1882 / 90 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Gescbirrleder, das über Bedar werden, die dem Schluß der \câft, ein flaues Gepräge verliehen. in allen Gattungen, Zeugleder ausgen und fonnte darin dem Bedarfe nit v geringe Sortimente wurden in der bedürftigen Gerbern gegen Scbluß etngeraumt, die aber au< nur von und die auf das Ge _— Der von Gesellschaft Colonia im Jah trägt 990000 Æ und fom1x:t mit an die Aktionâre zur Vertheilung. Mark (wovon 7 200 000 M ir stehen) stehen am 31.

N é zur Seite. und Prâämien-Ueberträgen ca. 2 500 000 gen Passiven betragen 465 000 M und eingestellten Betra Hvypothekenf 6 144 604, Guthaben bei Ba genten 605 000 und Caffa 27 500 M

\{äftsberi<t der Bank von Frankrei pro 1881

X Mittheilungen: Der Der Bericht be- Aufshwun- der Bank si no< etwas erhöht Mill. Fr. Ende 1880) Mill. Fr. zurü>ging,

zugenommen hat. des Goldes daß man zu diesem Resultat (Abnahme

kontirte in Paris 3727,3 Mill.

Von der Zahl der Wechsel e Theil aus Wechseln in Be- erner diskontirte sie in den Filialen égesammt also für 11 374 Mil. Fr. gewährt; der Bestand i . gegen nur Nach Abre<nung von 1316 Mill. 2,82 Mill. Fr. allein auf Abgaben an den ) verbleiben no< 51,79 Mill. Fr. Gewinn. Die zielte 23,38 Mill. Fr., die Filialen 20,27 Mill. Der Gewinnsaldo über- er ist also nahezu doppelt \o e die Dividende mit 250 Fr. höher als für 1880.

(W.T. B.) In der heutigen General- „Vaterländischen F <aft wurde die Dividende auf 225 M. aareinlage festgeseßt.

: (Hopfenmarktberi Gepräge des Hopsenmarktes ist de Läglich werden von Kundschaftshändlern Käufe ntität in der Regel zwischen 60—120 Ballen s{wankt. Gutfarbige, leihte und Mittelhopfen b Sorten. Die Exporteure haben zu den gegen Die Zufuhren betragen oe lichten sih daher na< und

f vorhanden war, Konzessionen gemat ni<ht aber dem regulären Ge- Für gute reelle Leder wurden ommen, bisherige Preise erzielt ollkommen genügt werden. Lederhalle von kleineren geld- der Messe größere Konzessionen all zu registriren waren, bleiben.

ben Feuer - Versicherungs- re 1881 erzielte Reingewinn be- 330 Æ per Aktie als Dividende Dem Aktienkapital von 9 Millio- 1 Verbindlichkeits-Dokumenten be- i eine Kapitalreserve für unvorhergesehene Fälle werden an Schaden-Reserve- é. nachgewiesen. Die sonsti- den für die 1881er Dividende g. Demgegenüber sind an Aktiven u. A. vorhan- ge Werthpapiere Bestände bei den

sammtgeschäft o

Dezember 1881

orderungen nquiers 1 757 872,

Dem Ge entnimmt die Gesammtumschlag 14389 Mill. ungeachtet des in 1881 hervorgetretenen großen erkehrs der Metallvorrath hat (1801,7 Mill. Fr. Ende 1881 geg ß, während der Silbervorrath um 65,9 oldvorrath um 93,4 Mill. Fr. Bedeutung

a E L E E E Id E E E T Ls

zu beglü>wünschen habe. Die Bank dis

e, zusammen 5491,1 Mill. Fr, (4,83 Millionen) bestand fast der viert trägen von 10 bis 100 Fr. 5882,9 Mill. Fr. Wechfel Vorschüsse wurden in 1881 mi an solchen D 168 Mill. Fr. Ende 1880. Fr. Unkosten (wovon Staat 2c. entfallen Centrale in Paris Fr., gemeinsame Qu steigt den 1880er um 23,8 groß ausgefallen. Jn Folge dessen konnt pro Aktie bemessen werden, d. i, um 100 Fr. Elberfeld, 15. April. versammlung der Aktionäre der siherungs-Aktiengesell\ per Aktie oder 374 0/9 der B Nürnberg, 15. April.

t 1055 Mill. Fr. arlehen war Ende 1881 349 Mill

7,74 Mill. Fr. 3 Mill. Fr.,

euer-Ver-

<t von Leopold r Saison ange- messen und normal. effektuirt, deren Qua ilden die gesuchtesten wärtigen Preissätzen 3—i des Umsates, und die na<. Die Stimmung ist

(W. T. B.) Die hiesige Meß waaren- den 17. April, im Saale der Leipziger

(W. T. B) Die heutige General- hat die Dividende auf

keine Kauflust.

Leipzig, 15. April. Börse wird am Montag, Börsenhalle eröffnet.

Mannheim, 15. April. versammlung der Nheinischen Kreditbank 79% (42 M pro Aktie) festgeseßt.

London, 14, April. (Eff. Ztg.) _Sheffielder Zeitungen mel- die Firma Krupp in Essen die Lieferung von arnsley-Eisenbahn erlangt hat, billigere Preise als die Fabrikanten in gh zu offeriren. Die Schienen werden zu

Die Vorräthe fen sih auf 628 700 Tons gegen Zahl der im Betrieb befindlichen origen Jahre.

Verkehrs-Anstalten.

(W. T. B.) Der auf der hiesigen Rhede Flensburger Dampfer „Diana“ wurde in der ver- englishen Dampfer „Vernon“ *“ sank sofort, die Mannschaft if nur Das Vordertheil des „Vernon“

ienen für die Hull- und B da er im Stande gewesen, Sheffield und Middlesborou Wasser von Essen nach Glasgow, 15. Roheisen in den Stores belau 544 900 Tons im vorigen Jahre. Hochöfen 198 gegen 121 im v

ull gesandt werden. (W. T. B.)

ier L ae

E

‘fe:

Libau, 15. April.

gangenen Nacht von Ubersegelt. mit großer Mühe gerettet w ift stark beschädigt.

Die „Diana

Verlín, 17. April 1882.

Verein für Gescbicte Sitzung vom 12. April 1882, einige Nachträge zu seiner Geschichte dieselben behandelten namentlich d sein ôöffentlibes Auftreten bei der Ert an den Kurfürsten Joachim I. und sei

Brandenburg. Der Archiv-Sekretär Sello haite des Klosters Lehnin eingesandt ; as Siegel des Abtes Valentin und hcilung des päpstlihen Segens ; ne Söhne Joachim und Johann Der Ober-Pfarrer Brest in Wilsna> theilte ein Gedicht welchem ein Zeitgenosse den Tod Dietrihs von Q eyde, unweit seines Rittersitzes Rübstedt, von

landesherrliche

Hr. Geheimer Archiv-Rath Hassel zeigte an t bea&teten Beispiele, wie weitblikend Joachim 11. darauf bedacht war, die Zukunft seines Hauses sicher zu stellen. Um ürstlibe Zweig der Hohenzollern auf eine Seitenlinie zu nthum nachfolgen könnte, as se in fürstlihen Würden zu ) wenn Nachfolge in der Kur nit er- u diesem Zwe>ke seßte Joachim 11. si 1562 mit dem römischen König Marimilian in Verbindung, die Ausficht, daß er dereinst den zweiten So bereits Erzbischof von Halberstadt war, als weltlichen Erb kennen, au< ihm eine seiner Schwestern oder Tôchter zur Gemahlin geben werde. Der Vortragende folgte eingehend den weiteren diplo- matishen Verhandlungen, Marimilians (1 Verlauf nahmen, bis cndlid auf dem Rei der Kaiser so ausweichende Erklärung Joachims als gescheitert anzusehen war. der Tod Siegmunds die auf seine Erheb des Vaters gegenstandslos.

\childert, der 1593 zu L Landésknechten

Landeêverweisung zur Vorlesung. einem bisher ni<

betreffenden Mißsethäter

das Jahr 15609 ftand der kurf wenigen Augen; es war d j ( begründen, die eintretenden Falls im Kurfürstenthum leih aber so ausgestattet wäre, d ehen vermöchte, au<ß wenn ihre

aher wüns{benswerth,

forderli<h würde. und dieser gab ihm hn Joachims, Sieg- urg und Bischof herrn dieser Stifter aner-

von Magdeburg

au< na< dem Regierungsantritt 564) cinen für Brandenburg \{<einbar günstigen <stage zu Augsburg (1566) ab, daß der Unmittelbar darauf machte

ung zielenden Bestrebungen

. L i & \ A % s Pte ve Y h anti man mbe mers Mp E i A n d - n O e m R E Sim ARA lit Her E c Bdiingnie: Se mde erer Mr H e Ves f “o E E C Sts L MRCE 1 BELE: e D Q Ba nan v Put R d «ras O a T M E

Im Verein für die Geschichte Berlins hielt am Sonn- abend Prof. Dr, Euler einen Vortrag über das Thema: Ber- Redner ging von den, jene Zeiten \<il- dernden Bildern in der Nationalgalerie aus, von dem Gräbschen liebe von 1813 mit ihrem Opfermuthe <ildert; von dem Scholtzschen, das die

lin im Jahre 1814,

Bilde, daß die Vaterlands und ihrer Opferwilligkeit \

Musterung der Freiwilligey in Breélau darstellt und von dem Diez- sen, weles uns Blücher auf tem Wege nah Paris zeigt. Nach dem Schlusse des mit vielen Dichterstimmen der damaligen Zeit ge- \{<müd>ten Vortrages nahm now der Vorsitzende des Vereins, Geh. Rath Sachße, das Wort und theilte aus der „Spenerschen Zeitung“ den Originalbericht des Lieutenants Macbhui mit, der die Victoria mit ihrer Quadriga aus Paris zurü>geführt hatte.

Der „Verein für Hindernißrennen“ hat gestern auf In Es zu Hoppegarten die diesjährige Sport-Saison eröffnet.

Cin herrlicher Frübjahrstag begünstigte das Unternehmen und hatte ein zahlreides Publikum hinausgelo>t. Die Aemter waren în der Weise vertheilt, daß das Sciedsgeribt von den Herren Major von Below, Frhrn. von Cramm, Landrath

. von Oerßen und Kammerherrn von Prillwit gebildet wurde, als deren Skellvertreter die Herren Graf Nic. Esterhazy, Rittmeister geo, von Geys, Major Meyer und Rittmeister Graf Schlippenbach ungirten. Das Amt des Sekretärs verwaltete Lieut. von Heyden- Linden, als Richter fungirte Frhr. von Thielmann, die Waage beauf- sihtigten Major Meyer und Landrath U. von Oerßen und als Starter fungirte Hr. H. Wa>erow. Die Rennen begannen um 3 Uhr mit:

1, Eröffnungs-Steeple-Chase. Preis 500 Herren- Reiten. Für 4jährige und ältere Pferde aller Länder, die kein P im Werthe von mindestens 1000 gewonnen aben. Distanz ca. 3500 m. Dem zweiten Pferde die Hälfte der Einsäße und Neugelder, das dritte Pferd rettet vorweg seinen Einsaß. Das Rennen hatte 18 Unterschriften, von denen 9 Reugeld zahlten und die anderen 9 ein fehr {nes Rennen machten. Des Lieut. Grf. Vißthum (Kgl. sächs. Garde-Reiter) 6 jähr. br. H. „Direktor“, des Lieut. v. Tschirshky (Garde-Kür.) 5 jähr. br. W. «„Raubritter“, des Lieut. v. Naßmer (2. Garde-Drag.) a. br. St. „Neimus T diese drei unter ihren Besißern, sowie des Lieut. Frhrn. von Gayls (18. Huf. Regt.) 4jähr. br. St. „Rheingold“ unter Lieut. von Stern- burg kamen zu Fall. Die übrigen fünf Pferde machten ein sehr \{öônes Nennen, aus welchem des Lieut. von Treskow (4. Hus. Regt.) öjähr. br. W. „Xerxes" unter Lieut. von Marschall mit 25 Ungen als Sieger hervorging. Lieut. Frhrn. von Maltahns (3. Huf. Regt.) Sjähr. F. St. „Speranza“ unter ihrem Besitzer wurde zweite und Hrn. von Tepper-Laski's Sch. H. „Strathvaich“ unter seinem Besißer dritter. Dann folgte Lieut. von Sydows „Dorothee“ und Frhrn. von Cramms „Fleetwing-Xerxes“ erhielt 625 M, „Speranza“ 125 M, „Strathvaich“ rettete seinen Einsaß. -—— Um 3# Uhr folgte diesem Rennen: i

IL. Verkaufs-Hürden-Rennen. Preis 750 M Für 4jährige und ältere Pferde. 40 4. Eins, 20 ( Reug. Der Sieger ift für 6000 e. fäuflih, für jede 500 M billiger ausgeseßt 1x kg erlaubt. Distanz ca. 2000 m über 5 Hürden. Dem zweiten Pferde der dop- pelte Einsaß. Zu dem Rennen waren 13 Pferde genannt, von denen 6 Reugeld zahlten. Nach einem sehr \{<önen Schlußgefecht siegte des Kapt. Clair 4jähr. br. H. „Humbert“ (4000 4) unter Jockey Harra- way sicher mit drei Längen gegen des Rittmstr. Mollard 4jähr. F. St. „Goldperle“ (4000 46) unter Jo>cy Gillare, welche letztere des Trainer „Kelly“ 5jähr. F. St. „Limon Girl“ (2000 4) unter Jockey Barlow mit 4 Längen \{<lug. Gegen den Sieger wurde vom Trainer des zweiten Pferdes Protest eingelegt, weil er „Boldperle“ angeritten haben sollte; die Entscheidung des Schiedsgerichts fiel jedo zu Gunsten des Siegers aus, der somit den ersten Preis von 1170 M. erhielt, während \si{< „Goldperle“ mit dem zweiten Gelde von 80 M. begnügen mußte. In der Auktion wurde der Sieger von seinem Besißer für den Preis von 6000 M zurückgekauft, sodaß die Nenukafse einen Ueberschuß von 2000 M. erbielt und der Besißer des E ais diesen Sieg no<h 830 Æ zuzahlen mußte. Es folgte um Ir :

111, Verkaufs-Steeple-Chase. Preis 750 46 Herren- Reiten. Für 4jährige und ältere Pferde. 40 M. Einsatz, 20 M. Reu- geld. Der Sieger is für 500 4 fkäuflih. Für jede angefangene

6 theurer eingeseßt; 23 kg mehr. Distanz ca. 3500 m. Das zweite Pferd erhält den doppelten Einsaß. Zu diesem Rennen waren 7 Pferde angemeldet, von denen jedo< für 4 Reugeld gezahlt wurde. Von den drei übrig gebliebenen Pferden kam des Lieut. v. Sydow II. (3. Hus. Regt.) a. br. H. „Lindwurm“ zu Fall und mußte das Rennen aufgeben, so daß nur des Lieut von Pachelbt-Gehags (1 Gd. Ul.) a. br. St. „Creolin“ unter ihrem Besißer und des Frhrn. von Cramm Z*sjähr. br. St. „Fleetwing“, geritten von Mr. Moore, im Kampf blieben, von denen erstere leiht mit 5 Längen siégte und den ersten Preis von 870 Æ erhielt, der Konkurrentin das ¡weite Geld von 80 #. überlassend. „Creolin“, welce mit 1000 M. eingeseßt war, wurde von ihrem Besitzer in der Auktion für 1150 zurückgekauft, so daß der Rennkasse eine Einnahme von 150 zufiel, Den Schluß des Tages bildete um 45 Uhr:

IV. Hürden-Rennen. Herren-Reiten. Für 4 jährige und ältere Pferde aller Länder. 40 4 Einsatz, 20 M Reugeld. Distanz ca. 2000 m über fünf Hürden. Dem zweiten“ Pferde die Hälfte der Einsätze und Reugelder, das dritte Pferd rettet vorweg seinen Ein- faß. Das Rennen wies 12 Unterschriften auf, von denen 6 Reugeld zahlten. Von den am Start erscheinenden 6 Pferden wurde ein höchst \pannendes Rennen vollführt, das namentli< mit cinem aufregenden Schlußgefe<ht endete, bei welchem des Frhrn. von Cramm 4 jähriger brauner Wallah „Lord Mel- bourne* unter Mr. Moore, welcher fast das ganze Rennen hindur{ geführt in einem fast bis ins Ziel durchgeführten Kampf von des Hrn. von Tepper-Laski a. br. St. „Lady Mary 11.“ unter ibrem Be- sißer und desselben 4 jähr. F. H. „Prinz Eugen“ urter Rittmeister von Treskow 1. mit einer halben Länge geschlagen wurde. Von den beiden ersten Pferden nahm „Lady Mary* den ersten Preis von 660 M, nur mit einer Kopflänge. Des Lieutenants v. d. Marwitz 4 jähr. br. St, etrie 11, * wurde vierte, Rittmeister v. d. Osten 6 jähr. F. St. „Riga“ fünfte und Lieutenant v. Natzmers 6 jähr. \{w. St. eGngland“ letzte.

__ Die Hygiene-Ausfstellung wird, wie wir hören, von der Kommune Wien reih beshi>t werden; der Ingenieur Lichtblau ist beauftragt worden, das Arrangement der Wiener Abtheilung in der Ausstellung zu leiten, Als_ einige der wichtigeren Gegenstände nennen wir die Pläne der Hochquellen-Leitung, der städtishen Bäder und der Sanitäts-Anstalten. Damit aber au<d der Wiener Bevölkerung Gelegenheit geboten werde, eine genaue Kenntniß der hygienishen Fürsorge in Wien zu erhalten, wird das gesammte für Berlin bestimmte Material im dortigen neuen Rathhause während der zweiten Hälfte des April ausgestellt werden. Zum wes des Studiums der Hygiene entsendet der Wiener

ecmeinderath hierher die agistratêräthe Bittmann und Lekisch, den Stadtphysikus Dr. Kammerer, den städtischen Arzt Dr. Adler, den Ober-Ingenieur Paul und den Ingenieur Zier. Die be- vorstehende Versammlung des Aerztevereins-Bundes, sowie des Vereins für öffentlihe Gesundheitspflege in der Zeit vom 230. Juni bis 8. Juli wird vielen Medi- zinalbeamten ‘der Monar<hie Gelegenbeit zum Besuch der Ausstellung bieten. Die Konkurrenz von Plänen für ein Muster- Theater begegnet in S E N großer Sympathie. Gleich nah dem Bekanntwerden des Konkurrenzauss<reibens wurden 50 Programme eingefordert, und die Nachfrage na denselben steigert \i< von Tag zu Tage.

Die König-Wilhelm- Stiftung für erwachsene Be- amtentôöchter, welhe mit dem 1. November v. J, ins Leben ge- treten ist, hat, wie wir der „Monatsschrift f. d. Beamt.* entnehmen, im Laufe des vergangenen Vierteljahrs aus den eingegangenen Zinsen des Grundkapitals, welches si< inzwischen auf beinahe 170 000 4 erhöht hat, etwa 1000 M vertheilt. Von der allerdings ziem- lih bedeutenden Zahl von Bittstellerinnen sind 14 Beamten- tôhter mit einmaligen Unterstüßungen in Beträgen von je 30 bis 100 Æ bedacht worden, Von ibnen gehören je 1 der Stadt Berlin, den Provinzen Ostpreußen und Posen, je 2 den Provinzen Pommern

und Hannover, 3 der Provinz Sa{sen und 4 der Provinz Stblesien an; darunter befinden si< 5 Töchter von höheren und 9 Töchter von Subalternbeamten. Aus dieser Zusammenstellung ergiebt si, daß niht nur die Beamtentöchter, welche in der Provinz ihren Wohrysitz haben, sondern daß aub, wie es in der Natur der Sache begründet ist, die Töchter von Subalternbeamten vorzugsweise berücsihtigt worden sind, und es wird da- dur ferner das no< immer vielfa< bestehende Vorurtheil wider- legt, daß die Stiftung mehr oder weniger für die Hauptstadt Berlin und für Töchter höherer Beamten bestimmt sei. Auch die künftigen Bewilligungen werden es lehren, wie unbegründet diese Annahme ist, für welche es überdies an jedem Anhalt fehlt. Es darf mit Zuver- sit erwartet werden, daß die Veberzeugung von dem Nutzen einer Stiftung, welche einem so dringenden Bedürfniß abhilft, in immer weitere Kreise eindringen und ihr alsdann neue Freunde und neue Wohlthäter zuführen wird.

Das Kuratorium hat es nah Uebernahme der Stiftung als seine erste Aufgabe betrachtet, die Organisation derselben zur Ausführung zu bringen. Zum Verwalter der Stiftungskasse ist Hr. Grimm, Geheimer Registrator im Geheimen Civil-Kabinet, bestellt worden. Die Provinzial-Kommissionen sind von den Ober-Präsidenten ernannt und haken ihre Thätigkeit begonnen.

Die Deutsche Polarkommission, bestehend aus den Herren Prof. Dr. Neumayer, Direktor der Deutschen Seewarte, als Vor- sißendem, Kapitän zur See Frhr. von Schleiniß, Geh. Regie- rungs-Rath Dr. Werner-Siemens, Prof, Dr. Förster, Direktor der hiesigen Sternwarte, Prof. Dr. von Bezold aus München, Dr. Boergen aus Wilhelmshaven und Direktor Schreiber aus Chem- niß, hat in vergangener Woce hierselbst getagt. Es wurde bes<lof}sen, deutscherseits Cumberland Sound an der Davisstraße und Südgeoragien im südatlantishen Ozean zu beseßen. Die Leiter der Erpedition sind Dr.Wilhelm Giese aus Colberg und Prof. Dr.Scbrader aus Braunschweig, Anfang Juni werden dieselben Deutschland verlassen. Die instrumentelle Ausrüstung und diePersonalfragen sind alle geordnet. DieKommission hat die „Germania“ angekauft, die einst mit Kapitän Koldewey's Exrye- dition na Ostgrönland ging, und es wird dieses Schiff die Expedition nah dem Norden, niht nur na< der erwähnten Station bringen, sondern au< dort überwintern, um die Beobachtungen zu vermehren und weiter auszudehnen. Außerdem hat die Kommission bes{<lofsen, die Küste von Labrador mit meteorologischen Stationen auszustatten und wird zu diesem Ende im nächsten Sommer cinen Gelehrten dort- bin entscnden. Die Organisation soll in Anlehnung an die mährischen Brüdermissionen geschehen, und ist besonders darauf berechnet, die synoptische ‘Arbeit im nordatlantischen Ozean zu unterstützen.

Halle, 14. April. (Wes. Ztg.) Vom Diknstag bis heute fand hier der zweite deutsche eographentag statt. Die Betheiligung war außerordentlich zahlreich : die Präfenzliste weist gegen 430 Theilnehmer auf, der größere Theil Bewohner von Halle; da- neben waren aber alle größeren deutschen geographischen Vereine, namentli< auch die beiden jüngsten, Königsberg und Greifswald, sowie mehrere Universitäten außer Halle dur Professoren der Geographie und Ethnologie vertreten. Aus Belgien, den Nieder- landen und Oesterreich waren Delegirte anwesend. In den drei Tag- gen vom 12. bis 14. April wurde în der That tüchtig gearbeitet; die 13 gehaltenen Vorträge und daran sich knüpfenden Diskussionen be- wegten si ihrem Gegenstande na< vorzugsweise um theoretishe Fragen. Der Berichterstattung über wissen- schaftlibe Reisen waren gewidmet die Mittheilungen des Prof. Studer aus Bern über die Gazellenerpedition 1875 und die mit derselben erzielten Resultate bezüglich der CGrforschung des Meeresthierlebens und die von Professor Kan aus Amsterdam gegebene Uebersicht über die Früchte der niederländischen Sumatraforschung. Besonderes Gewicht war darauf gelegt, Wesen und Hülfsmittel des geographischen Unterrichts in den höheren Schulen zu erörtern, und es wurde, wie {hon auf dem ersten Geographentage, eine Resolution gefaßt, welche verlangt, daß die Geographie dur sämmtliche Klassen der höheren Schulen im Unterricht wie in den Zeugnissen und daher au bei der Abgangsprüfung als selbständiger Lehrgegenstand be- handelt werde und ferner Schritte bei den Behörden fordert zu Gunsten der ausschließlichen Anwendung des metrischen Maßes bei folchem Unterricht. Nach eînem inhaltreihen Vortrage des Privatdozenten Dr. Lehmann aus Halle wurde bes{<lo\}sen, eine ständige Kommission niederzuseßzen, welhe einen Aufruf an verwandte ge\ci<tliche und naturwissenschaftlibe Vereine erlassen foll zu dem Zwecke, um ihre Mitwirkung zur Ausarbeitung einer wissenschaftlichen Landes- kunde Deutschlands zu erhalten. Es wird si indessen ergeben, und dies wurde besonders betont, daß in dieser Beziehung {on sehr werthvolle Arbeiten bereits fertig vorliegen, wie das bekannte große Werk Bavaria u. A. Deshalb soll zunächst eine literaris{e Ueber- sicht hergestellt werden, die sich freili, wenn man den Begriff Landes- kunde weit faßt, zu einem stattliben Bande ausdehnen wird. Hervor- zuheben ist die re<t reiche, vielseitig beschi>te geographische A us- stellung, welche in den Hörsälen der Universität stattfand. Die starke Seite dieser sehr gut arrangirten Ausstellung, auf welcher die be- deutendften deutshen Firmen des geographischen Verlags gut ver- treten waren, lag in den geographishen Lehrmitteln. Für das nâbste Jahr ist Frankfurt a. M. zum Versammlungsorte gewählt und soll die Versammlung wiederum in der Osterwoche stattfinden. Dem Präsidenten der Berliner Gesellschaft für Erdkunde, Dr. Nactigal, sandte die Versammlung die besten Wünsche in für seine Wirksamkeit ho< anerkennenden Worten na Tunis na.

Schwerin, 16. April, Abends 10 Uhr. (W. T. B.) In dem hiesigen Schauspielhause bra heute Abend bei der Vorstellung von „Robert und Bertram“ Feuer aus. Das Haus steht in bellen Flammen; Menschenleben sind jedo< nit gefährdet.

17, April, Morgens. (W. T. B.) Das Feuer im Schau-

spielhause bra gestern Abend zwischen 8 und 9 Uhr auf dem obersten Boden des nördlichen Anbaues aus, wo Setstücke und andere Theater- utensilien aufbewahrt wurden. Die Feuersgefahr wurde dem im Hause befindlichen Publikum von der Bühne aus rechtzeitig mit- getheilt. Der Großherzog selbst ritete beruhigende Worte an das Publikum, so daß die Räumung des Hauses ohne jede Ueberstürzung und ohne jegliche Gefahr erfolgte. Das ras um sih greifende Feuer hat das ganze Innere des Hauses zerstört ; nur die Ringmauern find stehen geblieben. Bald na< Mitternaht wurde man des Feuers Herr, ohne daß die in der Nähe liegenden Gebäude beschädigt wurden. Die Bibliothek und die Musikalien sollen gerettet sein, die Garderobe aber ist zerstört. . Friedrih-Wilhelmstädtishes Theater. Der Leiter des ]a<hsen-meiningenshenHoftheaters, Intendanz-Rath Cronegk, is heute hier cingetroffen und hat sofort die Vorbereitungen zu dem am Sonnabend beginnenden Gastspiel der Gesellschaft in Angriff ge- nommen. Der umfangreiche Fundus an Dekorationen, Kostümen, Requisiten 2c. ist in 15 Waggons angekommen. Das Gesammtper- sonal, aus 76 Personen bestehend, wird bis Donnerstag hier sein. Dasselbe ist dur< neue Engagements bedeutender Künstler verstärkt worden, Die Proben zur „Wallenstein-Trilogie“ beginnen sofort nah Ankunft der Künstler.

Das Belle-Alliance- Theater war am gestrigen Sonn- tage ausverkauft. Von der Gesangsposse „Die Lachtaube“ finden nur no< 2 Aufführungen statt.

Redacteur: Riedel. Derlin =— E

Verlag der Expedition (Ke el). Drud>: W.,. Elsner. Lier Beilagen (eins{ließli< BörsenzBeilage). (480)

zum Deutschen Reichs-

Erste Beilage Anzeiger und Königlih Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Montag, den 17. April

182.

2 9D.

Deutsches Neich.

U e eri L E L 2 über die von den Rübenzu>er-Fabrikanten des deutschen Zollgebiets versteuerten Rübenmengen, sowie über die Einfuhr und Ausfuhr von Zu>er im Monat März 1882.

Verwaltungs3-Bezirke.

Einfuhr vom Zollauslande.

Ausfuhr nach dem Zollauslande (mit und ohne

Steuerrü>vergütung).

aller Art

E Raffinirter Zu>ker Rokbzueer aller Art Melasse aller Art

Maimrler ZUEeX Robzu>er Melasse aller Art

und Syrup

steuerte Rüben- menge.

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befindli : Rübenzu>er-Fabriken.

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Preußen. ) Provinz Ostpreußen i Provinz Westpreußen . Provinz Brandenburg Provinz Pommern . Provinz Posen . . Provinz Schlesien . Provinz Sachsen, eins hen Unterherrschaften . Provinz Schle8wig-Holstein

Provinz Westfalen . Hesien-Nafsau Rheinprovinz ;

.

Fürstlih Schwarzburgi-

Summa I. Il. Bayern i M Gaben IV. Württember V, Baden i

TIII. Thüringen, eins{l. der Großher {en Aemter Allstedt und Oldisleben . D X. Braunschweig Al Una. X11. Elsaß-Loth

X1TII. Luremburg .

zoglih Sähsi-

Ueberhaupt Hierzu in den Vormonaten August 1881 bis Februar 1882 Zusammen August 1881 bis März 1882 In demselben Zeitraum 1880—1881

Berlin, im April 1882,

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16 797 885 2454] 2191 277 198302892| 578 432/12 179 240

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Kaiserliches statistishes Amt. Betd>er.

38 933 516 1718 222/44 247 530

or 103 09 [7 > O

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215100777| 580 886/14 370 517 194648817 32 905] 9 825 840

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Subhaftationen, Aufgebote, Vor- ladungen u. dergl.

[17217] Oeffentlihe Zustellung.

Die National - Hypotheken - Kredit - Gesellschaft (Eingetragene Genossenschaft) zu Stettin, vertreten durch den Justizrath Fleck hier,

Tiagt gegen: i i - 1) die Wittwe Rominski, Wilhelmine, geb. Jühlke, zu Berlin, Apostelkirhe Nr. 8, Hof 1I1., 2) die Geschwister :

eter Paul, S{(lossergeselle in

Julius Clemens, . Wilhelm Friedrich, Carl August

ad a. in Amerika,

ad c. bis e. in Berlin, |

ad a. und b. bereits großjäbrig, ad e. bis e. no< minderjährig und dur< den Schneidermeister Luko- wicz von hier bevormundet, sämmtlich ad a. bis 8, vertreten dur dic Beklagte zu 1, als die akleinige Verwalterin Nußnießerin dcs Theofil Ro- minsfi’s{en Nachlasses, :

wegen 3000 Æ als Rest von dem Kapital von 13 000 Æ, wel<es Klägerin dem Erblasser der Beklagten, Maurer Theofil Nominski, im Jahre 1875 auf sein Ansuchen gewährt hatte und welches auf dem den Beklarten früher gehörigen Grund- \tü>e Konitz Blatt 1059 in Abtbeilung 111. unter Nr. 2 mit 11 $00 Æ und unter Nr. 3 mit 1200 A eingetragen waren, mit dem Antrage:

I. die Beklagten unter Kostenlast zur Zablung von 3000 M und zwar von 1200 #4 nebst 64% Zinsen, Verwaltungskosten, Amortisation und Me- servefonds seit dem 24, Juni 1881 und von 1800 nebst 6%/9 Zinsen Verwaltungskosten und Amortisa- sation seit dem 24. Juni 1881 zu verurtheilen

I]. den dur< Beschluß vom 27. Januar 1882 in Sachen Stettin c /a. Rominskfi Q. 4/82 für die Klägerin auf das Grundstü> Konitz Blatt 1063 angeordneten dinglichen Arrest in Höhe von 3000 M nebst 649/9 Zinsen und Nebenleistungen von 1200 4 eit dem 24, Juni 1881 und 6" Zinsen und Neben- eistungen von 1800 A seit dem 24. Juni 1881, owie in Höhe von 500 (A Kostenpauschquantum ür justifizirt zu erahten und den Beklagten auch osten des Arrestprozesses zur Last zu legen und ladet den Beklagten Franz Felix Rominéki, dessen Auf- enthaltsort in Amerika unbekannt is, zur münd- Verhandlung des Rechtsstreits vor

zum n ee Deffentlicher Anzeiger.

Preuß. Staats-Anzeiger und das Central-Haudels- register nimmt an: die Königliche Expedition 1, Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen. des Deutschen Reichs-Anzeigers und Königlich Preußischen Staats-Anzeigers: Berlin 3W., Wilhelm-Straße Nr. 32.

2. Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen u, dergl.

3. Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen etc.

4. Verloosung, Amertisation, Zinszahlung H u. 8, w. von öffentlichen Papieren.

R

auf den 29. Juni 1882, Bormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen. : :

Zum Zwe>e der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Die unterm 13. März cr. publizirte Ladung zum 25 Mai 1882, Vormittags 9 Uhr, wird hierdurch aufgehoben.

Konitz, den 13, April 1882.

i Schoenborn,

Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.

[17232] Bekanntmachuug. :

Durch Aus\{lußurtheil des hiesigen Gerichts vom 9. März cr. ist das über die im Grundbuche von Derne Band 43 Blatt 51 Abthl. 111. Nr. 1 für den Landwirth August Fley in Derne eingetragenen ost vom 900 Thlr. gebildete Hypotheken-Dokument ür fraftlos erklärt.

Dortmund, den 6. April 1882,

Königliches Amtsgericht. [17224] Kaiserlihes Landgericht Straßburg. Auszug.

In Sachen der Catharina Zorn, Ehefrau des Malers Franz Krabler, Beide in Straßburg woh- nend, Klägerin,

gegen thren gedahten Ehemann, Beklagten, wegen Gütertrennung, hat das Kaiserlihe Landgericht in Straßburg, I. Civilfammer, dur< Beschluß vom 25. März 1882, die zwischen den Fra bestandene Gütergemein- saft für aufgelöst erklärt, die Parteien zur Aus- einanderseßzung ihrer Vermögensrechte vor den Kaiser- lihen Notar amis hierselbst verwiesen und den Beklagten in die Kosten des Verfahrens verurtheilt. E den 11. April 1882. er Landgerichts-Sekretär : Leue. [17253] |

Die Ebefrau des im Konkurs befindlichen Bierbrauers und Wirthes Peter Herken, Catharina, geborne Hüsgen, ohne Geschäft zu Neuß, hat: 1) gegen ihren genannten, daselbst wohnenden Ehemann, und 2) den Referendar Sels zu Neuß, als Verwalter des Konkurses über das Vermögen des genannten Peter Herken, bei der 2. Civilkfammer des K. Landgerichts zu Düsseldorf Klage auf Gütertrennung erhoben; hierzu ist Ver- handlungstermin am 10, Juni 1882, Morgens

9 Bar: Düsseldorf, den 13, April 1882,

i Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu

Holz, Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.

—-_

5, Industrielle Etatlissements, Fabriken und Grosshandel.

6, Verschiedene Bekanntmachungen.

7, Literarische Anzeigen.

8. Theater-Anzeigen.

9, Familien-Nachrichten,

In der Börsen-

taufsanzeige und Aufgebot. In Sachen, betreffend die Zwangsvollstre>ung gegen die Eheleute Lehrer a. D. Friedri Wilhelm Meyer und Maria Catharina, j Ketitenkamp, sollen auf Antrag des Freiherrn von Schorlemer auf Vehr, Amts Löningen, die nach- folgend näher bezeichneten, angeblih den Schuldnern gehörigen, unterm 4, März 1882 gepfändeten Im- mobilien Neubauerei Nr. nebst allem Zubehör

Verkaufstermin wird hierdur< anberaumt auf Donnerstag, den 6. Juli 1882, Vormittags 10x Uhr,

an hiesiger Gerichtsstelle.

Die Verkaufsbedingungen sind 4 Wochen vor dem Verkaufstermin auf hiesiger Gerichtéscbreiberei ein- zusehen, au<h gegen Schreibgebühr abschriftlih zu

zu Kettenkamp gerichtsseitig

Ferner werden alle Diejenigen, welhe an den Verkaufsobjekten Eigenthums-, Näher-, lehnrechtlicbe, fideil'ommifjarische, Rechte, insbesondere Servituten un e tigungen zu haben vermeinen, aufgefordert, solche Rechte bis zu dem als Aufgebotstermin damit be- stimmten Verkaufstermin anzumelden bei Vermei- dung des Recbtsnachtheils, daß für den sich nicht | im Verlältniß zum neuen

Die Verkaufsobjekte sind

und andere und Realberech-

Meldenden das Erwerber verloren geht. verzeicnet.

Artikel 32 der Grundfteuermutterrolle L Kettenkamp zum Gesammtflächeninhalte von 17 ha

1) Kartenblatt 2, A 2) Kartenblatt 5, Parzellen 40, 53, 5 3) Kartenblatt 6, Parzellen 60, 68, 72, 73, 136, 4) Kartenblatt 7, Parzelle 99.

1I. Artikel 74 der Grundsteuermutterrolle von

Bo>kraden zum Gesammtflächeninhalte von 99 a

1) Kartenblatt 8, Parzelle 38, 2) Kartenblatt 4, Parzelle 7. _ Bersenbrü>, den 11, März 1882, Königliches Amtsgericht.

K. württ, Landgericht Ulm. Oeffentliche Ladung. L

Apollonia Dußler, geb. Stricbel, von Berghülen, vertreten dur Rechtsanwalt zum Tobel hier, klagt en ihren mit unbekanntem Aufenthalt abwesenden

Nr. 1229 c.

Inserate nehmen an: die Annoncen-Erpeditionen des „Jnvalidendank“, Rudolf Mosse, Haasenstein & Vogler, G. L. Daube & Co., E. Schlotte, Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren

Aunoncen-Bureaux. 2

31, Januar d. I. eine Ausfertigung der Klagschrift

nebst Ladung auf den ersten vor dem Prozeßgericht anberaumten Termine vom 3. März 1882 ordnungê- mäßig zugestellt worden ist, zur zweiten mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die II. Civil- kammer des Königlichen Landgerichts zu Ulm auf Freitag, den 14. Juli 1882, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- rihte zugelassenen Anwalt zu bestellen. E Gerichtsschreiberei des Königlichen Landgerichts. Justizreferendär Lehnemann.

[17213] Aufgebot. Der Rechtsanwalt Tümler hat, Namens der Wittwe Kötters Bernhard Heinri Wüller, gnt. Beulichmann, für si< und ihre 5 Kinder, das Auf- gebot folgender Grundstü>ke der Katastral-Gemeinde Gimbte, nämli Flur 1 Nr. 15, 84, 87, Flur 2 Nr. 600/464, 603/465, 604/465, 762/103, 763/103, 764/103, 765/104 und 702/385 zum Zwe> der Be- sißtiielberihtigung beantragt. j J

Es werden daher alle etwaigen Eigenthumsprä- tendenten aufgefordert, ihre vermeintlichen Ansprücbe und Rechte auf die gedahten Grundstücke spätestens in dem auf den

10. Juni 1882, Morgens 11 Uhr,

an hiesigex Gerichtsftelle, Zimmer 39, anberaumten Aufgebotstermine anzumelden und ihr Widerspruchs- re<t zu bescheinigen, widrigenfalls die Berichtigung des Besißtitels für die Extrahentin und ihre Kinder erfolgen wird, und es ihnen überlassen bleibt, ihre Ansprüche in einem besonderen Prozesse zu ver- folgen. L

Münster, den 5. April 1882.

Königliches Amtsgericht, Abth. IV.

[17223] Kaiserliches Landgericht Straßburg. Auszug. is In Sachen der Carolina Fritz, Modistin, in Straßburg wohnend, Ehefrau des daselbst wohnen- den Glaëmalers Carl Kiel, Klägerin, gegen ibren genannten Ehemann, Beklagten, wegen Gütertrennung, hat das Kaiserlihe Landgeriht in Straßburg, I. Civilkammer, dur, Urtheil vom 21. Sa 1882, die zwischen Parteien bestandene Gütergemeinschaft für aufgelöst erklärt, die Parteien zur useinander- setzung ihrer Vermögendrechte vor den Kaiserlichen Notar Pierron hierselb verwiesen und den ‘Be- Flagten ¿dic Kosten des Verfahrens verurtheilt. Straßburg, den 11. Avril 1882. "Lc Landgerichts-Sekretär : Leue.

emann Michael Dußler, Söldner von da, auf Ehescheidung und ladet den Beklagten, welhem am