1903 / 178 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Straßenshmud> bilden. Es ist wünsGenwen, daß man überall diesen alten Säulen Beachtung \{enkt und fie in Shuy nimmt: denn Tenn ie auch feine besonderen Kunstdenkmäler sind, so erinnern sie do< in ibrer Einfachheit und Sclichtbeit an die guten und bösen Zeiten der

ostkutshen, an den regen Fuhr ehr zwischen den großen

tädten zu Markt- und Meßzeiten und an die nderzeiten der deutschen Handwerkerinnungen, wo die jungen Gesellen von Meile zu Meile die deutshen Staaten mit dem Stab in der Hand und dem Felleisen auf dem Rücken dur<hwanderten und das Handwerk begrüßten.

Das Projekt der Transsaharabahn

steht beute in Frankreich niht mehr so im Vordergrunde des Interesses, wie zuleßt vor etwa drei Jahren, immerhin vershwindet es nie ganz aus der dortigen kolonialen Diskussion. Eine der vorgeschlagenen Linien der Verteidiger derselben ist namentlih Paul Bonnard soll, wie die illustrierte mt e Länder- und Völkerkunde „Globus“ mit- teilt, von Bugrara über Rhadames, Rhat und Bilma zum Tschad führen, und diese empfiehlt au<h General Marmier, der frühere Gouverneur von Biserta, in einem Vortrage. Er hat dabei ein neues Moment in die Diskussion geworfen. ährend nämlih die Befür- worter einer von Nord nah Süd dur die Sahara führenden Bahn auf die \trategish-militärishen und Handelsvorteile verwiesen, die durch den Bau erlangt würden, betont Marmier, daß die Bahn die Arbeiter- frage für Se lösen, dieses Protektorat also entwi>eln helfen würde. Die Arbeitskräfte in Tunesien werden in der Haupt- sache dur< die Italiener gestellt, und deren fortdauernde Ein- wanderung ersheint den Franzosen nicht unbedenkli<; außerdem arbeiten in Tunesien Sudanneger, die mit den Karawanen den be- \{<werlihen und weiten Weg dur< die Wüste zurü>kgelegt haben. Diese Neger, so glaubt Marmier, würden in viel größerer Zahl zu- wandern und si< in Tunesien auf zwei oder drei Jahre verdingen, wenn ihnen dur< die Bahn der Duzug und dann wieder die Rük- kehr in die O erleichtert würde. Die „Dépêchs tunisienne“, die über Marmiers Vortrag berichtet, hat gegen dessen Vorschlag man>e Einwendungen; ‘unter anderem glaubt sie nicht, daß die Sudan- neger sih in größerer Zahl zur Arbeit in Tunesien verstehen würden, aud wäre thnen die Gisenbahnfahrt zu teuer. Diese Bedenken per indessen nicht d ins Gewicht; immerhin werden die wicht gsten Gründe, die für den Bau einer französischen Transsaharabahn sprechen, stets AUG Ae und militärisher Art sein. An die Aus- führung des tehnis< gewiß dur<führbaren Projekts ist aber in abseh- barer Zeit kaum zu denken.

Heft 4 E des „Archivs für Eisenbahnwesen“, heraus- egeben im Ministerium der öffentlichen Arbeiten (Verlag von Julius

pringer, Berlin), ersien mit folgendem Inhalt: „Zur \fozialen Lage der Eisenbahnbediensteten in Preußen“, eine Kritik der unter dicier Ueberschrift von dem Verein für Sozialpolitik herausgegebenen Abhandlung, von Regierungsrat Loewe; „Ein Antrag auf Abänderun des preußischen Enteignungsgeseßes vom 11. Juni 1874" von Seydel, Eisenbahndirektionspräsidenten; „Verkehrsentwi>kelung des Eisen- bahndirektionsbezirks Berlin in der Zeit vom 1. April 1896 bis zum 831. März 1901" (Schluß). von Platt, Ne- ierungs- und Baurat; Der innere Personen der Berliner

tadt- und Ringeisenbahn; Die Eisenbahnen in Dänemark im Be- triebsjahr 1901/1902; Die Eisenbahnen Ungarns im Jahre 1901 (von Nagel, Oberingenieur); Die Eisenbahnen in Spanien; Die japanischen Eisenbahnen. Kleinere Mitteilungen: Die Lulea - Ofotenbahn; Die Ugandaeisenbahn; Erweiterung des Eisenbahnnehes in den neuen englishen südafrikanis<hen Kolonien ; Südamerikanische Ueberlandbahnen; Förderung der Ansiedelung in wenig be- wohnten Vororten von Melbourne; Die Großherzoglißh me>len- burgishe Friedri<h Franz - Eisenbahn im Jahre 1901/1902; Die oldenburgischen Eisenbahnen im Jahre 1901; Betriebs8einnahmen der Pana avi Hauptbahnen in den Jahren 1901 und 1902. Rechts\prehung: Haftpflicht (Erkenntnis des Reichsgerihts vom 15. Sanuar 1902); Enteignungsre<t (Erkenntnis des Reichsgerichts vom 20. Februar 1903); Wegerecht (Erkenntnisse des Oberverwaltungs- gerits vom 23. Juni 1902 und 5. Dezember 1901); NRechtsgrund- säge aus den Entscheidungen des Neichsgerichts. Gesehgebung : Deutsches Reih; Preußen; Oldenburg; Niederlande ; Frankreich ; Italien; Rußland; Australien.

Dânemark ;

Theater und Musik.

Im Neuen Königlichen Operntheater geh morgen, Sonnabend, die Operette „Der Kellermeister“ von Carl Zeller erst- malig in Scene.

Im Theater des Westens wird das Ensemble des Berliner Theaters den dreiaktigen Schwank Die Herren Söhne“ von Oscar Walther und Leo Stein, das vor Jahren im Berliner Theater mit „großem Erfolge gegeben wurde, zur Aufführung bringen.

Mannigfaltiges.

Berlin, den 31. Juli 1903.

Mit sofortiger Gültigkeit wird den vom Zentralkomitee der Deutschen Vereine vom Roten Kreuz unterstüßten Mit- kämpfern der Feldzüge von 1864, 1866 und 1870/71, die, obglei sie in gedrü>ten Verhältnissen leben, denno nicht von den für mittellose Kranke vorgeschenen tarifmäßigen Fahrpreisermäßigungen Gebrau machen können, zum Besu<h von Kurorten auf den preußis<-hessishen Staatseisenbahnen zunächst versuhsweise für die Dauer dieses Jahres eine Ermäßigung der Fahrpreise în der Weise gewährt, daß sie bei Benuyung der 11. und [11 Wagen- fasse auf halbe Personenzugeinzelreise- oder Halbe Rü>fahr- karten befördert werden. Für Schnellzüge ist kein Zuschlag, bei Benußung von D-Zügen dagegen die tarifmäßige Ne r zu entrihten. Ein Anreht auf die Preidermäßigun aben nur diejenigen Kriegsteilnehmer, die sih dur<h eine auf den Namen lautende Bescheinigung des Zentralkomitees der deutschen Vereine vom Roten Kreuz ausweisen, in der bestätigt ist, daß dem Inhaber eine Unterstützung und seitens der Kuranstalt der Gebrauh der Bäder oder anderer Pra unentgeltlih oder zu ermäßigten Preisen bewilligt ist. Die Ausweise sind vom Schalterdeamten Seufiempeln und den Inhabern puritqugeren, die sie dem Fahrpersonal auf Ver- langen vorzuzeigen und Ce gung r Fahrt abzugeben haben. Pre epa (2 kg) wird nah den timmungen des allgemeinen

chrs gewährt.

Theater.

Ueues Königiitzes Operntheater. Unter Leitung des Di ó Ferencw. Sonnabend: 84. Vorstellung. Zum eriten Male: Der Keller- meifter. e in 3 Akten von M. West. Musik von Carl Zeller. Musikalishe Einrichtung von Johannes Brandl. Jn Scene geseyt vom Oberregisseur Berthold Glefinger. t : Kapell- meister Gurt nun. (Helene: Fräulcin Aurelie RMery, als Gast.) Anfang 74 Uhr.

: Die Gei oder : e:

T Cut a

6 Uhr.

bon .) Anfang Montag: 96. Vorstellung. Der Kellermeister.

Sonntag:

* veranstaltet von der Stadt Straßburg,

Im Garteu: Täglich: Großes Konzert. An-

fa ‘Liederspielhaus. agu Liederspiele und Idyllen. Vision nah dem Balle.

Deutsches Theater, Sonnabend: Der arme d ier A Nachmittags 24 Uhr: Die Weber Abends 74 Ulr: Monna ies: 4

Montag: Rosenmontag.

„„Ahoater das Weßens. Kanistraße 12. Sonn- d: legastisviel des liner Theaters. Sau T S Akten don

Wilhelm Mever-Förfster. 100 000 Taler

Der Deutsche Anwaltverein hält am 10. und 11. Sep- tember d. I. in Straßburg im Elsaß einen Anwaltstag ab. Der Vorftand erhofft eine zahlreiche Seen, Die Tage3- ordnung lautet: 1) Berichterstattung über die Rechnungslegung des Vereins und chargeerteilung. Autrag des Vorstands auf Grhöhung des Jahresbeitra Me 20 « 3) Mitteilung des Vorstands über die zur Vorbereitung einer etwaigen Ne- vision der Gebührenordnun getanen ritte. 4) Bericht der vom XV. Deutschen Anwaltstage ernannten Kommission über die zur Gründung einer Ruhegehalts-, Witwen- und Waisenkafse zu machenden Vorschläge. 5) Was kann geschehen, um eine Beschleunigung der Zivilprozesse zu erzielen? 6) In welcher Weise sind die Rechte der Verteidigung im Strafprozesse zu stärken? 7) Wie ift die Stellung der bei den Amtsgerichten zugelassenen Anwälte zu stärken ? a Ist eine gesetzliche Bestimmung über Bestrafung uneidliher Zeugenaus]agen an- zustreben? An fes r: pi Veranstaltungen Zivi es niht. Es findet

am 9. September ein Begrüßungsabend im Zivilkafino am Sturme>- staden statt, am 10. September ein Festmahl, am 11. September ein Gartenkonzert in dem \tädtishen Park Orangerie mit Seebeleuhtung, am 12. September ein Ausflug mit Gxtrazügen der Reichsbahn und der Bergbahn nah dem Kurort Drei Aehren bei Colmar, 670 m ü. d. M., Abends 9 Uhr bei der Nü>kehr Beleuhtung des Münsters.

Wohnungspflege in Hamburg. Die Tätigkeit der Behörde e obnungspflege in Hamburg kann, na< dem soeben herausgegebenen Jahresbericht für 1902, als eine höchst segen8- reihe bezeichnet werden. er m wäre allerdings no< größer ewesen, wenn die notwendige Vermehrung des technischen Personals in dem Maße von der Bürgerschaft bewilligt worden wäre, wie es gewünsht wurde. Die Behörde hielt im Berichts- jahre 4 Sißungen ab, verhandelte in diesen über 52 Sachen und faßte 40 Beschlüsse. Hierüber hielten die ehrenamtlichen Organe der Behörde 38 Kreisversammlungen ab, in denen 187 Be- \<lüsse gefaßt wurden. Es wurden 3613 neue Sachen anhängig ge- macht, 13 462 Eingänge im Journal gebucht, 20 840 Auszüge gefertigt. Hud Bervollständigung der pflegerishen Berichte über 905 neue rund- tüde waren 2058 Berichte der technischen Assistenten und 64 O der Stadtärzte, (oe die Aufnahme von 1156 Protokollen über Be- S von Neu- und Umbauten nötig. Ferner fanden 674 Ver- andlungen im Bureau statt. Von den bei der Behörde eingegangenen und bearbeiteten 1934 Beschwerden wurden 232 als unbegründet zurü>gewiesen, 17 anderen Behörden überwiesen, 946 fanden auf güt- lichem Wege, 86 dur< Vermittelung der Kreisversammlungen und 53 ohne ang tnen ihre Erledigung. 29 Beschwerden wurden dur< Räumung oder dur Eingreifen pon P und Gericht, 1025 Beanstandungen wurden dur bauliche Veränderungen oder durch sonstige Maßnahmen erledigt, dagegen mußten 52 Wohnungen E und 29 Wohnungen gänzlih ge|<lossen werden. Die Art der Miß- stände war in 20 Fällen Verunreinigung, in 24 Fällen Luftverderbnis, in 26 Fällen Mangel an Tageslicht, in 124 Fällen Mangel an frischer Luft, in 358 Fällen Feuchtigkeit, in 420 Fällen ungeeignete bortanlagen, in 83 Fällen ungenügende Entwä erung8anlagen, in 429 Fällen unzulänglihe oder #{<mupige Wasserversorgung, in 222 Fällen mangelhaster bauliher Zustand des Hauses oder der Wohnung, in 35 Fällen Ungeziefer und in 49 Fällen Veberfüllung dur< Aftermieter und Einlogierer.

Kai

ser un 30. Juli. (W. T. B) Seine Majestät der präfsi

er und König hat folgendes Telegramm an den Ober- denten der Provinz Bosen gerichtet : „Ich freue Mich, aus den Meldungen zu ersehen, daß {were Schäden nicht erfolgten. Für die durh Nässe betroffene Bevölkerung habe Ih den Finanzminister angewiesen, 270 000 zur Verfügung zu stellen. Ebenfalls werde Ich persônli<h Ihnen eine Summe zu- gehen lassen. Wilhelm R.“ Indem der Oberpräsident dies veröffentlicht, fügt er hinzu, daß Seine Majestät der Kaiser geruht hat, aus Anlaß der Üebers<wemmungen in der Provinz Posen eine persönliche Gnadenbeibilfe von 5000 Æ zu bewilligen.

Dronthbeim, 30. Juli. (W. T. B.) Seine Majestät der Kaiser und König hat genehmigt, taß Seine Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz das Protektorat über das Hilfskomitee zu Gunsten der dur) die Hohwäfser Geschädigten übernimmt.

Heilbronn, 30. Juli. (W. T. B.) Unter zablreiher Teil- nabme der Bevölkerung wurde heute nah einer Festrede des Pro- fessors Lechler hier ein Denkmal für den Fürsten Bismar> dur den Oberbürgermeister Hegelmaier enthüllt.

Hamburg, 30. Juli. (W. T. B.) Anläßlih der fünften Wiederkehr des Todestages des Fürsten Bismar> wurde beute im Mausoleum zu Friedrihsruh ein Trauergottes- dienst abgehalten.

Troppau, 30. Juli. (W. T. B.) Der Landespräsident besihtigte gestern die Hohwassers<häden im Oppa- und im Petersbach tale. Die Gemeinden bieten ein Bild \s{hre>licher Verwüstung. Zahlreiche Häuser sind eingestürzt, die Kulturen ver- [ottert und \stre>enweise zerstört. Der Schaden beträgt mehrere Millionen Gulden. Das Elend der Bevölkerung ist sehr groß.

Budapest, 30. Juli. (W. T. B.) Die Hatvaner Fabrik der Ungarishen Waggon - Leih - Gesellschaft steht in Flammen. Zwanzig Waggonladungen Holz sowie große Magazine und Werkstätten find e rannt. ie Kevölferung und die Feuer- wehren der umliegenden Fabriken arbeiten daran, den Brand zu be- wältigen und seine Weiterverbreitung zu verhindern.

aris, 30. Juli. (W. T. B.) Kapitän Gylden, der Leiter der \{wedis<hen Südpolerpedition, hatte heute eine Besprechung mit Charcot und Gerlache, den Leitern der französishen Südpol- exvedition, betrefss gemeinsamen Vorgehens zur Auffindung Nordenskjölds. Grimbsby, 30. Juli. (W. T. B.) Ein ausgedehntes, dem Teantitnettelt dienendes Gebäude des hiesigen Dod>Ls wurde beute in früher Morgenstunde dur< Feuer zerstört. Da sih wertvolle Güter auf Lager befanden, wird der Schaden auf mehr als 20 000 Pfd. Sterl. geshäpt.

Vatikans wohnten. werden,

Ende.

Budapest, 830. Juli. are Dienes wird ste>briefli< verfolgt, da er außer wegs estehung au< wegen Wechselfälshung unter Anklage fte

Rom, 31. Juli. (W. T. B.) Heute vormittag 10 Uj n als Einleitung der mit dem Konklave in ang MevenTas Feierlichkeiten in der Paulinischen eine zelebrierte feierliche Messe latt, Nach d eine lateinishe Ansprache,

Nach S<hluß der Redaktion eingegangene

Depeschen. (W. T. B.

vom

hr werden die

————

(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Der ehemalige Y

usamme d pelle Kardinal Serafino Vannute| der 61 Kardinäle b eren Beendigung verlas Monsignore Sar} in der die Kardinäle aufgefordz eine fromme, gelehrt zum Papst zu wählen. Um 5 U

e und mildtätige Personlichti Gegen 12 Uhr war die Zeremonie Kardinäle wieder in t Vatikan kommen und dann in das Konklave eintreten.

Wetterbericht vom 31. Juli 1903, 8 Uhr Vormittags,

Name der Beobachtungs- station

MWind-

stärke,

Wind- rihtung

__ Wetter

Barometerst. a.0° u.Meeres- niveau reduz.

Temperatur

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N 6|Negen NNW 3l|bede>t WNW 3\wolkig Windstille |bede>t WNW 2lbede>t

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5|bededt 3|heiter 4\wolfig 4|halb bede>t 4\beded>t 2|bedeXt

755,8 7646 766,1 763,3 762,4

——

elder Shristiansund Bodoe Skudesnaes Skagen Kopenhagen

Haparanda

Borkum

Keitum amburg winemünde

Neufahrwasser Memel

Nügenwaldermünde

758,2 755,7 |[W 746,2 752,1 745,8 746,5 751,0 749,0 | 751,5

753,2 | 749,8 | 753,3 |( 750,6 754,0 754,9 754,9

4|wolfi 4\bede>t 1|\wolkenlos8 2 beiter 6|\wolkig 4|Dunist 3|bede>t 4|beded>t 2\bede>t 4|balb beded>t 2\Reagen 7[tegen 4bede>t

4 Regen 4heiter

3 wolkenlos 755,3 2\wolkig 755,7 |S 2'bede>t 756,4 [Windstille bededt

vie Berlin Chemnitz Breslau Mey rankfurt a. M arlsruhe

Lemberg Hermanstadt Triest

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\{heinli<h.

Seehöbe

Münster (Westf.)

Deutschland, wo mäßige Wetter meist trübe un

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757,0 [W 756,5 |[SW 4sRegen 756,9 \SW 3\wolfkenlos8 759,0 |[WSW 3\wolkig 758,7 |[WSW 1\|bede>t 761,6 [WSW 3[bede>t 759,0 |S 3|Regen 761,4 |[W 4|bede>t 763,0 |SW 6 [Regen

759,2 |[SW- La

760,0 [NW Usbede>t 757,1 |S

4\wolkenlos 760,6 |SO 2|\wolkenlos

[753,5 [SSO 3[Regen | 759,3 [S 2|Regen | 760,9 |[SO 3|wolkig 757,8 \DNO 2l\wolkenlos |

2\bede>t

fühl.

Gin Maximum von über 765 mm liegt südwestlih von cin Minimum von unter 746 mm über Südskandinavien. südliche bis westlihe Winde wehen, ill Gestern fanden vielfa<h Gewittet Regen statt. Beränderliches, kühles Wetter mit Regenfällen 1

Deutsche Seewar!

[Station | | 40 m

Temperatur (C®° Rel. F<tak. (°/6

C O E L E I

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Montag: Alt-Heidelberg. Dienstag: Alt-Heidelberg.

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ter Dr. Karfien ( in Pilati-Coritau (z. Z-

4 74 Uhr.

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Mittwe{: Zum ersien Male: Die Herren Söhne.

Familiennachrichten.

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Wind-Richtung .

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7,3 | 92 | SW SW | nit registriert, 10 bis 15, nah oben abnehmead.

16,5 | 11,2 70 | 85 8W | SW _* S

3,7 | 7 8

Untere Wolkengrenze bei 1200, obere bei 2300 m Höhe, geringe Temperaturzunahme.

ps G —_———— “E D

Gestorben: . Oberleutnant a. D. Ri Jacobs (Groß-Lithterfelde). Hr. Gericht rendant, Rechnungsrat Albert Kaphbengst (K S Pinne i T Ben

nemann, - i

i, SHL).

Verantwortlicher Redakteur J. V.: von Bojanowski in Berl

Verlag der Expedition (I. V. : Heidrich) in B

Dru> der Norddeutschen Buchdru>kerci und D Anstalt, Berlin SW., Imstraße Nr.

Fünf Beilagen (einslicßli< Börsen-Beilage).

Mitteilungen des Aöronautischen Observatorium des Königlihen Meteorologishen Instituts, veröffentliht vom Berliner Wetterbureau.

Drachenaufstieg vom 31. Juli 1903, 9 bis 114 Uhr Vormiti

| 500 m | 1000 ma] 1500 m | 2000 m| 19 |—

8W | S

zum Deutschen Reichsanzeige

M 17S.

Tage

Eh:

den 31. Juli

Berichte von deutschen Fruchtmärkten.

Qualität

gering Marktort

mittel gut

Verkaufte

niedrigster M,

Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner höchster

Menge

niedrigster t.

höchster M.

niedrigster M.

bödhster Mt.

Doppelzentner M.

iglih Preußischen Staatsanzeiger.

1903.

Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) nah übers<lägli<er Schäßung verkauft D oppelzentner (Preis unbekannt)

Am vorigen Markttage

Durch- shnitts- preis

Durchschnitts- preis

für 1 Doppel- zentner

M.

Verkaufs-

wert dem

M.

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16,00 14,10 14,50

Landsberg a. W. . « ,

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Göttingen

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Château-Salins

16,10

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16,60 17,40 16,60

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12,20 11,00 11,90 12,20

Landsberg a. W. . Kottbus . ¿ Wongrowiß Breolat « Slberg i. Schl. E a? 0 Göttingen Geldern . Döbeln . Veberlingen . Vat 1 7 Château-Salins .

14,90

13,50 13!

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Landsberg a. W. . Breslau . des Hirschberg i. Sl. Natibor . x Göttingen Geldern .

I a ly Château-Salins

12,60 11,00 11,60 10,70 14,00

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13,00 Kottbus .

Wongrowih . Breslau . i Hirschberg i. Schl.

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Döbeln 5 Langenau i. Writbg. . Ueberlingen .

Rastatt f Chüteau-Salins

Landsberg a. W. ,

11,50 11,70 13,60

13,50

14.00 12,50

O. V. Éa

Bemerkungen. Ein liegender Strich (

Handel und Gewerbe,

(Aus den im Reihsamt des Innern zusammengestellten „Nachrichten für Handel und Industrie“.)

Ausbeutung eines rumänischen Braunkoblenlagers.

Im Trotus<htale bei Darmanesti, ciner Eisenbahnstation ar

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n der Linie Tirgu—Ocna—Moineêci in RKumanien, ist Vorkommen eines abbaufäbhigen Kohle / zlländischen Gesellschaft „Erste Nede landshe-RNumeenshe St Maati(@happy“ in Gara Da acnommen ! ( von 3 Millionen fen zur Verfügung stehen Von fachmännis<@er Seite wird das Unternehmen als aus ¡cichnet Ne von Darmanesti ge{ürft hat und cine lobnend abbaubare Koblenmenge feft r L macht, und die Gründung der bolländ Gefell daß die Ergebnisse der Vorarbeiten in der tro>cnen Substanz 64,90 und in der nafser der S@bwefelgehalt 1,59 und 1,69

nfeldes festgestellt worden, dessen Ausbeutung von etner bierzu gegrüund { it i teenkolen in die sein soll. Der Gesellschaft soll ein Franken stehen achdem ein bolländisher Ingenieur, der der Gegend m ihm größere Mittel zur Bo 1 s : digend gewesen find Es hantelt si< um eine Braunkohble D d. 4 3 6 B é: L E (Nach cinem Bericht des Kaiserlichen Ke

Fortsc{hritte der Shuhwarenausfudr der Verei Staates von Amerika.

L vielfah hberrschende

Schuhwerk ist in Europa allmähblich unt |

dûrite zum größten Teil durh die Errichtung von Vetailv

geihäften für amerikanishe Schube in den größeren Stä Ï tjächlich t n

Das früber Vorurteil gegen

gcíhwunden

n

erzielt worden sein. Diese Geschäfte wurden haupl tifanishen Kaufleuten gegründet, deren Spezialität T don Schuhwaren in der Preislage von 3 Doll. bis 6 Doll. bestand und da diese Waren den Preisen angemessen hergestellt waren, haben le i in kurzer Zeit in Europa eingeführt. Die Zahl dieser ameri- anishen Schuhbazare nimmt no< zu, und erft Türzlih wurde wieder tin solher zu Edinburg in Schotlland aufgetan

_ Die amerikanischen Schuhwaren in den niedrigen Preislagen find mit wenig Autnahmen in Europa s{wer verkäuflich, da man dier Guben und Stiefeln von größerer Haltbarkeit vor den modernen, uber viel lelbieren amerifanishen den Vorzug gibt. Infolgedefen findet der amerifanis{e Kaufmann ein günstiges Absaygzebiet für scine ttifel nur in den Städten Europas, wo seine Schuhrearen weniger

Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufêwert auf volle Mark abgerundet mitgeteilt. ) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nicht v

als in den ländlichen Distrifkltca bei grober Arbeit gebraucht und ab- Enuyt werden.

W

15,30 15,80 14,80 15,20 16,70 15,20

16,76 18,00

(enthülster Spelz, Dinkel, Fesen). 16,80 16,94 16,94

17,60 d 17,20 17,20

eizen. 17,00 15,40 15,80 14,90 15,40 16,70 15,40 17,60 17,00

16,00 14,50 15,00

17,00 15,80 | 16,30 9 15,00 1 300 15,40 /

16,90 80 15,60 ;

17,60 5 17,00 87

14,60 15,30 14,70 15,20 16,40 15,00

16,76 17/80

16,40

16,50

Kernen 16,80 17,50 17,00

16,60 17,40 16,60

17,00 Noggen. 12,80 13,15 11,80 12,70 13,10 13,00 14,20 15,50 13,10 14,20 4 14,50

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11,50 12.20 12.70

12,80 13,15 12.00 13,00 13,50 13,00 14.20 15,80 13,15 14 20 14,75

12,95 11,70 12,60 13,10

13,90 15,40 13,00 13,93 14,50 14,40

G er ft e. 13,50 13,50 13,80

15,20 14.70 13/10

12,95 11,60 12,40 12,70

13,90 15,20 12,80 13,93 14,00 14,00

15,20

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12,60 11,60 12,10 11,00

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15,20 15,00 13,15

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11,80 41 j 12,50 | 970 |

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13,00 14,00

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o4L | 1341 3,15 16,15 3,50 14,00

13,70

_ Auch der Markt mit amerikanishen Schuhwaren in Südafrika nimmt einen günstigen Verlauf. Nah dem Umfang des Versand- geschäfts von Boston und New Vork während der ersten fünf Monate 1903 zu urteilen, wird die Ausfuhr dorthin in diesem Jahre jene des Jahres 1902 beträchtlich übersteigen. Nach südafrikanishen Quellen belief fi im Jahre 1902 der Wert der nah Südafrika ausgeführten amerifanis{hen Schuhwaren auf 1 L. Die seitens der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika aufgestellten Aus- fubrziffern ergeben niht den ganzen Umfang des amerifaniswhen Schuhb- warenhandels mit Südafrika, da ein großer Teil der Versendungen m direkt, sondern über Europa, besonders England erfolgt. (Nach

L L «

236 896

Wirtschaftliche und finanziell im Jahre 1902. _ Die wirtschaftliche und finanzielle Eröffnung des diesjährigen Nationalkongreftes verlesenen Botschaft des êpräsitenten, wie folgt, geschildert M) e. es 44 n «T Ca s d - ah den niht ganz vollständigen Angaben des Amtes habe im Jahre 1901 r Wert der Ausfuhr 860 827 000 Milreis, der Einfubr 449 956 000 $ s dah H cla Üeb \chuí 71 000 t d ein ershuf; 410 871 000 $# ju ergebe. Im Jahre 1902 babe die Ausfubr 736 100 000 $ und die Einfubr 467 239 000 8 betragen, so daß der Uebers{huß der Ausfuhr 28 861 000 # betrage Trotz dieses Rükgangs sei der Kurs nur geringen Schwankungen gewesen. Auch en für Ersparnisse Verwendungen S + U

Lage Brasiliens

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Lage Brafiliens wird in der bei

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Statistischen Brasiliens

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unterworfen tr 1? UniCtTITotTen trt s

bei industriellen Anlagen gesucht oder fie würden in Staatspapieren angelegt, was ein Beweis für das Wiedererstarken des Vertrauens sei. _ Auch die finanzielle Lage des Landes hat nah Inhalt der Bot- schaft cine bedeutende Besserung ecfahren, was fich nicht nur aus den vothandenen größeren Depots der Bundesregierung im Auélande und bei der Bank der Republik, sondern au<h aus der erheblichen Kurs- desserung der Bundebwertpapiere ergibt, die von 695 # (pro 1000 F) lm Jahre 1901 auf 90 F im Jahre 1902 gesticgen leien und im onat April d. I. sogar cine Höôde von 960 # und 990 8 erreiht haben. Dic 4°/9igen Bonds von 1889, die 1900 auf 62 und 1901 auf 68 gestanden, seien 1902 und 1903 zu 76 und 78 notiert worden, und die Titel der fkunding loan fländen über pari. Im Jahre 1902 betrugen nah der Botschaft die wirklichen Bundeteinnahmen 430606528 867 Gold und 238 331 972 8 050 Papier. ReSnect man hierzu das Additionalsemester, d. h. die Ein- nahmen von Rücksiäaden ans dem Jahre 1902, die im ersten Semester 1903 eingehen und auf 556 744 8 301 Gold unv 6086 764 F 223

Mh.

139 19 305 1310 88 1465

15,30 14,73

16,67

17,60 16/54

604 2314 4 065

16,99 17,54 16,82

397 350

273 4 550 935 194 910

13,08 11/67

12,85 13,00

15,58

13,88 14,00

13,10 11/67

12,85 13,05

15,44

13,70 14,00

11,10 14,17

11,10

1110 ; 14,63

35

213

14,60 244

12,00 8 13,75 5 12,50

4,2 2,2

717 1 8 250 1

iz 14,86

12,58

3 2 1 020 45 580 2,8

14,17 13,41 16,15

255 653 65

14,60 | 13,096 | 14,75 |

Der Durchschnittspreis wird aus den unab en 3 t mitg i nittspre! d aus gerundeten Zahlen berehnet. vorgekommen ist, ein Punkt (.) in den leßten se<s Spalten, daß lauer Bec tGt ede 7

einnahme des _Etatsjahres 1902 auf 43 607 397 $ 158 Gold und 295 006 011 F 624 Papier. Das Haushaltungsgesez für 1902 batte die Einnahme für dieses Etatsjahr auf 42 876 666 $ 637 Gold und 254 931 000 $ Papier veranschlagt. Somit haben die wirklichen (Finnahmen die des Boranschlages um 730 730 $ 521 Gold und 75 011 $ 624 Papier überstiegen. s t Us „war (E 33 592 171 $ 580 Gold nd 209 02 5 D Papter wirklide Ausg p

34 650 246 214 Gold und 251 737 769 8 Ds Bei E

Wbwohl die wirkliche Ausgabe gegen den Voranschlag cin Mehr aufweist, "so ergibt do der Vergleich der wirklihen Einnahme mit der wirklichen Ausgabe einen Ueberschuß zu Gunsten der ersteren von 8 957 150 $ 944 Gold und 3 268 242 F 416 Papier.

Die Konsumsteuer allein hat 1902 den Betrag von 34 834137 #8 erbraht, 4948046 $ mehr als im Jahre 1901, aber troßdem 139 863 $ weniger als der Vorans(hlag. i Auch im ersten Viertel 1903 haden dic shlagten Einnahmen über stiegen.

auf

an C

wirklichen die verans

Beeinträchtigung des Handels des Anfurgebie ur< osthinesis<he Bahn. ; nes D D _ Das Böôrsenkomitce von Wladiwostok hat infolg | trähtigung des Handels des Amurgebiets durch die e esiilve Ban an den russishen Finanzminister cine Petition eingereiht, deren Inhalt ungefähr folgender 114 G j Der natürlihe Wasserweg des Amur hat angefang sei frôber beträchtlihen Handeleverkehr ecinzubüßen. g Frachkmangel auf der Ussurl-Gisenbabn muß als eine beklagenêwerte und für die Lage des dels bezeichnende Tatsache anerkannt werden. Die hauptsächli Handelspläze in den Gebieten des Amur und Ufsuri verlieren {nell ihre Bedeutung Und ihren Wohbl- stand, und der ganze Distrikt wird mit unbesteuerten ausländischen Waren vom Süden her übers hwemmt. Der russische Handel if dort beinahe zum Stillstand gekommen. Unter diesen widrigen Umsiänden bittet das Börsenkomitee von Wladiwostok um Schließung des \üd- lichen Endes der oftchinesishen Bahn von Mukden nah Charbin für den Güterverkehr zur Verhinderung des Eindringens fremder Waren von dort aus nah den ostsibiril n Provinzen und der nördlichen Mandschurci und der Schädigung der russishen Industriellen und dändler, ferner um Unterstützung der Errichtung ven Fabriken in dem [murgebiet zur Sicherung der Märkte der nördlihen Mandschurei - die russische Industrie sowie um Wiederherstellung des Freihafens n Wladiwoîtok. (Nah The London and China Telegraph.)

Papier veranschlagt wetden, und den s{ön felgrte en Uebers<uß an Depositen in Höhe von 10 537 275 8 351, so stellt die Gesamt-