1903 / 163 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Erdhen in kleinen Einzelsendungen “von ‘unbedeutendem Gewicht ein. ur eine den Ausführungsbestimmungen dés Bundesrats genau ent- sprechende Untersuchung derartiger Fettsendungen würde gewöhnli der rößere Teil des Fettinhaltes verbraucht werden, die Kosten einer olchen Untersuhung würden au< in keinem Verhältnisse zu dem Werte stehen, - endlih erscheint eine «rei cite Wun allen Fällen und in vollem Umfang aus gesundheitlihen Gründen niht er« Las, weil die Proben regelmäßig nicht ‘zum Genusse für enschen verwendet werden. Die chemische Untersuhung von Fett: probensendungen bis zum Gewichte von etwa 1 kg kann daher für ewöhnlih unterbleiben und ift auf solche | mins zu beschränken, in encn die Beschaffenheit der Proben bei der Vorprüfung zu besonderem Verdacht Anlaß gibt, ohne daß doch bereits auf Grund dieser Vor- prüfung eine Zurückweisung des Fetts ausgesprochen wird (vergl. $ 21

Abs unter I B. B. D.). / :

5) "Us $ 1 Abs. 2 B. B. D. gelten Fleishpeptone bis auf weiteres nit als Fleis, unterliegen daher au< nicht den Bestim- mungen des Fleischbeshaugesezes und können ohne Unterschied zur Einfuhr zugelassen werden. N : |

In $ 3 Abs. 7 B. B. D. sind unter denjenigen Erzeugnissen aus O die als Würste oder sonstige HeS aus zerkfléinertem Fleish anzusehen und deshalb na<h $ 12 Abs. 1 R.-G. von der Ein- uhr ausgeschlossen sind, „Fleishpulver und Fleis<hmehl (ausgenommen

leishfuttermehl) mit oder ohne Zusäße“ aufgeführt.

Fleischpeptone werden nun aus dem Auslande teils in flüssigem oder \{<malzartigem, teils in gepulvertem Zustande eingeführt, in leßterem namentlih zu dem Zwe>, um zur Herstellung ‘von Nähr- böôden für wiffsenshaftlihe Versuche mit Krankheitserregern 2c. ver- wendet zu werden. Im Hinbli>k auf die erwähnte Bestimmung im S 3 Abs. 4 B. B. D. sind Zweifel darüber | entstanden, ob fleish- mehlartige Peptone zur Einfuhr zugelassen werden können. Bis auf weiteres sind zur- Herstellung von Nährbdden bestimmte Fleisch- eptone, au< wenn sie PONÓ als Fleischpulver darstellen, als Flei im Sinne des Flei\chbe|haugeseßes niht anzusehen und ohne

ntersuhung zur Einfuhr zuzulassen.

6) Es ift festgestellt worden, daß in eingefübrtem Fleishe Bor- fäure vorhanden war, von der na< Lage der Sache angenommen werden konnte, daß sie niht absihtli< zur Haltbarmahung dem Fleishe zugeseßt worden, sondern nur zufällig, z. B. aus dem Ver- a>ungsmaterial, das früher zum Versand borsäurehaltiger Waren enußt worden war, in das Fleis übergegangen war.

Im Hinbli>k darauf, daß nah der Absicht des $ 21 N.-G. und der dazu vom Bundesrat erlassenen Ausführungsbestimmungen die Ginfuhr von borsäurehaltigem Fleishe {<le<thin als verboten zu er- achten ist, kann derartiges Meist nit zur Einfuhr zugelassen werden, ist vielmehr von der Einfuhr zurü>zuweisen.

Ernteaussichten in Griechenland. E Kaiserlihße Generalkonsul in Athen berihtet unterm d .

1. d. M:

Die Ernteaussichten sind in ganz Griehenland außergewöhnlich günstig. Die amt ichen Berichte aus allen Prövinzen stimmen darin Überein, daß die vielen Niederschläge im vergangenen Winter der Ent- wid>elung der Früchte sowohl hinsichtlih der Güte als au<h der Menge fehr vorteilhaft waren. L

Die anhaltende kühle Witterung und das fortdauernde Regen- wetter, das, verbunden mit Hagelstürmen, vor allem den Oliven {Das geworden ist, haben jedo die Erntehoffnungen wieder etwas

erabgemindert. y

Nach einem Bericht des Kaiserlihen Konsuls in Volo vom

24. Juni d. I. ist die fast überall beendete Ernte in Thessalien, ab-

eschen von einigen wenigen Ortschaften in der hügeligen Gegend zwischen Karissa und Pharfsala, wo der Getreideertrag voraus\sihtli< nur mäßig fein wird, sowievon etwa3 bis 4 Dörfern im Tyrnavosbezirk, deren Getreide dur< einen Hagelshlag vor wenigen Tagen vernichtet sein soll, in diesem Jahre sehr befriedigend Egeinilen. Einen besonders reichen Ertrag wird wahrscheinliÞ die Ebene von Kardiza und Trikkala liefern. Die Nachrichten über die diesjährige Seidenkokonsernte lauten gleichfalls günstig.

Ernteaussichten und Getreidehandel in Bulgarien.

Der Kaiserlihe Konsul in Rust uk berihtet unterm 4. d. M. : Die im Juni d. J. im nördlihen Bulgarien niedergegangenen heftigen NRegengüsse haben die in der Reife begriffenen Wintersaaten zum großen Teil in einer die Erntearbeit sehr ers<werenden Weise niedergelegt. Außerdem hat die mit den beständigen Niederschlägen verbundene kühle Witterung die Entwi>elung der Sömmersaaten no< weiter verlangsamt, so daß mit einer erheblihen Verspätung der Ernte erechnet werden muß. Eine ernstlihe Schädigung der Feldfrüchte ift jedod bis jeßt nicht festzustellen, und da insbesondere der Stand des (ais gerade infolge des reihli<en Regens ausgezeichnet ist, so er- lee die allgemein gebegte Hoffnung auf eine gute Mittelernte he- re<htigt. Die in den Bann no< vorhandenen geringen Vorräte an Weizen, Roggen und Gerste dienen na< wie vor fast aus\{ließli< dem örtlichen Verbrau; eine Ausfuhr dieser Getreidesorten findet nur no< în kaum nennenswertem Umfange statt. Dagegen find die Vorräte an Mais bei fortdauernder Ausfuhr infolge ftärkerer Heran- Beang. vos Ware aus dem Innern des Landes im Juni d. J. von 4—! auf 7—80090 t (in sämtlihen Donaubäfen) angewachsen. Die Ausfuhr betrug im Juni d. I. in Tonnen : in Weizen Roggen Gerste Mais Widdin . 1000 zusammen 1000 Lompalanka 1500 Rahowa . 3000 Nicopoli 1000 Sistov . 800 Ruftschuk 1200 Tutrakan 500 500

700

1200 800— 1000

Silistria v BON Die Preise sind, vom Weizen abgesehen, im Juni d. J gefallen und standen am 1. Juli d. J., wie folgt: Weizen . 13#—14 Fr. für den Doppelzentner, Roggen 10 i 67 j 0 9

: 10,60— 11 :

. eiwas

Ueues Königliches Operntheater. Uater Ea des Direktors Josá Ferencw. Mittwoch: 67. Vorstellung. Die Puppe. (La upáe.) Operette in 3 Akten und 1 Vorspiel von A. M. Wilher. Musik von Go. Audran. Regie: Emil Albes. Dirigent: Curt Goldmann. (Alesia:

räulein Alma Saccur, vom Stadttheater in

reslau, als Gast.) Anfang 74 Uhr.

Donnerstag: 68. Vorstellung. Orpheus iu der Unterwelt. Burleske Oper in 4 Bildern von

Peine Cremiecux. Musik von J. Offenbah. Anfang Î T.

Freitag: 69. Vorstellung. Voccaccio. (Fräulein Aurelie Revy, als Gast.) Sonnabend: 70. Vor- ellung, Die Geisha. (Fräulein Saccur, als Gast.)

onntag: 71. Vorflellung, Die Fledermaus. Fräulein Saccur, als Gaît.) Montag: 72. Vor- tellung. Orpheus in der Unterwelt.

woch:

8 Uhr.

Im

Theatez des Westens. Kantsiraße 12. Mitt-

Verlobt: woh: Ensemblegasispiel des Berliner Theaters.

leutnant

Donnerstag : Dieselbe Vorstellung. Anfang 8 Uhr. | f d

Bellealliancetheater. Gastspiel des Bayer- waldtheaters „Die Walbler“ (30 Personen) woh: Die Böhmin, oder: Jtta aus dem Elend. herrlichen So Spezialitätenvorstellung.

Familiennachrichten, i E

Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs- maßregeln. ®

Ftalien. Zufolge seesanitätspolizeilicher Verordnung vom 7. d. M. find die Herkünste aus Beirut den Desgen der Verordnung vom 23. Februar ‘v. J., Nr. 5, unterworfen. (Vergl. „Reichsanz.“ vom 27. März v. I., Nr. 74.) T Kefel ürfkei.

Der internationale Gesundheitsrat in Konstantinopel hat die für Herkünfte von Suez angeordneten Quarantänemaßregeln (vergl. „NReichsanz.“ vom 19. v. M Nr. 142) wieder aufgehoben und für derartige Herkünfte eine ärztliche Untersuhung angeordnet. :

Ferner hat der Gesundheitsrat für die Herkünfte von Djebeïl (Libanon) eine fünftägige Ouarantäne nebst strenger Desinfektion und die Anwendung des Ml ements über die Vernichtung der Ratten und Mäuse auf Schiffen verfü È

exiko.

Die merxikanise Regierung hat den Hafen von Mazatlan für den Handel wieder geöffnet. M

eru.

Die Regierung von Peru hat den Hafen von Ancon für aus dem Auslande kommende Schiffe geschlossen.

D erin de

Durch Proklamation der Kolonialregierung in Singapore vom 13. Juni d. I. find gegen den Hafen von Hongkong wegen Auf- Ee der Bubonenpest Quarantänemaßregeln in Kraft gesetzt worden.

Kein Schiff, das cinesis<he Auswanderer an Bord hat, darf in die Häfen der Straits ettlements einlaufen, wenn es na< dem 14. Iuni d. J. Hongkong angelaufen hat oder von dort ab- gefahren ift. |

London, 14. Juli. (W. T. B) Nach einer Depesche des „Daily Telegraph“ aus Washington ist dem Staatsdepartement vom Gesandten der Vereinigten Staaten von Amerika in. Santiago de Chile telegraphis< gemeldet worden, die P est habe sih über beinahe alle Hafenpläße in Chile verbreitet; dadur< habe der Postdienst eine so ernstlihe Störung erlitten, daß seit neun Wochen keine Post aus Nordamerika mehr eingegangen sei.

Verkehrsanftalten.

Auf der Internationalen Telegraphenkonferenz in London sind Verabredungen zwischen den \taatlihen Telegraphenverwaltungen und den beteiligten Kabelgesellshaften getroffen worden, infolge deren vom 15. Juli ab die Worttaren für den Telegrammverkehr mit Ostasien, wie folgt, ermäßigt worden find:

a. mit China

für Macau (Macao) von 6 X auf 4 4 80 4,

für die en Anstalten von 54 75 F auf 4 M 55 A; der leßtere M findet insbesondere au< auf den Verkehr mit dem Kiautshougebiet Anwendung ;

b. mit Korea

Bre Chemulpo, Fusan, Séoul von 6 4 35 $4 auf 5 #4 10 -, ir die übrigen Anstalten von 6 4A 65 Z auf 5 M 40 4; c. mit Japan, einschließli<h der Insel Formosa, von 6 M 35 4$ auf 5 M 10 S; d. mit den Philippinen-Inseln für Luzon von 5 M 95 4 auf 4 M 55 s, für Negros, Panay, Zebu von 6 # 40 -&#Z auf 4 A/ 95 s.

Theater und Musik.

Im Bellealliancetheater üben „Die Waldler " mit ihrem altbayerishen Volksftü> „Der Schnitßerfranzl von Walden- kirhen“ infolge ibrer eigenartigen Darstellung8weise immer noch die bisherige Anziebungskraft aus. Auch der Theatergarten bietet all- abendli<h einem zahlreihen Publikum angenehmen Aufenthalt. Die dort befindlihe Sommerbühne weist gegenwärtig ein fast völlig neues Programm auf, aus dem die Leistungen der Soubrette Nuscha Meslitta, der „Tanzsängerin* Lona Caß sowie der musikalishe Akt von Evivette und Fontaine hervorzuheben sind. Der leßtere zeichnet sih namentlih dur< ganz besondere Origi- nalität und graziöóse Vorführung aus. Aber auch die komischen Solo- scenen des Herrn Marx Zerner, sowie die außerordentli<h gewandten Darbietungen des „Zauberkünstlers*“ P. Stephane und dessen nah Art der „Aga“ des hiesigen Passagepanoptikums inscenierte Illusion „Ad-Ad* verdienen Anerkennung. Beeinträchtigend wirken allein die über Gebühr ausgedehnten Pausen, dur<h welche die Vorftellungen bis gegen Mitternacht bingezogen werden.

Mannigfaltiges. Berlin, den 14. Juli 1903.

Der Deutsche Samariter-Bund hält den 6. Deutschen Samaritertag am 1. und 2. August d. J. in Dresden ab. Die allgemeine Sis beginnt am Sonnabend, den 2. August, Vor- mittags 9 Uhr, im- Gewerbehaus, Ostraallee 13. Als Ver- handlungsgegenstände sind gewählt: 1) „Samariterunterriht an den böôheren Schulen*. Referenten: Gymnasialdirektor, Professor Dr. Thümen, Posen, und Dr. med. Kowalzig, Kiel. 2) „Mettungs- dienst bei UÜnglüdsfällen im Gebirge“. Neferent: Ober- medizinalrat, Professor Dr. von Angerer, München. 3) „Sama- riter- und Rettungswesen auf dem Lande“. MNMeferent: Dr. med. Streffer, Leipzig. 4) „Ueber die frühesten gedru>ten Anzeichen des Samariterwesens“. Referent : Professor Dr. George Meyer, Berlin. 5) „Rettungsvorkehrungen bei Schiffsunfällen auf Binnenwässern“. Referenten : Kapitän le Moult, Hamburg, und Dr. med. Solisien, Altona. 6) „Die Bedeutung der berufägenossenshaftlihen Verband- stätten für die Ausbildung in der freiwilligen Kriegékrankenpflege“. Referent: Dr. med. Josevb, Berlin. Am Sonntag, den 2. August, findet Vormittags 7 Ubr cine gemeinschaftlide Uebung der städtishen Feuerwehr und Woblfahrtspolizei unter Mitwirkung der Dreôdner Samariterkolonnen statt, an die si< ein Rundgang dur die Deutsche Städteausstellung anschließt. Mittags 12 Ubr erfolat eine Uebung auf der Elbe mit den von Kapitän le Moult konstruierten

in 5 Akten von fuhr). Anfang 74 Uhr. Frl. 4

Kaltenbad (Neuhbof-Rietschütz).

Vereheliht: Hr. Rudolf Frl. Helene von Normann i. Pomm.).

Male in Berlin: Gastspiel

Das Alter. Klein-

Anfang

Geboren: Wrisber ] (Groß-Rödertdorf). (Glogau). Hrn.

Ein

S ohn: Irn.

elm Waldthausen (Stettin).

Hrn. Hütteninspektor hütte, O.-S.).

Gestorben: Hr. Kand. wed (Charlottenburg).

Mitt-

mmergarten :

Konzert. - Fr Margarete Gräfin Weißenfeld

Hahn mit n. [denburg

Ober-

(Kamisso) [.—Lang-

Hanewald, geb. Hanewald (S

Frl. Marie von Alvensleben mit Hrn

Ottofar von Möllendorff (Ostrometko Donnerstag: 100 000 Taler. -

Freitag: Alt-Heidelberg. Sonnabend: 100 000 Taler. Sonntag: Alt-Heidelberg.

Thaliatheater. Dresdener Straße 72/73. Mitt- Zum erften des Sächsischen Volkstheaters. stadtkomödie in 3 Akten von P. Quensel.

elene Müller mit Hrn. Förster Oswald

Gloxin-Stoelitz y (Barkow b. Plathe _— Hr. Apotheker F. Proeke Frl. Grete Harmansa (Groschowihz).

Hrn. Hauptmann von (Berlin). Hen. Frit von Bülow | ajor Habermaas Regierungsassessor Dr. Wil-

Eine Tochter: Prn Hauptmann Franz von Drygalski (Engers). Noanaft

Rudolf a Hr. Joseph Dröge (Berlin). Hr. Amtsgerichtssekretär Otto Nitha> (Berlin). zur Lippe-Biesterfeld- i geb. von Winterfeld (Baruth i. Sachs.). Fr. Luise Frfr. von Puttkamer

[r geb. Wa Fr. Oberverwaltun zerihtêrat Rosa

Rettungsapparaten. Auh-Nichtmitglieder können gegen Lösung einer Eintrittskarte für 1 teilnehmen. Die Eintrittskarten sind bei der Geschäftsstelle des Bundes. in Leipzig, Nikolaikirhhof 2, und bei der des Ortsausschusses in Dresden (Rathaus) und vom 31. Juli ab im Gewerbehaus erhältlich.

Am Sonnabend, um 9 Uhr Abends, und zwar unmittelbar nah dem Gewitter, stieg in Charlottenburg der Ballon „Sig8s- feld“ mit den Herren Oberleutnant von Kleist als Führer, Dr. Simon und Leutnant Siebert als Mitfahrenden zu einer Nacht - fahrt auf. - Nah neunstündiger Fahrt landete der Ballon in der Nähe von Dittersbach bei Schmiedeberg im Riesengebirge, nachdem die Luftschiffer den Anbli> eines herrlihen Sonnenaufgangs im Gebirge von dem in 1000 m Höhe befindlihen Ballon aus genossen hatten. Troy des unten herrshenden starken Windes vollzog ih die Landung sehr glatt.

Posen, 13. Juli. (W. T. B.) Anläßlih der Einweihung der „Kronprinz Wilhelm -Volksheilstätte*“ in Obornik (vgl. Nr. 162 d. Bl.) ging, wie das „Posener Tageblatt“ meldet, dem Landeshauptmann Dr. von Dziembowski“ folgendes Tele- gramm zu:

„Den gestern versammelten Vertretern der Landeëversicherungs- anstalt Posen mit ihren Gästen spreche ih für das freundliche Lelegramm meinen aufrihtigsten Dank aus und wünsche, daß die neue, meinen Namen tragende Volksheilstätte bei Obornik für alle Zeiten der Provinz Posen zum Segen gereiche. :

N Wilhelm, Kronprinz.“

Wien. Da der 27. Deutsche Juristentag im September 1904 in FIunsbru> abgehalten werden foll, hat ih dort im Einverständnis mit der ständigen Deputation in Berlin unter dem Vorsiße des Hofrats und Landesgerichts- prâsidenten Dr. Iosef Daum ein Orts8aus\chuß gebildet, der die Vorbereitungen für diese seit so vielen Jahren wieder auf öster- reihishem Boden tagende Versammlung dur<hführen wird. Alle einshlägigen Zuschriften und Anfragen find an den „Ortsaus\{huß des Deutschen Juristentages in Innsbru>k“, zu Händen des Universitäts-

professors Dr. Alfred von Wrets<hko, Innsbruck, Anichstraße 40, zu richten.

Lemberg, 13. Juli. (W. T. B.) Zahlreihe Ortschaften in Westgalizien stehen unter Wasser. Jn der Umgebung von Krakau (vgl. Nr. 162 d. Bl.) ist weit und breit alles übers<hwemmt. Das Hochwasser hat große Verwüstungen angerichtet. Den Wällen der Weichsel drohte große Gefahr, ebenso war die Brüde ¡wischen Krakau und Podgorze stark gefährdet. Der Rü>- gang der Weichsel hält seit gestern dauernd an.

Budapest, 13. Juli. (W. T. B.) „Die Flüsse Arvpva, Waag und Poprad haben die Dämme überflutet und große Flächen Felder uno Wiesen unter Wasser geseßt. Ebenso stehen viele Bahnkörper und Landstraßen Oberungarns unter Wasser. In Gran steigt die Donau sehr \{<nell. Die Not- standskommission ist zusammengetreten; die Militärbehörde wurde um Ueberlassung von Militär zur Ausführung von Schutarbeiten ersucht. Nach L rogrePhiicher Berechnung dürfte bei Gran die Donau noch um 1 Meter steigen. :

Marseille, 13. Juli. (W. T. B.) Die beute aus Indochina und Tonkin eingetroffenen Zeitungen geben Schilderungen von einem heftigen C yklon, der am 8. Juni das ganze Land verwüstet habe. Der Sturm, wel<her Dächer abde>te und Bäume entwurzelte, habe die Ernte vernihtet. Nach den Polizeiberihten find 36 Gingeborene umgekommen.

Meziòres (Dep. Ardenncs), 14. Juli. (W. T. B.) Auf einer Automobilfahrt, welche der Gutsbesißer Froussard mit einigen Soldaten unternahm, find dur<h einen Unfall zwei Soldaten ums Leben gekommen und Froufsard selbs s{<wer verleßt worden.

Sto@holm, 13. Juli. (W. T. B) Die Jahresvér- sammlung der Deutschen Schiffsbautehnishen Gesell- schaft (vgl. Nr. 162 d. Bl.) wurde beute vormittag 10 Uhr im aroßen Börsensaale von dem Geheimen Negiervngärat, Professor Busley mit einer Ansprache eröffnet, worauf der Oberstatthalter Di>kson die Anwesenden in herzlichen Worten begrüßte. So- dann wurde ein Vortrag des dienstli<h verhinterten Kontre- admirals Schmidt - Kiel über die ‘Feststelung der Tieflade- linie verlesen. Der Schiffsbauingenieur A. Jsakson-Sto>bolm bielt einen Vortrag über die gegenwärtige unbefriedigende Veraleichs- statistik der Handeläflotten und Welin-London einen solchen über die Quadrantdavits An die Vorträge \{Gloß \i< eine lebhafte Be- \sprehung. Am Nachmittag wurden die Werften und Fabriken be- sichtigt. Abends veranstaltete die Schiffsbautehnische Gesellschaft auf Hasselba>ken ein Fest mahl, zu dem eine große Anzah] biesiger Persönlich- keiten und zablreiche Mitglieder der deutschen Kolonie geladen waren. An- wesend waren u. a. der s{wedis<e Marineminister von Palauder, der Finanzminister Meyer, der Oberstatthalter von Sto>bolm Di>kson. Pro- fessor Busley eröffnete das Fest mit einem Toast auf Ihre Majestäten den König Oskar und den Kaiser Wilhelm, worauf die \{wedis<he und die deutshe Nationalhymne gesungen wurden. Der Finanz- minister Meyer brachte ein Hoch auf die Schiffsbaute<hnische Gesell- schaft aus. Von Seiner Majestät dem König Oskar, an Aller- böchstroelhen Nachrhittags ein Dudon LteeaGu abgesandt wurde, lief folgende telegrapbishe Antwort ein:

eJIndem Jh Meinen besten Dank aussprehe für die Mir dar- gebrachte Huldigung, sende Ich zur gleichen Zeit Meinen Wunsch für das Gedeihen der Verhandlungen wishen den deutshen und shwedishen RNhedern und Schiffern. O skar.

Das Telegramm war in deutsher Sprache abgefaßt. Das

Fest {loß mit cinem zwanglosen Zusammensein.

(Fortsehung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Fr. Amtsgerihtörat, Geh. Justizrat Clara Götting

Krampfer). geb. Dähnert (Berlin).

mit Verantwortlicher Redakteur J. V.: von Bojanowski in Berlin. Verlag der Expedition (I. V.: Heidrich) in Berlin

Dru> der Norddeutshen Buchdru>erei und Verlags- Anstalt, Berlin 8W., Wilhelmstraße Nr. 32.

Sieben Beilagen (einshlicßlih Börsen-Beilage),

sowie die Inhaltsangabe gu Nr, 6 des öffeul-

lichen Sager (einschlicßli< der unter

Nx. 2 veröffentlichten Bekanntmachungen),

end Kommanditgesell schaften auf Aktien

und Aktiengesellschaften, für die Woche vow 6, bis 11, Juli 19083,

ll } und ein Verzeichnis der gezogenen und der no< Ret Tieen Stammaktien der Nieder-

s<hlefis<- Märkischen Eisenbahn.

mit

(Friedens-

Neumann

eizermühble).

| M 163.

Erste Beilage zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen Staalsanzeiger.

Berlin, Dienstag, den 14. Juli

Verichte von deutschen Fruchtmärkten.

1903.

gering Marktort

niedrigster M.

höchster

t.

Qualität mittel

niedrigster M.

Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner

gut

Verkaufte Menge

höchster

b.

niedrigster M.

hödhster

Bis

Doppelzentner

Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) nah übers<lägliher Schäßung verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt)

I

Am vorigen Markttage

Durch- \chnitts- preis

M.

Durchschnitts- preis für 1 Doppel- zentner

Verkaufs- wert | dem

t. M.

WOIDELA

SECSIOU a 6e Strehlen i. Sl. Striegau j Löwenberg i. Schl. Neuß a

Babenhausen Jllertissen s Aalen i. Wrttbg. . Giengen a. Brenz. Geislingen .

Kolberg .

Posen .

PIESIAE 4 ads Strehlen i. Sl. . GSTTICAAit, a Grünberg i. Sl. Löwenberg i. Schl. Oppeln ; S Aalen i. Wrttbg. . Giengen a. Brenz

Kolberg Breslau . i Strehlen i. Schl. Striegau : Den i Aalen i. Wrttbg. . Giengen a. Brenz

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Kolberg Breslau Í Strehlen i. Schl.

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O 6.

Bemerkungen. Ein liegender Strich (-

Literatur.

Der als Romans\chriftsteller unter dem Psecudonym Gregor Samarow bekannte Regierungsrat Oskar Meding ist am Sonn- abend in seiner Wohnung in Charlottenburg verstorben. Er war am 11. April 1828 in Königsberg i. Pr. als einziger Sobn dortigen Regierungépräsidenten geboren. Mit seinen erflen eUm Zepter und Kronen“ und „Europäische Minen und Gegenm (1873—75), an die Zeitercignisse anknüpfenden, mit starken durhseßten Romanen, erregte er Aufsehen. Auch seine späteren reihen Werke hatten große Erfolge zu verzeichnen.

Die bes<ränkt

losigkeit. Von

Erwerbsöfäbigen und die Arbeits" Hans Seelmann. (Berlin Berlag der Arbeiterversorgung. A. Troschel.) Nach einleitenden Bemerkungen gebt die Schrift zunähst auf die Ursachen der Arbeitslosigkeit der beschränkt Erwerbsfähigen ein und empfiehlt Maßnahmen zur B

kämpfung derselben, um sodann die Stellung der I [

J VCT

1902,

ut ivalidenverfiherungas anstalten zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit der beshränkt Erwerkt fäbigen zu erörtern. Im Schluswort weist der Verfasser auf die allgemeine volkswirtschaftlihe Bedeutung, die Beschäftigung beschränkt Erwerbsfäbiger hat, [l Eine Menge von Arbeitskraft liege brach; bei geeigneter Arbeitsgele Tônnten diese Arbeitskräfte Güter erzeugen, Werte schaffen Nationalvermögen vergrößern.

Das Wechselrecht in Frage und Antwort. Nah dem System der Wecbselordnung geordnet. Von S. Riesenfekd, Rechtse anwalt in Berlin. (Berlin 1902, Verlag von A. W. Hayns Erben)

Der Verfasser wendet \si< mit sciner Schrift an den mit Wecbselreht und tem Wechselwesen Unbekannten, um ibn das Wesen und das Recht des Wechsels einzuführen und mit den Wechsel betreffenden Rechtsgrundsäten bekannt zu machen. en- gemäß hat er sich einer leiht verständlihen Ausdru>sweise befleißigt und ferner bei einzelnen besonders wichtigen Grundsätten Wieder- bolungen gebraht, um diese Grundsäße von verschiedenen Seiten zu beleu<ten und fie dem Lernenden besser einzuprägen

Physiologie der deutshen Banken von Dr. Warschauer, Professor der Staatöwissenschaften in Ber Verlag bon Wilhelm Baensch, Berlin 1903. Preis 4 M Der Verfasser leilt seine Schrift în wei Abteilungen ein: die erste behandelt die deutshen Effektenbanken, die zweite beschäftigt si<{< mit den deutshen Hypotheken- und Zettelbanken. Demgemäß sucht der Verfasser zunächst die Entwi>kelung der deutshen Effekten- banken darzustellen und das Feld ihrer Tätigkeit, die Effekten- kfommissions- und Emissiontgeschäfte, den Depositen- Konto- korrentverkehr und die materielle und soziale Bedeutung der Gffektenbanken in der Gegenwart zu \{ildern. Bei den Dar- legungen über die Tätigkeit der Hypothekenbanken geht er u. a. auf das Reichshypothekengesey ein und entwi>elt Reformvorshläge zur Sicherung der Pfandbriefgläubiger. Bei der Erörterung des Zettel- bankæwesens verbreitet sich der Verfasser über den Diskont-, Giro- und Lombardverkehr unter Skiuierung der Entwi>kelung der Reichsbank und des Zettelbankwesens. Erörterungen allgemeiner Art über das Bankwesen bilden den Schluß der Schrift, der verschiedene tabellarische Uebersichten beigegeben sind

Selma Lagerlôf: Eine Herrenhbofsage. Erzählung. Verlag von Albert Lenzen in München. Geb. 250 M Selma Lagerlôf hat in Deutschland viele Leser; und mit Recht, denn fie ist

bedeutende genheit

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Gerste.

12,50 12,90 12,00 13,00 12,00 16,60

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A200 afer. f. 18.80 I 13,00 | 13,00 13,20 14,40 12,60 12,80 12,10 14,20 14,20

Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufêwert auf volle Mark abgerundet mitgeteilt.

17,00 15,60 15,20 15,50 15,70 16,80

17,90 17,40 19,00 17,80 18,40

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Hans Lindau. VBerlagsanfialt

Erzählungen

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Carl Peters.

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nebst preußishem Ausführungs- zusammengestellt und mit An- E und vor- andwirts{haft,

Leipzig,

| legitimationsfarte

| leaten

Herausgegeben von Cornelius Bern, Zürich. Preis der ganzen Serie Verlag von Ernst Wasmuth, Berlin.

Handel und Gewerbe.

N Handels- nnd Zollvertrage zwischen utshen Reih und Belgien vom 6. Dezember Abs. 5 (R.-G.-Bl. 1892, S. 241), wird für Gegenstände, welhe von mit einec Gewerbe- versehenen deutshen Handlungs: reisenden als Muster nah Belgien eingebracht werden, in Belgien Zollfreiheit gewährt Vorausseßung ift jedo<h, daß die Muster binnen einer bestimmten Frist unverkauft wieder ausgeführt werden und daß die Identität der ein- und wieder- ausgeführten Gegenstände außer Zweifel ist.

Es ist in leßter Zeit mehrfach vorgekommen, daß deutsche Handlunagsreisende, entgegen der vorstehenden QEIURLED, beim Verlassen Belgiens ihre Warenproben den belgischen Zoll-

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haben dann die Rüczahlung des hinter- les oder Herausgabe der Sicherheit verweigert.

Zur Vermeidung von Weiterungen empfiehlt es sih für die Beteiligten, die Bestimmungen des Handelsvertrages genau zu beachten.

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| (Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestellten

„Nachrichten für Handel und Jndustrie“.)

Trustbildungen auf dem amerikanishen Eisen- und Stablmarkte.

Die Crucible Steel & Iron Company of America, wel<de ihr Hauptbureau zu Pittsburg, Pa., hat, wurde im Juli 1900 im Staate New Jersey inkorporiert mit der Befugnis, fir 9% Millionen Dollar fkumulative 7°%/4 ige Stammaktien und für 9% Millonen Dollar gewöhnliche Aktien auszugeben.

Sie stellte cine Zusammenlegung folgender Firmen dar, au wel@e angeblih etwa 95 °/% der Gesamtproduktion von Tiegelstah in den Vereinigten Staaten entfielen: Park Steel Co., Singer Nimi> & GCo., Inc., Howe Brown & Co. Ld. und Crescent Steel Co. in Pittsburg, Pa La Belle Steel Co. in Alleghany City, Anderson Dupuy & Co. in Mac Kees Ro>s, Pa. Cumberland Steel & Tinplate Co., The Benjamin Atha & ZlUlingöworth Co., Spaulding Iennings & Co. in New Jerscy Sanderson Bros. Steel Co. in Syrakuse N. Y Beaver Falls Steel Works und Aliquippa Steel Co. in Pennsylvanien und Burges Jron & Steel Co.

Die Park Steel Co. war im März 1899 im Staate New e inkorporiert worden zur Uebernahme und Fortseyung des Ges

ittsburg und hatte für

der Firma Park Bros. & Co. Ltd. zu Pi 5 Millionen Dollar kumulative 7 °/zige Stammaktien und für 5 Millionen Dollar gewöhnliche Aktien ausgegeben. Als die Gesell- schaft von der Crucible Steel Co. absorbiert wurde, erhielten die Besizer der Stammaktien den gleichen Betrag in Stammaktien und 100 %% in pew etnen Aktien des Trustunternehmens.

Die Crucible Steel Co. hat seitdem die fe zu Portsmouth und Cumberland verkauft, dagegen sämtliche Aktien und garaatierte