1925 / 204 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Der Bezugspreis beträgt monatlih 3,— Reichsmark freibl,

Allle Postanstalten nehmen Bestellung an. fe Verlin außer den elbstabholer auch die Nr. 82. Einzelne Nummern kosten 0,380 Reichsmark.

j tanstalten und Zeitu trieben Pola Geschäftsstelle SW. 48, Wilhelm

Fernsprecher: Zentrum 1573.

Anzeigenpreis für den Raum

einer 5 gespaltenen Einheitszeile L,05 Reichsmark freibleibend, einer 3 gespaltenen Einheitszeile 1,75 Reichsmark freibleibend.

Anzeigen nimmt an

die Geschäftsstelle des Reichs- und Staatsanzeigers Berlin SW. 48, Wilhelmstraße Nr. 32.

"1. 204. Reichsbantgirotonto. Berlin , Dienstag, den 1. September, Abends. Pofstichecttonto: Berlin 41821. 1925

.

_„anzelnummern oder einzelne Beilagen werden nur gegen Barbezahlung oder vorherige Sinsendung des Betrages

Juhalt des amtlichen Teiles: Deufsches Reich. nennungen 2c.

„rordnung über Zolländerungen für Boden- und Gewerbs- erzeugnisse polnischen Ursprungs.

ekanntmachung, betreffend Beaufsichtigung einer privaten Versicherungsunternehmung durch die Landesbehörde. c¿anntgabe der Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten im August 1925.

Preußen.

Anzeige, betreffend die Ausgabe der Nummer 24 der Preußischen Geseßsammlung. :

Amiliches.

Deutsches Reich.

Der Konsul Dr. Sethe ist zum Konsul des Reichs in New Orleans (Vereinigte Staaten von Amerika) ernannt worden.

Verordnung

über Zolländerungen für. Boden- und Gewerbs- erzeugnisse polnishen Ursprungs.

Vom 31. August 1925.

Auf Grund des § 4 der Verordnung über berigen für Boden- und Gewerbserzeugnisse polnishen Ursprungs vom 2. Juli 1925 (Deutscher Reichsanzeiger Nr. 153) wird hiermit verordnet ; g

L

Die Verordnung über Zolländerungen für Boden- und Gewerbs- erzen polnischen Ursprungs vom 2. Juli 1925 wird wie folgt geandert:

In § l wird in die Liste eingefügt:

Tarifnummer - für 1'dz 2 Weizen 10 8 2.

Diese Verordnung tritt am 1. September 1925 in Kraft.

Berlin, den 21. August 1925.

Der Reichsminister der Finanzen. J. V.: Fischer.

Bekanntmachung, betreffend die Beaufsichtigung privater Versiches rungsunternehmungen durch die Landesbehörde.

(Veröffentlicht im Reichsministerialblatt 1925 Seite 540.)

Auf Grund des § 83 Abs. 2 des Geseßes über die privaten Versicherung8unternehmungen vorn 12. Mai 1901 (RGBl. S. 139 ff.) bestimme ih im Einvernehmen mit den beteiligten . Landesregierungen, daß bis auf weiteres die Hamburger Lebensversicherung A. G. in Hamburg durch die Ham- burgishe Lamdesbehörde beaufsichtigt wird.

Berlin, den 29. Juli 1925.

Der Reichswirt\chaftsminister. A Ri

: Die Reichs indexziffer für die Lebenshaltungskosten im August 1925.

Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten (Er--

nährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und „Sonstiger Bedarf“) beläuft sih- nah den Feststellungen des Statistischen Reichsamts für den Durchschnitt des Monats August auf 145,0 gegen 143,3 im Vormonat. Sie -hat na onah um 1,2 vH erhöht. Die Steigerung ist vor allem au ie Erhöhung der Wohnungsmieten zurückzuführen. Bei den Ernährungs8ausgaben wurden Preissteigerungen von Fleisch, Butter, Milch / und Eiern teilweise durch die Verbilligung von Gemüse und Kartoffeln ausgeglichen.

Berlin, den 81. August 1925. -: L Statistisches Reichsamt. J. A.: Bramstedt.

Preufßen.

Bekanntmachung.

Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 24 der Preußischen Geseßsammlung enthält unter

/

einschließlich des Portos abgegeben.

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in ‘der

Nr. 12 999 die Verordnung zur Ausführung der Wahlen zu der Stadtverordnetenversammlung und den Bezirks8versammlungen der Stadtgemeinde Berlin, vom 26. August 1925, unter

r. 13 000 die Verordnung zur Aenderung des Gesehes über das Beschwerdegeriht für Entscheidungen der Aufwertunsstellen, ' vom 27. August 1925, und unter :

Nr. 13-001 die Verordnung über die geseßlihe Miete für den Monat September 1925, vom 27. August 1925.

Umfang { Bogen. Verkautspreis 15 Reichspfennig.

Berlin, den 29. August 1925. L Geseßsammlungsamt.- J. V.: Alleckna.

6

Nichtamtliches. Deutsches Reich.

Der Rei chsrat hält Donnerstag, den 3. September 1925, 5 Uhr Nachmittags, im Reichstagsgebäude eine Vollsigung.

Parlamentarische Nachrichten.

Der Hauptaus\ch{chuß des Preußischen Landtags trat nach der Sommerpause gestern nachmittag erstmalig wieder zu- sammen, um die Vorberatung des Kultushaushalts zu beginnen. Der Ausschuß wandte sich zunädhst den Kapiteln: Ministerium und allgemeine Verwaltung und eistlihe Ver- waltung zu. In der allgemeinen Ausspra@e übte Abg. Oelze (D. Nat.) nach dem Bericht des Nachrichtenbüros des Vereins deutsher Zeitungsverleger * ails Kritik an der Perfonal- politik des Ministers Becker. Außer vielen anderen Fällen beweise der Fall Lessing in Hannover, daß der Minister den nationalen Belangen keine Rechnung trage, sondern den links- gerihteten Parteiwünschen in erschreckendem Maße entgegenkomme. Die gesamte parteipolitishe Betätigung unserer Jugend müßte grundsäßlich verboten werden. Falich sei es aber, fördern - und die nationalen Bestrebungen rück- unterdrücken, In der Paulsenshen Lebens- \hule in Berlin sei es unmöglih- gewesen, bei der Etbenpueanee das Deutschlandlied zu singen. Die heutige

agung der Auslan dödeutshen mahne uns an unsere Pit, die Pflege der völkishen und fkulturellen Verbindung der Auslands- deutschen mit dem Mutterlande nicht zu vernahlässigen. Der Kampf um die nationale Aufklärung über Kriegss{huldlüge und Friedens- vertrag müsse auch von seiten der Schule aufgenommen werden. Gegenüber der Kirhe fühle fi{ch der Minister als Vertreter eines starren Staatschristentums. Das evangelische Lesebuh müsse geshüßt werden. Die Personalpolitik des Ministers sei allein zu vergleichen mit der Severings. Abg. Lau sch er (Zentr.) bedauerte, daß bei der Neform. des böberen Sghulwesens die Forderungen des Zentrums bezüglih der Neligions\tunden nicht erfüllt worden seien. Das höhere Shulwesen müsse auch bekenntnismäßig eingestellt werden.

verbände zu fichtslos zu

Das Monopol der staatlichen Schule müsse fallen. Die Privatschule

sei einheitliher und billige. Jn den s\taatlihen Bildungs- anstalten fühle sich der fkatholishe Volksteil benachteiligt. Der Redner forderte bessere Unterstüßung der kulturellen Anstalten in den Grenzgebieten. Ein Konkordat sei notwendig, Bis zum Ab- {luß müsse für die katholishe Kirche ein erträglihes Provisorium eschaffen werden. Abg. Dr. Boe l i ÿ (D. Vp.) bedauerte, n die rnennung des Staatssekretärs im Ministerium bis zum a auf sich habe warten lassen. Das sei eine Verkennung der hohen Be- deutung des Staatssekretärs im parlamentaxishen Staat. Bedauer- lich sei auch das Ausscheiden des Ministerialdirektors Krüß, für das Hoffentlich keine politishen Gründe maßgebend gewesen seien. Bei weiteren Veränderungen müsse mit aller Sorgfalt verfahren werden. Die lezten Maßnahmen des Ministeriums auf shulpolitischem Gebiet hätten erfreuliherweise die Fortseßung der Gesamtreform ge- bradt, die in maßvoller, ruhiger Form eingeleitet worden sei. Die Deutsche Volkspartei \tehe nah / wie vor auf dem Standpunkt, daß auch auf dem Gebiet der Schule ih neue Gedanken in gesundem Fortshritt durhsegen müßten. Das gelte von der. Grundscule, der der Minister dur sein allzu starkes Festhalten an dem-Dogma- der vierjährigen Schule eher ge- schadet als genügt habe und gelte au bon der höheren Schule. Die Deutsche Volkspartei trete unter allen Umständen für eine pa- ritätishe höhere Lehranstalt ein. Sollte der vierjährigen Grundschule zuliebe die höhere Schule auf aht Jahre reduziert werden, - so werde die Deutshe Volkspartei entschiedenste Opposition dagegen machen. Die Deutsche Volkspartei fämpfe für das historisch Gewordene und - wolle keine Auflösung des bestehenden Schul- aufbaus. ‘Sie halte fest: -an der religiös-sittlihen Grundschule. Solange diese Linie innegehalten werde, * werde die Regierung Durchführung des Reformwerks, von Einzelheiten ab- gesehen, die Unterstüßung der: Deutschen Volkspartei haben. Wo im einzelnen, vor allem in der Frage der Personalpolitik Anlaß zur Kritik fei, werde die Deutsche Volkspartei sie klar und deutlih zum Ausdruck bringen. Abg. Graue (Dem.) beklagte, daß die Volksschulen konfessioniert seien. Die Konfessionalisierung der höheren Schulen sei abzulehnen und führe zur Aufspaltung unjerer Kultur. Die Kon- kfordatfrage sei fehr {wierig und dürfe niht übers Knie gebrochen werden. Der Redner wandte sich gegen den politischen Mißbrauch der Kirche, der die Bewilligung großer Mittel sehr s{chwer mache. Die Aus- trittsbewegung richte {ich nit gegen die religiöse, “sondern gegen die

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die Links-

politishe Einstellung der Kirhe. Die katholische Kirche habe sich im allgemeinen mit den veränderten politischen Verhältnissen abgefunden, Wenn sie Politik treibe, so tue fie es zugunsten der Kirche, evan- gee Geistliche dagegen zugunsten einer Partei. Abg. König (Soz.) betonte, daß der Landtag in der Frage der Lehrerbildung nicht immer eine einheitliche Linie cingehalten habe. Die Akademien trügen die Gefahr in sich, in das alte Seminar zurückzufallen. Die kon- fessionelle Gestaltung sei aufs \{chärfste zu verurteilen. Die natio- nalistishe Verheßung in den höheren Schulen sei unglaublich. Für die Kirche könnten größere Mittel niht bewilligt werden, bg, Kilian (Komm.) polemisierte gegen die fozialdemokratishe Schul- politik. Auf dem Gebiete der Schule bestehe ein Chaos. Daran sei nur Flickarbeit geleistet worden. Die Beratung wurde hierauf auf heute vormittag 10 Uhr vertagt.

Handel und Gewerbe. Berlin, den 1. September 1925. Telegraphische Auszahlung.

31. August Geld Brie}

1,676 1,680

1. September Geld Brie)

1,668 1,672

4,195 4,209 1,695 1,699

20,361 20,411 4199 4/205 0541 0543

4,185 4,195 169,04 - 169,46

100 Drachmen) . 6,30 6,32 Brüssel u. Antwerpen 18,905 18,945 Danzig . . . . „| 80,76 80,96

elsingfors. . . 10,562 10,602

talien . L 15,95 15,99

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‘openhagen . . . | 104,32 Lissabon und Oporto 20,925 Dol e 87,39

B 5 19,72 rag . à « 6 . weiz. « ú

12,43 81,20 Sofia 3,03 Spanien Stockholm

Buenos Aires (Papierpeso) ; Canada (in Mark für 1 kanadisch. Dollar) P onstantinopel London... New York . Nio de Janeiro . Uruguay (inMark für 1Goldpeso, Uruguay) Amsterd. - Notterdam Athen (in Mark für

1,698

20,369 4/195 0/529

1,702

20,41 4,20 0,53L

169,09

6,24 18/89 80,76 10/567 15,79

7,505

105,07 20/875 86,49 19,70 12/43 81/27

3/03 60/02

112,51 59,16 5/895

169,51

6,26 18,93 80,96 10/607 15,83

7,5%

105,33 20,925 86,71 19,74 12,47 81,47

3/04 60/18

112,79 59,30 5,915

7/515 104,58

20,975 87/61 19,76 12,47 81,40 3/04 60,07

112,79 59/30 5/915

59,93

Gothenburg. . .„ | 112,51 Wien C e 59,16

Budapest 5,895 Ausländische Geldsorten und Banknoten.

31. August Geld Brief 20,715 20,815 16,26 16,34 4,28 4,30 4,20 4,22

4,188 4,208

1,658 1,678 0,52 0,54 20,34 20,44

“20,335 20,435

1879 18,89

105,19 105,71 8040 80,80 10,49 19,73

168,58 15,89

7,44 86,73

und :

e ——S

1. September Geld Brie} 20,715 20,815

4,29 4,31 4,20 4,22 4,1188 4,208 1,655 1/675 0/53 0,55 20,33 20,43 20/327 20,427

4 18,80 18,90 2/98 3,00 104,19 1014,71 80,40 80,80 10,48 10,54 1990 20,00 168,58 169,42 16,00 16,08 7,43 TA7 87,63 88/07

Banknoten

Sovereigns. . . 20 r.s tüde. . Gold-Dollars. . Amerik. 1000-6 Doll. « 2 u. 1 Doll. Argentinishe . « « Blaue A Englische große . « LLu, dar. Türkische . . « S Ne E ulgari 9 Dänische S Danziger (Gulden) . innische ranzö ische olländische E talienische tber 10Lire Jugoslawische. Norwegishe . ._. MNumänische 1000 Lei unter 500 Lei Schwedische Schweizer - Éswechoril w.5000K. echo-flow. i 1000 Ke. und darunter

Oesterr. 10—500 000 Kr. 59,03 59,33 Ungarishe . . - « 5,84 « D 88 5,85

Die Notiz „Telegraphische Auszahlung“ sowie „Ausländif Banknoten“ versteht ih bei Pfund, Dollar, Peso, Yen, Milreis je 1 Einheit, bei Oesterr. Banknoten für 100 Schilling, bei Ungar Kronen für 100 000 Einheiten, bei allen übrigen Auslandswerten je 100 Einheiten. :

112,73 | 112,27 81,40 81/13 60,00 59,85 12/465 | 12,39

12,40 59,04

112,17 81,00 59,70

12,395

12,40 12,46