1882 / 83 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

theilt fich die Bevölkerung in 951 600 männlihe und 1019518 weibliche Ortsanwesende; somit überwiegen diese an Zahl die männ- liben um 67918 gegen €66 877 im Jahre 1875. Gleihwohl ift seit 1875 bei den weiblihen Personen nur eine Zunahme von 4,65 °/9 gegen 4,88 % bei den männlicen zu konstatiren. Nach der Art des

usammenlebens werden uxterschieden: selbständig einzeln lebende

ersonen, Haushaltungen von 2 und mehr Personen und in Anstalten lebende Personen. Es wurden gezählt am 1, Dezember

1880 1875 15 983 18 436 27 043 23 459

43 026 41 895 somit mchr weibliche als männlice . i: 110600 5023 und im Ganzen mektr als im Jahr 1875 . “431, Indem die weiblichen um 3584 zugenommen, die männlichen dagegen um 2453 abgenommen haben. Die Zabl der Haushaltungen betrug im Jahr 1880: 397 675, im Jahre 1875: 385 892, hat alfo zugenommen um 11783. In solchen Haushaltungen wurden gezählt j männliche weibliche Perfonen überhaupt 1880 . §08 111 983 991 1 892 102 1B 863 975 942811 1 806 786 1880 mehr .

44136 71 180 85 316 Auf 1 Haushaltung kommen 4,76 Personen _gegen 4,68 im Jahre 1875. In Anstalten (Kasernen, Heilanstalten, Strafanstalten u. \. w.) befanden sich am 1. Dezember 1880 35 990 gegen 32 824 im Jahre 1875. Theilt man die Bevölkerung nah dem Alter ein in die unter und über 14 Jahre alten Personen, so ergiebt sich, daß es der unter 14jährigen zusammen 1880 um 50 409 mehr als im Jahre 1875 sind, was 56%/o des Gesammtzuwachses der Bevölkerung seit 1875 ausmacht, und auf 100 Personen kommen 34 unter und 66 über 14 Jahre alte. Was den Familienstand betrifft, so hat si herausgestellt, daß, während die ahl der Verheiratheten von 1871/75 sich um 6,77 9/9 vermehrt hat, s deren Znnahme von 1875/80 nur auf 2,01 9% berechnet. Die Zahl der Trauungen beziehungsweise Chescbließungen, welche in den Jahren 1864 bis 1871 von 14706 auf 20760 ge- stiegen war und im Jahr 1875 immer noch 16 419 betrug, ist nämlich von da bis 1879 auf 12 735 zurückgegangen. Im Jahr 1880 beträgt sie 13058. Die Zahl dec ledigen Personen hat daher auf die in dem Zeitraum 1871— 75 erfahrene Verminderung hin wieder zugenommen und zwar um 5,87%, bei den Männern und um 3,34% bei dem weiblichen Geschlehte. Unter 1000 ledigen Personen über 14 Jahren befindcn sih 489 männlichen und 511 weiblichen Ge- schlechts. Die Zahl der Witiwen hat wieder eine erhebliche Steige- rung erlit'enz; auch weist die Zahl der Geschiedenen einen Zuwachs auf gegenüber der im Jahre 1875 konstatirten Verminderung. Nach dem Religionsbekenntnisse besteht die Bevölkerung aus 1361 559 Evangelischen = 69,08 %, 9590178 Katholiken = 29,94 %, 9888 von anderen ristlichen Bekenntnissen = 0,30 %, 13 331 Isracliten = 0,67 9%, 162 von auderen Religionen = 00L V Verglichen mit der Zählung von 1875 hat die evangelische Bevölke- rung um 5,01, die fatholisbe um 3,98 und die igraelitishe um 3,49 9% zugenommen. Die Zunahme der letzteren betrug in dem 4jährigen Zeitraum 1871/75 5,20 "/c. Von 1971 118 Ortsanwesen- den find 1916 674 = 97,24 Württemberger, 43 168 =. 2,19 Ange- lörige anderer Bundesstaaten, 11276 = 0,57 Bundesausländer.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

„Goethe, Weimar und Jena im Jahre 1806“. Nach Goethe's Privatakten, Am ö0jährigen Todestage Goethe's heraut- gegeben von Richard und Robert Keil, Leipzia, Verlag von Schlömp, 1882. (Geh. 3 4, gbd. 4 M) Diese Publikation, deren zu erwartendes Erscheinen bereits an dieser Stelle angekündigt wurde, is nun seit dem Gedenktage des Todes Goethe's in den Händen des deutschen Lesepublikums. Sie ist dazu bestimmt, der auf ciner bekannten Mittheilung des Dicbters an „Zelter beruhenden Ansicht entgegenzutreten, als habe er in jenen verhängniß- vollen Tagen sich der Sorge um das Gemeindewohl entzogen, sih überhaupt um dasselbe niht bekümmert, sich von den öffentlichen Geschäften lediglih auf si selbft zurückgezogen und sei nur um die Sicherung seiner literarischen Scbäße besorgt gewesen, womit si dann auch noch andere böswillige Auéstreuungern, betreffend seine Ver- mählung mit Christiane Vulpius verknüpften. Den Verfassern stand in den von ihnen erworbenen eigenen Goethe'shen „Acta, die traurigen Folgen des 14, Oktober 1806 betreffend“, für ihren Zweck das authentische Material zu Gebote, welches sie nun der Offentlichkeit übergeben. Es is eine Anzahl chronologisch gcordneter und fortlaufend erläuterter Bricfe und Aktenstücke (darunter auch die von der fran- zösischen Besatzung zu Gunsten des Dichters erlassenen Schutbriefe), welche außerordentlich viel des Interessanten bieten. Ganz neu und bisher unbekannt ist die mitgetheilte Abhandlung über Jena und Weimar (deutsber Entwurf und französische Ausarbeitung), bestimmt für den Kriecs-Minister Berthier, als Begleitschrift zu dem Gesuch der Universität Jena um einen Kaiserlichen Schußbrief. Die Publikation dürfte des Interesses aller Literatur- und Geschichts- freunde gewiß sein. j j

„Grundzüge der Kriminalpsychologie auf Grundlage der deutschen und österreichischen Strafgesetzgebung für Juristen“ von Dr. R. von Krafft-Ebing, K. K. o. ö. Professor der Psycbiatrie an der Universität Graz. Zweite gänzlih umgearbeitete Auflage. Stuttgart. Verlag von Ferdinand Enke. 1882, Das jetzt in zweiter Auflage vorliegende Buch bietet Richtern und Nechtsgelehrten eine flare und kurz gefaßte Darstellung der Kriminalpsychologie für ihre prafktische Thätigkeit und ist wohl geeignet, den richterlichen Per- sonen als Leitfaden in den häufigen und \{wierigen Fragen zweifel- hafter Geistesgesundheit im Kriminalforum zu dienen. In einer Ein- leitung wird versuht, die Mangelhaftigkeit des pro- zessualishen Verfahrens gegenüber möglicherweise acisteskranker Angeschuldigter und Angeklagter zu begründen, die Noth- wendigkeit s\pyciatrisher Kenntyisse für den Juristen nac- zuweisen und den zweifelhaften Werth der fog. Kriterien des gee junden Menschenverstandes behufs Erkennung geistiger Krankheit in foro darzuthun. Das cigentlihe Thema zerfällt in zwei Abschnitte. Der allgemeine oder formelle begleitet den fraglichen Geisteskranken durch die verschiedenen Stadien des deutshen und österreichischen Strafprozeßverfahrens und bemüht si flarzulegen, worauf es zur Vermeidung ungere{ter Urtheils\prebung gegenüber wirklichen Geistes- franfen anfommt. Der spezielle oder klinisce Theil giebt eine bündige und populäre Darstellung der geistigen Krankheitäzustände, soweit ihre Kenntniß den Rechtsgelehrten angeht.

Von dem Werke „Deutshe Geschichte im neun- zehnten Jahrhundert“, von Heinrih von Treitschke (Leipzig, Verlag von S. Hirzel) ers{heint, naddem erst 3 Jahre seit Veröffentlichung des Werkes verflossen sind, bereits die dritte Aus-

abe. Der erste Theil derselben, den Zeitraum vom Westfälischen rieden bis zum zweiten Pariser Frieden umfassend, liegt bereits in der neuen Ausgabe vor, in welcher nah des Verfassers Mittheilung im Vorworte, bis auf einige Berichtigungen und Zusätze, der Text der zweiten Ausgabe im Wesentlihen unverändert beibehal- ten ist. Treitschke's deutshe Geschichte is bekanntli nit aus- chließlich für Gelehrte, sondern für jeden Gebildeten ge- lte en, denen er den Reichthum und die Größe unserer vater- ländischen Geschichte vor Auge führen, ihnen vorhalten will, dur wie viel Blut und Thränen, dur wie viel Schweiß des Hirns und der Hände den Deutschen der Segen ihrer Einheit geschaffen ist und wie erträgliÞ die Sorgen der Gegenwart neben dem Jammer der alten fkaiserlosen Tage erscheinen. Jn wessen Herz die Liebe zum Vaterlande nicht ganz .rstorben ift, in dem wird das Lesen des Buchs auch das erwecken, was der Verfasser erzielt, die Freude am Vater- lande, und dethalb ist dem Werke cine noch immer weitere Verbrei- tung zu wünschen, wie sie die neue Auflage ermöglicht. i

Stielers Schulatlas (Gotha, Justus Perthes. Preis 4 M) ist in der 61. Auflage als ein nach einheitliden Prin- zipien vollständig neu gestaltetes Werk ersdienen Obwohl das For- mat beibehalten ist, sind die Maßstäbe durchgängig vergrößert und in

selbstär dig e:nzeln libende männlite Personen weibliche »

zusammen

möglichst leit vergleibbare Verbältnifse zu cinander gebraht worden. Die Theilkarten von Deutschland sind in doppelt „und vierfach so großem Maßstabe wie früher gezeichnet, so daß die Provinzkarten überflüssig geworden sind. 50 Nebenkarten zeigen die Situation der Mehrzabl der Paupistälte der Erde. Besonderes Interesse gewähren einzelne Nebenkarten, die das Größenverbältniß des Deutschen Reichs zu den betreffenden Ländern veranscaulihen. Durch Vergrößerung der Swrift hat die Klarheit der Karten und dur das blaue Kolorit des Meeres sowie durch die passend gewählten Farben der Grenzen das Bild der Karten gewonnen. So wird der „kleine Stieler“ in dem nezen Gewande noch mehr Freunde als bisher finden :

Rom in Wort und Bild. Eine Schilderung der ewigen Stadt und der Campagna, von Dr. phil. Rud. Kleinpaul. Mit 368 Jullustrationen. 13, und 14. Lieferung, je 1 (Leipzig, Schmidt & Günther.) Jn diesen Lieferungen beginnt ein besonders interessanter Abschnitt der Geschibte Roms, nämlich des altchristliben Rom und seiner Kunst. Dr. Kleinpaul beginnt mit der Ara Primogeniti Dei oder Ara Coeli, der Kirche Santa Maria in Ara Coeli. welde no auf dem Capitolsfelsen liegt und in welcher an jedem Weihnachten das Freudenfest der Ankunft Christi gefeiert wird. Viele hundert Kinder grüßen dort das heilige Kind, il Bambino, das im 16. Jahr- bundert aus dem Holze cines Oelbaums in Gethsemane geschnißt wurde, unter welchem Christus gebetet hat. Die alte Kirche sowie das Kloster haben aber auch außerdem viel Interessantes aufzuweisen. Darauf wenden wir uns zu den Stätten, wo Petrus gewaltet hat, den ältesten unter den 364 Kirchen Roms; zu jener Zeit waren es nur Privathäuser: Santa Pudenziana und Santa Prassede; in beiden weihte der Apostel Petrus die Betfäle. Diese Kirchen sind nah zwei Freundinnen des Apostels benannt, zwei Schwestern, der heiligen Pudentiana und der heiligen Praxedis; die Legende nennt uns alle die vielen Märtyrer, welhe nah den Aposteln Petrus und Paulus für ihren Glauben den Martertod erlitten. Auch diese Lieferungen find mit zahlreihen Abbildungen ausgestattet. :

Von der neuen (13.) vollständig umgearbeiteten Auflage des Brockhausschen Kouversations - Lerxikons, dessen erster Band in 15 Heften bereits vollständig vorliegt, sind vor Kurzem wiederum 3 Hefte, Heft 16—18, erschienen. Dieselben führen den Text von „Arras“ bis zu „Aufmarsch“, enthalten eine Menge inter- essanter, theils kürzerec, theils längerer Artikel aus den verschiedenen Wissensfächern und bringen außerdem 5 Bildertafeln (Akropolis zu Athen, australische Rasse und Kultur, Baustile T. und 11, asiatische Menschenstämme), sowie 2 sehr sauber gearbeitete Karten : Australien und Neuseeland, politisbe Uebersichtskarte von Asien. : ,

Die am 8, April erscheinende „Illustrirte Zeitung (Leipzia, (I. I. Weber) cnthält folgende Abbildungen: Bartolomé Estéban Murillo. Zum 200jährigen Geburtstag. Deutsche Schlösser vnd Burgen : Schloß Seifersdorf bei Dresden. L Originalzeihnung von Konrad Ermish. Robert Herzog, design. Sürstbiscbof von Breslau. Die neue deutsche Reichsdruckerei in Berlin. Originalzeichnung von G. Theuerkauf. Die Stettiner Maschinenbau- Aktiengesellschaft Vulkan in Bredow bei Stettin. 15 Abbildungen. __Originolzeichnung von Robert Geißler. Diedrich Kropps Mosenbüste am Foyer des neuen Theaters in Oldenburg. Amerikanische Skizzen: Aus dem Lande der Mormonen. 5 Abbildungen : 1) Salt Lake City. 2) Eine Mormonenfamilie auf dem Spaziergang. 3) Vorstellung einer neu- angesiedelten Frau. 4) Neu angekommene Mormonen. 5) Abgabe des Zehnten. Szenen aus Eugen Friese's Preisvolfksschauspiel „Die Andreasnacht“. Nach der Aufführung im Königl. Residenztheater in Dreêden, gezeichnet von A. Richter. Der Kaiserl. Kammerdiener Engel in Berlin. (Zur Feier seines ö0jährigen Dienstjubiläums). Die „Puppenprinzessin“ Paulina.

Land- und Forstwirthschaft.

‘Vom Bodensee, 1. April. (Karlsr. Ztg.) Der Stand der Weinberge wird dermalen als ein vorzüglicher bezeicnet, da die- selben durch den verflossenen Winter in keiner Weise geschädigt wor- den sind. Die Trockenheit, verbunden mit durch\{nittlich milder Temperatur wirkte auf das Ausreifen des Holzes nebst der Aus- bildung der Augen ungemein günstig ein. Ein allzulanger Schnitt der Reben im vorhergehenden Jahre hat bei der Ungunst der Früh- lings- und Herbstwitterung spärlicen Trieb von Schossen oder Frucht- ruthen zur Folge gehabt. Der Schnitt der Reben nahm heuer im Allgemeinen etwas früher als in andcren Jahrgängen seinen Anfang und ist jeßt überall beendigt.

Gewerbe und Handel.

Dem Jahresberiht der Breslauer A ktiengesell- \chaft für Eisenbahn-Wagenbau entnehmen wir Folgendes: Die Produktion des Jahres 1881 erstreckte sih auf: 74 Personen- wagen im Werthe von 636630 Æ, 377 Gepäck- und Güterwagen im Werthe von 800292 Æ, zusammen 451 Eisenbahnwagen im Werthe von 1436 923 46 Außerdem wurde für Reparaturen und Umbauten von Eisenbahnwagen und sonstige Leistungen cine Summe von 194 374 A. den Empfängern in Rechnung gestellt, so daß die zur Ablieferung gebrahte Produktion einen Werth von 1 631 297 A repräsentirt. Die Aussichten für das laufende Jahr erscheinen nicht ungünstig, da die Summe der ükternommenen Auf- träge die des Vorjahres bereits übersteigt. -— Aus dem Rechnungs- abschluß ift zu ersehen, daß nach Vornahme von Abschreibungen im Betrage von 72720 A ein Gewinn von 207 697 Æ als Resultat des vorjährigen Geschäftsbetriebes verblieben. Davon wurden 10 384 M dem Reservefonds überwiesen, zu Tantièmen 20713 4 verwendet, und bleiben zur Verfügung der Generalversammlung der Aktionäre 176598 Æ, welde mit 176000 Æ als Dividende von 5h %/ zur Vertheilung gelangen sollen, während der Rest von 598 auf neue Rechnung vorgetragen wird.

Die Dividende des Salzwerkes zu Jnowrazlaw, Aktiengesellschaft, ist für das Jahr 1881 Seitens des Verwal- tungêrathes auf 7/4 festgeseßt worden. L i i

-— Die „New-Yorker Hdls.-Ztg.“ äußert sih in ihrem vom 24. v. M. datirten Wochenbericht über die Geschäftslage folgendermaßen: Ununterbrochene Hausse der Börse, zunehmende Er- leihterung des Geldstandes und verstärkter Umsay in einzelnen Branchen des Waarenhandels einerseits, fortgeseßte wilde Spekulation in den leitenden Produkten und, daraus resultirend, anhaltend {waer Export und hohe Wecbselcourse andererseits, das sind die Attribute der augenblicklichen Geschäftslage, von welcher sich demnach wohl sagen läßt, daß sie sich im Vergleich zu den Vorwochen etwas gebessert hat, aber niht, daß sie allgemein befriedigt. Das Geschäft am Waaren- und Produktenmarkt war diese Woche in einzelnen Branchen lebhafter und kann im Ganzen genommen als befriedigend bezeichnet werden, Eine bedeutende Avance, welhe für Weizen und Mais etablirt wurde, trat dem Exportgeschäft in diesen Cerealien anfängli hindernd entgegen, doch belebte sich dasselbe, nahdem Preise später wieder eine rückgängige Tendenz angenommen hatten, die mattere Haltung des Frachtenmarktes kam Exporteuren ebenfalls bei Ausführung europäisher Ordres zu Hülfe. Für volle Getreide- ladungen sind zwei Fahrzeuge gechartert worden. Baumwolle in disponibler Waare konnte vorwöchentlide Schlußnotirungen nur mühsam behaupten und Termine verkehrten vorwiegend in weichen- der Tendenz. Am Rohzucker - Markt i ein umfangreiches Geschäft zu höheren Preisen gethan worden. Für Brasil-Kaffees herrschte eine vertrauensvolle Stimmung, west- und ostindishe Sorten waren fest. Schmalz fand für Erport fast gar keine Beachtung, hatte dagegen anhaltend lebhaftes Spekulationsge|shäft ; Schweincfleisch war ill, Speck unverändert und Rindfleish niedriger. Talg wurde in kleinen Partien zu vorwöchentlihen Preisen gehandelt. Harz sowie Terpentinöl haben im Werthe angezogen, leßteres verkehrte in sehr aufgeregter Haltung. Raff. Petroleum fest und fteigend. Am Hopfenmarkt hat sih nichts Neues von speziellem Interesse er- eignet, Fremde Manufakturwaaren waren mit Auênabme von Strumpfwaaren, welche in letzter Zeit recht befriedigendes Geschäft hatten, ill; einheimische Fabrikate begegneten zunehmender Nacb- frage. Der Import fremder Webstoffe beträgt für die heute beendete Woche 2418 625 Doll. gegen 2107 511 Doll. in der Pa- rallelwoche des Vorjahres.

Breslau, 5. April. (W. T. B.) Der Verwaltungsrath der Oberschlesishen Eisenbahn hat die Dividerte für 1881 auf 113/10 9% festgesetzt. : h

Dortmund, 3. April. (Eff. Ztg.) Die Lage des Eisen, marfktes hat sich in der verflossenen Woche niht weiter verändert da in den Preisen ein weiterer Rückgang nicht eingetreten und som! zu hoffen ist, daß die Roheiscnnotirungen \sich wieder befestigen werd Die Walzwerke sind durhweg auf längere Zeit gut beseßt, mand wie z. B. die Dortmunder Union, bis in den Spätsommer. j, Walzeisenpreise haben daher auch ihren Stanv behauptet. Besonders stark stehen {were Bleche in Begehr, die außer von Schiffswerftey und Kesselshmieden in leßter Zeit in „großen Vosten von den Lofy, motivfabriken verlangt werden. Da die Grobvlechwalzwerke zu stark engagirt sind, um solchen Anforderungen retzeitig _entspre{en zu können, so find neuerdings umfangreihe Ordres in Belgien und England abgegeben worden. Winkel- und Bandeisey werden ebenfalls sehr s\tark gefragt und kommt es auch hej diesen Artikeln vor, daß felbst leifstungsfähige Werke bezügliche An, fragen ablehnend beantworten, da sie in den nächften Monaten nidt in der Lage seien, Ordres zu effektuiren. Walzdraht geht andauernd stark zum Export und in Façoneisen macht sich {on die Bausaisoy bemerkbar In eisernen Lang- und Querschwellen liegen noh lange Zeit Aufträge vor, ebenso in Stahlschienen und Kleiceisenzey wie auch in rollendem Eisenbahnmaterial ; es sind diese Etablisse ments nicht blos für heimische, sondern auch für autländische Eisen, bahnen engagirt. Auch sind in leßter Zeit so viel Loky motiven und Waggons in Bestellung gegeben, daß die Lokomotiy und Waggonfabriken ausgedehnte Lieferfristen bei neuen Aufträgen verlangen. Die Maschinenfabriken sind andauernd lebhaft beschäftigt, da viele Eisen- und Kohlenwerke wie auch die abriken für Textilindustrie dazu Übergegangen sind, ihre mascinellen Einrichtung zu erweitern resp. umzugestalten. Die Kesselschmieden sind ebenfallz gut beseßt und nur den Brückenbauanstalten fehlt es an binreienden Bestellungen, namentlich fehlt es an größeren Objekten, da feit Iahren größere Cisenbahnbrücken nicht in Auftrag gegeben worden sind. In der Kohlenindustrie erhält sih ein reichlicher Absatz in Jy: dustriekohlen, Kokskohlen und Koke und wenn derselbe auch gegen die Wintermonate zurückgegangen is, \o überragt er doch bisweilen dey Versandt in der entsprechenden Zeit des Vorjahres. ; :

Frankfurt a. M., 5. April. (W. T. B.) Die heutige §Y& neralversammlung der „Badisben Bank“ in Mannheim by {chlof, die Auszahlung einer Dividende von 59/10 9%, gleich 17,70 s pro Aktie, für das Geschäftsjahr 1881. |

Stuttgart, 5. April. (W. T. B.) Unter dem Vorsißze de Ober-Bürgermeisters fand hierselb beute eine Versammlung “von Großkapitalisten zur Gründung einer gemeinnüßigen Aktien- gesellschaft statt, um durch Gewährung von Kredit an den mitt leren Gewerbestand den Folgen des Konkurses der hiesigen Volksbank zu begegnen. Zunächst werden 500 000 Æ aufgebracht, welche zun größten Theile bereits gezeichnet sind.

Wien, 5. April. (W. T. B.) Die Generalversammlung de Wiener Bankvereins genchmigte den Antrag auf Vertheilun einer Dividende von s Fl.

WVerkebhrs-Nnfalten.

Plymouth, 5. April. (W. T. B.) Der

Hamburger Postdampfer „Bohem ia“ ist hier eingetroffen.

Berlin, 6. April 1882.

Die erste nationale Ausstellung von Arrangement abgeschnittener Blumen, die der Verein der selbständigen Blumenkbändler Berlins und Umgegend heute in der Kaisergalerie er öffnet hat, giebt einen Ueberblick über die Leistungen Berlins auf dem Gebiet der Blumenbinderei. Das Arrangement der Ausstellung im Allgemeinen, von Kunstgärtner Ehrenbaums Hand geleitet, läßt die einzelnen Sacen zur besten Wirkung kommen. Die Fensterward nach der Friedrichstraße zu nimmt die imposante Kaisergruppe ein, die gleih den zu beiden Seiten errichteten Gruppen de Kronprinzlihen Paares vom Dbergärtner FJanitki - Schöne berg gestellt ist. Zwishen den einzelnen Gruppen habe auf der einen Seite Ehrenbaum, auf der aaderen Néumann (Leipzigerstraße) Arrangements blühender Blumen aut gesteUt. Als Neuheiten bringt Letterer Körke mit Früchten und Blumen zur Tafeldekoration, aus Blumen gebildete Pantoffel u. A mchr. Die an der gegenüberliegenden Wand si aufbauende Gruptt der Kaiserin hat in trefflichem Arrangement A. W. Kunkel (Pots damerstraße) gestellt. Als Neuheit der Saison hat eben derselbe Bouquets mit auf Atlasschleis{cn gedruckten Namen, dit als Tischkarten benutzt werden sollen, zur Ausstellung gt bracht. Die große Gruppe, welche die Mitte des Saal cinnimmt, aus Palmen aller Art gebildet, entstammt dei Garten des Herrn A. Schultz-Eckardtsberg Zunächst dem Eingang, den ein aus künstlihen Blumen gebildetes Willkommen marfirt, sind auf langen Tafeln die Erzeugnisse ausgestellt, die aus Prüfers, Bod! (Unter den Linden), Scirms, Thieß (Leipzigerstraße) und Köpernidt kunstgeübter Hand hervorgegangen sind. Ebendort hat Chr. Dresch scine Arrangements aus Lorbeer-, Rhododendron- und Aufubablätter: ausgestellt. Derselbe hat auch die Guirlanden geliefert, welbe Saal u Vorräâume in reihster Weise chmücken Auch der nach den Linden zu g legene Theil des Auêstellungsraumes ist den Arrangements abgeschnitten Blumen zugewiesen, Vortrefflihes bringen hier u. A. Carstens und Sawayki - Bromberg sowie Frau Dora Zepnis aus Hannover zu! Schau. Die Ausstellung wird bis zum 10. April geöffnet bleiben.

Am Freitag, den 14, April, Abends 74 Uhr, findet im Saal der Sing-Akademie ein Concert des Gesangverceine von W. Westerhausen unter Mitwirkung von Frl. Engel Angel vom Hof-Theater in Dessau und des Königlichen Kammermusiket Hrn. L Struß statt. Das Programm lautet: 1) Zwei altenglisd Madrigale aus dem XVI. Jahrhundert: a. John Dowland (15 „Schweig' trüber Wahn“, b, John Bennet (1599) „Fließet dabi ihr Thränen“; 2) Beethoven, Recitativ und Arie aus Fidelio „A \c{eulicher, wo eilst du hin?*; 3) W. Westerhausen, (horlied a, Liebeëklage des Mädchens“, b. „Thurmwädterélied® ; 4) Spobt Violin-Concert Nr. 8 (Gesangscene) ; 5) Mendelssohn, a. „Das erste Vei ben“, Beethoven, b. „Neue Liebe, neues Leben“ ; 6) Mendelésohn, Cho! lieder a, „Andenken“, b, „Frühzeitiger Frühling“ ; 7) a, R. Scbhumant „Der arme Peter“, b, Nich. Wuerst, „Wohin mit der Freud? s) a. W. Westerhausen, Chorlied „Unter der Linde“, b. Robe Franz, Chorlicd „Jm Mai.“ Die Begleitung am Flügel hat § Paul Plothow übernommen.

Der hiesige Organistenverein hatte si am Dienstag Aben zur Feier des 50jährigen Amtsjubiläums des Organisten Mühlstep in Stappenbeck8 Restaurant zahlreich versammelt. Von

erren Professor Haupt und Professor Dr. Aléleben wurde d Sti auf seinen Ehrenplay geleitet und darauf von der sammlung durch Gesang von Webers Jubelliede „Scmückt N Fest 2c.“ begrüßt, dem \sich ein von Hrn. Professor Alsleben warmen Worten gesprocener, von der Versammlung freudig erwidert Toast auf das Wohl des Jubilars ans{chloß.

Redacteur: Riedel.

Berlin: A J Verlag der Expedition (Kessel), Druck: W. Elsner.

Vier Beilagen (einschließli Börsen-Beilage).

dae ladet den Beklagten zur mündlichen Verhand-

zum Deutschen Reichs-An

T BeB.

Erste Beilage

Berlin, Donnerstag, den 6. April

Inferate für den Deutschen Reichs- un» §3

Preuß. Staats-Anzeiger und das Central-Handels- register nimmt an: die Königliche Exvedition

des Deutschen Reihs-Anzeigers und Königl Prenßisrhen Staats-Anzeigers:

Berliu 8W., Wilhelm-Straße Nr. 32. He

nigl.

Steckbriefe und Untersuchangs-Sachen. PY Subhastationen, Aufgebote, : u. dergl.

Verloosung, Armortisation, Zinszahlung Æ u. 8. w. vou öffentlichen Papieren.

—_—

L 2. Vorladnngen L Verkünfe, Verpachtungen, Submissionen etc.

Oeffentlicher Anzeiger.

und GrosshandeL. Literarizche Anzeigen. Familien-Nachrichten.

5, Industrielle Etablissements, Fabriken Verschiedene Bekanntmachungen,

F 8. Theater-Anzeigen. | In der Börsen- 9, beilage, X

zeiger und Königlih Preußischen Staats-Anzeiger.

182,

M F Interate nehmen an: die Annoncen-Expeditionen des „JRuvalidendank“, Rudolf Mosse, Haaseustein

& Vogler, G. L, Daube & Co., E. Shlotte Büttuer & Winter, sowie alle übrigeu größeren

Annoucen-Bureaux.

Steekbriese nund Untersuchungs - Sachen.

Steckbrief8erneueruug. Der unter dem 9. März 1881 von dem Herrn Untersuchungsrichter bei dem hiesigen Landgericht hinter den Sattlermeister Oskar Kunkel aus Potédam erlassene Steckbrief ‘wird hierdurch ernenert. Potsdam, den 30. März 1882. Königliche Staatsanwaltschaft.

Oeffentliche Aufforderung. Jn der Straf- N wider Hohn wird um Mittheilung des Aufent- altes des Böttcbergesellen Friedrih Karl Breit- {unh aus Nowawes, geboren zu Gerbstaedt, welcher «als Zeuge zu_ vernehmen, ersucht. Potsdam, den 1. April 1882. Der Untersuchungsrichter bei dem Königlichen Landgerichte.

[15791] Der am 7. Februar cr. gegen den Kutscher oseph Kraus aus Hösbach erlassene Steckbrief

ist dur dessen Ergreifung erledigt.

Frankfurt a. M., den 4. April 1882. R am Königl. Landgericht. N:

Nièbmann.

Subhaftationen, Nufgebote, Wor- ladungen u. dergl.

{15786] Oeffentliche Zustellung. Der Handelsmann Jakod Friedmann in Auten- hausen, vertreten durch den k. Rechtsanwalt Siegel dahier, klagt gegen Freund, Gela-Karolina, Clara und Eva, Handelsmannstöchter aus Autenhausen, nun in Amerika, wegen Eigenthums- und Besitz- titelberibtigung, mit dem Antrage, das k. Land- ‘geridt Bamberg wolle erkennen : 1) die Beklagten sind \s{uldig, das Eigenthum des Klägers bezügli des Hauses Nr. 40, bestehend aus Pl. Nr. 68 und 70, in der Steuergemeinde Autenhausen anzuerkennen und den Besißttitel bezüglich dieser Objekte auf den Kläger binnen Tagen nab Rechtskraft des Urtheiles in den öffentlicben Büchern berichtigen zu lassen, wi- drigenfalls diese Besißztitelberichtigung auf Grund des Urtheiles ohne Mitwirkung der Be- klagten auf klägerischen Antrag zu erfolgen hat, die Beklagten haben die Kosten des Rechts- streites zu tragen und ladet dieselben, da deren Aufenthalt unbekannt ist, auf diesem Wege in die öffentliche Sitzung des k. Landgerichts Bam- berg, Civilkammer 1I.,, am Samstag, den 1. Juli 1882, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedacten Gerichte zugelassenen RechtKanwalt zu bestellen. In Gemäßheit der §8. 187 u. 188 der R.-C.-P.-O. “a Suiahins Auszug der Klage hiemit bekannt ge- macht. Bamberg, dei 1. April 1882. Der kgl. Ober-Sekretär : Schwemmer.

(157221 Oeffentliche Zustellung.

Die Rittergutsbesißer Carl Michael Marx Hager in Plauen i. V. und Franz Nobert Adelbert Hager u Gablenz, vertreten durch den Rebksanwalt Paul

icolai in Crimmitschau, klagen gegen dex Maurer- meister Louis Hertsh aus Gablenz, dermalen unbe- kannten Aufenthalts, wegen einer Forderung von 1723 A 23 4 sammt Anhang, mit dem Antrage :

den Beklagten zur Zahlung von 1723 M 23 A nebst Verzugszinsen zu 59/6, seit dem Tage der Zustellung dieser Klage an gerechnet, an die H raper l'ostenpflihtig zu verurtbeilen und dieses Urtheil auch gegen Sicherheitsleistung für vor- läufig vollstreckbar zu erklären, und laden den Beklagten zur mündlichen Verhand- lung des Rechtsstreits vor die zweite Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Zwickau auf

„den 13. Zuni 1882, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- rihte zugelassenen Anwalt ¡u bestellen.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Zwidckau i. S., den 3. April 1882,

PEele verpf. Prot, als Gerihts\{reiber des Königlichen Landgerichts, Civilkammer 11,

05700) Oeffentliche Zustellung.

Nr. 3984, Die Vre. Pollack et fils in Straß- burg, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Friedberg dahier, flagt gegen den A. Hahn, Kunstmüller von Königsbach, zur Zeit an unbekannten Orten ab- end, aus Lieferung auf vorausgegangene Be- stellung gu! vercinbartem handelsüblichen Preise am 23, März v. J. von 100 Sack Champagner- Roggen, netto 10090 kg, 100 à 21 4, zum Ge- anmtpreis von 2100 ‘4, zahlbar 3 Monate vom

ge des Empfangs, und auf bedungene Vergütung ür nit zurückgestellte 100 leere Sâcke aus dieser

ieferung zu dem vereinbarten Preis von 14 50 4 per Stü, mit 150 4, mit dem Antrage auf Ver- Fiedeilung des Beklagten zur Zablung an die kläg.

a:

a, ven 2100 M nebst 6% Zins vom 28, Juni

b, zur Herausgabe der 100 Stück Sätcke oder deren Werth mit 150 M

delsfachen des

Karlsruhe auf

Mittwoch, den 31. Mai 1882, Vormittags 9 Uhr,

ricte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Karlsruhe, 31. März 1882. : i W. Köhler, Gerichtsschreiber des Großherzoglichen Landgerichts.

[15783] Oeffentliche Zustellung.

Die Handlung Bente & Co. in Bochum, vertreten dur den Rechtsanwalt Cremer in Gelsenkirchen, klagt gegen den B Franz Klute, früher in Bikern, jeßt angeblich in Amerika wohnhaft, wegen käuflich gelieferter Waaren mit dem Antrage auf Verurtheilung zur Zahlung von 342,68 4 nebst 69/0 Zinsen seit dem 21. Oktober 1879 und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die I1, Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Essen auf den 11, Juli 1882, Vormittags 10 Uhr, mit der Aufforderung, cinen bei dem gedachten Ge- richte N nd Anwalt zu bestellen.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Essen, den 4. April 1882.

Klemp,

Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts. [15769] Oeffentliche Ladung.

Der Bauer Sebastian Ludwig Hegmann von Schollbrunn als Vormund hat Namens der Kuratel über Bertha Fries, unehelihes Kind der ledigen Apollonia Fries von Schollbrunn, und dieser leßteren selbst am 30. März lfd. Jrs. beim K. Amtsgerichte Stadtprozelten eine Klage gegen den ledigen, voll- jährigen Schmied Ernst Karl von Schollbrunn, 3. Zt. unbekannten Aufenthaltes, angebraht und darin beantragt:

Den Beklagten zu verurtheilen, die Vaterschaft

zu dem von der genannten Apollonia Fries am

9. Februar ds. Jrs. außerehelih geborenen und

auf den Namen „Bertha* getauften Kinde an-

zuerkennen und von dessen Geburt bis zum zu- rüdgelegten 12. Lebensjahre monatlich 6 A Er- nährungsbeitrag zu leisten, sowie die Kosten des

Streites zu tragen. Zur öffentlichen Verhandlung dieser Klage hat das Kgl. Amtsgericht Stadtprozelten Termin auf Dounerstag, den 1. Juni 1882,

Vormittags 8 Uhr, anberaumt, zu welchem der unbekannt wo? ih auf- haltende Beklagte hiermit geladen wird. Stadtprozelten, den 3. April 1882, Der Kgl. Gerichts\chreiber: aumenlang, K. Sekretär.

[15780] Ocffentliches Aufgebot. E38 haben das Aufgebot folgender Personen zum Zwecke deren Todeserklärung beantragt, und- zwar: 1) der Einwohner Friedrich Wilhelm Becher aus Bibra: des am 3. Mai 1841 zu Bibra geborenen Karl Eduard Voigt, außerehelihen Sohnes der ver- ehelihten Weilepp, Johanne Sophie, geborenen Voigt daher, welcher im Jahre 1860 na Amerika ausgewandert und seit länger denn 10 Jahren keine Nachricht von sich gegeben haben soll; 2) der Landwirth Johann Gottfried Grobcr aus Gößnig: seines am 4, Januar 1846 geborenen und im Zahre 1864 verschollenen Sohnes Franz Wil- belm Grober, zuleßt Hautboist beim 34. Jn- fanterie-Regiment in Rastatt, von dessen Dasein seit jener Zeit keine Nachricht mehr eingegangen fein soll. Die vorgenannten Karl Eduard Voigt und Franz Wilhelm Grober, sowie deren etwaige unbekannte Erben unb Erbnehmer werden aufgefordert, sich persönlich oder {riftli spätestens in dem auf den 20, März 1883, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeihneten Königlichen Amtsgerichte anberaumten Aufgebotstermine u melden und \ich{ gehörig zu legitimiren, widrigenfalls die beiden Ver- schollenen für todt erklärt und die mit vorgeladenen unbekannten Erben mit ihren Ansprüchen auf deren Naclaß ausges{lossen werden. O den 24, März 1882, Königliches Amtsgericht.

[15781]

Verkaufs-Anzeige

nebst

Aufgebot.

In Sacen der Wittwe Diesenberg, Marie, geb. Loßze in Münden, Gläubigerin, gegen den Sc{lofser einri Tewes in Bühren, Schuldner, soll der, eßterem gehörige, in Bühren bezw, in der Ge- mans Bühren belegene Grundbesitz, als: 1) 2,42 Ar Hofraum, in der Grund, Kbl. 6 De, 180 mit darauf stehendem Wohnhause, tall und Backhaus, Nr. 27 der Häuserliste und Nr. 30 der Gebäudesteuerrolle für

Bühren, mit Geretsamen und allem sonstigen Zubehör,

des Rechtsstreits vor die Kammer für Han-

Großherzoglichen Landgerichts zu

mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge-

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird

Kbl. 1 Parz. 111,

Parz. 614,

Kbl,. 3 Parz. 17

arz. 13, 11) 216 Ar Aer, der Parz. 169

Parz. 238

Parz. 195,

Parz. 615, : ¿wangsweije in dem dazu auf

; j Nachmittags 3} Uhr,

im Fiedler'shen Gasthause zu Bühren

Termine öffentlich versteigert werden. Käufliebhaber werden damit geladen.

rechtfide, fideikommissarische, Pfand-

gefordert, selbige im obigen Termine

Grundstücks verloren gehe. Münden, den 30. März 1882.

gez. Twele. Beglaubigt: Petersdorf,

[15775] Bekanntmachun

buchs von Glinau Nr. 86

brief für kraftlos erklärt. Neutomischel, den 27. März 1882. Königliches Amtsgericht.

[15764] Gütertrennungsklage.

lihen Landgerihte Mülhausen i. E. Rechtsanwalt Dümmler eine gegen ihren Ehemann,

Rirheim wohnt, eingereicht.

anberaumt. Mül hausen, den 31. März 1882. Der Landgerichts-Sekretär : Stahl.

Oeffentliche Ladung.

Nr. 40/27 = 25 a 49 qm W lantage, eide, die Hahnerheide, 38 a 42 qm We l ha 7 a 11 qm

eg durch

das., 4) K.-Bl. 1

n dem Aufgebotstermine den 12.

weitern gestellten Antrag der Besiger

sein Recht gegen einen Dritten, welcher

über Denjenigen, deren

eingetragen sind, verliert. Mârz 1882, Der Gericbtéschreiber des

2) 14,86 Ar Hausgarten daselbst, Kbl, 6 Parz. 179,

Amtsgerichts, Abth. L. Sw{lenke.

Donnerstag, den 25. Mai 1882,

Alle, welhe daran Eigenthums-, Näher-, lehn-

dingliche Nechte, insbesondere Servituten und Real- a zu haben vermeinen, werden auf-

und die darüber lautenden Urkunden vorzulegen, unter dem Verwarnen, daß im Nichtanmeldungsfalle das Recht im Verhältniß zum neuen Erwerber des

Königliches Amtsgericht. IT.

Gerichtsschreiber des Kgl. Amtsgerichts.

Durch Aus\ch{lußurtheil vom Vatiaei Tage ist der über die in Abtheilung 111. Nr. 5 des Grund- l 1 für die verebelichte Qertermers Hakus in Neutomiscel eingetragene

runds{uld von 4500 4 gebildete Grundschuld-

Katharina, geborene Brodhag, gewerbelose Ebe- frau von Johann Friederih Senn, hat am Kaiser-

Gütertrennungsflage i „den genannten Friederich Senn, Mechaniker, mit welchem sie in

Termin zur mündlihen Verhandlung Dienstag, den 16. Mai 1882, Vormittags 9 Uhr, im Civilsitzungssaale des genannten Gerichts

f e Nacbdem die Königlich preußisbe Regierung zu Cassel die Eintragung des auf den Namen des Königl. preuß. Staats (Forst- verwaltung) katastrirten, in der Gemarkung von Moischt belegenen Grundeigenthums, als:

2) K.-Bl. 14 Nr. 50 = 65 3) K.-Bl. 14 Nr. 58 =

eide auf dem Meeracker, unter glanbhaster Nachweisung eines zehnjährigen ununter- rochenen Eigenthumsbesitzes in das Grundbu von Moischt beantragt hat, so werden alle diejenigen Personen, welhe Rechte an jenem Grundvermögen u haben vermeinen, aufgefordert, solche spätestens

Morgens 10 Uhr, bei der unterzeibneten Behörde E widrigenfalls nah Ablauf der Frist uud

thümer in das Grundbuch eingetragen werden wird und daß, wer die ihm obliegende Anmeldung unterläßt,

Glauben an die Richtigkeit des Grundbuchs das Grundvermögen erworben hat, nit mebr geltend machen kann und, daß er sein Vorzugsrecht gegen- Recbte in Folge der bis zu dem oben selevten Termine erfolgten Anmeldungen

Marburg

3) 12,10 Ar Wiese auf dem Seelenkirhofe, 4) 1,46 Ar desgl., im Mersiek, Kbl, 1 Parz. 463, 9) 7,16 Ar Aer am Hülinge, Kbl. 1 Parz. 464, 6) 10,09 Ar Acker, hinterm Lohbusche, KbL. 1

7) 2,90 Ar Aer, der Lohbus{, Kbl. 2 Parz. 78, 8) 17,33 Ar Wiese, hinter der Scbweinebreite,

ô , 9) 3,19 Hrer, der Hülinger, Kohlhof, Kbl. 3 arz. 198, 10) 12,29 Ar Aer vor dem Nollenholze, Kbl. 5 Teichberg, 12) 14,33 Ar ‘Aer, die Scleppkothen, Kbl. 8 arz. ; 13) 19,06 Sr überm Dornickerwege, Kbl. 10 arz. / 14) 14,37 Ar Acker, in den Buthröhren, Kb[. 10 arz. 500, 15) 10,78 Ar Aer, auf dem Steinbruch, KbIl. 11 arz. 29, 16) 1,40 Ar Aer, die Heidelbeerwiese, Kbl, 12 Parz. 123, 17) 9,41 Ar Aer vor den Lichten Eichen, Kbl. 12 18) 4,62 Ar ‘Aer, vor den Ellern, Kbl, 13 Parz. 90, 19) 3,35 Ar Aer, die Haidebreite, Kbl, 13

20) 9,18 Ar Aer, im Hülinge, Kbl. 1 Parz. 465, 21) 9,37 Ar Aer, hinterm Lohbusche, Kbl. 1

anberaumten

und sonstige

anzumelden,

durch Herrn Iohann

ist auf

1) K.-Bl, 4 den Forstort a 47 qm

Nr. 21 =

Zuni ec., als Eigen-

im redlichen

am o Königlichen

Kbl. 5

[15773] Jm Namen des Königs!

Auf den Antrag des Gutsbesißers Carl Heinrich Julius Pilchowski, früher in Stapornen, jeßt in N ee Rer, reg das Königliche

mtsgertt zu Stschausen dur den Amtsgerichts- Rath Blell am 29. März 1882 E

für Recht:

I. Die nachstehend

urkunden :

1) Das Hauptdokument über die,

¿weigung von:

bezeihneten Hypotheken-

nah Ah-

für die verwitt-

a. 1000 Thlr. =— 3000 6 f ete Frau Guts- e besiter Emilie b. 2000 hlr. = 6000 M Dtever gib. We- : senberg, c. 4800 M an die Handlung Bernhard MWiehler, d. 5000 M an die Handlung Gustav Jacoby, noch für den Kaufmann Carl Gottlicb Pikl- chowsfi zufolge Verfügung vom 4. November 1856 am 8. November 1856 in Abrheilung IIx. Nr. 15 des bisher dem Besizer Carl Hein- rich Julius Pilchowski, seit dem 3. Juni 1881 dem Gutsbesißer und Lieutenant Voîmar Rudolf Richard Rogalla von Bieberstein ge- hörigen Grundstücks Stapornen Nr. 1 ein- getragenen 8200 Æ nebst 5 Prozent Zinsen, das Hypothekendokument über 2000 Thlr. = 6000 MÆ, eingetragen zufolge Verfügung vom 18. August am 2. September 1864 für den Kaufmann Carl Gottlieb Pilbowski in Abtheilung 111. Nr. 21 des Grundstücks Stapornen Nr. 1, werden für kraftlos erklärt ; II, Die Kosten des Aufgebotsverfahrens werden den Provokanten auferlegt. Von Rechts Wegen. Fishhausen, 29. März 1882. Königliches Amtsgericht. Blell.

A Im Namen des Königs! Es ift für Recht erkannt:

Die nastehenden Hypotheken-Instrumente:

1) Die Swbuldur unde vom 11. Juni 1849 nebft Pipoiberenschein über das im Grundbu von

lfen Bd. V. Bl. 22 Abth. 111. Nr. 10 für ten Kaufmann J. H. Rüsc- kamp in Seppen- rade eingetragene mit 4% jährli verzinsliche Darlehn von fünfhundert Thalern ;

2) die Schuldurkunde vom 28. April 1882 nebst Hypothekenbuchsauszug über das auf dem- selben Grundbuchblatte Abth. 111. Nr. 14 für denselben Gläubiger eingetragene mit 4 eventuell 5% jährlich verzinslihe Darlehn von fünfhundert und sieben Thalern

werden für kraftlos erklärt. BALTRIIRNZES: den 29 März 1882. öniglihes Amtsgericht.

[15789] Jm Namen des Königs!

In Sacden, betreffend das Aufgebot der über die auf dem Grundftücke der Theodor Riete'shen Ehe- leute Bd. I. Blatt Nr. 26 des Grundbuchs von Tanneberg in Abtbeilung 111. Nr. 7 eingetragenen 310 Tblr 15 Sgr. Erbegelder der drei Geschwister A A Hypotheken - Urkunde vom 9, Augu

8 Septbr” 1836 erkennt das Amtsgeri{ht zu

Finsterwalde dur den Amtsêriter Schwenke, auf den Antrag der Theodor Riete!schen Eheleute und der Geschwister Johann Karl Gottfried und Auguste Emilie Müller für Recht : Das über die auf dem Grundstück Tanneberg Bd. 1. Bl. Nr. 26 in Abth. 111. Nr. 7 für die Geschwister Johann Gottfried Karl, Auguste Emilie und Gottfried Sigiémund Müller ein- prTam 310 Thlr. 15 Sgr. Muttererbe ge- ildete Hypotheken-Dokument, bestehend aus der Ausfertigung des Erbvergleihs vom 9. August 1836 mit Ingrossationsnote vom 13. September 1836 nebst Hypothekenschein von demselben Tage, wird für kraftlos erklärt. V R, W

i (gezeibnet) S{wenke. Urkundlich unter Siegel uad Unterschrift aus8ge-

fertigt. Finsterwalde, den 26. März 1882, Königliches Amtsgericht. Abth. 11. chwenke.

Verkündet am 31, März 1882.

Schreier, Neferendar,

als Gerichtsschreiber.

Aus\{hlußurthcil Im Namen des Königs! ; In Satben, betreffend das Aufgebot der in der Subhastation des Grundstücks Nr. 28 Groß-Krau- schen gebildeten Scholz'shen Spezialmasse erkennt das Königliche Amtsgeriht zu Bunzlau unterm Ra 1882 durch den Amtsrichter Wentzel für eht: Alle unbckannten Interessenten werden mit ihren Ansprücben an die bei der Subhastation des Grundstücks Nr. 28 Groß-Krauschen auf die Hypothekenpost Abtbeilung 111. Nr. 5 zur Hebung gelangte Spezialmasse von 593 M 92 A auêgeshlossen und die Kosten des Verfahrens aus der Svezialmasse vorwez entnommen. Von Rechts Wegen.

Wentel.

[15778]

A Jed E U L