1903 / 159 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Niederlande.

Zurücknabme des neuen Zuckersteuergeseßentwurfs. Die niederländisGe Regierung hat den der Kammer der General- staaten vorgelegten Gesegentwurf zur Abänderung des Zuckersteuer-

gesetzes vom 29. Januar 1897 zurückgezogen.

Dänemark.

Besteuerung der Handlungsreisenden. Laut Ent- scheidung des Generalzolldirektorats vom 6. März d. F. fann Handlungsreisenden, wenn ter von ihnen gelöste Gewerbeschein (Adgangsbevis) nit für das ante Jahr benußt ift, von der dafür an a taatskasse gezahlten Gebühr, 160 Kronen, nichts zurückgezahlt werden. /

Vereinigte Staaten von Amerika.

Eintritt der Zollpflichtigkeit von Waren. Nach einer Entscheidung der Generalappraiser tritt die Zollpflichtigkeit für Waren mit der vollendeten Einfuhr ein, d. h. sobald die Waren in den Bereich ‘eines Zollhafens mit der Absicht, sie zu löschen, gebracht sind. Wenn daher beispielsweise eine Ladung Kohlen 'nnr zum Teil gelöscht, der Nest aber an das Schiff verkauft wird und für die Heimreise in dessen Kohlenbunkern verbleibt, fo ist dieser Nest ebenfalls zu verzollen. Der Umstand, daß der Verkauf stattfindet, bevor die Einfuhr beendigt ist, kann nicht die Wirkung haben, daß die Negierung den Anspruch auf den Zoll verliert. (The Journal of Commerce and Com- mercial Bulletin.)

Die Erschließung des Westens der Vereinigten Staaten von Amerika und die wirtschaftliche Annäherung an Ostasien.

Der Aufshwung, den das gesamte amerikanische Wirtschafts- [leben nah einer längeren Krise vor fünf Jahren genommen hat und der noch immer anhält, hat auch für die gefamte Pacificküste eine E der Prosperität eingeleitet, die si auf fast allen Gebieten emerkbar macht.

Besonders gut haben si die Verhältnisse im Jahre 1902 in den Staaten des Nordwestens gestaltet. Eine günstige Ernte an Weizen und Hopfen, ungewöhnlih vorteilhafte Verkaufspreise, die zum großen Teil durch von den Eisenbahnen gewährte Transportermäßigungen und niedrige Seefrachten beeinflußt wurden, haben in Verbindung mit der ständig zunehmenden Einwanderung aus den mittleren und östlidben Staaten der Union eine Zufriedenheit und Zuversicht im gelchaltBen Leben hervorgerufen, wie sie wohl selten zu Tage ge- reten

Daß die Eisenbahnen, die sich im Westen als die Pioniere der Befiedelung bewährt haben, niht lange zögern werden, durch einen allmählihen Ausbau und die Verzweigung ihrer Linien auch die ent- legeneren Gebietsteile des Ostens in das Schienenneß mit aufzunehmen, unterliegt wohl keinem Zweifel.

Hervorragend is die Tätigkeit, welhe die Northern Pacific Bahn, die im vorigen Jahre sehr günstige finanzielle Ergebnisse auf- zuweisen hatte, innerhalb der letzten Jahre entfaltet hat. Sie hat nicht - allein die Ackerbauregion' der Clearwaterländereien Idahos dem Verkehr ers{lossen, fondern au Zweiglinien nach den am Pugetsund legenen Hâfen Willapa und Gray gebaut und is im Begriff, diese

inien an der Küste entlang bis Kap Flattery zu verlängern, auf diese Weise das um Port Townsend gelegene Ufergebiet umspannend. Eine weitere, von Port Angeles auslaufende Neben- linie ist gegenwärtig im Bau begriffen. Die Northern Pacific hat auch fkürzlih im Interesse des eigenen Frachtverkehrs die Port Townsend Southern, die Washington und Oregon sowie die Port- land, Vancouver und Yakima Bahnen käuflich übernommen. Dem Vernehmen - nach beabsichtigt die Gesellschaft ferner den Bau einer Bahnlinie am Nordufer des Columbiaflusses entlang, und zwar im Anschluß an ein Projekt, das der Verbindung des Yakimatales mit dex Mündung des Kliitatflusses gilt. Diese Unternehmungen sind vorzugsweise dem Staate Waslsugton zu gute gekommen, dessen Er- schließung infolgedessen noch rascher fortscreitet als diejenige des Staates Oregon, der von den Eisenbahnen weniger begünstigt wird.

Die besondere Berücksichtigung des Staates Washington hängt um Teil mit dem Bestreben J. J. Hills, des Präsidenten der Great tortbern Eisenbahn, zusammen, das dahin «geht, den im fort- währenden Steigen begriffenen Handel nah Ostasien über die kräftig aufîtrebenden Städte Tacoma und Seattle zu leiten, wo die unter

[l vereinigten Northern Pacific und Great Northern Babnen hren Endpunkt baben. Zur Hebung des jeßt {on regen See- verkehrs vom Pugetsund nah Japan und China sollen demnäcst die beiden großen Dampfer von je 21 000 Tons, welche die Hill- Morganshe Gruppe {hon vor längerer Zeit in New London, Con- necticut, in Bestellung gegeben hat, für den ostasiatishen Handel in den Dienst der Great Northern Steamship Co. gestellt werden, nach- dem die vom Sund ausgebenden transpacifishen Linien im vorigen Jahr bereits durch zwei Dampfer („Shamut* und „Tremont*) von je 9600 Tons, die der mit Hill verbündeten Boston Steamship Co. ehören, verstärkt wurden. Um die nôtige Fracht für diese vermehrte lotte zu beschaffen, soll Hill die Absicht baben, die ganze Baums- wollausfubr aus den amerikanis{hen Südstaaten nah OÖstasien über die Nordeisenbahnlinien und den Pugetsund zu lenken.

Aller Vorauésicht nah wird aber Portland nit lange hinter den nördlichen Häfen zurückbleiben, da die von diesem Hafen aus- gehende Mebl- und Holzautfubr nah Asien von Jahr zu Jahr zu- nimmt. Schon jeyt ist davon die Nede, daß Harriman, der Prâ- sident der in San Franciêco konzentrierten Pacific Maillinie und der Southern Pacificbahn, dessen Unternehmen mit demjenigen Hills und der Canadian Pacificbahn wetteifert, von Portland aus einen Schiffödienst nah Ostasien einrihten werde. Zur Zeit ist es nur die mit dem Union Pacific-Eisenbahnsystem verknüpfte Portland und Asiatic Steamship Co., welhe mit drei unter britischer Flagge fahrenten Dampfern, jeder von etwas über 3000 Netto-Registertons, einen regelmäßigen Verkehr zwischen Portland und Hongkong (über Yokohama, Kote und Moji) unterhält.

Während früher das Jnteresse der Southern Pacific Eisenbahn, welher die Bahn von Portland nach San Franciéco und mebrere kleinere Linien îim westlichen Oregon unterstehen, es gebot, den

ractverkebr aus tem Osten tunlihst über die der nämlicen Ge- ellschaft gehörige californishe Route zu lenken, ist dieses Interesse nfolge der unter Harriman eingetretenen Verbindung der Southern ay c- mit der Union Pacificbahn erloschen, und es nimmt jet

r Frachtverkehr zwischen den Plätzen Westoregons und dem Osten owie umgekehrt den Weg über Portland als kürzeste und bequemste

oute. Wie hieraus der Stadt Portlard ein Vorteil erwacsen ift, o ift turh die erzielte Vereinigong der Hauptbahnen zu einzelnen bänden (einerseits das Harrimansyndikat, andererseits die von Hill-Morgan geleitete, außer den Nordlinien die Burlington-Gisenbabhn umfassende, als Northern Sccurities bekannte Gesellschaft) der ganzen cificküfte dadur erhebliher Nuyen geworden, daß nunmebr die übhere gegenseitige Bekämpfung ter einzelnen Transportgesellschaften eitigt oder wenigstens eingeshränkt und eine größere Einheitlichkeit und Stetigkcit im Tarifwesen berbesgeführt ift.

Während die Häfen am Pugetsund der Schiffahit nur wenige Schwierigkeiten bieten und auch sonst geogravhisch begünstigt sind, wird ter Zugang ¡u dem 120 englishe Meilen von der See ent- etnten Hafen von Portland dur die der Möôndung des Columbia-

rone vorgelagerte Barre erheblich becinträbtigt. Ungeachtet der

nigen von 8 englischen Meilen hat, zu vertiefen, ist es noch immer nit

gelungen, eine zu jeder Zeit ungehinderte Durchfahrt dur die Barre zu errcihen. Gerade in den versendun

sich die Störung in hohem Grade fühlbar.

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emühungen, d28 dortige Fahrwasser, das cine Breite |

gezwungen, nicht selten mehrere Wochen lang in Astoria zu liegen, ehe der Zustand der Barre das Passieren derselben möglich macht. Auf Grund einer neuerdings von technischer Seite vorgenommenen gründlichen Untersuhung der Wasserverhältnisse an der Mündung des Columbiaflusses ift jeßt die Ueberzeugung gewonnen worden, daß durch Ausdehnung des bereits früher dort „angelegten südlichen Dammes um 2X englishe Meilen in westlicher Richtung und falls damit das Ziel noch nit erreiht wird dur Errichtung eines nördlichen Dammes unweit des Kap Disappointment eine dauernde Vertiefung der Barre bis auf 40 Fuß fich erzielen lasse. Bis dahin soll dur kräftiges Baggern der jeßt noch immer wieder eintretenden Versandung entgegengearbeitet werden. Die Kosten für die Aus- führung der bezüglichen Projekte, die der Bundesregierung obliegt, sind auf 3 715 000 Dollars veranschlagt. Von dem Gelingen dieser Pläne hängt wesentlih die Zukunft Portlands als Hafen ab.

Was dagegen die Hindernisse betrifft, welche in früheren Fahren für die Fahrt der Seeschiffe von der Strommündung nah Portland bestanden, so sind diese infolge der ununterbrochenen Tätigkeit der zur Regulierung des Strombettes von der Stadt Portland ein- geseßten. Sonderbehörde im wesentlihen so weit eingeshränkt, daß fie jeßt nur noch im Spätsommer, wo der Wasserstand verringert ist, hervortreten.

Von der Erkenntnis geleitet, daß die weitere gedeihlihe Ent- wickelung der Verhältnisse in den Weststaaten in erster Linie von einer der räumlihen Ausdehnung dersekben mehr entsprehenden Be- völferungszunahme abhängt, wirken die Handelskreise im Verein mit den Cisenbahngesellshaften neuerdings mit Eifer darauf hin, die Ein- wanderung aus den dicht bevölkerten Gebieten jenseits des

elsengebirges nah den Staaten an der Pacificküste zu fördern. Fs aésdiebt dies vornehmlich durch Herstellung besonderer Ein- wanderungsbureaus, durch in Massen verschikte illustrierte Broschüren, in denen reklameartig auf die reihen natürlihen Hilfsquellen und das in der Tat bevorzugte Klima jener Staaten hingewtesen wird, sowie durch Gewährung ermäßigter Fahrraten für Kolonisten. Das Harrimansyndikat unterhält unter anderem ein D Din für den Zweck tätiges Bureau in Chicago. Wie erfolgreih dieses Vor- gehen ist, ergibt sih daraus, daß allein im leßten Jahre die Zahk der Personen, die auf diese Weise sih den Staaten Californien, Oregon und Washington zu» dauernder Niederlassung zugewendet haben, auf wenigstens 60 000 ges{äßt wird. Dieser Zug nah dem Westen bildet den Anfang einer ausgleihenden Verschiebung der Bevölkerung der Vereinigten Staaten. i

Der gleichen Aufgabe, Ansiedler und daneben auch fremdes Kapital anzuziehen, dient das Vorhaben, zum hundertjährigen Gedächtnis der zu Anfang des vorigen Jahrhunderts von Lewis und Clark nach der Westküste des Stillen Ozeans unternommenen Forschungsreise in Portland im Jahre 1905 eine Ausstellung abzuhalten. Das Unter- nehmen, für welches emsig agitiert wird, un als gesichert gelten, nachdem der geseßgebende Körper des Staats Oregon kürzlich hierzu 900 000 Dollars bewilligt hat und da auch von den Staaten Washington, Idaho, Montana und Utah Unterstüßung zu erwarten ist.

(Nach einem Bericht des Kaiserlihen Konsulats in Portland.)

Zwangsversteigerungen.

Beim- Königlichen Amtsgericht Ll Berlin stand das Grund- stück Dresdener Straße 63 und Annenstraße 32, der Witwe A. Struck gehörig, zur Versteigerung. 9920 # Nugzungswert. Mit dem Gebot von 151 500 Æ bar blieb die Genossenschafts- bädckerei des nördlihen Stadtviertels, E. G. m. u. H,, Brunnenstraße 15, Meistbietende.

Beim Königlichen Amtsgericht 11 Berlin stand das Grundstück Bahnstr. 2 in Groß-Lichterfelde, dem Maurermeister Fricdrich Büssing in Deutsch-Wilmersdorf gehörig, zur Ver- steigerung. 16,24 a bezw. 16,52 a. Mit dem Gebot von 800 M bezw. 900 Æ bar und 255009 M bezw. 26 000 Hypotheken blieb der Generalkonsul a. D. Martin Schlesinger hier, Burggrafenstr. 11, Meistbietender. In Sachen G. Haberecht in Glasow trat Auf- hebung des Zwangsverfahrens ein.

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Nuhr und in Oberschlesien.

An der Ruhr sind am 8. d. M. gestellt 18 329, niht recht- zeitig gestellt keine Wagen.

In Oberschlesien sind am 7. d. M. gestellt 6278, nit recht- zeitig gestellt keine Wagen.

Die Nr. 13 der „Mitteilungen für die öffentlichen Feuer- versicherungs-Anstalten“ bringt u. a. eine statistishe Abhandlung über die Rechnungsergebnisse der deutschen Feuerversicherungsaktiengesell- schaften im Jahre 1901. Die in einer Uebersicht verzeichneten 29 Gesell- schaften sind die sämtlihen Feuerversicherungs a k tien gesellschaften, die in Deutschland ibren Siß haben. Hierzu bemerken die „Mit- teilungen 2c.*, daß die 29 deutshen Aktiengesellschaften für das Iabr 1901 im ganzen eine Versicherungssumme in Höbe von ca. 79 Milliarden Mark aufweisen. Diese läuft aber nicht in Deuts{land allein, sondern zum Teil auch in zahlreichen anderen europäischen und verschiedenen außereuropäishen Ländern, da cine Anzahl der Gesell schaften, namentlih die größeren, neben ihrem deutshen au ein erhebliches außerdeutshes Geschäft betreiben. Die in Deutschland laufende Gesamtversicherungsfumme der verzeihneten Gesellschaften sei daher erbeblih niedriger als die berechnete Summe; um wie viel aber, entzieche sih jeder Schätzung. Außerdem befänden sich unter den Gesellschaften auch solhe, welche von anderen der verzeihneten Gesell schaften gewisse Versiherungösummen in Rückversicherung übernehmen.

-—— Aus Berichten von Handelskammern über das Jahr 1902. Die Handelskammer zu Hannover führt in ibrem Jahresberit für 1902 die günstige Lage der Kautschukfabriken an allererster Stelle auf den Umstand zurück, daß die Preise für den Rob» stoff erheblih gewichen seien; dadur sei es den Fabriken möglich gewesen, ihren Bedarf an Robstoff zu Preisen zu decken, die einen guten Nutzen bei der Weiterverarbaitunc ließen. Neben dea zurück- gegangenen Preisen für fast sämtli Sorten Kautschuk waren außerdem auch die Preise für Gewebe verbältnismäßig günstig, und konnte der für die Fabriken in Betracht kommende Bedarf, der cinen sehr erheblichen Wert tarstel0t, ebenfalls zu verbältniömäßig günstigen Preisen eingedeckt werden. Die Zufuhren waren bedeutend und regel» mäßig, so daß es möglih war, stets genügende Mengen für sofortige und spätere Veferungen zu kaufen. dieser Entwickelung insofern günstig, als \sih der Diskont auf ciner sehr niedrigen Stufe hielt. Ganz besonders zu den günstigen Ergebnissen der Kautshukwarenindustrie im abgelaufenen Jahre haben die Erfolae dieser Industrie auf de:n Gebiete des Ausfuhrhandels beigetragen. És sind infolge der eifrigen Bemühungen im Ausfuhrgeshäft durch Hinaus- sendung von Reisenden mit reih ausgestatteten Mustern der Industrie große und bedeutende Aufträge zugeflossen, die bislang in die Hände des englishen und amerikanishen sowie auh des französishen und italienishen Wettbewerbs geflossen sind, und dadur konnte einer er- weiterten Zahl deutscher Arbeiter ein regelmäßiger guter Verdienst geboten werden, Diesem Umstande ist es wesertlih mit zuzuschreiben, daß die im Kammerbezirk befindlichen Fabriken im Jahre 1902 eine wesentlih größere Anzabl Arbeiter beschäftigen konnten als im Vor-

Von großem Werte für die Kautschukwarenindustrie sei der aldige Abs{luß neuer Handelêverträge; auf die Erböbung ter deutschen Einfuhrzölle auf Kautshukwaren braute kein Wert gelegt zu werden ; weit wichkiger sei, daß die Zölle nah den für die Ausfubr

.

z | in Frage kommenten Vertcagsstaaten keine Erböhung erfabren, als Bintermonaten, wenn die die Weizen- |

vetmitlelnten Schiffe zum Auslaufen bekeit sind, macht | Die Schiffe sind dann |

daß die deutsche Industrie durch hohe Einfuhrzölle Schuh erhält. Es sei anzunehmen, daß, wenn die deutshen Einfuhrzölle für Kautschuk- waren eine wesentliche Erhöhung erfahren, auch die Verträgsslaaten

Auch die Geldverbältnisse waren |

4 jahres 1901 folgte.

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nicht zögern werden, für die Einfuhr von Kautshukwaren die Zollsäge zu erhöhen, und dies würde eine ganz erbeblihe Schädigung déx deutschen Kautschukwarenindustrie bedeuten. Von. besonderer Wichtig, keit sei es, wenn bei einem Vertrage mit den Vereinigten Staaten von Amerika für die dortigen Zollsäße eine Ermäßigung bewirkt werden könne. Ein Verlust alter Absaßgebiete im vergangenen Jahrs sei niht zu beklagen gewesen. Der Bericht tritt lebhaft für die Verwirklihung des Projektes des Nhein-Weser-Elbe-Kanals ein. Für die Zementindustrie, speziell die hannoversche, war der Absag für alle Fabriken ein großer, während die Preise kaum die Gestehungs: kosten deten. Die Erklärung hierfür liegt nah dem Bericht darin, daß dag Geschäftsjahr 1902 unmittelbar auf das unter der Regie des Nordwest. mitteldeutshen Portlandzementsyndikats stehenden fogenannten Syndikats: : Der scharfe Wettbewerb, der der Auflösung dez Syndikats unmittelbar auf dem Fuße folgte, hat Preisverhältnif\e ge bracht, die nah dem Bericht noh \lechter sind als die des Syndikats, jahres. In der Baumwollspinneretindustrie zeigten die ersten Monate des Jahres 1902 eine geringe Besserung der Verhältnisse, Bald folgte jedoch eine bis zum November dauernde, für die Spinnereien große Verluste bringende Zeit äußerster Zurückhaltung der Garnverbraucher. Diese Zeit, wie der Bericht weiter ausführt, hat den Baumwollspinnereien, insbesondere denen des nördlichen Teils Deutschlands, so \{chwere Verluste verursaht, daß eine „ganze Reihe vielfach erst in den leßten Jahrzehnten entstandener Spinnereien zue Beschaffung neuer Betriebsmittel schreiten mußte. Eine ältere Spinnerei mußte in Liquidation treten; zwei weitere gingen zu niedrigen Preisen in andere Hände über. Der Bericht der Handelskammer zu Frankfurt a. M. über Jahr 1902 a4 Teil) ‘teilt im Kapitel: Banken, Vers siherungsanstalten, Sparkassen, Verkehrsanstalten mit, daß im Kursblatt der Frankfurter Börse, abgesehen von den Hypo- thekenbanken und einigen Spezialgebiete pflegenden Instituten, die Aktien von 42 deutschen Banken notiert sind. Hiervon sind drei Noten. banken, deren Geschäftêgang entsprehend dem herrschenden niedrigeren Zinssaße nicht die Erträgnisse des Vorjahres aufweisen konnte, Bon den übrigen 39 Bankinstituten erhöhten 13 ihre Dividende, 15 zahlten den gleihen Say wie im, Vorjahre und 11 zahlten gar nichts oder weniger als im Vorjahre. Man könne an der Hand diefer Ziffern annehmen, daß das Jahr 1902 für das Bankgeschäft ein befriedigèndes gewesen sei, umsomehr als bei den ar nichts oder weniger zahlenden Banken meistens lokale Krisen das rträgnis vermindert hatten. Lasse sich also von einem befriedigenden Geschäftsgang im Bankgeschäft \prehen, so dürfe diese Bezeichnung doch niht auf das SAULASEN ausgedehnt werden. An der Börse lautete die Signatur abgesehen von ganz kurzen, etwas lebhafteren Zeiträumen ftill und {chleppend. Als Gründe führt der Bericht

die Wirkungen des Börfengeseßzes und die hohen Säße des Reichs.

\stempelgesetes an.

Die Direktion der Breslau-Warschauer Bahn hat, laut Meldung des „W. T. B.“, seitens des zuständigen Ministeriums die Mitteilung erhalten, daß die Staatsregierung, vorbehaltlich der verfassungsmäßigen Genehmigung, den Beschluß der leßten General- versammlung acceptiert.

In einer gestern in Brüssel abgehaltenen Konferenz von Zuckerindustriellen nahmen, laut Melduna des „W. T. B.*“, die Vertreter der ‘Zuckerindustrie Deutschlands, Oesterreihs, Rußlands, Frankreihs, Belgiens und Hollands mehrere Beschlußanträge an. Um eine lebersdemmung des englishen Marktes zu verhindera, follen die Ausfuhren auf den Dur(schnitt der leßten Jahre beschränkt werden. Von jedem der beteiligten Länder foll ein Kontingent aufgestellt werden. Die Dauer der Konvention sfoll dieselbe sein wie die der Brüsseler Inter- nationalen Konvention. Durch dieses Kartell, welches der Zustimmung der interessierten Mächte bedarf, hoffen die Zuerfabrikanten, den gegenwärtigen Preis in Europa aufrehtzuerhalten und den Preis in England um 1 oder 2 Francs zu steigern.

Laut Meldung des ,„W. T. B.“ betrug bei der italienischen Meridional-Eisenbahn vom 21. bis 30. Juni 1903 im Hauptnegz die Einnahme: 3 587 962 Lire (+4 155 427 Lire), seit 1. Januar 1903: 61 872 487 Lire (+ 3 046 399 Lire). Im Ergänzungsneyz betrug die Einnahme seit 1. Januar 1903: 1 935 551 Lire (+ 222 414 Lire). Die Betriebseinnahmen der Anatolishen Bahnen betrugen in der 25. Woche: 137 993 Fr. (weniger 94 770 Fr.), insgesamt seit 1. Ja- Ruar 3611 113 Fr. (weniger 1 331 599 Fr.).

London, 8. Juli. (W. T. B.) Eine heute hier abgehaltene Versammlung der Vereinigung von Besitzern türkischer Staatspapiere faßte einen Bes luß, durch den sie erklärt, die Vorschläge Babington-Smiths seien für die Inhaber der türkischen Papiere vorteilhafter als der Unifikationsplan. Die Vereinigung möchte die Annahme des Unifikationsplans in seiner gegenwärtigen Form nicht empfehlen; aber im Hinblick darauf, daß dieser Plan von dem Sultan genehmigt und in Frankreih wie in Deutschland wirksam unterstüßt wurde, rate die Vereinigung den Inhabern der Schuldverschreibungen, \ih dem Plan nicht zu widersetzen, vorausgeseßt, daß gewisse Abänderungen eingeführt werden. Die von der Ver- einigung gewünschten Aenderungen des Unifikationsplans sind im wesent- lichen folgende: Die Türkei solle sich verpflichten, die für dén Dienst der Staatsschuld nötige Summe zu leisten für den Fall, daß die für diesen Zweck bestimmten Einkünfte sih als ungenügend erweisen und der Reservefonds ers{chöpft ist; der Umtauschsay für die Serie C solle nicht unter 424 betragen ; Artikel § des Dekretentwourfs solle so abgeändert werden, daß die Rüczablung der dem Reservefonds entnommenen Summen als erste Zahlung aus dem ganzen Uebers{huß der Nettoeinnahmen gesichert wird, bevor dieser Ueberschuß zwischen der Regierung und der Schuldverwaltung- verteilt wird.

Valparaiso, 7. Juli. (W. T. B.). In einer beute in Iquique abgebaltenen Versammlung der Nitratvereinigung wurde die Gesamtproduktion auf 32 500 000 Zentner festgeseßt.

Kursberichte von den Fondsmärkten.

Hamburg, 8. Juli. (W. T. B.) Gold in Barren: das Kilogramm 2788 Br., 2784 Gd., Silber in Barren: das Kilogramm 72,35 Br., 71,85 Gd.

Wien, 9. Juli, Vorm. 10 Uhr 50 Min. (W. T. B.) Ungar. Kreditaktien 732,00, Oesterr. Kreditaktien 660,00, Franzosen 667,00, Lombarden 82,50, Elbetalbahn 412,00, Oesterrcihishe Papierrente 100,40, 49/9 Ungarische Goldrente 120,85, Oesterreichische Kronen- anleibe 100,65, Ungarische Kronenanleihe 99,35, Marknoten 117,50, Bankverein 485,00, Länderbank 411,00, Buscbtehrader Lit. B. —,—, Türkische Lose 118,75, Brüxer —,—, Alpine Montan 369,50.

London, 8. Juli. (W. T. B.) (Schluß.) 23/4 Eg. Kons. 921, Playdisfont 24, Silber 24/,.

aris, 8. Juli. (W. T. B.) (S@&luß.) 3% Franz. Rente 97,67, Suezkanalaktien 3875,

Lissabon, 8. Zuli. (W. T. B.) Goldagio 23 L

New York, 8. Juli. (Schluß) (W. T. B.) Der Geschäfts- verkehc blieb auch heute infolge der großen Teilnahmlosigkeit der Spekulation träge. Hin und wieder wurden zwar Versuche gemacht, die Kurse zu steigern in der Absicht, die Beteiligung des Auslandes anzuregen; doch blieben diese erfolglos, da jede Unternehmung#- lust durch Erwägungen, daß der diesmonatlihe Ackerbaubericht keineswegs günstig lauten werde, unterdrückt wurde. Aktieuumsaÿ 170 000 Stü. ur Verschiffun na Frankreih gelangten 1 500 000 Dollars Gold. Geld auf 24 Stunden Durchschnittsäzins- rate 3, do. Zinörate für letztes Darlehn des Tages 2, Wechsel auf London (60 Tage) 4,85,10, Cable Transfers 4,87,80, Siber, Commercial Bars

52'/,. Tendenz für Geld: Leicht. (W. T. B.) Wethsel oui

Rio de Janeiro, 8. Juli. London 12... (W. T. B.) Eoldagio 127,27.

Buenos Aires, 8. Juli.

(Sé&hluß in der Zweiten Beilage.)

M 159.

“Handel und Gewerbe. (Schluß aus der Ersten Beilage.)

Kursberichte von den Warenmärkten.

Produktenmarkt. Berlin, den 9. Juli 1903. Die amtlich ermittelten Preis waren (per 1000 kg) in Mark: Weizen, Normal- gewicht 755 & 163,205—163 Abnahme im September, do. 163,25 bis 163—163,25 Abnahme im Oktober, do. 164,25 Abnahme im Dezember mit 2 4 Mehr- oder Minderwert. Matter.

Noggen, märkisher 131—132 ab Bahn, Normalgewicht 712 g 132,75—132,25 Abnahme im laufenden Monat, do. 133,25—133 Abnahme im September, do. 134/25— 134-—134,25 Abnahme im Oktober, do. 135,50—135,75—135,90 Abnahme im Dezember mit 1,50 4 Mehr- oder Minderwert. Matt.

Hafer, pommerscher, märkischer, medcklenburger, preußischer, posener, ete feiner 152—164, pommerscher, märkischer, mecklen- burger, preußischer, posener, s{lesisher mittel 139—151, pommerscher, märkisher, mecklenburger, preußischer, posener, \{hlesisher geringer 130—138, russisher 128—137, Normalgewicht 450 g 128,50—128,25 Abnahme im September mit 2 4 Mehr- oder Minderwert. Still.

Mais, abfallende Sorten 114-123 frei Wagen, ohne Angabe der Proventenz 119,50 Abnahme im laufenden Monat, do. 116,50 Ab- nahme im September. Nuhig. f:

Weizenmehl (p. 100 kg) Nr. 00 20,00—22,00. Ruhig.

Roggenmehl (p. 100 kg) Nr. 0 u. 1 16,/70—19,20. Still.

Rübôöôl (p. 100 kg) mit Faß 46,80 Brief Abnahme im laufenden Monat, do. 47,00—47,30—47,10 Abnahme im Oktober, do. 47,20—47,10—47,20 Abnahme im November, do. 47,20—47,50 bis 47,30 Abnahme im Dezember. Fest.

Berlin, 8. Juli. Marktpreise 1 Königlichen Polizeipräsidiums. (Höchste und niedrigste Preise.) Der Doppelztr. sür: Weizen, gute Sorte —,— c; M —— Weizen, Mittelsorte. —,— H; —,— Weizen, geringe Sorte —,— M; —,— M Noggen, gute Sortef) 13,20 M ; 13,18 4 Roggen, Mittelfortef) 13,16 #; 13,14 Æ Roggen, geringe Sortef) 13,12 M; 13,10 A Futtergerste, gute Sorte*) 14,20 M; 13,60 M Ut, Miittelsorte*) 13,50 M; 12,90 M Eten geringe Sorte*) 12,80 4; 12,20 ( Hafer, gute

orte**) 16,40 4; 15,20 A Hafer, Mittelsorte**) 15,10 4 13,90 É Hafer, geringe Sorte**) 13,80 M; 12,70 ( Richtstroh 4,90 M; 3,82 Æ; Heu 6,70 M; 450 X Erbsen, gelbe, zum Kochen 40,00 M; 25,00 A Speisebohnen, weiße 50,00 M1; 25,00 A nsen 60,00 #; 20,00 A Kartoffeln 9,00 M; 6,00 & Rindfleish von der Keule 1 ke 1,80 M; 1,20 A dito Bauchfleish 1 kg 1,40 Æ; 1,00 A Schweinefleish 1 kg

1

nach Ermittelungen des

,

1,60 X; 1,10 A Ralbfleisch 1 kg 1,80 M; 1,20 M Hammel- fleisch 1 kg 1,70 Æ; 1,20 A Butter 1 kg 2,60 A; 2,00 M Eier 60 Stück 4,00 4; 2,40 K Karpfen 1 kg 2,00 M; —,— M. Aale 1 kg 2,80 M4; 1,20 A alder 1 kg 3,00 Æ; 1,20 A Hechte 1 kg 2,40 M; 1,20 Æ Barsche 1 kg 1,80 M; 0,80 K Sqleie 1 kg 2,60 M; 1,20 Æ Bleie 1 kg 1,40 (A; 0,70 M Krebse 60 Stück 18,00 4; 4,00 M

+) Ab Bahn. *) Frei Wagen und ab Bahn, klamm und Geruch. **) Frei Wagen und ab Babn.

Berlin, 8 Juli. Bericht über Speisefette von Gebr. Gause. Butter: Die Abnahme der Zufuhren und bessere Nachfrage befestigten den Markt weiter, die frischen Einlieferungen wurden zu höheren Preisen geräumt, und auch für zweite Qualitäten machte sih mehr Nachfrage geltend. In Landbutter hat \sih die Lage noch nicht geändert, das Angebot bleibt stärker als die Nachfrage, die Zufuhren werden jedoch etwas kleiner. Die heutigen Notierungen sind: Hof- und Genofsenschaftsbutter [l a. Qualität 100 bis 101 4, Hof- und Genossen- shaftsbutter [1 a. Qualität 97 bis 100 4 Schmalz: Der Mangel jegliher Spekulation und zunehmende Vorräte in Chicago bewirkten einen weiteren Preiérückgang an den amerikfanishen Börsen. Zur Deckung des Herbstbedarfs is noch nihts unternommen. Die beutigen Notierungen find: Choice Western Steam 48 #, amerikanishes Tafelshmalz (Borussia) 48,50 4, Berliner Stadtschmalz (Krone) 49,50 #4, Berliner Bratenshmalz (Kornblume) 52 #4 in Tierces, bis 59 M. Speck: Nachfrage besteht für Lieferung August und

September.

Magdeburg, 9. Juli. (W. T. B.) Zuckerberiht. Korn- zuckder 88 9/9 ohne Sack 8,75 9,00, Nachprodukte 750/94 ohne Sack 6,80—7,00. Stimmung: Rubig. Brotraffinade 1. o. Faß 29,80*). Krystallzucker 1. mit Sack 29,45*). Gemablene Naffinade mit Sack 29,45*). Gemablene Melis mit Sack 28,95*). Stimmung —. Roh- zucker 1. Produkt Transito f. a. B. Hamburg Juli 15,75 Gd., 15,85 Br., —,— bez., August 15,95 Gd., 16,00 Br., —,— bez., Ok-

. Untersuchungssachen.

9. Verlosung 2c. von Wertpapieren.

S 2. Aufgebote, Verlust- und Fundsachen, Zustellungen u. dergl. S 0 . Er A f 1 2 Unfall- und Invaliditäts- 2c. Versicherung. \ en Î i M N ci CLV. 8. Niederlassung °x. von Rechtsanwälten. . Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c. ( }

l) Untersuhungssahen. |!29 „term

[29913] Steckbriefserledigung.

Der gegen den Oekonomichandtwerker Ludwig Wühl, 2. Komp. Infanterieregiments von Manstein webrbeurk (Schleswigschen) Nr. 84, wegen Einbruchsdiebstahbls L und Fahnenflucht, unter dem 19. Juni dieses Jahres erlassene Steckbrief ift erledigt.

Flenêburg, den 7. Juli 1903.

Gericht der 1K. Division. [29916] Beschluß.

In der U-S. gegen den Oekonomiehandwerker d. R. Karl Störzer aus Pfullingen, Reutlingen wegen. Fahnenfluht, wird die dur diesseitige Ver- fügung vom 14. Februar 1903 ausgesprochene Ver- môgenébeshlagnahme wieder aufarbeben, nachdem der Be'chuldigte beigebracht, der Grund der Vermögens- ecGlagnahme also weggefallen ist. M.-St.-G.-O. S 362.

: Ulm, 6. Juli 1903 K. W. Gericht der 27. Division.

[29915] Verfügung.

Vie Verfügung vom 28. Juni 1902, turch welche

FWslier Friedrih Porm vom Füsilierregt. Nr. 90, gs. 6. Ofktoder 1878 zu Wiendorf, Kr. Güstrow, für avnen flüchtig erklärt und sein im Deutschen Reiche vefindliches Vermögen mit Beschlag belegt ift, wird aufgehoben.

Schwerin, den 7. Juli 1903. Großberzogl. Meeklenb Kontingentegericht. Der Gerichbsherr : zartb Graf Kirbach Sarl E,

neralleutnant. Kriegkgerichtêrat.

[29391]

11./7. März 1903 wider den zur | Disposition der Ersatzbebhörden entlassenen Matroien Ferdinand August 1879 in Sydowdsaue, Kreis Greifen Bremerhaven erklärung wird nah Rückehr dieses Beschuldigten hiermit aufgehoben. Schwerin, den 7. Juli 1903. Gericht der 17. Division. Der Gerichtsherr : Graf Kirchbach.

sachen, Zustellungen u. dergl.

Der Kaufmann Paul Kniep zu Berlin bat das Auf- gebot der abhanden gekommenen 34 proz. Prioritäts- obligation 1119 Serie Lit. C. Nr. 27 912 der Bergisch- Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft über bundert Taler beantragt. Der Inhaber der Urkunde wid aufgefordert, spätestens in dem auf den 21, Januar 1904, Vor- mittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht Sophienstraße N Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die | und uwaäar: Urkunte vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird.

Elberfeld, den 20. Juni 1903,

Königliches Amtsgericht. 16.

Zweite Beilage zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlih Preußischen Staatsanzeiger.

Berlin, Donnerstag, den 9. Juli

tober-Dezember 17,25 Gd,, 17,40 Br., —,— bez., Januar-März 17,55 Gd., 17,65 Br., —,— bez, Mai 17,95 Gd., 18,00 Br., —— beèz, Sletig. *) Bei Abnahme von 200 Ztr.

Cöln, 8. Juli. (W.T.B.) Rüböl loko 52,00, per Oktober 51,00.

Bremen, 8. Juli. (W. T. B.) (Schlußbericht.) Sch{hmal;. Matt. Loko, Tubs und Firkins 414, Doppeleimer 42, \{chwimmend Aprillieferung Tubs und Firkins —, Doppeleimer —. Speck. Ruhig. Short loko 4, Short clear —, Aprilabladung —, extra lang —. Kaffee. Ruhig. Baumwolle. ‘Matt. Uppland

middl. loko 622 g. (W. T. B.) Petroleum behauptet.

Damburg, 8: Iul Standard white loko 7,45.

Hamburg, 9. Juli. (W. T. B.) Kaffee. (Vormittags- beriht.) Good average Santos Juli 245 Gd., September 25 Gd., Dezember 252 Gd. März 26} Gd. Stetig. Zucker- markt. (Anfangsberiht.) NRübenrohzucker I. Produkt Basis 88 9/6 Rendement neue Usance frei an Bord Hamburg Juli 15,70, August 15,90, Oktober 17,20, Dezember 17,25, März 17,65, Mai 17,90. Stetig.

Budapest, 8. Juli. (W. T. B.) Kohlraps August 11,45 Gd., 11550 B

Ci London, 8. Juli. (W. T. B.) 96% Javazucker loko

9 sh. 45 d. Verkäufer. Ruhig. Rübenrohzucker loko 7 h. 92 d. * Wert. Stetig. (W. T. B.) (Schluß.) Chile-Kupfer

London, 8. Juli. 573, für 3 Monat 56"/s. London, 8. Juli. (W. T. B.) Wolle lebhafte Beteiligung,

Merinos eher unter den vorigen Auktionspreisen, andere seit gestern #

unverändert, ordinäre Kapwolle zu Gunsten der Käufer.

Liverpool, 8. Juli. (W. T. B.) Baumwolle. Umsay: 6000 B., davon für Spekulation und Export 1000 B. Tendenz: Willig. Amerikanishe good ordinary Lieferungen: Unregelmäßig. Juli 6,04, Juli-August 6,04, August-September 6,02—6,03, Sep- tember-Oktober 5,64—5,65, Oktober-November 5,30—5,31, November- Dezember 5,20, Dezember-Januar 5,15, Januar-Februar 5,14, Februar- März 5,13, März-April 5,13 d.

Glasgow, 8. Juli. (W. T. 0 (S(luß.) Roheisen. Mixed numbers warrants unnotiert. Middlesborough 46 sh. 4 d.

Paris, 8. Juli. (W.. T. B.) (Séluß.) Rohzucker ruhig, 88% neue Kondition 21}—21+4. Feb Zucker fest,

Nr. 3 für 100 kg Juli 25/3, August 254, Ofktober-Januar 261, Januar- April 271!/s.

Amsterdam, 8. Juli. (W.. T. B.) Java - Kaffee good ordinary 26. Bancazinn 742.

Antwerpen, 8. Juli. (W. T. B.) Petroleum. Raffi- niertes Type weh loko 21 bez. Br., do. Iul 21 Br., do. August 214 Br., do. September 214 Br. Fest. Schmalz. August 95,00.

New York, 8. Juli. (W. T. B.) (Schluß.) Baum- wollepreis in New York 11,60, do. für Lieferung September 10,44, do. für Lieferung November 9,64, Baumwollepreis in New Orleans 125, Petroleum Standard white in New York 8,55, do. do. in Phi- ladelphia 8,50, do. Nefined (in Cases) 10,50, do. Credit Balances at Oil City 1,50, Schmalz Western steam 8,25, do. Rohe u. Brothers 8,40 Fettepeseait nah Liverpool 14, Kaffee fair Rio Nr. 7 53/4,

. Rio Nr. ugust 3,70, do. do. Oktober 3,90, Zucker 3, Zinn 27,15—27,40, Kupfer 14,00—14,25.

Ausweis über den Verkehr auf dem Berliner Schlacht- viehmarkt vom 8. Juli 1903. Zum Verkauf standen: 449 Rinder, 2522 Kälber, 1259 Schafe, 9813 Schweine. Marktpreise nah den Ermittelungen der Preisfeftseßungskommission. Bezahlt wurden für 100 Pfund oder kg Sqhlahtgewiht in Mark (bezw. für 1 Pfund in Pfg.): Ä : ;

Bei Rindern waren maßgebende Preise, des geringen Umsatzes wegen, nicht festzustellen. T

Kälber: 1) feinste Mastkälber (Vollmilchmast) und beste Saug- fälber 68 bis 72 4; 2) mittlere Mastkälber und gute Saugkälber 59 bis 62 M; 3) geringe Saugkälber 50 bis 56 4; 4) ältere gering genährte Kälber (Frefser) bis M

Scha fe: 1) Mastlämmer und jüngere Masthammel 73 bis 75 4; 2 ältere Masthammel 68 bis 71 4; 3) mäßig genährte Hammel und

hafe (Merzschafe) 63 bis 67 4; 4) Holsteiner Niederungsschafe bis H, au pro 100 Pfund Lebendgewiht bis H

Sch{weine: Man zahlte für 100 Pfund lebend (oder 50 kg) mit 20% Lara-Abzug: 1) vollfleishige, kernige Schweine feinerer Rafsen und deren Kreuzungen, höchstens 14 Jahr alt: a. im Gewicht von 220 bis 280 Pfund 51 bis M; b. über 280 Pfund lebend bis M; 2) fleishige Schweine 48 bis 50 M; gering entwidelte 45 bis 47 M; Sauen und Eber 44 bis 46 M

E

Beschluß. | [20885] Aufgebot. c

1) Der Taubstummen

eubauer, geboren 9. August | der Gasmotorenfabrik Deut, bagen, vom Land- | Fahbnenfluchts-

erlassene zu Vingfst bei Kalk

briefe der Rheinish-Westfälischen Z, V.: Dr. Mörler,

Kriezkgerichtsrat. L geford

beantragt.

1904, Vormittags 11 Uhr,

Cöln, den 26. Mai 1903 Aufgebot.

[29926] Aufgebot.

3, Zimmer Nr. 7, anberaumten

e D e. B s e D q

64537, 64470, 56285,

- D, - D 6

hrer Gustav Reichwein zu | Wriegen hat das Aufgebot der Aktie Nr. 11 448

2) die Gutsbesfißerinnen Gertrud und Elise Wolf

haben das Aufgebot folgender Hypothekenpfand- Bodenkreditbank zu Côln Reibe 5 Buchstabe B. Nr. 1385, Buch- itabe C. Nr. 135, 755. 756, Reibe 3 Buchstabe B. Nr. 9312, 9343 und Reibe 1 Buchstabe B. Nr. 6714 Die Inhaber der Urkunden werden aufs A i , spätestens in dem auf den 26. Februar M E vor dem unter- e zeichneten Gericht, Streitzeuggafse Nr. 23, Unter- 2) Aufgebote Verlust-u Fund- baus , anberaumten Aufgebotstermin ihre Rechte N s anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigen-

falls die Urkunden für kraftlos erklärt werden.

Königliches Amtsgericht. Abt. V 7. Amtsgericht Hamburg.

Der Privatmann Hermannus Kamerhuis in Lübe, vertreten durh die Rechtsanwälte E. Febling und Dr. Küftermann in Lübeck, hat das Aufgebot bean- tragt zur Kraftloserklärung der 4/4 Hypotheken- briefe (Pfandbriefe) dec Hypothekenbank in Hamburg Serie 247, Nr. 94752, Lit. E, über M 200,— burg i. E., E

Der Inhaber der Urkunden wird

1903.

Wetterbericht vom 9. Juli 1903, 8 Uhr Vormittags.

Wind- stärke, Wind- richtung

Name der Beobachtungs- station

Barometerst. a.09 u. Meeres- in Celsius.

niveau reduz. Temperatur

ck

W 1/\halb bededckt W 2|bededckt ,9 (SSW d5wolkig

771,9 \|SSO 1 bedeckt 772,1 S 1/halb bedeckt 770,5 |N 3\wolkenlos 771,0 |W 3 heiter 765,7 \WNW 2hhalb bedeckt 771,4 NNW Lhheiter 770,1 |O F wolkenlos

2

2

2

6

2

Stornoway Blacksod Valentia Roche Point Portland Bill

J [2 Ke) bo

J —I—J D D O N

769,1 |[NNW wolkig 770,9 |WNW _2|bedeckt 768,2 |SW bededckt 767,1 |W bededckt 762,0 |W bedeckt 762,8 |O heiter 763,2 [Windstille wolkig 761,4 |W 3|bededckt 762,6 |NW 2\bededckt 760,4 \NO 2|bedeckt 759,1 \W 4 bedeckt 759,9 \Windstille [halb bedeckt 16,9 769,4 |SW wolfenlos „10,85 766,2 |NW bedeckt 13,0 764,4 |NW bedeckt 13,8 764,8 |NW bededckt 13,8 1 762,2 \[NNW wolkig 17,0 RNügenwaldermünde 761,3 |[WNW 2|[wolkig 17,4 Neufahrwasser 760,3 |NW bedeckt 16,4 Memel 759,8 |NW wolfi 16,1 Riga 759,8 |S bedeckt 16,8 St. Petersburg 758,7 |[SSW 1/bedeckt 188 Münster (Westf.) 767,1 NW bedeckt 122 765,9 [W bedeckt 12,0 762,6 NW 2lbedeckt 15,5 . 763,4 |\nNNW 2bedeckt L 760,0 'NW_ 2|Negen Î 12,2 768,9 |[SSO 2lhalb bedeckt 10,4 766,2 [NNW 4 |bedeXt 12,3 2 bedeckt 10,8 766,1 |[W 6|Negen 7,6 760,0 [W 3|Negen 11,2 761,1 N 2sbedeckt 15,1 758,2 ¡[WNW 1/Regen 12,9 755,6 |Windstille |bedeckt 17,4 757,2 \SW A4Albedeckt 13,2 760,2 [Windstille [bededt 157 769,7 |O 2\wolkenlos 18,5 759,9 [N 2 wolkig 16,0 760,4 |[NW 1/beiter 19,7 Ein Marimum über 771 liegt vor dem Kanal, eine Depression unter 760 über Osteuropa. In Deutschland herrscht fühles, trübes Wetter mit vorwiegend nordwestlißhen s{chwachen Winden; vielfach ist Re

gefallen. Aufklarendes, etwas wärmeres Wetter ist wahrscheinli.

Deutsche Seewarte.

Haparanda

Borkum

Keitum arnburg winemünde

D f a DO Co D DO ck O5 Gs] DO

GhemnB Breslau

768,1 |SW

Mitteilungen des Aöëronautishen Observatoriums des Königlichen Meteorologishen Instituts, veröffentliht vom Berliner Wetterbureau. Drahenballonaufstieg vom 9. Juli 1903, 114 bis 124 Uhr Mittags:

Station « « -| 40 m | 200m | 500 m | 1000 m 1350 m Temperatur (C°) | 20,0 | 15,6 | 125 | 7,8 | 5,5 Rel. Fhtgk. (0/0) | 52 | 67 m Wind-Richtung . | NW | NW 2A

. Geshw.mps | 5,3 | 62 | 6,4 E R Die Haufenwolken wurden mit der größten Höbe gerade erreiht.

Sechöhbe

——-—

3. Kommanditgesellshaften auf Aktien und Aktiengesells{h. Erwerbs- und Wirtschaftägenossenschaften.

9." Bankausweife. 10. Verschiedene Bekanntmachungen.

seine Rechte bei der Gerichtsschreiberei des unter- zeichneten Amtsgerichts, Poststraße 19, Erdgeschoß links, Zimmer Nr. 3 (nach dem 4. September: Ziviljuftizgebäude vor dem Holstentor, Erdgeschoß, Mittelbau, Zimmer Nr. 165), spätestens aber I dem auf Mittwoch, den 16, März 1904, Nach- mittags D Uhr, anberaumten Aufgebotstermin bier- selbst, Ziviljustizgebäude vor dem Holstentor, Hinter- flügel, Erdgeschoß, Zimmer Nr. 161, anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlos- erflärung der Urfunden erfolgen wird. Hamburg, den 26. Juni 1903. Das Amtsgericht Hamburg. Abteilung für Aufgebotssachen. (gez.) Dr. Oppenheim. Veröffentlicht: U de, Gerichtsschreiber.

[30072] Erledigung.

Der in Nr. 139 des N.-A. gesperrte Couponbogen zum Preußischen 34% abgestempelten Konso Nr. 122683, über 5000 M, mit fälligen Conpons a 1. Juli d. J. ift ermittelt und wird dem Verkehr freigegeben. 4381 1IV. 2. 03.

erlin, den 8. Juli 1903. Der Polizeipräfident. 1V. k. D.

[29845] Aufgebot. Der Pfandtschein Nr. 449 x., den wir unterm 13. Februar 1901 über den von uns ur pen j Eugen Hartmann, Geschäftöreisenden in Tap, ausgefertigten Versicherungss . 200,— Serie A. Nr. 139035 vom 31. Dezember 1897 « 300,— und | ausgestellt haben, ist uns als verloren angezeigt e 300, worden. Wir fordern hiermit zur Anmeldung aufgefordert, | etwaiger Yusprüche bezüglich des bezeichneten Pfand-

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