Grundstüe, auf denen die selbststän- dige Ausübung der Jagd nicht shon nach $. 1 gestattet ist, sind zu gemeinschaftlichen Jagdbezirken zu vereinigen. $. 4. Jeder Flur Bezirk, went$n er mit Abschluß der $. 1 erwähnten Grundstúcke eine zusammenhängende jagdbare Fláche von wenigstens 300 A>ern ent- hält, bildet einen Jagdbezirk. $. 5. Kleinere Flurbezirke, so wie abgetrennte Theile derselben, welche nicht mindestens die $. Í erwähnte Größe haben, ni<ht minder die von Der Bestim mung in $. L a. ausgenommenen Grundstücke, sind entweder mit einem angränzenden Jagd =- Bezirke zu verbinden oder unter einander zu einem Jagdbezirke zu konstituiren , der ebenfalls nit unter 300 A>er betragen darf. $. 6. a) Forstkulturparzellen von nur 5 A>er und darunter, ingleihen Grundstücksparzellen an= derer Art von 30 A>er oder darunter, welche von einer zux selbst ständigen Ausübung der Jagd berechtigten Besizung völlig um {lossen sind, werden keinem - gemeinschaftlichen Jagdbezirke zuge- theilt, Die Besiyer solcher Grundstü>ke sind vielmehr verpflichtet, die Ausübung der Jagd auf denselben dem Eigenthümer der sie umgebenden Grundstücke auf dessen Verlangen gegen etne mit Rüd sicht auf den Flächeninhalt, die entstehenden Iildschäden und Jagdertrag zu bemessende, nöthigenfalls dur< die mannschaft, unter Vorbehalt des Rechtsweges für bei festzuseßende Entschädigung, zeitpachtweise zu überlassen Jagdausübung gänzlich ruhen zu lassen. b») Ein auch von größeren Grundstücken oder Grundstücks d, i. folcher, welhe zwar über 30 Aker, aber nicht tragen wel<e von einer über 500 Ader großen Besißung ganz oder zum größten Theil den und nicht zu den $. 1 gedachten gehören. thümer der sie umgebenden größeren L

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Ir A 91) Amte au;

Besibung 11 (a und b) von dem ihm zustehenden Befugniß, fie feinen Gebrauch, so sind sie entweder einem ben zirke zuzutheilen, oder es is den Besitzern d übung der Jagd zu gestatten, oder sie ü Jagdbezirke zu constituiren. $. 7. Den erwähnten Grundstücke is es gestattet,

einem anderen Jagdbezirke anzuschließen , Genehmigung der Amts Haupytmannschaft

einem größeren Flurbezirke mehrere Jagddez den, do< muß dann ein jeder Jagdbezirk wen fassen. $. 7 h. Jedes dauernd und Grundstü is auf so lange, als diese Einfric

allem Jagdverbande mit gemeinschaftlichen Bezirken (F oder einzelnen Grundstüc>ken ($. 6) ausgenommen. Der eines solcben Grundstücks muß jedo folchenfalls die Jagd ruhen lassen, dafern er nicht zur selbstständigen Ausübung derjelben nach) $. 1 befugt ist oder das eingefriedigte Grundstück die Natur eines förmlichen Wildgartens hat. Darüber, ob ein Grundstück für dauernd und vollständig eingefriedigt zu achten oder als ein Wild garten zu betraten ist, entscheidet die Amtshauptmannschaft. $- 5- Die Bildung der Jagdbezirke ersolgt dur die Amtshauptman! haften. Dieselben haben daher sofort nach Publication Ms Gesetzes die jeßt bestehenden, den Vorschriften desselben nich! au sprechenden Jagdbezirke aufzulösen und nach dem Ges A i von reguliren. Dasern jedo< die Bildung der Is hat béraibende stehenden Bestimmungen besondere S E 4 “edtitieten do Schwierigkeiten finden sollte, so können ritt bei hat es der muß hierzu Dispensation rige ert von der Amtshauptmann- Deputation zwe>mäßig ersG enen búng der Jagdbezirke Sachver- schaft bei der vorzunehmenden L beantragt daher |

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